Fuchs Verwaltungs-GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Fuchs seit 21.1.2020 | Geschäftsführer |
Bastin Krämer seit 8.12.2016 | Prokura |
Rüdiger Bender seit 17.10.2013 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 25.03% | |
| 12.51% | |
| 5.31% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
27 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 27 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Fuchs Schraubenwerk GmbHSiegenJahresabschluss zum 31. Dezember 2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Firma FUCHS Schraubenwerk GmbHI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Der Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Produkten der Verbindungstechnik sowie Produkten für die Zulieferindustrie. Der Produktmix besteht dabei aus Umformteilen, Sonderschrauben und Normschrauben für einen breit gestreuten und in vielen Fällen langjährigen Kundenkreis aus der Automobilzulieferindustrie, der Bauausrüstungs- und Bauindustrie, dem Stahlbau und Brückenbau sowie dessen Fachhandel, der Elektro- und Hausgeräteindustrie, sowie der chemischen Industrie und dem chemischen Apparatebau. Das Unternehmen beschäftigt derzeit an zwei Standorten in Siegen ca. 190 Mitarbeiter, inklusive Auszubildende. Die monatlich versandte Tonnage liegt bei ca. 800 Tonnen und setzt sich aus einem breiten Spektrum anspruchsvoller Produkte und damit verbundener Dienstleistungen zusammen. 2. Forschung und Entwicklung Im Bereich Forschung und Entwicklung wurde die Teilnahme an diversen Forschungsvorhaben in Zusammenarbeit mit Universitäten, sowie Projekten innerhalb des Deutschen Schraubenverbandes (DSV) und der German Cold Forging Group (GCFG) fortgesetzt. Es handelt sich dabei sowohl um längerfristige Programme zur Optimierung von Geschäftsprozessen inklusive der durchgängigen Digitalisierung wie auch der Einsatz von neuen Werkstoffen und Verfahren. In Entwicklungspartnerschaft mit Kunden sind weiterhin neue Verfahren und Produktvarianten in Arbeit, die in naher Zukunft zum Einsatz kommen sollen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Ausgelöst durch den Ukrainekrieg, die Energiepreissteigerung und vereinzelt gestörte Lieferketten, waren nahezu alle Branchen der Unternehmen der stahl- und metallverarbeitenden Industrie in Deutschland von einem Produktionsrückgang betroffen. Ausgenommen von dieser Entwicklung waren lediglich die Rüstungs- und Stahlrohrhersteller. Im Deutschen Schraubenverband waren Unternehmen im Automotivesektor von einer Vielzahl von kurzfristigen Stornierungen und Verschiebungen betroffen, während sich im Großhandel große Lagerbestände aufbauten. Die Baubranche litt nach einem starken Sommer an einem Schwächeanfall. Daher entwickelte sich die Nachfrage nach Produkten der Hersteller von Schrauben und Verbindungselementen je nach Intensität der Abhängigkeit von Branchen, Automobilherstellern und Zulieferern, unterschiedlich. In den Branchen des Wirtschaftsverbands der Stahl- und Metallumformung war die Nachfrage im Durchschnitt rückläufig, was sich auf die Produktion und die Entwicklung der Kapazitätsauslastung auswirkte. Dadurch nahmen die Beschäftigungszahlen der Mitgliedsunternehmen im Jahr 2023 ab. 2. Geschäftsverlauf Umsatz, Betriebsleistung und Auftragsentwicklung der Gesellschaft Im ersten Halbjahr lag der Umsatz 4% über Vorjahr. Durch einen konjunkturellen Einbruch im zweiten Halbjahr wurde im Gesamtjahr 2023 ein Umsatz von 37.047 T€ (- 0,8%) erreicht. Dadurch trat die, von der FUCHS Schraubenwerk GmbH im Vorjahr prognostizierte Umsatzsteigerung, nicht ein. Nach einer Erholung im ersten Halbjahr machte sich im weiteren Verlauf eine zu optimistische Einteilungsplanung der Kunden bemerkbar. Durch die plötzliche Korrektur der Kundenprognosen wurde entsprechend die Fertigungsplanung angepasst. Bedingt durch Vorlaufzeiten und die zuvor aufgebauten Lagerbestände führte diese Anpassung ab August zu Kurzarbeit. Faktoren in der anfänglichen Erhöhung des Umsatzes, neben Verschiebungen im Produktmix, waren