ONEJOON GmbH
Auf der Mauer 1, 37120 Bovenden, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
René Neust seit 12.8.2025 | Prokura |
Markus Balzer seit 12.8.2025 | Prokura |
Sebastian Soichiro Hagemann seit 12.8.2025 | Prokura |
Stefan Schatz seit 21.8.2024 | Geschäftsführer |
Sungje Lee seit 7.2.2020 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Sebastian Soichoro Hagemann | 50.00% |
Sungje Lee | 25.00% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Onejoon Co., Ltd. | 50.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
1 von 3 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ONEJOON GmbHBovendenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Grundlagen des Unternehmens Die ONEJOON GmbH hat ihren Sitz in Bovenden und ist beim Amtsgericht Göttingen unter der Registernummer HRB 205905 eingetragen. Zudem befindet sich ein weiterer Standort in Böblingen. Die ONEJOON GmbH ist ein Anbieter von Industrieöfen und prozesstechnischen Wärmebehandlungsanlagen mit Schwerpunkten in den Märkten für Carbonfaser, Kathoden- und Anodenmaterial für die Batterieproduktion - vor allem für die E-Mobilität, Pulverchemie und -metallen sowie Härteanlagen für Rasierklingen und Sägebänder. Die regionalen Schwerpunkte liegen in Europa, Asien und den USA. Die Gesellschaft hat ihre operative Tätigkeit zum 15.01.2020 als Tochterunternehmen der ONEJOON Co., Ltd., Hwaseong, Korea (ONEJOON Korea), einem koreanischen Anbieter von Anlagen (Öfen und Prozessequipment) zur Herstellung von Kathodenmaterial für Lithium-Ionen-Batterien, aufgenommen. Mit dem in 2021 in Südkorea erfolgten Börsengang der Gesellschafterin ONEJOON Co. Ltd., die zum 31.12.2020 aufgrund potenzieller Stimmrechte noch als Mutterunternehmen qualifiziert wurde, war infolge der damit fehlenden Ausübbarkeit potenzieller Stimmrechte eine Mutter-Tochter-Beziehung nicht mehr gegeben. Infolgedessen hat sich der Kreis der verbundenen Unternehmen verändert. Das bisherige Mutterunternehmen sowie das Joint Venture ONEJOON (Zhejiang) Co. Ltd. mit Sitz in Haining (China) werden daher zum Jahresabschluss 2023 wie auch im Vorjahr als Beteiligungsunternehmen ausgewiesen. Zur Bearbeitung des amerikanischen Marktes wurde bereits im April 2020 die ONEJOON Inc. mit Sitz in Wilmington, Delaware (USA), als 100%ige Tochtergesellschaft der ONEJOON GmbH gegründet. Zur Erweiterung der europäischen Vormontagekapazitäten wurde unter Berücksichtigung der Lieferantenstrukturen und Kundeninvestitionsplanungen im April 2021 die ONEJOON Poland Sp. z o.o. mit Sitz in Gliwice (Polen) als 100%ige Tochtergesellschaft der ONEJOON GmbH ins Leben gerufen. Für die Bearbeitung des chinesischen Marktes beteiligt sich die ONEJOON GmbH mit 50% am Joint Venture ONEJOON (Zhejiang) Co. Ltd. mit Sitz in Haining (China), wobei die übrigen 50% der Anteile von der ONEJOON International Co. Ltd., Korea, gehalten werden. Angesichts der lukrativen Investitionsmöglichkeiten im Batteriemarkt in Kanada, die viele Investitionen nach Quebec ziehen, wurde 2023 die ONEJOON Thermal and Powder Process Solutions Inc. als 50/50-Joint-Venture zwischen ONEJOON Korea und der ONEJOON GmbH mit Sitz in Montreal gegründet. Aktuelle Entwicklung Der Jahresergebnis, der Umsatz und der Auftragseingang zählen zu den zentralen Steuerungskennzahlen des Unternehmens. Der Umsatz ist im Jahr 2023 auf 88,98 Mio. € gestiegen (Vorjahr: 81,61 Mio. €), was auf eine insgesamt solide Auftragsabwicklung zurückzuführen ist. Dieser Anstieg konnte jedoch die Ergebnisbelastungen nicht kompensieren, da insbesondere einzelne risikobehaftete Projekte überproportional ins Gewicht fielen. Trotz mehrerer erfolgreich abgeschlossener Projekte im Jahr 2023, wurde das Jahresergebnis maßgeblich durch ein verlustreiches Projekt in Südkorea belastet (Unterauftrag der ONEJOON Korea). Dabei handelt es sich um ein Pilotprojekt im Bereich Batterietechnologie, das mit erheblichen und schwer kalkulierbaren Risiken verbunden war. Diese Risiken wurden in der Planung nachfolgender Projekte bereits berücksichtigt und sind als strategische Investition in einen zukunftsträchtigen Markt zu verstehen. Neben den Verlusten aus dem Pilotprojekt, wirkte sich auch ein rückläufiger Auftragseingang in der zweiten Jahreshälfte 2023 negativ auf das Gesamtergebnis und die planmäßige Auslastung aus. Insgesamt führte dies zu einem Jahresfehlbetrag von -4,2 Mio. € (Vorjahr: Jahresüberschuss 5,4 Mio. €). Das Verlustprojekt in Südkorea konnte auch im Geschäftsjahr 2024 leider nicht wie geplant abgeschlossen werden. Die anhaltenden Herausforderungen im Projektverlauf wirken sich somit weiterhin negativ auf das Jahresergebnis 2024 aus. Zudem zeigt sich die Wirkung des geringen Auftragseingangs aus der zweiten Jahreshälfte 2023 nun auch deutlich im Geschäftsjahr 2024: Die reduzierte Auslastung und geringere Umsatzbasis belasten das Jahresergebnis zusätzlich. Für das Geschäftsjahr 2024 wird daher ein Jahresfehlbetrag in Höhe von voraussichtlich 10 bis 13 Mio. € erwartet. Insgesamt führen diese Faktoren erneut zu einem herausfordernden wirtschaftlichen Jahr 2024, auch wenn bereits Gegenmaßnahmen eingeleitet wurden, um die Ergebnislage nachhaltig zu stabilisieren und die Profitabilität mittelfristig wieder zu steigern. Auftragseingang 2023: Nach dem deutlichen Anstieg des Auftragseingangs auf 205,2 Mio. € im Jahr 2022 wurde das Ziel von 221 Mio. € im Jahr 2023 mit einem Auftragseingang von 147,6 Mio. € deutlich verfehlt. Ein umfangreicher Folgeauftrag im Rahmen eines bestehenden Projektes in Südkorea wurde zwar erwartet, blieb jedoch aufgrund der verzögerten Fertigstellung des laufenden Projektes aus. Darüber hinaus wirkten sich die straffe Geldpolitik, die hohen Zinsen und die gebremste Investitionsdynamik durch die Marktunsicherheiten insbesondere im Bereich der Elektromobilität in unseren Zielmärkten spürbar auf die Verlagerung von Projekten aus. Zur Sicherstellung der Fortführung der Unternehmensaktivitäten haben die Gesellschafter der ONEJOON GmbH verschiedene Maßnahmen im Sommer 2025 eingeleitet:
Vor dem Hintergrund der eingeleiteten Maßnahmen und der bestehenden finanziellen Unterstützungszusagen wird aus heutiger Sicht von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Trotz eines massiven Inflationsschocks und einer deutlichen Straffung der Geldpolitik zeigte sich die globale Wirtschaft im Jahr 2023 überraschend robust: Das weltweite Wirtschaftswachstum fiel zwar moderat aus (rund 3 %), lag jedoch über den pessimistischen Erwartungen Die Inflationsraten sanken im Jahresverlauf spürbar, was zu ersten realen Lohnsteigerungen führte. Gleichzeitig blieb das geopolitische Risiko hoch: Krieg in der Ukraine, Konflikte im Nahen Osten (Israel/Gaza), Spannungen um Taiwan und Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China erhöhten die Unsicherheiten für Unternehmen nachhaltig. Rohstoff- und Energiepreise fielen deutlich, gedämpft durch schwächere Nachfrage und gelockerte Lieferkettenprobleme. Seit dem Sommer 2023 ging die Inflation kontinuierlich zurück, während Leitzinsen historisch hohe Niveaus erreichten. Ein Wendepunkt wird erwartet, da etwa die EZB und die Fed für das erste Halbjahr 2024 Zinssenkungen in Aussicht stellen. Im Einklang mit den Prognosen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft ergaben sich für das Jahr 2023 folgende Wachstumsraten in den Hauptmärkten der ONEJOON GmbH: Das Bruttoinlandsprodukt stieg in den USA um 2,4 %, in China um 5,4 % und in der Eurozone um 0,6 %. Für die Verbraucherpreise wurde ein Anstieg von 2,6 % in den USA, 1,1 % in China und 5,6% in der Eurozone verzeichnet (Quelle: Kieler Konjunkturberichte Nr. 109/2023/Q4). Branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 war das Marktumfeld in den Branchen Carbonfasertechnologie, Batteriematerialien, Pulvermetallurgie sowie Wärmebehandlungstechnologien durch technologische Umbrüche, steigende Nachhaltigkeitsanforderungen und geopolitische Einflüsse geprägt. Der Markt für Carbonfaser verzeichnete ein anhaltend starkes Wachstum. Haupttreiber war insbesondere die Automobilindustrie, die im Zuge der Elektrifizierung zunehmend auf Leichtbaumaterialien setzte. Durch die Reduktion des Fahrzeuggewichts können Reichweite und Energieeffizienz von Elektrofahrzeugen signifikant gesteigert werden. Der globale Carbonfasermarkt erreichte im Jahr 2023 ein Volumen von rund 5,3 Mrd. USD und wird voraussichtlich mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von ca. 11 % weiter wachsen. 