Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 224516
Eingetragen
17.3.2016
Branche
Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.
Gegenstand
Unmittelbare und mittelbare Tätigkeit auf dem Gebiet der Forschung, der Entwicklung, der Herstellung und des Vertriebs von elektronischen, elektrischen und elektroakustischen Bauelementen und Systemen sowie Software und Erbringung damit zusammenhängender Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Eichhorn
seit 9.2.2024
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
RF360 HOLDINGS SINGAPORE PTE. LTD.SGP
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

RF360 HOLDINGS SINGAPORE PTE. LTD.
Singapore
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RF360 Europe GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

1. Darstellung des Unternehmens

Die RF360 Europe GmbH ("die Gesellschaft") entwickelt, produziert und vertreibt elektronische Bauelemente und Module im Produktbereich der Hochfrequenzfilter. Die RF360 Europe GmbH ist eine Tochtergesellschaft der RF360 Holdings Singapore Pte. Ltd., Singapur, der Muttergesellschaft der RF360-Unternehmensgruppe. Oberste Muttergesellschaft wiederum ist die Qualcomm Inc. mit Sitz in San Diego/Kalifornien, USA.

Durch die Kombination der Filtertechnologien der RF360-Gesellschaften mit dem Knowhow des Qualcomm-Konzerns im Hinblick auf Integrierte Schaltkreise ("integrated circuits" - "ICs") kann der Geschäftsbereich RFFE innerhalb Qualcomm Systemlösungen anbieten, die auf die Filter der RF360-Gruppe zurückgreifen. Die RF360-Gruppe hat ein umfassendes Portfolio von Hochfrequenz-Filtern. Mit ihren mikroakustischen Filterlösungen bedient die RF360Gruppe nicht nur den Mobilfunkmarkt mit applikations- und kundenspezifischen Produkten, auch in weiteren Applikationen und Märkten wie in der Automobilelektronik, der Industrieelektronik sowie in Lösungen für IoT ("Internet of Things") werden die Filterprodukte von RF360 eingesetzt.

Sämtliche Geschäftstätigkeiten der Gesellschaft sind dabei eng verzahnt mit denjenigen anderer Konzerngesellschaften. Innerhalb der RF360-Unternehmensgruppe übernimmt die RF360 Europe GmbH Aufgaben im Bereich der Forschung und Entwicklung ("F&E") und der Produktion ("Front-End"). Außerdem hatte die Gesellschaft bis Ende Februar 2023 Vertriebs- und Leitungsfunktionen innerhalb der RF360-Gruppe inne. Zu diesem Zeitpunkt wurden die unternehmerischen Chancen und Risiken zusammen mit wesentlichem geistigem Eigentum für einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag an eine Schwestergesellschaft in Singapur veräußert. Infolgedessen erzielt die RF360 Europe GmbH nunmehr vermehrt Umsätze auf Basis von Cost-Plus-Vereinbarungen.

Leistungsindikatoren

Als finanzielle Leistungsindikatoren verwendet die Gesellschaft regelmäßig die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis. Im Geschäftsjahr 2022/2023 ist der Umsatz der Gesellschaft erwartungsgemäß stark reduziert gegenüber dem Vorjahr. Das Betriebsergebnis war - erwartungsgemäß - insbesondere in Folge der Veräußerung der unternehmerischen Chancen und Risiken sowie des geistigen Eigentums mit T€ 104.228 bzw. 24,7% der Umsatzerlöse deutlich positiv. Ohne diesen Sondereffekt hätte sich das Betriebsergebnis mit einem Betrag von T€ -58.698 bzw. -13,9% der Umsatzerlöse weiterhin negativ, jedoch verbessert gegenüber dem Vorjahr (T€ -101.352 bzw. -16,2% der Umsatzerlöse) entwickelt. Diese Erholung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus zwei gegensätzlichen Entwicklungen: Zum einen haben sich höhere Aufwendungen in Zusammenhang mit Abfindungszahlungen an ausscheidende Mitarbeiter durch ein konzernweites Stellenabbauprogramm ergeben, zum anderen wurden durch die Umstellung des Geschäftsmodells im Februar 2023 Kostenbelastungen, die bislang durch die Gesellschaft getragen wurden, nunmehr an eine Schwestergesellschaft weiterbelastet.

Frauenquote

In der RF360 Europe GmbH sind für die ersten beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung Zielgrößen von 17% bzw. 15% für den Anteil von Frauen für die Geschäftsjahre 2020/2021 bis 2023/2024 festgelegt worden. Weiterhin hat der Aufsichtsrat Quoten für den Frauenanteil im Aufsichtsrat von 33% sowie in der Geschäftsführung von 0% für den gleichen Zeitraum festgelegt. Die Quote von 0% für die Geschäftsführung resultiert daher, dass Vergrößerungen oder Neubesetzungen der Geschäftsführung nicht geplant sind. Jedoch ist der Aufsichtsrat bemüht, Frauen bei gleicher Qualifikation den Vorzug zu geben, um den Anteil der Frauen sowohl im Aufsichtsrat als auch der Geschäftsführung zu erhöhen. Zum 30. September 2023 erfüllt die Gesellschaft ihre vorgegebenen Quoten. Nach Beendigung des Geschäftsjahres hat sich im Zusammenhang mit der Verschmelzung mit der Qualcomm RFFE Germany GmbH die Geschäftsführung verkleinert, so dass sie nunmehr nur noch aus einem Geschäftsführer besteht.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der RF360 Europe GmbH umfasste im Geschäftsjahr 2022/2023 neben den Vertretern der Anteilseigner, Herrn Christian Block als Vorsitzenden, Frau Tracee Eger, Frau Yvonne Scorer sowie Herrn Curtis Cotton auch zwei Vertreter der Arbeitnehmer, dem stellvertretenden Vorsitzenden, Herrn Gültekin Demirel, sowie Herrn Manfred Maisch.

Der Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2022/2023 viermal.

Nach Beendigung des Geschäftsjahres im Zusammenhang mit der Verschmelzung mit der Qualcomm RFFE Germany GmbH legte Herr Christian Block zum 19. Dezember 2023 seine Funktion als Vorsitzender des Aufsichtsrates nieder und schied aus dem Aufsichtsrat aus. Am 8. April 2024 wurde Herr Enrico Salvatori in den Aufsichtsrat bestellt und in der Sitzung von 8. April 2024 zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates berufen.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Konjunkturelle Gesamtsituation

Die Corona-Pandemie und die Energiekrise haben in Europa und insbesondere in Deutschland deutliche Spuren hinterlassen. Die deutsche Wirtschaftsleistung liegt derzeit nahezu auf demselben hohen Niveau wie zu Beginn der Corona-Pandemie vor knapp vier Jahren. Deutschland verzeichnet damit seit Beginn der Corona-Pandemie das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften des Euro-Raums. Zwar kam Deutschland zunächst noch vergleichsweise gut durch die Corona-Pandemie. Während der Energiekrise entwickelte sich die deutsche Wirtschaft jedoch sehr schwach. Die aktuelle Entwicklung ist angesichts der im vergangenen Jahr stark gestiegenen Energiepreise und des hohen Anteils der energieintensiven Industriezweige an der deutschen Bruttowertschöpfung nicht überraschend. Ein noch tieferer Einbruch konnte durch die umfangreichen wirtschaftspolitischen Maßnahmen zur Umstellung der Energieversorgung und zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Energiekrise verhindert werden. (Sachverständigenrat, Jahresgutachten 2023/24)

Im Vergleich zu anderen großen europäischen Ländern fällt Deutschland spürbar ab: Nicht nur ist dort die Stimmung besser und die Unsicherheit niedriger; auch deuten die entsprechenden Indikatoren bereits seit Herbst 2023 auf eine allmähliche Erholung hin. In Deutschland hingegen stagnierte die Wirtschaftsleistung im zurückliegenden Sommerhalbjahr 2023 und im Schlussquartal 2023 ging sie sogar um 0,3% zurück. Im ersten Quartal 2024 hat die Wirtschaftsleistung ihren Rückgang zunächst fortgesetzt und ist um 0,1% im Vergleich zum Vorquartal gesunken. Zu einer spürbaren gesamtwirtschaftlichen Erholung dürfte es erst in der zweiten Jahreshälfte 2024 kommen. (ifo-Konjunkturprognose Frühjahr 2024)

Die aktuell vorliegenden Frühindikatoren deuten für den Jahresbeginn 2024 auf keine konjunkturelle Trendwende hin. Die Auftragslage hat sich in allen Wirtschaftsbereichen bis zuletzt verschlechtert und der Auftragsbestand wird mehrheitlich als zu gering beurteilt. Auch der Krankenstand ist weiterhin hoch; zusätzlich belasten die langen Arbeitskämpfe der Gewerkschaften der letzten Monate in vielen Branchen. Zudem haben die Lieferengpässe als Folge des Nahost-Konfliktes im Roten Meer zuletzt wieder zugenommen. Erst im weiteren Verlauf des Jahres 2024 dürfte eine allmähliche gesamtwirtschaftliche Erholung zu erwarten sein. Stützend soll dabei die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft wirken, die 2024 voraussichtlich dynamischer verlaufen wird als bislang gedacht. So wurde die Wachstumsprognose des ifo-Instituts für das globale Bruttoinlandsprodukt im März 2024 im Vergleich zur vorherigen Schätzung um 0,3%-Punkte auf 2,3% angehoben. Davon dürfte die deutsche Exportwirtschaft profitieren, zumal sich die Erholung den globalen Frühindikatoren zufolge vor allem im Bereich des Verarbeitenden Gewerbes andeutet. (ifo-Konjunkturprognose Frühjahr 2024)

Die Inflationsrate soll von durchschnittlich 5,9% im Jahr 2023 auf 2,3% im Jahr 2024 und 1,6% im folgenden Jahr zurückgehen. Insbesondere die Gas- und Strompreise werden für die Verbraucher günstiger werden. Daher dürfte die Energiekomponente den Preisauftrieb senken. Insbesondere bei den arbeitsintensiven Dienstleistern wird die Teuerung nur langsam zurückgehen, weil steigende Lohnkosten den Preisdruck hochhalten werden. (ifo-Konjunkturprognose Frühjahr 2024)

Vor diesem Hintergrund erwartet das ifo-Institut eine Zunahme des inländischen preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts im Kalenderjahr 2024 von lediglich 0,2% im Vergleich zum Vorjahr. Für das Jahr 2025 wird ein Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,5% prognostiziert. (ifo-Konjunkturprognose Frühjahr 2024)

Branchentrends im Mobilfunk

Als die weltweit größte Technologieplattform hat der Mobilfunk die Lebens-, Arbeits- und Kommunikationsgewohnheiten der Menschen nachhaltig verändert. Der Umfang und die Geschwindigkeit der Innovationen im Mobilfunkbereich, insbesondere im Hinblick auf Konnektivität und Rechenleistung, hat nicht nur die Branche selbst umfassend verändert, sondern auch neue Geschäftsmodelle und Dienstleistungen ermöglicht.

Intelligent Computing

Fortschritte der Prozessortechnologie haben mit einer Zunahme der dezentralen Datenverarbeitungen ("Edge Computing") eine Lastverteilung komplexer Arbeitsabläufe im Netzwerk ermöglicht. Edge Computing ermöglicht Datenverarbeitung näher am Datenursprung, wodurch Antwortzeiten und Datensicherheit verbessert und eine größere Personalisierung ermöglicht werden. Mit zunehmender Rechenleistung wird das Mobilgerät zu einer allgegenwärtigen KI-Plattform, mit komplexen, generativen KI-Algorithmen, die auf dem Gerät ausgeführt werden und bedarfsgerechte und kontextbezogene KI-Anwendungsfälle ermöglichen. Da die drahtlose 5G-Konnektivität die generative KI auf dem Gerät ergänzt, ermöglichen Edge-Geräte Anwendungsfälle mit verbesserter Produktivität und können Daten bei Bedarf intelligent verarbeiten und mit cloudbasierten Anwendungen teilen. Vor dem Hintergrund der Verbreitung von Smartphones und Mobilfunk erwarten wir, dass generative KI allgegenwärtig wird und sich über Smartphones hinaus auf Branchen und Anwendungen wie Computing, IoT, XR und Automobil ausdehnt.

Komplexe Large Language Models (LLMs), Large Vision Models (LVMs) und andere generative KI-Modelle, die neue Inhalte generieren können, beginnen, die Landschaft der Benutzererfahrung von Verbrauchern zu verändern. LLMs (z.B. GPT-4 und Llama2) sind hilfreich bei textbasierten Anwendungen zur Verarbeitung natürlicher Sprache, wie z.B. die Beantwortung von Anfragen, die Zusammenfassung und Erstellung von Dokumenten, während LVMs (z.B. Stable Diffusion und ControlNet) für die Bild- und Videoverarbeitung nützlich sind. Sie verändern traditionelle Suchvorgänge, die Erstellung von Inhalten, Empfehlungssysteme und personalisierte digitalen Assistenten und bieten erhebliche Verbesserungen hinsichtlich Nutzen und Produktivität für Verbraucher. Wir glauben, dass sich aus der generativen KI eine Vielzahl innovativer Anwendungsfälle für Unternehmen und Verbraucher ergeben wird, insbesondere da LLMs und LVMs auf Geräten ausgeführt werden, die vielfältige Funktionen (wie Text-, Sprach-, Kamera-, Infrarot-, RADAR- und LiDAR-Sensoren) umfassen und den Verbrauchern die Vorteile von Unmittelbarkeit, Datenschutz, Sicherheit und Personalisierung bieten.

