Erbringung von Logistikdienstleistungen
Petrotank Neutrale Tanklagergesellschaft mbHLiquidiert
27568 Bremerhaven, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Onno Caspar Jan Handels seit 10.10.2012 | Geschäftsführer |
Hans-Josef Krämer seit 7.5.2010 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Petrotank Neutrale Tanklagergesellschaft mbHEigenbeteiligung | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Groß-Tanklager TREVITANK G.m.b.H.Aufgelöst | 100.00% |
| 100.00% |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Petrotank Neutrale Tanklagergesellschaft mbHBremerhavenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010LageberichtGliederung Lagebericht A. Überblick über den Geschäftsverlauf I. Beschreibung Geschäftsverlauf II. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen III. Wesentliche Entwicklungen im abgelaufenen Geschäftsjahr B. Darstellung der Lage der Gesellschaft I. Darstellung der Vermögenslage II. Darstellung der Ertragslage und des Geschäftsergebnisses III. Darstellung der Finanzlage C. Prognosebericht I. Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung in Chancen und Risiken II. Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2011 D. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres (Nachtragsbericht) E. Risikobericht zu bestandsgefährdenden oder entwicklungsbeeinträchtigenden Risiken F. Sonstige Angaben I. Risikomanagementziele und Finanzinstrumente II. Betriebsstätten A. Überblick über den Geschäftsverlauf I. Beschreibung Geschäftsverlauf Unser Geschäftsgegenstand ist der Umschlag von Mineralölprodukten und anderen flüssigen Umschlagsgütern für Dritte an bundesweit 22 eigenen Standorten. Diese Dienstleistung bieten wir als unabhängiger und neutraler Dienstleistungsbetrieb dem Mineralölmarkt und der Industrie an. Die Standorte befinden sich in Bamberg, Braunschweig, Bremerhaven, Bullay, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Erlangen, Frankfurt, Hamm-Uentrop, Hanau, Hannover (Nord und Süd), Hildesheim, Köln, Lünen, Marktredwitz, Nordenham-Blexen, Nossen, Oldenburg, Osnabrück, Trier und Würzburg. Das Tanklager in Bodenbach / Nossen wurde bis zum 31.12.2009 durch unsere Beteiligungsgesellschaft MVD Rhäsa GmbH betrieben, die sich seit 06.07.2009 zu 100% im Besitz der Petrotank Neutrale Tanklagergesellschaft mbH befindet. Per 01.01.2010 wurden kraft Verschmelzung die Vermögensgegenstände, das Kapital und alle Rechte und Pflichten aus bestehenden Vertragsverhältnissen auf die Petrotank Neutrale Tanklagergesellschaft übertragen. Unsere Haupttätigkeit ist auf den Umschlag von Heizöl Extra Leicht (HEL), Dieselkraftstoff, Benzin, Biodieselkraftstoff, Rapsöl und andere Pflanzenöle, Heizöl Schwer, Bitumen, Altöle und Produkte aus der Altölaufbereitung und andere flüssige Umschlagsgüter ausgerichtet. In der Logistikkette von Raffinerie oder Produktion bis hin zum Verbrauch bieten wir unsere Dienstleistung den Raffineriegesellschaften, dem Import/Handel oder anderen Industriebetrieben an. Unter den Tanklagerbetreibern in Deutschland sind wir der einzige Lagerhalter, der bundesweit in dieser Breite vertreten ist und betreiben somit die größte Anzahl von Tanklagern im Vergleich zu Wettbewerbern. Gemessen an den Tankraumkapazitäten sind wir zurzeit der drittgrößte Tanklagerhalter in der BRD. II. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Das abgelaufene Geschäftsjahr 2010 war im Wesentlichen von einer steigenden Mineralölpreisentwicklung ab dem II. Quartal geprägt, was teilweise zu einem zögerlichen Konsumentenverhalten im II. und III. Quartal geführt hat. Aufgrund einer kalten Witterung im IV. Quartal 2010 und verstärkt einsetzender Nachfrage erreichte unser Hauptumschlagsprodukt Heizöl (EL) einen Absatzzuwachs von + 3,65 % im Bundesdurschnitt in 2010. Der Absatz von Dieselkraftstoff (DK) verzeichnete im gleichen Betrachtungszeitraum eine bundesweite Absatzsteigerung von + 3,37 % und stabilisierte somit auch den Umschlag von Dieselkraftstoff an unseren Standorten. Der Absatz von Benzin (OK) ist im Vergleich zu 2009 um 2,72 % gesunken. An unseren Tanklagerstandorten konnte der Umschlag von Heizöl (EL) um 1,86 % und von Dieselkraftstoff (DK) um 7,16 % gesteigert werden. Der Umschlag von Benzin (OK) ist um 1,85 % gesunken. Der Absatz von Heizöl Schwer konnte um 29,56 % erhöht werden. Im Rahmen der Konsolidierung unseres Geschäftes haben wir per 01.10.2010 das Tanklager Rendsburg veräußert. Mit anstehendem Rückbau des Tanklagers Oldenburg Anfang 2011 ist somit unser Konsolidierungsprozess abgeschlossen und wir verfügen dann nur noch über Tanklagerstandorte, die positiv zum Ertrag beitragen. Mit Wirkung zum 01.01.2010 wurde das Tanklager Nossen und die dazugehörige Betriebsgesellschaft MVD Rhäsa GmbH auf Petrotank Neutrale Tanklagergesellschaft mbH verschmolzen und operativ in alle Petrotank-Prozesse eingegliedert. Darüber hinaus wird auch weiterhin national und international nach wirtschaftlich und strategisch interessanten Standorten zur Ausweitung unseres Tanklagersystems gesucht. Im Zuge dessen wurde per 01.10.2010 das Tanklager Duisburg mit einer Gesamtkapazität von 106.600 cbm und 6 Mitarbeiter von der Shell Deutschland Oil GmbH übernommen. Insgesamt ist der gesamtwirtschaftliche Verlauf in der Mineralölbranche und im Zusammenhang mit unserem Geschäftsverlauf als positiv zu bezeichnen. III. Wesentliche Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr Wir beurteilen den Geschäftsverlauf 2010 als gut. Unsere Prognosen und Planungen für das Jahr 2010 konnten ertragsseitig übererfüllt werden. Dies ist insbesondere durch den Abschluss neuer Umschlags- und Tankmietverträge zu begründen, die sowohl in 2010 als auch in Folgejahren zu höheren Erträgen führen. Darüber hinaus wird der Zukauf des Tanklagerstandortes Duisburg in 2011 zu steigenden Erträgen, Kosten und Gewinn führen. Aus dem Vorangegangenen können folgende wesentlichen Einflussfaktoren abgeleitet werden:
im oder, betrachtet über alle Umschlagsprodukte, über dem Bundesdurchschnitt. Unter Berücksichtigung der Branchenentwicklung ist das erzielte Ergebnis als positiv zu bewerten. B. Darstellung der Lage der Gesellschaft I. Darstellung der VermögenslageDie Anschaffung des neuen Tanklagerstandortes Duisburg wurde zu 80 % über ein langfristiges Investitionsdarlehen und zu 20 % aus Eigenkapital finanziert. Erhaltungs- und Erweiterungsinvestitionen in die vorhandenen Tanklagerstandorte wurden aus dem Ertrag (cash flow) und mittelfristige Terminkredite auf niedrigem Zinsniveau, die aus der Ertragskraft getilgt werden, finanziert. Konsolidiert betrachtet, mit der Muttergesellschaft Petrotank Holding GmbH, verfügt die Gesellschaft über 27 % Eigenkapital, welches für anlagenintensive Gesellschaften als äußerst positiv zu bewerten ist. Das Gesamtvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.921 (+ 4,13 %) erhöht. Diese Steigerung resultiert im Wesentlichen aus dem Zuwachs des Anlagevermögens durch die Verschmelzung der MVD Rhäsa auf die Petrotank Neutrale Tanklagergesellschaft mbH. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich überproportial zur Zunahme der Umsatzerlöse verdoppelt. Das Eigenkapital beträgt unverändert TEUR 1.500. Auf Grund des mit der Petrotank Holding GmbH geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages wird kein Jahresüberschuss ausgewiesen. Die reine Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag beträgt dadurch 3,10 %. Die sonstigen Rückstellungen haben sich insbesondere durch die Abzinsung der Rückstellung für Abrissverpflichtungen (./. TEUR 2.399) auf den 1. Januar 2010 um TEUR 2.087 vermindert. Die Bankverbindlichkeiten konnten um TEUR 1.348 (9,86 %) vermindert werden. II. Darstellung der Ertragslage und des Geschäftsergebnisses Durch die