IGEL Technology GmbHLiquidiert

Hermann-Ritter-Straße 110, 28197 Bremen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 20636 HB
Eingetragen
20.6.2005
Branche
Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung von Datenverarbeitungsgeräten und peripheren GerätenHerstellung von Geräten und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik
Gegenstand
Die Entwicklung, Herstellung, Produktion, Verkauf und Support von IT Endpoint Lösungen, die sowohl Hardware als auch Software beinhalten.

Historie

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Management

NameRolle
Anja Schulz
seit 24.11.2021
Geschäftsführer
Marco Ellerbrock
seit 28.7.2021
Prokura
Niels Keunecke
seit 18.5.2021
Prokura
Matthias Stefan Haas
seit 18.5.2021
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

IGEL Technology GmbH

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

der IGEL Technology GmbH

Unternehmen: Geschäftsmodell, Ziele und Strategie

Die IGEL Technology GmbH mit Sitz in Bremen ist ein auf IT End Point Lösungen spezialisiertes Unternehmen. Die Lösungen beinhalten Hardware- und Softwareprodukte sowie Support. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Absatzmärkte in Europa und den USA.

Der Fokus liegt seit 2016 auf den End Point Management Software Lösungen, die sich auch in 2019 bewährt haben.

Das Ziel von IGEL bleibt auch weiterhin, eine nachhaltige und bedeutende Position im Software Markt für Betriebssysteme und Managementsoftware von Endgeräten in der Cloud zu halten.

Die Strategie, um dahin zu gelangen besteht aus:

einer engen Zusammenarbeit mit den wichtigsten Channel Partnern sowie dem Abschluss von neuen Partnerschaften im Bereich Cloud

neu einzuführenden Produkten/Features, die auf sich verändernden Kundenbedürfnissen basieren

Verstärkung der Vertriebsmannschaft, um neben Aufträgen aus dem Mittelstand auch zunehmend Enterprise-Kunden zu gewinnen

Fokus auf die Kernkundensegmente Healthcare, Government, Finance und Retail

Steuerungssysteme

Die konsequente Ausrichtung der IGEL Technology GmbH auf das Segment End Point Solutions in unseren Märkten spiegelt sich auch in unserem internen Steuerungssystem wider. Zur Planung, Steuerung und Kontrolle der Geschäftstätigkeiten setzt die IGEL Technology GmbH daher seit Jahren ein sehr detailliertes Reporting ein. Im Mittelpunkt unserer operativen Steuerung stehen die entsprechenden Treiber, die unmittelbaren Einfluss auf die Wertschaffung haben. Unser Fokus richtet sich dabei auf die finanziellen Leistungsindikatoren (KPI): Wachstum (Umsatz und Marge) und operative Effizienz (EBITDA).

Wesentliche Entwicklungen und die wichtigsten KPls werden monatlich in einem Geschäftsleitermeeting besprochen und dabei passende Maßnahmen zur Erreichung der gesetzten Ziele beschlossen.

Entwicklung

Die Entwicklungen finden alle in der Niederlassung Augsburg mit insgesamt 87 Mitarbeitern statt.

Im Berichtsjahr wurden bei den Hauptsoftwareprodukten folgende relevante Erweiterungen durchgeführt:

IGEL OS 11:

New License Mechanism (switch to Workspace Edition, Enterprise Management Pack, Demo - Evaluation License)

Unified Firmware (on common firmware - for converted, UD Pocket and IGEL endpoints)

Integrated Jabra Express (deployment of Jabra Xpress packages (headsets) via UMS)

Signed System Partitions / Chain of Trust

Enhanced logging (BSI requirement)

Several new integrated partner solutions (Teradici PColP Ultra with corresponding Add-On License, Stratusphere UX Monitoring, 90Meter with corresponding Add-On license, Cisco JVDI)

Cherry Keyboard Encryption

Enhanced Hardware Support (endpoints and peripherals like Headsets)

IGEL UMS/ICG/ILP

Support of new License Types / new Add-On Licenses

ICG update - support of Pyton2 and Phyton3 (future-proof)

Support of current environments (RHEL 8 etc.)

