Bankhaus Bauer Aktiengesellschaft

Trentelgasse 4, 45127 Essen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 31673
Vorher
Skylinehöhe 64. V V AGRBR Beteiligungs AG
Eingetragen
14.7.2009
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsGeld- und WertdiensteBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Das Betreiben folgender Bankgeschäfte: Einlagengeschäft gemäß § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 KWG, Kreditgeschäft gemäß § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 KWG, Finanzkommissionsgeschäft gemäß § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 KWG, Depotgeschäft gemäß § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 KWG, Garantiegeschäft gemäß § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 KWG, Scheckeinzugsgeschäft, Wechseleinzugsgeschäft und Reisescheckgeschäft gemäß § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 9 KWG und die Erbringung folgender Finanzdienstleistungen: Anlagevermittlung gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 KWG, Anlageberatung gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1a KWG, Platzierungsgeschäft gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1c KWG, Abschlussvermittlung gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 2 KWG, Finanzportfolioverwaltung gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG, Eigenhandel gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 4 KWG, Drittstaateneinlagenvermittlung gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 5 KWG, Sortengeschäft gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 7 KWG, Factoring gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG Anlageverwaltung gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 11 KWG und Eigengeschäft gemäß § 1 Abs. la Satz 3 KWG. Darüber hinaus ist die Gesellschaft zur Erbringung sämtlicher Zahlungsdienste gemäß § 1 Abs. 2 Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) sowie zur Erbringung des E-Geld-Geschäfts nach § 1 a Abs. 2 ZAG berechtigt.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gina Pucekaite Freund
seit 27.3.2026
Prokura
Thorsten Katzer
seit 16.6.2025
Prokura
André Weber
seit 29.11.2023
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied
Prokura
Wolfgang Lorenz
seit 11.11.2020
Prokura
Dietmar Brendle
seit 11.11.2020
Prokura
Stefan Brugger
seit 11.11.2020
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bankhaus Bauer Aktiengesellschaft

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
Barreserve
a) Kassenbestand 126.988,20 127.282,00
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 4.000.000,00 4.126.988,20 55.501.227,54
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 4.000.000,00 (55.501.227,54)
Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 84.173.499,09 6.736.513,70
b) andere Forderungen 2.812.916,73 86.986.415,82 4.585.428,74
Forderungen an Kunden 286.046.627,22 266.502.514,89
darunter: durch Grundpfandrechte gesichert 27.410.128,05 (27.482.976,68)
Kommunalkredite : 55.207.609,94 (58.697.959,01)
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.628.724,10 1.628.724,10
darunter an Finanzdienstleistungsinstitute 1.393.724,10 (1.393.724,10)
Sachanlagen 825.620,00 612.357,00
Sonstige Vermögensgegenstände 873.949,40 654.081,75
Rechnungsabgrenzungsposten 133.099,48 137.610,84
Summe der Aktiva 380.621.424,22 336.485.740,56

Passivseite

Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 0,00 0,00
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündi- 424.206,72 574.547,69
gungsfrist 424.206,72
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 3.824.733,44 5.798.867,53
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 0,00 3.824.733,44 66.532,09
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 105.456.228,77 0,00
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 229.892.676,42 335.348.905,19 339.173.638,63 289.151.248,84
Sonstige Verbindlichkeiten 964.792,77 953.072,04
Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00
Rückstellungen
Steuerrückstellungen 117.483,00 130.528,35
sonstige Rückstellungen 1.565.983,29 1.683.466,29 1.446.430,83
Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 5.000.000,00 5.000.000,00
b) Kapitalrücklage 38.285.714,62 38.285.714,62
d) Bilanzverlust -4.910.394,81 38.375.319,81 -4.921.201,43
Summe der Passiva 380.621.424,22 336.485.740,56
Eventualverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 388.943,37 351.388,77
Andere Verpflichtungen
Unwiderrufliche Kreditzusagen 5.368.353,22 17.095.513,39

Gewinn- und Verlustrechnung der Bankhaus Bauer Aktiengesellschaft

Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 14.362.641,78 5.962.585,56
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 0,00 14.362.641,78 0,00
Zinsaufwendungen -6.032.536,60 -643.935,46
Laufende Erträge aus
Beteiligungen 0,00 0,00
Provisionserträge 4.403.580,52 4.640.075,41
Provisionsaufwendungen -923.846,93 -712.023,76
Sonstige betriebliche Erträge 267.950,44 378.230,84
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -5.117.925,36 -4.010.290,46
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen -843.631,76 -5.961.557,12 -666.575,80
für Altersversorgung und Unterstützung
darunter: für Altersversorgung -157.093,58 -109.909,93
b) andere Verwaltungsaufwendungen -5.082.142,74 -11.043.699,86 -4.193.219,13
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -129.475,29 -86.531,51
Sonstige betriebliche Aufwendungen -525.629,37 -72.780,47
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -203.007,56 -405.011,39
Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbunden Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 0,00 0,00
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 175.977,13 190.523,83
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -157.659,82 -232.220,25
Sonstige Steuern, soweit nicht unter "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen -7.510,69 48.009,39
Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 10.806,62 6.312,97
Verlustvortrag aus dem Vorjahr -4.921.201,43 -4.927.514,40
Bilanzverlust -4.910.394,81 -4.921.201,43

3. Anhang

A. Allgemeine Angaben


Die Bankhaus Bauer Aktiengesellschaft, mit Sitz in Essen, ist beim Amtsgericht Essen unter der Handelsregisternummer HRB 31673 eingetragen.


Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Aktiengesetzes (AktG) .


Die Bankhaus Bauer Aktiengesellschaft hielt am Bilanzstichtag die Mehrheit am Grundkapital der elf Leasing GmbH, Essen, und wäre vorbehaltlich der befreienden Wirkung gemäß § 291 HGB, aufgrund der Regelungen in § 290 HGB, zur Aufstellung eines Teilkonzernabschlusses verpflichtet. Die Bankhaus Bauer Aktiengesellschaft wird als 98%ige Tochtergesellschaft in den befreienden Konzernabschluss sowie Konzernlagebricht der BB Beteiligungs GmbH, Essen, einbezogen, der nach deutschem Recht unter Beachtung der Vorschriften für Kreditinstitute aufgestellt worden ist. Eine Veröffentlichung erfolgt im Bundesanzeiger. In Anwendung des § 291 HGB ist die Bankhaus Bauer Aktiengesellschaft von der Aufstellung eines eigenen Konzernlageberichts befreit.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden


Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der § 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).


Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden angewandt:

Barreserve


Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden


Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt.


Angekaufte Forderungen aus Leasing- und Mietkaufverträgen wurden mit ihren Anschaffungskosten bilanziert.


Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind den zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.


Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Daneben bestehen noch Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB.


Für die latenten Kreditrisiken aus Forderungen, Kreditzusagen und Avalen an Kunden und Kreditinstitute wurde eine versteuerte Pauschalwertberichtigung und eine Rückstellung gemäß IDW RS BFA 7 gebildet. Die Ermittlung erfolgt über eine Laufzeitbasierte Cashflow orientierte Betrachtung über die gesamte Vertragslaufzeit. Die Berechnung erfolgt anhand der monatlichen Ausfallwahrscheinlichkeit wobei Bonitätsveränderungen berücksichtigt werden. In die Berechnung fließen die Forderungen an Kunden inklusive der Kreditzusagen und Avalen ein. Die gebildeten Einzelwertberichtigungen werden dabei Risikomindernd berücksichtigt.

Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs


Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs werden, im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte, nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 (n. F.) verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang ist eine Drohverlustrückstellung zu bilden, welche unter den anderen Rückstellungen auszuweisen ist.


Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden.

Anteile an verbundenen Unternehmen


Die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen


Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu den Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die sich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientiert, linear vorgenommen.


Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Einzelwert von EUR 250 wurden als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Für Anlagegüter mit einem Einzelwert von mehr als EUR 250 und bis zu EUR 1.000 wurde eine Poolabschreibung nach steuerrechtlichen Vorgaben vorgenommen.

Sonstige Vermögensgegenstände


Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach den Grundsätzen des strengen Niederstwertprinzips.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten


Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungen handelt es sich um Vorauszahlungen insbesonder von Versicherungsbeträgen, welche planmäßig über die Laufzeit reduziert werden.

Aktive latente Steuern


Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasipermanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen.


Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung ergibt sich ein aktivischer Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D) .


Der Aktivüberhang beruht im Wesentlichen auf der Bildung von steuerlich nicht anerkannten Pauschalwertberichtigungen sowie Vorsorgereserven im Kreditgeschäft.

Verbindlichkeiten


Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag.

Rückstellungen


Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden, gemäß § 253 Abs. 2 HGB, mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.


Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen, wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.


Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.


Pensionsverpflichtungen bestehen keine.

Währungsumrechnung


Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet.


Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.


Soweit die Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr betrug oder die Anforderungen an eine besondere Deckung vorlagen, wurden Erträge aus der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt.


Als besonders gedeckt wurden gegenläufige Fremdwährungspositionen angesehen, soweit sie sich betragsmäßig und hinsichtlich ihrer Fristigkeit entsprechen.


Fremdwährungsposten, die nicht besonders gedeckt sind und eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, sowie weder dem Handelsbestand zugeordnet, noch bezüglich des Währungsrisikos in eine Bewertungseinheit i. S. d. § 254 HGB einbezogen sind, bestehen nicht.

Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen


Negative Zinsen auf finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres bei den betreffenden Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen in Abzug gebracht.

Verwendung des Jahresergebnisses


Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- / Herstellungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres Zugänge (a) Zuschreibungen (b) Umbuchungen (a) Abgänge (b) Anschaffungs- / Herstellungskosten am Ende des Geschäftsjahres
im Geschäftsjahr
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0 0 (a)
0 (b)
0 (a)
0 (b)
0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.867 0 (a)
0 (b)
0 (a)
0 (b)
5.867
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 (a)
0 (b)
0 (a)
0 (b)
0
d) geleistete Anzahlungen 0 0 (a)
0 (b)
0 (a)
0 (b)
0
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 0 0 (a)
0 (b)
0 (a)
0 (b)
0
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.001.639 342.738 (a)
0 (b)
0 (a)
0 (b)
1.344.378
Summe a 1.007.506 342.738 (a)
0 (b)
0 (a)
0 (b)
1.350.245
Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres (gesamt) Abschreibungen Geschäftsjahr (a) Zuschreibungen Geschäftsjahr (b) Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit Abschreibungen am Ende des Geschäftsjahres (gesamt) Buchwerte Bilanzstichtag (Vorjahr)
Zugängen (a) Zuschreibungen (b) Umbuchungen (a) Abgängen (b)
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0 0 (a)
0 (b)
0 (a)
0 (b)
0 (a)
0 (b)
0 0
(0)
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.867 0 (a)
0 (b)
0 (a)
0 (b)
0 (a)
0 (b)
5.867 0
(0)
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 (a)
0 (b)
0 (a)
0 (b)
0 (a)
0 (b)
0 0
(0)
d) geleistete Anzahlungen 0 0 (a)
0 (b)
0 (a)
0 (b)
0 (a)
0 (b)
0 0
(0)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 0 0 (a)
0 (b)
0 (a)
0 (b)
0 (a)
0 (b)
0 0
(0)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 389.282 129.475 (a)
0 (b)
0 (a)
0 (b)
0 (a)
0 (b)
518.758 825.620
(612.357)
Summe a 395.149 129.475 (a) 0 (a) 0 (a) 524.625 825.620
0 (b) 0 (b) 0 (b) (612.357)
Anschaffungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres Veränderungen (saldiert) Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR EUR EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0
Beteiligungen 0 0 0
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.628.724 0 1.628.724
Summe b 1.628.724 0 1.628.724
Summe a und b 2.636.230 2.454.344

D. Erläuterungen zur Bilanz

Barreserve

Bei der Barreserve handelt es sich im wesentlichen um Guthaben bei der Deutschen Bundesbank, sowie in geringfügigem Maße um Barbestände in der Bank.

