Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
MAGNA Engineering & Infotainment GmbH
Weimarer Straße 11, 80807 München, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tobias Frederik Harsch seit 24.9.2024 | Prokura |
Ralf Harro Seyler seit 26.7.2024 | Geschäftsführer |
Stefan Erhart seit 11.12.2020 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
MAGNA Metal-forming GmbH | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MAGNA Engineering & Infotainment GmbH (vormals: MAGNA Telemotive GmbH)MünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Sailauf, 10.12.2024 Uwe Geissinger, Geschäftsführer der | Managing Director of MAGNA Automotive Holding (Germany) GmbH
Sailauf, 10.12.2024 Benedict Cordier, Geschäftsführer der | Managing Director of MAGNA Automotive Holding (Germany) GmbH LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 20231 Grundlagen des Unternehmens Grundlage des Unternehmens ist die Erbringung von Leistungen im Zusammenhang mit der Entwicklung und Serienreifmachung von komplexen IT-Systemen in Fahrzeugen. Das Leistungsspektrum erstreckt sich dabei über den kompletten Entwicklungsprozess. Von der Systemanforderungsanalyse über die Erstellung von Systemarchitekturen, dem Systementwurf, die Softwarearchitektur, dem Softwareentwurf, den Teilsystemtests, den Integrationstests, der Systemintegration, bis zu den Abnahmetests und darüber hinaus bis hin zu Tests in realen Betriebsumgebungen des Fahrzeugs mit seinen Interaktionen zur Fahrzeugumgebung. Die MAGNA Engineering & Infotainment GmbH bietet in diesem Bereich Engineering Dienstleistungen und Produkte an. Der Bereich Produkte liegt hierbei auf dem Erfassen, Anzeigen und Testen von fahrzeugspezifischen Bussystem-Daten. 1.1 Konzernzugehörigkeit und Zweigniederlassungen Die MAGNA Engineering & Infotainment GmbH betreibt ihr Geschäft an den Standorten München, Ingolstadt, Wolfsburg und Laichingen in Deutschland. Durch den Asset Deal mit der MAGNA Engineering & Testing GmbH und der damit verbundenen Übernahme des Engineering Center Münchens hat sich die Geschäftstätigkeit am Standort München intensiviert. 1.2 Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft betreibt eigene Forschung und Entwicklung. Bei Bedarf bezieht die Gesellschaft Dienstleistungen von konzernverbundenen Unternehmen. Die Aktivitäten der Vorentwicklung wurden auf den Bereich 5G konzentriert. Bei diesen Entwicklungstätigkeiten handelt es sich um Robotersteuerung und Implementierung in Kombination mit Microsoft Hololens zur virtuellen Ansteuerung sowie die zusätzliche Entwicklung, Absicherung und Validierung der Kommunikation über ein 5 G Campus-Entwicklungs-Netzwerk in Kooperation mit der TU Dresden und weiteren Partnern. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft wächst auch im Jahr 2023 leicht. Laut IWF stieg die weltweite Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 um 3,0 %. Jedoch gehen die gestiegenen Zinsen, mit denen die Inflation bekämpft wird, zulasten von Investitionen. Zudem beeinträchtigen nach wie vor der Ukraine Krieg und die andauernde Verschärfung der handelspolitischen Spannungen das Vertrauen sowie die Investitionstätigkeit und belasten die Finanz- und Weltmärkte weiterhin. Insgesamt gebe es positive Überraschungen und eine unerwartet hohe Widerstandsfähigkeit in zahlreichen Volkswirtschaften, so der IWF. Nach wie vor liegt das globale Wachstum im Vergleich zu den vergangenen zwei Jahrzehnten unter dem historischen Durchschnitt, doch Chinas Abkehr von der Null-Covid-Strategie könne den Weg zu einer Erholung der weltweiten wirtschaftlichen Lage ebnen, heißt es in dem Bericht des IWF. In der Europäischen Union (EU) stagniert die gesamtwirtschaftliche Lage und für die EU-27 stieg das BIP um 0,4 % gemäß Eurostat gegenüber dem Vorjahrszeitraum. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in den USA wird auf rund 2,5 % gegenüber dem Vorjahr beziffert. Auf das Gesamtjahr 2023 gesehen verzeichnet China gemäß WKO ein Wirtschaftswachstum von 5,2 %. Für das Jahr 2023 wurde laut Statistischem Bundesamt ein Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes in Deutschland um 0,4 Prozent registriert. Der Rückgang für das Jahr 2023 lässt sich auf verschiedene Faktoren zurückführen. Insbesondere wirkte sich die hohe Inflation negativ auf die Kaufkraft der privaten Haushalte aus, was zu erheblichen Veränderungen in der Wirtschaftsführung führte. Die deutsche Wirtschaft befindet sich derzeit in einer schwierigen Lage. Deutschland leidet als Exportnation laut IWF stärker unter dem insgesamt schwachen Welthandel als andere Länder. Positive Signale kommen vom Arbeitsmarkt in Deutschland, der sich weiterhin stabil zeigt. Zusätzlich blieb trotz gesunkener Energiepreise eine merkliche Erholung in energieintensiven Industriezweigen in Deutschland aus. Im Jahr 2024 rechnet das ifo Institut nach neuester Herbstprognose mit einer Stagnation des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts. Gemäß Auskunft des Statistisches Bundesamtes lag die Inflationsrate in Deutschland im Jahr 2023 bei 5,9 Prozent. Die Verbraucherpreisinflation in Deutschland hat sich somit weiter verlangsamt. Die sinkenden Energie- und Importpreise sowie die restriktive Geldpolitik der europäischen Zentralbank haben zu sinkenden Inflationsraten geführt. Die Wirtschaftsinstitute prognostizieren generell eine Beruhigung der Preisanstiege, insbesondere aufgrund des erheblichen Rückgangs der Energierohstoffpreise. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung rechnet beim nationalen Verbraucherpreisindex in den Jahren 2024 und 2025 mit Steigerungsraten von lediglich 2,4 % bzw. 2,1 %. Die Inflation im Euro-Raum ist ebenfalls deutlich zurückgegangen. Daher ist davon auszugehen, dass die geldpolitische Straffung ihren Höhepunkt erreicht hat und es im Jahresverlauf zu weiteren Zinssenkungen kommen wird. Die Automobilindustrie, als eine der wichtigsten Stützen der deutschen Wirtschaft, verzeichnete 2023 ein starkes Umsatzwachstum. Innerhalb der deutschen Automobilindustrie wurde im Jahr 2023 ein Gesamtumsatz von rund 564,2 Milliarden Euro erzielt. Das sind 58,0 Milliarden Euro mehr als noch im Jahr zuvor laut Statista. Die Neuzulassungen lagen im Berichtsjahr in Deutschland mit 7,3 % über denen des vergleichbaren Vorjahreszeitraumes, in Europa wiederum sind sie deutlich um insgesamt 13,9 % gestiegen. In Europa stieg im Jahr 2023 die Anzahl der produzierten Personenkraftfahrzeuge laut ACEA (European Automobile Manufacturers Association) um 11,3 % auf 12,1 Millionen Einheiten. In Deutschland wurde laut ACEA in diesem Zeitraum ebenfalls ein Anstieg verzeichnet, und zwar um 18,7 % auf 4,0 Millionen Fahrzeuge. Weltweit stieg die Anzahl der produzierten Personenkraftfahrzeuge im Jahr 2023 um 10,2 % auf 75,6 Millionen Fahrzeuge gegenüber 2022. Die PKW-Neuzulassungen in Deutschland lagen im Jahr 2024 laut Kraftfahrt Bundesamt in den ersten zehn Monaten mit -0,1 % knapp unter dem Niveau von 2023. Im Oktober stiegen die Neuzulassungen um 7,6 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Im vierten Quartal 2024 trübt sich die Situation in der deutschen Automobilbranche allerdings insgesamt ein. Die großen Automobilhersteller wie VW und Ford sowie Automobilzulieferer wie Bosch kündigen Einsparungen und Personalabbaumaßnahmen an. 2.2 Geschäftsverlauf Auf Grund der Automobilkonjunktur war und ist das Marktumfeld für die MAGNA Engineering & Infotainment GmbH grundsätzlich kein leichtes. Die meisten deutschen Automobilhersteller initiierten Kosteneinsparprogramme. Trotz dieses schwierigen Marktumfeld konnte die Gesellschaft Ihr prognostiziertes Umsatzziel und Ergebnisziel übertreffen. 2.2.1 Ertragslage Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2023 62,9 Mio. EUR und steigern somit gegenüber dem Vorjahr um 14,7 %. Die Umsatzerlöse liegen um 10,9 Mio. EUR über der Vorjahresprognose, da mehr Projekte als ursprünglich prognostiziert noch im Geschäftsjahr 2023 erfolgreich abgeschlossen und die Umsätze daraus realisiert werden konnten. Zudem konnten über Nachverhandlungen mit Kunden weitere Umsätze aus Änderungsbestellungen registriert werden. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren sind um 1,62 Mio. EUR auf 0,88 Mio. EUR gesunken. Der Rückgang der Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren ist primär auf den Auslauf der Datenloggerproduktion, den Verkauf der Restbestände an Datenloggern zurückzuführen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen haben sich aufgrund eines höheren Bedarfs an externen Engineering Dienstleistungen durch das gesteigerte Entwicklungsgeschäft um 2,71 Mio. EUR auf 6,15 Mio. EUR erhöht. Der Großteil der zusätzlich generierten Umsatzerlöse aus dem Projektgeschäft konnte allerdings durch die eigenen Mitarbeiter erzielt werden. Die Personalaufwendungen sind aufgrund der leicht gestiegenen durchschnittlichen Mitarbeiterzahl im Jahr 2023 leicht um 0,56 Mio. EUR bzw. 1,5 % gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich durch leicht steigende konzerninterne Kostenbelastungen um 0,51 Mio. EUR auf 11,26 Mio. EUR erhöht. Das Ergebnis vor Gewinnabführung beträgt 8,34 Mio. EUR. Die Prognose des Vorjahres in Höhe von 0,1 Mio. EUR wurde aufgrund der deutlich gestiegenen Projektumsätze bei nahezu konstanten Aufwendungen um 8,24 Mio. EUR übertroffen. Besonders positiv auf das Jahresergebnis hat sich ausgewirkt, dass die zusätzlichen abgeschlossenen Projekte im Jahr 2023 im Wesentlichen durch die eigenen Mitarbeiter abgearbeitet werden konnten. Lediglich ein geringer Anteil des zusätzlichen Projektgeschäftes musste durch extern eingekaufte Entwicklungsdienstleistungen erfüllt werden. Durch die hohe Auslastung der eigenen Mitarbeiter konnte so die projektgetriebene Ergebnisverbesserung erreicht werden. 2.2.2 Vermögenslage Die Bilanzsumme zum 31.12.2023 beträgt 70,79 Mio. EUR (Vorjahr: 22,05 Mio. EUR) und ist somit um 48,74 Mio. EUR deutlich gestiegen. Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2023 um 18,07 Mio. EUR erhöht. Dabei sind die immateriellen Vermögensgegenstände um 15,16 Mio. EUR sowie das Sachanlagevermögen um 2,91 Mio. EUR gestiegen. Der Anstieg der immateriellen Vermögensgenstände ist dabei im Wesentlichen auf den im Rahmen des Asset Deals entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert In Höhe von 14,81 Mio. EUR sowie die gehobenen stillen Reserven in Höhe von 0,52 Mio. EUR für die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände zurückzuführen. Die Erhöhung des Sachanlagevermögens resultiert ebenfalls aus dem Asset Deal und den gehobenen stillen Reserven in Höhe von 0,65 Mio. EUR sowie den übernommenen Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens vor Aufdeckung der stillen Reserven in Höhe von 2,20 Mio. EUR. Das Vorratsvermögen hat sich insgesamt um 6,04 Mio. EUR auf 8,50 Mio. EUR erhöht. Diese Erhöhung ist auf die Bestandserhöhung der unfertigen Leistungen aufgrund der übernommenen Projektbestände aus dem Asset Deal in Höhe von 6,00 Mio. EUR zurückzuführen. Gegenläufig haben sich die Fertigerzeugnisse aufgrund von rückläufigen Beständen in Folge des beendeten Datenloggergeschäftes um 0,11 Mio. EUR verringert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit 23,41 Mio. EUR um 11,53 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Im Rahmen des Asset Deals wurden insgesamt Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 15,51 Mio. EUR übernommen. Somit haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne Berücksichtigung des Asset Deals um 3,98 Mio. EUR reduziert. Dieser Rückgang ist auf eine Verschiebung der erbrachten Leistungen von externen zu konzerninternen Kunden zurückzuführen. Diese Entwicklung bestätigt sich bei Betrachtung des Anstiegs der Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 12,51 Mio. EUR auf 17,93 Mio. EUR. Durch den Asset Deal wurden lediglich Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 3,05 Mio. EUR aufgenommen. Der restliche Anstieg in Höhe von 9,46 Mio. EUR ist auf die gestiegenen Projektumsätze mit verbundenen Unternehmen sowie das gestiegene Cash Pool Guthaben zurückzuführen. Durch die Einbindung in den Konzern-Cash Pool gibt es keine wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten. Die sonstigen Rückstellungen erhöhen sich um 3,57 Mio. EUR auf 7,33 Mio. EUR. Die Veränderung resultiert überwiegend aus höheren Personalrückstellungen und Rückstellungen für ausstehenden Rechnungen aufgrund der übernommen sonstigen Rückstellungen im Rahmen des Asset Deals. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 48,31 Mio. EUR und haben sich somit um 43,69 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr erhöht. Ein anteiliger Anstieg in Höhe von 32,50 Mio. EUR ist dabei auf den Asset Deal und insbesondere die in Höhe von insgesamt 23,5 Mio. EUR übernommenen Darlehensverbindlichkeiten zurückzuführen. Die restliche Erhöhung resultiert aus der entstandenen Gewinnabführungsverpflichtung gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 8,34 Mio. EUR Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+ 0,99 Mio. EUR) sowie die sonstigen Verbindlichkeiten (+ 0,78 Mio. EUR) sind aufgrund der übernommenen Schulden im Rahmen des Asset Deals gestiegen. Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag unverändert 11,65 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund der höheren Bilanzsumme auf 16,46 % (Vorjahr: 52,84 %) vermindert. 2.2.3 Finanzlage Die MAGNA Engineering & Infotainment GmbH ist in den Cash Pool des MAGNA-Konzerns eingebunden. Der vereinfacht ermittelte Cash-Flow (Ergebnis vor Ergebnisabführung zzgl. Abschreibungen) beträgt im Geschäftsjahr 8,88 Mio. EUR:
Die gesamten Investitionen in das Anlagevermögen inklusive Anlagen im Bau, geleisteten Anzahlungen sowie der Investitionen im Rahmen des Asset Deals betrugen im Geschäftsjahr 18,87 Mio. EUR (Vorjahr: 0,96 Mio. EUR). Ohne Berücksichtigung des Asset Deals hat die Gesellschaft Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 0,68 Mio. EUR getätigt. Im Rahmen des Asset Deals wurden zwei Darlehen übernommen, mit deren Hilfe das Engineering Center München finanziert wurde. Die beiden Darlehen bestehen gegenüber einem verbundenen Unternehmen. Das erste Darlehen wurde in Höhe von 15,0 Mio. EUR und mit einer Restlaufzeit bis zum 28.02.2027 übernommen. Der Zinssatz für das Darlehen beträgt 3,75 % pro Jahr. Das zweite Darlehen wurde in Höhe von 8,5 Mio. EUR übernommen und hat eine Restlaufzeit bis zum 01.12.2027 und einen jährlichen Zinssatz in Höhe von 6,0 %. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr in der Lage, die Investitionsausgaben aus Mitteln der Innenfinanzierung bereitzustellen. Liquiditätsengpässe werden auch künftig durch die Einbindung in den Konzern Cash Pool nicht auftreten. 2.3 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Neben den finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und Ergebnis vor Gewinnabführung, sind Arbeitnehmerbelange wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren. Mit Stand 31. Dezember 2023 beschäftigt die MAGNA Engineering & Infotainment GmbH 507 Arbeitnehmer (Dezember 2022: 496) ohne Auszubildende und Praktikanten bzw. Studenten und ohne Berücksichtigung des Asset Deals. Nach Berücksichtigung der übernommenen Mitarbeiter im Rahmen des Asset Deals beschäftigt die Gesellschaft 1030 Arbeitnehmer zum 31. Dezember 2023. Die Gewinnung von qualifizierten Mitarbeitern steht weiterhin im Focus der MAGNA Engineering & Infotainment GmbH, da dies die Grundlage für ein weiteres Wachstum der Gesellschaft ist. Das betriebliche Vorschlagswesen wird aktiv von der Gesellschaft gefördert. Durch technologische Neuerungen im Arbeitsablauf sowie regelmäßige Schulungen unserer Mitarbeiter werden die betrieblichen Abläufe fortlaufend optimiert. Hierbei besteht auch das Ziel, die betrieblichen Ausfalltage der Mitarbeiter zu verringern. Zur Gewährleistung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes unserer Mitarbeiter erfolgte eine regelmäßige Überprüfung der einzelnen Betriebsstätten. 