Erbringung von Dienstleistungen der diagnostischen Bildgebung
B.Z. Ullstein GmbHLiquidiert
10117 Berlin, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
B.Z. Ullstein GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der B.Z. Ullstein GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, 22. Februar 2013 Ernst
& Young GmbH
Glöckner, Wirtschaftsprüfer Stolz, Wirtschaftsprüferin Bilanz zum 31.12.2012AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis 31.12.2012
Anhang 20121. GrundlagenDer Jahresabschluss der B.Z. Ullstein GmbH ("Gesellschaft") wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Gliederungsvorschriften des HGB; die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenEntgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Abnutzbare Vermögensgegenstände werden planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung zu dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Einzelrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Der Ansatz des Eigenkapitals erfolgt mit dem Nennbetrag. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung von zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen bewertet. Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bemessung dieser Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung getragen. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen zum Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag betreffen. Auf temporäre Differenzen zwischen den steuerrechtlichen Wertansätzen und den Ansätzen in der Handelsbilanz sowie auf Zins- und Verlustvorträge werden latente Steuern ermittelt. Aktive und passive latente Steuern werden in Summe verrechnet; ein sich hieraus ergebender Überhang aktiver latenter Steuern wird nicht angesetzt. 3. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und VerlustrechnungDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Berichtsjahr ist im Anlagespiegel dargestellt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an ehemalige und aktive Mitarbeiter der Gesellschaft sowie für deren Hinterbliebene gebildet und basierten auf einzelvertraglichen Zusagen und Betriebsvereinbarungen. Zusätzlich wird den Mitarbeitern die Möglichkeit gegeben, im Rahmen einer Gehaltsumwandlung Beiträge in eine betriebliche Altersversorgung zu leisten (Axel Springer Vario Rente). Der Rückstellungsberechnung wurde ein Rechnungszins von 5,1 % p. a. (Vj. 5,2 % p. a.) sowie ein Renten- und Inflationstrend von 1,75 % p. a. (Vj. 1,75 % p. a.) zugrunde gelegt. Die Lebenserwartung wurde entsprechend den Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für Altersteilzeit (TEUR 501; Vj. TEUR 707), ausstehende Lieferantenrechnungen und Honorare (TEUR 362 Vj. TEUR 369) sowie für übrige noch abzugeltende Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 1.014; Vj. TEUR 1.007). Die Umsatzerlöse des Berichtsjahres gliedern sich wie folgt:
Von den Umsatzerlösen entfielen auf das Ausland TEUR 363 (Vj. TEUR 238). Dies entspricht einem Anteil am Gesamtumsatz von 0,9 % (Vj. 0,6 %). Periodenfremde Erträge (TEUR 511) betreffen im Wesentlichen die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 218) und Steuererstattungen für Vorjahre (TEUR 204). Periodenfremde Aufwendungen (TEUR 21) betreffen im Wesentlichen Nachzahlungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (TEUR 16). 4. Sonstige AngabenAnteilsbesitz
*) Beherrschungs- und
Ergebnisabführungsvertrag
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren aus Liefer-, Miet-, Pacht- und Leasingverträgen und belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 3.029. Der Berechnung der latenten Steuern wurde grundsätzlich ein kombinierter Ertragsteuersatz von 30,17 % zu Grunde gelegt. Die Steuerermittlung zum 31. Dezember 2012 ergab ein Überhang aktiver latenter Steuern. Diese resultieren im Wesentlichen aus der niedrigeren steuerrechtlichen Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie den sonstigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 135 Mitarbeiter, darunter 76 Redakteure, 59 Angestellte. Geschäftsführung Geschäftsführer ist Herr Wolfgang Saurin, Verlagsgeschäftsführer, Berlin. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss in Höhe von € 1.362.996,83 wird aufgrund des geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages vollständig an die Gesellschafterin abgeführt. Konzernzugehörigkeit Die B.Z. Ullstein GmbH, Berlin, wird in den Konzernabschluss der Axel Springer AG, Berlin, einbezogen, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird.
