Citrus Solutions GmbH
Schmidtstadt 5, 92268 Etzelwang, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Davis Eniks seit 18.2.2025 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Citrus Solutions, SIA | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Citrus Solutions GmbHEtzelwangJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten (gem. § 255 Abs. 2 - 3 HGB) bilanziert. Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden ausschließlich linear und bei unterjährigen Zugängen stets zeitanteilig vorgenommen. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde kein Gebrauch gemacht. Sachanlagen werden mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten der Sachanlagen werden in Höhe der handelsrechtlichen Untergrenze bemessen (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst). Einbeziehungswahlrechte werden nicht ausgeübt. Auch Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Lag der am Bilanzstichtag beizulegende Wert dauerhaft niedriger, so wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf diesen Wert vorgenommen. "Geringwertige Wirtschaftsgüter", d.h. selbständig nutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungs-/Herstellungskosten EUR 250,00 (ohne Umsatzsteuer) nicht übersteigen, werden im Jahr des Zugangs als Aufwand behandelt. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs-/Herstellungskosten mehr als EUR 250,00 und bis EUR 800,00 betragen, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs-/Herstellungskosten mehr als EUR 800,00 und bis EUR 1.000,00 betragen, werden über die planmäßige Nutzungsdauer abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer des jeweiligen Anlageguts. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Bei eingeschränkter Verwertbarkeit werden entsprechende Abschläge auf niedrigere beizulegende Werte vorgenommen. Die in Ausführung befindlichen Bauaufträge werden zu aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bzw. unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Zweifelhafte Forderungen werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert zum Stichtag einzeln wertberichtigt. Uneinbringliche Forderungen werden voll abgeschrieben. Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungen werden mit den tatsächlichen Auszahlungen angesetzt. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. In anderen Fällen werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. Von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr nicht abgewichen. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem diesem Anhang beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich. Darin sind, ausgehend von den gesamten Anschaffungs- und Herstellungskosten, die Zugänge, Abgänge und Abschreibungen des Geschäftsjahrs sowie die Abschreibungen in ihrer gesamten Höhe gesondert aufgeführt. Zusätzlich sind in der beigefügten Entwicklung des Anlagevermögens die Abschreibungen auf die einzelnen Posten des Anlagevermögens aufgegliedert. Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen sind EUR 4.103,66 (i.Vj.: EUR 4.633,36) enthalten, die Forderungen gegen Gesellschafter sind. Von den Forderungen haben EU 50.766,03 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (i.Vj.: EUR 24.292,65). Es bestehen zum Bilanzstichtag keine Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten In den Rechnungsabgrenzungsposten wurde ein Disagiobetrag in Höhe von EUR 13.022,00 (i.Vj.: EUR 0,00) eingestellt. Aktive latente Steuern Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern resultieren aus steuerlichen Verlustvorträgen, der Steuerertrag i.H.v. TEUR 895 bezieht sich auf die Bildung der aktiven latenten Steuern. Dabei wurden entsprechend der Unternehmensplanung die künftigen Steuererstattungsansprüche als aktive latente Steuern berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz. Eigenkapital Das Stammkapital in Höhe von EUR 25.000,00 ist in voller Höhe eingezahlt. Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 2.020 (i.Vj.: TEUR 3.881) enthalten. Ausschüttungsgesperrte Beträge Die aktivierten latenten Steuern in Höhe von TEUR 895 sind für eine Ausschüttung gesperrt. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen i.H.v. TEUR 1.363 (i.Vj. TEUR 1.371), Vertragsverletzungen i.H.v. TEUR 457 (i.Vj TEUR 0) und Gewährleistungen i.H.v. TEUR 252 (i.Vj. TEUR 194). Verbindlichkeiten Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt: TEUR 12.621 (i.Vj.: TEUR 6.029). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt TEUR 1.030 (i.Vj.: TEUR 832). Diese resultieren aus Sicherheitseinbehalten. Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer fünf Jahre beträgt: TEUR 142 (i.Vj.: TEUR 0,00). Diese resultieren aus Sicherheitseinbehalten. Es bestehen zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 341 (i.Vj TEUR 302), welche aus Lieferungen und Leistungen resultieren. Es bestehen zum Bilanzstichtag weiterhin Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen aus einem Darlehen (Kreditlinienvertrag) in Höhe von TEUR 447 (i.Vj.: TEUR 3.537). Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten besichert. Haftungsverhältnisse Zum Abschlussstichtag bestanden gemäß § 251 HGB folgende Haftungsverhältnisse:
Das Risiko der Inanspruchnahme wird als niedrig eingeschätzt. Diese Einschätzung beruht auf Erfahrungswerten aus der Vergangenheit. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Abschlussstichtag bestehen nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 164 (i.Vj. TEUR 138) und TEUR 265 (i.Vj. TEUR 171) aus Leasingverträgen. Ergänzende Angaben Geschäftsführung
Die Angabe der Bezüge der Mitglieder der Geschäftsführung unterbleibt aufgrund der Inanspruchnahme der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 285 Nr. 9 HGB. Beschäftigtenzahl Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug 153. Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:
Mutterunternehmen Das Mutterunternehmen der Gesellschaft i. S. d. § 285 Nr. 14a HGB ist die Firma Citrus Solutions SIA und hat ihren Sitz in Unijas iela 52, Riga, LV-1084. Der Konzernabschluss wird unter: https://www.tet.Iv/par-mums/dokumenti#4 offengelegt. Ergebnisverwendung Der Jahresfehlbetrag 2023 beträgt EUR 5.910.073,90. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzverlust 2023 in Höhe von EUR 3.889.834,90 auf neue Rechnung vorzutragen.
Eztelwang, den 29. Februar 2024 Die Geschäftsführung Karlis Kostjukovs Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die Citrus Solutions GmbH ist sowohl im Tief- als auch im Hochbau und auch als Generalunternehmer tätig. Zu der Haupttätigkeit gehören der Breitbandausbau im Bereich des Tiefbaus und im Hochbau der Ausbau der Brandschutzsysteme und Stromleitungssysteme. Im Mittelpunkt der Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2023 stand der Ausbau der Breitbandinfrastruktur in Rahmen der neun großen Projekte - Errichtung eines FTTB-Netzes im Landkreis Gifhorn und Klettgau, WEMACOM - Projekt für Breitbandausbau in Mecklenburg-Vorpommern, Breitbandausbau im Kreis Cham, Ausbau weiße Flecken in Kirchberg an der Jagst, FREYLER - Neubau Produktions- und Lagerhalle. Dico Drinks, FTTH Ausbau in GU Westnetz Projekte (als Generalunternehmer) sowie Projekte mit den Auftraggebern GasLINE und Bosch. Im Geschäftsjahr wurden rd. 679,82 km an Kabeln verlegt und 2543 Hausanschlüsse ausgebaut. Im Jahr 2023 realisierte die Citrus Solutions GmbH Projekte ausschließlich in Deutschland. Organisatorische Struktur Die Geschäftsbereiche der Citrus Solutions GmbH gliedern sich in drei Bereiche - Breitbandausbau, Ingenieurnetze für Hochbau sowie die Stromversorgung und 5G. Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 wurden zu 84% im Bereich Breitbandausbau, zu 6% in Hochbau - technische Gebäudeausrichtung und zu 10% im Ausbau der 5G-Netze erwirtschaftet. Die gesamte Unternehmensorganisation ist projektorientiert und wird je nach Anzahl und geographischer Verteilung der aktuellen Projekte angepasst. Zu den jeweiligen Projektteams gehören Projektleiter. Projektkoordinatoren, Bauleiter, Lagerleiter, Abrechner und die jeweiligen Bauteams. Die Bauarbeiten werden teilweise mit eigenen Kräften und teilweise in Zusammenarbeit mit den geprüften Sub-Unternehmern durchgeführt. Bei jedem größeren Projekt wird ein separates Baubüro eingerichtet. Aktuell sind insg. neun Baubüros aus den die Projekte gesteuert werden in ganz Deutschland verteilt. Die administrativen Tätigkeiten werden aus dem Mutterkonzern als externe Dienstleistung eingekauft. Rechtliche Struktur Hauptsitz der Citrus Solutions GmbH ist Etzelwang. Die 100%-ige Muttergesellschaft der Citrus Solutions GmbH ist die Citrus Solutions SIA mit Hauptsitz in Riga, Lettland. Citrus Solutions GmbH ist ein Teil der lettischen Telekommunikationsunternehmensgruppe SIA Tet mit Sitz in Riga, Lettland. Die Gesellschafter der Tet-Gruppe sind zu 51% der Staat Lettland und zu 49% die Telia Company AB. Im Jahr 2023 bestanden weiterhin zwei Arbeitsgemeinschaften (ARGEn) zwischen der Citrus Solutions GmbH und der Citrus Solutions SIA die für die Durchführung der Projekte gegründet wurden. Zusätzlich wurde eine neue ARGE zusammen mit MRK Media AG für die Realisierung des Projektes mit der einsEnergie GmbH & Co. KG gegründet. Die Citrus Solutions GmbH ist ISO 9001:2015, ISO 14001:2015 und ISO/IEC 27001:2013 zertifiziert. Drei internationale Standards, die erstmals offiziell zeigen, dass wir für kontinuierliche Qualität stehen. Wir kümmern uns um die Umwelt und wollen erneuerbare natürliche Ressourcen effizient nutzen und die Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung reduzieren. Wir können den Datenschutz und die Informationssicherheit für unsere Kunden und Mitarbeiter gewährleisten. Weiterhin besitzt die Citrus Solutions GmbH das GW 381 Zertifikat, welches im Jahr 2022 erworben wurde. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Überblick Markt, Branche, Konjunktur Die Nachfrage nach Glasfaser wächst weiter. Es sind keine Nachfragerückgänge für Breitbandausbau erkennbar und es ist wichtig, den Breitbandausbau weiter auszubauen, denn das Internet ist heute der Antrieb für eine höhere Lebensqualität. Obwohl sich in den vergangenen Jahren der Breitbandausbau in Deutschland sehr dynamisch entwickelt hat, ist Deutschland immer noch kein Glasfaserland. Laut einer Statistik der OECD von 2022 sind in Deutschland nur rund 8,1% der Haushalte an Glasfaserleitungen angeschlossen. Die BREKO Marktanalyse 2023 zeigt, dass die Glasfaserabdeckung in Deutschland 35,6% beträgt (Stand Juni 2023). Die verfügbaren Daten mit Stand zur Mitte des Jahres 2023 zeigen, dass rund 96% der Haushalte in Deutschland über Breitbandanschlüsse von mindestens 50 Mbit/s verfügen. Rund 75 % der Haushalte stehen Gigabitanschlüsse (1.000 Mbit/s) zur Verfügung. Auch im Jahr 2023 hat die Breitbandausbaubranche Herausforderungen erlebt - steigende und weiterhin hohe Materialpreise, Ressourcenknappheit, hohe Zinsen für die Finanzierung als auch bürokratische Hürden führen zu Problemen. Das größte Problem, mit dem die gesamte Baubranche kämpft, sind die fehlenden Personalkapazitäten. Rund 300.000 Fachkräfte fehlen dem deutschen Baugewerbe. Nicht nur die Unternehmen in Deutschland, sondern in ganz Europa müssen den Herausforderungen gegenüberstehen. Trotz der aktuellen wirtschaftlichen Lage bleibt der Breitbandausbau und die hohe Datenübertragungsgeschwindigkeit in Deutschland und ganz Europa von zentraler Bedeutung. Die neuen Marktprognosen gehen davon aus, dass im