HPL Kunst- und Werbeagentur GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ludger Martin Josef Wicher seit 25.4.2024 | Prokura |
Diandra Donecker seit 6.3.2019 | Geschäftsführer |
Markus Dr. Krause seit 6.7.2006 | Geschäftsführer |
Micaela Kapitzky seit 6.9.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Daniel Freiherr von Schacky auf Schönfeld | 37.05% |
D***** F******* v** S****** a** S******** | 22.95% |
D****** D******* | 20.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
6 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 6 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Grisebach GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Amtsgericht Berlin-Charlottenburg HRB 25552 B Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB auf. Von den Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde teilweise Gebrauch gemacht. Die Gliederung der Bilanz entspricht den Vorschriften der §§ 266 ff HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Vorschriften der §§ 275 ff HGB, es wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten - vermindert um planmäßige Abschreibungen - aktiviert worden. Die Sachanlagen wurden zu Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten unter Einbeziehung von Anschaffungsnebenkosten und -preisminderungen aktiviert. Die planmäßigen linearen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Bei Zugängen im Geschäftsjahr wurde monatsgenau abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden analog § 6 Abs. 2 EStG im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben und als Abgang gebucht. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte gemäß § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB zu Anschaffungskosten. Soweit notwendig, wurden in den Vorjahren außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Bei Wegfall der Wertminderungen wurden die außerplanmäßigen Abschreibungen durch entsprechende Zuschreibungen korrigiert. Zum Bilanzstichtag hatten die Wertminderungen des Vorjahres noch Bestand. Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse und Waren erfolgte zu Anschaffungskosten. Soweit erforderlich, wurden außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 4 Satz 2 HGB auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Zum Bilanzstichtag lagen keine Gründe für Zuschreibungen vor. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen bilanziert. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihrem Nennwert bilanziert. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben, die Aufwendungen des folgenden Geschäftsjahres darstellen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) entsprechend den Vorgaben nach HGB unter Berücksichtigung der folgenden Entwicklungen bewertet. Im Einzelnen wurde von einer jährlichen Steigerung der Pensionen von 2% ausgegangen. Dabei wurde angenommen, dass es keine Fluktuation geben wird. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck gewählt. Im Geschäftsjahr wurde ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,83% bei der Bewertung zugrunde gelegt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind zu ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre und Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Einnahmen, die Umsatzerlöse des folgenden Geschäftsjahres darstellen. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauteten, wurden - soweit die Restlaufzeit ein Jahr oder weniger beträgt - am Abschlussstichtag gemäß §256a HGB zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Kursdifferenzen wurden entsprechend als Aufwand oder Ertrag berücksichtigt und gemäß §277 Abs.5 Satz 2 HGB ausgewiesen. Soweit die Restlaufzeit der Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mehr als ein Jahr beträgt, erfolgt die Bewertung zum Tageskurs der Einbuchung unter Beachtung der Vorschrift des §252 Abs.1 Nr. 4 HGB. III. Erläuterung einzelner Posten der Bilanz 1. Anlagevermögen Der Anlagespiegel ist auf Seite 8 des Anhangs dargestellt. 2. Finanzanlagen Der Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB stellt sich wie folgt dar: Anteile an verbundenen Unternehmen
