Chauvin ankerpharm GmbHLiquidiert
13581 Berlin, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ling Zeng seit 22.5.2017 | Geschäftsführer |
Christian Bedorf seit 26.11.2014 | Prokura |
Linda Ann LaGorga seit 20.1.2014 | Geschäftsführer |
Marcin Edward Jedrzejuk seit 20.1.2014 | Geschäftsführer |
Eberhard Karl-Heinz Kühne seit 19.6.2009 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Chauvin ankerpharm GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015LageberichtI. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen des UnternehmensIm Jahr 2015 hat sich die deutsche Wirtschaft trotz der wirtschaftlichen und politischen Risiken in der Welt und im Euroraum mit einer Steigerung des preisbereinigten BIP um 1,7% im Vergleich zum Vorjahr solide entwickelt (Quelle: Statistisches Bundesamt). In der deutschen Pharmabranche fiel das Wachstum in diesem Zeitraum mit einem Anstieg von 5,6 % auf ein Umsatzvolumen von 38,0 Mrd. Euro (Quelle: IMS Health; ohne Berücksichtigung von Zwangsrabatten und Einsparungen aus Rabattverträgen) noch einmal etwas stärker aus. Auch das zurückliegende Geschäftsjahr 2015 war für uns stark geprägt durch die weitere Integrationsprozesse in die Valeant-Gruppe. Diese beinhalteten u.a. die stufenweise Einbettung der Logistik- und IT-Prozesse in die Valeant-Konzernstrukturen. Als Ergebnis der Integrationsaktivitäten haben sich Veränderungen in der Organisationsstruktur, vor allem in Osteuropa und damit verbunden die Entwicklung des Auslandsgeschäftes insbesondere im osteuropäischen Raum, ergeben. Im abgelaufenen Geschäftsjahr musste die Gesellschaft einen Umsatzrückgang im Auslandsgeschäft insbesondere im osteuropäischen Raum verzeichnen. Dieser Rückgang ist begründet durch die Veränderungen in der Organisationsstruktur, was im Ergebnis dazu führt, dass das Distributionsnetzwerk der Gesellschaft nicht mehr so stark genutzt worden ist wie im Vergleich zum Vorjahr. Der Sitz der Gesellschaft und der Ort der Geschäftsleitung sind unverändert in Berlin. Schwerpunkte unseres Geschäfts sind der Vertrieb von Arzneimitteln und Arzneimitteln gleichgestellten Erzeugnissen. Zu unseren absatzstärksten Produkten zählen "Panthenol-Spray" und "Arutimol", die wir vor allem nach Russland, in die die Ukraine und in die Tschechische Republik liefern. Die Gesellschaft unterhält Repräsentanzen in Russland und der Ukraine sowie eine Zweigniederlassung in Rudolstadt. II. ErtragslageErgebnisentwicklung im Überblick:
Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um € 7,5 Mio. auf € 11,1 Mio. (Vorjahr: € 18,6 Mio.) gesunken. Dabei ist insbesondere für die Auslandumsätze vor Erlösschmälerungen ein Rückgang um € 7,8 Mio. zu verzeichnen. Die Inlandsumsätze vor Erlösschmälerungen konnten im Vergleich zum Vorjahr konstant bei € 2,6 Mio. gehalten werden. Bedingt durch die Zwischenschaltung neuer Konzernunternehmen in Form zusätzlicher Handelsstufen, ist die Materialaufwandsquote (im Verhältnis zur Gesamtleistung) im Vergleich zum Vorjahr um 8,8 %-Punkte auf 39,9 % (Vorjahr: 31,1 %) angestiegen. Dem Anstieg stehen geringere Aufwendungen in den jeweiligen Ländern entgegen. Die Personalaufwendungen entfallen auf unsere Mitarbeiter in Osteuropa. Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter ist auf Grund der Schließung von Repräsentanzen an osteuropäischen Standorten (insbesondere Ungarn, Bulgarien und Slowakei) auf 3 Mitarbeiter (Vorjahr: 16) reduziert worden. Die Aufwendungen für Personal sind entsprechend von insgesamt € 0,5 Mio. im Vorjahr auf € 0,02 Mio. im Berichtsjahr gesunken. Zum Bilanzstichtag waren 3 Mitarbeiter (Vorjahr: 4) beschäftigt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge inklusive Bestandsveränderung beliefen sich auf € -4,5 Mio. (Vorjahr: € -11,5 Mio.). Davon betreffen € 0,8 Mio. (Vorjahr: € 0,2 Mio.) Erträge aus der Konzernverrechnung von Lieferungen und Leistungen der Laboratoire Chauvin. Dem gegenüber stehen Aufwendungen für Dienstleistungen und Kommissionszahlungen an die Dr. Gerhard Mann GmbH in Höhe von € -2,2 Mio. (Vorjahr: € -3,2 Mio.) sowie Aufwendungen und Erträge aufgrund von Service-Verträgen und Konzernumlagen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von € -1,3 Mio. (Vorjahr: € -8,5 Mio.). Durch Schwankungen im Bereich der Fremdwährungen erlitt die Gesellschaft einen Verlust in Höhe von € -1,1 Mio. (Vorjahr: € -0,8 Mio.). Das Geschäftsjahr 2015 schließt vor Ergebnisübernahme mit einem Gewinn in Höhe von € 2,1 Mio. (Vorjahr: € 1,0 Mio.) ab. Dieser wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der Dr. Gerhard Mann GmbH an diese abgeführt. II. FinanzlageDie Liquidität der Gesellschaft war im Berichtsjahr jeder Zeit gewährleistet. Alle benötigten Mittel konnten aus eigener Kraft erwirtschaftet werden. Zwischen der Gesellschaft und der Dr. Gerhard Mann GmbH besteht ein konzerninterner Cash-Pooling-Vertrag. Dieser Vertrag regelt die sich von den Vertragsparteien gegenseitig eingeräumten Kreditlinien. Ein zusätzlicher Kreditbedarf bestand im Geschäftsjahr nicht, und auch eine zukünftige Kreditaufnahme ist nicht geplant. III. VermögenslageDie Vermögenslage ist geordnet und geeignet, den weiteren Geschäftsbetrieb in der gegenwärtigen Form fortzuführen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von € 19,6 Mio. (Vorjahr: € 22,9 Mio.) machen 96% der Bilanzsumme aus und betreffen im Wesentlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 19,6 Mio. (Vorjahr € 22,6 Mio.). Die liquiden Mittel in Höhe von € 0,009 Mio. (Vorjahr: € 0,06 Mio.) bestehen im Wesentlichen aus Guthaben bei Kreditinstituten. Das Stammkapital beträgt zum Bilanzstichtag € 0,8 Mio. und ist vollständig eingezahlt. Zum Bilanzstichtag sind auf der Passivseite Rückstellungen in Höhe von € 0,7 Mio. (Vorjahr: € 0,9 Mio.) ausgewiesen. Der Rückgang der Rückstellungen betrifft mit € 0,4 Mio. im Wesentlichen den Wegfall einer Steuerrückstellung für eine Nachzahlung aus der Betriebsprüfung. Dem gegenüber steht ein Anstieg der sonstigen Rückstellungen in Höhe von € 0,2 Mio. auf € 0,4 Mio. Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die zum 31. Dezember 2015 ausgewiesenen Verbindlichkeiten von insgesamt € 1,2 Mio. (Vorjahr: € 4,7 Mio.) entfallen mit € 0,9 Mio. (Vorjahr: € 4,4 Mio.) im Wesentlichen auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 0,3 Mio. (Vorjahr: € 0,2 Mio.). IV. Finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenUnsere Planung und Unternehmenssteuerung basiert aufgrund der Einbindung in die Valeant-Gruppe auf der Rechnungslegung nach US-GAAP. Wesentliche Abweichungen zwischen US-GAAP und HGB ergeben sich im Bereich der Rückstellungen für langfristige Altersvorsorgeverpflichtungen (Pensionsrückstellungen) sowie im Bereich des Anlagevermögens und der Bilanzierung latenter Steuern; die Umsatzerlöse nach US-GAAP und HGB sind nahezu gleichlautend. Auf dem Gebiet der operativen Leistungsmessung stellt für uns das Ergebnis vor Gewinnabführung den zentralen finanziellen Leistungsindikator dar. Unter Vernachlässigung der Ergebnisauswirkung der Wechselkursveränderungen haben sich die ergebnisbezogenen und übrigen finanziellen Leistungsindikatoren im abgelaufenen Geschäftsjahr im Rahmen der Erwartungen entwickelt. Wir verweisen im Einzelnen auf unsere vorausgegangenen Ausführungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Zusätzlich zu den finanziellen Leistungsindikatoren nutzen wir auf