K³ Planungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseArchitekturbüros für Orts-, Regional- und Landesplanung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Klaus Wagner seit 5.1.2021 | Geschäftsführer |
Markus Dr. Pfaffinger seit 3.1.2012 | Geschäftsführer |
Dieter Dr. Pfaffinger seit 19.2.2004 | Geschäftsführer |
Michael Otto Häring seit 19.2.2004 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 45.00% | |
| 40.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Pfaffinger Verwaltungs-GmbHPassauKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021KONZERNLAGEBERICHT DER GESCHÄFTSFÜHRUNG 2021I. GESCHÄFTSMODELL Der PFAFFINGER - Konzern (nachfolgend PFAFFINGER genannt) ist eine Unternehmensgruppe, die aus mehreren operativ tätigen Gesellschaften besteht und ein breites Leistungsspektrum mit den einzelnen Geschäftsbereichen Hochbau, Ingenieurbau, Rohrleitungs-/Netzbau und Anlagenbau, in der Rohrnetz- & Sanierungstechnik, Industrie- & Energietechnik und der Drill- & Energietechnik im deutschsprachigen Raum bietet. Die Zusammenführung der einzelnen Gesellschaften erfolgt im Konzernabschluss der Pfaffinger Verwaltungs-GmbH. In den Konzernabschluss werden neben der Pfaffinger Verwaltungs-GmbH sechs weitere Gesellschaften einbezogen, von denen fünf vollkonsolidiert werden. Ein Tochterunternehmen wird mit seiner Quote konsolidiert. Der Konzern hat seinen Hauptsitz in Passau, daneben haben Tochterunternehmen ihren Firmensitz am Standort Leipzig; außerdem werden Niederlassungen in Berlin und Stuttgart betrieben. II. WIRTSCHAFTSBERICHT 1. Entwicklung der Branche Das Baujahr 2021 war - wie in vielen Teilen des produzierenden Gewerbes - durch zwei unterschiedliche Entwicklungen gekennzeichnet. Während die Auftragseingänge im Jahresverlauf deutlich zulegten, wurde die Bauproduktion durch die anhaltende Corona-Pandemie und den immer stärker auftretenden Mangel an Baumaterialien gebremst. Das Bauhauptgewerbe in Deutschland hat sich wie folgt entwickelt: Im Jahr 2021 lag der Umsatz in allen Betrieben des Bauhauptgewerbes bei 144,8 Mrd. €. Dies entspricht einem Zuwachs von 1,2 % um über 1,7 Mrd. €. Gut hat der Wirtschaftsbau mit einem nominalen Umsatzplus von 2,3 % abgeschnitten, der Wohnungsbau hat um 2,0 % zugelegt. Lediglich für den Öffentlichen Bau ist ein Rückgang von 1,2 % ausgewiesen worden. Bei allen Betrieben mit mehr als 20 Mitarbeitenden legte der Auftragseingang mit einem Plus von 9,4 % auf 94,6 Mrd. € stark zu. Mit Blick auf die einzelnen Bausparten war der Wirtschaftsbau mit einem Auftragsplus von 16 % der stärkste Treiber. Daneben verzeichnete der Wohnungsbau ein Orderplus von 8,5 %, während der öffentliche Bau nur eine geringe Zunahme der Bestellungen verbuchte (+2,7 %). Die Anzahl der Beschäftigten erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 %. Die Bauindustrie in Bayern vermeldet folgende Entwicklung (Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigte): Das bayerische Bauhauptgewerbe konnte im Jahr 2021 ein Umsatzplus von 0,1 % verzeichnen. Eine Zunahme um 3,7 % erfolgte im Wohnungsbau, der Wirtschaftsbau nahm dagegen um 1,1 % und der Öffentliche Bau um 1,8 % ab. Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe lag um 14,5 % über dem Vorjahresniveau. Im Jahresdurchschnitt 2021 nahm die Beschäftigtenzahl um 2,9 % zu. Die Bauindustrie in Ostdeutschland/Sachsen vermeldet folgende Entwicklung: Im Kalenderjahr 2021 registrierte das ostdeutsche Bauhauptgewerbe im Hinblick auf die Auftragsentwicklung einen geringen Zuwachs im Vergleich mit dem Vorjahr, gleichzeitig ging die Bautätigkeit zurück. In Sachsen ist der Auftragszugang um 2,9 % zurückgegangen. Der Umsatz erhöhte sich um 4,1 % gegenüber dem Vorjahr. Ursächlich hing das mit der Bautätigkeit im volumenstarken Wirtschaftsbau und einer Zunahme um 4,5 % zusammen. Im Wohnungsbau sind die Erlöse um 23,7 % gestiegen, der Öffentliche Bau verzeichnete dagegen mit -2,7 % eine negative Bilanz. Die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe in Sachsen stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,2 %. Der Gesamtumsatz des Bauhauptgewerbes in Berlin ist 2021 im Vorjahresvergleich um 2,4 % zurückgegangen. Im Öffentlichen Bau entsprach der Umsatz mit +0,1 % fast dem Vorjahreswert. Im Wohnungsbau sank der Umsatz um 4,1 %, im Wirtschaftsbau um 1,7 %. Die Anzahl der Beschäftigten erreichte einen Zuwachs um 5,8 %. (Quellen: Hauptverband der deutschen Bauindustrie e.V., BWI-Bau, Bauindustrieverband Ost e.V., Statistisches Bundesamt) 2. Geschäftsverlauf des Konzerns Nach dem außerordentlich guten Geschäftsverlauf im Vorjahr hat PFAFFINGER auch im Geschäftsjahr 2021 - trotz der Beeinträchtigungen durch die weiterhin anhaltende COVID-19-Pandemie - ein sehr erfreuliches Ergebnis erzielt. Unsere zielgerichtete Kundenorientierung, die nachhaltige Marktausrichtung sowie professionelle Projektausführungen waren auch im Jahr 2021 dafür die maßgeblichen Erfolgsfaktoren. Mit einem breit gefächerten, aber auch selektiven Produkt- und Kundenportfolio hat der Konzern die solide Ausgangslage genutzt und ein weiteres erfolgreiches Geschäftsjahr umgesetzt. Von Jahresbeginn an konnte die Bauleistung kontinuierlich gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Der Auftragsbestand hat sich auch während des Jahres konstant durch Neuaufträge weiter aufgebaut. Über die Geschäftstätigkeit der Konzerngesellschaften sowie deren Bereiche können wir für das Geschäftsjahr wie folgt berichten: 2.1 Josef Pfaffinger Bauunternehmung GmbH >> BEREICH ROHRLEITUNGSBAU Die fossile Energie liegt zwar nicht im Trend der Zeit, jedoch konnten im Gasleitungsbau bestehende Rahmenverträge zur Gebietsversorgung mit mehrjähriger Laufzeit verlängert und zudem Verträge in neuen Regionen akquiriert werden. Im Auftrag von Energieanbietern führten wir qualitativ hochwertige Verlege-, Schweiß- und Tiefbauarbeiten für Nieder-, Mittel- und Hochdruckleitungen aus. Zudem decken wir in den jeweiligen Regionen rund um die Uhr Überwachungs- und Bereitschaftsdienste ab. Hervorzuheben ist ein größerer Neuauftrag für die Anschlussleitung eines Gaskraftwerkes, der vor allem im Jahr 2022 realisiert wird. Im Fernwärmeleitungsbau konnten wir unsere Bautätigkeit wieder steigern. Insbesondere im Raum München haben wir Neubaumaßnahmen für Fernwärme- und auch Fernkälteversorgungsleitungen sowie für Hausanschlüsse erfolgreich umgesetzt. Bestehende Rahmenverträge mit Energieversorgungsunternehmen wurden wieder verlängert. Unsere Tochtergesellschaft Pfaffinger Industrie- & Energietechnik GmbH ist in die Errichtung dieser Versorgungsleitungen häufig eingebunden. Technisch anspruchsvolle Sonderprojekte, u. a. die