MW Beteiligungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph Westermann seit 1.12.2025 | Prokura |
Ernest Kukshausen seit 27.6.2025 | Prokura |
Sergej Bartel seit 22.1.2025 | Prokura |
Dennis Dahlhaus seit 17.10.2024 | Prokura |
Lennart Schulz seit 17.10.2024 | Prokura |
Jürgen Abromeit seit 4.6.2024 | Geschäftsführer |
Nadine Mayer seit 20.4.2023 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Windmöller GmbHDetmold (vormals: Augustdorf)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 20241 Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell Die Windmöller GmbH (kurz WMG), ist die operative Kerngesellschaft der Windmöller-Gruppe. Sie ist für die Vertriebs- und Produktionsaktivitäten der Bodensparte der Windmöller-Gruppe, sowie für alle gruppenübergreifenden Administrationsaufgaben verantwortlich. Der wesentliche Produktionsstandort ist Detmold (Ostwestfalen-Lippe). Logistik und Lagerhaltung erfolgt bis längstens Ende 2025 in Teilen am aufzugebenden Standort Augustdorf. Strategisches Kernprodukt ist ein hochwertiger Designbodenbelag (LVT - Luxury Vinyl Tiles) auf der Basis von PVC sowie einem elastischen, hochwertigen Bodenbelag aus Polyurethan (PU). Die Basis für diesen PU-Bodenbelag bildet „ecuran“, ein Hochleistungsverbundwerkstoff. Dieser wird zu einem überwiegenden Teil aus Pflanzenölen wie Raps- oder Rizinusöl und natürlich vorkommenden mineralischen Komponenten, wie Kreide, hergestellt. „ecuran“ wird von Windmöller international über Industriekunden und über die eigene Bodenmarke wineo als PURLINE Bioboden vermarktet. Des Weiteren umfasst die Produktpalette auch ein umfangreiches Sortiment an Zubehörartikeln wie zum Beispiel passende Unterlagsmatten. Die Produktion konzentriert sich in Detmold auf Firmen- und Familienliegenschaften mit teilweise eigens konzipierten Produktionsverfahren. Im Bereich des D/A/CH- Marktes (Deutschland, Österreich, Schweiz), wo der Hauptabsatz realisiert wird, werden die klassischen Vertriebskanäle Großhandel, Facheinzelhandel, Objekteure, Fachketten sowie das verlegende Handwerk bedient. Das Objektsegment wird hier über eine eigene Vertriebsmannschaft bearbeitet, wobei die Hauptansprache Richtung Architekten, Planer und Entscheider geht. Darüber hinaus vertreibt Windmöller Produkte in bis zu 70 Länder weltweit über eigene Beschäftigte, über verbundene Unternehmen in den USA und Polen sowie in Abhängigkeit der Länderstrategie mit Agenten und/oder Importeuren. Der internationale Vertrieb soll in Zukunft mit Fokus auf Nordamerika, Skandinavien und weiteren europäischen Ländern ausgebaut werden. 1.2 Ziele und Strategien Aktuelles Ziel ist die schnellstmögliche und nachhaltige Wiederherstellung der Wirtschaftlichkeit. Dies erfolgt durch ein umfangreiches Sanierungskonzept, dessen Kern die Werkskonsolidierung am Standort Detmold ist. Nach erfolgreicher Umsetzung wird die Kostenführerschaft zumindest gegenüber den deutschen Wettbewerbern angestrebt. Im zweiten Schritt wird an der Modernisierung und Optimierung des Produktportfolios gearbeitet und die Internationalisierung vorangetrieben. Mittelfristig ist das Unternehmensziel der Windmöller GmbH nachhaltig erfolgreich und verantwortlich zu agieren und dabei unsere Kunden mit gesunden und nachhaltigen Bodenlösungen zu beliefern und so einen eigenen wertvollen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten. Entscheidungs- und Handlungsgrundlage stellen dabei die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der UN dar. Unsere Schwerpunkte bei Windmöller sind die Rohstoffauswahl und -entwicklung, der globale Fußabdruck, Transparenz, Ökoeffizienz und das Netzwerk Nachhaltigkeit. Wesentliche Elemente der Führungskultur basieren auf den Werten modern verantwortlicher Unternehmen: Erfolg verbinden mit Verbindlichkeit, Verlässlichkeit sowie Verantwortungsbewusstsein und Wertschätzung. Auf dieser Wertebasis wurden die Führungsleitsätze im Unternehmen vereinbart, die von Führungskräften und Beschäftigten beim täglichen Miteinander und der Umsetzung der Strategie gelebt werden. Der wirtschaftliche Erfolg ist wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie und steht derzeit voll im Fokus des unternehmerischen Handelns, insbesondere auch für die weitere Stärkung des deutschen Standortes. 1.3 Forschung und Entwicklung Die Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung sind essenziell für eine künftige erfolgreiche Unternehmensentwicklung: Sie werden in der Windmöller GmbH zentral für die gesamte Windmöller-Gruppe gesteuert. Die Entwicklung untergliedert sich in die chemische sowie die verfahrens- und produkttechnische Entwicklung. Es gibt diverse Schnittstellen mit den angrenzenden Abteilungen Produktmanagement, Qualitätsmanagement, Produktion und Anwendungstechnik. Aus diesen Abteilungen kommen die Verantwortlichen regelmäßig in einem Steuerungskreis zusammen, um die Innovationsprojekte zu priorisieren und voranzutreiben. Im Schwerpunkt werden für die Produktsegmente Bodenbeläge und Akustikunterlagen hochmoderne technische Lösungen erforscht und neu entwickelt. Die Herausforderungen bestehen darin, innovative Produkte für die Anwendung durch den Endkunden zu entwickeln und diese erfolgreich am Markt zu platzieren. Ziel ist es, Lösungen mit höchstem Kundennutzen anzubieten und gleichzeitig besonders ressourcenschonend und wirtschaftlich erfolgreich zu produzieren. Der Aspekt der Nachhaltigkeit ist hierbei ein wichtiger Aspekt. Darüber hinaus setzt sich das Team der Forschung und Entwicklung auch zum Ziel, neue Produktionsverfahren oder zusätzliche Marktpotentiale durch neue Produktideen zu erschließen. Mit führenden Forschungsinstituten und Universitäten (z.B. Universität Bielefeld, TU- Dortmund, FH Bielefeld, IMM Fraunhofer, Mainz, TFI Aachen, IHD Dresden) pflegt die Windmöller-Gruppe seit vielen Jahren eine intensive Zusammenarbeit. Ein weiterer Eckpfeiler ist die aktive Mitarbeit in Normungsausschüssen und Verbänden auf nationaler und internationaler Ebene. Der nachhaltige und ressourcenschonende Umgang mit Rohstoffen im Sinne des European Green Deals wird bereits in der Ideenphase der Produktentwicklung mitgedacht, um eine Wiederverwertung der Produkte zum Ende des Lebenszyklus im hohen Maße zu ermöglichen. Das gesamte Produktionsverfahren wird ständig Prüfungen unterzogen und optimiert. Innovative Produktionstechnologien ermöglichen unter dem Einsatz erneuerbarer Energien einen zunehmenden Anteil an nachwachsenden Rohstoffen. Gestützt werden diese Aktivitäten durch einen Nachhaltigkeitsbeauftragten. Der Erfolg der Entwicklungsaktivitäten spiegelt sich in einer Vielzahl nationaler und internationaler Zertifikate und Schutzrechte wider, welche die Windmöller-Gruppe hält und deren Anzahl ständig erweitert wird. Aktuell hält die Windmöller GmbH über 160 verschiedene Schutzrechte. 