Stammdaten

Register
Amtsgericht Gießen HRB 9712
Eingetragen
18.4.2019
Branche
Herstellung von bestückten LeiterplattenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Serienfertigung von elektronischen Geräten, Baugruppen oder Modulen sowie von kompletten Elektroniksystemen und elektromechanischen Systemen, die Entwicklung, Herstellung, der Vertrieb und der Service von elektrotechnischen Erzeugnissen sowie die Entwicklung und der Vertrieb von Hard- und Software.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jörg Borneis-Eifert
seit 18.4.2019
Geschäftsführer
Dieter Sojak
seit 18.4.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Dieter SojakVOTRONIC Holding GmbH
50.00%
Jörg Borneis-EifertVOTRONIC Holding GmbH
50.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
VOTRONIC Holding GmbH
Germany
159.362 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

VOTRONIC Elektronik-Systeme GmbH

Lauterbach (Hessen)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum Jahresabschluss 2023

Gliederung Lagebericht

I. Grundlage des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen in Deutschland

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen in Deutschland

3. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

5. Gesamtaussage

III. Prognosebericht

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Chancenbericht

2. Risikobericht

3. Gesamtaussage

V.Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

(nach DRS 20)

I. Grundlage des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die VOTRONIC Elektronik-Systeme GmbH gehört zu den führenden Unternehmen im Bereich der mobilen Stromversorgung für Wohn- und (Welt-)Reisemobile, Offroad-Fahrzeuge und Boote sowie Feuerwehr-, Rettungs- und Einsatzfahrzeugen. Am Standort im hessischen Lauterbach werden die Geräte entwickelt, produziert und von dort aus europaweit bzw. weltweit vertrieben. Die hauseigene Service-Abteilung repariert auf Kundenwunsch defekte oder beschädigte Geräte, auch außerhalb von Gewährleistungs- oder Kulanz-Zeiträumen.

Durch das breite Sortiment verstehen wir uns als Komplettanbieter und ermöglichen unseren Kunden im b2b-Bereich komplette Systemlösungen aus einer Hand, von der Entwicklung bis hin zum Service. Darüber hinaus können auch kundenspezifische Anpassungen bestehender Geräte bzw. komplette Neuentwicklungen umgesetzt und produziert werden.

Zu unseren langjährigen Kunden zählen neben dem Fachhandel vor allem namhafte Fahrzeughersteller und andere OEM-Kunden aus den o.g. Bereichen, die die Geräte in die eigene Serienfertigung einfließen lassen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen in Deutschland

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken.", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigendende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort.", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. 1

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt. 2

Die langanhaltende wirtschaftliche Schwächephase wirkte sich bislang nur mild auf den Arbeitsmarkt aus. Trotz gesunkener Wirtschaftsleistung erhöhte sich die Beschäftigung im Herbstquartal geringfügig. Die Arbeitslosigkeit erreichte zwar ein etwas höheres Niveau als im Sommer. Der Anstieg lief aber in den vergangenen beiden Monaten aus. Auch das Angebot an offenen Stellen stabilisierte sich zuletzt, nach einem Rückgang zuvor. Ähnliches gilt für die meisten Frühindikatoren des Arbeitsmarktes. Somit gibt es keine Anzeichen, dass sich die Lage am Arbeitsmarkt durch die schwache Konjunktur spürbar verschlechtern wird. Ebenso wenig deutet auf einen durchgreifenden Beschäftigungsanstieg und einen damit einhergehenden Rückgang der zuletzt leicht gestiegenen Arbeitslosigkeit hin.

Die Weltwirtschaft legte im Schlussquartal 2023 zwar moderat zu, zeigte aber stark ausgeprägte regionale und sektorale Unterschiede. Im Euroraum stagnierte die Wirtschaftsleistung. Auch in China blieb die Konjunktur angesichts des anhaltenden Abschwungs am Immobilienmarkt gedämpft. In den USA expandierte die Wirtschaft dagegen weiterhin lebhaft. Insgesamt hielt sich die Weltwirtschaft solide, trotz Belastungen wie der noch vergleichsweise hohen Energie- und Nahrungsmittelpreise, der geldpolitischen Straffung in vielen Regionen, verstärkter geopolitischer Risiken und vielfältiger struktureller Herausforderungen. Die globale Industrieproduktion stieg im vierten Quartal 2023 moderat an, erneut getragen von den Schwellenländern. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften sinkt die Erzeugung hingegen in der Grundtendenz seit über einem Jahr. Hierzu trug die Schwäche der Industrie im Euroraum maßgeblich bei. Noch stärker rückläufig waren die Wareneinfuhren der fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Auch das Jahr 2024 begann für Industrie und Welthandel laut Unternehmensumfragen verhalten. Hingegen scheint die Dienstleistungskonjunktur Fahrt aufzunehmen. 3

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen in Deutschland

Die deutsche Caravaning-Branche meldet für 2023 einen Jahresumsatz von 15,3 Milliarden Euro. Dies ist ein Plus von 8,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresrekord und das zehnte Umsatzplus in Folge. Ähnlich wie in anderen Wirtschaftsbereichen führten Faktoren wie gestiegenen Produktionskosten und die eingeschränkte Verfügbarkeit von Neufahrzeugen zu steigenden Fahrzeugpreisen.

Das Neufahrzeug-Segment machte auch 2023 den größten Anteil des Jahresumsatzes aus: 8,5 Milliarden Euro (+12,1 Prozent) Umsatz bedeuten ein neues Allzeithoch. Der Gebrauchtmarkt konnte beim Umsatz ebenfalls ein Plus verzeichnen und liegt mit 5,5 Milliarden Euro rund 4,6 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Auch der dritte Geschäftsbereich der Branche vermeldet einen neuen Höchstwert beim Jahresumsatz: Mit Zubehör setzten die Unternehmen im Jahr 2023 rund 1,3 Milliarden Euro (+6 Prozent) um.

"Hinter der deutschen Wirtschaft liegen zwölf herausfordernde Monate. Umso erfreulicher ist es, dass die heimische Caravaning-Industrie als Marktführer trotz widriger Umstände ein relativ gutes Jahresergebnis erzielt hat. Dies ist ein positives Signal für die gesamte Branche und belegt, dass die Caravaning-Begeisterung nicht nachgelassen hat. Daher startet die Caravaning-Industrie trotz aller Krisen auch mit Optimismus in das Caravaning-Jahr 2024. Denn eines ist klar: Caravans und Reisemobile aus deutscher Fertigung sind und bleiben sehr gefragt", so CIVD-Geschäftsführer Daniel Onggowinarso. 4

Zum Jahresauftakt setzte auch die CMT 2024 wieder positive Impulse. Zwar liegen die Besucherzahlen mit 234.000 rund 30.000 unter dem Vorjahresergebnis (265.000), die Erwartungen der Aussteller konnten jedoch übertroffen werden. Zum Jahresende war das Branchen-Sentiment eher verhalten, umso positiver wurde daher die Veranstaltung in Stuttgart beurteilt. Der Großteil der Aussteller berichtete von guten Abschlüssen, teilweise sogar über Vorjahr. Es zeigt sich weiterhin, das Interesse nach Caravaning-Produkten und der Reiseform bleibt trotz der "Permakrisen" weiterhin hoch.

Die Verbraucherstimmung in Deutschland hingegen hat sich zu Beginn des Jahres 2024 drastisch verschlechtert. Das Konsumklima ist überraschend um 4,3 Punkte auf -29,7 gesunken, ein Niveau, das zuletzt im März 2023 verzeichnet wurde. Dies stellt eine Enttäuschung dar, da Ökonomen eine leichte Verbesserung erwartet hatten. Die pessimistische Stimmung resultiert aus mehreren Faktoren. Die Menschen sind skeptischer in Bezug auf die Konjunktur und ihre finanzielle Situation, was zu einer geringeren Bereitschaft führt, größere Einkäufe zu tätigen. Die Sparneigung erreichte den höchsten Stand seit August 2008. Trotz des Rückgangs der Inflation, die im Januar mit +2,9 Prozent ihren tiefsten Stand seit Juni 2021 erfährt, werden die Haushalte zusätzlich belastet, da höhere Preise für Lebensmittel und Energie die finanzielle Planung erschweren. Dies hemmt auch weiterhin die Bereitschaft, größere Anschaffungen wie Autos oder Möbel zu tätigen.

Seitens der deutschen Wirtschaft bleiben die dunklen Wolken bestehen: Im vierten Quartal 2023 stieg der Auftragseingang nur um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal, während das Gesamtjahr 2023 einen Rückgang um 5,9 Prozent verzeichnete. Dies resultierte aus einer schwachen Weltkonjunktur und hohen Zinsen, die die Nachfrage nach "Made in Germany"- Waren belasteten. Die Auftragslage der deutschen Industrie verzeichnete in den letzten zwei Jahren einen kontinuierlichen Abwärtstrend, was auf die Notwendigkeit weiterer positiver wirtschaftlicher Signale hinweist. Das ifo-Institut warnt vor einem anhaltenden Auftragsmangel, da im Januar 36,9 Prozent der Industriefirmen von fehlenden Aufträgen berichteten. 5

3. Geschäftsverlauf und Lage

Die durchweg positive Umsatzentwicklung der vergangenen Jahre mit durchweg zweistelligen Zuwachsraten konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 leider nicht fortgesetzt werden. Während das erste Quartal noch vom Auftragsüberhang des Vorjahres profitierte zeigte sich bereits hier, dass der Handel aufgrund kontinuierlich aufgebauter Lagerbestände bei gleichzeitigem Nachfragerückgang sein Auftragsvolumen drastisch reduzierte. Die damit freiwerdenden Produktionskapazitäten konnten mit einer Reduzierung der Fremdfertigung nur kurzzeitig kompensiert werden. Im März 2023 wurde in weiten Teilen der Produktion Kurzarbeit eingeführt

In Summe lag das Geschäftsjahr 2023 mit ca. 11 Mio. Euro Umsatz ca. 35% unter dem Rekordergebnis des Vorjahres und damit auch weit hinter den geplanten Umsatzerwartungen von 15 Mio. Euro.

Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a) Ertragslage

Geschäftsjahr VOTRONIC GmbH 01.01.2023 -31.12.2023 VOTRONIC GmbH 01.01.2022 -31.12.2022 Veränderung 2022 à 2023
Ergebnisquellen TEUR TEUR TEUR %
Betriebsergebnis 460 4.258 -3.798 -89,20 %
Zinsergebnis -689 -623 -66 -10,59 %
Steuerergebnis -66 -1.185 -1.119 +94,43 %
Jahresergebnis -295 2.450 -2.746 -112,04 %

Umsatzverteilung nach Warengruppen:

Ladewandler 23,70%
Solarregler 13,10%
Netzladegeräte 12,70%
LED- & LCD-Anzeigen 11,80%
Inverter 11,60%
Kombiladegeräte 7,80%
Tankgeber 7,40%
Periphere Geräte 5,00%
Divers 3,60%
Zubehör 2,10%
Stationslader 0,80%
DC/DCWandler 0,40%

Umsatzverteilung nach Branchen:

Camping, Mobile Freizeit 58,40%
Photovoltaik, Regen. Energ. 8,20%
Feuerwehr & Einsatzfahrzeuge 20,60%
Artverwandt, gewerblich 10,50%
Zisterne 1,70%
Sonst. Gewerblich, kommunal 0,50%
Boot 0,10%

Umsatzverteilung nach Ländern:

2023 2022 2021
Deutschland 79,3% 86,7% 88,9%
Großbritannien 1,0% 0,4% 0,4%
Schweiz 2,1% 2,1% 1,3%
Frankreich 2,4% 1,4% 1,9%
Österreich 1,9% 1,3% 1,2%
Schweden 1,7% 1,1% 0,9%
Polen 3,8% 1,7% 1,5%
Neuseeland 0,2% 1,2% 0,7%
Japan 2,8% 1,9% 0,8%
Niederlande 0,7% 0,5% 0,5%
Sonstige 4,1% 1,8% 1,8%

b) Finanzlage

VOTRONIC GmbH 01.01.2023 -31.12.2023 TEUR /
%
VOTRONIC GmbH 01.01.2022 -31.12.2022 TEUR /
%
Geschäftsjahr Veränderung 2022 à 2023 TEUR / %-Punkte
Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag 36,9 % 35,8 % +1,1 %-Punkte
Finanzschulden zum Bilanzstichtag 4.384 5.150 -766
VOTRONIC GmbH 01.01.2023 -31.12.2023 TEUR /
%
VOTRONIC GmbH 01.01.2022 -31.12.2022 TEUR /
%
Geschäftsjahr Veränderung 2022 à 2023 TEUR / %-Punkte
Investitionsvolumen 252 861 -609
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.144 4.136 -2.992

Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich vermindert. Ursächlich ist das negative Ergebnis in 2023.

c) Vermögenslage

AKTIVA

VOTRONIC GmbH 01.01.2023 -31.12.2023 VOTRONIC GmbH 01.01.2022 -31.12.2022 Geschäftsjahr Veränderung 2022 à 2023
TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 9.371 10.713 -1.342 -12,5 %
Umlaufvermögen (inkl. ARAP) 9.221 9.279 -58 -0,6 %
liquide Mittel 4.332 4.290 +42 +1,0 %

PASSIVA

Eigenkapital 6.866 7.162 -296 -4,1 %
langfristige Verbindlichkeiten 11.726 12.830 -1.104 -8,6 %
BILANZSUMME 18.592 19.992 -1.400 -7,0 %

Die Minderung der Bilanzsumme auf der Aktivseite zum 31.12.2023 um 1.400 TEUR geht vor allem auf das Sinken des Buchwertes des Anlagevermögens zurück. Die geringere Investitionstätigkeit gegenüber dem Vorjahr hat die Abschreibungen von insgesamt 1.278 EUR nicht ausgeglichen; hierbei muss berücksichtigt werden, dass allein 1.047 TEUR auf die Abschreibung des Firmenwertes entfallen. Gleichzeitig erhöhte sich das Umlaufvermögen um 230 TEUR was im Wesentlichen auf den Rückforderungsanspruch aus Ertragssteuern zurückzuführen ist.

Die Passivseite der Bilanz ist geprägt durch die Minderung des Eigenkapitals infolge des Jahresfehlbetrags 2023 um 296 TEUR. Rückläufig sind aufgrund von Tilgungen im Geschäftsjahr die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 766 TEUR sowie die Steuerrückstellungen um 480 TEUR und die sonstigen Rückstellungen um 79 TEUR. Gestiegen sind hingegen die Sonstigen Verbindlichkeiten (inkl. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern) um insgesamt 221 TEUR.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf

- Umsatzentwicklung,

- Betriebsergebnis und

- Branchenentwicklung

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung darüber hinaus die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, Umsatzrendite und den Cash-Flow heran.

Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt für das Gesamt-Berichtsjahr 111 TEUR p.a. und liegt damit um 46 TEUR unter dem Wert des Vorjahres. Die Umsatzrendite liegt mit -0,37 % unter dem Niveau des Vorjahres (14,45%).

5. Gesamtaussage

Aufgrund der ertragreichen Vorjahre mit hohen Jahresüberschüssen schätzen wir unsere Vermögens-und Finanzlage unverändert als gut ein.

Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist trotz des Umsatzrückgangs und dem damit zusammenhängenden Jahresfehlbetrag im Geschäftsjahr 2023 nach wie vor zufriedenstellend. Durch eine stärkere mediale Aktivität (z.B. über Social-Media) sowie eine Ausweitung der Messe-Präsenz soll die Wahrnehmung beim Endverbraucher erhöht und über einen Pull-Effekt der Handel bzw. Erstausrüster zu einer stärkeren Nachfrage motiviert werden.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei einer Vielzahl von Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und das Warenlager gedeckt.

III. Prognosebericht

Unserer Einschätzung nach wird sich aber die positive Entwicklung in der Caravaning-Branche voraussichtlich ab der zweiten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres wieder fortsetzen, wenngleich mit einer kurzfristigen Rückkehr zu den Steigerungsquoten der Vorjahre eher nicht zu rechnen ist. Die Umsatzzahlen der ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres zeigen aber, dass sich sowohl die Kaufzurückhaltung des Endkunden als auch die Lager-Umschlagshäufigkeit unserer Handelspartner offenbar längerfristig anhalten wird.

Einer unserer Großhandelskunden hat im Rahmen einer anonymen Umfrage die folgenden Einschätzungen seiner Handelspartner zur Entwicklung der Branche in den kommenden zwei Jahren ermittelt:

2024 2025
steigend 23,8 % 16,3 %
gleichbleibend 50,0 % 44,2 %
fallend 26,2 % 39,5 %

Der Geschäftsführer der Frankana Caravan und Freizeit GmbH in Marktbreit, Herr Klaus Büttner, bemerkte in seiner Lieferanteninformation auch, dass seit der Messe CMT in Stuttgart im Frühjahr 2024 beim Verbraucher deutlich eine Auflösung der Kaufzurückhaltung im Zubehörbereich und bei Einbauteilen zu verzeichnen sei. Leider sei dies bei Wohnwägen und Reisemobilen nicht der Fall, da die hohen Finanzierungskosten für viele Kunden eine zu große Hürde beim Kauf darstellen würden. Das bedeutet aber auch, dass die Kunden ihre bestehenden Fahrzeuge weiter ausstatten und Zubehör ergänzen. Auch der Fachhandel lege wieder mehr Augenmerk auf das Zubehörgeschäft. 6

Während die ersten drei Monate des vergangenen Geschäftsjahres noch aufgrund des Auftragsüberhangs aus 2022 als positiv zu bezeichnen waren, zeichneten sich die übrigen acht Monate eher durch einen schleppenden Bestelleingang aus dem Bereich des Handels aus. Maßgeblich verantwortlich hierfür waren ein extrem zurückhaltendes Kaufverhalten der Endverbraucher und das damit zusammenhängende, zögerliche Abnehmen der bis Ende 2022 in hohem Maße aufgebauten Lagerbestände.

Eine ähnliche Situation ergab sich für uns als Produktionsbetrieb mit unseren eigenen Lieferanten. Auch hier wurden im Jahr 2022 von uns Rahmenaufträge für den Bezug von Bauteilen und Komponenten vereinbart, die in 2023 auf eine stark veränderte Bedarfssituation gestoßen sind. Nahezu die gesamte Wertschöpfungskette ist aufgrund der schwierigen Beschaffungslage der letzten Jahre dazu übergegangen, aus Sicherheitsgründen höhere Lagerbestände aufzubauen, um der enormen Nachfrage zu begegnen. Diese hohen Bestände wurden in dieser Menge bisher nicht benötigt, müssen aber aufgrund verbindlicher Verträge im laufenden Geschäftsjahr von uns größtenteils abgenommen werden. Hierdurch ergibt sich für das erste Quartal 2024 voraussichtlich eine Erhöhung des Vorratsbestandes um ca. 1,4 MEUR über den tatsächlichen Bedarf hinaus.

Bestätigt durch die bereits beschriebene, zögerliche Belebung der Handelsumsätze gehen wir für das Geschäftsjahr 2024 von einer Konsolidierung bzw. leichten Zunahme der Umsätze aus und rechnen im Gesamtjahr mit einer Gesamtleistung von ca. 11,8 MEUR und einem Wachstum zwischen 5 und 6%. Die Wareneinsatzquote planen wir für das laufende Geschäftsjahr mit ca. 33% der Gesamtleistung (2023: 34%). Der Anteil der Fremdleistung bezogen auf die Gesamtleistung wird mit ca. 3,3% geringfügig über dem Vorjahr liegen (2023: 2,5%: 2022: 5,0%), da wir die zu erwartenden Aufträge größtenteils mit eigenen Kapazitäten abdecken können. In Summe gehen wir für das laufende Geschäftsjahr 2024 von einem Betriebsergebnis (EBITDA) von ca. 2,0 MEUR aus. Im EBITDA sind Mieteinnahmen aus einem langfristigen Mietvertrag in Höhe von 133 TEUR für das Jahr 2024 enthalten.

Der bis Ende 2022 auf ca. 100 Mitarbeiter*innen angewachsene Personalbestand wurde aufgrund des Umsatzrückgangs in 2023 nicht erweitert. Durch die vorrübergehende Einführung von Kurzarbeit konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr aber alle Arbeitsplätze erhalten werden. Durch Optimierungsmaßnahmen im Personaleinsatz gehen wir auch für das laufende Geschäftsjahr von einem stabilen Personalbestand aus.

Für die durch die verspätete Räumung der neuen Immobilie entstandenen Kosten bzw. finanziellen Schäden (Nutzungsentschädigung, entgangene Mieteinnahmen, Anwalts- und Gerichtskosten etc.) wurde von uns beim LG Gießen im April 2023 Klage gegen die Fashion Accessoires & Bodywear GmbH eingereicht. Das Gericht setzte den Streitwert auf 600 TEUR fest. Mit Datum vom 01.10.2023 wurde über die Fashion Accessoires & Bodywear GmbH das Insolvenzverfahren eröffnet. Mit Beschluss des LG Gießen vom 07.12.2023 wurde das Verfahren gemäß § 240 ZPO unterbrochen.

Für das laufende Geschäftsjahr 2024 und die Folgejahre ist eine erweiterte Teilnahme an Messen, Events und Kundenveranstaltungen (Hausmessen) geplant, die das Jahresergebnis mit ca. 160 TEUR belasten.

Wir erwarten, dass wir auch 2024 über ausreichend Liquidität für einen reibungslosen operativen Geschäftsbetrieb verfügen und unseren Zahlungsverpflichtungen ohne Einschränkungen erfüllen können. Für Ende 2024 wird ein Bestand an liquiden Mitteln (Kasse + Bank) in Höhe von ca. 2,2 MEUR erwartet.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Chancenbericht

Das Institut für Demoskopie Allensbach stellte bereits in 2022 in einer Studie fest, dass die Reiseform "Camping & Caravaning" auch weiterhin Auftrieb erfahren wird, zumal auch das mediale Interesse an diesem Thema stetig steigt. Die Studie hat in diesem Zusammenhang auch festgestellt, dass das Interesse an Caravanning stetig zunimmt und ein großer Teil der Interessierten sich zumindest eine Neuanschaffung vorstellen können oder bereits konkrete Pläne haben. 7 Auch der Caravaning Industrie Verband e.V. bestätigt in seiner Presse-Information vom 15.01.2024, dass das Interesse nach Caravaning-Produkten und der Reiseform trotz der "Permakrisen" weiterhin hoch bleibt (siehe Branchenbezogenen Rahmenbedingungen Seite 7).

Die aktuelle Umsatzentwicklung in 2024 zeigt, dass die reduzierte Nachfrage weiterhin überwiegend aus dem Bereich des Handels kommt, wenngleich hier bereits eine erste, leichte Belebung zu verzeichnen ist. Die Bestelleingänge aus dem Bereich der Hersteller und Erstausrüster sind weiterhin eher stabil. Wie vom Geschäftsführer der Frankana Caravan und Freizeit GmbH, Herrn Klaus Büttner, bereits bemerkt, stellen die gestiegenen Finanzierungskosten das größte Hemmnis da, das den Endverbraucher vom Kauf eines neuen Fahrzeugs abzuhalten scheint. Aus diesem Grund erweitert sich auch die vor Jahren noch todgesagte DIY- bzw. Selbstausbauer-Szene in zunehmendem Maße. Auf dem Caravan-Salon 2023 wurde hierfür von der Messegesellschaft in Zusammenarbeit mit den Ausstellern sogar eine spezielle Initiative gestartet, um dieser Kundengruppe stärker gerecht zu werden.

Für die Produkte aus dem Hause VOTRONIC, die neben der Erstausrüstung vornehmlich für den nachträglichen Einbau konzipiert wurden, bietet sich hier natürlich ein enormes Potential, das es auszuschöpfen gilt. In diesem Zusammenhang gewinnt die Endverbraucher-Werbung (Pull-Effekt) für uns zunehmend an Bedeutung. Aus diesem Grund erhöhen wir sukzessive unsere Messe-Präsenz sowie die Teilnahme an diversen Events und unterstützen unsere Fachhandelspartner durch gezielte Schulungen. Zu Beginn des aktuellen Geschäftsjahres wurde die VOTRONIC Akademie aus der Taufe gehoben. Die für März vorgesehene Erstveranstaltung war bereits nach kurzer Zeit vollständig ausgebucht, so dass kurzfristig eine Zweitveranstaltung notwendig wurde, die ebenfalls nahezu ausgebucht ist.

Mitte 2021 haben die Gesellschafter der Büttner Elektronik GmbH in Neuenkirchen Ihre Geschäftsanteile an die Dometic Group AB (publ) in Stockholm veräußert. Dometic ist weltweit Marktführer als Hersteller von Camping- und Caravaning-Zubehör. Die Büttner Elektronik GmbH in Neuenkirchen stellte mit ca. 20% Umsatzanteil und über 30 Jahren Zusammenarbeit sowohl den ältesten als auch umsatzstärksten Kunden dar. Die von VOTRONIC produzierten Geräte werden von der Dometic Germany MPS GmbH unter der Markennamen "Mobile Technology" am Markt angeboten, die hierbei als eigenständiger Hersteller auftritt. Durch weitere Unternehmenskäufe hat Dometic sein Produktportfolio in diesem Bereich sukzessive erweitert. Demzufolge wird eine Sortimentsbereinigung zulasten unserer Geräte immer wahrscheinlicher. Gestützt wird diese Annahme mit dem Auslaufen diverser Rahmenaufträge, für die häufig keine Anschlussvereinbarungen für das laufende Geschäftsjahr abgeschlossen werden. Mehrere Kunden der ehemaligen Büttner Elektronik GmbH, die um die Geschäftsbeziehung zu VOTRONIC wissen, haben inzwischen mit uns Kontakt aufgenommen und werden zukünftig von uns direkt mit entsprechenden VOTRONIC Originalgeräten beliefert, was sich meist positiv auf den vergleichbaren Deckungsbeitrag pro Gerät auswirkt. Inwieweit sich hierdurch der Rückgang bzw. sogar Wegfall der ehemaligen Büttner-Umsätze kompensieren lässt, bleibt abzuwarten.

2. Risikobericht

Der anhaltende Boom in der Camping- und Reisemobilbranche hat bis ins erste Quartal 2023 dafür gesorgt, dass unser Unternehmen die Krisen durch Corona, den Ukraine-Krieg und die explodierenden Energiepreise wirtschaftlich gut überstanden hat. Unterstützungs- und Hilfsmaßnahmen z.B. aus dem CORONA-Schutzschild der Bundes- bzw. Landesregierung waren bis dahin ebenso wenig notwendig wie die Einführung von Kurzarbeit.

Bedingt durch den abrupten Rückgang des Auftragsvolumens in 2023 sind wir im vergangenen Jahr dazu übergegangen, die Produktionskapazitäten auf vier Wochenarbeitstage zu konzentrieren und für den fünften Arbeitstag für die Mitarbeiter in Produktion und Lager Kurzarbeit einzuführen. Auf diese Weise konnten von März 2023 bis Februar 2024 ca. 24 TEUR der monatlichen Brutto-Gehälter (zzgl. Sozialkosten) eingespart und die entsprechenden Arbeitsplätze erhalten werden. Mit dem Auslaufen der Kurzarbeit Ende Februar 2024 musste eine neue Lösung gefunden werden, da das bestehende Auftragsvolumen eine Rückkehr zur regulären 40 Stundenwoche nicht zuließ. In Zusammenarbeit mit den betroffenen Mitarbeiter*innen konnte aber über eine Neuregelung der Arbeitszeiten eine Kompensation erreicht und der Fortbestand der Arbeitsplätze gesichert werden. Erst wenn sich die erwartete Marktbelebung zur zweiten Jahreshälfte nicht einstellen sollte, wäre ein Abbau von Arbeitsplätzen nicht mehr auszuschließen.

Das enorm hohe Auftragsvolumen der vergangenen Jahre war von uns teilweise nur unter der Zuhilfenahme von Fremdfertigungs-Unternehmen möglich. Mit dem Rückgang des Auftragsvolumens im Geschäftsjahr 2023 wurden diese Aufträge wieder zurückgeführt und größtenteils von uns selbst produziert. Der Anteil der Fremdleistungskosten hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von ca. 5% auf ca. 2,5% der Gesamtleistung reduziert. Bei einzelnen Baugruppen ist die Fremdfertigung unumgänglich, da uns hier momentan noch die technischen Voraussetzungen fehlen. Die Auswirkungen der Reduzierung der Fremdfertigung auf die Kosten- bzw. Kalkulationsstrukturen sind dabei eher marginal.

Aufgrund der volatilen Beschaffungssituation haben wir unsere Vorratsbestände bis Ende 2022 sukzessive erhöht, um Fertigungsstillstände zu vermeiden. Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen liegt aufgrund des starken Rückgangs auch zum Ende des Geschäftsjahres 2023 über dem Niveau des Vorjahres. Auch wenn nicht davon ausgegangen wird, dass die Preise in Zukunft auf breiter Basis sinken, ist darin dennoch ein Risiko zu sehen, dass grundsätzlich eintreten kann, somit der Wert des Vorratsbestands sinkt und eine verlustbringende Abwertung erfolgen muss. Darüber hinaus führen die Abnahmeverpflichtungen aus den bestehenden Rahmenaufträgen mit unseren Lieferanten dazu, dass sich im Geschäftsjahr 2024 der Vorratsbestand weiter erhöht und das darin gebundene Kapital die Liquidität belastet.

Die mit dem Verkauf der Büttner Elektronik GmbH in 2021 einhergehenden, absehbaren Veränderungen haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter fortgesetzt. Das in 2022 noch realisierte Umsatzvolumen in Höhe von ca. 4 MEUR hat sich in 2023 auf 1,6 MEUR reduziert. Für das laufende Geschäftsjahr 2024 ist mit einem weiteren Rückgang zu rechnen. Wie im Chancenbericht bereits beschrieben, nehmen bestehende bzw. ehemalige Kunden der Dometic Germany MPS GmbH inzwischen Kontakt zu uns auf und verlagern Teile ihrer Umsätze zu uns, was sich nicht zuletzt auch in einem höheren Deckungsbeitrag pro Gerät niederschlägt.

Durch die Aufnahme zusätzlicher Mittel für die Finanzierung des Immobilienerwerbs wird das Finanzergebnis 2023 durch Zinszahlungen in Höhe von ca. 18 TEUR belastet. Die jährliche Tilgungsleistung liegt unverändert bei ca. 132 TEUR. Darüber hinaus entstehen durch die Immobilie jährlich Verbrauchskosten (Gas, Strom, Wasser) in Höhe von ca. 117 TEUR, die durch die anteilige Vermietung mit ca. 75 TEUR an den Mieter weiter belastet werden. Ein im Dezember 2020 bei der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen gestellter Förderantrag wurde im Oktober 2023 bewilligt. Die Gesamtfördersumme in Höhe von 434 TEUR wurde in 2023 bereits größtenteils ausgezahlt (385 TEUR) reduziert sich nachträglich aber noch, da die bewilligten, baulichen Investitionen durch die anteilige Vermietung der Immobilie nur teilweise förderfähig sind. Eine evtl. Überzahlung müsste in 2024 bei Einreichung des Verwendungsnachweises ggfs. zurückgezahlt werden.

Der Mietvertrag der alten Immobilie hatte ursprünglich eine feste Laufzeit bis zum 31.12.2024. Dieser wurde aber per Auflösungsvertrag zum 29.02.2024 hin beendet, da für die Immobilie ein neuer Mieter gefunden werden konnte. Hierdurch entfallen die entsprechenden Mietaufwendungen für das Jahr 2024 inklusive der Neben- und Verbrauchskosten in Höhe von ca. 39 TEUR.

Die aktuelle Finanzlage sowie der Bestand an liquiden Mitteln ermöglichen es uns, die aktuellen Zahlungen ohne Inanspruchnahme der zur Verfügung gestellten Kreditlinien von insgesamt 200 TEUR vorzunehmen. Darüber hinaus existieren keine weiteren Verpflichtungen aus dem Unternehmenskauf mehr gegenüber den Altgesellschaftern. Das Zinsrisiko der laufenden Kredite aus dem Unternehmenskauf ist über entsprechende Zinsderivate abgesichert.

Die im Anhang unter Punkt 4e) aufgeführten sonstigen Verbindlichkeiten der Gesellschaft gegenüber der VR Equitypartner GmbH sind gemäß Darlehensvertrag spätestens zum März 2027 hin zu tilgen. Aufgrund der veränderten Ertragslage seit Beginn des Geschäftsjahres 2023 und der damit zusammenhängenden, angepassten Finanzplanung besteht das Risiko, dass zu diesem Termin eine Rückzahlung nicht mehr vollständig aus eigenen Mitteln der Gesellschaft heraus möglich ist. Entgegen der ursprünglichen Planung müssten für die Tilgung zusätzliche Mittel (Fremd- oder Eigenkapital) herangezogen werden. Die Möglichkeit, dieses Fremd- oder Eigenkapital bis März 2027 nicht beschaffen zu können, stellt ein Risiko dar, mit dem die Gesellschaft nun (nach vorliegenden aktuellen Planungen) konfrontiert werden könnte und das die Entwicklung der Gesellschaft beeinträchtigen könnte. Aufgrund des eingeräumten Rangrücktritts seitens der VR Equitypartner GmbH wäre allein darauf bezogen nicht mit insolvenzrechtlichen Folgen zu rechnen; dennoch gebührt es dem Anspruch der Vollständigkeit, dieses Risiko hier zumindest anzusprechen. Der Geschäftsführung ist dieses Szenario bewusst. Erste Gespräche mit den Hausbanken der Gesellschaft zur Sicherstellung der Finanzierung wurden bereits geführt. Nach dem Vorliegen des Jahresabschlusses 2023 sowie der Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2024 werden die Gespräche fortgesetzt bzw. finalisiert.

Über ein EDV-gestütztes Planungstool werden alle betriebswirtschaftlich relevanten Kennzahlen abgebildet und laufend den monatlichen Ist-Werten gegenübergestellt. Das Tool beinhaltet sowohl eine detaillierte Plan-Bilanz, Plan-GuV, Plan-Cashflow-Rechnung sowie einen detaillierten Investitionsplan für das laufende Geschäftsjahr mit monatlicher Aufgliederung als auch eine Grobplanung (Bilanz, GuV, Cashflow-Rechnung, Investitionsplan) für einen weiteren Planungszeitraum, der mindestens zwei weitere Jahre umfasst. Innerhalb dieses Planungstools werden sowohl worst-case als auch best-case Modelle abgebildet, die im Ergebnis in eine detaillierte Mehrjahresplanung münden.

Umfangreiche Bonitätsbeurteilung im Neukundengeschäft sowie laufendes Reporting unserer Stammkunden führen zu einem erheblich reduzierten Risiko von Forderungsausfällen und Bonitätsrisiken. Etwaige Ausfälle sind durch eine Warenkreditversicherung abgedeckt.

3. Gesamtaussage

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität und guten Liquidität, dem nach wie vor hohen Auftragsvolumen und der prognostizierten Marktentwicklung sehen wir - außer dem oben genannten - keine weiteren Risiken, die unsere Entwicklung beeinträchtigen oder unseren Bestand gefährden.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen, Bankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Unternehmensleitung verfolgt eine strikt konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung wird stets die Bonität der Kunden abgefragt. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement, ein effizientes Mahnwesen und eine Warenkreditversicherung.

 

Lauterbach, den 30.07.2024

gez. Dipl.-Betriebswirt (FH) Dieter Sojak, Geschäftsführer

gez. Dipl.-Ingenieur (FH) Jörg Borneis-Eifert, Geschäftsführer

1 Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr. 19 vom 15. Januar 2024

2 Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung Nr. 19 vom 15. Januar 2024

3 Deutsche Bundesbank - Monatsbericht Februar 2024

4 Caravaning Industrie Verband e.V. (CIVD) - Presse-Information vom 15.01.2024

5 Caravaning Industrie Verband e.V. (CIVD) - Mitglieder-Info 02/2024

6 Frankana-Freiko® - Lieferanteninformation 02/2024

7 Institut für Demoskopie Allensbach - Caravaning in Deutschland: eine Befragung von Besitzern und potentiellen Käufern 2022

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 9.370.922,32 10.712.805,68
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.553.420,00 6.600.795,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 5.499.675,00 6.547.232,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 53.745,00 53.563,00
II. Sachanlagen 3.817.502,32 4.112.010,68
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.331.972,32 3.711.791,68
2. technische Anlagen und Maschinen 196.525,50 224.396,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 279.004,50 175.822,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.000,00 0,00
B. Umlaufvermögen 9.199.382,64 9.223.422,57
I. Vorräte 4.107.372,44 4.587.597,84
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 20.732,08 10.967,91
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 760.484,72 346.019,71
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.331.525,48 4.289.805,02
C. Rechnungsabgrenzungsposten 22.445,60 56.075,76
davon Disagio 13.021,10 23.437,70
Summe Aktiva 18.592.750,56 19.992.304,01

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.866.691,07 7.162.355,88
I. Gezeichnetes Kapital 159.362,00 159.362,00
II. Gewinnvortrag 7.002.993,88 4.553.252,25
III. Jahresfehlbetrag 295.664,81 -2.449.741,63
B. Rückstellungen 470.586,59 1.028.967,64
C. Verbindlichkeiten 11.255.472,90 11.800.980,49
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.383.609,38 5.150.458,42
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 4.383.609,38 5.150.458,42
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 6.632.733,62 6.322.245,02
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 6.632.733,62 6.322.245,02
3. sonstige Verbindlichkeiten 239.129,90 328.277,05
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 239.129,90 328.277,05
Summe Passiva 18.592.750,56 19.992.304,01

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.954.382,69 11.050.912,96
2. Personalaufwand 4.241.536,79 4.389.058,48
a) Löhne und Gehälter 3.415.134,08 3.607.527,07
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 826.402,71 781.531,41
davon für Altersversorgung 16.278,69 19.111,51
3. Abschreibungen 1.278.035,86 1.331.958,45
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.278.035,86 1.331.958,45
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 975.595,84 1.072.278,59
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 18,18
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 24.243,71 4.299,47
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 121,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 713.118,61 627.065,40
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 47.393,15 1.166.941,92
9. Ergebnis nach Steuern -277.053,85 2.468.030,59
10. sonstige Steuern 18.610,96 18.288,96
11. Jahresfehlbetrag 295.664,81 -2.449.741,63

Anhang zum Jahresabschluss 2023

Gliederung Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

IV. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

3. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

4. Sonstige Rückstellungen

5. Verbindlichkeiten

6. Haftungsverhältnisse

7. 7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

V. V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anzahl der Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt

2. Geschäftsführung

3. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

4. Ergebnisverwendung

5. 5. Nachtragsbericht

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der VOTRONIC Elektronik-Systeme GmbH

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Gesellschaft führt die Firma "VOTRONIC Elektronik-Systeme GmbH".

Der Sitz der Gesellschaft ist in 36341 Lauterbach (Hessen), Johann-Friedrich-Diehm-Str. 2.

Die VOTRONIC Elektronik-Systeme GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Gießen unter der Registernummer HRB 9712 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die VOTRONIC Elektronik-Systeme GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Absatz 2 HGB.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB, den Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (unverändert) maßgebend:

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Gegenstände des Sachanlagevermögens werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Der aktivierte Firmenwert wird entsprechend seiner geschätzten Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Diese Nutzungsdauerschätzung ist vor allem durch die voraussichtliche Bestandsdauer der Branche des erworbenen Unternehmens begründet. Die geschätzte Nutzungsdauer deckt sich des Weiteren mit der für die Handelsbilanz zulässigen typisierten Abschreibungsdauer von 10 Jahren. Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung zum Bilanzstichtag lagen nicht vor.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden nach den steuerlichen Regelungen des § 6 EStG bewertet und abgeschrieben.

Die Vorräte wurden im Wege der Stichtagsinventur zum 31. Dezember 2023 aufgenommen und durch Inventurlisten nachgewiesen.

Die in den Vorräten enthaltenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bewertet. In den Fällen, in denen der Marktpreis am Bilanzstichtag niedriger ist, wird dieser Wert angesetzt.

Die fertigen Erzeugnisse und Waren werden mit den eingesetzten Bauteilen und Komponenten mit ihren individuellen Anschaffungs- bzw. Herstellkosten am Bilanzstichtag bewertet. Sollte der Marktpreis zum Bilanzstichtag unter den ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellkosten liegen, wird dies über einen entsprechenden Abschlag berücksichtigt.

Die Vorräte werden mit den individuellen Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Für einen Teil der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die die Voraussetzungen des § 240 Abs. 3 S. 1 HGB erfüllen, werden Festwerte gebildet. In den Fällen, in denen der Marktpreis am Bilanzstichtag niedriger ist, wird dieser Wert angesetzt. Beim Ansatz der Herstellungskosten sind anteilige Verwaltungs- und Sozialkosten nicht einbezogen worden. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit usw. ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Bewertung der Forderungen erfolgt grundsätzlich zum Nennwert. Drohende Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für Zinsverluste und das latente Ausfallrisiko wird bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen darüber hinaus eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% angesetzt.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu ihren Nominalbeträgen angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der abzugrenzenden Beträge angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagespiegel (Anlage 1 zum Anhang) zu entnehmen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten keine Forderungen gegenüber den Gesellschaftern.

3. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält zum Bilanzstichtag eine ZinsCap-Prämie gegenüber der UniCredit Bank AG in Höhe von 2.685,00EUR sowie gegenüber der DZ-Bank in Höhe von 909,64.

Des Weiteren enthält der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten ein Disagio auf das Darlehen gegenüber der Volksbank Lauterbach-Schlitz in Höhe von 2.604,22 EUR sowie ein Disagio auf das Darlehen gegenüber der UniCredit Bank AG in Höhe von 10.416,88 EUR.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich zum 31.12.2023 wie folgt zusammen:

TEUR

Personalkosten

33 Aufbewahrung 4 Gewährleistungen 117 Abschluss- und Prüfungskosten 45 Berufsgenossenschaft / IHK-Beiträge 9

208

5. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung sind im folgenden Verbindlichkeiten-Spiegel im Einzelnen dargestellt:

Art der Verbindlichkeit Stand 31.12.2023
TEUR
Bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr) 4.383 (5.151) 767 (756)
-2.032 (2.668) 1.584 (1.727) 4.383 (5.151)
Erhaltende Anzahlungen auf Bestellungen (saldiert mit teilfertigen Bauten)
(Vorjahr) 12 (29) 12 (29) 0 (0)
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen (Vorjahr) 104 (87) 104 (87) 0 (0)
Sonstige Verbindlichkeiten (Vorjahr) 6.756 (6.534) 323 (412) 6.433 (6.122)
Davon aus Steuern (Vorjahr) 24 (179) 24 (179) 0 (0)
Davon im Rahmen der Sozialen Sicherheit (Vorjahr) 4 (7) 4 (7) 0 (0)
Gesamt 11.255 1.206 8.465 1.584 4.383
Art der Verbindlichkeit über 5 Jahre
TEUR
Besichert Besicherung
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr)
(1) ja
Erhaltende Anzahlungen auf Bestellungen (saldiert mit teilfertigen Bauten)
(Vorjahr) 0 (0) 0 (0) nein
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen (Vorjahr) 0 (0) 0 (0) nein
Sonstige Verbindlichkeiten (Vorjahr) 0 (0) 0 (0) nein
Davon aus Steuern (Vorjahr) 0 (0) 0 (0) nein
Davon im Rahmen der Sozialen Sicherheit (Vorjahr) 0 (0) 0 (0) nein
Gesamt

Besicherung zu (1):

- Negativerklärungen über Anlage- und Umlaufvermögen

- Negativerklärungen der Gesellschafter über ihre jeweiligen Geschäftsanteile an der Gesellschaft

- Rangrücktritt- und Darlehensbelassungserklärung zwischen dem Kreditinstitut und dem Gesellschafter VR Equitypartner GmbH bezüglich seines Gesellschafterdarlehens in Höhe von 4.100 TEUR zzgl. hiermit verbundener Zinsen.

- Forderungsabtretungen aus Warenlieferungen

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 6.633 TEUR enthalten:

TEUR
Gesellschafter VR Equitypartner GmbH 6.183
Gesellschafter Dieter Sojak 225
Gesellschafter Jörg Borneis-Eifert 225
Gesamt 6.633

Die Gesellschafter haben bezüglich dieser Forderungen einen Rangrücktritt erklärt.

6. Haftungsverhältnisse

Die VOTRONIC Elektronik-Systeme GmbH bürgt gegenüber der Volksbank Lauterbach-Schlitz für Verbindlichkeiten des Gesellschafters Herrn Dieter Sojak bis zu einer Höhe von 500 TEUR und des Gesellschafters Herrn Jörg Borneis-Eifert bis zu einer Höhe von 500 TEUR.

Zurzeit ist davon auszugehen, dass die Schuldner ihren Verbindlichkeiten weiterhin selbst nachkommen. Aus diesem Grund ist eine Inanspruchnahme der gestellten Sicherheit unwahrscheinlich.

7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasing-Verträgen. Der Mietvertrag hat eine Laufzeit bis 31. Dezember 2024. Jährliche Gesamt-Mietaufwendungen für Gebäude (inkl. Vermieter-Nebenkosten) sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung fallen in Höhe von 66.213 EUR an. Darin enthalten sind zwei Kfz-Leasing-Verträge mit einer maximalen Laufzeit bis 31. September 2026, die die Gesellschaft jährlich mit ca. 16 TEUR belastet. Aus den Miet- und Leasing-Verträgen bestehen keine Verbindlichkeiten von mehr als fünf Jahre.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Beträge von außergewöhnlicher Bedeutung und/oder Größenordnung gemäß § 285 Nr. 31 HGB

In der Position Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen ist im Geschäftsjahr 2023 die Abschreibung auf den im Geschäftsjahr 2019 erworbenen Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 1.048 TEUR enthalten.

VI. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt

Gehaltsempfänger 99
Lohnempfänger 1
davon geringfügig Beschäftigte 1
Gesamt 100

2. Geschäftsführung

Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 waren

- Dipl.-Betriebswirt (FH) Dieter Sojak und

- Dipl.-Ingenieur (FH) Jörg Borneis-Eifert.

Alle Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

3. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Bezüglich der Bezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Absatz 4 HGB Gebrauch gemacht.

4. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von 295.664,81 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. Dieser setzt sich wie folgt zusammen:

EUR
Jahresfehlbetrag 31.12.2023 -295.664,81
Gewinnvortrag 31.12.2022 7.002.993,88
Gesamt 6.707.329,07

5. Nachtragsbericht

Die allgemeine, gesamtwirtschaftliche Lage das Konsumentenverhalten hat sich vor allem im Bereich des Fachhandels seit Ende 2022 stark verändert. Die beim Handel bis Ende 2022 in hohem Maße aufgebauten Lagerbestände flossen im Geschäftsjahr 2023 nur stark verzögert bzw. teilweise nur geringfügig ab. Die Folge ist auch zu Beginn des neuen Geschäftsjahres eine noch immer verminderte Handelsnachfrage, die sich voraussichtlich bis in die Mitte des aktuellen Geschäftsjahres fortsetzen wird.

Mit dem Auslaufen der Regelungen zur Kurzarbeit zum 28.02.2024 musste für das neue Geschäftsjahr 2024 eine Lösung geschaffen werden, um den nach wie vor unausgelasteten Produktionskapazitäten Rechnung zu tragen. Über eine einzelvertragliche Vereinbarung mit den Mitarbeiter*innen konnten betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden.

Zu den möglichen Auswirkungen dieser Einflussfaktoren wird auf die Ausführungen im Prognose- bzw. Chancen- und Risikobericht im Lagebericht verwiesen.

 

Lauterbach, den 30.07.2024

gez. Dipl.-Betriebswirt (FH) Dieter Sojak, Geschäftsführer

gez. Dipl.-Ingenieur (FH) Jörg Borneis-Eifert, Geschäftsführer

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Verrechnung mit Zuschüssen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 394.363,34 35.130,00 -5.565,23 423.928,11
2. Geschäfts- oder Firmenwert 10.475.572,80 0,00 0,00 10.475.572,80
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 10.869.936,14 35.130,00 -5.565,23 10.899.500,91
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.022.132,49 0,00 -275.175,86 3.746.956,63
2. technische Anlagen und Maschinen 645.072,58 17.524,99 -19.339,33 643.258,24
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 699.522,84 189.454,79 -15.876,86 873.100,77
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 10.000,00 0,00 10.000,00
Summe Sachanlagen 5.366.727,91 216.979,78 -310.392,05 5.273.315,64
Summe Anlagevermögen 16.236.664,05 252.109,78 -315.957,28 16.172.816,55
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 340.800,34 29.382,77 370.183,11 53.745,00 53.563,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.928.340,80 1.047.557,00 4.975.897,80 5.499.675,00 6.547.232,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 4.269.141,14 1.076.939,77 5.346.080,91 5.553.420,00 6.600.795,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 310.340,81 104.643,50 414.984,31 3.331.972,32 3.711.791,68
2. technische Anlagen und Maschinen 420.676,08 26.056,66 446.732,74 196.525,50 224.396,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 523.700,34 70.395,93 594.096,27 279.004,50 175.822,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 10.000,00 0,00
Summe Sachanlagen 1.254.717,23 201.096,09 1.455.813,32 3.817.502,32 4.112.010,68
Summe Anlagevermögen 5.523.858,37 1.278.035,86 6.801.894,23 9.370.922,32 10.712.805,68

Hinweis:

Bei den Zugängen zu den Anschaffungs- und Herstellungskosten handelt es sich um die tatsächlichen Auszahlungen für Investitionen im Geschäftsjahr 2023.

Die in der Spalte "Verrechnung mit Zuschüssen" dargestellten Werte beinhalten die bilanziellen Buchwertminderungen durch einen von der WI-Bank Hessen gewährten Investitionszuschuss (Zuwendung) für frühere Investitionen.

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 26.08.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die VOTRONIC Elektronik-Systeme GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VOTRONIC Elektronik-Systeme GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VOTRONIC Elektronik-Systeme GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtü- mern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Fulda, 31. Juli 2024

G+M Wirtschaftsprüfung Dr. Gebhardt + Moritz GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Diplom-Kaufmann

gez. Volker Hans, Wirtschaftsprüfer

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