Glüsing Transport GmbH

Hafenkaje 1, 27472 Cuxhaven, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Tostedt HRB 110104
Eingetragen
7.12.1976
Branche
Güterbeförderung in der Hochsee- und KüstenschifffahrtErbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die Güterbeförderung
Gegenstand
Die Durchführung von Transporten, der Umschlag und die Lagerung von Waren sowie der Handel mit Waren aller Art. Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen zu errichten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Rita Sievern
seit 2.1.2020
Prokura
Matthias Wilkens
seit 17.10.2006
Prokura
Arne Glüsing
seit 12.9.2005
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Glüsing Transport GmbH

Cuxhaven

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Glüsing Transport GmbH, Cuxhaven

Der Geschäftsführer der Gesellschaft erstattet folgenden Lagebericht:

Geschäftszweig:

Unsere Gesellschaft ist seit Jahrzehnten in der Mineralölbranche tätig. Sie betreibt den Handel mit sowie den Umschlag, den Transport und die Lagerung von Mineralölprodukten, schwerpunktmäßig in der Nord- und Ostsee. Uns stehen an mehreren Standorten Tankläger zur Verfügung, ferner fünf kleinere Tankmotorschiffe, von denen drei Einheiten mit einer Doppelhülle versehen sind. Alle Tankmotorschiffe setzen wir in unserem Bunkergeschäft und zu unserer eigenen Versorgung mit Ware ein bzw. betreiben damit Frachtschifffahrt für Dritte.

Geschäftsverlauf und Umsatzentwicklung:

Der Verlauf unserer Geschäfte wird maßgeblich beeinflusst von den Rohölpreisen und der gesamtwirtschaftlichen Lage. In den ersten Jahren der Corona-Pandemie, 2020-2021, litt der Ölmarkt anfangs stark, konsolidierte sich jedoch im Laufe der Zeit wieder. Bis zum Jahresende 2021 blieben die preise auf hohem Niveau.

Durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine ab Februar 2022 verschärfte sich die lage rasant. Es wurden harte Sanktionen gegen Russland erlassen und weiter verschärft. Die preise für Rohstoffe, insbesondere für unseren Handelsstoff Öl schössen beängstigend nach oben und trieben die Inflation an. Wegen der Rezessionssorgen sanken die Rohölpreise zwar zeitweise, die Ölproduktionspreise verharten jedoch auf einem stabilen hohen Niveau. Erst im November 2022 sanken die Preise dann übergreifend.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 blieben die Preise vergleichsweise konstant, es gab leichte Ausschläge in beide Richtungen. Einerseits gab es Turbulenzen im Bankensektor, die die Stimmung an den Finanzmärkten trübten und in der ersten Jahreshälfte zu den niedrigsten Ständen seit Ende 2021 führten. Andererseits wurde der Ölaustoß im Frühsommer und Sommer reduziert, auch der Krieg in Israel seit Oktober 2023 führte zu steigenden Preisen zum Herbst hin. Die Preise sanken bis Jahresende erneut ab auf etwa denselben Stand wie im Sommer 2023.

Als Beispiel mag der Preis für Gasöl dienen. Dieser bewegte sich vom Beginn des Geschäftsjahres im Januar 2023 bei rd. 900 US$ je metrische Tonne (mt) und fiel nach leichten Schwankungen im März und dann erneut im Mai/Juni auf bis zu 620 US$/mt. Der Preis stieg über Höchststände im September mit 1.000 US$, verhielt im Oktober bei rd. 880-950 US$ und sank bis zum Jahresende im Dezember 2023 auf rd. 750 US$/mt. Der Durchschnittspreis lag im Jahr 2023 bei rd. 970 US$/mt und damit nur geringfügigst (3%) niedriger als im Vorjahr.

