REMONDIS Olpe GmbH
Raiffeisenstraße 39, 57462 Olpe, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Henne seit 12.9.2025 | Prokura |
Tobias Burghaus seit 8.11.2024 | Geschäftsführer |
Lars Fischer seit 7.2.2023 | Prokura |
Felix Maaßen seit 2.3.2017 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 85.00% | |
| 45.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
REMONDIS Olpe GmbHOlpeJahresabschluss zum 31. Dezember 2009 und Lagebericht 2009LageberichtA. GrundlagenDie REMONDIS Olpe GmbH ist als Tochterunternehmen der REMONDIS GmbH, Köln (kurz REMONDIS Rheinland) ein vollkonsolidiertes Unternehmen in der REMONDIS-Gruppe und innerhalb der Konzernstruktur organisatorisch der Region Rheinland zugeordnet. Die Gesellschaft erbringt an den Standorten Olpe, Meschede und Siegen Entsorgungs- und Transportdienstleistungen für Industrie-, Gewerbe- und Privat- sowie kommunale Kunden und betreibt eine Sortier- und Aufbereitungsanlage für Baumisch- und Gewerbemischabfälle in Olpe. Sie bietet neben Systemdienstleistungen auf allen Wertschöpfungsstufen der Kreislaufwirtschaft auch ganzheitliche Lösungen für Kommunen und für Industrie, Handel und Gewerbe an. Das Unternehmen verfügt über eine flächendeckende regionale Organisationsstruktur innerhalb Südwestfalens. Die Wirtschaftskrise hat auch die Entsorgungsbranche erfasst und die Ergebnisse der REMONDIS Olpe GmbH wesentlich beeinflusst. Dies machte sich insbesondere in den gefallenen Kundenpreisen im Bereich Abfälle zur Verwertung und den Rohstoffpreisen bemerkbar. B. Geschäft, Marktstruktur und RahmenbedingungenDie REMONDIS Olpe GmbH konnte im Jahr 2009 durch die Übernahme der KMW- / Schönmackers-Aktivitäten in Siegen ihren Marktanteil in Südwestfalen weiter ausbauen. Durch diese Übernahme wurden sämtliche Aktivitäten im Kreis Siegen-Wittgenstein gebündelt und an den ehemaligen KMW-Standort in Siegen verlagert. Die Betriebsstätte Wilnsdorf wurde geschlossen, das Gelände an einen Automobilrecycler verpachtet. Parallel dazu wurde ebenfalls die bis dato genutzte Betriebsstätte Sundern nach Meschede auf das Gelände der REMONDIS-Beteiligungsgesellschaft R.A.B.E. verlagert. Das Gelände in Sundern wurde an die EULE Entsorgung GmbH verpachtet. Teile des Anlagevermögens wurden durch EULE käuflich erworben. Parallel zum Pachtvertrag wurde mit EULE ein langfristiger Kooperationsvertrag abgeschlossen. Nach Neuausschreibung der Entsorgungsverträge mit der Duales System Deutschland GmbH zum 01. Januar 2010 konnte die REMONDIS Olpe GmbH den Vertrag über die LVP-Erfassung im Landkreis Olpe zu deutlich verbesserten Konditionen halten. Der Vertrag wurde für 2009 im Rahmen der Übernahme der KMW-/Schönmackers-Aktivitäten in Siegen übernommen. Der neue Vertrag hat eine Laufzeit von vier Jahren. Die LVP-Erfassungsverträge Westerwaldkreis und Landkreis Altenkirchen konnten nicht gehalten werden, wobei hier aufgrund des Regionalprinzips die REMONDIS Olpe GmbH innerhalb der Gruppe nicht mehr angeboten hat und somit der jeweilige Auftragsverlust einkalkuliert war. Der in 2009 durch eine europaweite Ausschreibung gewonnene Kommunalvertrag der Stadt Freudenberg befindet sich seit dem 01. Januar 2010 in der operativen Umsetzung. Weiterhin konnten im Rahmen von beschränkten Ausschreibungen die Sperrabfallannahme/-verwertung der Stadt Siegen, die Sammlung und Entsorgung der an den städtischen Bauhöfen der Stadt Siegen anfallenden Abfälle und die PPK-Erfassung mittels MGB-System Stadt Siegen gewonnen werden. Die Abfallmengen, jährlich 21.000 Mg, aus dem Vertrag mit dem Landkreis Neuwied (heizwertreiche Fraktion aus der MBA Linkenbach) konnte durch Verhandlungen und einer daraus resultierenden, außergerichtlichen