2 Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft wuchs im Jahr 2024 nur langsam, erwies sich jedoch trotz der vielfältigen Belastungen wie dem Krieg in der Ukraine und dem Nahen Osten als robust. Preisbereinigt wuchs das Bruttoinlandsprodukt der Welt insgesamt um 2,7%. Das Wachstum zwischen den Regionen verlief jedoch sehr heterogen: Während das BIP in Asien um 3,9% zum Vorjahr zulegte und Amerika um 2,6% anstieg, betrug das Wachstum des BIP in Europa lediglich 1,3% (Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2025). Weniger robust erwies sich die Wirtschaft in Deutschland mit einer im europäischen Vergleich deutlich unterdurchschnittlichen Entwicklung und einem Rückgang des BIP um -0,2% im Jahr 2024. Ursächlich für das rückläufige BIP sind lt. der Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2025 ein zurückhaltender privater Konsum und eine Schwächung der Exporttätigkeit, die auf Standortnachteile wie hohe Bürokratie- und Energiekosten sowie die demographische Entwicklung zurückzuführen ist. Ebenfalls rückläufig erwies sich die für die Windmöller Gruppe relevante Bauindustrie (-1,5%). Insbesondere der Wohnbau war trotz steigender Auftragseingänge in den letzten drei Quartalen im Jahr 2024 insgesamt rückläufig (-7%). Branchenentwicklung Der für Windmöller besonders relevante Markt für Bodenbeläge verlief analog zur Entwicklung der Bauindustrie im Jahr 2024 rückläufig. Laut dem Fachverband der Hersteller elastischer Bodenbeläge (FEB) sank der Absatz für Bodenbeläge der Mitgliedsunternehmen im dritten Jahr in Folge auch im Jahr 2024 im D/A/CH Bereich mit einem Rückgang von -3,5 % deutlich. Rückläufig waren der deutsche (-3,9%) und österreichische Markt (-4,9%), wohingegen der Absatz in der Schweiz um 7,1% wuchs. Die Designbeläge (LVT) bilden weiterhin die größte Gruppe innerhalb der elastischen Bodenbeläge, gefolgt von Cushioned Vinyl Belägen, Linoleum und Belägen aus anderen Kunststoffen (Quelle: FEB-Marktdaten Reporting 2024 QIV). Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2024 war weiterhin deutlich von der Krise der Baubranche in Deutschland mit stark sinkender Nachfrage geprägt. Die Umsatzentwicklung, die sich in der ersten Jahreshälfte noch vergleichsweise stabil darstellte, zeigte sich im weiteren Jahresverlauf rückläufig und verblieb in der Gesamtjahresbetrachtung erneut unter Vorjahresniveau. Insbesondere verlief das Geschäft mit Vinylprodukten mit einem Umsatzrückgang von knapp 30% gegenüber Vorjahr auf Grund fehlender Nachfrage im deutschen Handel stark negativ. Erfreulicherweise konnte das Geschäft mit nachhaltigen PU-Böden gegenüber dem Vorjahr leicht ausgebaut werden. Fehlende Nachfrage im deutschen Handel konnte durch zusätzliche Umsätze im Auslandsgeschäft ausgeglichen werden. Das Geschäft mit PU-Trittschallmatten fiel auf Grund geringerer Nachfrage der industriellen Kunden gegenüber dem Vorjahr etwas geringer aus. Die Versorgung mit Rohstoffen war im Gegensatz zu den Vorjahren durchgängig gesichert, die wesentlichen Rohstoff- und Bezugskosten erwiesen sich als stabil. Die Kosten für Strom und Energie verblieben, teils durch ungünstig abgeschlossene langfristige Verträge bedingt, auf einem hohen Level. Die Kosten für Dienstleistungen stiegen inflationsbedingt geringfügig an. Auf Grund der allgemein negativen Auftragssituation wurde über den Jahreswechsel 2023/2024 mit externer fachlicher Unterstützung ein Sanierungs-Konzept erarbeitet, welches seit Juni 2024 sukzessive umgesetzt wurde. In der zweiten Jahreshälfte wurden Produktionskapazitäten der Auftragssituation angepasst und Produktionsanlagen am Standort Detmold zusammengeführt. Ebenso wurden zur Kostenentlastung Personalkapazitäten sowohl im Overhead als auch im gewerblichen Bereich der Auftragslage angepasst. Die Sachkosten konnten durch ein stringentes Kostenmanagement weiter optimiert werden, so dass das prognostizierte Jahresergebnis von -7,2 Mio. EUR nahezu erreicht werden konnte. Lage des Unternehmens 2.1 Ertragslage scroll
Im Geschäftsjahr 2024 sind die Umsatzerlöse (netto, nach Erlösminderungen) ggü. dem Vorjahr um 10,6 Mio. € auf 85,9 Mio. € gesunken. Ursächlich ist ein konjunkturell bedingter Nachfragerückgang über fast alle Vertriebsbereiche: Handel D/A/CH -24 %, Export -12 %, sowie im Objektvertrieb -9%. Das Industriekundengeschäft konnte auf Grund erhöhter Nachfrage in den USA um 2% leicht gesteigert werden. Die Materialaufwandsquote gemessen an der Betriebsleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandveränderung), hat sich von 51% im Jahr 2023 auf 49% im Jahr 2024 etwas reduziert. Der Personalaufwand verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der Reduktion der Belegschaft um 3,4 Mio. € auf 23,2 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich 2024 auf 24,3 Mio. € und lagen damit unter dem Vorjahreswert von 28,5 Mio. €. Neben Skaleneffekten ist diese Entwicklung auf Kosteneinsparungen zurückzuführen. Insgesamt konnten durch die Restrukturierung im zweiten Halbjahr 2024 Gesamtkosten in Höhe von 1,2 Mio. € eingespart werden. Die außergewöhnlichen Posten sind bei der Berechnung des nachhaltigen betrieblichen Ergebnisses nicht zu berücksichtigen. Sie bestehen vor allem aus Kosten für den Umzug der Produktion an den Standort Detmold, Beratungen im Zusammenhang mit der Restrukturierung und Abfindungen für weitere Personalmaßnahmen. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) und bereinigt um außergewöhnliche Erträge bzw. Aufwendungen betrug 1,8 Mio. € im Vergleich zu 1,7 Mio. € im Vorjahr 2023. Die geringen Investitionen führten zu niedrigeren Abschreibungen im Anlagevermögen im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Mio. €. Darin enthalten ist eine außerplanmäßige Abschreibung von 0,7 Mio. €. Das Jahresergebnis von -7,3 Mio. € entspricht fast dem prognostizierten Wert und ist durch die Restrukturierung bedingt. Im Vergleich zum Jahr 2023 konnte das Ergebnis um 1,2 Mio. € verbessert werden. 2.2 Vermögenslage scroll
