Polycasa GmbH
Mainz
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum
31. Dezember 2023
1. Grundlagen der Gesellschaft
1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft
Die Polycasa GmbH ist ein europäischer
Hersteller von transparenten Kunststoffplatten, welche in
den Bereichen Display, Architektur und Transport/Industrie
Anwendung finden. Mit dem Hauptprodukt CRYLON®
hält das Unternehmen eine starke Position in seinen
Kernmärkten, welche auf einem umfassenden
Produktsortiment und konsequenter Kundenorientierung
basiert.
Der Absatzmarkt der Produkte ist vornehmlich in
Deutschland sowie in der Europäischen Union, wobei
schwerpunktmäßig Kunden der weiterverarbeitenden
Kunststoffindustrie und des Kunststoffhandels beliefert
werden. Als Teil der Polycasa Gruppe vertreibt die
Gesellschaft auch transparente Kunststoffplatten, welche
von den Polycasa Schwestergesellschaften gefertigt werden.
Die Polycasa GmbH ist ein Unternehmen der Schweiter
Technologies Gruppe. Die Schweiter Technologies ist eine
global tätige Unternehmensgruppe mit der Ausrichtung
auf Verbundmaterialien und Kunststoffplatten. Die Schweiter
Technologies AG mit Sitz in Steinhausen, Schweiz, ist an
der SIX Swiss Exchange kotiert.
Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der
3A Composites Germany GmbH, Singen Hohentwiel.
1.2 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Eine konjunkturelle Erholung in Europa hat sich im
Verlauf des Jahres nicht eingestellt. Der
Energiepreisschock, eine hohe Inflation und ein deutlicher
Rückgang der allgemeinen Konsumnachfrage wirkten sich
auch im Jahr 2023 belastend aus. Die geopolitischen
Unwägbarkeiten haben zugenommen und die
wirtschaftlichen Herausforderungen waren anhaltend hoch.
Eine für das zweite Halbjahr erhoffte Erholung der
Konjunktur hat sich trotz einer gewissen Abschwächung
einiger Einflussfaktoren nicht eingestellt.
Die Marktnachfrage im Bereich der Acryl-Platten
befand sich auf einem historisch niedrigen Niveau. Ein
reduzierter Marktbedarf war in allen Regionen spürbar.
Der Markt war geprägt von einem intensiven
Verdrängungswettbewerb und nicht auskömmlichen
Preisen, speziell im Händlergeschäft. Wir gehen
von einer signifikanten Unterauslastung aller Wettbewerber
aus.
2. Wirtschaftsbericht
2.1 Geschäftsverlauf und Lage der
Gesellschaft
Geprägt von einer sehr schwachen Marktnachfrage
lagen die Volumina für unser Hauptprodukt CRYLON®
volumen- und umsatzseitig unter dem Vorjahr. Anhaltend hohe
Kosten speziell im Bereich Energie konnten in einem hart
umkämpften und sehr preissensitiven Umfeld nur
ungenügend an den Markt weitergereicht werden.
Aufgrund der niedrigen Marktpreise mussten Aufträge
abgelehnt werden, da diese kostenseitig nicht mehr
darstellbar waren. Umfangreiche Maßnahmen am Standort
zur Kostensenkung und zur Verbesserung der
Wettbewerbsfähigkeit wurden umgesetzt. Trotz
rückläufiger Volumina konnte mithilfe der
Kosteneinsparungsmaßnahmen die Verlustsituation im
Vergleich zum Vorjahr reduziert werden.
2.1.1. Ertragslage
Ertragslage
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
Veränderung |
|
TEUR |
% |
TEUR |
% |
TEUR |
% |
| Umsatzerlöse |
46.383 |
100,6% |
55.543 |
108,3% |
-9.160 |
-16,5% |
|
Bestandsveränderung |
-288 |
-0,6% |
-4.463 |
-8,7% |
4.175 |
-93,5% |
| sonstige betriebliche
Erträge |
1 |
0,0% |
225 |
0,4% |
-224 |
-99,5% |
|
Gesamtleistung
|
46.096 |
100,0% |
51.305 |
100,0% |
-5.209 |
-10,2% |
| Materialaufwand |
35.934 |
78,0% |
42.905 |
83,6% |
-6.971 |
-16,2% |
| Personalaufwand |
7.252 |
15,7% |
9.057 |
17,7% |
-1.805 |
-19,9% |
| Abschreibungen |
745 |
1,6% |
647 |
1,3% |
98 |
15,2% |
| Sonstiger
Betriebsaufwand |
6.766 |
14,7% |
6.845 |
13,3% |
-79 |
-1,2% |
|
Betrieblicher Aufwand
|
50.696 |
110,0% |
59.454 |
115,9% |
-8.757 |
-14,7% |
|
Betriebsergebnis
|
-4.601 |
-10,0% |
-8.149 |
-15,9% |
3.548 |
-43,5% |
| Finanzergebnis |
-25 |
-0,1% |
4 |
0,0% |
-30 |
-712,0% |
| Ergebnis vor
Ertragssteuern |
-4.626 |
-10,0% |
-8.145 |
-15,9% |
3.518 |
-43,2% |
| Ertragssteuern |
0 |
0,0% |
1 |
0,0% |
-1 |
|
| sonstige Steuern |
11 |
0,0% |
11 |
0,0% |
0 |
0,0% |
| Ergebnis vor
Ergebnisabführung |
-4.637 |
-10,1% |
-8.156 |
-15,9% |
3.519 |
-43,1% |
|
Erträge/Aufwendungen aus
Ergebnisabführung |
4.637 |
0 |
8.156 |
|
|
|
| Jahresergebnis |
0 |
0 |
0 |
|
|
|
Die Gesellschaft berichtet als wesentliche
finanzielle Leistungsindikatoren die Umsatzerlöse
sowie das Betriebsergebnis.
Die Umsatzerlöse reduzierten sich im
abgelaufenen Geschäftsjahr auf Mio. EUR 46,4 (Vorjahr:
Mio. EUR 55,5). Tiefere Verkaufspreise in Folge von
fallenden Rohmaterialpreisen wirkten sich zusätzlich
negativ auf die Umsatzentwicklung aus. Die Gesamtleistung
lag mit Mio. EUR 46,1 ebenfalls unter der Vorjahresleistung
(Vorjahr: Mio. EUR 51,3).
