Großhandel mit Altmaterialien und Reststoffen
TransCare Service GmbHLiquidiert
Breslauer Straße 60, 56566 Neuwied, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Spuller seit 11.6.2019 | Geschäftsführer |
Thilo Dr. Brinkmann seit 4.5.2016 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TransCare Service GmbHNeuwiedJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Inhaltsverzeichnis Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 1. Bilanz zum 31. Dezember 2017 2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2017 Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Lagebericht für das Geschäftsjahr 20171. Grundlagen der TransCare Service GmbH 1.1 Geschäftsmodell Gegenstand des Unternehmens ist eine komplexe Bündelung von Leistungen zur Versorgung und Belieferung von Patienten im ambulanten Gesundheitsmarkt mit Arznei, - Hilfs- und Verbandmitteln. Die Schwerpunkte bilden dabei die Bereiche HomeCare und Rehabilitation. Die TransCare Service GmbH hat den Status eines pharmazeutischen Großhändlers. Die Hauptniederlassung befindet sich in Neuwied. Daneben besteht ein Ladengeschäft in Mainz in einem Krankenhaus und es bestehen Vertriebsbüros an verschiedenen Standorten. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Geschäftsverlauf und Lage 2.1.1 Geschäftsverlauf Die TransCare Service GmbH konnte in dem strategischen Anwendungsbereich Stomaversorgung einen deutlichen Umsatzzuwachs erzielen. Der prozentuale Wareneinsatz konnte trotz weiterhin deutlich fallender Vergütungssätze durch die Krankenkassen um 0,8 % verbessert werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit 5,4 % überdurchschnittlich zum Umsatz gestiegen. Die Geschäftsführung ist mit dem Geschäftsverlauf insgesamt nur bedingt zufrieden. Das Ergebnis nach Steuern ist auf einem niedrigeren Niveau wie im Vergleichszeitraum 2016. 2.1.2 Ertragslage Entwicklung des Leistungsindikators Umsatz Der Leistungsindikator Umsatz hat sich um 2,7 % (T€ 371) verbessert, wodurch die Vorjahresprognose von +6,8 % nicht erreicht werden konnte. Diese Verbesserung konnte im Anwendungsbereich Stoma erzielt werden. In diesem Focus Anwendungsbereich konnten wir eine Steigerung um ca. 15 % erzielen. Alle weiteren Anwendungsbereiche sind nahezu konstant. Leider mussten wir im Bereich der Medizintechnik einen Rückgang von ca. 8 % hinnehmen. Die TransCare Service GmbH rechnete dabei ca. 90 % Ihrer Umsätze mit Krankenkassen ab. Entwicklung des Bruttoergebnisses Das Bruttoergebnis (Umsatzerlöse abzgl. Materialaufwand) hat sich infolge der höheren Umsatzerlöse absolut um T€ 296 verbessert. Die Bruttoertragsmarge (Bruttoergebnis in % der Umsatzerlöse) ist mit 51,2 % gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Das EBIT, unseren wesentlichen finanziellen Leistungsindikator (Ergebnis der Geschäftstätigkeit zzgl. Zinsaufwand und abzgl. Zinserträge), verringerte sich um T€ 40 auf T€ 94 (Vj. T€ 134). Dies entspricht einem Rückgang von 30,0 % zum Vorjahreszeitraum, so dass die im Vorjahr prognostizierte Erhöhung auf T€ 200 nicht umgesetzt werden konnte. Die Gründe für den Rückgang liegen im gestiegenen Personalaufwand um 4,59 % auf T€ 3.761 (107 Mitarbeitern auf 115 Mitarbeiter), der durch den Ausbau des Vertriebsnetzes entstanden ist, sowie den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die sich von T€ 152 auf T€ 2.964 erhöhten aufgrund Abschreibungen auf Forderungen aus Vorjahren (T€ 139 zum Vj. T€ 30). Unter Berücksichtigung des Zinsergebnisses und der Steuern ergibt sich ein um T€ 27 auf T€ 49 gesunkener Jahresüberschuss. 