Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 95267
Eingetragen
26.10.2021
Branche
Herstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Maschinen für die Textil- und Bekleidungsherstellung und die Lederverarbeitung
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Maschinen sowie Systemen einschließlich Software für die Schrott- und Metallverarbeitung, einschließlich Recycling- und Verwertungsanlagen, sowie alle damit verbundenen Geschäftstätitgkeiten, einschließlich, aber nicht beschränkt auf die Erbringung von Beratungs-, Ingenieur-, Wartungs- und anderen Dienstleistungen sowie Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marie-Anne Dessaignes
seit 3.12.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Joachim Gräf
seit 10.4.2024
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
AB AURGELMIRSWE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
AB AURGELMIR
Sweden
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lindemann Germany GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

INHALTSVERZEICHNIS

Bestätigungsvermerk

1. Bilanz zum 31. Dezember 2023

2. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

3. Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

4. Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Lindemann Germany GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Lindemann Germany GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lindemann Germany GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis um 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 12. Februar 2025

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Alexander Karthaus, Wirtschaftsprüfer

Angelika Dobslaw, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2023

(Vorjahr zum Vergleich)

Aktiva

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 19.517.086,42 15.952.570,59
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.366.678,95 461.265,81
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 189.304,40 426.559,06
21.073.069,77 16.840.395.46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.842,90 23.235,69
2. Technische Anlagen und Maschinen 529.198,13 514.013,50
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 375.682,64 351.513,46
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 24.326,03
950.049,70 888.762,65
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.047.574,18 9.047.574,18
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 50.000,00 50.000,00
9.097.574,18 9.097.574,18
31.120.693,65 26.826.732.29
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe 13.375,59 5.204,73
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.724.886,86 5.287.202,04
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 11.969.429,04 9.557.356,00
4. Geleistete Anzahlungen 2.643.983,80 2.426.586,16
16.351.675,29 17.276.348,93
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstande
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.864.661,56 21.068.164,88
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.536.142,27 2.636.662,15
3. Sonstige Vermögensgegenstände 7.210.925,72 12.166.032,53
24.611.729,55 35.870.859,56
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 7.022.204,81 3.250.770,98
47.985.609,65 56.397.979,47
326.949,85 736.820,31
C. Rechnungsabgrenzungsposten 79.433.253,15 83.961.532,07

Passiva

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 40.600.000,00 40.600.000,00
III. Gewinnvortrag 1.526.792,59 0,00
IV. Jahresüberschuss 1.165.296,86 1.526.792,59
43.317.089,45 42.151.792,59
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 109.043,91 33.234,99
2. Steuerrückstellungen 848.318,00 496.566,00
3. Sonstige Rückstellungen 5.727.006,40 5.652.422,21
6.684.368,31 6.182.223,20
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.800.286,85 4.300.286,85
2. Erhaltene Anzahlungen 14.012.037,42 17.701.918,14
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.052.998,44 12.699.730,88
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 270.513,98
5. Sonstige Verbindlichkeiten 566.472,68 655.066,43
29.431.795,39 35.627.516,28
79.433.253,15 83.961.532,07

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

(Vorjahr zum Vergleich)

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 89.216.872,44 61.700.335,93
2. Bestandsverminderung -1.142.071,28 0,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 351.693,21 1.399.596,86
davon Erträge aus der Währungsumrechnung Euro 9.537,26 (i.Vj. Euro 49.288,31)
88.426.494,37 63.099.932,79
4 Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -50.335.391,31 -34.299.164,01
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -3.783.210,05 -3.443.304,98
-54.118.601,36 -37.742.468,99
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -11.427.789,04 -9.352.215,56
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.561.313,60 -1.740.626,14
davon für Altersversorgung Euro 92.688,92 (i.Vj. Euro 8.812,32)
-13.989.102,64 -11.092.841,70
6. Abschreibungen
- auf immaterielle Vermögensgegenstände und des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.131.502,97 -2.072.676,28
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -14.960.749,90 -9.760.451,86
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung Euro 105.832,64 (i.Vj. Euro 74.957,20)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 80.120,21 430,56
davon aus verbundenen Unternehmen Euro 80.120,21 (i.Vj. Euro 430,56)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -608.771,90 -250.131,93
davon an verbundene Unternehmen Euro 0,00 (i.Vj. Euro 4.098,66)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -532.588,95 -655.000,00
11. Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss 1.165.296,86 1.526.792,59

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

(1) Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242ff. und §264ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Lindemann Germany GmbH ist zum 31.12.2023 ein Unternehmen der schwedischen AB Aurgelmir, Stockholm/Schweden. Nach der Gründung der Lindemann Germany GmbH am 26.10.2021, folgte am 31.01.2022 der Verkauf des Geschäftsbereiches Metal Recycling von der Metso Outotec Germany GmbH an die Lindemann Germany GmbH im Rahmen eines Business Transfers. Bis zum 31.05.2022 war die Lindemann Germany GmbH ein Unternehmen der finnischen Metso Outotec Oyj, Helsinki/ Finnland. Am 01.06.2022 wechselte der Gesellschafter von der Metso Outotec Finland Oy, Helsinki/ Finnland auf die AB Aurgelmir, Schweden.

Lindemann konzipiert, entwickelt und produziert erstklassige Maschinen und Anlagen sowie Originalersatzteile im Premiumsegment. Die Firma beliefert Kunden aus der schrott- und metallverarbeitenden Industrie, aus der schrottproduzierenden Industrie, der Automobilindustrie sowie Gießereien und Stahlwerke.

Die Lindemann Germany GmbH mit Hauptsitz in Düsseldorf stellt die Muttergesellschaft dar und ist weltweit an 20 Standorten mit Tochtergesellschaften, Niederlassungen und unabhängigen Verkaufspartnern vertreten. Dabei bietet die Gesellschaft die gesamte Wertschöpfungskette des Metallrecyclings bis hin zur Separierung, Sortierung und Entstaubung an.