Support of 100k Endpoints

Switch to OpenJDK (also in OS)

Diese stehen mit den neuen Releases des IGEL Betriebssystems für alle IGEL Endkunden zur Verfügung.

Neben der Software-Entwicklungsabteilung befinden sich auch die Abteilungen Quality Assurance, Produkt Management, Produkt Marketing, Technische Dokumentation und Technischer Support am Standort Augsburg.

Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahresdurchschnitt 2019 weiterhin als stabil erwiesen: Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag jedoch mit 0,6 % etwas niedriger als im Vorjahr (1,4 %). Dies ergaben die Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (destatis).

Die IT-Branche entwickelte sich laut Daten von IT-Branchenverband Bitkom e.V. 2019 insgesamt positiv. Das Marktvolumen für Informationstechnik 2019 betrug in Deutschland ca. 92 Mrd. EUR, was ein Wachstum in Höhe von 2,5 % gegenüber 2018 bedeutet (Quelle: Bitkom ITK Marktzahlen Januar 2019).

Gartner meldete zum PC Business weltweit, dass 2019 261,2 Millionen Geräte verkauft wurden, was einem Wachstum von 0,6 % gegenüber 2018 entspricht (Quelle: Gartner Press Release vom 13. Januar 2020).

Das Segment Thin Clients in Stückzahlen ist laut IDC 2018 um 10,8 % gewachsen (NB: die IDC misst nur den Absatz von Thin-Clients Hardware, nicht von Thin-Client Software, dadurch wird nicht das Gesamtmarktvolumen wiedergegeben) (Quelle: IDC Quarterly Enterprise Client Device Tracker).

Geschäftsverlauf

Mit dem allgemeinen positiven Trend konnte IGEL ein Wachstum von mehr als 12 % beim Hardware-Absatzvolumen verzeichnen: Die Units sind um mehr als 30 Tsd. Stück auf 345 Tsd. Stück gestiegen. Beim Software-Absatzvolumen (UDC+Workspace Edition+UDP) konnte der Absatz von 2018 sogar um mehr als 330 % übertroffen werden.

In allen Ländern, in denen IGEL aktiv ist, konnte ein Wachstum verzeichnet werden, meist durch ein sehr stark wachsendes Softwaregeschäft. Das USA-Geschäft macht mittlerweile 36 % des Gesamtumsatzes Non-GAAP des IGEL-Konzerns aus. Non-GAAP berücksichtigt in diesem Fall keine periodengerechte Umsatzabgrenzung.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der IGEL Technology GmbH ist im Geschäftsjahr von 36.343 TEUR in 2018 auf 36.278 TEUR zum 31. Dezember 2019 gesunken.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von 5.476 TEUR in 2018 auf 7.214 TEUR in 2019 durch ein starkes Jahresendgeschäft gestiegen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind von 15.319 TEUR auf 18.600 TEUR gestiegen. Darin sind insbesondere Forderungen aus dem Cash-Pool in Höhe von 11.861 TEUR enthalten. Im Vorjahr wurden die Cash-Pool-Forderungen in Höhe von 4.628 TEUR als Forderungen gegen Gesellschafter ausgewiesen. Durch das Ausscheiden der C. Melchers GmbH & Co. KG als Gesellschafter werden die Cash-Pool-Forderungen nunmehr im Verbundbereich ausgewiesen.

Die liquiden Mittel außerhalb des Cash-Pools sind von 2018 auf 2019 von 306 TEUR auf 56 TEUR gesunken.

Das Eigenkapital hat von 2018 auf 2019 infolge des Jahresfehlbetrages 2019 in Höhe 1.159 TEUR und der vorgenommenen Gewinnausschüttung in Höhe von 8.669 TEUR deutlich abgenommen.

Die Rückstellungen sind von 2018 auf 2019 lediglich um 8 TEUR auf 4.824 TEUR angestiegen. Die Gründe hierfür liegen in den gestiegenen Steuerrückstellungen bei zeitgleicher Abnahme der sonstigen Rückstellungen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich von 2018 auf 2019 um 4.882 TEUR auf 7.809 TEUR verringert. Dies ist im Wesentlichen darin begründet, dass die US-amerikanische Tochtergesellschaft ihre Waren nicht mehr von der Gesellschaft, sondern direkt vom Lieferanten bezieht.