2.1.3 Finanzlage Kapitalstruktur Die Bilanzsumme hat sich im Berichtszeitraum um T€ 892 (+ 13,1 %) von T€ 6.833 auf T€ 7.725 erhöht. Der Anstieg der Bilanzsumme ist auf der Aktivseite mit T€ 1.069 aus höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen infolge der gestiegenen Umsätze und höheren abgegrenzten Forderungen aus noch nicht fakturierten Leistungen an Krankenkassen zurückzuführen. Die Vorräte sind nahezu identisch zum Vorjahr. Es erfolgte eine Verminderung der Lagerbestände um T€ 17. Die Steigerung der Passiva ist infolge der Inanspruchnahme der Konzernfinanzierung durch einen deutlichen Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen begründet. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind deutlich um 24,8 % von T€ 595 auf T€ 447 gesunken. Daneben hat sich der passive Rechnungsabgrenzungsposten um T€ 36 reduziert. Diese Reduzierung ist im Rückgang von Fallpauschalen Versorgungen im Rollstuhlbereich begründet. Das Eigenkapital erhöhte sich infolge des Jahresüberschusses um T€ 49. Die Eigenkapitalquote hat sich, gemessen an der weiterhin gestiegenen Bilanzsumme, von 52,0% auf 46,7% verringert. Die Eigenkapitalrendite beträgt 1,4% und ist um 0,7% niedriger als im Vergleichszeitraum. Liquidität Die TransCare Service GmbH greift auf den BBM AG internen Cash Pool zurück. Die Liquidität ist grundsätzlich durch diesen Cash Pool abgesichert. Es bestehen zum 31. Dezember 2017 darüber hinaus keine freien Kreditlinien bei Kreditinstituten. Der durchschnittliche Cash Pool Bestand lag im Berichtszeitraum bei - T€ 1.251. Der Vorjahreswert lag bei - T€ 179. Im Berichtszeitraum hat sich der operative Cashflow aufgrund einer höheren Mittelbindung in den gestiegenen Forderungsbestand deutlich verschlechtert. Zur Finanzierung wurde die Konzernfinanzierung entsprechend in Anspruch genommen. 2.1.4 Personalbericht Entwicklung der Mitarbeiterzahl Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich im Berichtszeitraum zum Stichtag 31. Dezember 2017 von 107 Mitarbeitern auf 115 Mitarbeiter erhöht. Berufsausbildung In 2017 waren 8 Mitarbeiter in einer Ausbildung bei der TransCare Service GmbH. Die TransCare Service GmbH bildete fünf Mitarbeiter als Kaufleute für Büromanagement sowie drei Mitarbeiter als Fachkraft für Lagerlogistik aus. Die Mitarbeiter sind in einem internen Fortbildungssystem integriert und werden regelmäßig innerbetrieblich geschult. 3. Risiko- und Chancenbericht 3.1 Risiken Vermögensverlusten im Innenbereich haben wir durch ein internes Kontrollsystem vorgebeugt. Darüber hinaus ist die TransCare Service GmbH in das Risikomanagement der Konzernobergesellschaft eingebunden, zu dem ein standardisiertes Planungs- und Reporting System gehört. Die Gesellschaft verfolgt grundsätzlich eine vorsichtsbetonte Unternehmensstrategie. Grundsätzlich ist der Gesundheitsmarkt nur in einem geringen Umfang konjunkturellen Schwankungen unterworfen. Dementsprechend zeigt sich unser Bereich der Verbrauchsgüter im Allgemeinen wenig abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Wie in den vergangenen Jahren liegen die externen Risiken in der allgemeinen Gesundheitspolitik und den damit einhergehenden Konsolidierungsbemühungen der Krankenkassen. Hilfsmittel werden verstärkt nicht mehr einzeln abgerechnet, sondern nur noch im Rahmen von Fallpauschalen erstattet. Ferner werden seit 2017 Versorgungssystematiken über Ausschreibungen nach § 127 Abs. 1 SGB V gesteuert. Der Gesetzgeber hält diese Vertragsform, aufgrund des hohen Dienstleistungsanteils, für nicht angemessen. Sollten trotzdem weitere Ausschreibungen durch die Krankenkassen umgesetzt werden, müssen wir mit drastisch fallenden Vergütungen rechnen. Wir schätzen aufgrund des hohen individuellen Dienstleistungsanteils die Eintrittswahrscheinlichkeit als gering ein. Zur Absicherung der Wettbewerbsfähigkeit werden wir daher Controlling Maßnahmen auf Patientenebene weiter ausbauen und die Rationalisierungen im Auftragsprozess im Vertriebsinnendienst erkennen und durchführen. Patienten mit negativen Bruttomargen werden somit früh identifiziert, über Alternativen