Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 49414
Eingetragen
6.8.2002
Branche
Vermittlung von ArbeitskräftenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieSonstige Überlassung von Arbeitskräften
Gegenstand
Auftragsvermittlung zur EDV-Projektbetreuung sowie die Personalberatung zu Fragen der Suche, Auswahl und Beurteilung von Arbeitnehmern im Bereich der elektronischen Datenverarbeitung. Die Gesellschaft betreibt keine Arbeitsvermittlung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
James Baker
seit 28.5.2024
Geschäftsführer
Beverly White
seit 1.4.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Harvey Nash LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Harvey Nash Limited
United Kingdom
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Harvey Nash GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.02.2022 bis zum 31.01.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

I. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie.

Nach der Einschätzung von Dr. Ruth Brand in der Pressemitteilung vom 13. Januar 2023 konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 1,9 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %.

2. Entwicklung der Branche

Laut der Lünendonk-Studie aus dem Jahr 2023 ist der Markt für Personaldienstleistungen (Freelancing, Zeitarbeit, Direktvermittlung) in Deutschland auch nach 2021 in 2022 weiter gewachsen.

Die Fluktuationsquote in Deutschland und die Anzahl der Stellenwechsel über Personalvermittler steigen weiter an. 2022 wechselten 5,2 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Deutschland das Unternehmen (15,2 %). Das ist ein Anstieg von 2,7 %-Punkten gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019. An 30,3 % der Stellenwechsel waren Personaldienstleister beteiligt - das entspricht praktisch jedem dritten Stellenwechsel und insgesamt 1,59 Millionen Vermittlungen im Jahr 2022.

84 % derjenigen, die bereits Kontakt zu einem Personalvermittler hatten, nahmen die Zusammenarbeit als positiv wahr. Eine individuelle Betreuung und Beratung sowie viel Zeit für die Kandidatin beziehungsweise den Kandidaten werden für die Zufriedenheit mit der Dienstleistung als wichtiger erachtet als die Anzahl der Stellenangebote.

Geht es um die Beweggründe für einen Stellenwechsel, so strebt mehr als die Hälfte der Berufstätigen (55,6 %) mit dem Stellenwechsel eine Führungsposition an. Dabei ist mehr Gestaltungsraum fast genauso wichtig wie ein höheres Gehalt. Die gestiegene Inflation sowie die wirtschaftlichen Unsicherheiten haben 2022 hingegen nur eine untergeordnete Rolle gespielt: Nur eine Minderheit (23,6 %) gab an, aufgrund der aktuellen Lage offener für einen Stellenwechsel zu sein. Mehr als die Hälfte der Berufstätigen gab an, deshalb weniger offen für einen neuen Arbeitgeber zu sein.

3. Darstellung der Geschäftsentwicklung und der Lage der Gesellschaft

Die Harvey Nash GmbH hat auch im Jahr 2022 weiter in die Neuorganisation investiert. Beispielhaft wurden größere Büroflächen ab Oktober 2022 für die Hauptniederlassung in Düsseldorf angemietet.

Dies war ein Teil der bereits begonnenen strategischen Restrukturierung aus 2021, um den Aufbau der verschiedenen Geschäftsfelder ausbauen zu können.

Durch das effizientere Nutzen des CRM-Systems "Bullhorn" konnten wir Prozesse wie die Optimierung des Vertriebs und die Steigerung der Recruiterproduktivität erhöhen. Grundsätzlich können wir nun den gesamten Recruiting-Prozess aus einer einzigen übersichtlichen Schnittstelle managen. Dies führte dazu, dass potentielle Fachkräfte schneller identifiziert und im Anschluss dem Kunden schneller vorgestellt werden konnten.

Der Geschäftsbereich Vermittlung in Festvermittlung wurde zudem erfolgreich mit weiteren Mitarbeitern verstärkt, um mehr qualifizierte Fachkräfte mit den richtigen Unternehmen zusammenzubringen.

Der Aufbau operativer Einheiten an allen Standorten (Düsseldorf, Stuttgart, München, Berlin, Hamburg) wird über das Jahr 2022 weiter vorangetrieben, um alle Services von allen Standorten mit lokalen Teams nachhaltig anbieten zu können. Hierzu wurde das interne Recruiting Team weiter professionalisiert, um den Personal- und Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Die Neuorganisation und Investitionen folgen der Nash-Squared-Strategie, in den Standort Deutschland zu investieren, um Harvey als Personalanbieter im Technologie-Feld weiter zu etablieren und einen wachsenden Marktanteil zukünftig für sich zu gewinnen.

4. Konzerneinbindung

Die Harvey Nash GmbH ist eingebunden in den Konzernabschluss der Nash Squared Ltd. mit Hauptsitz in London/Großbritannien. Harvey Nash agiert als ein international tätiger Konzern. Gegründet 1988 ist die Harvey-Nash-Gruppe inzwischen in Europa, USA, Asien und Australien mit insgesamt 49 Niederlassungen und über 10.000 Mitarbeitern vertreten. Die Gesellschaft betreibt Niederlassungen an den Standorten Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart, München und Berlin.

5. Geschäftsbereiche

Die drei Geschäftsbereiche des operativen Geschäfts gliedern sich wie folgt:

Information Technology

Der Geschäftsbereich Information Technology Projects deckt den temporären Bedarf seiner Kunden mit IT- oder Engineering-Fachkräften schnell und qualitativ hochwertig ab. Dieser Bereich wurde inhaltlich konsequent weiter ausgebaut. Hier unterstützt die Harvey Nash GmbH ihre Kunden durch externe Beratungs- und Werkleistungen. Dies geschieht in der Regel mit freiberuflichen Spezialisten, die mit der Gesellschaft auf Dienstleistungsbasis zusammenarbeiten. Zusätzlich wickelt die Harvey Nash GmbH Werkleistungen ab, bei denen Aufgabenpakete in IT- und Engineering-Projekten in eigener Verantwortung übernommen werden.

Recruitment

Der Bereich Recruitment beschäftigt sich mit der Suche, Auswahl und Vermittlung von IT- und Engineering-Fachpersonal in Festanstellung bei unseren Kunden. Außerdem werden hier in begrenztem Umfang auch Führungspositionen in verschiedenen Branchen besetzt, in ganz geringem Maße auch Management-Positionen auf Zeit (Interim-Management). Auf zunehmendes Interesse bei den Kunden stoßen aber auch allgemeine HR-Consulting-Aktivitäten wie das Testen von Bewerbern bzw. Managern sowie die Durchführung kompletter Management-Assessments.

Arbeitnehmerüberlassung

Der Bereich Arbeitnehmerüberlassung wird in der Nash direct GmbH abgewickelt. Die Nash direct GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Harvey Nash GmbH.

Die Nash direct GmbH beschäftigt sich mit der Erbringung hochwertiger Dienst- und Werkleistungen in den Bereichen IT und Engineering. Das dafür eingesetzte Personal wird dazu gemäß den Bestimmungen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes von der Gesellschaft beschäftigt.

6. Auftragslage

Die Auftragslage ist im ganzen Geschäftsjahr 2022/2023 in allen drei Bereichen (Freelancer/Interim, ANÜ und Festvermittlung) als gut zu bewerten. Insbesondere in Branchen wie Informationstechnologie und Ingenieurwesen war die Nachfrage nach Fachkräften hoch. Weiterhin sind wir bestrebt unsere Teams mit talentierten und erfahrenen Mitarbeitern zu verstärken, um wettbewerbsfähig zu bleiben und Innovationen voranzutreiben.

Die Prognose für das Jahr 2023 sehen wir im ersten Halbjahr als relativ enttäuschend, da sich gerade im Bereich der Festanstellung die Suche nach passenden Kandidaten aufgrund des aktuell herrschenden Kandidatenmarktes als schwierig herausstellt. Gleichzeitig sehen wir ein Wachstum im Bereich der Freelancer, da viele Projekte mit Übergangslösungen besetzt werden müssen. Der allgemeine Fachkräftemangel im Bereich der MINT-Berufe unterstützt diese Entwicklung.

7. Beschaffung

Die Beschaffung qualifizierter Kandidaten im Technologie-Bereich bringt in einem kandidatengetriebenen Markt in den Zeiten des Fachkräftemangels entsprechende Herausforderungen mit sich. Dem tritt Harvey Nash mit verschiedenen Maßnahmen entgegen:

Wiederaufbau von Recruiting-Kapazitäten in Deutschland

Zielgerichteter Einsatz von Recruiting-Kapazitäten Nearshore in Polen, Indien & Offshore in Vietnam

Investition in Active-Sourcing-Werkzeuge/Datenbanken

II. Lage des Unternehmens

1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Zu den bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren des Unternehmens gehören die Umsatzerlöse, die Umsatzrendite bezogen auf das EBIT nach Ergebnisabführung sowie das Ergebnis vor Steuern. Deren Entwicklung wird in den nachfolgenden Passagen dargestellt.

2. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist von TEUR 8.316 um TEUR 4.128 auf TEUR 12.444 gestiegen. Dabei entfällt auf der Aktivseite ein Großteil der Steigerung auf die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die von TEUR 3.811 um TEUR 2.695 auf TEUR 6.506 gestiegen sind. Dies resultiert vor allem aus der höheren Forderung gegen die Nash direct GmbH aus der Gewinnabführung i.H.v. TEUR 1.419 (Vorjahr: TEUR 991) sowie aus der noch ausstehenden Forderung der USt-Zahlungen für die Monate August bis Dezember 2022 i.H.v. TEUR 764. Diese wurden durch die Harvey Nash GmbH als Organträger bereits an das Finanzamt gezahlt. Zusätzlich sind die liquiden Mittel um TEUR 235 auf TEUR 1.520 (Vorjahr: TEUR 1.285) gestiegen.

Als nicht anlagenintensives Geschäft in der Personaldienstleistungsbranche sind signifikante Veränderungen primär im Umlaufvermögen zu verzeichnen.

Die sonstigen Rückstellungen sind im Geschäftsjahr um 3 % auf TEUR 1.039 (Vorjahr: TEUR 1.066) gesunken. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für fehlende Eingangsrechnungen, die den größten Unterschied zum Vorjahr ausgemacht haben und um TEUR 215 von TEUR 865 auf TEUR 650 gesunken sind. Dies ist vor allem auf die Tatsache zurückzuführen, dass mehr Freiberufler bei Kunden auf Basis von Kalenderwochen abgerechnet werden und nicht wie in der Vergangenheit auf einen Kalendermonat. Des Weiteren wurde auch das Projekt beim Kunden helloFiber GmbH, Köln, mit 35 Freiberuflern beendet. Weitere Rückstellungen beziehen sich auf die Personalrückstellungen (TEUR 266), Prüfungs-, Rechts- und Beratungskosten (TEUR 50) sowie Sozialkosten (TEUR 25). Zusätzlich werden weiterhin Rückstellungen für noch nicht erhaltene Betriebskosten der Vorjahre für die Bürofläche in Stuttgart i.H.v. TEUR 30 geführt. Die Rückstellungen berücksichtigen im Rahmen der gewohnt vorsichtigen Bilanzierung alle erkennbaren Risiken.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich bedingt durch die Steigerung des Geschäfts um 16 % (TEUR 402) von TEUR 2.548 auf TEUR 2.950.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 3.893 auf TEUR 7.381 stark gestiegen. Hierin ist ein Darlehen der Harvey Nash B.V., Maarssen/Niederlande, von TEUR 3.420 (Vorjahr: TEUR 2.730) enthalten. Im selben Zeitraum ist das Darlehen der Tochtergesellschaft Nash direct GmbH um TEUR 2.502 von TEUR 1.025 auf TEUR 3.527 gestiegen. Durch die höher generierten Umsätze der Tochtergesellschaft Nash direct GmbH hat man im Geschäftsjahr 2022/2023 bewusst die Cash-Zahlungen der Tochtergesellschaft gegenüber denen der Schwestergesellschaft in Anspruch genommen. Zudem sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 296 auf TEUR 434 angestiegen (Vorjahr: TEUR 138).

Das positive Jahresergebnis ist vor allem auf die höheren Erträge aus dem Gewinnabführungsvertrag zwischen der Harvey Nash GmbH und der 100%igen Tochtergesellschaft Nash direct GmbH zurückzuführen.

3. Finanzlage

Die Harvey Nash GmbH erzielt den überwiegenden Teil des Umsatzes mit soliden Unternehmen aus dem Mittelstand und großen Konzernen. Der Fokus bei der Harvey Nash GmbH liegt seit jeher auf einem effektiven, zeitnahen und nachhaltigen Forderungsmanagement, um die fälligen Außenstände so gering wie möglich zu halten. Weiterhin wurde die Finanzierung der Gesellschaft aus dem internen Cash-Management der Konzerngruppe Harvey Nash Ltd. in Anspruch genommen, über welches Liquiditätsbedarf und -überschüsse einzelner Unternehmenseinheiten gedeckt werden. Die dazu geschlossenen Darlehensverträge zwischen den einzelnen Tochtergesellschaften der Harvey Nash Ltd. haben unverändert Bestand.

Leasingverpflichtungen ergaben sich aus dem Fuhrpark, aus dem Firmenfahrzeuge für die Vertriebsmitarbeiter zur Verfügung gestellt wurden. Währungs- und Kursrisiken waren nicht vorhanden. Subventionen wurden nicht in Anspruch genommen.

4. Ertragslage

Die Harvey Nash GmbH hat im Geschäftsjahr Umsatzerlöse von TEUR 18.486 (Vorjahr: TEUR 14.457) generiert. Der Einsatz der Berater im Bereich IT-Projekte (Freiberuflervermittlung) gekoppelt mit höheren Erträgen in der Vermittlung von Festangestellten trugen wesentlich zur Umsatzsteigerung von 27,9 % bei. Die Umsatzrendite bezogen auf das EBIT nach Ergebnisabführung liegt bei 2,6 % (Vorjahr: 1,9 %). Die Beschaffungskosten resultieren vorwiegend aus der Beschäftigung von Freiberuflern. Sie erhöhten sich konform zum Umsatz um 25,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Personalaufwand ist um 48,2 % von TEUR 2.467 auf TEUR 3.655 gestiegen. Insbesondere höhere Rückstellungen für Bonuszahlungen aufgrund von erreichten Jahreszielen haben zu der Erhöhung beigetragen. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Geschäftsjahr hat sich von 30 im Vorjahr auf 42 erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen TEUR 1.182 (Vorjahr: TEUR 1.117). Aus der Beteiligung mit der Tochtergesellschaft Nash direct GmbH über das Arbeitnehmerüberlassungsgeschäft wurde ein Ertrag in Höhe von TEUR 1.419 (Vorjahr: TEUR 991) generiert.

Investitionen

Im Geschäftsjahr wurden außer Büromöbel für das neue Düsseldorfer Büro keine berichtenswerten Investitionen in das Anlagevermögen vorgenommen.

Zusammenfassendes Ergebnis

Das positive Ergebnis des am 31. Januar 2023 endenden Geschäftsjahres ist vor allem auf die höher generierten Erträge der Tochtergesellschaft Nash direct GmbH sowie die Umsatzsteigerung im freiberuflichen Segment zurückzuführen. Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr TEUR 18.486 und sind mit einer Steigerung von TEUR 4.029 bzw. 27,9 % höher als im Vorjahr (TEUR 14.457). Gleichzeitig wurde auch die Umsatzprognose des Vorjahres von TEUR 17.473 um TEUR 1.013 übertroffen. Die Umsatzrendite hat sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht und nochmals besser entwickelt als prognostiziert. Des Weiteren ist das Ergebnis vor Steuern mit TEUR 407 positiv. Die deutliche Steigerung des Vorjahresergebnisses vor Steuern von TEUR 258 wurde damit erreicht.

III. Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Laut der Trendstudie eines der weltweit führenden Recruiting-Software-Herstellers "Bullhorn" (Recruiting-Trends-Report 2023) ist die Personaldienstleistungsbranche im Jahr 2022 um 11 % gewachsen. Viele Personaldienstleister haben es demnach geschafft, die Chancen zu nutzen, die sich ihnen am Markt eröffneten.

Auf den ersten Blick war 2022 über alle Branchen, Größen und Regionen hinweg ein durchweg gutes Jahr für Personaldienstleister. So melden zwei Drittel der Staffing-Unternehmen (68 %) mehr Umsatz und damit eine Verbesserung gegenüber dem bereits starken Jahr 2021.

Obwohl einige Personaldienstleistungen bereits Technologien gewinnbringend einsetzen, steht die gesamte Branche hier noch am Anfang. So nutzen zum Beispiel weniger als 20 % der befragten Unternehmen weltweit Automatisierung.

Die digitale Transformation nimmt seit 2020 an Fahrt auf, als gerade einmal 25 % der Personaldienstleister überhaupt eine Strategie verfolgten. In diesem Jahr steht die Digitalisierung auf Platz 2 der Prioritätenliste.

Obwohl digitale Initiativen weit oben auf der Agenda stehen, befinden sich Staffing-Unternehmen weltweit noch am Anfang des Transformationsprozesses. Sie kämpfen vor allem mit der Implementierung automatisierter Prozesse, die für eine bessere Kandidat:innen- und Kundenbeziehungen sorgen soll.

Die Veränderungen in der Staffing-Industrie haben Personaldienstleister dazu veranlasst, die Neukundenakquise aktiv voranzutreiben, denn der stärkere Preisdruck, weniger Anfragen für Stellenbesetzungen und die wirtschaftliche Unsicherheit sind immer mehr im Markt zu spüren.

Die Anzahl der Personalagenturen, die die wirtschaftliche Unsicherheit in diesem Jahr im Vergleich zu 2022 als schwierig bezeichnen, hat sich verdreifacht. Dazu kommt, dass Kosteneinsparungen und eine Veränderung bei den Stellenanforderungen als größte Herausforderungen genannt werden, nachdem sie es ein Jahr zuvor gerade mal in die Top 10 der Herausforderungen geschafft hatten.

Trotz wirtschaftlicher Krisen ist die Prognose hinsichtlich der Nachfrage in 2023 weniger düster als befürchtet. Fast die Hälfte der Befragten (45 %) geht davon aus, dass die Wirtschaftsleistung im deutschsprachigen Raum 2023 zurückgehen wird. Dennoch ist die Stimmung zuversichtlich, denn die Mehrheit erwartet eine gleichbleibend hohe oder sogar höhere Nachfrage.

Für Recruiting-Unternehmen ist es weiterhin mühsam, qualifizierte Bewerbende anzulocken und geeignete Strategien zu entwickeln, um sich gegenüber der Konkurrenz durchzusetzen. Der Schlüssel zum Erfolg in 2023 liegt für die meisten Studienteilnehmenden in DACH und somit im Aufbau qualifizierter Talentpools.

Demgegenüber sind Ausfall- und Liquiditätsrisiken zum einen wegen der diversifizierten Kundenstruktur und zum anderen aufgrund der guten Bonität der Kunden von Harvey Nash als weniger relevant einzustufen. Die Ausfallrisiken für den Forderungsbestand werden reduziert, indem die Bonität und das Zahlungsverhalten der Kunden regelmäßig überwacht werden. Bei Großkunden im Rahmen des Konzernverbundes sind wir zudem in das Kunden- und Forderungsmanagement des Harvey-Nash-Konzerns eingebunden. Ausfallrisiken bei konzernweiten Großkunden begegnen wir beispielswiese durch Einholen von Garantieerklärungen unserer Muttergesellschaft Nash Squared Ltd.

Voraussichtliche Entwicklung

Unter der Berücksichtigung des ersten abgeschlossenen Quartals im Geschäftsjahr 2023/2024 wurde bisher ein kleiner Verlust vor Steuern i.H.v. TEUR 26 gegenüber einer Prognose für das erste Quartal i.H.v. TEUR 121 erzielt. Dies wurde vor allem durch geringere Umsätze im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung generiert. Nach der aktuellen Prognose, die auf der oben beschrieben allgemeinen Wirtschaftsentwicklung und dem weiterhin anhaltenden Fachkräftemangel basiert, gehen wir davon aus, dass in 2023/2024 die Umsatzerlöse spürbar sinken. Der erwartete Rückgang basiert auf der Annahme, dass die Vermittlungszahlen sowohl im Bereich Information Technology als auch im Bereich Recruitment sinken. Dies liegt vor allem an dem aktuell bestehenden Kandidatenmarkt, in dem die Nachfrage nach qualifizierten Kandidaten das Angebot übersteigt. Die Umsatzrendite erwarten wir auf dem Vorjahresniveau, sodass wir von einem spürbar gesunkenen, jedoch positiven Ergebnis vor Steuern ausgehen.

 

Düsseldorf, den 28. August 2023

Harvey Nash GmbH, Düsseldorf

Christian Umbs, Geschäftsführer

Beverly White, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Januar 2023

Aktiva

31.1.2023 Vorjahr
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 108.421,83 24
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 28.121,05 28
136.542,88 52
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.785.164,92 2.875
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.506.344,02 3.811
3. Sonstige Vermögensgegenstände 346.173,45 233
10.637.682,39 6.919
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.520.458,57 1.285
12.158.140,96 8.204
C. Rechnungsabgrenzungsposten 149.323,29 60
12.444.007,13 8.316

Passiva

31.1.2023 Vorjahr
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 26
II. Kapitalrücklage 13.000.030,00 13.000
III. Verlustvortrag 12.467.014,32 12.723
IV. Jahresüberschuss 401.994,08 256
960.574,35 559
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.038.909,50 1.066
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.950.172,46 2.548
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.381.194,22 3.893
3. Sonstige Verbindlichkeiten 113.156,60 250
davon aus Steuern: EUR 44.954,04 (Vorjahr: TEUR 160)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 9.683,90 (Vorjahr: TEUR 11)
10.444.523,28 6.691
12.444.007,13 8.316

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2022 bis 31. Januar 2023

2022/2023 Vorjahr
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 18.485.950,12 14.457
2. Sonstige betriebliche Erträge 545.177,81 455
davon aus Währungsumrechnung: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0)
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 15.105.251,63 12.030
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.163.313,70 2.090
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 491.592,11 377
davon für Altersversorgung: EUR 12.236,65 (Vorjahr: TEUR 9)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 29.347,98 15
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.182.340,27 1.117
davon aus Währungsumrechnung: EUR 1.465,52 (Vorjahr: TEUR 1)
7. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1.418.663,96 991
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 39.564,50 23
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 39.112,50 (Vorjahr: TEUR 23)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 110.629,62 39
davon an verbundene Unternehmen: EUR 110.629,62 (Vorjahr: TEUR 39)
10. Ergebnis nach Steuern 406.881,08 258
11. Sonstige Steuern 4.887,00 2
12. Jahresüberschuss 401.994,08 256

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

I. Angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2022 bis zum 31. Januar 2023 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 2, 4 HGB. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 49414 im Handelsregister B des Amtsgerichts Düsseldorf eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Düsseldorf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Für weitergehende Erläuterungen verweisen wir auf die Ausführungen zur Vermögenslage in Kapitel II. des Lageberichts.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten entspricht den Vorschriften der §§ 252 bis 256a HGB. Die Bewertung der einzelnen Bilanzposten richtet sich nach folgenden Grundsätzen:

Erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige und ggf. außerplanmäßige Abschreibungen (drei Jahre; lineare Methode) vermindert.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert von bis zu EUR 410 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Die Abschreibungen des beweglichen Sachanlagevermögens basieren auf der voraussichtlichen Nutzungsdauer, die sich an der Vertragslaufzeit des jeweiligen Projektes, für welche diese Sachanlagen genutzt werden, orientiert. Die Nutzungsdauer liegt hierbei in der Regel bei drei Jahren.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Kassenbestände und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für getätigte Auszahlungen gebildet, die vor dem Bilanzstichtag geleistet werden, soweit diese Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Von dem Wahlrecht zum Ansatz eines aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen aus Bewertungsunterschieden oder Verlustvorträgen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle im Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet, sofern sie eine Laufzeit bis zu einem Jahr haben. Bei einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisations- und Anschaffungskostenprinzip berücksichtigt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Finanzanlagevermögen

Angaben zum Anteilsbesitz

Beteiligung Eigenkapital Ergebnis 2022/2023
% TEUR TEUR
Nash direct GmbH, Düsseldorf 100 210 1.419 1)

1) Vor Ergebnisabführung

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 6.506 (Vorjahr: TEUR 3.811) resultieren im Wesentlichen aus den Forderungen gegen die Muttergesellschaft i.H.v. TEUR 2.300 aus der Darlehensübernahme. Weiterhin resultieren sie vor allem aus der höheren Forderung gegen die Nash direct GmbH aus der Gewinnabführung i.H.v. TEUR 1.419 (Vorjahr: TEUR 991) sowie aus der noch ausstehenden Forderung der USt-Zahlungen für die Monate August bis Dezember 2022 i.H.v. TEUR 764. Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TDM 50.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.039 (Vorjahr: TEUR 1.066) wurden im Wesentlichen für fehlende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 650 (Vorjahr: TEUR 865), Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 266 (Vorjahr: TEUR 68), Prüfungs- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 42) sowie Sozialkosten in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 30) gebildet. Zusätzlich werden weiterhin Rückstellungen für noch nicht in Rechnung gestellte Betriebskosten der Vorjahre für die Bürofläche in Stuttgart i.H.v. TEUR 30 geführt.

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 7.381 (Vorjahr: TEUR 3.893) resultieren im Wesentlichen aus Darlehen der Harvey Nash B.V., Maarssen/Niederlande, in Höhe von TEUR 3.420 (Vorjahr: TEUR 2.730) und aus dem Darlehen gegenüber der Tochtergesellschaft Nash direct GmbH in Höhe von TEUR 3.527 (Vorjahr: TEUR 1.025). Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stammen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 434 (Vorjahr: TEUR 138), die unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen sind.

Haftungsverhältnisse

Aus Freistellungsvereinbarungen in Zusammenhang mit dem Management-Buy-Out der Nash Technologies GmbH, Nürnberg, ergeben sich mögliche Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 939 (Vorjahr: TEUR 939). Nach fortlaufender Würdigung der rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Umstände sind Risiken einer Inanspruchnahme derzeit nicht erkennbar.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat diverse Mietverträge für Verwaltungs- und Vertriebsbürogebäude sowie Leasingverträge für Firmen-Pkws abgeschlossen. Daraus resultieren folgende finanziellen Verpflichtungen:

TEUR
2022/2023 332
2023/2024 bis 2026/2027 767
1.099

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Sachkosten aus dem Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebsbereich.

V. Sonstige Pflichtangaben

Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung.

Die Geschäftsführung setzt sich während des Geschäftsjahres wie folgt zusammen:

Beverly White, Chief Executive Officer der Harvey Nash Group Ltd, Isle of Wight/Großbritannien

Christian Umbs, Geschäftsführer der Harvey Nash GmbH, Mainz/Deutschland

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2022/2023 Vorjahr
Angestellte 42 30

Konzernverhältnisse

Durch den Gesellschafter Nash Squared Ltd., London/Großbritannien, ist Harvey Nash GmbH, Düsseldorf, ein 100%iges Tochterunternehmen der Nash Squared Ltd., London/Großbritannien. Der Jahresabschluss der Harvey Nash GmbH, Düsseldorf, wird in den Konzernabschluss der Nash Squared Holdings Ltd., London/Großbritannien, einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und im Internet unter https://beta.companieshouse.gov.uk/ sowie unter www.har- veynash.com/group/investors offengelegt. Die Nash Squared Holdings Ltd. stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis an Unternehmen auf.

 

Düsseldorf, den 28. August 2023

Harvey Nash GmbH

Christian Umbs, Geschäftsführer

Beverly White, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023

Bruttobuchwerte
Stand am 1.2.2022 Zugänge Stand am 31.1.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 111.192,12 0,00 111.192,12
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 498.571,50 113.794,76 612.366,26
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 28.121,05 0,00 28.121,05
637.884,67 113.794,76 751.679,43
kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.2.2022 Zugänge Stand am 31.1.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 111.192,12 0,00 111.192,12
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 474.596,45 29.347,98 503.944,43
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
585.788,57 29.347,98 615.136,55
Nettobuchwerte
Stand am 31.1.2023 Vorjahr
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 108.421,83 24
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 28.121,05 28
136.542,88 52

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Harvey Nash GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Harvey Nash GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Januar 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2022 bis zum 31. Januar 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Harvey Nash GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2022 bis zum 31. Januar 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Januar 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Februar 2022 bis zum 31. Januar 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 28. August 2023

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Max Schürtz, Wirtschaftsprüfer

Birkan Simsek, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

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