Nomura Financial Products Europe GmbH
Selbe AdresseVermittlung von Krediten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Karsten Erwin Grünheid seit 15.4.2025 | Geschäftsführer |
Hellfried Schram seit 21.2.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Instinet Europe Limited AG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Instinet Germany GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss und Lagebericht zum 31. März 2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Instinet Germany GmbH, Frankfurt am Main PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Instinet Germany GmbH, Frankfurt am Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Instinet Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschborn/Frankfurt am Main, den 9. August 2023 Ernst
& Young GmbH
Kujath, Wirtschaftsprüfer Büning, Wirtschaftsprüfer Jahresbilanz zum 31. März 2023der Instinet Germany GmbHAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2022 bis 31. März 2023der Instinet Germany GmbH
Anhang1. Allgemeine AngabenDie Instinet Germany GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist im Handelsregister mit der Nummer HRB 110669 beim Amtsgericht Frankfurt am Main Mai eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. März 2023 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB), den ergänzenden Vorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) sowie unter Beachtung der Regelungen des GmbH-Rechts (GmbHG) in EUR aufgestellt worden. Das Geschäftsjahr der Instinet Germany GmbH ist auf den Zeitraum vom 1. April bis zum 31. März des Folgejahres festgelegt. Der Abschluss wurde auf der Prämisse des going concern erstellt. 2. Angaben zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Forderung an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt nach dem strengen Niederstwertprinzip. Aufgrund der Dauer und der Art der Forderungen werden die Ausfallrisiken durch geeignete Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Treuhandvermögen und Treuhandverbindlichkeiten werden gesondert voneinander und zu ihrem Nominalwert ausgewiesen. Die immateriellen Anlagewerte enthalten ausschließlich einen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert, der aus der Einbringung der Niederlassungen Frankfurt am Main und Paris in 2021 resultierte. Dieser wird zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig über seine voraussichtliche Nutzungsdauer von sieben Jahren abgeschrieben. Dieser Zeitraum wurde gewählt, da er der Nutzungsdauer der Kundenbeziehungen entspricht, die den größten Teil des Geschäfts- oder Firmenwerts ausmachen. Bei Vorliegen einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen ausgewiesen. Sachanlagen werden über ihre Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Entfallen die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung, erfolgt eine Zuschreibung. Sonstige Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten bzw. Nominalwerten nach Abzug etwaiger erforderlicher Wertberichtigungen ausgewiesen. In diesem Geschäftsjahr wurden keine Wertberichtigungen auf sonstige Vermögensgegenstände vorgenommen. Aktive bzw. passive Rechnungsabgrenzungsposten werden in Höhe der abzugrenzenden Ausgaben bzw. Einnahmen ausgewiesen, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags ausgewiesen. Eine Abzinsung erfolgt nicht, wenn die Restlaufzeit ein Jahr oder weniger beträgt. Die sonstigen Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden gemäß § 256a HGB mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Da diese eine Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger haben, werden dabei entstehende Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt und in sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. 3. Erläuterungen zur Bilanz FremdwährungAuf Fremdwährung lautende Aktiva und Passiva:
Forderungen an KreditinstituteDie Forderungen an Kreditinstitute (EUR 5.493.981, Vorjahr: EUR 13.729.248) sind ausschließlich täglich fällig und enthalten Sichteinlagen der Gesellschaft. Forderungen an KundenDie Forderungen an Kunden (EUR 117.964.046, Vorjahr: EUR 279.067.686) haben alle eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und enthalten insbesondere Geldforderungen aufgrund von fehlgeschlagenen Transaktionen, d.h. bei denen keine Erfüllung am Erfüllungstag erfolgte, weil die Lieferung der Aktien fehlgeschlagen ist, sowie Forderungen aufgrund geleisteter Barsicherheiten. In dem Posten sind Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 34.075.941 (Vorjahr: EUR 33.641.541) enthalten. Der Gesamtbetrag entfällt hierbei auf die Gesellschafterin der IGG. Treuhandvermögen- und TreuhandverbindlichkeitenIm Bilanzposten "Treuhandvermögen" sind Kundengelder ausgewiesen, die die Gesellschaft im eigenen Namen aber für fremde Rechnung auf Treuhandkonten hält. Die korrespondierende Verbindlichkeit ist im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" ausgewiesen.
Immaterielle VermögensgegenständeDie immateriellen Vermögensgegenstände enthalten ausschließlich den Geschäfts- oder Firmenwert aus der Einbringung der Zweigniederlassungen des Mutterunternehmens Instinet Europe Limited in die Instinet Germany GmbH in Höhe von EUR 1.420.000 (Vorjahr: EUR 1.724.286). Der Goodwill wird planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von sieben Jahren abgeschrieben. SachanlagenDie Sachanlagen in Höhe von EUR 19.782 (Vorjahr: EUR 14.274) enthalten ausschließlich Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Sonstige VermögensgegenständeDie Sonstigen Vermögensgegenstände betrugen EUR 626.065 (Vorjahr: EUR 438.856). Sie beinhalten hauptsächlich Ertragssteuerverbindlichkeiten, Forderungen aus erstattungsfähiger Umsatzsteuer und kurzfristige Konzernverrechnungen. Verbindlichkeiten gegenüber KundenDie Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (EUR 60.331.751, Vorjahr: EUR 226.728.865) sind täglich fällig und betreffen im Wesentlichen Geldverbindlichkeiten aufgrund von fehlgeschlagenen Transaktionen, d.h. bei denen keine Erfüllung am Erfüllungstag erfolgte, weil die Lieferung der Aktien fehlgeschlagen ist sowie sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten aus dem Bankgeschäft. Dieser Posten beinhaltet Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 595.517 (Vorjahr: EUR 0) aus fehlgeschlagene Kundentransaktionen mit der Nomura Holdings Incorporated. Sonstige VerbindlichkeitenDie Sonstigen Verbindlichkeiten beliefen sich auf EUR 7.791.877 (Vorjahr: EUR 10.936.813). Sie bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten für Finanztransaktionssteuern und für kurzfristige konzerninterne Verbindlichkeiten. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter Instinet Europe LimitedAm Abschlussstichtag bestanden gegenüber dem Gesellschafter Instinet Europe Limited die folgenden Forderungen und Verbindlichkeiten:
