FWT Trade GmbHLiquidiert

56477 Waigandshain, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Montabaur HRB 23813
Eingetragen
11.1.2013
Branche
Wärme- und KältehandelTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von WerkzeugenGroßhandel mit Werkzeugmaschinen
Gegenstand
Der Handel mit Komponenten der Windtechnologie, die Herstellung und der Service von Windkraftanlagen, der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen sowie die Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei Handelsgesellschaften, insbesondere die Beteiligung als persönlich haftende geschäftsführende Gesellschafterin an der FWT energy GmbH & Co. KG, die die Entwicklung, die Konstruktion, die Herstellung, die Errichtung, den Vertrieb, die Vermarktung, den Handel mit und den Service und die Wartung von Windkraftanlagen sowie das Halten und Verwalten eigenen Vermögens sowie die Beteiligung und Verwaltung von Beteiligungen an Gesellschaften und Grundvermögen zum Gegenstand hat.

Historie

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Management

NameRolle
Bernd Gieseler
seit 21.11.2013
Geschäftsführer
Wolf Henning Zint
seit 21.11.2013
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

FWT Trade GmbH

Waigandshain

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014

A. Einbindung der FWT Trade innerhalb der FWT-Gruppe

Die FWT Trade GmbH ist als Handelsunternehmen Teil der FWT-Gruppe. Zum 1. Januar 2014 wurde die FWT-Gruppe umstrukturiert und besteht nunmehr aus den operativen Geschäftsbereichen Handel (FWT Trade GmbH; kurz FWTT), Service (FWT Service GmbH; kurz FWTS) und Herstellung (Bau, Errichtung, Repowering) von Onshore-Windenergieanlagen (FWT Production GmbH; kurz FWTP). Die FWTT bietet den weltweiten Handel von Komponenten für Windenergieanlagen wie auch die Übernahme des kompletten Supply-Chain-Managements und Einkaufgemeinschaften an. Die FWTS ist ein Anbieter von Serviceleistungen, Application Engineering und Parkoptimierung für Windenergieanlagen aller Hersteller für kleine und mittlere Onshore-Projekte. Die FWTP ist ein Hersteller von Windenergieanlagen der Multimegawattklasse von 2.0, 2.5 und 3.0 MW. Darüber hinaus wurden alle administrativen Bereiche (wie Abwicklung des Einkaufs, Rechnungswesen, Finanzen, Qualitätswesen, Vertrieb, Marketing und Recht, Versicherungen und Vertragswesen) auf die neue Holding, FWT energy GmbH & Co. KG (kurz FWTE), ausgelagert.

Die FWT-Gruppe zeichnet ein hoher technischer Standard, einen umfassenden Kundenservice und eine persönliche Kundenbetreuung durch ein erfahrenes Team von Spezialisten sowie hohe Flexibilität und kurze interne Wege aus. Die FWT-Gruppe ist zertifiziert nach ISO EN DIN 9001:2008.

Die Einbindung der FWTT stellt sich innerhalb der FWT-Gruppe wie folgt dar:

Der noch im Aufbau befindliche Bereich Forschung und Entwicklung mit den Schwerpunkten auf der neuen 0.6 MW Windenergieanlage, Einzelblattmontage, Anlagenoptimierung und Verbesserungen der bestehenden FWT-Windenergieanlagenfamilie wird in der FWTS durchgeführt. Die FWTT selbst führt keine eigenständigen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten durch.

Im Bereich der FWTT verbleibt nach der Umstrukturierung als Neugeschäft ab 2014 ausschließlich das reine Handelsgeschäft. Da im Zuge der Umstrukturierung nicht alle Verträge aus dem Servicegeschäft auf die FWTS umgestellt werden konnten, erzielt die FWTT auch weiterhin Umsätze aus dem Servicegeschäft. Zudem führt die FWTT das vor 2014 akquirierte Geschäft aus dem Bereich Herstellung fort. Daher erzielt die FWTT auch im Geschäftsjahr 2014 Umsätze aus allen drei operativen Geschäftsbereichen.

Da sowohl die FWTS als auch die FWTP ihren Einkauf vollständig über die FWTT abwickeln, profitiert die FWTT auch weiterhin von dem Geschäft aus den Bereichen Service und Herstellung, auch wenn sich der Umsatz auf den Anteil der Komponenten- und Ersatzteillieferungen reduziert.

Darüber hinaus werden ab 2014 die über die FWTT für die Gruppe bezogenen sonstigen Lieferungen und Leistungen (wie z. B. Miete und Kommunikationsaufwendungen) über Geschäftsbesorgungsverträge an die anderen Gruppengesellschaften weiterberechnet. Der Ausweis der hieraus erzielten Erlöse im Jahresabschluss erfolgt unter den sonstigen betrieblichen Erträgen.

Im Zuge der Umstrukturierung wurden die Mitarbeiter entsprechend ihren Tätigkeitsbereichen bei den verschiedenen Gesellschaften innerhalb der FWT-Gruppe angestellt. So wechselten zum 1. Januar 2014 45 Mitarbeiter in die FWTS, 14 Mitarbeiter in die FWTE und 4 Mitarbeiter in die FWTP sowie Anfang April 2014 weitere 9 Mitarbeiter in unsere polnische Schwestergesellschaft. In der FWTT verblieben danach noch 8 Mitarbeiter, so dass der Personalaufwand in 2014 deutlich niedriger ausfiel als im Vorjahr. Daneben fällt auch der sonstige betriebliche Aufwand im Bereich der Reisekosten niedriger aus, da sämtliche Reisekosten der Mitarbeiter im Bereich Service ab 2014 durch die FWTS getragen werden.

Insgesamt ist aufgrund der Veränderungen in 2014 festzuhalten, dass die Vergleichbarkeit des Jahresabschlusses 2014 mit dem Vorjahresabschluss nur eingeschränkt gegeben ist.

B. Ziele und Strategien

Die FWT-Gruppe ist ein kleiner, flexibler Anbieter von Windenergieanlagen und herstellerunabhängiger Servicedienstleistungen in der Onshore-Windindustrie. Wir stehen für hohe Qualität, zuverlässige Dienstleistungen und wettbewerbsfähige Produkte.

Unser mittelfristiges Ziel ist es, sowohl in Deutschland als auch in Europa (einschließlich der Ukraine) unsere Dienstleistungen im Supply-Chain-Management und dem Handel mit hoch qualitativen Großkomponenten für Windenergieanlagen der w2e-Technologie auszubauen. Wir sind bereits Marktführer im Bereich Service und Wartung von 2.0 MW sowie 2.5 MW Fuhrländer-Anlagen und streben es an, diese Marktführerschaft zukünftig beizubehalten. Um diese Ziele zu erreichen, kann die FWT-Gruppe auf die Expertise und Erfahrung von Mitarbeitern mit langjähriger Erfahrung im Windbereich zurückgreifen.

Die FWT Trade fokussiert auf das Angebot der kompletten Supply-Chain bis hin zu Einzelbeschaffungen für Kunden und Lizenznehmer der w2e Wind to Energy GmbH in Rostock. Dazu bauen wir ein starkes Vertriebsteam auf. Zur stetigen Ergebnisverbesserung ist es unser Ziel, unsere Einkaufspreise zu optimieren und unsere Ertragslage bei gleichzeitiger Qualitätssteigerung zu verbessern.

Weiterhin plant die FWTT eine stärkere Wahrnehmung auf staatlicher und kommunaler Ebene zu erreichen und sich somit stärker auf regionaler Ebene zu etablieren. Der europäische Onshore-Bereich bleibt in der Zukunft einer der wichtigsten Märkte, wobei wir uns darüber hinaus auf die Märkte des Nahen bis Fernen Ostens, insbesondere Iran, China und Indien, konzentrieren.

C. Wirtschaftsbericht

1. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1.1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Im Jahr 2014 wuchs der globale Markt in Bezug auf den Zubau der Windenergie gemäß der Statistik des Global Wind Energy Council im Vergleich zum Vorjahr um 44 % und überschritt erstmals 50 Gigawatt an neu installierter Leistung. Damit erholt sich die Windenergiebranche nach mehreren Jahren der weltweiten Stagnation. Ende 2014 beträgt die installierte Windleistung 369.553 Megawatt.

Der weltweit stärkste Zubau war mit einer neu installierten Leistung von 23.351 Megawatt in China zu verzeichnen. Die Entwicklung in den europäischen Ländern war mit einer neu installierten Leistung von 12.820 Megawatt im Vergleich dazu eher moderat. Deutschland hat jedoch innerhalb der europäischen Union seine Führungsrolle mit einer neu installierten Leistung von 5.279 Megawatt weiter bestätigt. Wenngleich der Studie des Deutschen WindGuard im Auftrag des Bundesverbandes Windenergie (BWE) und des Verbandes deutscher Maschinen und Anlagenbauer (VDMA) zufolge der Zubau in Deutschland im Jahr 2014 lediglich 4.750 Megawatt betrug, lässt sich anhand dieser Zahlen die deutsche Führungsrolle in Europa bestätigen.

Auch im Bereich des Repowerings, also dem Ersatzanlagengeschäft, wurden in 2014 mit einer Leistung von weit mehr als 1.000 Megawatt deutsche Rekordwerte erzielt. Das zeigt, dass das Repowering-

Geschäft von immer größerer Bedeutung wird.

Die politischen Rahmenbedingungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr verändert, dies hat jedoch nur wenig an den weiterhin bestehenden Unsicherheiten geändert. So ist in Deutschland das neue EEG verabschiedet und ab 2017 ein Ausschreibungsverfahren, bei der die Förderhöhe für Erneuerbare Energien über Ausschreibungen ermittelt werden, fixiert worden, welches im Ergebnis den europäischen Vorgaben im Wesentlichen entsprechen wird. In Polen ist nunmehr das Ausschreibungsverfahren endgültig fixiert und wird von uns als Vorreiter für Deutschland gewertet. Auch in den übrigen Märkten ist die Energiepolitik von den nationalen Zielen und Rahmenbedingungen abhängig.

Nach wie vor kann also festgestellt werden: Obwohl sich die Stromerzeugung aus Windkraft in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt hat und ihre Kosten gesunken sind, bleibt in allen Märkten eine Abhängigkeit von nationalen politischen Vorgaben bestehen - insbesondere für einen gesicherten Marktzugang sowie um sich gegen herkömmliche, teilweise verdeckt subventionierte Energieerzeugung durchzusetzen.

Der Markt von Windenergieanlagen wird nach wie vor von Herstellern wie Vestas, Enercon, Repower und Nordex dominiert. Die FWTT hat zurzeit die stärkste Marktpräsenz auf dem kasachischen sowie ukrainischen Markt. Ihr größter ukrainischer Kunde ist Marktführer für die Installation von Windkraftanlagen in dieser Region. Weiterhin ist sie aktiv in diversen weiteren osteuropäischen Ländern sowie im nahen bis fernen Osten.

1.2 Geschäftsentwicklung

In 2014 hat die FWT-Gruppe weiterhin ihre Leistungsfähigkeit in den verschiedenen Geschäftsbereichen unter Beweis gestellt. Im Geschäftsjahr 2014 wurden bei der FWTT Aufträge in Höhe von insgesamt 6,2 Mio. EUR in Bezug auf die Belieferung unserer Kunden mit Komponenten für die Errichtung von Windenergieanlagen generiert. Zum Bilanzstichtag beläuft sich unser Auftragsbestand in diesem Geschäftsbereich auf 11,5 Mio. EUR.

Die FWTT hat in 2014 einen Auftragseingang zur Lieferung von 30 Komponentensätzen in die Ukraine erwartet. Aufgrund der politischen Situation im Osten der Ukraine kam der Vertrag nicht zustande, so dass die geplanten Umsätze im Geschäftsjahr 2014 nicht realisiert werden konnten. Dies konnte die FWTT durch die Gewinnung neuer zusätzlicher Aufträge kompensieren.

Im Geschäftsjahr 2014 erzielte die FWTT einen Umsatz in Höhe von 40,9 Mio. EUR (Vorjahr 32,7 Mio. EUR), welcher auf den Bereich Trade mit 36,3 Mio. EUR (Vorjahr 27,4 Mio. EUR), auf den Bereich Service mit 2,8 Mio. EUR (Vorjahr 5,3 Mio. EUR) und auf den Bereich Herstellung mit 1,8 Mio. EUR (Vorjahr 0,0 Mio. EUR) entfällt.

Das EBIT für das Geschäftsjahr 2014 liegt bei 1,9 Mio. EUR nach 0,4 Mio. EUR im Vorjahr. Die EBIT-Marge beträgt 4,54% (Vorjahr: 1,21 %).

Die Unternehmensleitung der FWTT beurteilt den Geschäftsverlauf 2014 als durchweg positiv. Wir haben unsere Erwartungen für das Jahr 2014 in Bezug auf Auftragseingang, Umsatzerlöse und EBIT erreicht.

Trade

Der Umsatz im Bereich Trade resultiert im Wesentlichen aus der Lieferung von Komponenten zur Errichtung von Windkraftanlagen in Kasachstan, Iran, Indien und der Ukraine.

Das Projekt in Kasachstan, das die Lieferung von Komponenten für 22 Windkraftanlagen mit einer Leistung von jeweils 2.0 MW umfasste, begann in 2013 mit zwei der 22 Windkraftanlagen und wurde in 2014 mit den 20 weiteren Windkraftanlagen fortgesetzt. Das Projekt wurde planmäßig im vierten Quartal 2014 abgeschlossen.

Für einen Kunden im Iran wurden Komponenten für 2 Windkraftanlagen der 2.5 MW-Klasse geliefert. Des Weiteren gab es Ersatzteillieferungen für Windkraftanlagen der 2.0 MW-Klasse an einen indischen Kunden. Die Lieferungen an diesen Kunden erfolgen projektunabhängig über mehrere Jahre.

Das Projekt in der Ukraine wurde in 2014 nach der Lieferung von Komponenten für 4 von 10 Windkraftanlagen der 2.0 MW-Klasse vorerst eingestellt, da sich die politische Krise in der Ukraine verschärft hat. In diesem Zuge ist die Produktion unseres Partners zum Erliegen gekommen. Wir haben hierauf im Rahmen unseres Risikomanagements insoweit reagiert, dass auch alle Zulieferungen eingestellt wurden. Aufgrund unseres Finanzierungsmodells mussten wir nicht nennenswert in Vorleistung gegenüber Lieferanten treten.

Die FWTT erzielte Umsätze mit der FWTS in Höhe von 2,4 Mio. EUR, da die FWTS ihre eingesetzten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren ausschließlich über die FWTT bezieht.

Service

Auch im Bereich Service erzielte die FWTT in 2014 noch Umsätze in Höhe von 2,8 Mio. EUR, da die Umstellung der Verträge auf die FWTS noch nicht vollständig erfolgt ist. Die Leistungen wurden durch die FWTS als Subunternehmer erbracht, da die FWTS zum 1. Januar 2014 sämtliche Mitarbeiter des Geschäftsbereiches übernommen hat.

Im Bereich Service hat die aktuelle Situation in der Ukraine geringe Auswirkungen auf das Geschäft in 2014 gehabt. Sämtliche betreuten Windparks befinden sich weiterhin in unserer Betreuung und können durch unsere lokalen Partner erreicht und betreten werden. Hier ist insbesondere ein Vollwartungsvertrag mit einer Laufzeit von 10 Jahren, mit einer Verlängerungsoption um weitere 3 Jahre, hinsichtlich des Windparks Nowoasowsk/Ukraine zu erwähnen.

Herstellung

Unser wesentliches Projekt im Bereich Herstellung war die in 2013 errichtete Windkraftanlage in Laubersreuth mit einer Leistung von 2.5 MW an einem Standort in Deutschland, deren erfolgreiche Abnahme im Jahr 2014 erfolgt ist.

Im Nachgang zur erfolgreichen Inbetriebnahme und Abnahme ist es FWT gelungen, die obligatorische Konformitätserklärung für die Erzeugungsanlage nach den neuesten Richtlinien und Anforderungen der Bayernwerk AG vom 1. Juni 2014 zu erhalten. Mit Datum vom 13. August 2014 hat der Germanische Lloyd als Gutachter das entsprechende Zertifikat erteilt.

Eine Eigenentwicklung von FWT sorgt dabei für die Direktanbindung des Netzbetreibers über eine Schnittstelle nach der aktuellen IEC60870-5-101 an die Erzeugungsanlage. So erhält der Netzbetreiber eine optimale Übersicht über die zur Verfügung stehende regelbare Energie. Ein intelligentes Park-Power-Managementsystem mit implementierter Q(U)-Regelung trägt zur Stabilisierung des Versorgungsnetzes bei.

Wir haben damit bewiesen, dass wir aufgrund unserer langen Erfahrung und unseres innovativen Engineerings technologisch ganz vorne spielen und aufgrund unserer Flexibilität sehr kundenorientiert handeln können. Zukünftig werden derartige Aufträge von der FWTP übernommen und durchgeführt.

1.3 Teilnahme an der WindEnergy 2014

Die Teilnahme an der neuen Hamburger Messe "WindEnergy" in 2014 und unser Auftritt vor internationalem Publikum unter dem Motto "Discover new Horizonts" war ein voller Erfolg für die FWT-Gruppe. Mit über 33.000 Fachbesuchern aus aller Welt und 1.250 Ausstellern hat die neue Branchenmesse WindEnergy 2014 in Hamburg einen bemerkenswerten Start hingelegt. Hersteller, Zulieferer und Dienstleister zeigten Technologie und Service rund um die wachsende Windbranche. Wir präsentierten in Hamburg - zusammen mit unserem Partner - unsere Neuentwicklung, die FWT 3000, eine Windenergie-Anlage, die mit großem 120 m Rotor und Turmhöhen bis 160 m auch an Schwachwindstandorten im Binnenland hohe Erträge bringt, wie die beiden Prototypen seit Monaten eindrücklich beweisen.

Mit der Teilnahme an der WindEnergy 2014 ist die Branche endgültig auf die FWT-Gruppe aufmerksam geworden. An 4 Messetagen fanden Gespräche und Verhandlungen mit Investoren, Zulieferern, Planern und Banken statt. Wir konnten hier die nächsten Windpark-Projekte beispielweise für Frankreich, Polen und Deutschland besprechen und ein gutes Stück voranbringen. Aber auch konkrete Projekte in Zielmärkten wie Kasachstan und Türkei waren häufige Gesprächsthemen. Als attraktiver Arbeitgeber präsentierte sich FWT zudem beim "Recruting Day".

1.4 Zertifizierung nach ISO EN DIN 9001:2008

Im Zeitraum vom 28. Juli bis 31. Juli 2014 erfolgte in unserem Hause für die FWT-Gruppe der Zertifizierungsaudit für die Zertifizierung nach ISO EN DIN 9001:2008. Das Zertifikat wurde der FWTE und ihren Tochtergesellschaften FWTT, FWTP und FWTS mit Wirkung am 22. August 2014 erteilt.

2. Lage der Gesellschaft

2.1 Ertragslage

  31.12.2014
T€
31.12.2013
T€
Umsatz 40.913 32.740
EBIT 1.857 398
EBIT-Marge in (%) 4,54 1,21

Zur Umsatzentwicklung verweisen wir auf Abschnitt 1.2 des Lageberichts.

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung) beträgt in 2014 39,5 Mio. EUR nach 34,2 Mio. EUR in 2013.

Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge ist im Wesentlichen auf die Umstrukturierung zu Beginn des Geschäftsjahres zurückzuführen und resultiert aus der Weiterverrechnung von Verwaltungskosten aufgrund der Geschäftsbesorgungsverträge mit den verbundenen Unternehmen.

Die Materialaufwandsquote (Quotient aus Materialaufwand und Gesamtleistung) beträgt für 2014 91,1 % nach 83,6 % im Vorjahr. Der Anstieg steht in direktem Zusammenhang mit der Umstrukturierung zu Beginn des Geschäftsjahres, da die Mitarbeiter aus den Bereichen Service und Herstellung in die neu gegründeten Gesellschaften gewechselt sind und der Einsatz dieser Mitarbeiter nunmehr über die FWTS und die FWTP als Fremdleistungen eingekauft wurde. Berücksichtigt man diesen Effekt, so liegt die Materialaufwandsquote nahezu auf dem Vorjahresniveau.

Mit unseren Lieferanten haben wir einzelvertragliche Vereinbarungen über die Lieferung von Komponenten für Windenergieanlagen abgeschlossen. Im Berichtsjahr 2014 ergaben sich bei einzelnen Komponenten Preissteigerungen, die wir aufgrund der bestehenden Vereinbarungen mit unseren Abnehmern jedoch voll weitergeben konnten. Die bezogenen Leistungen beinhalten im Wesentlichen Transportleistungen sowie Personaldienstleistungen, insbesondere von verbundenen Unternehmen.

Aufgrund der Umstrukturierung zu Beginn des Geschäftsjahres hat sich der Bestand an Mitarbeiter von 80 Mitarbeitern zum Jahresende 2013 auf 7 Mitarbeiter zum Jahresende 2014 vermindert. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl hat sich dementsprechend von 64 Mitarbeitern in 2013 auf 8 Mitarbeiter in 2014 sowie der Personalaufwand von 3,5 Mio. EUR auf 0,5 Mio. EUR vermindert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2014 um 0,2 Mio. EUR auf 1,8 Mio. EUR angestiegen, was zum einen auf höhere Raumkosten (0,3 Mio. EUR; Vorjahr 0,1 Mio. EUR) zurückzuführen ist. Zum anderen entfällt wie im Vorjahr ein wesentlicher Kostenblock innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf die Werbe- und Reisekosten mit 0,4 Mio. EUR bzw. 23 % (Vorjahr 0,3 Mio. EUR bzw. 22 %). Während diese Aufwendungen im Vorjahr im Wesentlichen aus Reisen in Zusammenhang mit den von uns erbrachten Service- und Wartungsleistungen sowie aus Geschäftsreisen zur Anbahnung von Verträgen sowohl auf Vertriebs- als auch auf Beschaffungsseite resultierte, sind in 2014 insbesondere Messekosten für die Teilnahme an der WindEnergy 2014 angefallen. Die Reisekosten in Bezug auf die Service- und Wartungsleistungen fallen nunmehr bei der FWTS an.

2.2. Vermögenslage

  2014
in T€
2013
in T€
AKTIVA    
Anlagevermögen 1.087 1.768
Vorräte (ohne geleistete Anzahlungen) 3.698 6.096
geleistete Anzahlungen 1.683 3.150
Forderungen, sonstiges kfr. Umlaufvermögen 4.487 3.403
Flüssige Mittel 614 1.643
Bilanzsumme 11.569 16.060
Passiva    
Eigenkapital 1.420 358
Rückstellungen 1.112 1.649
Finanzverbindlichkeiten 1.213 556
Erhaltene Anzahlungen 3.418 7.903
Übrige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten 4.406 5.594
Bilanzsumme 11.569 16.060

Die Aktivseite der FWTT ist weiterhin geprägt von Vorräten und geleisteten Anzahlungen, die zusammen 47 % (Vorjahr 58 %) der Bilanzsumme ausmachen. Der Rückgang der Vorräte und geleisteten Anzahlung ist im Wesentlichen auf die im Geschäftsjahr erfolgte Auslieferung der 20 Windkraftanlagen für das Projekt Kasachstan sowie der Fertigstellung des Projektes Laubersreuth zurückzuführen.

Der Anstieg der Forderungen und des sonstigen kurzfristigen Umlaufvermögens resultiert überwiegend auf den höheren Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistung, insbesondere aus dem Projekt Kasachstan. Zudem werden erstmalig Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen, die aufgrund der Umstrukturierung der FWT-Gruppe und dem damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungs-, Handels- und Verrechnungsverkehr innerhalb der FWT-Gruppe entstanden sind.

Der Rückgang des Anlagevermögens ist auf die Veräußerung von Servicefahrzeuge sowie einige personenbezogene Firmenwagen an die FWTS sowie FWTE bedingt.

Die Passivseite spiegelt die Finanzierung des operativen Geschäfts im Wesentlichen durch erhaltene Anzahlungen sowie Finanzverbindlichkeiten wieder. Wir verweisen diesbezüglich auf die Ausführungen im nachfolgenden Abschnitt.

Die Rückstellungen sind aufgrund einer stichtagsbedingt niedrigen Rückstellung für ausstehende Eingangsrechnungen zurückgegangen.

Der Rückgang der erhaltenen Anzahlungen resultiert im Wesentlichen aus der Auslieferung der 20 Windkraftanlagen für das Projekt Kasachstan sowie der Fertigstellung des Projektes Laubersreuth.

Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 12,3 % nach 2,2 % im Vorjahr. Dies ist überwiegend auf die Gewinnthesaurierung in Verbindung mit einer deutlich gesunkenen Bilanzsumme zurückzuführen. Die Bilanzsumme hat sich insbesondere aufgrund des Rückgangs der geleisteten Anzahlungen und Vorratsbestände auf der Aktivseite sowie der niedrigeren erhaltenen Anzahlungen auf der Passivseite vermindert.

2.3. Finanzlage

Die Finanzierung des operativen Geschäfts ist grundsätzlich dadurch gewährleistet, dass Zahlungen an Zulieferer im Regelfall erst nach Erhalt korrespondierender Zahlungen seitens unserer Kunden fällig werden und wir nicht bzw. nur in begrenztem Umfang in Vorleistung treten müssen. Die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sehen wir als gegeben an.

Zusätzlich steht uns eine Kreditlinie eines externen Darlehensgebers in Höhe von 2,0 Mio. EUR zur Verfügung, die zum Jahresende in Höhe von 0,6 Mio. EUR in Anspruch genommen war. Diese Kreditlinie war zunächst bis Anfang Februar 2014 befristet, zu Jahresbeginn 2014 wurden die Konditionen jedoch dahingehend angepasst, dass der Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert wurde und sich bis zu drei Mal automatisch um jeweils ein weiteres Jahr verlängert, sofern keine der Vertragsparteien den Vertrag mit einer dreimonatigen Frist vor Ablauf kündigt. Darüber hinaus haben wir in 2014 ein bis Ende Juni 2015 befristetes endfälliges Darlehen bei einem weiteren externen Darlehensgeber in Höhe von 1,0 Mio. EUR erhalten, welches in 2014 bereits teilweise vorzeitig zurückgezahlt wurde. Hieraus bestanden zum Bilanzstichtag Darlehensverpflichtungen in Höhe von 0,6 Mio. EUR. Nach weiteren vorzeitigen Tilgungen in 2015 in Höhe von 0,3 Mio. EUR belief sich die noch nicht getilgte Darlehnssumme zum Ende des 1.Quartals 2015 auf 0,4 Mio. EUR.

Wir planen, unsere Finanzierungsmöglichkeiten künftig auf eine breitere Basis zu stellen und sind dazu in verschiedenen Gesprächen mit Kreditinstituten sowie potentiellen Investoren.

3. Prognose, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Die Internationale Energieagentur (IEA) geht von einem Anstieg des weltweiten Energiebedarfs von 37% bis 2040 aus. Dabei werde die Elektrizitätserzeugung die am schnellsten wachsende Endenergieform sein. Zur Deckung des steigenden Strombedarfs werde dazu bis 2040 der Bau von ca. 7200 Gigawatt Erzeugungskapazitäten notwendig, wobei die Hälfte davon aus erneuerbaren Energien kommen werde. Von diesem Kapazitätszubau in der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energie wird dabei die Windkraft mit ca. 34% den größten Anteil haben. Diese Zahlen belegen die immensen Möglichkeiten der FWTT.

In Deutschland plant die Bundesregierung, die Menge an Strom aus erneuerbaren Energien von derzeit ca. 25 Prozent bis zum Jahr 2025 auf 40 bis 45 Prozent und bis zum Jahr 2035 auf 55 bis 60 Prozent auszubauen. Um diese Ziele zu erreichen, soll die Windenergienutzung in Deutschland weiter ausgebaut werden, indem sowohl neue Anlagen installiert, als auch alte, kleinere Anlagen durch leistungsstärkere Anlagen ersetzt werden (Repowering). Der Bundesverband WindEnergie (BWE) sieht im Repowering einen potenziellen Markt von 1.000 MW pro Jahr.

Von besonderer Bedeutung für die weitere Entwicklung der Windenergie im Inland sind die rechtlichen Rahmenbedingungen, die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegt sind. Das EEG gibt den Strompreis für Windenergie vor und legt den Einspeisevorrang für Strom aus erneuerbaren Energien in das Stromnetz fest.

Der BWE geht davon aus, dass mit der gesetzlichen Flankierung eines fairen Marktplatzes, der Vorbereitung der Weiterentwicklung des EEG und dem beabsichtigten Systemwechsel hin zu Ausschreibungen das Jahr 2015 zu dem Entscheidungsjahr für das Gelingen der Energiewende wird.

Für 2015 erwartet der BWE für Deutschland einen starken Nettozubau (Zubau abzüglich Abbau) von 3.500 bis 4.000 Megawatt. Für 2016 sieht der BWE derzeit einen Marktrückgang im Zubau. Wie die Perspektive ab 2017 aussieht, hängt entscheidend davon ab, wie die Ausschreibungen gestaltet werden.

Für die FWTT heißt dies, dass bei einem steigenden Ausbau der erneuerbaren Energien der Bedarf an der Errichtung weiterer Windenergieanlagen ebenfalls steigen wird. Dadurch könnten sich für FWTT neue Möglichkeiten für den Handel mit Komponenten für die Errichtung von sowie den Handel mit Ersatzteilen für Windenergieanlagen mit Dritten ergeben. Darüber hinaus ergeben sich zusätzliche Chancen für die FWTT aus der Belieferung der FWTP mit Komponenten, da sich für die FWTP in dem steigenden Ausbau ebenfalls Chancen im Geschäft mit dem Bau und die Errichtung von Windenergieanlagen ergeben.

Verlässliche Prognosen für das Jahr 2015 sind zurzeit schwer zu erstellen. Wechselkursschwankungen der ukrainischen, polnischen und kasachischen Währung gegenüber Euro und US-Dollar, steigende Einkaufspreise für Komponenten und Ersatzteile und Änderungen der jeweiligen lokalen Energiegesetzgebungen beeinflussen das Wachstum der Windbranche in den einzelnen Ländern.

Die politische Situation in der Ukraine ist weiter angespannt. Der sich daraus ergebende vorübergehende Lieferstopp an ukrainische Kunden wird aller Voraussicht nach in 2015 beendet und der Auftrag mit einem ukrainischen Kunden zumindest über weitere 2 Windkraftanlagen fortgesetzt.

Vor dem Hintergrund der oben beschriebenen Rahmenbedingungen gehen wir jedoch grundsätzlich von einer positiven Entwicklung des Auftragseingangs bei der FWTT in 2015 aus. Wir rechnen aufgrund der derzeitigen Planung mit einem Umsatz von rund 30 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2015. Wir erwarten ein Wachstum des Servicegeschäfts sowohl in Deutschland als auch in weiteren europäischen Ländern, wodurch auch der Handel mit Ersatzteilen bei der FWTT steigen wird.

Im Vordergrund steht für 2015 der Ausbau des Geschäftes mit unseren indischen, polnischen, iranischen und chinesischen Kunden. Daneben erfolgt seit 2014 die Vermarktung der neuen 3 MW-Anlage FWT 3000, was nach unseren Einschätzungen auch eine positive Auswirkung auf unsere Umsätze haben wird. Über die FWTP erwarten wir darüber hinaus positive Auswirkungen auf unseren Umsatz aufgrund von drei Projekten in Polen und Deutschland. Diese drei Projekte befinden sich derzeit in den Endverhandlungen bzw. sind bereits kontrahiert. Insbesondere das im März 2015 von der FWT-Gruppe kontrahierte Projekt in Bottrop über die 3.0 MW Windkraftanlage ist besonders positiv zu sehen, da dieses zur weiteren Marktetablierung der 3 MW-Anlage FWT 3000 führt.

Unter Berücksichtigung der vorgenannten Einflussfaktoren, insbesondere des niedrigeren Umsatzes, erwarten wir für 2015 ein deutlich niedrigeres EBIT.

3.2 Chancen- und Risikobericht

Als Chance betrachten wir den Ausbau unserer Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen in China, Indien und Iran hinsichtlich der Belieferung mit Komponenten für Windkraftanlagen, der Erbringung von Servicedienstleistungen sowie Know-How-Transfer in den jeweiligen Ländern.

Die weitere Etablierung der 3 MW-Anlage FWT 3000 wird uns, wie bereits in Abschnitt 3.1. dargestellt, weitere Geschäftschancen bringen.

Es wird auch in Zukunft weiterhin Neuausweisungen von Flächen für Windenergieanlagen geben. Jedoch wird sich der Fokus auf das Repowering-Geschäft weiter verstärken. Moderne effiziente Windenergieanlagen erbringen wichtige Systemdienstleistungen und tragen so zur Netzstabilität bei. Angesichts der hohen Zubauzahlen vor 15 Jahren in Deutschland und anderen Ländern besteht jetzt die Chance, den Kraftwerkspark der Windenergie noch systemverträglicher und leistungsfähiger zu gestalten. Auch hier sehen wir große Chancen, unser Geschäft sowohl in der Komponentenlieferung und der Herstellung auszubauen.

FWTT sieht sich wie alle Unternehmen mit den Risiken des Marktes, des technischen Fortschritts und der Rechtsentwicklung konfrontiert.

Wesentliche Risiken resultieren aus der weiterhin bestehenden politischen Unsicherheit auf dem für uns wichtigen Absatzmarkt Ukraine sowie der sich ändernden energiepolitischen Rahmengesetzgebung in Märkten wie Deutschland und Polen.

Diese wesentlichen Risiken sind in unserem Geschäftsmodell berücksichtigt. Bei dem Handel mit Komponenten achten wir darauf, dass Anzahlungen und Zahlungen gegenüber Zulieferern erst nach tatsächlichem Erhalt korrespondierender entsprechender Anzahlungen/Zahlungen seitens unserer Kunden fällig werden. So sind wir vor drohenden Ausfallrisiken weitgehend geschützt.

Das Risiko sich ändernder rechtlicher Rahmenbedingungen im energiepolitischen Sektor betrifft vor allen Dingen den Bereich der Produktion. Aufgrund der engen Verknüpfung der Geschäftsmodelle der einzelnen Gesellschaften kann hieraus auch bei FWTT selbst ein Auftragsrückgang resultieren, da wir auch die Beschaffung für unsere Schwestergesellschaften übernehmen. Hier sind wir nicht zuletzt vor diesem Hintergrund vorsichtig aufgestellt, um entsprechenden Änderungen frühzeitig begegnen zu können.

Als junges Unternehmen haben wir Schwierigkeiten bei der Aufnahme externer Finanzierungsmittel, da Kreditinstitute bei der Vergabe von Krediten, Avale oder Bürgschaften hohe Anforderungen, auch in Bezug auf die bisherige Entwicklung des Unternehmens stellen. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass wir nach Vorlage des testierten Jahresabschlusses 2014 sowie vorläufigen Ergebnissen bis Mitte 2015 weitaus bessere Chancen zur Erlangung einer Bankfinanzierung haben werden.

Ein weiteres Risiko stellt die Abhängigkeit von einem Großkunden dar, das wir durch den Aufbau von Geschäftsbeziehungen mit Vertragspartnern in Indien, Iran, Polen und China sukzessive zu vermindern versuchen.

Direkte Risiken aus Wechselkurschwankungen sehen wir nicht, da sowohl Beschaffung als auch Vertrieb ausschließlich in Euro erfolgen, in einigen Märkten wirken sich jedoch Wechselkursschwankungen auf die Investitionsbereitschaft aus.

Zur weiteren Erfassung der betriebswirtschaftlichen Risiken wird der Aufbau eines Controlling- und Planungssystems sukzessive fortgeführt.

Nach derzeitigem Erkenntnisstand sind alle uns bekannten Risiken durch entsprechende Vorsorgen ausreichend abgedeckt. Im Übrigen lässt sich der Einfluss der genannten Risiken auf unsere wirtschaftliche Lage nicht hinreichend quantifizieren. Wir sehen jedoch keine bestandsgefährdenden Risiken für FWTT in 2015.

Der Lagebericht enthält Annahmen und zukunftsbezogene Aussagen über erwartete Entwicklungen. Diese Aussagen basieren auf aktuellen Einschätzungen und sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlich eintretenden Ereignisse können von den hier formulierten Aussagen abweichen.

4. Besondere Vorgänge nach Beendigung des Geschäftsjahres

Nach Ablauf des Geschäftsjahres hat sich die politische Krise in der Ukraine zum heutigen Stand etwas entspannt. Wir stehen in engem Kontakt mit unserem Partner in der Ukraine. Dieser plant derzeit zumindest 2 der noch ausstehen Windkraftanlagen in 2015 zu realisieren, aber das Projekt von bisher 10 Anlagen auf 6 Anlagen zu reduzieren.

Des Weiteren konnte die FWT-Gruppe im März 2015 ein Projekt in Bottrop zur Errichtung einer 3 MW-Anlage FWT 3000 kontrahieren, für die die FWTT die Komponentenlieferung übernimmt.

 

Waigandshain, den 31. März 2015

Bernd Gieseler

Bilanz

Aktiva

  31.12.2014
31.12.2013
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.512,00 1.098,00
II. Sachanlagen    
1. technische Anlagen und Maschinen 15.200,00 18.450,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 708.861,00 1.178.201,00
  724.061,00 1.196.651,00
III. Finanzanlagen    
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 206.270,75 381.072,00
2. sonstige Ausleihungen 154.267,67 188.817,67
  360.538,42 569.889,67
  1.087.111,42 1.767.638,67
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00 2.257.337,05
2. Unfertige Erzeugnisse 0,00 1.431.347,67
3. Waren 3.697.515,36 2.407.814,51
4. Geleistete Anzahlungen 1.682.874,84 3.150.139,85
  5.380.390,20 9.246.639,08
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.374.540,13 1.284.749,22
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.040.393,93 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 70.671,24 2.096.364,74
  4.485.605,30 3.381.113,96
III. Flüssige Mittel 613.857,19 1.643.029,30
  10.479.852,69 14.270.782,34
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.262,00 22.562,05
  11.569.226,11 16.060.983,06

Passiva

   
  31.12.2014
31.12.2013
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnvortrag 258.436,27 0,00
III. Jahresüberschuss 1.061.283,72 258.436,27
  1.419.719,99 358.436,27
B. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 371.252,00 111.942,00
2. Sonstige Rückstellungen 740.267,25 1.536.648,80
  1.111.519,25 1.648.590,80
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 748,70 0,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.418.132,16 7.903.430,50
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.998.919,03 5.386.672,11
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 235.976,32 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.268.210,66 763.853,38
  8.921.986,87 14.053.955,99
D. Rechnungsabgrenzungsposten 116.000,00 0,00
  11.569.226,11 16.060.983,06

Gewinn- und Verlustrechnung

  2014 04.01.-31.12.2013
1. Umsatzerlöse 40.913.133,49 32.739.570,88
2. Verminderung (Vorjahr: Erhöhung) des Bestands an unfertigen Erzeugnissen -1.431.347,66 1.431.347,66
3. Sonstige betriebliche Erträge 888.157,09 22.222,46
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 30.284.727,08 26.280.222,50
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.682.082,31 2.291.215,08
  35.966.809,39 28.571.437,58
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 410.685,25 2.912.666,99
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 96.224,17 551.610,52
  506.909,42 3.464.277,51
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 276.834,78 210.843,96
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.762.103,91 1.548.369,12
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 20.406,37 5.889,67
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.941,84 121,41
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 166.245,85 30.548,90
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.713.387,78 373.675,01
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 424.654,26 111.945,74
13. sonstige Steuern 227.449,80 3.293,00
14. Jahresüberschuss 1.061.283,72 258.436,27

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die FWT Trade GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft (im Folgenden auch "FWTT" genannt) ist nach den Vorschriften des HGB und den ergänzenden Bestimmungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt worden. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt.

Die FWT energy GmbH & Co. KG als Mutterunternehmen des kleinsten und zugleich größten Konsolidierungskreises macht von der größenabhängigen Befreiungsvorschrift des § 293 HGB Gebrauch und stellt keinen Konzernabschluss auf.

Zum 1. Januar 2014 sind die Bereiche Service (inklusive Application Engineering und Aus-bildung) auf die FWT Service GmbH und die Produktion auf die FWT Production GmbH ausgelagert worden. Darüber hinaus wurden alle administrativen Bereiche auf die neue Holding FWT energy GmbH & Co. KG ausgelagert. Im Bereich der FWT Trade GmbH verbleibt damit ausschließlich das reine Handelsgeschäft. In diesem Zusammenhang sind 72 Mitarbeiter in andere Gesellschaften der FWT-Gruppe gewechselt. Darüber hinaus führt die FWTT zum 31. Dezember 2014 keine eigenen Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie unfertigen Erzeugnissen mehr. Die Veräußerung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aufgrund der Reorganisation ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich. Die Vergleichbarkeit in Bezug auf die Vorjahreszahlen der FWTT ist daher nur eingeschränkt gegeben.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Allgemeine Angaben

Die Bewertung der einzelnen Vermögens- und Schuldposten erfolgt entsprechend den handelsrechtlichen Grundsätzen.

2. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Anschaffungskosten beinhalten auch direkt zurechenbare Anschaffungsnebenkosten.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten bilanziert. Die abnutzbaren Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden planmäßig linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen berücksichtigen den technischen und wirtschaftlichen Werteverzehr. Sie basieren auf den zugrunde gelegten Nutzungsdauern. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die den Abschreibungen zugrunde liegenden Nutzungsdauern betragen bis 5 Jahre für technische Anlagen und Maschinen. Für sonstige bewegliche Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens beträgt die Nutzungsdauer 2 bis 13 Jahre.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüterwird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 410 nicht übersteigen.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder ihrem niedrigeren beizulegenden Wert bei voraussichtlich dauernder Wertminderung bilanziert.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh -, Hilfs- und Betriebsstoffen (im Vorjahr) sowie Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens unter Berücksichtigung des niedrigeren beizulegenden Werts.

Die im Vorjahr ausgewiesenen unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassten die Fertigungskosten, die Materialkosten sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten und der Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Geleistete Anzahlungen werden zu Nennwerten bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

3. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Steuerrückstellungen wurden unter Berücksichtigung der geleisteten Vorauszahlungen in Höhe der zu erwartenden Nachzahlungen gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Für zukünftige Aufwendungen aus Gewährleistungspflichten wurden neben Rückstellungen für einzelne Gewährleistungsfälle entsprechende pauschale Rückstellungen wie folgt gebildet:

1,5 % des gewährleistungsbehafteten Umsatzes im Servicebereich

0,2 % des gewährleistungsbehafteten Umsatzes im Tradebereich

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden die vor dem Abschlussstichtag erhaltenen Einzahlungen abgegrenzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz ermittelt, sofern sich diese in späteren Jahren voraussichtlich abbauen. Die Berechnung erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag und beträgt 27,38 %. Zum 31. Dezember 2014 ergibt sich aufgrund von Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz bei Sachanlagen und sonstigen Rückstellungen ein Aktivüberhang latenter Steuern in Höhe von T€ 2. Von dem Wahlrecht, die latenten Steuern zu aktivieren, wurde kein Gebrauch gemacht.

III. Erläuterungen zu Bilanzposten

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

In den Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind solche an die Alleingesellschafterin in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 80) enthalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen in Höhe von T€ 969 (Vorjahr T€ 0) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, in Höhe von T€ 157 (Vorjahr T€ 0) auf sonstige Vermögensgegenstände (laufender Verrechnungsverkehr) sowie in Höhe von T€ 914 (Vorjahr T€ 0) aus der umsatzsteuerlichen Organschaft.

Die Forderungen gegen verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 1.005 (Vorjahr T€ 0).

Bei den in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Forderungen gegen Geschäftsführer handelt es sich um ein Darlehen über ursprünglich T€ 20, das mit 1,93 % p.a. verzinst wird. Das Darlehen hatte eine Laufzeit bis zum 23.09.2014. Sicherheiten wurden nicht vereinbart. Der Saldo hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

  Vortrag
Zugänge
Tilgung
Saldo zum 31.12.2014
Darlehensforderung 6.621,86 0,00 6.621,86 0,00

Flüssige Mittel

Innerhalb der flüssigen Mittel sind Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von T€ 487 als Sicherheit verpfändet.

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt € 100.000,00.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten:

  31.12.2014
T€
31.12.2013
T€
Gewährleistungen (Trade, Servicebereich) 598 214
Ausstehende Rechnungen 74 1.069
Verpflichtungen aus dem Personalbereich (Urlaub, Boni etc.) 24 227
sonstige 44 27
  740 1.537

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von T€ 152 (Vorjahr T€ 0) aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von T€ 84 (Vorjahr T€ 0) aus sonstigen Verbindlichkeiten (laufender Verrechnungsverkehr).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind solche aus Steuern in Höhe von T€ 5 (Vorjahr T€ 181) und solche aus sozialer Sicherheit in Höhe von T€ 6 (Vorjahr T€ 10) enthalten.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind keine aus Fremdwährungsumrechnung enthalten (Vorjahr T€ 0,3). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 35 (Vorjahr T€ 0) und entfallen auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 16) sowie Erträge aus Verkäufen von Sachanlagen (T€ 19).

Personalaufwand

In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 1 (Vorjahr T€ 4) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendung aus Sachanlagenverkäufen in Höhe von T€ 33 (Vorjahr T€ 0). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen:

  31.12.2014
T€
31.12.2013
T€
Werbe- und Reisekosten 402 338
Gewährleistungsaufwand 384 214
Raumkosten 263 126
Fahrzeugkosten 83 136
Rechts- und Beratungskosten 81 178
Kommunikationskosten 74 54
Versicherungen, Beiträge 64 56
Reparaturen 59 52
Fremdleistungen 17 171
Übrige 335 223
  1.762 1.548

In den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind solche aus Fremdwährungsumrechnung in Höhe von T€ 4 (Vorjahr T€ 1) enthalten.

Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

In den Erträgen sind solche von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 7 (Vorjahr T€ 1) enthalten.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten keine Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen. Die Zinserträge entfallen in Höhe von T€ 2 (Vorjahr T€ 0) auf verbundene Unternehmen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten keine Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen (Vorjahr T€ 0,2). Die Zinsaufwendungen entfallen in Höhe von T€ 0,1 (Vorjahr T€ 0) auf verbundene Unternehmen.

Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern enthalten im Wesentlichen in Drittländern gezahlte nicht erstattungsfähige Vorsteuerbeträge.

V. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2014 waren durchschnittlich 8 Mitarbeiter im Angestelltenverhältnis (Vorjahr: 36 Angestellte und 28 gewerbliche Mitarbeiter) beschäftigt.

Geschäftsführung

Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2014 Herr Bernd Gieseler, Hilchenbach.

Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen belaufen sich auf:

  T€
Fällig 2015 112
Fällig 2016 bis 2019 280
Gesamtbetrag: 392

Die Gesellschaft ist persönlich haftende Gesellschafterin der FWT energy GmbH & Co. KG, Waigandshain, mit einem Kapitalanteil von € 0,00.

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von T€ 1.061 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Waigandshain, den 31. März 2015

FWT Trade GmbH

Bernd Gieseler

Anlagenspiegel

  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2014
Zugänge Umbuchungen
Abgänge Umbuchungen
31.12.2014
I. Immaterielle Vermögensgegen- stände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.558,00 2.400,00 0,00 3.958,00
II. Sachanlagen        
1. technische Anlagen und Maschinen 20.500,00 1.000,00 0,00 21.500,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.386.392,37 70.141,78 345.789,68 1.110.744,47
  1.406.892,37 71.141,78 345.789,68 1.132.244,47
III. Finanzanlagen        
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 381.072,00 7.206,37 182.007,62 206.270,75
2. sonstige Ausleihungen 188.817,67 13.200,00 48.000,00 154.017,67
  569.889,67 20.406,37 230.007,62 360.288,42
  1.978.340,04 93.948,15 575.797,30 1.496.490,89
  Abschreibungen
01.01.2014
Zugänge
Abgänge
31.12.2014
I. Immaterielle Vermögensgegen- stände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 460,00 986,00 0,00 1.446,00
II. Sachanlagen        
1. technische Anlagen und Maschinen 2.050,00 4.250,00 0,00 6.300,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 208.191,37 271.598,78 77.906,68 401.883,47
  210.241,37 275.848,78 77.906,68 408.183,47
III. Finanzanlagen        
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  210.701,37 276.834,78 77.906,68 409.629,47
  Restbuchwerte
31.12.2014
31.12.2013
I. Immaterielle Vermögensgegen- stände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.512,00 1.098,00
II. Sachanlagen    
1. technische Anlagen und Maschinen 15.200,00 18.450,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 708.861,00 1.178.201,00
  724.061,00 1.196.651,00
III. Finanzanlagen    
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 206.270,75 381.072,00
2. sonstige Ausleihungen 154.267,67 188.817,67
  360.538,42 569.889,67
  1.087.111,42 1.767.638,67

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der FWT Trade GmbH, Waigandshain, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Geschäftsführers der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Geschäftsführers sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Siegen, den 4. Mai 2015

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Maic Kunz, Wirtschaftsprüfer

ppa. Miriam Wieland, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 wurde noch nicht festgestellt.

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