CIBA Vision GmbH
Industriering 1, 63868 Großwallstadt, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Schmittner seit 2.5.2024 | Geschäftsführer |
Justyna Justynska-Reimann seit 5.10.2021 | Geschäftsführer |
Michael Geis seit 25.3.2013 | Geschäftsführer |
Carola Dr. Bösinger seit 18.1.2012 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Alcon Pharmaceuticals Ltd. | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
CIBA Vision GmbHGroßwallstadtJahresabschluss mit Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach EntgTranspG als Anlage des Lageberichts zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Inhalt 1. Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Geschäftsmodell 1.2 Forschung und Entwicklung 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.2 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 2.3 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft 2.3.1 Ertragslage 2.3.2 Finanz- und Vermögenslage 2.4 Bericht Gesundheit-Sicherheit-Umwelt 2.5 Personal- und Sozialbereich 3. Chancen- und Risikobericht 3.1 Risikomanagement 3.2 Risikobericht 3.3 Gesamtbild zur Risikolage 3.4 Chancen der künftigen Entwicklung 4. Prognosebericht 1. Grundlagen der Gesellschaft1.1 Geschäftsmodell Die CIBA Vision GmbH mit Sitz in Großwallstadt ist ein Produktions-, Distributions- und Entwicklungsunternehmen für Kontaktlinsen und sie ist Teil des Alcon-Konzerns. Die wichtigsten Grundlagen für den Geschäftsbetrieb der CIBA Vision GmbH sind der Lohnfertigungsvertrag und der Lohndistributionsvertrag von Kontaktlinsen mit der Alcon Pharmaceutical Ltd, Fribourg/Schweiz (APL) aus dem Jahr 1999, sowie der Lohnforschungsvertrag mit der gleichen Gesellschaft der ursprünglich aus dem Jahr 2001 stammt und im letzten Jahr aktualisiert wurde. Die APL ist auch alleinige Gesellschafterin der CIBA Vision GmbH. Auf Basis dieser Verträge werden sämtliche Kosten des normalen Geschäftsbetriebes mit einem Zuschlag an die APL weiterbelastet. Einzige Ausnahme sind die Materialkosten. Diese werden ohne Zuschlag weiterverrechnet. 1.2 Forschung und Entwicklung Der Bereich Forschung & Entwicklung der CIBA Vision GmbH ist ein bedeutendes Entwicklungszentrum im Alcon-Konzern. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt auf der Entwicklung von neuartigen Kontaktlinsen und neuen Herstellungsverfahren. Darüber hinaus bestehen Entwicklungsaktivitäten im Bereich der Herstellung von Augenpflegemitteln und Intraokularen Linsen. Das Entwicklungszentrum verfügt über starke technische Kompetenzen mit einer sowohl quantitativ als auch qualitativ hervorragenden Personalausstattung sowie einem breiten Netzwerk an erfahrenen Entwicklungspartnern und Lieferanten. Die Markteinführung von vielen neuen Produkten wird durch dieses Entwicklungszentrum ermöglicht und es bildet damit die Zentralstelle für den Technologietransfer von Forschung & Entwicklung an die kommerziellen Produktionsstandorte weltweit. Der Fokus der Forschung & Entwicklung lag im Jahr 2023 auf der Entwicklung der für die Produktion in Großwallstadt neuartigen Produktkategorie der Wochenlinsen. Die Herstellung der neuen Wochenlinse basiert auf dem Herstellungsprozess "DSM Flex". Weiterhin hat sich die Forschung & Entwicklung auf die Komplettierung der Total30 Produktfamilie konzentriert. Zusätzlich zur sphärischen und torischen Total30 Monatslinse wurde im Jahr 2023 die Entwicklung der multifokalen Variante abgeschlossen. Im Segment der Tageslinsen wurden dieses Jahr die Herstellungsprozesse in Bezug auf die Produktausbringung optimiert. Parallel zur Erweiterung der Produktpalette im Bereich der Tages-, Wochen, und Monatslinsen werden weitere Projekte in unterschiedlichen Entwicklungsphasen durch die Forschung & Entwicklung in Großwallstadt bearbeitet. Der stetige Strom an Innovationen aus unserem Forschungs- und Entwicklungszentrum wird auch in den kommenden Jahren stark zum weltweiten Wachstum von Alcon beitragen. Die Aufwendungen für Forschung & Entwicklung lagen 2023 bei EUR 21,1 Mio. (Vorjahr EUR 19,6 Mio.), dazu kamen noch ca. EUR 1,9 Mio. Investitionen in Laboratorien und Entwicklungsanlagen gegenüber EUR 2,4 Mio. im Vorjahr. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft tritt seit Jahresbeginn auf der Stelle. Zwar haben im Verlauf des Jahres die Inflationsrate nachgelassen und sich der Anstieg der Lohneinkommen im Vergleich zum Vorjahr beschleunigt. Allerdings blieb die Erholung beim privaten Konsum bislang aus, auch weil ein Teil des Kaufkraftplus gespart wurde. Vom globalen Warenhandel und der globalen Industrieproduktion kamen auch keine Impulse. Notenbanken dämpften vielerorts die Konjunktur zur Bekämpfung der Inflation, und im Zuge der Erholung von der Coronakrise waren weltweit vor allem Dienstleistungen im Aufwind. Daher setzten die deutschen Exporte laut ifo ihre Talfahrt bis zuletzt fort. Insgesamt kühlte sich damit die Konjunktur seit Jahresbeginn 2023 spürbar ab und die Erholung, die ursprünglich für die zweite Jahreshälfte erwartet wurde, blieb aus. Unternehmen klagen zunehmend über eine zu geringe Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen. Für das Bruttoinlandsprodukt erwartet das ifo-Institut in seiner aktuellen Winterprognose einen Rückgang für 2023 um 0,3 Prozent. Die Inflationsrate betrug nach den historischen Höchstständen vom Vorjahr lt. ifo im Jahresdurchschnitt des aktuellen Jahres immer noch 5,9%, vor allem getrieben durch die gestiegenen Energiepreise. Die Arbeitslosenquote steigt im Vergleich zum Vorjahr leicht auf durchschnittlich 5,7 Prozent. Obwohl Alcon auch mit den Herausforderungen von Energiekrise, Inflation und fragilen globalen Lieferketten zu kämpfen hat, ergeben sich dennoch neue Chancen. Die steigende Lebenserwartung verändert die Gesundheitsversorgung. Aufgrund veränderter Lebens- und Arbeitsgewohnheiten wird der Anteil der Menschen mit Sehbeeinträchtigungen weiterhin wachsen, da zum einen Sehschwächen mit dem Alter zunehmen, und zum anderen auch weniger Bewegung im Freien und mehr Zeit an Bildschirmen die Kurzsichtigkeit fördert. Diese Faktoren tragen unserer Ansicht nach weiter zu einer steigenden Nachfrage nach Sehhilfen bei. Entwicklung des globalen Kontaktlinsenmarktes Als Lohnhersteller für die Alcon Pharmaceuticals Ltd. produziert die CIBA Vision GmbH für den globalen Kontaktlinsenmarkt, welcher sich in verschiedene Produktkategorien differenzieren lässt. Zum einen existieren auf dem globalen Markt Tages- und Monatslinsen. Zum anderen gibt es je nach Art der Fehlsichtigkeit verschiedene Arten von Linsen. Spherische Linsen für normale Fehlsichtigkeit, multifokale Linsen korrigieren z. B. die Altersfehlsichtigkeit, während torische Linsen bei einer Hornhautverkrümmung benötigt werden. Darüber hinaus gibt es noch kosmetische Linsen, die vor allem auf dem asiatischen Markt eine hohe Nachfrage hervorrufen, aber insgesamt eher ein Nischenprodukt sind. Soweit es die Tragemodalitäten betrifft, teilen sich die Monats- mit Tageslinsen den globalen Kontaktlinsenmarkt. Der Marktanteil kosmetischer Kontaktlinsen ist relativ gering, in Asien aber ein nicht zu vernachlässigender Faktor. Der weltweite Markt für Kontaktlinsen (inklusive Pflegemittel) ist im abgelaufenen Jahr im mittleren einstelligen Prozentbereich gewachsen und verfügt über ein Volumen von rund zehn Milliarden Dollar *. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal für den Kontaktlinsenmarkt ist das zu Grunde liegende Kontaktlinsenmaterial. Hier geht der Trend immer mehr zu Silikonhydrogellinsen (SiHy), die sich durch eine hohe Sauerstoffdurchlässigkeit auszeichnen, gegenüber den bisher weit verbreiteten Linsen aus dem sogenannten PVA-Material (Polyvinylalkohol). Die Hauptkonkurrenten im globalen Kontaktlinsenmarkt sind Johnson & Johnson, Bausch & Lomb und CooperVision. Alcon ist mit einem Marktanteil von rund 25% weiterhin hinter Johnson & Johnson die Nummer zwei *. 2.2 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind die betrieblichen Kosten der jeweiligen Bereiche. Durch das aktuelle Geschäftsmodell der CIBA Vision GmbH (siehe auch 1.1) werden sämtliche Kosten mit einem Gewinnzuschlag, der von Bereich zu Bereich variiert, an den Prinzipal, also die Alcon Pharmaceutical Inc. in der Schweiz, verrechnet. Die Kosten der Bereiche, die als finanzielle Leistungsindikatoren für die Steuerung der Gesellschaft dienen, sind die Kosten nach IFRS. Um die wirklichen Steuerungsgrößen abzubilden, werden hier dementsprechend auch die Kosten nach IFRS und nicht nach HGB gezeigt. * Gemäß internen Berechnungen Die Kosten der einzelnen Bereiche haben sich wie folgt entwickelt:
Weitere Details zur Entwicklung der einzelnen Kosten siehe Punkt 2.3.1 Ertragslage. Als weiterer finanzieller Leistungsindikator werden die Produktionsvolumina betrachtet. Hier gab es im Geschäftsjahr 2023 wieder einen leichten Anstieg von 7% bei den Gesamtvolumina. Allerdings waren die Entwicklungen der einzelnen Bereiche etwas unterschiedlich. Der geplante Rückgang im LS1-Bereich hat sich fortgesetzt. Hier lag die Produktionsmenge um 23% unter dem Vorjahr. Im LS3-Bereich wurden die DT1 Produktionsvolumen um 6% gesteigert, vor allem getrieben durch DT1 Multifokal. Auch die DSM-Flex Volumen haben sich mit einer Steigerung von 18% weiterhin sehr freundlich entwickelt.
