Stammdaten

Register
Amtsgericht Hildesheim HRB 917
Eingetragen
12.12.2005
Branche
Herstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von sonstigen elektronischen und elektrischen Drähten und Kabeln
Gegenstand
Handel, die Konstruktion, Fertigung und der Vertrieb von Spezialkabeln und beweglichen Stromzuführungen sowie die Blechbe- und verarbeitung und Stahlkonstruktionen aller Art. Die Gesellschaft ist berechtigt, andere Erzeugnisse gleicher oder ähnlicher Art herzustellen, zu erwerben und zu vertreiben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alena Baude
seit 6.1.2023
Prokura
Andreas Baude
seit 12.12.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
60.00%
20.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Baude Holding GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Baude Kabeltechnik GmbH

Sarstedt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlage des Unternehmens

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.2 Geschäftsverlauf und Lage

3. Risiko- und Chancenbericht

3.1 Risiken der künftigen Entwicklung

3.2 Chancen der künftigen Entwicklung

1. Grundlage des Unternehmens

Die Baude Kabeltechnik GmbH mit ihrem Hauptsitz in Sarstedt, ist ein mittelständischer Handels- und Produktionsbetrieb. Der Schwerpunkt der Kapitalgesellschaft liegt zum einen auf dem Handel mit flexiblen Leitungen sowie Sonderleitungen und zum anderen auf der Produktion von Spiralkabeln sowie der Kabelkonfektion. Neben dem Hauptsitz besteht ein Produktionsstandort in Ingelfingen-Hermuthausen. Hauptsächlich wird der inländische Markt bedient, jedoch besitzt auch der Export mit einer Exportquote von 35% vor allem innerhalb des Euroraumes sowie der Export in Drittländer eine Relevanz.

Der Fokus im Geschäftsjahr 2023 lag wie im Geschäftsjahr 2022 auf dem Ausbau der Kabelkonfektion. Dabei konnte im Jahr 2023 eine Steigerung des Umsatzes mit Konfektionsartikeln um 16 % erreicht werden. In den Bereichen der Produktion und Konfektion konnte deshalb die Mitarbeitendenzahl um sechs zusätzliche Mitarbeitende verstärkt werden. Außerdem konnte der Standort in Ingelfingen-Hermuthausen um Büroräume sowie Produktionsfläche in einem neuen Gebäude in unmittelbarer Nähe erweitert werden. Dies ermöglicht den Mitarbeitenden eine angenehmere Arbeitsatmosphäre und einen optimierten Arbeitsablauf.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Überblick Markt, Branche, Konjunktur und Politik

Gesamtaussage

Die Geschäftsführung beurteilt die Lage des abgelaufenen Geschäftsjahres der Gesellschaft als durchwachsen. Das erste Halbjahr verlief überdurchschnittlich gut. Der Umsatz in dem Bereich der Konfektions- und Produktionsartikel konnte den größten Zuwachs verzeichnen, aber auch der Umsatz in dem Bereich der Handelsware konnte im Vergleich zum Vorjahr übertroffen werden. Die eingetrübte deutsche Wirtschaftslage spiegelte sich jedoch in den Umsatzzahlen der zweiten Hälfte des Jahres wider. Die Rückgänge in der Bauindustrie, aber auch anderer Industrie- und Wirtschaftszweige, hemmten die Auftragslage in dieser Zeit. Aufgrund der starken Auftragslage im ersten Halbjahr, hat sich der Rohertrag über das gesamte Jahr trotz der schwächeren zweiten Jahreshälfte jedoch um 15 Prozent erhöht.

Um die Ereignisse des Jahres 2023 darzustellen, wird nachstehend auf die wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen eingegangen, welche entscheidend für das Unternehmen waren.

Weltwirtschaft/Eurozone

Nicht nur die deutsche Wirtschaft, sondern auch die Eurozone und die Weltwirtschaft litten seit der zweiten Hälfte des Jahres 2023 unter einem unterdurchschnittlichen Wachstum. Dieser Trend resultierte aus einer schwachen Industrieproduktion sowie stark gestiegenen Zinsen in weiten Teilen der Welt, welche die Bauindustrie verlangsamten. Dieser Trend soll auch für den Beginn des Jahres 2024 anhalten.