im Produkteinsatz informiert und der quantitative Wareneinsatz optimiert. Zum anderen setzen wir weiterhin verstärkt wirtschaftliche Aufzahlungen und den Privatverkauf an Patienten um. Parallel wird das gesamte Produktportfolio und Dienstleistungsangebot kritisch hinterfragt. Ein weiteres Risiko besteht weiterhin in einer möglichen Verschlechterung des Zahlungsverhaltens unserer Kunden oder öffentlicher Kostenträger. Wie in den Vorjahren zahlen viele Kunden ihre Zuzahlungsbeträge nicht, so dass diese aufgrund fehlender Werthaltigkeit abgeschrieben werden müssen. Damit fehlen der TransCare Service GmbH Einnahmen. Die Gesellschaft wirkt dieser Entwicklung mit einem straffen Forderungsmanagement weiterhin entgegen. Die Risiken wesentlicher Forderungsausfälle sowie aus Zahlungsstromschwankungen werden, basierend auf den bisherigen Erfahrungen, als niedrig angesehen und die hiermit verbundenen Auswirkungen ebenfalls als niedrig eingestuft. Im EDV-Bereich kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich bisher noch nicht erkannte Probleme ergeben oder behobene Probleme erneut auftreten. Ebenfalls kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine Störung im EDV-Bereich trotz aktuell modernisierter und laufender Datensicherung zu Datenverlusten und damit zu erheblichen Schäden führen kann. Wir treffen alle Maßnahmen, um die als niedrig eingeschätzte Eintrittswahrscheinlichkeit eines signifikanten Vorfalls im IT-Bereich weiter zu verringern, wobei ein Restrisiko mit mittleren bis hohen finanziellen Folgen sich jedoch nicht ganz ausschließen lässt. Das Produktrisiko liegt bei den Lieferanten, so dass wir in diesem Bereich keine von außen kommende Bestandsgefährdung für die Gesellschaft sehen. Ein weiteres Risiko könnte der Ausfall eines Lieferanten sein. Dem wird durch das Vorhandensein von alternativen Bezugsquellen und einem Lagersicherheitsbestand für wichtige Waren begegnet, so dass die Auswirkungen nur sehr gering wären. Insgesamt schätzen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Lieferantenausfalls als gering ein. 3.2 Chancen Für die Umsetzung der Vollversorger-Strategie sind wesentliche Voraussetzungen geschaffen und ausgebaut worden. Wir überprüfen weiterhin kontinuierlich das TransCare Versorgungsprogramm und fokussieren unser Dienstleistungspaket auf unsere Kernkompetenzen und Kernversorgungsbereiche. Die TransCare steuert die Versorgungsprozesse aus der Klinik und bindet weiterhin regionale Versorgungspartner in die Dienstleistungsprozesse sinnvoll ein. Wir haben die vertrags-, abrechnungsrelevanten sowie logistischen Voraussetzungen zur Belieferung von Patienten im gesamten Bundesgebiet geschaffen. Im Jahr 2018 sollen insbesondere die Kernkompetenzen im HomeCare Bereich weiter ausgebaut und die Angebote an Kliniken zur nachstationären Betreuung von Patienten intensiviert werden. Die Präzisierung der Verantwortlichkeit der Kliniken für das Angebot eines Entlassmanagement für die Patienten durch den Gesetzgeber und der neu formulierte Strafrechtsparagraph werden zu Veränderungen auf der Leistungserbringerseite führen. Wir werden im Rahmen eines Angebotes "Versorgungsmanagement" für die Kliniken deutlicher unsere Kernkompetenz der Netzwerkbetrachtung vor Ort herausarbeiten können und die umfängliche Hilfsmittelversorgung als deutlichen Vorteil für die Kliniken aufzeigen können. Seit Oktober 2017 gelten neue gesetzliche Anforderungen an das Entlassmanagement für die Kliniken. Dabei ist der Entlassungsprozess transparent und dokumentiert für den Patienten abzubilden und frühzeitig ein geeignetes Versorgungsmanagement einzubinden. Mittelfristig erwartet die Geschäftsführung weiterhin eine deutliche Reduzierung der Anzahl der Leistungserbringer auf Anbieterseite. Dieser Erwartung ist insbesondere bei drohenden Ausschreibungen durch die