Stammdaten

Register
Amtsgericht Neuss HRB 13857
Vorher
J P Fashion Sportswear GmbH
Eingetragen
27.7.2006
Branche
Großhandel mit TextilienGroßhandel mit BekleidungGroßhandel mit Sportartikeln und -zubehör
Gegenstand
Einzelhandel und Großhandel mit Kleidung, insbesondere Sportbekleidung, sowie daneben die Vermietung und Verpachtung von Gegenständen beweglicher Art.

Historie

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Management

NameRolle
Thorsten Fritze
seit 28.5.2008
Prokura
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

KENVELO Germany GmbH

Neuss

Jahresabschluss zum 31.12.2006

Lagebericht

 
Allgemeiner Geschäftsverlauf
Konjunkturelle Rahmenbedingungen
Der seit einigen Jahren zu beobachtende weltweite Konjunkturaufschwung setzte sich 2006 fort. Mit geschätzten 3,7 bis 3,9 % fiel das reale Wachstum der Weltwirtschaft sogar etwas höher aus als im Vorjahr. Verantwortlich für die stabile Entwicklung waren moderate Rohölpreise, die verbesserte finanzielle Lage der Schwellenländer und zum großen Teil die stark wachsenden Volkswirtschaften von China und Indien, die mit 10 % bzw. 8 % weiter kräftig wuchsen.

 
Die Situation in Europa ist durch eine wirtschaftliche Erholung gekennzeichnet. Eine wachsende Binnennachfrage, steigende Ausfuhren und zurückgehende Arbeitslosigkeit waren die Hauptgründe für einen soliden Konjunkturaufschwung. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs in der Euro-Zone um 2,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Damit hat sich die Wachstumsrate annähernd verdoppelt.

 
Das deutsche Bruttoinlandsprodukt wuchs real um 2,7 % und damit so stark wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Getragen wurde der Aufschwung vor allem von den Anlageinvestitionen und vom Export. Das durch die Exporte entstandene Einkommen führte zu einer positiven Entwicklung der Binnenwirtschaft. So wuchs auch die Konsumfreudigkeit der privaten Verbraucher. Nach langen Jahren der Flaute gaben die privaten Verbraucher rund 0,6 % mehr Geld als im Vorjahr aus.

 
Branchenentwicklung im textilen Einzelhandel
Wenn auch der große Turn Around noch nicht geschafft ist, so konnte der Textileinzelhandel nach 15 defizitären Jahren erstmals in 2006 wieder mit einem kleinen Umsatzplus abschließen. Laut Angaben der TextilWirtschaft lagen die Erlöse in 2006 im Durchschnitt bei einem Plus von 1 %. Die Stetigkeit des Aufschwungs, der Abbau der Arbeitslosigkeit und die deutlich besseren Zukunftserwartungen der Unternehmen haben die Stimmung bei den Bürgerinnen und Bürgern deutlich verbessert. Dies spiegelt sich in dem leichten Umsatzplus wieder. Das insgesamt freundliche Konsumklima wurde allerdings von einem Wetterklima getrübt, das nahezu in jeder Jahreszeit nicht den Erwartungen entsprach. So fiel der Herbst überdurchschnittlich warm aus und auch der milde Winter beeinflusste das Geschäft im Textileinzelhandel negativ. Weiterhin problematisch erwies sich die Zeit der Fußball-Weltmeisterschaft für die Umsätze, wobei in der Regel die Textil- und Kaufhäuser stärker von diesen Einflüssen betroffen waren als Mode.

 
Das Preisniveau im deutschen Textileinzelhandel hat sich, wie in den letzten Jahren schon, weiter nach unten bewegt. Dies spiegelt den anhaltenden Konkurrenzkampf und Verdrängungswettbewerb in diesem Markt wieder.

 

Prozentuale Preisentwicklung
für Textilien, Bekleidigung, Schuhe
Basis: 2000 2004 2005 2006
Gesamte Lebenshaltung, 1,6 2 1,7
darunter für:
 

 

 
Bekleidungsartikel -0,8 -2,2 -0,9
Stoffe 0,6 0,4 3,2
Bekleidungszubehör, Kurzw. usw. -0,1 -0,5 -0,4
Reinigung, Reparatur v. Bekleidung 0,3 0,2 0,9
Bekleidung gesamt -0,8 -1,9 -0,8
Teppichwaren, Bodenbeläge 0,1 0,2 0,5
Gardinen, Aussteuer, Bettwaren -0,1 -0,9 -0,5
Schuhe und Schuhzubehör -0,8 -1,3 -1,1
Reparatur von Schuhen 1,1 1,7 2
Schuhe gesamt -0,7 -1,2 -0,9

 
Quelle: Statistisches Bundesamt Deutschland
 
Branchenstruktur
Die Struktur des deutschen Textileinzelhandels kann wie folgt gegliedert werden:

Konzentration und Wachstum branchenfremder Einzelhändler

Vertikalisierung und Internationalisierung

Branding oder Discounting


 
Der Einzelhandel mit Bekleidung zeichnet sich durch eine beachtliche Marktdynamik und Unternehmenskonzentration aus. Insbesondere die kleinen und mittleren Fachgeschäfte müssen erhebliche Umsatzeinbußen verkraften und verlieren damit Marktanteile. Die großen vertikal organisierten Handelsgruppen bauen ihr Filialnetz systematisch aus und erzielen mit dieser enormen Verkaufsflächenausweitung weit überdurchschnittliche Umsatzsteigerungen und eine stetige Verbesserung ihrer Marktposition. Die größten Unternehmen mit einem Textilumsatz von mehr als 50 Millionen Euro Bruttoumsatz haben einen Marktanteil von über 60 %. Allein die Top 4 der Branche (KarstadtQuelle, Otto, C&A und Metro) beherrschen 25 % des Marktes. Dazu kommt der zunehmende Textilverkauf durch branchenfremde Händler wie Lebensmitteldiscounter, Drogeriemärkte oder Supermärkte. Sie konnten ihren Marktanteil in den vergangenen 20 Jahren von 1,7 Prozent auf rund 12 % steigern. Als Folge dieser Entwicklung sinkt die Anzahl der Textilhandelsbetriebe jährlich um etwa fünf %.
 