Es wurden hauptsächlich Investitionen im Zusammenhang mit Werkszusammenlegungen der Produktion nach Detmold sowie Ergänzungsinvestitionen zur Optimierung der Produktionsprozesse getätigt. Gemessen am Gesamtvermögen machte das Anlagevermögen langfristig 57,3% aus (im Vorjahr 55,7%). Mit dem Ziel die Kapitalbindung weitestgehend zu optimieren, wurde das Vorratsvermögen im Jahr 2024 um 1,9 Mio. € auf 12,5 Mio. € reduziert. Die Forderungen setzten sich hauptsächlich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2,4 Mio. € (Vorjahr 2,0 Mio. €) zusammen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sanken auf 1,4 Mio. €. Der Bestand an liquiden Mitteln blieb nahezu unverändert bei 0,3 Mio. €. 2.3 Finanzlage scroll
Das Eigenkapital verringerte sich, trotz Zuführung von Einlagen der Gesellschafter mit 2,2 Mio. € aufgrund des Jahresfehlbetrages und beträgt nun -6,3% der Bilanzsumme (Vorjahr 6,2%). Investitionen in das Anlagevermögen wurden durch den Cash-Flow und eine Brückenfinanzierung gedeckt, wobei das Abschreibungsvolumen das Investitionsvolumen um 1,2 Mio. € überstieg. Das Kreditvolumen sank durch die Rückführung von Darlehen im Rahmen eines Immobilienverkaufs eines Schwesterunternehmens. Für Investitionen und Restrukturierungsaufwendungen wurde ein Darlehen in Höhe von 4,2 Mio. €, abgesichert durch einen landesverbürgten Kredit, aufgenommen. Mit unseren Finanzierungspartnern wurde am 15. Mai 2024 eine Vereinbarung für den Restrukturierungszeitraum getroffen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten setzten sich aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (4,2 Mio. €), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (3,2 Mio. €), Rückstellungen (9,9 Mio. €) sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (17,6 Mio. €) zusammen. Unter Berücksichtigung des negativen Eigenkapitals verringerte sich das Gesamtkapital um 3,4 Mio. € auf 39,3 Mio. €. Die vereinfachte Cash-Flow-Ermittlung ergab das folgende Bild: scroll
Der vereinfachte Cash-Flow hat sich von -0,1 Mio. € auf -1,8 Mio. € verringert. Die Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit erfolgte zentral über die Windmöller Holding GmbH. Hierfür wurden weiterhin gruppenbezogene kurzfristige Kreditlinien von insgesamt 17,1 Mio. € von drei Banken bereitgestellt, für deren Erfüllung alle deutschen Konzernunternehmen haften. Die Mittel stehen der Gesamtgruppe über ein automatisiertes Cash-Management-System als liquide Mittel in Form eines Betriebsmittelkredits zur Verfügung. Daneben wird teilweise Factoring genutzt, um einen zeitnahen Zahlungsfluss aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sicherzustellen. Im Leasing befinden sich im Wesentlichen die Digitaldruckanlage und der Fuhrpark. Den Zahlungsverpflichtungen ist das Unternehmen jederzeit fristgerecht nachgekommen. 3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Während der Sanierungsphase findet eine Konzentration auf die finanziellen Leistungsindikatoren statt. Nachstehend werden die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren dargestellt: scroll
* Verhältnis von Personalaufwand zu der Betriebsleistung I 4 Prognosebericht 4.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft steht lt. Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2025 der deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute im Zeichen sich deutlich verändernder geopolitischer und wirtschaftspolitischer Rahmenbedingungen, die deutlich durch den Regierungswechsel in den USA geprägt sind. Durch das Schaffen von Handelshindernissen und Unsicherheiten für die wirtschaftlichen Akteure werden der weltweite Handel und die Produktion verlangsamt. Für das Wachstum des globalen BIPs wird daher ein mit 2,5% geringeres Wachstum als im Vorjahr (2,7%) prognostiziert. Zwischen den Kontinenten fällt das prognostizierte Wachstum sehr unterschiedlich aus: Für Asien wird ein mit einer Wachstumsrate von 3,9% ein steigendes Wachstum (Vorjahr 3,9%) erwartet, wohingegen das Wachstum in den USA mit einer Steigerung von 1,8% rückläufig ist (Vorjahr 2,8%). Für Europa (EU27) wird ein leichtes Wachstum von 1% (2024) auf 1,3% im Jahr 2025 erwartet, wobei das Wachstum innerhalb der Volkswirtschafen Europas sehr unterschiedlich ausfällt. Deutschland bildet mit einem Wachstum von nur 0,1% (Vorjahr -0,2%) gemeinsam mit Österreich das Schlusslicht. Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiter in der Krise. Ursächlich sind hohe wirtschaftspolitische Unsicherheiten auf Grund des Regierungswechsels und konjunkturelle Belastungen durch die protektionistische Handelspolitik der USA (Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2025). Die wirtschaftliche Schwäche in Deutschland ist nicht nur konjunkturell bedingt, sondern auch strukturell begründet. Das Gemeinschaftsgutachten führt als Gründe neben dem Verlust von Marktanteilen ans Ausland, Fachkräftemangel und einen hohen Bürokratieaufwand, der Investitionen behindere, an. Für die Entwicklung des bereinigten Bruttoinlandsprodukts wird erneut kein Wachstum für das Jahr 2025 und 1,0% für das Jahr 2026 erwartet. 