Die Gesellschaft unterhält derzeit folgende Niederlassungen:

Lindemann Germany GmbH, Zweigniederlassung Österreich (Österreich)

Lindemann Germany GmbH, Czech Republic Branch, odštěpný závod (Tschechische Republik)

Lindemann Germany GmbH, succursale française (Frankreich)

Lindemann Germany GmbH, Sucursal en España (Spanien)

Lindemann Germany GmbH, filial Sweden (Schweden)

Lindemann Germany GmbH, Middle East (Vereinigte Arabische Emirate)

Lindemann Germany GmbH, UK Branch (Vereinigtes Königreich)

Die Gesellschaft unterhält im Weiteren folgende Tochtergesellschaften:

Lindemann BeNeLux B.V. (Niederlande)

Lindemann Brasil Ltda. (Brasilien)

Lindemann Japan Co., Ltd. (Japan)

Texas Shredder - Lindemann USA, Inc. (Vereinigte Staaten von Amerika)

Tochtergesellschaft Land Anteilsbesitz Σ Eigenkapital 31.12.2023 Jahresüberschuss /-fehlbetrag Währ.
[in lokaler Währung]
Lindemann Brasil Ltda. BR 100% 7.657.152,34 109.117,92 BRL
Lindemann Japan Co., Ltd. JP 100% 515.120.500,00 97.715.779,00 JPY
Texas Shredder - Lindemann USA, Inc. US 100% 8.159.687,45 565.157,74 USD
Lindemann BeNeLux B.V. (Ergebnis 2021) NL 100% 36.401,00 24.885,00 EUR
Tochtergesellschaft Land Anteilsbesitz Σ Eigenkapital 31.12.2023 Jahresüberschuss/-fehlbetrag Währ.
[in Euro]
Lindemann Brasil Ltda. BR 100% 1.428.093,61 20.350,99 EUR
Lindemann Japan Co., Ltd. JP 100% 3.295.084,12 625.060,95 EUR
Texas Shredder - Lindemann USA, Inc. US 100% 7.384.332,53 511.454,97 EUR
Lindemann BeNeLux B.V. (Ergebnis 2021) NL 100% 36.401,00 24.885,00 EUR

(2) Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Lindemann Germany GmbH mit Sitz in 40235 Düsseldorf, Grafenberger Allee 337a, im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter der Nummer HRB 95267 eingetragen.

(3) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt.

Der Jahresabschluss ist nach den folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt worden:

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Gegenstände nach der linearen Methode vorgenommen und erfolgen pro rata temporis. Die Nutzungsdauern betragen in der Regel zwischen 1 und 15 Jahren.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Gegenstände nach der linearen Methode vorgenommen und erfolgen pro rata temporis. Die Nutzungsdauern betragen in der Regel zwischen 1 und 20 Jahren.

Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu € 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Unter den Finanzanlagen werden Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten bewertet.

Erworbene Firmenwerte werden über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben (§ 253 Abs. 3 Satz 4 HGB)

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Unterschiedsbeträge zu einer Bewertung zum Börsenkurs oder dem Marktpreis am Bilanzstichtag sind im Rahmen der Erläuterungen der Vorräte dargelegt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten sowohl Fertigungs- und Materialgemeinkosten als auch angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungskosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Für Wertminderung wegen Ungängigkeit und mangelnder Brauchbarkeit sowie zur Berücksichtigung von Verlusten in Aufträgen erfolgen Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Bei der Berechnung der Herstellungskosten wird Normalauslastung unterstellt; Leerkosten wurden eliminiert. Fremdkapitalzinsen sind grundsätzlich nicht aktiviert worden. Allen etwaigen Risiken der Lagerhaltung wird Rechnung getragen.

Waren werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Gängigkeits- bzw. Marktrisiken werden teilweise mittels pauschalierter Verfahren berücksichtigt. Bei der Bewertung der Waren zum Stichtag wurde das handelsrechtlich vorgeschriebene Niederstwertprinzip beachtet.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die erhaltenen Anzahlungen werden zur Verbesserung des Einblicks in die Vermögens- und Finanzlage offen von den Vorräten abgesetzt und sind zum Nennwert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt und sind kurzfristig. Erkennbare Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Forderungen in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag bewertet. Es wurden keine Pauschalwertberichtigungen gebildet.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt; Fremdwährungsguthaben werden zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag auf EUR umgerechnet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Stichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Für Garantiefälle werden für den Bereich Maschinen 2,4 % der Herstellkosten vom Umsatz pauschal zurückgestellt. Darüber hinaus erfolgen zusätzliche individuelle Rückstellungen für den Bereich der Ersatzteile und für höhere erkennbare Risiken.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % und Rentensteigerungen von jährlich 2,0 %, zugrunde gelegt, sowie eine alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationsrate zwischen 0,0 % und 8,0 % unterstellt.

Gemäß § 253 Abs. 2 und 6 HGB ist die Pensionsrückstellung ab dem Geschäftsjahr 2017 mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 10 Geschäftsjahre zu berechnen.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB in Form der Differenz zwischen der bilanzierten Pensionsrückstellung berechnet mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz beträgt zum 31. Dezember 2023 Euro 119.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Sie erfassen die Erfüllungsrückstände aus der Beschäftigungsphase und auf der Grundlage abgeschlossener Verträge die vollen Aufstockungsbeträge für die gesamte Vertragslaufzeit. Die Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgte unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,74 % p.a., einem Gehaltstrend von 2,5 % sowie einer Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von 2,5 %.

Die Bewertung der Jubiläumsrückstellung erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,74 % p.a., einem Gehaltstrend von 2,5 % sowie einer Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von 2,5 %.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Die kurzfristigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs zum Stichtag umgerechnet. Sämtliche Verbindlichkeiten sind als kurzfristig anzusehen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlusstag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

(4) Bilanzerläuterungen

(a) Anlagevermögen

Im Dezember 2024 einigten sich Lindemann Germany GmbH, Mimir Invest und Metso OY auf eine Vergleichszahlung in Höhe von 237.742,50 Euro an die Lindemann Germany GmbH, mit der jegliche Forderungen und Verbindlichkeiten in Bezug auf die Geschäfte zwischen den Gesellschaften abgegolten sind. Diese Vergleichsvereinbarung wurde im Wesentlichen im Geschäftsjahr 2023 berücksichtigt und führte zu einer nachträglichen Erhöhung der Geschäfts- und Firmenwerte um T€ 6.396.

Die Zusammensetzung des Anlagevermögens im Einzelnen geht aus der Anlage zum Anhang hervor.

(b) Erhaltene und geleistete Anzahlungen

In den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind erhaltene Anzahlungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.102 (Vorjahr T€ 202) enthalten. Die geleisteten Anzahlungen enthalten keine Anzahlungen an verbundene Unternehmen.