1 Im Bereich der Batteriematerialien, insbesondere bei Kathoden- (CAM) und Anodenmaterialien, blieb China 2023 klar dominierender Akteur. Über 90 % der globalen Raffinier- und Produktionskapazitäten lagen weiterhin in China. Gleichzeitig wurden in Europa und Nordamerika Strategien zum Aufbau regionaler Lieferketten forciert, u. a. durch staatliche Förderprogramme. Die weltweite Nachfrage nach aktivem Batteriematerial lag 2023 bei etwa 2,8 Mio. Tonnen - mit weiter steigender Tendenz, bedingt durch das Marktwachstum in der Elektromobilität. 2 Auch der Markt für Pulvermetallurgie und Pulverchemie entwickelte sich im Jahr 2023 dynamisch. Die zunehmende Verbreitung additiver Fertigungsverfahren (z. B. 3D-Druck in der Industrie) sowie der steigende Bedarf im Maschinenbau und der Luft- und Raumfahrt trugen zur positiven Entwicklung bei. Der globale Markt für Metallpulver wurde 2023 auf rund 7 Mrd. USD geschätzt, mit einem prognostizierten jährlichen Wachstum von mehr als 7 % bis 2030. 3 Im Bereich der Wärmebehandlungstechnologie, insbesondere bei Anwendungen wie Rasierklingen und Sägebändern, zeigte sich der Markt im Jahr 2023 stabil. Diese Segmente weisen zwar eine geringere Wachstumsdynamik auf, profitieren aber weiterhin von konstantem Bedarf in der Konsumgüter- sowie Metallbearbeitungsindustrie. Zunehmende Anforderungen an Energieeffizienz, Prozessgenauigkeit und Automatisierung trieben die technologische Weiterentwicklung der Anlagen kontinuierlich voran. 4
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https://www.mordorintelligence.com/de/industry-reports/carbon-fiber-market
Insgesamt war das Branchenumfeld im Jahr 2023 durch eine Kombination aus Innovationsdruck, Nachhaltigkeitsanforderungen, wachsender Nachfrage in Schlüsselindustrien und geopolitisch bedingten Lieferkettenrisiken geprägt. Diese Faktoren sorgten in vielen Bereichen für erhöhten Investitionsbedarf und strukturelle Marktveränderungen. Insbesondere im Bereich der Elektromobilität zeichneten sich bereits Marktunsicherheiten ab. 5 Geschäftsverlauf, Auftragseingang, Pipeline Als wesentliche steuerungsrelevante Bezugsgrößen werden die Umsatzerlöse, das erzielte Jahresergebnis sowie der Auftragseingang und -bestand herangezogen. Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr von 81,61 Mio. € auf 88,98 Mio. € gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Projektgeschäft. Dabei wurde das avisierte Umsatzziel von 77,1 Mio.€ erreicht. Das Jahresergebnis liegt mit -4,2 Mio. € deutlich unter dem angestrebten Korridor, was durch das Verlustprojekt in Südkorea zu erklären ist. Der Auftragseingang entwickelte sich im Jahr 2023 trotz sehr gut gefüllter Pipeline enttäuschend und blieb mit 147,6 Mio. € weit hinter dem des Vorjahres und den eigenen Erwartungen. Ursache hierfür sind überwiegend Verschiebungen von Vergaben. Der Auftragsbestand reduzierte sich auf Grund des schwachen Auftragseingangs von 179,5 Mio. € Ende 2022 auf 158,1 Mio. € zum 31.12.2023. Das Jahresergebnis 2023 von -4,2 Mio. €, das in der Ertragslage näher erläutert wird, ist trotz des herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds und der Investitionen in Pilotprojekte der Wachstumsmärkte enttäuschend. Auftragseingang
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https://www.mordorintelligence.com/de/industry-reports/advanced-materials-market
Ertragslage Im Jahr 2023 wurden zwar einige Projekte mit zufriedenstellenden Ergebnissen abgeschlossen, jedoch war das Jahresergebnis 2023 überproportional von einem Verlustprojekt in Südkorea betroffen (Unterauftrag der ONEJOON Korea). Die Verluste aus den Pilotprojekten sowie der geringere Auftragseingang in der zweiten Jahreshälfte führten 2023 zu einem negativen Jahresergebnis von -4,2 Mio. € (Vorjahr: 5,4 Mio. €). Die Umsatzerlöse stiegen im Berichtsjahr auf 88,98 Mio. €, nach 81,61 Mio. € im Vorjahr. Der Umsatz wird maßgeblich durch ein Großprojekt in den USA beeinflusst. Der Bestandsaufbau an unfertigen Erzeugnissen ging von 17,5 Mio. € im Vorjahr zurück auf 9,6 Mio. €. Unter Berücksichtigung der anderen aktivierten Eigenleistungen, die von 0,4 Mio. € im Vorjahr auf 1,0 Mio. € anstiegen, blieb die Gesamtleistung (Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen) der ONEJOON GmbH somit mit 99,535 Mio. zu € 99,543 Mio. € im Vorjahr nahezu unverändert. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich von 10,5 Mio. € auf 0,7 Mio. €, wobei dieser Betrag in 2022 den Schadenersatz von 9,5 Mio. € aus der gütlichen Vertragsbeendigung eines kundenseitig gekündigten Projektes kurz vor der Auslieferung beinhaltete. Der Materialaufwand stieg durch die planmäßige Ausweitung der Geschäftstätigkeit auf 68,5 Mio. € (Vj: 67,2 Mio. €), womit die Materialaufwandsquote von 67,5 % auf 68,8 % anstieg. Die leichte Veränderung der Materialeinsatzquote ist nicht auf einen spezifischen Sondersachverhalt zurückzuführen, sondern im Projektgeschäft immanent. Damit reduzierte sich der Rohertrag von 32,4 Mio. € (Rohertragsquote 32,5%) auf 31,1 Mio. € mit einer Rohertragsquote von 31,2%. Durch den mit der Abwicklung des steigenden Geschäftsvolumens erforderlichen Personalaufbau stiegen die Personalaufwendungen im Berichtszeitraum auf 21,7 Mio. €, nach 17,8 Mio. € im Vorjahr. Die Personalkostenquote erhöhte sich von 17,9% im Vorjahr auf 21,8%. Die Abschreibungen betragen im Berichtsjahr 1,6 Mio. € (Vj. 1,4 Mio. €), wobei auf Abschreibungen auf immaterielle Anlagegüter 0,9 Mio. € (Vj. 0,9 Mio. €) entfielen, sowie auf Sachanlagen 0,7 Mio. € (Vj. 0,4 Mio. €). Durch die erwähnte Kündigung eines Projektes mussten in 2022 außerplanmäßig einmalig 6,6 Mio. € auf das Umlaufvermögen abgeschrieben werden (Ausweis im Vorjahr als Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens). Sonstige betriebliche Aufwendungen stiegen von 10,4 Mio. € in 2022 auf 11,8 Mio. € in 2023. Mit Auslaufen der Covid Pandemie und mit der Umsetzung des steigenden Geschäftsvolumens stiegen dabei insbesondere die Reisekosten von 1,8 Mio. € in 2022 auf 2,5 Mio. € im Berichtsjahr. Die Rechts- und Beratungskosten beliefen sich auf 2,1 Mio. € (Vj. 1,3 Mio. €), was insbesondere durch höhere Beratungsleistungen im Zusammenhang mit den beiden Großprojekten in USA und Südkorea zusammenhängt. Die Lizenzkosten erhöhten sich leicht von 0,9 Mio. € auf 1,0 Mio. €. Die Vertriebsaufwendungen reduzierten sich von 1,4 Mio. € in 2022 auf 0,4 Mio. € in 2023, da der Sales Support (Vj. 1,0 Mio. €) für