Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 18888
Vorher
Medinet GmbH
Eingetragen
19.12.2012
Branche
Organisationen der Bildung, Wissenschaft und ForschungAllgemeine und politische ErwachsenenbildungSonstige unterstützende Tätigkeiten für das kulturelle Erbe
Gegenstand
Die Förderung von Wissenschaft und Forschung, die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens und der öffentlichen Gesundheitspflege, die Förderung der Jugend- und Altenhilfe, die Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe, die Förderung des Wohlfahrtswesens, die Förderung der Hilfe für Flüchtlinge, die Förderung internationaler Gesinnung und der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur gemäß § 52 Abs. 2 Nr. 1, 3, 4, 7, 9, 10 und 13 AO in der jeweiligen Fassung. Weiterer Zweck ist die Unterstützung hilfsbedürftiger Personen (Mildtätigkeit).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Peter Ullmann
seit 27.1.2023
Geschäftsführer
Angret Neubauer
seit 29.1.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
SRH Holding Stiftung des bürgerlichen Rechts
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.500.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SRH Medinet GmbH

Naumburg (Saale)

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

I. Grundlagen der Gesellschaft

SRH | Gemeinsam für Bildung und Gesundheit

Als Stiftung mit führenden Angeboten in den Bereichen Bildung und Gesundheit begleiten wir Menschen auf ihren individuellen Lebenswegen. Unserer Leidenschaft fürs Leben folgend, helfen wir ihnen aktiv bei der Gestaltung ihrer Zukunft, hin zu einem selbstbestimmten Leben.

Mit über 17.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und 1,25 Mio. Kunden erwirtschaften wir einen Umsatz von fast 1,3 Mrd. Euro (2022). Unsere Gewinne reinvestieren wir in die Zukunftsmärkte Bildung und Gesundheit, um unsere Angebote immer weiter zu verbessern, Innovationen zu fördern und für noch mehr Menschen neue Lebenschancen zu eröffnen.

Die 1966 gegründete SRH ist heute eines der größten Bildungs- und Gesundheitsunternehmen Deutschlands mit bundesweit rund 80 Standorten. Hauptsitz der SRH ist Heidelberg.

SRH Medinet GmbH

Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Dienstleistungen auf dem Gebiet des Gesundheitswesens, insbesondere der Prävention, der ambulanten und stationären Krankenversorgung, der medizinischen Rehabilitation und Pflege. Die Gesellschaft verwirklicht damit auch die Ziele der SRH Holding und der SRH Gesundheit GmbH.

Die SRH Medinet GmbH ist Eigentümerin und Betreiberin der SRH Burgenlandklinik in Bad Kösen sowie der SRH Fachklinik Alte Ölmühle in Magdeburg. Die Kliniken werden vorrangig durch die Rentenversicherungen belegt.

Die SRH Burgenlandklinik in Bad Kösen behandelt, basierend auf modernen, psychotherapeutischen Ansätzen, psychosomatisches Patientenklientel. Es werden 117 Betten vorgehalten.

Bei der SRH Fachklinik Alte Ölmühle handelt es sich um eine Einrichtung zur Behandlung von Suchterkrankungen, die 80 Patienten stationär und 10 Patienten teilstationär aufnehmen kann.

Die Alte Ölmühle hat ferner eine Adaptionseinrichtung mit 17 Behandlungsplätzen, die den Patienten den Übergang in ihr soziales Umfeld erleichtern soll.

Die SRH Medinet GmbH hält rund 9 % der GmbH-Anteile der Spessart-Klinik Bad Orb GmbH, Bad Orb.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft wird neben dem Fachkräftemangel und Inflationskrise zunehmend durch hohe Energie- und Rohstoffpreise geschwächt. Das Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr nur um 1,8 % gestiegen.

Ein weiteres relevantes Thema sind die gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise und stellen neben dem Fachkräftemangel einen Risikofaktor für die Gesundheitswirtschaft dar. Damit setzt sich der gesamtwirtschaftliche Trend auch in diesem Sektor fort, der üblicherweise weniger stark von konjunkturellen Schwankungen betroffen ist. Seitens der Bundesregierung wurde aufgrund der schwersten Folgen des russischen Angriffskrieges eine Energiepreisbremse für Strom, Gas und Wärme festgesetzt. Die Preisbremsen für Strom, Gas und Wärme gelten seit dem 1. März 2023 für rund 1.900 Krankenhäuser sowie für Pflege-, Forschungs- und Bildungseinrichtungen.