Jahr 2028 rund 211 Mio. Haushalte in Europa zzgl. Großbritannien mit FTTH/B angeschlossen sind. In der EU-Region sollen 308 Mio. Haushalte angebunden werden. Deutschland hat das Ziel bis 2028 eines der Top drei Länder nach Anzahl der an FTTH/B angebundenen Haushalte der Europäischen Union (insg. 33,5 Mio. Haushalte) zu sein. Politische Rahmenbedingungen Trotz der aktuellen Herausforderungen und der Tatsache, dass im Jahr 2022 die Fördermittel für den Glasfaserausbau erschöpft wurden, hat die deutsche Regierung die Ziele für flächendeckendes Breitbandnetz nicht aufgegeben. Am 3. April 2023 wurde die Gigabitförderung 2.0 gestartet. In der sogenannten Gigabitförderung 2.0 gibt es für jedes Bundesland eine bestimmte jährliche Fördermittelobergrenze. Durch dieses Förderprogramm wird weiterhin die Unterstützung des Gigabitausbaus fortgeführt. Daher ist es das übergeordnete Ziel der Bundesregierung ein modernes und wettbewerbsfähiges Deutschland. Das heißt konkret, bis zum Jahr 2030 Glasfaser überall dort wo Menschen leben, arbeiten und unterwegs sind - als auch in ländlichen Gebieten zur Verfügung zu stellen. Das Zwischenziel ist bis Ende 2025 ein Ausbau, der mindestens jedem zweiten Haushalt Glasfaser zur Verfügung stellt. In 2022 wurden alle Ausbauziele zusammengefasst und in der sogenannten Gigabitstrategie veröffentlicht. Mit Blick auf das Ziel sind 100 Maßnahmen geplant. Dies beinhaltet die Vereinfachung und Beschleunigung der Genehmigungsverfahren sowie weitgehende Digitalisierung der Prozesse. Außerdem wird sich die Bundesregierung auf die Reduzierung des Fachkräftemangels fokussieren sowie Optimierungen bei dem Förderungs- und Regulierungsprozess einführen. Unserer Einschätzung nach, stellen die aktuellen Ziele der deutschen Bundesregierung eine stabile Basis für den Breitbandausbau in den nächsten fünf Jahren dar. 2. Geschäftsverlauf und Lage Seit dem Jahr 2018 ist die Citrus Solutions GmbH als Unternehmen für den Breitbandausbau in ganz Deutschland tätig. Im Fokus des Geschäftsjahres 2023 stand der Beginn von einem großen Rahmenvertrag im Bereich Breitbandausbau mit dem Auftraggeber Westnetz sowie das Projekt im Gebiet Cham, als auch der Ausbau der Stromnetzleitungen in der Produktionshalle Dico Drinks. Außerdem wurden die im Jahr 2022 angefangenen Projekte weitergeführt. Die Mehrheit dieser Projekte werden im Jahr 2024 weitergeführt. Insgesamt sollen mit diesen Projekten rd. 550 km Breitband mit ca. 7.100 Hausanschlüssen bis zum Ende 2024 ggf. Anfang 2025 ausgebaut werden. Die Gesamtleistung im Bereich Breitbandausbau ist im Vergleich zum Vorjahr um rd. 14% gesunken. Dies ist damit zu begründen, dass aus der Ressourcenknappheit und der dadurch folgende verspätete Start neuer Projekte, als auch Terminverzögerungen in den laufenden Projekten. a) Ertragslage
Im Jahr 2023 sank die Gesamtleistung der Citrus Solutions GmbH um rd. 12,3%. Der Umsatzrückgang im Geschäftsjahr i.H.v. rd. 14 % spiegelt die aktuelle Marktlage der Baubranche wieder. Der Rückgang des Betriebsergebnisses (Gesamtleistung abzüglich Material-, Personalaufwand sowie Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen) ist maßgeblich auf den Anstieg der Belegschaft von durchschnittlich 90 Mitarbeitern in 2022 auf 153 Mitarbeitern in 2023 und den daraus resultierenden gestiegenen Personalaufwendungen (um T€ 4.209 auf T€ 6.513) zurückzuführen. Mit der gestiegenen Anzahl sind höhere Reisekosten als auch Kosten für weitere Standorte entstanden. Neben Sondereffekten aus möglichen Vertragsstrafen sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um T€ 2.799 auf T€ 5.288 gestiegen. Insgesamt wurden die Kostensteigerungen in der Erwartung der Realisierung weiterer Projekte eingegangen, die jedoch aufgrund der aktuellen Marktentwicklung der Baubranche ausgeblieben sind. Das Zinsergebnis beinhaltete zwei