4.2. Absatzmarkt Die Krise in der Bauindustrie dauert nun drei Jahre an und die wirtschaftlichen Aussichten in Deutschland sind weiterhin verhalten. Laut der Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2025 des Ifo Instituts ist zwar die stark negative Entwicklung der Vorjahre etwas abgeflacht, jedoch verbleibt die Prognose für Bauinvestitionen auch im vierten Jahr in Folge mit einem Rückgang von -0,3% negativ. Erst ab 2026 wird wieder mit einem Wachstum von 2,5% gerechnet. Die Prognose beim für Windmöller besonders relevanten Wohnbau liegt mit -0,8% für 2025 und 2% für 2026 unter dem Durchschnitt der Prognose für Bauinvestitionen. Die Auftragseingänge und erteilten Baugenehmigungen stiegen zu Jahresbeginn wieder leicht an, jedoch wurde die Nachfrage durch steigende Hypothekenzinsen wieder gebremst. Neben dem DACH-Markt gehören unsere europäischen Nachbarländer zu unseren Fokusländern. Für den osteuropäischen Markt wird die Dauer und die damit einhergehenden Auswirkungen des Ukraine-Kriegs entscheidend sein. Länder wie Polen - mit unserer Tochtergesellschaft - aber auch Tschechien und Slowakei gehörten für uns in der Vergangenheit zu verlässlichen Absatzmärkten. Auf Grund des schwierigen Umfelds in unseren Kernmärkten gehen wir für das Jahr 2025 insgesamt von stabilen Umsätzen auf niedrigem Niveau aus. Die Resonanz auf unsere Neukollektionen wineo 800 und wineo 1500 ist sehr positiv. Weitere Wachstumschancen erwarten wir in Marktpotenzialen im Objektgeschäft aus unserer nachhaltigen Bodenkategorie Purline. Darüber hinaus verstärken wir unsere Vertriebsaktivitäten in Skandinavien, da auch hier große Vertriebspotenziale für ein ökologisches Bodenprodukt vorhanden sind. Positive Erwartungen an den Geschäftsverlauf haben wir trotz der dortigen volatilen Wirtschaftspolitik ebenfalls an den Absatzmarkt USA. Lt. der Quelle statista Market Insights wird für den größten Immobilienmarkt der Welt über die nächsten Jahre bis 2029 ein durchgängiges Wachstum erwartet. Auf Grund unseres Alleinstellungsmerkmals nachhaltiger und ökologischer PU-Bodenbeläge erwarten wir in diesem Vertriebskanal steigende Absätze. Für unsere OEM-Trittschallmatten erwarten wir einen Geschäftsverlauf analog der Entwicklung der konjunkturellen Rahmenbedingungen. In Summe erwarten wir jedoch für das Jahr 2025 kein spürbares Umsatzwachstum, da die oben aufgeführten positiven Entwicklungen den drastischen Nachfragerückgang im D/A/CH-Handelsvertrieb nur teilweise kompensieren werden. Erst ab dem Jahr 2026 ist unsere Erwartung, dass wir auf Grund des Trends zu nachhaltigen Produkten und einer konjunkturellen Verbesserung im Kernmarkt wieder im Umsatz wachsen werden. 4.3. Beschaffungsmarkt Zur Absicherung unseres Produktportfolios steuern wir unser Vorratsvermögen mit entsprechenden Vorläufen. Wir haben unsere Beschaffungsdisposition und das Vorratsmanagement weiter optimiert. Mit der Zielsetzung, die hohe zugesagte Verfügbarkeit unserer A-Verkaufsprodukte zu gewährleisten, wird die Reichweite unserer Vorratsartikel kontinuierlich angepasst, um die voraussichtlichen Bedarfs- und Preisentwicklungen bestmöglich bedienen zu können. Durch einen engen Dialog mit unseren Vorlieferanten können wir auf Lieferschwankungen rechtzeitig reagieren. Für das Jahr 2025 gehen wir von stabilen Kosten für Rohstoffe aus. Dadurch wird die Wareneinsatzquote in Relation zur Betriebsleistung im Jahr 2025 auf Vorjahresniveau verbleiben. Stabilen Preisen in der Rohstoffbeschaffung stehen jedoch inflationäre Tendenzen in der Preisentwicklung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen entgegen. Die Energiekosten sind, auch auf Grund langfristiger vertraglicher Bindungen, weiterhin auf einem belastenden Niveau. 4.4. Personal Durch die konsequente Fortsetzung von Personalkostenoptimierungsmaßnahmen werden wir unsere Personalkapazitäten an die Nachfrage dynamisch anpassen. Die Anzahl der Mitarbeiter sank im Jahr 2024 erheblich und wird im Jahr 2025 weiter deutlich reduziert. Daraus resultierende Verpflichtungen sind im Jahresabschluss bereits berücksichtigt. 4.5. Investitionen Investitionen erfolgen mit dem Fokus Effizienzsteigerung, Sicherheit, Produktionsstabilität sowie Reduktion von Abfall und Ausschuss. Im Rahmen der Restrukturierung und der damit verbundenen Standortkonsolidierung wurden im Jahr 2024 Produktionskapazitäten am Standort Detmold zusammengeführt, die im Jahr 2025 weiter optimiert werden. Darüber hinaus wurde eine Investition in eine automatisierte Wickelanlage für Trittschallprodukte vorgenommen, die in der 2. Jahreshälfte 2025 am Standort Detmold neu in Betrieb genommen wird. 4.6. Finanzen Der europäische Leitzins wurde im Jahr 2024 um 1,35 % gesenkt. Weitere moderate Senkungen sind im Verlauf des Jahres 2025 möglich, sind in der Prognose jedoch nicht berücksichtigt. Um die Zahlungsfähigkeit des Windmöller Konzerns und damit auch der Windmöller GmbH zu gewährleisten, wurde eine Vereinbarung bis zum 31. Dezember 2026 mit den Finanzpartnern getroffen. Sie sichert die Aufrechterhaltung der Kreditlinien und Darlehen im Rahmen des vereinbarten Sanierungsplans. 4.7. Gesamtprognose scroll
1) Verhältnis von Personalaufwand zu der Betriebsleistung I Auf Grund der weiterhin verhaltenen Nachfrage in der Baubranche planen wir für 2025 eine Seitwärtsbewegung des Umsatzes mit einer leichten Steigerung auf 87,1 Mio. €. Eine spürbare Verbesserung des wirtschaftlichen Umfelds wird erst ab dem Jahr 2026 erwartet. Ausfallende Produktionskapazitäten im Rahmen der Verlagerung der Fertigung von Augustdorf nach Detmold haben im vierten Quartal 2024 dazu geführt, dass nicht alle Produkte in der entsprechenden Sollreichweite lagerseits zur Verfügung standen, so dass Lagerbestände 2025 wieder aufgefüllt werden. Zusätzlich ist für das Jahr 2025 die Einführung von zwei Neukollektionen geplant, die temporär die Lagerbestände erhöhen. Im Rahmen unseres Sanierungs- und Restrukturierungskonzepts haben wir die Anzahl der Beschäftigten weiter reduziert und Kostenbudgets der Ergebnissituation angepasst. Für das Jahr 2025 erwarten wir ein leicht negatives Ergebnis vor Steuern, welches jedoch einen hohen nicht operativen Ergebnis-Anteil enthält. 