LINHARDT Pausa GmbH
Zeulenrodaer Straße 49, 07952 Pausa-Mühltroff, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Honrich seit 28.1.2026 | Prokura |
Markus Fritz seit 28.1.2026 | Prokura |
Julia Schröder seit 18.11.2019 | Prokura |
Johannes Walther Heinrich Schick seit 5.7.2019 | Geschäftsführer |
Sabine Schmidt seit 13.12.2013 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Hans Hermann Freiherr von Staff gen. von Reitzenstein+1 | 27.70% |
J***** C******** v** S**** g****** v** R*********** | 10.10% |
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 39.90% | |
| 22.30% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Linhardt GmbH & Co KGViechtachKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022LINHARDT GMBH & CO. KG, VIECHTACHAKTIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022LINHARDT GMBH & CO. KG, VIECHTACHI. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN Das Mutterunternehmen, die Linhardt GmbH & Co. KG, hat ihren Sitz in Viechtach. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Deggendorf unter HRA 123 eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Der besseren Übersichtlichkeit wegen sind wesentliche gesetzlich vorgeschriebene Vermerke zu Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung im Konzernanhang dargestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Konzernabschluss grundsätzlich stetig und damit unverändert zum Vorjahr angewendet. II. KONSOLIDIERUNGSKREIS Der Konzernabschluss umfasst die folgenden Unternehmen:
1) Gemäß § 296 Abs. 2 HGB wurde auf die Einbeziehung des Tochterunternehmens, das für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzernabschlusses von untergeordneter Bedeutung ist, verzichtet. 2) Es handelt sich um eine mittelbare Beteiligung. III. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften der §§ 300 ff. HGB werden die Einzelabschlüsse der im Konzernanhang als voll zu konsolidierend gekennzeichneten Tochterunternehmen nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen, das heißt an die Stelle der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an den einbezogenen Tochterunternehmen treten die Vermögensgegenstände, Schulden sowie Rechnungsabgrenzungsposten der Tochterunternehmen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung des Buchwertes mit dem Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der erstmaligen Konsolidierung. Die At-Equity-Konsolidierung erfolgte nach der Buchwertmethode gemäß § 312 Abs. 1 HGB. Gemäß § 303 HGB wurden Ausleihungen und andere Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen vollkonsolidierten Unternehmen eliminiert. Bei der Konsolidierung wurden die Aufwendungen und Erträge aus gegenseitigen Geschäften der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gemäß § 305 HGB aufgerechnet. Im Bereich der Fertigerzeugnisse werden, soweit erforderlich, Eliminierungen von Zwischengewinnen vorgenommen. Ebenso werden beim Verkauf von Anlagegütern die Zwischengewinne eliminiert. IV. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wurden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden werden nach vorgegebenen Grundsätzen grundsätzlich einheitlich bilanziert und bewertet. Darüber hinaus waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend, die gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt wurden. A. Aktiva Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Nutzungsdauer vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden auf der Grundlage der branchenüblichen Nutzungsdauern der Gegenstände in Anlehnung an die Höchstsätze der steuerlichen Abschreibungstabellen vorgenommen. Im Zugangsjahr erfolgen die Abschreibungen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Geringwertige Vermögensgegenstände bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden nach der At-Equity-Methode oder, soweit geboten, mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Fortschreibung erfolgt entsprechend der anteiligen Eigenkapitalveränderung im Geschäftsjahr. Währungsanpassungen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Beteiligung an der Altaialupak OOO, Biysk, Altai, Russische Föderation, wird nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Für 2022 ergab sich eine Erhöhung des Beteiligungsansatzes von TEUR 175. Diese Veränderung setzt sich zusammen aus der Anpassung aus Währungsumrechnung (TEUR 114) und dem positiven Ergebnis der Gesellschaft (TEUR 943). Es wurde ein niedrigerer beizulegender Wert in Höhe von TEUR 1.400 ermittelt. Es erfolgte eine Abschreibung auf diesen Wert in Höhe von TEUR 882. Der Jahresabschluss der Altaialupak OOO, Biysk, Altai, Russische Föderation, wurde auf die Vorschriften des HGB übergeleitet. Die wesentlichen Kennzahlen der Gesellschaft stellen sich wie folgt dar:
Die Ausleihungen sind mit dem Nominalwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Im aktiven Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung war im Vorjahr der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung mit einer Altersteilzeit-Rückstellung saldiert. Umlaufvermögen Das Vorratsvermögen wird mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt anhand des gewogenen Durchschnittswertverfahrens. Die auf der Basis der Zuschlagskalkulation ermittelten unfertigen und fertigen Erzeugnisse enthalten die aktivierungspflichtigen Material- und Fertigungseinzelkosten, die notwendigen Material und Fertigungsgemeinkosten, den Werteverzehr des Anlagevermögens sowie angemessene Teile der Verwaltungsgemeinkosten. In allen Fällen wird verlustfrei bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Flüssige Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen und sind mit dem Nennwert angesetzt. Im aktiven Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ist der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung mit einer Altersteilzeit-Rückstellung saldiert. B. Passiva Eigenkapital Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G der Heubeck-Richttafeln-GmbH bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz zum Stichtag 31. Dezember 2022 beträgt 1,78 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde eine Rentensteigerung von jährlich 1,2 % zugrunde gelegt. Eine Fluktuation sowie jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden nicht unterstellt, da es sich bei den Anspruchsberechtigten nur um ausgeschiedene Anwärter und Rentenempfänger handelt. Die Aufzinsung (TEUR 27) ist in dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten. Der abzinsungsbedingte Unterschiedsbetrag zwischen dem 7-Jahres-Durchschnitt des Marktzinses und dem 10-Jahres-Durchschnitt unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre, welche für das Geschäftsjahr 2022 TEUR 97 beträgt. Die Pensionsverpflichtung der Linhardt International Holding GmbH wurde durch eine Rentenrückdeckungsversicherung rückgedeckt. Die Rückdeckungsversicherung wurde zum Zeitwert bewertet, der dem Aktivwert entspricht. Der Aktivwert der Rentenversicherung (TEUR 612) wurde mit dem Passivwert aus der Pensionsverpflichtung (TEUR 1.100) verrechnet. Erträge aus der Rückdeckungsversicherung (TEUR 29) wurden mit den Zinsaufwendungen aus den Pensionsrückstellungen (TEUR 38) verrechnet. Dieser Betrag ist in den Zinsenaufwendungen ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften, soweit hierfür keine Bewertungseinheiten gebildet wurden. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Jubiläumsrückstellungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) angesetzt. Die Bewertung der Jubiläumsrückstellungen erfolgte unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,44 % p. a., welcher sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, sowie der Richttafeln 2018 G der Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln. Es wurde eine Fluktuation von 2,0 % zugrunde gelegt. Die Rückstellung für Garantie- und Gewährleistungsverpflichtungen basiert auf einer pauschalen Ermittlung, aufbauend auf einer Durchschnittsbetrachtung der während der vergangenen fünf Jahre angefallenen Aufwendungen für Garantie und Gewährleistungen. Ausgewiesen werden als Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen die voraussichtlichen Aufwendungen (z. B. Raumkosten, technische Ausstattung) im Zusammenhang mit der Aufbewahrungspflicht von Handelsbüchern, Buchungsbelegen, Handelsbriefen etc. Die Ermittlung erfolgte auf Vollkostenbasis mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag. Berücksichtigt werden im Rahmen der Drohverlustrückstellungen für schwebende Geschäfte vorwiegend Verkaufskontrakte, die erst in 2022 zur Auslieferung kommen. Außerdem wurden Drohverlustrückstellungen für bereits abgeschlossene Einkaufskontrakte für Aluminium gebildet, bei denen der vereinbarte Preis über dem aktuellen Marktpreis liegt. Bei Beschaffungsgeschäften für eingegangene Stromkontrakte waren keine Drohverlustrückstellungen für das Folgejahr notwendig. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsumrechnungen Für die Umrechnung der Bilanzposten der in Fremdwährung bilanzierenden Tochtergesellschaften werden bis auf das Eigenkapital Stichtagskurse verwendet. Das Eigenkapital wird mit historischen Kursen und die Posten der Gewinn und Verlustrechnung werden mit Durchschnittskursen umgerechnet. Währungsdifferenzen bei der Umrechnung des Eigenkapitals werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Latente Steuern Latente Steuern werden auf die steuerlich nutzbaren Verlustvorträge sowie die Unterschiede in den Bilanzansätzen (aus den Einzelabschlüssen oder als Folge ergebniswirksamer Konsolidierungsmaßnahmen) der Konzernbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Der Berechnung der latenten Steuern liegen effektive Steuersätze von 29,13 % (Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszusschlag) bzw. 12,6 % (Gewerbesteuer) zugrunde. V. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel (Beiblatt zum Anhang) dargestellt. Angaben zum Anteilsbesitz:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Wie im Vorjahr sind sämtliche Forderungen gegen assoziierte Unternehmen Forderungen aus Finanzverkehr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind TEUR 2.455 (Vorjahr: TEUR 2.745) Forderungen gegen die Linhardt & Co. GmbH, Hambrücken, mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr ausgewiesen. Außerdem sind Forderungen an die Altaialupak OOO, Biysk, Altai, Russische Föderation, in Höhe von TEUR 685 (Vorjahr: TEUR 663) enthalten. Diese sind in Höhe von TEUR 525 (Vorjahr: TEUR 609) wertberichtigt. Aktiver Unterschiedsbetrag Im aktiven Unterschiedsbetrag war im Vorjahr eine Rückstellung für eine Altersteilzeitvereinbarung in Höhe von TEUR 193 saldiert mit dem zugehörigen Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 200 ausgewiesen. Im Berichtsjahr übersteigt die Rückstellung in Höhe von TEUR 145 das Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 141. Der saldierte Betrag ist in den sonstigen Rückstellungen bilanziert. Latente Steuern Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt. Bei zeitlichen Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Bilanzansätzen werden sich daraus ergebende steuerliche Belastungen gemäß § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB als passive latente Steuern in der Bilanz angesetzt. Die aktiven latenten Steuern beruhen auf unterschiedlichen Bewertungsparametern bei den Personalrückstellungen sowie der Rückstellung für drohende Verluste, passive latente Steuern sind im Geschäftsjahr nicht vorhanden. Sie werden mit den geltenden Steuersätzen von 29,13 % (Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag) bzw. 12,6 % (Gewerbesteuer) bewertet. Eigenkapital Die Kapitalanteile der Kommanditisten entsprechen dem bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten. Vom Jahresüberschuss der Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 6.205 wurden TEUR 2.172 in die Gewinnrücklagen eingestellt und TEUR 4.033 den Darlehenskonten der Kommanditisten zugeführt. Im Rahmen der Equity-Bewertung der Anteile an der Altaialupak OOO, Biysk, Altai, Russische Föderation, erhöhte sich die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung ergebnisneutral von TEUR 478 auf TEUR 592. Rückstellungen Unter den sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaubsverpflichtungen und Gleitzeitüberhänge (TEUR 1.769), Arbeitnehmerdienstjubiläen (TEUR 1.653), Tantiemen und Sonderzahlungen (TEUR 1.573), Garantie- und Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 817), unterlassene Instandhaltungen (TEUR 568) sowie für das Risiko für Drohverluste aus schwebenden Einkaufsverträgen (TEUR 331) ausgewiesen. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind nachfolgend dargestellt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Finanzverkehr in Höhe von TEUR 280 (Vorjahr: TEUR 280). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 7 im Vorjahr haben sich im Berichtsjahr vollständig abgebaut. Zur Absicherung der Bankdarlehen bestehen Grundpfandrechte in Höhe von TEUR 21.113 auf verschiedenen Betriebsgrundstücken der Linhardt GmbH & Co. KG, Viechtach, und der Linhardt GmbH, Pausa-Mühltroff. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 14.594 (Vorjahr: TEUR 10.193) durch Grundpfandrechte und Sicherungsübereignungen von Maschinen gesichert. Haftungsverhältnisse Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse zugunsten von Unternehmen der Linhardt-Gruppe, die nicht zum Konsolidierungskreis gehören, in Höhe von insgesamt TEUR 22.077. Die Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften belaufen sich auf TEUR 2.300. Gewährleistungen für fremde Leistungen wurden durch gesamtschuldnerische Mithaftung für Verbindlichkeiten der Linhardt & Co. GmbH, Hambrücken, und der LVS Capital GmbH, Bad Rappenau, in Höhe von TEUR 18.981 übernommen. Aufgrund der finanziellen Stabilität der Unternehmen wird mit keiner Inanspruchnahme gerechnet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Von dem ausgewiesenem Bestellobligo in Höhe von TEUR 11.845 betreffen TEUR 43 Bestellungen bei verbundenen, nicht konsolidierten Unternehmen. VI. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Periodenfremde Erträge Bei den unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesenen periodenfremden Erträgen handelt es sich insbesondere um Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen (TEUR 348), Erträgen aus Auflösung von Rückstellungen (TEUR 161) sowie Versicherungsentschädigungen (TEUR 116). Periodenfremde Aufwendungen Bei den unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesenen periodenfremden Aufwendungen handelt es sich insbesondere um Zuführungen zu Einzel- und Pauschalwertberichtigungen zu Forderungen (TEUR 188) sowie Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagevermögen (TEUR 37). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 1.970 sind keine Steuererstattungen und Steuernachzahlungen aus dem Vorjahr enthalten. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen Im Berichtsjahr sowie im Folgejahr bis zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung wurden die Ausleihungen der russischen Tochtergesellschaft teilweise getilgt. Mit weiteren Zahlungseingängen ist nicht zu rechnen, daher wurde auf die Ausleihungen eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 249 vorgenommen. VII. SONSTIGE ANGABEN Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung wird gemäß DRS 21 in Form der indirekten Methode erstellt. Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter
Zusätzlich waren im Jahresdurchschnitt 16 Zeitarbeitnehmer beschäftigt. Organe Geschäftsführer der Komplementärin, der Viechtacher Metallwarenfabrik GmbH, Viechtach, ist: Herr Johannes Schick, Dipl. Kfm. (Univ.), Metten Organbezüge Angaben zu den Organbezügen der Geschäftsführung der Komplementärgesellschaft werden unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer berechnete Honorar im Jahr 2022 beträgt TEUR 48 für Abschlussprüfungsleistungen sowie TEUR 13 für sonstige Leistungen. Befreiungsregelung des § 264b HGB bzw. § 264 Abs. 3 HGB Die Linhardt GmbH & Co. KG, Viechtach, die in den vorliegenden Konzernabschluss einbezogen ist, macht von der Befreiungsregelung des § 264b HGB bezüglich der Offenlegung des Einzelabschlusses Gebrauch. Die Linhardt GmbH, Pausa-Mühltroff, die in den vorliegenden Konzernabschluss einbezogen ist, macht von der Befreiungsregelung des § 264 Abs. 3 HGB bezüglich der Offenlegung des Einzelabschlusses Gebrauch. Angaben zu Anteilen an assoziierten Unternehmen nach DRS 8
Gewinnverwendung des Mutterunternehmens Der nach Abzug der Vergütungen für die Komplementärin (Auslagenersatz, Haftungsvergütung, Verzinsung Darlehenskonto) sowie der Verzinsung der Darlehenskonten der Kommanditisten verbleibende Jahresüberschuss wurde entsprechend den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags in Höhe von 35 % den Gewinnrücklagen zugeführt. Der verbleibende Jahresüberschuss wurde den Darlehenskonten der Kommanditisten gutgeschrieben.
Viechtach, den 12. Mai 2023 Viechtacher Metallwarenfabrik GmbH, Viechtach Johannes Schick, Geschäftsführer der Komplementärgesellschaft
LINHARDT GMBH & CO. KG, VIECHTACHKONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
LINHARDT GMBH & CO. KG, VIECHTACHKONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von EUR 96.578. KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022LINHARDT GMBH & CO. KG, VIECHTACHA. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell des Konzerns Die LINHARDT GmbH & Co. KG, Viechtach, entwickelt, produziert und vertreibt Aluminiumtuben sowie Aluminiumdosen, darunter auch Aerosoldosen für Kunden der Branchen HEALTHCARE (im Besonderen der Pharmazie), BEAUTY (Kosmetik) und HOME (Nahrungsmittel, Komplettstifte, Zigarrenhülsen, Spirituosen und technische Anwendungen). Der als Profit Center aufgestellte Tec.Point, der im Geschäftsjahr 2019 neue Räumlichkeiten am Standort Linden (TEC.POINT) bezogen hat, beschäftigt sich im Rahmen seines Geschäftsmodells zum einen mit der technischen Produktentwicklung neuer Produktanwendungen in enger Abstimmung mit der Innovation, dem Vertrieb und der Produktion, unterstützt die Dosen- und Tubenproduktion bei der Erreichung ihrer Produktivitätsziele anhand des Baus von Werkzeugen und artikelspezifischen Vorrichtungen. Außerdem entwickelt und fertigt der Tec.Point am Standort Linden mittels der Verfahren Drehen, Fräsen, Draht- und Senkerodieren und Schleifen Werkzeuge für Kunden und Branchen außerhalb des LINHARDT Kerngeschäfte. Die LINHARDT GmbH, Pausa-Mühltroff, produziert Aluminium- und Multiflextuben für Kunden der Linhardt GmbH & Co. KG, Multiflex-/ Laminattuben wurden seit Ende 2012 produziert, ein Geschäftsbereich, der nach Beendigung der Produktion im Februar 2022 zwischen Sommer 2021 und dem Frühjahr 2022 anlagenseitig veräußert wurde. Endabnehmer der am Standort Pausa produzierten Tuben sind in erster Linie Kunden der pharmazeutischen und kosmetischen Industrie. Der administrative Bereich (IT, Vertrieb, Finanz- und Lohnbuchhaltung) sowie die Bereiche Innovation & Produktentwicklung werden durch die Muttergesellschaft Linhardt GmbH & Co. KG, Viechtach, und die Linhardt & Co. GmbH, Hambrücken, (Vertrieb BEAUTY) abgedeckt. Alle Standorte und Aktivitäten der LINHARDT-Gruppe werden strategisch vom Standort Viechtach gesteuert. 2. Ziele und Strategien Im Jahr 2022 wurde weiter an der Umsetzung der im Jahr 2020 festgelegten vier strategischen Unternehmensziele für 2023 gearbeitet. Dabei geht es insbesondere um die künftige Positionierung in der Sparte Pharmazie/ HEALTHCARE, das Thema Nachhaltigkeit, die mittelfristigen Ertragsziele und die Stärkung unserer LINHARDT Familie. Der Standort Viechtach wird im Zuge dessen zusammen mit dem Standort Pausa als Kompetenzzentrum für Aluminiumtuben für die Pharmazie weiter ausgebaut, was insbesondere durch die Akquisition (Asset Deal der Produktionsanlagen und Kunden/ Markt) des Geschäftsbereiches Aluminiumtuben des Marktbegleiters Fa. Nussbaum Matzingen AG im Herbst 2021 dokumentiert wird. Des Weiteren soll die Produktsparte Aluminiumdosen anhand von Spezialitäten (Fläschchen, Röhrchen) volumenseitig und ertragsseitig gestärkt werden. 3. Steuerungssystem Es besteht ein Berichtswesen auf Monatsbasis, welches u. a. eine detaillierte Analyse auf Sortiments, Kunden und Artikelebene im Vergleich zum Budget bzw. zum Vorjahr ermöglicht. Auf Basis dieser Monatsberichte finden zeitnah Analysegespräche mit den jeweiligen Verantwortlichen statt. Des Weiteren trifft sich das Management der LINHARDT-Gruppe zu monatlich stattfindenden Führungskreissitzungen. Während dieser Meetings wird regelmäßig eine Chancen- und Risikobetrachtung für die jeweilige Sortiments und Auftragsebene durchgeführt. Im Rahmen dieser Analyse werden erforderliche Maßnahmen eingeleitet, um gegebenenfalls geschäftspolitische Risiken abzuwenden. 4. Forschung und Entwicklung Das Jahr 2022 stand F&E-seitig in der LINHARDT-Gruppe unter der Überschrift Nachhaltigkeit, um dort die Position als Vorreiter bis 2023 zu übernehmen. Dabei standen die drei R = REDUCE (Gewichtsreduzierung durch geringere Wandstärken) - REPLACE (Einsatz von nachhaltigen Materialien) - RECYCLE (PCR-Anteil bis zu 100 %) für Aluminiumtuben und Aluminiumdosen im Vordergrund. Zur Unterstützung und Umsetzung der vorgenannten Aufgaben wurde zu Jahresbeginn ein Nachhaltigkeitsbeauftragter für die LINHARDT-Gruppe am Standort Viechtach eingestellt. Des Weiteren lagen die F&E-Aktivitäten in der Entwicklung von neuen Produktanwendungen im Bereich Dosenspezialitäten (Fläschchen), Materialien und Produktionsverfahren, der Leitung von Kundenprojekten, der Erprobung neuer Verfahren und Produktionstests sowie Musterfertigung und Entwicklung bis zur Industrialisierung. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Geschäftsjahr 2022 stand für die LINHARDT-Unternehmensgruppe unter dem Einfluss massiver Kostensteigerungen, hervorgerufen durch die bereits seit 2021 anhaltenden gravierenden weltweiten Lieferengpässe (v.a. im Zuge der Null Covid Politik Chinas), sowie den massiven Kostensteigerungen für Rohstoffe, Vormaterialien und Energie, insbesondere Gas aus den Folgen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Nach dem weltweiten BIP-Rückgang um 2,7 % im Jahr 2020 und einem Wachstum von 6,7 % im Jahr 2021 wird für 2022 ein Wachstum von 3,2 % für die Weltwirtschaft prognostiziert. Allerdings wird bei den namhaften Volkswirtschaften das BIP 2022 unterschiedlich positiv erwartet. Während das BIP in Deutschland mit einem Plus von nur 1,9 % deutlich unter den EU27 (+3,6 %) liegen soll, wird für China (+3,0 %), UK (+3,3 %), Frankreich (+2,7 %), Italien (+3,9 %) und die USA (+2,7 %) ein stärkerer Anstieg prognostiziert. Neben den pandemiebedingten kundenseitigen Bedarfsschwankungen im 1. Quartal und einer stabil hohen Nachfrage seitens der pharmazeutischen Industrie nach Aluminiumtuben das ganze Jahr hinweg lagen die größten Herausforderungen in der termingerechten Versorgung von Rohstoffen und Vormaterialien und dem damit verbundenen Kostenanstieg in allen Materialeinstandsgruppen. Gemäß den aus dem europäischen bzw. weltweiten Branchenverband etma (European Tube Manufacturers Association) und Aerobal vorliegenden statistischen Daten für das Jahr 2022 zeigt sich der Markt bei Aluminiumtuben europaweit wie weltweit stabil mit einem Plus von 2,5 %. LINHARDT konnte demgegenüber ein starkes Wachstum von 11,5 % verzeichnen. Aerosoldosen für Europa verzeichnen ein deutliches Plus von 6,5 % gegenüber dem Vorjahr, wobei LINHARDT ein Plus von 4,5 % erzielte, bei den sonstigen Dosen hingegen erzielte LINHARDT ein Plus von 11,1 % gegenüber dem Vorjahr. 2. Geschäftsverlauf 2.1. Umsatz und Betriebsleistung Das gesamte Geschäftsjahr 2022 war geprägt vom Jahresmotto "SUPPLY FIRST" (alle Bereichs- und Abteilungsziele wurden diesem übergeordneten Ziel gegenüber in die Pflicht genommen), um trotz anhaltender Versorgungsknappheit auf der Rohstoff- und Vormaterialseite den deutlich gestiegenen Kundenbedarf an Aluminiumtuben insbesondere für die Pharmaindustrie erfüllen zu können. Die gestiegene Nachfrage und somit Absatzsteigerung basierte zum einen auf einer Normalisierung hinsichtlich der Rezeptverschreibungen (Ende der Pandemieeinschränkungen) sowie einem Nachfrageboom nach freiverkäuflichen Medikamenten, der ersten Integrationsstufe der Nussbaum Akquisition aus dem Vorjahr, sowie Re-Lokalisierungsmaßnahmen der Pharmabranche, die ihre Abfüllstandorte aus dem Fernen und Mittleren Osten zurück nach Europa und Deutschland geholt hat. Der Ausstieg aus dem Geschäftsbereich Multiflex wurde plangemäß Ende März 2022 abgeschlossen. Die erfolgreiche Umsetzung der Covid-19-Maßnahmen und die Disziplin aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hinsichtlich der seit dem Frühjahr 2020 geltenden Verhaltensregelungen hat dazu geführt, dass trotz eines zum Teil hohen Krankenstandes die Produktion an allen Standorten uneingeschränkt und ohne Leistungseinbußen vonstatten ging. Im Mai 2022 wurde an allen LINHARDT Standorten das strenge Covid-19-Maßnahmenpaket für beendet erklärt, seitdem gelten die Regeln der Vor-Covid Zeit. Die massiven Kostensteigerungen konnten zur Sicherstellung einer stabilen und verlässlichen Lieferversorgung über Verkaufspreiserhöhungen an die Kunden weitergegeben werden. Insgesamt war das Geschäftsjahr 2022 für LINHARDT ein hervorragendes Jahr, da neben Volumensteigerungen und höheren Verkaufspreisen gleichzeitig auf der Kosten- und Fertigungsseite deutliche Produktivitätsverbesserungen erzielt werden konnten. Die Netto-Umsatzerlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahresniveau (119,9 Mio. EUR) um +21 % auf 144,9 Mio. EUR, dabei hat sich der Exportanteil (einschließlich EU-Staaten) von 50,2 % auf 50,8 % geringfügig verändert. Die Umsatzsteigerungen sind im Wesentlichen auf die Produktgruppe Aluminiumdosen zurückzuführen sowie auf Verkaufspreisanpassungen aufgrund von Rohstoffpreissteigerungen. Die Produktionsleistung entwickelte sich im Jahr 2022 wie folgt: - Aluminiumtuben: 586,6 Mio. Stk. (Vorjahr: 563,8 Mio. Stk.) - Aluminiumdosen inkl. Aerosoldosen und Spezialitäten: 272,9 Mio. Stk. (Vorjahr: 265,2 Mio. Stk.) - Verbundtuben: 10,5 Mio. Stk. (Vorjahr: 30,4 Mio. Stk.) 2.2. Beschaffung Die Aluminiumpreise lagen im Berichtsjahr, zum einen aufgrund der gestiegenen LME-Notierungen (London Metal Exchange), zum anderen aufgrund einer deutlichen energiebedingten Verteuerung von Prämie und Umarbeit bei den Butzenherstellern, deutlich über Vorjahresniveau; ähnlich verhielt es sich in den Warengruppen Verschlüsse (neben Energie war auch die Ölpreisverteuerung maßgeblich), Lacke und Verpackungen. Die Logistikkosten, wie Frachten (Im Zuge der Treibstoffkostenexplosion, Fahrermangel und EU-Richtlinien) und Containerbeschaffung (zum Teil kam es dort zu Vervierfachungen oder es gab schlicht keine) stiegen auf ein All-time High. Die Energiekosten (Strom und Gas) verdreifachten bzw. vervierfachten sich bis zum Sommer sogar. Aufgrund einer vorausschauenden und intelligenten Beschaffungspolitik stieg dennoch die Materialquote nur minimal. 2.3. Personal- und Sozialbereich Die Beschäftigtenzahl steigerte sich gegenüber dem Vorjahr und belief sich zum 31.12.2022 auf 977 Mitarbeiter (Vorjahr: 928). Darunter waren 54 Auszubildende. Es wird weiterhin an der hohen Ausbildungsquote festgehalten, um einem möglichen Facharbeitermangel vorzubeugen. Der Anteil der Personalaufwendungen an der Gesamtleistung hat sich dank des starken Umsatzwachstums gegenüber dem Vorjahr 2,9 % Prozentpunkte verringert. Die Gesundheitsquote lag bei 93,28 % gegenüber 94,43 % im Vorjahr. 2.4. Umweltschutz und Nachhaltigkeit In der Funktion "Integrierte Managementsysteme" (IMS) wird die Verantwortung zu den Themen Qualitätsmanagement, Managementsysteme, Nachhaltigkeit, Risiko-Management, Energie-Management und Compliance/CSR gebündelt. Für Kunden und andere Partner ist damit eine zentrale Kontaktstelle verfügbar. Der umfassende Nachhaltigkeitsbegriff ist ein wesentlicher Teil unserer Unternehmenspolitik. Ein schonender Umgang mit den natürlichen Ressourcen ist eine zentrale Herausforderung unserer Zeit. Bereits seit 2016 wurde hierzu ein Team gegründet, welches sich diesen umfassenden Themen widmet. Umgesetzte Projekte sind z.B. Photovoltaik Anlage, Effizienzverbesserung Nachverbrennungsanlage sowie die erweiterte Nutzung von Recyclingmaterialien. Zur Unterstützung unserer Bestrebungen sind alle Standorte zertifiziert gemäß Umweltmanagementsystem ISO 14001 sowie Energiemanagementsystem ISO 50001. Des Weiteren sind wir bei folgenden Plattformen registriert: Sedex (Audit gemäß smeta 2021) und Ecovadis. Diese Registrierung dient uns auch zur Ermittlung von Verbesserungspotentialen hinsichtlich nachhaltigem und ethischem Verhalten. Unser Qualitätsmanagementsystem ist darüber hinaus zertifiziert gemäß ISO 9001 (generelle QM-Systemanforderungen), ISO 15378 (Primärpackmittel für Arzneimittel - Besondere Anforderungen für die Anwendung von ISO 9001 entsprechend der Guten Herstellungspraxis) sowie nach BRCGS for Packaging materials (globaler Standard hinsichtlich Lebensmittelsicherheit). 2.5. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Wie bereits im Lagebericht des Geschäftsjahres 2021 erwähnt, hat sich die Gesellschafterstruktur des Mutterunternehmens geändert, wodurch seit dem 31.12.2021 die Gesellschaftsanteile zu 50 % von Herrn Julius von Staff, zu 22,26 % von der LVS Capital GmbH und zu 27,74 % von der HVS Industry GmbH gehalten werden. 3. Lage 3.1. Ertragslage Die Umsatzerlöse lagen um 21 % über dem Vorjahr. Der Jahresüberschuss hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.603 erhöht. Das Betriebsergebnis erhöhte sich um Mio. EUR 5,3 gegenüber dem Vorjahr und betrug Mio. EUR 11,7 (Vorjahr: Mio. EUR 6,4). Die sonstigen betrieblichen Erträge verminderten sich um TEUR 825, die Abschreibungen stiegen um TEUR 384 an, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 1.717. Aus assoziierten Unternehmen waren im Berichtsjahr Erträge in Höhe von TEUR 61 (Vorjahr: Aufwendungen in Höhe von TEUR 376) zu verbuchen. Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf Mio EUR 11,1 (Vorjahr: Mio. EUR 5,7). Insgesamt schloss das Geschäftsjahr 2022 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 9.092 (Vorjahr: TEUR 4.489) ab. 3.2. Finanzlage 3.2.1. Kapitalstruktur Die Kapitalanteile der Kommanditisten betragen insgesamt unverändert Mio. EUR 8,0. Der Jahresüberschuss der Linhardt GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 6.205 wurde satzungsgemäß in Höhe von TEUR 4.033 in den Darlehenskonten der Kommanditisten zugeführt und TEUR 2.172 in die Gewinnrücklagen der Kommanditisten eingestellt. Das Konzerneigenkapital hat sich absolut um TEUR 5.172 erhöht. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich dadurch von 53,2 % auf 54,4 %. Die Finanzierung des Unternehmens war zu keiner Zeit in Frage gestellt und ist auch für 2023 gesichert. 3.2.2. Investitionen Die Gesamtinvestitionen ins Anlagevermögen (ohne Finanzanlagen) betrugen im Berichtsjahr insgesamt Mio. EUR 13,4. Für den Standort Viechtach entfiel der größte Anteil der Investitionen dabei auf den Erwerb der Aluminiumtubenlinien samt Kundenaufträge aus dem Nussbaum Standort Kesswil. Darüber hinaus wurde in einen Post-Washer für eine Dosenlinie zur Produktion von Spirituosenfläschchen sowie in eine Photovoltaik-Anlage investiert. Am Standort Pausa hatten die Zugänge der Zuluft-Anlage sowie der sich im Bau befindliche Tubenlinie 11 den wesentlichen Anteil. 3.2.3. Liquidität Seit Oktober 2018 besteht mit der Tochtergesellschaft LINHARDT Pausa-Mühltroff ein Cash-Pooling Vertrag, um die Zahlungsflüsse in Viechtach zu bündeln und damit die Finanzdisposition zu erleichtern. Der Cash-Bestand des Konzerns hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 806 verringert. Der Finanzmittelfonds, bestehend aus flüssigen Mitteln sowie kurzfristigen Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, lag per 31.12.2022 bei Mio. EUR -1,1. Somit hat sich die Liquiditätssituation gegenüber dem Vorjahr (Mio. EUR 1,2) deutlich verschlechtert. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist ergebnisbedingt auf Mio. EUR 14,7 (Vorjahr Mio. EUR 9,3) gestiegen. Die Anlageninvestitionen führten zu einem negativen Cashflow aus Investitionstätigkeit von Mio. EUR 11,9. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von Mio. EUR 5,2 ist im Wesentlichen durch planmäßige Tilgung zurückzuführen. Die an die Linhardt & Co. GmbH, Hambrücken, gewährten Darlehen betragen wie im Vorjahr Mio. EUR 2,4. 3.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich zum 31. Dezember 2022 um TEUR 7.452 auf TEUR 103.523 erhöht. Bei den Aktiva hat sich dabei das Anlagevermögen um TEUR 4.031 erhöht, hauptsächlich bedingt durch einen Anstieg bei den geleisteten Anzahlungen und den Technischen Anlagen und Maschinen. Investitionen von insgesamt TEUR 13.388 standen Abschreibungen in Höhe von TEUR 9.387 gegenüber. Die Vorräte sind um TEUR 354 gestiegen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich deutlich um TEUR 3.663 erhöht. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten reduzierten sich um TEUR 806. Bei den Passiva erhöhte sich das Eigenkapital um TEUR 5.172 im Wesentlichen durch den Jahresüberschuss. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich um TEUR 1.735, hauptsächlich im Personalbereich. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich in Summe um TEUR 1.723, davon sind TEUR 1.542 Erhöhung der Kontokorrent-Verbindlichkeiten und TEUR 3,266 Abbau der Darlehen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um TEUR 699, dagegen trat ein Rückgang bei Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 7 auf. Die Darlehenskonten der Kommanditisten erhöhten sich im Wesentlichen durch die satzungsgemäße Einstellung von 65 % des Jahresüberschusses der Linhardt GmbH & Co. KG, Viechtach um TEUR 2.559. 4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die wichtigsten Größen zur Steuerung des Unternehmens sind der Umsatz und das Jahresergebnis. Darüber hinaus sind auch noch der Rohertrag sowie die Personal- und Betriebsaufwendungen relevant. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden insbesondere bei Maßnahmen zur Personalentwicklung, der Gesundheitsquote und Mitarbeiterschulungen angewandt. 5. Gesamtaussage Trotz der mannigfachen Krisensituation (russischer Angriffskrieg, andauernde Engpasssituation in der Vorlieferkette), verbunden mit den nicht budgetierten Kostensteigerungen, dem pandemiebedingten hohen Krankenstand im 1. Halbjahr und den extremen Energiekostensteigerungen wurde ein hervorragender Konzern-Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 9.092 erreicht, womit die Geschäftsführung äußerst zufrieden ist. C. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 1. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2023 wurde als Jahresmotto "STABILISIERUNG - VERLÄSSLICHKEIT - FÜHRUNG" ausgerufen, um zum einen in Analogie zum Vorjahresmotto "Supply first" den Kunden eine gesicherte Lieferversorgung zu gewährleisten, zum anderen allen rund 70 Führungskräften der LINHARDT-Gruppe die Freude am Führen zu vermitteln. Seit Herbst des Vorjahres hat sich die Situation an den Rohstoffmärkten noch nicht entspannt und die Materialquote liegt schon jetzt geringfügig über den budgetierten Werten. Jedoch wird ab Q2 mit einer leichten Entspannung gerechnet. Bereits deutlich entspannt hat sich die Kostensituation und Verfügbarkeit im Frachtraum und auf den Energiemärkten. Im Bereich Aluminiumtuben erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023 eine 10 %-ige Absatzsteigerung (Viechtach und Pausa zusammen) im Zuge der zweiten Integrationsstufe der Nussbaum Akquisition sowie Realisierung zahlreicher Neuprojekte mit Neu- und Bestandskunden. Im Bereich der Aluminiumdosen wird im Budget von einem stabilen Absatz ausgegangen. Insgesamt wird von einem moderatem Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr ausgegangen, was eine die Kostensteigerungen auf der Beschaffungsseite und Personalseite begründete teilweise kompensierende Verkaufspreiserhöhung impliziert, sowie ein Ergebnis leicht unter dem Niveau des Vorjahres erwartet. Darüber hinaus wird weiter an den vier definierten Unternehmenszielen, insbesondere bei den Nachhaltigkeitszielen im Sinne REDUCE - REPLACE - RECYCLE bei allen Produktgruppen konsequent weitergearbeitet. Gleiches gilt in Bezug auf die Werksausrichtungen im Rahmen der strategischen Road Map 2023 für jede Produktgruppe, um der LINHARDT-Gruppe in ihren Märkten eine bedeutende Marktstellung und langfristige Ertragskraft zu sichern. 2. Risikobericht 2.1. Russland/ Ukraine Krieg Für LINHARDT ist von keinen weiteren Risiken aus dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine im Hinblick auf alle nennenswerten Waren- und Kostengruppen sowie mögliche Lieferengpässe auszugehen. 2.2. Risiken mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit Darunter fallen Risiken mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von > 50 % und/oder Auswirkung > 500 TEUR auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, worunter der Währungssektor, Rohstoff- und Energiepreise sowie Debitorenausfallrisiken fallen. Die Rohstoffmärkte im Jahr 2022 waren geprägt durch starke Steigerungen und signifikante Preissprünge sowie eine zum Teil erhebliche Verknappung aller wesentlichen Vormaterialien, was sich auch auf die Beschaffung von Investitionsgütern auswirkte. Durch frühzeitigen Einkauf konnten wir unsere Einkaufspreise auf einem guten Niveau halten und haben diese Preise auch bereits für das erste Halbjahr Jahr 2023 fixiert. Im Energiebereich konnten aufgrund frühzeitiger Tranchenzukäufe die Preissteigerungen bei Strom und Gas begrenzt werden. Die wesentlichen Hauptmärkte der Gesellschaft befinden sich im Euro-Raum. Lieferverträge mit Kunden außerhalb der Eurozone und Europas schließen wir in der Regel in Euro ab. Für SA-Kunden, die in USD bezahlen, wurden im Jahr 2022 im geringen Volumen Devisentermingeschäfte für 2023 abgeschlossen, um die Preiskalkulation abzusichern. In unseren Märkten hat sich im Jahr 2022 trotz der Kostensteigerungen auf der Beschaffungsseite der Wettbewerbs und Preisdruck weiter fortgesetzt. Dadurch und auch durch die Corona Krise und damit wirtschaftliche Schwäche von Wettbewerbern bleibt der Marktdruck auf LINHARDT bestehen. Die Kostensteigerungen konnten an die Kunden weitergegeben werden, wobei insbesondere Rohstoffklausel für Aluminium und Kunststoffgranulate an die Indizes LME respektive KI gekoppelt sind. Dem Ausfallrisiko im Bereich Debitoren wird bei Neukunden durch regelmäßige Auskunftseinholung hinsichtlich ihrer Bonität entgegengewirkt. Eine Auslieferung unserer Produkte erfolgt grundsätzlich, entsprechend unseren allgemeinen Geschäftsbedingungen, unter Eigentumsvorbehalt bis zur vollständigen Bezahlung. Dazu besteht eine Warenkreditversicherung, die größere Forderungsausfälle absichert. Weiter werden Fremdwährungsforderungen, soweit es sinnvoll erscheint, durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Bezüglich der bereits vor einem Jahr entschiedenen und gegenüber den LINHARDT Mitgesellschaftern angekündigte Beendigung der LINHARDT Geschäftsbeteiligung an dem Joint-Venture Unternehmen Altaialupak ooo (Namensänderung erfolgte im Herbst 2022) bestehen Risiken aus offenen Forderungen (ausschließlich Dosengeschäft), sowie mögliche Verluste aus Anteilswertberichtungen an der russischen Gesellschaft, in Höhe von insgesamt TEUR 1.459. 2.3. Risiken mit verminderter Eintrittswahrscheinlichkeit Risiken mit verminderter Eintrittswahrscheinlichkeit (< 50 %) und/ oder Auswirkung < 500 TEUR auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage können sich insbesondere aus dem Fachkräftemangel ergeben. Um diesem zu begegnen, wurde die Aus- und Weiterbildungstätigkeit ausgebaut. 2.4. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken aller Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. 2.5. Gesamtaussage Es besteht ein internes Kontrollsystem, aufgrund dessen permanente Kontrollen in der Verantwortung der Geschäftsführung vorgenommen werden. Hierdurch wird sichergestellt, dass jede negative Entwicklung auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten frühzeitig erkannt wird. Es ist eine betriebliche Kosten- und Planungsrechnung installiert, die die Entwicklung der Kosten transparent macht; diese Kosten- und Planungsrechnung wird monatlich abgestimmt und analysiert, und es werden gegebenenfalls notwendige Maßnahmen veranlasst. Die Finanz- und Vermögenslage unserer Gesellschaft ist geordnet. Die laufenden Zahlungsverpflichtungen werden unter Ausnutzung von Skonto erfüllt. Insgesamt erwarten wir, dass das implementierte Kontrollsystem sowie die im Abschluss getroffenen Maßnahmen keine übermäßig negativen Auswirkungen oder gar eine Bestandsgefährdung aus den erläuterten Risiken auf unsere Gesellschaft zulassen. 3. Chancenbericht Für unsere Gesellschaft bietet sich eine Reihe von Chancen, insbesondere aus unseren Aktivitäten und Schwerpunkten im Bereich Innovation und Produktentwicklung, der ständigen Weiterentwicklung und Verbesserung unserer Produktivität, Produktionskapazitäten und Prozesse sowie durch eine innovativ, flexibel und professionell agierende Vertriebsorganisation. Die mit Abstand wichtigste Chance bietet unsere Innovations und Produktentwicklungstätigkeit, mit der wir neben der Erfüllung von kundenspezifischen Fertigungswünschen immer wieder Neuheiten präsentieren können. Dies generiert vor allem neue Geschäftsfelder bzw. neue Kundenbeziehungen. Die im vergangenen Jahr auf Gruppenebene weiterentwickelte Neustrukturierung der Vertriebsorganisation auf Produktgruppen und Branchen erlaubt uns ein wesentlich schnelleres, konsequenteres und vor allen Dingen agileres Auftreten bei unseren Kunden. Neben der Innovationskraft ist die schlagkräftige Vertriebsorganisation innerhalb der Verpackungsmittelbranche eine Grundvoraussetzung, um Marktbegleitern immer einen Schritt voraus zu sein.
Viechtach, den 12. Mai 2023 Johannes Schick, Geschäftsführer der Komplementärgesellschaft Viechtacher Metallwarenfabrik GmbH, Viechtach, der LINHARDT GmbH & Co. KG Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022LINHARDT GMBH & CO. KG, VIECHTACHAn die Linhardt GmbH & Co. KG, Viechtach Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Linhardt GmbH & Co. KG, Viechtach, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Linhardt GmbH & Co. KG, Viechtach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Deggendorf, 12. Mai 2023 Dr.
Kittl & Partner GmbH
Karl Schröder, Wirtschaftsprüfer Andreas Schwarzhuber, Wirtschaftsprüfer BILLIGUNG DES KONZERNABSCHLUSSESLINHARDT GMBH & CO. KG, VIECHTACHDer Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 der Linhardt GmbH & Co. KG, Viechtach, wurde am 15. Mai 2023 gebilligt. |
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