Forderungen an Kreditinstitute

In den Forderungen an Kreditinstitute sind EUR 80.026.667 Forderungen an die Deutsche Bundesbank enthalten, welche erstmalig in Form von "Over night Deposits" gehalten werden.

Forderungen an Kunden

In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 67.909.675 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die den Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, zuzuordnen sind:

Forderungen an
verbundene Unternehmen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
Geschäftsjahr Vorjahr Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
Forderungen an Kunden (A 4) 2.282.559 4.332.869 0 0

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Beteiligungen von nicht untergeordneter Bedeutung bestehen zum 31. Dezember 2023 wie folgt:

Name und Sitz Anteil am Gesellschaftskapital % Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
Jahr TEUR Jahr TEUR
a) elf Leasing GmbH,
45149 Essen
80,29 2022 2.052 2022 973
b) flc solutions GmbH, 67433 Neustdt an der Weinstraße 100,00 2022 251 2022 34


Mit den oben genannten Unternehmen besteht ein Konzernverhältnis.


Die elf Leasing GmbH wird in den befreienden Konzernabschluss (§291 HGB) der BB Beteiligungs GmbH, Essen, einbezogen.


Für die flc solutions GmbH wurde auf die Einbeziehung in den Konzernabschluss, aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 296 Abs. 2 HGB), verzichtet.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Im Bilanzposten "Sachanlagen" (A 12) sind ausschließlich Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 825.620 enthalten, welche im Rahmen eigener Tätigkeiten genutzt werden.

Sonstige Vermögensgegenstände

In dem Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" (A 14) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

31.12.2023
EUR
Forderungen aus Umsatzsteuer 234.720
Forderungen aus Gewerbesteuer 217.855
Forderungen Kapitalertragsteuer 300.912

Fremdwährungsposten

In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 4.002.825 enthalten.

Restlaufzeitspiegel für Forderungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

bis 3 Monate mehr als 3 Monate bis ein Jahr mehr als ein Jahr bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) 1.927.191 857.240 0 0
Forderungen an Kunden (A 4) 19.650.539 61.144.972 126.490.395 10.851.046


Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

bis 3 Monate mehr als 3 Monate bis ein Jahr mehr als ein Jahr bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 9.913 29.336 142.458 242.500
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) 102.382.886 94.054.023 30.911.766 0


Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Sonstige Verbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Sonstige Verbindlichkeiten" (P 5) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

31.12.2023
EUR
Lieferungen und Leistung 399.995
Umsatzsteuer 285.994
Kapitalertragsteuer 175.926

Passive latente Steuern

Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktivischer Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Passive Steuerlatenzen bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen folgende Positionen enthalten:

aus Mietverträgen TEUR 259 (VJ TEUR 183) und

aus Anstellungsverträgen TEUR 822 (VJ TEUR 563).

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, zuzuordnen sind:

Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Geschäftsjahr Vorjahr Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (P 2) 6.143.305 5.858.210 0 0

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt TEUR 5.000 und besteht aus 5 Mio. Stückaktien zum rechnerischen Nennbetrag von EUR 1. Das Grundkapital ist vollständig einbezahlt.

Am 30. April 2015 wurde im Gesellschaftsblatt veröffentlicht, dass die BB Beteiligungs GmbH, Essen, unmittelbar eine Mehrheitsbeteiligung an der Bankhaus Bauer Aktiengesellschaft hält.

Die Kapitalrücklage (P12c) hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert und beträgt weiterhin EUR 38.285.715.

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

Die im Posten Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungen sowie unwiderruflichen Kreditzusagen unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten.
Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind nicht erkennbar. Die in den Posten Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungen sowie unwiderruflichen Kreditzusagen ausgewiesenen Positionen sind breit gestreut. Bei den unwiderruflichen Kreditzusagen handelt es sich um die Einräumung einer kurzfristigen Überziehungsmöglichkeit für unsere Kunden.
Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt.

Durch Übertragung von Vermögensgegenstände gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit
übertragenen Vermögenswerte
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 424.207

Fremdwährungsposten

In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 4.000.536 enthalten.

Termingeschäfte und derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Termingeschäfte.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung



Zinserträge und Zinsaufwendungen

Negative Zinsen aus Aktivgeschäften sind in den Zinserträgen in Höhe von EUR 0 (Reduktion des Zinsertrags) bzw. in den Zinsaufwendungen aus Passivgeschäften in Höhe von EUR 0 (Reduktion des Zinsaufwands) enthalten.

Provisionserträge

Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachten Dienstleistungen im Rahmen des Effektenkommissionsgeschäftes, des Vermögensberatungsgeschäftes, der Depotverwaltung sowie der Vermögensverwaltung nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein. Sie machen 1,03% der durchschnittlichen Bilanzsumme sowie 80,88% der gesamten Provisionserträge aus.

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen dienen ausschließlich dem Bankgeschäft.

Die drei größten Positionen sind Aufwendungen für die von der Bank gemieteten Räumlichkeiten TEUR 1.047 (VJ TEUR 1.057), EDV Kosten TEUR 1.075 (VJ TEUR 1.053) und Prüfungs- und Beratungskosten TEUR 1.412 (VJ TEUR 770).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen Aufwendungen (GuV-Posten 12) sind folgende nicht unwesentliche Einzelbeträge enthalten:

Art EUR
Kosten für Kompensationszahlungen 481.525

Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 110.364 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 115.822 enthalten.

Bei den Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um die Auflösung von Rückstellungen.

Die Aufwendungen resultieren aus der Zuführung zu den Rückstellungen für die Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie aus Rechnungen und Provisionszahlungen, welche das Vorjahr betrafen.

F. Sonstige Angaben

Vorstand und Aufsichtsrat

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 75.000.

Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen gegenüber den Mitgliedern des Vorstandes betrugen EUR 10.052. Gegenüber den Mitgliedern des Aufsichtsrats bestehen keine Forderungen oder Haftungsverhältnisse.

Geschäfte zu marktunüblichen Bedingungen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind ausschließlich unter marktüblichen Bedingungen zustande gekommen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen insgesamt in Form von Mietverpflichtungen für die Geschäftsräume Stuttgart (Laufzeit bis 06.2027) und Essen (Laufzeit bis 12.2033) in Höhe von derzeit EUR 655.778,08 pro Jahr.

Personalstatistik

Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Prokuristen 4 0
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 39 15
43 15

Besondere Offenlegungspflichten

Die Offenlegung erfolgt, gem. Teil 8 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013, auf der Grundlage des Artikels 6 Absatz 3 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 im Rahmen der Offenlegung der BB Beteiligungs GmbH, Essen, als Konzernmutter im Bundesanzeiger.

Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Die Kosten für die Jahresabschlussprüfung sowie für andere Bestätigungsleistungen werden entsprechend § 285 Nr. 17 HGB im Konzernanhang dargestellt.

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf:

Heddergott, Dr. Stefan, Ressort Markt, Sprecher des Vorstands, (bis 31.10.2023)

Brugger, Stefan, Ressort Marktfolge, Mitglied des Vorstands

Deckert, Dr. Martin, Ressort Bankbetrieb, Mitglied des Vorstands, (seit 1.5.2023)

Weber, André, Ressort Markt, Mitglied des Vorstands, (seit 1.11.2023)

Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf:

Mundt, Guido W., - Vorsitzender - , Kaufmann

Angerstein, Joachim, - stellvertretender Vorsitzender - , Abteilungsleiter der opta data Stiftung & Co.KG

Fischer, Andreas, Mitglied der Geschäftsführung der opta data Stiftung & Co.KG

Steinbach, Mark, Mitglied der Geschäftsführung der opta data Stiftung & Co.KG

Windhaus, Christian, Geschäftsführer der opta data digital communication GmbH

Nachtragsbericht

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die das Ergebnis und die allgemeine Lage der Bankhaus Bauer AG wesentlich beeinflusst haben, haben sich bisher nicht ergeben.

Kapitalrendite

Die Kapitalrendite aus Nettogewinn und Bilanzsumme betrug zum Geschäftsjahr 2023 0,003% und aus Bruttogewinn und Bilanzsumme 0,046%.

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 10.806,62 - unter Einbeziehung eines Verlustvortrages von EUR 4.921.201,43 (Bilanzverlust von EUR -4.910.394,81) - auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Essen, 21. März 2024

Bankhaus Bauer Aktiengesellschaft

Stefan Brugger Dr. Martin Deckert André Weber
Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Bankhaus Bauer AG, Essen

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile


Wir haben den Jahresabschluss der Bankhaus Bauer AG, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bankhaus Bauer AG, Essen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.


Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile


Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses


Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.


Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

Werthaltigkeit der Forderungen an Kunden


Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:

1.) Sachverhalt und Problemstellung


2.) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse


3.) Verweis auf weitere Informationen

1.) Sachverhalt und Problemstellung


Das Adressenausfallrisiko resultiert bei der Bankhaus Bauer AG im Wesentlichen aus dem Kreditgeschäft mit Kunden. Im Kreditgeschäft dominierten Ankauf von Forderungen, insbesondere in Form von Forderungen aus Leasing- und Mietkaufverträgen der Tochtergesellschaft elf Leasing GmbH, Forderungen gegenüber Gesetzlichen Krankenkassen sowie die gewerblichen Immobilienzwischenfinanzierungen. Die Forderungen an Kunden sind mit EUR 286 Mio. (Vj. EUR 266 Mio.) der größte Aktivposten der Bank. Bei den Verfahren zur Ermittlung der Risikovorsorge und der Bewertung der Sicherheiten bestehen zulässigerweise Ermessenspielräume. Unter Berücksichtigung der gebildeten Risikovorsorge in Form von Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen stellt die Bewertung der Forderungen an Kunden einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

2.) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse


Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung haben wir zunächst die Wirksamkeit der Kontrollen der Bankhaus Bauer AG im Hinblick auf die Bewertung der Forderungen an Kunden unter Berücksichtigung der gebildeten Risikovorsorge in Form von Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen beurteilt. Wir haben die Kontrollen bezüglich der Kreditvergabe sowie hinsichtlich der korrekten Handhabung der Ratingverfahren, der Analyse der wirtschaftlichen Verhältnisse und der Sicherheitenbewertung geprüft. Zudem haben wir die Bewertung der Forderungen auf der Basis von Stichproben beurteilt und hierbei unseren Fokus auf den Bereich der Immobilienzwischenfinanzierungen gelegt. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die Bewertung der Forderungen an Kunden ergeben.