Vereinbarung, zunächst bis Ende 2011 gesichert werden. Weitere nennenswerte zusätzliche Ausschreibungen in 2009 wurden nicht gewonnen. Die Kommunalausschreibungen Stadt Attendorn, Stadt Lennestadt und Stadt Sundern wurden durch den Wettbewerb gewonnen. Die aufgrund des seit dem 01. Juni 2005 in Deutschland geltenden Ablagerungsverbots für unbehandelte Abfälle (TASi) zusätzlich aufgebauten Abfallverbrennungskapazitäten und die Erweiterungen von thermischen Verwertungsanlagen schlagen sich in Überkapazitäten mit entsprechendem Druck auf Verwertungspreise in Müllverbrennungsanlagen und in Anlagen zur Verwertung von Ersatzbrennstoffen (EBS) nieder. Die Aufbereitung in der Sortieranlage der REMONDIS Olpe wurde aufgrund dieser Situation nun auf wenige Mengen beschränkt. Die Mengen der Betriebsstätte Meschede werden direkt der R.A.B.E.-Anlage in Meschede angedient, die Mengen der Betriebsstätte Siegen werden aus dem Umschlag direkt in die jeweiligen Kontingente verbracht. Somit werden lediglich die Mengen der Primär- und Sekundärkunden aus dem Einzugsgebiet der Betriebsstätte Olpe in der Sortieranlage behandelt. Durch die am Markt vorhandenen Überkapazitäten und die dadurch intensivierten Aktivitäten weiterer Konkurrenz-Unternehmen verschärfte sich der Wettbewerb im Einzugsgebiet der REMONDIS Olpe GmbH. Dies machte sich insbesondere durch weiter fallende Preise, sowohl im Primär- als auch im Sekundärkundengeschäft, bemerkbar. Die Aufbereitung in der REMONDIS Olpe eigenen Sortier- und Behandlungsanlage wurde auf diese Situation weiter ausgerichtet. Die globale Finanzkrise entwickelte sich zu einer realen Wirtschaftskrise, deren Auswirkungen auch in der Wasser- und Kreislaufwirtschaft zu spüren sind. Die Märkte reagierten mit deutlichen Absatzrückgängen. Der in nahezu allen Branchen einsetzende Produktionsrückgang senkt den weltweiten Rohstoffbedarf und das gewerbliche Abfallaufkommen mit entsprechendem Druck auf Entsorgungs- und Vermarktungserlöse und Ergebnisse ab. Der Nachfragerückgang nach Rohstoffen betrifft vor allem die Vermarktung von Sekundärrohstoffen wie Schrott und Altpapier und sorgte für weiter rückläufige Sekundärrohstoffpreise mit einhergehenden Erlös- und Ergebnisreduktionen. Nach der konjunkturellen Bodenbildung zog das Preisniveau und auch die Nachfrage seit Beginn des zweiten Quartals wieder an. Die Preise und auch die Nachfrage bewegten sich allerdings weiterhin deutlich unter dem Niveau des Vorjahresvergleichszeitraums. Zum Jahreswechsel 2009/2010 verdichteten sich die Anzeichen einer weltweiten konjunkturellen Erholung. Insbesondere vor diesem Hintergrund wurde die Zusammenarbeit der Niederlassung Gummersbach der REMONDIS Rheinland intensiviert. Die in Olpe und Siegen umgeschlagenen Mengen PPK und Folie werden nach Gummersbach verbracht, dort zu vermarktungsfähigen Ballen verpresst und anschließend durch die Gesellschaft REMONDIS Trade and Sales vermarktet. Beim Holz reduzierten sich die Preise auf 0 €/to angeliefertes Material im Bereich der A 2/A 3-Hölzer. Lediglich bei A 1-Hölzern konnten noch 12 €/to angeliefert erlöst werden. Unternehmensweite Gegenmaßnahmen hierzu wurden durch die Auflegung eines Kostensenkungsprogramms getroffen. Das Kostensenkungsprogramm zielte auf die Einsparung von Personal- und Sachkosten sowie auf die Schonung der Liquidität durch kritische Hinterfragung geplanter Investitionen ab. C. ErtragslageUmsatz und Gesamtleistung Im Berichtsjahr ergibt sich ein Jahresumsatz in Höhe von 30.924 T€, der mit 1.016 T€ über dem vergleichbarem Umsatz in 2008 liegt. Umsatzmindernd wirkte sich aus, dass die Kommunalaufträge Stadt Neustadt, Gemeinde Weimar, Stadt Kirchhain und Gemeinde Ebsdorfergrund an die FEHR-Tochter