Es werden keine Fremdmittel für die operative Geschäftstätigkeit benötigt. Der von Banken für die gesamte Melchers-Gruppe gewährte Kreditrahmen musste von IGEL nicht in Anspruch genommen werden.

Aus der Abgrenzung der Wartungsumsätze ergeben sich zum 31. Dezember 2019 passive Rechnungsabgrenzungen von 10.314 TEUR. Im Vorjahr belief sich der Saldo noch auf 3.524 TEUR.

Die Vermögens- und Finanzlage ist insgesamt als gut zu bezeichnen.

Ertragslage

Bei einem Umsatz in Höhe von 90.882 TEUR (2018: 80.705 TEUR) beläuft sich das Geschäftsjahresergebnis auf -1.159 TEUR nach einem Jahresüberschuss von 2.981 TEUR im Vorjahr.

Die KPIs haben sich im Geschäftsjahr 2019 wie folgt entwickelt:

KPI 2019 2018 Veränderung Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Umsatz 90.882 80.705 10.177 12,6
Marge 41.553 31.477 10.076 32,0
EBITDA -422 5.100 -5.522 <100

Dies ist darauf zurückzuführen, dass der Wartungsanteil beim Softwareumsatz periodisch zugeordnet wird und in 2019 die Umsätze mit Wartung erheblich gestiegen und demnach auch die (passivische) Rechnungsabgrenzung. Der Umsatzanstieg in % spiegelt demnach nicht zu 100 % den gestiegenen Absatz wider.

Ohne Berücksichtigung der Abgrenzung der Wartungsumsätze ergäben sich für 2019 Umsatzerlöse in Höhe von 97.638 TEUR (2018: 83.815 TEUR), was einen Anstieg von 16 % bedeutet.

Der Materialaufwand ist von 49.228 TEUR (61,0 % vom Umsatz) in 2018 auf 49.329 TEUR (54,2 % vom Umsatz) in 2019 angestiegen. Die Zunahme der Marge ist in der oben dargestellten Abgrenzung der Wartungsumsätze begründet.

Der Personalaufwand stieg im Berichtsjahr um 3.234 TEUR auf 18.337 TEUR. Die Gesellschaft hat ihr Personal weiter aufgestockt, um die Wachstumspläne umzusetzen. Darüber hinaus wurden vermehrt Tantiemen und Vertriebsprovisionen an Mitarbeiter ausgezahlt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind 2019 um 11.579 TEUR auf 24.230 TEUR gestiegen - dies ist im Wesentlichen eine Folge der gestiegenen Aufwendungen im Verbundbereich sowie der mit dem Wachstum verbundenen Ausgaben im Marketing, Beratung und Geschäftsreisen.

Der Dollarkurs war 2019 im Schnitt bei EUR 1,12, sodass fast keine negativen Auswirkungen auf die Rohmarge (da die Hardware in USD eingekauft wird) in Europa zu verzeichnen waren.

Der Rückgang des EBITDA auf -422 TEUR (2018: 5.100 TEUR) ergibt sich als Konsequenz aus der Zunahme des Personalaufwandes und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Ohne Berücksichtigung der Abgrenzung der Wartungsumsätze und die Aufwendungen im Verbundbereich konnte das EBITDA jedoch gegenüber 2018 um fast 100 % gesteigert werden.

Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist von 4.825 TEUR in 2018 auf 750 TEUR in 2019 gesunken. Insgesamt schließt das Geschäftsjahr 2019 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.159 TEUR ab.

Für 2019 ist im Vorjahr ein Umsatzwachstum von ca. 10 % sowie ein positives Jahresergebnis prognostiziert worden. Das prognostizierte Umsatzwachstum ist mit 12,6 % vor allem durch einen erhöhten Softwareabsatz erreicht worden. Das prognostizierte positive Jahresergebnis konnte nicht erreicht werden - vor allem durch die Unterstützungen bei den Kundengewinnungskosten im IGEL-Verbund und weil im Vergleich zum Vorjahr mehr Stand alone Software mit Wartung über mehrere Jahre verkauft wurde. Der Umsatz musste dementsprechend abgegrenzt werden

Die Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2019 nach Einschätzung der Geschäftsführung aus non-GAAP-Sicht insgesamt zufriedenstellend entwickelt. Ziel ist aber auch aus Rechnungslegungssicht in den nächsten zwei Jahren wieder ein positives EBITDA auszuweisen.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Personal und Sozialbereich bei IGEL Technology GmbH

Die IGEL Technology GmbH beschäftigt durchschnittlich 209 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2019 (Vorjahr 209). In dieser Zahl enthalten sind neben den Angestellten auch die gewerblichen Arbeitnehmer sowie die Geschäftsführer der Gesellschaft.

