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SDI-Molan GmbH & Co. KommanditgesellschaftSchönebeckJahresabschluss zum 31. Oktober 2010BILANZ ZUM 31. OKTOBER 2010AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. NOVEMBER 2009 BIS 31. OKTOBER 2010
ANHANG ZUM 31. OKTOBER 2010Inhaltsverzeichnis
Anlage Entwicklung des Anlagevermögens ANHANG ZUM 31. OKTOBER 2010 SCHÖNEBECKA. ANGABEN ZUR FORM UND DARSTELLUNG VON BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGAllgemeine Angaben Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft & Co. i.S. von § 267 HGB, weil die Merkmale gem. § 267 Abs. 1 HGB sowohl mit dem Vorjahresabschluss als auch mit dem vorliegenden Jahresabschluss überschritten wurden (§ 267 Abs. 4 Satz 1 HGB). Gemäß § 264c Abs. 1 HGB wurde die Bilanz um die Posten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sowie Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen erweitert. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2009/2010 ist nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB unter Beachtung rechtsformspezifischer Ausweisvorschriften aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang dargestellt. Mitzugehörigkeitsvermerke Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben: Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende Posten und Sachverhalte: Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen in der Bilanz mit EUR 1.192.804,21. Darin enthalten sind ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE1. Ansatz und Bewertung Die Bewertung wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) vorgenommen. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu den Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das abnutzbare Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden linear und degressiv vorgenommen. Die den Abschreibungen zugrunde liegenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern betragen:
Die Abschreibung auf Zugänge an beweglichen Anlagegegenständen erfolgte pro rata temporis. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert von EUR 150,00 wurden im Jahr des Zugangs aktiviert und voll abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten EUR 150,00, aber nicht EUR 1.000,00 übersteigen, wurden gemäß § 6 Abs. 2a EStG in einem Sammelposten eingestellt. Dieser wird im Jahr der Bildung sowie in den folgenden vier Jahren planmäßig abgeschrieben. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgte auf der Grundlage einer im Geschäftsjahr 2009/2010 vorgenommenen Bestandsaufnahme zu Herstellungskosten. Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Material- und Fertigungseinzelkosten zuzüglich angemessener Gemeinkosten (einschließlich Verwaltungsgemeinkosten) unter Berücksichtigung der verlustfreien Bewertung. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Einzel- oder Pauschalwertberichtigungen wurden, soweit erforderlich, vorgenommen. Das Eigenkapital umfasst die bedungenen Einlagen (= Hafteinlagen), die Rücklagen sowie den Bilanzverlust des Geschäftsjahres 2009/2010. In den Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen werden die auf die bis zum Ende des Geschäftsjahres angeschafften förderungsfähigen Anlagenzugänge entfallenden Zuschüsse eingestellt. Der Sonderposten wird entsprechend der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagegegenstände im Zeitablauf kongruent zu der Abschreibungsentwicklung aufgelöst. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die enthaltenen Garantierückstellungen wurden mit 0,1 % der Umsatzerlöse des Geschäfts- und des Vorjahres geschätzt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt. 2. Gliederung und Ausweis Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind unter Berücksichtigung der Vorschriften der §§ 265, 266 und 275 HGB zur Gliederung und zum Ausweis unter Berücksichtigung rechts-formspezifischer Besonderheiten bei Personenhandelsgesellschaften und der Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages gegliedert. Der Ausweis des Eigenkapitals erfolgt gemäß § 264c HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. C. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ1. Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagewerte ist dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. 3. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Der Posten beinhaltet Disagios in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 7). 4. Eigenkapital Angaben in Fortführung des Jahresergebnisses In Fortführung des Jahresergebnisses erfolgt die nachfolgende Darstellung: Posten der Ergebnisverwendung
5. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen entwickelte sich wie folgt:
6. Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Urlaubsverpflichtungen, Archivierungskosten, Berufsgenossenschaftsbeiträgen, Jahresabschluss- und Steuerberatungskosten, Garantieverpflichtungen und nachlaufenden Rechnungen zusammen. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:
Die Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 6.157.878,65 sind besichert durch:
Die Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 494.917,60 sind besichert durch Eigentumsvorbehalte. 7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Für die Gesellschaft bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen:
Der Betrag zu a) entspricht der Gesamtverpflichtung aus allen zum Bilanzstichtag bestehenden Leasing- und Mietverträgen. Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen folgende Sicherheiten:
Darüber hinaus besteht zur Absicherung eines Darlehens in Höhe von EUR 1.229.138,95 eine Grundschuld an einem Grundstück, das von der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2010/2011 erworben wurde. D. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGDie Position sonstige betriebliche Erträge enthält eine steuerfreie Investitionszulage von TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 628), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 224 (Vorjahr: TEUR 621), Erträge aus Kursdifferenzen von TEUR 267 (Vorjahr: TEUR 224), Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen von TEUR 228 (Vorjahr: TEUR 218), Erträge aus der Zuschreibung von Umlaufvermögen von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 180) sowie sonstige Erträge von TEUR 223 (Vorjahr: TEUR 238). Im Rohertrag sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 224 enthalten. Bezüglich der Umsatzerlöse wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. Der Sonderposten mit Rücklageanteil wurde im Berichtsjahr durch Zugänge von TEUR 30 erhöht. Der Gesamtbetrag der Auflösung (TEUR 228) wird unter dem Posten sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen. E. SONSTIGE ANGABEN1. Anzahl der Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt waren 70 Arbeitnehmer (Vorjahr: 73) beschäftigt, davon 16 Angestellte, 43 gewerbliche Arbeitnehmer, 5 Mitarbeiter in Teilzeit und 6 Auszubildende. 2. Persönlich haftende Gesellschafter An der Gesellschaft ist folgendes Unternehmen als persönlich haftende Gesellschafterin beteiligt:
Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt EUR 25.000,00. 3. Organe der Gesellschaft und Gesamtbezüge Geschäftsführer der SDI Molan Verwaltungs GmbH sind Herr Patrick Carroll, Kaufmann, Tricia Way, Saratoga (USA) und Herr Bernd Hilbich, Kaufmann, Buxtehude. Es wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.
Schönebeck, den 22. Juni 2011 SDI-Molan
GmbH & Co.
SDI Molan Verwaltungs GmbH, Schönebeck Patrick Carroll, Geschäftsführer Bernd Hilbich, Geschäftsführer ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2010
Lagebericht1. Das UnternehmenDas im Jahr 2002 als Joint-Venture gegründete Unternehmen ist weiterhin eines der wenigen von der Automobilindustrie unabhängigen Unternehmen für Zündelemente-Hersteller im Markt. Die hohe Prozesssicherheit hat auch in den Jahren der Finanz- und Wirtschaftskrise dazu beigetragen, dass das Unternehmen sich im Markt behaupten konnte. 