MW Oberflächentechnologie GmbH
Selbe AdresseBearbeitung und Veredlung von Kunststoffwaren
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Joachim Schlebusch seit 31.1.2022 | Geschäftsführer |
Andreas Johannes Escher seit 29.5.2020 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
MHWirth HoldCo AS | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MHWirth GmbHErkelenzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die MHWirth GmbH (Sitz der Gesellschaft: Erkelenz; eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Mönchengladbach; HRB 8471) ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Regeln des HGB und des GmbHG aufgestellt. Die MHWirth GmbH ist Teil der HMH-Unternehmensgruppe. HMH ist ein in 2021 gegründeter Unternehmensverbund, dessen Anteile zu jeweils 50% auf den Akastor-Konzern (Norwegen) als auch auf Baker Hughes (USA) fallen. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Das Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des § 248 Abs. 2 HGB wird ausgeübt. Es werden nutzungsbedingte Abschreibungen, bezogen auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, vorgenommen. Die voraussichtliche Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände liegen zwischen 3 und 8 Jahren. Die Sachanlagen werden linear abgeschrieben. Die voraussichtliche Nutzungsdauer der materiellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens liegen in der Regel zwischen 3 und 13 Jahren; bei Gebäuden beträgt diese 33 Jahre. Geringwertige Anlagegüter wurden bis 2017 in einen Sammelposten eingestellt, der linear über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben wurde. Seit 2018 erfolgt eine direkte Abschreibung am Jahresende von geringwertigen Anlagegütern bis 800 €. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB bewertet. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bilanziert. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Gemeinkosten. Bestandsrisiken werden durch ausreichende Wertabschläge berücksichtigt. Es werden Abschreibungen auf den beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 4 Satz 2 HGB vorgenommen. Im Rahmen der Gängigkeitsabwertung der Fertigerzeugnisse werden in Abhängigkeit vom letzten Zugang und Verbrauch sowie der prognostizierten Reichweite festgelegte Abschläge angewandt, sofern nicht aufgrund von Einzelsachverhalten höhere Abschläge zu berücksichtigen sind. Fremdkapitalzinsen werden weder bei der Bewertung des Anlage- noch des Umlaufvermögens berücksichtigt. Erhaltene Anzahlungen werden bis zu der Höhe von den Vorräten abgesetzt, in der ihnen angearbeitete Leistungen gegenüberstehen. Übersteigende Anzahlungsbeträge werden unter den Verbindlichkeiten bilanziert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Ausfall- und allgemeine Kreditrisiken werden durch Abschreibungen und Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde im Berichtsjahr unverändert mit 1,0% auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen vorgenommen. Auf zweifelhafte Forderungen werden angemessene Einzelwertberichtigungen entsprechend dem erwarteten Zahlungseingang gebildet. Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennbetrag angesetzt. Bestände in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben im Berichtsjahr, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Ein aus unterschiedlichen Wertansätzen der Handels- und der Steuerbilanz resultierender und mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz bewerteter Passivüberhang an latenten Steuern wird gemäß § 274 HGB saldiert als passive latente Steuern angesetzt. Falls sich ein Aktivüberhang ergibt, wird von dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB zum Ansatz aktiver latenter Steuern kein Gebrauch gemacht. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden nicht angesetzt. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Vom Wahlrecht des § 253 Abs. 2 HGB, die Abzinsung pauschal mit dem durchschnittlichen, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Marktzinssatz für Restlaufzeiten von 15 Jahren vorzunehmen, wird Gebrauch gemacht. Die Abzinsung erfolgt mit dem durchschnittlichen, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre. Die Ermittlung erfolgte unter Verwendung versicherungsmathematischer Sterbetafeln unter Berücksichtigung erwarteter Lohn-, Gehalts- und Rentendynamiken sowie Fluktuationswahrscheinlichkeiten. Von der 1/15-Regelung des Artikels 67 Abs. 1 und 3 EGHGB wird wie in Vorjahren Gebrauch gemacht. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung und werden mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr werden mit ihrem im Erfüllungszeitpunkt erwarteten Betrag ermittelt und mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst. Die Verbindlichkeiten entsprechen dem Erfüllungsbetrag nach § 253 Abs. 1 HGB. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag (§ 256a HGB) bzw. mit dem Sicherungskurs bewertet. Die Regelungen zur Bildung einer Bewertungseinheit zur kompensatorischen Bewertung von Sicherungsbeziehung für schwebende und bilanzierte Geschäfte in Fremdwährung und Devisenterminkontrakten werden angewandt. Aufgrund der Betragsidentität und der Kongruenz von Laufzeiten, Währungen und Fälligkeiten gleichen sich die gegenläufigen Wertänderungen bzw. Zahlungsströme während der Laufzeit von Grund- und Sicherungsgeschäft aus. Nach der "Einfrierungsmethode" werden, die sich ausgleichenden Wertänderungen des wirksamen Teils, nicht bilanziert. Die §§ 249 Abs. 1, 252 Abs. 1 Nr. 3 und 4 sowie 256a HGB werden nicht angewandt. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dieses Anhangs dargestellt. Nach § 248 Abs. 2 HGB aktivierte Aufwendungen für Entwicklungskosten des Jahres 2023 in Höhe von T€ 61 betreffen die Produktstandardisierung als auch -optimierung und sind im Anlagenspiegel dargestellt. Nach § 268 Abs. 8 HGB unterliegen diese Beträge einer Ausschüttungssperre. Die im Berichtsjahr insgesamt angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich auf T€ 275 (i. Vj. T€ 589). Umlaufvermögen Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben T€ 0 (i. Vj. T€ 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen gegen MHWirth AS, Kristiansand/Norwegen (Gesellschafter), in Höhe von T€ 821 (i. Vj. T€ 780) und weiteren Schwestergesellschaften. Sie betreffen wie im Vorjahr überwiegend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Aktive latente Steuern Die latenten Steuern betreffen ausschließlich Differenzen zwischen den handelsrechtlichen- und steuerlichen Bilanzansätzen. Aktive Latenzen ergeben sich aus dem Sachanlagevermögen, den Vorräten, den Rückstellungen für Pensionen und den sonstigen Rückstellungen, während sich passive Latenzen aus selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen ergeben. Nach Bewertung mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 30,525% ergibt sich ein Aktivüberhang in Höhe von T€ 3.634.