Verschmelzung mit der MVD Rhäsa GmbH mit dem großen Tanklager Nossen auf den 1. Januar 2010 konnte die Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr um TEUR 6.861 (+ 32 %) auf TEUR 28.430 gesteigert werden. Im Zusammenhang mit dieser Fusion sowie dem Kauf des Tanklagers Duisburg haben sich zum Vorjahr die Aufwendungen für Personal um TEUR 1.278, die Abschreibungen um TEUR 1.728 erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten um TEUR 1.162 gegenüber dem Vorjahr vermindert werden. Insgesamt konnte das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um TEUR 1.223 auf TEUR 7.144 gesteigert werden. Durch die deutlich gesteigerte Gesamtleistung hat sich die Ertragslage der Gesellschaft verbessert. Sämtliche Rentabilitätskennzahlen liegen über denen des Vorjahres. III. Darstellung der Finanzlage Zur Analyse der Finanzlage wurden unter Berücksichtigung der Fristigkeit von Forderungen und Vermögensgegenständen die folgenden Deckungsgrade im Verhältnis zu den Verpflichtungen innerhalb eines Jahres ermittelt: Kennzahl Kennzahldefinition Liquidität 1. Grades in % = flüssige Mittel / kurzfristige Verbindlichkeiten Liquidität 2. Grades in % = (flüssige Mittel + Forderungen) / kurzfristige Verbindlichkeiten Liquidität 3. Grades in % = Umlaufvermögen / kurzfristige Verbindlichkeiten Cash flow in Euro = Betriebsergebnis + Abschreibungen + Veränderung langfristige Rückstellungen
Die Liquiditätssituation der Gesellschaft ist positiv. Im Berichtsjahr sind keine Liquiditätsengpässe eingetreten. Nach der Finanzplanung für das Geschäftsjahr 2011 sind keine Liquiditätsengpässe absehbar. C. Prognosebericht I. Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung in Chancen und Risiken Auch zukünftig werden wir an unserer Strategie festhalten und uns auf das Betreiben unseres Kerngeschäftes, das Betreiben von Tanklagern für flüssige Umschlagsgüter als neutraler Dienstleistungsbetrieb für gewerbliche Partner, konzentrieren. Hierzu gehört auch weiterhin die Ausweitung unseres Binnentanklagernetzes in Deutschland und die Erschließung neuer alternativer Umschlagsprodukte für unsere Standorte. Sofern sich hier auch international Möglichkeiten ergeben, so werden wir diese vor dem Hintergrund der Umsetzungsmöglichkeit intensiv prüfen. Die Geschäftstätigkeit wird sich in den nächsten beiden Geschäftsjahren nach Art und Umfang, aber auf einem gestiegenen Niveau aufgrund weiterer Tanklagerzukäufe, an den Daten der Vergangenheit orientieren. II. Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2011 Für das Jahr 2011 erwarten wir aufgrund vorliegender Umschlags- und Tankmietverträge gleichbleibende Umsätze auf Vorjahresniveau. Positiven Einfluss auf das Geschäftsjahr 2011 wird die Aufnahme neuer Umschlagspartner für den Umschlag anderer flüssiger Umschlagsgüter haben. Durch den Zukauf weiterer Standorte wird die Kostenstruktur besonders im Bereich Personal steigen. Des Weiteren erhöhen sich die Mieten, Abschreibungen und die Rückstellungen für Abrissverpflichtungen (Raumkosten). Im Zuge dieser Entwicklung wird für 2011 ein gleichbleibender Gewinn geplant. Im Rahmen der Ertragsplanung wird für das Geschäftsjahr ein Nettogewinn in konsolidierter Betrachtung auf Ebene der Muttergesellschaft Petrotank Holding GmbH in Höhe von TEUR 4.600 erwartet. D. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres im Sinne des § 289 Abs.2 Nr. 1 HGB sind nicht eingetreten. E. Risikobericht zu bestandsgefährdenden oder entwicklungsbeeinträchtigenden Risiken Aus heutiger Sicht sind keine bestandsgefährdenden bzw. die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigende Risiken erkennbar. Ein Risikomanagementsystem ist bei uns eingerichtet und wird laufend gepflegt. Darüber hinaus wurde in 2008 für alle Standorte und die zentralen Dienste ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001:2005 eingerichtet. Auch mit Hilfe der neuen