Auch Chinas Wirtschaft entwickelte sich deutlich verhaltener als in vergangenen Jahren. Der Wachstumstrend von China für das nächste Jahr wird ebenfalls im Vergleich zu der Vergangenheit als verhalten prognostiziert.

Des Weiteren lässt sich der rückläufige wirtschaftliche Trend teilweise auch auf die Gefahr der geoökonomischen Fragmentierung zurückführen, welche das Weltwirtschaftswachstum hemmen könnte. Die Gefahr ist eine Ausweitung sowohl wirtschaftlicher als auch politischer Konflikte und damit einer Fragmentierung einzelner Länder, insbesondere zwischen den USA, Europa und China. Streitpunkte zwischen den drei Parteien erstrecken sich über handelspolitische Auseinandersetzungen, die globale Technologieführerschaft und auch geopolitischen Auseinandersetzungen. Dieses Phänomen kann eine globale Zusammenarbeit, beispielsweise in den Bereichen der globalen Wahrung der Sicherheit oder den weltweiten Klimaschutz, gefährden. Dieser Unsicherheitsfaktor hat einen Einfluss auf die Weltwirtschaft und somit auch auf die Handelsaktivitäten der Baude Kabeltechnik GmbH.

Gegensätzlich zu gerade erwähnten negativen wirtschaftlichen Trends, ist die Inflation innerhalb Deutschlands rückläufig. Seit Ende 2023 sinken auch die Kapitalmarkt- und Kreditzinsen und im Verlauf des Jahres 2024 wird eine Senkung der Leitzinsen der europäischen Zentralbank prognostiziert. Dies könnte dazu führen, dass der globale Warenhandel wieder zunimmt.

Rohstoffmarkt

Im Jahr 2023 konnten erste, leichte Rückgänge in den Rohstoffpreisen und dem Endprodukt der Kabel und Leitungen verzeichnet werden. Seit der Corona Pandemie sind die Preise für Rohstoffe auffallend gestiegen, jedoch konnten nun in dem Jahr 2023 leichte Rückgänge in den Preisen verzeichnet werden.

Der Kupferkurs, welcher in dem Jahr 2022 deutliche Schwankungen aufwies, lag im Jahr 2023 etwas konstanter. Das Niveau lag ungefähr zwischen einem Hoch von 9.400 Euro und einem Tief von 7.800 Euro je Tonne Kupfer. Das Kupferniveau liegt seit der Corona-Pandemie auf einem hohen Niveau. Lediglich die Schwankungen im Jahr 2023 im Vergleich zum Jahr 2022 sind schwächer.

Branche

Im Bereich der Elektro- und Digitalindustrie konnte im Jahr 2023 ein leichter Zuwachs verzeichnet werden. Über die Branche zeichnete sich 2023 der gleiche Trend wie im Betrieb der Baude Kabeltechnik GmbH ab. Die erste Hälfte des Jahres verzeichnete einen Zuwachs, die zweite Hälfte des Jahres zeichnete sich durch eine geringere Auftragslage aus. Der Zuwachs in der Branche wurde aufgrund der starken Entwicklung im ersten Halbjahr erreicht.

Als positiv Trend ist die Entwicklung der Lieferkettenproblematik zu nennen. Die langen Lieferzeiten haben sich erholt.

2.2 Geschäftsverlauf und Lage

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Geschäftsführung stellt auf die Steuerung nach dem Rohertrag und dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ab. Der Rohertrag konnte im Geschäftsjahr um T€ 888 gesteigert werden.

Ertragslage

Genau wie im Geschäftsjahr 2022 sollte in dem Berichtsjahr 2023 die Expansion des Geschäftsbereichs der Kabelkonfektion von geraden Leitungen vorangetrieben werden. Im Vorjahr wurde ein Fertigungsstandort in Sarstedt aufgebaut, um den Bereich der Kabelkonfektion zu stärken. Im Jahr 2023 wurde dieser weiter optimiert. Dadurch konnte im Jahr 2023 der Umsatz des Geschäftsbereichs um ungefähr 16% gesteigert werden.

