Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 25552
Vorher
Villa Grisebach Auktionen GmbH
Eingetragen
6.9.2004
Branche
Betrieb von Einrichtungen für kunstschaffende Tätigkeiten und darstellende Künste a. n. g.Versteigerungsgewerbe im Einzelhandel mit ausgeprägtem SchwerpunktVersteigerungsgewerbe im Einzelhandel ohne ausgeprägten Schwerpunkt
Gegenstand
Alle Maßnahmen und Geschäfte in Verbindung mit der Durchführung von Kunstauktionen einschließlich An- und Verkauf von Kunst und Kunsthandwerk sowie die Durchführung von Ausstellungen und kulturellen Veranstaltungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Diandra Donecker
seit 6.3.2019
Geschäftsführer
Markus Dr. Krause
seit 6.7.2006
Geschäftsführer
Micaela Kapitzky
seit 6.9.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (6)

NameAnteil
Daniel Freiherr von Schacky auf Schönfeld
37.05%
D***** F******* v** S****** a** S********
22.95%
D****** D*******
20.00%

Gesellschafter

6 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 6 angezeigt

Maricopa GmbH
Germany
2.097.345 €
41.95%
Daniel Freiherr von Schacky auf Schönfeld
1.852.655 €
37.05%
B**** S******
500.000 €
10.00%
M****** K*******
250.000 €
5.00%
M***** K*****
250.000 €
5.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Grisebach GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVSEITE

Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 744,00 1.188,00
II. Sachanlagen 3.938.411,08 4.081.079,08
davon
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken EUR 3.692.031,88 ( Vorjahr EUR 3.810.557,88 )
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung EUR 246.379,20 ( Vorjahr EUR 270.521,20 )
III. Finanzanlagen
davon Anteile an verbundenen Unternehmen 224.050,02 301.615,02
EUR 60.722,02 ( Vorjahr EUR 60.722,02 )
4.163.205,10 4.383.882,10
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 899.663,05 290.483,01
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.026.514,42 2.315.232,42
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 53.202,69 ( Vorjahr EUR 53.191,06 )
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 15.257.805,57 20.435.824,78
19.183.983,04 23.041.540,21
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.614,80 1.184,00
23.360.802,94 27.426.606,31

PASSIVSEITE

Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.000.000,00 5.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 2.000.000,00 2.000.000,00
III. Bilanzgewinn 611.195,44 3.053.940,29
7.611.195,44 10.053.940,29
B. Rückstellungen 2.063.647,00 3.324.559,00
C. Verbindlichkeiten 13.677.134,88 14.038.705,00
davon
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten EUR 615.371,15 ( Vorjahr EUR 820.491,00 )
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 13.266.907,88 ( Vorjahr EUR 13.423.346,00 )
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 410.227,00 ( Vorjahr EUR 615.359,00 )
D. Rechnungsabgrenzungsposten 8.825,62 9.402,02
23.360.802,94 27.426.606,31

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 7.923.214,27 12.514.945,53
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.431.616,28 3.108.216,74
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 480.169,58 463.901,55
- davon für Altersversorgung EUR 30.770,97 (Vorjahr EUR 41.344,99 ) 3.911.785,86 3.572.118,29
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 186.405,12 178.038,13
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.979.119,65 4.298.082,29
- davon aus Währungsumrechnung EUR 6.828,60 (Vorjahr EUR 609,24 )
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 80.365,23 4.329,91
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 20.917,34 19.972,79
- davon aus Aufzinsung EUR 1.831,00 (Vorjahr EUR 5.642,00 )
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 285.564,26 1.385.174,35
8. Ergebnis nach Steuern 619.787,27 3.065.889,59
9. Sonstige Steuern 12.532,12 12.386,12
10. Jahresüberschuss 607.255,15 3.053.503,47
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.940,29 436,82
12. Bilanzgewinn 611.195,44 3.053.940,29

Amtsgericht Berlin-Charlottenburg

HRB 25552 B

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB auf. Von den Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Die Gliederung der Bilanz entspricht den Vorschriften der §§ 266 ff HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Vorschriften der §§ 275 ff HGB, es wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten - vermindert um planmäßige Abschreibungen - aktiviert worden.