3 Chancen- und Risikobericht Das Risikomanagement ist Bestandteil der Unternehmensführungsinstrumente. Zum Risikomanagement der MAGNA Engineering & Infotainment GmbH gehören neben der definierten Organisationsstruktur ein Überwachungs- und Frühwarnsystem sowie die Risikoabsicherung durch verschiedene Versicherungsleistungen. Weiterhin ist ein regelmäßiges Kostencontrolling bzw. eine Forecastplanung ein wichtiger Bestandteil des Risikomanagements. Die MAGNA Engineering & Infotainment GmbH ist in das Risikomanagement und Reporting des MAGNA-Konzerns eingebunden. Die MAGNA Engineering & Infotainment GmbH wurde erstmals 2003 mit ihren Betriebsstätten DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Sie wurde am 28. Juli 2022 durch Rezertifizierungs- und Überwachungsaudits durch den TÜV Austria nach den gültigen Normen der DIN EN ISO 9001, DIN EN ISO 14001 und DIN EN ISO 45001 geprüft und bis zum 13. August 2025 zertifiziert. Trotz des Risikomanagements sind diverse Risiken nicht ausgeschlossen: Die Kunden der MAGNA Engineering & Infotainment GmbH sind überwiegend international agierende Automobilhersteller. Für diese sind vor allem weltwirtschaftliche Risiken ausschlaggebend. Insbesondere der Branchenfokus stellt ein latentes Risiko dar. Wesentliche Risiken für die Gesellschaft ergeben sich aus dem zukünftigen Konjunkturverlauf der Automobilindustrie und den damit verbundenen Nachfrageänderungen in der Automobilindustrie (siehe auch Punkt "Prognosebericht"). Durch eine konsequente Beobachtung des Absatzmarktes versuchen wir, unsere Strategien und Aktivitäten möglichst frühzeitig an Veränderungen auszurichten. Durch die herausfordernden konjunkturellen Entwicklungen in der Automobilindustrie und den sich abzeichnenden Einsparmaßnahmen bei unseren Kunden, erwarten wir in den kommenden Jahren negative Auswirkungen und Risiken für unsere Geschäftsentwicklung. Diesen herausfordernden wirtschaftlichen Erwartungen für die Automobilindustrie begegnen wir mit Einsparmaßnahmen und Restrukturierungsmaßnahmen. Durch die herausfordernden wirtschaftlichen Aussichten und die damit verbundenen Nachfrageänderungen für die Automobilindustrie ergeben sich zudem Werthaltigkeitsrisiken für den im Rahmen des Asset Deals erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert. Um diesem Wertminderungsrisiko zu begegnen, führt die Gesellschaft in regelmäßigen Abständen (mindestens einmal jährlich) Wertminderungstest durch. Die Geschäftsführung schätzt das Wertminderungsrisiko als moderat ein, da bereits im Rahmen der Ermittlung des Geschäfts- oder Firmenwertes die wirtschaftlichen Aussichten der Automobilindustrie negativ waren. Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente unterliegen grundsätzlich Ausfall- und Zinsänderungsrisiken. Dem Ausfallrisiko der Forderungen wird durch ein entsprechendes Debitorenmanagement entgegengetreten. Die Währungsrisiken werden aufgrund des niedrigen Bestands an Fremdwährungsposten als nicht signifikant angesehen. Zinsänderungsrisiken bestehen grundsätzlich aus dem Cash Pooling. Sie werden aufgrund des derzeitigen Zinsniveaus und der Kurzfristigkeit der Posten als niedrig eingeschätzt. Darüber hinaus ergibt sich ein erhöhtes Risiko aus sog. Cyberangriffen, die erhebliche negative Auswirkungen für unser Unternehmen haben könnten. Wir begegnen diesem Risiko durch verschärfte IT-Sicherheitsmaßnahmen. Die technische Komplexität und die Vernetzung im Fahrzeug und mit der Umgebung des Fahrzeuges nehmen immer mehr zu. Auch im Hinblick auf die Herausforderungen in Bezug auf das autonome Fahren oder Assistenzsysteme. Hierdurch steigt generell das Risiko, dass die Kosten für Entwicklungsprojekte höher als geplant ausfallen. Hier liegen aber auch die wesentlichen Chancen der MAGNA Engineering & Infotainment GmbH, da die deutschen Premiumhersteller vor allem durch ihre Innovationskraft am internationalen Markt erfolgreich sind und auch in Zukunft sein wollen. Für die MAGNA Engineering & Infotainment GmbH ist es daher wichtig diese innovativen Felder mit ihren Produkten bedienen zu können. Zudem ergeben sich Chancen für die Gesellschaft aus dem bereits durchgeführten Asset Deal und dem Erwerb des Engineering Center Münchens. Durch organisatorische Änderungen in Folge des Zusammenlegens der beiden Standorte in München ergeben sich Synergieeffekte und Einsparmöglichkeiten auf Organisationsebene. Zudem wurden bereits durch beide Standorte in München, die in unterschiedlichen rechtlichen Einheiten verortet waren, die gleichen Kunden bedient sowie gleiche bzw. ähnliche Projekte und Technologien angeboten. Auch hier ergeben sich Einsparmöglichkeiten und Effizienzgewinne für die Gesellschaft. 