RückstellungenIm Berichtsjahr wurden keine Steuerrückstellungen gebildet (Vorjahr: EUR 125.634). Sonstige Rückstellungen in Höhe von EUR 5.329.504 (Vorjahr: EUR 5.694.150) beinhalten Rückstellungen für Clearinggebühren und angefallene Prüfungsgebühren sowie für angefallene Beratungsgebühren und ausstehende Bonuszahlungen. Für die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) wurde im Berichtsjahr darüber hinaus eine Rückstellung in Höhe von EUR 193.586,04 gebildet. Für das Beitragsjahr 2022 wurde ein Beitrag zur EdW in Höhe von EUR 101.661,55 gezahlt. Hierfür wurde die im Vorjahr gebildete Rückstellung in Höhe von EUR 100.000,00 vollständig in Anspruch genommen. EdW Rückstellungen
EigenkapitalDas Stammkapital in Höhe von EUR 7.000.004 hat sich im Geschäftsjahr nicht verändert (Vorjahr: EUR 7.000.004). Die Kapitalrücklage beträgt EUR 41.484.733 (Vorjahr: EUR 41.484.733). Der Bilanzgewinn zum 31. März 2023 in Höhe von EUR 3.569.700 (Vorjahr: EUR 2.998.789) setzt sich zusammen aus dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 570.911 (Vorjahr: EUR 1.935.957) und dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 2.998.789. Über die Ergebnisverwendung entscheidet die alleinige Gesellschafterin, die Instinet Europe Limited, im Rahmen der Gesellschafterversammlung 2023. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn zum 31. März 2023, in Höhe von EUR 3.569.700 auf neue Rechnung vorzutragen. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungZinserträgeDas Zinsergebnis des Unternehmens setzt sich zusammen aus Zinserträgen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften und negativen Zinserträgen auf Bankeinlagen. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen/ Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte GewinneIm Rahmen der Dienstleistungsvereinbarung mit der Instinet-Gruppe werden die aus dem Brokerage Business der Gruppe erzielten Ergebnisse aggregiert und abhängig von der erbrachten Dienstleitung verteilt. Im Vorjahr erzielte das Unternehmen Erträge aus diesem Vertrag in Höhe von EUR 1.608.854. Im Gegensatz zum letzten Jahr hat das Unternehmen im Berichtsjahr Kosten in Höhe von EUR 1.126.646 abgeführt. Diese Veränderung ist auf die Höhe der Provisionen zurückzuführen, die im Geschäftsjahr von der Instinet Germany GmbH erwirtschaftet wurden, sodass eine geringere Gewinnzuweisung erforderlich war, um die im Rahmen der Instinet Global Transfer Pricing Vereinbarung der Instinet Germany GmbH berechneten und zugewiesenen Gewinne zu erzielen. ProvisionserträgeDie Provisionserträge belaufen sich auf EUR 71.807.357 (Vorjahr: EUR 89.777.852). In den Provisionserträgen sind Erträge aus Vermittlungsleistungen und etwaigen Nebendienstleistungen zu den Vermittlungsleistungen enthalten. ProvisionsaufwendungenDie Provisionsaufwendungen belaufen sich auf EUR 39.682.067 (Vorjahr: EUR 50.599.052). Diese beinhalten insbesondere Provisionsaufwendungen für Clearing- und Brokerage- Dienstleistungen Transaktionskosten. Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Erträge betrugen EUR 76.043 (Vorjahr: EUR 342.818) und enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Bonuszahlungen und steuerbezogenen Zahlungen der französischen Gesellschaft aus dem Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen EUR 76.711 (Vorjahr: EUR 179.274) und enthalten ausschließlich Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung. Allgemeine VerwaltungsaufwendungenDie allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von EUR 29.764.562 (Vorjahr: EUR 37.691.753) resultieren im Wesentlichen aus Kosten für Personal, sowie sonstigen Verwaltungsaufwendungen. Die sonstigen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von EUR 25.860.688 sanken im Vergleich zum Vorjahr (EUR 33.800.407). Aufwendungen sind vornehmlich für Wartung von Software und Hardware, Kosten für Konnektivität sowie Gebühren für den Mehrwertsteuer-Service zusammengesetzt. Der Rückgang der sonstigen Verwaltungsaufwendungen beruht auf der Reduzierung weitergeleiteter Kosten für Backoffice- und Unternehmensdienstleistungen. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und SachanlagenDie Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen in Höhe von EUR 311.767 (Vorjahr: EUR 318.178) enthalten insbesondere die planmäßige Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes im Geschäftsjahr in Höhe EUR 304.286 (Vorjahr: EUR 304.286). 5. Sonstige AngabenOrgane der GesellschaftDie Geschäftsleitung der Instinet Germany GmbH setzte sich im Geschäftsjahr 2022/2023 aus den folgenden Personen zusammen: Hellfried Schram, Managing Director (seit 6. Februar 2019) Torben A.V. Starkey, Managing Director (seit 6. Februar 2019) Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. MitarbeiterIm Geschäftsjahr 2022/2023 wurden durchschnittlich 16 Mitarbeiter (Vorjahr: 16) beschäftigt.
KonzernzugehörigkeitDer Jahresabschluss der Instinet Germany GmbH wird in den Konzernabschluss der Nomura Holdings Incorporated, Tokyo, Japan, die den Konzernabschluss für alle Unternehmen in der Gruppe und damit für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der aufgestellte Konzernabschluss ist auf der Homepage der Nomura Holdings Incorporated abrufbar. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und PersonenDie Angaben zu den für die Beurteilung der Finanzlage wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen stellen sich wie folgt dar:
Honorar für den AbschlussprüferDas vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt:
Nicht in der Bilanz enthaltene GeschäfteDie Instinet Germany GmbH hat im Geschäftsjahr den sogenannten Dienstleistungsvertrag der Instinet-Gruppe fortgeführt. Im Rahmen dieser Vereinbarung wird der aus dem Brokerage Business erzielte Provisionsüberschuss abzüglich der zur Erzielung dieses Überschusses erforderlichen Aufwendungen nach Drittvergleich nach einem festgelegten Schlüssel auf die beteiligten Gesellschaften der Instinet-Gruppe verteilt. Im Geschäftsjahr ergab sich für die Instinet Germany GmbH ein Aufwand in Höhe von EUR 1.126.646 (Vorjahr: Ertrag in Höhe von EUR 1.608.854). In Abhängigkeit vom Ergebnis der Instinet-Gruppe und dem Beitrag der Instinet Germany GmbH können sich aus diesem Vertrag sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf das Ergebnis ergeben. Die Instinet Germany GmbH hat eine Kostenerstattungsvereinbarung mit der Servicegesellschaft der Instinet-Gruppe IGSL abgeschlossen. Die Erstattung ist entsprechend der Profitabilität von Instinet Germany GmbH gedeckelt, wird aber vorgetragen und in zukünftigen Perioden verrechnet, wenn ausreichende Gewinne erzielt werden. Aufgrund der erhaltenen Leistungen kann die Instinet Germany GmbH von der IGSL in zukünftigen Perioden in Höhe von EUR 5.076.410 in Anspruch genommen werden. Die Zahlungsverpflichtungen aus einem Mietvertrag für die angemieteten Büroflächen und Nebenkosten in Frankfurt am Main betragen EUR 85.966 pro Jahr bei einer Laufzeit bis zum 31.08.2028. Für die angemieteten Büroflächen und Nebenkosten in Paris resultieren Zahlungsverpflichtungen in Höhe von EUR 239.170 pro Jahr bei einer Laufzeit bis zum 31.12.2026 Ereignisse nach dem BilanzstichtagDer Gesellschaft sind keine wesentlichen Vorgänge bekannt, die nach Ende des Geschäftsjahres eingetreten und bisher weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt worden sind.
