Safion GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Friedrich Grupe seit 2.1.2023 | Geschäftsführer |
Stefan Rungen seit 18.10.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Digatron Power Electronics GmbHAachenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Geschäftsmodell Die Digatron Power Electronics GmbH ist Teil einer internationalen Unternehmensgruppe. Hierzu gehören das Schwesterunternehmen Digatron Power Electronics Inc. in Shelton Connecticut/USA, Ador-Digatron Private Limited in Pune/Indien und Digatron Systems Srl mit Sitz in Mailand/Italien. Das 100%tige Tochterunternehmen Digatron Qingdao Electronic Co. Ltd. in China wurde im September 2023 an einen lokalen Investor verkauft. Die Beckers Holding GmbH hält 100 % der Anteile an der Digatron Power Electronics GmbH, 100 % der Anteile an der Digatron Power Electronics Inc. und 49 % am Joint Venture Ador-Digatron Private Limited sowie 50 % am Joint Venture Digatron Systems Srl. Darüber hinaus hält sie eine 25,1-prozentige Beteiligung an dem Aachener Unternehmen Safion GmbH, das Hard- und Software für die Diagnose von Batterien entwickelt und produziert. Der Joint Venture Partner Ador Powertron Ltd. ist Teil der ADOR-Unternehmensgruppe und war zuvor mehrere Jahrzehnte Vertriebspartner für Digatron in Indien. Hinter dem Joint Venture Partner TREEMECH Srl. stehen drei italienische Investoren aus dem Investitionsgüterbau im Bereich der Batterieindustrie. Digatron entwickelt, produziert und vertreibt weltweit computergesteuerte Formations-, Test- und Simulationssysteme für alle Arten von Batterien. Unsere Testsysteme simulieren den Praxisbetrieb einer Batterie im Labor und werden sowohl bei der Qualitätssicherung als auch in der Forschung und Entwicklung eingesetzt. Für Hybridantriebe liefern wir hochdynamische Batterie- Test- und Simulationssysteme. Diese Anlagen werden von der Automobilindustrie und den automobilen Forschungsinstituten zur Simulation elektrifizierter Antriebsstränge im Rahmen der Entwicklung von Hybridantrieben eingesetzt. Für sonstige elektrische Energiespeicher, wie Spitzenlast-Speicher, Brennstoffzellen, Supercaps etc. liefern wir Leistungselektronik im Bereich von wenigen Kilowatt bis hin zu mehreren Megawatt. Die Kombination von Leistungselektronik in linearer oder getakteter Ausführung in Verbindung mit digitaler Steuerungs- und Regelungstechnik, sowie eine umfangreiche Management-Software, machen Digatron zum anerkannten Spezialisten in diesem Bereich. Unsere Batteriesimulationsgeräte und Electric-Vehicle-Tester haben sich zu den stärksten Wachstumsträgern seit Markteinführung des Universal-Battery-Testers im Jahre 1976 entwickelt. Unsere Formationssysteme optimieren das Ladeverfahren bei der Initialladung der Batterien und bewirken somit die Reduzierung der Produktions-Durchlaufzeit und der Energiekosten. Diese Anlagen bieten wir auch als schlüsselfertige Turn-Key-Projekte an. Digatron fungiert hierbei als System-Integrator. Unsere Kunden sind Batterie- und Automobilhersteller oder kommen aus den Bereichen Antriebstechnik, Batteriesysteme, Energieversorgung und Energiespeicherung sowie der Forschung und Entwicklung auf diesen Gebieten. Als einer der Global Player in diesem Markt haben wir im Berichtsjahr zwei Drittel unseres Umsatzes im weltweiten Export gemacht. Die Umsätze verteilen sich zu 37 % auf Deutschland und zu 63 % auf das Ausland. Der amerikanische Markt (Nord-, Mittel und Südamerika) wird von unserer amerikanischen Schwestergesellschaft Digatron Power Electronics, Inc. in Shelton, CT, USA abgedeckt. Hier werden zunehmend Modulkomponenten "Made in Aachen" verbaut bzw. vertrieben. Das in Italien ansässige Unternehmen "Digatron Systems" ist eine strategische Erweiterung der Unternehmensgruppe, um die Wertschöpfungskette entlang der Batterieproduktion im Rahmen von Turn-Key-Projekten zu erweitern und die stark steigende Nachfrage nach Maschinen zur Herstellung und Formation von Lithium-Ionen-Batterien zu bedienen sowie schlüsselfertige Lösungen anbieten zu können. Digatron Systems verfügt über einen Pool von hoch qualifizierten Engineering- und Fertigungsexperten mit breiter Erfahrung auf dem Gebiet fortschrittlicher Batterieproduktionsprozesse und ist an der Seite aller Unternehmen der Digatron-Gruppe weltweit tätig. 2. Forschung und Entwicklung Unser F&E-Bereich beschäftigt im Berichtsjahr 33 Mitarbeiter (VJ. 34). Darüber hinaus bedienen wir uns spezialisierter Dienstleistungsunternehmen, an die wir Entwicklungsaufträge vergeben. Der notwendige Entwicklungsaufwand wächst stetig an, da die Leistungsfähigkeit der Software in unseren Produkten immer höheren Anforderungen entsprechen muss. Für die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Software wurden auch im Berichtsjahr 2023 wieder erhebliche Investitionen getätigt. Im Hardwarebereich investieren wir kontinuierlich in die Weiterentwicklung getakteter Technik, um die Position unserer Geräte und Anlagen im Markt weiter auszubauen. Unsere innovativen, hocheffizienten Batterietestsysteme der regenerativen RE-Serie werden von unserem Kunden sehr stark nachgefragt und sind einer der "Top Seller" in unserer Produktpalette. Mit diesen Batterietestsystemen in Siliziumcarbid Technologie tragen wir den gestiegenen Anforderungen unserer Kunden hinsichtlich Energieeffizienz, Messgenauigkeit und Raumbedarf Rechnung. Aufgrund der hohen Leistungsdichte wird die Anforderung an die Fläche bzw. Größe der Labore und Produktionsstätten deutlich reduziert. Darüber hinaus entfallen aufwendige bauliche Maßnahmen für Kühlung und Schallschutz. I. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Berichtsjahr besser als zu Jahresbeginn erwartet und wuchs mit 2,7 % zwar etwas langsamer als im Vorjahr (3 %), jedoch nur leicht unter dem langfristigen Trend. Die wachstumsdämpfenden Effekte einer markanten und synchronen Straffung der Geldpolitik vieler Notenbanken wurden dabei durch positive Impulse vonseiten der Fiskalpolitik und niedrigere Energie- und Rohstoffpreise abgemildert. Allerdings gab es deutliche Unterschiede zwischen und teils auch innerhalb der einzelnen Regionen. Die unerwartete Widerstandskraft der US-Wirtschaft in Anbetracht der massiven geldpolitischen Straffung war der Hauptgrund für diese positive Entwicklung, aber auch einige große Schwellenländer wie Indien oder Brasilien konnten die Erwartungen übertreffen. Dagegen zeigten sich die Volkswirtschaften Europas und Chinas eher schwach. In diesem Umfeld verlangsamte sich auch der Welthandel und schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr um rund 2 %. Die US-Wirtschaft trotzte im Berichtsjahr erfolgreich den Rezessionsrisiken. Obwohl die US-Zentralbank Fed ihren Leitzins im Jahresverlauf um weitere 100 Basispunkte auf 5,5 % anhob, blieb das Wachstum robust. Vor allem der private Konsum expandierte dynamisch, unterstützt durch großzügige Fiskalprogramme und Ersparnisse aus Pandemiezeiten. Außerdem ging die Inflationsrate weiter zurück und lag mit durchschnittlich 4,1 % deutlich unter dem Vorjahr, wenn auch nach wie vor über dem Zielwert der Fed. Zusammen mit kräftigen Lohnzuwächsen unterstützte diese Entwicklung die verfügbaren Einkommen. Im Gesamtjahr beschleunigte sich das Wachstum der US-Wirtschaft dank der robusten Inlandsnachfrage folglich auf 2,5 %. In der Eurozone entwickelte sich die Wirtschaft deutlich verhaltener, obwohl die enormen Belastungen durch hohe Energiepreise gegenüber dem Vorjahr spürbar nachließen. Trotzdem blieb der Industriesektor massiv unter Druck und schrumpfte im Gesamtjahr deutlich. Der private Konsum stagnierte über weite Strecken angesichts weiterhin hoher, wenn auch rückläufiger Inflationsraten und steigender Zinsen. Die Inflation in der Eurozone lag im Jahresdurchschnitt mit 5,4 % nach wie vor deutlich über dem Notenbankziel von rund 2 %, sodass auch die Europäische Zentralbank an ihrem Kurs der geldpolitischen Straffung festhielt; der Leitzins stieg im Jahresverlauf um weitere 200 Basispunkte auf 4,5 %. Nachdem die Wirtschaft der Eurozone im ersten Halbjahr, auch dank von Aufholeffekten nach der Pandemie und nachlassender Lieferkettenstörungen, noch ein kleines Wachstum verzeichnen konnte, ging die Wirtschaftsleistung in der zweiten Jahreshälfte wieder leicht zurück. Im Gesamtjahr ergab sich damit lediglich ein Plus von 0,5 %. Die chinesische Wirtschaft startete nach dem Ende der »Null-COVID«-Maßnahmen mit einer kräftigen Erholung ins Jahr, konnte diese Dynamik allerdings nicht aufrechterhalten. Vor allem die ausgeprägte Schwäche im Immobiliensektor und die damit verbundene Vertrauenskrise bei den Verbrauchern dämpften die Erholung. Dank staatlicher Stützungsmaßnahmen und geldpolitischer Lockerung wurde das ausgerufene Wachstumsziel mit 5,2 % dennoch erreicht. Anders als in den USA und Europa sah sich die chinesische Wirtschaft eher mit leicht deflationären Tendenzen konfrontiert, und die Verbraucherpreise legten im Gesamtjahr um nur 0,2 % zu. Wechselkursentwicklung In diesem Umfeld waren die Wechselkurse volatil. Der Kurs des US-Dollar zum Euro bewegte sich im Jahresverlauf zwischen 1,05 und 1,13. Zum Jahresende 2023 war der Euro rund 3 % stärker als zum Jahresende 2022. Energie- und Rohstoffpreise Die Preise für Öl und Gas gingen im Vergleich zu den Rekordniveaus des Vorjahres deutlich zurück, waren aber nach wie vor sehr volatil. Der Ölpreis fiel zum Jahresende unter die Marke von 80 USD je Barrel und lag damit fast 9 % unter dem Niveau am Vorjahresende, im Jahresdurchschnitt lag der Preis rund 17 % unter dem Vorjahr. Auch der europäische Gaspreis gab spürbar nach. Zum Jahresende 2023 lag der Preis mit rund 32 € fast 60 % niedriger als zum Jahresende 2022, blieb damit aber weiterhin über den Niveaus vor der Pandemie. 2. Geschäftsverlauf und Lage Neben den für die Wirtschaft allgemein schwierigen Rahmenbedingungen in Deutschland haben die geopolitischen Spannungen, weiterin hohe Energiekosten und die immer noch deutlich spürbare Inflation uns bei Digatron daran gehindert, unsere für das Jahr 2023 aufgestellte Planung zu erreichen. Aufgrund eines deutlichen Umsatzrückgangs gegenüber Vorjahr, verursacht durch den Einbruch im Geschäftsfeld der Bleibatterie der in anderen Geschäftsfeldern nicht kurzfristig kompensiert werden konnte, mußte Digatron in 2023 einen deutlich höheren Jahresfehlbetrag als erwartet hinnehmen. Hierzu haben die erheblich gestiegenen Personalkosten, resultierend aus dem Ausbau unserer Organisation in den Vorjahren begleitet von deutlichen Lohnsteigerungen in der jüngsten Zeit, als auch die gestiegenen Kosten für bezogene Leistungen und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe maßgeblich beigetragen. Vor dem Hintergrund der nicht erreichten Planzahlen führte dies bereits zu einem negativen Betriebsergebnis aus operativer Geschäftstätigkeit. a) Ertragslage Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte Digatron Umsatzerlöse von 12.480 TEUR (i. VJ. 20.468 TEUR). Dies entspricht einem Rückgang von TEUR 7.988 bzw. 39 %. Der Bestand an Halbfabrikaten und Fertigerzeugnisse erhöhte sich über das Jahr um 1.387 TEUR. Die Gesamtleistung sank um 5.676 TEUR (29 %) und betrug 13.867 TEUR (i. VJ. 19.543 TEUR exklusiv betriebliche Erträge). Der Materialaufwand des abgelaufenen Geschäftsjahres betrug 6.535 TEUR (47,1 % der Gesamtleistung) verglichen mit 9.020 TEUR (46,2 % der Gesamtleistung) im Vorjahr. Die Materialeinsatzquote stieg damit leicht um 0,9 %-Punkte. Der Anstieg des Materialaufwandes ist auf den Produktmix und die Inflationsbedingt höheren Beschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen zurückzuführen. Die Personalaufwendungen erhöhten sich im Geschäftsjahr ggü. VJ. um 1.013 TEUR auf 8.647 TEUR (VJ. 7.634 TEUR). Dies ist zum einem dem Aufbau von Personal im Rahmen unserer Zukunftsstrategie "Digatron 2025" und zum anderen den üblichen Gehaltsanpassungen geschuldet. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken im Berichtsjahr um 107 TEUR auf 4.293 TEUR (VJ. 4.400 TEUR). Darin enthalten sind Fremdleistungen in Höhe von 1.288 TEUR (VJ. 1.363) für die Erneuerung und Erweiterung unserer Steuerungssoftware sowie für die Entwicklung eines neuen Elektro-Vehicle-Testers (EVT). Die Reduzierung ist das Ergebnis des im letzten Quartal gestarteten Kostensenkungsprogramms. Das Betriebsergebnis für das Berichtsjahr war mit 4.429 TEUR negativ (VJ. -483 TEUR) und verschlechterte sich damit ggü. VJ. um -3.946 TEUR. Das Ergebnis aus operativer Tätigkeit lag damit deutlich hinter den Erwartungen des Prognoseberichts von 2022. Das Finanzergebnis erhöhte sich ggü. VJ. um 588 TEUR und betrug 133 TEUR (VJ. -455 TEUR). Darin enthalten waren Erträge aus Wertpapieren über 22,7 TEUR, Zinserträge in Höhe von 18,3 TEUR und 92 TEUR Erlöse aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen. b) Finanzlage Die Liquiditäts- und Finanzierungsstruktur ist trotz des hohen Jahresfehlbetrages weiterhin sehr solide. Durch den Jahresfehlbetrag in Höhe von 4.537 TEUR sank das Eigenkapital zum Bilanzstichtag auf 10.725 TEUR (VJ. 15.262 TEUR). Bei einer um 11,6 % gesunkenen Bilanzsumme von 17.466 TEUR (VJ. 19.754 TEUR) sank die Eigenkapitalquote von 77,2 % auf 61,4 %. Aus operativer Tätigkeit resultierte ein negativer Cash-Flow von 1.850 TEUR. Maßgebliche Faktoren waren der Jahresfehlbetrag zum einen und gegenläufig die im Vorjahresvergleich wieder deutlich gestiegenen erhaltenen Anzahlungen, was dem verbesserten Auftragseingang in der zweiten Jahreshälfte geschuldet ist. Aus der Investitionstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss in Höhe von 302 TEUR. Der negative Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit von 113 TEUR ist ausschließlich der Veränderung der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen geschuldet. Der Finanzmittelfond, im Wesentlichen liquide Mittel bei Kreditinstituten, sank ggü. VJ. um 2.265 TEUR auf 5.332 TEUR und ist damit aber immer noch sehr solide. c) Vermögenslage Die Vermögenslage ist nach Ablauf des Geschäftsjahres trotz der sehr schlechten Ertragslage und der daraus resultieren Reduzierung des Eigenkapitals um 4.537 TEUR auf 10.725 TEUR sowie der um 11,6 % auf 17.466 TEUR gesunkenen Bilanzsumme weiterhin als solide anzusehen. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 61,4 % (VJ. 77,2 %) der Bilanzsumme und ist damit immer noch gut. 30 % der Bilanzsumme auf der Aktivseite sind liquide Mittel, in Form von Bankguthaben. Der Rückgang der Bilanzsumme resultiert aus den um 2.265 TEUR gesunkenen Liquiden Mitteln sowie dem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 2.556 TEUR. Auf der Passivseite erhöhten sich vor allem die erhaltenen Anzahlungen um 2.552 TEUR was dem ggü. VJ. deutlich höheren Auftragseingang im vierten Quartal geschuldet war. Das ausgewiesene Finanzanlagevermögen betrug unter Berücksichtigung der im Berichtsjahr vorgenommen Veräußerung von Anteilen an verbundenen Unternehmen 48 TEUR (Vorjahr 314 TEUR). Hierbei handelt es sich um Wertpapiere des Anlagevermögens. Die zum Finanzanlagevermögen gehörenden Wertpapierdepots sind teilweise Rückdeckungsvermögen für bestehende Pensionsverpflichtungen und zu deren Gunsten verpfändet. Die Vorräte in Höhe von 7.178 TEUR (Vorjahr 5.354 TEUR) stiegen ggü. VJ. um 1.824 TEUR. Diese Veränderung ist das Ergebnis aus einem Anstieg bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um 403 TEUR, einer Erhöhung des Bestandes an Unfertigen Erzeugnisse um 1.206 TEUR, der Zunahme der geleisteten Anzahlungen um 35 TEUR und dem Anstieg des Bestandes an Fertigen Erzeugnisse um 181 TEUR. Bei den kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist im Berichtsjahr ein Rückgang von 2.556 TEUR auf einen Gesamtbestand von 1.159 TEUR (VJ. 3.715 TEUR) zu verzeichnen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen im Berichtszeitraum um 116 TEUR auf 261 TEUR (VJ. 145 TEUR). Hierbei handelt es sich ausschließlich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Eigenkapital sank auf 10.725 TEUR (ggü. VJ. 15.262 TEUR). Ausschüttungen an die Gesellschafterin wurden im Berichtsjahr nicht getätigt. Der Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden im Berichtsjahr nicht. Die weiteren Verbindlichkeiten stiegen um 2.583 TEUR auf insgesamt 6.353 TEUR (VJ. 3.770 TEUR). Die darin enthaltenen Anzahlungen von Kunden erhöhten sich aufgrund erholter Auftragslage im zweiten HJ. auf 5.435 TEUR (VJ. 2.884 TEUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken ggü. VJ. um 124 TEUR auf jetzt 510 TEUR. Die Verbindlichkeiten ggü. "Verbundenen Unternehmen" stiegen im Berichtszeitraum um 3 TEUR auf 174 TEUR an. Diese resultieren im Wesentlichen (172 TEUR) aus Lieferungen und Leistungen von Digatron Power Electronics Inc. Shelton USA. 3. Personal und Soziales Im Geschäftsjahr 2023 beschäftigten wir insgesamt 124 Mitarbeiter (ggü. 114 in 2022), davon 105 Vollzeit- und 15 Teilzeitbeschäftigte sowie 4 Aushilfen. Die Anforderung an die Qualifikation unserer Mitarbeiter ist überdurchschnittlich hoch. So hat der größte Teil unserer Mitarbeiter ein Studium als Ingenieur oder eine Ausbildung als qualifizierter Techniker vorzuweisen. 