die Weitergabe von Inflationskosten durch die drastisch gestiegenen Energiepreise, ausgelöst durch den Ukrainekrieg. Waren in der Chemiebranche und in der Verkehrsbranche auch in der versandten Tonnage höhere Zuwächse möglich, waren hingegen die weiteren Industriebereiche von Rückgängen betroffen, sodass die Gesamttonnage abnahm. Der Auftragseingang in Euro stand mit einem Plus von 28 % zum Vorjahr unter dem Zeichen einer optimistischeren Konjunkturlage. In diesen Zahlen sind auch mehrjährige Abrufaufträge enthalten. Da sich durch den Abbau einer alten und Aufbau einer neuen Presse - ursprünglich geplant im Jahr 2023 - Produktionsstillstandszeiten ergeben würden, musste im Vorgriff im Jahr 2022 ein Produktionsvorlauf geschaffen werden, der die Bestände an Fertig- und Halbfertigprodukten im Jahr 2022 erhöhte. Im Jahr 2023 wurden hingegen die Bestände im zweiten Halbjahr an die neuen Umsatzprognosen angepasst, was zu einer Verminderung der Bestände und Betriebsleistung führte. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen waren aufgrund einer drohenden Stahlpreisverteuerung ab 01.01.2024 im Dezember 2023 aufgebaut worden. Investitionen Im Jahr 2023 wurden Investitionen von insgesamt rd. 3.894 T€ getätigt. Sie entfallen hauptsächlich auf Investitionen in eine neue Presse, Betriebs- und Geschäftsausstattung und in den IT-Bereich. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres auf Gegenstände des Anlagevermögens beliefen sich auf 776 T€. Finanzierungsmaßnahmen Tilgungen auf bestehende langfristige Bankverbindlichkeiten wurden in Höhe von 839 T€ geleistet. Daneben wurden die in 2022 aufgenommenen kurzfristigen Geldmarktkredite in Höhe von 1.350 T€ in 2023 wieder vollständig getilgt. Die Investitionen wurden durch freie Mittel durch verbundene Unternehmen sowie teilweise aus dem laufenden Cashflow finanziert. Zeitweise wurden die Kontokorrentlinien beansprucht. Zur weiteren Liquiditätssicherung wurde von Factoring Gebrauch gemacht. Des Weiteren besteht ein KfW-Unternehmerkredit. Für die geplante Anschaffung einer neuen Presse wurde der Finanzierungsbetrag bereits abgerufen und teilweise als Festgeld angelegt. Der Kaufpreis der Presse ist anteilig in den Jahren 2023 und 2024 zur Zahlung fällig. Produktion Die Produktion erfolgt in Siegen-Weidenau in den gepachteten Gebäuden der Firma FUCHS + CO. GmbH & Co. KG. Beschaffung Wesentliche Teile der Beschaffung sind Vormaterialien in Form von Walzdraht oder Stabstahl, die bei westeuropäischen Herstellern beschafft werden. Personal und Sozialbereich Zum Ende des Geschäftsjahres gehörten 190 Personen zur Belegschaft des Unternehmens. Der Personalaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 11.451 T€ auf 11.511 T€. Dies entspricht 31,1 % des Umsatzes, bzw. 32,0 % der Betriebsleistung. Ab August 2023 wurde, bedingt durch Prognosekorrekturen der Kunden, bis Januar 2024 kurzgearbeitet. Im Vorgriff auf die Kurzarbeit wurden die zuvor durch die gute Auftragslage unterjährig aufgebauten Plusstunden und noch offene Urlaubstage massiv abgebaut. Es ergaben sich keine besonderen Vorkommnisse beim Arbeits-, Gesundheits- und Unfallschutz. 3. Lage des Unternehmens Vermögenslage Die Vorräte verringerten sich in Summe um 996 T€. Die Bestände von Rohstoffen nahmen dabei, im Vorgriff auf eine drohende Materialpreisverteuerung, um 259 T€ zu. Der Bestand an Fertigprodukten und unfertigen Produkten nahm um 1.255 T€ ab. Die Differenz ergibt sich neben der durch die veränderte Nachfragesituation erfolgten Anpassung der Lagerbestände in 2023 auch aus der im Jahr 2022 umgesetzten Produkt-Bestandserhöhung zur Schaffung eines notwendigen Produktionsvorlaufs durch die werkslogistischen Effekte, die durch den Abbau einer alten und Aufbau einer neuen Umformpresse im Jahr 2024 entstehen werden. Aufgrund der Gestaltung der Maschinenfinanzierung der bestellten und angezahlten Umformpresse und der veränderten Lieferzeit, ist der für 2023 und 2024 fällige Finanzierungsanteil bereits verfügbar. Dies spiegelt sich