Frankfurt am Main, 07.08.2023 Hellfried Schram, Managing Director Torben Starkey, Managing Director Lagebericht 2022/20231. Grundlegende Informationen zu IGG1.1 Organisation und rechtliche StrukturDie Instinet Germany GmbH, mit Sitz in Deutschland, Frankfurt am Main (nachfolgend IGG), ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Instinet Europe Limited, mit Sitz in London, Großbritannien (nachfolgend IEL). Beide Unternehmen sind Teil der globalen Instinet-Gruppe, die weltweit Brokerdienste für Aktien anbietet. Die IGG ist als Gesellschaft mit beschränkter Haftung im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter HRB 110669 eingetragen. Zum Stichtag 31. März 2023 waren insgesamt 19 Mitarbeiter bei der IGG und ihrer Zweigniederlassung in Paris beschäftigt. Die IGG hat am 6. Februar 2019 eine Wertpapierhandelslizenz von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erhalten und am 31. Januar 2020 den Handel aufgenommen. Für den Zeitraum vom 31. Januar 2020 bis Dezember 2020 fungierte die IGG als Anlagevermittler in begrenztem Umfang, basierend auf einer vertraglichen Vereinbarung, welche IEL zum einzigen Kunden von IGG machte. Ab Dezember 2020 verlagerte Instinet ihre Brokeraktivitäten innerhalb des EWR von IEL auf IGG, wobei IGG letztlich zur Gegenpartei für alle EWR-Kunden wurde und Aufträge auf den EWR-Märkten für ihre Kunden sowie für die gesamte Instinet-Gruppe ausführte. Am 26. Oktober 2020, vor der Verlagerung der Brokeraktivitäten von IEL auf IGG, wurde zusätzliches Kapital in Form von sonstigen Rücklagen in Höhe von insgesamt EUR 31.000.000 in die IGG eingebracht. Am 10. Mai 2022 erhielt IGG von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Erlaubnis zum Betrieb eines multilateralen Handelssystems gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 6 WpIG. Die IGG hat keine Tochterunternehmen. Die derzeitigen gesamt ausgegebenen Geschäftsanteile der IGG in der Höhe von EUR 7.000.004 befinden sich in der Gesamtheit im Besitz von IEL. 1.2 GeschäftsmodellZu den Brokerage-Dienstleistungen der IGG gehören Handelsdienstleistungen für Kunden, einschließlich dem Algo-Trading, Crossing-Netzwerken, Verkaufsdienstleistungen, der globale Portfoliohandel und Provisionsmanagement sowie Zugang zu Drittanbieter-Research für ihre Kunden. IGG bietet professionellen, institutionellen Kunden und geeigneten Gegenparteien Zugang zu globalen Handelsplätzen sowohl für High Touch Aufträge, die durch Händler bearbeitet werden, als auch - durch den Zugang zum elektronischem Handel und Handel mit Algorithmen - für Low Touch Aufträge. Die angebotenen Dienstleistungen konzentrieren sich hierbei auf Cash-Equity-Produkte, darunter Aktien, Aktienzertifikate und ETFs, welche an europäischen Märkten gehandelt werden. Die IGG bietet ihre Dienstleistungen ausschließlich professionellen Kunden, z.B. institutionellen Kunden, Hedge- Fonds, Broker-Dealer und Hochfrequenzhändlern an. Es werden keine direkten Transaktionen im Namen von Privatkunden oder vermögenden Privatpersonen ausgeführt. Der Handel von IGG ist kundenauftragsorientiert. Das Hauptaugenmerk liegt darauf, den Anlegern durch fortschrittliche Technologien und Vermittlungsgeschäfte die weltweit beste Handelsausführung zu ermöglichen. Die der IGG durch die BaFin erteilte Wertpapierhandelslizenz berechtigt die IGG zum Betreiben der folgenden Tätigkeiten: a. die Erbringung von Finanzkommissionsgeschäften (§ 2 Abs. 2 Nr. 1 WpIG), und die Erbringung der folgenden Dienstleistungen als Finanzdienstleistungen: b. Anlagevermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG). Darüber hinaus genehmigte die BaFin im Mai 2022 den Antrag der IGG über die Erlaubnis zum c. Betrieb eines multilateralen Handelssystems (§ 2 Absatz 2 Nr. 6 WplG) In der Folge wurden den jeweiligen Handelssegmenten folgende Ausnahmegenehmigungen erteilt, die von der Pflicht zur Veröffentlichung der Angaben gemäß MiFIR Artikel 3 (1) entbinden: a. Handelssegment Dark Book i. Referenzpreiswaiver (MiFIR Artikel 4(1)(a)) ii. Large-in-Scale Waiver (MiFIR Artikel 4(1)(c)) b. Handelssegment RFQ i. Order Management Facility Waiver (MiFIR Artikel 4(1)(d)) ii. Large-in-Scale Waiver (MiFIR Artikel 4(1)(c)) c. Handelssegment Negotiated Trade (ausgehandelte Geschäfte im Sinne der MiFIR Regulierung) i. Negotiated transaction-Waiver Liquide Wertpapiere (MiFIR Artikel 4(1)(b)(i)) ii. Negotiated transaction-Waiver Illiquide Wertpapiere (MiFIR Artikel 4(1)(b)(ii)) iii. Negotiated transaction-Waiver zu anderen Bedingungen als dem aktuellen Marktpreis (MiFIR Artikel 4(1)(b)(iii)) iv. Large-in-scale Waiver (MiFIR Artikel 4(1)(c)) Im Rahmen ihrer Erlaubnis erbringt die IGG folgende Dienstleistungen für institutionelle Kunden: AnlagevermittlungsleistungenWie geplant begann die IGG im Dezember 2020 mit der Erbringung von Dienstleistungen gegenüber EWR-Kunden, zunächst mehrheitlich für Kunden aus dem ehemaligen IEL-Kundenstamm. Im Anschluss begann die Erbringung von Anlagevermittlungsdienstleistungen in Aktien und aktienbezogenen Finanzinstrumenten für Neukunden. Diese Dienstleistungen umfassen die Ausführung von Kundenaufträgen unter Verwendung von algorithmischen Produkten der IGG, die Suche nach Handelsplätzen und anderer Liquiditätpools oder die Tätigkeit als "DEA-Anbieter" (Direct Electronic Access bestehend aus Direct Market Access (DMA) und Sponsored Access (SA)) für Kunden, die Aufträge direkt zu einer der verschiedenen Liquiditätsquellen in der EU zur Ausführung bringen möchten. Eine zusätzliche Dienstleistung der IGG besteht darin, dass sie eine Mitgliedschaft bei einer Vielzahl europäischen Börsen unterhält oder in Bezug auf Handelsplätze, an denen die IGG nicht Mitglied oder Teilnehmer ist, die Aufträge zur Ausführung an einen Drittmakler - bei dem es sich auch um ein verbundenes Unternehmen handeln kann - weiterleitet. Derartige Dienstleistungen werden stets in Übereinstimmung mit den Anforderungen gemäß Artikel 23 MiFIR angeboten. IGG bietet ausschließlich die folgenden Ausführungsleistungen an: High Touch- Annahme von Aufträgen in Einzeltiteln oder Baskets verschiedener Titel über eine durch die IGG zugelassene Methode, einschließlich E-Mail, Excel Tabellen, Bloomberg-Chat oder FIX- Protokoll-Messaging Direct Market Access/Sponsored Access- IGG fungiert als DEA-Anbieter für ihre Kunden vorbehaltlich einer Eignungsprüfung durch - DMA (Direct Market Access) Auftrag, welcher direkt vom Kunden an das Outbound Market Gateway der IGG gesendet wird, wobei dieser Auftrag den am Gateway implementierten Kontrollen der IGG unterzogen wird - Sponsored Access - Auftrag, welcher direkt vom Kunden an die Infrastruktur des Handelsplatzes gesendet wird (bei dieser Art des Zugangs werden Aufträge nicht über die Infrastruktur der IGG geleitet, sondern direkt in die Infrastruktur des Handelsplatzes eingespeist), wobei die implementierten Kontrollen auf der Seite des Handelsplatzes unter Verwendung von IGG festgelegten und kontrollierten Parametern verwendet werden Algorithmischer HandelDieser unterscheidet sich vom Direct Electronic Access, da im algorithmischen Handel der Auftrag von IGG-Kunden durch einen der verschiedenen IGG-Algorithmen verarbeitet wird und anschließend zur Ausführung, im Namen der IGG, an verschiedene Märkte gesendet wird. IGG bietet ihren Kunden eine Reihe von Algorithmen, von denen die überwiegende Anzahl bestimmt, wann und wie ein Auftrag gemäß vorkonfigurierten Parametern an einen Handelsplatz gesendet wird. Handelt es sich bei einem