Bestandteile - Zinszahlungen für die Kreditlinie der Konzernmutter und Zinszahlungen aus einer Kreditlinie an eine außenstehende Bank. Der deutliche Anstieg der Zinsaufwendungen resultiert aus gestiegenen Zinsen, als auch aus dem unterjährig angestiegenen Finanzierungsbedarf. Zum Jahresende bestehen ausschließlich kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten. Die Veränderung des Steuerergebnisses resultiert aus der Möglichkeit eines steuerlichen Verlustrücktrages als auch der Bildung von aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge, die innerhalb der kommenden 5 Jahren voraussichtlich in Anspruch genommen werden können. Das Jahresergebnis ist im Jahr 2023 negativ und somit im Vergleich zum Vorjahr stark gesunken. b) Finanzlage Die Finanzlage wird aufgrund der finanziellen Unterstützung der Citrus Solutions Gruppe als den Umständen entsprechend gut eingeschätzt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen) beträgt zum Ende der Berichtsjahr T€ -5.159. Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der Inanspruchnahme der Kreditlinie und dem Einsatz von verfügbaren Finanzierungsinstrumenten können die notwendigen Investitionen als auch die laufende operative Tätigkeit finanziert werden. c) Vermögenslage
Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.344 gestiegen. Dabei stehen den Investitionen in Höhe von T€ 2.094 und andererseits Abschreibungen in Höhe von T€ 750 gegenüber. Zum Stichtag 31.12.2023 lag der Barmittelbestand bei T€ 151 (VJ: T€ 86). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind durch sinkende Umsätze auf T€ 4.246 leicht gesunken. Die Einzel- und Pauschalwertberichtigungen konnten aufgrund eines aktiven Debitorenmanagements auch im Geschäftsjahr sehr niedrig gehalten werden und nur in Ausnahmefällen gebildet werden. Die Debitorenlaufzeit lag in dem Berichtsjahr bei 70 Tagen. Das gesamte Eigenkapital beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahrs auf T€ 1.110. Im Geschäftsjahr 2023 wurde der Gewinnvortrag aus dem Jahr 2022 bisher thesauriert. Das negative Ergebnis hat die bilanzielle Eigenkapitalquote deutlich beeinflusst, wodurch die Eigenkapitalquote zum Ende Jahr 2023 bei 6,5 % liegt. Die vorhandenen Kreditlinien wurden auch unterjährig nicht vollständig beansprucht. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Teil der Gesellschafterfinanzierung extern umfinanziert. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt nun mittels einer Kreditlinie mit der Konzernmutter Tet SIA und einer externen Kontokorrentlinie. Die Inanspruchnahme der Kreditlinien betrug zum 31.12.2023 T€ 5.397. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen über dem Vorjahresniveau. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:
Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Brutto-Marge der jeweiligen Projektabschnitte heran und das EBITDA der Gesellschaft. Das EBITDA beträgt T€ -6.142 und liegt unter der EBITDA aus dem Vorjahr (T€ 3.327) Die EBITDA-Marge liegt Ende 2023 bei -20,9% und ist im Vergleich zum Vorjahr negativ geworden. Das Jahresergebnis des Geschäftsjahres liegt bei T€ -5.910 und somit ebenso unter dem Vorjahr (T€ 2.020). 4. Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir im Geschäftsjahr 2023 als herausfordernd ein. Im Geschäftsjahr 2022 wurde für das aktuelle Jahr 2023 eine Umsatzsteigerung von rund 30 % erwartet. Aufgrund der Herausforderungen des Marktes und deutlichen Verzögerungen wurde das Ziel deutlich verfehlt. Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist im Jahr 2023 rückgängig im Vergleich mit den bisher geplanten positiven Entwicklung für die Folgejahre. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die operative Cashflow der Gesellschaft ist zum Jahresende negativ. III. Zweigniederlassungsbericht Unser Unternehmen verfügt neben dem Hauptsitz in Etzelwang über eine inländische Niederlassung in Öderan. Insgesamt beschäftigen wir außerhalb Etzelwang durchschnittlich 153 Mitarbeiter (Vj. 90). IV. Prognosebericht Die Citrus Solutions GmbH ist im Breitbandausbau tätig und kann langjährige Projekterfahrung in Deutschland vorweisen. Das Unternehmen vereint wirtschaftlichen Erfolg mit ökologischer und wirtschaftlicher Verantwortung. Der Breitbandausbau ist und bleibt unser Kerngeschäft. Hinzu kommt der Ausbau der Ingenieurtechnischen Leistungen wie Brandschutz- und Stromnetzleitungen im Hochbaubereich sowie die ersten Projekte als Generalunternehmer in Breitbandausbau. Der Ausbau des Breitbandnetzes ist ein aktuelles Thema in Zentraleuropa, welches auch staatlich gefördert wird. Wir sind in einem Markt tätig, welches deutschlandweit aktuell sehr aktiv ist und ein hohes Potenzial für die folgenden Jahre birgt. Davon profitiert die Citrus Solutions GmbH, da sie aufgrund der langjährigen Erfahrung und verfügbaren personellen, technischen sowie auch finanziellen Kapazitäten und stabilen Beziehungen mit mehreren großen Auftraggeber eine gute Wettbewerbsposition einnimmt. Für das Jahr 2024 hat die Citrus Solution GmbH auf Basis seiner Auftragslage 2/3 der Umsatzerlöse in abgeschlossenen Verträgen gesichert. Für die Erreichung der aktuellen Breitbandziele in Deutschland werden in den nächsten Jahren zahlreiche Investitionen getätigt. Diese Tätigkeiten sind aktuell aus mehreren staatlichen Förderprogrammen gefördert, wodurch ein weiterer intensiver Ausbau der Breitbandnetzte in den nächsten Jahren stattfinden wird. Im letzten Jahr hat die Citrus Solutions GmbH neue Geschäftsbeziehungen mit zahlreichen neuen Partnern (Sub-Unternehmern) aufgebaut, welche auch für die Realisierung der Aufträge für Folgejahre einen Vorteil bringen können. Durch diese Geschäftsbeziehungen sowie den aktiven weiteren Ausbau der administrativen und fachlichen Kapazität ist die Gesellschaft für die Ergebnisstabilisierung im Jahr 2024 gut vorbereitet. Um die Ziele der nächsten Jahre realisieren zu können wurden im Jahr 2023 Wachstumsinvestitionen im Anlagevermögen getätigt, als auch die eigenen Fachkräftekapazitäten erweitert. Die Citrus Solutions GmbH ist insgesamt gut aufgestellt. Wir sind sehr zuversichtlich, auch künftig die Chancen im Wachstumsmarkt "Breitbandausbau" nutzen zu können. Die Citrus Solutions GmbH plant in den nächsten Jahren mit einer stetigen Umsatzentwicklung und einem starken Fokus auf die stabile und nachhaltige Unternehmensweiterführung. Wir erwarten im Jahr 2024 eine im Vergleich zum Jahr 2023 positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. V. Chancen- und Risikobericht Risiken aus operativer Tätigkeit Die aktuelle weltweite Marktlage aufgrund der geopolitischen Situation und daraus folgenden Konjunkturveränderungen verursachen weiterhin hohe Materialpreise. Um dieses Risiko zu steuern, hat die Citrus Solutions GmbH in den neuen Projekten dieses Risiko eliminiert, in dem die Materialien von den Auftraggebern geliefert und bezahlt werden. Das Liquiditätsrisiko aufgrund kürzeren Zahlungszielen ggü. Lieferanten und teilweise langen Zahlungszielen auf der Debitorenseite wird in der Gesellschaft seit Jahren aktiv gesteuert. Der steigende Finanzierungsbedarf führt zu einem negativen Einfluss auf das Unternehmensergebnis, da die Zinsen in dem Finanzierungsmarkt gestiegen sind. Es erfolgt eine regelmäßige Geldflusskontrolle sowie Marktüberwachung nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten und -instrumenten. Der Fachkräftemangel ist eine der größten Herausforderungen für das Unternehmen. Allerdings betrifft diese Risiko die gesamte Baubranche. Die Citrus Solutions GmbH sucht weiter nach neuen internen und externen Lösungen, um die Problematik in den Griff zu bekommen. Zusätzlich wird aktiv an der Erweiterung