Die Unternehmensentwicklung kann mit Hilfe der Betriebswirtschaftlichen Auswertung in folgender Tabelle dargestellt werden:

Geschäftsjahr 2023
(in T€)
Vorjahr 2022
(in T€)
Rohertrag 6.767 5.879
Zinsen und ähnl. Aufwendungen 25 27
EBIT 932 445
Jahresergebnis 662 269

Finanzlage

Die finanzielle Lage wird als gut eingeschätzt. Im Bereich des Finanzmanagements achtet das Unternehmen darauf die Zahlungsverpflichtungen aus dem aktuellen Geschäftsverkehr und die Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten zu bedienen. Aufgrund der guten Kapitalausstattung können kleinere Investitionsvorhaben auch ohne die Aufnahme von Krediten von Banken realisiert werden. Weiterhin bestehen keine Währungsrisiken in Bezug auf die Verbindlichkeiten, da lediglich die Euro-Währung Verwendung findet.

Vermögenslage

Wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr 2023
(in T€)
Vorjahr 2022
(in T€)
Aktiva
Anlagevermögen 441 415
Vorräte 2.845 2.935
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 908 853
Liquide Mittel 189 168
Passiva
Eigenkapital 2.454 1.792
Rückstellungen 401 288
Verbindlichkeiten 1.539 2.303
Bilanzsumme 4.394 4.383

Der Buchwert des Anlagevermögens hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht auf T€ 441 erhöht. Die Erhöhung beläuft sich auf den Bereich der Sachanlagen, vor allem im Bereich der technischen Anlagen und Maschinen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich auf annähernd T€ 908 erhöht. Es erhöhten sich die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen um T€ 13 und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 70.

Durch ein gutes Forderungsmanagement konnten große Forderungsausfälle vermieden werden.

Die liquiden Mittel haben sich in dem Geschäftsjahr zum Stichtag um T€ 21 erhöht.

Das Eigenkapital beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf T€ 2.454. Die Eigenkapitalquote des Unternehmens erhöht sich auf 56 %.

Die vorhandenen Kontokorrentlinien wurden nicht vollständig beansprucht.

Die Verbindlichkeiten haben sich im Geschäftsjahr auf T€ 1.539 verringert. Dabei verringerten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um T€ 122 sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um T€ 127 im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich um T€ 481 verringert.

3. Risiko- und Chancenbericht

Um die möglichen zukünftigen Entwicklungen abzuschätzen, werden in diesem Teil potenzielle Risiken und Chancen des Unternehmens abgebildet. Das Ziel ist Risiken zu detektieren und diese falls nötig nur bewusst einzugehen, um damit verbundene Chancen zu realisieren.

3.1 Risiken der künftigen Entwicklung

Wie eingangs bereits erklärt, bestehen Unsicherheiten im Bereich der geoökonomischen Fragmentierung, dem gesunkenen Weltmarktwachstums und der Entwicklung der Bauindustrie. Außerdem hat Deutschland mit der demografischen Entwicklung zu kämpfen, welche sich auch auf die Unternehmen auswirkt.

Die Risiken des letzten Jahres vor dem Hintergrund des Ukraine-Konfliktes liegen weiterhin vor. Hinzukommt, die geoökonomische Fragmentierung, welche in Zukunft zu einem erschwerten Weltmarkthandel führen könnte.

Steigende Transportkosten werden weiterhin ein Risiko darstellen. Ende 2023 und im Jahr 2024 wird des Weiteren ein Anstieg der LKW-Maut die Transportkosten zusätzlich erhöhen. Mit einer Reduzierung der Transportkosten ist in den nächsten Jahren nicht zu rechnen.