Verlegung einer Fernwärme-/Fernkälteleitung in einer stark frequentierten Unterführung in München konnten erfolgreich und termingerecht umgesetzt werden. In der Sparte Kabelleitungsbau realisierten wir Baumaßnahmen im Nieder-, Mittel- und Hochspannungsbereich sowie im Lichtwellenleiter- und Breitbandausbau. Unsere Kunden sind Energieunternehmen und -versorger sowie Telekommunikationsanbieter. Neben diversen Einzelaufträgen, u. a. auch für die Anbindung von Solarparks, bestehen Rahmenverträge mit mehreren Kunden. Unsere langjährige Erfahrung im Tiefbau sowie in den grabenlosen Bauweisen ist dabei von Vorteil. Die Bautätigkeit im Wasserleitungsbau war auch im Jahr 2021 konstant. Mit dem Bau von Transportleitungen haben wir technisch anspruchsvolle Projekte sowie auch Hausanschlüsse ausgeführt. Die Spezialisierung im Bereich der grabenlosen Bauweisen ist dabei von unverminderter Bedeutung. Unser langjähriges Engagement bei der Durchführung von Jahresverträgen für Wasserversorgungsbetriebe wurde fortgesetzt. Die Bautätigkeit im Kanalbau hat sich 2021 leicht belebt. Mit dem zunehmenden Bedarf an neuen Kanalleitungen rechnen wir mit einer Fortsetzung dieser Entwicklung. Unsere Kernkompetenz in dieser Sparte wollen wir weiter aufrechterhalten. Zur Optimierung von Tiefbauarbeiten kommt auch unser speziell ausgerüstetes Fahrzeug mit der Saugbagger-Technologie zum Einsatz. >> BEREICH ANLAGENBAU Der Bereich Anlagenbau deckt alle Aufgaben von der Planung über die Fertigung und Errichtung von Gas-Druckregel- und Messanlagen ab. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir anspruchsvolle Projekte bei Industriekunden und Energieversorgern ausgeführt. Die Anlagen werden am Standort Passau und ab 2022 auch am 2. Produktionsstandort Hengersberg in entsprechend ausgestatteten Fertigungshallen vorproduziert und durch unser hochqualifiziertes Fachpersonal beim Energieversorger vor Ort eingebaut. Zur Jahresmitte 2021 ist es uns gelungen, von einem Unternehmen, das aufgrund der Insolvenz der Muttergesellschaft nicht fortgeführt werden sollte, zusätzliches Fachpersonal zu übernehmen. Der Anlagenbau wird damit um die Sparte Industrierohrleitungs-/Behälterbau erweitert. Die Aufträge und Jahreskontrakte, die von diesem Personal in den Werken namhafter Industriekunden langjährig bereits ausgeführt wurden, sind ebenfalls unserem Unternehmen übertragen worden. Der Geschäftsbereich hat sich kontinuierlich zu einem eigenständigen Geschäftsbereich im Energie- und Umweltsektor weiterentwickelt und unterscheidet sich vielfältig von den anderen Bereichen der Gesellschaft. Daher bestehen seit längerem vertiefte Überlegungen zur Ausgliederung dieses Geschäftsbereiches in eine neue eigenständige Gesellschaft, was zudem die Wahrnehmung im Markt und bei potentiellen Neukunden verstärken soll. Im Gewerbegebiet Iggensbach wurden Grundstücke erworben. Auf dem Areal ist der Neubau eines Produktions- und Verwaltungsgebäudes für den Anlagenbau geplant. >> BEREICH INGENIEURBAU Der Geschäftsbereich Betonbau war ebenso wie im Vorjahr auch in 2021 unverändert erfolgreich. Der Neubau eines Dükers, Unter-/Überführungen im Bahnbereich, der Neubau von Hochbehältern sowie der Kläranlagenbau prägten das Baugeschehen im Jahr 2021. Als Fachunternehmen in der Betoninstandsetzung konnten wir auch im abgelaufenen Geschäftsjahr unsere Erfahrung und unser Know-how bei der Sanierung von Hochbehältern und Tiefgaragen einbringen. Zudem erhielten wir den Auftrag für die Sanierung einer großen Tiefgarage in München. Die Fertigstellung und termingerechte Übergabe wird Mitte 2022 erfolgen. Erfreulich ist auch die Entwicklung im Lärmschutzwandbau. Für die Deutsche Bahn realisieren wir in verschiedenen Regionen und Projektgrößen innovative Systeme zum Lärmschutz an den Bahnstrecken. Dabei muss insbesondere auf die Belange des Bahnbetriebes eingegangen werden. Für komplexe Maßnahmen sind wir auch als Partner an Arbeitsgemeinschaften beteiligt. Mit einer eigenen Geräteausstattung in der 2-Wege-Technik werden Arbeitsabläufe optimiert. >> BÜROSTANDORT MÜNCHEN Mit unserem Bürostandort in München sind wir näher am Markt und bei unseren Kunden. Damit möchten wir auch unsere zunehmende Präsenz in München strukturell und personell weiterentwickeln. >> ZWEIGNIEDERLASSUNG BERLIN-BRANDENBURG Die Zweigniederlassung Berlin-Brandenburg konnte sich - wie in den Vorjahren - in Kooperation mit unserer Tochterfirma Josef Pfaffinger Leipzig Baugesellschaft mbH erneut erfolgreich am Baumarkt in Berlin behaupten. Unsere Geschäftstätigkeit wollen wir weiter stärken und auch regional ausdehnen. 2.2 Pfaffinger Hochbau GmbH Die Nachfrage im Hochbau, insbesondere für Gewerbebauten, war seit Anfang 2021 rückläufig. Zudem sind durch die anhaltende COVID-19-Pademie zeitliche Verschiebungen bei Neuaufträgen entstanden. Dadurch ist der Umsatz im Geschäftsjahr 2021 leicht zurückgegangen. Die Bautätigkeit konnte jedoch weitgehend planmäßig durchgeführt werden. Trotz der verminderten Gesamtleistung und sich bereits abzeichnenden höheren Einkaufspreisen wurde die erfolgreiche Geschäftsentwicklung der vergangenen Jahre auch im Jahr 2021 fortgesetzt und das Ergebnis weiter verbessert. Unsere Bauausführung und gezielte Akquisition und Selektion der für uns interessanten Baumaßnahmen erstreckt sich weiterhin auf den schlüsselfertigen Mietwohnungsbau und Industriebau. Die Kombination von Neubau mit Bauen im Bestand bleibt unverändert attraktiv. Investoren beraten wir möglichst frühzeitig vor Realisierung des geplanten Projektes, um eine optimierte und bedarfsgerechte Umsetzung innerhalb der geplanten Budgets zu erzielen. Im Geschäftsjahr 2021 wurden im Großraum München Wohnbau- und Gewerbebauprojekte schlüsselfertig errichtet und an die Auftraggeber übergeben sowie einzelne Abschnitte einer Bestandssanierung fertiggestellt. Die Bauausführung und gezielte Akquisition und Selektion der für den Hochbau interessanten Baumaßnahmen erstreckt sich weiterhin auf den schlüsselfertigen Mietwohnungsbau und Industriebau. Die Kombination von Neubau mit Bauen im Bestand bleibt unverändert attraktiv. Investoren beraten wir möglichst frühzeitig vor Realisierung des geplanten Projektes, um eine optimierte und bedarfsgerechte Umsetzung innerhalb des Budgets zu erzielen. 2.3 Josef Pfaffinger Leipzig Baugesellschaft mbH Nach dem außerordentlich guten Geschäftsverlauf im Jahr 2020 hat die Josef Pfaffinger Leipzig Baugesellschaft mbH auch im Geschäftsjahr 2021 - trotz der Beeinträchtigungen durch die weiterhin anhaltende COVID-19-Pandemie - ein sehr erfreuliches Ergebnis erzielt. Unsere zielgerichtete Kundenorientierung, die nachhaltige Marktausrichtung sowie professionelle Projektdurchführung waren auch im Jahr 2021 dafür die maßgeblichen Erfolgsfaktoren. Die Tätigkeitsschwerpunkte gliedern sich im Unternehmen in die Sparten:
Mit dieser Spartenvielfalt kann das Unternehmen anspruchsvolle und komplexe Schwierigkeitsgrade der Bauwerkserstellung meistern und aus einer Hand anbieten und abwickeln. Auch die Zusammenarbeit mit leistungsfähigen Partnerfirmen - insbesondere im Bereich der Horizontalspülbohrtechnik - ist bei der Ausführung ein wichtiger Faktor. Unsere Bautätigkeit konzentrierte sich wie in den Vorjahren auch im Jahr 2021 weiter auf die Durchführung von Jahresaufträgen für kommunale Versorgungsbetriebe im Wasserleitungsbau im Raum Leipzig. Dazu gehören auch Überwachungs- und Bereitschaftsdienste rund um die Uhr. Dabei haben wir unsere Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit bewiesen. Unsere auf den Raum Dresden ausgeweitete Bautätigkeit und regionale Marktpräsenz erreichte im Jahr 2021 das Vorjahresniveau. Für die kommunalen Netzbetreiber haben wir uns damit als stabiler und leistungsfähiger Partner für alle Arbeiten im Bereich Trinkwasser, Gas- und Fernwärmeleitungen etabliert. 2.4 Pfaffinger Industrie- & Energietechnik GmbH Im Geschäftsjahr 2021 hat die Pfaffinger Industrie- & Energietechnik GmbH im Vergleich zur Planung und zum Vorjahr das Jahresergebnis noch verbessern können und ein weiteres erfolgreiches Geschäftsjahr absolviert. Das Leistungsspektrum der Gesellschaft umfasst im Wesentlichen:
Die Bautätigkeit konzentrierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter auf die Ausführung verschiedenartigster Rohrbau- und Montagearbeiten für Energieversorgungsunternehmen und Industriebetriebe. Insbesondere bei Aufträgen für Fernwärmeprojekte erfolgt dies in Kooperation mit der Muttergesellschaft. Für den Neubau und den Unterhalt des Leitungsnetzes sind wir in München mit Rahmenverträgen beauftragt. 2.5 Pfaffinger Rohrnetz- & Sanierungstechnik GmbH Unser Leistungsspektrum an den Standorten Passau und Stuttgart umfasst die Reinigung, Inspektion und Sanierung von Abwasserkanälen in geschlossener Bauweise für Auftraggeber wie Städte, Gemeinden, Zweckverbänden sowie Industriekunden. Die Gesamtleistung der Pfaffinger Rohrnetz- & Sanierungstechnik GmbH ist im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen. Nachdem mehrere Projekte erst im Jahr 2022 fertiggestellt werden können, erhöhte sich der Bestand an teilfertigen Bauten. Davon ist auch das Jahresergebnis 2021 geprägt, die Ergebnisrealisierung erfolgt mit Projektabschluss in 2022. 2.6 PFAFFINGER BEERMANN PB Drill- & Energietechnik GmbH Sehr erfolgreich führte auch unsere Beteiligungsgesellschaft eine Vielzahl von Projekten in der Horizontalbohrtechnik aus. Mit modernen und leistungsstarken Spülbohrgeräten ist das Unternehmen auf die Verlegung von Kabeln und Rohrleitungen in der grabenlosen Bauweise spezialisiert. 3. Lage der Gesellschaft 3.1 Ertragslage 2021 war für PFAFFINGER erneut ein sehr gutes Geschäftsjahr. Die erwarteten Gesamtleistungs- und Konzernjahresergebnisziele wurden durch die gute Auftragssituation und professionelle Projektdurchführung übertroffen. Wie prognostiziert gab es eine leichte Konsolidierung der Gesamtleistung, das Jahresergebnis lag über dem prognostizierten Niveau. Die Einflüsse der anhaltenden COVID-19-Pandemie sowie der sich abzeichnenden Material-/Energiepreissteigerungen sowie vereinzelter Lieferengpässe konnten weitgehend kompensiert und die Bautätigkeit durch strategisches Management planmäßig umgesetzt werden. Der Auftragsbestand zum Jahresbeginn 2021 von 117 Mio. € (Vorjahr: 134 Mio. €) war eine der Voraussetzungen für das erfolgreiche Geschäftsjahr. Im Jahresverlauf konnten stetig weitere Neuaufträge sowie Auftragsverlängerungen bisheriger Rahmenverträge über weitere Jahre verzeichnet werden. Die Umsatzerlöse haben sich im Berichtsjahr um 11,89 % verringert und betragen 141.274 T€ (Vorjahr 160.345 T€). Im Vorjahr führte im Wesentlichen die Fertigstellung längerfristiger Projekte zu einem Anstieg der Umsatzerlöse. Die Gesamtleistung hat sich dagegen aufgrund der Bestandserhöhung von 6.812 T€ lediglich um 8.477 T€ vermindert. Die Aufwendungen für Nachunternehmerleistungen sind durch die geringere Gesamtleistung um 8.083 T€ auf 50.522 T€ gesunken. Mit der Einstellung von zusätzlichem Fachpersonal haben wir unsere Eigenleistung weiter ausgebaut. Daraus resultiert eine Steigerung des Personalaufwandes von 41.221 T€ auf 43.980 T€. Der Einsatz von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erhöhte sich durch die Zunahme der Eigenleistung geringfügig auf 21.452 T€ (Vorjahr: 21.289 T€). Die Abschreibungen sind aufgrund des nachhaltigen Investitionsniveaus in Geräte und Gebäude auf 4.147 T€ angewachsen (Vorjahr: 3.658 T€). Es wurde ein Konzernjahresergebnis von 5.391 T€ (Vorjahr: 7.442 T€) erzielt. 3.2 Finanzlage 3.2.1 Kapitalstruktur Im Geschäftsjahr 2021 ist das Eigenkapital auf 43.820 T€ gestiegen (Vorjahr: 36.020 T€), was einer Quote von 46 % (Vorjahr: 42 %) entspricht. Die sonstigen Rückstellungen haben sich geringfügig um 290 T€ auf 19.582 T€ erhöht. Im Wesentlichen ist dies auf den Anstieg der Rückstellungen für die Personalverpflichtungen zurückzuführen. Die gesamten Verbindlichkeiten betragen zum Stichtag 26.197 T€ (Vorjahr: 25.003 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten für Gerätefinanzierungen haben sich trotz der Neuaufnahme neuer Darlehen aufgrund der planmäßigen Tilgung von 1.562 T€ auf 1.362 T€ abgebaut. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbezogen um 1.560 T€ auf 10.064 T€ erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von 621 T€ eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr, in Höhe von 741 T€ eine Restlaufzeit von einem bis fünf Jahren. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen betragen nach der offenen Absetzung noch 7.082 T€ (Vorjahr 8.956 T€). Nachdem die unfertigen Leistungen gestiegen und bereits voll anbezahlt sind, haben sich die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen vor der offenen Absetzung zum Stichtag auf 86.183 T€ (Vorjahr: 79.258 T€) erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbezogen auf 10.064 T€ (Vorjahr 8.504 T€) erhöht. 3.2.2 Investitionen Die stetige Erneuerung und Erweiterung des Maschinen- und Gerätebestandes wird bedarfsgerecht umgesetzt. Aufgrund der längeren Lieferfristen erfolgt verstärkt die frühzeitige Planung und Disponierung dieser Investitionen. Die Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit ist damit sichergestellt und nachhaltig gestärkt. Mit Investitionen in Maschinen, technische Anlagen und Bauten ist das Anlagevermögen auf 25.366 T€ (Vorjahr: 23.339 T€) angewachsen. 