Weitere Vernetzung

Die Mobilfunktechnologie der dritten Generation (3G) eröffnete Nutzern das mobile Internet mit der Möglichkeit, nahezu immer und überall online zu gehen. Die vierte Generation (4G) stellte Bandbreiten bereit, welche das Smartphone-Zeitalter einläuteten und damit die Art und Weise, wie wir arbeiten, leben und kommunizieren nachhaltig verändert haben. 4G stellte die Basistechnologie vieler heutiger Anwendungen und Dienstleistungen dar, darunter eCommerce, Videostreaming, Videokonferenzen, Social Media und Spiele.

Auf den Grundlagen der Basisinnovationen, die für 3G und 4G entwickelt wurden, vollzieht sich mit der Bereitstellung von 5G-Netzen und die Einführung von Geräten, insbesondere in Schwellenländern, der Übergang der Mobilfunkbranche zur 5G-Technologie. Ausgehend von den "Release 15"-Spezifikationen der 3GPP ("3rd Generation Partnership Project"), einer Organisation, die technische Spezifikationen definiert, wurde 5G entwickelt, um Multi-Gigabit-Datenraten, kürzere Latenzzeiten und höhere Kapazitäten im Vergleich zu den früheren Mobilfunkgenerationen zu ermöglichen. So sollen verbesserte Breitbandübertragungen für bspw. UHD-(4K-)Videostreaming, nahezu augenblicklicher Zugang zu Cloud-Dienstleistungen oder "Extended Reality"-Anwendungen - darunter "Augmented Reality" (AR), "Virtual Reality" (VR) und "Mixed Reality" (MR) - ermöglichen. Die Leistungs- und Kapazitätsverbesserungen von 5G ermöglichen es Netzwerkbetreibern, Verbrauchern und Geschäftskunden neuartige Leistungen anzubieten und zugleich die Betriebskosten zu reduzieren.

Verbrauchernachfrage nach Smartphones

Im Kalenderjahr 2023 ging die Verbrauchernachfrage nach 3G-, 4G- und 5G-Mobiltelefonen um einen einstelligen Prozentsatz zurück (Gemaß interner Berechnung). Dieser erwartete Nachfragerückgang ist hauptsächlich auf die Schwäche des makroökonomischen Umfelds zurückzuführen (die sich negativ auf die Verbrauchernachfrage nach Smartphones ausgewirkt hat).

Die Verbrauchernachfrage nach neuen Features führt zusammen mit dem Druck auf die Netzbetreiber und Gerätehersteller, sich durch immer neue Möglichkeiten und Dienstleistungen zu differenzieren, zu einer kontinuierlichen Weiterentwicklung des Smartphones. Im Ergebnis bleibt das Smartphone das Gerät der Wahl für unter anderem soziale Medien, Musik- und Videostreaming, Foto- und Videoaufnahmen, e-Commerce, Spiele, E-Mails oder Websurfen. Es ist davon auszugehen, dass die Kombination von 5G und KI die Fortentwicklung der Smartphonebranche im Hinblick auf noch intuitivere und umfassendere Kundenerfahrungen weiter vorantreibt.

Automobilbranche

Nach Analystenschätzungen wird im Jahr 2030 ein Anteil von 71% der Neuwagen über integrierte Mobilfunkverbindungen verfügen, davon 71% über 5G. Im Vergleich dazu waren im Jahr 2023 schätzungsweise 63% der hergestellten Fahrzeuge mit integrierten Mobilfunkverbindungen ausgestattet, wobei die 5G-Technologie verstärkt zum Einsatz kommen soll. (TechInsights, Oktober 2023).

In Folge der Reaktion der Automobilhersteller auf den zunehmenden Verbraucherwunsch ihren digitalen Lebensstil auch im Fahrzeug fortzuführen, verändert die Digitalisierung des Auto-Cockpits zunehmend das Fahrerlebnis und erlaubt eine stärkere Personalisierung von Inhalten und Einstellungen sowohl für Fahrer als auch Beifahrer. "Car-to-Cloud"-Plattformlösungen unterstützen die Fahrzeughersteller, ihre Kosteneffizienz zu verbessern, schaffen durch eine "Over-the-Air"- (OTA) Updatefähigkeit neue Dienstleistungsmöglichkeiten über den Lebenszyklus des Fahrzeugs hinweg und stellen wertvolle Fahrzeug- und Nutzungsanalysen zur Verfügung. Dies treibt die Entwicklung einer neuen Architektur für softwaredefinierte Fahrzeuge voran. Hochleistungsfähige Rechner mit geringem Energieverbrauch aus dem Mobilfunkbereich sollen zur Verbesserung fortschrittlicher Fahrerassistenzsysteme sowie selbstfahrender Fahrzeuge eingesetzt werden und die Entwicklung zu höherer Automatisierung und Fahrsicherheit weiter unterstützen. Nach Analystenschätzungen soll nach einem geschätzten Anteil von 15% im Jahr 2023 bereits im Jahr 2026 ein Anteil von 31% der weltweit verkauften leichten Nutzfahrzeuge autonomes Fahren nach Level 2 (teilautomatisiertes Fahren) oder höher beherrschen. (TechInsights, September 2023)

Internet of Things

Die Nachfrage nach IoT-Geräten stieg im Geschäftsjahr 2022/2023 weiterhin in verschiedenen Bereichen wie den Konsumgütern, Edge-Networking oder Industrieanwendungen. Aufgrund des aktuellen makroökonomischen Umfelds verlangsamte sich die Wachstumsrate jedoch im Vergleich zu früheren Prognosen, und ein erhöhter Channel-Bestand verringerte die Nachfrage nach Halbleitern aus mehreren IoT-Branchen im Geschäftsjahr 2022/2023. Die Gesamtzahl der IoT-Geräte, die von Wearables über industrielle Handhelds bis hin zu Gateways reicht, soll von 2023 bis 2026 voraussichtlich um 70 % steigen (ABI Research, Juni 2023).

Die Verbrauchernachfrage nach IoT-Geräten wird durch den Einsatz der neuesten Mobilfunk-technologien in der Unterhaltungselektronik befeuert, darunter Personal Computing (z.B. Tablets und PCs), Connected Audio (z.B. kabellose Kopfhörer, Lautsprecher und Soundbars), Wearables (z.B. Smart Watches und XR - Extended Reality -) oder andere Einsatzgebiete (Kameras und Videozusammenarbeit, Trainingsausrüstung oder Haushaltsgeräte). Die gewonnene Netzwerkfähigkeit dieser Geräte ermöglicht neue Dienstleistungen, Anwendungen und Erlebnisse.

Fortschritte in der drahtlosen Technologie führen zu einer Ausweitung der Nachfrage nach Edge-Networking-Produkten (darunter mobile Breitband- und schnurlose Zugangspunkte). 5G ermöglicht eine Breitbandverbindung auch zu Hause durch die Bereitstellung von funkgestützten Übertragungstechniken mit hoher Geschwindigkeit und geringer Latenz, mit denen Netzwerkanbieter die herkömmliche "letzte Meile" der Breitbandverbindungen ersetzen können. Fortschritte in der WLAN-Technik schüren gemeinsam mit der 5G-Technologie die Nachfrage von Verbrauchern und Unternehmen nach den neuesten WLAN-6-, 6E- und 7Zugangstechnologien, die erhöhte Netzwerkgeschwindigkeit, Kapazität und Effizienz bedeutet und so eine größere Anzahl vernetzter Geräte zu Hause und im Büro ermöglicht.

Die Kombination von IoT-Geräten mit Vernetzungsfähigkeit, Rechenleistung, geräteinterner künstlicher Intelligenz und Cloud-Anwendungen sowie energieoptimierter und präziser Standortverfolgung ermöglichen Echtzeitdaten und -erkenntnisse für die Unternehmen in Branchen wie Einzelhandel, Transport, Logistik und Lieferdiensten sowie Versorgungsunternehmen. Diese können, so neue Kenntnisse, über ihre Produkte, Leistungen oder Produktions- und Logistikprozesse bereitstellen und unterstützen damit, die Effizienz zu verbessern und letztendlich die Arbeitsprozesse zu verändern.

Geschäftsverlauf und Lage

Das bedeutsamste Ereignis des Geschäftsjahres der RF360 Europe GmbH war die Übertragung der Unternehmertätigkeit mit Vertriebs- und Leitungsfunktionen innerhalb der RF360-Unternehmensgruppe an eine Schwestergesellschaft im Februar 2023. Infolgedessen erzielt die RF360 Europe GmbH nunmehr vermehrt Umsätze auf Basis von Cost-Plus-Vereinbarungen. In diesem Zusammenhang wurden auch verschiedene immaterielle Vermögensgegenstände übertragen. Der Erlös aus der Transaktion in Höhe von T€ 162.926 ist Bestandteil der sonstigen betrieblichen Erträge.

Darüber hinaus war das Geschäftsjahr 2022/2023 insbesondere von der oben beschriebenen Branchenentwicklung des Mobilfunkmarktes geprägt. Maßnahmen zur Kostenreduzierung infolge der geringeren Auslastung unserer Produktion konnten dennoch zu einer leichten Verbesserung des Betriebsergebnisses - bereinigt um die Erträge aus der Übertragung der Unternehmertätigkeit - führen.

Ertragslage

Die RF360 Europe GmbH ist innerhalb der RF360-Unternehmensgruppe der führende Standort für Forschung und Entwicklung, verfügt über eine Front-End-Fertigung und übernimmt darüber hinaus auch weiterhin Zentralfunktionen war. Die Aufwendungen der Gesellschaft sind stark fixkostengeprägt und können kurzfristig nur bedingt angepasst werden. Im Geschäftsjahr 2022/2023 standen der Reduzierung der Umsatzerlöse um 32,4% eine ähnlich deutliche Verminderung der Materialaufwendungen gegenüber. Diese Erholung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus zwei gegensätzlichen Entwicklungen: Zum einen haben sich höhere Aufwendungen in Zusammenhang mit Abfindungszahlungen an ausscheidende Mitarbeiter durch ein konzernweites Stellenabbauprogramm ergeben, zum anderen wurden durch die Umstellung des Geschäftsmodells im Februar 2023 Kostenbelastungen, die bislang durch die Gesellschaft getragen wurden, nunmehr an eine Schwestergesellschaft weiterbelastet.

2022/2023 2021/2022
% * % *
Umsatzerlöse 100,0% 100,0%
Veränderung des Bestands an fertigen und
unfertigen Erzeugnissen
0,5% 0,7%
Sonstige betriebliche Erträge 44,2% 2,3%
Gesamtleistung 14 4 , 7 % 103,0%
Materialaufwand -47,4% -56,4%
Personalaufwand -31,8% -22,9%
Abschreibungen -11,5% -8,4%
Sonstige betriebliche Aufwendungen -29,3% -31,6%
Betriebsergebnis 24,7 % -16,2%
* in Prozent der Umsatzerlöse

Umsatzerlöse

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023 Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt T€ 422.750 (Vorjahr: T€ 625.377) erzielt. Die Umsätze mit verbundenen Unternehmen wurden bis zur Übertragung der Unternehmereigenschaft durch den Verkauf von Zwischenprodukten und der Erbringung von Dienstleistungen erlöst sowie durch Erlöse mit Dritten durch den Vertrieb von Hochfrequenzfiltern und Modulen, welche die RF360 Europe GmbH von verbundenen Unternehmen bezieht. In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2022/2023 entfiel nach der Übertragung der Unternehmereigenschaft ein wesentlicher Teil der Umsätze, da ein Teil der bisherigen Umsatzerlöse im Zusammenhang mit der Unternehmereigenschaft erzielt wurde. Der Umsatz der RF360 Europe GmbH ist gegenüber dem Vorjahr um T€ 202.627 bzw. 32,4% zurückgegangen. Der deutliche Rückgang im Geschäftsjahr ist ferner auf die Marktsituation zurückzuführen, die zu einem deutlich geringeren Absatz unserer Produkte führte.

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

Umsatzerlöse nach Kundengruppen 202 2 /202 3 2021/2022
T€ T€
Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen 344.424 524.482
Umsatzerlöse mit Dritten 78.326 100.895
422.750 625.377

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt nach Produktkategorien und Regionen:

Umsatzerlöse nach Produktkategorien 202 2 /202 3 2021/202 2
T€ T€
Filter 413.460 615.412
Module 9.290 9.965
422.750 625.377

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft entfallen mit 82,8% (Vorjahr: 85,0%) auf Regionen außerhalb Europas, insbesondere auf Asien mit 79,0% (Vorjahr: 80,7%). Der Inlandsanteil an den Umsatzerlösen beträgt im Geschäftsjahr 3,2% (Vorjahr: 2,7%).