Berlin, den 21. Februar 2013 B.Z. Ullstein GmbH Wolfgang Saurin Entwicklung des Anlagevermögens 2012
Lagebericht 2012Geschäft und RahmenbedingungenDie Titel B.Z. und B.Z. am Sonntag werden von der B.Z. Ullstein GmbH (B.Z.) herausgegeben. Die B.Z. Ullstein GmbH ist ein regionaler Zeitungsverlag mit Kernmarkt Berlin/Brandenburg. Die Gesellschaft verlegt auf dem seit Jahren hart umkämpften Berliner Zeitungsmarkt den traditionsreichsten Berliner Zeitungstitel B.Z., der auf eine 135 jährige Geschichte zurückblicken kann sowie die seit 20 Jahren existierende B.Z. am Sonntag. Darüber hinaus betreibt sie den dazugehörigen Online-Auftritt, der am 30. Januar 2009 komplett neu aufgesetzt wurde. Die B.Z. Ullstein GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der Ullstein Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Berlin, die wiederum eine hundertprozentige Tochter der "Axel Springer Verlag" Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin, ist. Die B.Z. Ullstein GmbH wird in den Konzernabschluss der Axel Springer Aktiengesellschaft, Berlin, (AS AG) einbezogen. Sie hielt bis zum 30.06.2012 eine Beteiligung an der MSG Media- und Servicegesellschaft mbH & Co. KG, Köln (6,4 % an der Personengesellschaft sowie die Unterbeteiligung in gleicher Höhe über M. DuMont Schauberg). Wirtschaftliche RahmenbedingungenDie Weltwirtschaft hat sich im Berichtszeitraum zunehmend abgeschwächt. Alle Wirtschaftsregionen der Welt waren davon betroffen. Die konjunkturelle Dynamik in den Industrieländern ist laut Ifo-Institut insgesamt schwach geblieben, während sie sich in den Schwellenländern deutlich verlangsamt hat. Vor allem der in die Rezession geratene Euroraum und die US-Wirtschaft haben sich 2012 zu Bremsfaktoren der Weltwirtschaft entwickelt. In wichtigen Schwellenländern hat die Geldpolitik das Expansionstempo verlangsamt, um hohen Inflationsraten und Überhitzungserscheinungen am Kreditmarkt entgegenzuwirken. In China wirkten sich zudem steigende Lohnkosten negativ auf die Exporte aus. Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt das globale Wachstum in 2012 auf 3,3 %. Die anhaltende Unsicherheit im Zusammenhang mit der europäischen Schuldenkrise hat auch die Konjunktur in Deutschland deutlich beeinträchtigt. Im Inland wurde im Jahr 2012 mehr konsumiert aber weniger investiert als 2011. Die privaten Konsumausgaben stiegen nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 0,8 %. Dagegen lagen die Ausrüstungsinvestitionen mit -4,4 % deutlich unter dem Wert des Vorjahres. Die Bauinvestitionen waren real um 1,1 % rückläufig. Der deutsche Außenhandel erwies sich im Jahr 2012 trotz einer nachlassenden Weltwirtschaft als robust. Deutschland exportierte im Jahr 2012 preisbereinigt insgesamt 4,1 % mehr Waren und Dienstleistungen als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig stiegen die Importe um 2,3 %. Die deutsche Wirtschaft ist 2012 preisbereinigt um 0,7 % gewachsen. 2012 sank die Zahl der Arbeitslosen auf 2,9 Mio. und ging damit im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 % zurück, die Arbeitslosenquote lag damit bei nur noch 6,8 %. Das von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ermittelte Konsumklima behauptete sich 2012 auf hohem Niveau. Die Verunsicherung der Verbraucher über die weitere wirtschaftliche Entwicklung hat aber zugenommen und die Anschaffungsneigung hat zum Jahresende deutlich nachgegeben. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts erhöhten sich die Verbraucherpreise 2012 um 2,0 % - vor allem aufgrund gestiegener Energiepreise. Branchenspezifische RahmenbedingungenVertriebsmarkt Der inländische Pressevertriebsmarkt entwickelte sich erneut leicht rückläufig. Die verkaufte Gesamtauflage der Zeitungen und Zeitschriften lag 3,7 % unter der des Vorjahreszeitraums. Aufgrund von realisierten Preiserhöhungen sind die Vertriebsumsätze jedoch nur um 1,5 % gesunken. Die 366 bei dem Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW) gemeldeten Tages- und Sonntagszeitungen erreichten einen Gesamtverkauf von 21,2 Mio. Exemplaren pro Ausgabe. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Rückgang von 3,2 %. Der Einzelverkauf (- 7,8 %) ist - wie auch im Vorjahr - deutlich stärker betroffen als das Abonnement (- 2,3 %). Die Nachfrage im Segment der Tages- und Sonntagszeitungen innerhalb des Pressevertriebsmarktes gab - gemäß der jeweiligen Erscheinungsweise gewichtet - um 3,6 % nach. Während die Auflagen bei den Printmedien im Jahr 2012 erneut sanken, blieben die Online-Medien weiter auf Wachstumskurs. Laut der Studie "internet facts 2012-10" der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) nutzen bereits 50,8 Mio. Personen in Deutschland das Internet (Internetnutzer innerhalb der letzten drei Monate). Dies entspricht einem Anteil von 72,4 % der deutschen Wohnbevölkerung ab 14 Jahren. Von den 50,8 Mio. regelmäßigen Nutzern informieren sich 71,2 % online über das Weltgeschehen und 62,9 % über regionale oder lokale Ereignisse. Damit gehören News-Angebote neben E-Mails, Online-Recherchen, Online-Shopping und Wetterinformationen zu den wichtigsten thematischen Schwerpunkten. Auch Job- und Immobilienbörsen zählen zu den 20 meistgenutzten Online-Kategorien. Neben dem stationären Internet gewinnt nach der Studie "mobile facts 2012-11" das mobile Internet immer mehr an Bedeutung. Im Vergleich zum ersten Halbjahr ist die monatliche Anzahl der mobilen Internetnutzer im zweiten Halbjahr 2012 um 11 % auf durchschnittlich 21,3 Mio. gestiegen. In den meisten Fällen (70,4%) findet die mobile Internetnutzung überwiegend zusätzlich zur stationären Nutzung statt. Laut IVW wurden die Content-Portale deutscher Printmedien 2012 wesentlich häufiger besucht als im Jahr 2011. Die 20 populärsten Portale deutscher Tageszeitungen steigerten demnach die Zahl der Visits um durchschnittlich 21,5 %, während die Besuche von Portalen der Zeitschriften um 14,6 % zunahmen. Werbemarkt Der Werbemarkt in Deutschland liegt im Jahr 2012 auf Basis der aktuellen Werbemarktprognose von ZenithOptimedia ("Advertising Expenditure Forecast", Dezember 2012) leicht über dem Vorjahresniveau. Nach diesen Erhebungen betrugen die Nettoumsätze des Gesamtwerbemarktes im Berichtszeitraum € 18,5 Mrd. (inkl. Rubrikenanzeigen und Prospektbeilagen; abzgl. gewährter Rabatte und Agenturprovisionen sowie ohne Produktionskosten), was einem geringfügigen Anstieg gegenüber dem Vorjahr von nominal 0,3 % entspricht. Dieses Plus resultiert aus dem Wachstum der Online-Medien sowie der Fernseh- und Hörfunkwerbung. Bei den Printmedien lagen die Nettowerbeumsätze der Zeitungen (Zeitungen, Anzeigenblätter sowie Zeitungssupplements) im Berichtszeitraum bei € 5,7 Mrd. und somit 4,2 % unter dem Vorjahreswert. Die Zeitschriften (Publikums- und Fachzeitschriften, Verzeichnismedien) blieben laut ZenithOptimedia mit einem Rückgang der Nettowerbeumsätze um 3,9 % auf € 3,3 Mrd. ebenfalls hinter dem Vorjahr zurück. Im deutschen Online-Markt (Display, Suchwort-vermarktung und Affiliate) stiegen die Nettowerbeumsätze im Jahr 2012 um 11,2 % auf € 3,8 Mrd. an. Marktstellung der B.Z. Die B.Z. ist im Vergleich mit allen anderen Berliner Titeln die größte und traditionsreichste Zeitung der Hauptstadt. Mit einer durchschnittlich verkauften Tagesauflage von rund 151,2 Tsd. Exemplaren blieb die B.Z. auch in 2012 Berlins größte Zeitung und verteidigte ihre Position als reichweitenstärkste Tageszeitung im Verbreitungsgebiet Berlin-Brandenburg. Aus der Tradition als stärkste Zeitungsmarke mit starker regionaler Bindung ist ein für Berlin einzigartiges gesellschaftliches und kulturelles Netzwerk entstanden. Für die Berliner ist die B.Z. zusammen mit der B.Z. am Sonntag an sieben Tagen in der Woche Informationsmedium und Bestandteil der Hauptstadt. Die Buchstaben B.Z. mit dem Zusatz "Berlins größte Zeitung" unterstreichen die besondere Bedeutung und Marktstellung in der Stadt. Die Stellung als größte Zeitung der Hauptstadt spiegelt sich in zahlreichen Events wider, wie zum Beispiel dem seit Jahrzehnten bestehenden B.Z. Wandertag. Auch die Verleihung des B.Z. Kulturpreises, das Redaktionsfest auf Schloss Diedersdorf und das Golfturnier für Anzeigenkunden wurden in 2012 erneut erfolgreich durchgeführt. Anlässlich des 135 jährigen Jubiläums der B.Z. wurde für alle Kunden, Partner und Freunde, aus Wirtschaft, Politik und Medien eine Imagebroschüre erstellt und versendet. Zum Jubiläum erschienen drei Ausgaben der B.Z. in besonderer Form: die "Leser-B.Z." - eine Ausgabe, komplett gestaltet nach den Ideen und Anregungen der B.Z.