LEIBER Poland GmbH
Rudolf-Diesel-Straße 1, 78576 Emmingen-Liptingen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Anna Katarzyna Jura seit 17.1.2023 | Prokura |
Simon Balk seit 7.7.2021 | Geschäftsführer |
Martin Müller seit 22.12.2020 | Prokura |
Rolf Dr. Leiber seit 5.11.2019 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Leiber Group GmbH & Co KGEmmingen-LiptingenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht zum 31.12.2022des LEIBER KonzernsI. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell des Konzerns 2. Entwicklung und Innovation II. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf 1. Weltwirtschaft und Automobilmärkte 2. Geschäftsverlauf 3. Lage des Konzerns 4. Finanzielle Leistungsindikatoren 5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren III. Prognosebericht IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht 2. Chancenbericht 3. Gesamtaussage V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten I. Grundlagen des Konzerns1. Geschäftsmodell des KonzernsLEIBER ist Spezialist für die Herstellung von Leichtbauteilen aus Aluminium, Magnesium sowie Speziallegierungen. LEIBER entwickelt und produziert rund um das Thema Leichtbau mit seinem großen technischen und wirtschaftlichen Potential. Dabei wird Aluminium in mehreren Stufen massiv umgeformt, die finalen Eigenschaften durch eine individuell festgelegte Wärmebehandlung erhöht, die Teile mechanisch bearbeitet und schließlich zu kompletten Baugruppen montiert. LEIBER bietet das komplette Programm - von den ersten Ideen und Skizzen - bis hin zum einbaufertigen Leichtbauprodukt an. Durch den Trend, nachhaltige Produkte zu generieren, steigt auch die Bedeutung von Leichtbautechnologien in zunehmendem Maße. Nicht nur in der Automobilindustrie, in der der "Umwelt-Fußabdruck" maßgeblich über den CO 2 -Ausstoß (Kraftstoffverbrauch) definiert wird, liefert Leichtbau immer wieder die gesuchten Lösungen. Unsere Leichtbaulösungen finden insbesondere in den Branchen Automotive (Pkw, LKW, Zweirad) und Industrie ihren Einsatz. Die Hauptkunden haben ihren Sitz in Deutschland. Ein hoher Lieferanteil betrifft deren Weiterbearbeitungsunternehmen im europäischen Ausland und zunehmend weltweit. Der Konzern verfügt über Fertigungskapazitäten in Deutschland und Polen. In den LEIBER Konzern werden zum 31.12.2022 das Mutterunternehmen LEIBER Group GmbH & Co. KG, Emmingen-Liptingen/Deutschland, die LEIBER Group Verwaltungs-GmbH, Emmingen -Liptingen/Deutschland sowie die 100% Tochter LEIBER Poland GmbH, Emmingen-Liptingen/Deutschland einbezogen.
2. Entwicklung und InnovationIm Bereich der technischen Entwicklung bewegen sich die Aktivitäten des Konzerns über die einer reinen Teileauslegung hinaus. Sowohl werkstofftechnische Weiterentwicklungen als auch proaktive Leichtbauinitiativen werden mit Forschungseinrichtungen, Lieferanten und Kunden projektiert und bis zur Entscheidungs- und Serienreife vorangetrieben. Die Entwicklungsaktivitäten des LEIBER Konzerns werden eng an den strategischen Wachstumsfeldern ausgerichtet. Dabei werden fokussiert Entwicklungsergebnisse angestrebt, welche effiziente Leichtbaulösungen bis hin zu Alleinstellungsmerkmalen ermöglichen. Konkrete Produkte werden gleichermaßen wie die zur Herstellung notwendigen Prozesse entwickelt und optimiert. Die im LEIBER Konzern seit vielen Jahren vorhandene, umfassende Werkstoffkompetenz rund um Aluminiumlegierungen und deren Verarbeitung ermöglicht es, den bereits hohen Recycling- Anteil der Legierungen durch kontinuierliche Weiterentwicklung stetig zu erhöhen. Somit können bei unverändertem Qualitätsniveau Produkte hergestellt werden, welche nicht nur während ihrer Nutzungsphase Energie und CO 2 einsparen, sondern bereits während ihrer Herstellung. Als nennenswertes Beispiel hierfür ist die Entwicklung einer alternativen Prozessroute für das Wachstumsfeld Bremsscheibentöpfe zu erwähnen, bei dem durch Verwendung eines maximal effizient hergestellten, gegossenen Halbzeugs mit bereits geringerem CO 2 -Footprint, eine gesteigerte Material- und Prozesseffizienz entwickelt werden konnte. Die Technologie befindet sich inzwischen im Einsatz bei ersten Serienanläufen. Unter dem Titel "Reduzierung des Ressourceneinsatzes von massivumgeformten Hochleistungskomponenten in automobilen Bremsanwendungen" wurde die LEIBER Group von der Landesagentur für Umwelttechnik und Ressourceneffizienz Baden-Württemberg in die Listung von 100 Betrieben für Ressourcen-Effizienz aufgenommen. Generell setzt LEIBER vermehrt auf geschlossene Materialkreisläufe mit dem Ziel, die Produkte noch nachhaltiger herzustellen. Bei den laufenden und neu gestarteten Vorentwicklungen im Produktsegment werden Leichtbaulösungen entwickelt, welche einen hohen Innovationsgrad aufweisen und durch ihre Bauteilgeometrie höchsteffiziente und somit ressourcenschonende Herstellprozesse ermöglichen. Mit modernsten Entwicklungstools können selbst komplexe bionische Strukturen in kürzester Zeit entwickelt und virtuell validiert werden. Bei der systematischen Auswahl der Produkte, für die Entwicklungen durchgeführt werden, kommen insbesondere im Automotive-Segment Anwendungsfelder in Betracht, welche unabhängig von Entwicklungen bei den Antriebstechnologien (z. B. Elektro, Wasserstoff, etc.) für den Konzern Wachstumspotenziale bieten. Für besonders erfolgsversprechende Entwicklungen werden konsequent Schutzrechte angemeldet. Im Jahr 2022 wurde ein neues europäisches Patent für ein spezifisches Leichtbauschmiedeverfahren, welches auf ausgewählte Wachstumsfelder von LEIBER in Zukunft anwendbar ist, angemeldet. Weitere Schutzrechte befinden sich noch in der Prüfungsphase. II. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf1. Weltwirtschaft und AutomobilmärkteIm Berichtsjahr wurde die Weltwirtschaft stark durch den russischen Krieg in der Ukraine und global kräftig steigende Inflationsraten beeinflusst. Infolge des Kriegs und der resultierenden Sanktionen gegen Russland verschärften sich Lieferkettenprobleme weiter und ein massiver Anstieg von Energie-, Rohstoff- und Nahrungsmittelpreisen sorgte für zunehmenden Preisdruck. Hinzu kamen wiederholt weitreichende Beschränkungen in China im Rahmen der Null-COVID-Politik, wodurch immer wieder bedeutende Teile der chinesischen Wirtschaft beeinträchtigt wurden. Dies trug dazu bei, dass globale Lieferketten zusätzlich belastet wurden. Um dem Inflationsanstieg entgegenzuwirken, erhöhte die Mehrzahl der großen Zentralbanken (mit Ausnahme Chinas) ihre Leitzinsen im Lauf des Jahres deutlich. Dies belastete die Weltwirtschaft, sodass sich das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr auf rund 3% verringerte. In diesem Umfeld verlangsamte sich auch der Welthandel und legte im Vergleich zum Vorjahr nur noch um knapp 4% zu. Auch die USA konnten sich diesen Entwicklungen nicht entziehen. In den ersten beiden Quartalen schrumpfte die US-Wirtschaft, unter anderem aufgrund eines rekordhohen Außenhandelsdefizits und der Folgen der anhaltenden Lieferkettenstörungen. Die Inflationsrate erreichte im Juni mit 9% ihren Höhepunkt und ging danach graduell zurück, lag im Jahresdurchschnitt jedoch mit 8% so hoch wie zuletzt Anfang der 1980er-Jahre. Die US-Zentralbank Fed erhöhte in diesem Umfeld ihren Leitzins kräftig auf 4,5 % zum Jahresende. Trotzdem