Umsatzerlöse nach Regionen 202 2 /202 3 2021/2022
T€ T€
Deutschland 13.419 17.024
Weiteres Europa 59.404 76.843
Asien 333.889 504.717
USA 15.113 25.297
Übrige Regionen 925 1.496
422.750 625.377

Gesamtleistung/Rohertrag

Die Gesamtleistung, bestehend aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen und sonstigen betrieblichen Erträgen, ist im Geschäftsjahr 2022/2023 um T€ 32.355 gegenüber dem Vorjahr von T€ 644.269 auf T€ 611.914 zurückgegangen.

Der Materialaufwand ging stark um 43,6% zurück gegenüber dem Vorjahr, im Wesentlichen durch die Umstellung des Geschäftsmodells, aber auch Kostenvorteile durch die bereits im Geschäftsjahr 2021/2022 angesetzten Kosteneinsparungsmaßnahmen. Darüber hinaus ergaben sich durch geringere Umsatzerlöse eine Verminderung von Lizenzzahlungen. Insgesamt verminderte sich der um die Erträge aus der Veräußerung der immateriellen Vermögensgegenstände bereinigte absolute Rohertrag um T€ 43.262 bzw. 14,8% auf T€ 248.501 (Vorjahr: T€ 291.763), die bereinigte Rohmarge ist vor dem Hintergrund des veränderten Geschäftsmodells von 46,7% im Vorjahr auf 58,8% im Geschäftsjahr 2022/2023 angestiegen.

Betriebsergebnis

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 6,1% bzw. T€ 8.704 in Folge eines Rückgangs des Mitarbeiterbestands sowie geringerer Aufwendungen für Einmalzahlungen zurückgegangen. Gegenläufig auf den Personalaufwand wirkte sich insbesondere die abermalige Zunahme des Aufwandes für Altersversorgung um T€ 2.473 aus, deren Anstieg fast doppelt so hoch ausfiel wie im Vorjahr (T€ 1.302). In der Gesamtbetrachtung ergibt sich unter Berücksichtigung des Umsatzrückganges eine Zunahme der Personalaufwandsquote um 8,9%-Punkte auf 31,8% der Umsatzerlöse (Vorjahr: 22,9%).

In Folge der geringeren Investitionen und der Anpassung von Fertigungskapazitäten sind die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2022/2023 in Höhe von T€ 48.816 um T€ 3.457 bzw. 6,6% gegenüber dem Vorjahreswert (T€ 52.273) zurückgegangen. Im Verhältnis zu den überproportional verminderten Umsatzerlösen ergibt sich eine Erhöhung um 3,2%-Punkte auf 11,5% (Vorjahr: 8,4%).

Mit einem Gesamtbetrag von T€ 123.904 waren die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2022/2023 um T€ 73.755 bzw. 37,3% deutlich niedriger als im Vorjahr (T€ 197.659). Dieser Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen auf die hohe Zuführung der Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften im Vorjahr in Höhe von T€ 40.944 zurückzuführen (Geschäftsjahr 2022/2023: T€ 6.469). Weiterhin sind durch die Umstellung des Geschäftsmodells die von verbundenen Unternehmen zugekauften Dienstleistungen um T€ 47.360 bzw. 68,6% auf T€ 21.651 reduziert worden. Umgekehrt enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2022/2023 einmalige Aufwendungen für Abfindungszahlungen von T€ 21.796. Insgesamt sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Verhältnis zu den reduzierten Umsatzerlösen allerdings um 2,3%-Punkte auf 29,3% gesunken.

Im Geschäftsjahr 2022/2023 betrugen die Gesamtaufwendungen für Forschung und Entwicklung der RF360 Europe GmbH T€ 66.693 und entsprechen somit einem Anteil von 15,8% der Umsatzerlöse (Vorjahr: T€ 96.537 bzw. 15,4%). Der relative Anstieg ist auf die überproportionale Reduzierung der Umsatzerlöse zurückzuführen.

In Folge der Erträge aus der Übertragung der immateriellen Vermögenswerte beträgt das Betriebsergebnis im Geschäftsjahr 2022/2023 T€ 104.228 (Vorjahr: T€ -101.352). Ohne diesen Einmaleffekt beläuft sich das bereinigte Betriebsergebnis 2022/2023 auf T€ -58.698 und hat sich damit bereinigt um T€ 42.655 gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die bereinigte Betriebsergebnismarge ist ebenfalls von -16,2% im Vorjahr auf -13,9% um 2,3%-Punkte leicht gestiegen.

Diese Betriebsergebnisverbesserung wurde durch den Rückgang des Zinsaufwands, der im Vorjahr im Wesentlichen in Folge der Aufzinsungen der Pensionsrückstellungen einmalig erhöht war, auf T€ -2.802 (Vorjahr: T€ 6.077) verstärkt. Das um die Erträge aus der Übertragung der immateriellen Vermögenswerte bereinigte Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2022/2023 beträgt T€ -61.540 (Vorjahr: T€ -106.988), der unbereinigte, in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Jahresüberschuss beläuft sich auf T€ 101.387.

Vermögens- und Finanzlage

Das Eigenkapital der Gesellschaft macht zum 30. September 2023 36,1% der Bilanzsumme aus (Vorjahr 16,3%). Dieser Anstieg ergibt sich im Wesentlichen aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres sowie der gegenläufigen signifikanten Verminderung der Finanzierungsverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Den Mittelzufluss aus der Veräußerung der immateriellen Vermögensgegenstände hat die Gesellschaft zu einem wesentlichen Anteil verwendet, um die konzerninterne Finanzierung zu reduzieren. Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind daher im Vergleich zum Vorjahr um T€ 94.679 auf T€ 95.324 zum 30. September 2023 zurückgegangen. Diese Verbindlichkeiten entsprechen einem Anteil an der Bilanzsumme von 18,1% (Vorjahr: 34,8%). Nach Abschluss des Geschäftsjahres wurden diese Verbindlichkeiten im Rahmen einer Kapitalerhöhung der Gesellschaft vollständig zurückgeführt.

Das Anlagevermögen bildet die Grundlage der Produktionskapazitäten der RF360 Europe GmbH und entspricht einem Anteil von 62,6% am Gesamtvermögen der Gesellschaft zum 30. September 2023. Der Investitionstätigkeit in einem Gesamtumfang von T€ 32.879 im Geschäftsjahr 2022/2023 (Vorjahr: T€ 65.046) stehen neben den Abschreibungen in Höhe von T€ 48.816 (Vorjahr: T€ 52.273) Abgänge insbesondere nicht mehr benötigter Maschinen mit einem Restbuchwert von insgesamt T€ 6.104 (Vorjahr: T€ 9.465) gegenüber, so dass der Bestand des Anlagevermögens zum 30. September 2023 mit T€ 330.647 den Vorjahreswert um 6,2% unterschreitet. Die veräußerten immateriellen Vermögensgegenstände waren nicht aktiviert bzw. vollständig abgeschrieben, sodass hieraus keine Veränderung des Anlagevermögens resultiert.

Das Nettoumlaufvermögen umfasst das Vorratsvermögen, die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, soweit diese keine Finanzverbindlichkeiten darstellen, die sonstigen Vermögensgegenstände, sonstige Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Rechnungsabgrenzungsposten. Der Rückgang des Nettoumlaufvermögens gegenüber dem Vorjahr um T€ 3.203 bzw. 12,9% auf T€ 21.392 zum 30. September 2023 beruht auf der Gesamtwirkung verschiedener Veränderungen. Dem Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen um T€ 22.093 bzw. 27,5% stand eine Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen um T€ 23.135 bzw. 75,9% gegenüber. Durch die Kombination des Umsatzrückgangs im Geschäftsjahr mit dem unterproportionalen Rückgang des Vorratsbestands um 12,9% auf T€ 65.268 hat sich die rechnerische, durchschnittliche Lagerreichweite von 43,7 Tagen zum 30. September 2022 auf 56,4 Tage zum Bilanzstichtag erhöht.

Der Saldo aus Forderungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen und Dritten ist im Vergleich zum Vorjahr (T€ 33.860) mit T€ 41.154 nahezu unverändert, wobei sich geschäftsmodellbedingt gegenüber Dritten ein Verbindlichkeitsüberhang von T€ 9.746 (Vorjahr: T€ 15.998) und gegen verbundene Unternehmen ein Forderungsüberhang von T€ 50.900 (Vorjahr: T€ 49.858) ergibt.

Nach Ablauf des Geschäftsjahres hat sich die Vermögenslage der Gesellschaft durch diverse Maßnahmen deutlich verbessert. Es erfolgte eine andere Zuzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von T€ 125.636 im Dezember 2023 und es besteht die Verfügbarkeit von konzerninternen Mitteln im Rahmen eines Cash-Pool Vertrages. Darüber hinaus hat sich die Ertragslage durch höhere Einnahmen durch die Umstellung des Geschäftsmodels verbessert. Die Gesellschaft ist daher jederzeit in der Lage ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllen zu können.

Der Anteil der sonstigen finanziellen Verpflichtungen des Bestellobligos mit T€ 31.343 hat sich im Vergleich zum Vorjahr (T€ 53.894) durch geringeres Einkaufsvolumen deutlich reduziert.

Gesamteinschätzung der wirtschaftlichen Lage

Das abgelaufene Geschäftsjahr war geprägt durch die für unser Unternehmen weiterhin angespannte Konjunkturlage, die sich jedoch in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres entspannte und positiv auf unser Geschäft ausgewirkt hat, als auch die nachfolgend dargestellten Sondereffekte.

Im Februar 2023 wurden die unternehmerischen Chancen und Risiken zusammen mit wesentlichem geistigem Eigentum für einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag an eine Schwestergesellschaft in Singapur veräußert. Infolgedessen erzielte die RF360 Europe GmbH nunmehr vermehrt Umsätze auf Basis von Cost-Plus-Vereinbarungen. Dieser Erlös wurde verwendet, um die Finanzierungsverbindlichkeiten zu reduzieren. Außerdem erlaubt dies eine bessere Planbarkeit der Ertragslage, da durch definierte Aufschläge fixe Margen erzielt werden.

Zudem wurde zur Bündelung von Geschäftschancen sowie zur Realisierung von Kostenpotentialen durch die Verschlankung der Organisation nach Ablauf des Berichtsjahres mit Verschmelzungsvertrag vom 18. Januar 2024 die QUALCOMM Germany RFFE GmbH, München, mit Rückwirkung zum 1. Oktober 2023 auf die RF360 Europe GmbH verschmolzen.

Die RF360-Unternehmensgruppe, deren zentraler Bestandteil die RF360 Europe GmbH bildet, ist umfassend in den Qualcomm-Konzern integriert. Dieser bietet der RF360 Europe GmbH zusätzliche Geschäftschancen, welche die Gesellschaft alleine ggf. nicht realisieren könnte.

In der Gesamtschau hat sich die Ertragslage der RF360 Europe GmbH durch die Sondereffekte deutlich verbessert. Die Gesellschaft geht davon aus, dass im nächsten Geschäftsjahr, die Umsatzerlöse deutlich sinken werden, während sich die Ertragslage deutlich verschlechtern wird - im Wesentlichen durch das Ausbleiben der Sondereffekte, welche nur zum Teil aufgefangen werden durch die ganzjährige Umstellung der Verträge auf Cost-Plus.

3. Chancen- und Risikobericht

Die RF360-Unternehmensgruppe ist einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Diese Risiken zu begrenzen und gleichzeitig die sich bietenden Geschäftschancen wahrzunehmen, ist die dringendste Aufgabe des konzernweiten Risikomanagements, in das die RF360 Europe GmbH eingebunden ist. Dementsprechend ist die Risikopolitik der RF360-Gruppe ihrer Geschäftsstrategie angepasst. Innerhalb des Risikomanagements werden kontinuierlich Vorkehrungen getroffen, um unangemessene Risiken möglichst zu vermeiden.

Um Compliance-Risiken zu begrenzen, ist die RF360-Gruppe Teil des Compliance Systems des Qualcomm-Konzerns, die wiederum die Funktion des Chief Compliance Officer eingerichtet hat und ein Whistleblower-Meldesystem geschaffen hat. Über substanzielle Vorkommnisse werden Geschäftsführung, Aufsichtsrat und Gesellschafter zeitnah informiert.

Mit der Integration in den Qualcomm-Konzern gelten die Sarbanes-Oxley-Regularien (SOX) auch für die RF360-Unternehmensgruppe. Somit ist unsere Gesellschaft in das System der SOX-Kontrollen sowie in den Prüfungsumfang der Internen Revision des Konzerns einbezogen.