4.8 Sanierungskonzept Operative Sanierung: Spätestens im Verlauf des Jahres 2023 hat sich gezeigt, dass die Krise in der Baubranche länger anhalten wird. Eine wie ursprünglich erwartete kurzfristige Rückkehr auf ein Umsatzniveau von über 140 Mio. €, wie im Jahr 2021, wird mittelfristig nicht mehr als realistisch erachtet. Deshalb wurde durch das Management in Zusammenarbeit mit einer auf Restrukturierung spezialisierten Unternehmensberatung ein umfangreiches Sanierungskonzept für die Jahre 2024 bis 2026 erarbeitet und laufend aktualisiert mit dem Ziel, das Geschäftsmodell an die neuen Gegebenheiten anzupassen und die Ertragsfähigkeit des Unternehmens wiederherzustellen. Dieses Sanierungskonzept, welches sich sukzessive in der Umsetzung befindet, beinhaltet als wesentliche Maßnahmen den Plan der Anpassung der Overheadkosten insbesondere im Bereich Personal und im Jahr 2025 eine Zusammenführung der Produktionsstandorte Augustdorf und Detmold sowie einen weiteren Ausbau der Automatisierung in der Produktion am Standort Detmold. Die Umsetzung des Sanierungskonzepts verläuft bisher plangemäß und die Maßnahmen entfalten erfolgreich die beabsichtigte Wirkung, um spätestens im Jahr 2026 positive Jahresergebnisse zu erreichen. Entschuldungskonzept: Ein wesentlicher Bestandteil der Sanierung ist die Komplettschließung des Standortes in Augustdorf und damit verbunden der Verkauf der Werke 1-5, die im Vermögen von verbundenen Unternehmen stehen und bis zum 30.09.2025 vorgesehen sind. 5 Chancen- und Risikobericht der künftigen Entwicklung 5.1 Absatzmarkt Unsere größten Absatzpotentiale und der Fokus der nächsten Jahre liegen auf der internationalen Etablierung der Polyurethanbeläge als Dämmunterlage und Bodenbelag. Auf Grund der hohen Nachhaltigkeit unserer Produkte und der neu eingeführten Kollektion “wineo 1500” hat Windmöller ein Alleinstellungsmerkmal, welches wir international nutzen möchten, um zusätzliche Umsatzpotenziale zu generieren. Bei den Designbelägen sehen wir mit der überarbeiten Kollektion “wineo 800” gute Möglichkeiten insbesondere im deutschen Objektgeschäft zu wachsen. Die Auswirkungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf die jeweiligen Märkte haben wir in unserer Absatzmarktprognose unter Punkt 4.2 dargestellt. Eine Verschlechterung der Weltkonjunktur sowie eine sprunghafte US-Wirtschaftspolitik und deren Auswirkungen bilden ein Risiko für die Erreichung der Absatz- und Umsatzziele. Erneute Störungen der weltweiten Lieferketten können die Wertschöpfungsketten negativ beeinflussen und starken Einfluss auf international agierende Volkswirtschaften haben und zu längeren Lieferzeiten führen. Weitere Risikofaktoren für die konjunkturelle Entwicklung könnten von einer wieder steigenden und dauerhaft hohen Inflation ausgehen, die das Konsumklima negativ beeinflussen könnten. Ebenso bestehen Risiken, wenn sich bestehende Krisen wie der Krieg in der Ukraine weiter ausweiten. Wir gehen für 2025 auf Grund der anhaltenden Baukrise von einer Seitwärtsbewegung im Umsatz auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres aus. Eine Verbesserung des konjunkturellen Umfelds und dadurch steigende Umsätze erwarten wir frühestens ab 2026. 5.2 Beschaffungsmarkt Die Entwicklung auf den Beschaffungsmärkten beobachten wir kontinuierlich über die Medien, die Fachpresse und durch regelmäßigen Kontakt zu unseren wesentlichen Zulieferern. Dies umfasst sowohl qualitätssichernde Maßnahmen als auch Einschätzungen über die Verfügbarkeit und die Entwicklung des Marktpreisniveaus unserer wichtigsten Beschaffungsartikel. Unsere eigene Planung wird durch gezielte Rahmenvereinbarungen mit wesentlichen Zulieferern abgesichert. Unsere Vorräte und ihre Reichweiten werden durch kontinuierliche Bedarfseinschätzungen, systematisches Vorratsmanagement und die darauf basierende Beschaffungsdisposition gesteuert. Sich ausweitende weltpolitische Krisen und eine protektionistische Politik großer Volkswirtschaften könnten zu Lieferverzögerungen und Kostensteigerungen auf den Rohstoffmärkten führen. Bei abkühlenden konjunkturellen Entwicklungen besteht die Chance, dass die Rohstoffkosten sinken. 5.3 Personal Die Vergütungsentwicklung im Unternehmen wird durch den Anschluss des Standorts Detmold an einen Tarifvertrag maßgeblich durch die entsprechenden Ergebnisse der Tarifvertragsparteien beeinflusst. Hohe Tarifabschlüsse, höhere Vergütungsniveaus in vergleichbaren Unternehmen der Region sowie eingeschränkte Verfügbarkeit von Fachpersonal könnten das Vergütungsniveau bei gefragtem Bestandspersonal bzw. Schlüsselpositionen in Einzelfällen unplanmäßig erhöhen und sich entsprechend auf die Personalkosten insgesamt auswirken. Die aktuelle Personalmarktsituation im Rahmen der Personalbeschaffung entspricht, wie bereits in den Vorjahren, einem Arbeitnehmermarkt. Dies könnte die Beschaffung von Fachkräften zukünftig erschweren und die Personalkosten durch höhere Entgeltforderungen aber auch Recruiting- und Qualifizierungskosten steigen lassen. Die Windmöller GmbH leitet auf Basis der Beobachtung aktueller Personalthemen stetig entsprechende Maßnahmen und Benefits ab, die in den Rahmen der unternehmerischen Gesamtmöglichkeiten passen, um die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Arbeitgebermarkt sicherzustellen. 5.4 Finanzmarkt Im Bereich der Finanzrisiken sind vor allem Liquiditäts-, Fremdwährungs- und Zinsrisiken zu beachten. Das Ziel einer hohen Lieferbereitschaft ab Lager steht im Konflikt mit dem Ziel der Finanzierung von möglichst geringen Lagerbeständen an Vorräten. Die Höhe der zu finanzierenden Vorräte kann hohen Schwankungen unterliegen, verursacht durch lange Wiederbeschaffungszeiten oder unplanmäßigem Abrufverhalten der Kunden beim Materialmix. Der Finanzbedarf für die Vorratsfinanzierung kann entsprechend steigen. Um dem entgegenzuwirken, sind wir bestrebt die Vorratsumschlagshäufigkeit durch regelmäßige Einschätzung der Bedarfsentwicklung zu erhöhen. Da sich die Zinsentwicklung des Euribor unmittelbar auf die Zinsbelastung - aufgrund der Inanspruchnahme der Kontokorrentkreditlinie - auswirkt, könnte sich eine Erhöhung des Basiszinssatzes auf das Finanzergebnis 2025 negativ auswirken. Experten gehen jedoch eher von weiteren Senkungen, wie zuletzt im April 2025 aus. In der Prognose sind daher keine Zinsanpassungen berücksichtigt. Wir setzen das Instrument des „Stillen Inhouse“ Factorings ein, um einen zeitnahen Zahlungsfluss aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sicherzustellen. Zur Absicherung der Warenkredite werden Warenkreditversicherungen oder auch Bürgschaften eingesetzt. Die Steuerung der finanziellen Risiken - unter Verwendung entsprechender finanzwirtschaftlicher Kontrollinstrumente - sehen wir als eine wesentliche Aufgabe, um die Liquidität jederzeit sicher zu stellen. Durch das Cash-Pooling (automatisiertes Cash-Management-System) im Windmöller Konzern wird die Liquidität gesellschaftsübergreifend in der Muttergesellschaft gesteuert. Durch eine Optimierung des working capitals wurde die Chance weitere Liquidität freizusetzen im Jahr 2024 genutzt. Aufgrund der aktuellen Sanierungssituation stehen wir fortlaufend in Kontakt mit unseren Finanzpartnern (Banken, Versicherungen, Leasinggebern, Factoringgesellschaften). Es wurde in einer Sanierungsvereinbarung vom 15.05.2024 mit den Finanzpartnern geregelt, dass die notwendigen Kredite und Kreditlinien bis Ende 2026 im vereinbarten Sanierungspfad sichergestellt werden. 5.5 Schlussbemerkung und Ausblick Die im Jahr 2024 eingeleiteten Restrukturierungs- und Sanierungsmaßnahmen wurden trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds erfolgreich umgesetzt und die Kostensparmaßnahmen entfalten ihre Wirkung auf dem geplanten Niveau. Die operative Restrukturierung ist weit fortgeschritten und wird Mitte des Jahres 2025 weitgehend abgeschlossen sein. Das Jahresergebnis 2024 ist durch hohe nicht operative Kosten geprägt, die zum Großteil im Rahmen der Restrukturierung entstanden sind. Dazu belastet eine Sonderabschreibung auf mangelbehaftete Lagerware das Ergebnis weiter. Durch Vereinbarungen mit den Finanzierungsgesellschaften konnte die Zahlungsfähigkeit durchgängig aufrechterhalten werden. Der Kreditrahmen steht bis 2026 zur Verfügung. Nach Umsetzung der eingeleiteten Optimierungsmaßnahmen und einer erwarteten Verbesserung der Absatzsituation gehen wir im Jahr 2025 von einem fast ausgeglichenen Ergebnis aus. Bis dato bestätigt sich diese Annahme. Im Jahr 2026 soll der nachhaltige turn around erreicht werden. Bestandsgefährdende Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sehen wir aufgrund der ergriffenen und dargestellten Maßnahmen als gering und beherrschbar an.
Augustdorf, den 27.05.2025 Windmöller GmbH BilanzAktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Anhang zum 31. Dezember 2024Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Die Windmöller GmbH mit Sitz in Augustdorf ist im Handelsregister Lemgo unter der Register-Nr.: HRB 6249 eingetragen. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss der Windmöller GmbH wurde auf der Grundlage der deutschen Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und unter Berücksichtigung entsprechender Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gegliedert. Die Gesellschaft ist eine große Gesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss ist unter der Annahme des Going Concern nach § 251 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. Wir haben den Jahresabschluss unter der Going-Concern-Prämisse nach § 252 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Windmöller GmbH ist Teil des Windmöller Holding GmbH-Konzerns. Aufgrund der für den Windmöller Holding Konzern vereinbarten Sanierungsvereinbarungen und ergriffenen Sanierungsmaßnahmen - auch bei der Windmöller GmbH - ist die positive Fortführungsprognose überwiegend wahrscheinlich. Deshalb wurde der vorliegende Jahresabschluss entsprechend § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Die Abschreibungen der Markenwerte erfolgten planmäßig über einen Zeitraum von 15 Jahren, da von einer entsprechend langjährigen Nutzungsdauer der Marken und den damit verbundenen wirtschaftlichen Vorteilen ausgegangen wird. Soweit notwendig, wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Das bewegliche Anlagevermögen wurde nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter wurden je nach Höhe der Anschaffungskosten im Zugangsjahr voll abgeschrieben oder in den Sammelposten eingestellt. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den dauerhaft niedrigeren beizulegenden Wert und das Gebot der Wertaufholung wurden grundsätzlich vorgenommen bzw. beachtet. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Als Anschaffungskosten gelten die durchschnittlichen Einstandspreise. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die angemessenen Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen. Verwaltungskosten wurden anteilig in die Berechnung mit einbezogen. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Soweit erforderlich, werden für veraltete oder schwer verwertbare Vorräte niedrigere beizulegende Werte angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung zu Forderungen Rechnung getragen. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Kurzfristige Forderungen in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalteten die Forderungen gegenüber den verbundenen Gesellschaften der Windmöller Holding GmbH, Augustdorf, zum Abschlussstichtag. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden im Wesentlichen Vorauszahlungen für das Folgejahr ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital wurde in Höhe des Nominalbetrages des Stammkapitals bilanziert. Die Kapitalrücklage resultierte aus diversen Umwandlungsvorgängen der Gesellschaft. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigten alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen gemäß §§ 249, 253 Abs. 1 Satz 2 HGB. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst, wie von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht. Bei der erstmaligen Bildung einer langfristigen Rückstellung wurde nach der Nettomethode verfahren. Die Bewertung erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Latente Steuern nach § 274 HGB wurden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und den steuerlichen Werten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte auf Basis des aktuellen Steuersatzes für Körperschaftsteuer 15%, Solidaritätszuschlag 5,5% und Gewerbesteuer (Hebesatz 417%). Verrechenbare steuerliche Verluste wurden berücksichtigt. Zum Abschlussstichtag kompensierten sich die berechneten passiven latenten Steuern durch die aktiven latenten Steuern. Es wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Sonstige Angaben zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens wird im Anlagenspiegel dargestellt. Anteile an verbundenen Unternehmen im Sinne des § 285 Nr. 11 HGB werden gehalten an: scroll