In den Gehaltskosten der GmbH sind auch die Mitarbeiter der unselbständigen Niederlassung in Schweden enthalten. Diese sind in den Angaben zur Mitarbeiterzahl ebenfalls enthalten.

Risiko- und Chancenbericht

Risikobericht

Die allgemeinen Marktrisiken betreffen uns genauso wie alle anderen Marktteilnehmer.

Obwohl weltweit allgemein ein Fachkräftemangel in den Bereichen IT und Technologie zu verzeichnen ist, konnte IGEL bislang alle offenen Stellen gut besetzen. Es braucht jedoch heute länger als noch vor ein paar Jahren, bis sich ein geeigneter Kandidat (m/w/d) für eine offene Stelle gefunden hat. Sollte jedoch keine geeignete Besetzung von Stellen möglich sein, hätte dies langfristig negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung.

Es besteht in Europa ein Währungsrisiko für das Hardwaregeschäft, da bei dem Lieferanten in Asien in USD eingekauft wird. Dieses Risiko wird weitestgehend über Kurssicherungsgeschäfte abgedeckt.

Kurzfristig hat die Corona-Pandemie im zweiten Quartal 2020 zu Auftragsausfällen oder zeitlichen Auftragsverschiebungen geführt, z. B. von Kunden aus Branchen, die von der Krise sehr stark betroffen waren. Bei einer zweiten Welle der Pandemie könnten sich weitere Umsatzeinbußen ergeben. Dennoch sieht die Geschäftsleitung aus der Pandemie mittelfristig eher Chancen für IGEL, da Unternehmen sich infolge der Lockdowns in diversen Ländern mit Business Continuity und Home-Office Arbeit auseinandersetzen müssen. Hier sieht IGEL Vertriebschancen für seine Produkte.

Als abschließendes Urteil sieht die Geschäftsführung keine bestandsgefährdenden Risiken, sondern eher Chancen durch den eingeschlagenen Weg.

Chancenbericht

Das Potential der IGEL Software bei Enterprise Kunden, Kunden mit einer bestehender Hardware-Infrastruktur und bei Kunden, die ihre Endpoints in die Cloud hosten, ist enorm hoch. 2019 konnte die Gesellschaft nochmals wesentlich besser abschließen als in den ursprünglichen Prognosen für 2019 vorhergesagt worden ist.

Die 2017 neu gegründeten Gesellschaften in Österreich, der Schweiz und den Niederlanden haben sich in 2019 gut entwickelt. Auch in Großbritannien konnte das Geschäft deutlich verbessert werden.

IGEL hat grundsätzlich niedrige Risiken im Warenbereich, da Bestellungen von Komponenten für das Hardwaregeschäft von der Abteilung Operations auf aktuelle Sales Forecasts in Abstimmung mit dem Finanzbereich erfolgen. Es wird nur das auf Lager gelegt, was für die nächsten Monate an Kundenaufträgen bzw. als Risikopuffer benötigt wird. Durch die guten und sehr lang etablierten Lieferantenbeziehungen gibt es keine Lieferengpässe. Aus der weiteren Optimierung des Lagerprozesses ergeben sich für IGEL weitere Chancen in Bezug auf das Working Capital.

Im Geschäft mit End Point Management Lösungen ist IGEL nicht abhängig von einigen großen Kunden. Das Geschäft wird weltweit und ausschließlich indirekt mit Distributoren und Resellern betrieben. Auch verantwortet kein Endkunde hinter den Distributoren und Resellern mehr als 10 % des Gesamtumsatzes.