Ein Risiko bezüglich der Produktivität stellt die Verknappung des Arbeitsvolumens dar. Qualifizierte Arbeitskräfte stellen aufgrund der demografischen Entwicklung zunehmend einen Engpass dar. Vor allem im Bereich der Entwicklung und Konzeption neuer Ideen in der Kabelbranche könnte dies einen Risikofaktor darstellen.

Ein wesentliches Risiko stellt die negativen Entwicklungen der Bauindustrie dar. Im Jahr 2023 sind die Umsätze der Bauindustrie um ungefähr 5% zurückgegangen. Für 2024 wird prognostiziert, dass sich die negative Tendenz mit einem weiteren Rückgang um 3% fortsetzen wird. Gründe sind im Wohnungsbau die hohen Bau- und Finanzierungskosten, die Zinsentwicklung und Energiepreise. Eine Erweiterung der Kunden in anderen Industriebranchen soll den Rückgang der Umsatzzahlen der Bauindustrie abfedern. Außerdem wird aus diesem Grund, um die kurzfristigen negativen Entwicklungen abzufangen, im Jahr 2024 Kurzarbeitergeld beantragt.

3.2 Chancen der künftigen Entwicklung

Wie bereits anfangs erwähnt wird prognostiziert, dass im Verlauf des Jahres 2024 eine Senkung der Leitzinsen der europäischen Zentralbank stattfinden wird. Dies könnte dazu führen, dass der globale Warenhandel wieder zunimmt und ab dem Frühsommer 2024 wieder ein Aufwärtstrend der Auftragslage zu verzeichnen ist.

Durch die guten Entwicklungen im Bereich der Kabelkonfektion erhoffen wir uns auch im Jahr 2024 dieses Segment weiter ausbauen zu können. Dazu sollen Bestandskunden über unsere Konfektionstätigkeit aufgeklärt und besser betreut werden sowie Messen von dem Vertrieb besucht werden, um neue oder auch Bestandskunden persönlich anzusprechen.

Die Lieferkettenproblematik hat sich im Jahr 2023 entspannt. Durch geringere Verzögerungen konnten die Lieferzeiten unserer Lieferanten deutlich reduziert und so unsere Kunden besser bedient werden. Sollte die Situation der Lieferkette bestehen bleiben, so wird dies in Zukunft zu geringeren Durchlaufzeiten im Unternehmen führen.

Zu der Entspannung im Bereich der Lieferkette kommt auch die Entspannung der Strom- und Energiepreise hinzu. Im Vorjahr lagen die Energiepreise, aufgrund des Ukrainekrieges und der sich daraus ergebenden unsicheren Situation der Energieversorgung, sehr hoch. Im Jahr 2023 entspannte sich die Lage ein wenig, die Energiepreise liegen jedoch noch deutlich über dem Preisniveau aus dem Jahr 2019 vor der Corona-Pandemie. Diese Entwicklung bietet eine Chance der zukünftigen Kostenreduktion, sollten die Preise weiterhin fallen.

Wie bereits im Jahr 2023 können sich weiterhin Chancen im Bereich der Elektrifizierung ergeben. Dieser Trend wird voraussichtlich auch über die nächsten Jahre anhalten, da die deutsche Bundesrepublik bis 2030 eine Million neue Ladesäulen für die Infrastruktur schaffen möchte. Einige Projekte im Bereich der Elektromobilität könnten deshalb im Jahr 2024 anlaufen.

Weiterhin wird in den nächsten Jahren die Solar- und Windenergie weiter ausgebaut werden, um den gestiegenen Bedarf an erneuerbaren Energien zu decken. Aus diesem Grund könnten sich die Umsätze in diesem Bereich ebenfalls positiv entwickeln.

Aufgrund der verhaltenen wirtschaftlichen Prognosen rechnen wir mit einer moderaten Verringerung des Rohertrags sowie einer signifikanten Abnahme des EBIT.