3.) Verweis auf weitere Informationen


Die Angaben der Bankhaus Bauer AG zur Bewertung der Forderungen an Kunden sind im Anhang im Abschnitt B "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" enthalten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht


Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.


Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.


Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.


Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts


Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.


Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.


Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.


Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.


Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.


Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO


Wir wurden von der Hauptversammlung am 31. Mai 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 4. Oktober 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2020 als Abschlussprüfer der Bankhaus Bauer AG, Essen, tätig.


Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.


Wir erbringen folgende Leistungen, die nicht die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht des geprüften Unternehmens angegeben wurde, zusätzlich für das geprüfte Unternehmen:

Prüfung der relevanten Vorgaben des § 84 WpHG für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER


Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dr. Stefan Fischer.

 

Frankfurt am Main, den 22. Mai 2024

Baker Tilly GmbH & Co. KG


Wirtschaftsprüfungsgesellschaft


(Düsseldorf)

Dr. Stefan Fischer Nick Krey
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der Bankhaus Bauer Aktiengesellschaft

GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT


Die Bankhaus Bauer Aktiengesellschaft agiert als mittelständisches, unabhängiges Finanzdienstleistungsunternehmen am Standort Deutschland. Traditionell liegt der Kundenfokus auf vermögenden Privat- und Geschäftskunden sowie auf Firmenkunden aus der Gesundheitsbranche (Healthcare), mit einem besonderen Augenmerk auf die Bereiche Vermögensverwaltung / Asset Management, Immobilienzwischenfinanzierung sowie Factoring. Zudem wird über die sich im Mehrheitsbesitz befindliche elf Leasing GmbH das Leasing- sowie Mietkaufgeschäft ausgeübt. Als Universalbank betreibt die Bankhaus Bauer Aktiengesellschaft jedoch grundsätzlich sämtliche Bankgeschäfte. Das Finanzinstitut wurde 1931 gegründet und betreut aus seinem Firmensitz in Essen sowie seiner Niederlassung in Stuttgart heraus bundesweit Kundenverbindungen.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Konjunkturelle Entwicklung


Die geopolitische Unsicherheit und ihre Folgen sind im Alltag allgegenwärtig. Die mediale Präsenz einer sich verändernden Umwelt findet vor allem dann statt, wenn Bilder über die Auswirkungen verheerender Umweltkatastrophen in den Fokus rücken. Dass 2023 das weltweit heißeste Jahr seit der Klimaaufzeichnung war, ist fast schon wieder in Vergessenheit geraten. Spätestens mit dem Terroranschlag der Hamas auf Israel ist der Nahostkonflikt zum beherrschenden Thema geworden. Bilder humanitärer Katastrophen prägen die Berichterstattung und rechtfertigen das resolute Handeln und das globale Aufrüsten. Der russische Angriffskrieg ist zu einer Leistungsschau der Waffensysteme avanciert und wird über Produktionskapazitäten dringend notwendiger Munition der jeweiligen Verbündeten befeuert. Mit Blick auf Deutschland fehlen unverändert Impulse für eine richtungsweisende mittel- sowie langfristige Sicherstellung der wirtschaftlichen und zunehmend innenpolitischen Stabilisierung. So werden Wahlversprechen, auch in Form weiterer Sozialausgaben eingelöst, anstatt in die Zukunft, in Bildung und Forschung zu investieren. Mit dem Aus von "Emsland", "Isar 2" sowie "Neckarwestheim 2" wurde im April 2023 der vor zwölf Jahren als Reaktion auf die Katastrophe von Fukushima verabschiedete Beschluss final umgesetzt, indem die letzten verbliebenen Atommeiler in Deutschland endgültig abgeschaltet wurden. Die Energiewende ist in vollem Gange und deren Finanzierung belastet zusätzlich in erheblichem Maße die Wettbewerbs- und damit Zukunftsfähigkeit der heimischen Wirtschaft sowie der Haushalte. Wenngleich sich die Kurve der Preissteigerung im Jahresverlauf von durchschnittlich 6,9% im Vorjahr auf 5,9% im Berichtsjahr weiter abgeflacht hat, waren die Reaktionen auf die eingesetzten Instrumente bisher nicht geeignet die Zinswende einzuleiten. Selbst der zwischenzeitliche Rückgang der Inflation im Dezember auf 3,8% gegenüber dem Vorjahr steht nicht mit dem mittelfristigen Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) im Einklang, um damit die Zinswende zu begründen und zwingend notwendige Impulse für die schwächelnde Konjunktur zu setzen. Der letztmalig Mitte September auf nunmehr 4,5% angehobene Hauptrefinanzierungszins der (EZB) hat im abgelaufenen Jahr neben krisenbedingt belasteten Lieferketten sowie dem anhaltenden Fachkräftemangel zusätzlich Einfluss auf das Bruttoinlandsprodukt genommen und zu einem Rückgang der Wirtschaftsleistung in Deutschland um 0,3% geführt. In der Eurozone hat ebenfalls kein wirtschaftliches Wachstum stattgefunden. Mit einer Entwicklung auf Verbundebene von insgesamt 0,0% konnte eine Regression vermieden werden. Die amerikanische Wirtschaft hat sich den hohen Zinsen robuster entgegengestellt und das Jahr 2023 mit einem Plus von 2,5% beenden können. In den Prognosen für die Eurozone wird von einer insgesamt prosperierenden wirtschaftlichen Entwicklung ausgegangen. Wenngleich die Prognosen der Europäischen Union (EU) des Wirtschaftswachstums in Deutschland für das laufende Jahr auf nunmehr nur noch rd. 0,3% gesenkt wurden, kann voraussichtlich eine erneute Rezession abgewendet und die derzeit vorherrschende Stagflation aufgelöst werden. Die Börsen haben die Erwartungen einer breiten Zinswende bereits vorweggenommen und insbesondere im Schlussquartal für eine euphorische Entwicklung gesorgt. Der Dax hat zum Ende des Jahres ein neues Allzeithoch erreicht und den Handel des Jahres 2023 leicht unterhalb mit einem Plus von rd. 20% gegenüber dem Vorjahr beendet. Wesentlich dynamischer hat der NASDAQ 100 das Börsenjahr 2023 beenden können. Nach einem Rückgang von rd. 33% im Jahr 2022 hat der vom Technologiesektor beeinflusste Index das Jahr mit einer positiven Entwicklung von rd. 54% abgeschlossen. Der Rentenmarkt ist ebenfalls tangiert und hat vor dem Hintergrund einer latenten Zinssenkung zu einer Korrektur im Schlussquartal geführt. Die Rendite 10-jähriger Staatsanleihen in Deutschland hat in Folge der Zinserwartung nach einer bis dahin positiven Entwicklung um 0,8% auf 2,0% nachgegeben und ist damit unter die Rendite des Vorjahres von 2,6% gefallen. Das US-Amerikanische Pendant hat seine unterjährige Entwicklung ebenfalls eingebüßt und ist in den letzten drei Monaten des Jahres von 4,6% auf den Eröffnungskurs von 3,9% zurückgefallen. Der Immobiliensektor gibt nach einer langen Phase überproportionaler Kaufpreissteigerungen erstmals nach. Nach einer Schätzung des Verbandes deutscher Pfandbriefbanken ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Minus von 6,1% zu verzeichnen gewesen. Bei Gewerbeimmobilien spricht der Verband von Preiseinbrüchen. Demnach fielen diese gegenüber dem Vorjahr um gut 12%. Der Bankensektor war 2023 einer der großen Gewinner. Trotz der Herausforderungen an die Reagibilität der Geschäftsmodelle, konnten die Kreditinstitute nahezu flächendeckend von den Leitzinserhöhungen der EZB profitieren und die Ergebnisse der operativen Geschäftstätigkeit gegenüber dem Vorjahr zum Teil deutlich steigern. Der indes erreichte Grad der Resilienz gemessen an der Eigenmittelausstattung heimischer Kreditinstitute hat dazu geführt, dass die Anfang 2023 in Kraft getretene zusätzliche Eigenmittelanforderung, in Form des antizyklischen Kapitalpuffers in Höhe von 0,75% sowie eines additiven sektoralen Systemrisikopuffers in Höhe von 2,00% der risikogewichteten Aktiva für Wohnimmobilien, zu keinen wahrnehmbaren Implikationen geführt hat.

Geschäftsverlauf


Die Bankhaus Bauer AG hat die Justierung ihrer kundengeschäftlichen Ausrichtung im abgelaufenen Geschäftsjahr fortgeführt. Diese sieht eine zunehmende Allokation der haftenden Eigenmittel auf Geschäfte mit Kunden der Gesundheitsbranche (Healthcare) vor. Neben der kundengeschäftlichen Schärfung wird zudem ein besonderes Augenmerk auf die Digitalisierung der kundengeschäftlichen Prozesse gelegt. Die diesbezüglich im Geschäftsjahr getätigten Investitionen haben erwartungsgemäß das Betriebsergebnis des Geschäftsjahres 2023 tangiert. Das Kundenkreditgeschäft, insbesondere die Immobilien-Projektfinanzierungen, wurden in 2023 insgesamt restriktiver fortgeführt. Die Refinanzierung der bankeigenen Tochtergesellschaft, der elf Leasing GmbH, wurde uneingeschränkt fortgeführt und war insgesamt geeignet, das bilanzielle Kundenkreditgeschäft gegenüber vor Vorjahr anwachsen zu lassen.