4 Prognosebericht Die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft wird vor allem durch die allgemeine konjunkturelle Entwicklung in der Automobilindustrie und der Auswirkung auf die Umstellung auf Elektrofahrzeuge und der Ablöse der Verbrennungskraftmotoren gekennzeichnet sein. Durch die Änderungen der strategischen Ausrichtungen in der Automobilindustrie kann es durch reduzierte Vergaben oder Einsparungen dazu kommen, dass das Erreichen des ursprünglichen Ergebnisziels für 2024 erschwert werden kann. Um diesen zukünftigen Herausforderungen entgegenzuwirken hat die Gesellschaft das Engineering Center München erworben und erhofft sich hierdurch Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen. Der Arbeitsmarkt in Deutschland und die Situation Mitarbeiter zu finden wird für 2024 einfacher. Die Inflation, die sich im Gegensatz zu den Vorjahren wieder stabilisiert hat, erleichtert die Realisierung der Ergebnisziele 2024. Für das Geschäftsjahr 2024 prognostizieren wir Umsätze in Höhe von ca. 125,9 Mio. EUR und ein Ergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von ca. 0,7 Mio. EUR. Die höheren Umsätze resultieren hauptsächlich aus dem Erwerb des Engineering Center Münchens von einer Schwestergesellschaft im Rahmen eines Asset Deals zum 31.12.2023. Für das Geschäftsjahr 2025 prognostizieren wir Umsätze in Höhe von 116,0 Mio. EUR und ein Ergebnis vor Ergebnisabführung von 2,8 Mio. EUR. 5 Erklärung zur Unternehmensführung Der Aufsichtsrat der MAGNA Engineering & Infotainment GmbH hat für den Frauenanteil in der Geschäftsführung und dem Aufsichtsrat der Gesellschaft eine Zielgröße von 0 % und eine Umsetzungsfrist bis zum 30. September 2026 beschlossen. Für die erste Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung wurden eine Zielgröße von 0 % und eine Umsetzungsfrist bis zum 30. September 2026 festgelegt. Für die zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung wurde eine Zielgröße von 0 % und eine Umsetzungsfrist bis zum 30. September 2026 festgelegt. Die Magna Engineering & Infotainment GmbH hat sich bei der Festlegung der Zielgröße insbesondere am Status Quo, mit angemessenen und realistischen Anstrengungen umsetzbaren Maßnahmen zur Erhöhung des Frauenanteils sowie vor allem an den während des Zeitraums überhaupt erreichbaren personellen Veränderungen orientiert. Die Gesellschaft hat ein großes Interesse überall, auch in einem Aufsichtsrat und in der Geschäftsführung sowie in den beiden ersten Ebenen unterhalb der Geschäftsführung der Gesellschaft, beide Geschlechtergruppen gleichermaßen einzusetzen. Allerdings hat die Gesellschaft insbesondere ein hohes Interesse an Kontinuität in der Besetzung in einem Aufsichtsrat, in der Geschäftsleitung sowie in den ersten beiden Ebenen unterhalb der Geschäftsführung, möchte diese Gremien aus Effizienzgründen aber nicht erweitern. Selbst wenn die Gesellschafterin personelle Veränderungen in Erwägung ziehen würde, wäre eine Erhöhung der Quote bei Betrachtung der Bewerbungslage aus der Vergangenheit fraglich. Denn schon bisher wurden sowohl bei externen als auch bei internen Besetzungen Maßnahmen ergriffen, um eine Erhöhung des Frauenanteils zu bewirken. In diesem Zusammenhang hat die Magna-Gruppe im Rahmen eines großen Diversity-Projekts gerade erst in den vergangenen beiden Jahren die Anstrengungen verstärkt. Schlussendlich stellt die Gesellschafterin somit in ihrem Ermessen fest, dass selbst mit noch stärkeren Anstrengungen eine Erhöhung der Repräsentanz von Frauen wenig realistisch erscheint. Aus den angeführten Gründen, muss hiervon ausnahmsweise abgesehen werden.