2.3 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Der Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft werden nachfolgend erläutert. Das abgelaufene Jahr stand auch für die CIBA Vision GmbH unter dem Einfluss des weiter andauernden Krieges in der Ukraine und der daraus resultierenden Folgen, zum Beispiel in Bezug auf stark gestiegene Energiekosten und die allgemeine Inflation, während Corona keine nennenswerte Rolle mehr spielte. Durch die hohe Inflation musste das Unternehmen auf der Beschaffungsseite allerdings einige, teils deutliche, Preiserhöhungen verkraften, die Versorgungssicherheit war aber zu jedem Zeitpunkt gewährleistet. Insgesamt konnte die Gesellschaft aber diese Situation im vergangenen Jahr ohne größere Schwierigkeiten bewältigen, da unter anderem auch die Preisentwicklung auf dem Energiesektor sich etwas positiver darstellte, als eigentlich erwartet. Das Projekt zur Erweiterung der Produktionskapazitäten des Standortes durch drei weitere DSM Flex Anlagen verlief größtenteils planmäßig und die Inbetriebnahme ist für das 1. Halbjahr 2024 vorgesehen. Im Bereich der Produktion konnte vor allem durch die neuen Anlagen das Produktionsvolumen wieder um 7% gesteigert werden (siehe auch Punkt 2.2). Dieser Anstieg lag sogar um 5% über den budgetierten Volumen für 2023. Die Produktionskosten sind sogar um 2% gesunken, sowohl gegenüber Vorjahr als auch gegenüber Budget. Im Zusammenhang mit dem geänderten Produktmix, hin zu hochwertigeren und damit teureren Linsen, führte dies zu der erfreulichen Entwicklung, dass die Herstellkosten pro Linse für nahezu alle Linsentypen besser als Vorjahr und Budget waren. Insgesamt hat sich der Produktionsbereich im abgelaufenen Jahr sowohl bei den produzierten Mengen als auch bei den Herstellkosten besser entwickelt als erwartet. In der Eurologistik kam im laufenden Jahr eine Änderung des globalen Distributionsmodells schon teilweise zum Tragen. Dadurch wurden viele Nachfüllaufträge von anderen Distributionscentern des Konzerns, direkt von der Produktion verschickt und erfolgten daher nicht mehr in der Verantwortung der Eurologistik. Auf vergleichbarer Basis kam es trotzdem im Vergleich zum Vorjahr zu einem Rückgang des Eurologistikvolumens von rund 12% oder sogar minus 16% im Vergleich zum Budget. Allerdings ist der Rückgang nahezu vollständig auf das sogenannte Intercompany-Volumen zurückzuführen. Die verschickten Volumina an externe Dritte bewegen sich dagegen auf Vorjahresniveau und nur leicht unter Budget. Auf der Kostenseite konnte das Budget relativ genau eingehalten werden. Der Bereich der Forschung & Entwicklung hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr entsprechend den Erwartungen entwickelt. 2.3.1 Ertragslage Wesentliche Informationen zur Ertragslage sind wie folgt:
Umsatzentwicklung Die Umsatzerlöse der Gesellschaft bestehen hauptsächlich aus den weiterbelasteten operativen Kosten der verschiedenen Bereiche. (Siehe hierzu auch die Erläuterungen zum Geschäftsmodell unter Punkt 1.1.) Deshalb werden im Folgenden zuerst die Gesamtkosten der einzelnen Bereiche beleuchtet und dann die Entwicklung der verschiedenen Kostenzeilen etwas genauer beschrieben. Produktion Die Auslastung der Produktionskapazitäten war im abgelaufenen Geschäftsjahr je nach Produktionsbereich etwas unterschiedlich. Die LS3-Produktion und die DSM-Flex-Produktion waren im Prinzip voll ausgelastet und die neuen Anlagen erzielten vor allem im DSM-Bereichen hervorragende Produktionsvolumen, die nicht nur 18% über dem Vorjahr, sondern auch deutlich über Budget lagen. Dagegen waren die Volumina im LS1-Bereich wie geplant mit 23% unter Vorjahr. Insgesamt ist die Anzahl der produzierten Kontaktlinsen gegenüber dem Vorjahr um 7% gestiegen und lag damit auch etwas über dem Budget. Die zu Grunde liegenden Produktionskosten sind dagegen, trotz der Mengensteigerung, von EUR 332,8 Mio. auf EUR 331,4 Mio. sogar leicht gesunken. Die geplanten Herstellkosten pro Linse konnten deshalb für alle neuen Produkte mehr als erreicht werden. Eurologistik Die Eurologistik ist das zentrale europäische Distributionszentrum für Kontaktlinsen. Das Volumen, das über die Eurologistik ausgeliefert wurde, ist wie in Punkt 2.3 bereits ausgeführt gegenüber dem Vorjahr um etwa 12% gesunken. Die Logistikkosten sind dagegen im Jahr 2023 trotz des gesunkenen Volumens mehr oder weniger unverändert geblieben und waren damit auch ziemlich genau auf Budget. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass der hohe Automatisierungsgrad in der Eurologistik dazu führt, dass immer mehr Kosten einen fixkostenähnlichen Charakter erhalten und sinkende Volumina dadurch kurzfristig kaum Einfluss auf die Kosten haben. Forschung & Entwicklung Im Berichtsjahr lagen die Kosten des F&E-Bereiches bei EUR 21,1 Mio. und damit etwas über den Kosten des Vorjahres von EUR 19,6 Mio.. Weitere Details zu den F&E-Projekten des Jahres siehe Punkt 1.2. Vergleich zur Prognose des Vorjahres Das vergangene Jahr war sicherlich geprägt durch die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und die daraus resultierende Energiekrise und hohe Inflationsraten, aber auch durch weitere geo-politische Spannungen und damit verbundene Implikationen. Aber trotz dieser durchweg negativen Effekte konnten wir die Prognosen des Vorjahres durchweg erreichen und teilweise sogar etwas übertreffen. Die Fortsetzung des Standortausbaus erfolgte planmäßig und die neuen Produktionsanlagen werden voraussichtlich im Jahr 2024 in Betrieb genommen werden. Die Produktionsvolumen lagen im Geschäftsjahr um knapp 5% über Plan, vor allem getrieben durch die Performance der DSM-Anlagen, während die Produktionskosten nur leicht um 3% über Budget lagen. Auch im Bereich Forschung & Entwicklung konnten die geplanten Meilensteine erreicht und die budgetierten Kosten eingehalten werden. In der Eurologistik lagen die Volumina leicht unter den Erwartungen, während die Kosten sich aber entsprechend der Prognose entwickelt haben. Die Kapazität des im Vorjahr in Betrieb genommenen Behälterlagers konnte wie geplant im Laufe des Jahres stetig gesteigert werden. Entwicklung der weiteren GuV-Positionen Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von EUR 7,1 Mio. (Vorjahr: EUR 4,0 Mio.) stellen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen dar. Bei den aktivierten Eigenleistungen handelt es sich um Personalkosten für eigene Mitarbeiter, die im Rahmen von Entwicklungsprojekten aktiviert wurden. Die Bestandsveränderungen von fertigen und unfertigen Erzeugnissen zeigen eine Bestandsreduktion von EUR 2,5 Mio. nach einer Reduktion von EUR 1,0 Mio. im Vorjahr. Der Materialaufwand ist im Geschäftsjahr von EUR 121,1 Mio. auf EUR 142,6 Mio. sehr deutlich angestiegen. Dieser Anstieg ist zum einen durch stark gestiegene Energiekosten (+ EUR 6,5 Mio.) und zum anderen auf höhere Verbräuche an Ersatzteilen und Molds sowie das generelle Volumenwachstum von 7% in der Produktion zurückzuführen. Der Personalaufwand ist leicht von EUR 155,8 Mio. auf EUR 154,2 Mio. zurückgegangen. Während die Aufwendungen für Löhne und Gehälter um EUR 0,5 Mio. leicht gestiegen sind, sind die Kosten der sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung von EUR 29,9 Mio. auf EUR 27,8 Mio. zurückgegangen. Der Rückgang dieser Position ist vor allem auf die in diesem Jahr zinsbedingt deutlich niedrigere Zuführung zur Pensionsrückstellung zurückzuführen. Sie betrug EUR 2,9 Mio. nach EUR 7,0 Mio. im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen EUR 65,1 Mio. (Vorjahr EUR 70,7 Mio.) und sind im Vergleich zum Vorjahr um 7,9% gesunken. Das betriebliche Ergebnis in Höhe von EUR 40,3 Mio. ist gegenüber dem Vorjahr (EUR 40,5 Mio.) nahezu unverändert. Im Bereich der Zinsen und ähnliche Aufwendungen haben sich wegen steigender Zinsen im Wesentlichen die Zinsaufwendungen auf konzerninterne Verbindlichkeiten von EUR 9,8 Mio. auf EUR 16,1 Mio. erhöht. Basierend auf einer zu erwartenden Steuerbelastung von circa 27% betragen die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag EUR 7,4 Mio. (Vorjahr EUR 9,1 Mio.). 2.3.2 Finanz- und Vermögenslage Zur Darstellung der Vermögenslage haben wir entsprechend die Bilanzposten zusammengefasst und nachfolgend analysiert:
Die Bilanzsumme der CIBA Vision GmbH ist zum 31.12.2023 um EUR 8,7 Mio. auf EUR 810,7 Mio. leicht gesunken. Im Folgenden wird die Entwicklung der wichtigsten Bilanzpositionen näher erläutert. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind von TEUR 957,1 auf TEUR 2.879,6 gestiegen, vor allem durch die Aktivierung einer neuen Software im Personalbereich. Der Buchwert für Grundstücke und Bauten ist im Geschäftsjahr 2023 von EUR 193,9 Mio. auf EUR 227,0 Mio. angestiegen. Hierin enthalten sind Zugänge in Höhe von EUR 11,9 Mio. und EUR 34,7 Mio. Umbuchungen aus den Anlagen im Bau, welche vor allem auf EUR 38,5 Mio. für die Gebäudeerweiterungen und Infrastruktureinrichtungen im Zusammenhang mit dem Standortausbau und weiteren DSM-Produktionsanlagen sowie EUR 4,8 Mio. für ein neues Grundstück mit Gebäude zurückzuführen sind. Dem gegenüber stehen Abschreibungen in Höhe von EUR 13,5 Mio. Der Buchwert für die Technischen Anlagen und Maschinen ist im abgelaufenen Geschäftsjahr von EUR 340,7 Mio. auf EUR 364,1 Mio. gestiegen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass, bedingt durch die Einführung eines neuen SAP-Systems, eine Verschiebung von verschiedenen Anlageklassen aus den anderen Anlagen hin zu den Technischen Anlagen und Maschinen stattgefunden hat. Diese Umgruppierung führte per 01.01.2023 zu einer Buchwerterhöhung bei den technischen Anlagen in Höhe von EUR 39,6 Mio. bei entsprechender Reduzierung der anderen Anlagen. Den Abschreibungen des Geschäftsjahres von EUR 42,9 Mio. stehen Zugänge und Aktivierungen aus den Umbuchungen von Anlagen im Bau in Höhe von EUR 26,7 Mio. entgegen. Hier sind vor allem technische Anlagen für die DSM-Erweiterung in Höhe von EUR 16,9 Mio., der zweite Teil des im Vorjahr in Betrieb genommenen Behälterlagers (EUR 5,3 Mio.) sowie ein Retrofit einer LS3-Anlage (EUR 3,7 Mio.) zu nennen. Der Buchwert der anderen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung ist im Vergleich zum Vorjahr von EUR 47,9 Mio. auf jetzt EUR 6,9 Mio. gesunken, vor allem durch die erwähnte Verschiebung zu den technischen Anlagen. Den Abschreibungen des Jahres von EUR 3,0 Mio. stehen hier eine Vielzahl von kleineren Aktivierungen von insgesamt EUR 1,6 Mio. gegenüber. Die Anlagen im Bau sind im Jahr 2023 von EUR 120,8 Mio. auf EUR 101,4 Mio. gesunken. So wurden im Laufe des Jahres EUR 54,4 Mio. Umbuchungen von Anlagen im Bau vorgenommen, demgegenüber stehen weitere Investitionen des Geschäftsjahres von EUR 35,0 Mio. Details siehe weiter unten im Punkt "Investitionen". Die Vorräte sind von EUR 70,9 Mio. auf EUR 66,6 Mio. leicht gesunken, was sich durch normale Schwankungen begründen lässt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 38,7 Mio. (Vorjahr EUR 42,5 Mio.) bestehen zum ganz überwiegenden Teil mit EUR 37,5 Mio. (Vorjahr EUR 41,0 Mio.) gegenüber der Gesellschafterin Alcon Pharmaceutical Ltd., Fribourg/Schweiz (APL), im Wesentlichen bedingt durch die Weiterverrechnung von Kosten. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich im Geschäftsjahr von EUR 0,7 Mio. auf EUR 2,0 Mio. erhöht, bleiben aber weiterhin von nur untergeordneter Bedeutung. Es ist aktuell nicht geplant für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende an die Anteilseigner auszuschütten. Das ausgewiesene Eigenkapital hat sich dementsprechend von EUR 98,7 Mio. auf EUR 115,0 Mio. erhöht. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen stiegen auf Basis der vorliegenden Pensionsgutachten von EUR 43,2 Mio. auf EUR 45,5 Mio. an. Sonstige Rückstellungen betragen EUR 62,3 Mio. und sind damit im Vergleich zum Vorjahr um EUR 3,4 Mio. gestiegen. Die Erhöhung ist nahezu vollständig auf den Anstieg der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von EUR 29,3 Mio. auf EUR 32,2 Mio. zurückzuführen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind von EUR 22,2 Mio. auf EUR 18,9 Mio. etwas zurückgegangen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen EUR 566,1 Mio. (Vorjahr EUR 590,6 Mio.). Zum größten Teil handelt sich dabei mit EUR 553,0 Mio. (Vorjahr EUR 543,0 Mio.) um Darlehen mit einer Laufzeit von ursprünglich 5 Jahren. Die Restlaufzeiten dieser Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen mehr als ein Jahr. Von diesen Darlehen bestehen noch EUR 48,0 Mio. gegenüber der Gesellschafterin APL (Vorjahr EUR 38,0 Mio.) und insgesamt EUR 505,0 Mio. (Vorjahr EUR 505,0 Mio.) gegenüber weiteren verbundenen Unternehmen. Darüber hinaus sind in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen noch Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin, vor allem aus dem Cash-Pool, in Höhe von EUR 7,1 Mio. (Vorjahr EUR 41,4 Mio.) enthalten sowie Verbindlichkeiten gegen weitere Konzernunternehmen in Höhe von EUR 6,0 Mio. (Vorjahr EUR 6,1 Mio.). Investitionen Das Jahr 2023 war, wie auch das Vorjahr, für die CIBA Vision GmbH von weiterhin hohen Investitionen geprägt. Der gesamte Zugang im Anlagevermögen betrug EUR 58,0 Mio. (Vorjahr EUR 82,9 Mio.). Schwerpunkt war hierbei die Kapazitätserweiterung um drei weitere DSM Flex Anlagen. Für die Erweiterung der DSM Flex Produktionskapazität um drei weitere Anlagen wurden im Geschäftsjahr EUR 25,1 Mio. (Vorjahr EUR 56,0 Mio.) investiert in Gebäudeerweiterung/-umbauten, Infrastruktur und für Produktionsanlagen. Hierdurch bestehen Investitionsverpflichtungen bis 2024 in Höhe von EUR 2,1 Mio. Weiterhin wurden im Geschäftsjahr 2023 EUR 6,9 Mio. in den Bau einer Recyclinganlage für Lösemittel und EUR 4,8 Mio. in den Kauf eines Grundstücks mit Gebäude investiert. Darüber hinaus wurden viele weitere kleinere Investitionen getätigt, vor allem im Produktionsumfeld. Finanzlage Durch die weiterhin andauernden Investitionen in den Ausbau des Standortes hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 noch einen leicht erhöhten Finanzbedarf. Die Finanzierung dieser Liquiditätsanforderungen erfolgte ausnahmslos konzernintern. Zum einen durch verschiedene Darlehen von verbundenen Unternehmen aus dem Inland mit insgesamt EUR 155 Mio. Zum anderen wurde bereits im Jahr 2022 ein Darlehen über EUR 350 Mio. von einer weiteren Konzerngesellschaft aufgenommen und damit ein Darlehen der Muttergesellschaft über den gleichen Betrag getilgt. Somit bleibt gegenüber der Muttergesellschaft noch ein Darlehen über EUR 48 Mio. bestehen. Alle Darlehen verfügen über eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Damit ist eine zukünftige langfristige Finanzierung sichergestellt. Die Deckung des kurzfristigen Finanzbedarfs ist durch die Teilnahme am konzerninternen Cash-Pool jederzeit gewährleistet. Die Liquiditätsversorgung war damit im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit sichergestellt und aus heutiger Sicht ist auch die weitere Finanzierung gewährleistet. Die Höhe der zugesagten, aber nicht ausgenutzten Kreditlinien beläuft sich auf EUR 69,0 Mio. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt EUR 93,4 Mio. (Vorjahr EUR 91,3 Mio.). Er besteht hauptsächlich aus dem Ergebnis vor Steuern von EUR 23,8 Mio. und den Abschreibungen in Höhe von EUR 59,9 Mio. Gesamtaussage der Geschäftsführung zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft Der Geschäftsverlauf 2023 wird von der Geschäftsführung als durchaus positiv beurteilt. Obwohl die Folgewirkungen des Krieges in der Ukraine, wie zum Beispiel die daraus resultierende Inflation, die Firma nicht komplett verschonten, konnte die Standorterweiterung planmäßig fortgeführt werden und es konnten auch nahezu alle finanziellen Leistungsindikatoren erreicht oder sogar übertroffen werden. Auch war die Versorgungssicherheit des Standortes jederzeit gewährleistet, so dass es auch keinerlei versorgungsbedingte Produktionsausfälle gab. 2.4 Bericht Gesundheit-Sicherheit-Umwelt In den Bereichen Gesundheit-Sicherheit-Umwelt (GSU) gab es im Berichtsjahr keinerlei nennenswerte Vorkommnisse. Weitere Details werden auch im jährlichen Umweltschutzbericht und im Gewässerschutzbericht veröffentlicht. Im Bereich der Arbeitssicherheit konnten durch regelmäßige Schulungen, Werksbegehungen und Investitionen in die Arbeitssicherheit auch im Jahr 2023 ernsthafte Zwischenfälle vermieden werden. Die CV GmbH ist darüber hinaus zertifiziert nach ISO 50001, ISO 14001 und auch ausgezeichnet als Ökoprofit Unternehmen. 2.5 Personal- und Sozialbereich Der Personalstand (Headcount) zum 31. Dezember 2023 betrug 1970 Mitarbeiter (Vorjahr 1997 Mitarbeiter). Die Anzahl der gewichteten Mitarbeiter (FTE) ist von 1699 FTE im Vorjahr auf 1652 FTE gesunken. Die FTE verteilen sich auf die Bereiche Produktion inklusive Administration mit 1302 FTE (Vorjahr 1337 FTE), Logistik mit 222 FTE (Vorjahr 234 FTE) und F&E mit 128 FTE (Vorjahr 128 FTE). Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit ist im Kalenderjahr von 10,2 Jahren auf aktuell 10,8 Jahre leicht gewachsen, während das Durchschnittsalter der Belegschaft von 40,2 Jahren auf 41,2 Jahre gestiegen ist. Die durchschnittliche Fluktuationsrate ist von 2,3% im Jahr 2022 auf 2,5% im Jahr 2023 zwar ganz leicht gestiegen, bewegt sich damit aber weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Die Produktion arbeitet im Voll-Konti-Betrieb, die Logistik in Wechselschicht. Für alle Mitarbeiter besteht zusätzlich zu dem Bonussystem die Möglichkeit zur Teilnahme an der betrieblichen Altersversorgung sowie zur Teilnahme an allen erforderlichen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Auch ein Prozess zur Umsetzung der Anforderungen des Entgelttransparenzgesetzes ist implementiert. Die Frauenquote in der Geschäftsführung ist konstant bei 50% geblieben. Für die darunterliegenden nächsten beiden Führungsebenen ist das Ziel jeweils 30%. Im aktuellen Jahr wurde in der Ebene der Mitarbeiter, die direkt an die Geschäftsführung berichten, eine Quote von 18% erreicht (2022: 21%). Damit wurde für diese Ebene das Ziel verfehlt, aber dafür wurde in der nächsten Stufe das Ziel mit 45% (2022: 42%) weiterhin deutlich übererfüllt. 3. Chancen- und Risikobericht3.1 Risikomanagement Das Risikomanagement der Gesellschaft ist auf die frühzeitige Erkennung und Kommunikation von wesentlichen Risiken ausgerichtet, um der Unternehmensführung eine rechtzeitige Steuerung mit entsprechenden Gegenmaßnahmen auf bestandgefährdende Risiken zu ermöglichen. Wesentliche Maßnahmen zur Früherkennung und Gegensteuerung von Risiken sind:
3.2 Risikobericht Das Risikoumfeld stellt sich im Vergleich zum Vorjahr etwas verändert dar. Auf der einen Seite sind die durch die Corona-Pandemie hervorgerufenen Unsicherheiten größtenteils weggefallen, auf der anderen Seite sind die geo-politischen Risiken weiter gestiegen. Hierzu zählen, neben dem fortdauernden Ukraine-Konflikt und dem neu hinzugekommenen Konflikt im Gaza-Streifen, auch die Spannungen um den Status Taiwan und verschiedene andere globale Krisenherde. Entwicklungsrisiken Die Entwicklung und Produktion neuer Produkte ist für die CIBA Vision GmbH ein essentieller Teil der Geschäftstätigkeit. Angesichts der Komplexität unserer Produktionstechnologien, besteht in allen Phasen der Entwicklung das Risiko des möglichen Scheiterns. Es könnten sich Schwierigkeiten im Produktionsverfahren abzeichnen. Durch den Aufbau und Test einzelner Module anhand einer Pilotlinie kann das Risiko minimiert werden, so dass wir insgesamt die Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken im Zusammenhang mit der Entwicklung neuer Produktionsanlagen weiterhin als sehr gering bewerten. Produkt-/Qualitätsrisiko Ein grundsätzliches Risiko besteht in der Qualitätsproblematik im Produktbereich. Ein Rückruf von Kontaktlinsen aufgrund von Qualitätsproblemen könnte ernsthafte Auswirkungen auf die Marktpenetration und deutliche globale Umsatzeinbußen zur Folge haben, zu Imageverlusten führen und im schlimmsten Fall Personenschäden verursachen. Aufgrund unserer sehr hohen Qualitätsstandards und durch den Einsatz von Präventiv-Maßnahmen, wird das Risiko aus Sicht der Geschäftsführung als sehr gering eingestuft. Beschaffungsrisiken Neben der Qualitätsproblematik besteht im Produktbereich grundsätzlich auch das Risiko der Lieferunfähigkeit. Ein Ausfall von Produktionsanlagen aufgrund fehlender Rohstoffe, Energie oder Ersatzteile bzw. aufgrund des Ausfalls der Infrastruktur könnte ernsthafte globale Umsatzeinbußen zur Folge haben und zu Imageverlusten führen. Die globale Ausbreitung des Covid-19 Virus und die damit verbundenen Einschränkungen, hatten das Risiko von Problemen bei der Beschaffung in der Vergangenheit deutlich erhöht. Auch wenn die Pandemie aktuell beendet ist, kommt hier der im Februar 2022 ausgebrochene und immer noch andauernde bewaffnete Konflikt zwischen Russland und der Ukraine zum Tragen. Dieser Krieg und die deshalb verhängten Sanktionen und weitere geo-politische Krisenherde, wie der Nahe Osten oder auch der Status von Taiwan, machen die globalen Lieferketten noch einmal deutlich unsicherer. Trotz der insgesamt volatiler werdenden globalen Lieferketten gab es im abgelaufenen Geschäftsjahr keine größeren Probleme bei der Beschaffung von produktionsnotwendigen Materialien, die sich direkt auf die Produktion ausgewirkt hätten. Es kam auch zu nicht zu den zwischenzeitlich befürchteten Engpässen bei Energielieferungen. Insgesamt haben sich unsere Lieferketten als robust erwiesen. Allerdings ist es weiterhin erforderlich den Markt sehr genau zu beobachten und die enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Schlüssellieferanten fortzusetzen, um mögliche Lieferprobleme rechtzeitig zu erkennen. Dies gilt für verschiedene Materialien in der Produktion, wie zum Beispiel Lösemittel, für die eine regelmäßige Belieferung unabdingbar ist, ebenso wie für die Energieversorgung. Aber auch verschiedene Chemikalien oder elektronische Bauteile sind von teils massiven Lieferengpässen durch Probleme in den globalen Lieferketten betroffen. Bei einem teilweisen Ausfall unserer Lieferketten wäre potenziell ein Abschalten zumindest von Teilen unserer Produktion zwingend erforderlich. Auf Grund der sehr guten Erfahrungen der letzten Jahre mit einer sehr robusten Lieferkette, stuft die Geschäftsführung die Eintrittswahrscheinlichkeit von Risiken aufgrund Lieferunfähigkeit trotz des andauernden Ukraine-Konflikts und weiterer globaler Krisenherde, als gering ein. Risiken im Bereich Legal Die Alcon Pharmaceuticals Ltd. (APL), Fribourg / Schweiz, ist Auftraggeber der CIBA Vision GmbH, Großwallstadt. Die Verträge im Bereich Forschung und Entwicklung (Lohnforschungsvertrag), in den Bereichen Produktion (Lohnherstellungsvertrag), sowie im Bereich Logistik (Lohndistributionsvertrag) können mit einer Frist von sechs Monaten gekündigt werden. Die Kündigung eines oder mehrerer Verträge könnte Restrukturierungen im Konzern nach sich ziehen, was unter Umständen die Schließung der betroffenen Bereiche bedeuten würde. Aus Erfahrungswerten schätzen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos der Vertragskündigung einzelner Verträge (Lohnforschung, Lohnherstellung oder Lohndistribution) mit APL aber als sehr gering ein. IT-Risiken Risiken bei der Implementierung von IT-Lösungen steuern wir durch konzernweit einheitliche Prozesse für die Planung, das Management und die Auditierung von IT-Projekten. Sowohl der Betrieb der IT-Infrastruktur als auch das Information Governance Management, das auch die Begegnung von Cyber-Security Risiken beinhaltet, unterliegen konzernweit gültigen Richtlinien, die regelmäßig überprüft werden. Erfahrungsgemäß lassen sich aber IT-Risiken, insbesondere im Bereich der Cyber-Security, nie komplett ausschalten und wir stufen das Risiko deshalb entsprechend als gering ein. 3.3 Gesamtbild zur Risikolage Wir haben unsere Aktivitäten und Systeme zur Erkennung und Überwachung von geschäftsspezifischen Risiken überprüft. Wir haben dabei festgestellt, dass diese zur Erkennung und Gegensteuerung von Risiken geeignet sind, die die Entwicklung und den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Die Auswirkungen des Ukraine-Konflikts und weiterer globaler Krisen auf unser Geschäft lassen sich weiterhin nicht präzise vorhersagen. Zwar haben sich unsere Lieferketten als sehr zuverlässig erwiesen, aber durch die zunehmende Anzahl von globalen Unwägbarkeiten, bleibt die Situation generell etwas angespannt. Einerseits wird der Bedarf an unseren Produkten davon nicht direkt berührt, andererseits könnte aber die dadurch hervorgerufene Energiekrise und die hieraus resultierende Inflation zu einem zeitweisen Absatzrückgang führen. Dies könnte dann auch entsprechend zu einem Rückgang unseres Produktionsvolumens und der Distributionsmenge führen. Basierend auf den Erfahrungswerten des abgelaufenen Geschäftsjahres kann man aber feststellen, dass sich unser Geschäftsmodell als gut gerüstet gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und weiterer Krisen gezeigt hat, so dass eine berechtigte Hoffnung besteht, auch weiterhin die wirtschaftlich angespannte Situation ohne größere negative Folgen für die Gesellschaft zu überstehen. 3.4 Chancen der künftigen Entwicklung Der Bedarf und die weltweite Nachfrage nach unseren Produkten sind im aktuellen Geschäftsjahr trotz der bereits erwähnten fragilen globalen Sicherheitslage wieder deutlich gewachsen und bestätigte damit den stabilen langfristigen Aufwärtstrend. Wir erwarten deshalb auch keine längerfristigen negativen Auswirkungen auf unser Geschäftsmodell und sehen daher auch künftig Chancen, durch ein steigendes Produktionsvolumen und den Trend zu höherwertigen Produkten die Umsätze und damit auch proportional den Gewinn erhöhen zu können. Ebenfalls wird unser Logistikbereich vom steigenden Abwicklungsvolumen profitieren können, auch durch die fortgesetzten Investitionen in eine weitere Automatisierung. Unsere Produkte werden in sehr komplexen Prozessen hergestellt und auch bedingt durch die weltweite Konkurrenzsituation bedürfen sowohl die Produkte als auch die Herstellungsverfahren einer beständigen technologischen Verbesserung. Wir sehen daher auch für unsere Entwicklungsabteilung weiterhin gute Chancen für einen positiven Trend. 4. PrognoseberichtGesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Aus der aktuellen Deutschland-Prognose der Deutschen Bundesbank geht hervor, dass sich die deutsche Wirtschaft in den kommenden Jahren wieder erholen wird. Gegenwärtig bremst jedoch vor allem noch die schwache Auslandsnachfrage die Industrie, zudem zeigt sich der private Konsum zögerlich und die höheren Finanzierungskosten dämpfen die Investitionen. Doch bereits im Jahre 2024 dürfte laut der Deutschen Bundesbank die deutsche Wirtschaft wieder auf einen Wachstumspfad einschwenken. Der Deutschland-Prognose der Bundesbank zufolge wird das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in 2024 um 0,4 Prozent zulegen, nach einem leichten Rückgang in 2023. Auch bei der Inflation wird es laut Schätzung der Bundesbank eine Verbesserung geben. Mit 2,7% wird sich die Teuerungsrate demnach 2024 im Vergleich zu 2023 mehr als halbieren Insgesamt sind jedoch alle Konjunkturprognosen weiterhin mit einer relativ großen Unsicherheit behaftet, da der weitere Verlauf des Ukraine-Konflikts und des Konflikts im Nahen Osten ebenso wenig vorhersehbar ist wie die Entwicklung der Beziehungen zwischen China und der USA. Auch ein eventuell militärisch eskalierender Konflikt zwischen China und Taiwan könnte massivste Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und damit auch auf die Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft nach sich ziehen. Entwicklung des globalen Kontaktlinsenmarktes Die fundamentalen Aussichten für die Kontaktlinsenindustrie haben sich weder durch die globale Pandemie noch durch den Ukraine-Konflikt gravierend geändert. In den kommenden Jahren wird der globale Kontaktlinsenmarkt, den Erwartungen des Managements zufolge, weiterhin wachsen. Älter werdende Populationen in den entwickelten Ländern führen zu erhöhter Nachfrage. Des Weiteren werden mehr Personen in den so genannten "Emerging Markets" in den Mittelstand aufsteigen und so die Nachfrage weiter befeuern. Ungeachtet der aktuell weltweiten konjunkturellen und geopolitischen Turbulenzen wird der Anteil fehlsichtiger Menschen an der Gesamtbevölkerung in entwickelten Staaten der Welt mit einem entsprechend hohen Standard in der Zukunft weiter zunehmen. Schon heute beträgt der Anteil fehlsichtiger Menschen in Nordamerika, Westeuropa und Teilen Asiens zwischen 50 und 60 Prozent mit weiter steigender Tendenz. Deshalb wird für den globalen Kontaktlinsenmarkt auch in den nächsten Jahren ein durchschnittliches Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet. Insgesamt lässt sich für die Zukunftsaussichten des globalen Kontaktlinsenmarkt ein positives Résumé ziehen. Die Wachstumsaussichten sind, bei einer durchschnittlichen Wachstumsrate im mittleren einstelligen Prozentbereich, absolut intakt. Ausblick 2024 Inwieweit sich generelle geo-politische Spannungen, wie zum Beispiel der immer noch andauernde Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, die Situation im Nahen Osten aber auch die Entwicklung um die Rolle Taiwans, auf unser Geschäft auswirken, lassen sich aktuell nicht zuverlässig vorhersagen. Insbesondere die andauernde Energiekrise und die weiterhin hohe Inflationsgefahr, ebenso wie die weiter anfälligen globalen Lieferketten könnten zu Problemen in der Produktion führen. Die Wahrscheinlichkeit von Produktionsausfällen durch knappe Energie, fehlende Rohstoffe oder fehlende Ersatzteile besteht dadurch weiter, auch wenn wir aktuell die Wahrscheinlichkeit eines Eintritts als nicht sehr hoch bewerten. Aufgrund unseres Geschäftsmodells würde die Marge aber weitgehend erhalten bleiben und wir erwarten daher weiterhin ein deutlich positives Ergebnis. Insgesamt ist die Zuverlässigkeit der folgenden Prognose aber durch die oben erwähnten Unsicherheiten etwas eingeschränkt. Die CIBA Vision GmbH ist nach Ansicht des Managements für die Zukunft weiterhin gut aufgestellt. Die massiven Investitionen der letzten Jahre in den Ausbau des Standortes