Der Gesundheitssektor ist für einen erheblichen Anteil der CO 2 -Emissionen in Deutschland verantwortlich, etwa durch den hohen Energieverbrauch in der Diagnostik, die Supply Chain in der Herstellung von Medikamenten sowie den Bau und Betrieb von Gebäuden. Zwischen Klima und Gesundheit gibt es eine enge Verbindung - diese Botschaft ist zwar in der Gesundheitspolitik angekommen. Laut einer Studie schätzen lediglich 32 % richtig ein, dass die deutsche Gesundheitsbranche rund 5 % an CO 2 -Emissionen produziert. Der Bereich Nachhaltigkeit wird in den kommenden Jahren deutlich ausgearbeitet werden, auch bei der Debatte um die Reform der Krankenhausfinanzierung wird das Thema eine Rolle spielen.

Die Entwicklung der Rehabilitation [1]

Gemäß aktueller Zahlen gingen im Kalenderjahr 2022 bei der Deutschen Rentenversicherung ca. 1,80 Mio. Anträge auf Leistungen zur Rehabilitation (Teilhabe) ein (2021: 1,73). Die Zahl der gestellten Anträge ist somit nach der Coronapandemie leicht gestiegen. Auch die Bewilligungsquote stieg gegenüber dem Vorjahr leicht von 71,6 % auf 72,8 %. Trotz des Anstiegs der gestellten Anträge gegenüber dem Vorjahr, ist das vorpandemische Niveau nach wie vor nicht erreicht.

Im Jahr 2023 wurde das Belegungssteuerungssystem durch die Deutsche Rentenversicherung vollständig umgestellt. Seit 01.07.2023 werden die Qualitätsindikatoren Therapeutische Versorgung, Reha-Therapiestandards, Peer Review, Rehabilitandenzufriedenheit und subjektiver Behandlungserfolg zu einer Qualitätspunktzahl zusammengefasst. Diese geht mit einer Gewichtung von 50% in die Zuweisungsentscheidung der Deutschen Rentenversicherung ein - sollte von den Rehabilitand:innen das Wunsch- und Wahlrecht nicht ausgeübt werden. Weitere Entscheidungskriterien sind die Wartezeit bis zur Aufnahme (40%) sowie die Entfernung zum Wohnort (10 %).

Neben der Nutzung für die Zuweisungsentscheidung durch die Deutsche Rentenversicherung wird die Qualitätspunktzahl im Rahmen des Public Reporting von allen Fachabteilungen veröffentlicht und ist über das Webportal der Rentenversicherung transparent einsehbar. Die Entscheidung der Rehabilitand:innen im Rahmen der Ausübung des Wunsch- und Wahlrechtes kann somit auch auf diese Kennzahl gestützt erfolgen. Erste Auswirkungen des neuen Zuweisungssystems sind anhand der eingegangenen Bewilligungsbescheide bereits im zweiten Halbjahr 2023 erkennbar.

Ein geregeltes Qualitäts- und Prozessmanagement wird somit für den wirtschaftlichen Erfolg der Kliniken künftig weiterhin an Bedeutung gewinnen.

Die anhaltende Inflation, insbesondere in den Bereichen Energie und Lebensmittel, stellte auch im Jahr 2023 die Rehabilitationskliniken vor erhebliche Herausforderungen. Um die Effekte dieser bereits im Jahr 2022 bestandenen Teuerungsraten abzumildern, wurde durch die Bundesregierung mit der Rehabilitationshilfsfonds-Verordnung (ReHV) ein Hilfspaket verabschiedet, das 95% der zwischen 2021 und 2022 realisierten Energiekostensteigerung ausgleichen soll. Die im Jahr 2023 anhaltende Steigerung der Energiekosten und die allgemeine Sachkostensteigerung findet jedoch keine adäquate Refinanzierung und weitere Hilfsmaßnahmen können gegenwärtig als ausgeschlossen betrachtet werden. Auch die dem Richtwertverfahren der Deutschen Rentenversicherung folgende Anpassung der Tagessätze bildet weder die Sachkostenentwicklung noch die Personalkostenentwicklung adäquat ab. Für einen wirtschaftlich sicheren Fortbestand müssen Rehabilitationskliniken weiterhin Einsparpotentiale und Prozessoptimierungen erschließen.