3.2.3 Liquidität Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Banken belief sich zum Bilanzstichtag auf 48.019 T€ (Vorjahr: 43.447 T€). Die Liquiditätsausstattung des Unternehmens ist als gut zu bezeichnen. Der Unternehmensgruppe steht ein Konsortialkreditrahmen in Höhe von insgesamt 8.250 T€ zur Verfügung. Dieser Konsortialkreditrahmen wurde unterjährig zum 31.12.2021 nicht beansprucht. Der Cashflow aus laufender Tätigkeit betrug im Geschäftsjahr 12.756 T€ (Vorjahr: 31.708 T€), der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich in Folge der Investitionen im Wesentlichen in Sachanlagevermögen auf -6.119 T€ (Vorjahr: -6.753 T€), der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug aufgrund der Ausschüttungen an Gesellschafter -2.065 T€ (Vorjahr: -1.375 T€). 3.3 Vermögenslage Die teilfertigen Bauten nahmen durch noch in Ausführung befindender Projekte um 6.812 T€ auf 76.388 T€ zu. Dieser Bestand ist bereits vollständig anbezahlt. Die zeitnahe Abrechnung unserer Leistungen und fristgerechten Zahlungen unserer Auftraggeber haben die Liquidität im Konzern während des Geschäftsjahres laufend verstärkt. Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen hat sich stichtagsbezogen mit 16.597 T€ gegenüber dem Vorjahr nur leicht erhöht (Vorjahr 15.284 T€). 3.4 Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens Aufgrund der dargestellten Entwicklungen sieht die Geschäftsführung die erfolgreiche Entwicklung der letzten Jahre fortgesetzt und beurteilt die derzeitige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als insgesamt gut. III. MITARBEITER Unser wertvollstes und wichtigstes Potential für den Erfolg bilden unsere Mitarbeitenden. Ihr Wissen und ihre Fähigkeiten, ihr Engagement und ihr Talent ermöglichen den Erfolg unseres Unternehmens. Nur kompetente Teams können die komplexen Leistungen rund ums Bauen erbringen. Aus diesem Grund sind zentrale Ziele, geeignetes Personal zu rekrutieren und Mitarbeitende zu binden, gezielt zu entwickeln und zu fördern. Um diese Ziele zu erreichen, werden wir uns weiterhin als attraktiver Arbeitgeber positionieren und individuelle Entwicklungsmöglichkeiten sowie Karriereoptionen bieten. Wir bieten ein sicheres, inspirierendes Arbeitsumfeld sowie eine leistungsgerechte Vergütung und vielfältige Einsatzmöglichkeiten. So können wir unter anderem dem Fachkräftemangel entgegentreten. Mitarbeitende gewinnen wir, neben den klassischen Rekrutierungskanälen, heute auch mit zunehmender Präsenz in den sozialen Medien. Hierzu wurde auch eine Social-Media-Kampagne für die vielfältigen Bauberufe durchgeführt. Der Anstieg des Personalbestandes, insbesondere der gewerblichen Fachkräfte, ist ein Erfolg unserer Aktion "Mitarbeiter werben Mitarbeiter" und bestätigt unsere positive Arbeitgebermarke. Fach- und Führungspositionen wollen wir jetzt und in Zukunft idealerweise aus den eigenen Reihen besetzen. Unsere Personalarbeit war im vergangenen Jahr weiterhin durch die COVID-19-Pandemie geprägt. Hierbei war das vorrangigste Ziel, unsere Mitarbeitenden zu schützen und das operative Geschäft bestmöglich aufrecht zu erhalten. In enger Abstimmung in der Geschäfts- und mit den Bereichsleitungen wurden Maßnahmen und Konzepte zum Schutz der Gesundheit der Mitarbeitenden laufend weiterentwickelt und an die jeweilige Situation angepasst und an alle Führungskräfte und Mitarbeitenden kommuniziert. Die Berufsausbildung ist eine wichtige Investition in die Zukunft, die wir unvermindert ermöglichen und umsetzen. Unsere Ausbildungsoffensive mit dem Slogan "Like it - Do it" erzielt bei den Zielgruppen und in der Öffentlichkeit eine gute Resonanz. Verschiedenartige werbewirksame Aktionen sollen auf die vielfältigen Ausbildungsberufe und -chancen aufmerksam machen. Die Chancen für Weiterbildung und Karriere sind wichtige Elemente für Mitarbeiter ebenso wie für Bewerber. Die Gestaltung dieser Möglichkeiten trägt darum wesentlich zur Sicherung von Kompetenz und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens bei. Das Schulungskonzept und die Weiterbildungsmöglichkeiten sind vielfältig und werden regelmäßig angepasst. So können wir unsere Mitarbeitenden auf aktuelle und künftige Herausforderungen adäquat vorbereiten. Neue Chancen und Anforderungen ergeben sich zudem für unsere Mitarbeiter aus der digitalen Transformation. Wir pflegen Kooperationen und Verbindungen zu Schulen und Hochschulen, um frühzeitig junge Menschen für eine Tätigkeit in unserem Unternehmen zu begeistern. Die Verstärkung unseres Teams mit erfolgversprechenden Studienabgängern und Nachwuchskräften - insbesondere für technische Berufe - wurde umgesetzt und wird auch weiterverfolgt. Die Rekrutierungsprozesse waren im Berichtsjahr pandemiebedingt wesentlich durch digitale Formate geprägt. Vielfalt zeichnet unser Unternehmen und unsere Mitarbeitenden aus und ist ein weiterer Erfolgsfaktor. Den Herausforderungen des demografischen Wandels treten wir mit einer bestmöglichen gemischten Altersstruktur in unseren Teams entgegen. Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sind bei PFAFFINGER essenziell für alle Abläufe im Baustellenalltag, denn viele Tätigkeiten sind grundsätzlich mit Risiken verbunden. Die Gesundheit und das Wohlergehen der Mitarbeitenden sowie auch der Vertragspartner ist als Prinzip fest in unsere Unternehmenskultur eingebettet. Die unfallfreie Ausführung der Projekte ist daher oberstes Ziel. Angesichts der Pandemie-Situation wurden die bestehenden Sicherheitskonzepte durch zusätzliche Infektionsschutzmaßnahmen ergänzt. Ziel ist ebenso, Risiken arbeitsplatzbedingter Erkrankungen und Arbeitsunfälle vorzubeugen und diese so gering wie möglich zu halten. Dazu ist ein Arbeitskreis für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz tätig. Arbeitsunfälle werden analysiert und im Sinne unserer AMS-Bau-Zertifizierung die Einhaltung der Sicherheitsstandards überwacht. Die Zahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt 654 Personen (Vorjahr: 617 Personen). IV. BESCHAFFUNG, EINKAUF Der Einkauf bei PFAFFINGER verfolgt ein einheitliches und klares Ziel: mit Blick auf unsere ökonomischen und sozialen Standards haben wir den Anspruch, stets die passenden Partner - Nachunternehmer und Lieferanten - auszuwählen. Wir wählen Partner aus, die nachhaltig agieren und unseren Anforderungen an Materialien und Dienstleistungen entsprechen. Mit der sorgfältigen Auswahl unserer Partner betreiben wir ein aktives Risikomanagement im Einkauf. Einkaufsrisiken in Bezug auf Qualität, Preis, Versorgung sowie Lieferantenausfälle sollen minimiert werden. Durch vorausschauendes Einkaufsmanagement begegnen wir dem Risiko der Verknappung von Materialien. Eine integrierte Einkaufsorganisation verbunden mit hoher Kompetenz und Marktkenntnis der Mitarbeiter bildet eine wichtige Grundlage für erfolgreiche Einkaufsentscheidungen. Unsere Lieferanten und Nachunternehmer schätzen die fristgerechte Vergütung ihrer Leistungen. Vereinbarte Skontoregelungen haben wir fristgerecht genutzt. V. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Die Projekte und Geschäftsfelder von PFAFFINGER unterscheiden sich hinsichtlich Art, Volumen, Dauer, Komplexität und technischem Anspruch. Wir bewerten Chancen und Risiken individuell und leiten daraus geeignete Maßnahmen ab, um Chancen wahrzunehmen und Risiken effektiv zu reduzieren. In den für PFAFFINGER bedeutsamen Regionen und Märkten sehen wir gute Chancen, unser Kerngeschäft weiter zu sichern und um neue Geschäftsfelder auszubauen. Dies haben wir in einer Strategie- und Langfristplanung definiert. Den wirtschaftlichen Erfolg wollen wir sicherstellen, indem wir in definierten Bereichen durch Akquisitionen neue Kunden erschließen. Dabei werden wir die verfügbaren Mittel konsequent zur strategischen Ergänzung des Portfolios und zur Steigerung der Wertschöpfungstiefe einsetzen. Aus unserer Einschätzung dürften sich Chancen aus dem noch in vielen Bereichen anhaltenden Investitionsbedarf ergeben, die weitgehend unabhängig sind von den sich evtl. verschlechternden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Einflüsse der anhaltenden Pandemie sowie des Krieges in der Ukraine werden wir dabei aufmerksam beobachten. Auswirkungen bzw. Risiken, auch als deren Folgewirkung, können nicht ganz ausgeschlossen werden. Zur frühzeitigen Identifizierung und Bewertung sowie zum verantwortlichen Umgang mit Risiken sind bei PFAFFINGER wirksame Erfassungs-, Kontroll- und Steuerungssysteme vorhanden. Dazu gehört eine strategische Geschäftsplanung kombiniert mit einem detaillierten, aktuellen und verlässlichen Berichtswesen. In monatlichen Auswertungen werden die Unternehmens- und Bereichsleitungen über die aktuelle wirtschaftliche Lage informiert und die Ist-Situation und Planung analysiert. Projekt- und Vertragsrisiken minimieren wir durch eine selektive Auswahl der Bauvorhaben, ein gelebtes Qualitätsmanagement sowie ein hohes Maß an Risikodiversifizierung. PFAFFINGER verfolgt das Ziel, gerichtliche Auseinandersetzungen so weit wie möglich zu vermeiden. Rechtsstreitigkeiten sind jedoch nicht immer zu verhindern. Für eventuelle bzw. bereits anhängige Verfahren wird ausreichende bilanzielle Vorsorge getroffen. Unser Beschaffungsmanagement stellt sicher, dass leistungsfähige Geschäftspartner - Nachunternehmer und Lieferanten - ausgewählt werden. Ständige Marktbeobachtung und enge Kontakte zu Nachunternehmern und Lieferanten sowie Institutionen garantieren, dass wir Veränderungen im Beschaffungsmarkt zeitnah erkennen und entsprechend auf sie reagieren können. Dem Risiko von Forderungsausfällen begegnen wir durch eine sorgfältige Auswahl unserer Partner hinsichtlich Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit, ein konsequentes Mahnwesen und - wenn erforderlich - einer Besicherung ihrer vertraglichen Verpflichtungen. Hinsichtlich der Finanzrisiken, die aus dem Finanzbedarf u. a. durch Kreditlinien entstehen können, wird bei PFAFFINGER seit Jahren eine zentrale Planung, Überwachung und Steuerung der Liquiditätsrisiken vorgenommen und an sich verändernde Strukturen angepasst. Eine zentrale Aufgabe des Finanzmanagements besteht darin, den Finanzbedarf und die finanzielle Unabhängigkeit langfristig sicherzustellen. Das monatliche Berichtswesen sorgt für die Überwachung und das Monitoring möglicher Finanzrisiken. Personalrisiken begegnen wir mit einer Personalpolitik, die leistungsbereite Mitarbeitende motiviert und ihnen Entwicklungsmöglichkeiten bietet. In turnusmäßigen Gesprächen werden individuelle Perspektiven besprochen. Erkenntnisse daraus und eine individuell abgestimmte Förderung sollen Risiken aus Mitarbeiterunzufriedenheit vermeiden. Kontakte zu Hochschulen und Verbandsorganisationen ermöglichen zudem einen weiteren Zugang zu geeigneten Bewerbern. Die IT-Sicherheit hat bei PFAFFINGER einen hohen Stellenwert. Wir schützen unsere Informationstechnik durch zahlreiche technische Maßnahmen sowie durch Einbindung externer Spezialisten. Der Einsatz moderner Hard- und Softwaretechnik sowie Zugangskontrollen gewährleisten eine hohe Sicherheit der Daten vor unerlaubtem Zugriff. Zur Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung haben wir einen externen Beauftragten bestellt und Vorsorgemaßnahmen zum Schutz personenbezogener Daten getroffen. Laufend überwacht werden die Auswirkungen der COVID-19-Krise und des Ukraine-Kriegs. Die mittelbaren Folgen, wie die weiter steigende Inflation sowie etwaige Liefer- und Beschaffungsengpässe, werden durch möglichst frühzeitige Beauftragungen und entsprechend längerfristige Planungen abgefedert. Da die Situation insgesamt als volatil einzustufen ist, gilt das Risiko als schwer einschätzbar. Insgesamt haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Einzelrisiken festgestellt, die allein oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens hätten gefährden können. VI. PROGNOSEBERICHT Die politische Lage hat sich mit dem russischen Einmarsch in die Ukraine gravierend verändert und die Rahmenbedingungen für das Jahr 2022 sowohl für die Gesamtwirtschaft als auch für die Baubranche verändert. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. geht (Stand Ende März 2022) davon aus, dass der reale Umsatz im laufenden Jahr stagnieren wird. Der Anstieg der Rohstoffpreise, die zunehmende Inflation sowie die Verfügbarkeit von Materialien und die anhaltenden Probleme in den globalen Lieferketten können die wirtschaftliche Entwicklung der Baubranche noch weiter deutlich beeinflussen und führen auch im Unternehmen zu Kostensteigerungen. Trotz dieser aktuellen Entwicklungen ist es unverändert unser Ziel, die geplante Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Vergleich zu den Zahlen der Vorjahre stetig fortzuschreiben. PFAFFINGER verfolgt weiterhin die Entwicklung in der Ukraine und der Pandemie und trifft bei Bedarf geeignete Maßnahmen. Wir erwarten, dass wir unsere Bautätigkeit weitgehend planmäßig fortführen können. Der Konzern kann auf einen guten Auftragsbestand bauen. Ziel bleibt, unsere breit gefächerten Leistungsbereiche sowie etablierte Marktposition weiter zu nutzen, auszubauen und uns durch professionelles Management in punkto Zuverlässigkeit, Flexibilität und Qualität vom Wettbewerb noch weiter zu differenzieren bzw. das Unternehmen weiterzuentwickeln. Wir analysieren fortwährend die sich aus der erwarteten Entwicklung ergebenden Chancen und Risiken, um den Risiken angemessen zu begegnen und Chancen zu nutzen. Dabei sind wir gefordert, uns stets auf neue Marktentwicklungen und -situationen schnell und effizient einzustellen. Professionelle Vertriebs- und Akquisitionsarbeit ist dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor. PFAFFINGER sieht sich für diese Herausforderungen gut aufgestellt. Digitale Medien und Technologien prägen zunehmend die Geschäftswelt und unser Unternehmen. Wir treiben deren Weiterentwicklung aktiv voran und schaffen damit ein Arbeitsumfeld der Innovation und Flexibilität. Wir orientieren uns dabei am Leitbild der Pfaffinger Unternehmensgruppe und den während des langen Zeitraums unseres Bestehens entwickelten Werten