Wir beziehen unsere Ware teilweise im internationalen Handelsverkehr, wo das Mineralöl überwiegend in US$ gehandelt wird. Somit wird der Einkaufspreis zusätzlich vom schwankenden US-Dollarkurs beeinflusst, der im Januar 2023 bei US$ 1,07 je Euro lag. Der Kurs stieg sukzessive im Laufe des Jahres und erreichte im Juli den Höchststand von US$ 1,12 je Euro. Bis Oktober fiel er auf 1,05 ab und stieg dann langsam zum Ende unseres Geschäftsjahres im Dezember 2023 wieder auf einen Kurs von US$ 1,10 je Euro an.

Die gehandelten Mengen insgesamt sind gegenüber dem Vorjahr um rd. 16% gesunken. Durch die schwankenden Preise verringerte sich der wertmäßige Umsatz um insgesamt rd. 33%.

Die Auslastung unserer Schiffe war gut, das Niveau der Frachtraten ist auskömmlich. Durch die erzielten Frachterlöse werden unsere laufenden Schiffsbetriebskosten jedoch nur partiell abgedeckt, da wir unserer Schiffe in nicht unerheblichem Maße in unserem eigenen Handelsgeschäft einsetzen.

Beschaffung:

In den Jahrzehnten unserer Tätigkeit am Mineralölmarkt haben wir gute Verbindungen und eine Vertrauensbasis zu unseren Geschäftspartnern schaffen können.

Im Laufe des vergangenen Geschäftsjahres waren unterjährig mögliche Lieferprobleme wegen der Embargos aufgrund des Ukraine-Kriegs nicht auszuschließen, die jedoch letztlich nicht eintrafen. Wir verlassen uns weiterhin auf unsere langjährigen zuverlässigen Lieferanten, auch wenn diese wegen möglicher weiterer Sanktionen zukünftige Lieferengpässe nicht ausschließen können. Unsere Warenversorgung ist gegenwärtig jedoch gesichert. Unsere Lieferanten stehen uns mit den üblichen Krediten zur Verfügung.

Vermögenslage und Finanzierung:

Wir halten kaum eigenes Sachanlagevermögen vor, da uns unsere Gesellschafterin die benötigten Anlagen zum Gebrauch überlassen hat. Sie sorgt auch für die laufende Wartung und Instandhaltung und ersetzt erforderliche Anlagen bei Bedarf.

Daher besteht unser Vermögen fast nur aus Umlaufvermögen, hier überwiegend aus Forderungen. Diese stellen mit insgesamt rd. 12.558 T€ am Abschlussstichtag 38,9 % des Bilanzvolumens dar. Bis auf den üblichen Selbstbehalt ist das Delkredere-Risiko versichert.

Früher haben wir Warenvorräte nur in verhältnismäßig geringem Umfang vorgehalten und vor allem größeren Partien direkt durchgehandelt. Erhöhte Nachfrage machte jedoch in den letzten Jahren den stetigen Aufbau von Lagerkapazitäten erforderlich, um auch kurzfristig den Bedarf bedienen zu können. Das Vorratsvermögen beträgt daher rd. 4.945 T€, das entspricht 15,3 % des Bilanzvolumens. Die Lagerkapazitäten sind zum Bilanzstichtag zu rd. 50% gefüllt.

Die Finanzierung erfolgt in einem großen Maße durch das Zahlungsziel unserer Lieferanten. Unsererseits gewähren wir unseren Kunden Zahlungsziele zwischen 20 und 30 Tagen. In der Regel werden unsere Rechnungen auch ohne Verzug beglichen. Außerdem stehen uns zur Finanzierung unsere Gesellschafterin und weitere nahestehende Unternehmen mit Darlehen zur Verfügung. Bei unseren Banken bestehen Kontokorrentlinien von 4 Mio. €, die wir im abgelaufenen Geschäftsjahr nur minimal in Anspruch nehmen mussten.

Zum Bilanzstichtag verfügen wir über ein bilanzielles Eigenkapital in Höhe von 19.170.730,70 €, dies entspricht einer Eigenkapitalquote von rd. 59,5 %.

Die liquiden Mittel betrugen zum 31.12.2023 11.395.528,54 €.