4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Das Geschäftsjahr 2023 war für Digatron mit großen Herausforderungen verbunden. Es war geprägt durch ein volatiles Marktumfeld im Segment der Lithium- Batterien und einen starken Einbruch im Segment der Blei-Batterien. In der Folge wurde die zu Jahresbeginn getroffene Einschätzung zur Umsatzerwartung verfehlt. Dennoch sieht die Geschäftsleitung die wirtschaftliche Gesamtsituation des Unternehmens als nach wie vor sehr solide an. Künftig wichtige Ziele sind für uns die Sicherstellung der Geschäftskontinuität und die Sicherung der soliden finanziellen Position von Digatron. II. Zweigniederlassungsbericht Zweigniederlassungen bestanden im Berichtszeitraum nicht, bezüglich Tochter- und Schwesterunternehmen siehe die Erläuterungen unter Geschäftsmodell. III. Prognosebericht Entwicklung von Umfeld und Branche Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft verschlechtern sich dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge weiter. Für das laufende Jahr stellte der IWF ein Wirtschaftswachstum von 0,2 Prozent in Aussicht. Für die Weltwirtschaft insgesamt verbesserte der Währungsfonds die Prognose hingegen leicht auf 3,2 Prozent. Die Weltwirtschaft sei nach wie vor bemerkenswert widerstandsfähig, das Wachstum stabil. Für die Bundesrepublik prognostiziert der IWF für das laufende Jahr das schwächste Wachstum aller führenden westlichen G7-Industriestaaten. Für 2025 rechnet der Fonds allerdings wieder mit einem Wachstum der deutschen Wirtschaft von 1,3 Prozent. Schlusslicht der G7-Staaten wäre dann Italien mit nur 0,7 Prozent. Doch auch die Prognose für 2025 für die deutsche Wirtschaft hat der IWF gesenkt. Dies liege an der anhaltend schwachen Verbraucherstimmung. Langfristig sorgt sich der Fonds mit Blick auf Deutschland vor allem um strukturelle Probleme wie den Rückgang der arbeitenden Bevölkerung und Hürden bei Investitionen. Führende Wirtschaftsforschungsinstitute prognostizieren für Deutschland für das laufende Jahr ein noch schlechteres Wachstum von 0,1 Prozent. Für das kommende Jahr ist der Ausblick mit 1,4 Prozent demnach etwas besser als der des IWF. Wie für das laufende Jahr prognostiziert der IWF für die Weltwirtschaft auch für 2025 ein Wachstum von 3,2 Prozent. Trotz vieler "düsterer Vorhersagen" ist die Welt von einer Rezession verschont geblieben. Dabei hat es in den vergangenen Jahren zahlreiche Herausforderungen gegeben: Unterbrechungen der Lieferketten im Zuge der Coronapandemie, eine weltweite Energie- und Nahrungsmittelkrise wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine, einen beträchtlichen Anstieg der Inflation und als Reaktion eine straffe Geldpolitik mit Zinsanhebungen. Positiv ist, dass die hohe Inflation keine unkontrollierte Lohn-Preis-Spirale ausgelöst habe, so der IWF. Dennoch ist das Weltwirtschaftswachstum historisch schwach. Das geht etwa auf kurzfristige Faktoren wie die hohen Kosten für Kredite oder auch die weiter anhaltenden Folgen des Kriegs in der Ukraine oder der Pandemie zurück. Die Wirtschaft der USA entwickelt sich laut IWF deutlich besser als erwartet. Die Wachstumsprognose für dieses Jahr wurde um 0,6 Prozentpunkte auf 2,7 Prozent nach oben korrigiert. Im kommenden Jahr soll die größte Volkswirtschaft der Welt dann aber nur noch um 1,9 Prozent wachsen. Die USA und mehrere Schwellenländer zeigten eine "Überperformance". Das liege etwa an einer großen privaten Nachfrage und einer guten Lage auf den Arbeitsmärkten. Chinas Wirtschaft werde durch den anhaltenden Abschwung im Immobiliensektor weiter beeinträchtigt, urteilt der IWF. Die Inlandsnachfrage werde noch einige Zeit schwach bleiben, wenn es keine weitreichenden Reformen gebe. In diesem Jahr rechnet der IWF mit einem Wachstum von 4,6 Prozent und für 2025 mit 4,1 Prozent. Für 2024 rechnet der IWF weltweit mit einer Teuerungsrate von im Schnitt 5,9 Prozent. Im kommenden Jahr soll sie dann bei 4,5 Prozent liegen. Für die Industrienationen sieht der IWF im kommenden Jahr deutlich positivere Aussichten mit einer Inflationsrate von im Schnitt 2 Prozent. Der IWF sieht Risiken, die das Wachstum ausbremsen können. Neue Preissteigerungen aufgrund geopolitischer Spannungen könnten zu dauerhaft höheren Leitzinsen führen. Zentralbanken heben im Kampf gegen steigende Verbraucherpreise die Zinsen an, um die Nachfrage auszubremsen. Steigen Zinsen, müssen Privatleute und Wirtschaft mehr für Kredite ausgeben. Das Wachstum nimmt ab, Unternehmen können höhere Preise nicht unbegrenzt weitergeben - und idealerweise sinkt die Inflationsrate. Der IWF warnt außerdem davor, dass eine zunehmende geopolitische Fragmentierung mit Blick auf Lieferketten sowohl ein geringeres Wachstum als auch eine höhere Inflation zur Folge haben könnten. Gerate das Wachstum in China dauerhaft ins Stocken, könnte das dem Fonds zufolge auch Handelspartner schwächen. Eine beunruhigende Entwicklung sei außerdem die wachsende Kluft zwischen vielen ärmeren Ländern und dem Rest der Welt. Quelle: (dpa) Die Herausforderungen in der globalen Wirtschaft belasten auch den Ausblick auf die Märkte von Digatron. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Entwicklung in unseren Märkten sind weiterhin von außergewöhnlicher Unsicherheit geprägt. Neben unerwarteten makroökonomischen Entwicklungen können insbesondere aus geopolitischen und handelspolitischen Ereignissen Unsicherheiten für die Weltwirtschaft und die Geschäftsentwicklung von Digatron entstehen. Hierzu zählen unter anderem der aktuelle Nahostkonflikt, der Russland Ukraine-Krieg und weitere mögliche regionale Krisen. Darüber hinaus sind vor allem eine Verschärfung der Spannungen zwischen den USA und China sowie eine weitere Eintrübung der politischen Beziehungen zwischen der Europäischen Union und China als Unsicherheitsfaktoren zu nennen. Neuerliche Störungen der Lieferketten und insbesondere Verfügbarkeitsengpässe kritischer Komponenten bleiben wesentliche Risikofaktoren. Auch stark steigende Energie- und Rohstoffpreise, höher als erwartet ausfallende Inflationsraten und Zinsen, mögliche Verwerfungen an den Finanzmärkten sowie eine noch ausgeprägtere Abschwächung des Wirtschaftswachstums einzelner Regionen oder weltweit können Einfluss auf die Entwicklung unserer Absatzmärkte haben und bremsen erneut die Erwartung an eine durchgreifenden Erholung in den wesentlichen Märkten von Digatron. Dies gilt insbesondere, da in diesem Jahr keine nennenswerten positiven