Mittelstädt aus Stadtallendorf übertragen wurden. Weiterhin konnte der Kommunalauftrag Rhein-Lahn-Kreis ebenfalls nicht verlängert werden und wurde im Rahmen einer EU-weiten Ausschreibung neu vergeben, an der aufgrund des Regionalprinzips (Region Südwest) die REMONDIS Olpe GmbH sich nicht beteiligt hat. Dem stehen der neu gewonnene Kommunalvertrag Stadt Freudenberg und der übernommene DSD-Vertrag, LVP-Sammlung Landkreis Olpe, gegenüber. Bei der Gesellschaft sind auch die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise und den damit einhergehenden Produktionsrückgängen und den Rückgang der Gewerbeabfallmengen sowie Preiseinbrüchen auf den Rohstoffmärkten spürbar geworden. Vor allem durch die Ausweitung des Geschäftes zum Ende des Jahres 2008 durch Übernahme der Aktivitäten der Firma Kölsch und des Standortes Siegen von KMW- / Schönmakers konnte eine Umsatzsteigerung erzielt werden. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert im Wesentlichen aus geringeren Erträgen aus der Auflösung von Wertberichtigungen sowie geringeren Erträgen aus der Vermietung von Büroräumen. Insgesamt ergibt sich in 2009 eine um 785 T€ höhere Gesamtleistung von 31.166 T€. Materialaufwand Der Materialaufwand der Gesellschaft in Höhe von 17.844 T€ hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1.812 T€ verringert. Die Materialaufwandsquote beträgt 57,7 % (Vorjahr: 65,7 %). Innerhalb der Materialaufwendungen sind die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um rd. 646 T€ auf 1.084 T€ in Folge des Einbruchs der Rohstoffmärkte gestiegen, da zu einem großen Teil für Materialien, die vor der Krise noch einen positiven Marktwert hatten und dementsprechend vergütet wurden, entsprechende Entsorgungskosten zu bezahlen waren. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Geschäftsjahr um 2.458 T€ auf 16.759 T€ gesunken. Dies steht im Zusammenhang mit den Preisreduzierungen der Subunternehmerpreise, sowie der Umschichtung von Subleistungen auf den eigenen Fuhrpark. Weiterhin wurden in 2009 insgesamt weniger Abfallmengen durch Subunternehmer transportiert. Personalaufwand Der Personalaufwand ist im Berichtsjahr um 1.180 T€ auf 5.103 T€ (Vorjahr: 3.922 T€) gestiegen. In der Gesellschaft wurden durchschnittlich 158 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 110 Mitarbeiter). Die Gesamtzahl der Mitarbeiter setzt sich zusammen aus 109 gewerbliche Beschäftigten, 38 angestellten Beschäftigten (zzgl. 4 Auszubildende) sowie 11 Aushilfen. Zum 01. August 2009 wurden sämtliche bis dato über die RER (REMONDIS-interner Personaldienstleister) abgewickelten Mitarbeiter in die REMONDIS Olpe GmbH übernommen. Zum 31. Dezember 2009 lag die Anzahl der Mitarbeiter bei 177 Mitarbeitern und 6 Auszubildenden. Einsparungen wurden hauptsächlich durch die Optimierung im Bereich der Verwaltung erzielt. Investitionen / Abschreibungen Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr im Wesentlichen das bewegliche Anlagevermögen zur Betriebsstätte Siegen (1.290 T€; vor allem Fahrzeuge und Behälter) von der REMONDIS Rheinland zum 01. September 2009 übernommen. Die REMONDIS Rheinland hatte das Anlagevermögen und die Vertragswerte von KMW/Schönmakers erworben und der REMONDIS Olpe zur Nutzung zur Verfügung gestellt. Vor allem die Vertragswerte werden gegen Berechnung einer Umlage weiterhin von der REMONDIS Rheinland zur Verfügung gestellt. Im Zusammenhang mit der Übernahme des Standortes Siegen hat die Gesellschaft vor allem den Gewerbekundenstamm (360 T€) direkt erworben. Ansonsten sind Investitionen im Bereich des Fuhrparks, wo Altfahrzeuge durch Neufahrzeuge ersetzt wurden, sowie in Behältersysteme, getätigt worden. Weiterhin wurden Alt-Leasingverträge abgelöst. Das Abschreibungsvolumen beträgt im Berichtsjahr 1.919 T€. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 6.825 T€ betrugen 22,1 % der Umsatzerlöse. Einsparungen konnten insbesondere bei den Rechts- und Beratungskosten erzielt werden, während die Kosten für Mieten und Umlage gestiegen sind. Jahresfehlbetrag Die Rentabilität der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:
Der Anstieg der Gesamtleistung konnte durch Kostenanpassungen und -reduzierungen unterstützt werden. Durch den ausgewiesenen Jahresfehlbetrag in 2009 in Höhe von 823 T€ weist die Gesellschaft einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 2.719 T€ zum 31. Dezember 2009 aus. D. FinanzlageDie Finanzierung der Gesellschaft erfolgte durch den Cashpool und konzerninterner Darlehen. Die Gesellschaft ist seit März 2007 dem Cashpool der REMONDIS-Gruppe angeschlossen. Im Vorjahr wurden konzerninterne Darlehen (12.650 T€) zum Abbau der Cashpool-Verbindlichkeiten aufgenommen, die in 2009 auf die REMONDIS Rheinland übertragen wurden. Zur Vermeidung einer insolvenzrechtlichen Überschuldung hat REMONDIS Rheinland einen Rangrücktritt auf einen Teil der Darlehensforderungen erklärt, wonach sie mit ihren Forderungen gegenüber der REMONDIS Olpe in Höhe von 3.700 T€ im Range hinter alle anderen Gläubiger zurücktritt und die Rückzahlung dieser Forderungen einschließlich angefallener Zinsen und Kostennur aus einem künftigen Jahresüberschuss, einem Liquidationsüberschuss oder aus sonstigem freiem Vermögen der REMONDIS Olpe verlangen kann. Insgesamt ist die Gesellschaft mittel- bis langfristig auf die finanzielle Unterstützung durch den Cashpool und der REMONDIS Rheinland angewiesen. Cashflow aus operativer Tätigkeit: Für die Finanzierung des Geschäfts standen im Berichtsjahr ausreichend Mittelzuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit zur Verfügung. Entsprechend des angewandten Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 2 ergibt sich ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 1.098 T€. Der Finanzmittelfonds weist einen Wert von - 271 T€ aus (Vorjahr: - 1.841 T€) und betrifft die liquiden Mittel und die Cashpool-Verbindlichkeiten. Vor allem Investitionen und andere wesentliche zahlungswirksame Vorgänge werden aus dem Cashpool zu finanziert. Der Quotient aus Netto-Finanzschulden zu EBITDA beträgt:
Netto-Finanzschulden = Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zzgl. Verbindlichkeiten aus dem Cashpool zzgl. Verbindlichkeiten aus Darlehen von verbundenen Unternehmen und Gesellschaftern abzgl. Wertpapiere des Umlaufvermögens abzgl. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten (jeweils zum Stichtag) EBITDA = Jahresüberschuss zzgl. Zinsen und ähnliche Aufwendungen abzgl. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge zzgl. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf Finanzanlagen zzgl. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Cashflow aus Investitionstätigkeit: Die oben beschriebenen Investitionen des Jahres 2009 von 4.602 T€ gingen zu 91,68 % in den Erwerb von Sachanlagen, zu 7,93 % in den Erwerb immaterieller Vermögensgegenstände sowie zu 0,39 % in die Finanzanlagen. Cashflow der Investitionstätigkeit nach Berücksichtigung der Erlöse aus Anlagenabgängen lag bei - 4.172 T€. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit: Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Vergleich zum Vorjahr um 81 T€ auf 7 T€ in Folge der planmäßigen Tilgung gesunken (Vorjahr: 88 T€). Im Berichtsjahr wurde die Gesellschaft in den Cashpool der REMONDIS GmbH & Co. KG, Prützke eingebunden. Der Restsaldo aus dem bisherigen Cashpool wird in ein kurzfristiges Darlehen (4.705 T€) umgewandelt. Aus dem Cashpool wurden vor allem die Anlageninvestitionen zu finanzieren. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug 4.624 T€. E. VermögenslageDie Bilanzsumme erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um rund 17,2 % auf 23.492 T€. Während das Anlagevermögen aufgrund von Investitionen insbesondere in den Fuhrpark gestiegen ist, hat sich ebenfalls das Umlaufvermögen erhöht. Das Anlagevermögen nahm um 21,1 % bzw. 2.370 T€ zu. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind im Vergleich zum Vorjahr um 121 T€ auf 1.919 T€ gestiegen. Der Anstieg des Umlaufvermögens (4,7 % bzw. 311 T€) resultierte im Wesentlichen aus dem umsatzbedingten Anstieg der Forderungen als Lieferungen und Leistungen, sowohl gegen Dritte als auch konzernintern. Die Vorräte sind vor allem wegen der Bevorratung von Gelbensäcken für die neuen Sammelgebiete gestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind gestiegen. Anderseits sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verringerten sich im Wesentlichen durch die Übertragung der Darlehensverbindlichkeiten auf die Gesellschafterin. Anderseits haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aufgrund der Neuaufnahme eines Darlehens erhöht. Die Summe der Verbindlichkeiten ist insgesamt um 3.805 T€ auf 22.854 T€ gestiegen (Vorjahr: 19.049 T€). Auf der Passivseite der Bilanz ist das Eigenkapital um das Jahresergebnis von -823 T€ belastet worden. In Folge dessen wird ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von 2.719 T€ ausgewiesen. Die Rückstellungen lagen mit 638 T€ um 36 % bzw. 359 T€ unter dem Vorjahresniveau von 996 T€. Die Verringerung der sonstigen Rückstellungen in Höhe von 367 T€ resultiert vor allem aus dem Rückgang bei den Rückstellungen für Prozesskosten, für die Entsorgung von Restmüllmengen und für ausstehende Eingangsrechnung. F. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem BilanzstichtagAm 1. März 2010 wurde die Betriebsstätte Freudenberg durch Übernahme der Geschäftsaktivitäten des Roth Containerdienstes begründet. G. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und RisikenAllgemein Zur Erfassung der Risiken und Chancen und zum Umgang mit diesen nutzen wir wirksame Steuerungs- und Kontrollinstrumente. Zudem ist unsere Gesellschaft in das konzernweite formalisierte und dokumentierte Risikofrüherkennungssystem der Rethmann AG & Co. KG einbezogen. Zusätzlich zum Ad-hoc-Reporting werden halbjährlich die zum vorhergehenden Halbjahr aufgetretenen Änderungen in das Risikomanagement eingearbeitet, dokumentiert und über das entsprechendes Berichtswesen kommuniziert. Die Berichtsgesellschaft ist in das monatliche Ergebnisreporting und die jährliche Budgetierung inklusive Mittelfristplanung eingebunden. Im Rahmen dieser regelmäßigen Prozesse wird die Ergebnis- und Liquiditätssituation der Gesellschaften überwacht, einem Planabgleich unterzogen und eine verbesserte Früherkennung von Fehlentwicklungen ermöglicht. Durch die monatliche Ergebnis-Kontrolle wird die Ergebnis- und Liquiditätssituation der Gesellschaft überwacht, einem Plan-Abgleich unterzogen und eine verbesserte Früherkennung von Fehlentwicklungen ermöglicht. Deutlich verbessert werden müssen noch die Schnittstellen zwischen der REMONDIS Olpe GmbH und den Zentralabteilungen Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung in Köln. Zur weiteren Erfassung der Risiken und Chancen werden im Betrieb Leistungsdaten der eingesetzten Fahrzeuge ermittelt und die Logistik daraufhin weiter optimiert, u.a. durch die Installation der M-Boxen. Ein Vertriebscontrolling durch Vorgaben an den Außendienst und deren Abgleich ist eingeführt worden. Hinweise auf wesentliche Risiken, die einen bestandsgefährdenden Einfluss auf die Unternehmensfortführung haben, sind derzeit nicht bekannt. Aus bestehenden Rechtsstreitigkeiten werden keine wirtschaftlichen Belastungen erwartet. Aufgrund der Rangrücktrittserklärung der REMONDIS Rheinland und der wirtschaftlichen Entwicklung in 2010 sowie der erwarteten künftig positiven Entwicklung ist von der Annahme der Unternehmensfortführung auszugehen. Die Gesellschaft benötigt dafür aber mittel- bis langfristig weiterhin die finanzielle Unterstützung aus dem Cashpool bzw. von der Muttergesellschaft. Wirtschaftliche Entwicklung und Auftragslage Angesichts der einsetzenden Erholung auf den Wirtschafts- und Finanzmärkten ist mit einem leichten Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage zu rechnen. Damit verbundene Produktionssteigerungen führen zu höheren Gewerbeabfallmengen und steigender Nachfrage nach Sekundärrohstoffen mit einhergehenden Erlös- und Ergebnisschüben. Die Nachfrage wird jedoch noch deutlich unter den Werten vor Einsetzen der Wirtschafts- und Finanzkrise im Herbst 2008 liegen. Dadurch wird auch 2010 ein sehr schwieriges Jahr. Durch einen aufgestellten und umzusetzenden Maßnahmenkatalog erwartet die REMONDIS Olpe GmbH in 2010 ein leicht positives operatives Ergebnis. Bzgl. der aktuellen wirtschaftlichen Situation steht insbesondere der Preisverfall der gemischten Abfälle im Fokus. Sowohl bei den Inputpreisen als auch bei den Outputpreisen ist ein Fall der Preise zu verzeichnen. Dies resultiert insbesondere aus den vorhandenen Kapazitäten der Endanlagen (in der Regel MVA/MHKW). Die Rohstoffmärkte haben sich halbwegs stabilisiert, sodass hier eine geregelte und kontinuierliche Absteuerung der Mengen gesichert ist. Unterstützt durch weitere Kostensenkungsmaßnahmen und dem Zugewinn von weiteren Aufträgen aus dem Bereich Industrie, Handel und Gewerbe erscheint es realistisch, das geplante Ergebnis am Jahresende zu erzielen. Der Verfall der Input-Preise bei der thermischen Abfallbehandlung hat dazu geführt, dass sich frühere negative Ergebnisse bei der Verwertung von Abfällen, so z.B. bei den Aufträgen in Neuwied (Linkenbach), Kreis Siegen-Wittgenstein, Kreis Olpe und Vogelsbergkreis, leicht positiv entwickelten. Der weitergehende Verfall von Rohstoffpreisen wird zwar die Umsätze der REMONDIS Olpe GmbH weiter unter Druck setzen, allerdings sind hier keine negativen Wertschöpfungen zu erwarten, da nahezu alle Rohstoffe an einen Index gekoppelt sind, so z.B. insbesondere im Bereich der PPK-Fraktion. Die Berichtsgesellschaft hat an der kommunalen Ausschreibung in der Stadt Freudenberg (knapp 19.000 Einwohner im Kreis Siegen-Wittgenstein) teilgenommen und diese auch gewonnen. Des Weiteren konnten Verträge mit einem großen Handels- sowie einem bedeutenden Industrieunternehmen abgeschlossen werden. Bei einem bereits bestehenden Kunden ist der Ausbau der Aktivitäten geplant. Weitere key account-Projekte befinden sich in intensiven Verhandlungen und können ggf. noch in 2010 erfolgreich gewonnen werden. Bei anstehenden Ausschreibungen im Kommunalbereich u. a. in der Stadt Bad Laasphe und voraussichtlich auch im Lahn-Dill-Kreis, wird sich die REMONDIS Olpe GmbH beteiligen. Weiterhin ist Wachstum durch den Zukauf von regionalen Entsorgungsunternehmen/Containerdiensten geplant. Trotz der einsetzenden gesamtwirtschaftlichen Erholung und umfangreicher Bonitätsprüfungen ist weiterhin mit einer erhöhten Zahl von Insolvenzen von Gewerbekunden zu rechnen. Dem Ausfallrisiko von Leistungsforderungen begegnen wir mit einem intensivierten Debitorenmanagement, zu dem eine Erhöhung der Versicherungsquote von Außenständen genauso gehört wie die Optimierung von Mahn- und Inkassoprozessen.