Der Materialaufwand verminderte sich im
Berichtszeitraum auf Mio. EUR 35,9 (Vorjahr: Mio. EUR
42,9). Gesunkene Rohstoffkosten führten zu einer
verminderten Materialaufwandsquote bezogen auf die
Gesamtleistung von 78,0% (Vorjahr: 83,6%). Im
vertriebsseitig sehr intensiven Volumenwettbewerb mussten
die Rohmaterialveränderungen nahezu umgehend an den
Markt weitergereicht werden.
Die anhaltende Unterauslastung konnte nur bedingt
durch Maßnahmen zur Kapazitätsanpassung
ausgeglichen werden.
Der Personalaufwand lag mit Mio. EUR 7,3 unter dem
Vorjahr (Mio. EUR 9,1). Dies beinhaltete eine Anpassung der
Mitarbeiterzahl sowie die Ausschöpfung flexibler
Maßnahmen und Kurzarbeit.
Der sonstige Betriebsaufwand konnte nicht reduziert
werden und lag mit Mio. EUR 6,8 auf Vorjahresniveau
(Vorjahr: Mio. EUR 6,8).
Das negative Betriebsergebnis konnte durch die
getroffenen Maßnahmen um Mio. EUR 3,5 auf Mio. EUR
4,6 vermindert werden.
Das Finanzergebnis betrug Mio. EUR -0,03 (Vorjahr:
Mio. EUR 0,0).
Das Ergebnis vor Ertragssteuern belief sich im
Geschäftsjahr auf Mio. EUR -4,6 (Vorjahr: Mio. EUR
-8,1).
In der letztjährigen Prognose sind wir bereits
von einem anhaltend schwierigen Geschäftsumfeld
ausgegangen. Trotz intensivster Marktbearbeitung und
Umsetzung umfassender Maßnahmen zur Kostenreduktion
konnte die Verlustsituation am Standort bisher nur in
ungenügendem Maße reduziert werden.
2.1.2 Vermögenslage
Vermögenslage
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
Veränderung |
|
TEUR |
% |
TEUR |
% |
TEUR |
% |
|
Vermögen
|
|
|
|
|
|
|
| Anlagevermögen |
4.526 |
5,9% |
5.015 |
6,6% |
-489 |
-9,8% |
| Vorräte |
5.936 |
7,8% |
6.590 |
8,7% |
-654 |
-9,9% |
| Kurzfristige Forderungen
und sonstige |
63.874 |
83,9% |
62.630 |
82,9% |
1.243 |
2,0% |
|
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
|
| Flüssige
Mittel |
1.790 |
2,4% |
1.299 |
1,7% |
491 |
37,8% |
| Umlaufvermögen |
71.600 |
94,1% |
70.519 |
93,4% |
1.081 |
1,5% |
|
76.126 |
100,0% |
75.534 |
100,0% |
591 |
0,8% |
|
Kapital
|
|
|
|
|
|
|
| Eigenkapital |
33.742 |
44,3% |
33.742 |
44,7% |
0 |
0 |
|
Pensionsrückstellungen |
21.024 |
27,6% |
21.389 |
28,3% |
-365 |
-1,7% |
| Langfristiges
Kapital |
54.766 |
71,9% |
55.131 |
73,0% |
-365 |
-0,7% |
| Übrige
Rückstellungen |
1.680 |
2,2% |
2.238 |
3,0% |
-558 |
-24,9% |
| Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen sowie |
1.278 |
1,7% |
1.409 |
1,9% |
-131 |
-9,3% |
| aus erhaltenen
Anzahlungen aus Bestellungen |
|
|
|
|
|
|
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
18.276 |
24,0% |
16.640 |
22,0% |
1.637 |
9,8% |
| Sonstige
Verbindlichkeiten |
125 |
0,2% |
117 |
0,2% |
8 |
6,9% |
| Fremdkapital
kurzristig |
21.360 |
28,1% |
20.404 |
27,0% |
956 |
4,7% |
|
76.126 |
100,0% |
75.534 |
100,0% |
591 |
0,8% |
Das Vermögen der Gesellschaft erhöhte sich
zum Ende des Berichtsjahres auf Mio. EUR 76,1 (Vorjahr:
Mio. EUR 75,5).
Das Anlagevermögen belief sich auf Mio. EUR 4,5.
Die Entwicklung resultierte aus den planmäßigen
Abschreibungen in Höhe von Mio. EUR -0,7 sowie aus den
Zugängen in Höhe von Mio. EUR 0,2.
Das Umlaufvermögen stieg durch höhere
Forderungen und flüssige Mittel um Mio. EUR 1,1 auf
Mio. EUR 71,6 (Vorjahr: Mio. EUR 70,5). Der Anstieg der
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist auf die
Lieferungen im 4. Quartal und die vereinbarten
Zahlungsziele zurückzuführen.
Auf der Passivseite verminderten sich die
Pensionsrückstellungen sowie die übrigen
Rückstellungen, letztere aufgrund gesunkener
Personalrückstellungen. Gegenläufig verlief die
Entwicklung der Verbindlichkeiten gegenüber
Konzerngesellschaften, die sich u.a. durch den Anstieg der
Konzernfinanzierung um Mio. EUR 1,6 erhöhten.
Bei gleichbleibendem Eigenkapital sank die
Eigenkapitalquote aufgrund der erhöhten Bilanzsumme
leicht auf 44,3 % (Vorjahr: 44,7 %).