(c) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen wurden entsprechend dem Ausfallrisiko einzelwertberichtigt.

(d) Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr betragen T€ 3.069 (Vorjahr T€ 1.444). Des Weiteren bestehen sonstige Forderungen in Höhe von T€ 1.311 (Vorjahr T€ 1.193), die aus dem Transfer Pricing resultieren.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

(e) Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten die liquide Hinterlegung in Höhe von T€ 5.030 (Vorjahr T€ 8.162) für an Kunden ausgelegte Avale.

(f) Rückstellungen

Die Rückstellungen bestehen zum Stichtag aus rückstellungspflichtigen Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 99 (Vorjahr T€ 23), Restrukturierungsrückstellungen T€ 540 (Vorjahr T€ 62) und weiteren personalbezogenen Rückstellungen T€ 1.243 (Vorjahr T€ 1.542).

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen aufgrund von Garantien/Gewährleistungen T€ 2.655 (Vorjahr T€ 2.412), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen T€ 920 (Vorjahr T€ 1.656), Steuerrückstellungen T€ 848 (Vorjahr T€ 497) und nachlaufende Kosten T€ 351 (Vorjahr T€ 55).

(g) Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr (Vorjahr bis zu einem Jahr) und sind unbesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter betragen T€ 0 (Vorjahr T€ 271).

(5) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(a) Einleitung

Die Lindemann Germany hat am 01.02.2022 seine operative Tätigkeit aufgenommen. Zwischen dem 31.01.2022 und dem 31.05.2022 wurden zudem die Geschäftsanteile der verschiedenen Metso Gesellschaften an die Lindemann Germany GmbH übertragen, die die heutigen Niederlassungen repräsentieren. Das Geschäftsjahr 2022 ist somit nur bedingt mit dem Geschäftsjahr 2023 vergleichbar, da die Lindemann Germany GmbH nicht das gesamte Jahr 2022 operativ tätig war. Dadurch fallen Aufwendungen und Erträge Im Geschäftsjahr 2022 geringer aus.

Zwecks Vergleichbarkeit haben wir die Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2022 aufgrund eines Rumpfgeschäftsjahres auf das gesamte Jahr hochgerechnet.

Gewinn- und Verlustrechnung 2023 2022
(hochgerechnet)
1. Umsatzerlöse 89.216.872,44 67.309.457,38
2. Bestandsverminderung -1.142.071,28 0,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 351.693,21 1.526.832,94
4. Materialaufwand -54.118.601,36 -41.173.602,53
5. Personalaufwand -13.989.102,64 -12.101.281,85
6. Abschreibungen -3.131.502,97 -2.261.101,40
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -14.960.749,85 -10.647.765,67
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 80.120,21 469,70
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -608.771,90 -272.871,20
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -532.588,95 -714.545,45
11. Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss 1.165.296,91 1.665.591,91

(b) Umsatzerlöse

Aufteilung der Umsatzerlöse

Gliederung nach Tätigkeitsbereichen

in T€ 2023 2022
Maschinen 30.825 15.820
Aftermarket (Ersatzteile & Service) 57.070 44.647
Konzernumlagen 1.311 1.193
Verkaufsprovision 11 39
89.217 61.700

Gliederung nach Region

in T€ 2023 2022
Europa 74.890 49.896
Asien 8.267 5.443
Nordamerika 4.307 3.752
Ozeanien 1.291 1.260
Südamerika 223 990
Afrika 239 359
89.217 61.700

(c) Sonstige Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen Erträgen sind im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen T€ 101 (Vorjahr T€ 777) und Wechselkursgewinne T€ 196 (Vorjahr T€ 460) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen T€ 3.168 (Vorjahr T€ 2.389), Reisekosten T€ 1.559 (Vorjahr T€ 894), Aufwendungen für externe Dienstleistungen T€ 2.343 (Vorjahr T€ 1.442), Aufwendungen für Rechtsberatungs-, Beratungs- und Prüfungskosten 1.299 (Vorjahr T€ 918), Aufwendungen aus der Währungsumrechnung T€ 446 (T€ 198), Aufwendungen für IT T€ 2.302 (Vorjahr T€ 1.598), Marketingaufwendungen T€ 939 (Vorjahr T€ 581) sowie Provisionen T€ 205 (Vorjahr T€ 233).

(6) Sonstige Angaben

(a) In Anspruch genommene Avalkredite

Zum Stichtag sind an Avalen T€ 5.035 (Vorjahr T€ 11.114) von Kreditinstituten zugunsten von Kunden ausgelegt. Davon sind T€ 86 (Vorjahr T€ 6.578) auf einem Escrow-Konto hinterlegt, welche die im Namen des ehemaligen Gesellschafters Metso ausgestellten Bürgschaften besichern.

Von den T€ 5.035 (Vorjahr T€ 11.114) sind T€ 5.025 (Vorjahr T€ 5.211) mit 100% und T€ 10 (Vorjahr T€ 5.903) mit 50% liquiden Mitteln hinterlegt. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten somit die liquide Hinterlegung in Höhe von T€ 5.030 (Vorjahr T€ 8.162) für an Kunden ausgelegte Avale.

(b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

2023
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (fällig bis 2028) 5.698

Die Miet- und Leasingverträge betreffen die Dienstfahrzeuge, Lager- und Reparaturhallen für den Service in Reisholz, das Lager in Born (NL) sowie Mietverträge der Lindemann Germany und deren Niederlassungen für die Büroräume.

Bei den Leasingverträgen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge für den Fuhrpark die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Operating Leasing wird im Wesentlichen bei Investitionsgütern angewendet, die vorübergehend genutzt werden. Hierbei ergeben sich außerhalb des üblichen Geschäftsrisikos keine weiteren Risiken. Da kein Eigentumserwerb entsteht, entfallen alle damit verbundenen Risiken durch Wertverluste bei Ausfall des Businessmodells.

Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie Haftungsverhältnissen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

(c) Mitarbeiterzahl

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 141 Mitarbeiter (Vorjahr 125 Mitarbeiter), davon 119 (Vorjahr 105) Angestellte und 22 (Vorjahr 20) gewerbliche Arbeitnehmer. Zum 31. Dezember 2023 wurden insgesamt 150 Mitarbeiter (Vorjahr 124) beschäftigt. Die positive Entwicklung der Belegschaft steht in Verbindung mit den strategischen Wachstumszielen der Gesellschaft. Die Mitarbeiterzahlen setzen sich wie folgt zusammen:

Name Land Anzahl
Lindemann Germany GmbH DE 120
Lindemann Germany GmbH, Zweigniederlassung Österreich AT 6
Lindemann Germany GmbH, Czech Republic Branch, odštěpný závod CZ 4
Lindemann Germany GmbH, succursale française FR 3
Lindemann Germany GmbH, Sucursal en España ES 9
Lindemann Germany GmbH, filial Sweden SE 1
Lindemann Germany GmbH, Middle East UAE 1
Lindemann Germany GmbH, UK Branch UK 6

(d) Geschäftsführung

loannis Giouvanitskas, Neuss (bis 26.11.2023)

Carl Gustaf Göransson, Düsseldorf (seit 10.04.2024)

Martin Hafer, Duisburg

Die Geschäftsführer führen die Funktion des Geschäftsführers hauptberuflich aus.

(e) Geschäftsführerbezüge

Bzgl. der Geschäftsführerbezüge wurde von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht und die Angabe zu den Organbezügen unterlassen, da ansonsten die Bezüge eines Mitglieds dieser Organe festgestellt werden könnten.

(f) Angaben zum Konzernabschluss

Der Konzernabschluss wird für die Lindemann Germany GmbH und den genannten Tochtergesellschaften erstellt. Dieser kann am Sitz der Gesellschaft sowie im Bundesanzeiger eingesehen werden.

(g) Abschlussprüferhonorar

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer betrugen im Geschäftsjahr 2023 T€ 55 (Vorjahr T€ 55).

(h) Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine Ereignisse ergeben, über die zu berichten wäre.

(i) Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Düsseldorf, den 12.02.2025

Carl Gustaf Göransson, Geschäftsführer

Martin Hafer, Geschäftsführer

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge lfd. Jahr Abgänge/Umbuchungen lfd. Jahr Stand 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 17.625.930,00 € 6.396.335,33 € - € 24.022.265,33 €
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche 644.100,76 € 1.364.089,04 € - € 2.008.189,80 €
3. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. 426.559,06 € 189.304,40 € -426.559,06 € 189.304,40 €
18.696.589,82 € 7.949.728,77 € - 426.559,06 € 26.219.759,53 €
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.420,09 € - € - € 25.429,09 €
2. Technische Anlagen und Maschinen 622.087,37 € 158.574,87 € - € 780.662,24 €
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 457.728,11 € 155.962,28 € - € 613.690,39 €
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - € 24.326,03 € - € 24.326,03 €
1.105.244,57 € 338.863,18 € - € 1.444.107,75 €
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.047.574,18 € - € - € 9.047.574,18 €
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 50.000,00 € - € - € 50.000,00 €
9.097.574,18 € - € - € 9.097.574,18 €
28.899.408,57 € 8.288.591,95 € -426.559,06 € 36.761.441,46 €
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Abgänge/Zugänge lfd. Jahr Abgänge/Umbuchungen lfd. Jahr Stand 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1.673.359,41 € 2.395.281,25 € 436.538,25 € 4.505.178,91 €
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche 182.834,95 € 458.675,90 € - € 641.510,85 €
3. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. - € - € - € - €
1.856.194,36 € 2.853.957,15 € 436.538,25 € 5.146.689,76 €
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.193,40 € 2.392,79 € - € 4.586,19 €
2. Technische Anlagen und Maschinen 108.073,87 € 143.390,24 € - € 251.464,11 €
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 106.214,65 € 131.793,10 € - € 238.007,75 €
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - € - € - € - €
216.481,92 € 277.576,13 € - € 494.058,05 €
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen - € - € - € - €
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - € - € - € - €
- € - € - € - €
2.072.676,28 € 3.131.533,28 € 436.538,25 € 5.640.747,81 €
Anlage zum Anlagespiegel
Buchwerte 31.12.2022 Buchwerte 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 15.951.570,59 € 19.517.886,42 €
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche 461.265,81 € 1.366.678,95 €
3. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. 426.559,06 € 189.304,40 €
16.840.395,46 € 21.073.069,77 €
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.235,69 € 20.842,90 €
2. Technische Anlagen und Maschinen 514.013,50 € 529.198,13 €
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 351.513,46 € 375.682,64 €
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - € 24.326,03 €
888.762,65 € 950.049,70 €
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.047.574,18 € 9.047.574,18 €
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 50.000,00 € 50.000,00 €
9.097.574,18 € 9.097.574,18 €
26.826.732,29 € 31.120.693,65 €

Lagebericht 2023

A. Grundlagen der Gesellschaft

Die Lindemann Germany GmbH ist zum 31.12.2023 ein Unternehmen der schwedischen AB Aurgelmir, Stockholm/Schweden. Nach der Gründung der Lindemann Germany GmbH am 26.10.2021, folgte am 31.01.2022 der Verkauf des Geschäftsbereiches Metal Recycling von der Metso Outotec Germany GmbH an die Lindemann Germany GmbH im Rahmen eines Business Transfers. Bis zum 31.05.2022 war die Lindemann Germany GmbH ein Unternehmen der finnischen Metso Outotec Oyj, Helsinki/ Finnland. Am 01.06.2022 wechselte der Gesellschafter von der Metso Outotec Finland Oy, Helsinki/ Finnland auf die AB Aurgelmir, Schweden.

Lindemann konzipiert, entwickelt und produziert Maschinen und Anlagen sowie Originalersatzteile im Premiumsegment. Die Firma beliefert Kunden aus der schrott- und metallverarbeitenden Industrie, aus der schrottproduzierenden Industrie, der Automobilindustrie sowie Gießereien und Stahlwerke.

Die Lindemann Germany GmbH mit Hauptsitz in Düsseldorf stellt die Muttergesellschaft dar und ist weltweit an 20 Standorten mit Tochtergesellschaften, Niederlassungen und unabhängigen Verkaufspartnern vertreten. Dabei bietet die Gesellschaft die gesamte Wertschöpfungskette des Metallrecyclings bis hin zur Separierung, Sortierung und Entstaubung an.