die Vertriebsaktivität der Tochtergesellschaft ONEJOON Inc. planmäßig ausgelaufen ist. Der Zinsaufwand in Höhe von 0,7 Mio. € (Vj. 0,7 Mio. €) umfasst im Wesentlichen die Zinsen für Gesellschafterdarlehen 0,2 Mio. € (Vj. 0,2 Mio. €), Aval-Gebühren 0,1 Mio. € (Vj. 0,1 Mio. €) sowie sonstige Finanzaufwendungen für Banksicherheiten 0,3 Mio. € (Vj. 0,3 Mio. €). Vermögenslage In der Finanzierung der Kundenprojekte verfolgt die ONEJOON GmbH die Strategie stets Cash positiv zu sein. Bei einer Projektlaufzeit von bis zu 2 Jahren und bei steigendem Umfang der einzelnen Projekte, führt dies zu einem Anstieg der unfertigen Erzeugnisse in den Aktiva und zu einem ebensolchen Anstieg bei den erhaltenen Anzahlungen in den Passiva. Zur Vermeidung einer derart verlängerten Bilanzsumme hat die ONEJOON GmbH den Nettoausweis gewählt. Vor diesem Hintergrund ist die Bilanzsumme per 31.12.2023 mit 36,3 Mio. € zu 36,2 € im Vorjahr nahezu unverändert. Das gesamte Anlagevermögen stieg von 8,6 Mio. € per 31.12.2022 auf 10,8 Mio. € per 31.12.2023. Der Bilanzwert des immateriellen Anlagevermögens reduzierte sich durch planmäßige Abschreibungen von einem Vorjahreswert von 5,0 Mio. € auf 4,4 Mio. € zum 31.12.2023. Dabei wurden insbesondere der beim Betriebsübergang erworbenen Goodwill und die Patente weiter planmäßig abgeschrieben. Demgegenüber stieg der Wert des Sachanlagevermögens von 2,5 Mio. € auf 5,3 Mio. € an. Der Anstieg resultiert überwiegend aus der Aktivierung einer Schleuse des Testcenters i.H.v. 2,2 Mio. €. Der Wert der Finanzanlagen stieg leicht auf 1,134 Mio. € (Vorjahr: 1,131 Mio. €), da im Berichtsjahr das Joint Venture Canada gegründet wurde. Die Finanzanlagen beinhalten neben dem Joint Venture Canada wie im Vorjahr die Tochtergesellschaften in den USA (Vertriebsgesellschaft) und Polen (verlängerte Werkbank) sowie das Joint Venture in China. Während die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von 2,0 Mio. € leicht auf 2,7 Mio. € anstiegen, entwickelten sich die unfertigen Erzeugnisse mit dem steigenden Geschäftsvolumen von 50,3 Mio. € per Ende 2022 auf 59,9 Mio. € deutlich nach oben. Damit einher gingen die von 12,9 Mio. € auf 28,8 Mio. € stark steigenden Anzahlungen bei Lieferanten. Der Gesamtwert der Vorräte, der zum 31.12.2023 auf 91,4 Mio. € (Vorjahr: 65,1 Mio. €) gestiegen ist, wurde im Rahmen des genannten Nettoausweises bis auf 2,4 Mio. € mit den bereits von Kunden erhaltenen Anzahlungen verrechnet. Der Anstieg des Gesamtwerts der Vorräte auf 91,4 Mio. € zum 31.12.2023 (Vorjahr: 65,1 Mio. €) resultiert im Wesentlichen aus der Vorratsbindung im Zusammenhang mit dem noch nicht abgeschlossenen Großprojekt in Südkorea sowie einem weiteren Großprojekt in den USA. Durch die Projektverzögerungen beim Großprojekt in Südkorea wurden die unfertigen Erzeugnisse entsprechend umfangreich um 8,6 Mio. € abgewertet. Die gesamten Abwertungen aus der verlustfreien Bewertung der unfertigen Erzeugnisse belaufen sich auf 12,7 Mio. €. Der Gesamtwert der Forderungen verringerte sich stichtagsbedingt zum 31.12.2023 auf 7,7 Mio. € (Vorjahr: 18,4 Mio. €). Während sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten von 4,9 Mio. € auf 1,6 Mio. € verringerten, betrugen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 2,5 Mio. € (Vorjahr: 9,3 Mio. €). Die sonstigen Vermögensgegenstände verringerte sich ebenfalls von 4,2 Mio. € auf 3,4 Mio. €. Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus einem Vorsteuerüberhang in Polen in Höhe von 1,8 Mio. € (Vorjahr: 2,8 Mio. €), hinterlegten Kautionen in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €) sowie einem Vorsteuerüberhang in Deutschland in Höhe von 1,0 Mio. € (Vorjahr: 0,8 Mio. €). Die Liquiden Mittel betrugen 13,3 Mio. € am 31.12.2023 (Vorjahr: 9,1 Mio. €). Auf der Passivseite der Bilanz stiegen die sonstigen Rückstellungen volumenbedingt auf 15,2 Mio. € (Vorjahr: 11,0 Mio. €). Das resultiert insbesondere durch die Rückstellungen ausstehender Rechnungen in Höhe von 13,0 Mio. € (Vorjahr: 8,0 Mio. €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen volumenbedingt bzw. stichtagsbedingt von 1,4 Mio. € auf 9,4 Mio. €. Für weitere Einzelheiten bzgl. des Eigen- und Fremdkapitals verweisen wir auf die Erläuterungen im Abschnitt "Finanzlage". Finanzlage Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen volumenbedingt von 1,0 Mio. € im Vorjahr an auf 2,7 Mio. € am Bilanzstichtag 2023. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, umfassen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 7,9 Mio. € (Vorjahr: 8,0 Mio. €). Davon entfallen 7,5 Mio. € auf zwei Gesellschafterdarlehen (Vorjahr: 7,5 Mio. €), 0,4 Mio. € auf Zinsen und Gebühren (Vorjahr: 0,5 Mio. €) sowie 0,6 Mio. € auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Joint Venture ONEJOON China (Vorjahr: 2,1 Mio. €). Für die Herausgabe von Anzahlungsbürgschaften werden der ONEJOON GmbH durch die KEB Hana (D) Bank AG, Seoul Guarantee Insurance Co. Ltd und der Woori Bank Europe GmbH Avallinien zur Verfügung gestellt, die von der Gesellschafterin ONEJOON Co. Ltd. besichert sind. Der Gesamtbestand dieser Avallinien belief sich zum 31.12.2023 auf 15,3 Mio. € (Vj. 14,2 Mio. €), die Ausnutzung lag bei 9,5 Mio. €. Eine weitere finanzielle Verpflichtung besteht gegenüber dem Joint Venture ONEJOON (Zhejiang) Co., Ltd. Haining, China (ONEJOON China). Die ONEJOON GmbH hält eine Beteiligung an der ONEJOON China, bei der das Stammkapital noch nicht in voller Höhe eingefordert worden ist. Von dem auf die ONEJOON GmbH entfallenden Kapitalanteil von 1,5 Mio. $ wurden bis zum Bilanzstichtag 0,67 Mio. $ eingezahlt. Die restlichen, noch nicht eingeforderten 0,84 Mio. $ müssen gemäß Satzung bis zum Jahr 2029 eingezahlt werden. Am 20.06.2024 wurde die zuvor noch bestehende finanzielle Verpflichtung gegenüber dem verbundenen Unternehmen ONEJOON (Zhejiang) Co., Ltd. (ONEJOON China) vollständig getilgt. Die noch nicht eingeforderten 0,831 Mio. $ wurden nicht in bar eingezahlt, sondern durch eine Umwandlung einer Gewinnausschüttung in das Stammkapital des Unternehmens beglichen. Um den gleichen Kapitalanteil wie die ONEJOON Co., Ltd zu erreichen, wurde 20.835,95 $ eingezahlt. Demnach beträgt der Kapitalanteil der ONEJOON GmbH an der ONEJOON (Zhejiang) Co., Ltd. 50%. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gegeben. Wie bereits im Abschnitt zur aktuellen Entwicklung erläutert, wurde für sämtliche Darlehen eine Stundungsvereinbarung mit Laufzeit bis zum 30. Juni 2027 getroffen. Die Gesellschafterdarlehen zum Bilanzstichtag belaufen sich auf 7,5 Mio. €. Zur Stärkung der Zahlungsfähigkeit hat die Gesellschaft ein Bankdarlehen in Höhe von 2,9 Mio. € bei der Woori Bank zum 28.03.2024 aufgenommen. Als Sicherheit wurden vom Joint Venture Onejoon China bei der Woori Bank entsprechende Sicherheiten in gleicher Höhe hinterlegt. Das Darlehen wurde am 20.03.2025 vollständig getilgt. Darüber hinaus hat die Gesellschafterin ONEJOON Co. Ltd drei weitere Gesellschafterdarlehen mit einem Gesamtwert von 9,0 Mio. € gewährt. Das dritte Gesellschafterdarlehen in Höhe von 3,5 Mio. € wurde am 13.01.2025 gewährt. Das vierte Gesellschafterdarlehen in Höhe von 3,5 Mio. € wurde am 21.01.2025 gewährt. Das fünfte Gesellschafterdarlehen in Höhe von 2,0 Mio. € wurde am 11.03.2025 gewährt. Am 18.12.2024 wurde von der Tochtergesellschaft ONEJOON Inc. ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von 4,2 Mio. USD aufgenommen, das Anfang 2025 vollständig zurückgezahlt wurde. Am 19.03.2025 folgte ein weiteres kurzfristiges Darlehen über 2,6 Mio. USD, von dem 0,6 Mio. USD am 15.05.2025 zurückgezahlt wurden; die verbleibenden 2 Mio. USD sind zur Rückzahlung für Ende September 2025 vorgesehen. Insgesamt belaufen sich die Verbindlichkeiten auf 21,0 Mio. € (Vorjahr: 22,3 Mio. €), davon 13,5 Mio. € kurzfristig, 7,5 Mio. € mit einer Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren und keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Personalbestand, Mitarbeiterzahlen Im Jahresdurchschnitt 2023 beschäftigte die ONEJOON GmbH, einschließlich Auszubildender und der zwei angestellten Geschäftsführer, insgesamt 251 Mitarbeiter (Vorjahr: 225). Umgerechnet in Vollzeitäquivalente (FTE, ohne Auszubildende und Geschäftsführer) waren es im Jahresdurchschnitt 230 FTE (Vorjahr: 209), davon 136 FTE in Bovenden (Vorjahr: 118) und 94 FTE in Böblingen (Vorjahr: 88). Zum Jahresende zählte die ONEJOON GmbH 266 Mitarbeiter (Vorjahr: 242), davon 148 in Bovenden (Vorjahr: 132) sowie 13 Auszubildende (Vorjahr: 9) und 105 Mitarbeiter in Böblingen (Vorjahr: 101). Insgesamt waren es 244 FTE (Vorjahr: 216, ohne Geschäftsführer). Forschung und Entwicklung (F&E) / Testcenter In unseren Kernmärkten streben wir immer die technologische Marktführerschaft an. Zusätzlich partizipieren wir früh an der Entwicklung zukünftiger Wachstumsmärkte und setzen hier den Stand der Technik, in dem wir unseren Kunden mit der Optimierung der thermischen Prozesse, der Entwicklung passender, effizienter Ofenkonzepte und deren Einbindung in Produktionslinien helfen, ihre neuen Produkte vom Labormaßstab hin zur Fertigung auf kommerziellen Produktionslinien zu entwickeln. Unsere F&E-Aktivitäten sind dementsprechend vielfältig. Weiterentwicklung der Produkte in unseren Kernmärkten, adaptive Entwicklung unserer Basisofentypen für neue Märkte und Anwendungen, Optimierung von Brennprozessen sowie komplette Neuentwicklungen. Auf Grund der sehr dynamischen Entwicklung unserer Wachstumsmärkte entfiel der Großteil der F&E - Aktivitäten im Berichtsjahr auf die Bereiche Battery Materials und keramische Dünnschichtfolien (v.a. Brennstoffzellen). Eine wesentliche Rolle an unseren ständig steigenden F&E-Aufwendungen kommt hierbei unserem Testcenter zu. Unsere Experten für thermische Prozesse testen hier, gemeinsam mit unseren Kunden, deren Produkte und entwickeln die optimalen Brennprozesse. Basierend auf den Resultaten werden dann, flankiert von CFD-Simulationen, die passenden Ofenkonzepte entwickelt. Dieser Service wird sehr gut von unseren Kunden angenommen. Unser Testcenter-Portfolio wird daher ständig weiter ausgebaut. Strategische Projekte mit Instituten und Beteiligungen an Förderprojekten unterstützen unsere F&E - Aktivitäten. Wie bereits im Abschnitt zur aktuellen Entwicklung erwähnt, wurden Fördermittel für Forschung und Entwicklung als Stabilisierungsmaßnahme beantragt. Im Rahmen des Förderprogramms der Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ) wurde eine entsprechende Beantragung vorgenommen. Die BSFZ stärkt Unternehmen durch eine steuerliche Forschungszulage - derzeit in Höhe von 25 % der förderfähigen Personalkosten. Aktuell ist mit einer Förderzulage in einer Größenordnung von 1,4 - 1,6 Mio. € zu rechnen. Risiken- und Chancen - Bericht Wir sind gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung, die bestandsgefährdend oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, hinzuweisen. Risiken Wirtschaftliche Risiken bestehen weiterhin aufgrund der Folgen des völkerrechtswidrigen Übergriffs Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022, der inflationsbedingten Auswirkungen auf die Entwicklung der Energie- und Erzeugerpreise sowie dem signifikanten Anstieg der Leitzinsen. Die vergleichsweisen hohen Zinsen und die damit verbundenen höheren Investitionskosten belasten nach wie vor das Investitionsklima. Es ist weniger eine Frage, ob investiert wird, sondern wann. Erste Zinssenkungen sind bereits eingetreten. Eine Verzögerung bei der erfolgreichen Inbetriebnahme der Großprojekte im Batteriemarkt würde weiterhin große Kapazitäten in der Abwicklung binden, die dann für die Bearbeitung neuer Aufträge fehlen würden und den Auftragseingang begrenzen könnten. Die Einführung neuer Engineering-Systeme hat 2023 die Produktivität im Engineering erheblich beeinträchtigt. Anhaltende technische Probleme und ein langsamer Routineaufbau könnten sich auch 2024 negativ auf die Produktivität im Engineering auswirken und unsere Leistungsfähigkeit verringern. Für den Carbonfaser-Markt, das zweite große Standbein der ONEJOON GmbH, bestehen Risiken insbesondere im Zusammenhang mit dem Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie dem Risiko, dass Exportlizenzen für Carbonfaser-Projekte nicht erteilt werden. Währungsrisiken könnten insbesondere durch eine Veränderung der Wechselkursrelation zwischen EUR und USD entstehen. Für den Fall einer Fakturierung in USD werden Wechselkursrisiken nach Berücksichtigung von Zahlungsverpflichtungen in USD durch Währungstermingeschäfte abgesichert. Zum Bilanzstichtag lagen keine solchen Risiken vor. Mögliche Delkredererisiken werden durch Zahlungspläne entsprechend dem Projektfortschritt und zusätzlich bei Exporten nach Asien durch eine Absicherung der Zahlschritte über Akkreditive minimiert. Ergänzende Risiken ergeben sich aus der weiteren Entwicklung der Elektromobilität: Die Unsicherheit darüber, ob komplexe Projekte sowohl technisch als auch wirtschaftlich im vorgesehenen Zeit- und Kostenrahmen umgesetzt werden können, bleibt hoch. Insbesondere großvolumige Einzelprojekte sind mit zahlreichen Unwägbarkeiten verbunden - wie das Jahr 2023 deutlich gezeigt hat - und können im Falle von Verzögerungen oder Problemen erhebliche interne Ressourcen binden. Nicht zuletzt wird das Risiko politischer Krisen im asiatisch-pazifischen Raum - etwa im Konflikt China-Taiwan - als geopolitischer Unsicherheitsfaktor betrachtet, der globale Lieferketten stören und Exportvorhaben beeinträchtigen könnte. Entwicklungsbeeinträchtigende Risiken könnten sich aus einer möglichen bilanziellen Überschuldung, Zahlungsunfähigkeit oder anderen finanziellen Risiken im Zusammenhang mit dem weiterhin schnellen Wachstum der Gesellschaft ergeben. Diese Risiken werden jedoch durch die Absicherung seitens der Gesellschafter adressiert (vgl. Ausführungen unter den Abschnitten "Aktuelle Entwicklung" sowie "Finanzlage"). Vor dem Hintergrund des im Berichtszeitraum erzielten Ergebnisses und des schwachen Auftragseingangs wurde eine externe Plausibilisierung der Unternehmensplanung beauftragt. Auf Basis des von der ONEJOON GmbH entwickelten Management-Cases bestehen keine Liquiditätsengpässe. Ein ergänzend erstellter Sense- Case, der vorsichtige Annahmen und Risikoabschläge berücksichtigt, zeigte hingegen eine potenzielle Liquiditätslücke mit einem Höchststand von 12 Mio. €, wobei darin ein Puffer (Headroom) in Höhe von 2 Mio. € enthalten ist. Etwaige Liquiditätslücken werden durch die bestehende Patronatserklärung der Gesellschafter vollständig abgedeckt. Das Management hält weiterhin am Management-Case fest und geht davon aus, dass dieser ohne Liquiditätsengpässe umgesetzt werden kann. Zur zusätzlichen Absicherung wurde ein internes Kostenreduktionsprogramm initiiert, das verschiedene Maßnahmen umfasst (vgl. Abschnitt "Aktuelle Entwicklung"). Unter diesen Prämissen hält die Geschäftsführung