2.1.3 Finanzlage
|
2023 |
2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| 1. Cashflow aus
laufender Geschäftstätigkeit |
|
|
|
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag vor
Ergebnisabführung |
-4.637 |
-8.156 |
| Abschreibungen (+) auf
Gegenstände des Anlagevermögens |
745 |
647 |
| Zunahme (+) Abnahme (-)
der langfristigen Rückstellungen |
-365 |
375 |
| Abnahme (+) / Zunahme
(-) der Vorräte, der Forderungen |
|
|
| aus Lieferungen und
Leistungen sowie anderer Aktiva |
-294 |
7.682 |
| Zunahmne (+) / Abnahme
(-) der Verbindlichkeiten aus |
|
|
| Lieferungen und
Leistungen sowie anderer Passiva |
333 |
-4.133 |
| Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit |
-4.218 |
-3.585 |
| 2. Cashflow aus der
Investitionstätigkeit |
|
|
| Einzahlungen (+) aus
Abgängen von Gegenständen des |
|
|
|
Anlagevermögens |
0 |
5 |
| Auszahlungen (-)
für Investitionen in das
Anlagevermögen |
-256 |
-549 |
| Cashflow aus der
Investitionstätigkeit |
-256 |
-544 |
| 3. Cashflow aus der
Finanzierungstätigkeit |
|
|
| Auszahlung an
Unternehmenseigner |
0 |
-1.651 |
| Einzahlung von
Unternehmenseigner |
8.156 |
|
| Abnahmne (+) /Zunahme
(-) der Forderungen aus Konzernfinanzierung |
-3.814 |
9.986 |
| Abnahme (-) / Zunahme
(+) der Verbindlichkeiten aus
Konzernfinanzierung |
623 |
-7.475 |
| Cashflow aus der
Finanzierungstätigkeit |
4.965 |
860 |
| 4. Finanzmittelfonds am
Ende der Periode |
|
|
| Zahlungswirksame
Veränderung des |
|
|
| Finanzmittelfonds
(Zwischensummen 1 - 3) |
491 |
-3.270 |
| Finanzmittelfonds am
Anfang der Periode |
1.299 |
4.568 |
| Finanzmittelfonds am
Ende der Periode |
1.790 |
1.299 |
3. Forschung und Entwicklung
Auf Basis seines Know-hows im Bereich der
Polymerisation und Extrusion betreibt das Unternehmen
kundenspezifische Produktentwicklung. Aufwendungen
hierfür werden im betrieblichen Prozess nicht separat
erfasst. Forschung im engeren Sinne wird durch das
Unternehmen nicht durchgeführt.
4. Personal
Die Mitarbeiterzahl lag im Jahresdurchschnitt bei 102
(Vorjahr: 117). Zum 31.12.2023 waren 98 Mitarbeiter
beschäftigt (Vorjahr: 111). Im Hinblick auf die
schwierige Geschäftslage sind weitere
Personalanpassungsmaßnahmen unumgänglich.
5. Investitionen
Die Investitionen beliefen sich im abgelaufenen
Geschäftsjahr auf Mio. EUR 0,2. Der Schwerpunkt lag im
Bereich Ersatzinvestitionen sowie Maßnahmen zur
Erhöhung der Produktivität.
6. Prognose-, Risiko und Chancenbericht
6.1 Prognosebericht
Der Konjunkturausblick bleibt weiterhin sehr
angespannt. Trotz Stabilisierung einiger Konjunkturfaktoren
zum Jahresanfang ist keine Trendwende im zweiten Halbjahr
erkennbar.
Die Nachfrage in unseren Endmärkten war zum
Jahresbeginn weiterhin sehr verhalten. Die Absatzvolumen im
ersten und zweiten Quartal lagen zwar über dem
Vorjahr, waren aber aufgrund wieder steigender
Rohmaterialpreise und damit verbundener
Preiserhöhungen teilweise überzeichnet durch
vorgezogene Einlagerungen im Händlergeschäft. Die
Wettbewerbsintensität ist unverändert hoch und
die Verkaufspreise haben noch kein gewinnbringendes Niveau
erreicht.
Aufgrund der anhaltenden negativen wirtschaftlichen
Entwicklung hat die 3A Composites Germany GmbH, als
Gesellschafterin der Polycasa GmbH, beschlossen, die
wirtschaftliche Betätigung am Standort Mainz zum 30.
November 2024 dauerhaft einzustellen und den bisherigen
Geschäftszweck nicht weiterzuverfolgen. Hierzu wurde,
unter Wahrung aller Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechte
des Betriebsrates, ein Interessensausgleich und ein
Sozialplan ausgehandelt.
Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2024
werden das Vorjahresniveau zwar voraussichtlich erreichen.
Das Betriebsergebnis 2024 wird aufgrund der beschriebenen
Lage und der mit der Einstellung des Geschäftszwecks
verbundenen Aufwendungen deutlich negativer erwartet als im
Vorjahr.
Die Finanzierung der mit der Einstellung des
Geschäftszwecks verbundenen Kosten ist über
konzerninterne Forderungen in ausreichendem Maße
gewährleistet. Der bestehende
Ergebnisabführungsvertrag wurde mit Wirkung zum 31.
Dezember 2024 gekündigt.
Ein Liquidationsbeschluss im Sinne des GmbH-Gesetzes
liegt zum Zeitpunkt der Berichtserstattung nicht vor. Die
Geschäftsführung geht vom Abschluss einer
geordneten Abwicklung der Gesellschaft erst nach Ende des
Geschäftsjahres 2025 aus.
6.2 Risikobericht
Die Zunahme weltweiter Krisen und eine einhergehende
hohe Unsicherheit wirken sich weiterhin spürbar
negativ auf die europäische Wirtschaftsentwicklung
aus. In diesem Umfeld sich verstärkender Krisen sind
die Risiken weiterhin stärker ausgeprägt als in
den Jahren zuvor.
Die Gesellschaft verfügt über ein
detailliertes Berichtswesen entsprechend den
Konzernrichtlinien der Gruppe und führt im Rahmen
dieser Berichterstattung monatliche Analysen unter
Einbeziehung der Konzernobergesellschaft durch. In der
Organisation bestehen Strukturen und Prozesse
einschließlich eines internen Informations- und
Kontrollsystems, um Risiken im Unternehmen systematisch und
angemessen begegnen zu können.
Der Standort ist nach DIN ISO 9001:2015 und
50001:2018 zertifiziert.
Absatzrisiko: In einem anhaltend schwachen
Marktumfeld mit einer zu befürchtenden
ausgeprägten konjunkturellen Abkühlung wird das
Absatzrisiko als derzeit bedeutsamstes Risiko
eingeschätzt.
Beschaffungsrisiken: Die Haupteinsatzkomponenten
für die Produkte unterliegen bedeutsamen
Marktpreisschwankungen. Kostensteigerungen können
bedingt und nur mit zeitlicher Verzögerung an den
Markt weitergegeben werden. Das Unternehmen verfolgt
über die Gruppe ein konsequentes
Lieferanten-Management zur Sicherstellung der
Versorgungslage und Steigerung der
Wettbewerbsfähigkeit. Neben den derzeitigen
Preissteigerungen gerät die Verfügbarkeit von
Rohstoffen, Betriebsmaterialien und Dienstleistungen zu
einem kritischen Faktor. Die europäische
Chemieindustrie befindet sich angesichts hoher
Energiekosten in Veränderung, welche auch mit
strukturellen Risiken in unserer Rohmaterialversorgung
verbunden ist.