 

Sarstedt, 27. Mai 2024

gez. Baude

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 440.894,96 415.174,39
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 60.743,57 84.337,50
1. Geschäfts- oder Firmenwert 60.660,00 68.012,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 83,57 16.325,50
II. Sachanlagen 379.504,50 330.190,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.077,00 15.327,00
2. technische Anlagen und Maschinen 90.369,00 39.055,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 277.058,50 275.808,00
III. Finanzanlagen 646,89 646,89
1. Beteiligungen 646,89 646,89
B. Umlaufvermögen 3.942.033,75 3.955.190,84
I. Vorräte 2.845.390,08 2.934.647,64
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 907.924,54 852.674,52
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 201.375,57 218.860,69
2. sonstige Vermögensgegenstände 706.548,97 633.813,83
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 315,02
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 188.719,13 167.868,68
C. Rechnungsabgrenzungsposten 11.237,57 12.622,25
Aktiva 4.394.166,28 4.382.987,48

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.454.009,14 1.791.837,41
I. Gezeichnetes Kapital 190.000,00 190.000,00
II. Bilanzgewinn 2.264.009,14 1.601.837,41
davon Gewinnvortrag 1.601.837,41 1.332.576,73
B. Rückstellungen 401.479,29 288.200,20
C. Verbindlichkeiten 1.538.677,85 2.302.949,87
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 169.943,04 291.786,85
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 7.320,75
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 904.493,60 1.385.540,49
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 904.493,60 1.385.540,49
3. sonstige Verbindlichkeiten 464.241,21 625.622,53
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 464.241,21 625.622,53
Passiva 4.394.166,28 4.382.987,48

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.857.907,84 5.986.278,24
2. Personalaufwand 3.800.600,50 3.446.605,13
a) Löhne und Gehälter 3.057.187,16 2.768.442,68
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 743.413,34 678.162,45
davon für Altersversorgung 76.966,40 70.093,11
3. Abschreibungen 143.071,23 167.255,61
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 143.071,23 167.255,61
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.979.905,26 1.931.126,51
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.132,73 1.612,58
davon Erträge aus Abzinsung 432,77
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 25.284,19 26.827,29
davon an verbundene Unternehmen 20.980,31 18.647,02
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 245.820,66 144.740,60
8. Ergebnis nach Steuern 664.358,73 271.335,68
9. sonstige Steuern 2.187,00 2.075,00
10. Jahresüberschuss 662.171,73 269.260,68
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.601.837,41 1.332.576,73
12. Bilanzgewinn 2.264.009,14 1.601.837,41

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Baude Kabeltechnik GmbH, Sarstedt (Amtsgericht Hildesheim, HRB 917) für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des HGB in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Von den ihr eingeräumten Erleichterungen bei der Aufstellung des Anhangs gemäß § 288 HGB macht die Gesellschaft teilweise Gebrauch.

Für den Jahresabschluss der Gesellschaft auf den 31. Dezember 2023 ist das Gliederungsschema der §§ 266 und 275 HGB für große Kapitalgesellschaften zugrunde gelegt worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

Zusammenfassungen von Positionen der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung nach § 265 Absatz 7 HGB sind nicht vorgenommen worden. Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Betrag ausweisen, werden gemäß § 265 Abs. 8 HGB nicht ausgewiesen.

II. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, nach ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen wie Skonti oder Rabatte angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Einzelwert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Für Anlagenzugänge im Geschäftsjahr 2023 wurde eine zeitanteilige Abschreibung (pro rata temporis) berücksichtigt. Soweit möglich wurde die degressive Abschreibungsmethode angewendet.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Die Warenbestände werden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen bewertet.

Das in den Vorräten (unfertige bzw. fertige Erzeugnisse und Waren) enthaltene Kupfer wird grundsätzlich nach dem Verbrauchsfolgeverfahren "Last In First Out" (LIFO) bewertet.

Außerplanmäßige Abschreibungen oder Wertberichtigungen auf Gegenstände des Anlagevermögens und der Vorräte wurden vorgenommen, soweit der nach den vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert höher ist als der Wert, der den Gegenständen am Abschlussstichtag beizulegen ist.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet sind, wurden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben. Zur Abdeckung für das allgemeine Ausfall-, Zins- und Skontorisiko wird eine Pauschalwertberichtigung auf den nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungsbestand gebildet.

Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Bilanzierung erfolgt nach Verwendung des Jahresüberschusses.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Geschäftsjahresabschreibungen sind aus dem Bruttoanlagenspiegel am Ende dieses Anhangs zu entnehmen.

Die entgeltlich erworbenen Geschäfts- und Firmenwerte werden über einen Zeitraum von zehn Jahren abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Eigenkapital

Das voll eingezahlte gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt unverändert EUR 190.000,00 (Vj. EUR 190.000,00).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten als wesentliche Posten Beträge für Gewährleistungen (TEUR 37; Vj. TEUR 32), offene Urlaubsansprüche und Freizeitausgleich Mitarbeiter (TEUR 42; Vj. TEUR 40), Jahresabschlussprüfung (TEUR 10; Vj. TEUR 11) sowie für die Jahresabschlusserstellung (TEUR 4; Vj. TEUR 4).

Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und deren Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, lautet TEUR 170 (Vj. TEUR 292). Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten in üblichem Umfang branchenübliche oder kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten.

Als Sicherheiten dienen Sicherungsübereignungen von Anlagegegenständen und Grundpfandrechte. Die Fristen sind aus folgendem Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich:

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen, wie im Vorjahr, in voller Höhe gegenüber der Gesellschafterin Baude Holding GmbH, Sarstedt.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten resultieren insgesamt EUR 28.014,93 (Vj. EUR 60.646,65) aus Steuern und im Rahmen sozialer Sicherheit in Höhe von EUR 1.930,18 (Vj. EUR 2.727,88).

Gewinn- und Verlustrechnung

Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 76.966,40 (Vj. EUR 70.093,11) enthalten.

Im Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 20.980,31 (Vj. EUR 18.647,02) enthalten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen künftige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 486 (Vj. TEUR 431). Davon entfallen auf Mietverpflichtungen TEUR 445 (Vj. TEUR 394) (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 418 (Vj. TEUR 369)) und auf Leasingverpflichtungen TEUR 41 (Vj. TEUR 37).

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB.

IV. Sonstige Angaben und Angaben nach § 42 Absatz 3 GmbHG

Beteiligungsverhältnisse

Der Anteilsbesitz im Sinne von § 285 Nr. 11 HGB setzt sich wie folgt zusammen:

Beteiligung: Baude Kabeltechnik s.r.o.
Sitz: Brno, Havrankova 11, Tschechien
Beteiligungsquote: 20 %
Beteiligungsansatz: EUR 646,89
Eigenkapital: EUR 496.602,49
Ergebnis 2023: EUR 37.089,47

Anzahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr im Durchschnitt 75 (Vj. 77) Arbeitnehmer; davon 47 gewerbliche und 27 kaufmännische Mitarbeiter. Davon waren 1 kaufmännische Arbeitnehmer als Auszubildende tätig.

Gesellschaftsorgane

Der Geschäftsführung gehörte im Geschäftsjahr 2023 an:

Herr Andreas Baude, Geschäftsführer, Hannover.

Auf die Angabe nach § 285 Nr. 9a HGB wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Baude Holding GmbH, Sarstedt, ist die unbeschränkt haftende Gesellschafterin der Gesellschaft.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Die Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB (Abschlussprüferhonorar) sind in Anwendung der Erleichterungsvorschrift des § 288 Abs. 2 HGB unterblieben.

Ergebnisverwendung

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 2.264.009,14 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Nach Ende des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2023 haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.

 

Sarstedt, den 27. Mai 2024

Baude Kabeltechnik GmbH

Andreas Baude, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Baude Kabeltechnik GmbH, Sarstedt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Baude Kabeltechnik GmbH, Sarstedt, - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Baude Kabeltechnik GmbH, Sarstedt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den vom gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, 30. Mai 2024

Niedersächsische Revision und Treuhand GmbH - Nierut Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Christopher Hesse, Wirtschaftsprüfer

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