Der Trend zu vertikalen Konzepten nimmt bei allen am Prozess beteiligten Unternehmen weiter zu. Die Steuerung der Produktion über die genaue Information vom 'Point of Sale' sowie die Verschlankung und Kontrolle der Wertschöpfungskette sind dabei wesentliche Erfolgsfaktoren. Die Vertikalisierung wird von allen am Wertschöpfungsprozess beteiligten Unternehmen vorangetrieben. Ob Industrieunternehmen wie Brax oder BOSS, Großhändler wie ESPRIT und S`Oliver oder Einzelhändler wie KENVELO, New Yorker oder H&M - alle konkurrieren um die Top 1A- Lagen der deutschen Innenstädte. Darüber hinaus ist Deutschland auch im Fokus internationaler Konzerne wie ZARA, Mango oder ProMod.
 
Unsere Strategie
Die Marktlage verlangt von allen Anbietern eine klare Strategie, mit der sie den Kunden begegnen. Letztendlich bleiben dabei lediglich zwei Erfolg versprechende Strategien: Positionierung als Discounter oder als Markenanbieter.

 
Für eine Discountstrategie ist vor allem der Preis eines Produktes erfolgsentscheidend - der Kunde wird über den günstigsten Preis gebunden. Discountkonzepte befinden sich im wesentlichen in B oder C-Lagen oder in Fachmarktzentren, da die Mietaufwendungen dieser Geschäftslokale hier im Vergleich zu brandorientierten Konzepten geringer sind. Die Ausgaben für Marketing und Image müssen ebenfalls niedrig gehalten werden.

 
Brandkonzepte setzen auf die Kraft der Marke und versuchen, den Kunden über Spezialisierung und durch attraktives Image zu überzeugen. Diese Konzepte konzentrieren sich auf Top 1A Lagen oder auf Einkaufszentren. Die Gestaltung der Läden, das Visual Merchandising, die Warenpräsentation, die Marketingstrategien sowie das Produkt sollen in einem ganzheitlichen Zusammenhang stehen und so ein klares, eindeutiges Konzept für den Kunden darstellen.

 
KENVELO positioniert sich in diesem Branchenumfeld als Markenanbieter, der dennoch zu einem günstigen Preis akzeptable Qualität anbietet.

 
Mitte Januar 2006 übernahm Herr Mete Askinoglu als Geschäftsführer die Leitung der KENVELO Germany GmbH. Ziel seiner Tätigkeit ist es, die operativ in der Krise befindliche Gesellschaft strategisch neu auszurichten und insbesondere in den ersten Monaten die Kostensituation zu überprüfen und deutliche Einsparungen zu generieren.

 
Eine Maßnahme war die Sitzverlegung der Gesellschaft zum 1. Juli 2006 von Norderstedt nach Neuss. Mit dieser Sitzverlegung in die "Mitte" Deutschlands wurde eine Optimierung der Erreichbarkeit aller Filialen vollzogen und auch der Neuanfang dokumentiert.

 
Neben der Sitzverlegung kam es vor allem in der Beschaffung und der Logistik zu einem Neuanfang. Seit dem 1. November 2004 war die deutsche Betriebsstätte der KENVELO Czech Republic spol. s.r.o. mit Sitz in Norderstedt für die logistische Abwicklung des Warenflusses innerhalb der gesamten KENVELO-Gruppe zuständig. Ende 2005, insbesondere aber in 2006 wurde deutlich, dass die mit Einführung dieses Zentrallagers erhofften Synergieeffekte nicht zum tragen gekommen sind. Darüber hinaus gab es zunehmend Schwierigkeiten in der Abwicklung der einzelnen Zolllager und des Warenflusses. Deshalb wurde im Frühjahr 2006 entschieden, das Lager in Norderstedt zu schließen. Die Waren wurden Ende 2006 nach Prag versandt und die weitere Abwicklung für die KENVELO Gruppe (außer Deutschland) wird von dort aus abgewickelt.

 
Die KENVELO Germany GmbH hat zur Wintersaison 2006/2007 ihre Einkaufspolitik strategisch neu ausgerichtet. Mehr als 50 % der Waren für diese Saison wurden in der Türkei gefertigt und von dort bezogen, der Rest aus China und den Niederlanden. Der Anteil DOB wurde auf ca. 70% ausgebaut und die Kids-Kollektion eingestellt.

 
Die logistische Abwicklung wurde generell auf die Logistikdienstleister TAN und Balnak verlagert, die für den Transport aus der Türkei sowie Zwischenlagerung und Verteilung der Waren in die Shops verantwortlich zeichnen.

 
Ertragslage
Umsatzentwicklung
In 2006 verzeichnete KENVELO einen Rückgang der Netto-Umsatzerlöse von EUR. 45,9 Mio. im Vorjahr auf EUR 43,6 Mio. im Berichtsjahr. Dies entspricht einem Rückgang von EUR 2,3 Mio. oder 4,9 %. Dieser Rückgang erklärt sich aus der im Berichtsjahr vorgenommenen Schließung von zwölf Filialen.

 
Auf Basis vergleichbarer Verkaufsflächen konnte KENVELO im abgelaufenen Geschäftsjahr ihren Bruttoumsatz gegenüber dem Vorjahr (auf Basis vergleichbarer Verkaufsflächen) hingegen um ca. 9,2 % steigern.

 
Nach Sortimenten ergibt sich unsere Umsatzentwicklung wie folgt:
 

Umsätze nach Sortimentsbereichen
incl. 16% USt in € auf vergleichbaren Flächen
Sortiment 2006 2005 Delta abs. Delta in %
HaKa 16.354.891 16.589.769 -234.878 -1,42%
DoB 24.046.155 20.405.642 3.640.513 17,84%
Kids 138.146 618.496 -480.350 -77,66%
Underwear 2.158.642 1.604.670 553.972 34,52%
Accessoires 4.097.805 3.271.116 826.689 25,27%
Others 496.919 806.668 -309.749 -38,40%
Total 47.292.558 43.296.361 3.996.197 9,23%

 
Quelle: Unternehmensdaten
 
Die Umsatzsteigerung in Höhe von 9,2 % gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere in der neuen Kollektion für die Wintersaison 2006/2007 sowie der schnelleren Reaktion auf das Kaufverhalten der Kunden begründet und übersteigt damit bei weitem den Branchentrend.

