MVZ CeOS Achern GmbH
Selbe AdresseErbringung von physiotherapeutischen Dienstleistungen (ohne Ergotherapie)
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
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Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
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Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
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| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BOLD GmbH & Co.KGAchernJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die BOLD GmbH & Co. KG ist ein mittelständisches Bauunternehmen mit insgesamt 95 Mitarbeitern (Stand 31.12.2023), davon sind 43 Angestellte (inkl. 3 Auszubildenden) und 52 gewerbliche Mitarbeiter (inkl. 1 Auszubildenden). Zwei Mitarbeiterinnen befanden sich im Erziehungsurlaub. Die Gesellschafter sind sechs Mitglieder der Familien Bold der 3. und 4. Generation. Die Firma BOLD gliedert sich in die Bereiche "Rohbau (RB)" und "Schlüsselfertiges Bauen (SF)". Die Schwerpunkte beider Bereiche liegen im Allgemeinen Hochbau sowie im Industriebau. Unsere Auftraggeber kommen überwiegend aus den Bereichen Öffentliche Hand, Industrie und Privatwirtschaft. Von unserem Firmensitz in Achern aus werden Baustellen entlang der Rheinschiene von der Schweizer Grenze bis Frankfurt sowie entlang der A8 Richtung Stuttgart betreut. Größere Einzelprojekte werden auch weiter entfernt abgewickelt. 2. Forschung und Entwicklung In diesem Bereich gibt es für uns als bauausführendes Unternehmen wenig Potential. Durch ständige Investitionen nutzen wir intensiv die am Markt erhältlichen Neuerungen im Bereich Geräte und Schalungstechnik. 3. Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 begann die Trendwende in der bis dato florierenden deutschen Baukonjunktur. Den enormen Anstieg der Energiepreise, Sanktionen gegen Russland und Produktionsausfälle in der Ukraine hätte die deutsche Bauwirtschaft - wie vorher die Coronakrise - vielleicht meistern können, gleichzeitig sind jedoch die stabilen politischen Rahmenbedingungen weggefallen, die den Bauboom jahrelang gestützt haben: • das sprunghafte Anziehen der Bauzinsen ab April 2022 von 1 % auf 4 %, • eine hohe Inflation und damit steigende Lebenshaltungskosten, die den Spielraum der Verbraucher und Bauherren deutlich einengen, • unaufhaltsam steigende Material- und Energiepreise, getriggert durch das politische Vorantreiben der Klimawende, • sich ständig ändernde Förderrichtlinien im Gebäudebereich, Stopps gerade erst neuaufgelegter Fördermittel und der fast vollständige Wegfall der Naubauförderung sowie • die Unsicherheiten bei der Budgetierung der Haushaltsmittel. Dies alles hat dem Hochbau, insbesondere dem Wohnungsbau, im wahrsten Sinne des Wortes den Boden unter den Füßen weggezogen. Denn unsichere oder sich ständig ändernde politische Rahmenbedingungen verhindern Bauprojekte, weil im Bau die Projekte über Jahre geplant, umgesetzt und über Jahrzehnte finanziert werden. Die Bauwirtschaft startete mit einem Auftragsbestand von 68,3 Mrd. € in das Jahr 2023 (nominal +6 %, real -9 %). Wie von den Spitzenverbänden der Bauwirtschaft prognostiziert, hat die ungünstige Mischung bei den Rahmenbedingungen 2023 zu einem Nachfrageeinbruch nach Bauleistungen geführt; der Umsatz ist real um 5,3 % gesunken. Verantwortlich für diesen Umsatzrückgang ist vor allem der Wohnungsbau, der 2023 real um 12 % eingebrochen ist. Der Wirtschaftsbau und der öffentliche Bau trugen jeweils "nur" mit real -1 % zu dieser krisenhaften Entwicklung bei. Der deutliche Nachfrageeinbruch im Wohnungsbau und die daraus resultierende Unterauslastung der Kapazitäten bleiben für die Beschäftigung nicht ohne Folgen. Nach einem Jahrzehnt des Beschäftigungsaufbaus konnten die Betriebe die Beschäftigtenzahl 2023 gerade einmal konstant bei ca. 927.000 knapp halten. Trotz Unterauslastung und geringer Nachfrage bemühten sich die Betriebe jedoch ihr