Berichtsjahr Vorjahr Entwicklung Entwicklung
Bilanzsumme EUR 381 Mio. EUR 336 Mio. EUR 45 Mio. 13,4%
Außerbilanzielle Geschäfte * EUR 5 Mio. EUR 17 Mio. -EUR 12 Mio. -70,6%
Forderungen an Kunden EUR 286 Mio. EUR 266 Mio. EUR 20 Mio. 7,5%
Verbindlichkeiten ggü. Kunden EUR 339 Mio. EUR 295 Mio. EUR 44 Mio. 14,9%

*) Posten unter dem Bilanzstrich: Eventualverbindlichkeiten, andere Verpflichtungen

Ertragslage


Das Zinsergebnis hat neben der Ausweitung des Kundenkreditgeschäfts zudem an der Marktentwicklung partizipieren können und ist insbesondere infolgedessen gegenüber dem Vorjahr deutlich auf EUR 8,3 Mio. (Vj. EUR 5,3 Mio.) gestiegen. Das Provisionsergebnis hat von der positiven Entwicklung des Wertpapierkundengeschäfts profitieren können, ist aber insgesamt aufgrund der eingetrübten Marktentwicklung im Bereich der Immobilienfinanzierungen hinter dem Vorjahreswert geblieben, sodass sich das Provisionsergebnis im Berichtsjahr um rd. -11% auf EUR 3,5 Mio. reduziert hat. Die gegenüber dem Vorjahr deutliche Zunahme der Verwaltungsaufwendungen resultiert aus der anhaltenden kundengeschäftlichen sowie technologischen Verstetigung. Die vorgesehene Justierung setzt neben der Beratungs- sowie Branchenexpertise im Rahmen des Kundendialogs zudem auf Know-how-Träger, welche über die erforderlichen Schlüsselkompetenzen verfügen, sodass insgesamt eine kontinuierliche Fortentwicklung im persönlichen sowie digitalen Kundenkontakt gewährleistet werden kann. Die hierfür im Berichtsjahr umgesetzten Investitionen haben insbesondere dazu geführt, dass sich der Personalaufwand gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,2 Mio. auf EUR 5,9 Mio. sowie der Sachaufwand um EUR 0,9 Mio. auf EUR 5,1 Mio. erhöht haben. Im Bewertungsergebnis sind die Vorgaben des IDW RS BFA 7 berücksichtigt worden. Die auf Grundlage des Lifetime Expected Loss zu bildende Risikovorsorge wurde als Pauschalwertberichtigung für die bilanziellen Kundengeschäfte gebildet. Für latente Kundenkreditgeschäfte sind die Anforderungen des IDW RS BFA7 in den Rückstellungen verarbeitet worden. Im Ergebnis konnte in einem insgesamt anspruchsvollen Geschäftsjahr ein Jahresüberschuss erzielt werden, sodass mithin die getätigten Investitionen einmal mehr aus der operativen Geschäftstätigkeit erwirtschaftet werden konnten.


Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der Bankhaus Bauer AG sind die Cost-Income-Ratio, als Indiz für einen effizienten Ressourceneinsatz, sowie das Betriebsergebnis vor Steuern. Im Geschäftsjahr 2023 konnte trotz der skizzierten Rahmenbedingungen eine weitestgehende Planerreichung realisiert werden. Die Cost-Income Ratio (CIR) erreicht zum Bilanzstichtag rd. 97,1%. Geplant wurde eine CIR von rd. 97,2%. Unter Risikoaspekten werden ergänzend zu den Leistungsindikatoren die Limitauslastung im Rahmen der Risikotragfähigkeit sowie selektierte aufsichtsrechtliche Kennziffern für die Liquidität und Solvabilität zur Steuerung herangezogen.

Vermögens- und Finanzlage


Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr auf EUR 381 Mio. (Vj.: EUR 336 Mio.) erhöht und resultiert primär aus Mittelzuflüssen im Rahmen des privaten Kundengeschäftes sowie einer weiteren Ausweitung des Kundenkreditgeschäfts. Die Inanspruchnahmen des Kundenkreditgeschäfts sind im Wesentlichen durch eine Aufstockung der Forfaitierung zur Refinanzierung der elf Leasing GmbH gestiegen. Die Forderungen an Kunden nahmen im Berichtsjahr infolgedessen um EUR 20 Mio. auf EUR 286 Mio. zu. Die Liquiditätshaltung erfolgte im Geschäftsjahr 2023 unverändert ausschließlich als Guthaben bei der Deutschen Bundesbank. Der Bestand liegt mit EUR 84 Mio. aufgrund der Ausweitung des privaten Kundengeschäfts über dem des Vorjahres in Höhe von EUR 56 Mio. Die Refinanzierung des Kundenkreditgeschäftes erfolgte weiterhin nahezu ausschließlich über Kundeneinlagen. Diese stiegen gegenüber dem Vorjahr um EUR 44 Mio. auf EUR 339 Mio. Das Eigenkapital beträgt EUR 38 Mio. (Vj.: EUR 38 Mio.) zum 31.12.2023 und ist durch die vorgesehene Ergebnisverwendung des Geschäftsjahres 2023 in Form einer Thesaurierung des Bilanzgewinns bzw. einer Reduzierung des Verlustvortrages minimal tangiert. Die Vermögenslage der Bankhaus Bauer Aktiengesellschaft ist geordnet. Die Liquiditätslage wurde während des gesamten Geschäftsjahres komfortabel bemessen. Die Mindestkennziffer der Liquidity Coverage Ratio (LCR) in Höhe von 100% wurde im Berichtsjahr kontinuierlich überschritten.

PERSONAL- UND SOZIALBERICHT


Zum Bilanzstichtag waren bei der Bankhaus Bauer Aktiengesellschaft 60 Mitarbeiter (Vorjahr 55) beschäftigt. Bei drei Mitarbeitern handelt es sich um befristete Einstellungen von Studenten oder Doktoranden. Grundsätzlich werden die Mitarbeiter entsprechend ihrer Tätigkeit zu marktgerechten Konditionen vergütet. Die Vorgabe der Institutsvergütungsverordnung wurden eingehalten. Nahezu alle Mitarbeiter erhielten neben einer Fixvergütung auch einen leistungsorientierten variablen Vergütungsanteil in Form eines Zielbonus.

RISIKO- UND CHANCENBERICHT


Im Rahmen ihrer risikostrategischen Überlegungen wird auf die kontinuierliche Sicherstellung der Risikotragfähigkeit der Bankhaus Bauer AG, im Hinblick auf den Schutz der Gläubiger vor Verlusten einerseits und im Hinblick auf die Fortführung des Instituts unter Einhaltung der aufsichtlichen Vorgaben andererseits, abgestellt.


Die vom Vorstand in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat festgelegte Geschäfts- und Risikostrategie definiert die geschäftspolitischen Schwerpunkte der Bank und gibt die Leitlinien für das Risikomanagement der Bank vor. Das Risikomanagement ist entsprechend der Komplexität des Risikogehalts und der betriebenen Bankgeschäfte ausgestaltet und umfasst Maßnahmen der Risikoidentifizierung, Risikomessung, Risikosteuerung und Risikokontrolle sowie für ein angemessenes Berichtswesen. Zielsetzung des Risikomanagements ist eine strategiegerechte Gestaltung von Geschäftsaktivitäten, deren Ertragschancen und Risiken in einem angemessenen Verhältnis zueinanderstehen, sodass deren abgeleiteten kalkulatorischen Risiken die bereitgestellte Risikodeckungsmasse nicht übersteigen und damit die Risikotragfähigkeit gewährleistet ist. Neben der ökonomischen Perspektive wird - ebenfalls steuerungsrelevant - die Risikotragfähigkeitsrechnung unter Fortführungsaspekten in einer normativen Perspektive aufgestellt. In der normativen Perspektive sind die aufsichtsrechtlichen und regulatorischen Anforderungen, insbesondere die zu den aufsichtlichen Eigenmitteln, zu beachten. Unter Berücksichtigung von aufsichtlichen und bankintern festgelegten risikobezogenen Kennzahlen sowie einem auf die wesentlichen Risiken abgestellten Limitsystem plant und steuert die Bank die risikotragfähigkeitsbezogene Entwicklung des Instituts. Im Rahmen des Risikomanagement- und Limitierungsprozesses werden zudem Risikokonzentrationen mit Hilfe von Toleranzschwellen berücksichtigt. Vorstand und Aufsichtsrat werden vierteljährlich umfassend über die Entwicklung des Risikodeckungspotentials, der Limitauslastung der wesentlichen Risiken sowie über die Risikostruktur der Geschäftsaktivitäten unterrichtet.

Risikobereitschaft und Risikotragfähigkeit


Mit Blick auf die Risikostruktur der Geschäftsaktivitäten ergaben sich im Berichtsjahr keine wesentlichen Änderungen. Im Kreditgeschäft dominieren, entsprechend der bisherigen strategischen Ausrichtung, unverändert der Ankauf von Forderungen, insbesondere die Forfaitierung von Forderungen aus Leasing- und Mietkaufverträgen der Tochtergesellschaft elf Leasing GmbH, das Factoring von Forderungen gegenüber Gesetzlichen Krankenkassen sowie die Umsetzung von gewerblichen Immobilienzwischenfinanzierungen. Die Eigenanlagen dienen insbesondere der Liquiditätsvorhaltung bzw. der Liquiditätssteuerung und sind entsprechend risikoarm ausgestaltet. Im Passiv- bzw. Dienstleistungsgeschäft liegt der Fokus auf den Private-Banking-Aktivitäten mit den in der Drittverwahrung geführten Wertpapierkundendepots und dabei maßgeblich auf Verwaltungsmandaten.


Mithin wird die Risikosituation der Bankhaus Bauer AG weiterhin durch die Risiken aus dem originären Kundengeschäft, einschließlich der angekauften Forderungen, tangiert. Der definierte Risikosteuerungskreis beinhaltet in der ökonomischen Perspektive eine barwertige Risikotragfähigkeitskonzeption und ist losgelöst von bilanziellen Vorgaben. Darüber hinaus erfolgt eine Risikobetrachtung sowie Analyse der Risikosituation unter der normativen Perspektive. Hierbei wird das Risikokalkül auf die Einhaltung der regulatorischen Vorgaben, insbesondere in Bezug auf die Eigenmittelanforderungen, abgestellt. Die normative Betrachtung setzt zum Berichtsstichtag auf die Mehrjahres-Planung der Bank auf und stellt für drei Folgejahre die Entwicklung der aufsichtlichen Eigenmittelentwicklung sowie die Auslastung der Eigenmittel sowohl in dem planerischen Basisszenario der Bank als auch im Rahmen eines adversen Szenarios dar.