Ertragslage:

Der Mineralölmarkt lebt vom Tagesgeschäft, langfristige Aufträge liegen kaum vor. Aufgrund unserer Stellung im regionalen Markt können wir aber mit einem bestimmten Volumen rechnen.

In unserem Geschäft sind schnelle Entscheidungen erforderlich. Dem sind die kurzen Kommunikationswege in unserer Gesellschaft angepasst.

Im Wirtschaftsjahr 2023 sind die gehandelten Mengen um ca. 16% gesunken. Dies hat einerseits konjunkturelle Gründe, andererseits wurde im Vorjahr die vorhandene Schiffskapazität reduziert. Wir tätigten wegen der schwankenden Preise Umsätze von absolut rd. 193 Mio €, (VJ: 286 Mio €), die zu einem Jahresüberschuss von rd. 1.655 T€ (VJ: 9.041 T€) führten.

Chancen und Risiken:

Unsere Gesellschaft unterliegt den spezifischen Risiken dieser Branche. Wir bedienen uns bewusst einer Vielzahl von Vorlieferanten und stellen dadurch unsere Beschaffungsmöglichkeiten auf eine breite Basis. Durch den fortdauernden Krieg in der Ukraine und die momentan nicht im Geringsten absehbaren Folgen, insbesondere bereits bestehende und mögliche zukünftige Embargos, sind die handelbaren Warenmengen bereits beschränkt. Aktuell sind wir von Engpässen in der Warenversorgung nicht betroffen, sie sind zukünftig jedoch auch nicht auszuschließen.

Der Mineralölmarkt lebt vom Tagesgeschäft, langfristige Aufträge liegen kaum vor. Der überwiegende Teil der Aufträge wird aufgrund der starken Volatilität der Preise und Wechselkurse stets durchgehandelt. Wir disponieren in Kenntnis der Marktvolatilität und der sich dadurch ergebenden Risiken mit der entsprechenden Vorsicht und Sensibilität.

Aufgrund aggressiveren Wettbewerbs und geringerer Nachfrage müssen wir mit tendenziell weiter rückläufigen Überschüssen rechnen. Durch unser ordentliches kaufmännisches Handeln können wir die unkalkulierbaren Risiken, die sich aus der Entwicklung in der Ukraine und dem Nahen Osten ergeben, weitestgehend kontrollieren und unsere Gesellschaft trotz aller Unwägbarkeiten im Markt stabilisieren.

Das Thema Klimaschutz rückt immer mehr in den Vordergrund, insbesondere auch im Hinblick auf mögliche Energieträger. Wir stehen biogenen Produkten und möglichen weiteren Zukunftsbrennstoffen sehr offen gegenüber und treffen Vorkehrungen für einen eventuellen Umstieg der Energieformen.

Voraussichtliche Entwicklung:

Das neue Geschäftsjahr 2024 ist zurückhaltend angelaufen. Die weltweiten Auswirkungen des seit nun schon mehr als zwei Jahre andauernden Ukraine-Kriegs können - insbesondere im Hinblick auf die Folgen der bestehenden und möglicher weiterer Embargos - Einfluss auf unsere Versorgungslage nehmen und damit auch zu weiteren Umsatzrückgängen führen.

Der Wettbewerb ist deutlich aggressiver geworden, die Nachfrage sinkt, so dass sich tendenziell schwächere Überschüsse für die Zukunft abzeichnen. Die sich aus der Entwicklung in der Ukraine und dem Nahen Osten ergebenden unkalkulierbaren Risiken halten wir durch unser gewohnt ordentliches und vorsichtiges kaufmännisches Handeln weitestgehend unter Kontrolle.

Wir haben wir uns im Hinblick auf die völlig veränderten Lebens- und Arbeitsbedingungen durch die weltweiten Einflüsse weiter stabilisiert und sind vorbereitet auf mögliche Entwicklungen. Die Risiken im Hinblick auf den Krieg und die Konjunktur haben wir fest im Blick und beobachten die Lage fortlaufend. Daher bewegen wir uns wie gewohnt vorausschauend vorsichtig und sind optimistisch, auch in den aktuell unsicheren Zeiten der weltweiten schwer kalkulierbaren wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Kriegs und der nur gering erwarteten Wachstumsraten für die Konjunktur unsere bisher am Markt erarbeitete befriedigende Position zu erhalten.

 

Cuxhaven, den 28. März 2024

Glüsing Transport GmbH

gez. Arne Glüsing

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Umlaufvermögen 32.240.959,24 42.797.765,20
I. Vorräte 4.944.682,54 9.044.263,86
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 24.282,00 64.472,60
2. fertige Erzeugnisse und Waren 4.920.400,54 8.979.791,26
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 15.900.748,16 14.219.070,92
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.557.836,93 10.579.303,41
2. Forderungen gegen Gesellschafter 1.162.631,20 2.527.858,00
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 390.436,30 273.900,08
4. sonstige Vermögensgegenstände 1.789.843,73 838.009,43
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 11.395.528,54 19.534.430,42
Aktiva 32.240.959,24 42.797.765,20

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 19.170.730,70 19.516.093,28
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Bilanzgewinn 18.170.730,70 18.516.093,28
B. Rückstellungen 39.340,00 2.745.593,40
1. Steuerrückstellungen 0,00 2.670.223,40
2. sonstige Rückstellungen 39.340,00 75.370,00
C. Verbindlichkeiten 13.030.888,54 20.536.078,52
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.936.435,43 15.179.011,44
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.450.000,00 3.450.000,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.644.453,11 1.907.067,08
davon aus Steuern 592.840,59 47.969,83
Passiva 32.240.959,24 42.797.765,20

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 190.682.753,55 285.001.051,02
2. sonstige betriebliche Erträge 1.836.754,33 5.046.882,57
3. Materialaufwand 181.085.278,21 264.348.572,41
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 181.085.278,21 264.348.572,41
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 9.244.594,35 12.555.990,89
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 363.365,94 78.490,80
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 95.536,64 120.049,96
davon an verbundene Unternehmen 81.250,00 76.805,56
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 802.827,20 4.060.981,11
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 6.349,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 6.349,00
8. Ergebnis nach Steuern 1.654.637,42 9.040.830,02
9. Jahresüberschuss 1.654.637,42 9.040.830,02
10. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 16.516.093,28 9.475.263,26
11. Bilanzgewinn 18.170.730,70 18.516.093,28

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der Glüsing Transport GmbH, Cuxhaven

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Glüsing Transport GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Cuxhaven
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Tostedt
Register-Nr.: HRB 110104

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, wurden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben. Dem allgemeinen Kreditrisiko im Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen sowie zu erwartenden Abzügen wird durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Anschaffungskosten bilanziert.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Soweit der Jahresabschluss Posten enthält, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, erfolgte die Umrechnung grundsätzlich zu den Tageskursen der Banken. Wich der Stichtagsdevisenkassamittelkurs davon ab, so wurde dieser zugrunde gelegt. Die Restlaufzeit der Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten betrug weniger als ein Jahr (Hinweis auf § 256 a HGB).

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going Concern, § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Angaben zur Bilanz

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00).

Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung

Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von EUR 16.516.093,28 einbezogen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere die Kosten für die Erstellung Und Prüfung des Jahresabschlusses TEUR 39,0.

Verbindlichkeitenspiegel

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEUR kleiner 1 J.
TEUR
1 bis 5 J.
TEUR
größer 5 J.
TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 7.936,4 7.936,4 0,0 0,0
(Vorjahr) (15.179,0) (15.179,0) (0,0) (0,0)
gegenüber verbundenen Unternehmen 3.450,0 3.450,0 0,0 0,0
(Vorjahr) (3.450,0) (3.450,0) (0,0) (0,0)
sonstige Verbindlichkeiten 1.644,5 1.644,5 0,0 0,0
(Vorjahr) (1.907,1) (1.907,1) (0,0) (0,0)
Summe 13.030,9 13.030,9 0,0 0,0
(Vorjahr) (20.536,1) (20.536,1) (0,0) (0,0)

Soweit den "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" Warenlieferungen zugrunde liegen, bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Latente Steuern

Auf das Aktivierungswahlrecht latenter Steuern wurde gem. § 274 Abs. 1 s. 2 HGB verzichtet.