entsprechend zum Jahresende in der Veränderung der liquiden Mittel sowie der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wider. Die zuvor genannten Veränderungen sind im Wesentlichen der Grund für die im Vergleich zum Vorjahr verminderte Bilanzsumme. Diese hat zu einer Erhöhung der Eigenkapitalquote auf 29,0 % geführt. Finanzlage Die Gesellschaft war während des gesamten Geschäftsjahres 2023 liquide. Die Lieferantenverbindlichkeiten wurden weitestgehend unter Ausnutzung der Skontofristen gezahlt. In 2023 wurde von den durch die Kreditinstitute gewährten Kontokorrentlinien und von Factoring Gebrauch gemacht. Zusätzlich besteht ein KfW-Unternehmerkredit. Ertragslage Das Geschäftsjahr schloss mit einem Jahresfehlbetrag von 386 T€ ab. Die Abschreibungen verminderten sich um 164 T€ auf 776 T€. Die betrieblichen Aufwendungen nahmen geringfügig um 15 T€ auf 2.751 T€ zu. Das Finanzergebnis nahm um 397 T€ zu. Belastend erwiesen sich in 2023 die aus dem Vorjahr resultierenden mehrfachen, deutlichen Preiserhöhungen beim Stahl, die nur zeitverzögert an die Kunden weitergegeben werden konnten. Des Weiteren konnten die durch die Energiekrise ausgelösten, hohen Inflationssteigerungen bei Energiekosten und sonstigen Vormaterialien, Werkzeugen und Nachbearbeitungen im Jahr 2023 erstmalig ab dem zweiten Quartal kompensiert werden. Die Nachfrage- und Umsatzrückgänge ab Mitte des Jahres trafen besonders die allgemeine Industrie und Elektroindustrie sehr kurzfristig und abrupt, die auch im weiteren Verlauf des Jahres anhielten. Eingeleitete Maßnahmen ab August 2023 konnten die Auswirkungen des Rückgangs trotz teilweise verringerten Personalaufwands durch Stunden-, Urlaubsabbau und Kurzarbeit nicht im gleichen Maße kompensieren. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Für die interne Unternehmenssteuerung werden diverse Kennzahlen herangezogen, unter anderem Umsatzrendite, Cash-Flow, monatliches Betriebsergebnis, Materialverbrauchsquoten inklusive diverse Verprobungsrechnungen sowie die verfügbare Liquidität. Als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren werden die Umsatzerlöse sowie das Jahresergebnis angesehen. Die Rentabilitätskennzahlen waren im Geschäftsjahr verbessert. Belastet wurde das Ergebnis durch den abrupt verminderten Umsatz im zweiten Halbjahr und die real gesunkene Versandtonnage. Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens erachten wir dennoch weiterhin als stabil. III. Prognosebericht Die Prognose des Vorjahres (leichte Umsatzsteigerung, bei geplant wesentlich verbessertem Ergebnis und verbesserten finanziellen Leistungsindikatoren) ist nicht wie geplant eingetreten. Zu den Gründen haben wir zuvor ausführliche Erläuterungen gegeben. Die Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens und der Planungen unserer Kunden stimmt zuversichtlich, eine leichte Umsatzsteigerung im Jahr 2024 erreichen zu können. Dennoch ist sowohl für das Unternehmen als auch für die Branche eine Prognose für den weiteren Verlauf des Jahres 2024 schwierig. Neben den weiterhin bestehenden Auswirkungen politischer Entwicklungen (Ukrainekrieg / Nahost- / Handelskonflikte) und den wirtschaftlichen Folgen des gestiegenen Inflations- und Zinsniveaus, kann auch die Tendenz des Wegzugs großer Firmen aus Deutschland, besonders in der Automobilindustrie, zukünftig zu Veränderungen in der Liefersituation führen. Darüber hinaus lässt sich auch weiterhin nicht kalkulieren, ob Rohstoff- und Teilemangel zu Unterbrechungen von Lieferketten oder der Produktion führen könnte. Obwohl in den Branchen- und Kundensegmenten breit aufgestellt, bleibt der weitere Verlauf des Geschäftsjahres 2024 für das Unternehmen ungewiss. Es wird davon ausgegangen, dass sich die Baubranche auf schwächerem Niveau bewegen wird, die Automobilindustrie weiterhin auf einem stabilen Niveau bleibt und der Bereich Maschinenbau sich geringfügig erholen wird. Ausgehend von der Ende 2023 erstellten Planung steht aufgrund der bekannten Rahmenbedingungen eine leichte Umsatzsteigerung für 2024 in Aussicht, bei geplant leicht verbessertem Ergebnis und korrespondierend verbesserten finanziellen Leistungsindikatoren. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Aus unserer unternehmerischen Tätigkeit erwächst eine Vielzahl von Chancen, deren Wahrnehmung jedoch mit der Übernahme von Risiken untrennbar verbunden ist. Unser Unternehmen ist den allgemeinen konjunkturellen, wirtschaftlichen sowie den branchentypischen Risiken der Zulieferindustrie ausgesetzt. Hinzu kommen aus derzeitiger Sicht auch die unkalkulierbaren Risiken durch Auswirkungen von Rohstoff- und Lieferkettenengpässen, Energiepreisen und -versorgungssicherheit, wie etwa Nachfragerückgänge, Werkschließungen und Produktionsstörungen. Diese bestehen trotz enger Abstimmungsmaßnahmen im Betrieb und enger Abstimmung mit Kunden, Lieferanten und Behörden. Ein weiteres Risiko ist die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung aufgrund des Ukrainekriegs und zusätzlicher Konflikte, sowie des generell gestiegenen Zinsniveaus. Für das Erkennen wesentlicher Risiken, sowie die Bewertung und Handhabung derselben werden interne Steuerungs- und Überwachungssysteme eingesetzt und auch fortlaufend weiterentwickelt. Die Risiken des Unternehmens lassen sich wie folgt kategorisieren und bewerten: Operative Risiken Zu den generellen operativen Risiken gehören Absatzpreise und Absatzmengen, die durch in allen Bereichen starken Wettbewerb immer unter Druck sind. Hinzu kommen im Bereich Vormaterialversorgung derzeit zusätzliche Risiken, wie etwa Lieferengpässe, Materialknappheit und -qualität und die Wahrscheinlichkeit von deutlichen Preiserhöhungen. Durch angepasste Vertragslaufzeiten, Mehrlieferantenstrategie und Lieferantenentwicklung, enge Abstimmung mit Kunden und Lieferanten, stetige Beobachtung der Preisentwicklung und vorausschauender Lagerhaltung wird diesen Risiken begegnet. Gewährleistungsrisiken bestehen im branchenüblichen Rahmen. Produktions- und Qualitätsrisiken Produktionsrisiken beugen wir durch hohe technische Standards sowie übliche Sicherheitsstandards vor. Die Verfügbarkeit unserer Fertigungsanlagen wird durch regelmäßige Instandhaltungen und Modernisierungen gewährleistet; daneben investieren wir zielgerichtet in Innovationen zur Nutzung des technischen Fortschritts für Produkt- und Prozessqualität. Schäden durch Betriebsunterbrechungen bzw. Produktionsausfälle sowie Haftungsrisiken sind im wirtschaftlich vertretbaren Rahmen durch Versicherungen abgeschlossen, die die finanziellen Folgen von Risiken begrenzen. Der Versicherungsschutz wird regelmäßig überwacht und bei Bedarf angepasst. Finanzielle Risiken Finanzielle Risiken durch Forderungsausfälle sind durch das Bestehen einer Ausfallversicherung zwar im Wesentlichen abgedeckt, ein nicht versicherbares Restrisiko besteht jedoch latent. Die Forderungsausfälle sind jedoch im Geschäftsverlauf der vergangenen Jahre von absolut untergeordneter Bedeutung gewesen. Zudem ist durch das in 2023 eingeführte Factoring das Restrisiko nochmals gesunken. Liquidität, Beschaffung und Produktionsablauf werden täglich überwacht und mit der Geschäftsleitung abgestimmt. Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen abgedeckt. Wechselkursrisiken Wechselkursrisiken bestehen derzeit nicht, da sowohl auf der Absatzseite als auch auf der Beschaffungsseite in Euro fakturiert wird. Zinsrisiken Zinsrisiken ist das Unternehmen aufgrund langfristig geltender Zinsfestschreibungen derzeit nicht ausgesetzt. Das im Zuge der derzeitigen weltwirtschaftlichen Lage leicht gestiegene Zinsniveau bleibt auch bei Inanspruchnahme von Kreditlinien kalkulierbar. 