RAG Saarberg GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Manfred Ziwey seit 25.5.2016 | Geschäftsführer |
Dirk Sohns seit 13.1.2016 | Geschäftsführer |
Bernd Schmitt seit 31.1.2011 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
STEAG Power Saar GmbHSaarbrückenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015STEAG Power Saar GmbH, SaarbrückenGrundlagen der GesellschaftGeschäftstätigkeit und StrukturSTEAG Power Saar GmbH, Saarbrücken, (im Folgenden kurz: "Gesellschaft" oder SPS) hatte jahrzehntelange Erfahrung in der Verstromung auf Steinkohlebasis und betrieb bis zur Abspaltung der Kraftwirtschaft auf die STEAG GmbH drei große Steinkohlekraftwerke an der Saar. Die Tochtergesellschaft Fernwärme-Verbund Saar GmbH (im Folgenden kurz FVS) betreibt im Saarland eines der größten regionalen Fernwärmeversorgungssysteme. Damit war das Unternehmen als Betreiberin von rund 2.000 MW installierter elektrischer Leistung und rund 700 MW Fernwärmeleistung der größte Strom- und Fernwärmeproduzent im Saarland. SPS ist eine hundertprozentige Tochter der STEAG GmbH, Essen (im Folgenden kurz: STEAG). Als einer der größten Stromerzeuger Deutschlands verfügt der STEAG-Konzern über eine installierte Leistung von insgesamt 10.350 Megawatt elektrisch (MW), davon allein rund 8.300 MW in Deutschland. In Deutschland betreibt STEAG an zehn Standorten Kraftwerke sowie über 200 dezentrale Anlagen zur Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien bzw. dezentrale Anlagen für die Industrie und zur Wärmeversorgung. Auf der Grundlage langjähriger Erfahrung im Strom-, Kohle- und CO 2-Geschäft hat STEAG nicht nur ein breites Produkt- und Dienstleistungsportfolio geschaffen, sondern auch eine hohe Handelskompetenz aufgebaut. Heute ist STEAG einer der führenden Importeure und Vermarkter für Steinkohle in Deutschland. STEAG importiert Steinkohle aus den wichtigsten Produzentenländern für die Versorgung sowohl der STEAG-Kraftwerke als auch für Drittkunden. STEAG hat sich über Jahrzehnte eine große Expertise in der Modernisierung bestehender Anlagen erarbeitet und gilt heute als einer der führenden Anbieter von Lösungen für eine maßgeschneiderte Energieversorgung, die umweltfreundlich und zugleich wirtschaftlich ist. STEAG ist nicht nur Vorreiter bei effizienten Technologien zur Steinkohleverstromung, die sich durch einen hohen Wirkungsgrad und Ressourcenschonung auszeichnen, sondern darüber hinaus auch Spezialist in der Optimierung der gesamten Wertschöpfungskette im Kraftwerksprozess. Auch in der Verwertung von Reststoffen aus Steinkohlekraftwerken ist STEAG in Europa stark positioniert. Führend ist der Konzern in Deutschland ebenfalls in der Erzeugung von Strom und Wärme aus Grubengas und im Bereich der geothermischen Wärmegewinnung. Zudem ist der STEAG-Konzern einer der größten Fernwärmeversorger und Contracting-Anbieter sowie Betreiber von Biomasse-Heizkraftwerken in Deutschland. Der STEAG-Konzern ist Partner der Energiewende in Deutschland und steht für einen ganzheitlichen Blick auf den Wandel der Energiewirtschaft. Die Speicherung von Energie und die Schaffung von Flexibilität sind wesentliche Elemente für die Umsetzung der Energiewende. Vor diesem Hintergrund traf die STEAG GmbH im November 2015 die Investitionsentscheidung für die Realisierung von sechs Großbatteriesystemen. Der STEAG-Konzern strebt mit der Investition eine Vorreiterrolle bei der Etablierung von Batteriespeichern und der Vermarktung der darin gespeicherten Energie in Deutschland an. Im Zeitraum von Mitte 2016 bis Anfang 2017 sollen an sechs deutschen Kraftwerksstandorten des STEAG-Konzerns Batteriesysteme auf Lithium-Ionen-Basis mit jeweils 15 MW in Betrieb genommen werden. Die effiziente Bündelung und Vermarktung dezentraler Anlagen stellt eine wesentliche Herausforderung der Energiewende dar. Virtuelle Kraftwerke sind eine mögliche Lösung, die der STEAG-Konzern schon seit Jahren aktiv nutzt. Im letzten Jahr wurde ein neues Konzept für virtuelle Kraftwerke aufgebaut und implementiert. Dezentrale Erzeugungsanlagen und Erzeugungsanlagen auf Grundlage erneuerbarer Energien werden jetzt mit konventionellen thermischen Anlagen und neuen Technologien wie Batteriespeichern zusammengeschaltet und bewirtschaftet. Durch die gemeinsame Vermarktung mit dem konventionellen Kraftwerkspark der STEAG können Synergien basierend auf der gegenseitigen Besicherung genutzt werden. Am 31. Dezember 2015 wurden 100 Prozent der Anteile an der STEAG von der KSBG Kommunale Beteiligungsgesellschaft GmbH & Co. KG (im Folgenden KSBG) gehalten. Wesentliche VerträgeAlle von SPS in den eigenen Kraftwerken erzeugten Energiemengen (Strom und Fernwärme) wurden von STEAG übernommen und vermarktet. Hierüber waren entsprechende Verträge abgeschlossen. Zum 01.01.2015 hat die STEAG das Kraftwerk Bexbach von der EnBW (75% Eigentumsanteil) und der SPS (25% Eigentumsanteil) erworben. Der Betriebsführungsvertrag der SPS mit EnBW für das Kraftwerk Bexbach wurde somit zum 31.12.2014 einvernehmlich aufgehoben. Für die Folgezeit wurde ein entsprechender Betriebsführungsvertrag mit der STEAG abgeschlossen. Auf der Grundlage des am 03.11.2015 beurkundeten Abspaltungs- und Übernahmevertrages zwischen SPS und STEAG wurden die Kraftwirtschaft und die Verwaltung der SPS mit Wirkung zum 01.07.2015 im Wege der Abspaltung zur Aufnahme auf die STEAG übertragen. Es besteht weiter ein im Handelsregister eingetragener Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der STEAG. Außerdem besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der FVS. WirtschaftsberichtWirtschaftliche RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche Entwicklung Die Weltwirtschaft expandierte 2015 verlangsamt und stabilisierte sich bei geringem Tempo im Vergleich zu den vergangenen Jahren. Das globale Bruttoinlandsprodukt stieg mit einer Rate von 3,0 Prozent (2014: 3,4 Prozent). Die fortgeschrittenen