Insgesamt wird das Kontrollumfeld des Unternehmens als effektiv eingestuft. Die RF360 Europe GmbH verfügt in allen wesentlichen Belangen über ein wirksames internes Kontrollsystem für die Finanzberichterstattung.

Durch die nachfolgend aufgeführten Risiken könnten die Geschäftstätigkeit, die Finanzausstattung und die Ergebnisse der Gesellschaft beeinträchtigt werden. Zusätzliche Risiken, die zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt sind oder derzeit für immateriell gehalten werden, könnten die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ebenfalls beeinflussen.

Soweit sich die dargestellten Risikofaktoren zu Gunsten der Gesellschaft entwickeln, können sie in gleichem Umfang allerdings auch Chancen im Rahmen der zukünftigen Entwicklung der RF360 Europe GmbH darstellen.

Durch die Bildung einer absteigenden Rangordnung werden die Risiken und Chancen der Gesellschaft entsprechend ihrer relativen Bedeutung dargestellt. Die Bedeutung ermittelt sich aus der Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Auswirkung auf die Erreichung der Prognosen bzw. der angestrebten Ziele. Die Geschäftsführung hat die folgenden wesentlichen Risiken und Chancen für den Prognosezeitraum identifiziert, welche gegenüber dem Vorjahr mit Ausnahme der Einschätzung zum Wettbewerbsrisiko im Wesentlichen unverändert sind, wobei sich im Zusammenhang mit der Umstellung auf Cost-Plus Verträge im Geschäftsjahr 2022/2023 das Risiko grundsätzlich reduziert hat.

Risiken durch Wettbewerb

Die Branche der Hochfrequenzfilter, Module und Systeme ist durch Wettbewerb geprägt. In der Regel fallen die Preise von Produkten der RF360-Unternehmensgruppe im Laufe ihres Lebenszyklus. Konkurrenten, vor allem aus Asien, insbesondere in China, und den USA, üben auf die RF360-Unternehmensgruppe Druck aus, neue wettbewerbsfähige Lösungen in immer kürzeren Zeiträumen zu entwickeln und zu wettbewerbsfähigen Preisen zu vermarkten. Dabei besteht auch das Risiko, dass der Anlauf neuer Produkte unerwartet hohe Kosten verursacht und sich negativ auf die Ertragslage auswirkt.

Diesen Herausforderungen begegnet die RF360-Gruppe mit einer kontinuierlichen Verbesserung der Qualität ihrer Prozesse, Produkte und Dienstleistungen sowie mit dem Streben, die Kosten laufend zu verringern und gleichzeitig den Kunden den höchstmöglichen Nutzen eigener Technologiekompetenz zu bieten. Die RF360 Europe GmbH investiert daher fortlaufend in die Entwicklung und Vermarktung ihrer Technologien und Produkte, sowie in fortschrittliche Methoden der Qualitätssicherung und Überwachung der Produktionsprozesse. Weiterhin strebt die RF360-Gruppe durch Diversifikation von Kunden, Applikationen und Märkten die Verminderung des Wettbewerbsrisikos an.

Die Bedeutung des Wettbewerbsrisikos wird insgesamt als "hoch" erachtet.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Als ein in globale Konzernstrukturen eingebundenes Unternehmen ist unser Geschäft stark von der weltweiten konjunkturellen Entwicklung abhängig. Eine weltweite konjunkturelle Abschwächung, insbesondere in den von uns bedienten Märkten, kann dazu führen, dass wir unsere geplanten Umsätze nicht erreichen. Darüber hinaus können durch politische und gesellschaftliche Veränderungen weltweit, vor allem in Ländern, in denen wir unsere Produkte vermarkten, Risiken entstehen.

Das Wachstum der Weltwirtschaft soll sich nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds ausgehend von prognostizierten 3,1% für das Jahr 2023 mit 3,1% im Jahr 2024 und 3,2% im Jahr 2025 stabil, jedoch unter dem langjährigen Durchschnitt entwickeln. Dem IWF zufolge zeigt sich die globale Wirtschaftsleistung ausgehend von den Belastungen durch weltweite Inflation, den Krieg in der Ukraine und ein Wiederaufleben der COVID-19-Pandemie in China überraschend robust. (IWF, World Economic Outlook Update January 2024)

Diese Einschätzungen der zukünftigen Entwicklung basieren auf der Annahme, dass sowohl die weltweiten Rohstoffpreise als auch die Zinssätze in den großen Volkswirtschaften in den Jahren 2024 und 2025 sinken werden. Weiterhin wird erwartet, dass die weltweite Gesamtinflation von geschätzten 6,8% im Jahresdurchschnitt 2023 auf 5,8% im Jahr 2024 auf 4,4% im Jahr 2025 zurückgeht. (IWF, World Economic Outlook Update January 2024)

Angesichts des Inflationsrückgangs und des stetigen Wachstums ist die Wahrscheinlichkeit einer harten Landung gesunken und die Risiken für das globale Wachstum halten sich weitgehend die Waage. Auf der anderen Seite könnte ein schnellerer Inflationsrückgang zu einer weiteren Lockerung der Finanzierungsbedingungen führen. Eine lockerere Fiskalpolitik als nötig, könnte zu einem vorübergehend höheren Wachstum führen, allerdings auf die Gefahr hin, dass es später zu einer kostspieligeren Anpassung kommt. Eine stärkere Dynamik der Strukturreformen könnte die Produktivität mit positiven grenzüberschreitenden Spillover-Effekten steigern. Auf der anderen Seite könnten neue Rohstoffpreisspitzen aufgrund geopolitischer Schocks - einschließlich anhaltender Angriffe im Roten Meer - und Lieferunterbrechungen oder eine hartnäckigere zugrunde liegende Inflation die restriktiven geldpolitischen Bedingungen verlängern. Sich verschärfende Probleme im Immobiliensektor in China oder anderswo eine disruptive Wende hin zu Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen könnten ebenfalls zu Wachstumsenttäuschungen führen. (IWF, World Economic Outlook Update January 2024)

Das Konjunkturumfeld ist aktuell von einer Ambivalenz geprägt, welche die Prognose über künftige Verkaufspreise und Umsatzvolumina der RF360-Unternehmensgruppe erschwert. Dazu kommt, dass die Kunden des Unternehmens teilweise selbst in zyklischen Branchen tätig sind, demzufolge ihr Bedarf an Radiofrequenzfilterlösungen in starker Abhängigkeit von der Entwicklung ihrer eigenen Märkte schwankt. Dies führt dazu, dass die zeitliche Abfolge und das Ausmaß von Nachfrageschwankungen zunehmend schlechter abschätzbar sind.

Die Zyklizität des Geschäfts kann bei der RF360-Gruppe zu markanten Umsatzveränderungen und in Folge zu steigenden Stückkosten führen. Darüber hinaus können widrige Rahmenbedingungen die Planung von Produktionsstückzahlen und Materialverbrauch erschweren.

Gleiches gilt für die Vorhersage künftiger Lieferanforderungen von Kunden. Daher passt die RF360 Europe GmbH ihre Bestände regelmäßig aufgrund möglicher Verbrauchs- bzw. Reichweitenrisiken sowie technischer Risiken an. Das Risiko fallender Preise bezieht das Unternehmen in seine Bestandsbewertung und im Rahmen seiner Bilanzierungsrichtlinien ebenfalls laufend ein.

Zusammenfassend schätzt die Gesellschaft die relative Bedeutung, d.h. die Kombination aus Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichen Auswirkungen, der gesamtwirtschaftlichen Risiken, auf einer Skala von gering bis hoch als mittel ein.

Risiken durch schnellen technologischen Wandel und steigende Kundenansprüche

Die Märkte, in denen die RF360 Europe GmbH überwiegend aktiv ist, zeichnen sich durch ein hohes Innovationstempo und einen schnellen technologischen Wandel aus. Daher besteht das Risiko, dass auf neue Marktentwicklungen bzw. Technologien nicht rasch genug reagiert werden könnte und Marktanteile an Wettbewerber verloren gehen könnten. Zur Begrenzung dieses Risikos investiert die RF360 Europe GmbH einen im Wettbewerbsvergleich verhältnismäßig hohen Anteil seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung.

Risiken für die Geschäftsentwicklung der RF360 Europe GmbH ergeben sich auch aus dem Umstand, dass Kunden im Rahmen der immer kürzeren Produkt- und Projektzyklen ihre Entscheidungen immer kurzfristiger treffen. Das gilt sowohl hinsichtlich der Festlegung, welche elektronischen Bauelemente in der Kundenlösung eingesetzt werden als auch die daraus resultierenden Mengen. Von der RF360-Gruppe wird dabei zunehmend gefordert, Fertigungseinrichtungen für kunden- und anwendungsspezifische Bauelemente in ausreichender Menge vorzuhalten. Sollten sich dann aber bei den Kundenprojekten kurzfristig und nicht vorhersehbar Änderungen ergeben, lässt sich bei der RF360 Europe GmbH die eigens dafür geschaffene Fertigungskapazität in der Regel nicht umgehend durch die Produktion anderer Produkte auslasten.

Der zunehmende Bedarf an hochintegrierten Modulen für Mobilfunkanwendungen erfordert immer komplexere Module, was nicht nur Chancen, sondern zunehmend auch wachsende Risiken mit sich bringt. Mit der Zugehörigkeit zum Qualcomm-Konzern sieht sich die RF360 Europe GmbH im Wettbewerbsumfeld gut gerüstet.

Unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeit und finanziellen Auswirkungen sieht die Gesellschaft die Bedeutung der Risiken durch schnellen technologischen Wandel und steigende Kundenansprüche als im mittleren Bereich liegend an.

Beschaffungsrisiken

Um Lieferengpässe und Abhängigkeiten bei den wichtigsten Rohmaterialien möglichst zu vermeiden, verfügt die RF360 Europe GmbH in der Regel über alternative Bezugsquellen und arbeitet eng mit Lieferanten zusammen. Darüber hinaus begrenzt die RF360 Europe GmbH Risiken bei der Energieversorgung seiner Fertigungen durch entsprechende technische Vorsorgemaßnahmen und vertragliche Regelungen mit Lieferanten.

Innovationen und die Weiterentwicklung der Technologien und Prozesse tragen zudem wesentlich dazu bei, den Bedarf des Unternehmens an kostenintensiven sowie quantitativ und/oder regional beschränkt verfügbaren Rohmaterialien zu verringern. Die RF360 Europe GmbH legt grundsätzlich Wert darauf, bei Bedarf auf alternative, besser verfügbare Materialen sowie Versorgungswege ausweichen zu können.

Für einige Produkte allerdings benötigt das Unternehmen Materialien, die in der geforderten Qualität nur von einer begrenzten Anzahl an Lieferanten bereitgestellt werden können oder auf Rohmaterialien beruhen, die an der Börse gehandelt werden. Daher kann es vereinzelt zu Versorgungsengpässen oder durch die RF360 Europe GmbH nicht beeinflussbaren Preisschwankungen kommen. Edelmetalle für die Fertigung, Energie sowie Wafer aus Lithium-Niobat, Lithium-Tantalat oder Quarz zählen zu solchen Materialien.

In der Gesamtschau werden Beschaffungsrisiken als mittleres Risiko eingestuft.

Politische Risiken

Die aktuellen Spannungen könnten weiter eskalieren und sich verstärkt auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken. Nachdem die US-amerikanische Regierung den Handel im Halbleiterbereich zwischen amerikanischen und chinesischen Gesellschaften seit dem Jahr 2018 zunehmend mit Zöllen belegt bzw. eingeschränkt hat, besteht das Risiko einer Verschärfung der Maßnahmen durch die USA, von Vergeltungsmaßnahmen der chinesischen Regierung, die ihrerseits Einfuhrbeschränkungen für US-Gesellschaften erlassen könnte, oder aber verstärktem Druck auf die Europäische Union, sich den US-Maßnahmen anzuschließen.

Diese Handelsstreitigkeiten können sich entsprechend negativ auf die Gesellschaft auswirken, soweit sie selbst oder über ihre US-amerikanische Konzernmutter von Aus- oder Einfuhrbeschränkungen betroffen ist oder die Nachfrage aus China zurückgeht.

Auch im Hinblick auf andere politische Spannungen wie bspw. dem Konflikt zwischen Russland und der Ukraine ist es nicht ausgeschlossen, dass diese weiter eskalieren und letztendlich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinträchtigen. Gleiches gilt für mögliche politische Spannungen im Verhältnis von China und Taiwan und deren Auswirkungen auf die weltweiten Warenströme.

Zusammenfassend sieht sich die Gesellschaft mittleren politischen Risiken ausgesetzt.

Steuerliche Risiken

Die mangelhafte Erfüllung steuerlicher Pflichten kann global zu finanziellen Risiken führen. Die zentrale Steuerabteilung der RF360 Europe GmbH hat deswegen Richtlinien und Arbeitsprozesse geschaffen, die eine rechtzeitige und korrekte Erfüllung steuerlicher Pflichten gewährleisten sollen. Sämtliche selbständige RF360-Organisationseinheiten werden bei Bedarf von externen Steuerberatern vor Ort unterstützt.