Konzernebene auch verschiedene nichtfinanzielle Größen für die Unternehmenssteuerung. Von besonderer Bedeutung sind hierbei der Umweltschutz, Gesundheit und Sicherheit, die Einhaltung internationaler Standards und Zertifizierungen sowie die Beschäftigtenzahl. V. Forschung und EntwicklungDie Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden seit Frühjahr 2001 in enger Zusammenarbeit mit Dr. Gerhard Mann GmbH in Deutschland betrieben. Im Vordergrund stehen dabei ophthalmologische Präparate. VI. NachtragsberichtNach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von besonderer Bedeutung sind, eingetreten. VII. Chancen und Risiken für die zukünftige EntwicklungDie folgenden Aussagen und Prognosen beziehen sich zum Teil auf die zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft und stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrundeliegenden Annahmen nicht eintreffen oder unvorhergesehene Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Risikopolitik ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmenspolitik unserer Gesellschaft. Sie orientiert sich an dem Ziel, den Wert des Unternehmens stetig und nachhaltig zu steigern, die mittelfristigen finanziellen Ziele zu erreichen und den Fortbestand des Unternehmens langfristig zu sichern. Dazu hat die Konzernobergesellschaft, Valeant Pharmaceuticals International, Inc., ein konzernweites Risikomanagementsystem installiert, an das unsere Gesellschaft angeschlossen ist. Für das Risikomanagement stehen der Geschäftsführung und dem operativen Management mehrstufige Berichtssysteme zur Verfügung. Mit den vorhandenen Controlling- und Buchhaltungssystemen werden monatlich Abweichungen der tatsächlichen von der geplanten geschäftlichen Entwicklung analysiert. Die Gesellschafterin und die Konzernobergesellschaft werden durch das konzerninterne Berichtswesen monatlich über den Geschäftsverlauf informiert. Darüber hinaus wird mehrfach im Jahr eine Vorausschau bis zum Jahresende erstellt und das Risikomanagement wird durch die Revisionsabteilung der Valeant Pharmaceuticals International, Inc. unterstützt. Die Aktivitäten unserer Gesellschaft sind gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt. Aus unserer Sicht sind derzeit keine wesentlichen Risiken für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens erkennbar, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Die volkswirtschaftliche Entwicklung in unseren Haupt-Exportmärkten in Osteuropa sowie die politischen Spannungen in diesen Ländern und auch deren Auswirkungen auf die Entwicklung der Wechselkurse stellen ein Risiko für unsere Gesellschaft dar. Die o.g. Risikomanagementsysteme helfen der Geschäftsführung auf neue Entwicklungen zeitnah und sachgerecht zu reagieren. Unsere Produkte und deren Stellung am Markt hingegen schätzen wir weiterhin sehr positiv ein. Zudem hoffen wir auch mit neuen Produktentwicklungen aus dem Konzernkreis auf die Chance für unsere Gesellschaft zur weiteren Geschäftsentwicklung und Marktanteilsstärkung. Zusammenfassend sind keine wesentlichen Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. VIII. PrognoseberichtAufgrund der bestehenden Verrechnungspreissystematik kann die Gesellschaft grundsätzlich von positiven Jahresergebnissen in den Folgejahren ausgehen. Ergebnisrisiken resultieren hauptsächlich aus ungünstigen Wechselkursentwicklungen im Export-Geschäft. Wie geplant erzielte die Gesellschaft für das Geschäftsjahr ein positives Jahresergebnis vor Ergebnisabführung im einstelligen Millionenbereich, das aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Dr. Gerhard Mann abgeführt wird. Unter Ausklammerung der Wechselkursveränderungen erwarten wir für die Folgejahre