Algorithmus um einen sogenannten "Smart Order Router (SOR)", dann wird die Ausführung durch die Verwendung einer algorithmischen Routing-Logik an die entsprechenden Liquiditätspools optimiert. Betrieb eines multilateralen HandelssystemsDer Betrieb eines multilateralen Handelssystems, BlockMatch Europe, ermöglicht es der IGG, Kunden aus dem EWR zusätzliche Liquiditätsoptionen anzubieten, die vor dem "Brexit" durch das MTF der Gruppe in Großbritannien angeboten wurden. Kunden können entweder direkt oder über die IGG in ihrer Makler Funktion Aufträge auf BlockMatch Europe ausführen. Die IGG betreibt derzeit 2 separate Handelssegmente: - Das Dark Book - ein Referenzpreissystem; und - Das RFQ - ein System zur Preisanfragen. BlockMatch Europe unterstützt auch die Übermittlung und Verbreitung von Interessenbekundungen (IOIs). Ergänzende DienstleistungenZusätzlich zu ihrer Rolle als Anlagevermittler bietet IGG eine Vielzahl von Tools an, die sowohl von IGG selbst als auch von ihren Kunden zur Erleichterung des Kundenhandels verwendet werden. Darüber hinaus bietet die IGG einigen Kunden unter bestimmten Bedingungen über eine Back-to-Back-White-Label-Vereinbarung mit ihrer Muttergesellschaft IEL General Clearing Member (GCM) Dienstleistungen an. 2. Bericht über die wirtschaftliche Lage2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und BranchenumfeldNeben den anhaltenden Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die Weltwirtschaft haben 2022 weitere bedeutende Ereignisse den Markt beeinflusst. Die globalen Volkswirtschaften im Jahr 2022 waren von wirtschaftlichen, geopolitischen und ökologischen Störungen geprägt. Nach wochenlanger angespannter Lage begann am 24. Februar mit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine der größte militärische Konflikt in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. In dem Bestreben, Russland wirtschaftlich zu schwächen, verhängte der Westen Beschränkungen und Sanktionen gegen russische Unternehmen sowie bestimmte russische Einzelpersonen und reduzierte die Öl- und Erdgasimporte aus Russland. Die Energiepreise schnellten aufgrund von Versorgungsunterbrechungen und Produktionsbeschränkungen in die Höhe. Dies wirkte sich auch auf die Lieferketten von Rohstoffen aus, bei denen die Ukraine weltweit ein bedeutender Produzent war, wie z.B. Weizen. Dies trug zum stärksten Anstieg der Inflation seit 40 Jahren bei, und die Federal Reserve leitete im März die erste ihrer sieben Zinserhöhungen ein. Am 15. Dezember beschloss der EZB-Rat, die drei Leitzinsen der EZB um 50 Basispunkte anzuheben. Aufgrund der erheblichen nach oben korrigierten Inflationsaussichten setzte diese die Anhebung der Zinssätze kontinuierlich und deutlich fort, um eine rechtzeitige Rückkehr der Inflation zum mittelfristigen Ziel von 2 % zu gewährleisten. Quellen:i. 2022 Market and Economic Recap Valuation Reset https://www.stephens.com/perspectives/2022-market-and-economic-recap-valuation-reset ii. 2022 Economic Recap: Did the Year of the Bear Prep the World for 2023? https://www.nasdaq.com/articles/2022-economic-recap:-did-the-year-of-the-bear-prep-the-world-for-2023 iii. OECD - A Fragile Recovery https://www.oecd.org/economic-outlook/march-2023/ iv. Economic Bulletin Issue 8, 2022, Economic, financial and monetary developments https://www.ecb.europa.eu/pub/economic-bulletin/html/eb202208.de.html 2.2 Geschäftsverlauf der IGGIm Berichtsjahr hat die IGG eine Reihe von Dienstleistungen und Strategien für ihre Kunden erbracht, darunter die Ausführung auf eigene Rechnung für Dritte und die Bereitstellung von Direct Electronic Access (DEA)/Sponsored Access, vorbehaltlich einer Eignungsprüfung. Zusätzlich zu diesen Handelsausführungs-Dienstleistungen bietet die IGG verschiedene (Instinet-) Handelsprodukte an, die den Kunden den Handel erleichtern. Im Zuge der Entwicklung der rechtlichen Regelungen zum Umgang mit dem Coronavirus, die es Mitarbeitern von Unternehmen ermöglichen, an den Arbeitsplatz zurückzukehren, hat das Management der IGG ein hybrides Modell mit einer signifikanten Präsenz im Büro, insbesondere im Front Office, eingeleitet. Da sich unser Arbeitsverhalten und das unserer Kunden geändert haben, überprüft die IGG kontinuierlich interne Arbeitsabläufe, um sicherzustellen, dass ausreichende Ressourcen und Unterstützung zur Verfügung stehen, um regulatorische Anforderungen stets zu erfüllen und auf die Anforderungen der Märkte und Kunden zu reagieren zu können. Aus makroökonomischer Sicht hält der Krieg zwischen Russland und der Ukraine an, während die Inflation in allen Volkswirtschaften trotz der Zinserhöhungen der meisten führenden Zentralbanken hartnäckig hoch ist. Dies wird auch im Jahr 2023 der Fall sein und wahrscheinlich weitere wirtschaftliche Herausforderungen auf die globalen Volkswirtschaften nach sich ziehen. Trotz der jüngsten Anzeichen einer Verbesserung wird die Erholung in den nächsten zwei Jahren voraussichtlich moderat ausfallen. Die Aussichten sind nach wie vor fragil, Abwärtsrisiken überwiegen weiterhin. Die durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine hervorgerufene große Unsicherheit könnte die Handelsaktivitäten beeinträchtigen. Die Handelsspannungen sind hoch und könnten sich noch verschärfen. Die Besorgnis über finanzielle Schwachstellen hat zugenommen, unter anderem bei Finanzinstituten, Wohnungsmärkten und Ländern mit niedrigem Einkommen. Während die Gesamtinflation zwar allmählich zu sinken begonnen hat, liegt sie aber immer noch deutlich höher als vor 12 Monaten und es könnte noch einige Zeit in Anspruch nehmen, um auf das Niveau von 2021/2022 zu sinken. Nach Angaben der OECD verlangsamte sich das globale Wachstum im Jahr 2022 auf 3,2 % und war damit mehr als einen Prozentpunkt schwächer als Ende 2021 erwartet, was hauptsächlich auf den Konflikt zwischen der Ukraine und Russland zurückzuführen ist. Nach Einschätzung der OECD vom März 2023 wird das Wachstum in den Jahren 2023 und 2024 voraussichtlich unter dem Trend liegen. Quellen:i. 2022 Economic Recap: Did the Year of the Bear Prep the World for 2023? https://www.nasdaq.com/articles/2022-economic-recap:-did-the-year-of-the-bear-prep-the-world-for-2023 ii. OECD - A Fragile Recovery https://www.oecd.org/economic-outlook/march-2023/ Trotz des herausfordernden makroökonomischen Umfelds blieb die IGG für das Jahr profitabel. Das Marktvolumen ging zurück, wobei der paneuropäische Marktumsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 31,2 Mrd. EUR pro Tag betrug, verglichen mit 33,4 Mrd. EUR pro Tag für das Ende März 2022 endende Geschäftsjahr. Die täglichen Transaktionserlöse der IGG beliefen sich im Geschäftsjahr bis Ende März 2023 auf durchschnittlich 225 TUSD pro Tag, verglichen mit durchschnittlich 307 TUSD pro Tag für das im März 2022 endende Geschäftsjahr. Quelle:i. CBOE-Marktvolumen: http://markets.cboe.com/europe/equities/market_share/market/venue/#dm=tbpcan&dr=day&mt= 1&ms=0&hc=1&f=0&ID=e6bf20a14833c25152c7&V=33bd3ce3c54b531565bd 2.3 Wirtschaftliche Lage der IGGNach der Volatilität im Vorjahr reduzierte sich das Aktienmarktvolumen im Ende März 2023 endenden Geschäftsjahr. Die Verlangsamung der globalen Märkte wirkte sich auf die Instinet Germany GmbH aus und führte zu einem Gewinn vor Steuern in Höhe von EUR 903.956 (budgetiert waren EUR 5.328.382). Der Gewinn vor Steuern der Gesellschaft wird durch die Zuweisung der Gewinne der globalen Instinet Gruppe an die Instinet Germany GmbH bestimmt. Ausschlaggebend für die Zuteilung sind die ertragssteigernden Kosten, die zu diesem globalen Ertragsstrom beitragen, d. h. in erster Linie die Kosten für das Front Office und die IT-Entwicklung. Die globalen Gewinne von Instinet waren niedriger als im Vorjahr und niedriger als geplant, daher ist die Zuweisung des globalen Gewinns an die Instinet Germany GmbH niedriger als erwartet. Ergebnis der GeschäftstätigkeitDie wichtigsten Posten der Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 stellen sich entsprechen der Geschäftstätigkeit der IGG wie folgt dar: Verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung der IGG