Impulse durch staatliche Konjunkturförderprogramme zu erwarten sind. Vor dem Hintergrund dieser weiter anhaltenden Belastungen erwarten wir trotz eines bereits eingeleiteten Kostensenkungsprogramms im Bereich der Personal- und Fremdleistungskosten, sowie einer positiven Entwicklung beim Auftragseingang im ersten Quartal 2024, eine Rückkehr in die Gewinnzone nicht vor Ablauf des Geschäftsjahres 2025. Unsere Einschätzung zur Entwicklung in den Märkten und Branchen von Digatron stützt sich auf eigene Marktrecherchen, auf im Vorstadium bekannte Bedarfe (die von Seiten unseres Vertriebs bereits bearbeitet werden), sowie auf Informationen, die wir auf Messen und Fachtagungen gewinnen. Seit Jahren können wir eine stetig steigende Dynamik bei der Entwicklung elektromobiler Konzepte beobachten. Die Nachfrage nach ökologischen Fortbewegungsmitteln wird auch in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Wir erwarten, dass sich dieses Segment schneller als andere Branchen von den aktuellen Belastungen erholen wird, sofern sich die geopolitische Lage nicht weiter zuspitzt und die globale Wirtschaft nicht noch weiter belastet. Für die vor uns liegenden Herausforderungen sehen wir uns aufgrund unserer soliden Finanzstruktur gut gewappnet. Wir haben Maßnahmen eingeleitet, um unsere Kosten deutlich zu senken, unsere Liquidität zu schonen und unsere Lieferketten so weit in unserem Einfluss liegend zu schützen, um mit unserem vollen Leistungsangebot an der Seite unserer Kunden zu stehen. Zum Zeitpunkt der Berichtsaufstellung lag unser Auftragseingang, als auch unser Auftragsbestand, über dem Vorjahresniveau. Für 2024 erwarten wir eine Steigerung des Umsatzes auf rd. € 18 Mio. und einen Verlust im Bereich von rd. € 1,5 Mio. IV. Chancen- und Risikobericht Chancen Unter Chancen verstehen wir bei Digatron eine mögliche positive Abweichung von der Prognose oder einem Ziel aufgrund künftiger Ereignisse oder Entwicklungen. Durch die Verknüpfung mit Planungs- und Berichtsprozessen ist das Chancenmanagement ein wichtiger Bestandteil der strategischen und wertorientierten Unternehmensführung. Gesamtaussage der Geschäftsführung: Digatron konzentriert sich in 2024 nach den schwierigen Jahren der jüngsten Vergangenheit darauf den turn-arround einzuleiten, um in den kommenden Jahren wieder ein profitables Wachstum zu erzielen. Durch die Fokussierung auf die Batterietechnik der Zukunft, auch und insbesondere im Umfeld der Elektromobilität gehen wir davon aus, auch in einem herausfordernden Marktumfeld nachhaltig gute Ergebnisse erzielen zu können. Für Digatron eröffnen sich künftige Chancen aus der Positionierung der Unternehmensgruppe als leistungsstarke, globale "Group of Companies". Das Ziel ist, die Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Geschäftsfeldes (Formation, Test, Lithium, Blei) entscheidend zu verbessern und die Rahmenbedingungen zu schaffen, die notwendig sind, damit sich die Geschäftsfelder künftig wieder bestmöglich entwickeln können. Vor diesem Hintergrund und gestützt auf die Markenstärke und Innovationskraft des Unternehmens blickt Digatron insgesamt mit Zuversicht auf das Jahr 2024 und darüber hinaus. Chancenmanagement-Prozess: Im jährlichen Planungsprozess beschreiben wir für die Segmente Bandbreiten für ihren Umsatz- und Ergebnisbeitrag, bezogen jeweils auf das folgende Geschäftsjahr und berücksichtigen somit die Chancen und Risiken der einzelnen Geschäftsfelder. Chancen und Risiken sind Gegenstand der Planungsgespräche mit dem Vertrieb und dem Produktmanagment. Bei der Abschätzung spielen unter anderem strategische Entwicklungen eine Rolle, beispielsweise Markt- und Techniktrends, deren Relevanz in der Regel auch noch weit über den jeweiligen Prognosezeitraum hinausreicht. In das Management unserer Chancen sind alle Entscheidungsträger der Unternehmensgruppe eingebunden - vom Gesellschafter über die Geschäftsführungen der einzelnen Unternehmen bis hin zu Verantwortlichen und Projektleitern mit Marktverantwortung vor Ort. Diese strukturierte Einbindung einer Vielzahl von Experten in die Entscheidungsfindung gewährleistet, dass Chancen zuverlässig erkannt und systematisch genutzt werden. Chancen ergeben sich für die Digatron Gruppe und ihre einzelnen Unternehmungen, wenn wir unsere Transformation hin zu einer leistungsstarken und nachhaltigen "Group of Companies" weiter konsequent umsetzen und die gewünschten Verbesserungen bei der Performance unserer Geschäfte erreichen. Als international aufgestellte Unternehmensgruppe mit weitgehend selbstständigen Industrie- und Technologiegeschäften möchten wir mit unserem umfassenden Technologie-Know-how, unseren qualitativ hochwertigen Produkten sowie maßgeschneiderten Lösungen an der Seite unserer Kunden stehen. Unter einer starken Dachmarke sehen wir Chancen, mit unseren Produkten und Services einen wichtigen Beitrag für eine bessere und nachhaltige Zukunft zu leisten. Das Ziel unserer "Group of Companies" ist es, den einzelnen Gesellschaften den Spielraum zu geben, den sie brauchen, um sich bestmöglich auf ihre Kunden und ihre Märkte zu konzentrieren und damit erfolgreich am Markt agieren zu können. Wir wollen ein unternehmerisches Klima stärken, das Entscheidungen beschleunigt, Effizienzen steigert und den Kunden in den Mittelpunkt stellt. Das bedeutet unternehmerische Freiheit und Eigenverantwortung der einzelnen Gruppengesellschaften mit dem Ziel zukünftige Marktchancen besser zu nutzen. Dafür schaffen wir die nötigen Rahmenbedingungen, um ein nachhaltige und erfolgreiche Position im Markt einnehmen können. Risiken Unter Risiken verstehen wir bei Digatron eine mögliche negative Prognose- bzw. Zielabweichung aufgrund künftiger Ereignisse oder Entwicklungen. Risikomanagement umfasst alle Maßnahmen zum systematischen und transparenten Umgang mit Risiken. Durch die Verknüpfung mit den Planungs- und Berichtsprozessen im Controlling ist