 
Die Hauptsortimente Haka, DoB, Underwear und Accessoires konnten den Vorjahresumsatz entweder halten oder deutlich ausbauen. Durch die geschäftspolitische Entscheidung den Bereich Kids-Fashion aufzugeben, ist dieser Bereich mit deutlichen Umsatzrückgängen gekennzeichnet.

 
Der Umsatzzuwachs im Sortiment Accessoires wurde durch den weiteren Ausbau der Modeschmucklinie 'DCK' erzielt.
 
Insgesamt stieg der Nettoumsatz pro m² Verkaufsfläche von rd. 1.600 € pro m² auf rd. 1.700 € pro m².

 
Ergebnissituation
Die Ertragslage 2006 war gekennzeichnet von der Neuausrichtung des Unternehmens sowie den ersten Schritten hin zur Konsolidierung.

 
In 2006 erzielte KENVELO ein negatives Betriebsergebnis von TEUR 13.972. Im Vorjahr musste noch ein negatives Betriebsergebnis von TEUR 14.227 hingenommen werden. Bereinigt um außerplanmäßige Abschreibungen von Forderungen fällt die Ergebnisverbesserung deutlicher aus, denn bereinigt um diese Abschreibungen in Höhe von insgesamt TEUR 1.178 konnte ein bereinigtes Betriebsergebnis von TEUR -12.794 erwirtschaftet werden, was einer Ergebnisverbesserung von 10,1 % gleichkäme. Hier zeigen sich erste positive Effekte aus den eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen.

 
Bei einem nur leichten Rückgang des Rohertrags auf TEUR 14.084 führten die Schließungen von zwölf Filialen zu Einsparungen bei den Raumkosten in Höhe von insgesamt TEUR 1.337. Einhergehend mit den Schließungen der Filialen konnte der Personalbestand abgebaut werden, so dass hierdurch im Personalbereich Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.991 reduziert werden konnten. Entsprechend ist die Personalaufwandsquote von 34,2 % in 2005 auf 29,1 % im Berichtsjahr zurückgegangen.

 
Im Jahresdurchschnitt verringerte sich der Personalbestand von 1.304 Mitarbeitern im Vorjahr auf 996 Mitarbeiter in 2006.
 
Die durchschnittliche Anzahl der fest angestellten Mitarbeiter verringerte sich von 558 um 150 (26,9%) auf 408. Der Anteil am Gesamt-Personalbestand betrug in 2006 41,0% (2005: 42,8%). Die durchschnittliche Anzahl der geringfügig Beschäftigten verringerte sich von 746 um 158 (21,2%) auf 588. Der Anteil am Gesamt-Personalbestand betrug in 2006 59,0% (2005: 57,2%). Diese notwendige Anpassung ist Teil der Konsolidierungsbemühungen, wahrt aber gleichzeitig die Flexibilität im Personaleinsatz in den Filialen.

 
Vor allem wegen des negativen neutralen Ergebnisses von TEUR 134 - im Vorjahr konnte hier noch ein positives Ergebnis von TEUR 4.551 erzielt werden - musste die Gesellschaft insgesamt einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 14.318 (im Vorjahr TEUR 10.280) hinnehmen. Im neutralen Ergebnis, in welchem neben den betriebsfremden und außerordentlichen Aufwendungen und Erträgen, die unregelmäßig und außerhalb der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit anfallen, auch die aperiodischen Aufwendungen und Erträge ausgewiesen werden, sind vor allem die Erträge aus dem in 2005 vereinbarten Kaufpreisnachlass für Vorratsvermögen aus der Insolvenzmasse der KENVELO AG i. I. in Höhe von TEUR 1.191 (im Vorjahr TEUR 1.500) sowie die Aufwendungen für sonstige Rückstellungen enthalten.

 
Vermögenslage
Aufgrund des Jahresfehlbetrags in Höhe von TEUR 14.318 bei einem Verlustvortrag von TEUR15.602 ergibt sich zum 31. Dezember 2006 ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von TEUR 27.920 (im Vorjahr TEUR 13.602). Um eine Insolvenzantragspflicht zu vermeiden, hat die KENVELO Czech Reoublic spol. s.r.o., Prag/Tschechien, eine Rangrücktrittserklärung in Höhe von TEUR 29.113 abgegeben.

 
Die Vorräte haben sich trotz Schließung von zwölf Filialen um TEUR 2.108 auf TEUR 9.502 erhöht. Der Anstieg ist bedingt durch die höhere Bestückung der Filialen mit Waren. Während in 2005 ca. 1,1 Mio. Stück auf Lager waren, waren es zum Bilanzstichtag 2006 rund 1,5 Mio. Stück. Im Berichtsjahr wurden Abwertungen in Höhe von TEUR 1.180 getätigt, um die Handelswaren unter Berücksichtigung noch anfallender Vertriebskosten verlustfrei zu bewerten.
 
Die sonstigen Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten haben sich um TEUR 879 auf TEUR 1.203 reduziert. Dieser Posten ergibt sich im Wesentlichen aus Sicherheitsleistungen und Kautionen (TEUR 715) sowie Überzahlungen an Kreditoren (TEUR 329).
 
Der Anstieg des kurzfristigen Fremdkapitals um insgesamt TEUR 15.842 auf TEUR 42.645 resultiert vor allem aus dem Anstieg der Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten um TEUR 15.339 auf TEUR 39.396. Darin enthalten sie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 30.853.

 
Finanzlage
Die Finanzpolitik ist in der momentanen Situation der wirtschaftlichen und strategischen Neuausrichtung ausgerichtet auf die Sicherstellung der Finanzierung des Unternehmens. Die KENVELO Germany GmbH hat keine Kredite bei Banken zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit aufgenommen.

 
Die KENVELO Czech Republic spol. s.r.o. als unser Hauptlieferant hat seit dem 1. November 2004 die Fälligkeit der fakturierten Lieferungen zur Zahlung bis auf weiteres ausgesetzt.