Das Jahresergebnis der IGG betrug im Berichtszeitraum EUR 570.911 und erhöhte den ausschüttungsfähigen Gewinn auf EUR 3.569.700 EUR (Vorjahr EUR 2.998.789 EUR). In Bezug auf die Geschäftsaktivitäten ist die Entwicklung auf die Abschwächung der globalen Aktienmärkte zurückzuführen, die sich auf den Umsatz und die Rentabilität der Instinet Germany GmbH auswirkte. Im Berichtszeitraums erzielte die IGG keine Erträge aus der Gewinngemeinschaft, so dass diese EUR 0 (Vorjahr EUR 1.608.854) betrugen. Die Höhe ist abhängig von den von der IGG erwirtschafteten Provisionen. Im Rahmen dieser Vereinbarung entstand der IGG in diesem Geschäftsjahr ein Aufwand von EUR 1.126.646 EUR. Die größte Ertragsposition in der Gewinn- und Verlustrechnung der IGG stellen die Provisionserträge dar, die EUR 71.807.357 betragen (Vorjahr EUR 89.777.852). Während auf die Provisionsaufwendungen EUR 39.682.067 (Vorjahr EUR 50.599.052) entfallen, ergibt sich ein positiver Saldo aus Provisionserträgen und -aufwendungen in Höhe von EUR 32.125.289 (Vorjahr EUR 39.178.800). Die Provisionserträge und -aufwendungen stehen im Zusammenhang mit den auf EU-Märkten durchgeführten Aktienmaklergeschäften, seit die IGG im Dezember 2020 der globalen Cross-Border-Vereinbarung beigetreten ist. Wie schon im vergangenen Jahr stellen die Verwaltungskosten eine Hauptkostenquelle für die IGG dar. Aufgrund des Rückgangs der Geschäftsaktivitäten im Laufe des Jahres kam es zu einem Rückgang auf EUR 29.764.562 (Vorjahr EUR 37.691.753), der größtenteils auf die von Instinet Global Services für die IGG erbrachten Unterstützungsleistungen zurückzuführen ist und sich aus Back-Office-Unterstützungsleistungen einschließlich Technologie, Recht, Finanzen, Personal sowie Clearing und Abwicklungssupport zusammensetzt. Vermögens- und FinanzlageDie relevantesten Posten der Bilanz für den Zeitraum vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 stellen sich entsprechend der Geschäftstätigkeit der IGG wie folgt dar: Verkürzte Bilanz der IGG
Die Bilanzsumme zum 31. März 2023 in Höhe von EUR 129.904.391 hat sich gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von EUR 302.571.074 deutlich verringert. Die Forderungen an Kreditinstitute verringerten sich auf EUR 5.493.981 (Vorjahr EUR 13.729.248). Die Forderungen an Kunden sind im Berichtszeitraum auf EUR 117.964.046 (Vorjahr EUR 279.067.686) deutlich gesunken. Wie im Vorjahr stellen die Forderungen an Kunden den größten Aktivposten dar und bestehen im Wesentlichen aus fehlgeschlagenen Geschäften. Die IGG hält ein Treuhandvermögen, das sich auf EUR 4.324.025 (Vorjahr EUR 7.542.828) verringert hat. Die immateriellen Anlagewerte zum 31. März 2023 in Höhe von EUR 1.420.000 (Vorjahr EUR 1.724.286) enthalten ausschließlich den erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert. Das Sachanlagevermögen betrug EUR 19.782 (Vorjahr EUR 14.274). Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich im Berichtszeitraum auf EUR 626.065 (Vorjahr EUR 438.856). Der Saldo des laufenden Jahres ist wie im Vorjahr im Wesentlichen auf Steuerforderungen zurückzuführen. Wie auf der Aktivseite stellen die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden den größten Posten auf der Passivseite des Geschäftsjahrs dar und beliefen sich auf EUR 60.331.751 (Vorjahr EUR 226.728.865). Bei den täglich fälligen Verbindlichkeiten der Gesellschaft gegenüber Kunden handelt es sich in erster Linie um Verbindlichkeiten aus fehlgeschlagenen Transaktionen, welche entstehen, wenn am Abrechnungstag T+2 keine Abwicklung erfolgt, weil die Lieferung der Aktien fehlgeschlagen ist. Die Treuhandverbindlichkeiten verringerten sich im Berichtszeitraum auf EUR 4.324.025 (Vorjahr EUR 7.542.828). Die sonstigen Verbindlichkeiten verzeichnen einen Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert. Zum 31. März 2023 beträgt der Saldo EUR 7.791.877 (Vorjahr EUR 10.936.813), wobei die es sich bei den Hauptsalden um eine Verbindlichkeit gegenüber Instinet Global Services Limited für Unterstützungsleistungen und fällige Finanztransaktionssteuern handelt. Der Rückgang ist auf geringere Verbindlichkeiten gegenüber Instinet Global Services zum Jahresende zurückzuführen. Im Geschäftsjahr beträgt der Saldo der Rückstellungen EUR 5.329.504 (Vorjahr EUR 5.819.784), welche im Wesentlichen aus ausstehenden Rechnungen für Clearinggebühren und Personalaufwendungen sowie Prüfungskosten bestehen. Eigenkapital und LiquiditätDie IGG befindet sich zu 100% im Besitz der IEL. Zum 31. März 2023 verfügte die IGG über Eigenkapital in Höhe von EUR 52.054.437 (Vorjahr EUR 51.483.526), das sich wie folgt zusammensetzt: Die IGG besitzt ein gezeichnetes Kapital von EUR 7.000.004. Die anderen Rücklagen betragen EUR 41.484.733. Der Gewinnvortrag aus dem Vorjahr beträgt EUR 2.998.789, während der Gewinn im Berichtszeitraum einen Betrag von EUR 570.911 (Vorjahr EUR 1.935.957) ausmacht. Bei den anderen Rücklagen handelt es sich um Rücklagen aus dem Übergang der Vermögenswerte und des Geschäfts- oder Firmenwerts der ehemaligen IEL-Niederlassungen in Frankfurt und Paris auf die IGG. Das Geschäftsmodell der IGG generiert liquide Mittel aus vereinnahmten Maklergebühren. Eine Vorhaltung von Kreditlinien oder die Durchführung von Finanzierungsmaßnahmen ist zur Sicherstellung ausreichender Liquidität und der Finanzierung des Bilanzvermögens nicht erforderlich. Die IGG ist ein Netto-Liquiditätsgeber für die gesamte Gruppe. Ihr Betriebskapital unterliegt einem täglichen "Cash Sweep" durch das Konzern-Treasury. Die Geschäftsführung überwacht dies täglich, um sicherzustellen, dass genügend Mittel auf den eigenen Bankkonten des Unternehmens verbleiben, um alle Verbindlichkeiten bei Fälligkeit zu erfüllen und die regulatorischen Mindestanforderungen an liquide Mittel zu erfüllen. Finanzielle Leistungsindikatoren
Die IGG erzielte ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR 903.956 (Vorjahr EUR 2.763.232). Dies errechnet sich durch Abzug der im Rahmen von Gewinngemeinschaften und Gewinnabführungsverträgen (RechKredV Pos. 26) abgeführten Gewinne in Höhe von EUR 1.126.646 vom Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (RechKredV Pos. 19) in Höhe von EUR 2.030.602. Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 570.911 (Vorjahr EUR 1.935.957) zuzüglich des Vorjahresgewinns in Höhe von EUR 2.998.789 (Vorjahr EUR 1.062.832) erhöhte das Nettovermögen der Gesellschaft um EUR 3.569.700 (Vorjahr EUR 2.998.789). Damit beträgt das Nettovermögen zum 31. März 2023 EUR 52.054.437 (Vorjahr EUR 51.483.526). Die Eigenkapitalquote bestimmt die über die Risikoanforderungen hinausgehende Kapitaldeckung. Die Risikoanforderung ist das Maximum von permanenter Mindestkapitalanforderung, fixen Gemeinkosten und K-Faktoren. Die Eigenmittelquote für das laufende Jahr beträgt 668 % gegenüber 512 % im Vorjahr, was auf einen Anstieg der Gewinnrücklagen zurückzuführen ist.