Insgesamt sind die steuerlichen Risiken für die RF360 Europe GmbH gering.

Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken können der Gesellschaft im Wesentlichen im Beschaffungs-, Absatz- und Personalbereich entstehen.

Abgesehen von einer geringen Anzahl von Klagen im Personalbereich sieht sich die Gesellschaft aktuell keinerlei weiteren Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt und sieht dies daher als geringes Risiko an.

Kredit- und Ausfallrisiken

Den finanziellen Verlust, der dadurch entsteht, dass ein Vertragspartner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, definiert die RF360 Europe GmbH als Kreditrisiko. Kredit- bzw. Ausfallrisiken bestehen in erster Linie in Zusammenhang mit Forderungen aus operativen Lieferungen und Leistungen. Zur Verringerung dieses Risikos hat das Unternehmen für jeden Kunden ein maximales Volumen offener Forderungen festgelegt. Aufgrund dessen sowie aufgrund der breiten Kundenbasis erreicht diese Forderungshöhe bei einzelnen Kunden keine Größenordnung, die im Falle eines Zahlungsausfalls den Bestand der Gesellschaft gefährden könnte.

Die aktuelle Höhe der ausstehenden Forderungen wird im Rahmen des Asset-Managements der RF360 Europe GmbH fortlaufend überwacht und etwaige Überfälligkeiten durch ein zeitnahes Mahnwesen verfolgt. Darüber hinaus besteht der wesentliche Anteil aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen und wird als nur minimal kreditausfallrisikobehaftet erachtet.

Das maximale Ausfallrisiko aus operativen Lieferungen und Leistungen entspricht in der Regel dem Buchwert. In der Vergangenheit musste die Gesellschaft keine wesentlichen Forderungsausfälle verzeichnen.

Insgesamt haben die Kreditrisiken eine geringe Bedeutung für die Gesellschaft.

Währungsrisiken

Die weltweite Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten der RF360 Europe GmbH bringt eine Vielzahl von Zahlungsströmen in unterschiedlichen Währungen mit sich, wobei der Euro, der US-Dollar und der japanische Yen für das Unternehmen derzeit die größte Bedeutung haben. Auf Ebene der RF360 Europe GmbH erfolgt keine Absicherung von Fremdwährungsrisiken, da entsprechende Sicherungen auf Ebene des indirekten Mehrheitsanteilseigners der Gesellschaft, der Qualcomm Technologies Inc., San Diego/USA, erfolgen.

Im Allgemeinen werden Währungsänderungsrisiken als gering eingeschätzt.

Produkthaftung und Gewährleistungsansprüche

Die RF360 Europe GmbH haftet für die Qualität ihrer Produkte gegenüber Kunden und Endverbrauchern. Trotz der umfassenden, regelmäßig kontrollierten sowie fortlaufend weiterentwickelten Maßnahmen des Unternehmens zur Qualitätssicherung verbleibt ein geringes Restrisiko, dass einzelne der Produkte fehlerhaft sind. Solche Fehler könnten auch in den Anwendungen der Kunden Schäden verursachen. Fehlerhafte Produkte könnten also zu Gewährleistungsansprüchen gegen das Unternehmen oder zu einer Haftung für Schäden führen, die durch solche fehlerhaften Produkte bei Kunden innerhalb der gesamten nachfolgenden Lieferkette entstanden sind.

Gegen diese Risiken sichert sich das Unternehmen mit Hilfe entsprechender Versicherungen sowie teilweise auch über die Konzernmutter Qualcomm ab. Sobald stichhaltige Anhaltspunkte für Haftungsfälle vorliegen, bildet die Gesellschaft angemessene Rückstellungen.

Fehlerhafte Produkte könnten außerdem den Vermarktungserfolg und die Reputation der RF360 Europe GmbH beeinträchtigen.

Die Gesellschaft schätzt die Risiken aus Produkthaftung und Gewährleistungsansprüchen als gering ein.

Personalrisiken

Der Erfolg des Unternehmens hängt von dem Wissen und der Erfahrung sowie der Motivation, dem Leistungswillen und dem Einsatz seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab.

Die Weiterentwicklung einer Unternehmenskultur, in der unternehmerisches Denken und eigenverantwortliches Handeln auf allen Ebenen und in allen Teilen der Organisation gefördert werden und zur Entfaltung kommen sollen, steht bei der RF360 Europe GmbH im Mittelpunkt der Personalführung. Um sich im globalen Wettbewerb behaupten und gegen zunehmende Konkurrenz immer besser durchsetzen zu können, ist das Unternehmen darauf angewiesen, dass sich alle Mitarbeiter - und insbesondere die besten und talentiertesten darunter - umfassend einbringen und Spitzenleistungen erbringen.

Die RF360 Europe GmbH steigert die dazu notwendige Bereitschaft seiner Beschäftigten auch mit Hilfe leistungs- und erfolgsabhängiger Einkommenskomponenten und Entlohnungssysteme. Das Unternehmen ist sich dessen bewusst, dass Leistungsträger kurzfristig nur sehr schwer ersetzt werden können. Um aufstrebende Mitarbeiter möglichst langfristig zu binden und den Verlust von Kompetenz möglichst auszuschließen, zumindest aber schnell kompensieren zu können, betreibt die RF360 Europe GmbH Nachwuchsförderung und Karriereplanung. Im Bedarfsfall werden hochqualifizierte und erfahrene Fachleute angeworben. In Zeiten des Fachkräftemangels und demografischen Wandels wird es auch für die RF360 Europe GmbH zunehmend schwieriger, die besten Köpfe zu gewinnen. Daher haben sich Betriebsleitung und Betriebsrat der Gesellschaft auf ein "Mitarbeiter werben Mitarbeiter"-Programm geeinigt. Der persönliche Kontakt zum potenziellen Kandidaten erhöht die Chance, dass die neuen Kollegen zur Gesellschaft und Position passen.

Insgesamt haben die Personalrisiken nur eine geringe Bedeutung für die RF360 Europe GmbH.

Informationstechnische Risiken

Zur Sicherung ihres internen Datenverkehrs nutzt die RF360 Europe GmbH ein umfassendes System von Datenleitungen und Netzwerken. Informationstechnische Risiken bestehen darin, dass Netzwerke ausfallen und Daten durch Bedien- und Programmfehler sowie externe Einflüsse - beispielsweise einen unerwünschten Zugriff - missbraucht, gestohlen, verfälscht oder zerstört werden könnten. Diesen Risiken begegnet die RF360 Europe GmbH durch regelmäßige Investitionen in Hard- und Software, durch den Einsatz von Virenscannern, Firewall-Systemen, Zugangs- und Zugriffskontrollen, durch regelmäßige Datensicherungen sowie durch Nutzung von Backup-Systemen. Die betriebskritischen Rechensysteme sind hochverfügbar ausgelegt. Außerdem vergewissert sich die Gesellschaft in regelmäßigen Abständen durch intern und extern durchgeführte Tests, ob die Systeme bzw. Netze gegen Angriffe von außen nach dem jeweiligen Stand der Technik abgesichert sind.

Das Thema IT-Sicherheit ist darüber hinaus regelmäßiger Bestandteil von Mitarbeiterschulungen und -trainings, um unbefugte Zugriffe auf die Systeme zu minimieren.

Kontrolliert werden diese Maßnahmen fortlaufend von den für die informationstechnische Sicherheit zuständigen Mitarbeitern.

In der Gesamtschau werden IT-Risiken durch die RF360 Europe GmbH als gering eingeschätzt.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken stellen das Risiko dar, den eigenen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen zu können. Diese Verpflichtungen ergeben sich unter anderem aus Investitionen, Steuern und aus dem operativen Geschäft.

Die RF360 Europe GmbH schätzt dieses Risiko als gering ein. Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag am 30. September 2023 über Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von T€ 48.891. Darüber hinaus ist das kurzfristige Nettoumlaufvermögen, berechnet aus dem Umlaufvermögen, Rechnungsabgrenzungsposten, sowie dem kurzfristigen Anteil der Rückstellungen und Verbindlichkeiten, insoweit diese keine Finanzverbindlichkeiten darstellen, mit T€ 21.392 positiv. Es besteht ferner die Möglichkeit konzerninterner Refinanzierung, so dass eine hypothetische Zahlungsunfähigkeit als unwahrscheinlich angesehen wird. Zudem wurde nach Abschluss des Geschäftsjahres 2022/2023 das Eigenkapital der Gesellschaft durch andere Zuzahlungen um T€ 125.636 erhöht, sodass sämtliche Finanzverbindlichkeiten getilgt werden konnten.

Grundlage des langfristigen Liquiditätsmanagements der RF360-Unternehmensgruppe ist eine rollierende Planung, auf deren Basis die Finanzierungsstruktur für die zukünftigen Jahre festgelegt wird. Für das kurzfristige Liquiditätsmanagement wird eine regelmäßige Liquiditätsvorschau sowie eine rollierende Abschätzung des Mittelzu- bzw. -abflusses aus betrieblicher Tätigkeit und Investitionstätigkeit erstellt. Dadurch kann die RF360-Gruppe auf etwaige Veränderungen rechtzeitig reagieren, Refinanzierungsrisiken minimieren und kurzfristig überschüssige Mittel zinsoptimiert anlegen.

In der Gesamtschau werden die Liquiditätsrisiken daher als gering angesehen.

Zinsänderungsrisiken

Die Auswirkung einer Zinsänderung auf die Gewinn- und Verlustrechnung stuft die RF360 Europe GmbH als nicht wesentlich ein. Zum einen stellen die langfristigen Pensionsverpflichtungen den wesentlichen Posten verzinslichen Fremdkapitals der Gesellschaft dar, dessen Zinsen jedoch nicht kurzfristig auszahlungswirksam sind. Durch die Diskontierung mit einem langfristigen Durchschnittszinssatz würde eine Zinsänderung die Höhe der Pensionsverpflichtung zunächst lediglich in geringem Umfang beeinflussen. Andererseits sind die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen festverzinslich. Darüber hinaus schätzt die Gesellschaft das kurz- bis mittelfristige Zinsänderungsrisiko an sich als gering ein.

Umweltrisiken

Als produzierendes Unternehmen unterliegt die RF360 Europe GmbH Umweltgesetzen und -vorschriften, unter anderem zu Luftemission, Boden- und Grundwasserverschmutzung, Abwasserbehandlung, Abfallentsorgung sowie Transport, Lagerung und Gebrauch gefährlicher Substanzen. Daraus könnten sich für die Gesellschaft Haftungsrisiken aus dem laufenden wie auch vergangenen Geschäftsbetrieb ergeben.

Änderungen an den bestehenden bzw. neu in Kraft tretenden gesetzlichen oder sonstige Anforderungen könnten es erforderlich machen, die bestehenden hohen Umweltstandards der Gesellschaft den neuen Verpflichtungen anzupassen. Die Konsequenzen daraus könnten sich etwa in höheren Produktionskosten, Veränderungen der Produktionsprozesse, Investitionen für Behandlungsanlagen oder längere Beschaffungszeiten auswirken.

RF360 Europe GmbH arbeitet regelmäßig mit den Genehmigungsbehörden zusammen, um entsprechende Änderungen frühzeitig anzuzeigen, umzusetzen und die notwendigen Genehmigungen zu erlangen, die eine langfristige Standortsicherung erlauben. Dies bezieht sich neben den o.g. Umweltrisiken auch auf eine Absicherung gegenüber Ansprüchen Dritter, z.B. aus angrenzenden Bauvorhaben oder Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter.

Zusammenfassend schätzt die Gesellschaft die Umweltrisiken als gering ein.

Zusammenfassende Darstellung der Risiken

Zu den größten Herausforderungen für das Risikomanagement der RF360 Europe GmbH zählen Risiken, die durch die Konjunktur und das wirtschaftliche Umfeld bedingt werden.

Aktuell hat das Unternehmen keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Das Unternehmen ist überzeugt, dass sich die Herausforderungen, die sich aus den oben genannten Risiken ergeben, meistern lassen.

Chancen

Die RF360-Unternehmensgruppe und somit auch die RF360 Europe GmbH sind sowohl wirtschaftlich als auch unter Aspekten der Unternehmenssteuerung vollständig in den Qualcomm-Konzern integriert. Die Geschäftsaktivitäten der RF360-Gruppe sowie des Qualcomm-Konzerns ergänzen sich sehr gut. Dies gilt sowohl im Hinblick auf Technologien und Produkte als auch bezüglich Kunden und Absatzmärkten. Durch die Kombination der Filtertechnologien der RF360-Gesellschaften und mit dem Know-how der Qualcomm-Unternehmensgruppe im Hinblick auf integrierte Schaltkreise ("integrated circuits" - "ICs") kann das Produktportfolio der RF360-Gruppe weiter verbessert und an Kundenbedürfnisse angepasst werden.

Auch im Hinblick auf Vertriebsaktivitäten kann die Gesellschaft von der weltweiten Präsenz des Qualcomm-Konzerns profitieren.

