Schoeller - Electronics GmbHLiquidiert
35083 Wetter (Hessen), DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Reinhold Seipp seit 4.7.2016 | Prokura |
Alexander Michael Reus seit 3.3.2016 | Geschäftsführer |
Michael Keuthen seit 20.3.2015 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schoeller-Electronics GmbHWetterJahresabschluss zum 31. Dezember 2013Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013Vorbemerkungen Die Gesellschafter der Schoeller-Electronics GmbH (nachfolgend auch Schoeller) sind die NORD Holding Unternehmensbeteiligungsgesellschaft mbH, Hannover, sowie der Geschäftsführer Wolfgang Winkelmann. I. Grundlagen des Unternehmens1 Geschäftsmodell des Unternehmens Schoeller-Electronics GmbH ist einer der führenden Leiterplattenhersteller in Europa sowie Technologieführer in den Segmenten Hochfrequenz und starrflexiblen Leiterplatten für High-End Anwendungen. Die Spezialisierung liegt dabei in der Fertigung mittlerer Stückzahlen. Die Hauptabsatzbereiche teilen sich auf in die Branchen Medizintechnik, Industrieelektronik, Luftfahrt und Defence, Automotive, Bestücker und Spezialbereiche der Telekommunikation. Die Abnehmer sind OEMs, Geschäftskunden und Bestücker. 2. Forschung und Entwicklung Gegenstand des Kerngeschäftes und damit auch der Entwicklung sind Leiterplatten mit hoher Anzahl von Lagen, Wärmemanagement mit u.a. "Coin"-Technologie, Fine-Line Layout im Zuge der Miniaturisierung, flexible wie starrflexible Applikationen sowie Polyflex Anwendungen. Im Bereich Forschung und Entwicklung wurden im vergangenen Jahr etwa 1,5% vom Umsatz für aktivierte Entwicklungsprojekte aufgewendet. Trotz des schwierigen Geschäftsumfelds werden wir im Folgejahr wieder ähnliche Aktivitäten vorantreiben. Folgende Projekte wurden erfolgreich abgeschlossen:
II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das weltweite Wachstum in der Leiterplattenproduktion hat sich nach einer starken Entwicklungsphase in den Jahren 2010 und 2011 deutlich abgeschwächt. Bedingt durch den Wettbewerb aus Asien ist die Anzahl der Leiterplattenhersteller in Nordamerika und Europa seit Jahren rückläufig. Das europäische Wachstum im Segment Leiterplatten bewegt sich in 2013 auf dem Niveau der Vorjahre. Jedoch geraten insbesondere europäische Leiterplattenhersteller mittlerer und großer Serien durch Wettbewerber aus Asien unter Druck. Bedingt durch geringere Standortkosten in Asien, dürfte sich die Konsolidierungswelle in Europa weiter fortsetzen. Für das Jahr 2014 zeichnet sich ein leichter Aufschwung ab. Wesentliche Stimmungsindikatoren für die Entwicklung in der Elektroindustrie befinden sich in einem positiven Bereich und deuten auf einen moderaten Aufschwung hin. 2. Geschäftsverlauf und Gesamtlage der Gesellschaft Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt durch eine nicht an Schoellers Strukturen angepasste Auftragslage. Unsere Kernkompetenz liegt weiterhin in der Produktion anspruchsvoller Produkte wie Starrflex und Sonder-Multilayer, die hohe technische Fertigkeiten erfordern. Jedoch muss der aktuellen Tendenz zu kleineren Losgrößen entgegengewirkt werden, um die Produktivität weiter zu verbessern. Für die Unternehmenssteuerung ziehen wir die Kennzahlen
heran. Der EBITDA berechnet sich aus Betriebsleistung abzüglich Material- und Personalkosten, sonstiger betrieblicher Aufwendungen und Währungseffekten zuzüglich sonstiger betrieblicher Erträge. Die wirtschaftliche Lage ist insgesamt als herausfordernd zu bezeichnen. Die in 2012 eingeleiteten Maßnahmen zeigten in 2013 erste Erfolge. Weitere notwendige Maßnahmen - wie Anpassung Preise, Optimierung Einkauf, Senkung Sachkosten oder Anpassung Arbeitszeit auf eine wettbewerbsfähiges Niveau - zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage wurden eingeleitet. 2.1 Ertragslage Die Gesamtleistung (bestehend aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderung, aktivierten Eigenleistungen und sonstigen betrieblichen Erträgen) stieg im Geschäftsjahr 2013 um TEUR 1.589 bzw. 7,1 % auf TEUR 23.887 im Wesentlichen aufgrund gestiegener Nachfrage in den Abnehmerbranchen Industrieelektronik und Automotive an. Der Leistungsrückgang des Jahres 2012 konnte aber noch nicht aufgeholt werden. Das Verhältnis des Materialaufwands zur Gesamtleistung hat sich im Geschäftsjahr 2013 um 2,3 %-Punkte auf 42,4 % erhöht und liegt damit deutlich über dem Durchschnitt der letzten drei Jahre. Zurückzuführen ist die erhöhte Materialeinsatzquote vor allem auf bisher nicht an Kunden weitergereichte Materialpreiserhöhungen, gestiegene Energiekosten (EEG-Umlage) sowie eine veränderte Auftragsstruktur. Die Personalkosten waren im Berichtsjahr um 5,6 %-Punkte geringer als im Vorjahr. Dies resultiert aus einer Personalanpassung, die Anfang des Geschäftsjahres 2013 umgesetzt wurde. Der Umsatz pro Mitarbeiter betrug im abgelaufenen Jahr TEUR 109 (Vorjahr: TEUR 91) und ist damit auf Grund der reduzierten Mitarbeiterzahl bei vergleichbarem Umsatz um TEUR 18 höher. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen sind auf TEUR 1.569 zurückgegangen. Ein Teil unserer Neuanlagen wurde über Leasing finanziert. Insgesamt liegen die Abschreibungen aufgrund von Abschreibungen auf ungängige Vorräte über das übliche Maß hinaus über Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. Dies ist im Wesentlichen durch höhere Leasingaufwendungen, die zumeist unterjährig in 2012 begründet wurden und höhere Aufwendungen für den USA-Absatz zurückzuführen. Das EBITDA konnte um TEUR 920 auf TEUR 1.065 verbessert werden. Im Geschäftsjahr 2013 hat Schoeller eine zusätzliche Finanzierung des Hauptgesellschafters erhalten. Der Zinsaufwand hat sich daher entsprechend erhöht. Das Finanzergebnis liegt nun bei TEUR -1.253. Zusammenfassend liegt das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bei TEUR -2.412 und hat sich somit um TEUR 744 im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Weiter musste Schoeller in 2013 keine außerordentlichen Aufwendungen tätigen. Im Vorjahr waren hier noch Restrukturierungskosten von TEUR 1.656 angefallen. 2.2 Finanzlage Vor dem Hintergrund der laufenden Ertragsschwäche generiert Schoeller einen negativen Cash-Flow. Wir haben im April 2013 daher zunächst mit Banken und Hauptgesellschafter kurzfristige Zins- und Tilgungsaussetzungen vereinbart. In diesem Rahmen stellte der Hauptgesellschafter auch weitere liquide Mittel zur Verfügung, damit wir sowohl unseren laufenden Verpflichtungen nachkommen als auch unsere Investitionstätigkeit weiter fortführen konnten. Darauf aufbauend konnte im Juni 2014 dann diese Vereinbarung ausgebaut werden. Schoeller ist danach von der Regeltilgung bis Mitte 2015 befreit. Auch sind sämtliche fälligen und bis Ende 2016 fällig werdenden Vergütungen und Zinsen gegenüber dem Hauptgesellschafter bis zu diesem Zeitpunkt gestundet. 2.3 Vermögenslage Das Anlagevermögen hat sich in 2013 leicht rückläufig entwickelt, da im Bereich des Sachanlagevermögens das Abschreibungsvolumen die Investitionssumme überstieg und dieses zurückging. Das Vorratsvermögen ist gesamthaft auf Vorjahresniveau, wobei Bestände im Rahmen von Abschreibungen über das übliche Maß hinaus abgewertet wurden. Weiter war im Umlaufvermögen ein Rückgang bei den sonstigen Vermögensgegenständen zu verzeichnen. Unter anderem waren hier im Vorjahr Steuerforderungen aus einer Betriebsprüfung aktiviert, welche im abgelaufenen Geschäftsjahr verrechnet wurden. Unter Berücksichtigung des um den Jahresfehlbetrag erhöhten nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags hat sich die Bilanzsumme um TEUR 1.317 erhöht. Der Nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beläuft sich zum 31. Dezember 2013 auf EUR 7,4 Mio. Die Gesellschafter haben in diesem Zusammenhang Rangrücktrittserklärungen für Gesellschafterdarlehen in Höhe von rund EUR 7,8 Mio. abgegeben. Auf der Passivseite gingen die Rückstellungen wesentlich zurück, da die Rückstellung für den Personalabbau im Jahresverlauf in Anspruch genommen bzw. zu einem geringen Teil aufgelöst wurde. Weiter erhöhte der Hauptgesellschafter seine stille Beteiligung um 2.250 TEUR, welche handelsrechtlich als Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen dargestellt wird. III. NachtragsberichtSchoellers Finanzierungstruktur resultiert aus dem Unternehmenserwerb im Jahr 2008 und ist auf eine nachhaltige Ertragskraft ausgerichtet. Auch aus Sicht unserer Finanzierungspartner hat das Unternehmen eine klare Zukunftsperspektive. Daher stützen Banken und Gesellschafter den Turnaround mit der zuvor dargestellten weitreichenden Stundungsabrede aus Juni 2014. IV. PrognoseberichtGrundlegende Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant. Jedoch müssen sich - im Einvernehmen mit unseren Kunden - zukünftige Los- bzw. Auftragsgrößen wieder verstärkt an Schoellers industrieller Ausrichtung orientieren. Hauptziel für 2014 ist die deutliche Erhöhung der Betriebsleistung mit bereits konkret definierten Kundenprojekten. Hierdurch werden die vorhandenen Kapazitäten besser ausgelastet, um das Erlös/Kosten-Verhältnis der vergangenen Jahre schrittweise wieder herzustellen. Damit sollte es Schoeller gelingen, das EBITDA bedeutend zu verbessern und 2015 - bei weiterer Umsatzsteigerung - wieder ein positives Jahresergebnis zu erzielen. Weiterhin sind Investitionen von ca. EUR 1,5 Mio. geplant, um unsere technologische Spitzenposition für komplexe Leiterplatten zu behalten. V. Chancen- und Risikobericht1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken: Schoeller ist mit seinen Leiterplatten in einer Vielzahl von Produkten und damit auch Branchen vertreten. Branchenspezifische Risiken bestehen daher nur eingeschränkt. Eher besteht eine Abhängigkeit von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Sollte sich die konjunkturelle Lage in 2014 wesentlich eintrüben, kann das die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Daraus könnten für uns dann Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen. Ertragsorientierte Risiken: Schoeller ist davon abhängig, dass unsere Kunden ihre Endprodukte erfolgreich am Markt platzieren und behaupten. Gelingt dies nicht, sind Umsatzverluste die Folge, da eine unmittelbare Substitution dieser Kunden und Produkte aufgrund der Qualifizierungsdauer meist nicht verzugslos möglich ist. Finanzwirtschaftliche Risiken: Die NORD Holding hat Schoeller bedarfsgerecht Mittel in Höhe von EUR 10 Mio. in Form von stillen Beteiligungen zur Verfügung gestellt, die eigenkapitalähnlichen Charakter haben. Unter Hinzurechnung dieser zu Stammkapital und Rücklage sind Risiken in Bezug auf die Eigenkapitalsituation auch bei weiteren moderaten Verlusten nicht erkennbar. Liquiditätsseitig besitzt Schoeller die notwendigen finanzwirtschaftlichen Handlungsspielräume. Die zuvor beschriebene Stundung der Banken und des Hauptgesellschafters geben uns ausreichend operativen Raum. Unsere geplanten Investitionen können wir aus selbst erwirtschafteten Mitteln durchführen. Währungsrisiken werden durch Währungstermingeschäfte mittel- bis langfristig abgesichert. 2. Chancenbericht Unsere technologischen Fähigkeiten und unser Qualitätsniveau machen uns zum geschätzten Lieferanten von Hochtechnologie für Blue Chip Kunden wie Siemens, EADS, Philips oder Fresenius Medical Care. Darüber hinaus besitzt Schoeller eine hohe Innovationskraft. Daher bestehen gute Chancen unsere Leistungen einer noch breiteren Kundengruppe anzubieten und so unseren Marktanteil zu vergrößern. Auf der Beschaffungsseite haben sich durch einige alternative Vorprodukte und intensive Gespräche mit den wichtigsten Lieferanten die Chancen vergrößert, zukünftig optimaler einzukaufen. Unser hohes Qualitätsniveau erleidet dabei keinerlei Einbußen. Durch die pünktliche Lieferung von hochqualitativen Produkten im wettbewerbsfähigen Preis-/Leistungsverhältnis, bzw. technologisch hochwertig führender Technik sehen wir unsere Absatzchancen dauerhaft gewahrt. 3. Gesamtaussage Die Geschäftsentwicklung für das Folgejahr wird positiv eingeschätzt. Durch Produktion und Vertrieb innovativer Produkte werden wir versuchen, auch in 2014 unseren Platz als Nischenanbieter hochkomplexer Produkte weiter auszubauen. Gezielte Preiserhöhungen sollen in 2014 vorgenommen werden. Die geplante Ausweitung des Umsatzes verbunden mit einer strikten Kostendisziplin sind wesentliche Kriterien für den zukünftigen Erfolg des Unternehmens. VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von FinanzinstrumentenZu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten, Guthaben und Kredite beim Factoringunternehmen sowie bei den Kreditinstituten und seitens des Hauptgesellschafters. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und namhaften Kundenstamm. Forderungsausfälle sind eine absolute Ausnahme. Es bestehen meist langjährige Kundenbeziehungen. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich das Unternehmen überwiegend mittels Lieferantenkrediten, Factoring und Kreditlinien der Partnerbanken. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird auf Wochenbasis mit Vorausschau für zwölf Wochen ein Liquiditätsplan erstellt. Weiter verfügt das Unternehmen über eine rollierende Mittelfristplanung. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. VII. Bericht über ZweigniederlassungZweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.
Wetter, den 26. September 2014 Wolfgang Winkelmann Bilanz zum 31. Dezember 2013Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013
Anhang für das Geschäftsjahr 2013GrundlagenDie Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung wurden beachtet. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag - anders als in den Vorjahren - die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften insbesondere für den Anhang wurden in Anspruch genommen. Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB aufgestellt. Die Einlagen des stillen Gesellschafters in Höhe von T€ 10.050 (Vorjahr: T€ 7.800) werden anders als im Vorjahr nunmehr unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Da die Einlagen dem Unternehmen aufgrund der abgeschlossenen Stundungsvereinbarung sowie bestehender Rangrücktrittserklärungen dauerhaft zur Verfügung stehen, werden diese wie wirtschaftliches Eigenkapital betrachtet. Der Vorjahresaus-weis wurde zur besseren Vergleichbarkeit entsprechend angepasst. Darüber hinaus wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stetig angewendet. Die Bilanz wurde nach Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Da ein regressloses Forderungs-Factoring besteht, wiesen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausschließlich die unter dem Ausfallrisiko der Gesellschaft stehenden Kundenforderungen aus. Die von dem Factor einbehaltenen Sicherheitseinbehalte und Kaufpreiseinbehalte wurden unter den sonstigen Vermögensgegenständen und die bei dem Factor unterhaltenen abrufbaren Guthaben unter den liquiden Mitteln ausgewiesen. Sofern es der Übersichtlichkeit dient, wurden - entsprechende Wahlrechte vorausgesetzt - die erforderlichen Angaben in den Anhang übernommen. Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen. BewertungsmethodenImmaterielle Vermögensgegenstände wurden mit Anschaffungskosten - vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen - angesetzt. Den Abschreibungen liegt eine 3 bis 5 jährige Nutzungsdauer zugrunde. Für Rechte und Patente wurde eine 10-jährige Nutzungsdauer angesetzt. Sachanlagen wurden mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten - vermindert um planmäßige Abschreibungen - angesetzt. Gebäude wurden in längstens 20 Jahren, Technische Anlagen und Maschinen in überwiegend 5 bis 8 Jahren, Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in überwiegend 4 bis 8 Jahren nach der linearen Methode abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen € 150,00 und € 1.000,00 wurden im Zugangsjahr 2013 zu einem Sammelposten zusammengefasst und mit 20 % linear abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet, soweit ihnen am Bilanzstichtag kein dauerhaft niedriger Wert beizulegen ist. In den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, wurden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Das strenge Niederstwertprinzip wurde eingehalten. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung wurden beachtet. In den Herstellungskosten sind die Materialkosten entsprechend der Bewertung der Rohstoffe erfasst. Die Lohneinzelkosten sowie die Fertigungs- und Materialgemeinkosten sind durch angemessene Kostensätze anhand der Kostenstellenrechnung berücksichtigt worden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen angemessen berücksichtigt. Für das allgemeine Ausfallrisiko sowie für Zinsverluste und Mahnkosten wurde darüber hinaus eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen gebildet. Die Rückstellungen für Pensionen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Zugrundelegung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB von 4,88 % sowie einer Rentenanpassung von 1,5 % p.a. berechnet worden. Die Gutachten basieren auf den Richttafeln 2005 G. Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften und ungewisse Verpflichtungen angemessen und ausreichend berücksichtigt worden. Rückstellungen mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr werden nicht abgezinst. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls eingebucht. Am Abschlussstichtag wurden die kurzfristigen Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden unter Beachtung des Höchst- bzw. Niederstwertprinzips mit dem Kurs im Zeitpunkt der Entstehung bewertet. Angaben zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist der Anlage 1 zu entnehmen. Dort ist auch die Abschreibung des laufenden Geschäftsjahres in einer der Gliederung des Anlagevermögens entsprechenden Aufgliederung angegeben. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres 2013 betrug T€ 351. Hiervon wurden T€ 311 als selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert. Diese unterliegen einer Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB. Zum 31. Dezember 2013 beträgt der ausschüttungsgesperrte Teil T€ 1.067 (Vorjahr: T€ 873). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich solche aus Lieferungen und Leistungen. Sonstige Rückstellungen In den Sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Beträge für Gewährleistungsverpflichtungen (T€ 517), Personalaufwendungen (T€ 375) und Restrukturierungsmaßnahmen (T€ 198) enthalten. Für die Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen wurde gemäß finanzmathematischem Gutachten ein Erfüllungsrückstand von € 6.109,00 sowie ein Barwert der nach dem Bewertungsstichtag noch zu erbringenden Aufstockungszahlungen von € 2.245,00 ermittelt. Zur Absicherung dieser Verpflichtungen wurde eine Versicherung zur Zeitkontenrückdeckung für die Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen abgeschlossen. Der maßgebliche Aktivwert des Deckungsvermögens betrug zum Abschlussstichtag € 19.410,97. Da es sich um ein insolvenzgesichertes Deckungsvermögen handelt, war nach der Verrechnung gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zum 31. Dezember 2013 ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von € 11.056,97 auszuweisen. Verbindlichkeiten Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten und deren Besicherung sind aus dem Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 2 zum Anhang) ersichtlich. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 11.071) betreffen ausschließlich die NORD Holding Unternehmensbeteiligungs GmbH, Hannover und setzen sich aus dem Wert der Stillen Beteiligung (T€ 10.050) und aus der Stundung von Zinsen für die stille Beteiligung (T€ 1.021) zusammen. Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten stellen wie im Vorjahr gleichzeitig Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern i. S. von § 42 Abs. 3 GmbHG dar. Finanzinstrumente Es lagen zum Bilanzstichtag keine diesbezüglichen Geschäfte vor. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB bestehen zum Bilanzstichtag bei der Schoeller-Electronics GmbH nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Ferner ergeben sich für die Schoeller-Electronics GmbH zum Bilanzstichtag folgende finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz erscheinen, aber für die Beurteilung der finanziellen Lage von Bedeutung sind:
Davon sind € 540.726,88 innerhalb eines Jahres fällig. Der Nutzung eines Teils unserer Produktionsanlagen liegen Operating Leasing-Verträge zugrunde. Dies trägt auch zur Verringerung der Kapitalbindung bei. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 327 (Vorjahr: T€ 220) insbesondere aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 321 (Vorjahr: T€ 191). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr. T€ 28). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (T€ 2) sind periodenfremd. Sonstige AngabenMitglieder der Geschäftsführung Zu Geschäftsführern der Gesellschaft waren folgende Herren bestellt:
Gesamtbezüge der Geschäftsführung und des Beirates Die Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung und des Beirates unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Mitarbeiter Im Durchschnitt wurden bei der Schoeller-Electronics GmbH beschäftigt:
Angaben zum Beteiligungsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB
Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Mit dem Ziel der umsatzkongruenten Betriebsmittelfinanzierung wurde ein Vertrag über regressloses offenes Forderungsfactoring abgeschlossen. Das Factoring dient der kurzfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur. Alle Forderungsausfallrisiken gehen auf den Factor über. Die Debitorenbuchhaltung sowie das Mahnwesen verbleiben zwecks Kundenpflege bei der Gesellschaft. Mit mehreren Lieferanten gab es außerdem Konsignationslager-vereinbarungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die monatlich abgestimmt werden. Ebenfalls monatlich erfolgt die Abstimmung mit drei Kunden, bei denen jeweils ein Konsignationslager unterhalten wird. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzverlust in Höhe von € 9.927.981,47, der sich aus dem Jahresfehlbetrag in Höhe von € 2.431.363,32 und dem Verlustvortrag von € 7.496.618,15 ergibt, auf neue Rechnung vorzutragen.
Wetter, den 26. September 2014 Wolfgang Winkelmann Die Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2013
Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2013
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Schoeller-Electronics GmbH, Wetter, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses und Lageberichts nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Schoeller-Electronics GmbH, Wetter, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, den 26. September 2014 Deloitte
& Touche GmbH
(gez. Tenambergen) Wirtschaftsprüfer (gez. Overbeck) Wirtschaftsprüfer |
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