Das Forderungsmanagement ist sehr ausgefeilt und arbeitet eng mit Wirtschaftsdetekteien zusammen. Eine laufende Risikobewertung anhand von Informationen von Dritten und eigenen gewährt die Minimierung des Ausfallrisikos. Hinzu kommt, dass mehr als 80 % der Forderungen über die Kreditversicherung von Euler Hermes gesichert sind.

Prognosebericht

Die Geschäftsführung beurteilt die Lage der Gesellschaft in dem heutigen konjunkturellen Umfeld als gut. Die Gesellschaft ist aus Produkt- und Vertriebssicht gut aufgestellt und verfügt über eine solide Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Sie wird die strategische Ausrichtung konsequent verfolgen und weiterhin das Geschäft stärker auf Software fokussieren.

Die Planung für 2020 - die vor der Corona-Pandemie erstellt wurde - basiert auf der Annahme, dass die IGEL Gruppe wie in den Jahren zuvor den Absatz durch seine erfolgreich eingeschlagene Strategie um 40 % steigern kann. Jedoch spielen die gleichen Marktfaktoren, die die Branchenentwicklung und den Geschäftsverlauf von IGEL 2019 und die Jahre davor beeinflusst haben, auch in 2020 eine wesentliche Rolle, sodass generell das Marktvolumen aller Voraussicht nach nicht sehr stark wachsen wird. Für die IGEL Software sieht die Geschäftsführung grundsätzlich bessere Chancen, da sie den Kunden u. a. die Weiterbenutzung bestehender Hardware ermöglicht und ein Hosting der Endpoints von der Software-Seite in die Cloud ermöglicht.

Im ersten Quartal in 2020 konnte das Geschäft der IGEL Gruppe über Plan abgeschlossen werden. Im zweiten Quartal führte die Corona-Pandemie durch Projektverschiebungen beim Kunden dazu, dass das Geschäft ca. 20 % hinter Plan zurückblieb. Wir sehen für das 2. Halbjahr weiterhin eine Unsicherheit im Markt, wir gehen aber weiterhin für die IGEL Technology GmbH für 2020 von einem Umsatzwachstum von ca. 20 % aus. Beim Ergebnis der GmbH ist trotz der weiteren Investition in Personalressourcen ein leichtes Wachstum des Ergebnisses (non-GAAP) zu erwarten.

Operative Prozesse werden mit Hilfe der Steuerungssysteme kontinuierlich optimiert mit dem Ziel, Ressourcen effizienter einzusetzen oder weniger Kapitalbindung zu erreichen.

Über 2020 hinaus erwartet die Geschäftsführung der IGEL Technology GmbH einen weiteren signifikanten Anstieg des Umsatzes und des Ergebnisses, der vor allem mit mehr Umsatz von Softwareprodukten und Wartung auf Software erzielt werden soll, auch nach der Umsatzabgrenzung der Wartungsumsätze.

 

Bremen, den 9. Juli 2020

gez. Nicolas C. S. Helms

gez. Heiko Gloge

Bilanz zum 31. Dezember 2019

AKTIVA

31.12.2019 Vorjahr
EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.364,00 116
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftssaustattung 304.230,51 293
2. Geleistete Anzahlungen 766,18 0
304.996,69 293
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 133.336,61 113
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Waren 8.807.385,63 9.299
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.213.288,57 5.476
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 18.600.181,51 15.319
3. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 4.799
4. Sonstige Vermögensgegenstände 216.871,72 127
26.030.341,80 25.721
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 55.744,16 306
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 928.759,50 495
36.277.928,39 33.643

PASSIVA

31.12.2019 Vorjahr
EUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 508.680,00 509
II. Kapitalrücklage 407.786,40 408
III. Gewinnvortrag 2.557.636,66 8.246
IV. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss -1.159.422,99 2.981
2.314.680,07 12.144
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 534.102,74 442
2. Steuerrückstellungen 1.485.567,61 1.209
3. Sonstige Rückstellungen 2.804.396,99 3.165
4.824.067,34 4.816
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.809.357,76 12.692
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.324.199,12 2.622
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 309
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.690.780,54 236
davon aus Steuern: EUR 2.635.917,20 (Vorjahr: TEUR 82)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 5.907,85 (Vorjahr: TEUR 16)
18.824.337,42 15.859
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 10.314.843,56 3.524
36.277.928,39 33.643