Geschäftsverlauf

Umsatzentwicklung

Die Fallzahl betrug im Geschäftsjahr 1.212 (Vj: 1.154). Dies entspricht einer Zunahme von 5%. Der Nutzungsgrad der Planbetten steig gegenüber dem Vorjahr von 71 % auf 79 %.

Im Vergleich zur Planung wurden 5.748 Tage weniger erreicht, als ursprünglich geplant(Plan 70.381). Diese Planunterschreitung geht auf vermehrte Nichtanreisen zurück, die sich insbesondere bei Rehabilitand:innen mit der Indikation Drogenabhängigkeit häufen.

Die Umsatzerlöse stiegen gegenüber dem Vorjahr um 12,3 % von TEUR 9.439 auf TEUR 10.604. Diese Entwicklung beruht auf der Zunahme der Pflegetage in Verbindung mit gegenüber dem Vorjahr merklich gestiegenen Tagessätzen (+6,07 % in der SRH Burgenlandklinik, +7,77 % in der SRH Fachklinik Alte Ölmühle).

Die SRH Medinet GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2023 eine Umsatzrendite vor Zinsen von 7,1 % (Vj: 7,3 %).

Investitionen

Im Berichtszeitraum wurden insgesamt Investitionen über TEUR 597 (Vj: TEUR 2.711) getätigt. Der Investitionsaufwand geht im Wesentlichen auf im Zusammenhang mit der baulichen Erweiterung SRH Fachklinik Alte Ölmühle bezahlten Restleistungen zurück.

Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine neuen Finanzierungsmaßnahmen realisiert.

Personal- und Sozialbereich

Zum 31.12.2023 waren in der SRH Medinet GmbH 140 Mitarbeiter beschäftigt (Vj: 128). Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Vollkräfte stieg gegenüber dem Vorjahr um 5,2 VK auf 120,6 VK.

Die Personalkosten betrugen im Geschäftsjahr TEUR 7.044 (Vj: TEUR 6.398), was einem Anstieg von 10,1% entspricht.

Die Entwicklung resultiert aus einer Steigerung der allgemeinen Vergütung zum Jahresbeginn, die ganzjährige Umsetzung der Anhebung des gesetzlichen Mindestlohnes auf 12,00 Euro seit dem 01.10.2022 sowie den unterjährigen Aufstiegen der Mitarbeitenden in der hauseigenen Vergütungstabelle aufgrund mehrjähriger Betriebszugehörigkeit. Die Personalaufwandsquote beträgt 64,3 % (Vorjahr 65,5 %).

Kontinuierliche Weiterbildung ist ein wesentlicher Bestandteil der Personalpolitik der Medinet GmbH. Im Berichtsjahr wurden insgesamt TEUR 29,3 arbeitgeberseitig für Weiterbildungsmaßnahmen aufgewandt.

Darstellung der Lage

Ertragslage

Bei Gesamterträgen von TEUR 10.972 (Vj: TEUR 9.772) und Gesamtaufwendungen von TEUR 10.217 (Vj: TEUR 9.083) ergibt sich ein Jahresüberschuss von TEUR 755 (Vj: TEUR 689).

Das Betriebsergebnis von TEUR 819 (Vj: TEUR 819) ergibt sich aus betrieblichen Erträgen von TEUR 10.956 (Vj: TEUR 9.773) und betrieblichen Aufwendungen von TEUR 10.137 (Vj: TEUR 8.954). Davon sind TEUR 7.044 (Vj: TEUR 6.398) Personalaufwand, TEUR 2.414 (Vj: TEUR 1.991) Sachaufwand und TEUR 679 (Vj: TEUR 565) Abschreibungen.

Das Finanzergebnis beträgt TEUR -64 (Vj: TEUR -130).

Finanzlage

Der Bestand an Liquidität beträgt zum Stichtag TEUR 1.973 (Vorjahr TEUR 1.725). Für die Finanzierung des laufenden Geschäftes standen im Berichtszeitraum jederzeit ausreichend Mittel zur Verfügung.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 1.576 (Vorjahr TEUR 734). Der Mittelzufluss aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnte den Mittelabfluss aus dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit TEUR -814 (Vorjahr TEUR 2.336) und dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit von TEU -514 (Vorjahr TEUR -2.710) vollständig finanzieren.

In der Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 bestanden Rechtsgeschäfte mit den alleinigen Gesellschaftern lediglich in Form des Cash-Pooling-Vertrages. Daraus resultieren zum Bilanzstichtag Forderungen an die SRH Holding in Höhe von TEUR 1.951.

Der Cash-Pooling-Vertrag ist zu fremdüblichen Bedingungen vereinbart. Maßnahmen zu Lasten der SRH Medinet GmbH wurden durch die alleinigen Gesellschafter nicht veranlasst.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der SRH Medinet GmbH hat sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 17.586 auf TEUR 17.753 erhöht (+ TEUR 167).

Die Anlagenintensität beträgt 84,1 % (Vj: 85,2 %). Die Eigenkapitalquote stieg von 38,2 % auf 40,2 %. Das Eigenkapital und das langfristige Fremdkapital decken das langfristig gebundene Anlagevermögen.

Dementsprechend ist am Bilanzstichtag auch das kurzfristig fällige Fremdkapital vollständig durch kurzfristige Vermögenswerte gedeckt. Die Gesellschaft finanziert sich somit fristenkongruent.

Zusammenfassung

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet. Insgesamt hat sich die Lage der Gesellschaft im Geschäftsjahr stabil entwickelt.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognose 2024

Die Prognose für das Jahr 2024 wird durch die allgemeine weltpolitische Lage und die hieraus resultierenden Auswirkungen auf die Teuerungsrate deutlich erschwert. Aufgrund auslaufender Altverträge für die Energielieferung Ende 2023 gehen wir im Jahr 2024 von einer deutlichen Steigerung der Energiepreise in Höhe von 44% gegenüber den Energiekosten 2023 aus.

Die Entwicklung der Vergütungssätze für 2024 ist zum gegenwärtigen Stand (01/2024) durch die Kostenträger noch nicht kommuniziert. Wir gehen von einer Steigerung in Höhe von 3,5 % über alle Module rückwirkend zum 01.01.2024 aus. Es wird nicht davon ausgegangen, dass durch die Kostenträger Sonderzahlungen im Jahr 2024, wie ein Inflationsausgleich, gewährt werden.

Der Umgang mit den Rückforderungen nach dem Sozialdienstleister-Einsatzgesetz aus den von 2020 bis 2022 gewährten Zuschusszahlungen ist nach wie vor nicht abschließend geklärt. In einem Urteil des Bundessozialgerichtes vom 17.05.2023 wurde festgestellt, dass - entsprechend der Rechtsauffassung der SRH Medinet GmbH - der volle Monatsdurchschnitt 2019 bei der Berechnung der Zuschusshöhe zugrunde zu legen ist. Die DRV Bund wurde beauftragt, eine für alle Träger der Rentenversicherung verbindliche Handlungsanweisung zur Anwendung des Gerichtsurteils zu verfassen. Zum gegenwärtigen Stand ist nicht absehbar, wann die finale Zuschusshöhe von den Rentenversicherungen kommuniziert wird (Stand 01/2024). Dem Risiko wurde bereits in der Vergangenheit durch entsprechende Rückstellungen begegnet.

Die Geschäftsführung der SRH Medinet GmbH rechnet für das kommende Geschäftsjahr mit einem Betriebsergebnis (EBIT) in Höhe von TEUR 735.

Diese Prognose beruht auf einer Anhebung der Pflegesätze in Höhe von 3,50 % über alle Module sowie einer plangemäßen Auslastung der Bettenkapazitäten. Aufgrund der sehr guten Position beider Kliniken der SRH Medinet GmbH im Qualitätsranking der DRV geht die Geschäftsführung auch im Jahr 2024 von einer stabilen Belegungssituation in beiden Kliniken aus.

Für beide Standorte der SRH Medinet GmbH wird somit von einer prozentualen Auslastung von 88 % im Jahr 2024 ausgegangen.

Unter Berücksichtigung der sonstigen Erträge sind im Geschäftsjahr 2024 Erträge in Höhe von TEUR 11.678 eingeplant.

Im Bereich der Aufwendungen sind TEUR 10.943 eingeplant. Aufgrund der Preisentwicklung, insbesondere im Bereich Energie, wird von einer leicht rückläufigen Umsatzrendite auf 6,3 % ausgegangen.

Im Jahr 2024 sind Investitionen mit einem Gesamtvolumen von TEUR 241 vorgesehen. Diese verteilen sich im Wesentlichen auf Ersatzbeschaffung für abgenutztes Mobiliar (TEUR 78), Neuanschaffung im Bereich der Therapiegeräte (TEUR 54) und die Modernisierung der IT (TEUR 44).

Wir erwarten daher im Geschäftsjahr 2024 u.a. folgende Kennzahlen:

• Umsatzerlöse in TEUR 11.585
• Jahresergebnis in TEUR 615
• Umsatzrendite 6,3 %
• Belegungstage 70.381

Gesamtaussage

Insgesamt erwartet die Gesellschaft für das nächste Jahr ein positives Ergebnis. Weiterhin geht die Gesellschaft von einer geordneten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für das Jahr 2024 aus.

Risikomanagement

Im SRH Konzern sind Ziele und Struktur, Elemente sowie Vorgehensweise des Risikomanagementsystems in einer Konzernrichtlinie geregelt. Verantwortlich für das Risikomanagement ist die Konzerncontrolling bzw. der Compliancebeauftragte.

Das Risikomanagementsystem der SRH setzt sich aus unterschiedlichen Teilsystemen zusammen:

Erfolgsplanung: Die jährlich zu erstellende Erfolgsplanung umfasst das Folgejahr. Im Jahr 2023 wurde monatlich revolvierend die Vorschau auf das Jahresende aktualisiert, was eine kontinuierliche Anpassung des Unternehmens an der Entwicklung des Marktes und der sich daraus ergebenden Chancen und Risiken ermöglicht.

Monatsbericht: Monatlicher Plan-Ist-Vergleich pro Gesellschaft auf Basis von Leistungs-, Finanz- und Liquiditätskennzahlen.

Risikobericht: Das jährlich zweimal erfolgende Risiko-Reporting an den Gesellschafter beinhaltet die Elemente Risikoidentifikation, Risikobewertung und Risikosteuerung.

Risikoprofile: Werden anhand von operativen und strategischen Risikomanagement-Abfragen erhoben.

Einzelanalysen: Werden nach Notwendigkeit Ad-hoc für verschiedene Themen erstellt.

Konzernrichtlinien: Handlungsvorschriften und Verhaltensrichtlinien zu einzelnen Managementbereichen. Die Konzernrichtlinien werden bei komplexen Themen durch Handbücher ergänzt, die Hintergrundinformationen und erläuternde Hinweise darüber geben, wie die Richtlinien wirksam umgesetzt werden können.

Interne Prüfungen: Erfolgen in allen Betriebs- und Geschäftsbereichen durch die Konzernrevision.

Externe Prüfungen: Erfolgen durch Wirtschaftsprüfer und spezielle Gutachter.

Entsprechend der gesetzlichen Vorschriften ist die Geschäftsführung der Unternehmen für die Einrichtung, Anwendung und den Nachweis des Risikomanagementsystems verantwortlich.

Liquidität

Die Liquidität wird auf Monatsbasis geplant. Beim Auftreten gravierender Abweichungen im Rahmen des monatlichen Plan-Ist-Vergleichs wird der Liquiditätsplan für den Rest des Geschäftsjahres an die aktuelle Entwicklung angepasst. Grundsätzlich wird angestrebt, die Auszahlungen eines Monats in Form von Bankguthaben bzw. Guthaben im Cash Pool des SRH Konzerns vorzuhalten. Die Liquiditätsreichweite wird monatlich errechnet und der Geschäftsführung berichtet. Das Beteiligungscontrolling des SRH Konzerns überwacht darüber hinaus täglich anhand der Cash Pool-Guthaben und der zentralen Finanzanlagen die kurzfristig verfügbaren Finanzmittel der Tochtergesellschaften. Im Falle absehbarer Liquiditätsengpässe wird eine aktuelle kurzfristige Liquiditätsplanung (Zeithorizont 4-6 Wochen) erstellt sowie Gegenmaßnahmen zeitnah eingeleitet.

Die Liquidität zur Erfüllung unserer Unternehmenszwecke ist ausreichend. Liquiditätsrisiken bestehen einzig in der ungeklärten Situation der Rückzahlungen nach dem Sozialdienstleister-Einsatzgesetz.

Chancen und Risiken

1. Allgemeiner Risiko- und Chancenbericht

Ein nicht vermeidbares Risiko ist in der Tatsache zu sehen, dass der Markt der Rehabilitation stark von der Politik abhängt und wie 1996 mit einem Federstrich aus haushaltspolitischen Gründen beschnitten werden könnte. In Zeiten begrenzter Ressourcen und unabweisbaren Sparzwängen könnte das Reha-Budget der Sozialkassen Begehrlichkeiten wecken. Im Jahr 1996, dem Beginn der größten Reha-Krise, wurde das Schlagwort kolportiert: "Die Reha ist die Sparbüchse der Nation". Inzwischen halten die Befürworter von rehabilitativen Leistungen mit der volkswirtschaftlich belegten Formel dagegen: "Sparen durch REHA und nicht an REHA".

Allerdings stellt die allgemeine weltpolitische Lage mit unklaren Auswirkungen auf die Preisentwicklung insbesondere der Sachkosten ein deutliches Risiko im Bereich der Rehalandschaft dar. Es ist nicht davon auszugehen, dass neben der ReHV weitere Förderungsprogramme durch die Bundesregierung aufgelegt werden.

Angesichts unserer Geschäftspolitik, sich mit kleinen Einheiten und ausgewählten Indikationen im Gesundheitsmarkt zu betätigen, sind wir nach wie vor gut aufgestellt. In den Bereichen Psychosomatik und Abhängigkeitserkrankungen ist weiterhin Bedarf gegeben.

2. Spezieller Risikobericht

Risiken bestehen nach wie vor hinsichtlich einer etwaiger Rückzahlungsverpflichtung für die von 2020 bis 2022 erhaltenen Ausgleichszahlungen nach dem Sozialdienstleister-Einsatzgesetz. Die Höhe dieser Rückzahlungsverpflichtung lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt aufgrund der noch offenen Abrechnung durch die Kostenträger für 2021 und 2022 sowie die nach dem Urteil des Bundessozialgerichtes vom 17.05.2023 anstehende Überarbeitung der Rückzahlungsforderung für 2020 nicht final beziffern.

Risiken sehen wir in der nicht vorhersagbaren Preisentwicklung im Energiesektor und der geringen Bereitschaft des Gesetzgebers zur Unterstützung von Rehabilitationskliniken. Auch im Jahr 2024 wird daher an Maßnahmen zur Einsparung des Energieverbrauches festgehalten.

Risiken sehen wir weiterhin im Arbeitsmarkt. Es wird immer schwieriger, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Wir arbeiten deshalb kontinuierlich und nachhaltig daran, die Attraktivität der SRH Medinet GmbH als Arbeitgeber zu erhöhen. Eine leistungsgerechte Vergütung und weitreichende Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sind wesentliche Eckpfeiler hierfür. Der Erfolg eines Unternehmens steht und fällt letztlich mit den Menschen, die in diesem Unternehmen arbeiten.

Ein weiteres Risiko besteht durch weitere Leistungserbringer im Gesundheitswesen im Einzugsgebiet der Kliniken der SRH Medinet GmbH. Hierdurch wird sich der Wettbewerb, insbesondere auch im Hinblick auf die Gewinnung qualifizierten Personals, verschärfen und ein deutlicher Druck auf das allgemeine Vergütungsniveau innerhalb der SRH Medinet ausgeübt.

Preisänderungen, Ausfall- und Liquiditätsrisiken bestehen abgesehen von der ungeklärten Situation in Bezug auf das Sozialdienstleister-Einsatzgesetz nicht. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen und Zahlungsverzug der Kostenträger werden beobachtet, bedürfen derzeit aber keiner zusätzlichen Absicherung. Die Umstellung des Zuweisungssystems der Deutschen Rentenversicherung kann aufgrund der hohen Qualitätspunktzahl beider Klinikstandorte gegenwärtig eher als Chance, denn als Risiko betrachtet werden.

Weder die aktuelle Vermögenslage noch laufende Projekte bieten Hinweise auf bestandsgefährdende Risiken. Hinweise auf drohende Umweltschäden oder andere Haftungstatbestände sind nicht ersichtlich.

 

Naumburg (Saale), den 10. April 2024

Angret Neubauer, Geschäftsführerin

Peter Ullmann, Geschäftsführer

[1] Statistik der Deutschen Rentenversicherung "Rentenversicherung in Zahlen 2023"

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVSEITE

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 27.090,00 30.228,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.116.811,28 13.995.623,28
2. Technische Anlagen und Maschinen 81.146,00 105.298,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 696.493,00 743.036,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 129.168,10
14.894.450,28 14.973.125,38
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 261,00 261,00
14.921.801,28 15.003.614,38
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 70.408,59 70.348,86
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.724.588,10 2.466.692,59
davon gegen verbundene Unternehmen € 1.717.554,75 (1.717.554,75)
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 22.298,68 14.361,66
2.817.295,37 2.551.403,11
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.815,40 30.640,79
17.752.912,05 17.585.658,28

PASSIVSEITE

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.500.000,00 1.500.000,00
II. Gewinnrücklagen 4.878.000,00 4.528.000,00
III. Gewinnvortrag 289,76 990,33
IV. Jahresüberschuss 754.647,08 689.299,43
7.132.936,84 6.718.289,76
B. Rückstellungen 873.653,68 849.576,55
C. Verbindlichkeiten 9.746.321,53 10.017.791,97
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten € 9.341.196,92 (9.668.407,74)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 736.543,87 (676.384,23)
davon aus Steuern € 91.763,61 (86.912,62)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 13.792,53 (10.655,40)
17.752.912,05 17.585.658,28

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Rohergebnis 9.367.212,68 8.413.913,16
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.970.805,88 5.411.039,68
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.073.464,19 986.883,25
7.044.270,07 6.397.922,93
Zwischenergebnis 2.322.942,61 2.015.990,23
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 678.623,61 565.255,05
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 823.233,32 629.971,65
5. Erträge aus Beteiligungen 16.816,79 7,80
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 66.444,58 1.106,22
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 146.843,97 130.540,28
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 13,71 - 151,97
9. Ergebnis nach Steuern 757.489,37 691.489,24
10. Sonstige Steuern 2.842,29 2.189,81
11. Jahresüberschuss 754.647,08 689.299,43

Anhang

A. Allgemeine Erläuterungen zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft unterliegt dem deutschen Handelsrecht. Sie ist wie folgt im Handelsregister eingetragen:

Firmenname: SRH Medinet GmbH
Firmensitz: Naumburg (Saale)
Registergericht: Amtsgericht Stendal
Handelsregister-Nummer: HRB 18888

Der Jahresabschluss der SRH Medinet GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH Gesetzes in den aktuell gültigen Fassungen aufgestellt. Dies schließt die Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein. Weitergehende Vorschriften aus dem Gesellschaftsvertrag existieren nicht.

Die Gliederungen der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den gesetzlichen Vorschriften.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Die Gesellschaft ist zum Abschlussstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Bei der Bewertung wurde von der Fortsetzung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

B. Erläuterungen zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Folgende Nutzungsdauern werden dabei zu Grunde gelegt:

Anlage Nutzungsdauer
in Jahren
Gebäude 25 bis 50
Technische Anlagen 10 bis 15
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15

Im Rahmen des Komponentenansatzes wurde ein Wirtschaftsgut dem Gebäude zugeschrieben. Ein gesonderter Abschreibungsplan wurde ermittelt.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 (netto) wurden im Berichtsjahr voll abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Der Wertansatz der Finanzanlagen erfolgt generell zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert, wobei das gemilderte Niederstwertprinzip angewendet wird.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch Bildung angemessener pauschalierter Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert.

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand oder Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen.

Das Eigenkapital wurde gemäß § 272 HGB mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit Ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Abgabenordnung (AO). Sie erfüllt mit Ausnahme vorliegender wirtschaftlicher Geschäftsbetriebe die Voraussetzungen des § 67 AO. Sie ist gemäß der §§ 51 ff. AO von der Finanzverwaltung als gemeinnützig anerkannt und grundsätzlich von der Körperschaft- und Gewerbesteuer (§ 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG, § 3 Nr. 6 GewStG) befreit. Soweit wirtschaftliche Geschäftsbetriebe betrieben werden, erfolgt eine partielle Besteuerung.

Auf Grund der nur unwesentlichen Unterschiede zwischen handelsrechtlichem und steuerrechtlichem Wertansatz von Vermögensgegenständen und Schulden wurde auf den Ansatz von aktiven latenten Steuern gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB verzichtet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind dem Anlagengitter zu entnehmen.

Die Restlaufzeiten sowie die Art und Höhe der Besicherung der Verbindlichkeiten ist folgender Tabelle zu entnehmen.

Gesamt Restlaufzeit
TEUR bis 1 Jahr
TEUR
1 Jahr bis 5 Jahre
TEUR
mehr als 5 Jahre
TEUR
* Vorjahr in Klammern (10.022) (681) (1.351) (7.990)
Gesamt 9.746 736 1.369 7.641

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Dienstleistungs-, Miet- und Leasingverträgen von TEUR 74. Von den Verpflichtungen entfallen TEUR 15 jährlich auf verbundene Unternehmen.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Lohnfortzahlung sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 181

E. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 139 Arbeitnehmer beschäftigt. Davon waren 12 im ärztlichen Dienst, 16 im klinischen Hauspersonal, 60 im medizinisch-technischen Dienst, 20 im Pflegedienst, 4 im technischen Dienst, 11 im Verwaltungsdienst und 16 im Wirtschafts- und Versorgungsdienst angestellt.

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:

• Angret Neubauer, Naumburg (Saale), Verwaltungsdirektorin, Geschäftsführerin

• Peter Ullmann, Halle (Saale), Verwaltungsdirektor, Geschäftsführer (ab 01.01.2023)

Von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der SRH Holding (SdbR), Heidelberg, einbezogen. Der Konzernabschluss der SRH Holding (SdbR) wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und ist unter "www.unternehmensregister.de" abrufbar.

Die Angabe des Abschlussprüferhonorars erfolgt im Konzernabschluss der SRH Holding (SdbR).

F. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

G. Gewinnverwendung

Auf Vorschlag der Geschäftsführung soll das im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ausgewiesene Jahresergebnis in Höhe von EUR 754.000,00 den Gewinnrücklagen zugeführt werden. Die restlichen EUR 647,08 werden auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Naumburg (Saale), den 10. April 2024

gez. Angret Neubauer, Geschäftsführerin

gez. Peter Ullmann, Geschäftsführer

Entwicklung der Anschaffungswerte
Bilanzposten Anfangsstand
Zugang
Umbuchungen
Abgang
Endstand
1 2 3 4 5 6
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 79.529,80 6.171,94 0,00 1.707,21 83.994,53
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.934.482,49 480.578,18 129.168,10 0,00 18.544.228,77
2. Technische Anlagen und Maschinen 333.940,16 0,00 0,00 5.265,27 328.674,89
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.682.658,06 110.091,39 0,00 22.488,20 2.770.261,25
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 129.168,10 0,00 - 129.168,10 0,00 0,00
21.080.248,81 590.669,57 0,00 27.753,47 21.643.164,91
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 261,00 0,00 0,00 0,00 261,00
21.160.039,61 596.841,51 0,00 29.460,68 21.727.420,44
Entwicklung der Abschreibungen Restbuchwerte
Bilanzposten Anfangsstand
Abschreibungen des Geschäftsjahres
Entnahme für Abgänge
Endstand
(Stand 31.12.2023)
(Stand 31.12.2022)
1 7 8 9 10 11 12
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 49.301,80 9.307,94 1.705,21 56.904,53 27.090,00 30.228,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.938.859,21 488.558,28 0,00 4.427.417,49 14.116.811,28 13.995.623,28
2. Technische Anlagen und Maschinen 228.642,16 24.150,00 5.263,27 247.528,89 81.146,00 105.298,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.939.622,06 156.607,39 22.461,20 2.073.768,25 696.493,00 743.036,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 129.168,10
6.107.123,43 669.315,67 27.724,47 6.748.714,63 14.894.450,28 14.973.125,38
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 261,00 261,00
6.156.425,23 678.623,61 29.429,68 6.805.619,16 14.921.801,28 15.003.614,38

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SRH Medinet GmbH, Naumburg (Saale)

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SRH Medinet GmbH, Naumburg (Saale), - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SRH Medinet GmbH, Naumburg (Saale), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fä-higkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, am 10. April 2024

CURACON GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Zweigniederlassung Leipzig

Wendt, Wirtschaftsprüfer

Fasel, Wirtschaftsprüfer

Feststellungsbeschluss

Der Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung vom 14. Mai 2024 festgestellt.

Der Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 754.647,08 EUR und der Gewinnvortrag aus 2022 in Höhe von 289,76 EUR zusammen 754.936,84 EUR wird in Höhe von 754.000,00 EUR den Gewinnrücklagen zugeführt. Der verbleibende Betrag in Höhe von 936,84 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen.

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