2. Chancenbericht Das Unternehmen hat ein alle Bereiche umfassendes integriertes Managementsystem. Das Managementsystem unter Einschluss des Risikomanagements des Unternehmens ist nach den Standards IATF 16949 und ISO 9001, sowie nach den Energie- und Umweltstandards ISO 14001 / ISO 50001 zertifiziert. Eine Zertifizierung nach Tisax (ISO 27001) ist derzeit in Arbeit. Das Unternehmen steht in ständigem Kontakt mit Kunden und Lieferanten, nutzt öffentlich verfügbare Quellen und spezielle Informationen des Branchenverbandes, um kurzfristig die Auslastung des Betriebes abzuschätzen und entsprechend zu steuern. Eine Reihe von Entwicklungsprojekten mit Kunden bieten nach Abschluss und Serienanlauf weitere Potentiale für Wachstum. Eine neue große Umformpresse stellt zudem in Zukunft die Möglichkeit zur Herstellung noch anspruchsvollerer Umformteile und Schrauben dar. Zusätzlich sind damit dringend benötigte Wachstums- und Kapazitätserweiterungen verbunden, in einem Produktbereich, der auch in Krisenzeiten an die Kapazitätsgrenze gestoßen ist. Verstärkte Anstrengungen werden unternommen, um eine erfolgreiche Neuakquise von Kunden und Produkten zu erreichen. Chancenpotentiale werden auch darin gesehen, dass das Unternehmen in zahlreichen Verbänden, Arbeitskreisen, Normen- und Verbandsgremien tätig ist. 3. Gesamtaussage Aufgrund der gesunden Eigenkapitalbasis, der derzeit freien Linien, der planbaren Tilgungsverpflichtungen und des hohen freien Sicherheiten-Potenzials, sehen wir, trotz der weltwirtschaftlichen Risiken, keine Bestandsgefährdung des Unternehmens für den Planungshorizont 2024.
57076 Siegen, im April 2024 FUCHS Schraubenwerk GmbH BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023FUCHS SCHRAUBENWERK GMBH, SIEGENAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Fuchs Schraubenwerk GmbHI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Fuchs Schraubenwerk GmbH hat ihren Sitz in Siegen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Siegen unter HR B 1588 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 Abs. 1, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu fünf Jahren). Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode unter Beachtung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Für die Werkzeuge des Anlagevermögens wurde ein Festwert gemäß § 240 Abs. 3 HGB i.V.m. § 256 Satz 2 HGB gebildet. Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennbetrag angesetzt. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Werten. Wurden in Vorjahren Wertberichtigungen vorgenommen und sind die Gründe für die Wertminderung in der Zwischenzeit ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten. In den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren grundsätzlich mit den Anschaffungs- oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet. Die Roh-, Hilfs - und Betriebsstoffe wurden zum Bilanzstichtag körperlich aufgenommen. Die Bewertung wurde - unter Beachtung des Niederstwertprinzips - unter Anwendung einer Durchschnittspreismethode vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden durch körperliche Bestandsaufnahme zum Bilanzstichtag erfasst. Die Aufnahme der Bestände des Fertigwarenlagers (Werk II) erfolgte durch Stichprobeninventur. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgte aus dem Mittel des Rohmaterialwertes und dem Wert des Fertigerzeugnisses. Die fertigen Erzeugnisse wurden retrograd bewertet, wobei neben einem Gewinnabschlag ein Abschlag für Verwaltungs- und Vertriebskosten und für lose Ware ein Abschlag für Verpackungskosten berücksichtigt wurde. Bei Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko durch Abwertungen berücksichtigt. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos wird ein Pauschalabschlag mit Sätzen von 2 % errechnet. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen werden auf den Barwert abgezinst. Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bewertet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden die im Geschäftsjahr 2023 geleisteten Zahlungen, im Wesentlichen für Softwarewartung und -lizenzen, abgegrenzt, soweit sie auf die Folgejahre entfallen. Das Eigenkapital ist zum Nennwert bewertet. Bei der Bewertung von Rückstellungen werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Die Preis- und Kostensteigerungen orientieren sich an der Teuerungsrate und wurden über die jeweilige Laufzeit der Rückstellung mit Sätzen zwischen 1 % und 2 % berücksichtigt. Im Zinsergebnis werden ausschließlich die auf das Geschäftsjahr entfallenden Zinsanteile aus der Aufzinsung von Rückstellungen ausgewiesen, Erträge und Aufwendungen aufgrund Änderungen des Rechnungszinses werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. im Personalaufwand oder in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst (§ 277 Abs. 5 HGB). Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden teilweise nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode und teilweise nach der "projected unit credit method" gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB):
Bei der Ermittlung der Rückstellung für die Unterstützungskasse (Art. 28 EGHGB) wurde das Teilwertverfahren angewandt. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB):
Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. IV. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Für den Anlagenspiegel verweisen wir auf die Anlage zu diesem Anhang. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Gegenüber Gesellschaftern bestehen nachfolgende Rechte: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: EUR 614.327,81 (Vorjahr: EUR 483.812,84) Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3. Eigenkapital/ Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen entwickelten sich zum 31.12.2023 wie folgt:
4. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen EUR 2.066.422,16 (Vorjahr: EUR 2.106.407,07). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen EUR 4.954.157,84 (Vorjahr: EUR 8.006.297,35). Hiervon haben EUR 1.087.397,48 (Vorjahr: EUR 3.413.789,35) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, EUR 3.866.760,00 (Vorjahr: EUR 4.592.805,00) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und EUR 1.697.000,00 (Vorjahr: EUR 2.036.640,00) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Für Verbindlichkeiten gegenüber der Sparkasse Siegen, der Volksbank in Südwestfalen eG und der Postbank AG wurden diverse Maschinen sicherungsübereignet. Für Verbindlichkeiten gegenüber der Sparkasse Siegen in Höhe von TEUR 3.734 wurde ein Festgeldkonto bei der Sparkasse Siegen in Höhe von TEUR 850 verpfändet. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr betragen insgesamt EUR 9.728.865,34 (Vorjahr: EUR 12.126.251,39); Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr betragen EUR 3.866.760,00 (Vorjahr: EUR 4.592.508,00); Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren betragen EUR 1.697.000,00 (Vorjahr: EUR 2.036.640,00). Der Gesamtbetrag aus der Besicherung von Verbindlichkeiten beträgt TEUR 6.357 (Sicherungsübereignung von Maschinen, Verpfändung von Festgeld und übliche Eigentumsvorbehalte). 5. Rückstellungen Der Unterschiedsbetrag bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen zwischen dem Ansatz mit dem zehnjährigen durchschnittlichen Zinssatz und dem siebenjährigen durchschnittlichen Zinssatz beträgt gem. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB TEUR 42. Er ist gem. § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB für die Ausschüttung gesperrt. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden verpfändete Guthaben und Depots (rd. TEUR 1.739) in 2023 mit den ihnen zuzurechnenden Pensionsrückstellungen (rd. TEUR 1.608) verrechnet. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände betragen rd. TEUR 1.483; der beizulegende Zeitwert beträgt rd. TEUR 1.739. Der Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 256 ist gem. § 268 Abs. 8 Satz 3 i.V.m. Satz 1 HGB für die Ausschüttung gesperrt. Aufwendungen und Erträge aus den Guthaben und Depots wurden in Höhe von insgesamt TEUR 164 mit den Zinsaufwendungen für Altersversorgungen verrechnet. Die Zinsaufwendungen in Höhe von rd. TEUR 32 aus der Anpassung der Pensionsrückstellungen, welche mit dem Deckungsvermögen verrechnet wurden, werden mit den Erträgen und Aufwendungen aus diesem Deckungsvermögen (Erträge rd. TEUR 164 und Aufwendungen rd. TEUR 0) verrechnet und unter der GuV-Position "Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens" ausgewiesen. Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht des Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB Gebrauch gemacht und als Trägerunternehmen einer Unterstützungskasse den durch ein versicherungsmathematisches Gutachten ermittelten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 565 nicht zurückgestellt. Der Unterschiedsbetrag bei der Bewertung der Rückstellungen für die Unterstützungskasse zwischen dem Ansatz mit dem zehnjährigen durchschnittlichen Zinssatz und dem siebenjährigen durchschnittlichen Zinssatz beträgt gem. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB TEUR 26. Er ist gem. § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB für die Ausschüttung gesperrt. Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge nach § 253 Abs. 6 HGB und § 268 Abs. 8 HGB beträgt TEUR 324. Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen gebildet für ausstehende Eingangsrechnungen (EUR 222.000,00; im Vorjahr: EUR 67.000,00), Personalaufwendungen und Sozialverpflichtungen (EUR 210.955,69; im Vorjahr: EUR 271.041,51), Gewährleistungsverpflichtungen (EUR 211.000,00; im Vorjahr: EUR 212.000,00) sowie für Prüfungs- und Beratungskosten (EUR 31.000,00; im Vorjahr: EUR 31.000,00). 6. Haftungsverhältnisse Es bestehen keine Haftungsverhältnisse. 7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Des Weiteren bestehen zum Stichtag Bestellobligos im üblichen Rahmen. V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Der GuV-Posten "Erträge aus anderen Wertpapiere und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens" enthält Kursgewinne aus Wertpapieren in Höhe von TEUR 164 (Vorjahr: TEUR 0) sowie Aufwendungen aus der Anpassung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 0). VI. Sonstige Pflichtangaben 1. Geschäftsführung / Beirat Geschäftsführer war zum Bilanzstichtag: Herr Martin Fuchs, Siegen. Herr Martin Fuchs ist alleinvertretungsberechtigt. Beiratsmitglieder waren zum Bilanzstichtag: Vorsitzender Herr Dirk Meißner, Ratingen, Prokurist im Bankenwesen im Ruhestand, Herr Gerlach Fuchs, Oldenburg, Rechtsanwalt, Herr Hans Peter Faßbender, Siegen, Bankdirektor im Ruhestand. 2. Mitarbeiterzahl Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug während des Geschäftsjahres in den einzelnen Bereichen:
3. Bezüge von den Organmitgliedern Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung und des Beirats wird nach Maßgabe des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 4. Nachtragsbericht Es bestehen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 über die zu berichten wäre. 5. Ergebnisverwendungsvorschlag oder -beschlussDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag 2023 auf neue Rechnung vorzutragen und mit den Gewinnrücklagen zu verrechnen.
Siegen, den 24. April 2024 Martin Fuchs Datum der Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023: 12. Oktober 2024 Bei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz und Anhang) handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Fuchs Schraubenwerk GmbH, Siegen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Fuchs Schraubenwerk GmbH, Siegen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fuchs Schraubenwerk GmbH, Siegen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Siegen, 24. April 2024 8P
Treuhand GmbH
Dipl.-Kfm. S. Schäfer, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater Dipl.-Kfm. S. Lützenbürger, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater Gesellschafterbeschluss über die Verwendung des Jahresverlustes FUCHS Schraubenwerk GmbH Auszug aus dem Protokoll Nr. 51 der Gesellschafterversammlung vom 12.10.2024: Punkt 5 der TO: Auf Vorschlag ... beschloss die Versammlung einstimmig, den Jahresverlust 2023 in Höhe von € 386.307,05 mit der Gewinnrücklage zu verrechnen. Die neue Gewinnrücklage beträgt somit € 5.870.218,57.
57072 Siegen, den 12.10.2024 |
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