Volkswirtschaften wuchsen moderat und profitierten dabei nahezu alle von der Entwicklung an den Rohstoffmärkten. Die konjunkturelle Dynamik unterschied sich allerdings deutlich zwischen den Ländern. Während die USA kräftiges Wachstum verzeichneten und der Aufschwung in Großbritannien intakt blieb, gab es im Euro-Raum und in Japan nur moderates Wachstum. Die Wirtschaft der Schwellenländer entwickelte sich schwach. Niedrige Rohstoffpreise und strukturelle Probleme dämpfen dort die Entwicklung. Nach der ausgeprägten Eintrübung im ersten Halbjahr 2015 gab es zuletzt erste Zeichen einer Stabilisierung. Die wirtschaftliche Entwicklung Chinas ist ein wesentlicher Einflussfaktor für die Weltwirtschaft. Die chinesische Wirtschaft ist 2015 um 6,8 Prozent gewachsen, nach 7,3 Prozent im Vorjahr. Somit setzte sich die trendmäßige Verlangsamung des Wirtschaftswachstums weiter fort. Ursache für die sinkenden Wachstumsraten ist der strukturelle Wandel der chinesischen Wirtschaft Richtung Binnenwirtschaft und Konsum. Im Jahresverlauf wurde befürchtet, dass die chinesische Wirtschaft in einen krisenhaften Anpassungsprozess geraten könnte, da zahlreiche Indikatoren eine signifikante Verlangsamung der Expansion signalisierten und die chinesischen Aktienmärkte drastische Kursverluste verzeichneten. Ein Einbruch der chinesischen Wirtschaft blieb 2015 aus und wichtige Indikatoren konnten sich gegen Jahresende stabilisieren. Die weitere Entwicklung zeigt sich allerdings wenig stabil. Insgesamt hat sich das Wachstum der Schwellenländer zwar verringert (2015: 3,6 Prozent vs. 2014: 4,6 Prozent), es liegt allerdings weiterhin deutlich über dem der Industriestaaten. Eine Rückkehr zu den Wachstumsraten der vergangenen Jahre ist jedoch nicht in Sicht. Die Industrieländer legten im Wachstum relativ deutlich zu (2015: 1,9 Prozent vs. 2014:1,7 Prozent). In Deutschland setzte sich der Konjunkturaufschwung weiter fort. Derzeit trägt vor allem der kräftige private Konsum zum Wachstum bei. Fundament für diese Entwicklung ist die günstige Arbeitsmarktentwicklung mit geringen Arbeitslosenzahlen und steigenden Reallöhnen bei privaten Haushalten. Der weitere Rückgang der Rohölnotierung stärkte die Kaufkraft zusätzlich und förderte die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Zusätzlich sorgten staatliche Ausgaben im Zusammenhang mit der Flüchtlingsmigration für Nachfrageimpulse. Zwischenzeitliche Zweifel an der Konjunkturentwicklung lagen vor allem an der schwachen Nachfrage aus Schwellenländern. Das stagnierende Auslandsgeschäft führte zu gedämpften Aktivitäten der Industrie. Hier waren die Investitionen rückläufig. In Summe verschoben sich die Triebkräfte der Entwicklung damit vom Außenhandel in Richtung Inlandsnachfrage. Verglichen mit dem Vorjahr ist aktuell davon auszugehen, dass sich die positive Entwicklung der Konjunktur weiter fortsetzt (2015: 1,7 Prozent vs. 2014: 1,6 Prozent). Energieverbrauch und -erzeugung 1 Der Energieverbrauch in Deutschland ist im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozent gestiegen. Dieser Zuwachs basiert im Wesentlichen auf der im Vergleich zum Vorjahr kühleren Witterung und dem daraus resultierenden gestiegenen Heizbedarf. Die erneuerbaren Energien erhöhten ihren Beitrag um rund 11 Prozent. Somit liegt der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Primärenergieverbrauch bei 12,6 Prozent (Vorjahr: 11,5 Prozent). Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Deckung des Stromverbrauchs lag bei 32,5 Prozent und stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 Prozentpunkte. Der Primärenergieverbrauch von Erdgas (plus 5 Prozent) stieg ebenfalls. Während der Mineralölverbrauch praktisch unverändert auf dem Niveau des Vorjahrs blieb, liegen Steinkohle und Braunkohle knapp über dem Wert des Vorjahres. Im Gegensatz dazu ging der Anteil der Kernenergie deutlich zurück (minus 6 Prozent). Aufgrund des gestiegenen Gesamtenergieverbrauchs werden die CO 2-Emissionen in Summe gegenüber dem Vorjahr leicht steigen, auch wenn ein Großteil des gestiegenen Energieverbrauchs durch den Ausbau der erneuerbaren Energien CO 2-neutral realisiert wurde. Temperaturbereinigt liegen die Emissionen rund 2 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Stromverbrauch Der Stromverbrauch 2015 ist in Summe gegenüber 2014 um 0,8 Prozent gestiegen. Die Bruttostromerzeugung nahm deutlich zu (2015: 647,1 TWh vs. 2014: 627,8 TWh). Der Exportüberschuss ist im Vergleich zum Vorjahr mit 50,1 TWh nochmals deutlich gestiegen (2014: 35,6 TWh). Ursache hierfür ist insbesondere das Wachstum der erneuerbaren Energien, die 2015 einen Beitrag in Höhe von rund 194 TWh zur Gesamterzeugung in Deutschland geleistet haben. Dies stellt 30,0 Prozent der Stromerzeugung dar. Damit stieg der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich (plus 4,1 Prozent). Erneuerbare Energien stellten im Vergleich zu den anderen Energieträgern wie schon im Vorjahr den höchsten Anteil an der Gesamtstromerzeugung dar. Der Einsatz von Erdgas in der Stromerzeugung ist weiter zurückgegangen (2015: 57,0 TWh vs 2014: 61,1 TWh). Gründe dafür sind der Ausbau der erneuerbaren Energien sowie die anhaltende Differenz zwischen Kohle- und Gaspreisen. Die Stromerzeugung aus Steinkohle blieb relativ konstant und liegt bei rund 118 TWh. Der Anteil an der Gesamterzeugung beträgt folglich rund 18 Prozent. Braunkohle machte mit 24,0 Prozent in 2015 weiterhin den zweitgrößten Anteil an der Stromerzeugung aus und blieb mit 155 TWh (minus 0,8 TWh) im Vergleich zum Vorjahr auf einem konstanten Level. Die Stromerzeugung aus Kernenergie sank deutlich auf 91,5 TWh (minus 5,6 TWh). Damit liegt der Anteil der Kernenergie bei nur noch 14,1 Prozent an der Bruttostromerzeugung. Energiepreisentwicklung Die weiterhin schwache Weltkonjunktur schlug sich aufgrund der Nachfrageschwäche auf die internationalen Rohstoffmärkte preissenkend