Adressenausfallrisiko


Das Adressenausfallrisiko bildet die potenzielle negative Folge von Leistungsstörungen oder Verlustrisiken ab, die durch Ausfall oder durch Bonitätsveränderungen von Geschäftspartnern induziert werden. Auch das Risiko aus der Veränderung von Sicherheitswerten durch Bonitätsveränderungen bei persönlichen Sicherheiten oder durch negative Marktwertänderungen bei Sachsicherheiten gehört zum Adressrisiko. Das Adressenausfallrisiko untergliedert sich in das Bonitätsrisiko Kunden, das Emittentenrisiko, das Kontrahentenrisiko, das Spread-Risiko, das Beteiligungsrisiko und das Länderrisiko. Im Rahmen der turnusmäßigen Risikoinventur wurde innerhalb des Adressenausfallrisikos das Bonitätsrisiko aus dem Kundengeschäft als ein wesentliches Risiko abgeleitet. Der Fokus der Risikoquantifizierung liegt bezüglich des Adressenausfallrisikos auf dem Kundenkreditportfolio mit entsprechend festgelegter Risikolimitierung. Zur Berechnung des Adressenausfallrisikos im Kundengeschäft nutzt die Bank ein Kreditportfoliomodell, das auf dem etablierten CredtRisk+-Modell basiert und die über unterschiedliche, geschäftsfeldspezifische Ratingverfahren ermittelten 1-Jahres-Ausfallwahrscheinlichkeiten - gemappt auf die VR-Masterskala - der Kreditnehmer verwendet. Auf dieser Basis werden mittels des vorgenannten Kreditportfoliomodells sowohl der Expected Loss bzw. die Risikoprämie als auch der Unexpected Loss (Credit Value at Risk) für die Adressenausfallrisiken abgeleitet. Für die Kreditneugewährung bzw. im Rahmen der laufenden Kreditbearbeitung vorzunehmenden Risikoklassenzuordnung der Kreditnehmer werden, in Abhängigkeit von der Kunden- oder der Finanzierungsart, dem Produkt oder dem Engagementvolumen unterschiedliche Verfahren eingesetzt. Diese umfassen im Wesentlichen das durch das Rechenzentrum bereitgestellte VR-Ratingverfahren, das Ratingmodul für gewerbliche Immobilienfinanzierung der CredaRate Solutions GmbH sowie im Rahmen des Forderungsankaufs - volumenabhängig - die Ausfallwahrscheinlichkeiten der Creditreform GmbH und bei ausländischen Debitoren ein Euler Hermes Grading. Die Zusammenführung der unterschiedlichen Verfahren erfolgt auf Basis der jeweils ermittelten bzw. bereitgestellten 1-Jahres-Ausfallwahrscheinlichkeiten in die VR-Ratingklassensystematik. Bezüglich der Quantifizierung und Limitierung des Adressenausfallrisikos im Kundengeschäft wird seitens der Bank in der ökonomischen Betrachtungsweise ein Konfidenzniveau von 99,9% bei einer unterstellten Haltedauer von 12 Monaten zugrunde gelegt. Auf dieser Basis hat sich zum Bilanzstichtag das kalkulatorische Adressenausfallrisiko moderat auf EUR 8,6 Mio. reduziert (Vj.: EUR 9,0 Mio.).


In der normativen Risikobetrachtung wird das Adressenausfallrisiko aus den Planzahlen des abgeleiteten jährlichen Expected Loss aus dem Kundenkreditgeschäft berücksichtigt. In einem adversen Szenario wird zudem unter Ansatz einer erhöhten Ausfallwahrscheinlichkeit und geminderter Sicherheitenwerte simulativ eine zusätzliche Minderung der anrechenbaren Eigenmittel abgeleitet.


Mit Blick auf die Kreditportfoliostruktur stellen, bezogen auf das Kreditgeschäft mit unmittelbaren Geschäftsbeziehungen zwischen Kunde und Bank, die Grundschuld- und Wertpapiersicherheiten mit mehr als 2/3 des entsprechenden Kundenkreditvolumens den Großteil der Sicherheitenwerte dar. Bei den angekauften Forderungen aus Leasing- und Mietkaufgeschäften dominieren die sicherungsübereigneten Leasinggegenstände die Sicherheitenstruktur.


Sofern die wirtschaftlichen Verhältnisse der Kreditnehmer und die Kreditbesicherung unzureichend erscheinen oder andere Zweifel an der Einbringlichkeit bestehen, bildet die Bank eine Wertberichtigung. Mit Blick auf die potenziellen Auswirkungen aus der kriegerischen Auseinandersetzung um die Ukraine zeigt sich das Portfolio des direkten Kundenkreditgeschäfts mit einer umfangreichen Immobilienabsicherung bisher nicht negativ beeinflusst. Der Bestand an Einzelwertberichtigungen stellt sich im Berichtsjahr mit EUR 0,2 Mio. nahezu unverändert dar.

Marktpreisrisiko


Unter dem Marktpreisrisiko wird die Gefahr verstanden, dass aufgrund nicht vollständig geschlossener Positionen das tatsächliche Ergebnis aufgrund der Veränderung des jeweiligen Marktpreises vom erwarteten Ergebnis abweicht. Es wirkt sowohl auf bilanzielle als auch außerbilanzielle Geschäfte. Das Marktpreisrisiko kann sich in der handelsrechtlichen Sicht sowohl im ordentlichen Ergebnis als auch im Bewertungsergebnis widerspiegeln. Zudem können sich nicht zu bilanzierende barwertige Vermögensminderungen ergeben. Vor dem Hintergrund der Konzentration auf das Kundengeschäft und auf das Management der hieraus resultierenden Risiken hat sich die Bank als Institut mit Handelsbuchtätigkeiten von geringem Umfang i.S. des Art. 94 CRR eingestuft, sodass Marktpreisrisiken aus kurzfristig ausgerichteten Handelsgeschäften für die Bank nicht zum Tragen kommen.


Das Marktpreisrisiko wird unterteilt in das Zinsänderungsrisiko, das Aktienkursrisiko, das Fremdwährungsrisiko, das Immobilienrisiko und das Risiko aus impliziten Optionen im Kundengeschäft. Unverändert wird auf Basis der erfolgten Risikoinventur innerhalb des Marktpreisrisikos ausschließlich das Zinsänderungsrisiko als ein wesentliches Risiko eingestuft. Fremdwährungspositionen aus dem Kundengeschäft werden durch entsprechende Gegengeschäfte währungs- und zinsbindungskongruent geschlossen und es werden zum Bilanzstichtag weder im Handelsbuch noch im Anlagebuch Bestände an Aktien oder verzinslichen Wertpapieren gehalten. Zinsbezogene Derivat- sowie Immobiliengeschäfte bestanden zum Berichtsstichtag nicht. Unter dem Zinsänderungsrisiko wird die Gefahr verstanden, dass sich aufgrund von Änderungen des allgemeinen Zinsniveaus die aktuelle und künftige Vermögens- und Ertragslage der Bank verschlechtert.


In der ökonomischen bzw. barwertigen Risikoperspektive werden diesbezüglich marktpreisinduzierte Änderungen des Barwertes analysiert. Wesentliche Grundlage für die barwertige Überwachung und Steuerung des Zinsänderungsrisikos ist der monatlich aktualisierte, systemseitig generierte Gesamtbank-Cashflow, der alle zinstragenden Bankpositionen enthält. Die Quantifizierung des Zinsänderungsrisikos erfolgt hierbei mit Hilfe des Value-at-Risk-Ansatzes. Dieser kalkulatorische barwertige Vermögenswertverlust stellt das Zinsänderungsrisiko dar und wird als Grundlage für die Ermittlung der Limitauslastung in der Risikotragfähigkeitsberechnung herangezogen. Das kalkulatorische Marktpreisrisiko bzw. Zinsänderungsrisiko betrug zum 31.12.2023 EUR 4,4 Mio. (Vj.: EUR 2,4 Mio.). Langfristige Zinsbindungsvereinbarungen erfolgten im direkten Kundenkreditgeschäft nicht. Durch die weitere Ausweitung der Leasing- und Mietkaufforderungen mit mittel- bis langfristigen Zinsbindungen hat sich die Duration des Kundenkreditgeschäfts gegenüber dem Ultimo des Vorjahres erhöht. Auf der Passivseite ist der bilanzielle Zufluss insbesondere durch festverzinsliche Kundentermingelder mit Laufzeiten kleiner 1 Jahr erfolgt.


Das vorgenannte Value-at-Risk-Verfahren wird durch Simulation des Barwerts der Bank und dessen Veränderungen unter Verwendung diverser Zinsentwicklungs- und Stressszenarien ergänzt. Des Weiteren wird das kalkulatorische Zinsänderungsrisiko entsprechend den Vorgaben des BaFin-Rundschreibens 06/2019, welches u.a. die Gegenüberstellung einer adhoc-Barwertveränderung bei einem Anstieg des Zinsniveaus von +200 BP bzw. einem Zinsrückgang von 200 BP zu den anrechenbaren Eigenmitteln erfordert, berücksichtigt. Auch hier dokumentiert sich das - ausgehend von einem äußerst niedrigen Niveau - gestiegene Zinsänderungsrisiko der Gesellschaft mit einer Kennziffer von 4,95% der anrechenbaren Eigenmittel.

Liquiditätsrisiko


Ziel der Liquiditätsmessung, -steuerung und -überwachung ist es, sicherzustellen, dass die Bankhaus Bauer AG ihre Zahlungsverpflichtungen zu jeder Zeit erfüllen kann.


Die Refinanzierungsstruktur der Bankhaus Bauer AG basiert nahezu ausschließlich auf der Hereinnahme von Kundeneinlagen. Unter Risikosteuerungsaspekten werden die bilanziellen Passivüberhänge aus dem Kundengeschäft und aus dem Eigenkapital auf geldmarktorientierter Basis bei anderen Banken und insbesondere bei der Zentralbank angelegt. Eigenanlagen in Wertpapieren, die im Bedarfsfall bei der Zentralnotenbank beliehen werden können, erfolgen derzeit unverändert nicht. Unter Steuerungsaspekten ist eine Mindestliquiditätshaltung in Relation zu den bestehenden Sichteinlagen und offenen Kreditzusagen definiert. Weitere Instrumente zur Beurteilung einer ausreichenden Zahlungsbereitschaft stellten die Liquiditätsablaufbilanz sowie die aufsichtliche Liquidity Coverage Ratio (LCR) dar. Die LCR-Kennziffer wurde im Berichtsjahr durchgängig und komfortabel eingehalten und betrug zum Berichtsstichtag 230%. Die Einhaltung der Anforderungen an die Liquidität war zu jeder Zeit sichergestellt. Zur Aufrechterhaltung der Liquidität unterhält die Bank hohe Guthaben bei der Deutschen Bundesbank. Die kalkulatorische Liquiditätsrisikokennziffer liegt mit rd. EUR 3 Mio. leicht über dem entsprechenden Vorjahreswert.


Ein wesentliches Liquiditätsrisiko besteht nicht. Auch für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die Gesellschaft nicht mit einer Beeinträchtigung der Zahlungsfähigkeit.

Operationelles Risiko


Unter dem operationellen Risiko wird das Risiko von Verlusten verstanden, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden können. In dieser Definition ist auch ein allgemeines Rechtsrisiko enthalten. Das operationelle Risiko umfasst außerdem bei Auslagerung von Dienstleistungen die Gefahr von Verlusten, die sich im Institut selbst manifestieren können. Dies sind Verluste, die durch eine mangelnde oder nicht erfolgte Leistung des Dienstleistungsanbieters im Institut entstehen. Ebenfalls unter den operationellen Risiken ist das sogenannte Veritätsrisiko im Factoringgeschäft zu subsumieren, d.h. das Risiko, dass die Forderung insgesamt oder der Höhe nach nicht rechtswirksam besteht. Das Risiko der Bank im Rahmen von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung oder sonstiger strafbaren Handlungen missbraucht oder durch diese geschädigt zu werden, wird ebenso den operationellen Risiken zugeordnet. Das operationelle Risiko wird unterteilt in die vier aufsichtsrechtlich vorgegebenen Ursachenkategorien IT-Systeme / Infrastruktur, Mitarbeiter, interne Verfahren und externe Einflüsse. Sämtliche vorgenannten Teilrisikokategorien wurden im Rahmen der vorgenommenen Risikoinventur als wesentliche Risiken eingestuft. Das kalkulatorische operationelle Risiko liegt mit EUR 0,9 Mio. leicht über dem Vorjahr.