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

2019 Vorjahr
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 90.881.680,76 80.705
2. Sonstige betriebliche Erträge 595.586,72 1.381
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 49.328.613,17 49.228
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 16.008.497,84 13.142
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.328.047,84 1.960
davon für Altersversorgung: EUR 33.827,42 (Vorjahr: TEUR 71)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 328.318,12 275
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 24.229.881,38 12.651
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 310.323,79 180
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 184.916,64 (Vorjahr: TEUR 172)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 205.278,44 80
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 98.693,55 (Vorjahr: TEUR 31)
davon an verbundene Unternehmen: EUR 32.974,94 (Vorjahr: TEUR 48)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 514.027,47 1.944
10. Ergebnis nach Steuern -1.155.072,99 2.986
11. Sonstige Steuern 4.350,00 5
12. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss -1.159.422,99 2.981

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

IGEL Technology GmbH, Bremen

Amtsgericht Bremen, HRB 20636 HB

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

1. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang dargestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte entsprechend den §§ 266 und 275 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

2. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern, ausgewiesen.

2. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.

3. Der Warenbestand wurde mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

4. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt, soweit nicht Einzelwertberichtigungen erforderlich waren. Für das allgemeine Kreditrisiko wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen pauschal wertberichtigt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Geschäftsjahr und gegen Gesellschafter im Vorjahr entfallen auf den Cash-Pool. Forderungen in Fremdwährungen wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlusstag bewertet. Forderungen, denen Kurssicherungsgeschäfte gegenüberstanden, sind mit den vereinbarten Terminkursen bewertet. Die bilanzielle Behandlung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode.

5. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

6. Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

7. Latente Steuern, die zur Bildung eines entsprechenden Aktivpostens führen, ergeben sich aus unterschiedlichen Wertansätzen in der Handels- und Steuerbilanz bei einzelnen Rückstellungen.

Die latenten Steuern werden auf der Basis eines unternehmensindividuellen kombinierten Steuersatzes in Höhe von 32,275 % errechnet. Von dem Wahlrecht gemäß § 274 HGB, auf die Aktivierung der latenten Steuern zu verzichten, wurde Gebrauch gemacht.

8. Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag angesetzt.

9. Für die Bewertung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method)

unter Anwendung der Heubeck-Richttafeln 2018 G zugrunde gelegt. Es wurde der durchschnittliche Rechnungszins über 10 Jahre von 2,71 % (7 Jahre: 1,97 %) sowie bei Rentenzusagen eine zukünftige Rentenerhöhung von jährlich 1,0 % berücksichtigt. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen und unbelastet sind sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, wurden mit den Pensionsrückstellungen verrechnet.

Der Unterschiedsbetrag zwischen den Pensionsrückstellungen, die sich aus der alten (7Jahre) und der neuen Regelung ergeben, ist in jedem Geschäftsjahr zu ermitteln und im Anhang auszuweisen. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 (6) HGB beträgt zum 31. Dezember 2019 EUR 113.022,00. Dieser Betrag ist ausschüttungsgesperrt.

10. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt worden.

11. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber Gesellschafter entfallen auf Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten in Fremdwährungen wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlusstag bewertet. Verbindlichkeiten, denen Kurssicherungsgeschäfte gegenüberstanden, sind mit den vereinbarten Terminkursen bewertet. Die bilanzielle Behandlung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode.

12. Der Jahresabschluss ist gemäß § 244 HGB in EUR aufgestellt worden.

III. Angaben zur Bilanz

1. Über die Entwicklung des Anlagevermögens unterrichtet der dem Anhang beigefügte Anlagenspiegel.