nieder. Auch hier spielte die im Vergleich zu den Vorjahren schwache Konjunktur der chinesischen Wirtschaft eine wesentliche Rolle. Die Rohölpreise waren in 2015 von einem vor allem in der zweiten Jahreshälfte rückläufigen Verlauf geprägt. Den Höchststand erreichte das Barrel der Nordseesorte Brent mit 68,23 $/bbl am 5. Mai 2015. Bis zum 31. Dezember 2015 halbierte sich der Rohölpreis fast. Den Tiefststand erreichte die Notierung am 22. Dezember 2015 mit 36,2 $/bbl. Somit steht der Preis für ein Barrel Brent auf dem tiefsten Stand seit 2004. Der durchschnittliche Brent-Preis für das Jahr 2015 lag bei 53,91 $/bbl und somit um rund 45 $/bbl nochmals deutlich niedriger als 2014. Damit ist der Preis für ein Barrel Brent auf ein Elf-Jahres-Tief gefallen. Diese Entwicklung ist in einem strukturellen Angebotsüberschuss begründet. Auf der Angebotsseite haben die OPEC Länder die eigene Förderung nicht gedrosselt und haben unverändert hohe Mengen an den Markt gebracht. Auch in den übrigen Förderländern nahm die Produktion noch zu. Auch in den USA blieb die Förderung auf hohem Niveau. Während die Produktion von Schieferöl leicht zurückging, wurde die Förderung im Golf von Mexiko erhöht. Der im Vorjahr beobachtete Abwärtstrend der Steinkohlepreise hat sich in 2015 fortgesetzt. Der API#2, ein für Europa relevanter Spot-Preisindex für Steinkohle, wies einen Jahresdurchschnitt von 56,77 $/t auf (Vorjahr: 75,25 $/t) und erreichte im Dezember 2015 mit einem Monatsdurchschnitt von 48,18 $/t den Jahrestiefstand. Tendenziell ist der weltweite Kohlemarkt überversorgt. Die sogenannte unkonventionelle Gewinnung von Öl und Gas in den USA und das gebremste Wachstum in China dämpfen die Nachfrage zusätzlich. Nachdem 2014 mit dem sogenannten Backloading in den Handel mit CO 2-Zertifikaten eingegriffen wurde, wurde 2015 der nächste Baustein zur Reform des europäischen Emissionshandels beschlossen. Durch die Marktstabilitätsreserve sollen die gehandelten Emissionszertifikate reduziert und damit der CO 2-Preis stabilisiert werden. Derzeit befindet sich ein Überschuss von 2,1 Mrd. Zertifikaten im Markt. Die beschlossene Marktstabilitätsreserve wird 2019 in Kraft treten. Insgesamt konnte sich der Preis für CO 2- Zertifikate im Jahresverlauf konsolidieren. Der Durchschnittspreis im Jahr 2015 stieg mit rund 29 Prozent in Relation stark an. Allerdings lag der absolute Preis damit aber immer noch bei relativ niedrigen 7,68 €/t (Vorjahr: 5,96 €/t). Der Abwärtstrend der Strompreise aus dem Vorjahr setzte sich auch 2015 fort. Der Base-Preis für das Jahr 2015 an der Strombörse EEX lag bei 31,63 €/MWh und damit rund 4 Prozent niedriger als noch 2014 (32,76 €/MWh). Der Peak-Kontrakt verlor um rund 5 Prozent an Wert (2015 0 39,10 €/MWh vs. 2014 0 41,00 €/MWh). Wie im Vorjahr lässt sich auch im Jahr 2015 der Rückgang der Strompreise mit dem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien erklären. Auch die niedrigen Rohstoff- und CO 2-Preise trugen zu den sinkenden Strompreisen bei. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageVermögenslage Aufgrund des Verkaufes der 25%igen Beteiligung am Kraftwerk Bexbach zum 01.01.2015 und vor allem als Folge der (mit Wirkung zum 01.07.2015 erfolgten) Abspaltung der Kraftwirtschaft und der Verwaltung auf die STEAG verringerte sich die Bilanzsumme der SPS um 204,1 Mio. € und beträgt am Ende des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2015 noch 37,3 Mio. €. Aktiva
Passiva
Das nach dem Verkauf der Bexbach-Beteiligung verbliebene Anlagevermögen ist mit Ausnahme der Beteiligungsbuchwerte an der FVS und der STEAG Netz GmbH (7,8 Mio. € Anteile an verbundenen Unternehmen) vollständig abgespalten worden. Im Umlaufvermögen verblieben als wesentliche Posten 26,2 Mio. € Cashpool-Forderungen gegenüber der STEAG und 2,8 Mio. € Forderungen gegenüber der FVS aus Ergebnisabführungsvertrag. Bei den Passiva blieb das Eigenkapital gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr unverändert. Entsprechend dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag wurde eine Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung und Steuerumlage in Höhe von 6,7 Mio. € (Vorjahr: 1,4 Mio. €) gegenüber der STEAG ausgewiesen. Die Rückstellungen, die in 2014 noch 191,0 Mio. € umfassten, sind aufgrund des Verkaufes der 25%igen Beteiligung am Kraftwerk Bexbach (zum 01.01.2015) und vor allem als Folge der (mit Wirkung zum 01.07.2015 erfolgten) Abspaltung der Kraftwirtschaft und der Verwaltung auf die STEAG fast vollständig entfallen. In 2015 verblieben lediglich jeweils 0,1 Mio. € für Steuer- und sonstige Rückstellungen. Die in 2015 ausgewiesenen Verbindlichkeiten von 6,7 Mio. € beziehen sich auf die (bereits oben genannte) Ergebnisabführung einschließlich Gewerbesteuerumlage. Die Eigenkapitalquote beträgt 81,5 Prozent (Vorjahr: 12,6 Prozent). FinanzlageFinanzwirtschaftliches Risikomanagement SPS ist in das finanzwirtschaftliche Risikomanagement des STEAG-Konzerns eingebunden. Die wesentlichen Ziele hierbei sind die Sicherung der finanziellen Unabhängigkeit und die Begrenzung von Refinanzierungsrisiken für den STEAG-Konzern. STEAG steuert grundsätzlich zentral die Mittelaufnahmen sowie die Bürgschaften und Garantien der STEAG-Konzerngesellschaften. Die STEAG verfügt über flexible Möglichkeiten zur Absicherung der Kapitalerfordernisse aus laufender Geschäftstätigkeit sowie aus Investitionen und Tilgungen von Finanzschulden. Finanzierungspolitik STEAG stellt für die Gesellschaften des STEAG-Konzerns die Finanzmittel zur Verfügung und übernimmt von den Gesellschaften überschüssige Liquidität zu jeweils marktüblichen Bedingungen. In geringem Umfang nehmen STEAG-Konzern-gesellschaften auch selbst Fremdmittel im Bankenmarkt auf bzw. legen überschüssige Liquidität dort an. In diesen Fällen erfolgt die Mittelaufnahme unter Besicherung der STEAG. Das Cashpooling im Inland wird bei STEAG geführt. Um ein Minimum externer Kreditaufnahmen zu erzielen, werden Liquiditätsüberschüsse in einem Cashpool auf STEAG-Konzernebene eingesetzt. Dadurch wird der Finanzbedarf im Konzern insgesamt optimiert. Finanzierungsstruktur Zum 31. Dezember 2015 standen den flüssigen Mitteln und Forderungen aus Finanzbeziehungen gegenüber STEAG in Höhe von 26,2 Mio. € (Vorjahr: 106,6 Mio. €) Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 6,7 Mio. € aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit STEAG (Vorjahr: 1,4 Mio. €) gegenüber. ErtragslageGewinn- und Verlustrechnung STEAG Power Saar GmbH