es ein wichtiger Bestandteil der wertorientierten Unternehmensführung. Ein effizientes, vorausschauendes und mit dem internen Kontrollsystem (IKS) einhergehendes Risikomanagement dient somit auch den Interessen unserer Kapitalgeber und anderer Stakeholder. Gesamtaussage der Geschäftsführung: Aus heutiger Sicht liegen keine Risiken vor, die den Bestand des Unternehmens gefährden. Risikostrategie und Risikopolitik Unsere Risikostrategie ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens langfristig zu sichern und den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Denn wenn wir als Unternehmen erfolgreich sein wollen, setzt das voraus, dass wir Risiken erkennen und bewerten und dass unsere Mitarbeiter diese Risiken bestmöglich steuern. Bestandsgefährdende Risiken sind grundsätzlich zu vermeiden. Die Ziele des Risikomanagements bei Digatron sind, das Risikobewusstsein auf allen Unternehmensebenen zu erhöhen und eine wertorientierte Risikokultur zu etablieren. Dafür ist es wichtig, Risiken und Chancen im Unternehmen transparent aufzubereiten und systematisch in unternehmerische Entscheidungen einzubeziehen. Risikomanagement-Prozess Wir entwickeln das Risikomanagementsystem von Digatron kontinuierlich weiter und verzahnen es mit unserem internen Kontrollsystem (IKS) sowie dem Prozess-Management. Einzel-Risiken: Die in den zurückliegenden Jahren begonne Digatalisierung von Prozessen wurde auch im Berichtsjahr weiter vorangetrieben und die Möglichkeit des felxiblen Arbeitens weiter optimiert. So stellen wir den Geschäftsbetrieb bei künftig aufkommenden Krankheitswellen sicher und schaffen gleichzeitig einen Mehrwert für unsere Mitarbeiter. Engpässen und zum Teil stark volantilen Preisen entlang der Lieferketten begegneten wir durch eine erhöhte Bevorratung von Bauteilen sowie dem Abschluss von Rahmenverträgen. Die Anzahl von Second-Sources in der Beschaffung und der Einsatz alternativer Bauteile wird kontinuierlich geprüft und ausgebaut, um die Bauteilbeschaffung sicher zu stellen. Eine nach wie vor anhaltend hohe Inflation führte zu einem erheblichen Rückgang beim Absatz von Automobilen, sowohl in Verbrennungstechnologie als auch bei elektrisch angetriebenen Fahzeugen. Verstärkend hinzu kam der Abbau staatlicher Förderungen beim Kauf von Elektrofahrzeugen in Deutschland. Der Umsatzeinbruch in der Automobilindustrie hatte unmittelbare Auswirkungen auf den Batteriemarkt und führte zu einer deutlichen Eintrübung bei Neu- und Ersatzinvestionen bei den Herstellern von Bleibatterien, so dass wir die für 2023 geplanten Umsätze in diesem Geschäftsfeld nicht realisieren konnten. Dennoch sehen wir weiterhin weltweit bei allen Automobilhersteller einen deutlichen Ausbau ihrer Modellpaletten von Elektrofahzeugen, was angesichts des europäischen Ausstiegs aus der Verbrennertechnologie im Jahr 2035 unerlässlich ist. Auch die weltweite Nachhaltigkeitsbewegung, insbesondere in den Industrieländern, wird dazu führen, dass die Nachfrage nach erneuerbarer Energie kontinuierlich steigen wird. In beiden Bereichen, dem Automobil- wie auch dem Engiesektor, steigt der Bedarf an modernen, leistungsfähigen Energiespeichern bzw. Akkumulatoren. Dies führt zwangsläufig dazu, dass die Leistungsfähigkeit von Zellen bzw. Batterien ständig weiter optimiert werden muss und dadurch auch die Nachfrage nach unseren hochmodernen Testsystemen zukünftig wieder steigen wird. In den vergangenen Jahrzehnten ist die Bandbreite an Energiespeichertechnologien stetig gewachsen und die Anforderungen an die Fertigungs- und Prüfanlagen damit einhergehend. Eine Generation junger Chemiker, Elektrochemiker und Elektroingenieure, die heute die Industrie maßgeblich bestimmt, hat hohe Anforderungen an Meß-, Prüf- und Testsysteme. Insbesondere im Umfeld der Entwicklung und Produktion von Elektrofahrzeugen ist eine nachhaltig steigende Innovations- und Investitionsbereitschaft gegeben, deren Ende heute noch nicht abzusehen ist. Software-Entwicklung Die Software hat in unseren Produkten praktisch alle Steuerungs- und Überwachungsfunktionen übernommen. Infolge des inhärenten Fehlerrisikos, das insbesondere neu entwickelter oder angepasster Software innewohnt ("Es gibt keine fehlerfreie Software") ist der Fall eines auch größeren Schadens nicht auszuschließen. Den Risiken, die sich aus der Entwicklung neuer Software und der Fortentwicklung von Software ergeben, wird durch den kontinuierlichen Ausbau der Qualitätssicherung nach ISO 9001 sowie konsequent gelebtem Qualitätsmanagement durch das unternehmenseigene Qualitätsmanagement begegnet. Umsatzrisiken Durch unsere Strategie, den technologischen Vorsprung stetig durch entsprechende Fort- und Neuentwicklung von Produkten und Problemlösungen zu verteidigen, haben wir uns in unserer mehr als 50jährigen Unternehmensgeschichte einen adäquaten Marktanteil gesichert. Durch globale, geografische Diversifizierung und durch die große Bandbreite des potenziellen Neukunden- und des langjährig vorhandenen Bestandskundenkreises sehen wir diesen Risikobereich auch weiterhin als beherrschbar an. Finanzielle Risiken Unsere Kunden sind ausschließlich große Unternehmen wie Batteriehersteller und die Automobilindustrie, ferner Universitäten und Forschungsinstitute. Aufgrund dieser soliden und solventen Kundenstruktur ist das Ausfallrisiko als sehr gering einzustufen. Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt. Zudem arbeiten wir im außenwirtschaftlichen Zahlungsverkehr sehr häufig mit abgesicherten Zahlungen. Darüber hinaus wird mit den im Anlagenbau üblichen Anzahlungs-Modalitäten gearbeitet. Verbleibende Risiken im Debitorenbereich begegnen wir mit einem aktiven Debitorenmanagement. Fremdwährungsgeschäfte werden nur im Ausnahmefall und i.d.R. nur in USD getätigt. Bislang haben wir aus wirtschaftlichen Gründen (Kosten-/Nutzenabwägung) auf Kurssicherungsgeschäfte verzichtet, zumal Transaktionen in USD auch intern im Unternehmensverbund mit dem amerikanischen Schwesterunternehmen kompensiert werden können. Währungsrisiken sind damit nahezu ausgeschlossen. Personelle Risiken Unser Personal muss hohen Anforderungen hinsichtlich Qualifikation und Motivation entsprechen. Bislang waren wir stets in der Lage unseren Personalbedarf zeitgerecht zu decken. Dem Risiko möglicher Engpässe als auch von Überkapazitäten bei unseren personellen Ressourcen begegnen wir mit der Fremdvergabe von Konstruktions- und Entwicklungsaufträgen und der Unterstützung durch Personaldienstleistern, um bei volatiler Auftragslage flexibel aufgestellt zu sein. Vor den Folgen möglicher ungeplanter Ausfälle von Schlüsselpersonal schützen wir uns durch organisatorische Maßnahmen. Die von uns definierte Wachstumsstrategie konnte in den vergangenen beiden Jahren nicht realisiert werden. Die hierfür aufgebauten Ressourcen gilt es im kommenden Geschäftsjahr anzupassen. Die hiermit verbundenen Kosten sind bereits in unserer Planung eingepreist. Oberste Priorität bei der Neuausrichtung unserer Strategie haben die Optimierung der Fertigungsprozesse (Automatisierung/Digitalisierung) und der Ausbau und die Erneuerung des Produktportfolios. Hier setzen wir auf die zweite Generation unserer innovativen, rückspeisefähigen und äußerst raumsparenden Testgeräte der RE-Serie und einem neuen, deutlich leistungsfähigeren Electro-Vehicle-Tester (EVT).
Aachen, den 28.05.2024 Digatron Power Electronics GmbH Stefan Rungen, Kaufmann Dieter Brockel, Kaufmann Friedrich Grupe, Dipl. Ing. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Digatron Power Electronics GmbH hat ihren Sitz in Aachen. Sie ist unter der Nummer HRB 2037 im Handelsregister des Amtsgerichtes Aachen eingetragen. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Gesellschaft erfüllt die Größenkriterien einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Darstellung der Aufgliederung der in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen Positionen erfolgt gem. der gesetzlichen Anforderungen im Anhang. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 1. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung angesetzt. Die Abschreibungen wurden linear vorgenommen. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen bei den immateriellen Vermögensgegenständen 1 bis 3 Jahre und bei den anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 20 Jahre. Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert bis 800,- € werden im Zugangsjahr in Anlehnung an § 6 (2) EStG abgeschrieben und als Abgang im Anlagenspiegel ausgewiesen. Finanzanlagen werden wie folgt bewertet: Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Es werden Abschreibungen auf den niedrigeren Wert am Bilanzstichtag vorgenommen, wenn die Wertminderung als voraussichtlich dauerhaft angesehen wird. Zuschreibungen werden bis zu den Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für die dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen. Unverzinsliche oder unterhalb der marktüblichen Verzinsung liegende Ausleihungen werden auf den Barwert abgezinst. Wertpapiere des Anlagevermögens werden gem. dem gemilderten Niederstwertprinzip (§ 253 (3) HGB) bewertet, und zwar unter Berücksichtigung von Wertaufholungen. Da ein Depot zur Rückdeckung von Schulden aus den Pensionszusagen dient, ist dieses mit dem beizulegenden Wert mit den Rückstellungen zur Pensionsverpflichtung verrechnet (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). 2. Umlaufvermögen In den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips gemäß § 253 (4) HGB. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellkosten bewertet. Neben den direkt zurechenbaren Kosten werden gemäß § 255 Abs. 2 HGB auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen und Verwaltungsgemeinkosten werden nicht angesetzt. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sowie Kassenbestand,Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennbetrag bzw. zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Abschreibungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2,0 % der nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen Rechnung getragen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr und weniger wurden gem. § 256a HGBG nicht realisierte Gewinne erfasst. 3. Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) bewertet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen dienten die Richttafeln von Klaus Heubeck 2018 G. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Der Abzinsungssatz betrug zum Bilanzstichtag 1,83 % (Vorjahr 1,78 %). Lohn- und Gehaltsdynamik waren nicht zu berücksichtigen, da bereits Leistungsbezug besteht. Die Rentendynamik wurde, da § 16 BetrAVG nicht anwendbar ist, mit 0 % angenommen. Der Erfüllungsbetrag beträgt am Abschlussstichtag 2.147 TEUR. In den Sonstigen Rückstellungen werden in angemessenem und kaufmännisch vernünftigem Umfang individuelle Vorsorgen für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Die weiteren Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. 4. Erlöse, Kosten und Aufwendungen Umsatzerlöse werden ausgewiesen, wenn die Lieferungen und Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist. Fremdwährungserlöse und Fremdwährungsaufwendungen werden am Transaktionstag zu Tageskursen umgerechnet. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Der Anlagenspiegel ist als Anlage beigefügt. Der Anteilsbesitz an der Chinesischen Tochtergesellschaft "Digatron Qingdao Ltd., Qingdao, China" wurde am 20. September 2023 zu 100 Prozent veräußert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Vermögensgegengegenstände enthalten antizipative Posten (rechtliche Entstehung nach dem Abschlussstichtag) in Form von Steuerforderungen in Höhe von 952 TEUR. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten nur Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ggü. Digatron Power Electronics Inc. 2. Eigenkapital Das Eigenkapital enthält ein Stammkapital in Höhe von 500 TEUR und Gewinnrücklagen in Höhe von 4.000 TEUR. 3. Rückstellungen Angaben nach § 285 S. 1 Nr. 12 HGB