Mit dem vorhandenen Auftragsbestand erwarten wir für das Geschäftsjahr 2022 einen leichten Anstieg der Gesamtleistung und ein Konzernjahresergebnis auf dem Niveau des Jahres 2021.
Passau, den 01. September 2022 Die Geschäftsführung gez. Dr. Markus Pfaffinger gez. Dr. Dieter Pfaffinger gez. Michael Häring gez. Klaus Wagner Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Grundsätzliche Angaben Die Gesellschaft ist unter der Firma Pfaffinger Verwaltungs-GmbH im Handelsregister des Amtsgerichts Passau unter HRB 4120 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist WIENER STRASSE 35, 94032 PASSAU. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Bilanzstichtag ist der 31. Dezember 2021. Die Jahresabschlüsse sämtlicher Tochterunternehmen werden ebenfalls auf diesen Stichtag aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde unter Zugrundelegung der Unternehmensfortführung aufgestellt. Konsolidierungskreis Gemäß § 290 HGB ist die Pfaffinger Verwaltungs-GmbH Passau, als Mutterunternehmen von insgesamt sechs Tochterunternehmen, zur Aufstellung eines Konzernabschlusses sowie eines Konzernlageberichts verpflichtet. Neben der Pfaffinger Verwaltungs-GmbH wurden die weiteren sechs Unternehmen unverändert zum Vorjahr in den Konzernabschluss einbezogen, da die Pfaffinger Verwaltungs-GmbH direkt oder indirekt über ein in den Konzernabschluss einbezogenes Tochterunternehmen die Beherrschung über das Unternehmen ausüben kann:
Das PFAFFINGER BEERMANN PB Drill- & Energietechnik GmbH, Passau, ist ein gemeinschaftlich geführtes Unternehmen der Josef Pfaffinger Bauunternehmung GmbH, Passau und der Beermann Bohrtechnik GmbH mit jeweils 50 % der Gesellschaftsanteile. Die PFAFFINGER BEERMANN PB Drill- & Energietechnik GmbH wird mit einer Quote von 50% in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens der Josef Pfaffinger Bauunternehmung GmbH (kleinster Konsolidierungskreis), der Pfaffinger Verwaltungs-GmbH, Passau, (größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Die Pfaffinger Verwaltungs-GmbH ist zu 20% an der Pfaffinger GmbH & Co. Beteiligung und Immobilien Verwaltung KG, Passau (zum 31.12.2021 Eigenkapital TEUR 2.297, Jahresüberschuss TEUR 1.412), beteiligt. Einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik der Pfaffinger GmbH & Co. Beteiligung und Immobilien Verwaltung KG übt die Gesellschaft jedoch nicht aus; eine Konsolidierung als assoziiertes Unternehmen unterbleibt somit. Konsolidierungskreis Die Kapitalkonsolidierung wurde nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB) durchgeführt. Vom Wahlrecht der Beibehaltung der Buchwertmethode für Tochterunternehmen, die vor dem 31. Dezember 2009 bereits konsolidiert waren, wurde Gebrauch gemacht. Die Erstkonsolidierung aller Tochterunternehmen erfolgt zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung den Konzernabschluss. Entstehende aktive Unterschiedsbeträge werden unter dem Posten "Geschäfts- oder Firmenwert" im Anlagenvermögen aktiviert. Bei der Schuldenkonsolidierung werden konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten aufgerechnet. Aufrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam ausgebucht. Bei der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden Umsätze, Erträge und Aufwendungen zwischen den einbezogenen Unternehmen eliminiert. Die Lieferungen und Leistungen zwischen den einbezogenen Unternehmen erfolgten zu marktüblichen Bedingungen. Zwischenergebnisse, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögen-, Finanz- und Ertragslage von nicht nur untergeordneter Bedeutung wären, fielen im Geschäftsjahr nicht an; eine Zwischenergebniseliminierung unterblieb gemäß § 304 Abs. 2 HGB. In den Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden Fremdwährungsgeschäfte mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Die Fremdwährungsbewertung zum Bilanzstichtag erfolgt zum Devisenkassamittelkurs unter Beachtung von § 256a HGB. Verluste und Kursänderungen werden berücksichtigt. Die Konsolidierungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. B. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND AUSWEISMETHODEN Allgemeine Angaben Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Angaben zu Bilanzierung- und Bewertungsmethoden 1. Bilanzierungsmethoden Die Ansatzwahlrechte wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert ausgeübt. 2. Bewertungsmethoden Die Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Tochterunternehmen sind nach den auf den Jahresabschluss des Mutterunternehmens anwendbaren Bewertungsmethoden einheitlich bewertet. Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt: 2.1 Anlagevermögen >> IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten: Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. >> SACHANLAGEN Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. Die planmäßigen linearen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen 10-33 Jahren. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt die Bewertung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Technische Anlagen und Maschinen sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. Die planmäßigen linearen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen 3-19 Jahren. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt die Bewertung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. Die planmäßigen linearen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen 3-13 Jahren. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt die Bewertung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800 nicht übersteigen. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. >> FINANZANLAGEN Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. 