Die Gewinn- und Verlustrechnung der SPS wurde im Geschäftsjahr 2015 maßgeblich durch die Abspaltung der Kraftwirtschaft und der Verwaltung auf die STEAG geprägt. Da diese Abspaltung mit Wirkung zum 01.07.2015 erfolgte, floss nur ein halbes Jahr an operativer Tätigkeit in das Geschäftsjahr ein. Der Umsatz fiel im ersten Halbjahr 2015 als Folge des milden Winters zu Jahresbeginn und der geringen Kraftwerksauslastung im Frühjahr sehr gering aus. Zudem entfielen im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr die CO 2-Erlöse aus dem Betrieb des Kraftwerkes Bexbach. Darüber hinaus floss für das erste Halbjahr 2015 eine deutlich geringere Beteiligung am T & O - Handelsergebnis Strom als in 2014 in die Umsatzerlöse ein. Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Abbruchrückstellungen (12,2 Mio. €), die nach dem Kauf des Kraftwerkes Bexbach durch die STEAG GmbH (zum 01.01.2015) realisiert wurden sowie aus der Änderung des IDW zur handelsrechtlichen Bilanzierung von Verbindlichkeitsrückstellungen (IDW RS HFA 34) begründet sind. Der Materialaufwand weist gegenüber dem Vorjahr einen unterproportionalen Wert aus. Hierin spiegeln sich niedrigere Arbeitskosten aufgrund der geringen Kraftwerksauslastung im ersten Halbjahr 2015 wider sowie der entfallene CO 2-Aufwand für das Kraftwerk Bexbach. Im Personalaufwand zeigt sich die mit Wirkung zum 01.07.2015 erfolgte Abspaltung der Kraftwirtschaft und der Verwaltung auf die STEAG in einer Halbierung des Vorjahreswertes. Bei den Abschreibungen enthält der höhere Jahreswert 2015 eine außerplanmäßige Abschreibung von 5,5 Mio. € für das Kraftwerk Weiher. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen fielen gegenüber dem Vorjahr unterproportional aus, was vor allem auf unterdurchschnittlich belastete Versicherungskosten, sonstige Verwaltungs- und Vertriebskosten sowie eine geringere Rückstellungsbildung zurückzuführen ist. In das Finanz- und Beteiligungsergebnis sind mit 2,8 Mio. € konstante positive Ergebnisabführungsbeträge der FVS eingeflossen. Dem stand ein negatives Zinsergebnis gegenüber, das vor allem durch den Zinsaufwand von Pensions- und sonstigen langfristigen Rückstellungen geprägt ist (2015: 7,0 Mio. €; 2014: 6,6 Mio. €). Die gestiegenen Steueraufwendungen saldieren sich aus Grundsteuern des ersten Halbjahres, entlastenden periodenfremden Effekten und einer aufgrund des Ergebnisanstiegs deutlich gestiegenen Gewerbesteuerumlage der STEAG. PersonalZum 31. Dezember 2015 waren keine Arbeitnehmer mehr bei der SPS beschäftigt, da im Zuge der Abspaltung der Kraftwirtschaft und der Verwaltung auf die STEAG alle bestehenden Arbeitsverhältnisse auf die STEAG übergegangen sind. Für die Zeit vor der Abspaltung wurde für die Weiterbildung und Weiterentwicklung der Mitarbeiter das Förderprogramm der STEAG genutzt. Das Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzmanagement, das betriebliche Gesundheitsmanagement sowie das betriebliche Vorschlagswesen erfolgten nach den von STEAG vorgegeben Regelungen. NachtragsberichtNachdem mit Wirkung zum 31.12.2015 Herr Roland Dittrich aus der Geschäftsführung der SPS ausgeschieden ist, hat mit Wirkung ab 01.01.2016 Herr Dirk Sohns seine Aufgaben als Mitglied der Geschäftsführung der SPS übernommen. Als Folge des im Geschäftsjahr 2015 vorgenommenen Abspaltungsvorgangs wurde der Aufsichtsrat der Gesellschaft zum 1. März 2016 aufgelöst. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ergeben. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtRisikoberichtRisikostrategie Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ergaben sich für SPS vor allem bis zur Abspaltung der Kraftwirtschaft und der Verwaltung auf die STEAG kontinuierlich Chancen und Risiken. Das konzernweite Risikomanagement ist ein zentraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung und dient der gezielten Sicherung bestehender und künftiger Erfolgspotenziale, insbesondere durch Vermeidung und Verminderung von Risiken und daraus resultierender Folgen. Die frühzeitige Erkennung und Realisierung von Chancen kann den Unternehmenserfolg erhöhen. Aufbau und Organisation des Risikomanagements STEAG verfügt über ein konzernweites internes Risikomanagementsystem. Neben organisatorischen Sicherungsmaßnahmen und internen Kontrollsystemen unterstützt auch die Revision als prozessunabhängige Kontroll- und Beratungsinstanz das Risikomanagement. Das Risikomanagementsystem ist gemäß der STEAG-Organisationsstruktur dezentral aufgebaut. Die originäre Risikoverantwortung liegt bei den Bereichen, die für Früherkennung, Abschätzung der Auswirkungen, Erarbeitung und Umsetzung geeigneter Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen sowie die konzerninterne Kommunikation der Chancen und Risiken verantwortlich sind. Innerhalb dieser Organisationseinheiten koordinieren Risikobeauftragte die jeweiligen Risikomanagementaktivitäten. Für STEAG nimmt das Konzerncontrolling die Steuerungs- und Kontrollfunktionen für Abläufe und Systeme wahr. Es ist Ansprechpartner für alle Risikobeauftragten und zuständig für die Koordination, Information und Dokumentation auf Konzernebene. Gleichzeitig verantwortet es die methodische Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems. Risikomanagement ist auf allen Ebenen ein wesentliches Element der Controllingprozesse von