Die Sachanlagen wurden zu Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten unter Einbeziehung von Anschaffungsnebenkosten und -preisminderungen aktiviert. Die planmäßigen linearen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Bei Zugängen im Geschäftsjahr wurde monatsgenau abgeschrieben.

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden analog § 6 Abs. 2 EStG im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben und als Abgang gebucht.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte gemäß § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB zu Anschaffungskosten. Soweit notwendig, wurden in den Vorjahren außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Bei Wegfall der Wertminderungen wurden die außerplanmäßigen Abschreibungen durch entsprechende Zuschreibungen korrigiert. Zum Bilanzstichtag hatten die Wertminderungen des Vorjahres noch Bestand.

Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse und Waren erfolgte zu Anschaffungskosten. Soweit erforderlich, wurden außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 4 Satz 2 HGB auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Zum Bilanzstichtag lagen keine Gründe für Zuschreibungen vor.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen bilanziert. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihrem Nennwert bilanziert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben, die Aufwendungen des folgenden Geschäftsjahres darstellen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) entsprechend den Vorgaben nach HGB unter Berücksichtigung der folgenden Entwicklungen bewertet. Im Einzelnen wurde von einer jährlichen Steigerung der Pensionen von 2% ausgegangen. Dabei wurde angenommen, dass es keine Fluktuation geben wird. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck gewählt. Im Geschäftsjahr wurde ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,83% bei der Bewertung zugrunde gelegt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind zu ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre und Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Einnahmen, die Umsatzerlöse des folgenden Geschäftsjahres darstellen.

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauteten, wurden - soweit die Restlaufzeit ein Jahr oder weniger beträgt - am Abschlussstichtag gemäß §256a HGB zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Kursdifferenzen wurden entsprechend als Aufwand oder Ertrag berücksichtigt und gemäß §277 Abs.5 Satz 2 HGB ausgewiesen. Soweit die Restlaufzeit der Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mehr als ein Jahr beträgt, erfolgt die Bewertung zum Tageskurs der Einbuchung unter Beachtung der Vorschrift des §252 Abs.1 Nr. 4 HGB.

III. Erläuterung einzelner Posten der Bilanz

1. Anlagevermögen

Der Anlagespiegel ist auf Seite 8 des Anhangs dargestellt.

2. Finanzanlagen

Der Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB stellt sich wie folgt dar:

Anteile an verbundenen Unternehmen

Name und Sitz: Villa Grisebach Auktionen AG, Zürich (Schweiz)
Anteil am Kapital in %: 100,00 %
Anteil am Kapital: EUR 107.991,36 (CHF 100'000.00)
Eigenkapital 31.12.2023: EUR 360.647,31 (CHF 333'959,41)
Ergebnis Geschäftsjahr 2023: EUR 63.814,36 (CHF 59'092,10)
Name und Sitz: Grisebach New York Inc. (USA)
Anteil am Kapital in %: 100,00 %
Anteil am Kapital: EUR 1.809,95 (US$ 2,000.00)
Eigenkapital 31.12.2023: EUR 10.460,63 (US$ 11,559.00)
Ergebnis Geschäftsjahr 2023: EUR - 9.276,92 (US$ - 10,251,00)

Die Umrechnung der einzelnen Posten erfolgte aus Gründen der Vergleichbarkeit analog §256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Für die Grisebach New York Inc. (USA) läuft ein Liquidationsverfahren, dessen Abschluss, und damit die Löschung der Gesellschaft planmäßig für das Jahr 2024 vorgesehen ist.

3. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 2.959,34 (Vj.: EUR 7.845,52) ausgewiesen. Forderungen gegen Gesellschafter werden in Höhe von EUR 0,00 (Vj.: EUR 53,94) unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

4. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Geschäftsführern

Forderungen gegen Geschäftsführer sind in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 0,00 (Vj.: EUR 0,00) enthalten. Unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber Geschäftsführern in Höhe von EUR 2.508,39 (Vj.: EUR 6.155,23) ausgewiesen.

5. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von EUR 615.359,00 durch Grundschulden besichert.

6. Bilanzgewinn

In den Bilanzgewinn ist zum Abschlussstichtag ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 3.940,29 (Vj.: EUR 436,82) einbezogen worden.

7. Rückstellungen

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beläuft sich zum Bilanzstichtag auf EUR 2.538,00 (§ 253 Abs. 6 HGB).

8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen insbesondere aus Miet- und Dienstverträgen.

IV. Haftungsverhältnisse

In 2009 wurde eine betriebliche Versorgungszusage durch Änderung des Durchführungsweges aus der Gesellschaft ausgelagert. Aus dieser Auslagerung ergibt sich grundsätzlich eine subsidiäre Haftung der Grisebach GmbH im Falle einer künftigen Insolvenz des betreffenden Unterstützungsvereins. Hinweise hierauf haben sich bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses nicht ergeben. Zusätzlich dazu ist der Anspruch an den Unterstützungsverein durch eine hierzu kongruent von diesem abgeschlossene Rückdeckungsversicherung besichert und an den Pensionsberechtigten verpfändet.

Außerdem wurden in 2022 die bereits erdienten Ansprüche (past service) für zwei weitere Pensionszusagen gegen Zahlung eines Einmalbetrages und durch Übertragung von zwei Rückdeckungsversicherungen auf einen Pensionsfonds ausgelagert. Auch aus dieser Auslagerung ergibt sich eine potentielle subsidäre Haftung bei Insolvenz oder Unterdeckung des Pensionsfonds. Hinweise hierauf haben sich bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses jedoch nicht ergeben.

V. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Arbeitnehmer

Während des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich 54 Arbeitnehmer beschäftigt (Vorjahr 49 Arbeitnehmer). Von den Arbeitnehmern waren durchschnittlich 25 Arbeitnehmer in Vollzeit und 29 Arbeitnehmer in Teilzeit beschäftigt.

2. Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern waren im Geschäftsjahr bestellt:

Daniel von Schacky, Kunsthändler

Diandra Donecker, Kunsthändlerin

Micaela Kapitzky, Kunsthändlerin

Dr. Markus Krause, Kunsthändler

Rigmor Stüssel, Kauffrau (bis 31.12.2023)

Herr von Schacky hat die Befugnis die Gesellschaft allein zu vertreten und ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Er steht der Geschäftsführung außerdem vor.

Alle übrigen Geschäftsführer vertreten bzw. vertraten die Gesellschaft jeweils gemeinsam mit einem anderen Geschäftsführer oder einem Prokuristen.

3. Bezüge der Geschäftsführung und Bezüge des Beirates

Die Bezüge der Geschäftsführung nach § 285 Nr. 9 HGB belaufen sich im Geschäftsjahr auf insgesamt EUR 1.140.954,98 und für die Mitglieder des Beirates auf insgesamt EUR 54.000,00. Auf die Angabe der Bezüge für ehemalige Geschäftsführer wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4. Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse von besonderer Bedeutung nach Ablauf des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

5. Ergebnisverwendung

Aus dem Jahresergebnis 2023 erfolgte durch Beschluss vom 19. Januar 2024 eine Vorabausschüttung in Höhe von EUR 300.000,00. Über die Verwendung des restlichen Jahresergebnisses und des Gewinnvortrags beschließt die Gesellschafterversammlung.