Prozesse, der nachhaltigen Kontrollen sowie des zusätzlich gesteigerten Qualitäts- und Umweltbewusstseins aller Beteiligten, hat sich bei uns ein effizientes und risikooptimiertes System etabliert. Die Überwachung von unternehmerischen Risiken wird durch die Unternehmensleitung persönlich laufend durchgeführt. Folgende Risiken werden gesondert überwacht: Umfeld- und Branchenrisiken, unternehmensstrategische Risiken, leistungswirtschaftliche Risiken, Personalrisiken, Informationstechnologierisiken, finanzwirtschaftliche Risiken, Umweltrisiken und Qualitätsrisiken. Durch ein umfassendes monatliches Planungs- und Berichtswesen wird sichergestellt, dass die Geschäftsführung über mögliche Risiken regelmäßig und zeitnah informiert wird und somit unmittelbar notwendige Gegenmaßnahmen ergreifen kann. Im Rahmen der Risikosteuerung sollen Gefahren ausgeschlossen oder zumindest erheblich reduziert werden. Hierzu zählen insbesondere Umweltrisiken und die daraus resultierenden Haft- pflichtrisiken, die durch eine Erhöhung der Versicherungssummen der Umwelt- und Betriebshaftpflichtversicherung, in Anlehnung an die gestiegenen Risiken aufgrund einer größeren Anzahl von Standorten, gedeckt wurden. Qualitätsrisiken werden im Rahmen des vorhandenen Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN ISO 9001:2008 und Umweltrisiken durch das vorhandene Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001:2005 eingeschränkt. F. Sonstige Angaben I. Risikomanagementziele und Finanzinstrumente Zur Finanzierung der Gesellschaft und für Neuinvestitionen werden klassische Finanzierungsformen eingesetzt. Hierzu zählen flexible Bankdarlehen mit fixen Grundlaufzeiten und flexiblen Zinssätzen, die jedoch vorzeitig abgelöst werden können. Das Zinsrisiko wird hier durch Zinsswaps, unter Berücksichtigung von Zinskappen für die Absicherung des steigenden Zinsrisikos, abgesichert. II. Betriebsstätten Die Standorte befinden sich in Bamberg, Braunschweig, Bremerhaven, Bullay, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Erlangen, Frankfurt, Hamm-Uentrop, Hanau, Hannover (Nord und Süd), Hildesheim, Köln, Lünen, Marktredwitz, Nordenham-Blexen, Nossen, Oldenburg, Osnabrück, Trier und Würzburg.
Bremerhaven, 8. März 2011 Petrotank Neutrale Tanklagergesellschaft mbH Jens Janßen, Geschäftsführer kaufmännischer Bereich Frank Bauer, Geschäftsführer technischer Bereich BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss der Firma Petrotank Neutrale Tanklagergesellschaft mbH wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Im Geschäftsjahr waren erstmals die neuen Vorschriften zur Rechnungslegung in Form des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) in vollem Umfang, beginnend zum 1. Januar 2010 anzuwenden. Bei der erstmaligen Aufstellung des Jahresabschlusses nach den Vorschriften des BilMoG wurden die Vorjahresvergleichszahlen unter Anwendung des Wahlrechts des Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht angepasst. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Im Einzelnen waren dies folgende Grundsätze und Methoden: Die immateriellen Wirtschaftsgüter sowie das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und auf der Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die im Berichtsjahr zugegangenen abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungswerten bis zu Euro 410,00 werden im Zugangsjahr gem. § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben. In Vorjahren gem. § 6 Abs. 2a EStG gebildetete Sammelposten für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungswerten zwischen 150,00 Euro und 1.000,00 Euro werden entsprechend der Restlaufzeit des Sammelpostens abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Bewertung der Forderungen erfolgte zum Nennbetrag. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden gem. § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.
II. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz Firmenwert Die Abschreibung erfolgt aufgrund der Laufzeit wesentlicher Verträge und der damit einhergehenden voraussichtlichen Bestandsdauer über die individuelle Nutzungsdauer von zehn Jahren. Forderungen
Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen in Höhe von Euro 51,98 solche aus Steuern (Vorjahr Euro 30,77). Bei den restlichen Forderungen handelt es sich um sonstige Forderungen. Rückstellungen
Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet. Für die Berechnungen der Pensionsrückstellungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Die geänderte Bewertung der Pensionen auf den 31.12.2009 bzw. den 1.01.2010 haben unterschiedliche Auswirkungen auf die bei der Gesellschaft bestehenden unterschiedlichen Zusagegruppen. Soweit die Umstellung auf den Erfüllungsbetrag zum 1.1.2010 zu einer Zuführung der Rückstellungen führte, erfolgte eine Anpassung in voller Höhe. Soweit die Zuführung zu einer Überdeckung führte, wurde der erhöhte Betrag beibehalten und wird mit den zukünftigen Zuführungen bis zum 31.12.2024 verrechnet. Die Überdeckung beträgt zum 31.12.2010 Euro 33.020,00. Der Betrag der Pensionsrückstellung mit einem Erfüllungsbetrag von Euro 1.310.963,00 wurde gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB mit dem vorhandenen Deckungsvermögen von Euro 69.701,34 (Zeitwert) saldiert. sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Urlaubsansprüche in Höhe von EUR 124.700,00, Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von EUR 213.716,00, Jahresabschlusskosten in Höhe von EUR 64.000,00, Abrissverpflichtungen in Höhe von EUR 5.456.463,81 sowie Tantiemen in Höhe von EUR 100.000,00. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen sämtlich Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter. Davon entfallen Euro 80.640,72 (Vorjahr: Euro 122.158,30) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Bei den restlichen Verbindlichkeiten handelt es sich um sonstige Verbindlichkeiten. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von Euro 103.806,23 (Vorjahr: Euro 77.025,29) solche aus Steuern und in Höhe von Euro 13.101,98 (Vorjahr: Euro 6.810,41) solche im Rahmen der sozialen Sicherheit. Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt Euro 17.580.067,86 und betrifft die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden: - Grundpfandrechte - Sicherungsübereignung von technischen Anlagen Latente Steuern Der Ausweis latenter Steuern erfolgt abweichend vom Vorjahr auf Ebene des Organträgers, der Petrotank Holding GmbH, Bremerhaven. III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Anpassung Vorjahreszahlen Die Regiekosten werden im Berichtsjahr erstmalig unter den Löhnen und Gehältern ausgewiesen. Insoweit wurde der Vorjahresbetrag entsprechend angepasst. außerordentliches Ergebnis Die im Wirtschaftsjahr aufgrund der Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes erfolgten ertragswirksamen Anpassungsbuchungen per 1. Januar 2010 werden unter außerordentlichen Erträge und Aufwendungen ausgewiesen. IV. Sonstige Pflichtangaben Derivative Finanzinstrumente Das Zinsänderungsrisiko, dem die Gesellschaft ausgesetzt ist, entsteht hauptsächlich aus den langfristigen finanziellen Schulden mit einem variablen Zinssatz. Zur Absicherung von Zinsrisiken hat die Gesellschaft zum Bilanzstichtag insgesamt sieben Zinsswap-Geschäfte zum Nominalbetrag von insgesamt TEUR 14.722 abgeschlossen.
Der beizulegende Zeitwert wurde gemäß § 255 Abs. 4 HGB zu Marktpreisen unter Berücksichtigung von Stückzinsen ermittelt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- Erbbaurechts- und Leasingverträgen, die nicht in der Bilanz ausgewiesen sind, stellen sich wie folgt dar:
Geschäftsführer Die Geschäfte wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr von Herrn Jens Janßen als alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer für den kaufmännischen Bereich und Herrn Frank Bauer für den technischen Bereich geführt. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführungsorgane wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 125 Arbeitnehmer beschäftigt (Vorjahr: 101).
Bremerhaven, 8. März 2011 Petrotank Neutrale Tanklagergesellschaft mbH Jens Janßen Frank Bauer Geschäftsführer kaufmännischer Bereich Geschäftsführer technischer Bereich Anlagespiegelist im Anhang enthalten Bericht des Aufsichtsratsnicht relevant sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 05.04.2011 festgestellt. BestätigungsvermerkV. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks Nach dem Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem als Anlagen 1 bis 3 beigefügten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 und dem als Anlage 4 beigefügten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010 der Petrotank Neutrale Tanklagergesellschaft mbH, Bremerhaven, den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: "Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Petrotank Neutrale Tanklagergesellschaft mbH, Bremerhaven, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 mit einer Bilanzsumme von Euro 48.334.194,34 und einem Jahresergebnis von Euro 0,00 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Hamburg, 8. März 2011 SKN
Michael Niemeyer, Vereidigter Buchprüfer Gerold Winter, Wirtschaftsprüfer |
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