2. UnternehmenssteuerungStrategie Die strategische Ausrichtung des Unternehmens ist in dem abgelaufenen Geschäftsjahr abgeschlossen worden. Durch den konsequenten Aufbau der Entwicklungsabteilung ist es dem Unternehmen gelungen neue Kunden zu gewinnen, trotz der weiterhin nicht einfachen Gesamtsituation in der Automobilindustrie. Mit den abgeschlossenen Investitionsmaßnahmen sind wir für die Anforderungen nach dem sich abzeichnenden Aufschwung in der Automobilbranche für die nächsten Jahre sehr gut gerüstet und gehen davon aus, dass wir unsere Position im Markt behaupten können. Unser Hauptaugenmerk ist aber weiterhin, die Profitabilität des Unternehmens wieder zu sichern und die Prozesse weiter zu optimieren, um den hohen Anforderungen des Marktes gerecht zu werden. Unternehmensinternes Steuerungssystem Die unternehmensinterne Steuerung erfolgt über die Kapitalrendite (Return on Investment- R.o.I). Mit dieser Steuerung haben wir die Möglichkeit geschaffen, Investitionsvorhaben in Bezug auf die Verzinsung des eingesetzten Kapitals zu prüfen. Die erzielte Kapitalrendite ist dann das Kriterium für die Ertragskraft des Unternehmens. 3. Wirtschaftliche RahmenbedingungenWeltwirtschaftliche Lage Die Weltwirtschaft konnte sich seit Herbst 2009 unerwartet schnell von der globalen Wirtschaftskrise erholen, wenngleich sich die Dynamik der Aufwärtsentwicklung in der zweiten Jahreshälfte wieder verlangsamte. Im Jahr 2010 verzeichnete die globale Wirtschaftsleistung einen Zuwachs um ca. 3,5 bis 4,0 Prozent. Die weltweit expansive Geldpolitik sowie der rasche Aufschwung in den Schwellenländern, insbesondere China, sind als Auslöser für diese Entwicklung zu sehen. In den Industrieländern war die konjunkturelle Erholung eher als schwach zu bezeichnen und war insgesamt von einer schwächeren Dynamik geprägt. Trotz der Preissteigerungen für Energie und Rohstoffe lag die Inflationsrate in den meisten Ländern auf einem niedrigen Niveau. Die Schuldenkrise belastete im Jahr 2010 die gesamte Wirtschaft in Westeuropa doch erheblich. Deutschland konnte sich überraschend deutlich erholen. Die Konjunktur profitierte hier insbesondere von der hohen Exportnachfrage sowie einer Belebung des privaten Konsums aufgrund der verbesserten Arbeitsmarktsituation und des erhöhten Verbrauchervertrauens. Im Berichtsjahr war zu erkennen, dass die meisten Länder Zentral- und Osteuropas wieder ein moderates Wachstum verzeichnen konnten, während in Russland die Wirtschaft weiter expandierte. Die Wirtschaft in den USA kühlte sich nach einem positiven Jahresbeginn im Verlauf des Jahres wieder ab. Die hohe Arbeitslosigkeit und die noch nicht bewältigte Immobilienkrise sowie der gedämpfte private Konsum haben zu dieser Situation erheblich beigetragen. Insgesamt erreichte aber trotzdem das US-amerikanische Bruttoinlandsprodukt 2010 einen Zuwachs. Im Gegensatz dazu verbesserte sich die konjunkturelle Situation in Lateinamerika deutlich. Vor allem in Brasilien und Argentinien stieg das Bruttoinlandsprodukt. Die Schwellenländer Asiens, deren Wirtschaft bereits seit Frühjahr 2009 wieder expandierte, verzeichneten im Berichtszeitraum die weltweit höchsten Zuwächse der Wirtschaftsleistung. Die großen Zuwächse in China hat die Regierung veranlasst, durch Eingriffe in die Geld- und Kreditpolitik, die Inflationsraten nicht weiter wachsen zu lassen. Internationale Automobilkonjunktur Die weltweite Automobilnachfrage zeigte infolge des globalen Wirtschaftsaufschwungs einen deutlichen Aufwärtstrend. Auslöser für diesen Trend waren die asiatischen Pkw-Märkte, die mit einer hohen Dynamik expandierten. So entstand mit China ein wichtiger zusätzlicher Absatzmarkt. Auch die restlichen Schwellenländermärkte, vor allem Brasilien, Russland und Indien, nehmen mittlerweile einen beträchtlichen Teil der Fahrzeuge der deutschen OEM ab. Aber auch die US-Märkte sowie die Verkaufszahlen in anderen lateinamerikanischen Märkten profitierten von der sich erholenden Automobilkonjunktur. Dagegen wies die Pkw-Nachfrage in Westeuropa eine sehr schwache Entwicklung auf. Automobilmarkt Deutschland Im Gegensatz zu den Märkten Asien-Pazifik und Lateinamerika erlebte der deutsche Automobilmarkt in 2010 einen starken Einbruch. Der Wegfall der staatlichen Fördermaßnahmen hat maßgeblich zu dieser Entwicklung beigetragen. Dagegen entwickelte sich das Premium-Segment weitgehend stabil, so dass die Anbieter von Premium-Fahrzeugen ihre Marktanteile wieder steigern konnten. Mit der weltweiten Erholung der Konjunktur verbesserte sich auch die Exportsituation der deutschen Hersteller gegenüber dem schwachen Vorjahr deutlich. Die große Auslandsnachfrage sorgte für einen Anstieg der Inlandsproduktion der deutschen Automobilhersteller. Einschätzung