Neben den allgemein gültigen Chancen unternehmerischer Tätigkeit ergeben sich für die RF360-Gruppe weiterhin Chancen aus den anhaltenden Megatrends Mobilfunk, Vernetzung, Energieeffizienz, Miniaturisierung, die sich auf ihre Kunden auswirken. Voraussetzung dafür ist eine dauerhafte Technologie- und Innovationsführerschaft, die die RF360-Gruppe in die Lage versetzt, ihre Marktpositionen zu stärken und weiter auszubauen. Durch die Zugehörigkeit zum Qualcomm-Konzern kann die RF360-Gruppe sowohl auf die im Mobilfunkmarkt rasant wachsenden Anforderungen und Risiken sowie die dort fortschreitende Integration in Systemlösungen und die damit einhergehende Konsolidierung im Wettbewerbsumfeld reagieren als auch ihre Chancen optimieren, technologische Herausforderungen der Zukunft frühzeitig zu meistern und zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten eröffnen.

Daneben gibt es auf Seite der zukunftsträchtigen Anwendungsfelder eine Vielzahl von Trendtechnologien, die unter anderem in Smartphones und mobilen Datendiensten Anwendung finden. Hinzu kommen neue Anforderungen und Einsatzmöglichkeiten in der Automobilelektronik mit den erwartungsgemäß hohen Anforderungen an mobile Kommunikation im Zusammenhang mit autonomer Fahrzeugsteuerung, in der immer stärker zusammenwachsenden Welt aus mobiler Kommunikation, Multimedia, Informationstechnologie und Internet sowie in der automatisierten und zunehmend vernetzten industriellen Fertigungslandschaft.

Zusammenfassend schätzt die Gesellschaft die Chancen als mittel ein.

4. Ausblick

Die Prognose unterliegt einer Reihe von Unwägbarkeiten sowie deren Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit nebst die unserer Kunden und Lieferanten.

Aufgrund dieser Unwägbarkeiten, sowie auf Grund der Umstellung unseres Geschäftsmodells auf Cost-Plus Verträge, gehen wir davon aus, dass es schwierig wird, den Umsatz unserer Gesellschaft im Jahresvergleich zu erhöhen. Vielmehr gehen wir davon aus, dass sich der Umsatz erneut deutlich reduzieren wird gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr, was im Wesentlichen durch die Umstellung des Geschäftsmodells begründet werden kann. Darüber hinaus wird sich auch das Betriebsergebnis auf einen niedrigen positiven zweistelligen Millionenbetrag deutlich verschlechtern, da der Einmalerlös in Folge der Übertragung der unternehmerischen Chancen und Risiken zusammen mit wesentlichem geistigem Eigentum für einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag nicht wieder eintritt, jedoch zum Teil durch die bessere Ertragslage durch die Umstellung auf Cost plus aufgefangen wird. Wir gehen nach wie vor davon aus, dass die Prognosen für das Geschäftsjahr 2023/2024 eingehalten werden können.

 

München, den 19. September 2024

Die Geschäftsführung

Christian Block

Bilanz zum 30. September 2023

AKTIVA 30.09.2023 30.09.2022
T€ T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
5.253 8.289
2. Geleistete Anzahlungen 3.882 -
9.135 8.289
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
19.682 22.658
2. Technische Anlagen und Maschinen 249.160 239.068
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
24.382 28.727
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.889 49.901
317.113 340.354
III.Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 4.399 4.045
4.399 4.045
330.647 352.688
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 41.516 53.653
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 21.961 20.082
3. fertige Erzeugnisse und Waren 1.791 1.176
65.268 74.911
II. Forderungen und sonstige Vermögens
gegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.041 10.558
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 61.799 83.377
3. Sonstige Vermögensgegenstände 9.957 10.982
80.797 104.917
III.Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
und Schecks
48.891 11.371
1 94.956 191.199
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.242 2.648
52 7.845 546.535
PASSIVA 30.09.2023 30.09.2022
T€ T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25 25
II. Kapitalrücklagen 420.000 420.000
III. Verlustvortrag -330.979 -223.992
IV. Jahresüberschuß (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 101.387 -106.987
190.433 89.046
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen
109.952 102.738
2. Sonstige Rückstellungen 93.779 88.454
203.731 191.192
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 291 -
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
18.787 26.556
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen
103.985 228.258
4. Sonstige Verbindlichkeiten 10.351 11.173
1 33 . 414 265.987
D. Rechnungsabgrenzungsposten 267 310
52 7.845 546.535

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

01.10.2022
bis
30.09.2023
01.10.2021
bis
30.09.2022
T€ T€
1. Umsatzerlöse 422.750 625.377
2. Veränderung des Bestands an fertigen und
unfertigen Erzeugnissen
2.147 4.391
3. Sonstige betriebliche Erträge 187.017 14.501
Gesamtleistung 611.914 644.269
4. Materialaufwand
a. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
sowie bezogene Waren
-173.140 -314.434
b. Aufwendungen für bezogene Leistungen -27.347 -38.072
-200.487 -352.506
5. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -106.165 -117.342
b. soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung
-28.314 -25.841
davon für Altersversorgung T€ -8.892
(Vorjahr: T€ - 6 . 399 )
-134.479 -143.183
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens-
gegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen
-48.816 -52.273
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -123.904 -197.659
Betriebsergebnis 104.228 -101.352
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
9 48
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 30 -
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.802 -6.077
Ergebnis vor Steuern 101.465 -107.381
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -13 -39
12. Ergebnis nach Steuern 101.452 -107.420
13. Sonstige Steuern -65 433
14. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 101.387 -106.987

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023

1. Allgemeines

Die RF360 Europe GmbH hat ihren Sitz in München. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HR B 224516 eingetragen.

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 30. September 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1 Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Alle Wertangaben erfolgen in Tausend Euro ("T€") soweit nicht anders angegeben. Bei der Darstellung der Beträge und Prozentangaben können aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen innerhalb einzelner tabellarischer Darstellungen auftreten. Dies betrifft auch die dargestellten Summen und Zwischensummen des Jahresabschlusses.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die betriebliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die betriebsübliche Abschreibungsdauer immaterieller Vermögensgegenstände beträgt zwischen 2 und 6 Jahren. Sofern erforderlich, wird eine Wertminderung der immateriellen Vermögensgegenstände durch außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgebildet. Geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennwert bzw. den Anschaffungskosten bilanziert. Bei dauerhafter Wertminderung wird eine außerplanmäßige Wertberichtigung vorgenommen.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist.

Mietereinbauten werden über längstens 10 Jahre, technische Anlagen und Maschinen über längstens 15 Jahre, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend über 5 Jahre linear abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit einem Wert von bis zu € 800,00 werden im Jahr des Zugangs direkt als Aufwand erfasst. Vermögensgegenstände ab € 800,00 werden aktiviert und über die Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden mit dem Nennwert bzw. den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Bei dauerhafter Wertminderung wird eine außerplanmäßige Wertberichtigung vorgenommen.

Die in den Finanzanlagen enthaltenen Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. soweit erforderlich bei dauerhafter Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den ursprünglichen Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine dauernde Wertminderung nicht mehr bestehen.

Umlaufvermögen

In den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt und mit dem gewogenen Durchschnitt bewertet. Fertige und unfertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet; die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, erfolgen in angemessenem und ausreichendem Umfang. Ferner werden Abwertungen, die aus Technik- und Preisrisiken resultieren, vorgenommen.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert, vermindert um notwendige Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Abschreibungen auf Kreditrisiken werden in ausreichendem Umfang vorgenommen.

Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert ausgewiesen.

Rechnungsabgrenzungsposten werden in der Höhe ausgewiesen, soweit sie Ausgaben vor dem Abschlussstichtag und in Folgeperioden Aufwand darstellen.

Eigenkapital

Das Eigenkapital ist mit dem Nennwert und unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorschriften ausgewiesen.

Rückstellungen

Die RF360 Europe GmbH hat im Rahmen einer Übernahme wesentlicher Teile des bisherigen Geschäftsfelds der mikroakustischen Filter der EPCOS AG, München, Pensionsverpflichtungen übernommen. Die nach handelsrechtlichen Grundsätzen ermittelte Höhe der Verpflichtung wurde unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfasst, während der Differenzbetrag zum beizulegenden Zeitwert zum Übertragungszeitpunkt 2. Februar 2017 in den sonstigen Verbindlichkeiten gezeigt wurde. Dieser Differenzbetrag wird über 10 Jahre - den Zeitraum, über den sich der zugrundeliegende Zinssatz der Entgeltbemessung und der Durchschnittszinssatz nach HGB, unter der Annahme der in Zukunft konstanter Zinssätze angleichen wird - erfolgswirksam aufgelöst.

Die RF360 Europe GmbH hat von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, die Pensionen und ähnliche Verpflichtungen pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abzuzinsen, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, anstatt die Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen einzelvertraglich mit dem ihrer jeweiligen Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins abzuzinsen.

Der grundsätzlich einer Ausschüttungssperre unterliegende Unterschiedsbetrag zwischen einer Bewertung der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen zum 30. September 2023 auf Grundlage des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren von 1,82% (Vorjahr: 1,77%) und einer Bewertung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren von 1,66% (Vorjahr: 1,40%) beträgt T€ 2.743 (Vorjahr: T€ 6.374).

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten ("Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen sowie die erwartete Auszahlungsoption werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei geht die RF360 Europe GmbH derzeit unverändert zum Vorjahr von jährlichen Anpassungen von 2,5% der Entgelte sowie von 2,0% der Renten aus. Für die Berücksichtigung der Fluktuation wurden unternehmensspezifische alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ausreichend Rechnung tragen. Die Rückstellungen sind zum Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, unter Einbeziehung von Preis- und Kostensteigerungen bewertet, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem laufzeitadäquaten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abzuzinsen, wie er von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wurde. Die Ermittlung von Jubiläumsrückstellungen und Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt entsprechend der Pensionsverpflichtungen, angepasst hinsichtlich der Laufzeiten und den damit einhergehenden Marktzinssätzen zur Bewertung.

Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung vertraglicher Rückbauverpflichtungen aus Mietverhältnissen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden die (jeweilige) Restmietdauer und voraussichtliche Preis- bzw. Kostensteigerungen zugrunde gelegt. Der Teil der Rückstellungen, welcher auf Ausgaben entfällt, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres anfallen, wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, wie er von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten und erhaltene Anzahlungen werden zum Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten erfasst Einzahlungen bzw. Erträge, die sich auf zukünftige Geschäftsjahre beziehen. Diese werden zum jeweiligen Nennwert abgebildet.

Fremdwährungsbewertung

Forderungen oder Verbindlichkeiten werden im Zeitpunkt des Zugangs mit dem jeweils gültigen Geld- oder Briefkurs der Fremdwährung umgerechnet. Die Umrechnung von auf fremde Währung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten erfolgt bei Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr nach dem Imparitätsprinzip.

Damit werden unrealisierte Kursverluste bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr, die sich bei der Umrechnung mit dem Stichtagskurs ergeben, erfolgswirksam erfasst. Sich ergebende unrealisierte Kursgewinne dürfen jedoch nicht erfolgswirksam erfasst werden.

Unrealisierte Kursgewinne und unrealisierte Kursverluste bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, die sich bei der Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag ergeben, werden dagegen stets erfolgswirksam erfasst.

Latente Steuern

Passive latente Steuern werden angesetzt, wenn davon auszugehen ist, dass sich aus der Summe der Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Bilanzansätzen für Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten in künftigen Geschäftsjahren eine Steuerbelastung ergibt. Aktive latente Steuerforderungen können angesetzt werden, wenn aus der Umkehr der Differenzen insgesamt eine Steuerentlastung in künftigen Jahren erwartet wird. Passive und aktive latente Steuern werden grundsätzlich verrechnet dargestellt. Dabei werden Verlustvorträge insoweit berücksichtigt, als eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb der nächsten fünf Jahre erwartet wird.

Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes sowie entsprechend den gewerbesteuerlichen Hebesätzen der RF360 Europe GmbH. Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer ergibt sich ein Steuersatz von 33,0%.

Temporäre Differenzen i.S.v. § 274 HGB ergeben sich bei folgenden Bilanzposten:

Immaterielle Vermögensgegenstände (aktive latente Steuer),

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (aktive latente Steuer),

Pensionsrückstellungen (aktive latente Steuer),

Rückstellungen für Altersteilzeit (aktive latente Steuer)

Drohverlustrückstellungen (aktive latente Steuer)

sonstige Rückstellungen (passive latente Steuern)

Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen (aktive latente Steuer) sowie

Verbindlichkeiten (passive latente Steuer).

Darüber hinaus bestehen steuerliche Verlustvorträge.