konnte die US-Wirtschaft im Gesamtjahr dank der robusten Inlandsnachfrage mit 2,1% wachsen. In der Eurozone waren die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine besonders ausgeprägt. Im ersten Halbjahr konnte die Region dennoch ein überraschend starkes Wachstum verzeichnen, getrieben vor allem durch die Erholung des Dienstleistungssektors nach der weitgehenden Abschaffung von COVID-Maßnahmen und einer dynamischen Entwicklung in Ländern wie Frankreich, Italien und Spanien, die erstmals seit Beginn der Pandemie eine annähernd »normale« Tourismussaison erlebten. Jedoch nahmen die Belastungen durch hohe Energie- und Nahrungsmittelpreise im Jahresverlauf stark zu, und die hohe Unsicherheit bei der Energieversorgung belastete die Stimmung von Unternehmen und Verbrauchern zunehmend. Dies führte dazu, dass sich die Wachstumsdynamik am Jahresende deutlich abschwächte. Aufgrund des guten Jahresstarts wuchs die Wirtschaft der Eurozone im Gesamtjahr dennoch um 3,5%. Mit großen Unterschieden zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten stiegen die Verbraucherpreise im Jahresdurchschnitt deutlich um 8,4% gegenüber dem Vorjahr an. Im vierten Quartal erreichte die Inflationsrate sogar ein zweistelliges Niveau. Die Europäische Zentralbank beendete ihre Nullzinspolitik im zweiten Halbjahr und erhöhte die Leitzinsen auf 2,5% zum Jahresende. Die chinesische Wirtschaft wurde im Jahr 2022 durch die konsequente Null-COVID-Strategie, das verlangsamte Wachstum im Immobiliensektor sowie eine im Jahresverlauf nachlassende Nachfrage aus dem Ausland belastet und konnte nur um 3% zum Vorjahr zulegen. Anders als in den USA und Europa blieb der Preisdruck in China mit 2% sehr moderat. In diesem Umfeld waren die Wechselkurse volatil. Der Kurs des US-Dollar zum Euro bewegte sich im Jahresverlauf zwischen 0,95 und 1,15. Zum Jahresende war der Euro rund 6 % schwächer als zum Jahresende 2021. Die Preise für Energie und Rohstoffe erhielten infolge des Kriegs in der Ukraine einen massiven Schub und stiegen zwischenzeitlich auf neue Rekordniveaus. Zum Jahresende lag der Ölpreis mit rund 85 USD je Barrel knapp 10% über dem Ende des Vorjahres, im Jahresdurchschnitt betrug der Preisanstieg mehr als 40% im Vergleich zum Jahresdurchschnittspreis des Vorjahres. Der europäische Gaspreis unterlag noch größeren Schwankungen und stieg zwischenzeitlich auf über 300€ je MWh an. Zum Jahresende lag der Preis mit rund 75€ nur noch knapp 10% höher als zum Jahresende 2021. Auch die Preise für industrielle Rohstoffe stiegen zwischenzeitlich um mehr als 25% im Vergleich zum Vorjahresende, gaben im Jahresverlauf jedoch deutlich nach und lagen zuletzt knapp 20% unter dem Vorjahresende. Automobilmärkte Die oben beschriebenen Rahmenbedingungen prägten auch die Entwicklung des weltweiten Automobilmarkts im zurückliegenden Jahr. Vor allem die anhaltenden Lieferkettenstörungen und Angebotsengpässe sowie die im Jahresverlauf nachlassende volkswirtschaftliche Konjunkturdynamik beeinflussten die Absatzmärkte. Der weltweite Pkw-Markt bewegte sich in diesem Umfeld nur auf Vorjahresniveau. Das regionale Bild war dabei sehr unterschiedlich. Der europäische Markt verzeichnete im Vergleich zum bereits geringen Vorjahresvolumen einen Absatzrückgang von rund 4%. Der US- amerikanische Markt für Pkw und als leichte Nutzfahrzeuge zugelassene Vans und SUVs lag um etwa 8% unter dem Vorjahresniveau. Neben anhaltenden Lieferengpässen wirkten sich die stark gestiegenen Zinsen dämpfend auf die Marktentwicklung aus. Ein deutlicher Zuwachs war hingegen im chinesischen Markt zu beobachten. Dort beeinträchtigten die wiederkehrenden COVID-Restriktionen mitunter die Absatzentwicklung. Dank staatlicher Maßnahmen in Form reduzierter Steuersätze beim Autokauf übertrafen die Verkaufszahlen dennoch das Vorjahresniveau deutlich. Die genannten Einflussfaktoren prägten auch die Entwicklung wichtiger Transporter-Absatzmärkte. In Europa verzeichneten relevante Segmente des Transportermarkts deutliche Marktrückgänge. Der US-amerikanische Markt für große Transporter bewegte sich leicht unter seinem Vorjahresniveau. In China lagen die Verkaufszahlen im Segment der mittelgroßen Transporter leicht über dem Vorjahresniveau. 2. GeschäftsverlaufDer LEIBER Konzern hat im Jahr 2022 beim Umsatz die geplanten Werte deutlich übertroffen. Die Überschreitung resultiert jedoch im Wesentlichen aus der Weitergabe erhöhter Einkaufpreise, insbesondere aus erhöhten Aluminium-Beschaffungspreisen. Die zusätzlich explodierenden Energiepreise, erhöhte Personalkosten sowie Kostensteigerungen in nahezu allen Bereichen führten zur Verfehlung der geplanten EBIT-Quote. Das Geschäftsjahr 2022 war geprägt von den weltweit ausgelösten Unsicherheiten mit dem Ausbruch des Kriegs in der Ukraine sowie durch nochmals verstärkte Volatilität an den Märkten. Insbesondere zeigte die Entwicklung der Energiepreise eine bislang nicht gekannte, sprunghafte Preisentwicklung nach oben. Während der Standort in Polen noch von festen Strom- und Gasverträgen profitierte, traf die Energiepreissituation den Standort Deutschland mit voller Wucht. Die bereits im Vorjahr sichtbare, angespannte Situation an den Beschaffungsmärkten, die Probleme innerhalb der Lieferketten sowie insbesondere die Preisentwicklung und die damit einhergehenden Auswirkungen beeinflussten und forderten den Konzern äußerst intensiv. Neben extrem schwankenden LME-Börsennotierungen und bislang noch nie da gewesenem Preisniveau für Aluminium, stiegen auch die Umarbeitungskosten unserer Rohmateriallieferanten sprunghaft und in ebenfalls bislang nicht gekanntem Umfang an. Die Auftragslage konnte mit abnehmender Tendenz über den gesamten Verlauf des Jahres als befriedigend bezeichnet werden. Die hohen Beschaffungs- und Energiepreise führten mit Beginn des 2. Halbjahres zu sehr starken Ergebnisbelastungen, da diese Kostenpositionen aufgrund langfristiger Verträge im abgelaufenen Geschäftsjahr nur in geringem Umfang an die Kunden weitergegeben werden konnten. Zusätzlich war der Konzern ganzjährig vorwiegend am Standort Deutschland mit einer sehr hohen und überdurchschnittlichen Kranken- und Abwesenheitsquote konfrontiert, was die Planbarkeit des Personaleinsatzes deutlich erschwerte. Die Situation im Personalbereich führte am Standort Deutschland zu einer insbesondere im Fertigungsbereich einsetzenden Fluktuation sowie zu einem sehr starken Einsatz von Leiharbeitskräften, was sich in erhöhten Kosten, negativem Einfluss auf die Produktivität und ebenfalls in erhöhten Qualitätskosten widerspiegelte. Das im Jahresverlauf zu verzeichnende sinkende Absatzniveau sowie die beschriebenen produktivitätsbelastenden Umstände (hohe Kranken- und Abwesenheitsquote mit den genannten Folgeerscheinungen, insbesondere der hohe Einsatz an Leiharbeitnehmern) sowie exorbitante Kostenerhöhungen in nahezu allen Bereichen führten zu einem deutlich unter Plan liegendem operativen Ergbnis. Preisverhandlungen mit den Kunden gestalteten sich extrem zäh und schwierig und waren im Wesentlichen erst für das Folgejahr erfolgreich. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 wurde erstmals wieder in einem Umfang wie im Jahr 2019 vor Corona investiert, nachdem in den Jahren 2020 und 2021 Investitionen reduziert wurden. Die Investitionen 2022 erreichen damit das Durchschnittsniveau der letzten 5 Jahre. Insgesamt kann von einem Geschäftsjahr mit äußerst schwierigen Rahmenbedingungen für den LEIBER Konzern gesprochen werden. Der Konzern wurde mit vielerlei Herausforderungen konfrontiert, die jedoch wenig zu beeinflussen waren. Sprunghaft steigende Einkaufspreise konnten aufgrund zum Teil bestehender langfristiger Kundenvereinbarungen gar nicht oder nur zeitversetzt weiterbelastet werden. Preisverhandlungen speziell mit Großkunden im Automotivebereich mit großer Einkaufsmacht gestalteten sich enom schwierig. Somit konnte aufgrund der beschriebenen Herausforderungen und Belastungen das geplante EBIT nicht erreicht werden. Aus dem in 2019 eingeleiteten Kartellbußgeldverfahren gegen die LEIBER Group GmbH & Co. KG erging mit Beschluss der 12. Beschlussabteilung des Bundeskartellamts (BKartA) vom 21.12.2020 ein Bußgeldbescheid gegen die LEIBER Group GmbH & Co. KG sowie gegen Organe der Gesellschaft. Nach eingehender Analyse des Beschlusses teilt die LEIBER Group GmbH & Co. KG weder die Sachverhaltsdarstellung noch die rechtliche Würdigung des BKartA. Daher wurde am 06.01.2021 Einspruch gegen den Bescheid beim BKartA eingelegt. Dies führt dazu, dass der Bescheid nicht rechtskräftig ist und der Vorgang neu bewertet wird. Der Vorgang wurde bereits in Vorjahren im Rahmen von Rückstellungsbildungen berücksichtigt. Im Jahr 2022 bzw. bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses ergaben sich keine neuen Entwicklungen, die eine Anpassung unserer Einschätzungen zur Folge hätten. Weiterhin sind Risiken aus möglichen Reklamationen und möglichen Produkthaftpflichtschäden sichtbar. Für potentielle Einzelsachverhalte wurden Rückstellungsbeträge bereits in Vorjahren passiviert. Die Passivierung umfasst solche potentiellen Kostenbestandteile, die nicht in die Deckung unserer Produkthaftpflichtversicherung fallen. Für die Vorgänge wurden die potentiellen Schadenssummen sowie erwartete Kostenbelastungen für Rechtsverteidigungskosten bewertet und bedarfsgerecht als Rückstellungen berücksichtigt. Die Vorgänge wurden in Vorjahren passiviert. Im laufenden Geschäftsjahr ergaben sich keine diesbezüglichen Veränderungen bzw. Kostenbelastungen. Im Jahr 2022 ergibt sich ein Jahresüberschuss von +3,0 Mio. EUR. Die Konzernleitung ist mit der Lage des Konzerns, dem Geschäftsverlauf und insbesondere mit dem erzielten Ergebnis nicht zufrieden. 3. Lage des Konzernsa) Ertragslage Der LEIBER Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2022 ein EBIT von 3.458 TEUR (Vj: 5.635 TEUR). Die Umsätze veränderten sich wie folgt:
Die Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr betrug 14,1%. Die Gesamtleistung stieg um 13,9%. Die Materialaufwandsquote erhöhte sich von 47,4% auf 56,6%, was einerseits auf den Quoteneffekt aufgrund des höheren LME und den höheren Umarbeitungskosten unserer Vormateriallieferanten, der Berücksichtigung von Drohverlusten im Materialaufwand sowie auf die erhöhten Strom- und Gaskosten und dem verstärkten Einsatz von Leiharbeit zurückzuführen ist. Andererseits führten die gestiegenen Kosten bei fehlender Weitergabemöglichkeit an die Kunden zu echten Quotenerhöhungen und demzufolge auch zu echten, erheblichen Ergebnisbelastungen. Die Personalaufwandsquote reduzierte sich von 25,8% auf 23,3%. Wesentliche Einflussgrößen hierfür sind die durch die Weitergabe der höheren Aluminiumeinkaufpreise erhöhte Basis (Gesamtleistung) gegenüber Plan sowie die hohe Fluktuation und die damit verbundene Reduzierung von festangestelltem Personal und dem damit notwendigen hohen Einsatz von Leiharbeit. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund von Erlösen aus dem Verkauf von Strom- und Gas-Termingeschäften im Zuge des Wechsels unseres Energielieferanten, durch staatliche Zuschüsse sowie der Auflösungen von Rückstellungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalteten im Vorjahr höhere Aufwendungen aus außergewöhnlichen Geschäftsvorfällen und liegen insbesondere deshalb unter Vorjahr. Aus der Beteiligung an der LEIBER Immobilien GmbH & Co. KG konnte ein Beteiligungsertrag von 1,2 Mio. EUR erzielt werden. b) Finanzlage Das Finanzmanagement im LEIBER Konzern umfasst das Liquiditätsmanagement, das Management von Marktpreis-, Zins- und von Kreditausfallrisiken. Grundsätzlich operiert es in einem vorgegebenen Rahmen von Richtlinien und Limits, organisatorisch ist es auf operativer Ebene getrennt. Das Liquiditätsmanagement stellt sicher, dass der Konzern jederzeit seine Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann. Hierzu werden die Zahlungsströme aus dem operativen Geschäft in einer laufenden Liquiditätsvorschau überwacht. Die entstehenden Finanzierungsbedarfe werden mittels geeigneter Instrumente zur Liquiditätssteuerung (z.B. Bankkredite, Leasing, Factoring, Intercompany-Darlehen) gedeckt. Darüber hinaus stehen dem Konzern ausreichende Kreditlinien zur Verfügung. Liquiditätsengpässe sind derzeit nicht absehbar. Als Folge der Kostensteigerungen ist die Kapitalbindung im Vorratsvermögen und in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deutlich erhöht und über Plan. Dies führt zu einer erhöhten Inanspruchnahme der Kreditlinien. Das Management von Marktrisiken befasst sich damit, die Auswirkungen von Schwankungen bei Zinssätzen und Rohstoffen auf das Ergebnis des Konzerns zu beschränken. Über das abzusichernde Volumen, die Zeiträume und die Wahl der Sicherungsinstrumente wird auf Geschäftsleitungsebene entschieden. Der vereinfacht ermittelte betriebliche Cashflow (Summe aus Jahresüberschuss und Abschreibungen) reduzierte sich von 13,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 11,7 Mio. EUR im laufenden Jahr. Die Höhe der Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen lag im laufenden Jahr bei rund 8,9 Mio. EUR. Zum Bilanzstichtag betrug der Umfang der Leasingverpflichtungen ca. 1,9 Mio. EUR (Vorjahr ca. 4,3 Mio. EUR) sowie aus abgeschlossenen Mietverträgen ca. 0,4 Mio. EUR (Vorjahr ca. 0,6 Mio. EUR). Der LEIBER-Konzern finanziert sich im Rahmen einer Gesamt-Finanzierung. Zum Stichtag standen rd. 15,2 Mio. EUR nicht genutzte Kreditlinien zur Verfügung. Die vollständige Inanspruchnahme der Linien hängt im Wesentlichen von der Einhaltung bestimmter Covenants ab. Im März 2023 konnte ein neuer Konsortialkreditvertrag abgeschlossen werden, der die aktuellen und zu erwartenden Finanzierungsbedarfe abdeckt. Darüberhinaus wurde im Geschäftsjahr 2022 das Finanzierungsinstrument Factoring neu im Konzern eingeführt. c) Vermögenslage Die Veränderungen in der Bilanzsumme beruhen im Wesentlichen auf folgenden Faktoren:
4. Finanzielle Leistungsindikatoren
5. Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenMitarbeiter Im Geschäftsjahr 2022 beschäftigte der LEIBER Konzern durchschnittlich 756 Mitarbeiter (Vorjahr: 760 Mitarbeiter). Vor dem Hintergrund einer nachhaltigen Geschäftsentwicklung sind die Mitarbeiter nach wie vor ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Aus diesem Grund wird ein besonderes Augenmerk auf eine verantwortungsbewusste Personalpolitik gelegt. Insgesamt 20 Auszubildende wurden in der Produktion und in den kaufmännischen Bereichen ausgebildet. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit der Beschäftigten lag bei 10,4 Jahre (Vorjahr 11,7 Jahre).