 
Die im Geschäftsjahr angefallenen Verluste sind daher im Wesentlichen durch die ehemalige Gesellschafterin KENVELO Czech Republic spol. s.r.o. finanziert worden.

 
Zum 31. Dezember 2006 besteht ein Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 1.162. Dies entspricht einem Anstieg an flüssigen Mitteln gegenüber dem Vorjahr in Höhe von TEUR 433. Einem positiven Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 1.961 steht ein Abfluss an flüssigen Mitteln aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 1.528 gegenüber.

 
Investitionen
In 2006 wurden Investitionen von insgesamt TEUR 1.544 (Vorjahr TEUR 246,0) durchgeführt.

 
Diese Erhöhung begründet sich zum überwiegenden Teil durch die notwendigen Investitionen im Rahmen der getätigten Sitzverlegung von Norderstedt nach Neuss in Höhe von TEUR 973. Die Investitionen in der Zentrale betreffen im Wesentlichen Software-Erweiterungen der Warenwirtschaft, Ergänzung/Erneuerung der Hardware und Telekommunikation, Umbaukosten sowie die Übernahme von Anlagevermögen von der KENVELO Czech Republic spol. s.r.o.

 
Im Filialbereich wurden 3 Umbauten (Berlin Ring Center, Dortmund und Görlitz) mit einem Investitionsvolumen von TEUR 149 durchgeführt. Weitere TEUR 82 wurden in die Erneuerung der technischen Infrastruktur in Duisburg, Eschweiler, Billstedt und Itzehoe investiert.

 
Die Ergänzung bzw. Erneuerung der Ausstattung der Filialen mit Präsentationstischen etc. schlug mit ca. TEUR 200 zu Buche.
 
Personal- und Sozialbereich
Arbeitnehmerschaft
Die Anzahl der Mitarbeiter zum jeweiligen Stichtag 31.Dezember hat sich in 2006 im Vergleich zu 2005 aufgrund der gesunkenen Filialanzahl und der Verlagerung des Hauptsitzes von 1.280 um 441 auf 839 verringert.
 
Um auf unterschiedliche Geschäftsöffnungszeiten an den einzelnen Filialstandorten flexibel reagieren zu können, liegt die Quote der geringfügig Beschäftigten Mitarbeiter bei ca. 61,1 % (2005: 57,3%).

 
Struktur des Personalaufwands
Die Gehälter sämtlicher Mitarbeiter sind individuell vereinbart und orientieren sich an marktüblichen Konditionen. Die KENVELO Germany GmbH ist nicht tarifgebunden.

 
Die Optimierung der Personalkosten soll mit flexiblen Arbeitszeitmodellen gesteuert werden. Jeder Mitarbeiter verfügt über ein eigenes Arbeitszeitkonto. Der Personaleinsatz wird mit einem Personalbedarfssystem an die Kundenfrequenz und an die Warenbelieferungen angepasst und optimiert. Spitzenbedarfe werden durch die Beschäftigung von Teilzeitkräften und Aushilfen kompensiert.
 
Betriebliche Sozialleistungen
Die KENVELO Germany GmbH bietet ihren Mitarbeitern zur Unterstützung der individuellen Altersversorgung den Abschluss einer Pensionskassenversicherung bei der Pro bAV Pensionskasse AG an. Hierbei können Teile der Gehaltsansprüche der Mitarbeiter in einen Anspruch auf Versicherungsschutz in Form von Beiträgen zu einer (fondsgebundenen) Rentenversicherung umgewandelt werden.

 
Diese (fondsgebundene) Rentenversicherung wird von der KENVELO Germany GmbH als Arbeitgeber bzw. Versicherungsnehmer auf das Leben des Mitarbeiters bei der Pro bAV Pensionskasse AG abgeschlossen.

 
Im Dezember 2006 haben 68 Mitarbeiter von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht.

 
Im Bereich der Arbeitssicherheit und Arbeitsmedizin arbeitet die KENVELO Germany GmbH seit dem 1. Januar 2006 mit einem neuen Vertragspartner zusammen. Es werden regelmäßige Begehungen der einzelnen Betriebsstätten durchgeführt, um die gesetzlichen Anforderungen in diesen Bereichen zu erfüllen.

 
Risikobericht
Die KENVELO Germany GmbH ist im Rahmen ihrer unternehmerischen Aktivitäten in den Absatzmärkten den verschiedensten Risiken ausgesetzt, die mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Diese können Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nehmen.

 
Die Gesellschaft hat zur Minimierung der Risiken ein Controllinginstrumentarium implementiert. Der Einsatz gewährleistet die rechtzeitige Information der Entscheidungsträger zur Einleitung geeigneter Gegenmaßnahmen. Innerhalb unserer Organisation sind die jeweiligen Zuständigkeiten geregelt. Das Instrumentarium unterliegt einer ständigen Evaluierung, um Strukturveränderungen ausreichend Rechnung zu tragen.

 
Neben den allgemeinen Geschäftsrisiken sind vor allem folgende Einzelrisiken identifiziert:

 
Wettbewerbs- und Branchenrisiken
Die Entwicklung im stationären Einzelhandel ist nach wie vor geprägt von einer beachtlichen Marktdynamik und Unternehmenskonzentration einhergehend mit einem weiteren Vordringen vertikal organisierter Handelsgruppen, einer steigenden Zunahme der Verkaufsflächen und dem Rückgang des traditionellen Einzelhandels.  
Neben der Wettbewerbsintensivierung besteht eine starke Abhängigkeit vom Konsumverhalten der Kunden. Änderungen im Konsumverhalten, hervorgerufen durch die allgemeine konjunkturelle Lage, wirtschaftspolitische Rahmenbedingen und Einkommensentwicklungen, erfordern die ständige Ausrichtung des Vertriebskonzepts an das Verhalten und die Erwartungen der Konsumenten. Begegnet wird diesen Risiken mittels gezielter Marktbeobachtungen, Einschätzungen der Wettbewerbssituation sowie der Beobachtung der Verhaltensmuster unserer Zielgruppen.