aktuell am Grundsatz der Unternehmensfortführung fest. Sollten sich in den durch Gesellschaft und Gesellschafter getroffenen Maßnahmen (siehe oben) wesentlichen Abweichungen ergeben oder auch die Bereitschaft der Unterstützung der Gesellschafter nicht mehr gegeben sein, kann der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet sein (bestandsgefährdendes Risiko). Chancen Die ONEJOON GmbH verfügt mit ihrer führenden Marktposition im Bereich Produktionsanlagen für die Oxidation und Karbonisierung von Carbonfasern sowie bei Härteanlagen für Rasierklingen und Sägebänder über ein solides geschäftliches Fundament. Der durch den Klimawandel beschleunigte Ausstieg aus fossilen Energieträgern sowie die wachsende Bedeutung der Elektromobilität - verstärkt durch steigende Energiepreise - lassen ein anhaltend starkes Wachstum im Bereich Batteriematerialien und Brennstoffzellen erwarten. Davon profitieren insbesondere der erfolgreiche Einstieg in den Markt für Anodenmaterialien sowie die wachsende Präsenz im nordamerikanischen Kathodenmarkt. Auf Basis der bestehenden Projektpipeline wird in der Mittelfristplanung weiterhin von einem signifikanten Anstieg des Geschäftsvolumens ausgegangen, auch wenn die konkreten Auswirkungen derzeit noch nicht vollständig abschätzbar sind. Für Folgeprojekte werden insbesondere in diesem Bereich Synergieeffekte und Lerneffekte erwartet, wodurch künftige Margen in diesem Bereich verbessert werden können. Ein zusätzlicher Wachstumstreiber ergibt sich aus der erfolgreichen Umsetzung erster Projekte für Produktionsöfen, die klimaneutral mit erneuerbarer Energie betrieben werden können. ONEJOON ist hier mit neuen Ofenlösungen breit aufgestellt und gut positioniert, um von der steigenden Nachfrage nach nachhaltigen Produktionslösungen überdurchschnittlich zu profitieren. Gleichzeitig zeigen geopolitische Entwicklungen, insbesondere im Rohstoffsektor, die Anfälligkeit globaler Lieferketten. Die Exportbeschränkungen Chinas für bestimmte Graphitarten im Jahr 2023 sowie die Insolvenz eines großen Batterieherstellers aufgrund seiner Abhängigkeit von chinesischem Graphit verdeutlichen die Risiken einseitiger Rohstoffabhängigkeit. Mit der Entwicklung des Vertikal Tube Furnace (VTR) bietet ONEJOON eine strategische Antwort: Der VTR ermöglicht die Herstellung von hochreinem synthetischem Graphit und leistet damit einen Beitrag zur Versorgungssicherheit in der Batteriefertigung. Diese Technologie stärkt die Unabhängigkeit von kritischen Importen und erhöht die Resilienz gegenüber geopolitischen Risiken. Auch die eingeleiteten Maßnahmen zur wirtschaftlichen Stabilisierung eröffnen Zukunftschancen. Die Verlängerung der Patronatserklärung sowie die Stundung bestehender Darlehen bis Mitte 2027 sichern kurzfristig die Liquidität und schaffen Handlungsspielraum für strategische Initiativen. Die erwartete Dividendenausschüttung des Joint Ventures ONEJOON Zhejiang Co. Ltd. stärkt die finanzielle Basis zusätzlich. Die Einführung von Kurzarbeit ab August 2025 sowie die im Zuge der Restrukturierung eingetretene natürliche Fluktuation ermöglichen eine effizientere Neuausrichtung der Organisation. Der Abbau von Doppelstrukturen und die Optimierung von Prozessen schaffen zusätzliches Effizienzpotenzial. Darüber hinaus stärken beantragte Fördermittel für Forschung und Entwicklung die Innovationskraft und technologische Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens - insbesondere in dynamischen Zukunftsmärkten. Geplante Kostensenkungen im Bereich Reise- und Gemeinkosten tragen zudem zur nachhaltigen Verbesserung der Kostenstruktur bei. Insgesamt bilden diese Maßnahmen eine stabile Grundlage für die zukünftige Profitabilität und Wettbewerbsfähigkeit der ONEJOON GmbH. Zusammenfassung Risiken und Chancen Die ONEJOON GmbH sieht Chancen insbesondere im Ausbau der Elektromobilität, der zunehmenden Nachfrage nach Batteriematerialien sowie in der Entwicklung klimaneutraler Produktionstechnologien. Technologische Innovationen und die Diversifizierung von Rohstoffquellen stärken zudem die Wettbewerbsfähigkeit. Auf der Risikoseite stehen unter anderem geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Unsicherheiten sowie Herausforderungen bei der Umsetzung großer und komplexer Projekte. Die Liquiditätslage ist durch interne Maßnahmen und die Patronatserklärung der Gesellschafter abgesichert. Prognosebericht Die ONEJOON GmbH profitiert weiterhin von globalen Megatrends wie Elektromobilität, Batterietechnologie, Brennstoffzellen, Recycling und Leichtbau mit Carbonfasern (CF). Durch ihr breit aufgestelltes Produktportfolio ist das Unternehmen in der Lage, für unterschiedlichste thermische Prozesse den optimalen Ofentyp zu entwickeln und individuell auf Kundenbedürfnisse abzustimmen. Einen besonderen Mehrwert bietet dabei das firmeneigene Testcenter, in dem (potenziellen) Kunden Verfahren unter realen Bedingungen demonstriert und bei der Skalierung auf Produktionsniveau begleitet werden können. Zusätzlich ermöglicht ONEJOON die Lieferung kompletter thermischer Prozesslinien, wodurch die nahtlose Integration der Ofentechnologie in die Produktionsprozesse der Kunden sichergestellt wird. Vor dem Hintergrund dieser starken Positionierung ist das Marktumfeld 2024 von anhaltendem Wachstum in wichtigen Branchen geprägt. Die Carbonfasertechnologie profitierte von der steigenden Nachfrage in der Elektromobilität, mit einem Marktvolumen von etwa 5,9 Mrd. USD. 6 China dominierte weiterhin die Produktion von Batteriematerialien, während Europa und Nordamerika den Aufbau regionaler Lieferketten vorantrieben. Die Nachfrage nach aktivem Batteriematerial stieg auf rund 3,0 Mio. Tonnen. 7 Auch die Pulvermetallurgie verzeichnete durch additive Fertigungsverfahren und den Bedarf in Luftfahrt und Maschinenbau ein dynamisches Wachstum. 8 Im Bereich der Wärmebehandlung hielt die Nachfrage dank Energieeffizienz und Automatisierung stabil an. 9 Parallel dazu zeigte sich die globale Wirtschaft 2024 robust: Die Weltwirtschaft wuchs mit etwa 2,8 % bis 2,9 %. 10 Während sich die Eurozone mit einem moderaten BIP-Wachstum von 0,8 % und einer Inflation von 2,4 % leicht stabilisierte, verzeichneten die USA ein deutliches Wachstum von 2,8 %, allerdings bei einer vergleichsweise hohen Inflation von rund 4,1 %. 11 12 China erreichte trotz struktureller Herausforderungen ein Wachstum von rund 5,0 %, begleitet von einer moderaten Inflation von 1,7 %. 13 Das ursprünglich angestrebte Umsatzziel von 100 bis 120 Mio. € für das Geschäftsjahr 2024 konnte infolge ausbleibender Auftragseingänge nicht erreicht werden. Der Auftragseingang belief sich auf 54 Mio. €, der Umsatz auf rund 60 Mio. €. Hauptursache hierfür waren Projektverzögerungen und verschobene Vergaben. In Kombination mit den weiterhin bestehenden Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Verlustprojekt in Südkorea ergibt sich für das Jahr 2024 voraussichtlich ein Jahresfehlbetrag zwischen 10 und 13 Mio. € (vgl. Abschnitt: Aktuelle Entwicklung). Im Rahmen der laufenden Restrukturierung richtet sich der Fokus der ONEJOON GmbH künftig noch stärker auf ihre technologische Kernkompetenz im Engineering. In diesem Zusammenhang wurde die Auslagerung der Bereiche Vormontage und Schaltschrankbau beschlossen. Parallel dazu wird mit der Einführung einer neuen Organisationsstruktur eine flachere Hierarchie angestrebt, um schnellere Entscheidungsprozesse und eine höhere Flexibilität gegenüber Kunden zu ermöglichen.
