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MeDITA-West GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2010AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010
Anhang für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010der MeDiTA-West GmbA. ALLGEMEINE ANGABENDie Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 1 HGB. Als Finanzdienstleistungsinstitut i.S.v. § 1 Abs. 1a KWG sind, unabhängig von den Größenkriterien gem. § 267 HGB, die Vorschriften der §§ 340-3400 HGB maßgeblich. Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr. B. GRUNDSÄTZE DER GLIEDERUNG DER BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGDie Gliederung der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und des Anhangs richtet sich zusätzlich noch nach den §§ 340 ff HGB i.V.m. der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV). Die Gesellschaft macht von § 265 Abs. 8 i.V.m. § 340a HGB Gebrauch und führt in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung die Posten, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Saldo hatten, nicht auf. C. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENDer Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute zu beachten. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten - vermindert um planmäßige und nutzungsbedingte Abschreibungen - angesetzt. Die Abschreibungen werden beim beweglichen Anlagevermögen linear unter Zugrundelegung der betrieblichen Nutzungsdauer vorgenommen. Immaterielle Vermö gens gegenstände sind ebenfalls zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen, bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bilanziert. Die Bildung von Wertberichtigungen war nicht veranlasst. Die Guthabenbestände bei Kreditinstituten sind mit den letzten Auszügen zum 31.12.2010 abgestimmt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten; sie sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten wurden mit den effektiven Rückzahlungsbeträgen angesetzt. D. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZWesentliche Posten der Aktivseite Posten 2: Forderungen an Kreditinstitute Es bestanden zum Bilanzstichtag Forderungen an Kreditinstitute aus laufenden Guthaben i.H.v. Tsd. € 165 (Vorjahr: Tsd. € 23). Posten 3: Forderungen an Kunden Die Forderungen an Kunden aus erbrachten Dienstleistungen im Rahmen des Factoring betrugen zum Bilanzstichtag Tsd. € 35 (Vorjahr: Tsd. € 6). Weiterhin betrug der Bestand an angekauften Forderungen Tsd. € 1.525 (Vorjahr: Tsd. € 253) Fristengliederung der Forderungen nach § 9 RechKredV:
Posten 4: Beteiligungen Es bestand eine Beteiligung in Höhe von 50% am Stammkaptial der Deutsche Gesellschaft für privatärztliche Abrechnung dgpar GmbH, Köln. Die Gesellschaft wurde am 06.07.2010 in das Handelsregister eingetragen. Ein Jahresabschluss lag im Erstellungszeitpunkt nicht vor. Posten 5: In diesem Posten ist ausschließlich Software mit einem Betrag von Tsd. € 22 (Vorjahr: Tsd. € 10) enthalten. Posten 6: Sachanlagen In diesem Posten sind Betriebs- und Geschäftsausstattung und Büroeinrichtung mit einem Betrag von Tsd. € 2 (Vorjahr: Tsd. € 2) enthalten. Posten 8: Sonstige Vermögensgegenstände In dieser Position sind folgende Forderungen enthalten:
Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2010der MeDiTA-West GmbH
Wesentliche Posten der Passivseite Posten 1: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstiuten Es besteht bis auf weiteres bei der Donner & Reuschel AG ein Kreditrahmen i.H.v. Tsd. € 300, der zweckgebunden für die Vorfinanzierung der Patientenzahlungen zu verwenden ist. Der Kreditrahmen ist mit Tsd. € 250 valutiert. Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis drei Monate. Posten 2: Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden i.H.v. Tsd. € 1.548 (Vorjahr: Tsd. € 281) resultieren aus dem Ankauf von Forderungen und sind täglich fällig. Posten 3: Sonstige Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten zum 31.12.2010 umfassen Lohn- und Kirchensteuer i.H.v. Tsd. € 8, Umsatzsteuer i.H.v. Tsd. 9 sowie sonstige Verbindlichkeiten i.H.v. Tsd. € 8. Posten 4: Rückstellungen Die Rückstellungen wurden für alle erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich zum 31.12.2010 wie folgt zusammen:
Posten 5: Eigenkapital Das Stammkapital beträgt € 25.000,00. Es ist in Höhe von € 18.750,00 eingezahlt. Zusammen mit der Kapitalrücklage i.H.v. € 25.000,00 und dem Bilanzverlust i.H.v. € 33.124,89 beträgt das Eigenkapital € 16.875,11. E. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGPosten 1: Zinserträge Die Zinserträge i.H.v. Tsd. € 3 (Vorjahr: Tsd. € 0) resultieren aus täglich fälligen Einlagen sowie aus Festgeldanlagen. Posten 3: Provisionserträge Die Erträge entfallen auf erbrachte Dienstleistungen im Rahmen des Factoringgeschäfts. Im Berichtszeitraum wurden entsprechende Erträge i.H.v. Tsd. € 172 (Vorjahr: Tsd. € 42) erwirtschaftet. Posten 6: Allgemeine Verwaltungsaufwendungen Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen betragen Tsd. € 159 (Vorjahr: Tsd. € 35). Hierin sind Personalaufwendungen in Höhe von Tsd. € 52 (Vorjahr: Tsd. € 6) enthalten. Die anderen Verwaltungsaufwendungen i.H.v. Tsd. € 106 (Vorjahr: Tsd. € 35) umfassen vor allem Porto, Verwaltungspauschale, Nebenkosten des Geldverkehrs, Rechts- und Beratungskosten, Abschluss- und Prüfungskosten sowie übrige Verwaltungskosten. Posten 6: Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2010 belaufen sich auf Tsd. € 8 (Vorjahr: Tsd. € 3). Posten 8: Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag i.H.v. Tsd. € 1 (Vorjahr: Tsd. € 0) resultieren ausschließlich aus der operativen Tätigkeit (gewöhnliche Geschäftstätigkeit) der MeDiTA- West GmbH. Posten 11: Bilanzgewinn
F. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestanden keine gemäß § 251 HGB anzugebenden Haftungsverhältnisse. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus dem Managementvertrag mit der MeDiTA medizinische Handels- und Dienstleistungsgesellschaft mit beschränkter Haftung resultieren jährliche Aufwendungen i.H.v. Tsd. € 12. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt wurde 1 Mitarbeiter beschäftigt. Zum 31.12.2010 waren 2 Mitarbeiter (einschließlich Aushilfen) beschäftigt. Geschäftsführer:
Gesamthonorar des Abschlussprüfers für 2010
GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust für das Geschäftsjahr 2010 v. 01.01.31.12.2010 auf neue Rechnung vorzutragen.
Düsseldorf, 13. Oktober 2011 Friedrich Lenz, Geschäftsführer Lagebericht 20101. GeschäftsverlaufDas Geschäftsjahr war durch die Gewinnung eines neuen großen Kunden gekennzeichnet. Das Volumen der Patientenrechnungen hat sich mehr als verdoppelt, der Provisionsertrag hat sich von 42.247,63 € auf 172.015,84€ erhöht. Es wurde ein Jahresüberschuss von 10.870,02 € (Vorjahr 4.379,92 €) erzielt. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr zum ersten Mal auch Factoring-Geschäft betrieben. Mit dem neuen Kunden wurde vereinbart, dass ein Teil der zur Verfügung gestellten Patientenrechnungen sofort ausbezahlt wird. Um die dadurch erforderliche Liquidât bereitzustellen, wurde eine Kontokorrentkredit aufgenommen, der zum 31.12.2010 mit 250.000 € valutiert. Die BAFIN hat der Gesellschaft im Berichtsjahr die Genehmigung für das Factoring im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nummer 9 KWG erteilt. 2. Liquiditätssituation und KapitalausstattungAufgrund der in den Vorjahren aufgelaufenen Verluste ist 2009 eine Überschuldung entstanden, die durch eine gebildete Kapitalrücklage von 25.000 € im Geschäftsjahr 2010 ausgeglichen wurde. Die ausstehenden Einlagen auf das Eigenkapital wurden vom Geschäftsführer eingefordert. Die Einzahlung wurde zugesagt und ist für 2011 geplant. 