Die Gesellschaft unterhält derzeit folgende Niederlassungen:

Lindemann Germany GmbH, Zweigniederlassung Österreich (Österreich)

Lindemann Germany GmbH, Czech Republic Branch, odštěpný závod (Tschechische Republik)

Lindemann Germany GmbH, succursale française (Frankreich)

Lindemann Germany GmbH, Sucursal en España (Spanien)

Lindemann Germany GmbH, filial Sweden (Schweden)

Lindemann Germany GmbH, Middle East (Vereinigte Arabische Emirate)

Lindemann Germany GmbH, UK Branch (Vereinigtes Königreich)

Die Gesellschaft unterhält im Weiteren folgende Tochtergesellschaften:

Lindemann BeNeLux B.V. (Niederlande)

Lindemann Brasil Ltda. (Brasilien)

Lindemann Japan Co., Ltd. (Japan)

Texas Shredder - Lindemann USA, Inc. (Vereinigte Staaten von Amerika)

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft verzeichnete im Jahr 2023 mit 3,3 % (Vj: 3,5 %) ein positives Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP). 1 Das preisbereinigte BIP in Deutschland sank insgesamt um -0,3% gegenüber dem Vorjahr und resultiert aus dem von Unsicherheiten geprägten Umfeld sowie ungünstigen Finanzierungsbedingungen in Folge der gestiegenen Zinsen. Das verarbeitende Gewerbe war preisbereinigt mit -0,4% ebenfalls rückläufig. 2

Die Preisentwicklung der Stahlschrottmarktes zeigte im Jahr 2023 eine geringere Volatilität als im von Unsicherheiten geprägten Vorjahr. Der Jahresdurchschnittspreis der für die Lindemann im Wesentlichen relevanten Sorte "Shredderschrotte E4" war rund 12% geringer gegenüber dem Vorjahr. Im Jahresverlauf hatte der April die höchsten durchschnittlichen Schrottpreise, welche dann bis zum Spätsommer sanken und sich anschließend zum Jahresende positiv bis knapp unter dem Niveau des Jahresbeginns entwickelten. Grundsätzlich war auf dem Schrottmarkt eine Unsicherheit zu spüren, welche aus Unsicherheiten im Fertigstahlsektor resultierte. Weltweit stagnierte die Rohstahlproduktion mit einem Zuwachs von 0,1% nahezu auf Vorjahres-Niveau. 3

In Bezug auf die Kreislaufwirtschaft hat die Europäische Kommission eine Reihe von Initiativen gestartet, die die allgemeinen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen beeinflussen und dazu führen, dass Unternehmen sich frühzeitig mit deren Umsetzung befassen müssen. Eine dieser Initiativen fällt unter den Begriff "Green Steel", die auf die Dekarbonisierung bzw. die Verringerung von Kohlendioxidemissionen in der Stahlproduktion abzielt. Die Verwendung von Stahlschrott in der Stahlerzeugung ist hier ein wesentlicher Aspekt zur Reduzierung der CO 2 -Emissionen. 4

1 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/197039/umfrage/veraenderung-des-weltweiten-bruttoinlandsprodukts/
2 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html
3 https://www.bvse.de/dateien2020/2-PDF/06-Publikationen/00-Schrottmarktinfo/2024/059_Schrottmarktr%C3%BCckblick 2023.pdf
4 https://www.eurofer.eu/assets/publications/reports-or-studies/annual-report-2023/FINAL_EUROFER_Annual-Report_2023.pdf

2. Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 141 Mitarbeiter (Vorjahr 125 Mitarbeiter). Zum 31. Dezember 2023 wurden insgesamt 150 Mitarbeiter (Vorjahr 124) beschäftigt. Die positive Entwicklung der Belegschaft steht in Verbindung mit den strategischen Wachstumszielen der Gesellschaft. Die Mitarbeiterzahlen setzen sich wie folgt zusammen:

Name Land Anzahl
Lindemann Germany GmbH DE 120
Lindemann Germany GmbH, Zweigniederlassung Österreich AT 6
Lindemann Germany GmbH, Czech Republic Branch, odštěpný závod CZ 4
Lindemann Germany GmbH, succursale française FR 3
Lindemann Germany GmbH, Sucursal en España ES 9
Lindemann Germany GmbH, filial Sweden SE 1
Lindemann Germany GmbH, Middle East UAE 1
Lindemann Germany GmbH, UK Branch UK 6

Für einen langfristigen Erfolg auf dem Markt sind die Kompetenzen der Mitarbeiter von entscheidender Bedeutung. Es wird großen Wert auf die Personalentwicklung als zentraler Bestandteil der Personalstrategie gelegt. Regelmäßige Mitarbeitergespräche und -befragungen bilden die Grundlage für gezielte Entwicklungsmaßnahmen. Im Jahr 2023 haben sich unsere Mitarbeiter sowohl in fachlichen Kompetenzen als auch in Führungs- und Kommunikationskompetenzen durch verschiedene Möglichkeiten der Weiterbildung bei deren beruflichen Weiterentwicklung weiterentwickelt.

Es ist ein langfristiges Ziel, dass jeder einzelne Mitarbeiter optimal gefördert wird und bei der Einbringung seiner Fähigkeiten und Vorstellungen optimal unterstützt wird.

3. Lage der Gesellschaft

3.1 Geschäftsverlauf

Die Lindemann Germany hat am 01.02.2022 seine operative Tätigkeit aufgenommen. Zwischen dem 31.01.2022 und dem 31.05.2022 wurden zudem die Geschäftsanteile der verschiedenen Metso Gesellschaften an die Lindemann Germany GmbH übertragen, die die heutigen Niederlassungen repräsentieren. Das Geschäftsjahr 2023 ist somit nur bedingt mit dem Geschäftsjahr 2022 vergleichbar, da die Lindemann Germany GmbH nicht das gesamte Jahr 2022 operativ tätig war und somit Aufwendungen und Erträge entsprechend geringer ausfallen.

Hohe Schrottpreise wirken sich grundsätzlich positiv auf das Service-Geschäft aus. Dies basiert darauf, dass Kunden in Phasen hoher Schrottpreise ihre Maschinen stärker auslasten und dementsprechend ein steigender Bedarf an Ersatz- und Verschleißteilen entsteht. Von der positiven Entwicklung der Schrottpreise im Jahr 2022 konnte die Gesellschaft auch weit bis in das Jahr 2023 profitieren. Das Neumaschinengeschäft ist in Hinblick auf die ungünstigen Finanzierungsbedingungen in Folge hoher Zinsen zufriedenstellend, da große Neuinvestitionen von Kunden aufgrund einer höheren Zinsbelastung grundsätzlich eher zurückgestellt werden. Insgesamt konnten hier Auftragseingänge in Höhe von 21 Millionen Euro erzielt werden. Entgegen den Herausforderungen, die mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einhergehen, konnte Lindemann einen deutlichen Jahresüberschuss i.H.v. T€ 1.165 (Vorjahr T€ 1.527) erzielen. Die Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 entspricht daher unseren Erwartungen.

Eine regelmäßige Kommunikation ist aufgrund der nahtlosen Verbindung von Kunden, Lieferanten und dem Lindemann essenziell, um Entscheidungen effektiv und reaktionsschnell treffen zu können. Um diese zu fördern und um bestehende Partnerschaften zu verfestigen hat Lindemann zu Beginn des Jahres 2023 zum 110-jährigen Bestehen den sogenannten Lindemann Metal Recycling Day 2023 veranstaltet. Hier kamen Kunden, Lieferanten und Branchenvertreter gemeinsam mit dem Unternehmen Lindemann am Produktionsstandort bei der Firma Wilhelm Severt Maschinenbau GmbH in Vreden zusammen.

Im Dezember 2024 einigten sich Lindemann Germany GmbH, Mimir Invest und Metso OY auf eine Vergleichszahlung in Höhe von 237.742,50 Euro an die Lindemann Germany GmbH, mit der jegliche Forderungen und Verbindlichkeiten in Bezug auf die Geschäfte zwischen den Gesellschaften abgegolten sind. Diese Vergleichsvereinbarung wurde im Wesentlichen im Geschäftsjahr 2023 berücksichtigt.

3.2 Ertragslage

Der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 beträgt T€ 89.217 (Vorjahr T€ 61.700). Des Weiteren wurden sonstige betriebliche Erträge i.H.v. T€ 352 (Vorjahr T€ 1.400) erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen und realisierten Kursgewinnen zusammen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern beträgt T€ 2.227 (Vorjahr T€ 2.431) bei einer Umsatzrentabilität von 2,5% (Vorjahr 3,9%). Der Rückgang der Umsatzrentabilität begründet sich dadurch, dass der Anteil der Umsatzerlöse im Bereich Maschinen im Geschäftsjahr 2023 mit 35% höher war als im Geschäftsjahr 2022 (26%) und hier niedrigere Margen als im Aftermarket Segment erzielt werden. Der Jahresüberschuss beläuft sich auf insgesamt T€ 1.165 (Vorjahr T€ 1.527).

3.3 Finanzlage

Die Gesellschaft verfügt zum Jahresende über ein Darlehen i.H.v. M€ 5,8 (Vorjahr M€ 4,3), dessen Zinsbelastung im Jahr 2023 zwischen 8,68% und 10,45% (Vorjahr 6,5% und 7,66%) betrug. Das Eigenkapital stieg durch den im Wirtschaftsjahr 2023 ausgewiesenen Ertrag um M€ 1,2 (Vorjahr M€ 1,5) auf M€ 43,3 (Vorjahr M€ 42,2). Als erste Kapitalzuführung wurde im Jahr 2022 zur Finanzierung der Ausgliederung der Lindemann Germany GmbH die Kapitalrücklage der Gesellschaft auf insgesamt M€ 40,6 erhöht.

Bei einem Eigenkapital von M€ 43,3 (Vorjahr M€ 42,2) und einem Fremdkapital von M€ 36,1 (Vorjahr M€ 41,8) beträgt die Eigenkapitalquote 55% (Vorjahr 50%) und die Fremdkapitalquote 45% (Vorjahr 50%). Der Verschuldungsgrad ist auf 83% gesunken (Vorjahr 99%). Das Fremdkapital setzt sich aus Rückstellungen i.H.v. M€ 6,7 (Vorjahr M€ 6,2) und Verbindlichkeiten i.H.v. M€ 29,4 (Vorjahr M€ 35,6) zusammen.

Zum Jahresende verfügte die Gesellschaft über liquide Mittel i.H.v. M€ 7 (Vorjahr M€ 3,3). Im Berichtsjahr 2023 war die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die jederzeitige Liquidität steht im Fokus der Gesellschaft.

3.4 Vermögenslage

Insgesamt beträgt die Bilanzsumme im Jahr 2023 M€ 79 (Vorjahr M€ 84) bei einer Gesamtkapitalrentabilität von 2,1% (Vorjahr 2,1%).

Das Anlagevermögen beträgt insgesamt M€ 31,1 (Vorjahr M€ 26,8). Im Wesentlichen sind hier Geschäfts- und Firmenwerte i.H.v. M€ 19,5 (Vorjahr M€ 16) enthalten, die aus dem Kauf der ehemaligen Metal Recycling Geschäftseinheiten des Metso Konzerns resultieren. Zudem betragen die Anteile an verbundenen unserer Gesellschaften in Japan, Brasilien und den USA rund M€ 9. Die verbleibende Differenz i.H.v. M€ 2,5 (Vorjahr M€ 1,8) setzt sich aus Sach- und Finanzanlagen und sonstigen immateriellen Vermögensgegenständen zusammen. Die Anlageintensität beträgt insgesamt 39% (Vorjahr 32%), während diese ohne Berücksichtigung von Geschäfts- und Firmenwerten sowie Finanzanlagen nur bei 3% (Vorjahr 2%) liegt. Die Anlagedeckung beträgt 139% (Vorjahr 157%).

Das Umlaufvermögen beträgt insgesamt M€ 48 (Vorjahr M€ 56,4) bei einer Umlaufintensität von 60% (Vorjahr 67%). Dieses setzt sich aus Vorräten i.H.v. M€ 16,3 (Vorjahr M€ 17,3), Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen i.H.v. M€ 24,6 (Vorjahr M€ 35,9) und einem Bankguthaben i.H.v. M€ 7 (Vorjahr M€ 3,3 zusammen.

Die Geschäftsführung schätzt die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Wesentlichen als stabil ein, welche den Erwartungen entsprochen hat.

4. Bericht über nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Ordnungsgemäßes Geschäftsgebaren und integres geschäftliches Handeln sind für uns oberstes Gebot. Als internationales Unternehmen ist Lindemann verpflichtet, zahlreiche Gesetze, Verordnungen und Richtlinien einzuhalten. Unser Verhaltenskodex setzt die Leitplanken für die Führung unserer Geschäfte. Er gilt für alle Mitarbeitenden von Lindemann, unabhängig von ihrer Position, ihren Verantwortlichkeiten und ihrem jeweiligen Standort. Außerdem erwarten wir, dass alle, die mit uns Geschäftsbeziehungen pflegen, diese Prinzipien ebenfalls einhalten und sich in gleicher Weise wie wir zu ordnungsgemäßem Geschäftsgebaren verpflichten.

Eine hohe Kundenzufriedenheit ist die Grundlage für langfristige Partnerschaften und eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit. Um diese zu erreichen ist es unser Ziel stets eine hohe Produkt- und Servicequalität sowie Liefertermintreue zu gewährleisten. Lindemann ist daher nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert. In diesem Zusammenhang ist auch die Auswahl geeigneter Lieferanten von entscheidender Bedeutung. Wesentliche Indikatoren sind hier insbesondere pünktlichere Lieferungen, eine hohe Lieferqualität und Liefertreue. Zudem ist Lindemann zugelassener Wirtschaftsbeteiligter (ZWB). Ziel des ZWB-Status ist es, die gesamte internationale Lieferkette zu sichern, indem sichergestellt wird, dass nur zertifizierte Unternehmen an der Lieferkette beteiligt sind. Die Zertifizierung durch die Zollbehörde folgt der Idee, alle Unternehmen, die grenzüberschreitend tätig sind, zu prüfen. Damit soll sichergestellt werden, dass sie "zuverlässige Teilnehmer" am grenzüberschreitenden Warenverkehr sind.

Recycling spielt eine wichtige Rolle für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Die Beachtung dieser beiden wichtigen Aspekte ist auch die Grundlage für unser eigenes Handeln. Im Rahmen des Umweltmanagements sind wir daher DIN EN ISO 14001 zertifiziert. Die Konstruktion der Maschinen und unternehmerisches Handeln orientieren sich nicht zuletzt aus Gründen des Umweltschutzes an den Anforderungen des Wasserhaushaltsgesetzes. Durch regelmäßige Audits ist Lindemann als Fachbetrieb gemäß Wasserhaushaltsgesetzes überprüft und anerkannt.

Hinsichtlich der Arbeitnehmerbelange haben die Themen Arbeitsschutz, Arbeitssicherheit und Mitarbeiterzufriedenheit eine besondere Priorität. Zur Gewährleistung eines hohen Niveaus hat das Unternehmen interne Verfahren und Richtlinien entwickelt und arbeitet zudem eng mit unabhängigen und externen Partnern zusammen. Entsprechend ist das Arbeitsschutz-Managementsystem zertifizieret und erfüllt die strengen Anforderungen des SCC**. Zur Messung der Mitarbeiterzufriedenheit werden regelmäßig anonymisierte Umfragen durchgeführt. Die letzte fand Anfang des Jahres 2024 statt.

5. Risikomanagement

Im Rahmen des Risikomanagements achtet die Gesellschaft darauf, durch frühzeitige Erkennung, Bewertung und Vorbeugung, Risiken zu beherrschen.

Die Lieferanten werden durch sorgfältiges Überwachen der Beschaffungsmärkte kontinuierlich geprüft. Dieser Evaluierungsprozess soll in Zukunft immer weiter optimiert werden, besonders zur Identifizierung potenzieller Schwachstellen der Lieferanten. Durch diesen Prozess gelingt es, bereits frühzeitig mögliche Störungen in Produktionsprozessen zu erkennen und zu vermeiden.

Die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten sowie Partner und Kunden zu gewährleisten, ist ein wesentlicher Teil der unternehmerischen Verantwortung. Im Verhaltenskodex ist verbindlich festgehalten, dass alle notwendigen Maßnahmen zum Schutz Mitarbeiter und zur Vermeidung arbeitsbedingter Unfälle ergriffen werden. Um den selbst auferlegten hohen Anforderungen im Arbeits- und Gesundheitsschutz gerecht zu werden, besteht das SGA-Managementsystem nach DIN ISO 45001. Um die Wirksamkeit der bestehenden Verfahren und Systeme zu gewährleisten, wird Lindemann von externen Partnern und Aufsichtsbehörden unterstützt, überwacht und auch zertifiziert.

Um Preisänderungsrisiken zu begegnen, implementiert das Unternehmen kalkulierbare Begleitklauseln im Einkaufsbereich. Leistungen werden mit zeitlich begrenzten Preisen oder unter dem Vorbehalt von möglichen Preisänderungen im Einkauf angeboten.

Durch regelmäßige Analysen im Rahmen des Forderungsmanagements werden Ausfallrisiken im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen minimiert. Zusätzlich sorgt eine effiziente Durchführung des Mahnwesens für eine kontinuierliche Überwachung offener Forderungen. Die Entwicklung der Debitorenkonten wird tagesaktuell verfolgt. Drohende Forderungsausfälle werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Pönalisierungen für Lieferungen und Dienstleistungen werden in der Regel an die entsprechenden Vorlieferanten weiterberechnet und sind grundsätzlich begrenzt.

Im Bereich der EDV bestehen Vorsorgemaßnahmen gegen mögliche Ausfälle unseres Servicezentrums und zur Absicherung unserer operativen Systeme. Die eingesetzte Software wird dabei anhand der betriebswirtschaftlichen und gesetzlichen Anforderungen regelmäßig erfüllt.

Es wurden außerdem angemessene Rückstellungen für sämtliche Risiken gebildet. Aktuell sind keine bedeutenden Gerichts-, Schied-, Patentverfahren oder Schadensersatzforderungen anhängig oder angedroht, welche einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Lindemann Germany GmbH haben könnten.

C. Ausblick, Chancen-, Risiko-, und Prognosebericht

1. Ausblick

Der Fokus der Gesellschaft wird sich zunehmend auf die hohe Anzahl der auf dem Markt installierten Lindemann Maschinen und dem damit verbundenen After Market Geschäft richten. Hier besteht ein signifikantes und bisher ungenutztes Potential zur Steigerung des Service-Umsatzes. Durch die Stärkung des Service-Geschäfts wird die Gesellschaft zudem unabhängiger von Kundeninvestitionen in Neumaschinen. Das Service-Geschäft verläuft gegenüber dem Neumaschinengeschäft konstanter und planbarer und bildet damit das Fundament.

Die Auswirkungen internationaler Krisen und gesamtwirtschaftlicher Unsicherheiten, die das Jahr 2023 beeinflusst haben, werden auch die Jahre 2024 bis 2025 beeinträchtigen. 5 Entgegen herausfordernder Rahmenbedingungen strebt die Lindemann Germany GmbH weitere und konstante Umsatzsteigerungen an.

5 https://www.bvse.de/schrott-elektronikgeraete-recycling/pressemitteilungen-schrott/11267-schrottrecyclingwirtschaft-in-schwierigerlage.html

2. Chancen- und Risikobericht

Die Industrie steigt immer weiter auf nachhaltigere Produktionsmethoden um und deshalb ist die Bedeutung von grünem Stahl (Green Steel) besonders hoch. Grüner Stahl bezeichnet dabei u.a. die Verwendung von recyceltem Stahl im Produktionsprozess. Diese Entwicklung der nachhaltigeren Produktion sorgt dafür, dass die nachgefragte Menge an recyceltem Stahl steigt und die bereits hohe Menge von 90 Millionen Tonnen wiederverwertetem Schrott sich in den nächsten Jahren weiter erhöhen wird. 6 Davon profitiert unverkennbar unser Produktportfolio. Hintergrund dieser Entwicklung sind unter anderem Initiativen und regulatorische Eingriffe wie die Verabschiedung des "Fit for 55" Paket der EU. Ziel dieses Pakets ist durch den Einsatz verschiedener Initiativen, wie dem Emissionshandelssystems und dem C02-Grenzausgleichssystem, die Senkung der Treibhausgasemissionen um mindestens 55% bis zum Jahr 2030. 7

Die Einführung neuer Richtlinien zur Reduzierung der Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) verfolgen wir aufmerksam, da dies zu Umrüstungen bei den Anlagen unserer Kunden führen wird. Wir gehen davon aus, dass die Nachhaltigkeitspolitik diese Regulierungen begünstigen kann, wodurch Lindemann seinen Kunden entsprechende Lösungen anbieten wird.

Die Situation der Lieferketten ist ein wichtiges Thema für die Gesellschaft. Besonders durch die letzten Jahre, in denen Zulieferzeiten immer weiter anstiegen 8 , wurde deutlich, wie wichtig gut funktionierende Lieferketten sind. Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie haben nicht nur zu Engpässen bei Rohstoffen, Komponenten und Arbeitskräften geführt, sondern auch zu Engpässen in der Lieferung. Für die kommenden Jahre ist besonders durch die Lieferkettenrichtlinie mit Veränderungen zu rechnen. Es wird erwartet, dass immer mehr Wert auf erneuerbare Energien gelegt wird und dass der Umweltschutz während der gesamten Lieferkette von höchster Priorität ist. 9

Durch den weltweiten Vertrieb von Lindemann Recyclingprodukten steht die zukünftige Entwicklung auch in Abhängigkeit zu globalen Faktoren, insbesondere der Entwicklung des Stahlmarktes, der Ukraine-Krise und regulatorischen Eingriffen, wie die Zollpolitik in den USA.

Steigende Kosten üben Druck auf die Margen und das Gesamtergebnis der Gesellschaft aus, da die Kosten in einem wettbewerbsintensiven Markt in der Regel nicht eins zu eins an den Kunden weitergegeben werden können, ohne die eigene Marktposition zu schwächen. Daher wird auch die Entwicklung auf Seiten der Kunden weiterhin die Preise der Produkte und Dienstleistungen beeinflussen und sich die Wettbewerbsintensität trotz der steigenden Nachfrage nicht vermindern.

Die Gesellschaft wird die weitere wirtschaftliche Entwicklung sehr genau verfolgen. Eine intensive Überprüfung aller Kostenbereiche sowie eine gezielte Verringerung des gebundenen Kapitals werden kontinuierlich und konsequent umgesetzt.

6 https://www.eurofer.eu/assets/publications/reports-or-studies/annual-report-2023/FINAL_EUROFER_Annual-Report_2023.pdf
7 https://www.consilium.europa.eu/de/policies/green-deal/fit-for-55/
8 https://www.bundesbank.de/resource/blob/879636/347444c6356f4fb15a85e9846d655128/mL/2021-11-monatsbericht-data.pdf

9 https://www.bmz.de/de/themen/lieferketten

3. Prognosebericht

Für das Jahr 2024 wird ein positives Ergebnis im mittleren sechsstelligen Bereich erwartet. Im Jahr 2024 stellen wir entgegen dem allgemeinen Rückgang der Auftragseingänge im Maschinen- und Anlagenbau 10 eine deutlich gesteigerte Nachfrage gegenüber den Jahren 2022 und 2023 im Bereich Neumaschinen fest. Das Auftragseingangsvolumen des Geschäftsjahres 2024 übertrifft durch den Gewinn von drei Großprojekten das Volumen des Jahres 2023 um rund ein Drittel. Die Umsätze aus diesen werden voraussichtlich in den Jahren 2025 und 2026 realisiert. Nach der Vorstellung einer neuen Lindemann Maschine im Bereich Scheren erwarten wir auch hier weitere Auftragseingänge. Auch für das Jahr 2025 erwarten wir aufgrund laufender Vertragsverhandlungen und einer stabilen Nachfrage, dass sich diese positive Entwicklung fortsetzt.

Der Auftragseingang im Bereich Reparaturen und Instandhaltungen sowie Ersatz- und Verschleißteile ist im Jahr 2024 leicht gesunken und korreliert mit der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung. Für das Jahr 2025 wird erwartet, dass sich die Auftragseingänge stabilisieren und wieder das Niveau des Jahres 2023 erreicht wird. In den darauffolgenden Jahren werden deutlichere Steigerungen auf Basis strategischer Anpassungen prognostiziert.

10 https://www.vdma.org/viewer/-/v2article/render/111573496

Die weitere Entwicklung ist jedoch auch abhängig von den zuvor genannten Entwicklungen wie Initiativen öffentlicher Institutionen in Bezug auf den Klimaschutz, die Entwicklung der weltweiten Stahlpreise und globalen Ereignissen sowie insbesondere die Zollpolitik in den USA.

 

Düsseldorf, den 12.02.2025

Carl Gustaf Göransson, Geschäftsführer

Martin Hafer, Geschäftsführer

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 12.02.2025.

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