 
Saisonalitätsrisiken
Unsere unterjährig erzielten Umsatzerlöse weisen Schwankungen auf, die saisonal bedingt sind. Insbesondere im Weihnachtsgeschäft - also im vierten Quartal - sind die Umsatzerlöse bzw. Ertragssituation überproportional zum Jahresdurchschnitt. Der den Umsatz- und Saisonspitzen zeitlich deutlich vorgelagerte Wareneinkauf führt gegebenenfalls zu Liquiditätsbelastungen in Zeiten, die nicht zwingend mit hohen Zuflüssen liquider Mittel einhergehen. Dem wird durch eine entsprechende Beschaffungspolitik unseres Sortiments versucht, Rechnung zu tragen.

 
Forderungsausfallrisiko
Einem Bonitätsrisiko sind wir nur im begrenzten Maße ausgesetzt. Die Risiken aus Kreditkartenzahlungen liegen im Wesentlichen bei den Kreditkartenanbietern. Bei den übrigen bargeldlosen Zahlungsmitteln ist das Risiko insgesamt äußert überschaubar.

 
IT-Risiken
IT-Risiken bestehen in erster Linie in der Notwendigkeit der permanenten Verfügbarkeit der Kassen- und Rechnersysteme und des dahinter liegenden Netzwerkes sowie der Integrität der Daten wie in potenziellen externen Angriffen auf die IT-Systeme durch unberechtigte Dritte. Die Sicherheit der Prozesse im Bereich IT wird über eine Kombination von externen und internen Leistungen gesichert.

 
Personalrisiken
Ein Unternehmen ist nur so gut wie seine Mitarbeiter. Dieser Tatsache begegnen wir durch ein Human-Resource-Management. Wir besetzen unsere Filialen mit hochmotiviertem Management und unterstützen Unternehmertum. Wir fördern diese Eigenschaften durch Schulungen, Training on the job und Karriereunterstützung und machen so auch neues Management auf uns aufmerksam. In allen Bereichen des Unternehmens können wir uns auf leistungsfähige Mitarbeiter verlassen.

 
Bestandsgefährdende Risiken
Trotz der eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen sind die Eigenkapitalausstattung und die Liquiditätslage der Gesellschaft weiterhin angespannt. Wir sind weiterhin auf die Stundungsabrede unseres ehemaligen Gesellschafters und Hauptgläubigers KENVELO Czech Republic spol. s.r.o. angewiesen. Der Hauptgläubiger hat uns vertraglich zugesichert, dass der ausgesprochene Rangrücktritt solange gilt, wie dies zur Vermeidung einer Überschuldung im Sinne des § 19 Insolvenzordnung erforderlich ist.

 
Prognosebericht
Konjunkturelles Umfeld
Für die Euro-Zone rechnen die meisten Wirtschaftsforschungsinstitute mit einem Wachstum von rund 2 % und liegen damit kaum unter dem des vergangenen Jahres. Für Deutschland dürften die Aussichten noch positiver sein. Laut Deutschem Institut für Wirtschaftsforschung wird das Bruttoinlandsprodukt trotz verschlechterter Startbedingungen durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer, einer Politik der Geldverknappung sowie nicht zuletzt durch die Aufwertung des Euros um über 2 % steigen. Die positive Stimmung steckt laut den Ergebnissen der Gesellschaft für Konsumforschung nunmehr auch den privaten Konsum an: Zwar hat sich die Mehrwertsteuererhöhung in den ersten Monaten des Jahres 2007 negativ aus die Konsumausgaben ausgewirkt, allerdings geht man von einem nur temporären Effekt aus.
 
Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft
Auch in 2007 steht im Fokus der Geschäftsführung die weitere Sanierung der Gesellschaft. Danach ist es oberstes Ziel, die Rohertragsquote signifikant zu erhöhen, um zukünftig positive Betriebsergebnisse zu erzielen. Die Rückkehr zu einem nachhaltigen Gewinn kann nur über eine erhebliche Steigerung der Umsätze pro m² Verkaufsfläche erfolgen. Parallel dazu sind weiterhin Anstrengungen zu unternehmen, die Kostenstruktur zu optimieren.

 
Dazu wurde in Abstimmung mit dem Gesellschafter beschlossen, die folgenden Maßnahmen weiterzuführen:

Heben von Kostensenkungspotentialen durch Reduzierung der Mitarbeiteranzahl in den Filialen
Durch die Einführung eines neuen Scanverfahrens in der Warenwirtschaft sollen die Arbeitsvorgänge in den Filialen deutlich vereinfacht werden. Die hieraus resultierenden freien Kapazitäten sollen zur Steigerung des Umsatzes und zur Kostenreduzierung eingesetzt werden.

Ausweitung der Filialflächen
Nach Schließung von insgesamt 24 Filialen in den Jahren 2005 und 2006 sollen in 2007 neue Filialen eröffnet werden. Insgesamt sind 5 Neueröffnungen geplant. Hierdurch soll die Marktpräsenz und die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens gesteigert werden. In 2008 und 2009 sollen weitere Eröffnungen folgen.

Investitionen in das Erscheinungsbild der Filialen
In den nächsten Jahren sind Investitionen in das Erscheinungsbild sämtlicher Filialen vorgesehen, um die Umsatzerlöse pro m2 erheblich zu steigern. Durch die Einbindung von externen Marketingexperten soll ein einheitliches Erscheinungsbild aller Filialen erreicht werden.

Weitere Verbesserung des Filial-Portfolios
Die Store-cost-Reports wurden überarbeitet, damit sämtliche Filialen einer noch intensiveren Prüfung unterzogen werden können, um die Umsätze pro m² Verkaufsfläche wieder an das Niveau des Deutschen Textileinzelhandels anzupassen.

 
Für 2007 wird auf Basis der vorläufigen Quartalszahlen zum 30. März 2007 ein Gesamtumsatz von EUR 46,6 Mio. bei einer Rohertragsquote von 49,0 % und einem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 2,9 Mio. erwartet. Für die Jahre 2008 und 2009 werden erhebliche Steigerungen bei den Umsatzerlösen und beim Rohertrag erwartet, so dass für diese Geschäftsjahre mit einem positiven Jahresergebnis gerechnet werden kann.

