Reiseveranstalter
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jose Antunez seit 20.12.2024 | Prokura |
Manuel Garcia seit 1.7.2020 | Vorstandsmitglied |
Carmen Garcia-Molinaro seit 1.7.2020 | Prokura |
Eduardo Dr. Garcia seit 1.9.2005 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
garmo AGStuttgartJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche Grundlagen/Gegenstand des Unternehmens Die garmo AG ist ein Handelsunternehmen mit Sitz in Stuttgart. Mit ihren ethnischen Milchprodukten ist sie einer der Marktführer in Europa. Die von der garmo AG vertriebenen Produkte werden größtenteils an Produktionsstätten in Deutschland produziert. Die restliche Menge wird von ausgewählten europäischen Molkereien bezogen. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 begann wie das Rekordjahr 2022 endete, mit hohen Milchpreisen. In den ersten beiden Monaten des Jahres zeigte es sich jedoch, dass sich die zweijährige Phase von steigenden Milchpreisen dem Ende zuneigte. Die Milcherzeugerpreise gingen Anfang 2023 erstmals merklich zurück und es folgten weitere deutliche Rückgänge. Insgesamt sind die Verbraucherpreise für Milchprodukte in 2023 deutlich gesunken und führten zu weniger Umsatz bei stabilem Absatz. Die Milchbranche allgemein war im Jahr 2023 mit weiter steigenden Kosten konfrontiert. Während die Milchanlieferung in Deutschland in den beiden Vorjahren rückläufig war, nahm sie im Jahr 2023 wieder zu. Das Exportgeschäft verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr. Beim Konsumverhalten in Deutschland führten Inflation und Kriege zu Verunsicherung, sodass vermehrt günstige Produkte, insbesondere Handelsmarken des Lebensmitteleinzelhandels, im Einkaufskorb landeten. Die Käseproduktion in Deutschland war in 2023 stabil. Käsepreise haben im Laufe des Jahres spürbar nachgegeben, im Jahresdurchschnitt jedoch überdurchschnittlich im Vergleich zu den Vorjahren. Im 3. und 4. Quartal hatten wir in Deutschland eine deutlich festere Entwicklung bei den Milchpreisen, wobei die Milchpreise regional sehr unterschiedlich ausfielen. Die Milchverarbeiter zahlten im Jahr 2023 im Schnitt 45,7 ct/kg an ihre Lieferanten. Das waren 6,8 ct/kg weniger als im Vorjahr. Süddeutsche Molkereien kämpften sich zurück und lagen am Ende wieder über dem Bundesdurchschnitt. Insgesamt ist der Konsum von Milchprodukten im letzten Jahr erneut leicht gesunken. Grund dafür könnten die nur langsam sinkenden Preise für Milch und Milchprodukte sowie die Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Situation auf das Konsumentenverhalten sein. Geschäftsverlauf Die Umsatzerlöse vor Erlösschmälerungen und das Jahresergebnis werden als finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung der Gesellschaft herangezogen. Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz vor Erlösschmälerungen in Höhe von TEUR 270.639 (im Vorjahr: TEUR 234.706). Das Ergebnis vor Steuern stieg auf TEUR 10.685 (im Vorjahr: TEUR 6.578). Die Gesellschaft erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 7.333 (im Vorjahr: TEUR 4.559). Die garmo AG bilanziert für das Geschäftsjahr 2023 einen positiven Geschäftsverlauf. Geschäftsentwicklung und Ertragslage Die Umsatzerlöse vor Erlösschmälerungen lagen über der Umsatzprognose von EUR 250 Mio. aus 2022 für das Geschäftsjahr 2023, was auf gestiegene Abgabepreise als auch eine höhere Auslieferungsmenge zurückzuführen ist. Alle angebotenen Eigenmarkenkontrakte konnten sowohl im Frühjahr als auch im Herbst 2023 verlängert werden. Die entsprechenden Jahresgespräche mit dem LEH wurden erfolgreich abgeschlossen. Der Rohertrag im Geschäftsjahr lag bei TEUR 42.454 (im Vorjahr: TEUR 34.332). Die Materialeinsatzquote ist von 84,2% auf 83,0% gesunken. Der gesamte Personalaufwand belief sich auf TEUR 9.846 und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 7,2% erhöht. Dieser Anstieg ist mit der Neueinstellung von Personal zu erklären. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 20.797 (im Vorjahr: TEUR 17.871) bildeten die Vertriebs- und Marketingkosten in Höhe von TEUR 6.177 (im Vorjahr: TEUR 4.952), die Ausgangsfrachten (Fremdspeditionen, die Kosten für die Beschaffungslogistik) in Höhe von TEUR 4.983 (im Vorjahr: TEUR 4.834) sowie die vertraglich vereinbarten Konditionen mit dem Lebensmitteleinzelhandel von TEUR 3.801 (im Vorjahr: TEUR 2.984) die Hauptpositionen. Der in 2023 erzielte Jahresüberschuss hat TEUR 7.333 betragen. Die Prognose eines höheren Jahresüberschusses für das Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 (Jahresüberschuss: TEUR 4.559) konnte somit erreicht werden. Im Geschäftsjahr konnte ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 14.359 (im Vorjahr: TEUR 4.456) erwirtschaftet werden. Insgesamt entsprach die Entwicklung des Geschäftsjahres vollumfänglich den Erwartungen. Investitionen Notwendige Investitionsvorhaben wurden im Geschäftsjahr wie geplant durchgeführt.
Im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände wurden überwiegend Investitionen in Software getätigt. Diese wiederum stehen in erster Linie mit der Einführung eines neuen ERP-Systems (Enterprise Resource Planning System) in Zusammenhang. Die Zugänge im Sachanlagevermögen resultieren im Wesentlichen aus der Fertigstellung und Aktivierung neuer Geschäftsräume. Daneben wurde für die Generalsanierung eines älteren Bestandsgebäudes Investitionen getätigt. Die übrigen Zugängen im Sachanlagevermögen sind vor allem Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung geschuldet. Alle Investitionen konnten durch Eigenmittel finanziert werden. Beteiligungen / Aktivitäten Es besteht weiterhin eine 100%-ige Beteiligung an der GAZi Promotion GmbH, Stuttgart, mit der ein Ergebnisabführungsvertrag besteht, und eine 15%-ige Beteiligung an der Unimpack B.V., Rotterdam (Niederlande). Die Medien- und Promotionsleistungen wurden und werden weiterhin von der GAZi Promotion GmbH, Stuttgart, eingekauft. Mit verschiedenen TV-Spots zu unterschiedlichen zielgruppenspezifischen Zeiten wurden auf mehreren reichweitenstarken TV-Sendern die GAZi Produkte für die jeweilige Hauptzielgruppe beworben. Die Erdbebenkatastrophe in der Türkei und Syrien im Februar 2023 gilt als eine der schlimmsten Naturkatastrophen seit langem. Die garmo AG hat hier schnell und unkompliziert mit verschiedenen Maßnahmen geholfen. Im Februar haben wir unsere Marke GAZi und speziell das "Biosortiment" auf der Biofachmesse in Nürnberg in den Focus gestellt. Selbstverständlich waren wir auch auf der für uns wichtigsten Fachbesuchermesse, der ANUGA in Köln, vertreten und konnten hier sowohl Kundenpflege als auch Neukundengewinnung betreiben. Vorgestellt haben wir hier unsere gesamte Produktpalette unter der Marke GAZi. Die garmo AG war auch in der Saison 22/23 sowie 23/24 Sponsor beim Fußballbundesligisten VfB Stuttgart. Weiterhin ist die garmo AG als Premiumpartner beim Basketballerstligisten ALBA BERLIN aktiv. Hervorzuheben ist außerdem das im Geschäftsjahr unterzeichnete neue Sponsoring als Hauptsponsor für die European League of Football für die Jahre 2024 bis 2026. Zu nennen ist weiterhin das fortbestehende Engagement bei den Stuttgarter Kickers, an deren Heimspielstätte das Unternehmen die Namensrechte hält (GAZi-Stadion auf der Waldau). Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der garmo AG erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 73.487 auf TEUR 76.673. Das gesamte Anlagevermögen erhöhte sich durch die Investitionstätigkeit um TEUR 3.533 auf TEUR 37.799. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt insgesamt 49,3%. Das gesamte Umlaufvermögen reduzierte sich um TEUR 1.053 auf TEUR 37.596. Dieser Rückgang ist auf verschiedene gegenläufige Effekte zurückzuführen. Der Vorratsbestand ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.428 auf TEUR 11.183 gesunken. Ebenso waren die Forderungen zum Stichtag mit TEUR 14.995 um TEUR 1.065 niedriger als im Vorjahr, genauso die sonstigen Vermögensgegenstände mit TEUR 1.432 und einem Rückgang um TEUR 3.394. Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage als Folge des Ukrainekrieges, hatte die garmo AG bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses kaum Forderungsausfälle zu verzeichnen. Die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag haben TEUR 9.985 betragen, nach TEUR 3.151 im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 67,73%. Das Eigenkapital hat sich von TEUR 46.598 auf TEUR 51.931 erhöht. Die sonstigen Rückstellungen haben sich um TEUR 109 auf TEUR 2.020 erhöht. Dies ist zum einen auf einen Anstieg im Personalbereich auf TEUR 1.085 (im Vorjahr: TEUR 980) zurückzuführen und zudem auf einen Anstieg der Rückstellungen für ausstehenden Rechnungen auf TEUR 701 (im Vorjahr: TEUR 622). Die Verbindlichkeiten reduzierten sich insgesamt um TEUR 1.662 auf TEUR 21.395. In den gesamten Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 20.330 (im Vorjahr: TEUR 20.232) enthalten. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist geordnet. Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ist zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichts gesichert und nicht durch Ereignisse, die innerhalb und außerhalb des Einflussbereichs des Unternehmens liegen, beeinträchtigt. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden vor allem die Beziehungen des Unternehmens zu Kunden und Mitarbeitern genannt. Das Ziel der garmo AG ist es, als attraktiver und verantwortungsvoller Arbeitgeber, dauerhaft kompetente und engagierte Mitarbeiter an sich zu binden (Personalstrategie). Arbeitnehmer der garmo AG Unsere Mitarbeiter sind entscheidend für den Kundenerfolg und damit auch für den Unternehmenserfolg. Das richtige Personal zu gewinnen und zu halten, ist für uns unerlässlich. In der derzeitigen Arbeitsmarktsituation der Region Stuttgart gestaltet sich das Finden von motivierten und qualifizierten Mitarbeitern zunehmend schwieriger. Um die ständig steigenden und sich ändernden Bedürfnisse unserer Kunden zu befriedigen, ist eine kontinuierliche Weiterbildung und -qualifizierung unserer Mitarbeiter unerlässlich. Wir investieren deshalb stark in unsere Personalentwicklung und schulen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die wachsenden und veränderten Aufgaben. Am Ende des Geschäftsjahres 2023 beschäftigte die Gesellschaft insgesamt 117 Mitarbeiter. Bei der 100 %-igen Tochtergesellschaft GAZi Promotion GmbH waren am Ende des Geschäftsjahres 2023 4 Mitarbeiter beschäftigt. Risiko- und Chancenbericht Risikobericht Nach heutigem Kenntnisstand bestehen keine den Bestand des Unternehmens gefährdenden Risiken oder sonstige Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Aus dem Vertrieb von Molkereiprodukten können sich Risiken sowohl auf dem Beschaffungs- als auch auf dem Absatzmarkt ergeben. Im Beschaffungsbereich wurden und werden weitere Lieferanten als Zweitlieferanten aufgebaut, um mögliche Produkt- und Produktionsausfallrisiken zu minimieren. Unsere Lieferanten investieren weiterhin in neue Produktions-/Verpackungsmaschinen, um mögliche Produktionsausfälle/-engpässe zu minimieren. Um den gleichbleibend hohen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden, legen wir einen großen Wert auf unser eigenes Qualitätsmanagementsystem und unsere eigene Qualitätssicherung, um hierdurch Risiken bei der Produktqualität weiter zu minimieren. Im Absatzbereich bestehen Risiken vor allem durch die zunehmende Wettbewerbsintensität und die aktuellen Marktgegebenheiten. Diese sind durch einen steigenden Preisdruck, veränderte Konditionen und befristete Kontrakte gekennzeichnet. Wesentliche Währungsrisiken bestehen für die Gesellschaft nicht. Chancenbericht Durch eine innovative und zielgruppenorientierte Produktpolitik, entsprechenden Marketing- und Vertriebsaktivitäten sehen wir in einem herausfordernden Umfeld die Chance, auch zukünftig unsere Markenposition zu festigen und unseren Marktanteil weiter zu erhöhen. Der Trend zu geänderten Essgewohnheiten hält an und der Genuss von Molkereiprodukten und -spezialitäten nimmt zu. Unsere Produkte bieten eine Genussvielfalt beliebter mediterraner Milchprodukte und liegen somit ungeachtet der schwierigen gesellschaftlichen und gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter im Trend. Mit der im Geschäftsjahr 2022 auf den Markt gekommenen vegane Produktlinie soll der vegane Markt weiter erschlossen werden. Auch das Biosortiment soll weiter ausgebaut werden. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Die garmo AG verfolgt beim Finanz- und Risikomanagement das Ziel der Absicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Zu den Finanzinstrumenten zählen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Das Forderungsausfallrisiko wird durch eine Bonitätsprüfung und ein Debitorenmanagement minimiert. Die Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfrist mit Inanspruchnahme von Skonto beglichen. Zur Sicherung der Liquidität wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt. Ausblick Den Absatzmärkten fehlte es zu Jahresbeginn 2024 an Impulsen. Das Marktumfeld hat sich im Laufe des Jahres 2023 verändert. Die Verfügbarkeit von Milchprodukten hat im Wettbewerbsumfeld wieder zugenommen, nachdem über eine längere Zeit eine leichte Knappheit bestanden hatte. Obwohl die Milchpreise in Europa überall gesunken sind, hatten wir in Deutschland im Jahr 2023 den zweithöchsten Durchschnittspreis, der jemals für konventionelle Milch gezahlt wurde. Mit Blick auf die aktuellen Verwertungen, sehen wir aktuell keinen Spielraum für steigende Milchpreise im Jahr 2024. Jedoch kann sich das in dem restlichen Geschäftsjahr noch ändern. Während das Milchaufkommen in Deutschland im ersten Halbjahr von 2023 um 1,5 % gestiegen ist, lag es in den ersten Monaten von 2024 mit einem Minus von 0,9 %, recht deutlich unter Vorjahresniveau. Neue Gesetzgebungen aus Brüssel und Berlin werden umgesetzt. Insbesondere die Nachhaltigkeitsberichterstattung ist eine große Herausforderung für die Branche. Das Ziel der garmo AG besteht weiterhin darin, die eigenen Dachmarken sowohl im Lebensmitteleinzelhandel als auch im Großhandel verstärkt zu positionieren und somit die Ertragskraft nachhaltig zu stärken. Wir sehen die Chance, den Bekanntheitsgrad unserer Marken, in erster Linie unserer Premiummarke "GAZi", durch sinnvolle Marketingmaßnahmen weiter zu erhöhen, die auf die jeweiligen Zielgruppen adaptiert sind. Wachstumspotential wird sowohl im europäischen Ausland als auch im Export gesehen. Es wurde in diesem Bereich in Personal investiert. Ebenfalls wurden dort strukturelle Maßnahmen umgesetzt, um in diesem Bereich in der Zukunft noch schlagkräftiger agieren zu können. Der ethnische Handel hat nach wie vor eine sehr große Bedeutung für die garmo AG. Hier werden weiterhin große Anstrengungen unternommen, die Umsätze nicht nur zu halten, sondern auszuweiten. Weitere Wachstumschancen sieht die Gesellschaft in der Einführung interessanter Neuprodukte sowohl im ethnischen Bereich als auch im Lebensmitteleinzelhandel. Die Distribution unserer Artikel soll in allen Bereichen noch weiter ausgebaut werden. Ziel im deutschen Handel ist es jetzt, den Listungsausbau voranzutreiben, die Distribution zu erhöhen und Neuproduktlistungen vorzunehmen. Nicht zu vernachlässigen ist, dass die Lieferquote ständig im Blick behalten werden muss. Falls keine extremen Einbrüche eintreten, für die es im Moment keine Anzeichen gibt, geht der Vorstand für 2024 von einem stabilen Milchmarkt aus. Aufgrund der guten Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens sowie der getroffenen Maßnahmen wird derzeit nicht davon ausgegangen, dass insbesondere die Folgen des Ukrainekriegs oder eine Reduktion der Milchproduktion zu einem Risiko führen, das den Bestand der garmo AG gefährdet. Es lässt sich aber nicht final abschätzen, welche Auswirkungen diese Ereignisse auf unsere Ertrags- und Liquiditätslage zukünftig noch haben werden. Die möglichen finanziellen Risiken werden durch die Gesellschaft fortlaufend analysiert. Für das Geschäftsjahr 2024 plant die Gesellschaft mit leicht steigenden Umsätzen vor Erlösschmälerungen auf insgesamt EUR 275 Mio. und einem konstanten Jahresüberschuss.
Stuttgart, 11. Juni 2024 garmo AG gez. Dr. Eduardo Garcia, Vorstand gez. Manuel Garcia, Vorstandsvorsitzender BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
Anhang für das GeschäftsjahrI. Allgemeine Angaben Die garmo AG hat ihren Sitz in Stuttgart und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nummer HRB 22715 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften erstellt. Das Geschäftsjahr der garmo AG umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember eines Jahres. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i.S. des § 267 Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. II. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Angabe der auf die Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um die planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungskosten- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um die planmäßige Abschreibung vermindert. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der linearen und der degressiven Methode (für Anschaffungen von beweglichen Wirtschaftsgütern im Zeitraum 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2022) vorgenommen. Die steuerlich zulässigen Abschreibungssätze wurden zugrunde gelegt. Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungswert bis EUR 800,00 werden als geringwertige Anlagegüter im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang erfasst. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihm am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr bestehen, so wird eine Zuschreibung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, vorgenommen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten. Für die Bewertung des Werbematerials wird ein Festwert (TEUR 20; Vorjahr: TEUR 20) angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1% gebildet. Die Auslandsforderungen bestehen in Euro. Einzelne Ausfallrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Auslandsverbindlichkeiten werden in Euro geschuldet. III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 1. Anlagevermögen Die Brutto-Entwicklung des Anlagevermögens ist auf der letzten Seite des Anhangs dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit über einem Jahr. 3. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 1.000 und ist in 1.000.000 Stammaktien in Form von Stückaktien eingeteilt. Sämtliche Aktien lauten auf den Namen. Der Bilanzgewinn schlüsselt sich wie folgt auf:
4. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 1.085; Vorjahr: TEUR 980), für ausstehende Rechnungen (TEUR 701; Vorjahr: TEUR 622) und für die Archivierung (TEUR 72; Vorjahr: TEUR 85). 5. Verbindlichkeiten Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenüblichen Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Produkten. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 379 (Vorjahr: TEUR 370), Forderungen aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 49) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 136 (Vorjahr: TEUR 124) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
In den sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Betrag in Höhe von TEUR 507 (Vorjahr: TEUR 376) mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr und ein Betrag von TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 0) mit einer Restlaufzeit von einem bis fünf Jahren enthalten. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über fünf Jahre bestehen nicht. 6. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse vor Erlösschmälerungen (TEUR 21.117; Vorjahr: TEUR 17.625) lassen sich wie folgt aufteilen:
7. Sonstigen betrieblichen Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Schadensersatzleistungen über TEUR 207 (Vorjahr: TEUR 582) enthalten. 8. Sonstigen betrieblichen Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 725) aus einem Schadensfall enthalten. 9. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 96 (Vorjahr: TEUR 237) ausgewiesen. Die periodenfremden Erträge setzen sich im Wesentlichen aus Erträgen aus Gewinnen aus Anlagenabgängen (TEUR 60), Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 28) zusammen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 108 (Vorjahr: TEUR 50) enthalten. Die periodenfremden Aufwendungen setzen sich aus nachträglichen Vergütungen und Abrechnungen unserer Kunden und Lieferanten (TEUR 59) sowie aus Verlusten aus Anlagenabgängen (TEUR 49) zusammen. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten Steuernachzahlungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: Steuererstattungen TEUR 6). 10. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 6) enthalten. IV. Sonstige Pflichtangaben Beteiligungsverhältnisse Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an der GAZi Promotion GmbH, Stuttgart, unverändert mit 100,00% beteiligt und es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 416, der Jahresüberschuss beträgt vor Ergebnisabführung TEUR 3. 2. Personal Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 4, aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 1.263 sowie andere finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 3.591 innerhalb der nächsten fünf Jahre. Vorteile aus den Miet- und Leasingverträgen bestehen in der geringen Kapitalbindung, Risiken können sich durch die Länge der Vertragslaufzeiten ergeben. 4. Organe der Gesellschaft Der Vorstand der Gesellschaft setzt sich wie folgt zusammen: Herr Dr. Eduardo Garcia (Diplom-Ökonom), Stuttgart (Vorsitzender) Herr Manuel Garcia, Stuttgart Auf die Angabe der Bezüge des Vorstands wird unter Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB zulässigerweise verzichtet. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft setzt sich wie folgt zusammen: Prof. Dr. Rainer Lorz, Stuttgart Rechtsanwalt (Vorsitzender) Michael Feller, Überlingen Chief Operating Officer - International, DMK Deutsches Milchkontor GmbH (stellvertretender Vorsitzender) Volkhard Mett, Baar (Schweiz) Unternehmensberater Der Aufsichtsrat erhält für seine Tätigkeit im Berichtsjahr eine Vergütung in Höhe von TEUR 34, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen ist. 5. Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar schlüsselt sich wie folgt auf:
6. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 50.795.332,39 auf neue Rechnung vorzutragen.
Stuttgart, 11. Juni 2024 garmo AG gez. Dr. Eduardo Garcia, Vorstand gez. Manuel Garcia, Vorstandsvorsitzender Entwicklung des Anlagevermögens
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die garmo AG, Stuttgart Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der garmo AG, Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der garmo AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 11. Juni 2024 BANSBACH
GmbH
Ungerer, Wirtschaftsprüfer Eisler, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023der garmo AGDer Aufsichtsrat der garmo AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 seine Aufgaben nach Gesetz und Satzung in vollem Umfang wahrgenommen. Er hat sich laufend und ausführlich über die Geschäfts- und Finanzlage, das Investitionsprogramm und besondere Geschäftsvorfälle der garmo AG unterrichtet. Die Entwicklung des Unternehmens wurde gemeinsam mit dem Vorstand regelmäßig erörtert. Gegenstand der Beratungen waren im Berichtszeitraum insbesondere die laufende Geschäfts- und Ergebnisentwicklung, die Situation auf der Rohstoffseite im Hinblick auf Lieferfähigkeit und Warenverfügbarkeit, die Entwicklung der Marketingstrategie der Gesellschaft und ihres Produktsortiments, Fragen der Personalplanung sowie die Maßnahmen und Strategien zur weiteren Optimierung der Ertragslage der Gesellschaft. In Ausübung seiner Personalkompetenz nur der Aufsichtsrat auf seiner Sitzung am 17. März 2023 die Verlängerung der Bestellung von Herrn Manuel Garcia als Vorstand der garmo AG beschlossen. Diese Verlängerung sowie die Verlängerung des Dienstvertrags zu angepassten Konditionen ist auf die höchstmögliche Dauer von fünf Jahren, bis zum 30. Juni 2028, beschlossen worden. Der Aufsichtsrat hat die laufende Geschäfts- und Ergebnisentwicklung und die weiteren Themen in seinen Sitzungen ausführlich mit dem Vorstand beraten und die erforderlichen Entscheidungen getroffen. Er hat die Geschäftsführung des Vorstands überwacht und war in die Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Zudem stand der Vorsitzende des Aufsichtsrats auch zwischen den Sitzungen in laufendem Kontakt mit dem Vorstand der Gesellschaft. Die BANSBACH GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, hat als Abschlussprüfer der garmo AG den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht der garmo AG für das Geschäftsjahr 2023 (Stichtag: 31. Dezember 2023) unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern zugeleitet. Der Aufsichtsrat hat diese Unterlagen in seiner Sitzung am 1. Juli 2024 geprüft. Bei dieser Sitzung standen Vertreter des Abschlussprüfers für Rückfragen und Erläuterungen zur Verfügung und haben detailliert über den Umfang und die Schwerpunkte der Abschlussprüfung berichtet. Ferner hat der Aufsichtsrat den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands geprüft, dem im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 50.795.332,39 in Höhe von EUR 2.000.000,-- zur Ausschüttung einer Dividende an die Aktionäre zu verwenden und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hatte der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers und den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands. Auf seiner Sitzung am 1. Juli 2024 billigte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024, so dass dieser festgestellt war, und schloss sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands an. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für ihren Einsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023. Für den Aufsichtsrat
Stuttgart, 1. Juli 2024 gez. Prof. Dr. Rainer Lorz, LL.M., Vorsitzender des Aufsichtsrats ErgebnisverwendungsbeschlussDie Hauptversammlung vom 1. Juli 2024 hat beschlossen, dass eine Dividende von EUR 2.000.000,00 (EUR 2,00 pro Aktie) ausgeschüttet wird. Der verbleibende Gewinn EUR 48.795.332,39 wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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