-Leser, eine B.Z. AM SONNTAG wurde als Comic gestaltet und auf vielfachen Leserwunsch noch einmal eine B.Z. auf Berlinerisch. Für die B.Z. Leser fanden in der Jubiläumswoche verschiedene Aktionen in der B.Z. statt: u.a. Mehrwertcoupons, Gewinnspiele, Berlin-Mosaikposter zum Herausnehmen. Zum 775. Stadtjubiläum präsentierte die B.Z. mit dem Partner Juststickit das Panini-Album "Berlin sammelt Berlin". Das 44 Seiten starke Heft umfasst 276 Motive und zeigt die vielen Facetten der Stadt. Die Klebesticker umfassen die wechselvolle Geschichte, Berliner Originale und Legenden, berühmte Bauwerke und die Kieze sowie die aktuellen Stars aus Sport, Show und Kultur. Das Merchandise Produkt passt zur B.Z und zeigt ihre Berlin Kompetenz auf. Zur Stärkung der Leserbindung wurde das seit August 2011 bestehende und exklusiv für die B.Z. entwickelte Gewinnspiel Cash Code fortgeführt: In den Aktionszeiträumen trägt jedes Heft von Montag bis Samstag einen individuellen Gewinncode, mit dem der Besitzer täglich die Chance hat, Bargeld zu gewinnen. Rund um die Fußball EM wurden weitere Maßnahmen mit Coupons, Mehrwerten und Gewinnspielen umgesetzt. Seit gut drei Jahren gibt es die Aktion "Berliner Helden", bei der die B.Z. täglich über ehrenamtliches und soziales Engagement in Berlin berichtet - mittlerweile über rund 17 Tsd. in den vergangenen drei Jahren geleistete Stunden von rund 3 Tsd. Helden. Im März konzentrierte sich die Aktion besonders auf Berliner Unternehmensengagement. Die sozialen Aktivitäten wurden thematisch in einer Unternehmenswoche in der B.Z. präsentiert. In der Vorweihnachtszeit wurden Berliner Kinderheime mit einer Weihnachtswunschbaumaktion unterstützt: 200 kleine Weihnachtswünsche von Berliner Weisenkindern konnten von B.Z. Lesern vom Weihnachtsbaum gepflückt und erfüllt werden. Die B.Z. kann auf eine positive Reichweitenentwicklung in 2012 zurückblicken: Sie steigerte ihre Reichweite in der Region Berlin-Brandenburg in der durchschnittlichen Woche im Berichtszeitraum um 41 Tsd. auf 533 Tsd. Leser. Das regionale Anzeigengeschäft entwickelte sich bei der B.Z. und ihrer Sonntagsausgabe, wie der allgemeine Markttrend in 2012, rückläufig. Nennenswerte Zusatzgeschäfte konnten jedoch durch die Vermarktung der Ausgaben zum 135 jährigen Jubiläum der B.Z., einer Sonderbeilage zum 100.Geburtstag von Axel Springer, sowie neuer Sonderprodukte im Pocket-Format generiert werden. BZ.de integrierte in 2012 ihr Mobil-Angebot in den stationären Auftritt: Die Website wurde technisch an die neuesten Web-Standards HTML5 und CSS3 angepasst. Dadurch lässt sich die Seite auf allen Geräten und Browsern aufrufen und passt die Darstellung der Displaygröße entsprechend an. Damit geht die B.Z. einen entscheidenden Schritt in Richtung "Responsive Webdesign" und entwickelt sich mit den neuen Markttrends. Im betrachteten Jahr konnte die B.Z. einige Auszeichnungen entgegennehmen. ADC Auszeichnung: Für die B.Z Ausgaben Ost/West zu " 50 Jahre Mauerbau. Tenor: Stadt Nachrichten aus dem jeweils anderen Teil der Stadt - weiße Flächen." Hierfür wurde der B.Z Redaktion der silberne Nagel des Art Directors Club verliehen. LEADAWARD: Der LEADAWARD in GOLD der LEADACADEMY für Medien e.V. ging in der Kategorie "Einzelleistung des Jahres" in der Hauptkategorie Zeitungen für die "Die Ost-West-Ausgabe" an die B.Z. European Newspaper Award 2012: Der European Newspaper Award 2012 ging in der Kategorie Visualization für Titelseite und Rückseite vom 22.6.2012 ("Elf Merkels müsst ihr sein!") an die B.Z. Auszeichnung Berliner Helden: Der Unionhilfswerk-Landesverband Berlin e.V. hat die B.Z. am 4. Juni 2012 mit der Verdienstmedaille des Vereins im Rathaus ausgezeichnet. Hintergrund waren Wertschätzung und Anerkennung der wichtigen und engagierten Arbeit der B.Z.-Helden Aktion. Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung der B.Z. verringerte sich in 2012 gegenüber dem Vorjahr auf EUR 1,4 Mio. Trotz konsequentem Kostenmanagement konnten die in 2012 geringeren Werbeeinnahmen gegenüber dem Vorjahr (EUR -2,8 Mio.) nicht vollständig kompensiert werden. Der Anzeigenbereich bemisst seinen Erfolg am Vorjahresvergleich der verkauften Millimeter- und Seitenvolumina in verschiedenen Branchen und Rubriken sowie der kontinuierlichen Umsatzanalyse. Die Unterschreitung des Vorjahres um -13 % ist hauptsächlich auf die hohen Verluste einiger Großkunden zurück zu führen, regional verzeichnete die B.Z. marktbedingte Einbußen im Einzelhandelsmarkt und bei Berlin diskret. In weiteren Regionalmärkten wurde das Vorjahresniveau erreicht oder nur mit leichten Negativabweichungen abgeschlossen (Handel & Service, Reise & Freizeit, Stellenmarkt, Kultur & Gastro). Deutliche Umsatzsteigerungen wurden hingegen im wichtigen Kfz-Markt verbucht. Die Online-Umsätze mit bz.de sind in 2012 weiter gestiegen. Ertragslage
Aufgrund weiterhin rückläufiger Umsatzerlöse in den Bereichen Vertriebs- und Werbeerlöse (-8 %) konnte die B.Z. Ullstein GmbH das Betriebsergebnis vom Vorjahr nicht erwirtschaften. Mit Vertrag vom 14.11.2011 zwischen der Ullstein GmbH und der B.Z. Ullstein GmbH wurde ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Der Jahresüberschuss des Berichtsjahres der B.Z. Ullstein GmbH von TEUR 1.363 wurde an die Ullstein GmbH abgeführt. Die Auflage 2012 stellt sich wie folgt dar:
*) EV = Einzelverkauf, SV = Sonstiger Verkauf,
Bordexpl. = Bordexemplare
Durch weiterhin optimiertes Umfangsmanagement konnten bei den Materialaufwendungen Einsparungen erzielt werden. Die Personalaufwendungen blieben im Vergleich zum Vorjahr stabil. Im Bereich der übrigen betrieblichen Erträge gelang es, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr (+33%) zu erreichen. FinanzlageDie Finanzlage der B.Z. Ullstein GmbH ist weitgehend durch die finanzielle Verbindung zur AS AG geprägt. Weiterhin ist die Zahlungsfähigkeit durch die Einbindung in das konzernweite Cash-Management in der AS AG jederzeit sichergestellt. Es bestehen keine außerbilanziellen Finanzinstrumente. Die Kapitalflussrechnung stellt sich verkürzt wie folgt dar:
Der Finanzmittelbestand am Ende der Periode beträgt TEUR 24.188 (Vj. TEUR 21.891). Diesem wurden die Forderungen aus dem Cash Pooling gegenüber der Axel Springer Aktiengesellschaft in Höhe von TEUR 24.158 (Vj. TEUR 21.860) sowie Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbeständen in Höhe von TEUR 30 (Vj. TEUR 31) zugeordnet. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in 2012 ist im Wesentlichen durch Zunahmen im Bereich Forderungen gegenüber Konzerndritten und Abnahme der Forderungen aus sonstigen Vermögensgegenständen, insgesamt in Höhe von TEUR 1.575 beeinflusst. Vermögenslage
Die Bilanzsumme erhöhte sich im Berichtsjahr um 3 % (TEUR 747) auf TEUR 25.267. Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen blieb mit 1,7 % (Vj. 1,6 %) nahezu unverändert. Der leichte Anstieg der kurzfristigen Forderungen resultiert im Wesentlichen aus einem Verrechnungssaldo gegen die Axel Springer Aktiengesellschaft. Der Anteil der kurzfristigen Forderungen am Gesamtvermögen blieb unverändert. Das Eigenkapital blieb aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der Ullstein GmbH unverändert. Die Zunahme der übrigen Passiva um TEUR 581 auf TEUR 1.079 betrifft im Wesentlichen den Anstieg aus Mietkostenzuschuss. GesamtaussageTrotz eines konsequenten Kostenmanagements erzielte die B.Z. in 2012 aufgrund rückläufiger Umsatzerlöse ein niedrigeres Betriebsergebnis als im Vorjahr. Die Finanzlage der Gesellschaft wurde durch Zunahmen der Forderungen gegen Konzerndritte und Abnahme der Forderungen aus sonstigen Vermögensgegenständen beeinflusst. NachtragsberichtEs liegen keine Ereignisse vor, die zu berücksichtigen wären. RisikoberichtDie B.Z. ist zwar in das Risikocontrolling der Axel Springer Aktiengesellschaft, Berlin, eingebunden, aber das Management der Risiken, also die Früherkennung, Bewertung, Steuerung und Dokumentation der Risiken, sowie die Festlegung und Durchführung geeigneter Gegenmaßnahmen