STEAG. Zu diesen zählen die strategische und operative Planung, die Vorbereitung von Investitionsentscheidungen sowie die Monatsberichterstattungen und Hochrechnungen und ab einem bestimmten Schwellenwert eine Risiko-Sofortberichterstattung. Die Organisationseinheiten führen einmal jährlich in Verbindung mit der Mittelfristplanung eine umfassende Inventur von Chancen und Risiken durch. Alle Sachverhalte werden systematisch erfasst, dokumentiert und hinsichtlich ihrer potenziellen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Für bei der Inventur erkannte Chancen und Risiken müssen sämtliche Organisationseinheiten Sicherungsmaßnahmen benennen, deren Umsetzung verfolgt wird. Die Inventur, die Sachverhalte kurzfristig für ein Jahr sowie mittelfristig über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren betrachtet, wird ergänzt durch monatliche Chancen- und Risikoberichte, in denen Veränderungen bei den bereits identifizierten sowie neu aufgetretenen Sachverhalten, bezogen auf das laufende Jahr, erfasst werden. Risikosituation Nach der mit Wirkung zum 01.07.2015 vollzogenen Abspaltung der Kraftwirtschaft und der Verwaltung auf die STEAG verbleibt als künftiges Ergebnisrisiko eine gegebenenfalls rückläufige Ergebnisabführung der FVS. Aufgrund der bestehenden Gewinnabführungsverträge besteht im Falle eines Verlustergebnisses der FVS für die SPS eine Verpflichtung zum Verlustausgleich gegenüber der FVS und ein Anspruch auf Verlustausgleich gegenüber der STEAG. Aus den vorliegenden Planungen ergeben sich keine Anhaltspunkte für künftige Verlustergebnisse der FVS. ChancenberichtErgebnisverbesserungen ergeben sich im Falle einer überplanmäßigen Ergebnisentwicklung der FVS. PrognoseberichtDie Ergebnisentwicklung der SPS ergibt sich für die künftigen Jahre weitestgehend aus der Ergebnisabführung der FVS. Für die Jahre bis 2018 werden von 2,5 Mio. € auf 2,0 Mio. € fallende Ergebnisse und für die Jahre 2019 und 2020 auf etwa 4 Mio. € gestiegene Ergebnisse erwartet. Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen der Geschäftsführung sowie den ihr derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren. Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen.
Saarbrücken, 12. April 2016 STEAG Power Saar GmbH Die Geschäftsführung Dr. Neu Sohns Bilanz zum 31. Dezember 2015STEAG Power Saar GmbH, SaarbrückenAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015STEAG Power Saar GmbH, Saarbrücken
Entwicklung des Anlagevermögens
der STEAG Power Saar GmbH, Saarbrücken für den
Zeitraum
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | ||
| Vortrag zum 01.01.2015 | Zugang & Abgang aus Umwandlung | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Stand am 31.12.2015 | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 2,6 | -2,6 | 0,0 | 0,0 | - | - |
| 2,6 | -2,6 | 0,0 | 0,0 | - | 0,0 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 94,6 | -92,5 | - | 2,1 | - | - |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 601,5 | -601,7 | 0,1 | 0,3 | 0,4 | - |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 14,2 | -13,7 | 0,2 | 0,7 | 0,0 | - |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,5 | -0,1 | 0,0 | -0,4 | - | |
| 710,8 | -708,0 | 0,3 | 3,1 | 0,0 | 0,0 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 7,8 | - | - | - | - | 7,8 |
| 2. Beteiligungen | 7,7 | - | - | 7,7 | - | - |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 0,0 | 0,0 | - | - | - | 0,0 |
| 4. sonstige Ausleihungen | 0,2 | 0,0 | 0,0 | 0,2 | - | 0,0 |
| 15,7 | 0,0 | 0,0 | 7,9 | - | 7,8 | |
| Gesamt | 729,1 | 710,6 | 0.3 | 11.0 | 0.0 | 7.8 |
| Abschreibungen | |||||||
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | Mio. € | |||
| Vortrag zum 01.01.2015 | Abschreibungen des Geschäftsjahres | Zuschreibung des Geschäftsjahres | Zugang & Abgang aus Umwandlung | Abgänge | Umbuchung | Stand am 31.12.2015 | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||||
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 2,3 | 0,1 | - | -2,4 | 0,0 | - | - |
| 2,3 | 0,1 | - | -2,4 | 0,0 | - | - | |
| II. Sachanlagen | |||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 88,5 | 0,1 | - | -87,8 | 0,8 | - | - |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 594,2 | 6,0 | - | -600,3 | 0,1 | 0,2 | - |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 11,7 | 0,3 | - | -11,4 | 0,6 | 0,0 | - |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,2 | 0,0 | - | - | 0,0 | -0,2 | - |
| 694,6 | 6,4 | - | 499,5 | 1,5 | 0,0 | - | |
| III. Finanzanlagen | |||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | - | - | - | - | - | - | - |
| 2. Beteiligungen | - | - | - | - | - | - | - |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | - | - | - | - | - | - | - |
| 4. sonstige Ausleihungen | 0,0 | - | - | 0,0 | - | - | - |
| 0,0 | - | - | 0,0 | - | - | - | |
| Gesamt | 696.9 | 6,5 | - | -701,9 | 1,5 | 0,0 | - |
| Buchwerte | ||
| Mio. € | Mio. € | |
| 31.12.2015 | 31.12.2015 | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | - | 0,3 |
| - | 0,3 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | - | 6,1 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | - | 7,3 |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | . | 2,5 |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | 0,3 |
| - | 16,2 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 7,8 | 7,8 |
| 2. Beteiligungen | - | 7,7 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | - | 0,0 |
| 4. sonstige Ausleihungen | - | 0,2 |
| 7,8 | 15,7 | |
| Gesamt | 7,8 | 32,2 |
A) Allgemeine Erläuterungen
Der Abschluss der STEAG Power Saar GmbH wird nach den Vorschriften des HGB in der für diesen Abschluss gültigen Fassung und des GmbHG aufgestellt. Darüber hinaus werden die Vorschriften des EnWG beachtet.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die STEAG Power Saar GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.