Die Umrechnung der einzelnen Posten erfolgte aus Gründen der Vergleichbarkeit analog §256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Für die Grisebach New York Inc. (USA) läuft ein Liquidationsverfahren, dessen Abschluss, und damit die Löschung der Gesellschaft planmäßig für das Jahr 2024 vorgesehen ist. 3. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 2.959,34 (Vj.: EUR 7.845,52) ausgewiesen. Forderungen gegen Gesellschafter werden in Höhe von EUR 0,00 (Vj.: EUR 53,94) unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. 4. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Geschäftsführern Forderungen gegen Geschäftsführer sind in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 0,00 (Vj.: EUR 0,00) enthalten. Unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber Geschäftsführern in Höhe von EUR 2.508,39 (Vj.: EUR 6.155,23) ausgewiesen. 5. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von EUR 615.359,00 durch Grundschulden besichert. 6. Bilanzgewinn In den Bilanzgewinn ist zum Abschlussstichtag ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 3.940,29 (Vj.: EUR 436,82) einbezogen worden. 7. Rückstellungen Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beläuft sich zum Bilanzstichtag auf EUR 2.538,00 (§ 253 Abs. 6 HGB). 8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen insbesondere aus Miet- und Dienstverträgen. IV. Haftungsverhältnisse In 2009 wurde eine betriebliche Versorgungszusage durch Änderung des Durchführungsweges aus der Gesellschaft ausgelagert. Aus dieser Auslagerung ergibt sich grundsätzlich eine subsidiäre Haftung der Grisebach GmbH im Falle einer künftigen Insolvenz des betreffenden Unterstützungsvereins. Hinweise hierauf haben sich bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses nicht ergeben. Zusätzlich dazu ist der Anspruch an den Unterstützungsverein durch eine hierzu kongruent von diesem abgeschlossene Rückdeckungsversicherung besichert und an den Pensionsberechtigten verpfändet. Außerdem wurden in 2022 die bereits erdienten Ansprüche (past service) für zwei weitere Pensionszusagen gegen Zahlung eines Einmalbetrages und durch Übertragung von zwei Rückdeckungsversicherungen auf einen Pensionsfonds ausgelagert. Auch aus dieser Auslagerung ergibt sich eine potentielle subsidäre Haftung bei Insolvenz oder Unterdeckung des Pensionsfonds. Hinweise hierauf haben sich bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses jedoch nicht ergeben. V. Sonstige Angaben 1. Anzahl der Arbeitnehmer Während des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich 54 Arbeitnehmer beschäftigt (Vorjahr 49 Arbeitnehmer). Von den Arbeitnehmern waren durchschnittlich 25 Arbeitnehmer in Vollzeit und 29 Arbeitnehmer in Teilzeit beschäftigt. 2. Geschäftsführung Zu Geschäftsführern waren im Geschäftsjahr bestellt: Daniel von Schacky, Kunsthändler Diandra Donecker, Kunsthändlerin Micaela Kapitzky, Kunsthändlerin Dr. Markus Krause, Kunsthändler Rigmor Stüssel, Kauffrau (bis 31.12.2023) Herr von Schacky hat die Befugnis die Gesellschaft allein zu vertreten und ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Er steht der Geschäftsführung außerdem vor. Alle übrigen Geschäftsführer vertreten bzw. vertraten die Gesellschaft jeweils gemeinsam mit einem anderen Geschäftsführer oder einem Prokuristen. 3. Bezüge der Geschäftsführung und Bezüge des Beirates Die Bezüge der Geschäftsführung nach § 285 Nr. 9 HGB belaufen sich im Geschäftsjahr auf insgesamt EUR 1.140.954,98 und für die Mitglieder des Beirates auf insgesamt EUR 54.000,00. Auf die Angabe der Bezüge für ehemalige Geschäftsführer wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 4. Nachtragsbericht Wesentliche Ereignisse von besonderer Bedeutung nach Ablauf des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet. 5. Ergebnisverwendung Aus dem Jahresergebnis 2023 erfolgte durch Beschluss vom 19. Januar 2024 eine Vorabausschüttung in Höhe von EUR 300.000,00. Über die Verwendung des restlichen Jahresergebnisses und des Gewinnvortrags beschließt die Gesellschafterversammlung.
Berlin, 22.05.2024 Daniel von Schacky Diandra Donecker Micaela Kapitzky Dr. Markus Krause Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023I. Geschäft und Rahmenbedingungen 1. Überblick Die Grisebach GmbH, geschäftsansässig in der Fasanenstraße 25, 10719 Berlin, ist ein Dienstleistungsunternehmen, das Kunstauktionen organisiert und durchführt. Zusätzlich erfolgt der An- und Verkauf sowie der Kommissionsverkauf von Kunstwerken im Rahmen des freien Kunsthandels und über Ausstellungen auch außerhalb von Auktionen. Zur Unterstützung der Vertriebsaktivitäten hält die Gesellschaft eine Beteiligung an der Villa Grisebach Auktionen AG in Zürich (Schweiz). Die Gesellschaft wird zu 100% von der Grisebach GmbH gehalten. 2. Geschäftstätigkeit Als national und international agierendes Unternehmen werden halbjährlich über nach Sparten eingeteilte Auktionen Gemälde, Skulpturen, Arbeiten auf Papier, Graphiken und Photographien des 19. bis 21. Jahrhunderts sowie ausgewählte Kunstobjekte aller Epochen im Rahmen von Präsenzauktionen angeboten. Dazu kommen monatlich ausschließlich über das Internet durchgeführte Online-Auktionen. Für diese Dienstleistungen erhält die Gesellschaft vertraglich geregelte Kommissionsprovisionen. II. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche 1. Gesamtwirtschaft Das Bruttoinlandsprodukt sank 2023 im Verhältnis zum Vorjahr um 0,1% (Preis-, saison- und kalenderbereinigt). Der Einzelhandelsumsatz lag um 3,3% unter dem Niveau des Vorjahres. Diese negativen Rahmenbedingungen zeigten sich auch im Bereich des Kunstauktionsmarktes sowohl auf deutscher wie auch auf europäischer Ebene. 2. Branchenentwicklung Der deutsche Kunstauktionsmarkt sank im Jahr 2023 bei einem Bruttovolumen von EUR 318,7 Mio gegenüber dem Vorjahr (EUR 340,7 Mio) um 6,5% (Hammerpreise plus Aufgeld ohne Umsatzsteuer). Grisebachs Auktionsumsatz betrug im Jahr 2023 EUR 45,1 Mio (Vorjahr 68,7 Mio). Ein Rückgang von 35%, der ausschließlich auf den Sondereffekt in 2022 durch den Verkauf des Beckmann-Portraits zurückzuführen ist (s. auch III. 1.). Der Marktanteil von Grisebach am deutschen Auktionsmarkt betrug 14% (Vorjahr 20%). Stärkster Wettbewerber bleibt Ketterer bei einem Volumen von EUR 76,9 Mio mit einem Marktanteil von 24% (Vorjahr 29%) und einem Rückgang zum Vorjahr in Höhe von 21%. Das Volumen des europäischen Kunstauktionsmarktes belief sich auf EUR 3.572 Mio (Vorjahr EUR 4.292 Mio), ein Rückgang in Höhe von 17% zum Vorjahr. (Die Daten zur Branchenentwicklung wurden den von Artnet abgerufenen Daten per 26.1.2024 entnommen.) III. Darstellung der Lage 1. Geschäftsverlauf Die Geschäftstätigkeit von Grisebach entwickelte sich unterproportional zur Marktentwicklung. Dabei ist der Sondereffekt aus dem Verkauf des Beckmann-Portraits im Jahre 2022 zu berücksichtigen. Allein auf diese Transaktion entfiel ein Bruttoumsatz in Höhe von EUR 23,2 Mio, der naturgemäß im Folgejahr nicht wiederholt werden konnte. Bereinigt um diesen Effekt, ist die Umsatzentwicklung konstant. Der Bruttoumsatz (also inkl. Freiverkäufe und Auf- und Abgelder sowie inkl. der erzielten Hammerpreise) sank auf EUR 49,8 Mio im Verhältnis zum Vorjahresniveau (EUR 72,8 Mio) ein Rückgang um EUR 23 Mio. 2. Geschäftsausbau Das Jahr 2023 wurde anders als noch im Vorjahr durch eine stärker ausgeprägte Käuferzurückhaltung geprägt. Das Bruttoumsatzvolumen der reinen Online Only-Auktionen mit insgesamt neun (Vorjahr 12) Einzelauktionen betrug EUR 3,9 Mio (Vorjahr 4,4 Mio). Die Sparte der Kunst des 19. Jahrhunderts führte wieder in jeder Saison eine Auktion durch. Der Zweite Platz unter den deutschen Kunstauktionshäusern konnte erneut hinter Ketterer (EUR 76,9 Mio) und knapp vor Van Ham (EUR 43,3 Mio) behauptet werden. Es bleibt das Unternehmensziel in allen Kunstsparten das qualitativ hochwertigste Angebot bei besten Preisen und damit höchsten Umsätzen zu erreichen. 3. Unternehmenssteuerung Alle vier Geschäftsführer sind an der Gesellschaft beteiligt. Durch die Kombination aller wichtigen Spezialkenntnisse in diesem Gremium wird eine langfristige und nachhaltige Unternehmens- und Investitionspolitik verfolgt und dabei gleichzeitig ein sehr breites Steuerungsspektrum abgedeckt. 4. Personalbereich Im Geschäftsjahr beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 54 Mitarbeiter (Vorjahr 49), von denen der größte Teil in Berlin tätig war. IV. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage 1. Ertragslage a) Umsatzentwicklung Der Umsatz der Gesellschaft betrug im Geschäftsjahr EUR 11,6 Mio (Vorjahr EUR 15,3 Mio). Diese Umsätze wurden weltweit generiert. Der Druck auf die Einlieferungskonditionen bei gleichzeitig starker Preis- und Qualitätssensibilität bei den Käufern belasten das Geschäft stark. b) Ergebnisanalyse Wesentlicher Faktor für die Ergebnisentwicklung ist die Höhe des erzielten Umsatzes. Fast alle Kostengruppen der Gesellschaft sind ab einem Basisniveau variabel und damit direkt abhängig von der Anzahl der zur Versteigerung gelangenden Kunstwerke sowie der Höhe der Zuschlagswerte. Der Jahresüberschuss belief sich auf TEUR 607 (Vorjahr TEUR 3.054). Die Ergebnisverschlechterung ist sowohl auf die Entwicklung der Umsatz - und Kostenseite (Sonderaufwendungen) zurückzuführen. In den Sonderaufwendungen finden sich u.a. Einmalaufwände für Organisationsmaßnahmen in Höhe von TEUR -285. Der durchschnittliche Hammerpreis pro angebotenem Werk betrug im Jahr 2023 EUR 20.980 (Vorjahr EUR 30.141). Es wurden insgesamt 2.333 (Vorjahr 2.478) Werke über die beiden Vertriebskanäle Präsenzauktionen und Online-Only-Auktionen angeboten. Davon konnten 1.719 (Vorjahr 1.887) Werke verkauft werden. Nahezu alle laufenden Rechtsstreitigkeiten konnten im Geschäftsjahr erfolgreich beendet werden. Im Fall einer versagten behördlichen Genehmigung wurde aus Vorsichtsgründen das Risiko einer Rückabwicklung ergebniswirksam mit ca. TEUR -347 berücksichtigt. 2. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum Stichtag EUR 23,4 Mio (Vorjahr EUR 27,4 Mio). Die Veränderung ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass das Ergebnis schlechter ausgefallen ist. Das Eigenkapital unter Berücksichtigung des Jahresgewinns und der Ausschüttung des Jahres 2023 ist um EUR 2,4 Mio auf insgesamt EUR 7,6 Mio (Vorjahr EUR 10,0 Mio) gesunken. Das gezeichnete Kapital blieb konstant. Die Eigenkapitalquote hat sich dadurch auf 33% verringert (Vorjahr 37%). Zum Liquiditätsmanagement wird wöchentlich eine Abschätzung der Liquiditätslage der Gesellschaft über die kommenden bereits bekannten Aus- und Einzahlungen aufgestellt. Als Betriebsmittelkredit, zur Finanzierung der saisonalen Liquiditätsspitzen aufgrund der halbjährlich durchgeführten Auktionen, wurde im Dezember 2016 ein langfristiges Darlehen in Höhe von EUR 2,0 Mio (KfW-Mittel) aufgenommen. Als Sicherheit gegenüber der finanzierenden Bank dient das Betriebsgebäude Fasanenstraße 25. Das Darlehen wird regelmäßig getilgt und valutiert zum Stichtag noch auf EUR 0,6 Mio. Es wurden laufende Ersatzinvestitionen im Bereich Betriebsgebäude, Geschäftsausstattung und IT getätigt. Die Weiterentwicklung des zentralen Auktionsinformationssystems auf Basis der Datenbank 4D (Eigenentwicklung) neben den angebundenen Systemen Datev, Typo3 und Global Auctions Platform erfolgt im Wesentlichen durch die laufende Lizensierung der Software, der Beauftragung von Entwicklern oder der Beteiligung der Softwarelizenzgeber am über die Plattform generierten Umsatz. Die Bilanzsumme von EUR 23,4 Mio (Vorjahr EUR 27,4 Mio) gliederte sich zum 31.12.2023 in Anlagevermögen mit 18 % (Vorjahr 16 %) und in Umlaufvermögen mit 82 % (Vorjahr 84 %). Die Liquiditätslage der Gesellschaft insgesamt blieb im Geschäftsjahr 2023 positiv. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die liquiden Mittel beliefen sich zum Geschäftsjahresende auf EUR 15,3 Mio (Vorjahr EUR 20,4 Mio). Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr EUR - 2,0 Mio. (Vorjahr EUR 4,4 Mio). Der Rückgang ist auf die Ergebnisentwicklung zurückzuführen. V. Risikobericht Als Risiko sehen die Geschäftsführer die prognostizierte kurzfristige Entwicklung des allgemeinen Konsumklimas. Aufgrund der anhaltenden Kriegshandlungen in Europa bei ausgeprägter Inflationsrate ist bei potenziellen Einlieferern weiter eine tendenzielle Zurückhaltung zu spüren. Dazu kommt eine ausgeprägte Kaufzurückhaltung. Die weitere Entwicklung des Zinsniveaus könnte einen gegenläufigen Einfluss ausüben, allerdings hat sich aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung die Erwartung auf schnelle Zinssenkungen ab Mitte 2024 reduziert. Die Aufwendungen zur Identifikation von Fälschungen, verbunden mit umfassenden Garantien zur Authentizität und rechtlich einwandfreien Provenienzen der angebotenen Kunstwerke müssen stetig ausgedehnt werden, um die Risiken des Geschäftes für Kunden wie auch für das Auktionshaus auf ein Minimum zu reduzieren. Die daraus für die Gesellschaft entstehenden Kostenbelastungen sind nur schwer abschätzbar und stellen mithin ein grundsätzliches Risiko dar. Insgesamt gehen wir aber, abgesehen von unvorhersehbaren Veränderungen im deutschen und internationalen Kunstmarkt, von einem verhalten positiven weiteren Geschäftsverlauf aus. Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden könnten, sehen wir derzeit nicht. Eine negative Geldwertentwicklung als Folge inflationärer Einflüsse könnte, verbunden mit einer Nachfragezunahme nach Kunst als wertstabile Anlage, auch eine Chance zur Umsatzsteigerung für das Unternehmen darstellen. VI. Prognosebericht Das derzeitige Marktumfeld ist geprägt von einem intensiven Wettbewerb der vier bis fünf größten deutschen Auktionshäuser um die Akquisition auktionsfähiger Kunstwerke. Sowohl die Reputation des Hauses in Kombination mit der Fachkompetenz der Akquisiteure, aber in wachsendem Maße auch die gewährten Konditionen, entscheiden über die Erteilung eines Auktionsauftrages. Dazu kommen die Unwägbarkeiten aufgrund der anhaltenden Kriegshandlungen in Europa. Neben dem Ausbau der Wachstumssparte Zeitgenössische Kunst und dem Ausbau einer gezielten Kundenbetreuung, liegt der Ausbau rein digitaler Angebote sowie die Optimierung der Prozesse im Fokus unternehmerischer Aktivitäten. Vorausgesetzt die für das Geschäftsjahr 2024 vorgesehenen Auktionen und Ausstellungen können planmäßig durchgeführt werden und es bleibt bei den Prognosen zur Konjunkturentwicklung, erwartet die Geschäftsführung für 2024 eine stabile bis leicht rückläufige Ergebnisentwicklung, im Bereich von EUR 0,1 Mio bis EUR 0,6 Mio vor Steuern.
Berlin, 22. Mai 2024 Daniel von Schacky Diandra Donecker Micaela Kapitzky Dr. Markus Krause BestätigungsvermerkBei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Grisebach GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Grisebach GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Grisebach GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 31. Mai 2024 PKF
Fasselt Partnerschaft mbB
Kühne, Wirtschaftsprüferin Beier, Wirtschaftsprüfer Beschluss der Gesellschafterversammlung über die Gewinnverwendung für das Geschäftsjahr 2023Die Grisebach GmbH hält hiermit unter Verzicht auf alle gesetzlichen und gesellschaftsrechtlichen Formen und Fristen der Einberufung und Ankündigung eine außerordentliche Gesellschafterversammlung ab und beschließt einstimmig: Von dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 607.255,15 des Jahres 2023 werden insgesamt EUR 400.000,00 an die Gesellschafter ausgeschüttet (Vorabausschüttung in Höhe von EUR 300.000,00, Auszahlung erfolgte am 23. Januar 2024, und EUR 100.000,00, Auszahlung vorgesehen am 15.07.2024) Der verbleibende Betrag in Höhe von EUR 207.255,15 wird zusammen mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr (EUR 3.940,29) auf neue Rechnung vorgetragen.
Berlin, 10. Juli 2024 Maricopa GmbH Daniel von Schacky Diandra Donecker Micaela Kapitzky Dr. Markus Krause Bernd Schultz Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 26.06.2024 festgestellt. |
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