Personal zu halten. Die Einkaufspreise für Baumaterial verharren weiterhin auf einem historisch hohen Niveau. Vergleicht man die Jahresmittelwerte von 2020 mit den Jahresmittelwerten von 2023, so liegen beispielsweise die Indizes bei Dämmstoff um gut 45 % über der Basis von 2020, Betonstahl ebenfalls. Zement, ein energieintensiv hergestellter Baustoff, hat um über 60 % zugelegt. Auch die Indizes für Holzprodukte liegen um gut ein Drittel über dem Niveau von 2020. Diese Entwicklung hält auch die Baupreise auf hohem Niveau. Betroffen sind alle Bausparten. Inzwischen hat die Preisdynamik für Bauleistungen allerdings erkennbar nachgelassen. In den einzelnen Geschäftssparten zeichnete sich folgende Entwicklung ab: Im Wohnungsbau wurden 2023 für 260.000 Wohneinheiten Baugenehmigungen erteilt. Damit wurden etwa 100.000 Wohneinheiten weniger genehmigt als im Vorjahr. Das bedeutet ein Minus von 27 %. Die Auftragsbestände sind 2023 real um fast 20 % zurückgegangen; die Auftragspolster der Unternehmen damit weitgehend aufgebraucht. Der Umsatz im Wohnungsbau betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 58 Mrd. €, was einem Rückgang von nominell 6 % und real 12 % entspricht. Im Wirtschaftsbau ist die Entwicklung zweigeteilt. Im Wirtschaftshochbau schlägt sich die konjunkturelle Stagnation in Deutschland erkennbar nieder. Zinsen und Energiepreise bremsen die Investitionsneigung der Unternehmen. Für Baumaßnahmen in und an Wirtschaftsbauten fehlen Genehmigungen über insgesamt ca. 3 Mrd. € (nominal minus 10 % gegenüber dem Vorjahr). Die Auftragseingänge lagen 2023 im Wirtschaftshochbau im Minus, die Auftragsbestände sind gegenüber dem Vorjahr geschmolzen. Anders dagegen der Wirtschaftstiefbau. Hier hat es im gesamten Jahr 2023 deutliche Investitionsimpulse gegeben. Projekte der Mobilitätswende und auch der Energiewende sind an den Markt gegangen, Großprojekte im öffentlichen Nahverkehr aber auch für den Stromtrassenausbau sind beauftragt worden und die Deutsche Bahn investiert weiter in ihr Schienennetz. Der Auftragseingang im Wirtschaftstiefbau legte 2023 nominal um 26 % zu. Für 2023 lag der Umsatz im Wirtschaftshochbau bei 32,4 Mrd. € (real -6 %), im Wirtschaftstiefbau bei 27,6 Mrd. € (real +5 %). Auch der öffentliche Bau zeigte ein ambivalentes Bild: Insgesamt erreichte der Umsatz 2023 im öffentlichen Hochbau 9,4 Mrd. € (nominal +13 %, real fast 6 %). Im öffentlichen Tiefbau stiegen die Umsätze dagegen nur leicht auf 35 Mrd. € (nominal fast +4 %, real -3 %). Insgesamt hat der öffentliche Bau damit in 2023 gut 44 Mrd. € erreicht (nominal +6 %, real -1 %). In Anbetracht der öffentlichen Verschuldung ist jedoch auch hier nicht mit schnellen Änderungen zu rechnen. 2. Geschäftsverlauf Die BOLD GmbH & Co. KG startete mit einer sehr guten Auftragslage und einem Bestand an Aufträgen von 24.552.924 € in das neue Jahr. Lieferschwierigkeiten gab es kaum noch. Die Materialpreise bewegten sich zwar auf hohem Niveau, schwankten aber nicht mehr so stark. Auf hohem Niveau stabil waren auch die Energiepreise, obwohl auf dem Energiemarkt bereits wieder zu geringeren Preisen gehandelt wurde. Die milde Witterung beeinträchtigte den Bau in den Monaten Januar bis März kaum, nichtsdestotrotz wurde wegen stockendem Baustellenbeginn die Möglichkeit von "Saisonkurz" im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten in Anspruch genommen. Insgesamt führte die Geschäftstätigkeit im Berichtsjahr 2023 zu Umsatzerlösen von 21.9 Mio. € bei einer Bestandsveränderung von in Ausführung befindlichen Bauaufträgen von insgesamt +7,6 Mio. €, was einer Gesamtleistung von 30,2 Mio. € entspricht. Dies stellt einen Zuwachs von 2,8 Mio. € dar, dennoch wurde der Planansatz mit einer Bauleistung von 32,5 Mio. € nicht erreicht. Die deutliche Unterschreitung des Planansatzes hat hier Gewinnanteile gekostet, gleichzeitig machte der enge Wettbewerb Zugeständnisse bei den Margen erforderlich. Im Laufe des Jahres lernten die Mitarbeiter von BOLD jedoch immer mehr mit diesen neuen Herausforderungen umzugehen und implementierten sowohl auf den Baustellen, als auch in der Verwaltung bei den AGK ein striktes Kostenmanagement. Während in der Verwaltung jeder Euro umgedreht und hinterfragt wurde, setzte man auf den Baustellen auf "lean management", steigerte so die Effektivität und konnte mit den ergriffenen Maßnahmen das Jahresergebnis trotz nicht erfülltem Planansatz um 66 T€ auf 524 T€ steigern. Die tatsächliche erbrachte Bauleistung und der Auftragseingang des Jahres 2023 verteilten sich wie folgt:
Dabei ist unter dem Begriff Bauleistung die tatsächlich erbrachte und mit Geld bewertete Arbeit und nicht der bilanzielle Begriff Umsatz plus Bestandsveränderung zu verstehen. Die Rentabilität der Aufträge war für Bold in der Vergangenheit immer ein entscheidendes Kriterium für eine Übernahme in den Auftragsbestand. Bereits im Laufe der Coronakrise mussten coronabedingt von diesem Vorsatz erste Abstriche gemacht werden. Bereits im Jahr 2022 verschärfte sich die Situation weiter was sich 2023 weiter verfestigte. Die gestiegenen Baukosten und das schnelle Ansteigen der Finanzierungszinsen brachten den Wohnungsbau immer stärker in Bedrängnis. Ergebnis war ein immer stärkerer Wettbewerb bei den Submissionen, was die Margen weiter schrumpfen ließ und es wurde immer schwieriger, kostendeckende Aufträge zu generieren. Erfreulicherweise konnte jedoch das geplante Betriebsergebnis trotz Kostensteigerungen bei gleichzeitiger Unterschreitung des Planansatzes bei den allgemeinen Geschäftskosten durch ein striktes Kostenmanagement sogar leicht gesteigert werden. 3. Lage a) Ertragslage Die Gesamtleistung des Unternehmens betrug im Jahr 2023 bilanziell 30,2 Mio. € (Vorjahr 27,3 Mio. €). Dabei erhöhte sich der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen von 15,1 Mio. € auf 22,7 Mio. € wobei sich die bewertungsbedingten stillen Reserven um 150.000 € erhöhten. Der Materialeinsatz sowie der Aufwand für bezogene Leistungen erhöhte sich bezogen auf die Gesamtleistung von 67,2 % in 2022 auf 70,4 % im Jahr 2023. Grund für diese Erhöhung der Materialeinsatzquote waren deutlich gestiegene Kosten im Nachunternehmerbereich. Per Saldo konnte jedoch das Rohergebnis gegenüber dem Vorjahr mit 8,9 Mio. € nahezu gehalten werden. Auch das konsequente Zeit- und Kostenmanagement auf den Baustellen machte sich bei den Herstellkosten bemerkbar. Erfreulich war dagegen die Entwicklung bei den Personalkosten. Diese sanken im Berichtszeitraum um real 276 T€ gegenüber dem Vorjahr. Bezogen auf die Gesamtleistung reduzierte sich die Personalaufwandsquote von 23,6 % auf 20,4 %. Die Gründe dafür liegen in erster Linie an einer gesteigerten Produktivität der Mitarbeiter, was durch konsequentes Verbessern der Arbeitsabläufe auf den Baustellen durch den Einsatz von "lean management" erreicht wurde. Dass das Ergebnis trotz Nichterreichens des Planansatzes und deutlich gestiegenen Geschäftskosten dennoch auf 524 T€ (Vj.: 458 T€) gesteigert werden konnte, lag nicht zuletzt an der gesteigerten Produktivität. Aber auch die Tatsache, dass nach einer langen Durststrecke auf dem Kapitalmarkt wieder Zinserträge zu generieren waren, wirkte sich auf das positive Betriebsergebnis aus. b) Finanzlage Die finanzielle Situation des Unternehmens ist als sehr stabil zu bezeichnen. Die Liquidität war im Berichtsjahr jederzeit gewährleistet und bewegt sich mit 4,69 Mio. € zum Bilanzstichtag deutlich über dem Vorjahr. Neue Kredite wurden nicht aufgenommen. Die Finanzierung des Unternehmens erfolgt hauptsächlich über Eigenkapital und nicht entnommene Gesellschaftermittel. Der Kreditrahmen bei der Hausbank in Höhe von 4,2 Mio. €, der bis zu einer Höhe von 2,9 Mio. € wahlweise als Kontokorrent oder als Bürgschaft in Anspruch genommen werden kann, ist nur durch Avale in Höhe von 218 T€ in Anspruch genommen. Das Kontokorrent wurde während des gesamten Jahres