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind sonstige Forderungen gegenüber der Gesellschafterin der Windmöller Holding GmbH, Augustdorf, mit 1.157.060,22 Euro und Forderungen an ein Tochterunternehmen aufgrund von Gewinnausschüttungen mit 740.000,00 Euro enthalten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 78.759,49 Euro, davon bestehen 43.255,25 Euro gegenüber der Gesellschafterin. In den sonstigen Vermögensgegenständen waren Forderungen für Vorsteuern, die erst im Folgejahr abzugsfähig werden, mit 90.975,16 Euro ausgewiesen. Im Wesentlichen werden sonstige Forderungen gegenüber dem Faktor mit 708.298,47 Euro ausgewiesen. Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände waren innerhalb eines Jahres fällig. Aufgrund der kumulierten Verluste ist das nominale Eigenkapital aufgebraucht. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt 2.489 TEUR. Die Gesellschafter haben im Geschäftsjahr Sacheinlagen mit 705 TEUR bzw. Einzahlungen in die Kapitalrücklage mit 1.500 TEUR geleistet. Die Rückstellungen setzten sich wie folgt zusammen: scroll
Die Gesellschaft hat im Rahmen des Sale-and-Lease-Back eine Maschinenstraße finanziert. Es wurde beschlossen, diese Maschinenstraße still zu legen. Die noch ausstehenden Zahlungsverpflichtungen wurden abgezinst und unter Berücksichtigung eines geschätzten Verkaufserlöses zurückgestellt. Die personalbezogenen Rückstellungen sind von 2.855.134,76 Euro auf 3.262.565,45 Euro gestiegen, in diesen sind 1.818.320,00 Euro an Abfindungen und 920.000,00 Euro an Freistellungen aufgrund des Stellenabbaus enthalten. In den übrigen Rückstellungen sind Rückstellungen für ausstehende Rechnungen i. H. v. 458.206,67 Euro und Rückstellungen für ausstehende Gutschriften an Kunden i. H. v. 221.000,00 Euro enthalten. Hinsichtlich der Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergab sich folgende Gliederung: scroll
Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Verbindlichkeiten wurden Sicherheiten in Form von Sicherungsübereignung von Anlagevermögen, einschließlich dem Anlagevermögen von Schwestergesellschaften sowie Bürgschaften gestellt. Die 4,2 Mio. Euro wurden der Gesellschaft von 4 Banken als Landesbürgschaftskredite gewährt. Als Sicherheit dieses Kredites sind u.a. Sicherheitsübereignungen des Anlagevermögens, des Vorratsvermögens und der Verpfändung sämtlicher Patente zu nennen. Die Rückzahlung der Kredite ist zum 30.09.2025 fällig. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen die sich auf den Erwerb von Vermögensgegenständen beziehen, sind durch allgemein übliche Eigentumsvorbehalte gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultierten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 99.554,27 Euro. Insgesamt entfielen 17.589.251,36 Euro auf Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin. Die passiven latenten Steuern wurden im Vorjahr auf den Unterschiedsbetrag zwischen dem handelsrechtlichen Buchwert der Kesselhausanlage und dem steuerlichen Buchwert unter Berücksichtigung von Verlustvorträgen ermittelt. Der Differenzbetrag Sachanlagevermögen reduzierte sich von 945.712,13 Euro auf 570.598,13 Euro, die Differenz aus der Gewährleistungsrückstellung von 60.000,00 Euro auf 34.000,00 Euro sowie der Unterschiedsbetrag aus den Drohverlustrückstellungen haben sich von 4.441.500,00 Euro auf 3.593.954,26 Euro gemindert. Aufgrund der hohen steuerlichen Verlustvorträge wird zukünftig mit keiner Steuerbelastung gerechnet. Die latenten Steuern entwickelten sich wie folgt: scroll
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber den Minderheitsgesellschaftern in Höhe von 273.993,47 Euro enthalten. Der Gesellschafter hat einen Rangrücktritt über diesen Betrag erklärt. Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse verteilten sich auf folgende Absatzregionen: mit 46,8 Mio. Euro (i. Vj. 57,8 Mio. Euro) auf das Inland, mit 26,1 Mio. Euro (i. Vj. 27,2 Mio. Euro) auf die europäische Union und mit 12,9 Mio. Euro (i. Vj. 11,6 Mio. Euro) auf andere Länder. Periodenfremde Erträge resultierten u.a. aus der Auflösung von Rückstellungen, der Auflösung der Pauschalwertberichtungen sowie sonstige periodenfremde Erträge von insgesamt 557.728,79 Euro. Periodenfremde Aufwendungen wurden mit 8.268,91 Euro verbucht. Es fielen außergewöhnliche Erträge mit der Veränderung der Drohverlustrückstellung von 0,4 Mio. Euro an. Es fielen außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 0,7 Mio. Euro an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfielen auf folgende Aufwandsarten: scroll
In den Frachtkosten waren die Ausgangsfrachten berücksichtigt worden. Die Kosten für die Frachtkosten im Zusammenhang mit dem Einkauf wurden im Materialaufwand erfasst. In den übrigen Aufwendungen waren Kosten für Versicherungen, Marketing, Beratungskosten und sonstige Verwaltungskosten, einschließlich IT-Kosten enthalten. Insgesamt fielen außergewöhnliche Aufwendungen für die Werkskonsolidierung, Sanierungsberatung, Abfindungen und Kosten für Personalfreistellungen mit insgesamt 5,1 Mio. Euro an. Angaben zu bestimmten anderen Sachverhalten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer, ohne Auszubildende, gemäß § 267 Abs. 5 HGB in Verbindung mit § 285 Nr. 7 HGB belief sich auf: scroll