 
 
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres
Zur Durchführung der notwendigen Eigenkapitalsanierung, mithin zur Bewältigung der finanziellen Krisensituation wurde auf der Gesellschafterversammlung vom 4. April 2007 beschlossen, eine Kapitalherabsetzung in Höhe von TEUR 2.000 mit anschließender Kapitalerhöhung in gleicher Höhe durchzuführen. Mit Wirkung vom 5. April 2007 wurde dieser Schritt umgesetzt. Im Zuge dieses Kapitalschnitts kam es zu einem Gesellschafterwechsel. Alleiniger Gesellschafter der KENVELO Germany GmbH ist nunmehr nach der Kapitalerhöhung die Sefran Finance S.A., Luxemburg.

 
Mit Beschluss vom 11. Mai 2007 wurde mit sofortiger Wirkung Herr Lech Borek als Geschäftsführer der KENVELO Germany GmbH bestellt. Herr Mete Askinoglu wurde zum 11. Mai 2007 als Geschäftsführer abberufen.

 
Bestehende Zweigniederlassungen
Ende Dezember 2006 bestanden die folgenden Zweigniederlassungen:

            Verkaufs-
fläche in m²
1 1 SPI Spitaler Straße 4/Kurze Mühren 20095 Hamburg 759
2 10 WDL Bahnhofstr. 36 a 22880 Wedel 355
3 20 NNW Neuer Weg 35 - 37 26506 Norden 459
4 26 HAN EKZ Planetenring 30823 Garbsen 318
5 38 HAC Allee-Center, Richard-Matthaei-Platz 1 59065 HammECE 632
6 39 WIL Marktstr. 48 26382 Wilhelmshaven 256
7 42 GÜH Berliner Str. 4 33330 Gütersloh 437
8 53 BOT Altmarkt 4 46236 Bottrop 373
9 57 DUI Königstr. 36 47051 Duisburg 437
10 64 ESC Otto-Wels-Str. 52249 Eschweiler 366
11 66 WIS Krämerstr. 17 23966 Wismar 272
12 70 GÜS Pferdemarkt 35 18273 Güstrow 499
13 72 MAG EKZ City Carré, Bahnhofstr. 72 39104 Magdeburg 485
14 74 PIR Marktgasse 3 01796 Pirna 245
15 78 SCH Schloßpark-Center, Marienplatz 5-6 19053 Schwerin ECE 1069
16 81 ERF Schlösserstr. 15 99084 Erfurt 534
17 82 HOY Lausitz-Center 02977 Hoyerswerda ECE 168
18 89 KAR Kaiserstr. 167 76133 Karlsruhe 665
19 92 SYL Friedrichstr. 19 25980 Westerland, Sylt 759
20 100 CLP Lange Str. 22 49661 Cloppenburg 260
21 102 RÜS Alte Poststr. 2 65428 Rüsselsheim 328
22 103 UNN Markt 4 59423 Unna 263
23 104 MOB Obermarktpassage 32423 Minden 419
24 112 RSB Rahlstedter Bahnhofstr. 23 22143 Hamburg 395
25 113 HAL Große Ulrichstr. 19 - 21 06108 Halle 290
26 115 VIE Hauptstr. 35 41747 Viersen 313
27 121 KWE Rhein Center/Aachener Str. 1253 50858 Köln ECE 254
28 122 MRL Bergstr. 228 45768 Marl 397
29 126 DRG EKZ Sachsen-Forum 01169 Dresden-Gorbitz 186
30 128 ROS Kröpeliner Str. 18055 Rostock 526
31 130 SAL Breite Str. 11 29410 Salzwedel 433
32 133 LEV Wiesdorfer Platz 34 c 51373 Leverkusen 453
33 135 ERT Nordhäuser Str. 73 Thüringen-Park 99091 Erfurt ECE 454
34 140 BFR Ring-Center, Frankfurter Allee 111 10247 Berlin ECE 617
35 141 BLC Linden-Center, Prerower Platz 1 13051 Berlin 356
36 145 KÖC Mailänder Passage 1, City-Center 50765 Köln ECE 381
37 146 OTT Ottensener Hauptstr./Gr. Rainstr. 22765 Hamburg 506
38 150 BWI Chausseestraße 1 15745 Wildau / Berlin 653
39 151 OBE Centroallee 23 - 24 46047 Oberhausen 362
40 152 STE Breite Str. 8 39576 Stendal 483
41 153 FZG Zeil 112 - 114, Laden 38 60313 Frankfurt 325
42 155 BIL Billstedter Platz 37 e - f 22111 Hamburg ECE 244
43 156 DOW Westenhellweg 58 44137 Dortmund 1146
44 158 LAA Marktplatz 11 30880 Laatzen ECE 575
45 163 GER Gera, Arcaden, Heinrichstr. 30 07545 Gera mfi 536
46 167 SHA Neue Str. 7/Ecke Milchmarkt 74523 Schwäbisch Hall 312
47 169 SOL Mühlenplatz 1, Clemens-Galerien 42651 Solingen 422
48 175 BRA Hauptstr. 23 14776 Brandenburg 456
49 176 ZWI Innere Plauensche Str. 14, Zwickau Arcaden 08056 Zwickau 581
50 179 DLA Lange Str. 98 27749 Delmenhorst 489
51 180 EMD Neutorstr. 32 26721 Emden 280
52 183 TRO Kölner Str. 2 53840 Troisdorf 456
53 184 LÜN Große Bäckerstr. 2 - 4 21335 Lüneburg 325
54 193 MAS Schloßberg-Center 35037 Marburg 479
55 194 LAN Am Alten Viehmarkt 5 84028 Landshut 450
56 203 ITF Feldschmiedekamp 4 / Holstein-Center 25524 Itzehoe 400
57 204 GÖB Berliner Straße 5 02826 Görlitz 195
58 304 SWL Hauptstr. 51 58332 Schwelm 171
59 307 BHB Bürgermeister-Smidt-Str. 40 27568 Bremerhaven 280
60 312 LIP Lange Str. 46 59555 Lippstadt 182
61 323 WEI Max-Reger-Str. 16 92637 Weiden 203
62 342 DOR Kölner Str. 98 41539 Dormagen 108
 
 

 