Forderungsausfallrisiko: Das Delkredere-Risiko wird
gesteuert durch ein aktives Debitorenmanagement. Das
Forderungsausfallrisiko hat sich durch den andauernden
Konflikt in der Ukraine und die damit verbundenen
längerfristigen Auswirkungen auf die europäische
Wirtschaft spürbar erhöht. Entsprechend kommt dem
Debitorenmanagement eine erhöhte Bedeutung zu.
Die Gesellschaft hat umfangreiche kurzfristige
Darlehensforderungen gegen verbundene Unternehmen in
Höhe von Mio. EUR 54,4. Diese Forderungen
übersteigen die Darlehensverbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen um Mio. EUR 37,9.
Die gewährten Darlehen werden als werthaltig erachtet.
Die Geschäftsführung der Polycasa GmbH sieht
aufgrund der bisherigen positiven wirtschaftlichen und
liquiditätsseitigen Entwicklung des Konzerns keine
besonderen Ausfall- bzw. Finanzierungsrisiken im
Zusammenhang mit den oben genannten Forderungen bzw.
Verbindlichkeiten im Verbundbereich.
Sonstige Risiken: Risiken aus Elementarschäden
sind über betriebliche Sach- und
Betriebsunterbrechungsversicherungen ausreichend abgedeckt.
6.3 Chancenbericht
Aufgrund der Entscheidung, die wirtschaftliche
Betätigung einzustellen, ergeben sich für die
Gesellschaft keine wesentlichen Chancen mehr.
Mainz, 28. November 2024
Dr.
Joachim Werner, Geschäftsführer
Alexander
Lohse, Geschäftsführer
Bilanz zum 31. Dezember 2023
A k t i v a
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
|
|
| I. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| Entgeltlich
erworbene Konzessionen, gewerbliche |
|
|
|
|
| Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte sowie |
|
|
|
|
| Lizenzen
an solchen Rechten und Werten |
|
4.956,31 |
|
12.409,35 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
| 1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und |
|
|
|
|
| Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden |
|
|
|
|
| Grundstücken |
679.375,51 |
|
699.184,28 |
|
| 2. Technische Anlagen
und Maschinen |
3.388.270,11 |
|
3.739.748,67 |
|
| 3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
435.888,94 |
|
553.235,77 |
|
| 4. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
13.156,05 |
4.516.690,61 |
6.266,14 |
4.998.434,86 |
| III. Finanzanlagen |
|
|
|
|
| Ansprüche
in Zusammenhang mit Pensions- |
|
|
|
|
| und
Altersteilzeitverpflichtungen |
|
4.354,00 |
|
4.481,00 |
|
|
4.526.000,92 |
|
5.015.325,21 |
| B.
Umlaufvermögen |
|
|
|
|
| I. Vorräte |
|
|
|
|
| 1. Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe |
2.034.315,47 |
|
2.399.978,06 |
|
| 2. Unfertige
Erzeugnisse |
783.268,66 |
|
1.637.475,98 |
|
| 3. Fertige Erzeugnisse
und Waren |
3.118.449,88 |
5.936.034,01 |
2.552.424,13 |
6.589.878,17 |
| II. Forderungen und
sonstige Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| 1. Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen |
3.414.989,24 |
|
2.691.853,66 |
|
| 2. Forderungen gegen
verbundene Unternehmen |
59.816.578,34 |
|
59.771.967,66 |
|
| 3. Sonstige
Vermögensgegenstände |
222.344,01 |
63.453.911,59 |
166.576,83 |
62.630.398,15 |
| III. Kassenbestand und
Guthaben bei Kreditinstituten |
|
1.789.914,84 |
|
1.298.847,59 |
|
|
71.179.860,44 |
|
70.519.123,91 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
419.804,00 |
|
0,00 |
|
|
76.125.665,36 |
|
75.534.449,12 |
P a s s i v a
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
| A. Eigenkapital |
|
|
| I. Gezeichnetes
Kapital |
25.564,59 |
25.564,59 |
| II. Gewinnvortrag |
33.716.124,33 |
33.716.124,33 |
|
33.741.688,92 |
33.741.688,92 |
| B.
Rückstellungen |
|
|
| 1. Rückstellungen
für Pensionen und |
|
|
| ähnliche
Verpflichtungen |
21.024.305,00 |
21.389.125,00 |
| 2. Sonstige
Rückstellungen |
1.680.025,28 |
2.238.035,48 |
|
22.704.330,28 |
23.627.160,48 |
| C.
Verbindlichkeiten |
|
|
| 1. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
1.278.228,77 |
1.408.837,60 |
| 2. Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
18.276.363,12 |
16.639.771,29 |
| 3. Sonstige
Verbindlichkeiten |
125.054,27 |
116.990,83 |
|
19.679.646,16 |
18.165.599,72 |
|
76.125.665,36 |
75.534.449,12 |
Gewinn-
und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2023
|
2023 |
2022 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
|
46.382.864,34 |
|
55.543.333,93 |
| 2. Verminderung des
Bestands an |
|
|
|
|
| fertigen
und unfertigen Erzeugnissen |
|
-288.181,57 |
|
-4.463.283,86 |
| 3. Sonstige betriebliche
Erträge |
|
1.138,44 |
|
225.183,06 |
| -
davon Erträge aus Währungsumrechnung |
|
|
|
|
| EUR
134,33 (i. Vj. EUR 728,08) - |
|
|
|
|
| 4. Materialaufwand |
|
|
|
|
| a) Aufwendungen für
Roh-, Hilfs- und |
|
|
|
|
| Betriebsstoffe
und für bezogene Waren |
33.728.255,58 |
|
39.957.202,31 |
|
| b) Aufwendungen für
bezogene Leistungen |
2.205.509,68 |
35.933.765,26 |
2.947.739,53 |
42.904.941,84 |
| 5. Personalaufwand |
|
|
|
|
| a) Löhne und
Gehälter |
6.136.976,05 |
|
6.967.642,20 |
|
| b) Soziale Abgaben und
Aufwendungen für |
|
|
|
|
| Altersversorgung |
1.115.003,29 |
7.251.979,34 |
2.089.387,88 |
9.057.030,08 |
| -
davon für Altersversorgung EUR 161.098,00 |
|
|
|
|
| (i.