und die diesbezügliche Kommunikation liegen im Verantwortungsbereich der B.Z. Die B.Z. ist neben der jährlichen Risikoaufnahme dazu verpflichtet, den eigenen Bereich ständig nach einer sich ändernden Risikosituation hin zu überwachen und wesentliche Änderungen der bereichsspezifischen Risikosituation umgehend an den Axel Springer Konzern zu melden. Risikopolitische Grundsätze und RisikostrategieRisikofelder Markt- und Wettbewerbsrisiken Die Krisen in zahlreichen europäischen Staaten, die aus einer deutlichen Überschuldung einzelner Länder resultieren, sowie die Abwertung der Kreditwürdigkeit mehrerer Länder verunsichern die Märkte. Anhaltende Unsicherheit besteht auch hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Wirtschaftsmacht China, die eine nach wie vor wichtige Bedeutung für die Weltwirtschaft hat. Ein erneuter Konjunktureinbruch, verursacht durch die Eurokrise, könnte sich negativ auf das Wirtschaftswachstum auswirken. Eine daraus resultierende signifikante Verschlechterung der Erlössituation bei unseren Kunden sowie das weitere Sinken unserer Werbeerlöse im Print Bereich kann deshalb nicht ausgeschlossen werden. Eine negative Entwicklung des allgemeinen Marktumfelds könnte neben geringeren Werbeerlösen in Deutschland auch einen Rückgang unserer Werbeeinnahmen in Mittel- und Osteuropa zur Folge haben. Das Risiko steigender Papierpreise wird, vor allem vor dem Hintergrund eines diversifizierten Einkaufs, derzeit als überschaubar angesehen. Darüber hinaus ist die allgemeine Marktlage unvermindert durch einen starken Wettbewerbsdruck geprägt: Durch den Markteintritt neuer Konkurrenztitel und -objekte sind unsere Umsatz- und Marktanteile im Vertriebs- und Anzeigengeschäft gefährdet, dies könnte sich durch den Eintritt von Gratiszeitungen und -zeitschriften weiter verstärken. Auch die Tendenz zu Radio- und TV-Werbung könnte unsere Print-Anzeigenerlöse reduzieren. Insgesamt wird dieses Risiko durch veränderte Konsum- und Lesegewohnheiten (vor allem aufgrund des demografischen Wandels) verschärft. Zudem resultieren Unsicherheiten aus dem vermehrten Wettbewerb klassischer Printmedien mit anderen Mediengattungen. So führt vor allem die wachsende Bedeutung und Nutzung des Internets zu Erlösminderungen im Bereich der gedruckten Publikationen. Die genannten allgemeinen Marktrisiken werden vor allem durch die operative Unternehmenssteuerung überwacht und minimiert. Eine Anpassung an sich ändernde Kundenbedürfnisse kann zudem mittels Produktinnovationen erfolgen. Flankiert wird dies durch preis- und produktpolitische Maßnahmen, beispielsweise verkaufsfördernde Gratiszugaben oder Beigaben mit Aufpreis wie DVDs, CDs und Hörbücher. IT-Risiken Für Axel Springer und die B.Z. als Unternehmen mit einem hohen Digitalisierungsgrad ergeben sich erhebliche Risiken aus der Gefahr des Ausfalls von IT-Systemen, Rechenzentren, Redaktionssystemen oder Datenbanken. Besonders zu beachten sind IT-Risiken, die zu Datenverlusten und schlimmstenfalls Betriebsunterbrechungen führen könnten. IT-Risiken beziehen sich jedoch nicht nur auf Axel Springer selbst, sondern haben auch einen großen Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit. Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung von Bezahlinhalten und des damit verbundenen Umgangs mit personenbezogenen Daten sowie der gleichzeitig stetig wachsenden Computerkriminalität kommt der sensiblen Handhabung und dem Schutz der erwähnten Kundendaten eine wachsende Bedeutung zu. Zudem ist auch Axel Springer aufgrund diverser Geschäftsmodelle auf eine ständige Verfügbarkeit der Internetauftritte angewiesen. Dadurch ergeben sich potenzielle Erlös- und Reputationsrisiken, die aus Hackerangriffen und damit verbundenen Ausfallzeiten resultieren. Aus diesem Grund werden gezielt Maßnahmen ergriffen, um kriminellen Handlungen entgegenzuwirken und das strategische Geschäftsmodell von Axel Springer zu schützen. Der Risikovermeidung bzw. Risikoreduzierung dienen hier umfassende IT-Sicherheitsmaßnahmen (z. B. Back-up-Systeme, Firewalls, Notfallrechenzentren), die kontinuierlich ausgebaut und verbessert werden. Strategische und