Da per Saldo ein Überhang aktiver latenter Steuern besteht, wird dieser entsprechend dem Wahlrecht von § 274 Abs.1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Umsätze werden bilanziert, wenn sie realisiert oder realisierbar sind. Sie sind unabhängig vom Zeitpunkt ihrer Zahlung zu berücksichtigen. Als Umsätze sind die Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Produkten sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen nach Abzug von Skonti, Kundenboni, Rabatten und Retouren erfasst.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen der RF360 Europe GmbH entwickelte sich im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023 wie folgt.

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.10.
2022
Zugänge Umbu -
chungen
Abgänge 30.09.
2023
T€ T€ T€ T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und
Werten
50.134 1.595 619 -12.652 39.696
2. Geleistete Anzahlungen - 3.882 - - 3.882
50.134 5.477 619 -12.652 43.578
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten einschließlich
der Bauten auf fremden
Grundstücken
34.584 1.681 203 -162 36.306
2. Technische Anlagen und Maschinen 370.503 9.463 36.934 -10.612 406.288
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
72.232 3.886 691 -474 76.335
4. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
50.320 12.016 -38.447 - 23.889
527.639 27.046 -619 -11.248 542.818
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagever-
mögens
4.045 356 - -2 4.399
4.045 356 - -2 4.399
581.818 32.879 - -23.902 590.795
Kumulierte Abschreibungen
01.10.
2022
Zugänge Abgänge 30.09.
2023
T€ T€ T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und
Werten
-41.845 -5.250 12.652 -34.443
2. Geleistete Anzahlungen - - - -
-41.845 -5.250 12.652 -34.443
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten einschließlich
der Bauten auf fremden
Grundstücken
-11.926 -4.787 89 -16.624
2. Technische Anlagen und Maschinen -131.435 -30.425 4.732 -157.128
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
-43.505 -8.773 325 -51.953
4. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
-419 419 - -
-187.285 -43.566 5.146 -225.705
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagever-
mögens
- - - -
- - - -
-229.130 -48.816 17.798 -260.148
Restbuchwert
01.10.
2022
30.09.
2023
T€ T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und
Werten
8.289 5.253
2. Geleistete Anzahlungen - 3.882
8.289 9.135
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten einschließlich
der Bauten auf fremden
Grundstücken
22.658 19.682
2. Technische Anlagen und Maschinen 239.068 249.160
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
28.727 24.382
4. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
49.901 23.889
340.354 317.113
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagever--
mögens
4.045 4.399
4.045 4.399
352.688 330.647

Vorräte

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen und haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Forderungen gegen die Gesellschafterin bestehen nicht.

Gezeichnetes Kapital

Das im Handelsregister eingetragene gezeichnete Kapital der RF360 Europe GmbH in Höhe von T€ 25 ist in voller Höhe eingezahlt.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr T€ 420.000.

Verlustvortrag

Der Verlustvortrag enthält kumulierte Vorjahresergebnisse.

Verlustvortrag 30.09.2023 30.09.2022
T€ T€
Verlustvortrag aus dem Vorjahr -223.992 -166.434
Vorjahresergebnis -106.987 -57.558
-330.9 79 -223.992

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden für die nachfolgend dargestellten ungewissen Sachverhalte gebildet:

Sonstige Rückstellungen 30.09.2023 30.09.2022
T€ T€
Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 29.778 40.944
Abfindungszahlungen 18.697 -
Ausstehende Eingangsrechnungen 10.850 9.480
Sonstige Personalrückstellungen 8.750 9.220
Altersteilzeitverpflichtungen 8.289 7.530
Lizenznutzungen 7.375 11.503
Rückbauverpflichtungen 5.418 4.849
Rückstellung für Urlaubs- und Gleitzeitguthaben 4.312 4.619
Sonstige 310 310
93.779 88.454

Die Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften resultierten aus Lieferantenverträgen, aus denen Kostenerstattungsansprüche geltend gemacht wurden. Die Rückstellung für Abfindungszahlungen an ausscheidende Arbeiternehmer wurde in Zusammenhang mit einem Sozialplan gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

30.09.2023
davon
bis 1 Jahr
davon
zwischen 1
und 5 Jahren
Gesamt
T€ T€ T€
Erhaltene Anzahlungen auf
Bestellungen
291 - 291
Verbindlichkeiten aus Lieferungen-
und Leistungen
1 8 . 787 - 18.787
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
Finanzverbindlichkeiten 95.324 - 95.324
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
7.348 - 7.348
Sonstige 1.313 - 1.313
103.985 - 1 03 . 985
Sonstige Verbindlichkeiten
Unterschiedsbetrag aus der
Übernahme der Pensionsverpflichtungen
1.603 3.622 5.225
Steuerschulden 3.365 - 3.365
Sonstige 1.761 - 1.761
6.731 3.622 10.351
129.792 3.622 133.414
30.09.2022
davon
bis 1 Jahr
davon
zwischen 1
und 5 Jahren
Gesamt
T€ T€ T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen- und Leistungen 26.556 - 26.556
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Finanzverbindlichkeiten 190.003 - 190.003
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 30.483 - 30.483
Sonstige 7.772 - 7.772
228.258 - 228.258
Sonstige Verbindlichkeiten
Unterschiedsbetrag aus der Übernahme der Pensionsverpflichtungen 1.603 5.224 6.827
Steuerschulden 2.150 - 2.150
Sonstige 2.196 - 2.196
5.949 5.224 11.173
260.764 5.224 265.987

Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit bestehen, wie im Vorjahr, nicht. Verbindlichkeiten > 5 Jahre existieren wie auch im Vorjahr nicht.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der RF360 Europe GmbH lassen sich nach Produktkategorien bzw. geographischen Märkten wie folgt aufgliedern:

Umsatzerlöse nach Produktkategorien 202 2 /202 3 2021/2022
T€ T€
Filter 413.460 615.412
Module 9.290 9.965
422.750 625.377
Umsatzerlöse nach Regionen 2022/2023 2021/2022
T€ T€
Deutschland 13.419 17.024
Weiteres Europa 59.404 76.843
Asien 333.889 504.717
USA 15.113 25.297
Übrige Regionen 925 1.496
422.750 625.377

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 187.017 (Vorjahr: T€ 14.501) beinhalten insbesondere außergewöhnlicher Erträge aus der Veräußerung immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 162.926 im Zusammenhang mit der Übertragung der Unternehmereigenschaft an eine Schwestergesellschaft. Darüber hinaus beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen von T€ 6.297 (Vorjahr: T€ 3.473) sowie Währungsgewinne in Höhe von T€ 3.922 (Vorjahr: T€ 9.804). Periodenfremde Erträge lagen im Geschäftsjahr in Höhe von T€ 13.597 vor. Darin enthalten waren Erträge durch die Auflösung von Drohverlustrückstellungen in Höhe von T€ 11.931. Im Vorjahr lagen periodenfremde Erträge nur in unwesentlicher Höhe vor.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

In den Abschreibungen in Höhe von T€ 48.816 (Vorjahr: T€ 52.273) sind außerplanmäßige Abschreibungen im Zusammenhang mit der Anpassung von Fertigungskapazitäten aus Anpassungen von Verträgen an geänderte Marktbedingungen in Höhe von T€ 1.073 (Vorjahr: T€ 4.703) enthalten, die keine regelmäßigen Aufwendungen darstellen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen der RF360 Europe GmbH lassen sich wie folgt unterteilen:

Sonstige betriebliche Aufwendungen 2022/2023 2021/2022
T€ T€
Dienstleistungen von verbundenen Unternehmen -21.651 -69.011
Personalmaßnahmen -21.706 -
Instandhaltung -13.404 -14.453
sonstige Dienstleistungen -10.964 -16.549
Lizenzen -10.797 -17.324
IT -7.546 -6.087
Miete und Leasing -7.160 -6.272
Zuführung Drohverlustrückstellungen -6.469 -40.944
Forschung und Entwicklung -5.628 -10.526
Währungsverluste -5.410 -5.376
Vertriebsaufwendungen -1.652 -2.212
Verluste aus Abgang von Anlagevermögen -932 -1.439
Sonstige -10.495 -7.466
- 123.904 -197.659

Periodenfremde Aufwendungen lagen, wie im Vorjahr, nur in unwesentlicher Höhe vor. Die Zuführung zu Drohverlustrückstellungen resultierenden aus Anpassungen von Verträgen an geänderte Marktbedingungen und stellen damit keine regelmäßigen Aufwendungen dar.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Zinsaufwand von T€ 2.802 (Vorjahr: T€ 6.077) entfällt mit T€ 1.688 (Vorjahr: T€ 1.023) auf verbundene Unternehmen sowie mit T€ 1.109 (Vorjahr: T€ 5.052) auf Aufzinsungen von Pensions- und aus längerfristigen Personalrückstellungen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen, wie im Vorjahr, im Wesentlichen ausländische Quellensteuern. Im Geschäftsjahr ergaben sich trotz des positiven Ergebnisses keine Ertragsteuer Aufwendungen in Deutschland auf Grund von steuerlichen Aufwendungen, die das handelsrechtliche positive Ergebnis übertrafen. Im Vorjahr ergaben sich wegen des negativen Ergebnisses vor Steuern keine Ertragsteuer Aufwendungen in Deutschland.

5. Sonstige Angaben

Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023 waren die nachfolgend dargestellte durchschnittliche Anzahl von Mitarbeitern in den einzelnen Funktionsbereichen beschäftigt:

Personalstruktur in Vollzeitäquivalenten 2022/2023 2021/2022
Jahresdurch-
schnitt
Jahresdurch-
schnitt
Produktion 900 930
Forschung und Entwicklung 241 259
Verwaltung und allgemeine Dienste 114 119
Vertrieb 24 22
1.279 1.330

Organe der Gesellschaft und deren Vergütung

Mitglieder der Geschäftsführung

Stefan Eichhorn
(bis 9 Februar 2024)
Als Geschäftsführer verantwortlich für kaufmännische Leitung, Personal und Informationstechnologie
Ulrich Bauernschmitt
(bis 9 Februar 2024)
Als Geschäftsführer verantwortlich für Produktion, Produkt-einführung, Planung und Integration
Christian Block
(ab 9 Februar 2024)
Als Geschäftsführer gesamtverantwortlich.

Vergütung der Geschäftsführung

Die Mitglieder der Geschäftsführung der RF360 Europe GmbH waren im Geschäftsjahr 2022/2023 bei der Qualcomm Germany RFFE GmbH, München, angestellt und beziehen keine Vergütung seitens der RF360 Europe GmbH.

Mitglieder des Aufsichtsrats

Christian Block
(bis 19. Dezember 2023)
Senior Vice President & General Manager, Qualcomm Germany RFFE GmbH
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Stainz, Österreich
Enrico Salvatori
(ab 8. April 2024)
Senior Vice President & President, Qualcomm Europe, Inc.
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Rom, Italien
Gültekin Demirel Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender RF360 Europe GmbH
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
München, Deutschland
Tracee Eger Senior Director Human Resources, Qualcomm Inc.
San Diego, USA
Yvonne Scorer Senior Director Human Resources, Qualcomm Technologies International, Ltd.
Farnborough, England
Manfred Maisch Betriebsratsvorsitzender, RF360 Europe GmbH,
Unterhaching, Deutschland
Curtis Cotton VP & Legal Counsel, Qualcomm Inc.
San Diego, USA

Vergütung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat erhielt im Berichtszeitraum keine Bezüge.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bestellobligo

Die Gesellschaft hat aus Bestellungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Dienstleistungen zum 30. September 2023 langfristige Verpflichtungen mit einer Laufzeit von unter 5 Jahren in Höhe von T€ 31.343 (Vorjahr: T€ 53.894). Ferner bestehen langfristige Verpflichtungen mit einer Laufzeit von unter 5 Jahren für den Erwerb von Sachanlagen in Höhe von T€ 38.435 (Vorjahr: T€ 27.976).

Leasing

Zum 30. September 2023 bestehen Zahlungsverpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen in Höhe von T€ 25.402 (Vorjahr: T€ 30.204). Derzeit least die Gesellschaft diverse Einrichtungen für Fertigung, Geschäftsführung und Verwaltung sowie verschiedene Ausrüstungsgegenstände im Rahmen von Operating-Leasing-Verträgen. Die Summe der zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen stellt sich wie folgt dar:

Fälligkeit 30.09.2023 30.09.2022
T€ T€
bis zu einem Jahr 6.039 5.978
zwischen einem und fünf Jahre 19.318 23.732
größer als fünf Jahre 45 494
25.402 30.204

Im Geschäftsjahr 2022/2023 sind Aufwendungen aus Miet- sowie Operating-Leasing-Verhältnissen in Höhe von T€ 5.747 (Vorjahr: T€ 6.272) erfolgswirksam erfasst worden.

Es bestehen keine Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechseln und Scheckbürgschaften, Gewährleistungsverträgen, Bestellung von Grundschulden, Pfandrechten sowie sonstigen Sicherheiten.

Es bestanden keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Nahe stehende Unternehmen und Personen sind juristische oder natürliche Personen, die auf die RF360 Europe GmbH Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch die RF360 Europe GmbH unterliegen.