Die IGG erzielte einen Bruttogewinn von EUR 32.125.289 im Vergleich zu einem Budget von EUR 38.741.708, was auf ein unter der Plangröße liegendes Handelsvolumen zurückzuführen ist, da die globalen Aktienhandelsvolumina durch die weltweiten Zinserhöhungen gedrückt wurden. Der Nettogewinn vor Steuern betrug EUR 903.956 im Vergleich zu den geplanten EUR 5.328.382, da die globale Rentabilität von Instinet geringer war als geplant. Das Nettovermögen von EUR 52.054.437 lag aufgrund des geringeren Gewinns im Geschäftsjahr unter dem Planwert von EUR 55.160.110. Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der IGG belief sich auf EUR 2.287.801.899 (Vorjahr EUR 2.684.350.088), der Marktanteil lag bei 3,67 % (Vorjahr 4,01 %). Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der IGG berücksichtigt auch die Entwicklungen bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses. Die Geschäftsleitung ist der Auffassung, dass die Geschäfte sich weiterhin planmäßig entwickeln. 3. Risikobericht der IGGUm eine erfolgreiche Reaktion auf die sich kontinuierlich ändernden Marktbedingungen, ein zunehmend komplexes Umfeld sowie Unsicherheiten sicherzustellen, ist die Entwicklung eines effektiven Risikomanagementsystems erforderlich. Die Risikostrategie von Instinet ist die Antwort auf dieses Risikoumfeld und wird in den folgenden Kernaussagen dargestellt: - Instinet geht aktiv Risiken ein, um die Umsetzung ihrer Geschäftsstrategie zu unterstützen. Instinet ist bestrebt, die mit den Geschäftsaktivitäten des Unternehmens verbundenen Risiken zu bewerten. - In ihrem Risk Appetite Statement stellt die Instinet ihre Risikobereitschaft für die Risiken, die es bei der Verfolgung der Geschäftsstrategie einzugehen bereit ist, sowie ihrem Risikomanagementansatzes für diese Risiken dar. - Instinet folgt einer Reihe von Schlüsselprinzipien für das Risikomanagement, die den Ansatz zur Steuerung, Verwaltung und Kontrolle von Risiken untermauern. Diese Grundsätze werden in detaillierten, unterstützenden Richtlinien und Verfahren in spezifische Anforderungen umgesetzt. Die Geschäftstätigkeit von Instinet setzt das Unternehmen einer Reihe von wesentlichen Risiken aus, die wie folgt kategorisiert werden: Finanzielle RisikenMarktrisikoFür Instinet ist das Marktrisiko definiert als das Risiko von Verlusten aufgrund einer Änderung des Wertes von Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten, die sich aus der Entwicklung von Zinssätzen, Währungen und Aktien ergeben. KreditrisikoDas Kreditrisiko ist definiert als das Risiko, Verluste zu erleiden, wenn ein Schuldner, eine Gegenpartei oder ein Emittent seinen Verpflichtungen nicht nachkommt. LiquiditätsrisikoDas Liquiditätsrisiko ist definiert als das Verlustrisiko, das sich aus Schwierigkeiten bei der Sicherstellung der erforderlichen Finanzierung oder aus deutlich höheren Finanzierungskosten als dem normalen Niveau aufgrund einer Verschlechterung der Kreditwürdigkeit der Instinet oder einer Verschlechterung der Marktbedingungen ergibt. Nichtfinanzielle RisikenOperationelles RisikoDas operationelle Risiko ist definiert als das Risiko finanzieller Verluste oder nichtfinanzieller Auswirkungen, die sich aus unzureichenden oder fehlerhaften internen Prozessen, Personen und Systemen oder durch externe Ereignisse ergeben. Instinet kategorisiert sein operationelles Risiko in die folgenden nichtfinanziellen Risikokategorien der Stufe 1: - Compliance - Fraud - IT- und Cybersicherheit - Drittparteien und Outsourcing - Widerstandsfähigkeit des Unternehmens - Finanzberichterstattung und Steuern - Human Resources - Transaction Life Cycle - Legal - Regulatory Risk Framework ReputationsrisikoDie mögliche Schädigung des Rufs von Instinet und das damit verbundene Risiko für Gewinne, Kapital oder Liquidität, der sich aus jeder Verbindung, Handlung oder Unterlassung ergibt, die von den Stakeholdern als unangemessen, unethisch oder unvereinbar mit den Werten und der Unternehmensphilosophie von Instinet angesehen werden könnte. Sonstiges RisikoStrategisches RisikoStrategisches Risiko ist definiert als das Risiko für den aktuellen oder erwarteten Ertrag, das Kapital, die Liquidität, den Unternehmenswert oder den Ruf von Instinet, das sich aus nachteiligen Geschäftsentscheidungen, einer schlechten Umsetzung von Geschäftsentscheidungen oder mangelnder Reaktionsfähigkeit auf Veränderungen in der Branche oder im externen Umfeld ergibt. RisikomanagementsystemDie IGG fördert eine positive Risikokultur, die das allgemeine Bewusstsein, die Einstellung und das Verhalten der Mitarbeiter gegenüber Risiken und das Risikomanagement innerhalb des Unternehmens umfasst. Dabei soll ein offener und transparenter Ansatz für das Risikomanagement gewährleistet werden, bei dem alle Mitarbeiter und Vertreter für das Risikomanagement verantwortlich sind und sich der Erwartungen hinsichtlich der Überwachung, des Managements und der Berichterstattung von Risiken und Ereignissen voll bewusst sind. IGG steuert Risiken in Übereinstimmung mit dem Instinet Group Risk Management Framework. Die darin enthaltenen Leitlinien sollen sicherstellen, dass alle Mitarbeiter die Risiken und Chancen, die sich aus der Geschäftstätigkeit des Unternehmens ergeben, routinemäßig erkennen, bewerten und steuern. Der Risikorahmen gibt allen Mitarbeitern eine Orientierung in Bezug auf ihre individuellen und kollektiven Rollen und Verantwortlichkeiten. Jeder Mitarbeiter ist direkt dafür verantwortlich, dass er bei der Identifizierung, dem Management und gegebenenfalls der Risikominderung proaktiv vorgeht. Alle Mitarbeiter müssen verstehen, welche Rolle sie dabei spielen, dass der Risikomanagementprozess weiterhin den Geschäftszielen des Unternehmens entspricht. Als Teil des Risikomanagement-Rahmens unterliegt das Unternehmen einer unabhängigen Prüfung durch die interne und externe Revision. Die Geschäftsführung ist mit Unterstützung des IGG-Risikokomitees für die Umsetzung einer angemessenen Risikostrategie, die Festlegung und Kommunikation der Risikobereitschaft der IGG, die Einrichtung und Aufrechterhaltung wirksamer Systeme und Kontrollen sowie die kontinuierliche Überwachung der Einhaltung der Unternehmensrichtlinien unmittelbar verantwortlich. In Übereinstimmung mit der Gruppe hat die IGG einen Standard-Risikoansatz mit definierten Risikoparametern übernommen, der von den verschiedenen Standard- und Branchengremien weithin gefördert wird. Hieraus ergibt sich ein fünfstufiger Ansatz für das Risikomanagement: 1. Risikoidentifizierung aller Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit und/oder das Erreichen der Unternehmensstrategie und -ziele haben könnten, 2. Risikobewertung mit dem Ziel, ein Verständnis für jedes Risiko zu entwickeln, einschließlich der Ursache, der möglichen Eintrittswahrscheinlichkeit und der Auswirkungen auf das Unternehmen, 3. Risikomanagement zur Ermittlung verschiedener Optionen für den Umgang mit einzelnen Risiken, 4. Risikoberichterstattung, mit dem Ziel, den zuständigen Geschäfts- und Funktionsleitern zum richtigen Zeitpunkt ein angemessenes Maß an Informationen zur Verfügung zu stellen, damit das Unternehmen besser über die bestehenden Risiken informiert ist und eine wirksame Überwachung der wichtigsten Risiken innerhalb des Unternehmens gewährleistet ist, und 5. Risikoüberwachung zur Bestätigung der kontinuierlichen Wirksamkeit des Risikomanagements innerhalb des Unternehmens, einschließlich der Identifizierung potenzieller Kontrollmängel. Der Einsatz von unabhängigen Compliance- und Risikoprüfungen bietet zusätzliche Unterstützung für ein integriertes Zuverlässigkeits- und Prüfprogramm und