München, 3. Dezember 2024 Magna Engineering & Infotainment GmbH Die Geschäftsführung Ralf Seyler Stefan Erhart Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2023Allgemeine Angaben Die MAGNA Engineering & Infotainment GmbH (vormals bis 22.12.2023 Telemotive GmbH) hat Ihren Sitz in München und ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 261570 registriert. Der Jahresabschluss der MAGNA Engineering & Infotainment GmbH für das Geschäftsjahr wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Der Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren zu Grunde gelegt worden. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. Mit Wirkung zum 31. Dezember 2023 erwarb die MAGNA Engineering & Infotainment GmbH einen Teilbetrieb der MAGNA Engineering & Testing GmbH (im Folgenden als "Engineering Center München" bezeichnet) im Rahmen eines Asset Deals. Der Kaufpreis für das Engineering Center München betrug 4.680 TEUR. Insgesamt stellen sich die zum 31. Dezember 2023 übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden, bewertet zu beizulegenden Zeitwerten bzw. mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bei Rückstellungen wie folgt dar:
Insgesamt wurden im Zuge des Asset Deals stille Reserven in Höhe von 2.214 TEUR aufgedeckt. Es wurden stille Reserven in den immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 520, im Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 647 und in den Vorräten in Höhe von TEUR 1.047 aufgedeckt. Hieraus ergibt sich ein übernommenes negatives Nettovermögen in Höhe von 10.162 TEUR. Aus dieser Transaktion wurde ein entgeltlich erworbener Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 14.810 TEUR aktiviert. Zusätzlich sind im Rahmen des Asset Deals 523 Mitarbeiter zur MAGNA Engineering & Infotainment GmbH übergegangen. Aufgrund dieses Asset Deals ist eine Vergleichbarkeit mit den Vorjahreswerten der Bilanz teilweise eingeschränkt. Die Ausführungen zu den Veränderungen sind, soweit wesentlich, bei den entsprechenden Stellen im Anhang und Lagebericht dargestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Übrigen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Gemäß § 246 Abs. 1 Satz 4 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 3 Satz 1 und 2 HGB werden entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte grundsätzlich über die betriebsindividuelle Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Rahmen des Asset Deals zum 31.12.2023 hat die Gesellschaft einen Geschäfts- oder Firmenwert mit Anschaffungskosten in Höhe von 14.810 TEUR erworben. Dieser Geschäfts- oder Firmenwert wird über die betriebsindividuelle Nutzungsdauer von sechs Jahren planmäßig, linear abgeschrieben. Eine betriebsindividuelle Nutzungsdauer für den erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert von sechs Jahren wurde aus folgenden Gründen angesetzt. Die gekaufte Einheit weist insbesondere einen Kundenstamm basierend auf langjährigen Kundenbeziehungen aus. Die Kundenbeziehungen lassen sich durch konstante Folgebeauftragungen in der Vergangenheit nachweisen und bestehen durch kontinuierliche Neubeauftragungen auch in die Zukunft. Aktuelle Analysen lassen Beauftragungen aus dem Erwerb im Rahmen des Asset Deals zumindest bis einschließlich dem Geschäftsjahr 2029 erwarten. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vermindert. Die Abschreibungszeiträume werden ausgehend von den in den steuerrechtlichen AfA-Tabellen angegebenen kürzesten Nutzungsdauern ermittelt, soweit nicht im Einzelfall Anhaltspunkte für eine abweichende betriebsindividuelle Nutzungsdauer vorliegen. Geringwertige Vermögensgegenstände im Einzelwert bis EUR 800 wurden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Umlaufvermögen Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Bei der Bewertung der unfertigen Leistungen wird der jeweilige Auftragsstatus berücksichtigt. Die retrograde, verlustfreie Bewertung noch nicht abgerechneter Leistungen wird dabei durch Gegenüberstellung der erwarteten Projekterlöse und den angefallenen Vollkosten ermittelt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Bewertung der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte zu Anschaffungskosten. Allen risikobehafteten Forderungen ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag, deren Zahlungsausgang vor dem Bilanzstichtag liegt. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigt Zahlungseingänge vor dem Bilanzstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen erkennbare Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Grundlagen der Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger als einem Jahr wird das Realisationsprinzip und das Anschaffungskostenprinzip gemäß § 256a HGB nicht angewendet. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 7.224 (Vj. TEUR 3.240). Zudem sind in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen aus dem Cash Pooling gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 10.709 (Vj. TEUR 2.181) enthalten. Sonstige Rückstellungen Bei den sonstigen Rückstellungen handelt sich im Wesentlichen um Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 4.024 und Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von TEUR 2.884. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten in Höhe von TEUR 16.461 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist zudem eine Darlehensverbindlichkeit in Höhe von 23.500 TEUR enthalten, welche im Rahmen des Asset Deals übernommen wurde. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betragen TEUR 8.344 (Vj. TEUR 429). Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge von insgesamt TEUR 274 und resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet gemeinsam mit anderen Unternehmen des Magna-Konzerns gesamtschuldnerisch und unbegrenzt aus einer Cash Pool-Vereinbarung, an die sich die Gesellschaft als Poolteilnehmer angeschlossen hat. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der gesamtschuldnerischen Haftung wird als sehr gering angesehen, da der Konzern über ausreichend Liquidität verfügt und das Cash Pool-Konto bei der verwaltenden Bank grundsätzlich ausgeglichen wird. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag an sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 23.519 und resultiert aus laufenden Miet- und Leasingverträgen (fällig 2024: TEUR 4.939; 2025 bis 2028: TEUR 18.580). In den sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 15.560 enthalten. Zahl der Mitarbeiter Im Geschäftsjahr waren ohne Berücksichtigung der übernommenen Mitarbeiter in Folge des Asset Deals durchschnittlich 500 Arbeitnehmer im Unternehmen beschäftigt, davon waren 431 Vollzeit- und 69 Teilzeitbeschäftigte. Zusätzlich wurden durch den Asset Deal 523 Mitarbeiter zum 31.12.2023 übernommen. Honorar des Abschlussprüfers Für Prüfungsleistungen des Abschlussprüfers sind Honorare in Höhe von 77 TEUR erfasst worden. Diese betreffen ausschließlich Abschlussprüferleistungen. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Magna International Inc., Aurora, Ontario, Kanada, einbezogen. Die Magna International Inc., Aurora, Ontario, Kanada, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft und im Internet unter www.sec.gov erhältlich. Der Konzernabschluss ist im Bundesanzeiger unter der Magna Automotive Holding (Germany) GmbH erhältlich. Nachtragsbericht Auf Grund der schwierigen wirtschaftlichen Situation in der Automobilindustrie und der damit verbundenen absehbaren Reduktion der Umsätze für die Gesellschaft in den Geschäftsjahren 2024 und 2025 hat die Geschäftsführung Restrukturierungsmaßnahmen im November 2024 in mehreren gemeinsam Sitzungen beschlossen. Zudem wurde der Betriebsrat ebenfalls im November 2024 über die geplanten Restrukturierungsmaßnahmen informiert. Geschäftsführer Geschäftsführer der Gesellschaft sind:
Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Mitglieder des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat erhielt für seine Tätigkeit im Berichtszeitraum keine Vergütung.
München, den 3. Dezember 2024 Magna Engineering & Infotainment GmbH Die Geschäftsführung Ralf Seyler Stefan Erhart Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MAGNA Engineering & Infotainment GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MAGNA Engineering & Infotainment GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MAGNA Engineering & Infotainment GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt 5 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in Abschnitt 5 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 3. Dezember 2024 Deloitte
GmbH
Dirk Hällmayr, Wirtschaftsprüfer Florian Senel, Wirtschaftsprüfer |
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