 

Berlin, 22.05.2024

Daniel von Schacky

Diandra Donecker

Micaela Kapitzky

Dr. Markus Krause

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- / Herstellungskosten
Wert 01.01.2023 Zugang Abgang Wert 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 308.200,40 0,00 0,00 308.200,40
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.870.441,54 11.579,19 0,00 4.882.020,73
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.418.376,80 31.713,93 2.182,89 1.447.907,84
6.288.818,34 43.293,12 2.182,89 6.329.928,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 258.446,81 0,00 0,00 258.446,81
2. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 240.893,00 4.064,00 81.629,00 163.328,00
499.339,81 4.064,00 81.629,00 421.774,81
Anlagevermögen insgesamt 7.096.358,55 47.357,12 83.811,89 7.059.903,78
Abschreibungen
Wert 01.01.2023 kumuliert Geschäftsjahr Zuschreibung Abgang Wert 31.12.2023 kumuliert
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 307.012,40 444,00 0,00 0,00 307.456,40
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.059.883,66 130.105,19 0,00 0,00 1.189.988,85
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.147.855,60 55.855,93 0,00 2.182,89 1.201.528,64
2.207.739,26 185.961,12 0,00 2.182,89 2.391.517,49
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 197.724,79 0,00 0,00 0,00 197.724,79
2. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
197.724,79 0,00 0,00 0,00 197.724,79
Anlagevermögen insgesamt 2.712.476,45 186.405,12 0,00 2.182,89 2.896.698,68
Buchwert Buchwert
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 744,00 1.188,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.692.031,88 3.810.557,88
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 246.379,20 270.521,20
3.938.411,08 4.081.079,08
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 60.722,02 60.722,02
2. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 163.328,00 240.893,00
224.050,02 301.615,02
Anlagevermögen insgesamt 4.163.205,10 4.383.882,10

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

I. Geschäft und Rahmenbedingungen

1. Überblick

Die Grisebach GmbH, geschäftsansässig in der Fasanenstraße 25, 10719 Berlin, ist ein Dienstleistungsunternehmen, das Kunstauktionen organisiert und durchführt. Zusätzlich erfolgt der An- und Verkauf sowie der Kommissionsverkauf von Kunstwerken im Rahmen des freien Kunsthandels und über Ausstellungen auch außerhalb von Auktionen.

Zur Unterstützung der Vertriebsaktivitäten hält die Gesellschaft eine Beteiligung an der Villa Grisebach Auktionen AG in Zürich (Schweiz). Die Gesellschaft wird zu 100% von der Grisebach GmbH gehalten.

2. Geschäftstätigkeit

Als national und international agierendes Unternehmen werden halbjährlich über nach Sparten eingeteilte Auktionen Gemälde, Skulpturen, Arbeiten auf Papier, Graphiken und Photographien des 19. bis 21. Jahrhunderts sowie ausgewählte Kunstobjekte aller Epochen im Rahmen von Präsenzauktionen angeboten. Dazu kommen monatlich ausschließlich über das Internet durchgeführte Online-Auktionen. Für diese Dienstleistungen erhält die Gesellschaft vertraglich geregelte Kommissionsprovisionen.

II. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

1. Gesamtwirtschaft

Das Bruttoinlandsprodukt sank 2023 im Verhältnis zum Vorjahr um 0,1% (Preis-, saison- und kalenderbereinigt). Der Einzelhandelsumsatz lag um 3,3% unter dem Niveau des Vorjahres.

Diese negativen Rahmenbedingungen zeigten sich auch im Bereich des Kunstauktionsmarktes sowohl auf deutscher wie auch auf europäischer Ebene.

2. Branchenentwicklung

Der deutsche Kunstauktionsmarkt sank im Jahr 2023 bei einem Bruttovolumen von EUR 318,7 Mio gegenüber dem Vorjahr (EUR 340,7 Mio) um 6,5% (Hammerpreise plus Aufgeld ohne Umsatzsteuer).

Grisebachs Auktionsumsatz betrug im Jahr 2023 EUR 45,1 Mio (Vorjahr 68,7 Mio). Ein Rückgang von 35%, der ausschließlich auf den Sondereffekt in 2022 durch den Verkauf des Beckmann-Portraits zurückzuführen ist (s. auch III. 1.).

Der Marktanteil von Grisebach am deutschen Auktionsmarkt betrug 14% (Vorjahr 20%). Stärkster Wettbewerber bleibt Ketterer bei einem Volumen von EUR 76,9 Mio mit einem Marktanteil von 24% (Vorjahr 29%) und einem Rückgang zum Vorjahr in Höhe von 21%.

Das Volumen des europäischen Kunstauktionsmarktes belief sich auf EUR 3.572 Mio (Vorjahr EUR 4.292 Mio), ein Rückgang in Höhe von 17% zum Vorjahr.

(Die Daten zur Branchenentwicklung wurden den von Artnet abgerufenen Daten per 26.1.2024 entnommen.)

III. Darstellung der Lage

1. Geschäftsverlauf

Die Geschäftstätigkeit von Grisebach entwickelte sich unterproportional zur Marktentwicklung. Dabei ist der Sondereffekt aus dem Verkauf des Beckmann-Portraits im Jahre 2022 zu berücksichtigen. Allein auf diese Transaktion entfiel ein Bruttoumsatz in Höhe von EUR 23,2 Mio, der naturgemäß im Folgejahr nicht wiederholt werden konnte. Bereinigt um diesen Effekt, ist die Umsatzentwicklung konstant.

Der Bruttoumsatz (also inkl. Freiverkäufe und Auf- und Abgelder sowie inkl. der erzielten Hammerpreise) sank auf EUR 49,8 Mio im Verhältnis zum Vorjahresniveau (EUR 72,8 Mio) ein Rückgang um EUR 23 Mio.

2. Geschäftsausbau

Das Jahr 2023 wurde anders als noch im Vorjahr durch eine stärker ausgeprägte Käuferzurückhaltung geprägt.

Das Bruttoumsatzvolumen der reinen Online Only-Auktionen mit insgesamt neun (Vorjahr 12) Einzelauktionen betrug EUR 3,9 Mio (Vorjahr 4,4 Mio).

Die Sparte der Kunst des 19. Jahrhunderts führte wieder in jeder Saison eine Auktion durch.

Der Zweite Platz unter den deutschen Kunstauktionshäusern konnte erneut hinter Ketterer (EUR 76,9 Mio) und knapp vor Van Ham (EUR 43,3 Mio) behauptet werden.

Es bleibt das Unternehmensziel in allen Kunstsparten das qualitativ hochwertigste Angebot bei besten Preisen und damit höchsten Umsätzen zu erreichen.

3. Unternehmenssteuerung

Alle vier Geschäftsführer sind an der Gesellschaft beteiligt. Durch die Kombination aller wichtigen Spezialkenntnisse in diesem Gremium wird eine langfristige und nachhaltige Unternehmens- und Investitionspolitik verfolgt und dabei gleichzeitig ein sehr breites Steuerungsspektrum abgedeckt.

4. Personalbereich

Im Geschäftsjahr beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 54 Mitarbeiter (Vorjahr 49), von denen der größte Teil in Berlin tätig war.

IV. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

1. Ertragslage

a) Umsatzentwicklung

Der Umsatz der Gesellschaft betrug im Geschäftsjahr EUR 11,6 Mio (Vorjahr EUR 15,3 Mio).

Diese Umsätze wurden weltweit generiert.

Der Druck auf die Einlieferungskonditionen bei gleichzeitig starker Preis- und Qualitätssensibilität bei den Käufern belasten das Geschäft stark.

b) Ergebnisanalyse

Wesentlicher Faktor für die Ergebnisentwicklung ist die Höhe des erzielten Umsatzes. Fast alle Kostengruppen der Gesellschaft sind ab einem Basisniveau variabel und damit direkt abhängig von der Anzahl der zur Versteigerung gelangenden Kunstwerke sowie der Höhe der Zuschlagswerte. Der Jahresüberschuss belief sich auf TEUR 607 (Vorjahr TEUR 3.054).

Die Ergebnisverschlechterung ist sowohl auf die Entwicklung der Umsatz - und Kostenseite (Sonderaufwendungen) zurückzuführen. In den Sonderaufwendungen finden sich u.a. Einmalaufwände für Organisationsmaßnahmen in Höhe von TEUR -285.

Der durchschnittliche Hammerpreis pro angebotenem Werk betrug im Jahr 2023 EUR 20.980 (Vorjahr EUR 30.141). Es wurden insgesamt 2.333 (Vorjahr 2.478) Werke über die beiden Vertriebskanäle Präsenzauktionen und Online-Only-Auktionen angeboten. Davon konnten 1.719 (Vorjahr 1.887) Werke verkauft werden.

Nahezu alle laufenden Rechtsstreitigkeiten konnten im Geschäftsjahr erfolgreich beendet werden. Im Fall einer versagten behördlichen Genehmigung wurde aus Vorsichtsgründen das Risiko einer Rückabwicklung ergebniswirksam mit ca. TEUR -347 berücksichtigt.

2. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum Stichtag EUR 23,4 Mio (Vorjahr EUR 27,4 Mio). Die Veränderung ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass das Ergebnis schlechter ausgefallen ist.

Das Eigenkapital unter Berücksichtigung des Jahresgewinns und der Ausschüttung des Jahres 2023 ist um EUR 2,4 Mio auf insgesamt EUR 7,6 Mio (Vorjahr EUR 10,0 Mio) gesunken. Das gezeichnete Kapital blieb konstant. Die Eigenkapitalquote hat sich dadurch auf 33% verringert (Vorjahr 37%).

Zum Liquiditätsmanagement wird wöchentlich eine Abschätzung der Liquiditätslage der Gesellschaft über die kommenden bereits bekannten Aus- und Einzahlungen aufgestellt. Als Betriebsmittelkredit, zur Finanzierung der saisonalen Liquiditätsspitzen aufgrund der halbjährlich durchgeführten Auktionen, wurde im Dezember 2016 ein langfristiges Darlehen in Höhe von EUR 2,0 Mio (KfW-Mittel) aufgenommen. Als Sicherheit gegenüber der finanzierenden Bank dient das Betriebsgebäude Fasanenstraße 25. Das Darlehen wird regelmäßig getilgt und valutiert zum Stichtag noch auf EUR 0,6 Mio.

Es wurden laufende Ersatzinvestitionen im Bereich Betriebsgebäude, Geschäftsausstattung und IT getätigt. Die Weiterentwicklung des zentralen Auktionsinformationssystems auf Basis der Datenbank 4D (Eigenentwicklung) neben den angebundenen Systemen Datev, Typo3 und Global Auctions Platform erfolgt im Wesentlichen durch die laufende Lizensierung der Software, der Beauftragung von Entwicklern oder der Beteiligung der Softwarelizenzgeber am über die Plattform generierten Umsatz.

Die Bilanzsumme von EUR 23,4 Mio (Vorjahr EUR 27,4 Mio) gliederte sich zum 31.12.2023 in Anlagevermögen mit 18 % (Vorjahr 16 %) und in Umlaufvermögen mit 82 % (Vorjahr 84 %).

Die Liquiditätslage der Gesellschaft insgesamt blieb im Geschäftsjahr 2023 positiv. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die liquiden Mittel beliefen sich zum Geschäftsjahresende auf EUR 15,3 Mio (Vorjahr EUR 20,4 Mio). Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr EUR - 2,0 Mio. (Vorjahr EUR 4,4 Mio). Der Rückgang ist auf die Ergebnisentwicklung zurückzuführen.

V. Risikobericht

Als Risiko sehen die Geschäftsführer die prognostizierte kurzfristige Entwicklung des allgemeinen Konsumklimas. Aufgrund der anhaltenden Kriegshandlungen in Europa bei ausgeprägter Inflationsrate ist bei potenziellen Einlieferern weiter eine tendenzielle Zurückhaltung zu spüren. Dazu kommt eine ausgeprägte Kaufzurückhaltung. Die weitere Entwicklung des Zinsniveaus könnte einen gegenläufigen Einfluss ausüben, allerdings hat sich aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung die Erwartung auf schnelle Zinssenkungen ab Mitte 2024 reduziert.