stellt sicher, dass IGG ihre Risiken effektiv identifiziert, steuert und meldet. Risikotragfähigkeit / "Risikobereitschaft"Um sicherzustellen, dass die eingegangenen Risiken im Einklang mit den internen und externen Richtlinien zum Risikomanagement und der Risikotragfähigkeit des Unternehmens stehen, gibt IGG klare Richtlinien über das Ausmaß und die Art des Risikos vor, die die Geschäftsführung, bei der Verfolgung ihrer Ziele zu akzeptieren bereit ist. Darüber hinaus werden den Mitarbeitern Leitlinien an die Hand gegeben, um sie in die Lage zu versetzen, potenzielle Risikominderungsmaßnahmen angemessen zu ermitteln, zu bewerten und dann bei der Festlegung dieser Maßnahmen sowie bei der Meldung von Geschäftsaktivitäten, die gegen die Risikobereitschaft verstoßen, zu unterstützen. Die IGG erkennt Risiken als notwendige Konsequenzen der Geschäftstätigkeit an und ist bestrebt, Geschäftsentscheidungen im Wissen um die mit diesen Entscheidungen verbundenen Risiken zu treffen und unbeabsichtigten Folgen ihres Handelns zu minimieren. Quantitative Angaben zur Risikobereitschaft werden verwendet, um, wo immer möglich, das maximale Risikoniveau zu definieren, welches die Gesellschaft für jede Risikoklasse zu übernehmen bereit ist. Qualitative Aussagen zur Risikobereitschaft ergänzen die quantitativen Angaben, indem sie für jede Risikoklasse die Beweggründe und operativen Anforderungen für das Eingehen oder Vermeiden bestimmter Arten von Risiken formulieren. IGG bewertet ihre Risikokapazität anhand des Risikos, dem sie über einen Zeithorizont von einem Jahr ausgesetzt ist, und überprüft diese Bewertung mindestens vierteljährlich. Darüber hinaus werden auch Stressfaktoren für ein dreijähriges Planungs- und Abschwungszenario angewandt. Diese Szenarien basieren auf einer internen Analyse der historischen Geschäftsentwicklung der IGG sowie relevanter historischer Marktdaten, die dann auf spezifische IGG- und Marktprognosedaten angewendet werden, um das Management bei seinen Schlussfolgerungen zur laufenden Kapazitätsadäquanz zu unterstützen und eine präventive Kapitalplanung zu ermöglichen, falls dies erforderlich sein sollte. RisikobewertungDas Ziel der Risikobewertung besteht darin, ein Verständnis für jedes Risiko zu entwickeln, einschließlich der Ursache, der potenziellen Eintrittswahrscheinlichkeit und der Auswirkungen auf das Unternehmen. Die IGG verwendet eine Matrix aus Auswirkung und Wahrscheinlichkeit, um das Risiko auf der Grundlage von finanziellen, reputationsbezogenen, betrieblichen und anderen Verlustkategorien zu quantifizieren und zu priorisieren. Die Bewertung wird sowohl auf inhärenter als auch auf Basis des Restrisikos. IGG steuert ihre finanziellen Risiken durch ihr Kontrollumfeld, einschließlich handelsbezogener und bilanzieller Kontrollen, unterstützt durch angemessene Managementinformationen. Wie oben dargelegt, sind die Hauptrisiken, die der Kategorie der finanziellen Risiken zugeordnet werden, das Kreditrisiko, das Liquiditätsrisiko und Marktrisiko. Die IGG betreibt als Wertpapierfirma kein Kundenkreditgeschäft im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 KWG. Das Kreditrisiko tritt jedoch in zwei Formen auf: - Kreditrisiko - Bilanzielle Kreditengagements: Kreditausfallrisikos aufgrund des Ausfalls einer institutionellen Gegenpartei, wie z.B. einer Bank, die Vermögenswerte der IGG hält; und - Kreditrisiko der Gegenpartei: Risiko eines Verlusts, wenn ein Schuldner, entweder eine institutionelle Gegenpartei auf der Marktseite oder eine Gegenpartei auf der Kundenseite, seinen finanziellen Transaktionsverpflichtungen gegenüber IGG nicht nachkommt. Die IGG ist ein Netto-Liquiditätsgeber für die gesamte Gruppe (EUR 74,7 Mio. zum 31. März 2023). Das Betriebskapital unterliegt einem täglichen "Cash Sweep" durch das Treasury der Gruppe. Die Geschäftsführung kann diesen Cash Sweep bei Bedarf anpassen, um sicherzustellen, dass ausreichende Mittel auf den eigenen Bankkonten gehalten werden, um alle Verbindlichkeiten bei Fälligkeit und die aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen an liquide Mittel zu erfüllen. Es besteht keine Notwendigkeit, Kredite bei Dritten aufzunehmen, und folglich auch kein Risiko, das ausreichende Mittel nur zu überhöhten Kosten gesichert werden (Marktliquiditätsrisiko). Angesichts der Tatsache, dass die IGG ihre Dienstleistungen von der Muttergesellschaft bezieht, beschränkt sich das Liquiditätsrisiko des Unternehmens im Tagesgeschäft auf die planmäßige und vorhersehbare Deckung der Gemeinkosten bei Fälligkeit und die Finanzierung relativ unbedeutender zahlungsfreier Lieferungen. Darüber hinaus handelt die IGG mit Ausnahme von Geschäften zur Fehlerbehebung nicht auf eigene Rechnung, was bedeutet, dass die Marktrisiken im Allgemeinen auf bilanzielle Devisenpositionen beschränkt sind. In Bezug auf nicht-finanzielle Risiken sollen die im IGG Risikomanagement-Rahmenwerk enthaltenen Leitlinien sicherstellen, dass alle Mitarbeiter die Risiken und Chancen im Rahmen der Geschäftstätigkeit routinemäßig identifizieren, bewerten und steuern. Das Geschäftsmodell der IGG hängt wesentlich von ihrer technologischen Infrastruktur, den Technologielösungen, die ihren Kunden zur Verfügung gestellt werden, und ihren Outsourcing- Vereinbarungen innerhalb der Gruppe ab, die ihr gesamtes Spektrum an Geschäftsaktivitäten unterstützen. Als solche werden Technologie- und Outsourcing-Risiken von der Gesellschaft als wesentlicher Bestandteil des operationellen Risikos der IGG angesehen. Zu den wichtigsten technologischen Risiken gehören Cyberkriminalität, Management von Technologieänderungen, Systemkapazität, Datenzugriff, Dateneinspeisung und das Management der Systemgeschäftskontinuität. Zur Verwaltung und Überwachung der Outsourcing-Risiken, einschließlich technologischen Risiken, wurde ein Berichtssystem mit wichtigen Leistungsindikatoren (KPI) und wichtigen Risikoindikatoren (KRI) eingerichtet. Die Berichterstattung an die Geschäftsführung erfolgt regelmäßig, mindestens auf monatlicher Basis. Darüber hinaus nehmen die Mitglieder der Geschäftsführung der IGG an verschiedenen Governance-Ausschüssen innerhalb der Instinet-Gruppe teil, die die entsprechenden ausgelagerten Dienstleistungen für die IGG erbringt. Die Geschäftsführung erwartet von allen Mitarbeitern und Vertretern des Unternehmens, dass sie einen effizienten Betrieb und robuste Kontrollen aufrechterhalten, um sicherzustellen, dass die IGG die Wahrscheinlichkeit und die Auswirkungen operationeller Risiken auf die Leistung des Unternehmens reduziert. Die Geschäftsführung erwartet, dass eine solide Kultur von Risikobewusstsein und Risikominimierung entwickelt und aufrechterhalten wird, die von der Geschäftsführung selbst geleitet und von allen Mitarbeitern mittels Schulungen sowie Verbindungen zur Vergütung umgesetzt und befolgt wird. Zum 31. März 2023 belief sich die Eigenmittelanforderung der IGG, die sich aus der Anforderung für fixe Gemeinkosten ergab, EUR 7,49 Mio. RisikoverhaltenInstinet betrachtet das Verhalten und die Risikobereitschaft ihrer Mitarbeiter und leitenden Angestellten als entscheidend für die Umsetzung ihrer Risikokultur- und des Risikobewusstseins sowie für die Fähigkeit, jedes der oben genannten Risiken zu bewältigen. Das Verhaltensrisiko ist definiert als das Risiko eines unangemessenen Verhaltens, das dem Unternehmen, ihrer Kunden oder dem Vertrauen und der Integrität der Märkte schaden kann oder das durch direkten/indirekten Kontakt/Handlung oder Unterlassung unfaire Ergebnisse für die Kunden liefert und das Risiko einschließt, Interessenkonflikte nicht zu bewältigen. Instinet