6
https://www.mordorintelligence.com/de/industry-reports/carbon-fiber-market
Für 2025 wird ein moderates Wachstum erwartet: Die EU und Eurozone sollen mit etwa 1,3-1,5 % BIP- Wachstum bei sinkender Inflation von 2,1-2,4 % rechnen. 14 Die USA verlangsamen sich auf 1,6 % Wachstum, bei einer Inflation von rund 4,0 %. China prognostiziert ein Wachstum von etwa 4,6 % und eine leicht steigende Inflation von circa 2,0 %. 15 Auch das Branchenumfeld bleibt von nachhaltigen Innovationen und geopolitischen Herausforderungen geprägt. Investitionen in Elektromobilität und Leichtbautechnologien gelten weiterhin als zentrale Wachstumstreiber. 16 Die Entwicklung regionaler Lieferketten in Europa und Nordamerika wird vorangetrieben, während Pulvermetallurgie und Wärmebehandlung stabile Nachfrage aufweisen, unterstützt durch technologische Fortschritte und Effizienzsteigerungen. 17 18 19 Im Einklang mit diesen wirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen hat das Unternehmen Anfang 2025 seine Planung für das Jahr aufgestellt. Dabei wird ein Auftragseingang von rund 90 Mio. € erwartet, wobei ein Teil der verschobenen Aufträge aus dem Vorjahr zur Beauftragung kommen soll. Der Umsatz wird in einer Spanne zwischen 90 und 120 Mio. € prognostiziert. Trotz der erwarteten Umsatzsteigerung ist aufgrund der verzögerten Leistungsabwicklung und des rückläufigen Auftragsbestands weiterhin ein Jahresfehlbetrag in Höhe von rund 6 bis 7 Mio. € zu erwarten. Die Gesamtleistung wird voraussichtlich auf 71 Mio. € sinken (nach 82 Mio. € im Vorjahr). Im Zuge der Effizienzsteigerung ist zudem eine Personalreduktion um ca. 50 bis 70 FTE vorgesehen. Auf Basis der aktuellen Zahlen ergeben sich Planunterschreitungen im Auftragseingang und Umsatz. Die Geschäftsführung geht derzeit davon aus diese Planabweichungen im Verlauf des Jahres überwiegend aufzuholen. Die Liquidität des Unternehmens ist durch die Patronatserklärung der Gesellschafter derzeit gesichert. Ziel der strategischen Neuausrichtung und der eingeleiteten Restrukturierung ist jedoch, ONEJOON mittel- bis langfristig unabhängig von finanziellen Unterstützungsmaßnahmen der Gesellschafter aufzustellen. Die Jahre 2024 und 2025 stellen in diesem Zusammenhang Übergangsjahre dar, in denen die Strukturen für ein nachhaltig profitables und zukunftsfähiges Geschäftsmodell geschaffen werden. Ab dem Geschäftsjahr 2026 wird - auf Basis der aktuellen Planung - wieder mit einem positiven Ergebnis gerechnet.
Bovenden, 04.07.2025 Die Geschäftsführung Sung Je Lee Stefan Schatz
14 http://www.oecd.org/economic-outlook/
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ONEJOON GmbH, Bovenden Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ONEJOON GmbH, Bovenden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ONEJOON GmbH, Bovenden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf den Abschnitt "Aktuelle Entwicklung" und "Risiken- und Chancen - Bericht" des Lageberichts sowie den Ausführungen im Anhang in den Abschnitten "Allgemeine Angaben" und "Nachtragsbericht", in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft aufgrund der anhaltenden hohen Verluste, welche insbesondere aus Projektverzögerungen (vor allem durch ein Großprojekt in Südkorea) und einem rückläufigen Auftragseingang resultieren, nach einer sensitivierten Planung für die Geschäftsjahre 2025 und 2026 einen Finanzierungsbedarf von bis zu EUR Mio. 12 aufweist. Daher wurden im Sommer 2025 verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Fortführung der Unternehmenstätigkeit sicherzustellen. Ein wesentlicher Teil dieser Maßnahmen ist eine Patronatserklärung der Muttergesellschaft bis zum 31. Dezember 2026, welche auf einen Betrag von EUR Mio. 13 begrenzt ist. Eine wesentliche Planungsprämisse ist der Abschluss eines Großprojekts in Südkorea und die Nachholung des aktuell reduzierten Auftragseingangs. Sollten sich weitere Planverfehlungen oder Projektverzögerungen ergeben, könnte sich auch der potenzielle Finanzierungsbedarf erhöhen. Damit hängt der Fortbestand der Gesellschaft aktuell von den Gesellschaftern ab. Die gesetzlichen Vertreter gehen weiterhin davon aus, dass die Gesellschafter die Gesellschaft unterstützen. Sollte sich diese Bereitschaft ändern oder auch Maßnahmen nicht wie geplant umgesetzt werden, ist der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet. Diese Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, 4. Juli 2025 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Steffen Fleitmann, Wirtschaftsprüfer Philip Gelin, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Entwicklung des Anlagevermögens der ONEJOON GmbH, Bovenden, im Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben Die ONEJOON GmbH hat ihren Sitz in Bovenden und ist unter der Nummer HRB 205905 im Register des Amtsgerichts Göttingen eingetragen. ONEJOON ist Technologie- und Marktführer für Oxidations- und Karbonisierungsöfen im Kernmarkt der Karbonfaserherstellung. Eine prominente Stellung nimmt das Unternehmen in den Märkten der Kathoden- und Anodenmaterialherstellung für die Lithium-Ionen-Batterie, des Härtens von Klingen und Sägebändern, des Sinterns von Metallen und Keramiken und im Bereich von Spezialanwendungen und neuartigen Werkstoffen (z.B. im Bereich der Pulverchemie und Brennstoffzellen) ein. ONEJOON liefert neben maßgeschneiderter Ofentechnik ebenso die passende Automation und Integration von Prozess- und Materialfluss. Die Gesellschaft hat neben Ihrem Sitz in Bovenden einen weiteren Standort in Böblingen. Neben einem Joint Venture in China und einem Tochterunternehmen in den USA besteht seit 2021 ein Tochterunternehmen in Polen. In 2023 wurde die ONEJOON Thermal and Powder process solutions Inc. gemeinsam mit der ONEJOON Co., Ltd., Hwaseong, Korea (ONEJOON Korea) als weiteres Joint Venture in Kanada gegründet. Die Gesellschaft hat ihre operative Tätigkeit zum 15.01.2020 als Tochterunternehmen der ONEJOON Co., Ltd., Hwaseong, Korea (ONEJOON Korea), einem koreanischen Anbieter von Anlagen (Öfen und Prozessequipment) zur Herstellung von Kathodenmaterial für Lithium-Ionen-Batterien, aufgenommen. Mit dem im Jahr 2021 in Südkorea erfolgten Börsengang der Gesellschafterin ONEJOON Co., Ltd., Hwaseong, Korea (ONEJOON Korea), die zum 31.12.2020 aufgrund potenzieller Stimmrechte noch als Mutterunternehmen qualifiziert wurde, ist infolge der nunmehr fehlenden Ausübbarkeit potenzieller Stimmrechte eine Mutter-Tochter-Beziehung nicht mehr gegeben. Das bisherige Mutterunternehmen sowie das Joint Venture in China und Kanada werden daher als Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, abgebildet. Zur Sicherstellung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit haben die Gesellschafter der ONEJOON GmbH eine zeitlich bis zum 31.12.2026 befristete Patronatserklärung vereinbart. Die Patronatserklärung ist auf einen Betrag begrenzt, der potenzielle Liquiditätslücken abdeckt, wie sie sich aus einer Sensitivitätsanalyse der Planung ergeben könnten (siehe Lagebericht unter Risiken und Chancen Bericht. Darüber hinaus hat die Gesellschafterin ONEJOON Co., Ltd., Hwaseong, Korea (nachfolgend "ONEJOON Korea"), eine unbefristete Rangrücktrittserklärung hinsichtlich ihrer bestehenden und zukünftigen Darlehensforderungen gegenüber der ONEJOON GmbH abgegeben. Ergänzend wurde eine Stundungsvereinbarung über sämtliche derzeit bestehenden Gesellschafterdarlehen bis zum 30. Juni 2027 getroffen. Zur Sicherstellung der Fortführung der Unternehmensaktivitäten haben die Gesellschafter der ONEJOON GmbH im Sommer 2025 verschiedene Maßnahmen ergriffen, auf deren Grundlage, in Verbindung mit den bestehenden finanziellen Unterstützungszusagen, aus heutiger Sicht von