sonstige Risiken Risiken im Distributionsbereich, z.B. im Fall von Liquiditätsproblemen von Vertriebspartnern, wird in Form klar vereinbarter Zahlungsziele und fester Zahlungsmodalitäten begegnet. Gesamtrisikoeinschätzung Risikokonzentrationen oder Wechselwirkungen von Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben könnten, sind derzeit - mit Ausnahme der Gefahr einer drastischen Verschlechterung der Weltwirtschaft - nicht zu erkennen. Eine Bestandsgefährdung oder maßgebliche Beeinflussung der Vermögens-, Ertrags- und Liquiditätslage ist daher nicht ersichtlich. ChancenMarktchancen Wird sich die Konjunktur - wie aktuell von den führenden Wirtschaftsinstituten prognostiziert - wieder stabilisieren, so hätte dies positive Auswirkungen auf unsere Vertriebs- und Werbeerlössituation. Aber selbst eine negative gesamtwirtschaftliche Entwicklung kann Chancen eröffnen: So könnten Wettbewerber aus dem Markt ausscheiden, während unsere eigene Marktposition im Zuge dieser Marktbereinigung langfristig gestärkt würde. Zusätzlich bestünde die Möglichkeit, Unternehmen zu niedrigen Bewertungen zu erwerben. Politische Chancen Positiv könnte sich in Deutschland die Stärkung des Schutzes von geistigem Eigentum durch die Einführung eines Verleger-Leistungsschutzrechts auswirken. Für die Verlagsbranche würde eine solche gesetzliche Regelung eine deutliche Verbesserung ihrer rechtlichen Position in Urheberrechtsstreitigkeiten bedeuten Strategische Chancen Die Digitalisierungsstrategie bietet durch die dynamische Umsatzentwicklung auf den digitalen Märkten besonders hohe Chancen auf zusätzliche Umsatzerlöse. Die B.Z. nutzt diese Marktentwicklung durch die zügige und konsequente Verknüpfung von Print- und Online-Angeboten, das Eingehen neuer Kooperationen sowie den fortlaufenden Ausbau bestehender und zugekaufter Aktivitäten. Chancen sehen wir hier vor allem im Bereich der Bezahlinhalte. Auch eine Ausweitung unseres digitalen Angebots eröffnet der B.Z. große strategische Chancen. Chancen und Risiken künftiger Entwicklungen bei der B.Z. Das Marktrisiko durch den starken Wettbewerb auf dem Berliner Zeitungsmarkt wird auch zukünftig anhalten. Das Wachstum und die verstärkte Akzeptanz von digitalen Medien wie dem Internet und Handy-Portalen werden weiterhin zu verstärktem Wettbewerb führen. Im Berichtsjahr wurden weiter Steigerungen der Nutzerzahlen des Internetauftritts der B.Z. realisiert und mit der verbesserten Präsenz im mobilen Internet ein Grundstock für bisher ungenutzte Potenziale bei Grossmedialen Angeboten in der regionalen Anzeigenvermarktung geschaffen. Weiterhin positive Effekte ergeben sich auch beim nachhaltigen Ausbau der Kooperation mit der BILD-Gruppe im Hinblick auf die reichweitenstarke Anzeigenvermarktung und die Straffung der Vertriebsstrukturen. Die Ausgliederung und die damit entstandene Möglichkeit, Leistungen nicht mehr nur intern, sondern vom Markt zu beziehen, bietet der B.Z. Ullstein GmbH die Chance, ein weiterhin erforderliches, konsequentes Kostenmanagement umzusetzen. Im Bereich Internet wird die B.Z. mit dem im I. Quartal 2009 erfolgreich gestarteten Auftritt von "bz.de" weiter zu einer modernen regionalen Medienmarke ausgebaut. "bz.de" ist ein modernes Nachrichtenportal mit regionalem Schwerpunkt, das rund um die Uhr aktualisiert wird. Dies spiegelt sich auch in dem anhaltenden Anstieg der Besucherzahlen von 3,46 Mio. Visits (+9,2 %) im Dezember 2012 gegenüber dem Vorjahr wider. Auch im Hinblick auf die dynamischen Entwicklungen im Bereich der mobilen Internetanwendungen wird "bz.de" eines der innovativsten Nachrichtenangebote für die Berliner bleiben. Bereits 2009 wurde das Angebot der B.Z. um mobile Anwendungen (iPhone-Applikation, Wap-Portal) erweitert, Weiterentwicklungen wurden im Berichtsjahr vorangetrieben. Aus diesen Aktivitäten werden mittelfristig neue Erlösquellen erwartet. AusblickErwartetes wirtschaftliches Umfeld Gesamtwirtschaft Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für 2013 mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von 3,5 %. Die zuvor große Besorgnis über die weltweite Konjunkturentwicklung ist einem vorsichtigen