Die Gesellschaft hat nach Maßgabe des Spaltungs- und Übernahmevertrages vom sowie der Zustimmungsbeschlüsse ihrer Gesellschafterversammlung vom und der Gesellschafterversammlung der STEAG GmbH jeweils vom 03. November 2015 Teile ihres Vermögens - und zwar die Geschäftsbereiche "Kraftwirtschaft" sowie "Personal und Kaufmännisches"- als Gesamtheit im Wege der Umwandlung durch Abspaltung auf die STEAG GmbH mit Sitz in Essen (Amtsgericht Essen HRB 19649) - Abspaltung zur Aufnahme - gemäß §§ 123 Abs. 2, 126 ff UmwG mit Wirkung zum 01. Juli 2015 übertragen.
Aufgrund des entsprechenden Abspaltungsvorgangs ist die Vergleichbarkeit der Positionen in der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 mit den Vorjahreskennzahlen erheblich beeinträchtigt.
Von der eingeschränkten Vergleichbarkeit sind in der Bilanz lediglich die Anteile an verbundenen Unternehmen und das Eigenkapital ausgenommen. In der Gewinn- und Verlustrechnung floss aufgrund des Abspaltungsvorganges mit Wirkung zum 01. Juli 2015 nur ein halbes Jahr an operativer Tätigkeit in das Geschäftsjahr ein. Daher sind ausschließlich die Erträge aus Gewinnabführungen mit verbundenen Unternehmen mit dem Vorjahr vergleichbar.
Die wertmäßigen Auswirkungen auf diese Positionen sind im Anhang entsprechend dargestellt.
B) Bilanzierung und Bewertung
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten angesetzt und planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Als Nutzungsdauer gelten grundsätzlich drei bis fünf Jahre. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlicher dauerhafter Wertminderung vorgenommen. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.
Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten angesetzt.
Zinsen für Fremdkapital werden grundsätzlich nicht angesetzt.
Erhaltene Investitionszuschüsse und -zulagen werden aktivisch ausgewiesen und führen jeweils zu einer Kürzung der Anschaffungs- und Herstellungskosten der betreffenden Anlagen.
Bis zum Geschäftsjahr 2009 angeschaffte Wirtschaftsgüter des abnutzbaren Sachanlagevermögens werden, soweit steuerlich zulässig, degressiv - mit Übergang auf die lineare Abschreibungsmethode - abgeschrieben. Für Neuzugänge ab dem Geschäftsjahr 2010 kommt dagegen ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Der Bemessung der Abschreibungen der einzelnen betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zugrunde:
| Fabrik-, Geschäfts- und Wohnbauten | 10 bis 25 Jahre |
| Betriebsvorrichtungen | 10 bis 25 Jahre |
| technische Anlagen und Maschinen | 6 bis 15 Jahre |
| Fahrzeuge | 5 bis 11 Jahre |
| EDV-Anlagen | 3 bis 5 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 14 Jahre |
Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert von 150,00 EUR, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zeitpunkt ihres Zuganges als Aufwand erfasst. Anlagengegenstände deren Anschaffungskosten über 150,00 EUR, aber nicht über 1.000,00 EUR liegen, werden seit 2008 im Jahr ihres Zuganges in einen Jahressammelposten eingestellt.
Dieser wird im Jahr der Bildung sowie in den folgenden vier Geschäftsjahren jeweils zu einem Fünftel abgeschrieben. Nach ihrer Vollabschreibung werden die Sammelposten ausgebucht.
Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.
Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen, zu niedrigeren beizulegenden Zeitwerten bilanziert. Unverzinsliche Ausleihungen werden mit dem Barwert angesetzt.
Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von diesen Vermögensgegenständen zugeordneten Schulden aus Pensionen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, werden mit den Schulden verrechnet.
Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von einheitlichen Bewertungsverfahren und Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Bestandsrisiken aus verminderter Verwertbarkeit, Lagerdauer o. ä. werden durch Abwertungen berücksichtigt. Für die Bewertung werden grundsätzlich Durchschnittswerte herangezogen.
Um gleiche Wettbewerbsbedingungen innerhalb der EU sicher zu stellen, wird der Emissionshandel stärker europäisch harmonisiert. Seit 2013 gibt es daher ein EU-weites Cap (Begrenzung der Treibhausgasemissionen emissionshandelspflichtiger Anlagen auf eine Gesamtmenge) und EU-weit einheitliche Zuteilungsregeln, wobei das Prinzip der Versteigerung als zentrale Methode für die Zuteilung der Berechtigungen vorgesehen ist, was aber zunächst in vollem Umfang nur die Stromproduktion betrifft. Das bedeutet für den Energiesektor, dass er seinen Bedarf an Emissionsberechtigungen weitgehend am Markt erwerben muss.
Neben den kostenlos zugeteilten Berechtigungen für die Wärmeproduktion wird der weitere Bedarf an Emissionszertifikaten durch Bereitstellung von Großkunden abgedeckt.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert.
Besonderen Risiken im Forderungsbestand wird durch Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wird außerdem durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.
Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgte gemäß § 253 Abs. 1 und 2 HGB nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen (Projected-Unit-Credit-Methode). Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Entgelten und Renten berücksichtigt. Die Bewertung basierte wie im Vorjahr auf den biometrischen Grundlagen der "Richttafeln 2005 G" von Klaus Heubeck.
Die Pensionsrückstellungen sowie sonstige langfristige Personalrückstellungen für Altersteilzeit, Jubiläum, Entgeltfortzahlung im Todesfall, Lebensarbeitszeit sowie Teile der Restrukturierungsmaßnahmen wurden versicherungsmathematisch berechnet.
Die Abzinsung dieser Rückstellungen erfolgte unter Ausübung des Wahlrechts gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre für eine angenommene Laufzeit von fünfzehn Jahren. Die Ausnahme bildete die Alterszeit mit einer angenommenen Laufzeit von 5 Jahren. Der für die Bewertung angewandte Zinssatz betrug zum 30. Juni 2015 für eine Laufzeit von 15 Jahren 4,21 % (Vorjahr: 4,54 %) und 3,11 % (Vorjahr: 3,45 %) für eine Laufzeit von 5 Jahren.
Die bei der versicherungsmathematischen Bewertung der Verpflichtungen zugrunde gelegten Prämissen sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen:
| in % | 2015 |
| Künftige Entgeltsteigerungen | 2,50 |
| Künftige Rentensteigerungen | 2,00 |
Der zum 1. Januar 2010 ermittelte Differenzbetrag der Pensionsrückstellungen zwischen dem zurückzustellenden Betrag nach altem Recht und nach BilMoG wurde im Geschäftsjahr 2010 ergebnisneutral in die Gewinnrücklagen eingestellt.
Die Gesellschaft hatte für Mitarbeiter, die bereits in Altersteilzeit sind oder bereits Verträge abgeschlossen haben und in Altersteilzeit gehen werden, die Aufstockungs- und Abfindungsleistungen in voller Höhe sowie das Arbeitsentgelt in der Freistellungsphase ratierlich zurückgestellt.
Die Zusagen für Langzeitkonten enthalten zwei Komponenten. Die erste Komponente umfasst die als Rückstellung bilanzierten Verpflichtungen für tarifliche Einmalzahlungen, Urlaub während der Freistellungsphase sowie die Schlussförderung. Die zweite Komponente beinhaltet die laufenden Arbeitnehmer- und Arbeitgebereinbringungen in ein individuelles Wertguthabenkonto, welches durch eine doppelseitige Treuhand insolvenzgesichert ist. Bei dieser Komponente handelt es sich um eine wertpapiergebundene Zusage gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB. Der Verpflichtungsumfang entspricht dabei dem Zeitwert der hinterlegten Vermögenswerte. Nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB sind die Vermögenswerte, die zur Insolvenzsicherung der Verpflichtungen aus dem Wertguthabenkonto bestimmt sind, mit diesen Verpflichtungen zu verrechnen. Entsprechend wurde mit den dazugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus Zinseffekten und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren.
Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen in ausreichendem Umfang alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden mit dem Betrag der voraussichtlichen Inanspruchnahme bilanziert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.
Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag ausgewiesen.
Die STEAG Power Saar GmbH ist Organgesellschaft einer ertragsteuerlichen Organschaft. Die latenten Steuern werden bei dem Organträger ausgewiesen. Somit unterbleibt die Angabe nach § 285 Nr. 29 HGB.
(1) Anlagevermögen
Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Positionen des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr sind im Anlagengitter gesondert dargestellt.
Außerplanmäßige Abschreibungen wurden im Geschäftsjahr bei den Sachanlagen in Höhe von 5,5 Mio. € (Vorjahr: 0,7 Mio. €) vorgenommen.
Zu den Angaben der Anteilsbesitzliste der STEAG Power Saar GmbH verweisen wir auf Ziffer 24.
(2) Vorräte
Die unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen im Wesentlichen erfassten Kohlevorräte, Hilfsstoffe sowie Magazinmaterial sind im Wege der Abspaltung auf STEAG GmbH übergegangen.
(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
| 31.12.2015 | ||
| Mio € | Restlaufzeit bis 1 Jahr | Gesamt |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 29,1 | 29,1 |
| davon gegen Gesellschafter | 26,2 | 26,2 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 0,4 | 0,4 |
| 29,5 | 29,5 | |
| 31.12.2014 | ||
| Mio € | Restlaufzeit bis 1 Jahr | Gesamt |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 16,5 | 16,5 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 159,9 | 159,9 |
| davon aus Lieferungen und Leistungen | 50,2 | 50,2 |
| davon gegen Gesellschafter | 153,3 | 153,3 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,1 | 0,1 |
| davon aus Lieferungen und Leistungen | 0,1 | 0,1 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 1,4 | 1,4 |
| 177,9 | 177,9 | |
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen Finanzforderungen aus Cash-Pooling mit STEAG GmbH in Höhe von 26,2 Mio. € (Vorjahr: 106,6 Mio. €). Im Wege der Abspaltung auf die STEAG GmbH ist eine Cash-Pool-Forderung in Höhe von 95,9 Mio. € übergegangen.
(4) Flüssige Mittel
Unter den flüssigen Mitteln sind Guthaben bei Kreditinstituten erfasst.
(5) Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt.
(6) Gewinnrücklagen
Der Bilanzposten beinhaltet nur andere Gewinnrücklagen, die im Wesentlichen bei der BilMoG-Umstellung ergebnisneutral eingestellt worden sind.
(7) Rückstellungen
| Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | - | 53,3 |
| Steuerrückstellungen | 0,1 | 0,3 |
| Sonstige Rückstellungen | 0,1 | 137,4 |
| davon entfallen auf | ||
| - übrige sonstige Rückstellungen | 0,1 | 0,8 |
| - Abbruchverpflichtungen | _ | 62,8 |
| - Personal | - | 34,1 |
| - Abgabeverpflichtung für Emissionszertifikate | - | 38,1 |
| - Rekultivierung und Umweltschutz | - | 1,6 |
| 0,2 | 191,0 |
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind im Wege der Abspaltung mit ihren Buchwerten zum 30. Juni 2015 auf STEAG GmbH übergegangen.
Die Steuerrückstellungen betreffen Lohnsteuerrückstellungen.
Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen im Wege der Abspaltung mit Ihren Buchwerten zum 30. Juni 2015 auf STEAG GmbH übergegangen.
(8) Verbindlichkeiten
| 31.12.2015 | ||||
| Restlaufzeit | Gesamt | |||
| Mio € | bis 1 Jahr | über 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 6,7 | - | - | 6,7 |
| davon gegenüber Gesellschafter | 6,7 | - | - | 6,7 |
| 6,7 | - | - | 6,7 | |
| 31.12.2014 | ||||
| Restlaufzeit | Gesamt | |||
| Mio € | bis 1 Jahr | über 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | |
| erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 0,0 | - | - | 0,0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3,7 | - | - | 3,7 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 13,8 | - | - | 13,8 |
| davon aus Lieferungen und Leistungen | 12,1 12,1 | - | - | |
| davon gegenüber Gesellschafter | 10,9 | - | - | 10,9 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 0,5 | 0,0 | 0,0 | 0,5 |
| davon aus Steuern | 0,4 | - | - | 0,0 |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | 0,0 | - | - | 0,0 |
| 18,0 | 0,0 | 0,0 | 18,0 | |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gliedern sich wie folgt:
| Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
| Verbindlichkeiten aus Gewinnabführungen | 6,7 | 1,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - | 12,1 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | - | 0,3 |
| 6,7 | 13,8 |
(9) Umsatzerlöse
Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen stellt sich wie folgt dar:
| Mio. € | 2015 | 2014 |
| Stromlieferungen | 76,0 | 190,6 |
| Dienstleistungen (BFÜ-/GF-Entgelte) | 11,9 | 25,1 |
| Fernwärme | 4,2 | 5,1 |
| Sonstige Umsätze | 4,9 | 19,2 |
| 97,0 | 240,0 |
Die Umsatzerlöse wurden fast ausschließlich im Inland erzielt.
(10) Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 12,7 Mio. €, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Abbruchverpflichtungen anfielen. Diese sind durch entfallene vertragliche Verpflichtungen für den Standort Bexbach sowie geänderter Auslegung des IDW zur handelsrechtlichen Bilanzierung von Verbindlichkeitsrückstellungen (IDW RS HFA 34) begründet.
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von 0,6 Mio. € (Vorjahr: 1,2 Mio. €) im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen.