Die Aufwendungen zur Identifikation von Fälschungen, verbunden mit umfassenden Garantien zur Authentizität und rechtlich einwandfreien Provenienzen der angebotenen Kunstwerke müssen stetig ausgedehnt werden, um die Risiken des Geschäftes für Kunden wie auch für das Auktionshaus auf ein Minimum zu reduzieren. Die daraus für die Gesellschaft entstehenden Kostenbelastungen sind nur schwer abschätzbar und stellen mithin ein grundsätzliches Risiko dar.

Insgesamt gehen wir aber, abgesehen von unvorhersehbaren Veränderungen im deutschen und internationalen Kunstmarkt, von einem verhalten positiven weiteren Geschäftsverlauf aus. Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden könnten, sehen wir derzeit nicht.

Eine negative Geldwertentwicklung als Folge inflationärer Einflüsse könnte, verbunden mit einer Nachfragezunahme nach Kunst als wertstabile Anlage, auch eine Chance zur Umsatzsteigerung für das Unternehmen darstellen.

VI. Prognosebericht

Das derzeitige Marktumfeld ist geprägt von einem intensiven Wettbewerb der vier bis fünf größten deutschen Auktionshäuser um die Akquisition auktionsfähiger Kunstwerke. Sowohl die Reputation des Hauses in Kombination mit der Fachkompetenz der Akquisiteure, aber in wachsendem Maße auch die gewährten Konditionen, entscheiden über die Erteilung eines Auktionsauftrages.

Dazu kommen die Unwägbarkeiten aufgrund der anhaltenden Kriegshandlungen in Europa.

Neben dem Ausbau der Wachstumssparte Zeitgenössische Kunst und dem Ausbau einer gezielten Kundenbetreuung, liegt der Ausbau rein digitaler Angebote sowie die Optimierung der Prozesse im Fokus unternehmerischer Aktivitäten.

Vorausgesetzt die für das Geschäftsjahr 2024 vorgesehenen Auktionen und Ausstellungen können planmäßig durchgeführt werden und es bleibt bei den Prognosen zur Konjunkturentwicklung, erwartet die Geschäftsführung für 2024 eine stabile bis leicht rückläufige Ergebnisentwicklung, im Bereich von EUR 0,1 Mio bis EUR 0,6 Mio vor Steuern.

 

Berlin, 22. Mai 2024

Daniel von Schacky

Diandra Donecker

Micaela Kapitzky

Dr. Markus Krause

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Grisebach GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Grisebach GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Grisebach GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 31. Mai 2024

PKF Fasselt Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Kühne, Wirtschaftsprüferin

Beier, Wirtschaftsprüfer

Beschluss der Gesellschafterversammlung über die Gewinnverwendung für das Geschäftsjahr 2023

Die Grisebach GmbH hält hiermit unter Verzicht auf alle gesetzlichen und gesellschaftsrechtlichen Formen und Fristen der Einberufung und Ankündigung eine außerordentliche Gesellschafterversammlung ab und beschließt einstimmig:

Von dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 607.255,15 des Jahres 2023 werden insgesamt EUR 400.000,00 an die Gesellschafter ausgeschüttet (Vorabausschüttung in Höhe von EUR 300.000,00, Auszahlung erfolgte am 23. Januar 2024, und EUR 100.000,00, Auszahlung vorgesehen am 15.07.2024) Der verbleibende Betrag in Höhe von EUR 207.255,15 wird zusammen mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr (EUR 3.940,29) auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Berlin, 10. Juli 2024

Maricopa GmbH

Daniel von Schacky

Diandra Donecker

Micaela Kapitzky

Dr. Markus Krause

Bernd Schultz

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 26.06.2024 festgestellt.

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