1 Wirtschaftliches Eigenkapital = Festkapital +
Rücklagen + Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschaftern
Energie- und Umweltmanagement Umweltgerechtes Handeln und nachhaltiges Wirtschaften haben innerhalb des Unternehmens einen hohen Stellenwert. Im Jahr 2014 wurde deshalb ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 eingeführt und erstmalig im Juni 2014 erfolgreich zertifiziert. Seitdem konnten viele Maßnahmen zur effizienteren Energienutzung umgesetzt werden, die gemessen an der verarbeiteten Tonnage, den Strom- und Gasverbrauch reduzieren. Das Umweltmanagementsystem ist nach DIN ISO 14001:2015 zertifiziert. Dies gewinnt durch gesetzliche und kundenseitige Vorgaben vermehrt an Bedeutung. Seit der Zertifizierung im Jahr 2020 sind wesentliche Maßnahmen zur Verbesserung unserer Umweltleistung umgesetzt worden. Zudem wird das Aluminium-Restmaterial komplett dem Recycling zugeführt und damit einen erheblichen Anteil des Verbrauchs an Primär-Aluminium reduziert. Damit wird ein wesentlicher Beitrag zur Einsparung von Energie und CO 2 im Zusammenhang mit der Herstellung von Vormaterial geleistet. Als größte Einzelinvestition im Bereich Energie- und Umweltmanagement ist im Geschäftsjahr 2022 die im Herbst installierte Photovoltaik-Anlage zu nennen. Qualität Die Entwicklung, Produktion und der Vertrieb qualitativ hochwertiger und technisch anspruchsvoller Produkte sind ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensphilosophie und -strategie. Diese Maxime wird durch ein Qualitätsmanagementsystem umgesetzt, das eine ständige Überwachung und Verbesserung der Prozess- und Produktqualität sowie eine dauerhafte Verbesserung der Unternehmensleistung sicherstellt. Zertifizierungen nach IATF 16949:2016 (Serien- und Ersatzteilproduktion in der Automobilindustrie) und EN 9100:2018 (Luftfahrt), die jährlich überwacht werden, bestätigen dessen Wirksamkeit. Den Kunden werden damit höchste Produktqualität und zuverlässige Belieferungen garantiert. Corporate Social Responsibility Neben der rein finanziellen Unterstützung für Hochschulen und Institute engagiert sich die LEIBER-Group auch in Form von Inhouse-Seminaren und Workshops. Mitarbeiter aus dem Unternehmen sind auch als Lehrbeauftragte an örtlichen Hochschulen tätig. III. PrognoseberichtDie Planung für das Jahr 2022 wurde noch unter dem Eindruck der Corona-Pandemie, jedoch mit abschwächendem Einfluss auf den Geschäftsverlauf, aufgestellt. Die Konzernleitung ging für das Geschäftsjahr 2022 davon aus, dass sich die Gesamtleistung um ca. -5,4% reduziert und das Ergebnis (EBIT) bei rd. 5,3% der Gesamtleistung liegen würde. Tatsächlich hat sich der Umsatz um über 14,1% erhöht, das tatsächliche EBIT lag bei ca. 2,3% zur Gesamtleistung, wobei das Ergebnis in Höhe von 1,6 Mio. EUR durch außergewöhnliche Einflüsse beeinflusst war. Nach der Planung 2023 ergibt sich ein Umsatz deutlich oberhalb dem Niveau des Ist 2022. Das sich daraus ergebende EBITDA sollte bei ca. 9,7%, das EBIT bei ca. 4,0% von der Gesamtleistung liegen. Bei den Planungsannahmen wurden eine sich gegenüber 2022 unveränderte politische und gesamtwirtschaftliche Lage unterstellt und Preisveränderungen in Anlehnung an die Inflationsrate berücksichtigt. Bei der Entwicklung der Bilanzsumme wird für 2023 eine Erhöhung auf ca. 94 Mio. EUR erwartet. Durch das positiv erwartete EBIT einschließlich Finanzergebnis wird mit einer Erhöhung der Eigenkapitalquote auf ca. 39,8% gerechnet. Die Nettoverschuldung wird mit ca. +126% höher als zum Ende des Jahres 2022 erwartet. Das Net-working-capital soll sich um ca. 3% reduzieren. Der Ist-Auftragsbestand zum Jahresbeginn 2023 und die aktuellen Auftragseingänge für das 1. Halbjahr 2023 liegen höher als die realisierten Umsätze im 4. Quartal 2022. Damit liegt der Auftragsbestand für das erste Halbjahr noch leicht unter Plan. Verlässliche Prognosen über das erste Halbjahr 2023 hinaus sind aus heutiger Sicht noch nicht möglich. Der weitere Verlauf der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Urkaine wird weiterhin massive Folgen für die Weltwirtschaft haben. Auch für das Jahr 2023 ist ein erheblicher negativer Einfluss auf die weltweite Wirtschaftsleistung zu erwarten. Da immer noch keine Einschätzungen im Hinblick auf Dauer und Umfang der Auseinandersetzungen sowie deren weiteren Entwicklung möglich sind, sind alle aktuellen Einschätzungen reine Spekulation. Folge ist eine erhebliche Prognoseunsicherheit hinsichtlich der Einschätzung der konjunkturellen gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Situation. Die Hauptabsatzmärkte, speziell die Automobil- und Automobilzulieferindustrie, sind von der Krise erheblich betroffen. Insofern kann sich auch der LEIBER Konzern den negativen Wirkungen der aktuellen Krise nicht entziehen. Zusätzlich führte die hohe Inflation ab dem 2. Quartal 2022 zu vermehrten Kündigungen unserer Stammbelegschaft. Neben Forderungen für hohe Entgelterhöhungen wurde auch der Ruf nach einer generellen Neustrukturierung und der Abbau von Ungerechtigkeiten im Entlohnungssystem laut. Um die Fluktuation wieder in den Griff zu bekommen und am Arbeitsmarkt weiterhin die Chance auf Erfolg zu wahren, wurde im 2. Halbjahr 2022 ein komplett neues Vergütungssystem, das im 1. Halbjahr 2023 zur Umsetzung kommt, aufgesetzt. Die Umsetzung des neuen Vergütungssystem wird zu hohen Mehrausgaben im Personalbereich führen und insbesondere dafür sorgen, dass die ursprünglichen Planziele für das Jahr 2023 schwer zu erreichen sein werden. Trotz der erheblichen Verwerfungen, die die aktuelle lange geopolitische Krise mit sich bringen wird, kann insofern positiv in die Zukunft geblickt werden. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht absehbar. Cash Flow und Liquidität Der vereinfacht ermittelte Cash Flow (Jahresüberschuss + Abschreibungen) soll nach den Erwartungen des Konzerns über dem Niveau von 2022 liegen. Die Liquiditätslage des Konzerns wird sowohl kurzfristig als auch für die nächsten Jahre als stabil angesehen. Je nach Dauer und Umfang der kriegerischen Auseinandersetzungen und deren wirtschaftlichen Auswirkungen werden sich dennoch negative Wirkungen auf die künftigen Jahresergebnisse und die Gesamtliquidität des Konzerns ergeben. Aktuell wird davon ausgegangen, dass die bestehenden Kreditlinien ausreichend sein werden. Im März 2023 konnte ein neuer Konsortialkreditvertrag abgeschlossen werden, der die aktuellen und zu erwartenden Finanzierungsbedarfe abdeckt. Investitionen Nach der deutlich reduzierten Investitionstätigkeit in den Geschäftsjahren 2020 bis 2022 wird sich der Umfang neuer Investitionen in der Folge wieder deutlich erhöhen und leicht über dem Niveau der geplanten Abschreibung liegen. Der Plan berücksichtigt Investitionen in 2023 von 15,4 Mio. EUR. Im Fokus stehen Rationalisierung, Automatisierung und Digitalisierung. Am Standort Polen sind darüber hinaus auch nennenswerte Erweiterungsinvestitionen geplant. Die Finanzierung erfolgt vornehmlich aus dem betrieblichen Cash Flow, der Inanspruchnahme freier Kreditlinien, Leasing sowie einem aktiven Working Capital Management. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Die in der Planung angenommene Steigerung beim Umsatz ergibt für das Jahr 2023 eine leichte Erhöhungen bei den Mitarbeiterzahlen. Unabhängig davon wird zur Förderung der weiteren Standortentwicklung verstärkt in die Weiterbildung, Qualifizierung und Attraktivität der Arbeitsplätze investiert, um im Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte sowie beim Angebot beruflicher Perspektiven für die Mitarbeiter auf allen Ebenen attraktive Voraussetzungen zu schaffen. Insbesondere wird in den Aus- und Aufbau der gesamten Führungsmannschaft investiert, um den bereits in Vorjahren eingeleiteten Kulturwandel im Konzern voranzutreiben und im Sinne der Unternehmenswerte der Vision 2030 konsequent näher zu kommen. Gesamtaussage zur künftigen Entwicklung Die aktuelle Absatzerwartung im 1. Halbjahr 2023 liegt nahe den Annahmen im Plan. Die weitere Entwicklung hängt maßgeblich vom konjunkturellen Umfeld sowie den politischen Gegebenheiten ab. Insbesondere spielt die Verfügbarkeit von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie deren Einkaufspreisentwicklung sowie die Preisentwicklung bei Strom und Gas eine wichtige Rolle. Die Umsetzung von Maßnahmen für eine nachhaltige Steigerung von Produktivität und Ertrag wird auch in den kommenden Jahren verstärkt im Fokus stehen. Große Potentiale liegen nach wie vor in der Verbesserung interner Prozessabläufe und Strukturen auf allen Unternehmensebenen, in Verbindung mit dem weiteren Ausbau der IT-Infrastruktur unter Einbindung unseres ERP-Systems SAP. Die Dauer und der Umfang der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine sowie deren wirtschaftlichen Auswirkungen werden weiterhin negative Wirkungen auf die künftigen Jahresergebnisse und die Gesamtliquidität des Konzerns ergeben und beeinflussen damit die zukünftige Entwicklung des Konzerns signifikant. IV. Chancen- und Risikobericht1. RisikoberichtDer LEIBER Konzern ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind oder sich aus externen Einflüssen ergeben. Unter einem Risiko wird die Gefahr verstanden, dass Ereignisse, Entwicklungen oder Handlungen den Konzern daran hindern, seine Ziele zu erreichen. Gleichzeitig ist es für den LEIBER Konzern wichtig, Chancen für den Konzern zu identifizieren, um diese im Zuge des unternehmerischen Handelns zu nutzen und so die Wettbewerbsfähigkeit des LEIBER Konzerns zu sichern und auszubauen. Eine Chance bezeichnet die Möglichkeit, aufgrund von Ereignissen, Entwicklungen oder Handlungen die geplanten Ziele des Konzerns zu sichern oder zu übertreffen. Im Rahmen des Strategieprozesses werden Risiken, die mit der geplanten längerfristigen Entwicklung verbunden sind, und die Chancen für weiteres profitables Wachstum ermittelt und in den Entscheidungsprozess eingebracht. Um unternehmerische Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und konsequent zu handhaben, werden zielorientierte Steuerungs- und Kontrollsystem eingesetzt. Die Strategie, nicht global aufzutreten, bestätigt sich im deutlich feststellbaren Trend "local for local". Hingegen sind derzeitige Lieferungen nach Asien und USA einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Branchenspezifische Risiken Die Automobilindustrie sieht sich mit dem Wandel insbesondere der Antriebstechnologien vor einem grundlegenden Strukturwandel. Der Konzern sieht sich in geringerem Umfang direkt hiervon betroffen. Es besteht insbesondere das Risiko, dass sich einzelne Kunden und deren Produkte am Markt nicht durchsetzen können. Hierdurch können sich ggf. wesentliche Veränderungen im Kundenportfolio und im Absatzvolumen ergeben. Durch den Konzern in diesem Zusammenhang für einzelne Projekte getragene Entwicklungsleistungen könnten sich hierdurch ggf. als unwirtschaftlich erweisen. Die unsichere zeitliche Entwicklung der Automobil- und Industriebranche sowie dauerhaft erhöhte oder gar ein weiterer Anstieg der Energiekosten und die globalen Auswirkungen aus den Kriegs- und Krisenregionen sowie von Handelskonflikten sind weiterhin risikobehaftet. Insbesondere bestehen je nach Dauer, Umfang und weiterem Fortgang der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine sowie deren wirtschaftlichen Auswirkungen sehr große Risiken für den Konzern, für die Automobilbranche sowie für die gesamte Weltwirtschaft. Das Unternehmen überprüft in unregelmäßigen Zeitabständen seine Position auf dem Markt und erstellt Wettbewerbsvergleiche, danach ist der LEIBER Konzern am Markt sehr gut platziert. Ertragsorientierte + finanzwirtschaftliche Risiken Als Risiken, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, sind außerdem zu nennen:
Standortrisiken Die hohen Kundenanforderungen in Bezug auf Produktqualität und Menge und der damit einhergehende Druck zur weiteren Automation von Produktions- und Geschäftsprozessen erfordern zunehmend höher qualifiziertes Personal. Die Möglichkeiten der Rekrutierung von qualifiziertem Personal am Markt ist regional beschränkt und gestaltet sich zunehmend schwieriger. Gesamtbild der Risikolage
Die Risikolage hat sich nach Einschätzung der Geschäftsleitung gegenüber dem Vorjahr verändert. 2. ChancenberichtWesentliche Chancen sieht die LEIBER Group vor allem auf folgenden Grundlagen:
3. GesamtaussageDas Geschäftsklima der deutschen Zulieferer zeigt sich im Februar auf den ersten Blick deutlich verbessert: Saisonbereinigt ergibt sich ein Sprung von -5,2 Punkten auf +0,7 Punkte. Erstmals seit genau einem Jahr ist das Geschäftsklima wieder positiv! Dennoch tut ein zweiter Blick auf die Details Not: Die Verbesserung beruht lediglich auf einer Korrektur der im letzten Jahr von März bis September abgestürzten Erwartungen. Angesichts der Turbulenzen auf den Energie- und Rohstoffmärkten war dies nicht verwunderlich. Betrachtet man die aktuelle Bewertung der Geschäftsperspektiven auf Sicht von sechs Monaten ist dies eine Verbesserung gegenüber dem Vormonat um knapp zwölf Punkte. Dennoch beinhalten die Erwartungen der Zulieferer noch leichtes Rezessionspotential! Das Bild wird ergänzt durch die Einstufung der aktuellen Lage. Seit Sommer 2022 hat sich das eigentlich positive Niveau der Lagebewertung annähernd halbiert (+16,2 Punkte). Die vor einem Monat formulierten Stimmungskomponenten, Anspannung und dennoch verhaltener Optimismus, bleiben bestehen. Vorsicht ist dennoch geboten, wenn vorschnell von einer abgesagten Rezession die Rede ist. Dafür ist die konjunkturelle Mixtur noch nicht ausgewogen genug. Sowohl im Fahrzeugbau als auch im Maschinenbau ernähren sich weite Teile der Zulieferer von Auftragsbeständen. Die Auslastung ist entsprechend hoch. Eine große Bank kommentierte die Lage mit "Keine Zeit für Rezession!" Diese Orderreichweiten schmelzen allerdings weiter ab. Neue starke Impulse fehlen. Auch die Bauindustrie leidet zudem unter inflationsgetrieben abreißenden Investitionen. Dazu kommen die Standortnachteile aufgrund der hohen Energiepreise. Die Auswirkungen sind real: Großkonzerne konzentrieren dieser Tage Anlageinvestitionen auf andere Kontinente. Schon angelaufene Investitionen laufen Gefahr reduziert zu werden. Diese Gemengelage vor dem Hintergrund einer verunglückten Energiepreisbremse lässt keinen deutlichen realen Aufschwung im laufenden Jahr erwarten. Eine milde Rezession im ersten Halbjahr ist unwahrscheinlich, aber eben noch nicht endgültig abgesagt.
Quelle "3. Gesamtaussage": ArGeZ Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie: Geschäftsklima Zulieferindustie Februar 2023 V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von FinanzinstrumentenZu den im Konzern bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten, Leasing und Guthaben bei Kreditinstituten. Der LEIBER Konzern verfügt über einen sehr solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden und Lieferanten. Dennoch ist festzustellen, dass die derzeit schwer einschätzbaren wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine-Konflikts generell zu höheren Forderungsausfallrisiken führen können. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt der Konzern eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird eine rollierende Liquiditätsplanung erstellt, welche einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Im Zusammenhang mit der Zugrundelegung der geplanten Investitionen und den Erwartungen für das Jahr 2023 zeichnet sich eine höhere Mittelinanspruchnahme der vorhandenen Kreditlinien ab. Die aktuelle andauernde Ukraine-Krise wird die Liquiditätsentwicklung des Konzerns negativ beeinflussen. Nach aktueller Einschätzung ergibt sich hieraus kurz- und mittelfristig kein existenzbedrohendes Risiko und es wird aktuell davon ausgegangen, dass die bestehenden Kreditlinien ausreichend sein werden. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt der Konzern über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informiert sich der Konzern, vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung, stets über die Bonität seiner Kunden.
Emmingen-Liptingen, den 29. März 2023 Dr. Rolf Leiber, Geschäftsführender Gesellschafter Konzernbilanz zum 31.12.2022AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1.1. bis 31.12.2022
KONZERNANHANG 2022A. Allgemeine Angaben zum Konzern Das Mutterunternehmen LEIBER Group GmbH & Co. KG hat seinen Sitz in Emmingen-Liptingen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRA 721549 eingetragen. B. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Konzernabschlusses Der Konzernabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff., 264 ff., 290 ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Gem. § 264 a HGB sind auf die Gesellschaft die für große Kapitalgesellschaften geltenden Regelungen analog anzuwenden. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden entsprechend der für große Kapitalgesellschaften geltenden Regelungen des HGB erstellt. Die Kapitalflussrechnung wurde unter Anwendung der Regelungen des DRS 21 aufgestellt. Das Gliederungsschema des DRS 21 wurde im Bereich des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit um die Position "21. Aus-/Einzahlungen an gesellschafterähnliche Personen" ergänzt. Ausgewiesen sind Veränderungen von bilanziell in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Personen, die aufgrund bestehender Nießbrauchsvereinbarungen am Ergebnis einzelner Konzerngesellschaften beteiligt sind. Der Konzerneigenkapitalspiegel wurde unter Anwendung der Regelungen des DRS 22 aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt (§ 275 Abs. 2 HGB). Soweit ein Wahlrecht hinsichtlich einer Angabe in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung einerseits oder dem Anhang andererseits besteht, wurde dieses Wahlrecht aus Gründen der Übersichtlichkeit grundsätzlich zu Gunsten der Angabe im Anhang ausgeübt. Die Bewertungsgrundsätze sind unverändert zum Vorjahr. C. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und Konzernabschlussstichtag Die Gesellschaft ist auf Grundlage der Vorschriften des Handelsgesetzbuches zur Erstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Die Gesellschaft erstellt den Konzernabschluss als Mutterunternehmen (größter und kleinster Konsolidierungskreis). Die Konzernabschlüsse werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die einbezogenen Unternehmen ist das Kalenderjahr. Die Erstkonsolidierung einbezogener Tochterunternehmen erfolgte zu dem Zeitpunkt, zu dem die jeweiligen Unternehmen Tochterunternehmen geworden sind. D. Angaben zum Konsolidierungskreis Im Rahmen der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden neben der LEIBER Group GmbH & Co. KG, Emmingen-Liptingen, folgende Gesellschaften im Rahmen der Vollkonsolidierung berücksichtigt:
E. Beteiligungen an verbundenen Unternehmen, für die keine Vollkonsolidierung vorgenommen wurde: Die LEIBER Group GmbH & Co. KG ist durch Übernahme der bisher im Fremdbesitz stehenden restlichen Kommanditanteile an der LEIBER Immobilien GmbH & Co. KG im Dezember 2022 zum Bilanzstichtag zu 100% am Kommanditkapital der Gesellschaft beteiligt. Durch Übernahme der restlichen Anteile ist die LEIBER Immobilien GmbH & Co. KG zum Bilanzstichtag als Tochterunternehmen i. S. § 290 HGB zu beurteilen. Da der Anteilserwerb im Dezember 2022 in Weitveräußerungsabsicht erfolgte, wird das Tochterunternehmen gem. § 296 Abs. 1 Nr. 3 HGB nicht in den Konzernabschluss aufgenommen. Die vorgesehene Anteilsübertragung wurde durch notariellen Vertrag vom 24. Januar 2023 vollzogen. Mangels Aufnahme in den Konzernabschluss wird die Beteiligung unter der Position "Anteile an verbundenen Unternehmen" ausgewiesen. Bestehende Forderungen gegen die Gesellschaft werden als "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" ausgewiesen. Beteiligungserträge für das Jahr 2022 werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position "Beteiligungserträge - davon aus verbundenen Unternehmen" ausgewiesen. F. Angabe zu den Konsolidierungsgrundsätzen und -methoden Bei der Kapitalkonsolidierung der LEIBER Group Verwaltungs-GmbH wurde die Neubewertungsmethode (§ 301 I HGB) angewandt. Die Erstkonsolidierung erfolgte auf den Zeitpunkt, zu dem die Anteile an die LEIBER Group GmbH & Co. KG abgetreten wurden (1.1.2013). Der im Rahmen der Erstkonsolidierung entstandene aktivische Unterschiedsbetrag (EUR 4.384,43) wurde vollständig abgeschrieben. Die Kapitalkonsolidierung der LEIBER Poland GmbH erfolgte nach der Neubewertungsmethode (§ 301 I HGB). Die Erstkonsolidierung erfolgte auf den Zeitpunkt der Gründung der Gesellschaft (28.10.2019). Auf Grund der Bargründung ergab sich kein Unterschiedsbetrag aus der Erstkonsolidierung. Durch Eintragung der Verschmelzung am 24. Juni 2020 wurde die bis dahin als eigenständiges Tochterunternehmen in den Konzernabschluss aufgenommene LEIBER Poland Sp. z o.o., Ruda Slaska/Polen, auf die LEIBER Poland GmbH verschmolzen. Da ein konzerninterner Umwandlungsvorgang vorliegt ergeben sich aus dem Umwandlungsvorgang keine Wirkungen auf die Darstellungen im Konzernabschluss. Insofern wird die ursprüngliche Erstkonsolidierung der LEIBER Poland Sp.Zo.O. beibehalten. Diese war auf den 1.1.2007 nach der Buchwertmethode (§ 301 I Nr. 2 HGB a. F.) erfolgt. Die Verrechnung von Beteiligungsansatz und Eigenkapital erfolgte auf den Zeitpunkt der erstmaligen Aufstellungspflicht bezüglich eines Konzernabschlusses (1.1.2007). Im Rahmen der Erstkonsolidierung ergaben sich passivische Unterschiedsbeträge. Diese Unterschiedsbeträge wurden mit den Kapitalrücklagen verrechnet (EUR 1.246.408,39 EUR). Die Schuldenkonsolidierung erfolgte nach § 303 I HGB durch Verrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgte gemäß § 305 I HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Materialaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Die Zinserträge und ähnliche Erträge sind ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden. Aufwendungen und Erträge aus dem seit dem Jahr 2020 bestehenden Ergebnisabführungsvertrag wurden eliminiert. Soweit Vermögensgegenstände aus konzerninternen Lieferungen zum Bilanzstichtag bei einem einbezogenen Unternehmen ausgewiesen wurden und im Einzelabschluss wesentliche Zwischengewinne realisiert wurden, wurden diese im Konzernabschluss eliminiert. Soweit realisierte Zwischenergebnisse in Bezug auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung waren, wurde auf eine Zwischenergebniseliminierung verzichtet (§ 304 II HGB). G. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (einschließlich Währungsumrechnung) Für die Umrechnung von Fremdwährungstransaktionen der einbezogenen deutschen Gesellschaften kommt § 256a HGB zur Anwendung. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen wurden in den Konzernabschluss entsprechend der gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den für die LEIBER Group GmbH & Co. KG geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt und entsprechen den Vorgaben des HGB. Bilanzierung und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden erfolgen unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Abweichungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich nicht. Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauer der einzelnen Anlagengegenstände wurde entsprechend der betrieblichen Gegebenheiten angesetzt. Soweit Mehrschichtnutzung des Sachanlagevermögens vorlag, wurde dies durch Abschläge von den Nutzungsdauern berücksichtigt, sofern keine tatsächlich längeren Nutzungsdauern vorlagen. Die Abschreibungen erfolgten nach der linearen Methode. Für Bestände des Anlagevermögens werden zum Teil Festwerte geführt. Die Zugänge zum Anlagevermögen werden linear "pro rata temporis" abgeschrieben. Die geringwertigen Anlagegüter bis 250 EUR wurden sofort als Betriebsausgaben verbucht. Die Anlagegüter zwischen 250 EUR und 1.000 EUR wurden linear auf 5 Jahre abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten bzw. zu gleitenden Durchschnittspreisen, gegebenenfalls zum niedrigeren beizulegenden Wert, angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet (verlustfreie Bewertung). Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungskosten einschließlich anteiliger Gemeinkostenzuschläge. Verwaltungs- und Vertriebskosten sowie Zinsaufwendungen wurden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Erhaltene Anzahlungen wurden analog zum Vorjahr aktivisch unter dem Posten Vorräte ausgewiesen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag ausgewiesen. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gebildet. Die Pauschalwertberichtigung wurde für jedes einbezogene Unternehmen individuell ermittelt. Die Pauschalwertberichtigung berücksichtigt durchschnittliche Ausfallrisiken, Zinsverluste bis zum Zahlungseingang sowie erwartete Beitreibungskosten. Einzelwertberichtigungen erfolgten durch Einzelbeurteilung der überfälligen Positionen sowie unter Berücksichtigung von Kundenabzügen, die zum Bilanzstichtag noch nicht gutgeschrieben waren. Die übrigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert, gegebenenfalls zum niedrigeren beizulegenden Wert, angesetzt. Die liquiden Mittel und die geleisteten Anzahlungen im Anlage- und Umlaufvermögen werden mit dem Nennwert bewertet. Für bereits vor dem Bilanzstichtag geleistete Zahlungen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, wurde ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Abweichend von den im Einzelabschluss des Mutterunternehmens angewandten Bilanzierungsansätzen werden im Konzernabschluss aktive latente Steuern gem. § 274 HGB berücksichtigt. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt für deutsche Personengesellschaften mit einem Steuersatz von 11,90% (Gewerbesteuer), für die polnische Betriebsstätte mit dem Steuersatz der polnischen Ertragsteuer von 19%. Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt und mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Preis- und Kostensteigerungen wurden bei längerfristigen Rückstellungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Bewertungseinheiten Schwebende Geschäfte und erwartete Transaktionen betreffen hauptsächlich zum Bilanzstichtag bestehende Vereinbarungen über Rohstoffeinkäufe und mit hoher Wahrscheinlichkeit zufließende Umsatzerlöse aus Kundenaufträgen für einen Zeitraum von 15 Monaten. Aus den Einkaufsvereinbarungen ergeben sich auf Grund schwankender Rohstoffpreise Einkaufsrisiken, die sich auf Grund gleichlautender Preisvereinbarungen mit einzelnen Kunden aufheben. Soweit den Rahmenvereinbarungen konkret erwartete Kundenaufträge gegenüberstehen, wurden Rahmenvereinbarung und Kundenauftrag in Bewertungseinheiten zusammengefasst. Zum Bilanzstichtag betraf dies Rahmenvereinbarungen mit einem Volumen von 23,9 Mio. EUR, die zusammen mit den erwarteten Umsatzerlösen in Micro- bzw. Portfolio-Bewertungseinheiten zusammengefasst wurden (Einfrierungsmethode). Die Effektivität wurde prospektiv mit Hilfe der Critical-Terms-Match-Methode beurteilt. Retrospektiv wurde beurteilt, inwieweit die der Bildung der Bewertungseinheit zu Grunde liegende Annahme zur Verwendung der Materialeinkäufe in der Vergangenheit tatsächlich wie geplant umgesetzt wurde. H. Angaben zur Konzernbilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel (Konzernanlagenspiegel). Dieser ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs. Es bestehen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr EUR 6.786.519,05). Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten antizipative Forderungen aus im Folgejahr abziehbaren Vorsteuerbeträgen in Höhe von EUR 480.370,30 (Vorjahr: 130.226,41 EUR). Es werden Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Diese betreffen eine Forderung gegen die LEIBER Immobilien GmbH & Co KG. Die Gesellschaftsanteile wurden mit Wirkung auf den 31.12.2022 mit Veräußerungsabsicht erworben. Die Gesellschaft wird gem. §296 I Nr. 3 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die Gesellschaft macht im Konzernabschluss vom Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern nach § 274 II HGB Gebrauch. Die Berücksichtigung latenter Steuern erfolgt für temporäre und quasi-permanente Differenzen. Im laufenden Wirtschaftsjahr wurden aktive latente Steuern nach § 274 II HGB in Höhe von saldiert 1.026 TEUR Inland aktiviert. Für aktive und passive latente Steuern (§ 274 HGB, § 306 HGB) erfolgt ein saldierter Ausweis.
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 583 TEUR sind durch Sicherungsübereignung diverser Maschinen besichert. Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen Eigentumsvorbehalte in nicht einzeln ermitteltem Umfang. Steuerverbindlichkeiten bestehen in Höhe von 990.467,75 EUR (Vorjahr 592.685,13 EUR). In Höhe von 426.529,77 EUR (Vorjahr 402.426,78 EUR) bestehen Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern der LEIBER Group GmbH & Co. KG. I. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse werden mit 74.481 TEUR (49,9%) in Deutschland und mit 74.639 TEUR (50,1%) in sonstigen Ländern erzielt. Das Ergebnis verarbeitet folgende außergewöhnlichen Ergebniseinflüsse:
Das periodenfremde Ergebnis setzt sich wie folgt zusammen (zum Teil in den außergewöhnlichen Aufwendungen und Erträgen enthalten):
Die sonstigen periodenfremden Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Stromsteuererstattung sowie Erträge aus verjährten Kundenguthaben. Die periodenfremden Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen aus nachlaufenden Rechnungen. In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind Beträge in Höhe von 64.892,84 EUR (Vorjahr 54.672,94 EUR) für Altersversorgung enthalten. Die sonstigen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung gem. § 277 Abs. 5 S.2 HGB in Höhe von 916.029,10 EUR (Vorjahr 490.595,54 EUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung gem. § 277 Abs. 5 S.2 HGB in Höhe von 1.027.169,60 EUR (Vorjahr 789.981,35 EUR). In den Zinsaufwendungen sind Abzinsungsbeträge für die Jubiläumsrückstellung in Höhe von 5.700,00 EUR (Vorjahr 6.669,00 EUR) enthalten. J. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Es bestehen Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverträgen in Höhe von insgesamt 611.958,00 EUR zu Gunsten eines verbundenen Unternehmens. Weiterhin bestehen Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverträgen für fremde Leistungen in nicht einzeln ermitteltem Umfang. Mit einer Inanspruchnahme ist aktuell nicht zu rechnen. Es bestehen Haftungsverhältnisse in Form von Grundschulden zu Gunsten Dritter. Diese wurden in Höhe von 300.000 EUR eingetragen. Aktuell ist nicht mit einer Inanspruchnahme zu rechnen. Der Konzern haftet für eine mögliche Inanspruchnahme aktueller Gesellschaftsorgane auf Grundlage einer aktuell nicht abgeschlossenen behördlichen Untersuchung. Die Haftungsverpflichtung ergibt sich auf Grundlage einer schuldrechtlichen Freistellungs- und Übernahmeerklärung zu Gunsten dieses Geschäftsorganes. Die Haftungsverpflichtung umfasst insbesondere ein eventuelles Bußgeld inklusive Zinsen, anfallende Rechts- und Verteidigungskosten, etwaige Ansprüche Dritter sowie die sich ggf. ergebende lohnsteuerliche Belastungen. Soweit mit einer Inanspruchnahme zu rechnen ist, wurden entsprechende Beträge in den Rückstellungen verarbeitet. Eine darüber hinausgehende weitere Belastung ist nach aktueller Einschätzung nicht ersichtlich. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergibt sich wie folgt:
Im Bestellobligo sind Aluminium-Rahmenverträge enthalten, die zur Absicherung von Preisschwankungen dienen und die rechtzeitige Belieferung gewährleisten sollen. Mit notariell beurkundetem Kaufvertrag vom 25.01.2018 hat die Mutterunternehmen Grundstücke erworben. Die Übergabe ist zum 31.03.2023 festgelegt. Die finanzielle Verpflichtung aus diesem Kaufvertrag beträgt 271.666,66 EUR. Mitarbeiter Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich beschäftigt:
Komplementärin Persönlich haftende Gesellschafterin der LEIBER Group GmbH & Co. KG ist die LEIBER Group Verwaltungs-GmbH, Emmingen-Liptingen, mit einem gezeichneten Kapital in Höhe von 27.000,00 EUR. Geschäftsführung und Prokura Die Geschäftsführung der Gesellschaft wird durch die persönlich haftende Gesellschafterin (LEIBER Group Verwaltungs GmbH, Emmingen-Liptingen) wahrgenommen. Diese wird durch ihre Geschäftsführer vertreten:
Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen. Die Angabe der Bezüge nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB der Geschäftsführung unterbleibt nach §§ 286 Abs. 4, 314 Abs. 3 HGB. Beirat Die Gesellschaft hat einen Beirat, bestehend aus
Die Bezüge für die Tätigkeiten des Beirats betrugen im Geschäftsjahr 2022 93.000,00 EUR (Vj. 93.000,00 EUR). Befreiung von der Offenlegung des Einzelabschlusses des Mutterunternehmens Das Mutterunternehmen LEIBER Group GmbH & Co. KG, Emmingen-Liptingen, ist für den Einzelabschluss gemäß § 264 b HGB von der Verpflichtung zur Offenlegung des Einzelabschlusses befreit. Befreiender Konzernabschluss § 264 Abs. 3 HGB Die LEIBER Poland GmbH, Emmingen-Liptingen/Deutschland, (HRB 771378, Amtsgericht Stuttgart) wird als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. Für die Gesellschaft sind die Voraussetzungen § 264 Abs. 3 HGB erfüllt. Die LEIBER Poland GmbH macht vom Wahlrecht § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch. Honorar des Konzernabschlussprüfers Das im Geschäftsjahr 2022 als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses setzt sich wie folgt zusammen:
Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung berücksichtigt als Finanzmittelfonds den Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten (in Summe 3.071 TEUR). Kurzfristig fällige Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 10.800 werden ebenfalls dem Finanzmittelfonds zugerechnet. Die sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen/Erträge betreffen im Wesentlichen Veränderungen latenter Steuern und aktiver Rechnungsabgrenzungsposten. Die wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds (-4 TEUR), betrifft die Währungsumrechnung der Tochtergesellschaft LEIBER Poland GmbH. Konzerneigenkapitalspiegel Auf Grund der durch den Gesellschaftsvertrag des Mutterunternehmens geregelten vollständigen Gewinnverwendung steht die Gewinnrücklage nicht für Ausschüttungen an die Gesellschafter zur Verfügung. Die Gewinnrücklage unterliegt in Höhe von EUR 8.941.658,37 einer gesellschaftsvertraglichen Ausschüttungssperre. Daneben besteht auf Grund der Aktivierung latenter Steuern eine Ausschüttungssperre in Höhe von EUR 1.025.853,83. Ergebnisverwendung Die Ergebnisverwendung des Mutterunternehmens erfolgt entsprechend der Regelungen des Gesellschaftsvertrags. Entsprechend dieser Regelungen wird ein Teilbetrag des Jahresergebnisses in Höhe von EUR 1.757.061,22 den Gesellschafterkonten bzw. Sonstigen Verbindlichkeiten gutgeschrieben. Im Übrigen erfolgt eine Verrechnung mit den Rücklagen It. Gesellschaftsvertrag. Im Konzernabschluss erfolgt die Darstellung der Ergebnisverwendung entsprechend der Regelung in DRS 22.24. Danach werden Ergebnisanteile des Konzerns, die das Ergebnis des Mutterunternehmens übersteigen, jährlich in der Gewinnrücklage ausgewiesen. Das Jahresergebnis lässt sich zum Bilanzgewinn wie folgt weiterentwickeln:
J. Nachtragsbericht Der zum 31.12.2022 bestehende Konsortialkreditvertrag wurde Mitte März 2023 durch eine neue Vereinbarung ersetzt. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 4 Jahren und deckt den laut Planung bestehenden Liquiditätsbedarf im Konzern vollständig.
Emmingen-Liptingen, den 29. März 2023 Dr. Rolf Leiber, Geschäftsführender Gesellschafter Entwicklung des Konzernanlagenspiegels im Geschäftsjahr 2022
Konzern-Kapitalflussrechnung 01.01.2022 bis 31.12.2022
Konzerneigenkapitalspiegel entsprechend DRS 22
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die LEIBER Group GmbH & Co. KG, Emmingen-Liptingen, Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der LEIBER Group GmbH & Co. KG, Emmingen-Liptingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung sowie dem Konzernanhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der LEIBER Group GmbH & Co. KG, Emmingen-Liptingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter des Mutterunternehmens für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter des Mutterunternehmens sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter des Mutterunternehmens verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter des Mutterunternehmens dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter des Mutterunternehmens verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter des Mutterunternehmens verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung der Rechnungslegungsprozesse der Gesellschaften zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Villingen-Schwenningen, den 30. März 2023 LFK
WPG mbH
Lars Holle, Wirtschaftsprüfer Klaus Huber, Wirtschaftsprüfer |
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