mit einer deutlichen Erweiterung der Produktionskapazität in neuen Technologien werden auch im nächsten Jahr zu weiterhin steigenden Produktionsvolumen unserer neuen Produkte führen. Darüber hinaus wird der Aufbau von drei weiteren DSM Flex Anlagen fortgesetzt mit dem Ziel, diese neuen Anlagen im 1. Halbjahr 2024 in Betrieb zu nehmen. Insgesamt erwarten wir für das kommende Jahr eine Fortsetzung unseres Wachstumskurses vor allem im Bereich der DSM Flex Plattform bei gleichzeitig leichter Reduktion im Bereich der anderen Plattformen. Gemäß der aktuellen Planung werden im Jahr 2024 die Produktionsvolumen der DAILIES Total1 Produktfamilie leicht um bis zu 5% sinken. Ein prozentual ähnlicher Rückgang ist auch im LS1-Bereich zu erwarten. Dagegen wird im Bereich DSM ein Anstieg der Produktionsvolumina im niedrigen zweistelligen Prozentbereich erwartet. Insgesamt wird das Produktionsvolumen daher im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich steigen. Auch für die Produktionskosten wird gemäß den aktuellen Planungen im kommenden Jahr ein Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet. Für die Eurologistik werden im Jahr 2024 wieder leicht steigende Volumen erwartet. Für die Logistikkosten erwarten wir dagegen im Geschäftsjahr 2024 einen leichten Rückgang, da die weiter steigenden Personalkosten durch Effizienzsteigerungen etwas überkompensiert werden. Der Arbeitsschwerpunkt der Forschung & Entwicklung wird im Jahr 2024 auf der Erweiterung der Produktfamilien im Wochen- und Monatssegment liegen (torische und multifokale Linsen). Weiterhin wird die Prozessoptimierung für die neuentwickelten Produkte vorangetrieben, um die Ausbringung und Effizienz der Herstellprozesse kontinuierlich zu steigern. Zusätzlich werden neue Projekte mit Fokus auf innovativen Konzepten im Bereich der Presbyopie gestartet. Die F&E-Kosten werden im Jahr 2024 ebenso wie die Anzahl der Mitarbeiter in diesem Bereich mehr oder weniger unverändert bleiben
Großwallstadt, 13. März 2024 Die Geschäftsführung Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach § 21 EntgelttransparenzgesetzAnlage zum Lagebericht CIBA Vision GmbH zum 31. Dezember 2023 Am 6. Juli 2017 ist das Gesetz zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen (Entgelttransparenzgesetz, EntgTranspG) in Kraft getreten. Ziel des Gesetzes ist es, das Gebot des gleichen Entgelts für Frauen und Männer bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit durchzusetzen. Seit dem 06. Januar 2018, sechs Monate nach Verabschiedung des Gesetzes, haben die Mitarbeiter das Recht auf eine individuelle Auskunft zu diesem Thema. Die CIBA Vision GmbH hat als Arbeitgeber mit mehr als 500 Beschäftigten, der zugleich einen Lagebericht nach den §§ 264 und 289 HGB aufstellt, nach §§ 21 f. EntgTranspG einen "Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit" zu veröffentlichen. Der vorliegende Bericht umfasst das Geschäfts- und Kalenderjahr 2023. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der CIBA Vision GmbH werden nachfolgend unter dem Plural "Mitarbeiter" zusammengefasst. 1. Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und deren WirkungenMit einem Frauenanteil von 47,03 Prozent kann die CIBA Vision GmbH, besonders im Vergleich mit anderen Unternehmen in der Branche, hervorragende Werte vorweisen. Alcon hat ein unternehmerisches Interesse daran, den Anteil von Frauen in Führungspositionen weiter auszubauen. Aufgrund des Fachkräftemangels ist es umso wichtiger, Frauen in allen Positionen des Unternehmens einzubinden und aufzubauen. Vielfältige Teams arbeiten nachweislich innovativer, effektiver und wirtschaftlich erfolgreicher. Speziell im Medizinproduktebereich, zu dem Alcon gehört, bedeutet dies ein besseres Verständnis für die unterschiedlichen Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten. Durch Veranstaltungen und Gespräche im öffentlichen und politischen Bereich informiert Alcon über gendermedizinische Entwicklungen und stößt wichtige Diskussionen über eine geschlechterspezifische Versorgung an. Innerhalb der CIBA Vision GmbH arbeiten wir mittels diverser Veranstaltungen und innerbetrieblicher Foren daran, diesen Gedanken zu verbreiten und zu einem wichtigen Bestandteil unserer Firmenkultur werden zu lassen, z. B. durch Talent Lounges, Aktionen im Rahmen unseres Diversity & Inclusion (D&I) Programms, unserer jährlichen Speed Mentoring Treffen für weibliche Nachwuchskräfte, unseres besonderen Augenmerks hierauf in unserer Nachfolgeplanung, etc. 1.1 Flexibles Arbeiten und Vereinbarkeit von Familie und Beruf CIBA Vision möchte die bestmögliche Vereinbarkeit von Karriere und Familie der Mitarbeiter fördern. Hierfür gibt es vielfältige Angebote von flexiblem Arbeiten, auch für Führungskräfte, wie zum Beispiel sehr viele angebotene Arbeitszeitmodelle in Teilzeit. Zudem ermöglicht die CIBA Vision GmbH ihren AT-Mitarbeitern durch die Anwendung des Modells der Vertrauensarbeitszeit eine freie und flexible Zeiteinteilung der 40 Wochenarbeitsstunden. Teilzeitkräften im außertariflichen Bereich wird das Modell analog entsprechend deren Stundenzahl angeboten. Grundsätzlich hat jeder Vollzeit-Mitarbeiter der CIBA Vision GmbH Anspruch auf 30 Tage Urlaub im Jahr (Neueintritte und Teilzeitkräfte entsprechend anteilig). Tarifmitarbeiter haben darüber hinaus Gleitzeitregelungen, je nach Funktionsbereich, AT-Mitarbeiter haben gemäß Betriebsvereinbarung drei zusätzliche Freistellungstage pro Kalenderjahr zur Verfügung. Tarifmitarbeiter haben darüber hinaus die Möglichkeit in bestimmten Fällen, das Tarifliche Zusatzgeld in 8 Freistellungstage umzuwandeln. 1.2 Karriereförderung für Frauen Durch spezifische Weiterbildungen und qualifikationsgerechten Einsatz wollen wir den Frauenanteil bei den Führungskräften weiter erhöhen. Das weltweite Programm "WLX Women's Leadership Experience" bei Alcon unterstützt Frauen seit 2013 bei der Karriereentwicklung und beim Aufbau beruflicher Beziehungen. Erstmalig wurde innerhalb der CIBA Vision GmbH in den Jahren 2018 und 2020 auch ein Speed-Mentoring für Frauen mit fünf Mentorinnen in Führungspositionen für die weiblichen Nachwuchskräfte mit sehr guter Resonanz seitens der Mentees veranstaltet. Diese Aktionsreihe wurde auch im Jahr 2023 sehr erfolgreich mit besten Rückmeldungen seitens der Teilnehmerinnen durchgeführt und ist auch für das Jahr 2024 wieder geplant. Weitere Maßnahmen der Karriereförderung sind unter anderem Einzel-Mentorings und Networking innerhalb des gesamten Standorts, sowie verschiedene Workshops. Ergänzt durch Diskussionsveranstaltungen, Webinaren und Aktionstagen soll der Fokus auf die Thematik noch erhöht werden. Es soll Frauen stärken, beruflich voranzukommen, sowie organisatorische Veränderungen anstoßen, um ein für Frauen attraktives Arbeitsumfeld zu schaffen. 2. Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männer2.1 Verwendung eines fairen und transparenten Vergütungssystems Das Vergütungssystem von CIBA Vision als tarifgebundenem Unternehmen ist leistungsorientiert und erfüllt alle Anforderungen an Transparenz, Fairness und Marktgerechtigkeit, die auch im Manteltarifvertrag Metall/Elektro verankert und berücksichtigt sind. Insbesondere die klare Struktur des Vergütungssystems sorgt für Nachvollziehbarkeit und damit für eine geschlechterneutrale Behandlung aller Mitarbeiter. Zusätzlich zur ERA-Gehaltsstruktur, die aus dem Tarifvertrag resultiert, gibt es die konzernweit geltende 'Joblevel - Systematik, wonach Tätigkeiten in Job-Familien und Sub-Familien sowie entsprechend ihres Anforderungsprofils in acht unterschiedliche Level eingeteilt werden. Auf Basis eines Codes werden so geschlechtsunabhängige Gehälter festgelegt. Dabei werden ausschließlich geschlechtsneutrale Parameter herangezogen. Neben einer Orientierung am Marktmedian spielen Berufserfahrung, Verfügbarkeit der Arbeitskräfte am Arbeitsmarkt sowie Erfahrung eine wichtige Rolle. Diese Joblevel-Systematik kommt vor allem im außertariflichen Bereich unserer Gesellschaft zum Tragen. Zusatzleistungen ("Benefits") werden genau wie der Zielbonus unabhängig vom Geschlecht festgelegt. Der Bonus wird auf Basis der individuellen Leistungen sowie der Geschäftsergebnisse ausgezahlt. 2.2 Durchführen der Berichtspflicht nach § 17 Betriebliche Prüfverfahren Als privater Arbeitgeber mit in der Regel mehr als 500 Beschäftigten ist die CIBA Vision GmbH aufgefordert, ihre Entgeltregelungen und die verschiedenen gezahlten Entgeltbestandteile sowie deren Anwendung regelmäßig auf die Einhaltung des Entgeltgleichheitsgebots im Sinne dieses Gesetzes zu überprüfen. Die Prüfung schloss sämtliche im Jahr 2023 gezahlten Entgeltbestandteile ein und lässt sämtliche, strukturelle Benachteiligungen sei es auf Grund des Geschlechts oder anderer Parameter ausschließen. 3. Angaben zu den Beschäftigtenzahlen gemäß § 21 Absatz 2 Entgelttransparenzgesetz
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 20231) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzea) Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der CIBA Vision GmbH, Großwallstadt, wurde nach den rechtsformspezifischen Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Der Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung liegen die Vorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) zugrunde. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB und ist beim Handelsregister B des Amtsgerichts Aschaffenburg unter der Nummer HRB 2513 eingetragen. b) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände beträgt 3 Jahre. Die Abschreibungen beim Anlagevermögen werden linear vorgenommen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen zeitanteilig unter Zugrundelegung folgender Nutzungsdauer:
Seit dem 1.1.2020 werden bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 netto als geringwertige Wirtschaftsgüter im Jahr der Anschaffung zu 100% abgeschrieben. Umlaufvermögen Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren (gleitender Durchschnitt) und unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Artikel des Ersatzteillagers werden entsprechend ihrer Gängigkeit mit pauschalen Abschlägen abgewertet. Dabei werden Ersatzteile, die älter als 1 Jahr sind mit 20%, älter als 2 Jahre mit 40%, älter als 3 Jahre mit 60 % sowie älter als 4 Jahre mit 80 % ihrer historischen Anschaffungskosten abgeschrieben. Bei der Bewertung der Fertigerzeugnisse und halbfertigen Erzeugnisse werden neben den zurechenbaren Einzelkosten auch Gemeinkosten für die allgemeine Verwaltung und Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, freiwillige soziale Leistungen und die betriebliche Altersversorgung in die Herstellungskosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen finden keine Berücksichtigung. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bilanziert. Erkennbare Risiken werden durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen abgedeckt. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Transaktionstag umgerechnet. Die Bewertung zum Bilanzstichtag erfolgt gemäß § 256a HGB: Kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet; langfristige mit einer Restlaufzeit über einem Jahr werden nach dem Realisations- und Imparitätsprinzip bewertet. Rechnungsabgrenzungsposten Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Sie berücksichtigen alle bei Abschlusserstellung erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre sowie bei den Pensionsverpflichtungen der Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre verwendet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch nach der projizierten Einmalbeitragsmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit folgenden Parametern ermittelt: Die Abzinsung erfolgt mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,83 % (Vorjahr 1,79 %), Dynamik der anrechenbaren Bezüge 2,75% (Vorjahr 2,75%), Dynamik der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung 2,50 % (Vorjahr 2,50%), Anpassung der laufenden Renten 2,25 % (Vorjahr 2,25%). Die Rückstellungen für Dienstjubiläen werden nach den versicherungsmathematischen Grundsätzen zum Barwert nach den "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck, mit der projizierten Einmalbeitragsmethode bewertet. Der Berechnung der Rückstellung für Dienstjubiläen liegt ein Rechnungszins von 1,75 % (Vorjahr 1,45 %) zugrunde. Die Dynamik der anrechenbaren Bezüge wurde mit 2,75 % (Vorjahr 2,75 %) und die Dynamik der Beitragsbemessungsgrenzen mit 2,50 % (Vorjahr 2,50 %) bei der Bewertung angenommen. Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen zum Barwert nach den "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Folgende Parameter wurden dabei angewandt: Rechnungszins 1,76 % (Vorjahr 1,45 %), Dynamik der anrechenbaren Bezüge 2,75 % (Vorjahr 2,75 %), Dynamik der Beitragsbemessungsgrenzen 2,50 % (Vorjahr 2,50 %). Die Rückstellung beinhaltet Altersteilzeit-Arbeitsverhältnisse, die bereits eingetreten sind oder mit denen ein solches Arbeitsverhältnis vertraglich vereinbart wurde, das aber noch nicht angetreten wurde. Für potenzielle Altersteilzeitverpflichtungen werden Rückstellungen für Aufstockungsbeträge nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung unter Berücksichtigung der tarifvertraglichen Quotenregelung gebildet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden nach § 253 Abs. 1 HGB zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern Aktive latente Steuern beruhen auf unterschiedlichen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Rückstellungen, insbesondere Pensionsrückstellungen, sowie Unterschieden bei der Bewertung des Sachanlagevermögens in der Handels- und Steuerbilanz. Passive latente Steuern bestehen zum Abschlussstichtag nicht. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz von 26.7 %. Auf die Aktivierung der aktiven latenten Steuern wird in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 HGB verzichtet. 2) Bilanzerläuterungena) Anlagevermögen Die Veränderungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2023 sind aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich. b) Vorräte Die Vorräte sind gesamthaft im Vergleich zum Vorjahr um EUR 4,2 Mio. gesunken und setzen sich wie folgt zusammen:
c) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 38,7 Mio. (Vorjahr EUR 42,5 Mio.) bestehen zum ganz überwiegenden Teil mit EUR 37,5 Mio. (Vorjahr EUR 41,0 Mio.) gegenüber der Gesellschafterin Alcon Pharmaceutical Ltd., Fribourg/Schweiz (APL), aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände gegenüber Dritten weisen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr aus. d) Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 1.027,7 TEUR (Vorjahr 999,4 TEUR) besteht aus periodengerecht abgegrenzten Versicherungsbeiträgen. e) Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist vollständig eingezahlt und blieb im Geschäftsjahr 2023 unverändert. Der Gewinn des Vorjahres wurde vollständig den Gewinnrücklagen zugeführt. Auch für das abgelaufene Geschäftsjahr ist keine Dividendenausschüttung geplant. Die endgültige Entscheidung über die Gewinnverwendung obliegt aber der Gesellschafterversammlung.
f) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen der Gesellschaft setzen sich aus den folgenden Positionen zusammen.
g) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen im Geschäftsjahr EUR 18,9 Mio. (Vorjahr EUR 22,2 Mio.) und sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen EUR 566,1 Mio. (Vorjahr EUR 590,6 Mio.). Zum größten Teil handelt sich dabei mit EUR 553,0 Mio. (Vorjahr EUR 543,0 Mio.) um Darlehen mit einer Laufzeit von ursprünglich 5 Jahren. Die Restlaufzeiten dieser Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen mehr als ein Jahr. Von diesen Darlehen bestehen noch EUR 48,0 Mio. gegenüber der Gesellschafterin APL (Vorjahr EUR 38,0 Mio.) und insgesamt EUR 505,0 Mio. (Vorjahr EUR 505,0 Mio.) gegenüber weiteren verbundenen Unternehmen. Darüber hinaus sind in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen noch Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin, vor allem aus dem Cash-Pool, in Höhe von EUR 7,1 Mio. (Vorjahr EUR 41,4 Mio.) enthalten sowie Verbindlichkeiten gegen weitere Konzernunternehmen in Höhe von EUR 6,1 Mio. (Vorjahr EUR 6,1 Mio.). Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 2,3 Mio. (Vorjahr EUR 2,1 Mio.) bestehen wie im Vorjahr fast ausschließlich aus Steuerverbindlichkeiten. Sie haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
3) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnunga) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt zusammen:
Die geografische Aufteilung stellt sich folgendermaßen dar:
b) Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Gewinne aus der Währungsumrechnung von TEUR 336 (Vorjahr TEUR 141) enthalten. c) Materialaufwand Die Aufwendungen für RHB-Stoffe sowie bezogene Waren und Leistungen sind um EUR 21,5 Mio. von EUR 121,1 Mio. auf EUR 142,6 Mio. gestiegen. Der Anstieg der Aufwendungen für RHB-Stoffe um EUR 11,8 Mio. auf EUR 97,6 Mio. ist zum einen auf höhere Verbräuche an Ersatzteilen und Molds zurückzuführen und zum anderen auf das generelle Volumenwachstum von 7% in der Produktion, dass vor allem in den Bereichen der neuen Produkte auf DSM und LS3, die generell einen höheren Materialkostenanteil pro Linse haben als die auslaufende LS1 Technologie. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind in Summe im Vergleich zum Vorjahr um EUR 9,7 Mio. auf EUR 45,1 Mio. gestiegen. Dieser Anstieg ist vor allem durch höhere Energiekosten von plus EUR 7,1 Mio. gegenüber Vorjahr begründet. d) Personalaufwand Im Personalaufwand sind Aufwendungen gemäß § 285 Nr. 9a HGB von TEUR 1.163 (Vorjahr TEUR 1.244) enthalten. Außerdem sind Aufwendungen nach § 285 Nr. 9b HGB für ehemalige Geschäftsführer in Höhe von TEUR 178 (Vorjahr TEUR 169) enthalten. Der Gesamtbetrag der für ehemalige Geschäftsführer gebildeten Pensionsrückstellung beläuft sich zum Jahresende 2023 auf TEUR 3.431 (Vorjahr TEUR 3.432). e) Abschreibungen Im Geschäftsjahr sind die Abschreibungen von EUR 56,7 Mio. im Vorjahr auf EUR 59,9 Mio. leicht gestiegen. Dieser Anstieg ist zum einen auf den Effekt aus der unterjährigen Aktivierung von Produktionsanlagen im Vorjahr zurückzuführen und auf Aktivierungen im laufenden Jahr, unter anderem weitere Infrastruktur für den laufenden Standortausbau. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden im Geschäftsjahr nicht vorgenommen. f) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen im Jahr 2023 EUR 65,1 Mio. (Vorjahr EUR 70,7 Mio.) und verteilen sich wie folgt:
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von 600 TEUR (Vorjahr TEUR 485) enthalten. Im Berichtszeitraum sind ebenso wie im Vorjahr keine periodenfremden Aufwendungen angefallen. g) Zinsaufwand Der Zinsaufwand besteht im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen aus der Verzinsung der Intercompany-Darlehen und der Cash-Pool Verbindlichkeiten sowie dem Zinsanteil der Zuführungen zu den Pensions-, Jubiläums- und Altersteilzeitrückstellungen. Der Zinsaufwand für die Aufzinsung der Rückstellungen enthält auch die Effekte aus Änderungen des Abzinsungssatzes. h) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag im Geschäftsjahr belaufen sich auf EUR 7,4 Mio. (Vorjahr EUR 9,1 Mio.). i) Sonstige Steuern Bei den sonstigen Steuern in Höhe von TEUR 66,4 (Vorjahr TEUR 63,1) handelt es sich fast ausschließlich um Grundsteuern. 4) Sonstige Angabena) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Nicht bilanzierte Haftungsrisiken bestanden am Bilanzstichtag nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen ergeben sich gemäß nachfolgender Aufstellung:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestanden zum Zeitpunkt des Abschlusses nicht. b) Abschlussprüferhonorare Die Abschlussprüfungsleistungen für das Geschäftsjahr 2023 werden TEUR 77 (Vorjahr TEUR 61) betragen. c) Ausschüttungssperre Der ausschüttungsgesperrte Betrag beläuft sich insgesamt auf EUR 759.028 (Vorjahr EUR 3.262.703) und ist allein auf den Unterschiedsbetrag zwischen der sieben- und zehnjährigen Durchschnittsbewertung der Pensionsrückstellungen nach § 253 Abs. 6 HGB zurückzuführen. d) Arbeitnehmer Im Durchschnitt des Jahres 2023 waren 1974 Mitarbeiter (Vorjahr 1992) beschäftigt (Stammpersonal, ohne Geschäftsführer), bei denen es sich ausschließlich um Angestellte handelt. Die Mitarbeiter lassen sich für das abgelaufene Geschäftsjahr nach den Funktionsbereichen wie folgt aufteilen:
e) Organe der Gesellschaft Die Geschäftsführung setzt sich aus den folgenden Mitgliedern zusammen:
f) Konzernzugehörigkeit Die Alcon Pharmaceutical Ltd, Fribourg/Schweiz ist alleinige Gesellschafterin der CIBA Vision GmbH. Der Abschluss der CIBA Vision GmbH ist Bestandteil des Konzernabschlusses des Schweizer Mutterunternehmens Alcon Inc., Genf/Schweiz, die zugleich den kleinsten und größten Konsolidierungskreis darstellt, in dem die Gesellschaft einbezogen ist. Dieser kann unter www.alcon.com jederzeit abgerufen werden. g) Ergebnisverwendung Es ist aktuell nicht geplant eine Dividende an die Anteilseigner auszuschütten. Aber erst die Gesellschafterversammlung wird endgültig über die Gewinnverwendung entscheiden. h) Nachtragsbericht N/A
Großwallstadt, den 13. März 2024 Norbert Dörr, Geschäftsführer Dr. Carola Bösinger, Geschäftsführer Dr. Justyna Justynska-Reimann, Geschäftsführer Michael Geis, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die CIBA Vision GmbH, Großwallstadt Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der CIBA Vision GmbH, Großwallstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CIBA Vision GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 13. März 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Christiane Lawrenz, Wirtschaftsprüferin ppa. Lucas Frank, Wirtschaftsprüfer Ordentliche Gesellschafterversammlungder CIBA Vision GmbH mit dem Sitz in Großwallstadt vom 21. August 20241. Zum Zwecke der Gesellschafterversammlung ist anwesend:
Es ist somit das gesamte Stammkapital von € 15.440.750,- vertreten. II. Unter Verzicht auf die Einhaltung aller durch Gesetz oder Gesellschaftsvertrag vorgeschriebenen Formen und Fristen halten die Erschienenen eine
der CIBA Vision GmbH, Großwallstadt, mit folgender Tagesordnung ab:
III. Die Tagesordnung wird wie folgt erledigt:
Weitere Beschlüsse wurden nicht gefasst.
Fribourg, 19. August 2024 Alcon Pharmaceutical Ltd. Robert Kamffer Jean-Baptiste Emery Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 21.08.2024 festgestellt. |
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