Darüber hinaus bestehen gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 9.613 (i. Vj. T€ 11.019) sowie aus körperschaftsteuerlichen Verlustvorträgen von T€ 9.602 (i. Vj. T€ 10.552), die bei einem Gewerbesteuersatz von 14,7% und einem Körperschaftsteuersatz inklusive Solidaritätszuschlag von 15,825% zu aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 2.933 (i. Vj. T€ 3.290) führen würden. Die Gesellschaft macht keinen Gebrauch von dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB zum Ansatz aktiver latenter Steuern in der Bilanz. Eigenkapital Das Stammkapital beträgt unverändert T€ 9.329. Zusammen mit dem Jahresüberschuss 2023 in Höhe von T€ 14, der Kapitalrücklage von T€ 2.666, einer Gewinnrücklage von T€ 914 sowie dem Verlustvortrag von T€ -2.406 ergibt sich ein Eigenkapital von T€ 10.517. Im Berichtsjahr erfolgten wie auch im Vorjahr keine Dividendenzahlungen. Rückstellungen für Pensionen Zum 31. Dezember 2023 wurde die Abzinsung mit dem durchschnittlichen, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre vorgenommen. Zum 31. Dezember 2023 wurde ein prognostizierter Zinssatz von 1,83% (i. Vj. 1,78%) zugrunde gelegt. Bei den Sterbe- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten wurden für die Bewertung der Verpflichtungen die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck berücksichtigt. Darüber hinaus wurden bei der Rückstellungsbewertung die Lohn- und Gehaltsdynamik (0,00%) die Renten- und Festbetragszusagendynamik (2,00%) sowie eine branchenübliche Fluktuation unverändert zum Vorjahr berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt zum 31. Dezember 2023 T€ 113 (i. Vj. T€ 508) und ist für Ausschüttungen gesperrt. Nach Artikel 67 Abs. 1 und 3 EGHGB wurden die Pensionsrückstellungen im abgelaufenen Geschäftsjahr um 1/15 aus dem Fehlbetrag nach Artikel 67 Abs. 1 EGHGB erhöht und mit einem Rechnungszinssatz von 1,83% bewertet. Der nicht passivierte Fehlbetrag von 1/15 beträgt T€ 151 (i. Vj. T€ 304). Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen von T€ 8.841 decken vor allem ausstehende Rechnungen bei den in Arbeit befindlichen Vorräten (T€ 1.784), Personalkosten (T€ 4.102), Gewährleistungen (T€ 1.454) sowie andere ungewisse Verbindlichkeiten (T€ 1.501) ab. Die Bewertung erfolgte nach ordentlichen kaufmännischen Grundsätzen. Bei der Berechnung der pauschalen Gewährleistungsrückstellungen werden die Umsätze in der Berechnungsgrundlage nicht berücksichtigt, für die bereits Einzelgewährleistungsrückstellungen gebildet sind. Rückstellungen für Jubiläumszahlungen werden nach dem Teilwertverfahren mit einem Rechnungszinsfuß von 1,75% (gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB: Restlaufzeit 15 Jahre) bewertet. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für 24 Mitarbeiter unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 1,75% (gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB: Restlaufzeit 15 Jahre), einer Gehalts- und Beitragsbemessungsgrenzen-Dynamik von 2,60%, einer Fluktuationsrate von 0% und der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck gemäß IDW RS HFA 3 bewertet. Übrige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über 12 Monaten wurden mit laufzeitadäquaten Abzinsungszinssätzen gemäß § 253 Abs. 2 HGB und einer unterstellten Teuerungsrate von 2,0% bewertet. Verbindlichkeiten
Alle Verbindlichkeiten sind nicht gesondert besichert. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen T€ 10.053 (Vorjahr T€ 10.053) die konzerninterne Finanzierung des Gesellschafters. Des Weiteren bestehen T€ 2.210 (Vorjahr T€ 2.078) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, davon gegenüber dem Gesellschafter T€ 368 (Vorjahr T€ 617). Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen Die unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen belaufen sich auf T€ 2.156 (Vorjahr T€ 256). Den erhaltenen Anzahlungen stehen bereits Fertigungsleistungen von T€ 1.133 (Vorjahr T€ 201) gegenüber, weshalb diese von den Vorräten und den Verbindlichkeiten abgesetzt werden. Diese beinhalten Anzahlungen Gesellschaftern von T€ 1.133 (Vorjahr T€ 0). Sonstige Verbindlichkeiten Von den sonstigen Verbindlichkeiten betreffen T€ 1.717 (Vorjahr T€ 1.907) die Wohlfahrts- und Unterstützungskasse der MHWirth GmbH. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31.12.2023 bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Darüber hinaus besteht die Mithaftung für alle Verpflichtungen aus dem "Multi- Currency and Group Account System Agreement" zwischen HMH Holding B.V. und der DnB Bank ASA, Oslo/Norwegen (sämtlich genüber verbundenen und assoziierten Unternehmen), die ab dem Beitrittszeitpunkt der Gesellschaft (01.10.2021) entstehen. Der Kreditrahmen des Cash-Pools, für den Mithaftung besteht, beläuft sich auf maximal USD 5 Mio. (davon gesichert USD 0). Eine Inanspruchnahme wird aufgrund der seitens des Konzerns verfügbaren Informationen nicht erwartet. Außerbilanzielle Geschäfte mit Auswirkung auf die Finanzlage bestehen im Rahmen von Rückkaufvereinbarungen. Diese betreffen den Rückkauf von einem Roadheader nach Beendigung des Einsatzes beim Kunden. Es handelt sich um eine übliche Vertragsgestaltung mit dem Ziel, die rückgekauften Maschinen für zukünftige Projekte zu verwenden. Im Zeitpunkt der Rücknahme wird die Finanzlage der Gesellschaft mit voraussichtlich T€ 704 belastet. Für das Wiederverwertungsrisiko wurden hiervon T€ 187 zurückgestellt. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse teilen sich nach Regionen und Produktbereichen wie folgt auf:
Sonstige betriebliche Erträge Hierunter sind unter anderem periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 1.829; Vorjahr: T€ 951) sowie Erträge aus Fremdwährungsumrechnung (T€ 379; Vorjahr: T€ 413) ausgewiesen. Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten Der Posten betrifft zusätzlich vorgenommene Sonderabwertungen aufgrund drohender Verlustgeschäfte.. Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung (T€ 393; Vorjahr T€ 683) sowie die übrigen allgemeinen Verwaltungs- und Vertriebskosten zusammengefasst. Zudem sind nach BilRUG Aufwendungen aus handelsrechtlichen Bewertungsanpassungen im Rahmen der Umstellung der Rückstellungen für Pensionen auf die Bewertungsvorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes in Höhe von T€ 153 (Vorjahr TEUR 153) enthalten. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Hierin sind insbesondere Zinserträge aus Bankguthaben sowie sonstige Zinserträge enthalten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Hierin sind Aufwendungen für die Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von T€ 190 (Vorjahr: T€ 220) sowie Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 381 (Vorjahr: T€ 562) gegenüber MHWirth AS (verbundenes Unternehmen) für ein gewährtes Darlehen im Rahmen des HMH Corporate Treasury/interne Gruppenfinanzierung enthalten. Sonstige Angaben Derivate Im Geschäftsjahr wurden derivative Finanzinstrumente (Devisenterminkontrakte) zur Absicherung künftiger Zahlungsströme aus Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten bzw. festen vertraglichen Verpflichtungen in fremder Währung (US-Dollar) verwendet. Den Devisenterminkontrakten liegen jeweils Grundgeschäfte mit vergleichbarem, gegenläufigem Risiko (Mikro-Hedge) zugrunde. Die mit den aus den Grundgeschäften und den Sicherungsgeschäften gebildeten Bewertungseinheiten, nach § 254 HGB gesicherten Fremdwährungsforderungen betragen zum Bilanzstichtag T€ 8.448 und betreffen mit T€ 1.081 bilanzierte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit T€ 7.367 schwebende Verkaufsgeschäfte. Die gesicherten Fremdwährungsverbindlichkeiten betragen zum Bilanzstichtag T€ 1.746 und betreffen mit T€ 0 bilanzierte Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und mit T€ 1.746 schwebende Einkaufsgeschäfte. Die Höhe der mit Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken beträgt T€ 14. Der Marktwert der Derivate in USD beträgt T€ 69 zum Bilanzstichtag. Die Bewertung der Devisentermingeschäfte erfolgte zum inneren Wert unter Verwendung der "Einfrierungsmethode". Personalbestand Die Zahl der Arbeitnehmer (ohne Auszubildende) betrug im Durchschnitt des Berichtszeitraumes:
Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft ist: Herr Joachim Schlebusch, Heinsberg, hauptberuflicher Geschäftsführer Aufsichtsrat Dem Aufsichtsrat gehörten an: Herr Eirik Bergsvik, Kristiansand / Norwegen, Vorsitzender (bis 05/2023)
Herr Pal Skogerbø, Kristiansand / Norwegen, Vorsitzender
Frau Ellen Jacobs, Erkelenz
Frau Edeltraud Theißen, Linnich (bis 05/2023)
Herr Christoph Pickartz, Heinsberg (seit 05/2023)
Herr Dag Stenevik, Kristiansand / Norwegen
Herr Magne Hovland, Kristiansand / Norwegen
Herr Jan Petter Knutsen, Kristiansand / Norwegen (seit 11/2023)
Bezüge Im Berichtsjahr wurden T€ 6 an tätige Aufsichtsratsmitglieder gezahlt. Die Versorgungsbezüge früherer Mitglieder der Geschäftsführung betrugen T€ 140 und für frühere Aufsichtsratsmitglieder T€ 23. Die Pensionsrückstellungen für frühere Mitglieder der Geschäftsführung belaufen sich auf T€ 1.016, für frühere Aufsichtsratsmitglieder auf T€ 227. Angaben zu den Organbezügen der Geschäftsführung unterbleiben gem. § 286 Abs. 4 HGB. Honorar des Abschlussprüfers Der Abschlussprüfer erhielt die folgenden Bezüge:
Konzernabschluss Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der HMH Holding B.V ., Amsterdam/Niederlande, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss ist im Handelsregister von Amsterdam/Niederlande unter der Nr. 82719322 hinterlegt ist.
*) Keine operative Gesellschaft
Ergebnisverwendung und Ausschüttungssperre Nach § 268 Abs. 8 HGB unterliegt ein Betrag von € 787.277,75 einer Ausschüttungssperre (Selbst geschaffene Rechte und Werte € 787.277,75). Nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB (Unterschiedsbetrag bei den Pensionsrückstellungen aus der Zinssatzänderung vom durchschnittlichen Satz für sieben Jahre auf den durchschnittlichen Satz von 10 Jahren) sind darüber hinaus € 112.662,00 ausschüttungsgesperrt. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von € 14.319,26 mit dem bestehenden Verlustvortrag von € -2.406.122,24 zu verrechnen und den verbleibenden Betrag von € -2.391.802,98 auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten oder Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt geworden, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft im Berichtsjahr auswirken könnten.
Erkelenz, den 8. August 2024 MHWirth GmbH Geschäftsführung Joachim Schlebusch, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens
Lagebericht 2023der MHWirth GmbH1. Grundlagen der Gesellschaft i. Geschäftsmodell ii. Forschung und Entwicklung 2. Wirtschaftsbericht i. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen ii. Geschäftsverlauf iii. Lage a. Ertragslage b. Finanzlage C. Vermögenslage 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Grundlagen der Gesellschaft i. Geschäftsmodell Die MHWirth GmbH ist Teil der HMH-Unternehmensgruppe, dessen Anteile zu jeweils 50% auf den Akastor-Konzern (Norwegen) als auch auf Baker Hughes (USA) fallen. Das Unternehmen entwickelt, konstruiert, produziert, vertreibt und vermietet unterschiedliche Typen von Bohrsystemen, Fest- und Flüssigstoffpumpen, Hebewerken, Drehtischen, Spülköpfen und verwandten Erzeugnissen einschließlich entsprechender Ersatzteile und Service- Dienstleistungen. Der Einsatz erfolgt weltweit. Die Gesellschaft ist funktionsorientiert gegliedert in die Bereiche Sales (Vertrieb), Drilling Lifecycle Services (Ersatzteilwesen und Service) und Operations bestehend aus Engineering (Konstruktion und Entwicklung), Production (Produktion), Supply Chain (Einkauf und Distributionslogistik), Project Management, Quality Assurance and HSSE (Qualitätsmanagement und Gesundheit, Arbeitsschutz, Sicherheit und Umweltschutz). Zudem gibt es die klassischen Administrationsfunktionen unter der Führung des lokalen CEO. Diese beinhalten Finanzwesen, Controlling, Riskmanagement, Steuern, Human Resources, IT/IS (Informationstechnologie, Informationssicherheit) und Legal (Rechtswesen). Die Gesellschaft betreibt ihr Geschäft in angemieteten Räumlichkeiten in Erkelenz und ist mit einer Exportquote von rund 91% weltweit aktiv. Die wichtigsten Absatzmärkte sind Asien, Europa (insbesondere Norwegen), Australien und Südamerika. Zum 31. Dezember 2023 hält die MHWirth HoldCo AS 100% der Gesellschaftsanteile der MHWirth GmbH. Die finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind der Auftragseingang, Umsatz, EBITDA (Earnings before Interest, Tax, Depreciation and Amortization) und NCOA (Net Current Operating Assets in der Abgrenzung des IFRS-Konzernreportings). Als nichtfinanzieller Leistungsindikator, welcher nicht zur Steuerung der Gesellschaft verwendet wird, wird die Anzahl der Unfälle mit anschließendem Arbeitszeitausfall herangezogen. ii. Forschung und Entwicklung Im Geschäftsjahr 2023 konzentrierte sich die Entwicklungsarbeit vor allem auf die Produktstandardisierung und -optimierung. Der gesamte Forschungs- und Entwicklungsaufwand belief sich im Jahr 2023 auf 0,3 M€ (im Vorjahr 0,6 M€). Im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände sind im Geschäftsjahr 2023 Entwicklungskosten im Gesamtumfang von 0,1 M€ aktiviert worden. Auch diese bezogen sich auf die Produktstandardisierung und -optimierung und sind im Anlagenspiegel dargestellt. Die Abschreibungen auf Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen insgesamt 0,5 M€ (im Vorjahr: 0,4 M€). 2. Wirtschaftsbericht i. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Für Deutschland wurde ein negatives Wirtschaftswachstum in 2023 i. H. v. -0,2% ermittelt. Dieses hat sich damit gegenüber dem Vorjahr, das sich langsam durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie wieder erhöht hatte, durch die Folgen des Kriegs sowie den Preiserhöhungen verringert (Vorjahr: 1,8%). (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2112/umfrage/veraenderung-des-bruttoinlandprodukts-im-vergleich-zum-vorjahr/ Für die Euro-Zone wurde ein positives Wirtschaftswachstum in 2023 von rd. 0,4% prognostiziert (Vorjahr: 3,4%). (https:// www.wko.at/statistik/eu/europa-wirtschaftswachstum.pdf) Für die übrigen Hauptabsatzmärkten wurde das positive Wirtschaftswachstum in 2023 wie folgt prognostiziert: Norwegen 0,5%, Indien 7,8%, China 5,2%, Singapur 1,1%, Brasilien 2,9%, Australien 2,1%. (Quellen: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/14549/umfrage/wachstum-des-bruttoinlandsprodukts-bip-in-norwegen/ https://de.statista.com/statistik/daten/studie/14564/umfrage/wachstum-des-bruttoinlandsprodukts-in-indien/ https://de.statista.com/statistik/daten/studie/14560/umfrage/wachstum-des-bruttoinlandsprodukts-in-china/ https://de.statista.com/statistik/daten/studie/321761/umfrage/wachstum-des-bruttoinlandsprodukts-bip-in-singapur/ https://de.statista.com/statistik/daten/studie/14559/umfrage/wachstum-des-bruttoinlandsprodukts-in-brasilien/ https://de.statista.com/statistik/daten/studie/14529/umfrage/wachstum-des-bruttoinlandsprodukts-in-australien/). Als wichtiger nachfragebeeinflussender Indikator unterstand der Ölpreis im Laufe des Geschäftsjahres 2023 deutlichen Schwankungen, weiterhin bedingt durch den Russland- Ukraine-Krieg. Zu Jahresbeginn notierte er mit 83,0 USD pro Barrel; zum Jahresende mit 79,6 USD. Die sonstigen Rohstoffpreise, wie z.B. Aluminium (rd. -1,7%) oder Kupfer (rd. +1,1%) unterlagen im Jahr 2023 ebenso Schwankungen. Der Rohstoffpreis für Nickel ist stark gesunken (rd. - 50,0%) während es hier in den vergangenen Jahren starke Steigerungsraten gab. Die Rohstoffpreisentwicklung unterliegt regelmäßig Schwankungen. Wir gehen jedoch davon aus, dass von einer langfristig ansteigenden Nachfrage nach unseren Produkten auszugehen ist, insbesondere nach unserem Non-Oilfield Equipment. Hier hat sich das Ausschreibevolumen vor allen Dingen im Bereich der Infrastruktur-Produkte im asiatischen Raum als auch im Bereich der Feststoffpumpen im südamerikanischen Raum erhöht. Im Geschäftsjahr 2023 hatte die Gesellschaft eine positive Entwicklung in der Auftragslage zu verzeichnen, u. a. im Bereich der Infrastrukturprojekte sowie der Förderung von Rohstoffen, die den Einsatz von Feststoffpumpen voraussetzen (Nickel, Kobalt, Kupfer, Eisenerz). Im Bereich des Produktportfolios mit Ölbezug waren ebenso erhöhte Auftragseingänge zu verzeichnen. Anzumerken ist hier, dass es zu einer erhöhten Aktivität von Investitionen für neue Öl- Landanlagen als auch partiellen Austausch von Komponenten bei bestehenden Landanlagen gibt. Verstärkt sind hier der mittelamerikanische Markt als auch der mittlere Osten hervorzuheben. Auch im Bereich der Offshore-Floater-Bohranlagen registrierte man im zweiten Halbjahr 2023 wieder leicht steigende Flotteninbetriebnahme auf rd. 91% (2022: rd. 84%, Quelle: IHS Markit). Auch die MHWirth GmbH konnte von dieser Entwicklung profitieren. Die Anzahl der aktiven Bohranlagen mit MHWirth-Equipment ist im Jahr 2023 entsprechend gestiegen (2023: ca. 76 Anlagen, 2022: ca. 58 Anlagen, 2021: ca. 52 Anlagen, Quelle: intern). ii. Geschäftsverlauf Absatzmarkt Die Auftragslage im Kernproduktbereich Öl und Gas (im Wesentlichen Spülpumpen, Hebewerke, Drehtische und Spülköpfe) steigerte sich im Geschäftsjahr 2023, was auf die Investitionszurückhaltung der Vorjahre, vor allen während der Corona-Krise, zurückzuführen ist. Viele Offshore- als auch Land-Anlagen weisen einen latenten Investitionsstau auf, den es mit steigenden Reaktivierungen der Anlagen zu kompensieren gilt. Die weites gehend komplette Aufhebung von Reisebeschränkungen unterstützten die positive Entwicklung durch zunehmende DLS- und Vertriebsaktivitäten. Bei der Produktreihe RC-Drilling (Pfahlbohranlagen und Subsea Mining) ist die Auftragslage im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr deutlich gestiegen, was vor allem auf die Realisierung komplexer Infrastrukturprojekte zurückzuführen ist. Bei der Produktreihe Slurry Pumps (Feststoffpumpen) profitierte die Gesellschaft im letzten Geschäftsjahr weiterhin von ihren intensiven Bemühungen, die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Aufgrund dieser Bemühungen konnte im Geschäftsjahr 2023 die Auftragslage auf einem hohen Niveau stabilisiert werden. Beschaffungsmarkt Auf dem Beschaffungsmarkt war nach den Anstiegen der Vorjahre eine Stabilisierung des Preisniveaus zu verzeichnen. Durch ständige Qualifizierung neuer Lieferanten, Rahmenvereinbarungen mit Lieferanten sowie eine frühzeitige Beschaffung ausgewählter Komponenten wird dieses Preisniveau ständig optimiert. iii. Lage Insgesamt hat sich das Geschäftsjahr 2023 bedingt durch deutlich höhere Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahr positiv entwickelt. Sowohl der Kapazitätsbedarf als auch die Kapazitätsauslastung unserer Bereiche bewegte sich auf entsprechend sehr hohem Niveau. Der Auftragseingang steigerte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Der erhöhte Auftragseingang lag in diesem Jahr über dem im Vorjahr prognostizierten Wert. Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2023 ein Auftragseingang i. H. v. 130,9 M€ erzielt (Vorjahr: 91,6 M€). Auftragseingang pro Jahr in M€
Der Umsatz betrug im Geschäftsjahr 2023 60,1 M€ und lag damit um 16,9 M€ unter dem Vorjahr (77,0 M€). Das Unternehmen konnte damit den prognostizierten Wert für das Geschäftsjahr nicht erreichen, da es unterjährig zu Verschiebungen einzelner Projekte kam, die nun einen positiven Effekt für das Folgejahr 2024 darstellen. Hierbei ist hervorzuheben, dass es sich um Verschiebungen auf Kundenwunsch handelt, vor allem darauf begründet, dass die benötigte Vor-Ort-Infrastruktur für die Einbindung der Produkte der MHWirth GmbH einen bestimmten Status voraussetzt, den die Kundenseite zeitlich in 2023 noch nicht realisieren konnte. Das EBITDA betrug im Geschäftsjahr 2023 3,3 M€. Das im Vorjahr erwirtschaftete EBITDA lag bei 1,6 M€. Trotz der oben genannten Umsatzverschiebungen war die Gesellschaft in der Lage ihre EBITDA-Rentabilität deutlich zu verbessern. Das Unternehmen konnte damit den prognostizierten Wert für das Geschäftsjahr prozentual übertreffen, aufgrund der kundenseitigen Umsatzverschiebungen jedoch nominal nicht erreichen. EBITDA in M€
Die Anzahl der Unfälle mit anschließendem Arbeitsausfall betrug 2 (Vorjahr: 1), geplant waren keine Unfälle mit anschließendem Arbeitsausfall. Ertragslage
Der Umsatz des Geschäftsjahres 2023 (60,1 M€) ist gegenüber dem Vorjahr (77,0 M€) um 16,9 M€ gesunken. Die Umsatzreduzierung bezog sich auf die bereits dargelegten Verschiebungen auf Kundenwunsch und betrafen vor allen Dingen den Feststoffpumpenbereich. Die Gesamtleistung erhöhte sich um 19,3 M€ (27%) auf 90,8 M€ (Vorjahr: 71,5 M€). Der Materialaufwand (51,8 M€) hat sich aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens gegenüber dem Vorjahr (36,2 M€) um 15,6 M€ (43,1%) erhöht. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand / Gesamtleistung) betrug 57,0% (Vorjahr: 50,6%). Die Materialaufwandsquote erhöhte sich somit gegenüber dem Vorjahr, begründet durch einen höheren Anteil der Gesamtleistung an materialintensiveren Produkten. Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr von 21,3 M€ um 1,3 M€ auf 22,6 M€ erhöht. Der Personalstand beträgt zum 31.12.2023 insgesamt 260 Mitarbeiter (31.12.2022: 271). Die Erhöhung ist begründet durch Tariferhöhungen sowie einer gestiegenen Anzahl an verfahrenden Überstunden. Das EBIT hat sich gegenüber dem Vorjahr (-1,9 M€) um 2,9 M€ auf 1,0 M€ gesteigert. Das Jahresergebnis nach Steuern hat sich von -2,9 M€ im Vorjahr um 2,9 M€ auf 0,0 M€ gesteigert, was im Wesentlichen durch die erhöhte Gesamtleistung und den Umsatzmix begründet ist. Finanzlage Zum Bilanzstichtag stellt sich die Finanzierung wie folgt dar: Eigenkapital (10,5 M€, i.Vj. 10,5 M€); aufgrund des neutralen Jahresergebnisses (0,0 M€) blieb das Eigenkapital stabil (Jahresfehlbetrag i.Vj. 2,9 M€). Verbindlichkeit gegenüber MHWirth AS (10,4 M€, i.Vj. 10,0 M€), Anzahlungen von Kunden (20,8 M€, i.Vj. 2,5 M€) sowie sonstige Verbindlichkeiten (2,8 M€, i.Vj. 4,4 M€) und Rückstellungen (20,4 M€, i.Vj. 21,1 M€). Zusätzlich steht der Gesellschaft die flexible Inanspruchnahme von entsprechenden Intercompany-Darlehen mit flexiblen Laufzeiten zur Verfügung, um z.B. Projekte mit hohen Materialaufwendungen entsprechend vorzufinanzieren. Zum 31.12.2023 beträgt der Bestand an liquiden Mitteln 0,2 M€ (i.Vj. 2,4 M€). Der insgesamt erwirtschaftete Cashflow aus operativer Tätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2023 2,6 M€ (i.Vj. 1,4 M€), der Cashflow aus Investitionstätigkeit -1,6 M€ (i.Vj. -0,3 M€), der Cashflow aus gruppenübergreifender Finanzierungstätigkeit -7,2 M€ (i.Vj. -1,1 M€). Die Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich zum Abschlussstichtag von 58,5 M€ um 19,9 M€ auf 78,4 M€ erhöht. Das Anlagevermögen reduzierte sich um 0,1 M€; die liquiden Mittel reduzierten sich um 2,2 M€. Die Vorräte und Forderungen haben sich um 22,2 M€ erhöht. Das kurzfristig gebundene Nettoarbeitskapital 1 (net working capital, NCOA) hat sich von 12,7 M€ um 6,5 M€ auf 19,2 M€ erhöht. Durch das gestiegene Geschäftsvolumen war diese Erhöhung geplant. Bilanzstruktur 2022 bis 2023 in M€:
Im Berichtszeitraum wurden Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 0,5 M€ (im Vorjahr 1,2 M€) getätigt. Die Investitionstätigkeit bezog sich vor allem auf Maßnahmen im Produktionsbereich und Maschinen. Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 beträgt das Vorratsvermögen 48,0 M€ (i.Vj. 28,1 M€). Die nicht auftragsgebundenen Vorräte erhöhten sich von 20,8 M€ um 2,1 M€ auf 22,9 M€. Dabei haben sich die Abwertungen wegen Ungängigkeit im laufenden Geschäftsjahr reduzierend ausgewirkt. Die auftragsgebundenen Vorräte erhöhten sich von 7,3 M€ um 5,8 M€ auf 13,1 M€. Die geleisteten Anzahlungen erhöhten sich von 1,1 M€ um 0,2 M€ auf 1,3 M€. Die auf unfertige Leistungen anrechenbaren erhaltenen Anzahlungen erhöhten sich von 1,3 M€ um 9,6 M€ auf 10,9 M€. Bezüglich der liquiden Mittel wird auf die Kommentierung der Finanzlage verwiesen. Dividendenzahlungen erfolgten im Geschäftsjahr nicht (i.Vj. 0,0 M€). Die Eigenkapitalquote reduzierte sich von 17,9% auf 13,4%, bedingt durch die Erhöhung der Bilanzsumme. Die Rückstellungen reduzierten sich insgesamt von 21,1 M€ um 0,7 M€ auf 20,4 M€. Die übrigen Verbindlichkeiten haben sich von 26,9 M€ um 16,7 M€ auf 43,6 M€ erhöht. Im Jahr 2023 hat das Unternehmen seinen positiven Trend beibehalten können. Dies zeigt sich im gestiegenen Geschäftsvolumen, dem hohen Auftragseingang und dem deutlich verbessertem EBITDA. Einzig das Umsatzvolumen konnte aufgrund kundenbedingter Verspätungen nicht gesteigert werden, was dem Unternehmen jedoch im Folgejahr zuträglich sein wird. Dieses positive Gesamtergebnis im Kontext schwächelnder nationaler Wirtschaftsentwicklung konnte vor allem realisiert werden, in dem die Gesellschaft eine starke globale Ausrichtung weiter fortgeführt hat. So wurden beispielsweise lokale Präsenzen für DLS und Vertriebsaktivitäten in den Kernregionen weiter ausgebaut. Dies unterstützt die Auftragseingangsrealisierung durch verbesserte Kundenbeziehungen mit zum Teil lokalem Personal. Des Weiteren wird die Lieferfähigkeit und -geschwindigkeit verbessert in dem man Hauptverschleißteile in den Regionen vorhält. Zum Aufstellungszeitpunkt des Lageberichts stellt sich die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als stabil dar. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognosebericht Allgemeine Rahmenbedingungen und Geschäftserwartungen Neben der Entwicklung des Ölpreises wird die Entwicklung der allgemeinen Rohstoffpreise maßgeblich für die Auftragslage und die wirtschaftliche Performance des Unternehmens herangezogen. Im Geschäftsjahr 2023 nahm der Öl-unabhängige Geschäftsbereich des Unternehmens eine dominierende Rolle in der Umsatzstruktur ein. Hier sind besonders die Feststoffpumpen-Sparte zur Förderung von Mineralien als auch die Infrastrukturprodukt-Sparte hervorzuheben. Für die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 insbesondere die Entwicklung des Rohstoffpreisniveaus für die Elektromobilitätsbranche maßgeblich. Dies bezieht sich vor allen Dingen auf die Rohstoffe Nickel und Cobalt, die Hauptbestandteil zur Batterieherstellung sind. Durch die Diversifizierung zwischen den o. g. Rohstoffen und der klassischen Ölbranche stellt die Gesellschaft sicher, Marktschwankungen einzelner Segmente erfolgreich ausgleichen zu können. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Nickel und Cobalt im Geschäftsjahr 2023 konnte zum Ende des Jahres bereits ein Überangebot festgestellt werden, was zu einer Verlangsamung der Marktentwicklung in diesem Bereich führen wird. Hier gehen wir von einem kurzzeitigen Effekt aus, was sich aufgrund der globalen Bemühungen der Energietransformation auf Elektromobilität relativieren wird. Mit Hinblick auf diese Entwicklung hat die Gesellschaft frühzeitig begonnen das Produktportfolio der Feststoffpumpen um weitere Applikationen zu ergänzen. Ein Hauptschwerpunkt für die zukünftige Ausrichtung stellt die Lieferung von Pumpen zur Unterstützung des Kupferabbaus dar, in dem bereits Ende des Jahres eine erhöhte Nachfrage zu verzeichnen war. Laut einschlägiger Analystenmeinungen wird es in den Folgejahren zu einem Unterangebot der globalen Kupferverfügbarkeit kommen. Hiervon will die Gesellschaft maßgeblich profitieren. Des Weiteren wird die Gesellschaft Neuentwicklungen im Bereich der Infrastrukturprodukt- Sparte vorantreiben, um auch weiterhin die führende Marktposition in den asiatischen Metropolen sicherzustellen. Schwerpunktmäßig wird bei den Neuentwicklungen darauf geachtet, die Energieeffizienz der Anlagen merklich zu steigern, um die Betriebskosten für die Kunden zu reduzieren. Generell hat sich die Nachfrage nach neuem Equipment auf einem hohen Niveau eingependelt. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass sich z. B. in Hongkong aufgrund des Platzmangels der Trend zu immer höheren Gebäuden fortsetzt, die entsprechend tiefere Fundamentbohrungen benötigen. Im Bereich des Equipments zur Ölgewinnung erholt sich der Markt zunehmend, vor allem im Onshore-Bereich, da es sich hierbei um eine vergleichsweise kostengünstige Variante der Rohölförderung handelt. Projekte und einzelner Austausch von Equipment werden zunehmend häufiger durchgeführt und wird sich in den nächsten Jahren verstärken. Ein Meilenstein stellt der Markteintritt in Mexiko dar, der Teil eines langfristigen Investitionsvorhabens ist. Weitere Zielmärkte befinden sich vor allem im mittleren Osten, wo derzeit Projekte in Endverhandlungen sind. Im Offshore-Bereich ist derzeit noch eine geringe Aktivität in Bezug auf Neuequipment zu verzeichnen. Dies ist zum einen bedingt durch die kostenintensivere Förderungsmethode mit höheren Risiken als auch durch den Umstand, dass der Ölpreis noch kein konstant hohes Niveau erreicht hat, was einen Neubau von Offshore-Anlagen profitabel macht. Es ist jedoch eine positive Entwicklung im Bereich der Reaktivierung von stillgelegten Anlagen zu verzeichnen, wovon die Gesellschaft profitiert. Den unmittelbarsten Einfluss der Reaktivierungen stellt man im Bereich des After-Sales- und Service-Geschäfts fest. Einen erhöhten Auftragseingang im Bereich des Neuequipment (Öl) sehen wir frühestens nach vollständiger Reaktivierung der vorhandenen Anlagen. Die fehlenden Neuanlagengeschäfte haben für die Umsatzentwicklung des Unternehmens kaum einen merklich negativen Effekt, da man frühzeitig den Trend in Richtung Landanlagen und alternativen Marktsegmenten erkannt hat. Die Gesellschaft hat im zweiten Jahr des Russland-Ukraine-Kriegs alle negativen Effekte in Bezug auf Umsatzverlust vollständig kompensiert und plant zukünftig nicht mit einer Änderung der Situation. Prognose von Finanzkennzahlen zur Unternehmenssteuerung Der Auftragseingang des Geschäftsjahrs (130,9 M€) lag im Vergleich zum Vorjahr u.a. durch den Erhalt eines Großprojekts im Bereich Slurry Pumps und einer Sondermaschine im Infrastrukturbereich, auf einem deutlich höheren Niveau (2022: 91,6 M€). Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einem Auftragseingang auf dem Niveau von 2022. Für 2024 plant die Gesellschaft aufgrund des vorhandenen Auftragsbestands mit einem leicht steigenden Wert des Nettoarbeitskapital. Die Umsatzerwartung 2024 befindet sich auf einem deutlich höheren Niveau im Vergleich zu 2023. Deshalb gehen wir von einem korrespondierend deutlich steigendem EBITDA aus. Ein Schwerpunkt im Jahr 2024 ist weiterhin Standort-übergreifende Synergien vollumfänglich zu nutzen. Ein weiterer Schwerpunkt wird die bereits erwähnte Weiterentwicklung des bestehenden Produktportfolios auf weitere Applikationen sein. Wir gehen von einer erheblichen besseren Lage im Verlauf des Jahres 2024 aus. Aufgrund der bereits verbuchten Auftragseingänge, die sich derzeit in der Produktion befinden, werden wir eine starke Umsatzsteigerung im Vergleich zu 2023 verzeichnen. Dies wird einen entsprechend positiven Effekt auf das EBITDA haben, so dass wir für 2024 hier wieder von einem positiven Wert ausgehen, bezogen auf die operative Geschäftsperformance. Prognose nicht-finanzieller Leistungsindikatoren zur Unternehmenssteuerung Der besondere Fokus auf Arbeitsschutz, Arbeitssicherheit und Arbeitsumfeld (Health, Security, Safety and Environment, kurz: HSSE) wird auch im Geschäftsjahr 2024 weiterverfolgt. Der Ziel-Wert für Unfälle mit anschließendem Arbeitszeitausfall (sog. "TRIF") wurde daher wie im Vorjahr und analog zum Konzernziel "Null Unfälle" auf "0" festgelegt (2023: 2 TRIF). Unsere Prognosen basieren unter anderem auf Annahmen über zukünftige Ereignisse, die sich unserem Einfluss entziehen. Insoweit kann nicht ausgeschlossen werden, dass die tatsächlich eintretenden Ergebnisse von unseren Erwartungen über die zukünftige Entwicklung abweichen. Chancen- und Risikobericht Grundsätzlich werden projektbezogene und unternehmensübergreifende Chancen und Risiken gemäß dem kaufmännischen Vorsichtsprinzip bewertet und in der Finanzplanung des Unternehmens berücksichtigt. Darüber hinaus bestehen ggf. weitere Chancen und Risiken, deren Eintritt das geplante Ergebnis in positiver oder negativer Weise beeinflussen kann. Chancenbericht Aufgrund der zunehmend globalen Bestrebungen die Energietransformation voranzutreiben, besteht die Möglichkeit, dass sich das derzeitige Überangebot von Nickel und Cobalt, was zu einer negativen Preisentwicklung führt, schneller relativiert als die Gesellschaft derzeit erwartet. Dies würde dazu führen, dass es nicht nur bei der Kupfernachfrage zu einem erhöhten Bedarf an Produkten zur Unterstützung der Förderung kommt, sondern auch die Nickel-/Cobalt-Applikationen wieder das Normalniveau erreichen. Im Bereich der Infrastrukturprojekte sehen wir vor allem im Bereich Asien, hier besonders Indien und Hongkong, weitere Potentiale die bewährte Technik der Pfahlbohranlagen zu vermarkten. Vor allem die zunehmende Überlastung der indischen Straßennetze führt zu erweitertem Brückenbau mit dem Ziel, den Verkehr aus den Stadtzentren zu verlagern. Diese politischen Aktivitäten beschleunigen den Bau und erhöhen damit das Nachfragevolumen nach Neu-Equipment. Des Weiteren bietet der Mittlere Osten und auch Indien, mit seinen Landanlagen eine Alternative für russisches Öl und Gas. Dieser Markt ist historisch schon mit einer bedeutenden Produktpalette von MHWirth versorgt, sodass man hier kurzfristig mit neuen Upgrade-Aufträgen rechnen kann. Dadurch, dass das Unternehmen in den letzten Jahren einen hohen Fokus auf der Kostenreduzierung hatte und permanent Synergien aus dem Gruppenverbund evaluiert und nutzt, ist es derzeit in der Lage sich flexibel an Umsatzschwankungen anzupassen, ohne dass dies zu großen lokalen Restrukturierungen führt. Im Bereich "DLS" (Drilling Lifecycle Services, d. h. Ersatzteil- und Servicegeschäft) profitieren wir von den zunehmenden Reaktivierungen von Offshore-Anlagen, als auch die erhöhte Anzahl Slurry Pumpen, die derzeit aktiv sind und ein entsprechendes Ersatzteilumsatzvolumen generieren. Risikobericht Nachfolgend sind die Risiken, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist, entsprechend ihrer Bedeutung, in abnehmender Reihenfolge aufgeführt. Bei den nachfolgend genannten Risiken wird von einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit ausgegangen. Der Risikograd und die finanziellen Auswirkungen der Risiken sind als überschaubar einzustufen. Weiterhin können kritische Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht vollends ausgeschlossen werden. Vorratsbestandsrisiken (leistungswirtschaftliches Risiko) Die Gesellschaft ist dem Risiko ausgesetzt, Aufträge zu verlieren, da nicht innerhalb der von den Kunden erwarteten Frist produziert und geliefert werden kann oder da aufgrund von Terminüberschreitungen Pönalen fällig werden können. Zur Sicherung der Verfügbarkeit von Zukaufteilen mit langer Lieferzeit (>6 Monaten) sowie zur Sicherstellung der kurzfristigen Lieferfähigkeit bei Ersatz- und Verschleißteilen für gängige Produkte bestehen zum 31. Dezember 2023 Bestände an nicht auftragsgebundenen fertigen Erzeugnissen i. H. v. 29,9 M€ (Vorjahr: 17,9 M€). Dabei handelt es sich weitgehend um standardisierte Teile, die in hohen Stückzahlen für Spülpumpen, Hebewerke, Top Drives, Drehtische, Pfahlbohranlagen usw. benötigt werden. Beschaffungsrisiken (Umfeldrisiko) Die Gesellschaft ist Verfügbarkeitsrisiken und Preisrisiken im Beschaffungsprozess ausgesetzt. Durch ständige Qualifizierung neuer Lieferanten, Rahmenvereinbarungen mit Lieferanten sowie eine frühzeitige Beschaffung ausgewählter Komponenten wird stetig daran gearbeitet die Lieferzeiten und Preise zu optimieren. Der starke Anstieg des Preisniveaus seit Beginn des Russland-Ukraine-Krieges hat sich zum Ende des Jahres zwar etwas reduziert; ist aufgrund der Inflation und der gestiegenen Energiekosten insgesamt aber auf einem wesentlich höheren Niveau als in den Vorjahren. Enge und langfristige Geschäftsbeziehungen zu einer Vielzahl bestehender Lieferanten bilden die Basis unserer Zusammenarbeit im Beschaffungsbereich. Potenziellen Beschaffungsrisiken, wie z.B. der Gefährdung der Versorgungssicherheit, wird mit langfristig ausgerichteten Lieferverträgen sowie durch gezielte Entwicklung von Alternativlieferanten begegnet, um so das Risiko von Abhängigkeiten zu reduzieren. Gewährleistungsansprüche bei Produktmängeln oder Forderungen aus dem Produkthaftungsgesetz werden vertraglich durch Vereinbarungen und Rückgriffsansprüche gegenüber Lieferanten abgesichert. Ein Hauptaugenmerk liegt auf der Optimierung des Lieferantenportfolios, um die Wettbewerbsposition zu verbessern. Personalrisiken Im Bereich der Personalrisiken sind vor allem das Fluktuationsrisiko, d.h. das Risiko des Verlustes von wichtigen Fachkräften, der allgemeine Fachkräftemangel, die Gesundheit unserer Mitarbeiter sowie Arbeitsüberlastung zu nennen. Mit einer Vielzahl von Maßnahmen werden diese Risiken laufend minimiert, beispielsweise durch die Umsetzung von Maßnahmen zur Gewinnung und Bindung von Arbeitskräften, Maßnahmen zur Schaffung eines positiven Arbeitsumfelds sowie kontinuierliche Maßnahmen zur Optimierung der Arbeitssicherheit. Gewährleistungsrisiken (leistungswirtschaftliches Risiko) Gewährleistungsrisiken können sich insbesondere bei Spezialanfertigungen und Maschinen ergeben, die in ihrem Einsatzbereich beim Käufer hohen Belastungen ausgesetzt sind. Wir begegnen diesen Risiken durch eine sorgfältige Ermittlung und vertragliche Spezifizierung der Einsatzbedingungen und der zugesicherten Eigenschaften unserer Produkte sowie durch umfangreiche qualitätssichernde Maßnahmen in Einkauf und Produktion. Für nicht abwendbare, allgemein auftretende Gewährleistungsfälle sowie für bekannt gewordene Einzelsachverhalte werden ausreichende Rückstellungen gebildet. Risiken aus Finanzinstrumenten Liquidität/Finanzierung: Die langfristige Unternehmensfinanzierung wird durch die Zugehörigkeit zur HMH-Gruppe sichergestellt. Die Gesellschaft hat die Möglichkeit, kurzfristige Intercompany- Darlehen in Anspruch zu nehmen wie z. B. zur Vorfinanzierung größerer Projekte. Aktuell steht der Gesellschaft ein Konzerndarlehen über derzeit 10,0 M€ zur Verfügung. Währungen: Durch die hohe Exportquote der Gesellschaft bilden Währungen ein stetiges Risiko. Um dieses zu minimieren, werden Geschäfte in Fremdwährungen auf Absatz- und Beschaffungsseite konsequent als Microhedges durch derivative Finanzinstrumente (Devisentermingeschäfte) abgesichert. Forderungsausfallrisiko: Die kontinuierliche Überwachung und Bewertung der Forderungen mittels eines aktiven Forderungsmanagements minimieren das Risiko. Dabei findet ein permanentes, teilautomatisiertes Debitoren-Überwachungssystem Anwendung, das Verschlechterungen der Bonität, des Zahlungsverhaltens oder der Rating-Einstufung frühzeitig und automatisch meldet. Bei Im- und Exportgeschäften werden die politischen und wirtschaftlichen Risiken nach Möglichkeit entsprechend abgesichert. Gesamtbeurteilung der Risikosituation durch die Geschäftsführung Insgesamt ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt festzustellen, dass keine den Fortbestand der MHWirth GmbH gefährdenden Risiken bestehen oder erkennbar sind. Mit höchstem Respekt und Anerkennung danken wir allen Mitarbeitern unseres Unternehmens für das im Geschäftsjahr 2023 geleistete Engagement und das dem Management entgegengebrachte Vertrauen. Wir bedanken uns auch bei unseren Geschäftspartnern, die durch ihre vertrauensvolle Zusammenarbeit einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg geleistet haben.
Erkelenz, 8. August 2024 MHWirth GmbH Joachim Schlebusch Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die MHWirth GmbH, Erkelenz Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MHWirth GmbH, Erkelenz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MHWirth GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 8. August 2024 KPMG
AG
Hoffmann, Wirtschaftsprüfer Geller, Wirtschaftsprüfer |
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