der Fortführung des Unternehmens auszugehen ist (siehe Lagebericht "Aktuelle Entwicklung). Sollten sich in den durch Gesellschaft und Gesellschafter getroffenen Maßnahmen wesentlichen Abweichungen ergeben oder auch die Bereitschaft der Unterstützung der Gesellschafter nicht mehr gegeben sein, kann der Fortbestand der Gesellschaft gefährdet sein (bestandsgefährdendes Risiko). Der Jahresabschluss ist gemäß § 264 HGB nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes wurden beachtet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Zur Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erforderliche Angaben sind soweit wie möglich in den Anhang übernommen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden gem. § 253 Abs. 1 HGB mit den Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungskosten angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung, sozialen Einrichtungen des Betriebs, freiwilligen sozialen Leistungen sowie der betrieblichen Altersversorgung. Forschungs- und Vertriebskosten sowie Fremdkapitalzinsen werden nicht mit einbezogen. Die Abschreibung erfolgt linear über eine geschätzte Nutzungsdauer von 10 Jahren. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Software und Lizenzen werden längstens fünf Jahren linear abgeschrieben. Die von der Vorgängergesellschaft Eisenmann Thermal Solutions GmbH & Co. KG i. Ins., Bovenden (ETS), und der ehemaligen Muttergesellschaft Eisenmann SE i. Ins., Böblingen (EN SE), übernommenen Patente werden über die durchschnittliche Restnutzungsdauer von 14 Jahren und der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird über die geschätzte Nutzungsdauer von acht Jahren linear abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert vor allem aus den erworbenen Fertigungstechnologien. Demgemäß liegt der Schätzung der Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwerts insbesondere der Zeitraum der voraussichtlichen Nutzbarkeit der erworbenen Technologien zugrunde. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer über zwei bis 21 Jahre nach der linearen Abschreibungsmethode abgeschrieben. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungskosten angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung, sozialen Einrichtungen des Betriebs, freiwilligen sozialen Leistungen sowie der betrieblichen Altersversorgung. Forschungs- und Vertriebskosten sowie Fremdkapitalzinsen werden nicht mit einbezogen. Anlagenzugänge werden im Jahr der Anschaffung oder Herstellung pro rata temporis abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 werden, mit Ausnahme von Büromöbeln und EDV-Hardware, im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten über EUR 250 werden im Anlagenverzeichnis geführt. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten werden aus dem Durchschnitt der letzten Zugänge ermittelt. Nicht gängiges bzw. lange lagerndes Material wird auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden zu den angefallenen Herstellungskosten bewertet. Neben Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten und Sondereinzelkosten der Fertigung werden auch aktivierungspflichtige Teile der Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen und nicht aktivierungsfähige Kosten der allgemeinen Verwaltung werden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Sofern der vereinbarte Erlös die bereits angefallenen Herstellungskosten und die voraussichtlich noch anfallenden Kosten nicht deckt, werden die erforderlichen Abwertungen vorgenommen und gegebenenfalls Rückstellungen für Drohverluste gebildet. Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen auf Vorräte erfolgt zum Nennbetrag. Die erhaltenen Anzahlungen werden in Höhe des bestehenden Vorratsbestandes auf der Aktivseite offen abgesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bewertet. Alle erkennbaren Risiken werden - soweit erforderlich - durch Einzelwertberichtigungen und im Übrigen durch eine Pauschalwertberichtigung abgedeckt. Die liquiden Mittel sind mit Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert nach § 253 Abs. 4 HGB angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben im Berichtsjahr ausgewiesen, soweit sie Aufwand der Folgejahre darstellen. Rückstellungen für Pensionen und Betriebsjubiläen werden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze auf Basis der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck angesetzt. Für die Abzinsung der Pensionsrückstellungen wurde pauschal der durchschnittliche auf den 31. Dezember 2023 projizierte Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82 % p. a. verwendet. Bei der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen wurde von einer erwarteten Gehaltssteigerung von 0,00 % p.a. ausgegangen sowie von einer erwarteten Fluktuation von 4,00 %. Die Effekte aus Zinssatzänderungen werden als Bestandteil des operativen Ergebnisses ausgewiesen. Die Jubiläumsrückstellungen wurden mit einem Rechnungszinssatz i. H. v. 1,74 % p. a. abgezinst. Für die Berechnung der Jubiläumsrückstellung wurden erwartete Gehaltssteigerungen mit 3,00 % p. a. berücksichtigt, die erwartete Fluktuation wurde mit 4,00 % angenommen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags auf Basis der Grundlage des § 253 Abs. 1 HGB ermittelt. Alle Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatz abgezinst. Künftige Kosten- und Preissteigerungen wurden bei der Ermittlung der Rückstellungen berücksichtigt. Für anfallende Kosten für Garantie- und Gewährleistungen werden Rückstellungen gebildet. Diese beinhalten Rückstellungsbeträge für drohende Einzelsachverhalte und eine pauschalisierte Rückstellung auf Basis von Erfahrungswerten des garantiebehafteten Umsatzes. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Posten des Anlage- und Umlaufvermögens sowie Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, wurden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen historischen Wechselkurs angesetzt. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips, wonach Kursverluste aufwandswirksam und Kursgewinne nicht berücksichtigt werden. Posten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Schätzungen und Beurteilungen Im Jahresabschluss werden teilweise Schätzungen und Beurteilungen vorgenommen, welche die bilanzierten Vermögensgegenstände und Schulden am Stichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen für die Berichtsperiode betreffen. Alle Schätzungen und Beurteilungen werden kontinuierlich überprüft und gegebenenfalls angepasst. Wesentliche Sachverhalte, die von solchen Schätzungen und Beurteilungen betroffen sind, betreffen die Bewertung der Unfertigen Erzeugnisse, der Rückstellungen sowie Annahmen zur Planung und der Werthaltigkeit rechtsverbindlicher Zusagen. Angaben und Erläuterungen zu den Posten der Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im vollem Umfang Forderungen aus sonstigen Leistungen (Vorjahr: TEUR 3). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen in Höhe von TEUR 2.488 (Vorjahr: TEUR 9.267) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 21). Davon entfallen auf Forderungen gegen Gesellschafter TEUR 2.510 (Vorjahr: TEUR 9.288). Eigenkapital Das Stammkapital beträgt TEUR 100 und ist somit zum Vorjahr unverändert geblieben. Die Kapitalrücklage beträgt TEUR 17.255 per 31.12.2023 und hat sich zum Vorjahr ebenfalls nicht verändert. Der Bilanzverlust in Höhe von TEUR 19.320 zum 31.12.2023 enthält einen Verlustvortrag von TEUR 15.141. Pensionsrückstellungen Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Altersversorgungsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz von zehn Jahren und von sieben Jahren beträgt TEUR 0,29 (Vorjahr: TEUR 3). Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Zum 31.12.2023 erfolgt eine Verrechnung mit dem Deckungsvermögen. Der Zeitwert des Deckungsvermögens beträgt TEUR 528. Die Anschaffungskosten betragen TEUR 508. Die Pensionsrückstellung und die in der Gewinn- und Verlustrechnung verrechneten Aufwendungen und Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige Rückstellungen