 

 

 
26.032

 

 
Neuss, 18. Mai 2007

 
gez. Lech Berek
(Lech Borek)
- Geschäftsführer -

 

Bilanz

Aktiva

31.12.2006
EUR
31.12.2005
EUR
A. Anlagevermögen 1.548.812,66 653.628,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 212.992,70 0,00
1. Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 212.992,70 0,00
II. Sachanlagen 1.335.819,96 653.628,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.325.256,96 653.628,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.563,00 0,00
B. Umlaufvermögen 13.148.359,53 12.551.460,36
I. Vorräte 9.502.068,57 7.393.624,16
1. fertige Erzeugnisse und Waren 9.502.068,57 7.393.624,16
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.484.402,00 4.428.493,06
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 316.235,39 581.964,97
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.017.899,58 1.769.371,08
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.150.267,03 2.077.157,01
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.161.888,96 729.343,14
C. Rechnungsabgrenzungsposten 52.668,05 5.254,30
D. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 27.920.103,58 13.601.981,05
Bilanzsumme, Summe Aktiva 42.669.943,82 26.812.323,71

Passiva

31.12.2006
EUR
31.12.2005
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
II. Bilanzverlust 29.920.103,58 15.601.981,05
B. Rückstellungen 1.865.823,31 943.090,00
I. sonstige Rückstellungen 1.865.823,31 943.090,00
C. Verbindlichkeiten 40.804.120,51 25.869.233,71
I. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.604,64 13.455,98
II. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.543.163,45 3.331.975,80
III. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 30.852.653,93 20.725.276,96
IV. sonstige Verbindlichkeiten 1.399.698,49 1.798.524,97
Bilanzsumme, Summe Passiva 42.669.943,82 26.812.323,71

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2006 - 31.12.2006
EUR
1.1.2005 - 31.12.2005
EUR
1. Umsatzerlöse 43.621.449,98 45.874.726,88
2. sonstige betriebliche Erträge 3.242.165,43 6.706.184,62
3. Materialaufwand 29.536.765,61 31.426.194,81
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 29.536.765,61 31.426.194,81
4. Personalaufwand 12.676.335,24 15.667.386,70
a) Löhne und Gehälter 10.373.595,30 12.948.444,79
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.302.739,94 2.718.941,91
5. Abschreibungen 1.758.639,11 278.178,20
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 580.238,91 278.178,20
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens,soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 1.178.400,20 0,00
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 18.181.829,63 19.380.148,98
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.258,31 27,82
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 213.366,66 603.104,21
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -15.502.062,53 -14.774.073,58
10. außerordentliche Erträge 1.191.000,00 4.500.000,00
11. außerordentliches Ergebnis 1.191.000,00 4.500.000,00
12. sonstige Steuern 7.060,00 5.908,23
13. Jahresfehlbetrag 14.318.122,53 10.279.981,81

Ergebnisverwendung

1.1.2006 - 31.12.2006
EUR
1.1.2005 - 31.12.2005
EUR
13. Jahresfehlbetrag 14.318.122,53 10.279.981,81
14. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 15.601.981,05 5.321.999,24
15. Bilanzverlust 29.920.103,58 15.601.981,05

Anhang

 
Jahresabschluss nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches
Der Jahresabschluss der KENVELO Germany GmbH (vormals JP Fashion Sportswear GmbH) für das Geschäftsjahr 2006 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

 
Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf.

 
Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

 
Die im Vorjahr unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Darlehen gegenüber der Peugeot Bank wurden im Berichtsjahr unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. Die entsprechenden Vorjahresangaben wurden angepasst.

 
Die im Vorjahr unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus der Ausgabe von Gutscheinen wurden im Berichtsjahr unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die entsprechenden Vorjahresangaben wurden angepasst.
 
Die im Vorjahr unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Verpflichtungen aus noch nicht ausbezahlten Löhnen für Aushilfen wurden im Berichtsjahr unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die entsprechenden Vorjahresangaben wurden angepasst.

 
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006 wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Dritten Buches des HGB aufgestellt.

 
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten erfasst und werden ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend planmäßig abgeschrieben. Die Wertentwicklung wird in der Anlagenbuchhaltung zweifelsfrei nachgewiesen.

 
Die Handelswaren werden zu Einstandspreisen bilanziert. Es werden angemessene Abschreibungen vorgenommen, um die Handelswaren unter Berücksichtigung noch anfallender Vertriebskosten verlustfrei zu bewerten.

 
Forderungen in fremden Währungen werden grundsätzlich mit dem Entstehungskurs bzw. dem niedrigeren Briefkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Fremdwährungsforderungen.

 
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen angesetzt.

 
Liquide Mittel werden zum Nominalwert bewertet.

 
Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

 
Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) ist zum Nennbetrag angesetzt.

 
Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und unter Beachtung der steuerlichen Vorschriften angesetzt und bewertet worden.

 
Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert. Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit dem Geldkurs am Entstehungstag bzw. dem höheren Kurs am Abschlussstichtag bewertet.

 
Angaben zur Bilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel:

 
Sämtliche im Einzelnen ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind - bis auf Forderungen aus hinterlegten Sicherheitsleistungen für angemietete Verkaufsflächen in Höhe von insgesamt TEUR 179 - binnen Jahresfrist fällig.

 
Der Bilanzverlust entwickelte sich wie folgt:

 
 

 
EUR

 
Verlustvortrag
 
15.601.981,05

 
Jahresfehlbetrag
 
14.318.122,53

 

 

 
29.920.103,58


 
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von insgesamt EUR 1.865.823,31 betreffen Überstunden, Urlaub, Beiträge zur Berufsgenossenschaft, ausstehende Rechnungen und Mieten, Aufbewahrungskosten, Kosten der Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses sowie Verpflichtungen gegenüber KENVELO AG i. I..

 
Die gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG auszuweisenden Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen zum Bilanzstichtag EUR 1.740.000,00 und werden unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.
 
Sämtliche ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind - bis auf langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 3.911,20 - binnen Jahresfrist fällig.