der Geschäftsleitung Mit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise und dem damit verbundenen Einbruch der Automobilmärkte ergaben sich auch in 2010 trotz der Erholung der weltweiten Konjunktur für die Zulieferer-Industrie weitere Probleme, wie auch wir in unserem Unternehmen feststellen mussten. Dem Unternehmen ist es noch nicht gelungen, die im Zuge der Krise aufgetretenen Umsatzverluste zu kompensieren. Ein weiterer Punkt für diese Entwicklung ist auch die noch nicht abgeschlossene Konzentration in unserem Markt der Zünder-Hersteller. Unabhängig davon hat sich gezeigt, dass die Entscheidung, die in der Krise begonnenen Investitionsmaßnahmen abzuschließen, sich als richtig erwiesen hat. Im Berichtszeitraum haben wir viele Anfragen für neue Aufträge erhalten, wobei aber anzumerken ist, dass bei einigen Anfragen die Mengen aufgrund unseres hohen Automatisierungsgrades zu klein waren, um bei Auftragsannahme auskömmliche Margen erzielen zu können. Wir gehen aber trotzdem davon aus, dass mit der weiteren Erholung der Weltwirtschaft, auch bei unseren bisherigen Kunden die Absatzmengen steigen werden. Mit den jetzt vorhandenen Produktionslinien haben wir ausreichende Kapazitäten, um den Nachfragen in den nächsten Jahren gerecht zu werden. 4. GeschäftsverlaufBeschaffung Für den Berichtszeitraum hat sich die jahrelange gute Zusammenarbeit mit Lieferanten ausgezahlt. Die erfolgten Preiserhöhungen waren moderat und damit stiegen die Kosten für die Beschaffung des Materials für das Unternehmen in einem überschaubaren Rahmen. Bei der Auswahl der Lieferanten stand Zuverlässigkeit, Qualität, Service und Preis im Vordergrund, wobei anzumerken ist, dass bei einem Teil der Produkte die Lieferanten und Preise vom OEM vorgegeben sind. Der Materialaufwand des Unternehmens belief sich im Geschäftsjahr 2009/2010 auf EUR 7.768.020,34 (EUR 6.319.046,18) und war damit im Verhältnis zu den erzielten Umsätzen der beiden Geschäftsjahre erheblich höher. Der Grund dafür ist, dass sich die Umsätze mit einem Konsignationslager für einen Kunden erheblich erhöht haben und damit auch die Kosten für bezogenen Waren aus den USA. In den Materialkosten sind alle Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren und Dienstleistungen enthalten. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2009/2010 hat das Unternehmen einen Umsatz von EUR 13.202.171,44 (EUR 12.033.741,15) erzielt. Trotz dieses wieder gestiegenen Umsatzes war die Ertragslage nicht befriedigend, weil die Kosten des Unternehmens im Berichtszeitraum nicht in der erforderlichen Konsequenz reduziert werden konnten und die degressiven Anschreibungen für die Produktionslinien sich ebenfalls auf die Ertragslage ausgewirkt haben. Ergebniszahlen
Vermögenslage Die Bilanzsumme des Unternehmens hat sich um EUR 1.905.280,98 von EUR 15.325.997,33 auf EUR 13.420.716,35 vermindert. Die langfristigen Vermögenswerte sind mit EUR 10.373.333,25 zum Bilanzstichtag ausgewiesen, wobei die hohen Abschreibungen bereits berücksichtigt sind. Das wirtschaftliche Eigenkapital beträgt EUR 4.625.999,02 und entspricht einer Quote von 34,5 %. Aufgrund der im Berichtszeitraum abgeschlossenen Investitionen war die Innenfinanzierungskraft weiterhin gegeben. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich um EUR 614.904,21 von EUR 6.772.782,86 auf EUR 6.157.878,65 vermindert. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen von EUR 328.330,80 steht im Zusammenhang mit dem Aufbau eines Sicherheitslagers für einen Kunden. Diese Zahlen zeigen trotz des negativen Bilanzergebnisses die stabilen Verhältnisse des Unternehmens und sind damit ein solides Fundament für das kommende Geschäftsjahr. Finanzlage Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich der weltweite Konjunkturaufschwung nicht in der erwarteten Weise auf das Unternehmen ausgewirkt. Die Umsätze stiegen nur moderat und die neu akquirierten Aufträge haben sich im laufenden Geschäftsjahr noch nicht auswirken können. Trotz dieser nicht befriedigenden Entwicklung hat das Unternehmen einen CashFlow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 1.096 (Vorjahr: TEUR 848) erwirtschaftet und war damit auch in diesem Jahr unter Beachtung des negativen Cash-Flows aus Finanzierungstätigkeit (TEUR -2.134; Vorjahr: EUR +3.131) in der Lage, jederzeit den finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. 