Vj. EUR 632.813,00) - |
|
|
|
|
| 6. Abschreibungen auf
immaterielle |
|
|
|
|
| Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
|
745.188,03 |
|
647.143,19 |
| 7. Sonstige betriebliche
Aufwendungen |
|
6.765.566,23 |
|
6.844.800,89 |
| -
davon Aufwendungen aus |
|
|
|
|
| Währungsumrechnung |
|
|
|
|
| EUR
3.599,51 (i. Vj. EUR 4.864,43) - |
|
|
|
|
| 8. Erträge aus
Finanzanlagen |
|
1.851,05 |
|
26.906,31 |
| 9. Sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge |
|
603.100,00 |
|
686.800,00 |
| -
davon aus verbundenen Unternehmen |
|
|
|
|
| EUR
603.100,00 (i. Vj. EUR 686.800,00) - |
|
|
|
|
| 10. Zinsen und
ähnliche Aufwendungen |
|
630.351,00 |
|
709.556,00 |
| -
davon an verbundene Unternehmen |
|
|
|
|
| EUR
194.000,00 (i. Vj. EUR 241.200,00) - |
|
|
|
|
| -
davon aus Aufzinsung |
|
|
|
|
| EUR
436.351,00 (i. Vj. EUR 468.355,00) - |
|
|
|
|
| 11. Steuern vom
Einkommen und vom Ertrag |
|
347,85 |
|
866,21 |
| 12. Ergebnis nach
Steuern |
|
-4.626.425,45 |
|
-8.145.398,77 |
| 13. Sonstige
Steuern |
|
10.764,27 |
|
10.764,27 |
| 14. Erträge aus
Verlustübernahme |
|
4.637.189,72 |
|
8.156.163,04 |
| 15. Jahresergebnis |
|
0,00 |
|
0,00 |
Anhang
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31.
Dezember 2023
I. Allgemeine Angaben
Die Polycasa GmbH hat ihren Sitz in Mainz und ist
eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Mainz
unter der Register-Nummer HRB 6443. Die Gesellschaft ist im
Sinne von § 267 Abs. 3 HGB eine große
Kapitalgesellschaft.
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach
den Bestimmungen der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB
und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes
aufgestellt. Soweit Angaben wahlweise im Anhang oder in der
Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung erfolgen
können, erfolgen sie teilweise im Anhang.
Wie im Nachtragsbericht dargestellt, hat die 3A
Composites Germany GmbH, als Gesellschafterin der Polycasa
GmbH, beschlossen, die wirtschaftliche Betätigung am
Standort Mainz zum 30. November 2024 dauerhaft einzustellen
und den bisherigen Geschäftszweck nicht
weiterzuverfolgen.
Der Ergebnisabführungsvertrag mit der 3A
Composites Germany GmbH, Singen wurde mit Wirkung zum 31.
Dezember 2024 gekündigt.
II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Ausweismethoden
1. Allgemeine Angaben
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind
gegenüber dem Vorjahr beibehalten worden.
Die Erstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember
2023 erfolgt unter der Annahme der
Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB),
da wie im Nachtragsbericht dargestellt Beschlüsse erst
im Jahresverlauf 2024 getroffen wurden und von einer
geordneten Abwicklung ausgegangen wird.
2. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten
Entgeltlich erworbene
immaterielle Vermögensgegenstände werden
zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig
linear über die erwartete betriebsindividuelle
Nutzungsdauer abgeschrieben.
Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und, soweit
abnutzbar, abzüglich Abschreibungen bewertet.
Gebäude, technische Anlagen und Maschinen,
Betriebs- und Geschäftsausstattungen,
Betriebsvorrichtungen und alle anderen beweglichen
Anlagegüter werden linear abgeschrieben.
Die Abschreibungssätze richten sich nach der
erwarteten betriebsindividuellen Nutzungsdauer der
jeweiligen Anlagegruppen. Die Abschreibungsdauer
beträgt für immaterielle
Vermögensgegenstände 3 Jahre, für
Gebäude und bauliche Betriebsvorrichtungen 7 bis 40
Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 5 bis 10
Jahre, für Betriebs- und Geschäftsausstattung
sowie andere Anlagen 3 bis 10 Jahre. Bei voraussichtlich
dauernden Wertminderungen werden
außerplanmäßige Abschreibungen
vorgenommen. Wertaufholungen waren nicht vorzunehmen.
Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten
bis zu 250 € werden im Wirtschaftsjahr sofort
abgeschrieben. Für Anlagegüter mit
Anschaffungskosten zwischen 250 und 800 € wird ein
Sammelposten gebildet, der im laufenden Jahr abgeschrieben
wird.
Geleistete Anzahlungen sind zu Anschaffungskosten
aktiviert. Die Anlagen im Bau sind mit den
Anschaffungskosten bewertet.
Unter den
Finanzanlagen werden nicht an den Mitarbeiter
verpfändete Rückdeckungsansprüche aus
Lebensversicherungen wegen des Fehlens von Marktpreisen und
allgemein anerkannten Bewertungsmodellen gemäß
§ 255 Abs. 4 Satz 3 HGB mit den fortgeführten
Anschaffungskosten in Form des von der Versicherung
bestätigten Aktivwerts der
Rückdeckungsversicherungen (beizulegender Zeitwert)
ausgewiesen.
Die Bewertung der
Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bzw.
niedrigeren beizulegenden Werten. Die Herstellungskosten
umfassen neben den verursachungsgerecht zurechenbaren
Kosten auch anteilige Gemeinkosten des Produktionsbereichs
bei normaler Auslastung der Produktionsanlagen
einschließlich Abschreibungen, jedoch keine
Finanzierungskosten.
Als niedrigerer Marktpreis werden bei Roh-, Hilfs-
und Betriebsstoffen die Wiederbeschaffungskosten, als
beizulegender Wert bei unfertigen und fertigen Erzeugnissen
sowie Waren der voraussichtliche Verkaufserlös
abzüglich der beim Verkauf noch anfallenden Kosten
angesetzt. Die Vorräte im Ersatzteillager werden mit
einem Festwert bewertet. Die letzte Inventuraufnahme im
Ersatzteillager erfolgte zum 31. März 2019.
Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus
der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben,
werden durch Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 1
%, bezogen auf den bewerteten Bestand nach
Einzelwertberichtigung, berücksichtigt.
Die Bewertung der
Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände erfolgt zu
Anschaffungskosten. Ausfall- und Transferrisiken sowie
allgemeine Kreditrisiken werden durch
Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.
Der
Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten
werden zum Nennwert angesetzt.
Unter dem
aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben
vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand
für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Aufgrund der Ausübung des Wahlrechts in §
274 Abs. 1 HGB wird der aktive Überhang der latenten
Steuern nicht bilanziert. Aktive
latente Steuern entstehen durch die
Bewertungsunterschiede der Pensionen nach Handels- und
Steuerrecht. Für die Körperschaftsteuer wurde ein
Steuersatz von 15,0 %, für den
Solidaritätszuschlag von 0,83 % und für die
Gewerbesteuer von 15,4 % angesetzt.
3. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten
Das
gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag bilanziert.
Der Wertansatz für die
versicherungsmathematischen
Rückstellungen für
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde
nach den Vorgaben des HGB ermittelt. Die Bewertung erfolgte
mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode". Dabei
wurden für den Rechnungszinssatz 1,83% p.a. (Vorjahr
1,79% p.a.), für den Anwartschaftstrend 2,5% p.a.
(Vorjahr 2,5% p.a.) und für den Rententrend 2% p.a.
(Vorjahr 2% p.a.) angenommen. Es wurden die aktualisierten
Richttafeln 2018 G der Heubeck Richttafeln GmbH verwendet.
Der Rechnungszins für die Abzinsung wurde pauschal mit
dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn
Geschäftsjahre laut Bundesbank angesetzt, der sich bei
einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der
Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden
durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn
Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen
nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen
Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben
Geschäftsjahren gemäß § 253 Abs. 6 HGB
beträgt 261 T€ (Vorjahr 1.366 T€).
Ansprüche aus einem Schuldbeitritt eines
früheren Eigentümers der Gesellschaft zu den
Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren
Geschäftsführern wurden mit der
Pensionsrückstellung verrechnet. Die Berechnung des
Aktivwertes erfolgte unter den gleichen Voraussetzungen wie
die Berechnung der Pensionsverpflichtungen.
Rückstellungen für
Dienstaltersjubiläen der Arbeitnehmer werden nach
den Regelungen des HGB vorgenommen. Dabei wurden ein
Rechnungszinssatz von 1,76% p.a. (Vorjahr 1,45% p.a.) und
ein Gehaltstrend von 2,5% p.a. (Vorjahr 2,5% p.a.)
angenommen. Der Rechnungszins für die Abzinsung wurde
pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der
vergangenen sieben Geschäftsjahre laut Bundesbank
angesetzt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von
15 Jahren ergibt.
Rückstellungen für Altersteilzeit werden
gemäß § 253 HGB auf Basis der von der
Bundesbank zuletzt veröffentlichten
Abzinsungssätze auf den Bilanzstichtag hochgerechnet
und mit 1,76% (Vorjahr 1,45% p.a.) angesetzt. Als
Rechnungsgrundlagen wurden die aktualisierten Richttafeln
2018 G der Heubeck Richttafeln GmbH verwendet. Zudem wurde
eine Anpassung des Arbeitsentgelts während der
Altersteilzeit von 1,25% p.a. eingerechnet. Beträgt
jedoch die Restlaufzeit der Altersteilzeit am
Bilanzstichtag weniger als 12 Monate wurde die Berechnung
ohne Verzinsung und ohne Anpassung des Arbeitsentgelts
während der Altersteilzeit durchgeführt.
Die Rückstellungen für
Altersteilzeitverpflichtungen sind gemäß §
246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit vorhandenem,
saldierungsfähigem Deckungsvermögen verrechnet
worden. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt
dabei mit dem beizulegenden Zeitwert.
Die
sonstigen Rückstellungen werden in Höhe
des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig
ist, um alle zum Bilanzstichtag erkennbaren ungewissen
Verbindlichkeiten abzudecken. Zukünftige Preis- und
Kostensteigerungen werden bei der Ermittlung
berücksichtigt. Sonstige Rückstellungen mit einer
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, die hätten
abgezinst werden müssen, liegen zum 31. Dezember 2023,
wie im Vorjahr, nicht vor.
Die
Verbindlichkeiten sind zu ihrem
Erfüllungsbetrag bilanziert. Verbindlichkeiten mit
einer Laufzeit von mehr als einem Jahr liegen zum 31.
Dezember 2023, wie im Vorjahr, nicht vor.
Fremdwährungsumrechnung
Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten
sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag
umgerechnet. Fremdwährungsforderungen und
Fremdwährungsverbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von
mehr als einem Jahr werden zum Stichtagskurs angesetzt,
soweit die Entstehungskurse höher waren (bei
Aktivposten) oder niedriger lagen (bei Passivposten).
Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von
Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung
werden erfolgswirksam erfasst; die in den Posten "Sonstige
betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche
Aufwendungen" enthaltenen Erträge bzw. Aufwendungen
aus der Währungsumrechnung werden durch entsprechende
Aufgliederung der Posten im Anhang gesondert ausgewiesen.
III. Erläuterungen zu Bilanzposten
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des
Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen
des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der
Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Zu den verbundenen Unternehmen zählen zum 31.
Dezember 2023 alle Unternehmen, die in den Konzernabschluss
der Schweiter Technologies AG, Steinhausen, Schweiz, mit
einbezogen werden. Die Forderungen gegen verbundene
Unternehmen enthalten wie im Vorjahr keine Beträge mit
einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. In den
Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 787 T€
(Vorjahr: 1.038 T€) enthalten. Forderungen gegen den
Gesellschafter bestehen zum 31. Dezember 2023 in Höhe
von 57.837 T€ (Vorjahr 57.556 T€); sie betreffen
mit 4.637 T€ Forderungen aus Verlustübernahme und
mit 53.200 T€ Konzernfinanzierung, die mit 1,2% p.a.
verzinst wird. Die sonstigen Vermögensgegenstände
belaufen sich auf 222 T€ (Vorjahr 167 T€) und
beinhalten im Wesentlichen die Stromsteuererstattung in
Höhe von 221 T€. Die sonstigen
Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine
Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Stammkapital
Das Stammkapital beträgt unverändert 26
T€ (DM 50.000).
Rückstellung für Pensionen
Die Pensionsrückstellung betrug zum 31. Dezember
2023 23.752 T€ (Vorjahr: 24.306 T€) und wurde mit
dem Anspruch von 2.728 T€ (Vorjahr: 2.917 T€) aus
der Schuldübernahme eines früheren
Eigentümers der Gesellschaft saldiert. Sie wird in der
Bilanz mit 21.024 T€ (Vorjahr: 21.389 T€)
ausgewiesen.
Rückstellung für Dienstaltersjubiläen
Die Rückstellung für
Dienstaltersjubiläen belief sich zum 31. Dezember 2023
auf 273 T€ (Vorjahr: 302 T€).
Rückstellung für Altersteilzeit
Der Erfüllungsbetrag der
Altersteilzeitverpflichtungen beträgt TEUR 283. Dieser
wurde mit dem beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR
142 des vorhandenem, saldierungsfähigem
Deckungsvermögen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert
entspricht den Anschaffungskosten. Eine Verrechnung von
Aufwendungen und Erträgen war nicht erforderlich.
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im
Wesentlichen Rückstellungen für Kundenboni in
Höhe von 425 T€ (Vorjahr: 405 T€),
ausstehende Rechnungen in Höhe von 414 T€
(Vorjahr: 590 €) und für Personalkosten in
Höhe von 841 T€ (Vorjahr: 1.243 T€).
Verbindlichkeiten
Sämtliche Verbindlichkeiten zum 31. Dezember
2023 haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem
Jahr:
|
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
| Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
1.278 |
1.409 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
18.276 |
16.640 |
| - davon aus Lieferungen
und Leistungen 1.785 T€ (Vorjahr 771
T€) |
|
|
| Sonstige
Verbindlichkeiten |
125 |
117 |
| - davon im Rahmen der
sozialen Sicherheit 53 T€ (Vorjahr 62
T€) |
|
|
| - davon aus Steuern 39
T€ (Vorjahr 50 T€) |
|
|
|
19.679 |
18.166 |
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle
Verpflichtungen
|
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
| Langfristige
Abnahmeverpflichtungen |
248 |
271 |
| Verpflichtungen aus
langfristigen Miet- und Leasingverträgen |
1 |
945 |
| - davon gegenüber
verbundenen Unternehmen |
|
|
| 0 T€ (Vorjahr 943
T€). |
|
|
|
249 |
1.216 |
Zum Abschlussstichtag bestehen die langfristigen
Abnahmeverpflichtungen aus Leasingverträgen mit einer
Laufzeit bis zu zwei Jahren.
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Aufgliederung nach Art des Geschäftes und
Produktes:
|
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
| Mit eigenen
Erzeugnissen |
|
|
| Extrudierte
Platten |
34.919 |
44.838 |
| Acrylform-Spritzgussmassen |
7.738 |
9.226 |
|
42.657 |
54.064 |
| Mit Handelswaren |
4.491 |
2.621 |
| Mit
Dienstleistungen |
139 |
142 |
| Gewährte
Gutschriften |
-904 |
-1.284 |
|
46.383 |
55.543 |
Aufgliederung nach Regionen:
|
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
| Europa |
46.374 |
56.545 |
| - davon Deutschland
22.321 T€ (Vorjahr 24.021 T€) |
|
|
| Übrige |
913 |
282 |
| Gewährte
Gutschriften |
-904 |
-1.284 |
|
46.383 |
55.543 |
Personal
Durchschnittlicher Personalstand:
|
2023 |
2022 |
| Gewerbliche
Arbeitnehmer |
80 |
91 |
| Angestellte |
22 |
26 |
|
102 |
117 |
V. Sonstige Angaben
Außerbilanzielle Geschäfte
Leasing- bzw. Mietverträge werden vor allem zur
Optimierung der Liquiditätslage abgeschlossen. Weitere
Vorteile sind in der Bilanzneutralität und darin zu
sehen, dass Leasingtransaktionen die bestehenden
Kreditrahmen nicht belasten. Risiken bestehen aufgrund der
längerfristigen Vertragsbindung in der Nutzbarkeit und
fehlenden Verwertbarkeit der Leasinggegenstände
während der Vertragslaufzeit, da diese während
der Laufzeit nicht veräußert oder ersetzt werden
können. Im Falle von wirtschaftlichen Problemen
könnte der Entzug der Leasinggegenstände durch
den Leasinggeber zu Störungen im Produktionsprozess
führen.
Angaben gem. § 285 Nr. 17 HGB
Das Gesamthonorar der Abschlussprüfer des
Geschäftsjahres 2023, KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mainz, betrug 47
T€, davon für Abschlussprüfungsleistungen 35
T€ und für Steuerberatungsleistungen 12 T€.
Ergebnisverwendung
Am 09. Juni 2016 wurde ein
Ergebnisabführungsvertrag mit der 3A Composites
Germany GmbH, Singen Hohentwiel, mit Rückwirkung zum
01. Januar 2016 abgeschlossen, der von der
Gesellschafterversammlung am 09. Juni 2016 genehmigt wurde
und am 27. Juni 2016 im Handelsregister eingetragen wurde.
Danach wird der gesamte Jahresfehlbetrag des
Geschäftsjahres 2023 von der Organträgerin, der
3A Composites Germany GmbH übernommen.
Geschäftsführung
| ― |
Herr Dr. Joachim Werner (CEO
Division Architecture & Display Europe)
|
| ― |
Herr Alexander Lohse (CFO
Division Architecture & Display Europe)
|
Hinterbliebenenbezüge für ehemalige
Mitglieder der Geschäftsführung wurden im
Geschäftsjahr 2023 keine gezahlt. Die
Pensionsrückstellungen für frühere
Mitglieder der Geschäftsführung und deren
Hinterbliebene betragen 2.728 T€. Die
Geschäftsführung erhält von der Gesellschaft
keine Bezüge.
Gesellschafter, Konzern:
Alleingesellschafter ist die 3A Composites Germany
GmbH. Oberstes Mutterunternehmen ist die Schweiter
Technologies AG, Steinhausen, Schweiz. Die Gesellschaft
wird in den Konzernabschluss der Schweiter Technologies AG,
Steinhausen, Schweiz, mit einbezogen (größter
und kleinster Konsolidierungskreis), der im Schweizerischen
Handelsamtsblatt (SHAB) publiziert wird.
Nachtragsberichterstattung:
Aufgrund der anhaltenden negativen wirtschaftlichen
Entwicklung hat die 3A Composites Germany GmbH, als
Gesellschafterin der Polycasa GmbH, beschlossen, die
wirtschaftliche Betätigung am Standort Mainz zum 30.
November 2024 dauerhaft einzustellen und den bisherigen
Geschäftszweck nicht weiterzuverfolgen.
Der Ergebnisabführungsvertrag mit der 3A
Composites Germany GmbH, Singen, wurde mit Wirkung zum 31.
Dezember 2024 gekündigt.
Die Finanzierung der mit der Einstellung des
Geschäftszwecks verbundenen Kosten, ist über
konzerninterne Forderungen in ausreichendem Maße
gewährleistet. Das zum 31. Dezember 2023 vorhandene
Umlaufvermögen wurde im laufenden Geschäftsjahr
2024 im Wesentlichen umgeschlagen. Die Auswirkungen der
Einstellung des Geschäftsbetriebes auf das
Anlagevermögen können derzeit nicht
abschließend beurteilt werden. Zudem wurden, unter
Wahrung aller Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechte des
Betriebsrates, ein Interessensausgleich und ein Sozialplan
ausgehandelt.
Ein Liquidationsbeschluss im Sinne des GmbH-Gesetzes
liegt zum Zeitpunkt der Berichtserstattung nicht vor. Die
Geschäftsführung geht vom Abschluss einer
geordneten Abwicklung der Gesellschaft erst nach Ende des
Geschäftsjahres 2025 aus.
Mainz, 28. November 2024
Dr.
Joachim Werner, Geschäftsführer
Alexander
Lohse, Geschäftsführer
Entwicklung
des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
|
Anschaffungskosten |
|
1.1.2023 |
Zugänge |
Abgänge |
31.12.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| Entgeltlich
erworbene Konzessionen, |
|
|
|
|
| gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche |
|
|
|
|
| Rechte
und Werte sowie Lizenzen |
|
|
|
|
| an
solchen Rechten und Werten |
713.143,68 |
7.137,00 |
0,00 |
720.280,68 |
|
713.143,68 |
7.137,00 |
0,00 |
720.280,68 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
| 1. Grundstücke,
grundstücksgleiche |
|
|
|
|
| Rechte
und Bauten einschließlich |
|
|
|
|
| der
Bauten auf fremden Grundstücken |
2.026.405,55 |
0,00 |
0,00 |
2.026.405,55 |
| 2. Technische Anlagen
und Maschinen |
23.719.713,10 |
217.536,71 |
0,00 |
23.937.249,81 |
| 3. Andere Anlagen,
Betriebs- und |
|
|
|
|
| Geschäftsausstattung |
2.408.948,74 |
24.427,12 |
0,00 |
2.433.375,86 |
| 4. Geleistete
Anzahlungen und |
|
|
|
|
| Anlagen
im Bau |
6.266,14 |
6.889,91 |
0,00 |
13.156,05 |
|
28.161.333,53 |
248.853,74 |
0,00 |
28.410.187,27 |
| III. Finanzanlagen |
|
|
|
|
| Ansprüche
im Zusammenhang |
|
|
|
|
| mit
Pensions- und Altersteilzeit- |
|
|
|
|
| verpflichtungen |
4.481,00 |
0,00 |
127,00 |
4.354,00 |
|
4.481,00 |
0,00 |
127,00 |
4.354,00 |
|
28.878.958,21 |
255.990,74 |
127,00 |
29.134.821,95 |
|
Kumulierte
Abschreibungen |
|
1.1.2023 |
Abschrei-
bungen des
Geschäfts-
jahres |
Abgänge |
31.12.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| Entgeltlich
erworbene Konzessionen, |
|
|
|
|
| gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche |
|
|
|
|
| Rechte
und Werte sowie Lizenzen |
|
|
|
|
| an
solchen Rechten und Werten |
700.734,33 |
14.590,04 |
0,00 |
715.324,37 |
|
700.734,33 |
14.590,04 |
0,00 |
715.324,37 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
| 1. Grundstücke,
grundstücksgleiche |
|
|
|
|
| Rechte
und Bauten einschließlich |
|
|
|
|
| der
Bauten auf fremden Grundstücken |
1.327.221,27 |
19.808,77 |
0,00 |
1.347.030,04 |
| 2. Technische Anlagen
und Maschinen |
19.979.964,43 |
569.015,27 |
0,00 |
20.548.979,70 |
| 3. Andere Anlagen,
Betriebs- und |
|
|
|
|
| Geschäftsausstattung |
1.855.712,97 |
141.773,95 |
0,00 |
1.997.486,92 |
| 4. Geleistete
Anzahlungen und |
|
|
|
|
| Anlagen
im Bau |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
|
23.162.898,67 |
730.597,99 |
0,00 |
23.893.496,66 |
| III. Finanzanlagen |
|
|
|
|
| Ansprüche
im Zusammenhang |
|
|
|
|
| mit
Pensions- und Altersteilzeit- |
|
|
|
|
| verpflichtungen |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
|
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
|
23.863.633,00 |
745.188,03 |
0,00 |
24.608.821,03 |
|
Buchwerte |
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
| I. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
| Entgeltlich
erworbene Konzessionen, |
|
|
| gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche |
|
|
| Rechte
und Werte sowie Lizenzen |
|
|
| an
solchen Rechten und Werten |
4.956,31 |
12.409,35 |
|
4.956,31 |
12.409,35 |
| II. Sachanlagen |
|
|
| 1. Grundstücke,
grundstücksgleiche |
|
|
| Rechte
und Bauten einschließlich |
|
|
| der
Bauten auf fremden Grundstücken |
679.375,51 |
699.184,28 |
| 2. Technische Anlagen
und Maschinen |
3.388.270,11 |
3.739.748,67 |
| 3. Andere Anlagen,
Betriebs- und |
|
|
| Geschäftsausstattung |
435.888,94 |
553.235,77 |
| 4. Geleistete
Anzahlungen und |
|
|
| Anlagen
im Bau |
13.156,05 |
6.266,14 |
|
4.516.690,61 |
4.998.434,86 |
| III. Finanzanlagen |
|
|
| Ansprüche
im Zusammenhang |
|
|
| mit
Pensions- und Altersteilzeit- |
|
|
| verpflichtungen |
4.354,00 |
4.481,00 |
|
4.354,00 |
4.481,00 |
|
4.526.000,92 |
5.015.325,21 |
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Polycasa GmbH, Mainz
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Polycasa GmbH,
Mainz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und
der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Polycasa
GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum
31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer
Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 und
|
| ― |
vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar.
|
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher
als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
|
| ― |
gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die Prüfung
des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme
der Gesellschaft abzugeben.
|
| ― |
beurteilen wir die
Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
|
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis
zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
|
| ― |
beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
|
| ― |
beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild
von der Lage des Unternehmens.
|
| ― |
führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben
im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender
geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir
dabei insbesondere die den zukunftsorientierten
Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde
gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die
sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten
Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges
Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten
Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen
geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
|
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Mainz, den 29. November
2024
KPMG
AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Laubert,
Wirtschaftsprüfer
Müller,
Wirtschaftsprüferin
Feststellung des
Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der
Polycasa GmbH, Mainz, wurde am 5. Dezember 2024
festgestellt.
|