3. Lage des UnternehmensDer Großteil der Aktiva entfällt mit 1.560.103,25 € auf Patientenforderungen. Gegenüber dem Vorjahr hat sich diese Position um 1.301.423,60 € erhöht. Weitere wesentliche Vermögensgegenstände sind Bankguthaben in Höhe von 164.613,12 € (im Vorjahr 22.600,12 €). Den beiden Positionen gegenüber stehen auf der Passivseite KundenVerbindlichkeiten in Höhe von 1.548.430,38 €. Alle Kundenverbindlichkeiten sind somit durch Patientenforderungen und Barvermögen gedeckt. Die Gesellschaft hat sich im Berichtsjahr an der in 2010 neu gegründeten dgpar GmbH beteiligt. Die dgpar GmbH soll zukünftig breitere Kundenschichten für den Bereich privatärztliche Abrechnung gewinnen. Dadurch soll die Basis für weiteres Wachstum gelegt werden. Bei den immaterielle Anlagewerten in Höhe von 22.176 € (im Vorjahr 9.705,00 €) handelt es sich um aktivierte Software. Unter den sonstigen Forderungen (83.966,03 €) befindet sich im wesentliche eine Forderung in Höhe von 62.459,67 € gegenüber der MediTA medizintechnische Handels- und Dienstleistungs GmbH. Wesentliche Position auf der Passivseite ist eine Verbindlichkeit gegenüber einem Kreditinstitut in Höhen von 250.000 €. Der Kredit wurde benötigt, um Sofortauszahlungen hereingenommener Rechnungen zu gewährleisten. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich mit 24.829,99 € gegenüber dem Vorjahr um 8.100,82 € reduziert. 4. InvestitionenEine wesentliche Investition war die Beteiligung an der dgpar GmbH. Um den neuen Kundenauftrag abzuwickeln mussten Ergänzungen der Software vorgenommen werden. 5. Finanzielle SituationDie finanzielle Situation der Gesellschaft ist gesichert. Der Anforderung der teilweisen sofortigen Auszahlung von erhaltenen Rechnungen durch den neuen Kunden wurde durch Aufnahme eines Kontokorrentkredites geregelt. Bei den übrigen Kunden findet die Honorarzahlung weiterhin monatlich bzw. in Abschlagszahlungen statt. 6. RisikosituationDie Gesellschaft übernimmt gegenüber ihren Kunden keine Ausfallrisiken. Uneinbringliche Patientenforderungen verringern die Verbindlichkeiten gegenüber unseren Kunden. Ein grundsätzliches Bestandgefährdungspotential besteht hingegen aufgrund der sehr geringen Kundenzahl. 7. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag Es fanden keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag statt. 8. Fazit und PrognoseDie Entwicklung der Gesellschaft im Berichtsjahr war positiv. Ein sehr großer neuer Kunde führte zu einer enormen Ausweitung des Geschäftsvolumens. Das erste Halbjahr 2011 entwickelte sich weiterhin positiv. Der Umsatz in den ersten 6 Monaten 2011 betrug 115.000 €. Jedoch fallen in Zusammenhang mit dem Aufbau der dgpar GmbH zusehends Sonderaufwendungen mit investivem Charakter an, die dazu führen werden, dass 2011 allenfalls ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt werden wird Die Gesllschaft hat in Nussdorf, Weidertinger Ring eine Zweigniederlassung.
Nussdorf, 13.10.2011 Friedrich Lenz BESTÄTIGUNGSVERMERKIch habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der MeDiTA-West GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften - und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags - liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet. Meine Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt. Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von 1.548.430,38 Euro (Vorjahr 281.386,10 Euro) sind nicht hinreichend nachgewiesen. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass der Jahresabschluss insoweit fehlerhaft ist. Mit dieser Einschränkung entspricht der Jahresabschluss nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft. Mit der genannten Einschränkung steht der Lagebericht in Einklang mit einem den gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, vermittelt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gröbenzell, 14. Oktober 2011 Andrea Krebs, Wirtschaftsprüferin |
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