Sämtliche Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen wurden zu marktüblichen Konditionen durchgeführt.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine für die Bilanzierung wesentlichen Ereignisse ergeben, die nicht berücksichtigt wurden.

Mit Verschmelzungsvertrag vom 18. Januar 2024 wurde die QUALCOMM Germany RFFE GmbH, München, mit Wirkung vom 1. Oktober 2023 auf die RF360 Europe GmbH verschmolzen. Diese Verschmelzung wurde am 27. Februar 2024 in das Handelsregister eingetragen.

Die QUALCOMM Germany RFFE GmbH hat im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023 Umsatzerlöse in Höhe von T€ 35.641 und einen Jahresüberschuss von T€ 1.804 erzielt. Durch die Bündelung der Geschäftstätigkeiten erhofft sich die RF360 Europe GmbH weitere Geschäftschancen und Kostensenkungen durch die Nutzung von Skaleneffekten.

Im Zusammenhang mit der Verschmelzung mit der Qualcomm RFFE Germany GmbH ergaben sich auch Änderungen in den Organen der Gesellschaft. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates Herr Christian Block legte zum 19. Dezember 2023 seine Funktion nieder und schied aus dem Aufsichtsrat aus. Herr Enrico Salvatori wurde am 8. April 2024 in den Aufsichtsrat berufen und zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt. Darüber hinaus hat sich die Geschäftsführung verkleinert, sodass nun Herr Christian Block zum Geschäftsführer bestellt wurde. Gleichzeitig legten Herr Ulrich Bauernschmidt und Herr Stefan Eichhorn ihre Funktion als Geschäftsführer nieder und wurden als Prokurist berufen.

Im Dezember 2023 wurde das Eigenkapital der RF360 Europe GmbH durch andere Zuzahlungen in die Kapitalrücklage um insgesamt T€ 125.636 erhöht.

Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurden im März 2023 in voller Höhe zurückgezahlt.

Im September 2024 hat die RF360 Europe GmbH ein weiteres Programm zum Stellenabbau zur Kosteneinsparung initiiert. Die Kosten im Zusammenhang mit diesem Programm erwartet die Gesellschaft im niedrigen zweistelligen Millionenbetrag.

Offenlegung

Der Jahresabschluss und Lagebericht der RF360 Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023 wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und ist über die Internetseite des Unternehmensregisters zugänglich.

Honorare des Abschlussprüfers

Die Jahresabschlüsse für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023 und das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022 wurden durch die die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt/Main, geprüft. Für diese Dienstleistungen wurden folgende Aufwendungen berechnet:

Abschlussprüferhonorare 2022/2023 2021/2022
T€ T€
Abschlussprüfungsleistungen 280 272
280 272

Konzernverhältnisse

Die RF360 Europe GmbH wird in den Konzernabschluss der Qualcomm, Inc., San Diego/ Kalifornien, USA, einbezogen. Dieser Konzernabschluss stellt sowohl den kleinsten als auch den größten Konsolidierungskreis dar, deren Bestandteil die Gesellschaft ist. Die Konzernabschlüsse der Qualcomm, Inc. sind bei dieser sowie über die Internetpräsenz der US-amerikanischen Börsenaufsicht (www.sec.gov) erhältlich.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von T€ 101.387 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, den 19. September 2024

Die Geschäftsführung

Christian Block

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die RF360 Europe GmbH , München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RF360 Europe GmbH , München, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RF360 Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum September 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ver mögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Um- fang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 19. September 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

ppa. Ralph Jakobi, Wirtschaftsprüfer

Sebastian Stroner, Wirtschaftsprüfer

RF360 Europe GmbH
München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 1. Oktober 20 22 bis zum 30. September 20 23

Der Jahresabschluss zum 30. September 2023
wurde zum 16. Oktober 2024 festgestellt.

Prüfbericht Geschäftsjahr 202 3 Audit Report Financial Year 202 3
Die Besetzung des Aufsichtsrates war im Geschäftsjahr 2023 wie folgt: Members of the Supervisory Board in the financial year 2023 were as follows:

Aufsichtsräte
Arbeitgeber

(1) Herr Christian Block
Aufsichtsratsvorsitzender
Senior Vice President &
General Manager RFFE
(bis 19. Dezember 2023) 1

(3) Herr Curtis Cotton
Vice President & Legal Counsel

(4) Frau Tracee Eger
Senior Director, Human Resources

(5) F rau Yvonne Scorer
Senior Director Human Resources

Supervisory Board Members
Employer

(1) Mr Christian Block
Chairman Supervisory Board
Senior Vice President &
General Manager RFFE
(until 19. December 2023) 1

(3) Mr Curtis Cotton
Vice President & Legal Counsel

(4) Ms Tracee Eger
Senior Director, Human Resources

(5) Ms Yvonne Scorer
Senior Director Human Resources

Aufsichtsräte
Arbeitnehmervertretung

(1) Herr Gültekin Demirel
Stellvertretender
Aufsichtsratsvorsitzender
Stellvertretender
Betriebsratsvorsitzender

(2) Herr Manfred Maisch
Betriebsratsvorsitzender

Supervisory Board Members
Employee Representation

(1) Mr Gültekin Demirel
Deputy Chairman
Supervisory Board
Deputy Chairman
Works Council

(2) Herr Manfred Maisch
Chairman Works Council

Der Aufsichtsrat hat bisher keine Ausschüsse gebildet. The Supervisory Board has not yet formed any committees.
Das abgelaufene Geschäftsjahr war geprägt durch die für unser Unternehmen weiterhin angespannte Konjunkturlage, die sich jedoch in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres entspannte und positiv auf unser Geschäft ausgewirkt hat, als auch die nachfolgend dargestellten Sondereffekte. The past fiscal year was characterized by the continued challenging economic conditions for our company, which, however, eased in the second half of the fiscal year and had a positive impact on our business, as well as the special effects outlined below.
Im Februar 2023 wurden die unternehmerischen Chancen und Risiken zusammen mit wesentlichem geistigem Eigentum für einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag an eine Schwestergesellschaft in Singapur veräußert. Infolgedessen erzielte die RF360 Europe GmbH nunmehr vermehrt Umsätze auf Basis von Cost-Plus-Vereinbarungen. Dieser Erlös wurde verwendet, um die Finanzierungsverbindlichkeiten zu reduzieren. Außerdem erlaubt dies eine bessere Planbarkeit der Ertragslage, da durch definierte Aufschläge fixe Margen erzielt werden. In February 2023, business opportunities and risks, along with significant intellectual property, were sold to a sister company in Singapore for a low three-digit million amount. As a result, RF360 Europe GmbH has increasingly generated revenues based on cost-plus agreements. This revenue was used to reduce financing liabilities. Additionally, this allows for better predictability of the earnings situation, as fixed margins are achieved through defined markups.
Zudem wurde zur Bündelung von Geschäftschancen sowie zur Realisierung von Kosten-potentialen durch die Verschlankung der Organisation nach Ablauf des Berichtsjahres mit Verschmelzungs¬vertrag vom 18. Januar 2024 die QUALCOMM Germany RFFE GmbH, München, mit Rückwirkung zum 1. Oktober 2023 auf die RF360 Europe GmbH verschmolzen. Furthermore, to consolidate business opportunities and realize cost potentials through organizational streamlining, QUALCOMM Germany RFFE GmbH, Munich, was merged into RF360 Europe GmbH with retroactive effect from October 1, 2023, by merger agreement dated January 18, 2024.
Die RF360-Unternehmensgruppe, deren zentraler Bestandteil die RF360 Europe GmbH bildet, ist umfassend in den Qualcomm-Konzern integriert. Dieser bietet der RF360 Europe GmbH zusätzliche Geschäftschancen, welche die Gesellschaft alleine ggf. nicht realisieren könnte. The RF360 corporate group, of which RF360 Europe GmbH is a central component, is comprehensively integrated into the Qualcomm Group. This offers RF360 Europe GmbH additional business opportunities that the company might not be able to realize on its own.
In der Gesamtschau hat sich die Ertragslage der RF360 Europe GmbH durch die Sonder-effekte deutlich verbessert. Die Gesellschaft geht davon aus, dass im nächsten Geschäftsjahr, die Umsatzerlöse deutlich sinken werden, während sich die Ertragslage deutlich verschlechtern wird - im Wesentlichen durch das Ausbleiben der Sondereffekte, welche nur zum Teil aufgefangen werden durch die ganzjährige Umstellung der Verträge auf Cost-Plus.

Overall, the earnings situation of RF360 Europe GmbH has significantly improved due to the special effects. The company expects that in the next fiscal year, sales revenues will decrease significantly, while the earnings situation will deteriorate significantly - mainly due to the absence of the special effects, which will only be partially offset by the year-round conversion of contracts to cost-plus.

Als Aufsichtsrat haben wir seit Aufnahme der Tätigkeit die Arbeit der Geschäftsführung überwacht und sie bei der Leitung des Unternehmens, der strategischen Weiterentwicklung sowie bei wichtigen Einzelthemen beratend begleitet. As the Supervisory Board, we have monitored the work of the Management Board since the start of our activities and have supported it in an advisory capacity in the management of the company, strategic development and important individual issues.
Wir nahmen die uns nach Gesetz und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahr. Zudem ließ sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats außerhalb der Gremiensitzungen von der Geschäftsführung regelmäßig über die aktuelle Entwicklung und die wesentlichen Vorgänge im Unternehmen informieren. Unser oberstes Ziel ist es, gemeinsam mit der Geschäftsführung die langfristige, erfolgreiche und nachhaltige Weiterentwicklung der RF360 Europe GmbH zu sichern. Hierbei arbeiten wir offen, verantwortungsvoll und konstruktiv zusammen. We performed the tasks required by law and the rules of procedure with great care. In addition, the Chairman of the Supervisory Board was regularly informed by the Managing Directors about current developments and key events in the Company outside of the board meetings. Our primary goal is to work together with the Managing Directors to ensure a long-term, successful and sustainable further development of RF360 Europe GmbH. To this end, we work together in an open, responsible and constructive manner.
Den Jahresabschluss der RF360 Europe GmbH zum 30. September 2023 sowie den Lagebericht hat die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich umfassend mit den Unterlagen und prüfte sie selbst; allen Mitgliedern des Aufsichtsrats lagen dazu die Prüfungsberichte vor. Sie wurden von PwC und der Geschäftsführung in der Aufsichtsratssitzung am 17. September 2023 zudem ausführlich erläutert. Außerdem erläuterte der Abschlussprüfer während der Aufsichtsratssitzung die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung. Der Aufsichtsrat erhob keine Einwendungen, stimmte den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu und billigte den Jahresabschluss der RF360 Europe GmbH. The annual financial statements of RF360 Europe GmbH as of September 30, 2023, and the management reports were audited by PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft and issued with an unqualified audit opinion. The Supervisory Board dealt extensively with the documents and reviewed them personally; the audit reports were made available to all members of the Supervisory Board. They were also explained in detail by PwC and Managing Directors at the Supervisory Board meeting on September 17, 2023. The auditor also explained the main results of the audit during the Supervisory Board meeting. The Supervisory Board raised no objections, agreed with the results of the audit, and approved the financial statements of RF360 Europe GmbH.
Dem Vorschlag der Geschäftsführung über die Verwendung des Ergebnisses hat sich der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung einstimmig angeschlossen. Following its own examination, the Supervisory Board agreed unanimously with the proposal of the Managing Directors regarding the appropriation of the result.
Dem Vorschlag über die erneute Bestellung von PwC als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023/2024 stimmte der Aufsichtsrat nach kurzer Überlegung einstimmig zu. After short deliberation, the Supervisory Board agreed unanimously with the proposal of the Managing Directors to retain PwC as auditors for the 2023/2024 financial year.
Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern für ihren Einsatz und für ihre Bereitschaft, sich zu engagieren. Der Aufsichtsrat dankt darüber hinaus der Geschäftsführung und allen Mitarbeitenden der RF360 Europe GmbH für ihre Leistungen und ihr Engagement, das Unternehmen erfolgreich weiterzuentwickeln. The Supervisory Board would like to thank the members for their dedication and their willingness to get involved. The Supervisory Board would also like to thank the Managing Directors and all RF360 Europe GmbH employees for their achievements and their commitment to the successful development of the company.
Dieses Dokument enthält eine deutsche und eine englische Fassung. In Zweifelsfällen ist die deutsche Fassung maßgeblich. This document contains a German and an English version. In cases of doubt, the German version shall prevail.

 

München, 16. Oktober 2024

Für den Aufsichtsrat / for the supervisory Board

Enrico Salvatori
Vorsitzender des Aufsichtsrates seit 8. April 2024 / Chairman of the Supervisory Board since April 8, 2024

1 Herr Enrico Salvatori (Senior Vice President & President, Qualcomm Europe, Inc.) übernahm als Aufsichtsratesvorsitzender am 8. April 2024. / Mr. Enrico Salvatori (Senior Vice President & President, Qualcomm Europe, Inc.) took over as Chairman of the Supervisory Board on April 8, 2024.

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