Optimismus gewichen. Der Euroraum wird der Prognose zufolge aber mit -0,2 % in der Rezession verharren, zu groß ist immer noch Unsicherheit über die Lösung der Euroschuldenkrise. Die Volkswirtschaften Italiens und Spaniens sollen sogar im zweiten Jahr in Folge schrumpfen. Den USA prognostiziert der IWF dagegen ein Wachstum von 2,0 %. Chinas Wirtschaft soll um 8,2 % wachsen. Der Konjunkturprognose des ifo-Instituts zufolge wird die Konjunktur in Deutschland nach einer Abschwächung im Winterhalbjahr 2012/2013 im Jahresverlauf 2013 wieder anziehen. Das Wachstum wird zunächst von der hohen Unsicherheit im Zusammenhang mit der Eurokrise gebremst und im Jahresdurchschnitt preisbereinigt 0,7 % erreichen. Getragen wird das Wachstum von der Zunahme des privaten Konsums um ebenfalls 0,7 %. Grund sind vor allem die wieder stärker steigenden Realeinkommen. Die Investitionstätigkeit dürfte sich angesichts eines steigenden Welthandels vor allem im zweiten Halbjahr wieder beleben und preisbereinigt um 0,7 % steigen. Die außereuropäische Nachfrage wird die deutschen Exporte nach Einschätzung des ifo-Instituts preisbereinigt um 3,0 % steigen lassen. Die wieder steigenden Investitionen dürften auch die Importe beleben. 2013 ist mit einem Einfuhrwachstum um 3,3 % zu rechnen. Das Inflationsniveau dürfte deutlich sinken. Der Anstieg der Verbraucherpreise wird 2013 bei geschätzten 1,6 % liegen. Die Zahl der Erwerbstätigen dürfte im Jahr 2013 auf 41,6 Mio. Personen steigen, da sich die Zuwanderung aus EU-Ländern weiter fortsetzen wird. Die Zahl der Arbeitslosen 2013 wird laut ifo-Institut erstmals seit langem wieder steigen, und zwar leicht auf 3,0 Mio. Personen. Die Arbeitslosenquote wird 2013 im Jahresdurchschnitt 6,9 % betragen. Branchenumfeld Analog zu den Erwartungen des IWF schätzt der Branchenverband ZAW die ökonomischen Rahmenbedingungen für das Jahr 2013 nicht besonders optimistisch ein. Jedoch vor dem Hintergrund der Auslotung neuer Werbekonzepte, immer neuerer technischer Chancen der Kundenansprache und erweiterter Mediennutzung sind die mittelfristigen Zukunftserwartungen It. ZAW in der Werbemarktentwicklung jedoch von Stabilität geprägt. Nach der aktuellen Werbemarktprognose von ZenithOptimedia (Studie "Advertising Expenditure Forecast" vom Dezember 2012) wird für das Jahr 2013 weltweit ein Plus von 4,1 % erwartet. Damit korrigierte ZenithOptimedia seine Prognose von + 4,6 % aus dem September 2012 nach unten. Die bisher vorliegenden Prognosen für Deutschland zeigen für 2013 einen leichten Anstieg des Gesamtwerbemarktes. ZenithOptimedia erwartet für den Werbemarkt Deutschland 2013 einen Anstieg um 1,6 % (nominal). Dieses Wachstum läge damit unterhalb des erwarteten Wachstums der Gesamtwirtschaft von nominal 2,5 % (+ 0,7 % real). Getragen wird dieses Wachstum vom Fernsehen (+ 1,9 %) und vom Online-Bereich (+ 11,0 %). Für Zeitungen (- 3,1 %) und für Zeitschriften (- 2,8 %) wird von ZenithOptimedia ein Rückgang der Nettowerbeumsätze prognostiziert. In den Prognosedaten von ZenithOptimedia spiegelt sich die langfristige, strukturelle Umverteilung der Werbeausgaben zugunsten digitaler Angebote wider. Internet und Fernsehen werden den Prognosedaten zufolge ihren jeweiligen Anteil an den Werbegeldern ausbauen. Es wird angenommen, dass das weitere Wachstum der beiden Mediengattungen von der Annäherung oder gar Verschmelzung von TV und Online-Bewegtbild abhängt. Chancen für neues Wachstum sieht die Kommunikationsbranche weiterhin in neuen Vermarktungsangeboten, vernetzten Werbekonzepten, dem Aufbau neuer Geschäftsfelder sowie neuen Produktinnovationen. Durch die Vermarktungskombination mit BILD erwartet die B.Z. Geschäftsführung in 2013 eine deutlich positivere Entwicklung für den Anzeigenmarkt. Für 2013 und 2014 werden weiter moderat sinkende Verkaufszahlen erwartet, die durch Einsparungen bei den Kosten, sowie durch Wachstum im Onlinebereich zum Teil kompensiert werden. Insgesamt wird für 2013 und 2014 ein Ergebnis über dem Niveau des Jahres 2012 erwartet.
Berlin, den 21. Februar 2013 B.Z. Ullstein GmbH Wolfgang Saurin |
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