Sonstige Risiken


Unter sonstigen Risiken werden alle Risiken verstanden, die nicht dem Adressenausfallrisiko, Marktpreisrisiko, Liquiditätsrisiko oder operationellen Risiko zugeordnet werden können, jedoch durch die Geschäftstätigkeit entstehen können. Diese umfassen aus Sicht der Gesellschaft im Wesentlichen das Managementrisiko, das Absatz- und Vertriebsrisiko sowie das Reputationsrisiko. Die vorgenannten Risiken wurden in der vorgenommenen Risikoinventur weiterhin als unwesentliche Risiken eingestuft und werden demzufolge in der ökonomischen Perspektive nicht über Risikokennzahlen überwacht bzw. limitiert. Diesen Risiken wird mit qualitativen Maßnahmen begegnet.


Die Erweiterung der jährlichen Risikoinventur um die Betrachtung von potenziellen Risiken aus Nachhaltigkeitsaspekten führt zu der Einschätzung, dass unter Berücksichtigung der Geschäftsstruktur der Bank das Auftreten materieller Nachhaltigkeitsrisiken auf kurz- bzw. mittelfristige Sicht derzeit nicht erwartet wird.

Mit wesentlichen Risiken verbundene Risikokonzentrationen


Die jährlich vorzunehmende Risikoinventur umfasst auch die Überprüfung der einzelnen Risikoarten in Bezug auf auftretende Inter- und Intra-Risikokonzentrationen. Während die Inter-Risikokonzentrationen den Gleichlauf von Risikopositionen über unterschiedliche Risikoarten betreffen, können IntraRisikokonzentrationen durch Gleichlauf von Risikopositionen innerhalb der einzelnen Risikoart auftreten. Die in Bezug auf die wesentlichen Risiken identifizierten Risikokonzentrationen schlagen sich auch in den vorgenommenen Stressbetrachtungen und Sensitivitätsanalysen besonders nieder. Die Gesellschaft führt regelmäßig anhand geeigneter, historisch belegbarer oder hypothetischer Annahmen Stresstests durch, in denen sie ihr individuelles Gefährdungspotenzial bezüglich außergewöhnlicher, aber plausibel möglicher Ereignisse überprüft und beurteilt. Die Stresstests werden sowohl in Form von Sensitivitätsanalysen (Variation nur eines Risikofaktors) bei allen als wesentlich abgeleiteten Risikoarten als auch in Form von Szenarioanalysen (Veränderung mehrerer Risikofaktoren und risikoartenübergreifende Betrachtung) sowohl in der ökonomischen als auch in der normativen Perspektive durchgeführt.

Zusammenfassende Risikoeinschätzung


In der Gesamtbetrachtung über alle wesentlichen Risiken ergibt sich in der ökonomischen Perspektive zum Berichtsstichtag ein Risikobetrag von EUR 16,8 Mio. (Vj.: EUR 14,7 Mio.) bei einem vermögenswertorientierten Deckungspotential von EUR 37,1 Mio. (Vj.: EUR 36,1 Mio.). Insgesamt ist festzuhalten, dass im Berichtszeitraum die Risikotragfähigkeit der Bank in der ökonomischen Perspektive jederzeit gegeben war. In der normativen Risikobetrachtung wurden die Eigenmittelanforderungen einschließlich der Kapitalpufferanforderungen sowohl im Berichtsjahr als auch für die beiden planerischen Folgejahre im Basisszenario stets eingehalten. Das adverse Szenario sieht für die Planjahre einen anteiligen Verzehr des Kapitalerhaltungspuffers vor. Zum Jahresultimo weist die Bank, mit Eigenmitteln in Höhe von EUR 38,5 Mio., eine im Branchenvergleich solide Gesamtkapitalquote gemäß der Verordnung (EU) Nr. 575 / 2013 von 16,6% aus. Bestandsgefährdende Risiken sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten und sind auf Basis der Informationslage zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts auch nicht ersichtlich. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die vollständigen Auswirkungen aus der kriegerischen Auseinandersetzung um die Ukraine derzeit nicht abschließend beurteilt werden können. Die merklichen Investitionen in die kundengeschäftliche Justierung werden sich positiv auf die Resilienz des Geschäftsmodels auswirken.

PROGNOSEBERICHT


Die EU sowie führende Wirtschaftsforschungsinstitute senken nach ihren zuletzt justierten Prognosen das Wirtschaftswachstum für Deutschland auf nunmehr 0,3% für das Jahr 2024. Für das Folgejahr wird ein Wachstum von 1,2% erwartet. Damit reiht sich Deutschland innerhalb der EU auf den hinteren Plätzen ein. Die Fortentwicklung der Schlüsselindustrien wird für Deutschland mitentscheidend darüber sein, den Wohlstand des Landes an die Nachfolgegenerationen zu übergeben. Ausgehend von einer zunehmenden geopolitischen Destabilisierung werden die EU-Staaten näher zusammenrücken müssen. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden sich dabei vor dem Hintergrund einer sich voraussichtlich für das zweite Halbjahr 2024 abzeichnenden Zinswende positiv entwickeln, da die Inflation aus Sicht der EZB den Sollwert erreicht bzw. nahezu erreicht haben wird. Der Aspekt einer nach wie vor nicht vollumfänglich gesicherten autarken Energieversorgung wird eines der zentralen Themen sein, welche Wirtschaft und Politik gleichermaßen herausfordern wird. Als anspruchsvoll werden zudem, neben den kalkulierbaren wirtschaftlichen Rahmenbedingen, die globalen klimatischen Veränderungen eingeschätzt, in Folge derer eine weitere Zunahme von Wetterextreme zu berücksichtigen ist.


Die Bankhaus Bauer AG strebt unverändert ein weiteres Wachstum im nicht bilanzwirksamen Beratungsgeschäft bzw. in der Vermögensverwaltung an. Für die bilanziellen Kundengeschäfte wird eine Ausweitung im vorgesehenen Kernsegment angestrebt. Die Bankhaus Bauer AG sieht sich mit der kundengeschäftlichen Ausrichtung zukunftsfähig positioniert. Per Saldo geht die Bank auch im laufenden Jahr von einer Bilanz- und Ertragskonsolidierung sowie in diesem Zusammenhang von Ergebnissen aus, die investitionsgetrieben auf dem reduzierten Niveau des vergangenen Jahres liegen werden. Die Cost-Income-Ratio wird sich mit Beendigung der Investitionsphase sowie zunehmender kundengeschäftlicher Durchdringung mittelfristig um rd. 20% optimiert darstellen, sodass künftige Betriebsergebnisse geeignet sind, die Eigenmittel nachhaltig zu stärken. Prognoserechnungen sehen vor, dass die qualitative Sicherung der aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen jederzeit gewährleistet wird.


Für das laufende Geschäftsjahr 2024 wird die Veräußerung der Tochtergesellschaft elf Leasing GmbH angestrebt. Sowohl die Aufgabe der Beteiligung als auch die damit verbundene Einstellung der Refinanzierung der elf Leasing GmbH, sind in den Prognoserechnungen für die kommenden Jahre bereits vollumfänglich verarbeitet und Teil der skizzierten Justierung der kundengeschäftlichen Ausrichtung der Bankhaus Bauer AG.

BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN


Die BB Beteiligungs GmbH, Essen hält zum Bilanzstichtag 98% der Anteile an der Bankhaus Bauer Aktiengesellschaft. Nach § 17 Abs. 2 AktG bestand damit ein Abhängigkeitsverhältnis der Bankhaus Bauer AG gegenüber der BB Beteiligungs GmbH. Des Weiteren besteht ein Abhängigkeitsverhältnis mit der elf Leasing GmbH sowie der flc solutions GmbH. Die Bankhaus Bauer AG ist mit einem Anteil von 80,3% am Eigenkapital der elf Leasing GmbH beteiligt. Bei der flc solutions GmbH handelt es sich um eine 100%ige Tochter der Bankhaus Bauer AG.


Gemäß § 312 AktG hat der Vorstand für den Zeitraum vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, welcher von der Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft wird.


Der Bericht schließt mit folgender Erklärung des Vorstands ab: "Nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem Rechtsgeschäfte mit verbundenen Unternehmen vorgenommen wurden, hat unsere Gesellschaft in jedem Fall eine angemessene Gegenleistung erhalten. Im Interesse oder auf Veranlassung von verbundenen Unternehmen wurden keine Maßnahmen getroffen bzw. unterlassen, die unsere Gesellschaft benachteiligt haben".

 

Essen, den 28. März 2024

Bankhaus Bauer Aktiengesellschaft

Stefan Brugger Dr. Martin Deckert André Weber
Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands

Bericht des Aufsichtsrates der Bankhaus Bauer AG für das Geschäftsjahr 2023 gegenüber der Hauptversammlung

1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen


Die Weltwirtschaft litt im Jahr 2023 unter den direkten und indirekten Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine und des Nahostkonflikts. Diese trugen ebenso wie die fiskal- und geldpolitische Lockerung während der Corona-Pandemie zu den hohen Inflationsraten bei.


Regional verlief die Entwicklung allerdings recht unterschiedlich. In China hat die abrupte Abkehr der Regierung von der Null-Covid-Politik Ende 2022 die Wirtschaft kurzfristig angefacht. Nach einer spürbaren Erholung zu Jahresbeginn ließ das Wirtschaftswachstum aber bereits im Frühjahr wieder merklich nach. Ausgebremst wurde die Erholung vor allem durch die Probleme am Immobilienmarkt. Aber auch der Vertrauensverlust in die staatliche Wirtschaftspolitik aufgrund der Corona-Politik und der Beschränkungen vor allem gegen den Technologiesektor dürften eine Rolle gespielt haben. Im Jahresdurchschnitt war das Wirtschaftswachstum mit 5,2 % aber immer noch deutlich höher als 2022.


In den USA hat die Wirtschaft bis zuletzt positiv überrascht. Das lag vor allem an der ungewöhnlich expansiven Finanzpolitik. Sie verhinderte, dass die massiven Leitzinsanhebungen der US Notenbank um insgesamt 525 Basispunkte voll auf die Konjunktur durchschlugen. Trotz des Fachkräftemangels wuchs die Wirtschaft 2023 mit 2,5 % stärker als im langfristigen Durchschnitt. Dass die Inflationsrate im Verlauf des Jahres trotz hoher Lohnsteigerungen wieder deutlich fiel, ist vor allem auf die Korrektur der Energiepreise zurückzuführen.