eine positive Entwicklung des Gesamtergebnisses der Gesellschaft im einstelligen Millionenbereich. Die Umsätze im Auslandsgeschäft sind bedingt durch die politisch und wirtschaftlich schwierige Lage in Ost- und Südosteuropa zurückgegangen. Für das Geschäftsjahr 2016 erwartet die Gesellschaft ein Gesamtergebnis auf dem Vorjahresniveau. Mit wesentlichen Zahlungsausfällen rechnen wir aufgrund unseres Risikomanagements nicht. Der Ausbau unseres Geschäftes, insbesondere unsere Vertriebsaktivitäten in den mittel- und osteuropäischen Staaten mit den Hauptmärkten Russland, Ukraine und Tschechien, steht dabei unverändert im Mittelpunkt. Die engen Partnerschaften mit der Dr. Gerhard Mann GmbH und der Bausch & Lomb Russia LLC bleiben dabei von wesentlicher Bedeutung. Bilanz zum 31. Dezember 2015Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine HinweiseDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Ergänzende Bilanzierungsvorschriften aus dem Gesellschaftervertrag ergaben sich nicht. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Von den Aufstellungs-erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bei den nachfolgenden Zahlen und Tabellen können sich aus rechentechnischen Gründen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (EUR, % usw.) ergeben. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die in den Finanzanlagen enthaltenen Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse betreffen Produkte, mit deren Be- und Verarbeitung, Lagerung sowie Verpackung andere Konzernunternehmen u.a. im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages und im Rahmen der Lohnfertigung beauftragt werden. Die Gesellschaft kombiniert, koordiniert und überwacht die einzelnen Be- und Verarbeitungsschritte bis zur Versandfertigkeit der Produkte. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Des Weiteren werden angemessene Teile der Verwaltungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Ausfall-, Kredit- und Zinsrisiko ist durch pauschale Abschläge in Höhe von 5 % der Auslandsforderungen berücksichtigt. Aufgrund der Fakturierung der Inlandsumsätze bei der Dr. Gerhard Mann chem.-pharm. Fabrik GmbH, Berlin (Dr. Gerhard Mann GmbH), entfiel wie im Vorjahr eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 3 % der Inlandsforderungen. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Fremdwährungskonten wurden zum gültigen Stichtagskurs umgerechnet. Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden mit einem Schätzwert für den von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2015 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Dabei wurde von der Vereinfachungsregelung nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB gebraucht gemacht in dem pauschal eine Laufzeit von 15 Jahre angenommen wurde. Dieser Zinssatz beträgt 3,90 % p.a. (Vorjahr: 4,62 %). Eine unwesentliche Höherbewertung hätte sich bei Anwendung des im Monat Dezember 2015 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes von 3,89 % p.a. ergeben. Auf eine Anpassung wurde daher verzichtet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden Rentensteigerungen von jährlich 2,00 % zugrunde gelegt. Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie Annahmen zur Fluktuation waren nicht zu berücksichtigen, da die Versorgungszusagen zwei ehemalige Geschäftsführer betreffen. Die Erfolgswirkung aus der Änderung des Abzinsungszinssatzes zwischen den Abschluss-stichtagen wurde im Finanzergebnis ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Abweichend zum Vorjahr wurden die Fremdwährungsgewinne und -verluste saldiert ausgewiesen und aufgrund des Verlustüberhangs den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zugeordnet. Aus Vereinfachungsgründen wurde auf einen getrennten Ausweis der Wechselkursverluste und -gewinne verzichtet, da diese systembedingt auf ein Konto verbucht werden und darüber hinaus eine transaktionsgerechte Zuordnung der (zu Jahresbeginn in einer Summe stornierten) Wechselkursverluste und -gewinne aus der Bewertung der Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zum Vorjahresstichtag zu den tatsächlich eingetretenen Wechselkursverlusten und -gewinnen im Folgejahr nur eingeschränkt möglich ist. Latente Steuern Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages ist alleinige Steuerschuldnerin der Gesellschaft die Organträgerin, d.h. auch tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaft sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden die temporären Differenzen der Chauvin ankerpharm GmbH im Abschluss der Organträgerin erfasst. III. Erläuterungen zur Bilanz1. Anlagevermögen Der Aktivwert der Rückdeckungsansprüche (TEUR 202; Vorjahr: TEUR 193) aus Lebensversicherungen ergibt sich aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital (Sparanteile der Versicherungsprämien zuzüglich Verzinsung). 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr grundsätzlich eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen im Wesentlichen auf die Gesellschafterin Dr. Gerhard Mann GmbH (TEUR 16.170; Vorjahr: TEUR 10.029) sowie die Valeant Russia LLC (TEUR 1.322; Vorjahr: TEUR 7.166) und resultieren vor allem aus Lieferungen und Leistungen sowie kurzfristigen Liquiditätsüberträgen aus dem konzerninternen Cash-Pooling. 3. Pensionsrückstellungen Die Pensionsrückstellungen betreffen mit TEUR 303 (Vorjahr: TEUR 253) Versorgungszusagen gegenüber zwei ehemaligen Geschäftsführern der Gesellschaft. 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
5. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht besichert und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die zum 31. Dezember 2015 ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegenüber der Pharma Swiss SA (TEUR 443; Vorjahr: TEUR 0), der Laboratoire Chauvin (TEUR 297; Vorjahr: TEUR 4.437) sowie der Valeant sp. z o. o. sp. j. (TEUR 187; Vorjahr: TEUR 0) und resultieren vor allem aus Lieferungen und Leistungen. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungFür konzerninterne Beschaffungs- und Absatzgeschäfte kommen Verrechnungspreise zur Anwendung, die unterjährig durch einen individuellen Zuschlag auf die jeweiligen Produkt-Standardkosten (sog. Legal Entity Factors) festgelegt und zum Jahresende auf der Grundlage einer konzernweiten Vergleichsrechnung zur Ermittlung der aktuellen Wertschöpfungsbeiträge angepasst werden. Für die Anpassung der Verrechnungspreise wird nicht zwischen Beschaffungs- und Absatzgeschäften unterschieden. Die Anpassungsbeträge werden daher je nach Entlastung oder Belastung der Gesellschaft entweder unter den sonstigen betrieblichen Erträgen oder den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. 1. Umsatzerlöse Aufteilung nach Tätigkeitsbereichen:
Aufteilung nach Märkten:
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Konzernverrechnungen von Lieferungen und Leistungen der Laboratoire Chauvin in Höhe von TEUR 820 (Vorjahr: TEUR 175) sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen in Höhe von T€ 74 (Vorjahr: TEUR 363) bzw. T€ 5 (Vorjahr: TEUR 21). 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen im Wesentlichen auf Dienstleistungen der Dr. Gerhard Mann GmbH in Höhe von TEUR 1.664 (Vorjahr: TEUR 2.728), Kommissionsaufwendungen der Dr. Gerhard Mann GmbH in Höhe von TEUR 535 (Vorjahr: TEUR 520) und Konzernverrechnungen aus Lieferungen und Leistungen der Laboratoire Chauvin in Höhe von TEUR 962 (Vorjahr: TEUR 4.437) bzw. der Valeant sp. z o. o. sp. j. in Höhe von TEUR 706 (Vorjahr: TEUR 0). Durch starke Schwankungen im Bereich der Fremdwährungen erlitt die Gesellschaft einen Verlust in Höhe von TEUR 1.128 (Vorjahr: TEUR 751). V. Sonstige Angaben1. Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehörten im abgelaufenen Geschäftsjahr folgende Personen an:
Die einzelnen Geschäftsführer sind nicht bei der Chauvin ankerpharm GmbH angestellt und haben keine Vergütung von der Gesellschaft erhalten. Zum Stichtag bestanden für ehemalige Geschäftsführer Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 303 (Vorjahr TEUR 253). 2. Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 3 Mitarbeiter (Vorjahr: 16) in Osteuropa. 3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zwischen der Valeant Pharmaceuticals International Inc., Laval Quebec, Kanada, und einem Konsortium aus verschiedenen US-Banken wurde am 13. Februar 2012 ein erweiterter Vertrag (Third Amended and Restated Credit and Guaranty Agreement) über die Konzernfinanzierung geschlossen. Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 16. Juli 2015 in Verbindung mit den daraufhin abgeschlossenen Verträge haftet unsere Gesellschaft neben anderen Konzernunternehmen für die unter dem o.g. Vertrag eingegangen Bankschulden der Valeant Pharmaceuticals International, Inc als Garantiegeber in den Grenzen der Kapitalerhaltungsregeln des GmbHG. Die gesamten Bankschulden des Konzerns belaufen sich zum 31. Dezember 2015 auf rund USD 31,1 Mrd. Zur Besicherung der (Konzern-) Verbindlichkeiten hat die Gesellschaft ihre Bankguthaben, eigene Geschäftsanteile, sämtliche gewerbliche Schutz- und Patenrechte sowie ihre Forderungsansprüche verpfändet. Nach gegenwärtigem Erkenntnisstand ist nicht mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen zu rechnen, da die zugrunde liegenden Verpflichtungen durch die Valeant Pharmaceuticals International, Inc. voraussichtlich erfüllt werden können. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf TEUR 2 und entfallen auf Mietverträge, die im Geschäftsjahr 2016 enden. 4. Konzernverhältnisse Die Valeant Pharmaceuticals International Inc., Laval Quebec, Kanada, hielt zum Bilanzstichtag über die Dr. Gerhard Mann chem.-pharm. Fabrik GmbH indirekt sämtliche Anteile an unserer Gesellschaft. Sie hat für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss nach US GAAP aufgestellt, in den die Chauvin ankerpharm GmbH einbezogen wurde. Der entsprechende Konzernabschluss ist öffentlich erhältlich, unter anderem auf der Webseite www.valeant.com. Der Konzernabschluss wird außerdem bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) eingereicht und kann auf deren Website (www.sec.gov) abgerufen werden. 5. Ergebnisverwendung Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wird das positive Jahresergebnis für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 in Höhe von TEUR 2.053 an die Dr. Gerhard Mann GmbH abgeführt. Eine entsprechende Verbindlichkeit gegenüber verbundene Unternehmen wurde erfasst. Der Vertrag ist unbefristet.
Berlin, den 30. Juni 2016 Chauvin ankerpharm GmbH Robert Chai-Onn, Geschäftsführer Linda LaGorga, Geschäftsführerin Marcin Jedrzejuk, Geschäftsführer Eberhard Kühne, Geschäftsführer Gaelle Waltinger, Geschäftsführerin
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Chauvin ankerpharm GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, den 30. Juni 2016 PricewaterhouseCoopers
Philipp Medrow, Wirtschaftsprüfer ppa. Werner Horn, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2015 wurde am 15.08.2016 festgestellt. |
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