Angabe nach § 285 Nr. 25 HGB: Die Verbindlichkeiten aus Pensionsrückstellungen in Höhe von 2.147 TEUR (Erfüllungsbetrag) sind durch Pfandrechte an Bankguthaben, Wertpapieren des Anlagevermögens und an Rückdeckungsansprüchen aus Lebensversicherungen besichert. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde das Planrückdeckungsvermögen mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Die Anschaffungskosten des entsprechenden Depots betragen 1.073 TEUR, der beizulegende Wert beträgt 1.335 TEUR, der Wert des Bankguthabens beträgt 907 TEUR und der Rückdeckungsanspruch aus einer Lebensversicherung beträgt 196 TEUR. Aus der Abzinsung der Rückstellung für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 15 TEUR. In Höhe dieses Unterschiedsbetrags sind die passivierten Rückstellungen für Pensionen und der Zinsaufwand im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz nach bisheriger Ermittlung niedriger angesetzt. Der abzinsungsbedingte Unterschiedsbetrag ist gem. §253 (6) Satz 2 HGB n.F. für die Ausschüttung gesperrt. Die " sonstigen Rückstellungen" sanken im Vorjahresvergleich um 206 TEUR auf jetzt 302 TEUR. Die darin enthaltenen Rückstellungen für Gewährleistungen (100 TEUR) wurden anhand bestehender Erfahrungswerte pauschal mit 0,8 % vom garantiepflichtigen Umsatz berechnet. 4. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten-Spiegel
Die Verbindlichkeiten erhöhten sich im Geschäftsjahr um 2.583 TEUR auf insgesamt 6.353 TEUR (VJ 3.770 TEUR). Die erhaltenen Anzahlungen von Kunden erhöhten sich auf 5.435 TEUR (VJ. 2.884 TEUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken um 125 TEUR ggü. VJ. auf 509 TEUR und sind vor dem Hintergrund einer weiterhin guten Liquiditätslage vergleichsweise niedrig. Die Verbindlichkeiten ggü. "Verbundenen Unternehmen" erhöhten sich im Berichtszeitraum um 3 TEUR auf 174 TEUR und resultieren aus Verbindlichkeiten gegenüber der Beckers Holding GmbH u.a. aus Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 3 TEUR aufgrund bestehender Umsatzsteuerorganschaft und Verbindlichkeiten aus LuL gegenüber der Digatron Power Electronics Inc, USA in Höhe von 171 TEUR. Angaben nach § 285 S. 1 Nr. 3 a) HGB Dauerschuldverhältnisse: Aus Dauerschuldverhältnissen ergibt sich eine erwartete Verpflichtung für das Jahr 2024 in Höhe von insgesamt 253 TEUR. Hierbei handelt es sich um Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen für Betriebsgebäude. Bestellobligo besteht im geschäftsüblichen Umfang. Aus der Bilanz nicht ersichtliche Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. §§ 251, 268 Abs. 7 HGB bestehen nicht. 5. Latente Steuern Die passiven latenten Steuern (T€ 85; Vorjahr T€ 215) resultieren aus Bewertungsunterschieden zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz im Bereich Finanzanlagevermögen sowie Fremdwährungskonten. Diese belaufen sich insgesamt auf T€ 262. Die aktiven latenten Steuern (T€ 199; Vorjahr T€ 564) resultieren aus dem Unterschied zwischen handelsrechtlicher und steuerlicher Bewertung der Pensionsverpflichtungen und sonstiger Rückstellungen in Höhe von insgesamt T€ 544. In Höhe des Überhangs der ausgewiesenen aktiven Latenten Steuern von 114 TEUR (VJ. 349 TEUR), besteht eine gesetzliche Ausschüttungssperre. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Erlöse wurden in Euro und Fremdwährungen vereinnahmt. Die Erlöse in Fremdwährungen wurden mit den Tageskursen ihrer Forderungsentstehung umgerechnet. Auf die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach § 285 Nr. 4 HGB wird gemäß § 288 HGB verzichtet. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 7 TEUR sowie Erträge nach dem FZulG in Höhe von 938 TEUR (Veranlagung 2022 für Förderjahre 2020 bis 2022). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Beträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 79 TEUR. In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge enthalten in Höhe von 103 TEUR, welche auf Zinsaufwendungen Pensionen 31 TEUR und Wertzuschreibungen (verrechnet) aus Deckungsvermögen 133 TEUR entfallen. V. Sonstige Angaben 1. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 124 Mitarbeiter (VJ. 114) beschäftigt, davon waren hundertsieben Vollzeit-, fünfzehn Teilzeitbeschäftigte und zwei Aushilfen. 2. Geschäftsführungsorgane Geschäftsführer Dieter Brockel, Kaufmann, Aldenhoven Friedrich Grupe, Dipl. Ing., Roetgen (bestellt mit HR-Eintrag vom 02.01.2023) Stefan Rungen, Kaufmann, Herzogenrath Holger Driesch, Herzogenrath (ausgeschieden mit HR-Eintrag vom 02.01.2023) 3. Gesamtbezüge für Geschäftsführungsorgane Auf die Angaben wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 4. Ergebnisverwendung Das Ergebnis 2023 wird auf neue Rechnung vorgetragen. 5. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.
Aachen, den 28.05.2024 Digatron Power Electronics GmbH Stefan Rungen, Kaufmann Dieter Brockel, Kaufmann Friedrich Grupe, Dipl. Ing. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 18.07.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkDie Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erteilte dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Digatron Power Electronics GmbH, Aachen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Digatron Power Electronics GmbH, Aachen, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Digatron Power Electronics GmbH, Aachen, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses undLageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Aachen, den 6. Juni 2024 S & P Wirtschaftsprüfer GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Rolf Thesing, Wirtschaftsprüfer |
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