Anders als in den USA ist das Wirtschaftswachstum im Euroraum im Verlauf des Jahres zum Stillstand gekommen. Im Jahresdurchschnitt stieg die gesamtwirtschaftliche Leistung nur noch um 0,5 %. Neben der massiven Leitzinsanhebung der EZB seit Mitte 2022 um insgesamt 450 Basispunkte belastete auch die nachhaltige Verteuerung von Energie die privaten Haushalte und Unternehmen. Vielfach konnten Letztere ihre energiebedingt höheren Produktionskosten nur eingeschränkt an ihre Kundinnen und Kunden weitergeben, was zur Folge hatte, dass die Produktion energieintensiver Waren deutlich zurückging.


In Deutschland schrumpfte die Wirtschaft 2023 sogar um 0,3 %. Im ersten Halbjahr verhinderte der Energiepreisschock, von dem Deutschland besonders hart getroffen wurde, eine Erholung der Wirtschaft. In der zweiten Jahreshälfte ließen dann die spürbar gestiegenen Finanzierungskosten und eine schwache Nachfrage aus dem Ausland die Wirtschaft sogar schrumpfen. Die schwache Konjunktur spiegelt sich auch am Arbeitsmarkt wider. Der Zuwachs bei der Beschäftigung hat merklich nachgelassen und die Zahl der Arbeitslosen ist wieder leicht gestiegen. Die Entwicklung an den Finanzmärkten war 2023 von der fortgesetzten Straffung der Geldpolitik geprägt.


Vor dem Hintergrund der hohen Inflation setzte die US-Notenbank den Zielkorridor für den Leitzins bis zur Jahresmitte um weitere 100 Basispunkte auf 5,25 % bis 5,50 %. Die EZB hob ihren Einlagensatz bis September sogar um 250 Basispunkte auf 4,0 % an. Der Rentenmarkt reagierte zunächst mit deutlich steigenden Renditen. In der Spitze rentierten zehnjährige US-Staatsanleihen mit 5 % und entsprechende Bundesanleihen mit knapp 3 %. Zur Jahreswende ließen dann Spekulationen über baldige Leitzinssenkungen die Renditen wieder deutlich fallen.


Der Aktienmarkt zeigte sich vor dem Hintergrund der gestiegenen Renditen erstaunlich robust. Zum Jahresende lagen viele Aktienindizes wieder nahe an ihren historischen Höchstständen. Der Euro-US-Dollar-Wechselkurs bewegte sich unter Schwankungen weitgehend seitwärts.

2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen


Vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges herrschten an den Kapitalmärkten sowohl im Geschäfts- als auch im Vorjahr Unsicherheiten vor. Die Inflationssorgen beherrschten im ersten Halbjahr 2023 das Börsengeschehen. In der zweiten Jahreshälfte 2023 nahmen die Sorgen jedoch ab und die Aktienmärkte entwickelten sich zum Jahresende positiv. Der Stand des STOXX Europe 600, eines Aktienindex, der sich aus 600 großen börsennotierten europäischen Unternehmen zusammensetzt, belief sich zum 31. Dezember 2023 auf 479,02 Punkte (31. Dezember 2022: 424,89 Punkte) und stieg somit um 54,13 Punkte. Die Quoten der Neu- und Gesamtverschuldung zur Einhaltung der Stabilitätskriterien des von den EU-Mitgliedstaaten Anfang des Jahres 2012 vereinbarten Fiskalpakts haben die betroffenen Länder der EU weiterhin überschritten. Die ausgewiesene Gesamtverschuldung der 20 Länder des Euro-Raums im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt lag mit 89,9 Prozent zum Ende des dritten Quartals 2023 um 2,3 Prozentpunkte unter dem entsprechenden Wert in Höhe von 92,2 Prozent zum Schluss des dritten Quartals des Vorjahres. Die Schuldenquote von Italien in Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 140,6 Prozent im dritten Quartal 2023 (3. Quartal 2022: 143,1 Prozent) ist nach der Griechenlands die höchste im Euro-Raum. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat in den vergangenen Jahren mit der Politik der quantitativen Lockerung den Märkten für die Staatsanleihen Hilfestellung geleistet und damit den von der überhöhten Verschuldung betroffenen EWU-Ländern in den letzten Jahren Zeit zur Rückführung ihrer Haushaltsdefizite verschafft.


Die Zentralbanken der USA und des Euro-Raums verfolgen spätestens seit dem dritten Quartal 2022 eine restriktivere Geldpolitik. Auf ihrer Sitzung am 14. Dezember 2023 beschloss die EZB, die drei Leitzinssätze unverändert zu belassen. Bei der zuvor erfolgten Zinsentscheidung am 14. September 2023 wurde der Zinssatz für die Einlagefazilität auf 4,00 Prozent, der Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte auf 4,50 Prozent und der Zinssatz für die Spitzenrefinanzierungsfazilität auf 4,75 Prozent festgelegt. Dabei betonte die EZB, dass sie entschlossen ist, die Inflation zeitnah auf ihr mittelfristiges Ziel von 2,00 Prozent zurückzuführen. Der EZB-Rat beabsichtigt, die Tilgungsbeiträge der im Rahmen des Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP) erworbenen Wertpapiere in der ersten Jahreshälfte 2024 weiterhin bei Fälligkeit vollumfänglich wieder anzulegen. Er beabsichtigt, das PEPP-Portfolio in der zweiten Jahreshälfte 2024 im Durchschnitt um monatlich 7,5 Mrd. € zu reduzieren und die Wiederanlage der Tilgungsbeträge aus dem PEPP zum Jahresende 2024 einzustellen. Die US-Notenbank Fed beließ am 13. Dezember 2023 die Fed-Funds-Rate in einer Spanne von 5,25 bis 5,50 Prozent zum dritten Mal in Folge unverändert.


An den Immobilienmärkten waren die Folgen der Zinswende im Jahr 2023 deutlich zu spüren. Die gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten verringerten die Neubauaktivitäten der Projektentwickler. Weiter steigende Anfangsrenditen sorgten am Investmentmarkt für ein Andauern der Preisfindungsphase, in der Käufer und Verkäufer eine abwartende Haltung einnahmen. Entsprechend gering fielen die Umsätze der Transaktionen aus.

3 Bericht des Aufsichtsrates


Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz, Satzung und der Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben auch im Geschäftsjahr 2023 wahrgenommen. Dabei haben wir während des gesamten Geschäftsjahres einen engen Kontakt zum Vorstand gehalten, den Vorstand hierbei einerseits beraten und andererseits seine Geschäftsführung überwacht. Insbesondere haben wir uns intensiv mit den aufsichtsrechtlichen Entwicklungen und die sich hieraus ergebenden Konsequenzen für die Bank befasst.


Der Aufsichtsrat wurde regelmäßig und ausführlich über die aktuelle wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der Bank informiert. Hierbei beschränkten sich die Informationen bei weitem nicht nur auf die protokolierten offiziellen Treffen und Sitzungen, sondern in regelmäßigen Telefonaten und E- Mails insbesondere zwischen dem Vorstand und dem Aufsichtsratsvorsitzenden, erfolgte der Informationsaustausch äußerst eng und unverzüglich. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung wurde der gesamte Aufsichtsrat stets unmittelbar und frühzeitig eingebunden.


Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig, mindestens vierteljährlich, zeitnah und umfassend schriftlich, elektronisch und mündlich über alle wesentlichen Entwicklungen der Bank. Schwerpunkte der Berichterstattung waren unter anderem:

die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung

den Stand der Umsetzung der strategischen Ausrichtung der Bank

die monatlichen Berichte über die wesentlichen Geschäftsergebnisse

die Entwicklungen der wesentlichen Tochtergesellschaft der Bank

die Kommunikation mit den Aufsichtsbehörden bzw. dem Prüfungsverband deutscher Banken e.V.


Der Aufsichtsrat hat sich zusätzlich vom Vorstand regelmäßig über wesentliche Geschäftsvorfälle, anstehende strategische Entscheidungen sowie die wirtschaftliche und finanzielle Lage unterrichten lassen.


Weiterhin wurden dem Aufsichtsrat - wie in den Vorjahren - die Protokolle der Vorstandssitzungen jeweils kurzfristig zur Verfügung gestellt, sodass sich der Aufsichtsrat insgesamt stets ein eigenes aktuelles Bild über die Unternehmensführung durch den Vorstand machen konnte.


In den gemeinsamen Sitzungen des Aufsichtsrates mit dem Vorstand wurde der Aufsichtsrat in jeder Sitzung umfassend und ausführlich über die aktuelle Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Entwicklung des Eigenkapitals inklusive der aufsichtsrechtlich relevanten Kennzahlen sowie über besondere Ereignisse informiert. In allen Sitzungen wurden uns im Rahmen unserer Überwachungsfunktion die jeweils aktuelle Risikosituation und das Risikomanagement ausführlich erläutert und präsentiert. Rückfragen des Aufsichtsrates wurden unverzüglich, ausführlich und im Detail beantwortet.

3.1 Sitzungen des Aufsichtsrates


Im Berichtszeitraum haben insgesamt vier ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrates sowie ein zweitägiger Strategie-Workshop stattgefunden. Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben regelmäßig an den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse teilgenommen. Daneben traf der Aufsichtsrat noch in vier Umlaufverfahren Beschlüsse die nicht das Kredit- oder Risikogeschäft der Bank betrafen. Ein weiterer Umlaufbeschluss betraf die Risikolimite der Bank und Gruppe aus ökonomischer Sicht.


Ende Januar 2023 beschließt der Aufsichtsrat die Bestellung von Herrn Dr. Martin Deckert zum Vorstand der Bank zum 1. Mai 2023. Daneben wird der Aufsichtsratsvorsitzende ermächtigt mit Herrn Dr. Stefan Heddergott einen Beratervertrag nach Ablauf seines Vorstandsdienstvertrags Ende Dezember 2023 abzuschließen.


In der Mitte Februar 2023 abgehaltenen Sitzung erläuterte der Wirtschaftsprüfer der Bank BakerTilly den Prüfungsaufbau sowie die Prüfungsschwerpunkte. Neben der Standardagenda wurde der erste Entwurf der Geschäftsplanung 2023 - 2027 diskutiert. Der Jahresbericht interne Revision sowie der Prüfungsplan 2023 wurden vom Aufsichtsrat zur Kenntnis genommen.


Die überarbeitete Geschäftsplanung 2023 - 2027 wie die hiermit einhergehende Geschäfts- und Risikostrategie wurde vom Aufsichtsrat per Umlaufbeschluss im April 2023 genehmigt.


Per Umlaufbeschluss im Mai 2023 genehmigte der Aufsichtsrat die Tantieme- und Bonus-Zahlungen an die Vorstandsmitglieder der Bank.


Ende Mai 2023 fand neben der turnusmäßigen Aufsichtsratssitzung zusätzlich die Abschlussbesprechung in Anwesenheit der Abschlussprüfer der Baker Tilly Wirtschaftsprüfungsgesellschaft statt. Im Anschluss an die ausführliche Besprechung des Jahresabschlusses hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss der Bankhaus Bauer AG per 31.12.2022 einstimmig gebilligt. Der Jahresabschluss wurde somit festgestellt. Der Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Jahresergebnisses wurde im Verlauf der Sitzung genehmigt. Der Aufsichtsrat verabschiedete in dieser Sitzung ferner die Risikolimite der Bank.


Im Juni 2023 fand gemeinsam mit der Geschäftsleitung der Bank ein StrategieWorkshop des Aufsichtsrats statt. Ziel des Workshops war die weitere Detailierung der Geschäftsplanung 2023 - 2027, die Festlegung der wichtigsten Ziele in der engeren Verzahnung mit der opta data Gruppe sowie Vereinbarung von 'Milestones' zur Kontrolle der Umsetzung.


In der Aufsichtsratssitzung Mitte September 2023 erfolgten neben der Abhandlung der Standard-Agenda noch Aktualisierungen zu den Projekten Digitalisierung und Sun (elf Leasing). Des Weiteren berichtete der Vorstand über die Vorbereitung des Umzugs der Mitarbeiter vom Standort Hatzper Straße in die erweiterten Räumlichkeiten der Villa Dinnendahl.


Im Oktober 2023 bestätigt der Aufsichtsrat per Umlaufverfahren die Bestellung von Herrn André Weber zum Vorstand der Bankhaus Bauer AG zum 1. November 2023 und beauftragt die entsprechende Anmeldung im Handelsregister.


Ende November fand die letzte Sitzung des Aufsichtsrates im Jahr 2023 statt. Neben der Aktualisierung der Mandatsliste der Aufsichtsräte wurde die notwendige Sachkunde und zeitliche Verfügbarkeit der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder überprüft und als angemessen betrachtet. Ferner fand die Überprüfung der Struktur des Gremiums statt die ebenfalls als angemessen eingestuft wurde. Daneben wurde ein Vorratsbeschluss zu Organgeschäften gefasst.


Per Umlaufbeschluss Ende November 2023 ermächtigt der Aufsichtsrat den Vorsitzenden des Aufsichtsrats Verhandlungen über die Abschluss eines neuen Vorstandsdienstvertrages mit Herrn Stefan Brugger aufzunehmen. Zur Gleichbehandlung aller Vorstandsmitglieder beschließt der Aufsichtsrat der Bankhaus Bauer AG ferner die bestehende Regelung für die Mitarbeitenden der Bank hinsichtlich der Anpassung des Rentenfaktors bei BVV-Altverträgen ab dem 1.1.2017 auf alle bestehenden Vorstandsdienstverträge anzuwenden.

3.2 Sitzungen der Ausschüsse des Aufsichtsrates


Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates der Bankhaus Bauer AG tagte im Jahr 2023 viermal.


Das Kreditkomitee des Aufsichtsrats der Bankhaus Bauer AG tagte in 2023 zweimal. In seiner Sitzung im Juli 2023 genehmigte das Kreditkomitee 3 Kreditanträge, überprüfte die Richtlinie zur Bewertung von Sicherheiten und besprach Kreditengagements von mehr als EUR 1.0 Mio. Im Hinblick auf die angespannte Situation am Immobilienmarkt führte das Kreditkomitee Anfang Dezember eine Sonderprüfung des Immobilienzwischenfinanzierungsportfolios durch, bei der keine besonderen Risiken festgestellt wurde. Im Umlaufverfahren wurden im Verlauf des Jahres 2023 noch weitere 24 Kreditanträge genehmigt.

3.3 Corporate Governance


In Übereinstimmung mit den Vorgaben des Kreditwesengesetzes führte der Aufsichtsrat im November 2023 eine Evaluation des Vorstands und des Aufsichtsrates durch. Hierbei kam er zu dem Ergebnis, dass die Struktur, Größe, Zusammensetzung und Leistung jeweils des Vorstands und des Aufsichtsrates sowie die Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrung sowohl der einzelnen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder als auch jeweils des Vorstands und des Aufsichtsrates in seiner Gesamtheit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Erfordernissen entsprechen. Der Aufsichtsrat hat daher sowohl die individuelle Eignung der einzelnen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder als auch jeweils die kollektive Eignung des Vorstands und des Aufsichtsrates festgestellt.


Dem Aufsichtsrat standen nach seiner Einschätzung im Berichtsjahr angemessene personelle und finanzielle Ressourcen zur Verfügung, um seinen Mitgliedern die Fortbildung zu ermöglichen, die zur Aufrechterhaltung der erforderlichen Sachkunde notwendig war.


Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben mit Ausnahme ihrer Tätigkeit in den Gremien der Bank keine weiteren Beratungsleistungen der Bank gegenüber erbracht. Interessenkonflikte traten bei den Mitgliedern des Aufsichtsrates im Berichtsjahr nicht auf.

3.4 Zusammenarbeit mit dem Abschlussprüfer


Der Prüfungsausschuss erörterte mit Baker Tilly den Prüfungsplan sowie die (vorläufigen) Key Audit Matters für den Jahres- und Konzernabschluss 2023. Ferner informierte sich der Prüfungsausschuss über die von Baker Tilly selbst festgelegten Prüfungsschwerpunkte. Der Prüfungsausschuss ist seiner Verpflichtung der Überwachung der Qualität der Abschlussprüfung anhand geeigneter Beurteilungskriterien nachgekommen. Aufgrund der Art/Weise und der Qualität der durchgeführten Jahresabschlussprüfung 2023 bestanden und bestehen keinerlei Bedenken bzgl. der Baker Tilly GmbH & Co. KG WPG als Abschlussprüfer.

3.5 Feststellung des Jahresabschlusses


Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 sind von der durch die ordentliche Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählte Baker Tilly GmbH & Co.KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft worden. Die Prüfung hat zu einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk geführt.


Wir haben als Aufsichtsrat den Jahresabschluss, den Lagebericht sowie den Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinns im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen geprüft und keine Einwände erhoben. Wie im Rahmen dieses Berichtes ausgeführt, haben wir uns den Jahresabschluss durch die Wirtschaftsprüfer erläutern lassen und nach eigener Prüfung in der Aufsichtsratssitzung am 22. Mai 2024 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes für die Gewinnverwendung schließen wir uns an.

3.6 Personelle Veränderungen im Vorstand und Aufsichtsrat


Herr Dr. Martin Deckert wurde zum Vorstand der Bankhaus Bauer AG mit Wirkung zum 1. Mai 2023 bestellt. Herr André Weber wurde mit Wirkung zum 1. November 2023 bestellt. Herr Dr. Stefan Heddergott legte seine Mandat als Vorstand im November 2023 nieder und schied Ende 2023 aus. Er steht der Bank aber noch weiterhin beratend zur Verfügung.

3.7 Ausblick


Die Auswirkungen einer Fortsetzung der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten sind auch für das Jahr 2024 nicht vollständig abschätzbar. Dies gilt ebenso für die Spannungen zwischen den westlichen Industrieländern und den aufstrebenden Volkswirtschaften unter Führung Chinas. Sofern sich die kriegerischen Auseinandersetzungen verschärfen oder weitere geopolitische Konflikte hinzutreten, kann sich dies in Konjunktur- und Kapitalmarktbelastungen niederschlagen. Des Weiteren kann noch nicht abgeschätzt werden, wie sich die veränderten Wertschöpfungsketten, die belasteten Lieferketten und insbesondere die weitere Inflationsentwicklung auf die wirtschaftliche Entwicklung auswirken. Von Relevanz wird dabei die Entwicklung der Geldpolitik der Zentralbanken sein. Als Konsequenz können sich die Einschätzungen zur Entwicklung der Konjunktur verändern.


Im Jahr 2024 wird eine moderaten Expansion der Weltwirtschaft erwartet. Das globale Bruttoinlandsprodukt dürfte um 2,9 Prozent zulegen. Nach einem schwächeren Winterhalbjahr dürften die absehbaren Zinssenkungen der Notenbanken, die niedrigeren Inflationsraten und reale Lohnzuwächse vor allem in den Industrieländern zu einer leichten konjunkturellen Beschleunigung im Jahresverlauf beitragen. Dabei dürfte in den USA im Präsidentschaftswahljahr die Finanzpolitik eher expansiv wirken. In China indes schlägt sich die schrumpfende Bevölkerung zunehmend negativ nieder. Mit Wachstumsraten von um viereinhalb Prozent läuft dieser Motor der Weltwirtschaft langsamer als in der Vergangenheit.


Viele geopolitische Belastungsfaktoren bleiben erhalten, wie etwa die militärischen Konflikte oder die handelspolitischen Dissonanzen zwischen den USA und China. Die Gewöhnungseffekte bei Unternehmen und privaten Haushalten nehmen zwar weiter zu, dennoch bestehen nach wie vor Sorgen bezüglich einer weiteren geopolitischen Eskalation sowie der anstehenden Wahlen mit populistischem Rechtsruck etwa in den USA, bei der Europawahl oder bei den Landtagswahlen in Deutschland. Im Jahr 2024 sind indes verlässliche wirtschaftspolitische Weichenstellungen von großer Bedeutung. Denn für Unternehmen und Gesellschaften halten die strukturellen Herausforderungen an. Die Transformation hinsichtlich Digitalisierung, Dekarbonisierung und Demographie schreitet voran und bietet neben den Risiken aber auch Chancen. Zudem wird sich mit Blick auf die erwarteten Leitzinssenkungen der Notenbanken der geldpolitische Rahmen für Investitionen und den Schuldendienst beginnend im Jahr 2024 wieder verbessern. Die Nachwirkungen der restriktiven Geldpolitik und der begonnene Strukturwandel sollten nur zu einem begrenzten Anstieg der Arbeitslosigkeit im Jahr 2024 führen. Somit dürfte in Deutschland und anderen europäischen Ländern der private Konsum angesichts von spürbaren Reallohnsteigerungen eine wichtige Stütze der gesamtwirtschaftlichen Aktivität werden. Mit moderaten Preissteigerungen und einer sich normalisierenden Geldpolitik dürfte sich auch die Stimmung bei Unternehmen und privaten Haushalten sukzessive aufhellen.


Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeitenden der Bankhaus Bauer AG Gruppe für die im Jahr 2023 geleistete Arbeit.

 

Essen, den 22. Mai 2024

Für den Aufsichtsrat

Guido Mundt
Vorsitzender des Aufsichtsrates

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023 ("Länderspezifische Berichterstattung")


Die Bankhaus Bauer Aktiengesellschaft hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Bankhaus Bauer Aktiengesellschaft besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.


Die Bankhaus Bauer Aktiengesellschaft definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB:

Zinsüberschuss

Provisionsüberschuss

sonstige betriebliche Erträge


Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 12.078.


Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 48,8.


Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 176.


Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 158 und betreffen laufende Steuern.


Die Bankhaus Bauer Aktiengesellschaft hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

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