2.2 Umlaufvermögen >> VORRÄTE Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Unfertige Leistungen wurden entsprechend ihres Fertigungsgrades mit anteiligen Herstellungskosten unter Berücksichtigung der verlustfreien Bewertung (niedriger beizulegender Zeitwert) angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten, insbesondere Spartengemeinkosten und anteilige Verwaltungskosten sowie Abschreibungen einbezogen. Am Abschlussstichtag erkennbare drohende Verluste wurden durch Bewertungsabschläge bzw. die Bildung von Rückstellungen berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind zu den verrechenbaren Zahlungsbeträgen angesetzt. Erhaltene Anzahlungen von Kunden werden, soweit diese durch unfertige Erzeugnisse abgedeckt werden, von diesen offen aktivisch abgesetzt. >> FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Für erkennbare Risiken wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung auf die Netto-Forderungen Rechnung getragen. Forderungen gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden erforderlichenfalls vorgenommen. Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten, Zahlungsbeträgen oder Barwerten angesetzt. >> KASSENBESTAND UND GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet. 2.3 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. 2.4 Eigenkapital Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt. 2.5 Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Bewertung der Pensionsverpflichtung erfolgt nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren, der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde:
Mit der Neufassung des § 253 Abs. 6 HGB werden die Pensionsrückstellungen mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst, der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird. Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wird von einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ausgegangen. Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der den Anschaffungskosten entspricht. Steuerrückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des voraussichtlichen Anfalls aufgrund des steuerlichen Gewinns dotiert. Sonstige Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags ermittelt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Die Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Ergebniseffekte aus Zinsveränderungen werden im Finanzergebnis erfasst. Bei unterjährig fällig werdenden Rückstellungen wird unterstellt, dass diese am Jahresende fällig werden. Abzuzinsende Rückstellungen werden nach der Netto-Methode erfasst. 2.6 Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht sowie sonstige Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. 2.7 Latente Steuern Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden unsaldiert ausgewiesen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 29,38 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 13,906 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 397,32 %. Künftige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremden Währungen werden gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremden Währungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden unter Berücksichtigung des Realisations- und Imparitätsprinzips umgerechnet. C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der Bilanzposten immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage 1 beigefügt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen eine Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen wie im Vorjahr den Lieferungs- und Leistungsverkehr und bestehen gegen die Pfaffinger GmbH & Co. KG Beteiligung und Immobilien-Verwaltung KG in Höhe von EUR 1.073.877,27 (Vj.: EUR 931.550,49), sowie gegen die PFAFFINGER BEERMANN PB Drill- & Energietechnik GmbH in Höhe von EUR 11.587,61 (Vj.: EUR 21.272,89). In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren in Höhe von EUR 12.439,68 (Vj.: EUR 20.633,70) enthalten. Alle übrigen sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Steuererstattungen aus Körperschaftsteuer und dem Solidaritätszuschlag in Höhe von EUR 1.460.886,47 (Vorjahr: EUR 110.890,00) enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag mit Abgabe der Steuererklärung rechtlich entstehen. 3. Eigenkapital Das ausgewiesene gezeichnete Kapital von EUR 155.000 entspricht dem der Pfaffinger Verwaltungs-GmbH. Die Entwicklung des Eigenkapitals im Geschäftsjahr ist im Konzern-Eigenkapitalspiegel dargestellt. 4. Rückstellungen 4.1 Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden sowie der dazugehörigen Aufwendungen und Erträge gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB iVm. § 285 Nr. 25 HGB: Die Anschaffungskosten der mit der Pensionsrückstellung zu verrechnenden Vermögensgegenstände entsprechen dem Zeitwert und betragen EUR 136.304. Der Zeitwert entspricht dem sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsvertrags zuzüglich eines vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattung (sogenannte unwiderruflich zugeteilte Überschussbeteiligung). Die entsprechenden Vermögensgegenstände werden mit dem Erfüllungsbetrag für die Pensionsrückstellung von EUR 265.281 verrechnet. Im Zuge der Verrechnung werden Erträge in Höhe von EUR 2.478 mit Aufwendungen in Höhe von EUR 25.469 verrechnet und der Saldo unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB in Höhe von EUR 27.351. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. 4.2 Sonstige Rückstellungen Der Zeitwert der Versicherung für Zeitwertguthaben (Aktivwert der Versicherung) in Höhe von EUR 54.009,80 (Vorjahr: EUR 36.611,18), welche ausschließlich der Erfüllung der Schulden gegenüber Arbeitnehmern aus Zeitwertkonten dient und dem Zugriff Dritter entzogen ist, wurde mit der korrespondierenden Rückstellung in Höhe von EUR 54.009,80 (Vorjahr: EUR 36.611,18) saldiert ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag aus der Verrechnung in Höhe von EUR 0,00 wird unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Die Anschaffungskosten für den Fond für Zeitwertkonten betragen EUR 54.009,80 (Vorjahr: EUR 36.611,18). Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken, Verpflichtungen und Wagnisse.Sie umfassen im Wesentlichen:
5. Verbindlichkeiten 5.1 Restlaufzeiten und Angaben zur Besicherung Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem beigefügten Verbindlichkeitenspiegel in Anlage 2 zum Anhang. Die von den unfertigen Erzeugnissen abgesetzten erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von einem Jahr. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Berichtsjahr Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 2.100,00 (Vorjahr: EUR 2.100,00) enthalten. Im Vorjahr waren in den Verbindlichkeiten aus Liefer- und Leistungen Verbindlichkeiten gegenüber der Besitzgesellschaft (Pfaffinger GmbH & Co. Beteiligung und Immobilien-Verwaltung KG) in Höhe von EUR 440.714,44 enthalten. 5.2 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen den Lieferungs- und Leistungsverkehr und bestehen gegenüber der PFAFFINGER BEERMANN PB Drill- & Energietechnik GmbH in Höhe von 99.014,03 (Vorjahr: 254.686,58) und gegenüber der Besitzgesellschaft (Pfaffinger GmbH & Co. Beteiligung und Immobilien-Verwaltung KG) in Höhe von EUR 1.415.376,62 (Vorjahr: EUR 0,00). 6. Latente Steuern Aktive latente Steuern ergeben sich im Wesentlichen aus Unterschieden in der handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bewertung der Rückstellungen (EUR 488.835,75; Vorjahr EUR 470.175,15) und Forderungen (EUR 551.183,44; Vorjahr EUR 360.676,33). Passive latente Steuern ergeben sich aus der Differenz im Anlagevermögen (EUR 74.526,74; Vorjahr EUR 78.111,00). Die passiven latenten Steuern haben sich um EUR 1.300,00 auf EUR 21.900,00 zum 31.12.2021 vermindert. D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Aufgliederung der Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 153 (Vorjahr TEUR 100) sowie Gewinne aus Fremdwährungen in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr TEUR 1). 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für Zuführungen von Rückstellungen TEUR 26 (Vorjahr TEUR 64) enthalten. 4. Angaben zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung wurde entsprechend DRS 21 n.F. erstellt. Der Kapitalflussrechnung zugrunde liegende Finanzmittelfond besteht aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten (Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten); er entspricht dem gleichnamigen Bilanzposten. Vom ausgewiesenen Finanzmittelfonds entfallen TEUR 438 auf das quotal einbezogene Unternehmen. Jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden zum Stichtag nicht. Wesentliche zahlungsunwirksame Investitions- und Finanzierungsvorgänge sowie Geschäftsvorfälle gab es keine. 5. Angaben zum Eigenkapital Ausschüttungsgesperrte Beträge resultieren aus dem Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung der Rückstellung für Pensionen gem. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB aus dem Jahresabschluss der Josef Pfaffinger Bauunternehmung GmbH, Passau und belaufen sich auf EUR 27.351. Aus dem Jahresabschluss der Pfaffinger Verwaltungs-GmbH gehen keine ausschüttungsgesperrten Beträge hervor. E. SONSTIGE ANGABEN 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Miet- und Leasingverträge werden geschlossen, um die Kapitalbindung zu reduzieren. Risiken aus den Verpflichtungen werden nicht gesehen, da die Gesellschaft aufgrund ihrer finanziellen und wirtschaftlichen Situation in der Lage ist die Verpflichtungen zu bedienen. 2. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft und die mit ihr verbundenen Unternehmen haben mit verschiedenen Kreditinstituten Rahmenkreditvereinbarungen bzw. Vereinbarungen über konzerninterne Kontenverrechnungen geschlossen. Für den Fall einer Nutzung der zugesagten Kreditlinien kommt es ggf. zu einer gesamtschuldnerischen Haftung der Gesellschaft. Des Weiteren bestehen Haftungsverhältnisse aus der gesamtschuldnerischen Haftung für Leasingfinanzierungen der Josef Pfaffinger Leipzig Baugesellschaft mbH i. H. v. TEUR 505 und der Pfaffinger Beermann PB Drill- & Energietechnik GmbH i. H. v. TEUR 21. Da es sich bei der Pfaffinger Beermann PB Drill- & Energietechnik GmbH um ein Gemeinschaftsunternehmen handelt, besteht diese Haftung gesamtschuldnerisch mit dem Mitgesellschafter. Risiken aus der Inanspruchnahme werden als gering eingeschätzt, da aufgrund der wirtschaftlichen Situation der Gesellschaften davon ausgegangen wird, dass diese ihre Verpflichtungen erfüllen werden. 3. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer nach Gruppen
Davon sind 19 Mitarbeiter in dem quotal einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen PFAFFINGER BEERMANN PB Drill- & Energietechnik GmbH, Passau beschäftigt. 4. Honorar Abschlussprüfer Im Geschäftsjahr hat der Abschlussprüfer für Abschlussprüferleistungen TEUR 91 und für Steuerberaterleistungen TEUR 41 berechnet. 5. Organe des Mutterunternehmens 5.1 Geschäftsführung Die Geschäftsführung der Pfaffinger Verwaltungs-GmbH erfolgt durch ihre Geschäftsführer:
Einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Gesellschaft sind die Herren Dr. Dieter Pfaffinger und Dr. Markus Pfaffinger. Herr Dr. Markus Pfaffinger ist zugleich Gesellschafter und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer beliefen sich im Geschäftsjahr 2021 auf TEUR 52. 5.2 Beirat Gemäß § 8 der Satzung der Gesellschaft ist für bestimmte Rechtsgeschäfte die Zustimmung des Beirats der Pfaffinger Betriebs GmbH erforderlich. Die Mitglieder sind im Berichtsjahr:
6. Einbezug in Konzernabschlüsse Die Pfaffinger Verwaltungs-GmbH, Passau, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der Pfaffinger Verwaltungs-GmbH, Passau, wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. 7. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis des Mutterunternehmens in Höhe von EUR 2.374.755,24 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 3.307.061,16 auf neue Rechnung vorzutragen. 8. Nachtragsbericht Die durch das Corona-Virus ausgelöste Pandemie, sowie der Krieg in der Ukraine und die daraus resultierenden Folgen für die Wirtschaft kann auch für PFAFFINGER, wenn auch nachgelagert, Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben. Wir verweisen hierzu auf den Risiko- und Prognosebericht im Lagebericht.
Passau, den 01. September 2022 Die Geschäftsführung gez. Dr. Markus Pfaffinger gez. Dr. Dieter Pfaffinger gez. Michael Häring gez. Klaus Wagner Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2021
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von EUR 1.242.840,85 (Vorjahr: EUR 1.388.131,81) durch Sicherungsübereignungen aus Gerätefinanzierungen abgesichert.
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersWir haben den Konzernabschluss der Pfaffinger Verwaltungs-GmbH, Passau, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Pfaffinger Verwaltungs-GmbH, Passau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 01. September 2022 Rödl
& Partner GmbH
gez. Hager, Wirtschaftsprüfer gez. Klopf, Wirtschaftsprüferin Angaben zur Billigung: Der Konzernabschluss wurde am 16.09.2022 gebilligt. Ergebnisverwendungsbeschluss:Der Bilanzgewinn des Mutterunternehmens in Höhe von 5.681.816,40 EUR (bestehend aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von 2.374.755,24 EUR und dem Gewinnvortrag in Höhe von 3.307.061,16 EUR) wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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