der Nachunternehmer und unserer eigenen Kräfte sowie die Möglichkeiten der Effizienzsteigerung gearbeitet. Politische Risiken / Marktrisiken Die Konjunkturschwankungen im Markt sorgen für eine Ungewissheit was die Kalkulation der neuen Projekte erschwert. Weiterhin hat die geopolitische Situation einen großen Einfluss, welcher nicht unbedingt direkt erkennbar ist. Unkalkulierbare Risiken können auch von außen in den Markt getragen werden. Hierzu würden insbesondere die plötzliche Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland oder den Auslandsmärkten zählen. Die Geschäftsführung der Citrus Solutions GmbH ist der Ansicht, dass der Breitbandausbau zu den aktuell gültigen Vergütungen nicht mehr bei allen Projekten profitabel umgesetzt werden kann und insbesondere die Veränderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen dies verändern könnte. Zu den weiteren politischen Marktrisiken gehört der Glasfaser-Doppellausbau, was zu Veränderung der bereits abgeschlossenen Aufbauvereinbarungen führen könnte. Rechtliche Risiken Alle identifizierten Risiken werden fortlaufend bewertet und sind, soweit derzeit berücksichtigbar, in diesem Bericht und in die Unternehmensplanung eingeflossen. Nach Einschätzung des Managements sind die Risiken beherrschbar und es wird davon ausgegangen, dass identifizierte Risiken keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Unternehmensentwicklung haben werden. Chancen Der Markt für Breitbandausbau in Deutschland wird erwartungsgemäß in den nächsten Jahren nach einer Erholung in 2022/2023 wieder stark wachsen. Es werden durch verschiedene kommunal geförderten Programme Gelder für Breitbandausbau vergeben, wodurch sich die Nachfrage nach Breitbandausbau erhöht. Durch langjährige Erfahrung hat die Citrus Solutions GmbH eine im Vergleich zu vielen Wettbewerber stärkere Kernkompetenz, die bei Gewinnung neuer Projekte Vorteile bringen kann. Zusätzlich hat die Citrus Solutions GmbH ihre Position im Markt mit Kooperation mit anderen Partnern gestärkt. Die Ziele der Bundesregierung und die Notwendigkeit zur Erweiterung des Breitbandnetzes fördern den Ausbau in ganz Deutschland, was die Nachfrage für den Breitbandausbau sicherstellt. Die aktuellen Initiativen und Strategien für ein flächendeckendes Internet mit neu festgelegten Geschwindigkeiten eröffnen die Möglichkeiten der Citrus Solutions GmbH breiter im deutschen Markt aufzutreten. Um auf dem deutschen Markt optimal positioniert zu sein, konzentriert sich die Citrus Solutions GmbH auf Entwicklung von Baukapazitäten sowie auf die Umsetzung neuer und größerer Breitbandausbauprojekte deutschlandweit. Einschätzung Insgesamt sind der Umfang und das Gefährdungspotential der Risiken nach Einschätzung der Geschäftsführung gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die zukünftigen Perspektiven für die Entwicklung des Unternehmens sind aus Sicht der Geschäftsführung mit dem weiteren Aufbau von Projekten im Bereich Breitbandausbau sowie anderen Geschäftsbereichen gut. Somit fokussiert sich die Geschäftsführung in den kommenden Geschäftsjahren auf die Stabilisierung und Optimierung der Geschäftsfelder, wodurch mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen ist.
Etzelwang, den 29.02.2024 Die Geschäftsführung Karlis Kostjukovs Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Citrus Solution GmbH, Etzelwnag wurde am 30. April 2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Citrus Solutions GmbH, Etzelwang Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Citrus Solutions GmbH, Etzelwang - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Citrus Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 29. Februar 2024 ba
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Steffen Langner, Wirtschaftsprüfer |
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