Geschäftsführung Geschäftsführer waren: Matthias Windmöller, Chief Executive Officer/Chief Sales Officer (abberufen am 23.05.2024) Christoph Ester, Chief Financial Officer (abberufen am 23.09.2024) Dr. Karsten Hans-Werner Derks, Chief Restructuring Officer (abberufen am 27.06.2024) Jürgen Abromeit, Chief Executive Officer / CRO (bestellt am 23.05.2024) Vergütung der Geschäftsführung Die Bezüge für die frühere Geschäftsführung betrug 0,6 Mio. Euro. Die Bezüge für die laufende Geschäftsführung sind nach § 286 Abs. 4 HGB nicht offenzulegen. Beirat Mitglieder des Beirates waren Herr Ulrich Windmöller, Schloss Holte-Stukenbrock, Herr Reiner Schulz, Neubeuern, und Herr Reinhard Hölscher, Lügde. Die Bezüge des Beirates betrugen 6.250,00 Euro. Die Beiratsmitglieder wurden am 14.5.2024 abberufen. Neue Mitglieder wurden noch nicht bestellt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen nach § 285 Abs. 3a HGB beliefen sich auf: scroll
Die jährlichen Mietaufwendungen für Gebäude betragen 2.040 TEUR. Weiterhin bestehen Lizenzverträge mit einigen Gesellschaften über die Nutzung derer Patente. Die Lizenzgebühren werden in Abhängigkeit der umgesetzten Produkte, bei denen die Patente eingesetzt werden, vergütet. Bezüglich der Miet- und Leasinggeschäfte liegen die Vorteile für die Gesellschaft insbesondere in der einfacheren Finanzierung der Vermögensgegenstände. Risiken bestehen insbesondere darin, dass Geschäftspartner bei Liquiditätsproblemen der Gesellschaft die Vermögensgegenstände zur Sicherung ihrer Ansprüche einziehen können, so dass die Gesellschaft vorübergehend in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt wäre. Wir regulierten unsere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in der Regel über ein Factoringverfahren. Somit verfügten wir kurzfristig über Liquidität. Über die Kreditversicherung erhalten wir die Sicherheit über die Werthaltigkeit dieser Forderungen. Mit anderen Unternehmen der Windmöller Gruppe bildeten wir einen gruppeninternen Cash-Pool. Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Cash Pool werden aufgrund des Rückhaltes in der Windmöller Gruppe nicht besichert und nicht verzinst. Das ist marktunüblich. Außerbilanzielle Geschäfte Im Oktober 2024 wurde vereinbart, dass der Zinsverzicht der Muttergesellschaft für 2024 auflösend bedingt ist. Falls die im Vertrag definierte Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Windmöller GmbH gegeben sein wird. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind In 2025 wird mit weiteren Verlusten in der Größenordnung von etwa 0,1 Mio. Euro gerechnet, die auch durch Restrukturierungsmaßnahmen verursacht sind. Wesentliche Maßnahmen sind die teilweise Umstellung von Eigenfertigung in Fremdfertigung und Beendigung der Maßnahmen zur Konzentration des Produktionsstandortes in Detmold. Um einer Zahlungsunfähigkeit vorzubeugen, wurden im Windmöller Holding GmbH Konzern Sanierungsvereinbarungen mit Finanzierungsinstituten getroffen, die aktuell bis in das Geschäftsjahr 2026 gültig sind. Die Sanierungsvereinbarung wurde mit Wirkung zum 15.03.2025 modifiziert hinsichtlich der Budgetplanung 2025-2027. Basierend auf diesen Vereinbarungen und den vorgelegten Unternehmensplanungen erscheint das going concern der Gesellschaft als überwiegend wahrscheinlich. Im Mai 2025 wurde der Werksverkauf im Rahmen eines asset deals auf die Gesellschaft übertragen. verlaufen wird. Abschlussprüferhonorar Im Jahresabschluss waren Aufwendungen für Abschlussprüferhonorare für Abschlussprüfungsleistungen 56 TEUR enthalten. Von den vorgenannten Beträgen sind 56 TEUR in den sonstigen Rückstellungen berücksichtigt. Für das kommende Geschäftsjahr wurden insgesamt Rückstellungen von 64 TEUR gebildet. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis mit dem Gewinnvortrag zu verrechnen. Der überschüssige Verlust wird als nicht gedeckter Fehlbetrag im Eigenkapital ausgewiesen. Konzern Die Windmöller Holding GmbH, Augustdorf, erstellt den Konzernabschluss für den größten Teil der Windmöller Gesellschaften. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister in Deutschland veröffentlicht. Haftungsverhältnisse Von der Gesellschaft wurden folgende Haftungsverhältnisse für fremde Verbindlichkeiten (verbundene Unternehmen) im Sinne des § 251 HGB eingegangen: scroll
Bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses sind Sachverhalte bekannt geworden, die für eine Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen sprechen könnten. Wie im Nachtragsbericht dargelegt, wird auf Basis der ergriffenen Sanierungsmaßnahmen (bspw. beabsichtigter Verkauf von bebauten Grundstücken im Konzern) und den vorliegenden Vereinbarungen davon ausgegangen, dass eine Inanspruchnahme nicht erfolgen wird.
Augustdorf, den 30.05.2025 Anlagespiegelscroll
scroll
scroll
sonstige Berichtsbestandteile
Jürgen Abromeit Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 25.06.2025 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die Windmöller GmbH, Augustdorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Windmöller GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Windmöller GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben im Abschnitt "Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses", letzter Abschnitt, sowie "Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind" des Anhangs und Abschnitt 4.8 "Sanierungskonzept" und die Abschnitte 5.4. "Finanzmarkt", letzter Absatz, sowie Abschnitt 5.5 "Schlussbemerkung und Ausblick" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sie grundsätzlich von der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgehen. Bei unerwarteten Ereignissen wie z. B. Einbruch der Umsatzerlöse unter dem Niveau des Financing Cases oder erhöhten Aufwendungen über die Inflationsschätzungen hinaus, besteht grundsätzlich das Risiko eines Liquiditätsengpasses, welches den Bestand des Unternehmens gefährden könnte. Diese Ereignisse und Gegebenheiten deuten nach unserer Auffassung auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellen. Unser Prüfungsurteil ist bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist bei Verstößen höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, den 06.06.2025 Arcotas GmbH Welge, Wirtschaftsprüfer Nisser, Wirtschaftsprüferin |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
6 nahegelegene Organisationen
Beteiligungsgesellschaften
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Großhandel mit Anstrichmitteln
Beteiligungsgesellschaften
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen