Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 30094
Eingetragen
18.11.2015
Branche
Großhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehörHerstellung von sonstigen Teilen und sonstigem Zubehör für KraftwagenGroßhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und Zubehör
Gegenstand
Herstellung, Vertrieb von und Handel mit Kfz-Zubehör, insbesondere Leichtmetallfelgen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marco Mancin
seit 22.7.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Anassagora Holding S.p.A.ITA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Anassagora Holding S.p.A.
Italy
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DIEWE Wheels GmbH

Aichach (vormals: Kissing)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht

I. Grundlage des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die DIEWE Wheels GmbH mit Sitz in 86438 Kissing (im Folgenden DIEWE Wheels genannt) entwickelt, fertigt und vertreibt hochwertige Leichtmetallräder für PKW, Wohnmobile und Leicht-LKW der Marke DIEWE Wheels. Zusätzlich werden als reine Handelsprodukte die Leichtmetallräder der Marken GMP, ETABETA und MOMO vertrieben. Im Falle ETABETA fungiert DIEWE Wheels als Generalimporteur für Deutschland und Österreich. Dieses breite Sortiment erlaubt es nahezu jeden Kundenwunsch erfüllen zu können.

2. Entwicklung und Fertigung

DIEWE Wheels betreibt eine eigene Entwicklungsabteilung, welche die ständige Produktoptimierung, sowie die Anpassung der Produkte an geänderte Marktsituationen vorantreibt. Der gleichbleibend hohe Qualitätsstandard wird durch ein Qualitätsmanagementsystem gesichert, welches vom TÜV in regelmäßigen Audits überprüft wird.

DIEWE Wheels besitzt durch die eigene Fertigung von Leichtmetallrädern eine gute Marktposition. Die Endbearbeitung der Räder wird vor Ort in Kissing vorgenommen. Dadurch, und durch die sehr enge Zusammenarbeit mit dem TÜV kann schnell auf neue Anforderungen des Marktes (neue Fahrzeugmodelle) reagiert werden.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gemäß der Auswertung des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist die Weltwirtschaft nach dem Einbruch 2020 in 2021 um knapp 6% gewachsen. Ursache für den Rückgang in 2020 war die weltweite Corona-Pandemie. In Deutschland ist das Bruttoinlandsprodukt in 2021 um ca. 3% gegenüber 2020 gewachsen. Dabei war der Einbruch in Deutschland in 2020 deutlich geringer als weltweit.

Nachdem sich DIEWE Wheels bereits in 2020 der rückläufigen Entwicklung entziehen konnte auch im Jahr 2021 in allen vier Quartalen der Umsatz deutlich gesteigert werden. Erreicht wurde diese positive Entwicklung durch sehr gute Produktverfügbarkeit und durch die marktgerechte Produktpalette.

2. Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse erhöhten sich insgesamt um 28,4 % (Vj. 29,9 %). Die Erhöhung verteilt sich auf die Inlandsumsätze (+17,6 %), die Umsätze in den EU-Ländern (+93,7 %) und die Umsätze in den Drittländern (+49,8 %).

a) Ertragslage

Die Veränderungen in der Ertragslage ergeben sich aus der nachfolgenden Übersicht:

2021
T€
2020
T€
Abweichung
T€
Rohertrag 3.424 2.861 563
Personalaufwand -948 -782 -166
Abschreibungen -49 -31 -18
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.616 -1.486 -130
EBIT 811 562 249
Zinserträge/Zinsaufwendungen -154 -212 58
Ertragsteuern 0 0 0
Jahresüberschuss 657 350 307

Der Materialeinsatz ist mit 30,5 % überproportional zum Umsatz angestiegen. Das Rohergebnis erhöhte sich um T€ 563 auf T€ 3.424 und liegt damit um 19,7 % über dem Vorjahr.

Durch die Erhöhung des Personalbestandes um 2 neue Mitarbeiter sind die Personalkosten um 21,2 % gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben gegenüber dem Vorjahr um T€ 130 oder 8,8 % zugenommen. Die Erhöhung ist insbesondere auf die um T€ 103 gestiegenen Ausgangsfrachten sowie die gestiegenen Verpackungsmaterialien (T€ +30), EDV-Kosten (T€ +28), Raumkosten (T€ +21) und Kosten für Jahresabschluss und Abschlussprüfung (T€ +15). Dagegen haben sich die Forderungsverluste und Wertberichtigungen um T€ 38 und die Kosten für Qualitätsprüfung um T€ 27 verringert.

Das Finanzergebnis hat sich von T€ -212 im Vorjahr auf T€ -154 deutlich verbessert. Dies ist insbesondere auf die niedrigeren Zinsaufwendungen infolge der Tilgung von Fremdmitteln zurückzuführen.

Das Ergebnis nach Ertragsteuern hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 307 (87,7 %) verbessert. Nach Abzug der sonstigen Steuern verbleibt ein Jahresüberschuss in Höhe von T€ 657 (Vj. T€ 350).

b) Finanzlage

2021
T€
2020
T€
Abweichung
T€
Eigenkapital 167 0 167
Kurzfristiges Fremdkapital:      
Sonstige Rückstellungen 199 145 54
Kurzfristige Verbindlichkeiten 8.405 7.540 865
Summe Passiva 8.771 7.685 1.086

Die Eigenkapitalquote beträgt nach der Gewinnthesaurierung 1,9 %. Nach anfänglichen Verlustjahren konnte im Berichtsjahr erstmals ein positives Eigenkapital ausgewiesen werden.

Das kurzfristige Fremdkapital hat sich um T€ 920 auf T€ 8.604 erhöht. Sowohl die sonstigen Rückstellungen, als auch die kurzfristigen Verbindlichkeiten haben sich deutlich erhöht.

Die sonstigen Rückstellungen haben insbesondere durch die gestiegenen Gewährleistungsverpflichtungen um T€ 54 zugenommen.

Der Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten um T€ 865 beruht im Wesentlichen auf der Erhöhung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten um T€ 1.421. Dagegen haben sich die Lieferantenverbindlichkeiten um T€ 468 und die sonstigen Verbindlichkeiten um T€ 88 verringert.

Die Finanzlage der DIEWE Wheels ist als stabil zu bezeichnen. Die Geschäftsleitung achtet stets darauf, Verbindlichkeiten fristgerecht zu bezahlen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

c) Vermögenslage

2021
T€
2020
T€
Abweichung
T€
Anlagevermögen 351 278 73
Kurzfristige Vermögenswerte 7.950 6.366 1.584
Liquide Mittel 470 550 -80
Kapitalfehlbetrag 0 491 -491
Summe Aktiva 8.771 7.685 1.086

Die Vermögensstruktur hat sich gegenüber dem Vorjahr verändert.

Das langfristig gebundene Vermögen hat sich um T€ 73 erhöht, da die Anlagenzugänge mit T€ 123 höher waren als die Abgänge und Abschreibungen mit zusammen T€ 49.

Das kurzfristig gebundene Vermögen ist aufgrund der um T€ 1.573 höheren Vorräte und der um T€ 11 höheren sonstigen Vermögensgegenstände auf T€ 7.950 gestiegen. Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich zum Bilanzstichtag um T€ 80 auf T€ 470 verringert.

Das Anlagevermögen ist zu 47,6% durch Eigenkapital gedeckt.

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr (T€ 7.685) um T€ 1.086 auf T€ 8.771 erhöht. Die Steigerung ist insbesondere auf die starke Zunahme der Vorräte zurückzuführen.

d) Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung werden die Kennzahlen Eigenkapitalrendite, Gesamtkapitalrendite vor Zinsen und Umsatzrentabilität herangezogen.

Die Eigenkapitalrendite ergibt auf Grund des in den Vorjahren negativen Eigenkapitals keinen aussagekräftigen Wert. Die Gesamtkapitalrendite vor Zinsen ist mit 9,2 % gegenüber dem Vorjahr (7,3 %) gestiegen. Die Umsatzrentabilität hat sich von 2,7 % auf 3,9 % erhöht.

e) Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Unter Berücksichtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kann die wirtschaftliche Lage des Unternehmens insgesamt als stabil bezeichnet werden.

III. Prognosebericht

Die Geschäftsleitung der DIEWE Wheels wird weiterhin den Vertrieb und den Kundenservice forcieren, um eine stetige positive Entwicklung des Unternehmens zu sichern. Der Vertrieb wird in Zukunft durch einen erfahrenen Außendienstmitarbeiter verstärkt, um noch näher am Kunden zu sein und die entsprechenden Bedürfnisse des Marktes noch schneller umzusetzen.

DIEWE Wheels arbeitet aktuell an der Einführung eines neuen ERP Systems nebst neuem Webshop. Beide Maßnahmen versprechen einerseits eine noch bessere Betreuung der Kunden und andererseits weiter rationalisierte interne Abläufe.

In 2022 wird DIEWE Wheels neue Lager- und Büroräume beziehen. Durch den Umzug in ein neu errichtetes Gebäude, das nach den eigenen Bedürfnissen geplant wurde, soll eine noch mal deutlich gesteigerte Effizienz erreicht werden. Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen der Geschäftspolitik geplant. Nach den hohen Umsatzsteigerungen im abgelaufenen Geschäftsjahr plant die Gesellschaft auch im Geschäftsjahr 2022 mit einer stabilen Entwicklung. Der bisherige Geschäftsverlauf lässt trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Krieges in der Ukraine eine moderate Umsatzsteigerung erwarten. Trotz der außergewöhnlichen Belastungen durch das neu zu erwerbende ERP-System, den neuen Webshop und den Kosten des Umzuges geht die Geschäftsleitung für 2022 von einer stabilen Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren und von einem positiven Ergebnis auf annähernd dem Niveau des Berichtsjahres aus.

IV. Chancen und Risikobericht

1. Risikobericht

Die Geschäftsleitung der DIEWE Wheels ist seit jeher bestrebt, bei Ihren Handlungen und Entscheidungen, keine existenziellen Risiken einzugehen.

Die Risiken der Gesellschaft auf der Absatzseite liegen in der Abhängigkeit von konjunkturellen Entwicklungen. Auf der Beschaffungsseite stecken die Risiken in den stark gestiegenen Rohstoff- und Energiepreisen, sowie in den steigenden Produkt-Nebenkosten wie Verpackungen und Transport.

Die finanziellen Risiken des Überseehandels mit Asien verlieren bei DIEWE Wheels immer mehr an Stellenwert, da sich die Lieferketten mittlerweile fast ausschließlich innerhalb der Europäischen Union befinden.

Das Risiko einer sinkenden Kaufkraft der Verbraucher wird durch konsequente Weiterentwicklung der Produktpalette auf die aktuellen Anforderungen und somit der Schaffung von Nachfrageprodukten entgegengewirkt.

Die internen Risiken der andauernden Corona-Pandemie, wie Ausfälle von Mitarbeitern, hat die Gesellschaft durch ihr innerbetriebliches Sicherungskonzept bisher unbeschadet überstanden. Die gesetzlichen Vorgaben wurden in der Vergangenheit und werden auch in Zukunft konsequent umgesetzt.

Ein Ausfall der Lieferketten durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie und der Ukraine-Krise ist bisher nicht vorgekommen. Durch einen angemessenen Lagerbestand versucht DIEWE Wheels diesem Risiko und den zu erwartenden Preissteigerungen frühzeitig zu begegnen.

2. Chancenbericht

DIEWE Wheels kann sich in dem zunehmenden Wettbewerb im kleiner werdenden Leichtmetallrädermarkt durch schnelle Reaktion auf die Anforderung neuer Fahrzeuge, einerseits durch die eigene Produktion und andererseits durch die innovative Entwicklungsabteilung, gut positionieren.

Durch das neue ERP System zusammen mit dem neuen Webshop soll der Kundenkreis vergrößert werden, sowie die innovativen Produkte noch schneller an den Kunden geliefert werden.

Durch die effizientere interne Logistik nach dem Bezug der neuen Gebäude, sowie die verbesserte externe Logistik durch den künftigen Standort direkt neben einem DPD-Verteilerzentrum werden die Kunden noch besser an DIEWE Wheels als zuverlässiger Lieferant gebunden.

3. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sieht DIEWE Wheels in den Auswirkungen der Ukraine-Krise wie dem Anstieg von Rohstoff- und Energiepreise oder der konjunkturellen Entwicklung sowie im zunehmenden Wettbewerb im kleiner werdenden Leichtmetallrädermarkt. Die Auswirkung der Corona-Pandemie hat das Unternehmen bisher nicht negativ beeinflusst.

Angesichts der stabilen finanziellen Lage, sowie der innovativen Unternehmenskultur sieht sich die Gesellschaft gut gerüstet, diese Risiken zu bewältigen.

Die Geschäftsführung plant für das kommende Geschäftsjahr mit einer Umsatzrendite annähernd auf dem Niveau des Berichtsjahres.

Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

 

Kissing, 26. Juli 2022

Johann Dietmair, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 351.482,00 277.861,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1,00 1,00
II. Sachanlagen 351.481,00 277.860,00
1. technische Anlagen und Maschinen 200.948,00 198.466,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 150.533,00 79.394,00
B. Umlaufvermögen 8.398.839,60 6.899.795,66
I. Vorräte 6.806.791,20 5.233.754,70
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.121.622,44 1.116.249,21
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 470.425,96 549.791,75
C. Rechnungsabgrenzungsposten 20.448,00 16.450,00
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   490.741,63
Aktiva 8.770.769,60 7.684.848,29

Passiva

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 166.301,35 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 1.000.000,00 1.000.000,00
III. Verlustvortrag 1.590.741,63 1.940.774,27
IV. Jahresüberschuss 657.042,98 350.032,64
V. nicht gedeckter Fehlbetrag   490.741,63
B. Rückstellungen 199.250,00 144.600,00
C. Verbindlichkeiten 8.405.218,25 7.540.248,29
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.043.154,35 622.509,64
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 43.154,35 22.509,64
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.000.000,00 600.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.856.828,43 4.992.483,91
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.656.828,43 2.292.483,91
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.200.000,00 2.700.000,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.505.235,47 1.925.254,74
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.505.235,47 1.925.254,74
Passiva 8.770.769,60 7.684.848,29

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Rohergebnis 3.424.310,40 2.861.250,64
2. Personalaufwand 947.841,40 782.230,05
a) Löhne und Gehälter 766.515,23 633.322,60
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 181.326,17 148.907,45
davon für Altersversorgung 590,88 590,88
3. Abschreibungen 49.398,96 31.012,44
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 49.398,96 31.012,44
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.615.626,97 1.485.453,24
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 12.125,42 18.142,40
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 153.990,09 211.992,27
davon an verbundene Unternehmen 135.770,34 185.004,00
6. Ergebnis nach Steuern 657.452,98 350.562,64
7. sonstige Steuern 410,00 530,00
8. Jahresüberschuss 657.042,98 350.032,64

Anhang

I. ALLGEMEINE ANGABEN

Die DIEWE Wheels GmbH hat ihren Sitz in Kissing und ist beim Amtsgericht Augsburg im Handelsregister, Abteilung B, unter Nummer 30094 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften unter Beachtung der Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die größenabhängigen Erleichterungen gem. §§ 286, 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB aufgestellt (§§ 265 I 2, 266 ff. HGB).

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

1. Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu den Anschaffungskosten aktiviert und auf 3 Jahre linear abgeschrieben.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden planmäßig unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode ermittelt. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt bei den technischen Anlagen und Maschinen sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 2 und 15 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

2. Vorräte

Die Vorräte werden zu den Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

3. Forderungen und andere Gegenstände des Umlaufvermögens

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch einen pauschalen Wertabschlag von 0,5 % ausreichend Rechnung getragen.

4. Liquide Mittel

Liquide Mittel werden zum Nominalbetrag, gegebenenfalls mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

5. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

6. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung von Garantieleistungen werden entsprechende Rückstellungen unter Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen mit 0,5 % des Jahresumsatzes gebildet.

7. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

8. Fremdwährungsumrechnung

Kurzfristige Forderungen oder Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

III. ERLäUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

1. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens einschließlich der Abschreibungen des Geschäftsjahres ergibt sich aus nachstehendem Anlagespiegel:

ANLAGEVERMÖGEN Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.01.2021
EUR
Zugänge 2021
EUR
Abgänge 2021
EUR
Stand 31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.139,00 0,00 0,00 2.139,00
II. Sachanlagen:        
1. Technische Anlagen und Maschinen 301.300,12 26.234,14 0,00 327.534,26
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 103.336,11 96.785,82 1.778,15 198.343,78
  404.636,23 123.019,96 1.778,15 525.878,04
ANLAGEVERMÖGEN GESAMT 406.775,23 123.019,96 1.778,15 528.017,04
ANLAGEVERMÖGEN Abschreibungen
Stand 01.01.2021
EUR
Zugänge 2021
EUR
Abgänge 2021
EUR
Stand 31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.138,00 0,00 0,00 2.138,00
II. Sachanlagen:        
1. Technische Anlagen und Maschinen 102.834,12 23.752,14 0,00 126.586,26
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.942,11 25.646,82 1.778,15 47.810,78
  126.776,23 49.398,96 1.778,15 174.397,04
ANLAGEVERMÖGEN GESAMT 128.914,23 49.398,96 1.778,15 176.535,04
ANLAGEVERMÖGEN Buchwert
Stand 31.12.2021
EUR
Stand 31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1,00 1,00
II. Sachanlagen:    
1. Technische Anlagen und Maschinen 200.948,00 198.466,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 150.533,00 79.394,00
  351.481,00 277.860,00
ANLAGEVERMÖGEN GESAMT 351.482,00 277.861,00

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus folgenden Positionen zusammen:

2021
TEUR
2020
TEUR
- Gewährleistungen 150 117
- Jahresabschlusskosten 24 8
- Verpflichtungen aus dem Personalbereich 19 20
- Sonstige 6 -
  199 145

Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung der in § 285 Nr. 1 und 2 HGB geforderten Angaben ergibt sich aus nachstehendem Verbindlichkeitenspiegel:

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag davon mit Restlaufzeit
31.12.2021
EUR
bis 1 Jahr
EUR
1-5 Jahre
EUR
über 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.043.154,35 2.043.154,35 -,-- -,--
(Vorjahr) (622.509,64) (622.509,64) (-,--) (-,--)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.256.167,57 1.256.167,57 -,-- -,--
(Vorjahr) (1.723.835,38) (1.723.835,38) (-,--) (-,--)
Sonstige Verbindlichkeiten 5.105.896,33 5.105.896,33 -,-- -,--
(Vorjahr) (5.193.903,27) (5.193.903,27) (-,--) (-,--)
Verbindlichkeiten gesamt 8.405.218,25 8.405.218,25 -,-- -,--
(Vorjahr) (7.540.248,29) (7.540.248,29) (-,--) (-,--)

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von EUR 3.656.828,43 (2020: EUR 4.984.048,48). Der Ausweis erfolgt unter sonstigen Verbindlichkeiten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 7.039,31 (2020: EUR 6.493,55) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR -,-- (2020: EUR 953,48) enthalten.

2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 22 (2020:TEUR 9) sowie periodenfremde Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 15 (2020: TEUR 13). Des Weiteren sind außergewöhnliche Erträge aus Schadenersatzleistungen in Höhe von TEUR 0 (2020: TEUR 30) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen aus der Einstellung in die Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 1 (2020: TEUR 14) und aus Forderungsverlusten in Höhe von TEUR 2 (2020: TEUR 26) enthalten. Des Weiteren sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 12 (2020: TEUR 18) enthalten.

IV. SONSTIGE ANGABEN

1. Haftungsverhältnisse

Angabepflichtige Haftungsverhältnisse gemäß § 251 und § 268 Abs. 7 HGB bestehen nicht.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen. Die finanziellen Verpflichtungen hieraus belaufen sich für das Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 350, für die Geschäftsjahre 2023 bis einschließlich 2026 auf insgesamt TEUR 1.400 und ab dem Geschäftsjahr 2027 ff. auf TEUR 350.

Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

3. Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:

- Herr Johann Dietmair, Alleingeschäftsführer

Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird von der Erleichterung des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

4. Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt

2021 2020
Angestellte 10 9
Gewerbliche Arbeitnehmer 14 13
  24 22

5. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Hinsichtlich des Gesamthonorars des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB wird von der Erleichterung des § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht.

6. Vorgänge nach dem Bilanzstichtag von besonderer Bedeutung

In Bezug auf die nach dem Bilanzstichtag eingetretene Ukraine-Krise und die möglichen Auswirkungen auf das Unternehmen wird auf die Ausführungen unter Punkt IV im Lagebericht verwiesen.

7. Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzverlust in Höhe von EUR 933.698,65, der sich aus dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 657.042,98 und dem Verlustvortrag in Höhe von EUR 1.590.741,63 ergibt, auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Kissing, den 06. Juli 2021

DIEWE Wheels GmbH

Geschäftsführung

Johann Dietmair

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.07.2022 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die DIEWE Wheels GmbH, Kissing

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DIEWE Wheels GmbH, Kissing, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DIEWE Wheels GmbH, Kissing, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Augsburg, den 26. Juli 2022

CONLATA Geißelmaier & Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

DIPLOM-KAUFMANN JÖRG GEIßELMAIER, WIRTSCHAFTSPRÜFER

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