5. Bericht über Chancen und RisikenChancen der künftigen Entwicklung Die vergangenen zwei Jahre haben in unserem Marktsegment für eine weitere Konsolidierung gesorgt. Die Unternehmen sind dazu übergegangen, wieder die Inhouse-Produktion zu stärken, um die in der Krise aufgetretenen Lieferprobleme durch Zulieferer abfangen zu können. Die Doppelqualifizierung der Zünder-Produkte durch unsere Kunden war eine Folge der während dieser kritischen Phase aufgetretenen Probleme. Die SDI-Molan GmbH & Co. KG hat neue Kunden in diesem doch sehr überschaubaren Markt mit wenigen Anbietern und Abnehmern akquirieren können. Dies zeigt, dass wir durch die gute Zusammenarbeit mit unserem amerikanischen Joint-Venture Partner weitere Möglichkeiten haben, uns im Markt weiter behaupten zu können. Der durch die Finanz- und Wirtschaftskrise ausgelöste Prozess der Konsolidierung im Markt wird unserer Auffassung nach sich weiter fortsetzen. Die wenigen Unternehmen, die bis heute keine eigene oder wenn auch nur geringe Inhouse-Produktion haben, werden weiter bestrebt sein, sich im Markt nach Unternehmen, die der Strategie entsprechen, für eine Übernahme zu akquirieren. Wir glauben, dass auch unser Unternehmen zu einem strategischen Partner werden könnte. Unabhängig davon müssen und werden wir uns durch Konzentration auf unsere Stärken im Markt behaupten, auch vor dem Hintergrund des speziellen Verfahrens zur Herstellung unserer Zünder. Risiken der künftigen Entwicklung Durch unser Risikomanagement werden die vielfältigen Risiken, die mit unseren geschäftlichen Aktivitäten, insbesondere durch die Verarbeitung von Explosivstoffen, verbunden sind, minimiert, beziehungsweise nach Möglichkeit vermieden. Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil unserer Prozessabläufe und wird ständig durch Kontrollen und entsprechende Maßnahmen überprüft und dokumentiert. Die Mitarbeiter werden zusätzlich geschult, um die Prozessabläufe den Mitarbeitern näher zu bringen und zu sensibilisieren für den Umgang mit Explosivstoffen und Automobilsicherheitsteilen. Im Rahmen der neuen Produktionsanlagen und den damit verbundenen Verbesserungen in den Prozessabläufen haben wir die Stabilität in der Produktion erheblich erhöhen können und Risiken in der Produktion verringern können. Trotz eines leistungsfähigen Qualitätsmanagements im Unternehmen können potenzielle Risiken aus der Produkthaftung nicht vollständig ausgeschlossen werden. Hieraus können sich erhebliche finanzielle Einbußen und auch Imageschäden für das Unternehmen ergeben. Die wirtschaftlichen Risiken aus der jetzigen Abnehmerstruktur schätzt die Geschäftsleitung für die erforderlichen Maßnahmen zur Einführung eines Produktes aufgrund der langen Vorlaufzeit als nicht gering ein. 6. PrognoseberichtGesamtwirtschaftliche Situation Nach unserer Einschätzung wird sich der Aufschwung der Weltwirtschaft in 2011 weiter fortsetzen. Die Schwellenländer in Asien und Lateinamerika werden eine hohe Dynamik aufweisen, während die Wachstumsgeschwindigkeit in den Industrieländern niedrig bleiben wird. In der EU wird die Wirtschaft in 2011 weiterhin nur moderat zunehmen. Für Deutschland sehen wir wieder eine Exportdynamik und auch eine zunehmende Binnennachfrage. Die Lage am Arbeitsmarkt dürfte sich ebenfalls weiter entspannen. In den USA erwarten wir nur ein leichtes Wachstum gegenüber dem Vorjahr aufgrund der weiterhin ungünstigen Lage am Arbeitsmarkt sowie der hohen Verschuldung der Privathaushalte. Im internationalen Vergleich bleibt die wirtschaftliche Dynamik in Lateinamerika und Asien nach unserer Einschätzung weiterhin überdurchschnittlich hoch. In Deutschland sollte der stabile konjunkturelle Aufwärtstrend erhalten bleiben. Insgesamt erwarten wir eine weitere positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung auch für 2012. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens Die Automobilindustrie hat sich von den Folgen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich schneller erholt als erwartet. Trotz dieses Trends bleibt die weitere Entwicklung nur schwer prognostizierbar. Daraus ergibt sich auch für uns als Zulieferer ein nicht zu unterschätzendes Risiko, weil insbesondere die erwartete volatile und gleichzeitig heterogene Entwicklung der weltweiten Automobilmärkte für alle Unternehmen in der Automobilindustrie nicht einzuschätzen ist. Das Geschäftsjahr 2010/2011 wird für die SDI-Molan GmbH & Co. KG eine Herausforderung sein, zumal auch im kommenden Geschäftsjahr die Märkte wieder eine zuverlässige Planung nicht zulassen. Stattdessen gilt wie auch schon 2009/2010 durch eine flexible und vorausschauende Vorgehensweise den Entwicklungen im Markt Rechnung zu tragen. Wir nehmen an, dass sich der Konzentrationsprozess in unserem Marktsegment auch im kommenden Jahr fortsetzen wird. Erwartete Ertragslage Nach den nicht befriedigenden Ergebnissen für die Geschäftsjahre 2008/2009 und 2009/2010 erwarten wir für das Geschäftsjahr 2010/2011 ein ausgeglichenes Bilanzergebnis, zumal wir seit Dezember 2010 wieder steigende Umsatzerlöse verzeichnen können. Aufgrund unserer im Berichtszeitraum eingeleiteten und umgesetzten Maßnahmen im Kostenbereich sowie im Personalbereich sehen wir für das Geschäftsjahr 2011 eine positive Entwicklung der Ertragslage, sofern sich der positive Trend der Umsatzerlöse fortsetzt. Erwartete Finanzlage Das Unternehmen wird auch im Geschäftsjahr 2010/2011 das prognostizierte Wachstum sowie die damit verbundenen Investitionen aus einem positiven Cash Flow finanzieren können. Kreditaufnahmen sind für das Geschäftsjahr 2010/2011 nicht geplant. Wir gehen davon aus, dass das Unternehmen im nächsten Jahr mit der aufgrund der Planung zur Verfügung stehenden Liquidität jederzeit in der Lage sein wird, die bestehenden Verpflichtungen erfüllen zu können. Entwicklung der Belegschaft Mit den bereits in 2008 und 2009 durchgeführten personellen Maßnahmen haben wir ausreichend der Entwicklung Rechnung getragen. Im laufenden Geschäftsjahr waren daher keine weiteren Entscheidungen erforderlich. Unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung haben wir wieder Auszubildende eingestellt, da wir weiterhin auf eine gute Nachwuchsausbildung setzen. Mit dieser Strategie erhalten wir für die Zukunft sehr gute Fachkräfte, mit denen wir die bisher erzielten guten Resultate in den Produktionsprozessen weiter verbessern können. Die Forschung und Entwicklung wird bei uns in den kommenden Jahren eine besondere Stellung erhalten, da wir hierin eine sichere Basis für das Unternehmen in der Zukunft sehen. Gesamteinschätzung der erwarteten künftigen Entwicklung Nachdem die Weltwirtschaft sich nach zwei wachstumsschwachen Jahren wieder erholt hat, gehen wir als Geschäftsleitung davon aus, dass das Unternehmen in den kommenden Jahren ein ordentliches Wachstum erreichen wird und es damit auch wieder möglich sein wird, auskömmliche Margen zu erzielen. Die Anfragen aus der Automobilbranche bestätigen unsere Einschätzungen für das Geschäftsjahr 2010/2011. Mit den jetzt vorhandenen Kapazitäten nach Abschluss der Investitionsmaßnahmen sind wir in der Lage, zukünftig nachhaltig gute Betriebsergebnisse zu erzielen. Die aktuellen Umsatzentwicklungen lassen diesen Schluss zu. Weiterhin glauben wir, dass die Automobilindustrie in den nächsten zwei Jahren wieder das Niveau vor der Finanz- und Wirtschaftskrise erreichen wird. Sollte es zu einer weiteren Bündelung der Kräfte im Markt, durch Zusammenschlüsse und Verkauf von Unternehmen kommen, sehen wir hierin auch eine positive Entwicklung für uns.
Schönebeck, den 22. Juni 2011 SDI-Molan
GmbH & Co.
SDI Molan Verwaltungs GmbH, Schönebeck Patrick Carroll, Geschäftsführer Bernd Hilbich, Geschäftsführer BestätigungsvermerkBei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz und Anhang) handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SDI-Molan GmbH & Co. KG, Schönebeck, für das Geschäftsjahr vom 01. November 2009 bis zum 31. Oktober 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Bremen, den 22. Juni 2011 RKH
GmbH & Co. KG
Reimers, Wirtschaftsprüfer Hüffmeier, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 31.08.2011 festgestellt. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 1.085.304,40 wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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