(11) Personalaufwand
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt:
| 2015 | 2014 | |
| AT-Mitarbeiter | 16 | 34 |
| Tarif-Mitarbeiter | 168 | 342 |
| Zwischensumme Mitarbeiter | 184 | 376 |
| Auszubildende | 24 | 54 |
| Mitarbeiter | 208 | 430 |
(12) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Zuführung zu Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen und Rekultivierung, Dienstleistungsverträgen, Versicherungsprämien, IT-Aufwendungen sowie Mieten und Pachten.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,5 Mio. €).
(13) Erträge aus Gewinnabführunosvertränen
Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen resultieren aus Ergebnisabführungen der Fernwärme-Verbund Saar GmbH.
(14) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag / Sonstige Steuern
Der laufende Aufwand aus Ertragsteuern enthält die Gewerbesteuerumlage der STEAG GmbH in Höhe von 1,1 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €).
Die sonstigen Steuern enthalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Lohnsteuerrückstellungen.
(15) Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn
Aufgrund des mit der STEAG GmbH abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinn-abführungsvertrages wurde in der Berichtsperiode ein Gewinn in Höhe von 5,6 Mio. € abgeführt.
(16) Periodenangaben
Wirtschaftsprüferhonorare
Auf die Angabe zum Honorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da diese in den Konzernabschluss der KSBG Kommunale Beteiligungsgesellschaft GmbH & Co.KG, Essen, einfließt.
(17) Haftungsverhältnisse
Die Gesellschaft haftet für die im Zusammenhang mit den Spaltungsvorgängen des Jahres 2013 auf die STEAG Technischer Service GmbH und STEAG Netz GmbH sowie die im Wege der Abspaltung in 2015 auf die STEAG GmbH übertragenen Verpflichtungen (im Wesentlichen aus Rückstellungen) nach den Vorschriften des Umwandlungsgesetzes. Eine Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen wird insbesondere auf Grund der konzerninternen Finanzierungsstruktur als nicht wahrscheinlich eingeschätzt.
(18) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
| Mio. € | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
| Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen | - | 1,2 |
| fällig 2015 | - | 0,3 |
| fällig 2016 | - | 0,1 |
| fällig 2017 | - | 0,1 |
| fällig 2018 | - | 0,1 |
| fällig 2019 | - | 0,1 |
| fällig nach 2019 | - | 0,5 |
| Summe | - | 1,2 |
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen | - | 1,2 |
| Bestellobligo aus Investitionen | - | 0,4 |
| - | 1,6 |
(19) Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen
| Mio. € | Art des Geschäftes | |||
| Art der Beziehung | gezahlte Mieten | sonstige Aufwendungen | sonstige Erträge | Zinsaufwendungen |
| Verbundene Unternehmen | 0,2 | 2,8 | 0,6 | 0,0 |
Die Aufstellung enthält Geschäfte mit verbundenen Gesellschaften, die außerhalb der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit liegen. Diese sind zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen.
(20) Angaben zum Energiewirtschaftsgesetz
Die STEAG Power Saar GmbH unterliegt als Energieversorgungsunternehmen den Vorschriften des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG).
§ 6b EnWG enthält besondere Vorschriften zur Buchführung und Rechnungslegung von Energieversorgungsunternehmen. Gemäß § 6b Abs. 1 EnWG besteht für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 grundsätzlich die Offenlegungspflicht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB. Die Anwendung des § 326 HGB ist hierbei nach § 6b Abs. 4 EnWG ausgeschlossen.
Die Geschäfte mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen im Sinne von § 271 Abs. 2 HGB oder § 311 HGB, die aus dem Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit herausfallen, sind im Jahresabschluss dargestellt.
Es bestehen ausschließlich andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors gemäß § 6b Abs. 3 Satz 3 EnWG.
(21) Organe der Gesellschaft
Mitglieder der Geschäftsführung
|
Roland Dittrich Mitglied der Geschäftsführung (bis 31. Dezember 2015) |
|
|
Dr. Christian Neu Mitglied der Geschäftsführung |
|
|
Dirk Sohns Mitglied der Geschäftsführung (ab 01. Januar 2016) |
Mitglieder des Aufsichtsrates
|
Dr. Wolfgang Cieslik Aufsichtsratvorsitzender Mitglied der Geschäftsführung STEAG GmbH, Essen |
|
|
Dietmar Geuskens stellv. Aufsichtsratsvorsitzender Bezirksleiter IG Bergbau, Chemie, Energie, |
|
|
Andreas Detemple Mitglied des Gesamtbetriebsrates der STEAG GmbH, Essen |
|
|
Stefanie Rehpöhler Leiterin Bereich Erzeugung der STEAG GmbH, Essen |
|
|
Michael Schommer Mitglied des Gesamtbetriebsrates der STEAG GmbH, Essen |
|
|
Dr. Peter Weiß Leiter Bereich Erzeugung der STEAG GmbH, Essen |
Als Folge des im Geschäftsjahr 2015 vorgenommenen Abspaltungsvorgangs wurde der Aufsichtsrat der Gesellschaft zum 1. März 2016 aufgelöst.
(22) Gesamtbezüge der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats
Für Ihre Tätigkeit erhielten die Mitglieder der Geschäftsführung keine Bezüge von der Gesellschaft.
Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen belaufen sich auf 0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €).
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betragen insgesamt 0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €).
(23) Einbeziehung in den Konzernabschluss
Die STEAG Power Saar GmbH ist ein verbundenes Unternehmen der KSBG Kommunale Beteiligungsgesellschaft GmbH & Co. KG, Essen (KSBG) sowie deren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der KSBG für den größten Kreis und in den der STEAG GmbH, Essen, für den kleinsten Kreis von Unternehmen einbezogen. Der Konzernabschluss der STEAG GmbH ist ein freiwillig erstellter Konzernabschluss, der nicht im Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Beide Konzernabschlüsse werden nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, die seitens der Europäischen Union in das Gemeinschaftsrecht übernommen wurden. Der Konzernabschluss der KSBG wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.
(24) Anteilsbesitzliste
| Anteile an verbundenen Unternehmen | Sitz | Anteil
% |
Geschäftsjahr | Währung | Eigenkapital | Jahresüberschuss/-fehlbetrag |
| 1. Fernwärme-Verbund Saar GmbH | Völklingen | 74,0 | 2015 | TEUR | 8.183 | EAV |
| 2. STEAG Netz GmbH | Saarbrücken | 100,0 | 2015 | TEUR | 1.786 | EAV STEAG |
Saarbrücken, 12. April 2016
STEAG Power Saar GmbH
Die Geschäftsführung
Dr. Neu
Sohns
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der STEAG Power Saar GmbH, Saarbrücken, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie für die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind, hat zu keinen Einwendungen geführt.
Düsseldorf, 12. April 2016
Ernst
& Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Broschk, Wirtschaftsprüfer
Breh, Wirtschaftsprüfer
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