Die Rückstellungen für den Vertriebsbereich enthalten mit TEUR 438 Nachlaufkosten aus Kundenprojekten. In den übrigen sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 13.004 (Vorjahr: TEUR 8.015) enthalten. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten (Vorjahresangaben in Klammern):
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 2.693 (Vorjahr: TEUR 1.042) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 7.921 (Vorjahr: TEUR 7.984), davon TEUR 7.500 aus zwei Gesellschafterdarlehen (Vorjahr: TEUR: 7.500 sowie TEUR 421 aus Zinsen und Gebühren (Vorjahr: TEUR 484). Der Darlehensgeber der Gesellschafterdarlehen hat zur Vermeidung einer etwaigen Überschuldung ausdrücklich und unwiderruflich eine zeitlich unbefristete Rangrücktrittserklärung über den Gesamtbetrag der Darlehen inkl. Zinsen mit der ONEJOON GmbH vereinbart. Des Weiteren bestehen TEUR 642 gegenüber dem Joint Venture OJ CN. Daraus betreffen TEUR 135 sonstige Verbindlichkeiten und TEUR 507 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen übliche Eigentumsvorbehalte. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 279 (Vorjahr: TEUR 227) enthalten. Latente Steuern Es bestehen passive latente Steuern. Diese wurden mit den aktiven latenten Steuern saldiert. Ein daraus resultierender Aktivüberhang an latenten Steuern wird in Ausübung des Wahlrechts nicht in der Bilanz ausgewiesen. Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz ergeben sich dabei im Wesentlichen aus der Bewertung des Geschäfts- oder Firmenwertes, der immateriellen Vermögensgegenstände, den Pensionsrückstellungen und steuerlichen Verlustvorträgen. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein unternehmensindividueller Steuersatz von 28,81 % verwendet. Angaben und Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Das Servicegeschäft beinhaltet neben dem Ersatzteilgeschäft auch Wartungen, Inspektionen und Umbauten an bestehenden Anlagen, meist zur Optimierung des Energieverbrauchs. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten staatliche Förderungen für E-Autos in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 0). Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betragen TEUR 465. Personalaufwand Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 122 (Vorjahr: TEUR 72) enthalten. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge bzw. die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten:
Finanzergebnis Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betreffen mit EUR 0,00 (Vorjahr 274,33) verbundene Unternehmen. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von EUR 47.610 (Vorjahr: EUR 2.095) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die finanziellen Verpflichtungen aus nicht bilanzierten Miet-, Leasing- und Lizenzverträgen betragen TEUR 4.331, wovon TEUR 1.382 innerhalb eines Jahres fällig sind. Zum 31.12.2023 existierte ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 37.553. Eine weitere finanzielle Verpflichtung besteht gegenüber dem verbundenen Unternehmen ONEJOON (Zhejiang) Co., Ltd. Haining, China (ONEJOON China). ONEJOON hält eine Beteiligung an der ONEJOON China bei der das Stammkapital noch nicht in voller Höhe eingefordert worden ist. Von dem auf die ONEJOON GmbH entfallenden Kapitalanteil von TUSD 1.500 wurden bis zum Bilanzstichtag TUSD 669 (Vorjahr: TUSD 669) eingezahlt. Die restlichen, noch nicht eingeforderten TUSD 831 (Vorjahr: TUSD 831) müssen gemäß Satzung bis 2029 eingezahlt werden. Haftungsverhältnisse Die ONEJOON GmbH hat sich gegenüber einem Lieferanten der Tochtergesellschaft ONEJOON Poland Sp. zo.o. verpflichtet, die Tochtergesellschaft finanziell so auszustatten, dass sie ihre Vergütungsansprüche erfüllen kann. Der Betrag ist auf TEUR 1.500 begrenzt. Die Forderungen des Lieferanten gegen der ONEJOON Poland Sp. zo.o. belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 1.836 (Vorjahr: TEUR 0). Aufgrund des Geschäftsmodells der ONEJOON Poland Sp. z o.o. wird das Risiko der Inanspruchnahme als gering eingeschätzt. Ausschüttungsgesperrte Beträge
Forschungs- und Entwicklungskosten Forschungs- und Entwicklungskosten sind in 2023 mit TEUR 2.333 (Vorjahr: TEUR 1.201) angefallen. Von den Entwicklungskosten wurden TEUR 259 (Vorjahr: TEUR 29) aktiviert. Organe der Gesellschaft Geschäftsführer der ONEJOON GmbH sind:
Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023 unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Herr Sung Je Lee hat im Geschäftsjahr 2023 von der Gesellschaft keine Geschäftsführungsvergütung erhalten. Arbeitnehmer (Jahresdurchschnitt)
Die Mitarbeiterzahl enthält keine Geschäftsführer. Beteiligungen Die Gesellschaft hält folgende Beteiligungen:
Abschlussprüferhonorar Das Abschlussprüferhonorar für die Geschäftsjahre 2023 und 2022 setzt sich wie folgt zusammen:
Nachtragsbericht Am 20.06.2024 wurde die zuvor noch bestehende finanzielle Verpflichtung gegenüber dem verbundenen Unternehmen ONEJOON (Zhejiang) Co., Ltd. (ONEJOON China) vollständig getilgt. Die noch nicht eingeforderten TUSD 831 wurden nicht in bar eingezahlt, sondern durch eine Umwandlung einer Gewinnausschüttung in das Stammkapital des Unternehmens beglichen. Um den gleichen Kapitalanteil wie die ONEJOON Co., Ltd zu erreichen, wurde 20.835,95 USD eingezahlt. Demnach beträgt der Kapitalanteil der ONEJOON GmbH an der ONEJOON (Zhejiang) Co., Ltd. 50 %. Das angestrebte Umsatzziel für 2024 in Höhe von 100 bis 120 Mio.€ konnte aufgrund eines erneut ausbleibenden Auftragseingangs leider nicht realisiert werden. Ursache hierfür sind vor allem Verschiebungen bei den Auftragsvergaben. Aufgrund des erneut ausgebliebenen Auftragseingangs sowie der deutlichen Planverfehlung im Jahr 2024 wurde ein hoher Verlust erwirtschaftet. Infolge dessen hat der Gesellschafter umfassende Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet (siehe Lagebericht: Aktuelle Entwicklung). Auf Basis der aktuellen Zahlen zeichnen sich für das Jahr 2025 deutliche Unterschreitungen im Auftragseingang und Umsatz im Vergleich zur Planung ab. Die Geschäftsführung geht jedoch derzeit davon aus, dass ein Großteil der Abweichungen im weiteren Jahresverlauf aufgeholt werden kann. Zur Sicherung der Liquidität hat der Gesellschafter im Jahr 2025 drei Darlehen in Höhe von insgesamt 9 Mio. € gewährt. Sowohl diese neuen Darlehen als auch die bestehenden Darlehen in Höhe von 7,5 Mio. € wurden im Rahmen einer Stundungsvereinbarung bis zum 30.06.2027 verlängert (siehe Lagebericht: Finanzlage) Zur Stärkung der Zahlungsfähigkeit hat die Gesellschaft ein Bankdarlehen in Höhe von 2,9 Mio. € bei der Woori Bank zum 28.03.2024 aufgenommen. Als Sicherheit wurden vom Joint Venture Onejoon China bei der Woori Bank entsprechende Sicherheiten in gleicher Höhe hinterlegt. Das Darlehen wurde am 20.03.2025 vollständig getilgt. Am 18.12.2024 wurde von der Tochtergesellschaft ONEJOON Inc. ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von 4,2 Mio. USD aufgenommen, das Anfang 2025 vollständig getilgt wurde. Am 19.03.2025 wurde erneut ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von 2,6 Mio. USD aufgenommen, dessen Rückzahlung in zwei Raten erfolgt (siehe Lagebericht: Finanzlage).
Bovenden, den 04.07.2025 Die Geschäftsführung Sung Je Lee Stefan Schatz |
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