Krankenkassen begründet. Durch die Einbindung in den B. Braun Konzern bestehen Möglichkeiten durch die vertikale Integration, die Preisverluste durch angepasste Einkaufspreise teilweise zu kompensieren. Die TransCare Service GmbH wird in 2018 im Vertriebsgebiet Bayern Nord und dort mit der Zentrale der Rhön Kliniken ein Versorgungsmanagement Konzept umsetzen. Wir erwarten, nach Implementierung im 1. Halbjahr, einen Ausbau auf die weiteren Standorte in Deutschland. Wir konnten in diesem Zusammenhang eine erstmals in deutschen Kliniken umgesetzte Ausschreibung des gesamten Hilfsmittel Versorgungsmanagement gewinnen. 3.3 Gesamtaussage zur Risiko- und Chancensituation Die Geschäftsführung sieht keine weiteren wesentlichen Risiken der zukünftigen Entwicklung. Insbesondere können wir gegenwärtig keine Risiken erkennen, die den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden. Das Forderungsmanagement steht in 2018 in einem besonderen Focus und durch organisatorische und personelle Maßnahmen ist die angespannte liquide Situation im ersten Halbjahr 2018 deutlich zu verbessern. Die Risikoposition hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert und es wurden erneut keine bestandsgefährdenden Risiken identifiziert. Grundsätzlich werden wir Optimierungs- und Rationalisierungsmaßnahmen in den Geschäftsprozessen identifizieren, das Patientencontrolling ausbauen, die Anwendungsbereiche optimieren und das Forderungsmanagement verbessern. 4. Prognosebericht 4.1 Erwartete gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Geschäftsführung erwartet, dass die Gesundheitsbranche in Deutschland im Jahr 2018 weiter wächst. In Deutschland wird sich die Nachfrage nach höherwertigen Versorgungsleistungen auf dem Gesundheitsmarkt infolge der alternden Bevölkerung sowie der damit verbundenen Zunahme der Morbidität erhöhen. Für das Kalenderjahr 2018 wird mit einem moderaten Wachstum der deutschen Wirtschaft gerechnet. Die Nachfrage auf dem Gesundheitsmarkt ist grundsätzlich eher konjunkturunabhängig. Der administrative Aufwand für den Leistungserbringer ist wie im Vorjahr sehr hoch. Der Aufwand zur Erstellung von Zuzahlungs- und Eigenanteilsrechnungen im Bereich der Rechnungserstellung wird gleichbleibend hoch wie in 2017 prognostiziert. 4.2 Erwartete Geschäfts- und Ertragsentwicklung Die Geschäftsführung plant für das Geschäftsjahr 2018 eine Steigerung des Leistungsindikators Umsatz von 7,5 % auf T€ 15.000 und erwartet bei einem nur unterproportionalen Anstieg der betrieblichen Aufwendungen einen um T€ 100 höheren Leistungsindikator EBIT. Für den Jahresüberschuss wird damit einhergehend ebenfalls ein deutlicher Anstieg erwartet. Die Steigerungen im Leistungsindikator Umsatz werden insbesondere durch den Ausbau unseres Vertriebsnetzes, einer verbesserten Zusammenarbeit mit den trägereigenen Klinikstrukturen und der Zusammenarbeit mit den Einrichtungen der Rhön Kliniken erwartet. Diese bereits in 2017 getroffenen Maßnahmen werden im Jahr 2018 Früchte tragen und das Ergebnis verbessern. 4.3 Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung der TransCare Service GmbH Das komplizierte Marktumfeld der Gesundheitsbranche wird weiterhin sehr stark durch die politischen und gesetzlichen Vorgaben geprägt. Die weiter voranschreitende Fusionswelle verstärkt die Marktmacht der gesetzlichen Krankenkassen. Der Preisdruck der Kostenträger auf die Marktteilnehmer wird weiterhin hoch sein. Dem sehen wir aufgrund unserer Marktposition positiv entgegen. Wir sehen uns insbesondere durch ein intensives Controlling und stetige Maßnahmen zur weiteren Optimierung unserer Geschäftsabläufe gewappnet, dem Preisdruck standzuhalten. Aufgrund der guten Marktpositionierung sowie der angestrebten Umsatzausweitung erwartet die TransCare Service GmbH über 2018 hinaus eine positive Entwicklung.