steuert ihre Verhaltensrisiken durch die Umsetzung ihrer Verhaltensstrategie, die: - die kulturellen Werte definiert, die die von Instinet gesetzten Erwartungen durch spezifische Ziele erklären; - die Verhaltenserwartungen an die Mitarbeiter von Instinet-Mitarbeiter festlegt, um sicherzustellen, dass es ein solides und relevantes Schulungsprogramm gibt, das sowohl formelle Schulungen als auch informelle Informationsaktualisierungen zu "gutem Verhalten" und "schlechtem Verhalten" umfasst und für die Mitarbeiter von und das Instinet Geschäft gelten - einen Ansatz zum Management des Verhaltensrisikos verfolgt, der die Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Verpflichtungen der IGG und ihrer Geschäftsprinzipien unterstützt und das Risiko eines schlechten Verhaltens, das sich nachteilig auf Instinet, ihre Kunden, ihre Mitarbeiter und/oder die Integrität der Märkte, auf denen sie tätig ist, auswirkt, verwaltet, mindert und/oder vermeidet; und - ein Mittel zur Identifizierung und Quantifizierung ihrer Verhaltensrisiken in Bezug auf sein Geschäftsmodell bietet. RisikoeinschätzungDie IGG bewertet täglich ihre Risikoanforderungen im Vergleich zu ihren finanziellen Ressourcen. Zum 31. März 2023 werden die aufsichtsrechtlichen Kapitalbewertungen und -anforderungen wie folgt zusammengefasst:
Die gesamte K-Faktor-Anforderung bezieht sich fast ausschließlich auf den täglichen Handelsfluss der Gesellschaft (K-DTF) mit einer Risk-to-Firm-Anforderung von EUR 2,01 Mio., der Rest bezieht sich auf die unter Risk-to-Client gehaltene Kundengelder (K-CMH). 4. Chancen und Ausblick4.1 Bericht über die erwartete Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die FinanzwirtschaftMakroökonomisches RisikoAngesichts der anhaltenden wirtschaftlichen, geopolitischen und ökologischen Störungen sehen sich Finanzdienstleistungsunternehmen vor einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert, die von einer erhöhten betrieblichen Komplexität und einer sich entwickelnden aufsichtsrechtlichen Richtlinie zur Bewältigung von Umwelt- und Sozialfragen bis hin zu neuen Formen des Wettbewerbs und sich entwickelnden Technologien, wie digitalen Vermögenswerten und Kryptowährungen reichen. Banken, Wertpapierfirmen, Versicherer, Vermögensverwalter und andere Finanzdienstleistungsunternehmen müssen Innovationen effektiver und schneller umsetzen, um mit dem Tempo des Wandels Schritt zu halten und gleichzeitig neue Risiken zu identifizieren und eine angemessene Governance und Kontrolle aufzubauen. IGG demonstrierte dies mit dem Go-Live ihres multilateralen Handelssystems BlockMatch Europe, das es dem Unternehmen ermöglichte, den Marktanteil von IEL BlockMatch MTF bei europäischen Aktien, der nach dem Brexit zu anderen MTFs migriert ist, zurückzugewinnen. Quelle:i. Regulatory Outlook 2023 https://www.ey.com/de_us/financial-services/regulatory-outlook Zu Beginn des Jahres 2022 mag es ausgesehen haben, als ob die Finanzdienstleistungsbranche das Schlimmste der Pandemie überstanden hätte und zu einem annähernd stabilen Betrieb zurückkehren würde. Es gab jedoch eine Reihe von Herausforderungen, die die künftige Landschaft prägen würden. Seitdem hat sich das makroökonomische Umfeld stark verschlechtert, mit geopolitischen Risiken, hoher Inflation, geldpolitische Maßnahmen der Zentralbanken, verlangsamtem Wirtschaftswachstum und dem Potenzial für eine ausgewachsene Rezession in vielen Ländern. Dies alles kommt zu den bestehenden Herausforderungen hinzu, darunter Einkommensunterschiede in vielen Märkten, Populismus und Parteinahme, sich schnell entwickelnde Technologien, ein größerer Druck für ökologische Nachhaltigkeit, Kryptowährungsrisiken und Cyber-Bedrohungen. Insgesamt ist die Komplexität des operativen Umfelds für Banken, Versicherer, Vermögensverwalter und andere Finanzdienstleistungsunternehmen heute wohl größer als jemals zuvor in den letzten Jahrzehnten. Quelle:i. Economic Performance https://economy-finance.ec.europa.eu/economic-forecast-and-surveys/economic-forecasts/spring- 2023-economic-forecast-improved-outlook-amid-persistent-challenges_de ii. Economic Outlook https://www.forbes.com/advisor/investing/stock-market-outlook-and-forecast/ (Link nur auf Englisch) Finanzielles RisikoDie Einnahmen der IGG werden weiterhin verschiedenen Risiken ausgesetzt sein, die sich auf die Gesamtleistung und die Erträge auswirken. Die beiden wesentlichsten Risiken beziehen sich auf das Preisrisiko (die Fähigkeit der IGG, ihre Preisgestaltung und ihren Marktanteil aufrechtzuerhalten) und auf die Marktliquidität (Handelsvolumen und Handelsaktivität des Marktes). Die zunehmende Konzentration von Wertpapier-Servicedienstleistern auf dem europäischen Markt kann den Preisdruck für die angebotenen Dienstleistungen der Gesellschaft erhöhen. Die Gesellschaft wird daher weiterhin eng mit der Instinet-Gruppe zusammenarbeiten, um dieses Risiko durch die Erweiterung ihres Kunden- und Dienstleistungsportfolios zu minimieren. Die Geschäftsleitung überwacht die Entwicklung der Finanzlage des Unternehmens auf monatlicher Basis, und die Häufigkeit dieses Zyklus wird weiterhin die Größe des Unternehmens widerspiegeln. 4.2 ChancenDie IGG wird ihre Tätigkeit fortsetzen, um den Kunden den Zugang zu BlockMatch Europe sowohl durch direkten Marktzugang als auch durch weitere Verbesserungen ihres algorithmischen Angebots zu erleichtern. Darüber hinaus wird erwartet, dass das Handelsegment Negotiated Trade (ausgehandelte Geschäfte im Sinne der MiFIR Regulierung) im Laufe des Geschäftsjahres 2023/24 in Betrieb genommen wird. Im Jahr 2022 wurde die IGG Mitglied der isländischen Börse und strebt darüber hinaus für das Jahr 2023 eine direkte Mitgliedschaft an der spanischen Börse an. Dies hat den unmittelbaren Vorteil, dass die Kosten für den Handel in Spanien und Island gesenkt werden und eine weitere Kontrolle über den Marktzugang der IGG möglich ist. Die Mitgliedschaft in diesen Märkten entspricht der Gesamtstrategie der IGG im EWR, wo das Unternehmen an der überwiegenden Mehrheit der Märkte als Direktmitglied vertreten ist. Als Nutzer eines Sponsored Access in Spanien und als direktes Mitglied der sechs anderen NASDAQ OMX-Märkte in den nordischen Ländern ist IGG bereits mit den von diesen Handelsplätzen verwendeten Handelstechnologien bestens vertraut. Während die anhaltenden regulatorischen Änderungen eindeutig Auswirkungen auf die Branche haben, hat die Entkopplung von Ausführung und Research sowie die Einführung erweiterter Best- Execution-Anforderungen nach MiFID II dazu geführt, dass Kunden die Anzahl ihrer Broker reduzieren und ihre Ausführungspartner basierend auf deren Ausführungsqualität auswählen. Es wird daher erwartet, dass reine Ausführungsspezialisten wie IGG die größten Gewinner sein werden, was wiederum zu einer Konsolidierung in der gesamten Branche führen könnte. 4.3 IGG PrognoseDie IGG übernahm einen ausgereiften Geschäfts- und Kundenstamm mit dem Hauptziel, ihren Marktanteil zu verbessern, der derzeit 3,67 % des gesamten im EWR gehandelten Aktienvolumens beträgt. Angesichts der im Abschnitt 4.1 dargelegten anhaltenden Herausforderungen, denen sich das globale Wirtschaftsumfeld gegenübersieht, erwartet die IGG keine signifikante Veränderung der Rentabilität in den nächsten 12 Monaten und prognostiziert einen Gewinn vor Steuern für das kommende Jahr von Null. Dies bedeutet, dass das Nettovermögen gemäß der folgenden Tabelle voraussichtlich unverändert bleiben dürfte:
Frankfurt am Main, 07.08.2023 Hellfried Schram, Managing Director Torben Starkey, Managing Director |
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