Olpe, 20.07.2010 REMONDIS Olpe GmbH Die Geschäftsführung Heinz-Dieter König Jost Nöller BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. GRUNDLAGENDie REMONDIS Olpe GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde unter Beachtung des HGB, der weiteren rechtsformspezifischen Vorschriften sowie der Rethmann-Bilanzierungsrichtlinien aufgestellt. II.´ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND AUSWEIS-METHODENIm Rahmen der Aufstellung des Anhangs werden für das Berichtsjahr 2009 die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB in Anspruch genommen. Das Gliederungsschema gemäß § 266 HGB wurde um folgende Positionen erweitert:
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Bilanzierung und Bewertung im Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorgenommen, da die REMONDIS GmbH, Köln eine Rangrücktrittserklärung vom 5. Mai 2010 hinsichtlich Forderungen von 3.700.000,00 € abgegeben hat und die Gesellschaft für die Zukunft keine Verluste erwartet. Gemäß der Vereinbarung tritt die REMONDIS GmbH, Köln mit ihren Forderungen gegenüber der REMONDIS Olpe GmbH im Range dergestalt hinter alle anderen Gläubiger zurück, dass sie Zahlungen auf diese Forderungen einschließlich Zinsen und Kosten nur aus einem künftigen Jahresüberschuss, einem Liquidationsüberschuss oder aus sonstigem freien Vermögen der REMONDIS Olpe GmbH verlangen kann. Folgende Abweichung von in Vorperioden praktizierten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurde im Berichtsjahr vorgenommen:
In der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind die entsprechenden Vorjahresbeträge angegeben. Die Werte der verschiedenen Jahre sind ansonsten miteinander vergleichbar. Aktiva: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Eine Ausnahme bilden EDV-Programme mit Anschaffungskosten unter 150 €. Diese werden den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zugeordnet. Der Zeitraum der planmäßigen Abschreibung für entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte beträgt in Anlehnung an die Steuerabschreibung bis zu 15 Jahre, im Zugangsjahr zeitanteilig. Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden - soweit steuerlich zulässig - degressiv vorgenommen. Sofern die lineare Abschreibung zu höheren Beträgen als die degressive Abschreibung führt, wird ein Wechsel von der degressiven zu der linearen Abschreibung vorgenommen. Auf die Zugänge zum beweglichen Anlagevermögen wird die "Pro rata temporis"-Regelung angewandt. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Zugänge zuSachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen auch Nebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Abgänge von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und aufgelaufenen Abschreibungen zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens ausgebucht. Der Zugang an Geringwertigen Wirtschaftsgütern bis 150 € wird direkt als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Als Ausnahme sind die Behälter bis 150 € zu nennen, die weiterhin aktiviert und im selben Jahr voll abgeschrieben werden. Hierbei wird im Anlagengitter weiterhin der Totalabgang nach Ablauf von 5 Jahren unterstellt. Überschreiten die Nettoanschaffungskosten den Betrag von 150 €, nicht aber den Betrag von 1.000 €, wird für selbständig nutzbare Vermögensgegenstände eine neue Gruppenbewertung vorgenommen. Danach wird für diese Vermögensgegenstände ein Sammelposten gebildet, welcher im Jahr der Bildung und in den folgenden 4 Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst wird. Die Rückdeckungsversicherungsansprüche werden aufgrund eines versicherungsmathematischen Gutachtens mit dem Deckungskapital bewertet und unter den sonstigen Ausleihungen ausgewiesen. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt zu Nennwerten; alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Einzelrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weiterhin eine Pauschalwertberichtigung des Forderungsbestandes (ohne Umsatzsteuer) vorgenommen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus einem Mietkauf (324 T€) werden zum Barwert angesetzt. Langfristige Steuererstattungsansprüche i.S.d. § 37 KStG sind zum Barwert angesetzt. Die sonstigen Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Bewertung der Kassenbestände und der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zu Nennwerten. Die Vorauszahlungen für künftige Zeiträume sind im aktiven Rechnungs-abgrenzungsposten abgegrenzt. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag wird gemäß § 268 Abs. 3 HGB aktivisch ausgewiesen und ist mit dem Nennwert angesetzt. Passiva: Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Bei der Bildung der Rückstellungen wurde den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Alle Verbindlichkeiten sind zu ihren Rückzahlungsbeträgen angesetzt. III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZAnlagevermögen: Das Anlagengitter gemäß § 268 Abs. 2 HGBistdem Anhang beigefügt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:
Folgende Forderungen des Umlaufvermögens haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen (T€ 354; Vorjahr T€ 170) sowie gegen Gesellschafter (T€ 633; Vorjahr T€ 187) sind vollständig Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Steuererstattungsansprüche, kurzfristige Darlehen und sonstige Forderungen ausgewiesen. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten: In dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind bereits für das Folgejahr geleistete Kraftfahrzeugsteuern, Versicherungsbeiträge sowie Leasing-sonderzahlungen enthalten. Eigenkapital: Das im Handelsregister eingetragene gezeichnete Kapital beträgt 50.000,00 €. Rückstellungen: Die sonstigen Rückstellungen wurden vor allem für eine drohende Inanspruchnahme aufgrund Verpflichtungen aus dem Personalbereich, ausstehende Eingangsrechnungen, Archivierung, Abschluss- und Prüfungskosten sowie Prozesskosten gebildet. Verbindlichkeiten: Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten geht aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel hervor.
Die Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgt jeweils durch Sicherungsübereignung der finanzierten Vermögensgegenstände. Die anderen Verbindlichkeiten sind nicht besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 679.033,41 € (Vorjahr: 992.072,91 €) und Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 5.706.247,75 € (Vorjahr: 15.220.361,75 €). In den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 987.638,27 € (Vorjahr: 313.563,90 €) und aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 12.697.437,50 € (Vorjahr: 0,00 €) enthalten. Aufgrund des erklärten Rangrücktritts auf die Finanzforderungen der REMONDIS GmbH, Köln, haben diese Verbindlichkeiten eine unbestimmte Laufzeit. Weitere Angaben zur Bilanz: Der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Jahresfehlbetrag in Höhe von - 822.827,92 € soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGSonstige betriebliche Erträge: In den Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende periodenfremde Erträge enthalten: Erträge aus Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens (149 T€; Vorjahr: 179 T€), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (35 T€; Vorjahr: 39 T€), Versicherungserstattungen (13 T€; Vorjahr: 2 T€). Sonstige betriebliche Aufwendungen: In den Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende periodenfremde Aufwendungen enthalten: Aufwendungen aus dem Ausbuchen von Forderungen (165 T€; Vorjahr: 77 T€), Aufwendungen für Versicherungsschäden (T€ 160; Vorjahr: 69 T€), Aufwendungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens (32 T€; Vorjahr 180 T€). V. ERGÄNZENDE ANGABENArbeitnehmerzahlen: Im Jahr 2009 waren durchschnittlich beschäftigt:
Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Die Gesellschaft verfügt über Kontingentverträge mit einer Verwertungsanlage. Der Vertrag hat eine Restlaufzeit von zwölf Jahren und ein Gesamtvolumen von 23.310 T€. Somit kann die Verbrennung einer bestimmten Menge pro Jahr zu fixen Preisen während der Laufzeit sichergestellt werden. Im Falle eines erheblichen Absinkens der Preise besteht das Risiko, dass das Unternehmen im Vergleich zu den aktuellen Marktpreisen an die höheren Vertragspreise gebunden ist. Die Gesellschaft bekommt von der Gesellschafterin gehaltene Vertragswerte zur Nutzung für eine Restlaufzeit von 14 Jahren überlassen. Hieraus resultiert eine finanzielle Belastung der Gesellschaft von insgesamt T€ 4.760. Für die Gesellschaft besteht das Risiko, dass aus den dazugehörigen Verträgen keine entsprechenden Erträge erwirtschaftet werden können. Sonstige finanzielle Verpflichtungen: Als sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB sind nach Art und Betrag zu nennen:
VI. BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMENMitgliedschaft im Konzern: Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird gemäß §§ 290 ff. HGB in den Konzernabschluss der REMONDIS AG & Co. KG mit Sitz in Lünen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, sowie in den Konzernabschluss der Rethmann AG & Co. KG mit Sitz in Selm, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der Rethmann AG & Co. KG ist beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers einzureichen und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt machen zu lassen. VII. ANGABEN ZU GESELLSCHAFTSORGANENDer Geschäftsführung der Berichtsgesellschaftgehörten im Berichtsjahr an: Dieter König Operativer Geschäftsführer der Gesellschaft Olpe Jost Nöller Rechtsanwalt Lennestadt
REMONDIS Olpe GmbH Olpe, den 20.07.2010 Die Geschäftsführung Dieter König Jost Nöller Anlagenspiegel
In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lageberichtwurde mit Datum vom 21. Juli 2010 der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der REMONDIS Olpe GmbH, Olpe, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt: Entgegen § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a) Sätze 1 bis 4 HGB wurden im Anhang die Gesamtbezüge der tätigen Geschäftsführer der Gesellschaft nicht angegeben. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss mit der genannten Einschränkung den gesetzlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Recklinghausen, den 21. Juli 2010 Vestische
Treuhand
Michael Rohkämper. Wirtschaftsprüfer Holger Schubert. Wirtschaftsprüfer |
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