nicht in Anspruch genommen und wies am Bilanzstichtag einen Saldo von Null aus. Zur Absicherung von Baurisiken bestehen zusätzlich zum Aval-Rahmen der Sparkasse bei verschiedenen deutschen Kreditversicherern noch Aval-Linien in Höhe von 19,5 Mio. €, die am Bilanzstichtag mit durchschnittlich 61 % in Anspruch genommen waren. c) Vermögenslage Die Vermögenslage der Gesellschaft ist 2023 durch ein Bilanzvolumen von 21,1 Mio. € gekennzeichnet. Das Anlagevermögen (18,5 % der Bilanzsumme) beinhaltet die unternehmensnotwendigen Mobilien, das Verwaltungsgebäude und den Bauhof. Die Eigenkapital-Quote verringerte sich auf 28,2 % (Vj.: 30,8 %), was im Wesentlichen auf eine Erhöhung der Bilanzsumme zurückzuführen war. Die Erhöhung der Bilanzsumme ist einerseits Ausfluss des deutlich gestiegenen Umlaufvermögens, andererseits einer Erhöhung der freien Liquidität von 3,8 Mio. € in 2022 auf 4,7 Mio. € im Wirtschaftsjahr 2023. Auf der Passivseite erhöhten sich die Rückstellungen gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Mio. €, wobei insbesondere die Rückstellungen für Nachunternehmertätigkeiten zu Buche schlugen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich. Zweifelhafte Forderungen wurden wertberichtigt. Die ausgewiesenen Forderungen sind als werthaltig anzusehen. Die Liquidität war im Berichtsjahr jederzeit gewährleistet. Die bestehenden Kreditlinien wurden nicht in Anspruch genommen und neue Kredite wurden nicht aufgenommen. Insgesamt ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft geordnet. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Zur Unternehmenssteuerung werden verschiedene Kennzahlen aus den Bereichen Leistung/Umsatz, Liquidität, Auftragsbestand und Personal in Form einer Balanced Scorecard herangezogen und Gesellschaftern und Beirat monatlich zur Verfügung gestellt. Wichtigste Größe dabei ist die Entwicklung der Allgemeinen Geschäftskosten (AGK). Diese Kosten konnten jedoch, trotz strengem Kostenmanagement, im Jahr 2023 nicht innerhalb des Planansatzes gehalten werden und stiegen deutlich um 0,7 Prozentpunkte. Grund für diese Kostensteigerungen war einerseits der Tatsache geschuldet, dass die erzielte Bauleistung rund 2,5 Mio. € unter dem Planansatz lag und andererseits auch die allgemeinen Geschäftskosten durch die immer noch hohen Material- und Energiepreise deutlich gestiegen sind. 5. Nachhaltigkeit Neu hinzugekommen ist das Thema Nachhaltigkeit. Bereits 2021 haben wir uns mit dem Thema Nachhaltigkeit zum ersten Mal im Rahmen eines Workshops beschäftigt. Erste Maßnahmen diesbezüglich waren die energetische Sanierung des Daches des Verwaltungsgebäudes und die Installation einer Photovoltaikanlage zur Eigennutzung. In 2022 haben wir uns dann intensiver mit diesem Thema auseinandergesetzt und beschlossen eine Umweltzertifizierung nach DIN ISO 14001 anzustreben. Dies wurde in 2022 mit Hilfe eines externen Moderators in mehreren Workshops den Vorgaben gemäß umgesetzt. In diesem Zusammenhang wurde auch eine Solartankstelle mit acht Ladesäulen auf dem Parkplatz des Verwaltungsgebäudes und eine Ladesäule im Werkhof installiert und in Betrieb genommen. Im Juli 2023 ging dann die neue Photovoltaikanlage auf unserem Werkhofgelände mit einer Kapazität von knapp 100 KWP in Betrieb. Der produzierte Strom wird zunächst im eigenen Unternehmen verbraucht, lediglich Überschüsse werden in das lokale Stromnetz eingespeist. In diversen Schulungen wird das Thema Nachhaltigkeit den Mitarbeitern durch eigens installierte Nachhaltigkeitsverantwortliche immer wieder nahe gebracht. III. Prognosebericht Durch die nachlassende Dynamik bei den Einkaufspreisen und dem anziehenden Wettbewerb um Aufträge lässt zwar der Druck auf die Baupreise allmählich nach, andererseits bleiben aber die Einkaufspreise hoch, steigende Mautgebühren und CO 2 -Aufschläge verteuern das Bauen aber noch einmal; hinzu kommen anstehende Tarifverhandlungen. Alles in allem rechnen die Spitzenverbände der Bauwirtschaft 2024 dennoch mit einem Preisrückgang für Bauleistungen um 2 %. Nach dem Nachfrageeinbruch im letzten Jahr erwarten die Bauverbände 2024 wegen der nach wie vor ungünstigen Rahmenbedingungen einen weiteren Rückgang des Umsatzes im Bauhauptgewerbe von nominell -5 %, unter Annahme sinkender Baupreise von real -3 %. Verantwortlich dafür ist vor allem der Wohnungsbau, der seinen Sinkflug fortsetzen wird und mit real -13 % deutlich zur schlechten Entwicklung beiträgt. Für BOLD stellt sich die schwierige gesamtwirtschaftliche Situation 2024 wie folgt dar: Der Auftragsbestand mit dem BOLD in das Jahr 2024 startete, ist mit einem Volumen von 25,1 Mio. € (Vj.: 24,4 Mio. €) leicht höher wie in 2023. Gleichzeitig konnten bis zur Erstellung dieses Lageberichts Zugänge beim Auftragsbestand in einer Größenordnung von ca. 5,6 Mio. € generiert werden. Somit verzeichnete man Ende März einen Auftragsbestand von ca. 27,6 Mio. € für die Jahre 2024/2025 (Vj.: 38,7 Mio. €). Die aktuelle Auftragslage Ende März stellt sich für BOLD mit einer Auftragsreichweite in 2024 von rund neun Monaten in der aktuell schwierigen Lage als gut dar. Allerdings zeigt sich auch für Bold, dass das Generieren von Aufträgen deutlich schwieriger wird. Die Anzahl der Submissionsteilnehmer bei Ausschreibungen jeglicher Art hat sich vervielfacht. Das Hauen und Stechen ist noch schärfer geworden und immer mehr Neuaufträge sind nicht mehr kostendeckend zu generieren. Es gilt deshalb, die zukünftige Entwicklung genau im Auge zu behalten, um schnell auf geänderte Bedingungen reagieren zu können. Die Planung der Bauleistung im Jahr 2024 wurde trotz deutlich veränderter Rahmenbedingungen bei 35 Mio. € belassen und nicht nach unten angepasst. Das Ergebnis ist mit ca. 450 T€ in gleicher Größenordnung wie 2022 erreicht, geplant, in Anbetracht der gegenwärtig angespannten wirtschaftlichen Lage ein ambitioniertes Ziel für alle Beteiligten. Die zum Teil immer noch hohen Preissteigerungen machen eine Anpassung der Geschäftskosten nach oben unumgänglich. Da diese Tendenzen zumindest in 2024 weiter anhalten zeigt sich jedoch bereits heute, dass bei den Geschäftskosten die Luft dünner wird und Einsparpotentiale trotz striktem Kostenmanagements weitgehend ausgereizt sind. Der Investitionsplan sieht für das Jahr 2024 Ersatzbeschaffungen für Maschinen und Schalung in Größenordnung der Abschreibungen und einen neuen Waschplatz mit Ölabscheider im Lager in Größenordnung von ca. 50 T€ vor. Die Finanzierung soll möglichst aus dem Cash-Flow erfolgen. Sollten sich jedoch günstige Finanzierungskonditionen oder staatliche Fördermöglichkeiten über L-Bank oder KfW abzeichnen, ist auch eine Finanzierung nicht ausgeschlossen. Weiteren Fremdkapitalbedarf sehen wir aktuell nicht. Der Avalrahmen ist mit 19,5 Mio. € für die Zukunft ausreichend dimensioniert. Die Gesellschaft ist personell, finanziell und technisch solide aufgestellt. Ein guter Auftragsbestand sowie das eine oder andere vielversprechende, in Verhandlung befindliche Projekt im Stammkundenbereich lassen uns daher, von einer positiven Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 ausgehen. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Während bisher in erster Linie die Risiken in der Gewinnung von gut ausgebildeten Mitarbeitern beziehungsweise von motivierten Auszubildenden lagen, zeigt sich heute ein anderes Bild. Die Wirtschaft hat die Auswirkungen der Coronakrise weitgehend überstanden und mit dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine zu arbeiten gelernt, schlittert jedoch 2023 in ganz neue Herausforderungen. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich in kürzester Zeit verändert und sind schlechter geworden. Immer noch hohe Material- und Energiepreise verteuern das Bauen weiter und die deutlich gestiegenen Zinsen führen zu einem Nachlassen der Bautätigkeiten. So ist der private und gewerbliche Wohnungsbau weitgehend zum Erliegen gekommen, Ausfälle in den einzelnen Sparten können nicht durch steigende Umsätze in anderen Sparten ausgeglichen werden. Auch Bold muss sich deshalb auf die Bereiche öffentlicher und gewerblicher Bau konzentrieren und versuchen, neue Geschäftsfelder zu erschließen. An der Aufgabe, die Gesellschaft nach außen und innen als attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren, arbeiten wir kontinuierlich weiter, sowohl um qualifiziertes neues Personal zu gewinnen als auch um das vorhandene Personal, zum Teil langjährige Leistungsträger, im Unternehmen zu halten. Ertragsorientierte Risiken Die auskömmlichen und guten Margen der Vorjahre gehören der Vergangenheit an. Es besteht ein harter Preiskampf bei immer größerem Bieterkreis. Dieser Preiskampf hat sich konjunkturell verschärft und wird durch steigende Materialpreise und Finanzierungsbedingungen weiter angeheizt. Ein diesbezügliches Ende ist nicht in Sicht. Bei den Investitionsträgern ist in Anbetracht wirtschaftlicher Unsicherheiten mit einer weiteren Reduzierung der Investitionsneigung zu rechnen, was der Bauwirtschaf und insbesondere dem in der Vergangenheit funktionierenden Wohnungsbau einen zusätzlichen Dämpfer verschafft. Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung wird für 2024 lediglich ein Wirtschaftswachstum von 0,1 % prognostiziert. Das Risiko ist zum heutigen Zeitpunkt nicht oder nur sehr schwer abschätzbar und sehr dynamisch zu bewerten. Finanzwirtschaftliche Risiken Aus finanzwirtschaftlicher Sicht ist BOLD sehr gut aufgestellt. Kontokorrentlinien wurden während des Jahres nicht in Anspruch genommen, Fremdkapitallinien wurden in der Vergangenheit weitgehend zurückgeführt. Kredite wurden im Berichtsjahr keine aufgenommen. Das Unternehmen finanziert sich nahezu ausschließlich über Eigenkapital und Gesellschaftermittel. Die laufende Liquidität ist mehr als ausreichend, wodurch auch Durststrecken überbrückt werden können. In dieser Hinsicht sind finanzwirtschaftliche Risiken nicht zu erkennen. 2. Gesamtaussage Trotz äußerst schwieriger Rahmenbedingungen mit hohen Kosten und Zinsen und einem weiteren Rückgang der Wirtschaftsleistung, schätzen wir unsere Chancen höher ein als die Risiken. Vor allem aufgrund der sehr stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation sehen wir den anstehenden Aufgaben vorsichtig optimistisch entgegen. V. Finanz- und Risikomanagement Die BOLD GmbH & Co. KG hat seit mehreren Jahren die personellen und organisatorischen Voraussetzungen für ein Risikomanagement getroffen, das sie in die Lage versetzt, eventuell auftretende Risiken rechtzeitig erkennen zu können. Vor Eingehung von neuen Geschäftsbeziehungen informieren wir uns stets über die Bonität unserer Kunden. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein flexibles Debitorenmanagement und es besteht eine Warenkreditversicherung. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen, in aller Regel unter Ausnutzung der Skontofristen. Für das Geschäftsjahr hat die Gesellschaft einen Liquiditätsplan und einen Rentabilitätsplan erstellt, deren Einhaltung anhand monatlicher Soll-Ist-Vergleiche kontrolliert werden. Mit Hilfe monatlicher Leistungsmeldungen und Projektabrechnungen sowie wöchentlichen Bauleiterbesprechungen, in denen auch Rechnungsstellung und Zahlungsstand der einzelnen Projekte systematisch überprüft werden, werden die Bauvorhaben gesteuert und kontrolliert. Die Qualität von Lieferanten und Nachunternehmern unterliegt einer regelmäßigen Bewertung, einerseits durch die Bauleiter andererseits über den Einkauf. Ablauforganisatorische Regelungen, Richtlinien und Anweisungen (z. B. Vieraugenprinzip etc.) sind in Form von Arbeitsanweisungen niedergelegt. Die wichtigsten Risiken wie Kalkulationsfehler, Verzug bei der Fertigstellung, Kostenüberschreitungen, Mängel sowie ausbleibende Zahlungseingänge sind auf diese Weise beherrschbar. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.
Achern, 11.04.2024 BOLD GmbH & Co. KG Kris Hagen Wiume, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang 2023BOLD GmbH & Co. KG, AchernI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Bold GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Achern und ist beim Amtsgericht Mannheim unter der Nummer HRA 220421 in das Handelsregister eingetragen. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften und bestimmten Personenhandelsgesellschaften (§ 264a HGB i. V. m. §§ 264 ff. HGB). Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagen- und den Verbindlichkeitenspiegel). Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kommanditgesellschaft im Sinne der §§ 264 a und 267 Abs. 2 HGB auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 1. Aktiva a.) Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände (EDV-Software) sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden linear mit der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu zehn Jahren abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich aufgelaufener linearer Abschreibung bewertet. Grundstücke und Gebäude werden mit der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer laut dem Gutachten eines öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen bewertet und abgeschrieben. Die Bestimmung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bei den Baugeräten erfolgt dabei in Anlehnung an die neueste vom Hauptverband der deutschen Bauwirtschaft e. V. herausgegebene Baugeräteliste. Die Laufzeit des sonstigen Anlagevermögens wird in Anlehnung an die steuerlichen AfA-Tabellen angesetzt. Für das genormte Schalmaterial und Rüstteile wurde von der Vereinfachungsregel des § 240 Abs. 4 HGB (Gruppenbewertung) Gebrauch gemacht. Die Abschreibung erfolgt linear über vier bzw. sechs Jahre entsprechend der Baugeräteliste. Selbständig nutzungsfähige geringwertige Wirtschaftsgüter sind von untergeordneter Bedeutung und werden in Anlehnung an die steuerlich zulässige Regelung im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bilanziert. b.) Umlaufvermögen Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Einstandspreisen bzw. zu einem niedrigeren Wert am Stichtag bewertet. Das Vorratsgrundstück wird mit den Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen auf den beizulegenden Wert bewertet. Die in Ausführung befindlichen Bauaufträge werden mittels Zuschlagskalkulation mit ihren Herstellkosten angesetzt. Neben den Material- und Fertigungskosten (Einzel- und Gemeinkosten) werden die auf die Fertigung entfallenden Gehälter der Verwaltung aktiviert. Zinsen für Fremdkapital werden in die Herstellkosten nicht mit einbezogen. Für erwartete Verluste werden Bewertungsabschläge vorgenommen bzw. Drohverlustrückstellungen gebildet, soweit eine aktivische Kürzung nicht möglich ist. In Höhe der nicht aktivierten Kosten und der Gewinnanteile aus der bereits erbrachten Leistung bestehen stille Reserven, die sich über die Bauzeit hin weg erhöhen und erst bei der Schlussabrechnung der Bauaufträge realisiert werden. Diese betragen zum Bilanzstichtag 843.126 € (Vj.: 619.804 €). Vom Wahlrecht nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB, die erhaltenen Anzahlungen offen von dem Posten Vorräte abzusetzen, wurde Gebrauch gemacht. Die geleisteten Anzahlungen werden mit dem Nettobetrag bilanziert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Zinsverlusten und Mahnkosten wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Erwartete Rechnungsabstriche bzw. Skontierungen werden aktivisch an den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gekürzt. 2. Passiva Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen mit den Erfüllungsbeträgen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Soweit Rückstellungen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen, werden Sie mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Urlaubsrückstellung sowie die Rückstellung für nicht ausbezahlte Lohnstunden auf Stundenkonten sind nach den Grundsätzen zur Bewertung von Geldleistungsverpflichtungen dotiert. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wird gesondert in der Anlage zum Anhang dargestellt. Bei geringwertigen Wirtschaftsgütern wird im Jahr des Zugangs sogleich ein Abgang unterstellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 1.391.601,10 € (Vj.: 1.478.052,52 €) haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr. 3. Eigenkapital Das Festkapital der Kommanditisten beläuft sich gemäß dem Gesellschaftsvertrag vom 06. Mai 2022 auf insgesamt 4.230.000 €. Die in das Handelsregister eingetragenen Haftsummen sind unabhängig von den Pflichteinlagen und betragen insgesamt 180.000 €. Zur Stärkung des Eigenkapitals sieht der Gesellschaftsvertrag die Bildung einer gesamthänderischen Rücklage der Kommanditisten vor, bis diese den Betrag von 25 % der festen Kapitalkonten (1.057.500 €) erreicht hat. Ab dieser Grenze werden der Rücklage 10 % des verbleibenden Gewinns zugeführt, bis diese 1/3 der festen Kapitalkonten (1.410.000 €) erreicht hat. Die gesamthänderisch gebundene Rücklage beträgt zum Bilanzstichtag 1.717.183,55 €, weshalb eine weitere Zuführung aus dem Jahresüberschuss nicht erfolgt ist. 4. Verbindlichkeiten Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem nachstehenden, als Anlage zu diesem Anhang beigefügten Verbindlichkeitenspiegel. Für unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesene Mietkautionen wird entsprechend der Laufzeit der Mietverträge eine Laufzeit zwischen 1 bis 5 Jahren unterstellt. 5. Latente Steuerschulden
IV. Erläuterungen zur GuV Bei den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen handelt es sich in Höhe von 65,00 € (Vj.: 114,00 €) um Erträge aus der Aufzinsung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Bei den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen handelt es sich in Höhe von 1.105,56 € (Vj.: 404,82 €) um Zinsen an verbundene Unternehmen und in Höhe von 0,00 € (Vj.: 0,00 €) um Aufwendungen aus der Anpassung von Auf- und Abzinsungen von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Bei den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag handelt es sich in Höhe von +2.642,00 € (Vj.: +2.641,00 €) um die Veränderung latenter Steuern. V. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse Als Beteiligte an Gesellschaften bürgerlichen Rechts im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften haftet die Gesellschaft gesamtschuldnerisch. Verlustrisiken aus derartigen Beteiligungen wurde im Rahmen der Bewertung des Umlaufvermögens Rechnung getragen. Darüberhinausgehende besondere Risiken bestehen nicht. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen am Stichtag 422 T€. 3. Belegschaft Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 90 Mitarbeiter, davon Gewerbliche Mitarbeiter: 52 Angestellte Mitarbeiter: 38 4. Geschäftsleitung Die Geschäftsführung erfolgte durch die BOLD Beteiligungs-GmbH, Achern, als Komplementärin der BOLD GmbH & Co. KG, Achern. Die BOLD Beteiligungs-GmbH, Achern, wiederum wurde durch Herrn Dipl.-Ing. (FH) Kris Hagen Wiume vertreten. 5. Beirat Im Jahr 2023 gehörten Herr Dr.-Ing. Manfred Münch, Geschäftsführer, Achern, als Vorsitzender und die Herren Dipl.-Kfm. Ägidius Schönstein, Unternehmensberater, Edingen, sowie Wolfgang Brodbeck, Unternehmensberater, Metzingen, dem Beirat an. Für 2023 betrug die Vergütung für den Beirat 25 T€. 6. Anteilsbesitz Der Anteilsbesitz zum 31.12.2023 stellt sich wie folgt dar:
7. persönlich haftende Gesellschafterin Die BOLD Beteiligungs-GmbH, Achern, mit einem gezeichneten Kapital von € 31.500 ist die alleinige persönlich haftende Gesellschafterin der BOLD GmbH & Co. KG, Achern.
Achern, den 11.04.2024 BOLD Beteiligungs-GmbH, Achern gez. Kris Hagen Wiume, Geschäftsführer Anlagenspiegel per 31.12.2023Bold GmbH & Co. KG
Verbindlichkeitenspiegel 31.12.2023
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 28.06.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkIn dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers:An die BOLD GmbH & Co. KG, Achern Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BOLD GmbH & Co. KG, Achern - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BOLD GmbH & Co. KG, Achern, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse § entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 und § vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus § identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. § gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. § beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. § ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. § beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. § beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. § führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender und geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Baden-Baden, den 12.04.2024 Wissler & Protzen GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Barbara Protzen, Wirtschaftsprüferin ppa. Marco Schmidt, Wirtschaftsprüfer |
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