Die passiven latenten Steuern beruhen auf der unterschiedlichen Bewertung von Bankguthaben, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Fremdwährung.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 31 %.

Der Saldo der passiven latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 0,00 EUR.

Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern: - 6.349,00 EUR.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 3.704 TEUR sonstige finanzielle Verpflichtungen. Es handelt sich um jährliche Raten für die Charter der eingecharterten Schiffe.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse gemäß § 285 Nr. 4 HGB ist nicht erforderlich, da nur ein Tätigkeitsbereich (Mineralölhandel) und ein geographischer Markt (deutsche Nordseehäfen) bedient werden.

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 1.826.252,40 (Vorjahr: EUR 4.991.167,06). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 2.075.801,75 (Vorjahr: EUR 4.391.107,57).

Zinsen Verbundbereich

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 81.250,00 Vorjahr: EUR 76.805,56).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen ausschließlich auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Das Unternehmen beschäftigte während des Geschäftsjahres keine eigenen Arbeitnehmer.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch den Kapitän und Kaufmann Arne Glüsing, Cuxhaven, geführt.

Gem. § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe gem. § 286 Nr. 9a HGB.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 9 TEUR, es betrifft nur Abschlussprüferleistungen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, eingetreten:

Trotz der nachhaltigen weltweiten Auswirkungen der Corona-Pandemie und des seit zwei Jahren andauernden Krieges in der Ukraine konnte das Unternehmen bisher seine wirtschaftliche Tätigkeit noch erfolgreich fortsetzen. Seriöse Angaben zum weiteren Geschäftsverlauf sind aktuell nicht möglich. Aufgrund bestehender Embargos ist die Warenbeschaffung zwar bereits erschwert, aktuell ist die Versorgunglage des Unternehmens aber gesichert. Für die Zukunft können mögliche Engpässe in der Warenbeschaffung jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Trotz dieser Unsicherheiten bestehen nach unserer Einschätzung jedoch keine bedeutsamen Zweifel an der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Wir verweisen hierzu auch auf die Ausführungen im Lagebericht.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Bilanzgewinn 31.12.2022 18.516.093,28
Dividende 2022 2.000.000,00
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 16.516.093,28
Jahresüberschuss 2023 1.654.637,42
Bilanzgewinn 31.12.2023 18.170.730,70
Dividende 2023 1.000.000,00
auf neue Rechnung vorzutragender Bilanzgewinn 17.170.730,70

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Cuxhaven, 28. März 2024

gez. Arne Glüsing, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 23.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

E. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks und Schlussbemerkung

Nach dem Ergebnis meiner Prüfung habe ich am 23. Juli 2024 dem als Anlagen 1 bis 3 beigefügten Jahresabschluss der Glüsing Transport GmbH, Cuxhaven, zum 31. Dezember 2023 und dem als Anlage 4 beigefügten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt, der von mir an dieser Stelle wiedergegeben wird:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Glüsing Transport GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Glüsing Transport GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Glüsing Transport GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil meines Bestätigungsvermerks."

Vorstehenden Prüfungsbericht erstatte ich in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F.).

Die Verwendung des vorstehend wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts setzt meine vorherige Zustimmung voraus.

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) erfordert meine erneute Stellungnahme, soweit dabei mein Bestätigungsvermerk zitiert oder auf meine Prüfung hingewiesen wird. Ich weise diesbezüglich auf § 328 HGB hin.

 

Cuxhaven, 23. Juli 2024

TKP Tutas, Kruse & Coll. GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Diplom-Betriebswirt (FH) Ingo Kruse, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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