2. Die Gesellschaft hält folgende Beteiligungen:

Name und Sitz Währung Eigenkapital 31.12.2019 Prozentsatz der Beteiligung Jahresergebnis 2019
IGEL Technology LTD., Reading, UK GBP -2.112.127,00 100,00 (1.045.990)
IGEL Technology BVBA., Leuven/Belgien EUR 337.046,45 100,00 137.124
IGEL America Sales Corp., New York/USA USD -2.693.919,28 100,00 211.493
IGEL Technology Pty. Ltd., Sydney/Australien AUD -3.143.047,36 100,00 (73.264)
IGEL Technology B.V., Amsterdam/Niederlande EUR 248.922,00 100,00 253.273
IGEL Technology (Austria) GmbH, Wien/ Österreich EUR -69.148,96 100,00 65.444
IGEL Technology (Schweiz) GmbH, Zürich/ Schweiz CHF 246.554,99 100,00 71.797
Stichtagskurse 31. Dezember 2019: EUR / GBP 0,8508
EUR / USD 1,1234
EUR / AUD 1,5995
EUR / CHF 1,0854

3. Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden in Höhe von EUR 36.275,00.

4. Der Rückstellungsbetrag der Pensionsverpflichtungen von EUR 1.061.312,00 wurde mit dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherung in Höhe von EUR 527.209,26 saldiert. Der Aktivwert entspricht dem eingezahlten Deckungskapital zuzüglich Überschussanteilen. Die Erträge aus der Rückdeckung (EUR 51.668,03) sind mit den Aufwendungen aus Altersversorgung verrechnet worden.

5. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten i. W. personalbezogene Rückstellungen i. H. v. TEUR 983 (Vj. TEUR 2.262), Rückstellungen für Gewährleistungen i. H. v. TEUR 429 (Vj. TEUR 391) und Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen i. H. v. TEUR 1.013 (i. Vj. TEUR 306).

6. Verbindlichkeiten

Restlaufzeit davon
Besicherung durch
Gesamt bis 1 Jahr über 1 Jahr über 5 Jahre Grundpfandrechte andere Rechte 2018
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 7.809 7.809 0 0 0 0 12.692
gegenüber verbundenen Unternehmen 8.324 8.324 0 0 0 0 2.622
gegenüber Gesellschaftern 0 0 0 0 0 0 310
sonstige 2.691 2.691 0 0 0 0 237
davon aus Steuern 2.636 2.636 0 0 0 0 82
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 6 6 0 0 0 0 16
18.824 18.824 0 0 0 0 15.860

Die Verbindlichkeiten im Vorjahr hatten sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Außer den üblichen Eigentumsvorbehalten bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestanden keine weitergehenden Sicherungsrechte seitens der Gläubiger.

7. Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Leasingverträgen valutierten zum 31. Dezember 2019 mit EUR 189.405,99 (VJ: EUR 201.100,00)

Die Verpflichtungen aus Mietverträgen (ohne Nebenkosten) belaufen sich auf EUR 1.766.423,58 (VJ: EUR 1.812.824,47).

9. Derivative Finanzinstrumente/ Bewertungseinheiten

Die IGEL Technology GmbH ist im Rahmen ihrer globalen Tätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Zur Absicherung dieser Risiken werden ausgewählte Derivate (Devisentermingeschäfte) eingesetzt, nicht aber für Spekulationszwecke, das heißt, ohne ein entsprechendes Grundgeschäft werden keine Derivate abgeschlossen. Die schwebenden Grundgeschäfte werden mit den Sicherungsgeschäften zu Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB in Form von Micro Hedges zusammengefasst, wobei die Devisentermingeschäfte mit den Marktterminkursen zum Abschlussstichtag bewertet werden.

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Devisentermingeschäfte, die in Bewertungseinheiten mit antizipierten oder noch nicht liquiditätswirksamen Grundgeschäften einbezogen worden sind:

Währung Terminkursbewertung Stichtagskursbewertung Unterschiedsbetrag
verkaufseitig USD 88.921,24 EUR 79.141,90 EUR 79.153,46 EUR 11,00
verkaufseitig GBP 1.706.652,90 EUR 1.906.553,91 EUR 2.005.939,00 EUR -99.385,09

Die Laufzeiten der Termingeschäfte sind nicht länger als ein Jahr, und für die gebildeten Bewertungseinheiten mit schwebenden Beschaffungsgeschäften und Absatzgeschäften nach der Einfrierungsmethode mussten keine Drohverlustrückstellungen gebildet werden.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse beruhen auf dem Verkauf von Thin Clients sowie dem IGEL Betriebssystem IGEL OS. Sie teilen sich geographisch wie folgt auf:

Umsatzherkunft

Deutschland 52,9 Mio. EUR
EMEA (ohne Deutschland) 20,7 Mio. EUR
USA 13,5 Mio. EUR
übrige 3,8 Mio. EUR
90,9 Mio. EUR

Auf Differenzen aus der Währungsumrechnung entfallen gemäß § 277 Abs. 5 Satz 2 HGB bei den sonstigen betrieblichen Erträgen EUR 66.513,48 (VJ: EUR 194.142,12) und bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen EUR 48.472,52 (VJ: EUR 35.548,12).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende periodenfremde Erträge enthalten:

EUR
Erträge
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 26.312,63
Sonstige periodenfremde Erträge 10.367,31

Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung ergaben sich durch Kundengewinnungskosten in Höhe von TEUR 9.829.

V. Sonstige Angaben

1. Die IGEL Technology GmbH ist gem. § 290 HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen. Von dieser Verpflichtung ist die Gesellschaft gem. § 291 HGB befreit, da die IGEL Technology GmbH zum Konzernkreis der C. Melchers GmbH & Co. KG, Bremen, gehört. Sie stellt jedoch freiwillig einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Die C. Melchers GmbH & Co. KG stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der C. Melchers GmbH & Co. KG wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

2. Auf die Angabe des Prüferhonorars wird verzichtet, da diese Angabe im Konzernabschluss enthalten ist.

3. Geschäftsführer sind Zentrale Funktion
Heiko Gloge, Syke - Unternehmensstrategie
- globale Unternehmensführung
Nicolas C. S. Helms, Bremen (ohne Bezüge) - Unternehmensstrategie
- globale Unternehmensführung

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

4. Durchschnittliche Arbeitnehmeranzahl 2019 2018
Beschäftigte Angestellte im Jahresdurchschnitt: 169 174
Beschäftigte Gewerbliche im Jahresdurchschnitt: 38 33
Beschäftigte Geschäftsführer im Jahresdurchschnitt: 2 2

5. Nachtragsbericht

Im ersten Quartal in 2020 konnte das Geschäft der IGEL Gruppe über Plan abgeschlossen werden. Im zweiten Quartal führte die Corona-Pandemie durch Projektverschiebungen beim Kunden dazu, dass das Geschäft ca. 15 % hinter Plan zurückblieb - der Absatz bzw Billings lagen allerdings immer noch leicht über Vorjahr.

Wir sehen für das 2. Halbjahr weiterhin eine Unsicherheit im Markt, gehen aber weiterhin für den IGEL-Konzern für 2020 von einem Umsatzwachstum von ca. 20 % gegenüber 2019 aus.

6. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bremen, den 9. Juli 2020

IGEL Technology GmbH

gez. Nicolas C. S. Helms, Geschäftsführer

gez.Heiko Gloge, Geschäftsführer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2019 wurde durch die Gesellschafterversammlung mit Datum vom 13. November 2020 unverändert festgestellt.

Gemäß Gewinnverwendungsbeschluss vom selbigen Datum wird der Jahresfehlbetrag in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen.

Entwicklung Anlagevermögen im Geschäftsjahr 2019

Anschaffungskosten
1.1.2019 Zugang Abgang 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 674.542,77 0,00 0,00 674.542,77
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.555.442,50 240.621,63 0,00 1.796.064,13
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 766,18 0,00 766,18
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 115.713,67 20.000,00 0,00 135.713,67
Anlagevermögen - Gesamt 2.345.698,94 261.387,81 0,00 2.607.086,75
Kumulierte Abschreibung
1.1.2019 Zugang Abgang 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 558.360,77 98.818,00 0,00 657.178,77
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.262.333,50 229.500,12 0,00 1.491.833,62
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.377,06 0,00 0,00 2.377,06
Anlagevermögen - Gesamt 1.823.071,33 328.318,12 0,00 2.151.389,45
Buchwert
31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.364,00 116.182,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 304.230,51 293.109,00
2. Geleistete Anzahlungen 766,18 0,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 133.336,61 113.336,61
Anlagevermögen - Gesamt 455.697,30 522.627,61

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die IGEL Technology GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der IGEL Technology GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IGEL Technology GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut für Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, den 9. Juli 2020

RSM GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Kissel, Wirtschaftsprüfer

von Waldow, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
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