 
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Außerordentliche Erträge
Die Gesellschaft konnte die am 1. August 2004 von der KENVELO AG i. l. erworbenen Warenbestände nur unter Hinnahme erheblicher Verluste abverkaufen. Aus diesem Grund hat der Gläubigerausschuss der KENVELO AG i. I. am 11. Juli 2005 einer Reduzierung des Kaufpreises für das Vorratsvermögen um 50% zugestimmt. Diese Zustimmung steht unter der Bedingung, dass der Restkaufpreis in monatlichen Ratenzahlungen reguliert wird. Mit jeder Ratenzahlung erhält die Gesellschaft eine Gutschrift in doppelter Höhe.

 
Der außerordentliche Ertrag in Höhe von EUR 1,191 Mio. betrifft die Raten Januar bis Mai 2006.

 
Sonstige Angaben
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es bestehen Eventualverbindlichkeiten aus 13 Bürgschaften bis zu einer Gesamthöhe von TEUR 489. Darüber hinaus bürgt die Gesellschaft in 10 weiteren Fällen in unbegrenzter Höhe für alle Forderungen, die die Bürgschaftsempfänger gegenüber der KENVELO CZ spol. s.r.o., Prag, aus eingegangenen Mietverhältnissen haben.

 
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus langfristigen Mietverträgen im Wesentlichen über die von der Gesellschaft betriebenen Filialen in Höhe von rund TEUR 32.562. Daraus ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen für das Geschäftsjahr 2007 in Höhe von TEUR 9.688.

 
Leasingverträge bestehen im Wesentlichen für gemietete Autos (TEUR 81) und für gemietete Büromaschinen (TEUR 19).

 
Anzahl der Mitarbeiter zum jeweiligen Bilanzstichtag:

 
 

 
2006
 
2005

 
Vollzeitbeschäftigte
 
227
 
398

 
Teilzeitbeschäftigte
 
75
 
145

 
geringfügig Beschäftigte
 
535
 
733

 
Auszubildende
 
2
 
4

 

 

 
839
 
1.280


 
Angaben zur Geschäftsführung
Herr Lech Borek, , Gdynia/Polen (seit dem 11. Mai 2007)
Herr Mete Askinoglu, Kaufmann, Düsseldorf (vom 12. Januar 2006 bis 11 Mai 2007)
Herr Ygal Seroussi, Kaufmann, Norderstedt (bis zum 12. Januar 2006).

 
Der Geschäftsführer ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

 
In Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB wurde auf die Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung verzichtet.

 
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag
Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag der KENVELO Germany GmbH in Höhe von EUR 27.920.103,58 ergibt sich aus dem gezeichneten Kapital von EUR 2.000.000,00, dem Verlustvortrag von EUR 15.601.981,05 und dem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 14.318.122,53.

 
Aufgrund dieser bilanziellen Überschuldung hat der Hauptlieferant und vormalige Anteilseigner der Gesellschaft, die KENVELO CZ spol. s.r.o., Prag/Tschechien, am 20. Januar 2006 eine Rangrücktrittserklärung über EUR 16,6 Mio. ausgesprochen. Mit Wirkung vom 10. Januar 2007 wurde ein Rangrücktritt über EUR 29,1 Mio. ausgesprochen. Eine materielle Überschuldung liegt somit nicht vor.

 
Neuss, den 18. Mai 2007

 
gez. Lech Berek
(Lech Borek)
- Geschäftsführer -

Anlagespiegel

 

 
 

 
Anschaffungs- und Herstellungskosten

 

 

 
Vortrag
01.01.2006
Zugänge Abgänge Stand
31.12.2006

 

 

 
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände  
 

 

 

 
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten



0,00



277.868,70



0,00



277.868,70

 

 

 
0,00 277.868,70 0,00 277.868,70
II. Sachanlagen  
 

 

 

 
1. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
909.070,63 1.255.513,87 100.755,13 2.063.829,37

 
2. geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau

0,00

10.563,00

0,00

10.563,00

 

 

 
909.070,63 1.266.076,87 100.755,13 2.074.392,37

 

 

 
909.070,63 1.543.945,57 100.755,13 2.352.261,07

 

 

   
 
Abschreibungen Buchwert

 

 

 
Vortrag
01.01.2006
Zugänge Abgänge Stand
31.12.2006

31.12.2006

31.12.2005
   
 
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
 
 
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten



0,00



64.876,00



0,00



64.876,00



212.992,70



0,00

 

 

 
0,00 64.876,00 0,00 64.876,00 212.992,70 0,00
II. Sachanlagen  
 

 

 

 

 

 
1. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
255.442,63 515.362,91 32.233,13 738.572,41 1.325.256,96 653.628,00

 
2. geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau

0,00

0,00

0,00

0,00

10.563,00

0,00

 

 

 
255.442,63 515.362,91 32.233,13 738.572,41 1.335.819,96 653.628,00

 

 

 
255.442,63 580.238,91 32.233,13 803.448,41 1.548.812,66 653.628,00

 

Berichtsprüfung

Bestätigungs-/Versagungsvermerk/Bescheinigungstext

 
Wegen der teilweisen Offenlegung des Jahresabschlusses wird darauf hingewiesen, dass sich nachfolgender Bestätigungsvermerk auf den ungekürzten Jahresabschluss bezieht.

 
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der KENVELO Germany GmbH, Neuss, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2006 bis zum 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen im Gesellschaftsvertrag liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

 
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

 
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

 
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 
Ohne diese Beurteilung weiter einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist im Abschnitt Risikobericht ausgeführt, dass die Gesellschaft eine unzureichende Eigenkapitalausstattung hat bzw. einen Liquiditätsengpass aufweist. Des Weiteren geht die Geschäftsführung davon aus, dass zur Vermeidung einer Überschuldung im Sinne des § 19 Insolvenzordnung auch weiterhin seitens des Hauptgläubigers im notwendigen Umfang Rangrücktrittserklärungen ausgesprochen werden.1)

 
Offenbach am Main, den 21. Mai 2007

BADER - FÖRSTER - SCHUBERT GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT
 
 

 

gez. André Kersjes
André Kersjes
Wirtschaftsprüfer

 
gez. Hartmut W. Schubert
Hartmut W. Schubert
Wirtschaftsprüfer

 
1) Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichtes bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

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