Neuwied, den 18.06.2018 TransCare Service GmbH Die Geschäftsführer Dr. Thilo Brinkmann Michael Meier Bilanz zum 31. Dezember 2017Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017
Anhang 2017Allgemeines Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 29. September 1995 wurde die mediSan GmbH - Gesellschaft zur Beratung, Versorgung und Betreuung auf dem Gebiet medizinischer und gesundheitlicher Hilfsmittel, Dernbach, gegründet. Die Gesellschaft wurde am 7. November 1995 in das Handelsregister eingetragen. Am 20. Dezember 2001 wurde die Firma geändert in TransCare Service GmbH. Der Sitz der Gesellschaft wurde von Dernbach nach Neuwied verlegt. Es wurde ein neuer Gesellschafter in die Gesellschaft aufgenommen. Der Gesellschaftsvertrag wurde insgesamt neu gefasst. Die TransCare Service GmbH ist mit Sitz in Neuwied im Handelsregister des Amtsgerichts Montabaur unter der Nummer HR B 14467 eingetragen. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG). Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk im Wesentlichen im Anhang gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird gemäß § 290 ff. HGB in den Konzernabschluss der B. Braun Melsungen AG mit Sitz in Melsungen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, sowie in den Konzernabschluss der B. Braun Holding GmbH & Co. KG mit Sitz in Melsungen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der B. Braun Melsungen AG sowie der B. Braun Holding GmbH & Co. KG sind beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers einzureichen und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt machen zu lassen. Die Konzernabschlüsse werden bei dem Bundesanzeiger elektronisch eingereicht. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger sofern zutreffend linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:
Die gesetzliche Änderung der Abschreibungen im Bereich der geringwertigen Anlagegüter ab dem Jahr 2008 wurde umgesetzt. Die Anschaffungen für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- und Herstellungskosten von € 150 bis € 1.000 eines jeden Jahres werden in Pools geführt und über 5 Jahre linear abgeschrieben. Da in den Vorjahren Anschaffungen in diesem Wertbereich ebenfalls über 5 Jahre abgeschrieben wurden, ergibt sich für die TransCare keine wesentliche Auswirkung in der Abschreibungshöhe im Vergleich zu Vorjahren. Auch nach Einführung des Bilanzmodernisierungsgesetzes und dem Wegfall der umgekehrten Maßgeblichkeit wurde die Poolregelung daher handelsrechtlich beibehalten. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen und unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, verminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Die Grundsätze einer verlustfreien Bewertung wurden beachtet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Die Forderungen wurden mit TEUR 12 pauschalwertberichtigt. Kassenbestände sind zum Nennbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Das im Handelsregister eingetragene Stammkapital ist voll eingezahlt und wird zum Nennwert bilanziert. Bei der Bildung von Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen Rechnung getragen. Sie sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Zeitpunkt darstellen. Bei den Umsatzerlösen wurden die gewährten Skonti abgesetzt. Erläuterungen und Angaben zu den einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Bilanz Anlagevermögen Die Zusammensetzung und die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017 sind im Anlagespiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Außerplanmäßige Abschreibungen beim Anlagevermögen waren im Berichtsjahr nicht erforderlich. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit TEUR 21 (Vj. TEUR 35) aus Lieferungs- und Leistungsverkehr. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen (TEUR 37, Vj. TEUR 40), Berufsgenossenschaftsbeiträge (TEUR 24, Vj. TEUR 21), Jahresabschlussprüfungskosten für Aufstellung und Prüfung des Jahresabschlusses (TEUR 31, Vj. TEUR 14) und Personalverpflichtungen (TEUR 26, Vj. TEUR 4). Die übrigen Rückstellungen betragen TEUR 22 (Vj. TEUR 11). Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 2.253 (Vj. TEUR 1.097) Verbindlichkeiten aus der Inanspruchnahme des Cash Pooling und mit TEUR 389 (Vj. TEUR 429) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden die Erlöse aus Fallpauschalen für Pflegemittel über die durchschnittliche Verweildauer beim Patienten abgegrenzt. Ab dem Jahr 2006 erfolgt die Abgrenzung auf 12 Monate, da es bei der überwiegenden Anzahl der Fälle möglich ist eine Folgeberechnung nach 12 Monaten vorzunehmen. Latente Steuern Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sogenannter davon-Vermerk ausgewiesen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 30,05 % zugrunde (15,83 % für die Körperschaftssteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 14,22 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 406,20 %. Die ermittelten passiven latenten Steuern resultieren hauptsächlich aus handelsrechtlich abweichenden Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen (Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung). Gliederung latente Steuern
Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden ausschließlich im Inland generiert. Es entfallen TEUR 641 auf periodenfremde Umsatzerlöse (Vorjahr TEUR 1.090). Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge von insgesamt TEUR 26 und entfallen auf für eine im Vorjahr zu hoch abgegrenzte Mitarbeiterprämie (TEUR 19), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 2), Erträge aus der Rückstellungsauflösung (TEUR 4) sowie Erträge aus dem Verkauf von Anlagegütern (TEUR 1). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die hierin enthaltenen periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 159 und entfallen mit TEUR 151 auf vorgenommene Wertberichtigungen und Abschreibungen auf Forderungen sowie mit TEUR 8 auf diverse betriebliche Aufwendungen. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Verbindlichkeiten aus Bürgschaften (Vertragserfüllungsbürgschaften) bestanden zum 31.12.2017 in Höhe von EURO 194.200,00 gegenüber diversen Krankenkassen. Für die angeführten zu Nominalwerten angesetzten Eventualschulden aus Bürgschaften wurden keine Rückstellungen gebildet, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten aufgrund unserer guten wirtschaftlichen Lage voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht zu rechnen ist. Weitere Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln, aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften und aus Gewährleistungsverträgen sowie Haftungsverhältnissen aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2017 setzen sich wie folgt zusammen:
Außerbilanzielle finanzielle Verpflichtungen bestehen in Form von Mietverpflichtungen für die Räumlichkeiten der Zentrale und der Niederlassungen. Die vertraglichen Mietverpflichtungen für alle Gebäude belaufen sich auf TEUR 607. Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Geschäftsführung Als Geschäftsführer der Gesellschaft sind Herr Dr. Thilo Brinkmann (Vorsitz der Geschäftsführung, Geschäftsbereichsleiter für Ambulant & Nephrologie bei der B. Braun Melsungen AG), Homberg, und Herr Michael Meier (Vertriebsgeschäftsführer), Koblenz, bestellt. Bezüge der Geschäftsführung Die Geschäftsführer erhalten von der Gesellschaft keine Bezüge. Angaben zum Personalstand Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer betrug insgesamt 112 nach 102 im Vorjahr, davon sind im Bereich des Vertriebs 81 Mitarbeiter, im Bereich der Produktion 14 Mitarbeiter und im Bereich Verwaltung 17 Mitarbeiter beschäftigt. Außerdem sind von den 112 Arbeitnehmern 23 in Teilzeit beschäftigt. Es werden nur Arbeitnehmer im Anstellungsverhältnis beschäftigt. Ergebnisverwendungsvorschlag Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2017 in Höhe von EUR 49.366,12 auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres haben sich bis zum Aufstellungszeitpunkt des Jahresabschlusses keine Sachverhalte mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Geschäftsjahres 2017 ergeben.
Neuwied, den 18. Juni 2018 TransCare Service GmbH Die Geschäftsführer Dr. Thilo Brinkmann Michael Meier Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die TransCare Service GmbH, Neuwied Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der TransCare Service GmbH, Neuwied, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TransCare Service GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ● entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und · vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus ● identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. ● gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. ● beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ● ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. ● beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. ● beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. ● führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kassel, den 18. Juni 2018 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Dr. Bernd Roese Wirtschaftsprüfer ppa. Oliver Böhm Wirtschaftsprüfer |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Organisationen an dieser Adresse
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
18 nahegelegene Organisationen
Großhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehör
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Betrieb von Baumschulen
Wagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Bauträger für Wohngebäude
Großhandel mit Karton, Papier, Pappe, Schreibwaren und Bürobedarf
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Einzelhandel mit Fleisch und Fleischwaren
Vermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels Carsharing
Großhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Herstellung von Prüfmaschinen
Beteiligungsgesellschaften
Anbau von sonstigem Obst und Nüssen a. n. g.
Anbau von sonstigem Obst und Nüssen a. n. g.
Beteiligungsgesellschaften
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und Stahlhalbzeug
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen