Stammdaten

Register
Amtsgericht Mainz HRB 6443
Vorher
Quinn Plastics GmbH
Eingetragen
18.2.1998
Branche
Herstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Entwicklung, Herstellung, Verarbeitung und der Vertrieb von extrudierten Platten aus verschiedenen Thermoplasten sowie Acrylformmassen aus Polymethylmetacrylat sowie der Vertrieb von Produkten der 3A Composites / Polycasa Gruppe.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alexander Ernst Lohse
seit 21.11.2025
Geschäftsführer
Jörg Euteneuer
seit 10.5.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
3A Composites Holding AGCHE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
3A Composites Germany GmbH
Germany
50000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Polycasa GmbH

Mainz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die Polycasa GmbH ist ein europäischer Hersteller von transparenten Kunststoffplatten, welche in den Bereichen Display, Architektur und Transport/Industrie Anwendung finden. Mit dem Hauptprodukt CRYLON® hält das Unternehmen eine starke Position in seinen Kernmärkten, welche auf einem umfassenden Produktsortiment und konsequenter Kundenorientierung basiert.

Der Absatzmarkt der Produkte ist vornehmlich in Deutschland sowie in der Europäischen Union, wobei schwerpunktmäßig Kunden der weiterverarbeitenden Kunststoffindustrie und des Kunststoffhandels beliefert werden. Als Teil der Polycasa Gruppe vertreibt die Gesellschaft auch transparente Kunststoffplatten, welche von den Polycasa Schwestergesellschaften gefertigt werden.

Die Polycasa GmbH ist ein Unternehmen der Schweiter Technologies Gruppe. Die Schweiter Technologies ist eine global tätige Unternehmensgruppe mit der Ausrichtung auf Verbundmaterialien und Kunststoffplatten. Die Schweiter Technologies AG mit Sitz in Steinhausen, Schweiz, ist an der SIX Swiss Exchange kotiert.

Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der 3A Composites Germany GmbH, Singen Hohentwiel.

1.2 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Eine konjunkturelle Erholung in Europa hat sich im Verlauf des Jahres nicht eingestellt. Der Energiepreisschock, eine hohe Inflation und ein deutlicher Rückgang der allgemeinen Konsumnachfrage wirkten sich auch im Jahr 2023 belastend aus. Die geopolitischen Unwägbarkeiten haben zugenommen und die wirtschaftlichen Herausforderungen waren anhaltend hoch. Eine für das zweite Halbjahr erhoffte Erholung der Konjunktur hat sich trotz einer gewissen Abschwächung einiger Einflussfaktoren nicht eingestellt.

Die Marktnachfrage im Bereich der Acryl-Platten befand sich auf einem historisch niedrigen Niveau. Ein reduzierter Marktbedarf war in allen Regionen spürbar. Der Markt war geprägt von einem intensiven Verdrängungswettbewerb und nicht auskömmlichen Preisen, speziell im Händlergeschäft. Wir gehen von einer signifikanten Unterauslastung aller Wettbewerber aus.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft


Geprägt von einer sehr schwachen Marktnachfrage lagen die Volumina für unser Hauptprodukt CRYLON® volumen- und umsatzseitig unter dem Vorjahr. Anhaltend hohe Kosten speziell im Bereich Energie konnten in einem hart umkämpften und sehr preissensitiven Umfeld nur ungenügend an den Markt weitergereicht werden. Aufgrund der niedrigen Marktpreise mussten Aufträge abgelehnt werden, da diese kostenseitig nicht mehr darstellbar waren. Umfangreiche Maßnahmen am Standort zur Kostensenkung und zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit wurden umgesetzt. Trotz rückläufiger Volumina konnte mithilfe der Kosteneinsparungsmaßnahmen die Verlustsituation im Vergleich zum Vorjahr reduziert werden.

2.1.1. Ertragslage
Ertragslage


31.12.2023 31.12.2022 Veränderung

TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 46.383 100,6% 55.543 108,3% -9.160 -16,5%
Bestandsveränderung -288 -0,6% -4.463 -8,7% 4.175 -93,5%
sonstige betriebliche Erträge 1 0,0% 225 0,4% -224 -99,5%
Gesamtleistung 46.096 100,0% 51.305 100,0% -5.209 -10,2%
Materialaufwand 35.934 78,0% 42.905 83,6% -6.971 -16,2%
Personalaufwand 7.252 15,7% 9.057 17,7% -1.805 -19,9%
Abschreibungen 745 1,6% 647 1,3% 98 15,2%
Sonstiger Betriebsaufwand 6.766 14,7% 6.845 13,3% -79 -1,2%
Betrieblicher Aufwand 50.696 110,0% 59.454 115,9% -8.757 -14,7%
Betriebsergebnis -4.601 -10,0% -8.149 -15,9% 3.548 -43,5%
Finanzergebnis -25 -0,1% 4 0,0% -30 -712,0%
Ergebnis vor Ertragssteuern -4.626 -10,0% -8.145 -15,9% 3.518 -43,2%
Ertragssteuern 0 0,0% 1 0,0% -1
sonstige Steuern 11 0,0% 11 0,0% 0 0,0%
Ergebnis vor Ergebnisabführung -4.637 -10,1% -8.156 -15,9% 3.519 -43,1%
Erträge/Aufwendungen aus Ergebnisabführung 4.637 0 8.156


Jahresergebnis 0 0 0



Die Gesellschaft berichtet als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren die Umsatzerlöse sowie das Betriebsergebnis.

Die Umsatzerlöse reduzierten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf Mio. EUR 46,4 (Vorjahr: Mio. EUR 55,5). Tiefere Verkaufspreise in Folge von fallenden Rohmaterialpreisen wirkten sich zusätzlich negativ auf die Umsatzentwicklung aus. Die Gesamtleistung lag mit Mio. EUR 46,1 ebenfalls unter der Vorjahresleistung (Vorjahr: Mio. EUR 51,3).

Der Materialaufwand verminderte sich im Berichtszeitraum auf Mio. EUR 35,9 (Vorjahr: Mio. EUR 42,9). Gesunkene Rohstoffkosten führten zu einer verminderten Materialaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung von 78,0% (Vorjahr: 83,6%). Im vertriebsseitig sehr intensiven Volumenwettbewerb mussten die Rohmaterialveränderungen nahezu umgehend an den Markt weitergereicht werden.

Die anhaltende Unterauslastung konnte nur bedingt durch Maßnahmen zur Kapazitätsanpassung ausgeglichen werden.

Der Personalaufwand lag mit Mio. EUR 7,3 unter dem Vorjahr (Mio. EUR 9,1). Dies beinhaltete eine Anpassung der Mitarbeiterzahl sowie die Ausschöpfung flexibler Maßnahmen und Kurzarbeit.

Der sonstige Betriebsaufwand konnte nicht reduziert werden und lag mit Mio. EUR 6,8 auf Vorjahresniveau (Vorjahr: Mio. EUR 6,8).

Das negative Betriebsergebnis konnte durch die getroffenen Maßnahmen um Mio. EUR 3,5 auf Mio. EUR 4,6 vermindert werden.

Das Finanzergebnis betrug Mio. EUR -0,03 (Vorjahr: Mio. EUR 0,0).

Das Ergebnis vor Ertragssteuern belief sich im Geschäftsjahr auf Mio. EUR -4,6 (Vorjahr: Mio. EUR -8,1).

In der letztjährigen Prognose sind wir bereits von einem anhaltend schwierigen Geschäftsumfeld ausgegangen. Trotz intensivster Marktbearbeitung und Umsetzung umfassender Maßnahmen zur Kostenreduktion konnte die Verlustsituation am Standort bisher nur in ungenügendem Maße reduziert werden.

2.1.2 Vermögenslage
Vermögenslage



31.12.2023 31.12.2022 Veränderung

TEUR % TEUR % TEUR %
Vermögen





Anlagevermögen 4.526 5,9% 5.015 6,6% -489 -9,8%
Vorräte 5.936 7,8% 6.590 8,7% -654 -9,9%
Kurzfristige Forderungen und sonstige 63.874 83,9% 62.630 82,9% 1.243 2,0%
Vermögensgegenstände





Flüssige Mittel 1.790 2,4% 1.299 1,7% 491 37,8%
Umlaufvermögen 71.600 94,1% 70.519 93,4% 1.081 1,5%

76.126 100,0% 75.534 100,0% 591 0,8%
Kapital





Eigenkapital 33.742 44,3% 33.742 44,7% 0 0
Pensionsrückstellungen 21.024 27,6% 21.389 28,3% -365 -1,7%
Langfristiges Kapital 54.766 71,9% 55.131 73,0% -365 -0,7%
Übrige Rückstellungen 1.680 2,2% 2.238 3,0% -558 -24,9%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie 1.278 1,7% 1.409 1,9% -131 -9,3%
aus erhaltenen Anzahlungen aus Bestellungen





Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.276 24,0% 16.640 22,0% 1.637 9,8%
Sonstige Verbindlichkeiten 125 0,2% 117 0,2% 8 6,9%
Fremdkapital kurzristig 21.360 28,1% 20.404 27,0% 956 4,7%

76.126 100,0% 75.534 100,0% 591 0,8%


Das Vermögen der Gesellschaft erhöhte sich zum Ende des Berichtsjahres auf Mio. EUR 76,1 (Vorjahr: Mio. EUR 75,5).

Das Anlagevermögen belief sich auf Mio. EUR 4,5. Die Entwicklung resultierte aus den planmäßigen Abschreibungen in Höhe von Mio. EUR -0,7 sowie aus den Zugängen in Höhe von Mio. EUR 0,2.

Das Umlaufvermögen stieg durch höhere Forderungen und flüssige Mittel um Mio. EUR 1,1 auf Mio. EUR 71,6 (Vorjahr: Mio. EUR 70,5). Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist auf die Lieferungen im 4. Quartal und die vereinbarten Zahlungsziele zurückzuführen.

Auf der Passivseite verminderten sich die Pensionsrückstellungen sowie die übrigen Rückstellungen, letztere aufgrund gesunkener Personalrückstellungen. Gegenläufig verlief die Entwicklung der Verbindlichkeiten gegenüber Konzerngesellschaften, die sich u.a. durch den Anstieg der Konzernfinanzierung um Mio. EUR 1,6 erhöhten.

Bei gleichbleibendem Eigenkapital sank die Eigenkapitalquote aufgrund der erhöhten Bilanzsumme leicht auf 44,3 % (Vorjahr: 44,7 %).

2.1.3 Finanzlage


2023 2022

TEUR TEUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag vor Ergebnisabführung -4.637 -8.156
Abschreibungen (+) auf Gegenstände des Anlagevermögens 745 647
Zunahme (+) Abnahme (-) der langfristigen Rückstellungen -365 375
Abnahme (+) / Zunahme (-) der Vorräte, der Forderungen

aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -294 7.682
Zunahmne (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus

Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 333 -4.133
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -4.218 -3.585
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit

Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des

Anlagevermögens 0 5
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Anlagevermögen -256 -549
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -256 -544
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

Auszahlung an Unternehmenseigner 0 -1.651
Einzahlung von Unternehmenseigner 8.156
Abnahmne (+) /Zunahme (-) der Forderungen aus Konzernfinanzierung -3.814 9.986
Abnahme (-) / Zunahme (+) der Verbindlichkeiten aus Konzernfinanzierung 623 -7.475
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 4.965 860
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode

Zahlungswirksame Veränderung des

Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1 - 3) 491 -3.270
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.299 4.568
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.790 1.299



3. Forschung und Entwicklung


Auf Basis seines Know-hows im Bereich der Polymerisation und Extrusion betreibt das Unternehmen kundenspezifische Produktentwicklung. Aufwendungen hierfür werden im betrieblichen Prozess nicht separat erfasst. Forschung im engeren Sinne wird durch das Unternehmen nicht durchgeführt.

4. Personal

Die Mitarbeiterzahl lag im Jahresdurchschnitt bei 102 (Vorjahr: 117). Zum 31.12.2023 waren 98 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 111). Im Hinblick auf die schwierige Geschäftslage sind weitere Personalanpassungsmaßnahmen unumgänglich.

5. Investitionen

Die Investitionen beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf Mio. EUR 0,2. Der Schwerpunkt lag im Bereich Ersatzinvestitionen sowie Maßnahmen zur Erhöhung der Produktivität.

6. Prognose-, Risiko und Chancenbericht

6.1 Prognosebericht

Der Konjunkturausblick bleibt weiterhin sehr angespannt. Trotz Stabilisierung einiger Konjunkturfaktoren zum Jahresanfang ist keine Trendwende im zweiten Halbjahr erkennbar.

Die Nachfrage in unseren Endmärkten war zum Jahresbeginn weiterhin sehr verhalten. Die Absatzvolumen im ersten und zweiten Quartal lagen zwar über dem Vorjahr, waren aber aufgrund wieder steigender Rohmaterialpreise und damit verbundener Preiserhöhungen teilweise überzeichnet durch vorgezogene Einlagerungen im Händlergeschäft. Die Wettbewerbsintensität ist unverändert hoch und die Verkaufspreise haben noch kein gewinnbringendes Niveau erreicht.

Aufgrund der anhaltenden negativen wirtschaftlichen Entwicklung hat die 3A Composites Germany GmbH, als Gesellschafterin der Polycasa GmbH, beschlossen, die wirtschaftliche Betätigung am Standort Mainz zum 30. November 2024 dauerhaft einzustellen und den bisherigen Geschäftszweck nicht weiterzuverfolgen. Hierzu wurde, unter Wahrung aller Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechte des Betriebsrates, ein Interessensausgleich und ein Sozialplan ausgehandelt.

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2024 werden das Vorjahresniveau zwar voraussichtlich erreichen. Das Betriebsergebnis 2024 wird aufgrund der beschriebenen Lage und der mit der Einstellung des Geschäftszwecks verbundenen Aufwendungen deutlich negativer erwartet als im Vorjahr.

Die Finanzierung der mit der Einstellung des Geschäftszwecks verbundenen Kosten ist über konzerninterne Forderungen in ausreichendem Maße gewährleistet. Der bestehende Ergebnisabführungsvertrag wurde mit Wirkung zum 31. Dezember 2024 gekündigt.

Ein Liquidationsbeschluss im Sinne des GmbH-Gesetzes liegt zum Zeitpunkt der Berichtserstattung nicht vor. Die Geschäftsführung geht vom Abschluss einer geordneten Abwicklung der Gesellschaft erst nach Ende des Geschäftsjahres 2025 aus.

6.2 Risikobericht

Die Zunahme weltweiter Krisen und eine einhergehende hohe Unsicherheit wirken sich weiterhin spürbar negativ auf die europäische Wirtschaftsentwicklung aus. In diesem Umfeld sich verstärkender Krisen sind die Risiken weiterhin stärker ausgeprägt als in den Jahren zuvor.

Die Gesellschaft verfügt über ein detailliertes Berichtswesen entsprechend den Konzernrichtlinien der Gruppe und führt im Rahmen dieser Berichterstattung monatliche Analysen unter Einbeziehung der Konzernobergesellschaft durch. In der Organisation bestehen Strukturen und Prozesse einschließlich eines internen Informations- und Kontrollsystems, um Risiken im Unternehmen systematisch und angemessen begegnen zu können.

Der Standort ist nach DIN ISO 9001:2015 und 50001:2018 zertifiziert.

Absatzrisiko: In einem anhaltend schwachen Marktumfeld mit einer zu befürchtenden ausgeprägten konjunkturellen Abkühlung wird das Absatzrisiko als derzeit bedeutsamstes Risiko eingeschätzt.

Beschaffungsrisiken: Die Haupteinsatzkomponenten für die Produkte unterliegen bedeutsamen Marktpreisschwankungen. Kostensteigerungen können bedingt und nur mit zeitlicher Verzögerung an den Markt weitergegeben werden. Das Unternehmen verfolgt über die Gruppe ein konsequentes Lieferanten-Management zur Sicherstellung der Versorgungslage und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Neben den derzeitigen Preissteigerungen gerät die Verfügbarkeit von Rohstoffen, Betriebsmaterialien und Dienstleistungen zu einem kritischen Faktor. Die europäische Chemieindustrie befindet sich angesichts hoher Energiekosten in Veränderung, welche auch mit strukturellen Risiken in unserer Rohmaterialversorgung verbunden ist.

Forderungsausfallrisiko: Das Delkredere-Risiko wird gesteuert durch ein aktives Debitorenmanagement. Das Forderungsausfallrisiko hat sich durch den andauernden Konflikt in der Ukraine und die damit verbundenen längerfristigen Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft spürbar erhöht. Entsprechend kommt dem Debitorenmanagement eine erhöhte Bedeutung zu.

Die Gesellschaft hat umfangreiche kurzfristige Darlehensforderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von Mio. EUR 54,4. Diese Forderungen übersteigen die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um Mio. EUR 37,9. Die gewährten Darlehen werden als werthaltig erachtet. Die Geschäftsführung der Polycasa GmbH sieht aufgrund der bisherigen positiven wirtschaftlichen und liquiditätsseitigen Entwicklung des Konzerns keine besonderen Ausfall- bzw. Finanzierungsrisiken im Zusammenhang mit den oben genannten Forderungen bzw. Verbindlichkeiten im Verbundbereich.

Sonstige Risiken: Risiken aus Elementarschäden sind über betriebliche Sach- und Betriebsunterbrechungsversicherungen ausreichend abgedeckt.

6.3 Chancenbericht

Aufgrund der Entscheidung, die wirtschaftliche Betätigung einzustellen, ergeben sich für die Gesellschaft keine wesentlichen Chancen mehr.

 

Mainz, 28. November 2024

Dr. Joachim Werner, Geschäftsführer

Alexander Lohse, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

A k t i v a


31.12.2023 31.12.2022

EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen



I. Immaterielle Vermögensgegenstände



Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche



Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie



Lizenzen an solchen Rechten und Werten
4.956,31
12.409,35
II. Sachanlagen



1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und



Bauten einschließlich der Bauten auf fremden



Grundstücken 679.375,51
699.184,28
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.388.270,11
3.739.748,67
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 435.888,94
553.235,77
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 13.156,05 4.516.690,61 6.266,14 4.998.434,86
III. Finanzanlagen



Ansprüche in Zusammenhang mit Pensions-



und Altersteilzeitverpflichtungen
4.354,00
4.481,00


4.526.000,92
5.015.325,21
B. Umlaufvermögen



I. Vorräte



1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.034.315,47
2.399.978,06
2. Unfertige Erzeugnisse 783.268,66
1.637.475,98
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.118.449,88 5.936.034,01 2.552.424,13 6.589.878,17
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände



1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.414.989,24
2.691.853,66
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 59.816.578,34
59.771.967,66
3. Sonstige Vermögensgegenstände 222.344,01 63.453.911,59 166.576,83 62.630.398,15
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
1.789.914,84
1.298.847,59


71.179.860,44
70.519.123,91
C. Rechnungsabgrenzungsposten
419.804,00
0,00


76.125.665,36
75.534.449,12


P a s s i v a


31.12.2023 31.12.2022

EUR EUR
A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Gewinnvortrag 33.716.124,33 33.716.124,33

33.741.688,92 33.741.688,92
B. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen und

ähnliche Verpflichtungen 21.024.305,00 21.389.125,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.680.025,28 2.238.035,48

22.704.330,28 23.627.160,48
C. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.278.228,77 1.408.837,60
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.276.363,12 16.639.771,29
3. Sonstige Verbindlichkeiten 125.054,27 116.990,83

19.679.646,16 18.165.599,72

76.125.665,36 75.534.449,12

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023


2023 2022

EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse
46.382.864,34
55.543.333,93
2. Verminderung des Bestands an



fertigen und unfertigen Erzeugnissen
-288.181,57
-4.463.283,86
3. Sonstige betriebliche Erträge
1.138,44
225.183,06
- davon Erträge aus Währungsumrechnung



EUR 134,33 (i. Vj. EUR 728,08) -



4. Materialaufwand



a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und



Betriebsstoffe und für bezogene Waren 33.728.255,58
39.957.202,31
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.205.509,68 35.933.765,26 2.947.739,53 42.904.941,84
5. Personalaufwand



a) Löhne und Gehälter 6.136.976,05
6.967.642,20
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für



Altersversorgung 1.115.003,29 7.251.979,34 2.089.387,88 9.057.030,08
- davon für Altersversorgung EUR 161.098,00



(i. Vj. EUR 632.813,00) -



6. Abschreibungen auf immaterielle



Vermögensgegenstände



des Anlagevermögens und Sachanlagen
745.188,03
647.143,19
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
6.765.566,23
6.844.800,89
- davon Aufwendungen aus



Währungsumrechnung



EUR 3.599,51 (i. Vj. EUR 4.864,43) -



8. Erträge aus Finanzanlagen
1.851,05
26.906,31
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
603.100,00
686.800,00
- davon aus verbundenen Unternehmen



EUR 603.100,00 (i. Vj. EUR 686.800,00) -



10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
630.351,00
709.556,00
- davon an verbundene Unternehmen



EUR 194.000,00 (i. Vj. EUR 241.200,00) -



- davon aus Aufzinsung



EUR 436.351,00 (i. Vj. EUR 468.355,00) -



11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
347,85
866,21
12. Ergebnis nach Steuern
-4.626.425,45
-8.145.398,77
13. Sonstige Steuern
10.764,27
10.764,27
14. Erträge aus Verlustübernahme
4.637.189,72
8.156.163,04
15. Jahresergebnis
0,00
0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Polycasa GmbH hat ihren Sitz in Mainz und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Mainz unter der Register-Nummer HRB 6443. Die Gesellschaft ist im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Bestimmungen der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Soweit Angaben wahlweise im Anhang oder in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung erfolgen können, erfolgen sie teilweise im Anhang.

Wie im Nachtragsbericht dargestellt, hat die 3A Composites Germany GmbH, als Gesellschafterin der Polycasa GmbH, beschlossen, die wirtschaftliche Betätigung am Standort Mainz zum 30. November 2024 dauerhaft einzustellen und den bisherigen Geschäftszweck nicht weiterzuverfolgen.

Der Ergebnisabführungsvertrag mit der 3A Composites Germany GmbH, Singen wurde mit Wirkung zum 31. Dezember 2024 gekündigt.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Ausweismethoden

1. Allgemeine Angaben


Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr beibehalten worden.

Die Erstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB), da wie im Nachtragsbericht dargestellt Beschlüsse erst im Jahresverlauf 2024 getroffen wurden und von einer geordneten Abwicklung ausgegangen wird.

2. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über die erwartete betriebsindividuelle Nutzungsdauer abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, abzüglich Abschreibungen bewertet.

Gebäude, technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen, Betriebsvorrichtungen und alle anderen beweglichen Anlagegüter werden linear abgeschrieben.

Die Abschreibungssätze richten sich nach der erwarteten betriebsindividuellen Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagegruppen. Die Abschreibungsdauer beträgt für immaterielle Vermögensgegenstände 3 Jahre, für Gebäude und bauliche Betriebsvorrichtungen 7 bis 40 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 5 bis 10 Jahre, für Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie andere Anlagen 3 bis 10 Jahre. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Wertaufholungen waren nicht vorzunehmen.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu 250 € werden im Wirtschaftsjahr sofort abgeschrieben. Für Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen 250 und 800 € wird ein Sammelposten gebildet, der im laufenden Jahr abgeschrieben wird.

Geleistete Anzahlungen sind zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Anlagen im Bau sind mit den Anschaffungskosten bewertet.

Unter den Finanzanlagen werden nicht an den Mitarbeiter verpfändete Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen wegen des Fehlens von Marktpreisen und allgemein anerkannten Bewertungsmodellen gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB mit den fortgeführten Anschaffungskosten in Form des von der Versicherung bestätigten Aktivwerts der Rückdeckungsversicherungen (beizulegender Zeitwert) ausgewiesen.

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bzw. niedrigeren beizulegenden Werten. Die Herstellungskosten umfassen neben den verursachungsgerecht zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten des Produktionsbereichs bei normaler Auslastung der Produktionsanlagen einschließlich Abschreibungen, jedoch keine Finanzierungskosten.

Als niedrigerer Marktpreis werden bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen die Wiederbeschaffungskosten, als beizulegender Wert bei unfertigen und fertigen Erzeugnissen sowie Waren der voraussichtliche Verkaufserlös abzüglich der beim Verkauf noch anfallenden Kosten angesetzt. Die Vorräte im Ersatzteillager werden mit einem Festwert bewertet. Die letzte Inventuraufnahme im Ersatzteillager erfolgte zum 31. März 2019.

Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 1 %, bezogen auf den bewerteten Bestand nach Einzelwertberichtigung, berücksichtigt.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten. Ausfall- und Transferrisiken sowie allgemeine Kreditrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Aufgrund der Ausübung des Wahlrechts in § 274 Abs. 1 HGB wird der aktive Überhang der latenten Steuern nicht bilanziert. Aktive latente Steuern entstehen durch die Bewertungsunterschiede der Pensionen nach Handels- und Steuerrecht. Für die Körperschaftsteuer wurde ein Steuersatz von 15,0 %, für den Solidaritätszuschlag von 0,83 % und für die Gewerbesteuer von 15,4 % angesetzt.

3. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag bilanziert.

Der Wertansatz für die versicherungsmathematischen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach den Vorgaben des HGB ermittelt. Die Bewertung erfolgte mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode". Dabei wurden für den Rechnungszinssatz 1,83% p.a. (Vorjahr 1,79% p.a.), für den Anwartschaftstrend 2,5% p.a. (Vorjahr 2,5% p.a.) und für den Rententrend 2% p.a. (Vorjahr 2% p.a.) angenommen. Es wurden die aktualisierten Richttafeln 2018 G der Heubeck Richttafeln GmbH verwendet. Der Rechnungszins für die Abzinsung wurde pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre laut Bundesbank angesetzt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt 261 T€ (Vorjahr 1.366 T€).

Ansprüche aus einem Schuldbeitritt eines früheren Eigentümers der Gesellschaft zu den Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Geschäftsführern wurden mit der Pensionsrückstellung verrechnet. Die Berechnung des Aktivwertes erfolgte unter den gleichen Voraussetzungen wie die Berechnung der Pensionsverpflichtungen.

Rückstellungen für Dienstaltersjubiläen der Arbeitnehmer werden nach den Regelungen des HGB vorgenommen. Dabei wurden ein Rechnungszinssatz von 1,76% p.a. (Vorjahr 1,45% p.a.) und ein Gehaltstrend von 2,5% p.a. (Vorjahr 2,5% p.a.) angenommen. Der Rechnungszins für die Abzinsung wurde pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre laut Bundesbank angesetzt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Rückstellungen für Altersteilzeit werden gemäß § 253 HGB auf Basis der von der Bundesbank zuletzt veröffentlichten Abzinsungssätze auf den Bilanzstichtag hochgerechnet und mit 1,76% (Vorjahr 1,45% p.a.) angesetzt. Als Rechnungsgrundlagen wurden die aktualisierten Richttafeln 2018 G der Heubeck Richttafeln GmbH verwendet. Zudem wurde eine Anpassung des Arbeitsentgelts während der Altersteilzeit von 1,25% p.a. eingerechnet. Beträgt jedoch die Restlaufzeit der Altersteilzeit am Bilanzstichtag weniger als 12 Monate wurde die Berechnung ohne Verzinsung und ohne Anpassung des Arbeitsentgelts während der Altersteilzeit durchgeführt.

Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen sind gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit vorhandenem, saldierungsfähigem Deckungsvermögen verrechnet worden. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt dabei mit dem beizulegenden Zeitwert.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden bei der Ermittlung berücksichtigt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, die hätten abgezinst werden müssen, liegen zum 31. Dezember 2023, wie im Vorjahr, nicht vor.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr liegen zum 31. Dezember 2023, wie im Vorjahr, nicht vor.

Fremdwährungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse höher waren (bei Aktivposten) oder niedriger lagen (bei Passivposten). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst; die in den Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" enthaltenen Erträge bzw. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung werden durch entsprechende Aufgliederung der Posten im Anhang gesondert ausgewiesen.

III. Erläuterungen zu Bilanzposten
Anlagevermögen


Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Zu den verbundenen Unternehmen zählen zum 31. Dezember 2023 alle Unternehmen, die in den Konzernabschluss der Schweiter Technologies AG, Steinhausen, Schweiz, mit einbezogen werden. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten wie im Vorjahr keine Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 787 T€ (Vorjahr: 1.038 T€) enthalten. Forderungen gegen den Gesellschafter bestehen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 57.837 T€ (Vorjahr 57.556 T€); sie betreffen mit 4.637 T€ Forderungen aus Verlustübernahme und mit 53.200 T€ Konzernfinanzierung, die mit 1,2% p.a. verzinst wird. Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf 222 T€ (Vorjahr 167 T€) und beinhalten im Wesentlichen die Stromsteuererstattung in Höhe von 221 T€. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Stammkapital

Das Stammkapital beträgt unverändert 26 T€ (DM 50.000).

Rückstellung für Pensionen

Die Pensionsrückstellung betrug zum 31. Dezember 2023 23.752 T€ (Vorjahr: 24.306 T€) und wurde mit dem Anspruch von 2.728 T€ (Vorjahr: 2.917 T€) aus der Schuldübernahme eines früheren Eigentümers der Gesellschaft saldiert. Sie wird in der Bilanz mit 21.024 T€ (Vorjahr: 21.389 T€) ausgewiesen.

Rückstellung für Dienstaltersjubiläen

Die Rückstellung für Dienstaltersjubiläen belief sich zum 31. Dezember 2023 auf 273 T€ (Vorjahr: 302 T€).

Rückstellung für Altersteilzeit

Der Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitverpflichtungen beträgt TEUR 283. Dieser wurde mit dem beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 142 des vorhandenem, saldierungsfähigem Deckungsvermögen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert entspricht den Anschaffungskosten. Eine Verrechnung von Aufwendungen und Erträgen war nicht erforderlich.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Kundenboni in Höhe von 425 T€ (Vorjahr: 405 T€), ausstehende Rechnungen in Höhe von 414 T€ (Vorjahr: 590 €) und für Personalkosten in Höhe von 841 T€ (Vorjahr: 1.243 T€).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr:


2023 2022

T€ T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.278 1.409
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.276 16.640
- davon aus Lieferungen und Leistungen 1.785 T€ (Vorjahr 771 T€)

Sonstige Verbindlichkeiten 125 117
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 53 T€ (Vorjahr 62 T€)

- davon aus Steuern 39 T€ (Vorjahr 50 T€)


19.679 18.166


Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen


2023 2022

T€ T€
Langfristige Abnahmeverpflichtungen 248 271
Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen 1 945
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen

0 T€ (Vorjahr 943 T€).


249 1.216


Zum Abschlussstichtag bestehen die langfristigen Abnahmeverpflichtungen aus Leasingverträgen mit einer Laufzeit bis zu zwei Jahren.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse


Aufgliederung nach Art des Geschäftes und Produktes:


2023 2022

T€ T€
Mit eigenen Erzeugnissen

Extrudierte Platten 34.919 44.838
Acrylform-Spritzgussmassen 7.738 9.226

42.657 54.064
Mit Handelswaren 4.491 2.621
Mit Dienstleistungen 139 142
Gewährte Gutschriften -904 -1.284

46.383 55.543


Aufgliederung nach Regionen:


2023 2022

T€ T€
Europa 46.374 56.545
- davon Deutschland 22.321 T€ (Vorjahr 24.021 T€)

Übrige 913 282
Gewährte Gutschriften -904 -1.284

46.383 55.543


Personal

Durchschnittlicher Personalstand:


2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 80 91
Angestellte 22 26

102 117


V. Sonstige Angaben
Außerbilanzielle Geschäfte


Leasing- bzw. Mietverträge werden vor allem zur Optimierung der Liquiditätslage abgeschlossen. Weitere Vorteile sind in der Bilanzneutralität und darin zu sehen, dass Leasingtransaktionen die bestehenden Kreditrahmen nicht belasten. Risiken bestehen aufgrund der längerfristigen Vertragsbindung in der Nutzbarkeit und fehlenden Verwertbarkeit der Leasinggegenstände während der Vertragslaufzeit, da diese während der Laufzeit nicht veräußert oder ersetzt werden können. Im Falle von wirtschaftlichen Problemen könnte der Entzug der Leasinggegenstände durch den Leasinggeber zu Störungen im Produktionsprozess führen.

Angaben gem. § 285 Nr. 17 HGB

Das Gesamthonorar der Abschlussprüfer des Geschäftsjahres 2023, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mainz, betrug 47 T€, davon für Abschlussprüfungsleistungen 35 T€ und für Steuerberatungsleistungen 12 T€.

Ergebnisverwendung

Am 09. Juni 2016 wurde ein Ergebnisabführungsvertrag mit der 3A Composites Germany GmbH, Singen Hohentwiel, mit Rückwirkung zum 01. Januar 2016 abgeschlossen, der von der Gesellschafterversammlung am 09. Juni 2016 genehmigt wurde und am 27. Juni 2016 im Handelsregister eingetragen wurde.

Danach wird der gesamte Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 von der Organträgerin, der 3A Composites Germany GmbH übernommen.

Geschäftsführung

Herr Dr. Joachim Werner (CEO Division Architecture & Display Europe)

Herr Alexander Lohse (CFO Division Architecture & Display Europe)


Hinterbliebenenbezüge für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung wurden im Geschäftsjahr 2023 keine gezahlt. Die Pensionsrückstellungen für frühere Mitglieder der Geschäftsführung und deren Hinterbliebene betragen 2.728 T€. Die Geschäftsführung erhält von der Gesellschaft keine Bezüge.

Gesellschafter, Konzern:

Alleingesellschafter ist die 3A Composites Germany GmbH. Oberstes Mutterunternehmen ist die Schweiter Technologies AG, Steinhausen, Schweiz. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Schweiter Technologies AG, Steinhausen, Schweiz, mit einbezogen (größter und kleinster Konsolidierungskreis), der im Schweizerischen Handelsamtsblatt (SHAB) publiziert wird.

Nachtragsberichterstattung:

Aufgrund der anhaltenden negativen wirtschaftlichen Entwicklung hat die 3A Composites Germany GmbH, als Gesellschafterin der Polycasa GmbH, beschlossen, die wirtschaftliche Betätigung am Standort Mainz zum 30. November 2024 dauerhaft einzustellen und den bisherigen Geschäftszweck nicht weiterzuverfolgen.

Der Ergebnisabführungsvertrag mit der 3A Composites Germany GmbH, Singen, wurde mit Wirkung zum 31. Dezember 2024 gekündigt.

Die Finanzierung der mit der Einstellung des Geschäftszwecks verbundenen Kosten, ist über konzerninterne Forderungen in ausreichendem Maße gewährleistet. Das zum 31. Dezember 2023 vorhandene Umlaufvermögen wurde im laufenden Geschäftsjahr 2024 im Wesentlichen umgeschlagen. Die Auswirkungen der Einstellung des Geschäftsbetriebes auf das Anlagevermögen können derzeit nicht abschließend beurteilt werden. Zudem wurden, unter Wahrung aller Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechte des Betriebsrates, ein Interessensausgleich und ein Sozialplan ausgehandelt.

Ein Liquidationsbeschluss im Sinne des GmbH-Gesetzes liegt zum Zeitpunkt der Berichtserstattung nicht vor. Die Geschäftsführung geht vom Abschluss einer geordneten Abwicklung der Gesellschaft erst nach Ende des Geschäftsjahres 2025 aus.

 

Mainz, 28. November 2024

Dr. Joachim Werner, Geschäftsführer

Alexander Lohse, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände



Entgeltlich erworbene Konzessionen,



gewerbliche Schutzrechte und ähnliche



Rechte und Werte sowie Lizenzen



an solchen Rechten und Werten 713.143,68 7.137,00 0,00 720.280,68

713.143,68 7.137,00 0,00 720.280,68
II. Sachanlagen



1. Grundstücke, grundstücksgleiche



Rechte und Bauten einschließlich



der Bauten auf fremden Grundstücken 2.026.405,55 0,00 0,00 2.026.405,55
2. Technische Anlagen und Maschinen 23.719.713,10 217.536,71 0,00 23.937.249,81
3. Andere Anlagen, Betriebs- und



Geschäftsausstattung 2.408.948,74 24.427,12 0,00 2.433.375,86
4. Geleistete Anzahlungen und



Anlagen im Bau 6.266,14 6.889,91 0,00 13.156,05

28.161.333,53 248.853,74 0,00 28.410.187,27
III. Finanzanlagen



Ansprüche im Zusammenhang



mit Pensions- und Altersteilzeit-



verpflichtungen 4.481,00 0,00 127,00 4.354,00

4.481,00 0,00 127,00 4.354,00

28.878.958,21 255.990,74 127,00 29.134.821,95

Kumulierte Abschreibungen

1.1.2023 Abschrei-
bungen des
Geschäfts-
jahres
Abgänge 31.12.2023

EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände



Entgeltlich erworbene Konzessionen,



gewerbliche Schutzrechte und ähnliche



Rechte und Werte sowie Lizenzen



an solchen Rechten und Werten 700.734,33 14.590,04 0,00 715.324,37

700.734,33 14.590,04 0,00 715.324,37
II. Sachanlagen



1. Grundstücke, grundstücksgleiche



Rechte und Bauten einschließlich



der Bauten auf fremden Grundstücken 1.327.221,27 19.808,77 0,00 1.347.030,04
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.979.964,43 569.015,27 0,00 20.548.979,70
3. Andere Anlagen, Betriebs- und



Geschäftsausstattung 1.855.712,97 141.773,95 0,00 1.997.486,92
4. Geleistete Anzahlungen und



Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00

23.162.898,67 730.597,99 0,00 23.893.496,66
III. Finanzanlagen



Ansprüche im Zusammenhang



mit Pensions- und Altersteilzeit-



verpflichtungen 0,00 0,00 0,00 0,00

0,00 0,00 0,00 0,00

23.863.633,00 745.188,03 0,00 24.608.821,03

Buchwerte

31.12.2023 31.12.2022

EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene Konzessionen,

gewerbliche Schutzrechte und ähnliche

Rechte und Werte sowie Lizenzen

an solchen Rechten und Werten 4.956,31 12.409,35

4.956,31 12.409,35
II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche

Rechte und Bauten einschließlich

der Bauten auf fremden Grundstücken 679.375,51 699.184,28
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.388.270,11 3.739.748,67
3. Andere Anlagen, Betriebs- und

Geschäftsausstattung 435.888,94 553.235,77
4. Geleistete Anzahlungen und

Anlagen im Bau 13.156,05 6.266,14

4.516.690,61 4.998.434,86
III. Finanzanlagen

Ansprüche im Zusammenhang

mit Pensions- und Altersteilzeit-

verpflichtungen 4.354,00 4.481,00

4.354,00 4.481,00

4.526.000,92 5.015.325,21

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die Polycasa GmbH, Mainz
Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Polycasa GmbH, Mainz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Polycasa GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse 

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus 

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.


Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mainz, den 29. November 2024

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Laubert, Wirtschaftsprüfer

Müller, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses


Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Polycasa GmbH, Mainz, wurde am 5. Dezember 2024 festgestellt.

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