Lobbe Entsorgung GmbHLiquidiert

Wiemecker Feld 7, 59909 Bestwig, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Arnsberg HRB 3105
Vorher
Stratmann Städtereinigung GmbH
Eingetragen
7.5.1976
Branche
Beseitigung von anderen Umweltverschmutzungen und sonstige Tätigkeiten in der AbfallbewirtschaftungEnergetische Verwertung von AbfällenAllgemeine Gebäudereinigung
Gegenstand
Erbringung sämtlicher im Rahmen der Entsorgungs- und/oder Recyclingwirtschaft anfallenden Leistungen jedweder Art, insbesondere das Einsammeln, Befördern, Lager, Behandeln, Verwerten, Beseitigen, Handeln und Vermitteln von Abfällen/Sekundärrohstoffen aller Art sowie Winterdienst/Straßenreinigung, Betrieb von Anlagen, Administrative Abwicklung, Abfallberatung, Kanalreinigung/unterhaltung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tobias Wiedemeier
seit 17.3.2020
Prokura
Michael Dietsch
seit 17.3.2020
Prokura
Christoph Assmann
seit 4.3.2020
Geschäftsführer
Marcell Wiese
seit 6.3.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Lobbe Holding GmbH & Co KG
Germany
310.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lobbe Entsorgung GmbH

Bestwig

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

Lobbe Entsorgung GmbH, Bestwig

II. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Wir verstehen uns als Dienstleister im Bereich Abfall- und Recyclingmanagement für Unternehmen jeder Branche und jeder Größe im Einzugsgebiet der Betriebsstätten unserer Gesellschaft. Zu unseren Kunden zählen neben Privatpersonen, Industrie- und Gewerbebetrieben auch Verbände, Organisationen des Gesundheitswesens, Kommunen und Duale Systeme, die uns mit der haushaltsnahen Erfassung von Abfällen und Wertstoffen beauftragt haben.

Das Leistungsspektrum reicht vom Sammeln und Transportieren über das Sortieren, Verwerten, Aufbereiten und Entsorgen von Abfällen bis hin zur Vermarktung von Sekundärrohstoffen. Ergänzt wird diese Dienstleistungspalette durch den Einsatz moderner Technik in den Behandlungsanlagen und der gesamten Logistikkette. Durch ein gezieltes Stoffstrommanagement werden Abfälle den geeigneten Sortier- und Aufbereitungsanlagen zugeführt und verwertet sowie Restmengen entsorgt. Dies geschieht über eigene Anlagen, Beteiligungsanlagen sowie feste Kontingente in Fremdanlagen und garantiert zusammen mit einem strengen Qualitätsmanagementsystem maximale Entsorgungssicherheit. Gleichzeitig wird so der Wert der verschiedenen Abfallarten auf ökologisch sinnvolle und wirtschaftlich günstige Weise erhalten.

Unsere Gesellschaft ist in der Lage, nahezu die gesamte Bandbreite an Entsorgungsleistungen anzubieten. Dabei liegt unser Bestreben darin, möglichst Wertstoffkreisläufe zu schließen und Sekundärrohstoffe dem Wirtschaftskreislauf wieder zuzuführen. Nachhaltiges Wirtschaften und der umweltbewusste und schonende Umgang mit Abfallstoffen stehen dabei stets im Vordergrund.

2. Forschung und Entwicklung

Es gab in 2021 keine wesentlichen Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung.

II. Wirtschaftsbericht

1. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft hat sich 2021 vom coronabedingten Einbruch des Vorjahres erholt, wenngleich weniger deutlich als ursprünglich erwartet. Laut der ersten amtlichen Schätzung des Statistischen Bundesamts ist das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2021 um 2,9 Prozent gewachsen. Gebremst wurde das Wachstum durch Lieferengpässe, insbesondere im 4. Quartal. Viele Betriebe in der Automobilindustrie, der Elektroindustrie oder im Maschinenbau konnten ihre Produktion, trotz hoher Nachfrage, nicht wie gewohnt aufrechterhalten.

Die Kreislaufwirtschaftsbranche hat sich im vergangenen Jahr insgesamt trotz aller Herausforderungen gut behaupten können. Die über die Branchenunternehmen hinweg positive Auftragslage verschafft den Unternehmen eine zuversichtliche Stimmung für den Start in das Jahr 2022. Über die Hälfte der BDE-Verbandsunternehmen meldet steigende Umsätze und Beschäftigtenzahlen, lediglich ein Fünftel vermeldet jedoch auch eine verbesserte Ertragslage.

Die Flutkatastrophe im Sommer 2021 hat bundesweit zu einer kurzfristigen Steigerung der Abfallmengen und zu einer Überauslastung der Logistik und der entsprechenden Aufbereitungsanlagen geführt. Auf das gesamte Jahr bezogen war die Auslastung der Ressourcen im Bereich von Sammlung und Transport daher hoch.

Die Verwertungserlöse im Bereich aller Sekundärrohstoffe sind im Jahr 2021 deutlich gestiegen. Die hohe Nachfrage nach Altpapier hat teilweise zu Preissteigerungen im dreistelligen Prozentbereich geführt. Auch die Preise für Kunststoffe, Holz und Metallschrott haben sich deutlich erhöht, nachdem sie zuvor drei Jahre in Folge gesunken waren. Durch diese positive Preisentwicklung konnten die vorgenannten mengenbedingten Rückgänge teilweise kompensiert werden.

Die Kreislaufwirtschaft gewinnt immer mehr an Bedeutung. Mit dem sogenannten Green-Deal hat die EU-Kommission ehrgeizige Ziele gesetzt, von denen nahezu alle Stoffströme betroffen sein werden. Die Gewinnung hochwertiger Sekundärrohstoffe, Energieeffizienz und Reduzierung von Restabfallmengen werden als zentrale Themen eine wesentliche Rolle spielen. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen müssen in Teilen noch geschaffen werden; der Vollzug bleibt teilweise noch unklar. Hier fehlt der gesamten Branche Planungs- und Investitionssicherheit. Weitere Themen und Belastungen für die Unternehmen sind nach wie vor ausufernde Bürokratie, schleppende Digitalisierung der Verwaltung und insgesamt zu wenig Impulse von Seiten der Politik.

2. Geschäftsverlauf

Trotz eines herausfordernden Marktumfeldes mit temporären coronabedingten personellen Einschränkungen ist das Geschäftsjahr 2021 für Lobbe Entsorgung GmbH zufriedenstellend verlaufen. Auch unter sich verändernden Rahmenbedingungen konnten wir unsere Dienstleistungen in gleichbleibend hoher Qualität für unsere Kunden erbringen.

Neben den operativen Schwerpunkten war das Jahr 2021 durch integrationsbedingte Umstrukturierungen geprägt. Einzelne Abteilungen wurden neu organisiert und durch einheitliche Prozesse und IT-Lösungen unterstützt.

Zu den Stärken der Lobbe Entsorgung GmbH zählte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die breite Diversifizierung von Geschäftsfeldern und Kundensegmenten.

Die Logistik der Lobbe Entsorgung GmbH war in 2021 gut ausgelastet.

Der hohe Anteil an öffentlichen Aufträgen mit komfortablen Laufzeiten stellte auch im Jahr 2021 eine stabile Grundauslastung sicher. Wie im Vorjahr konnten auch in 2021 sämtliche Ausschreibungen bestehender Entsorgungsverträge wiedergewonnen werden.

Die Aufbereitungsanlagen im Bereich der Wertstoffe liefen in 2021 störungsfrei. Die Deckungsbeiträge konnten gegenüber dem Vorjahr vor allem aufgrund gestiegener Verwertungserlöse erhöht werden.

Die Steigerung der Umsätze ist vor allem auf gestiegene Verwertungserlöse im Bereich Sekundärrohstoffe, Zusatzumsätze für die hohen Sperrgutmengen in Folge der Flutkatastrophe sowie inflationsbedingte Effekte auf Basis vertraglicher Preisgleitklauseln zurückzuführen.

Aufgrund der Verschmelzung der ehemaligen Tochtergesellschaft arosa Umweltdienstleistungs GmbH auf die Lobbe Entsorgung GmbH rückwirkend zum 01.01.2021 ist ein sinnvoller Vorjahresvergleich nur eingeschränkt möglich, zumal auch ohne diesen Vorgang die Vorjahreszahlen der Lobbe Entsorgung GmbH selbst aufgrund der damaligen umfangreichen Verschmelzungsvorgänge nur bedingt als Vorjahresvergleichsbasis dienen können.

Die Umsätze verteilen sich wie folgt auf die Geschäftsbereiche:

- Gewerbe/Vermarktung/Sonstige Dienstleistungen 41.821 TEUR (Vorjahr: 34.704 TEUR)

- Kommunale Entsorgung/Duale Systeme 19.377 TEUR (Vorjahr: 17.488 TEUR)

Die Sachanlageninvestitionen in Höhe von 4,9 Mio EUR betrafen im abgelaufenen Wirtschaftsjahr überwiegend Ersatzinvestitionen in Nutzfahrzeuge, Arbeitsmaschinen und Container.

Der im Vorjahr für 2021 geplante Umsatzzielwert konnte aus den vorgenannten Gründen deutlich übertroffen werden. Das Jahresergebnis lag dabei vor allem aufgrund des geringeren Beteiligungsergebnisses unter dem Planansatz.

3. Lage

a.) Ertragslage

Das Umsatzvolumen liegt mit 61.198 TEUR deutlich über dem Vorjahreswert von 52.207 TEUR.

Die Materialeinsatzquote ist unter anderem aufgrund höherer Einkaufsaufwendungen für bezogene Waren sowie höherer Kraftstoff- und Entsorgungskosten auf 42,6 % (Vorjahr: 39,6 %) gestiegen.

Die Personalaufwandsquote liegt bei nahezu konstanter Mitarbeiterzahl produktivitätsbedingt mit 28,8 % unter dem Vorjahreswert (31,8 %).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahreswert um rund 1,6 Mio. EUR erhöht, insbesondere aufgrund von Aufwendungen für Behälterrückholung und eines Verlustes aus dem Verschmelzungsvorgang mit der ehemaligen Tochtergesellschaft arosa Umweltdienstleistungs GmbH.

Das EBIT der Gesellschaft liegt mit 1.875 TEUR deutlich unter dem durch einmalige positive Verschmelzungseffekte in Höhe von 6.048 TEUR geprägten Vorjahreswert von 9.966 TEUR.

Das Finanzergebnis verringerte sich hauptsächlich aufgrund geringerer Beteiligungsergebnisse gegenüber dem Vorjahr um 3.041 TEUR.

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2021 liegt daher mit 913 TEUR deutlich unter dem Vorjahreswert von 9.044 TEUR.

Die Eigenkapitalrentabilität beträgt, bezogen auf das zu Beginn des Jahres eingesetzte Eigenkapital, 2 % (Vorjahr: 25 %).

b.) Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft ist weiterhin sehr stabil. Das Debitorenmanagement ist darauf ausgerichtet, die Forderungen innerhalb der Zahlungsfristen zu vereinnahmen. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt im Geschäftsjahr gegeben.

Die Kapitalstruktur der Gesellschaft ist ebenfalls stabil. Die Deckung des Investitionsbedarfs erfolgte im Berichtsjahr durch eigene und fremde Mittel.

Die Eigenkapitalquote liegt wie im Vorjahr bei 73 %.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum 31.12.2021 in Höhe von 8.837 TEUR (Vorjahr: 9.236 TEUR) sind im Vergleich zum Vorjahr von 15 % auf 14 % der Bilanzsumme gefallen.

Daneben stehen der Gesellschaft zur Finanzierung unterjähriger Liquiditätsschwankungen umfangreiche Kontokorrentlinien zur Verfügung, die am Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen waren.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 3 % der Bilanzsumme (Vorjahr 2 %). Die Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsziele unter Ausnutzung von angebotenen Skontomöglichkeiten beglichen.

Die Working-Capital-Ratio liegt mit 405 % unter dem Vorjahreswert von 438 %, da unter anderem kurzfristige Forderungen im Verbundbereich reduziert wurden zugunsten einer Erhöhung entsprechender Finanzanlagen.

c.) Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist nach wie vor stabil. Das langfristig gebundene Vermögen ist vollständig durch Eigenkapital gedeckt.

Die Sachanlagenintensität beträgt 15,8 % und liegt damit über dem Vorjahreswert von 14,9 %.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Im internen Berichtsystem werden Deckungsbeiträge nach Standorten und Sparten erstellt. Maßgeblich ist daneben auch der Auslastungsgrad der Fahrzeuge und Anlagen.

Auf Ebene der Gesamtgesellschaft wird zusätzlich der Cash-Flow als Kennzahl herangezogen. Der nach DVFA/SG ermittelte Jahres-Cash-Flow beträgt 5.166 TEUR (Vorjahr: 7.481 TEUR) und speist sich im Berichtsjahr vollständig aus dem Jahresergebnis und den Abschreibungen.

Im Jahr 2021 waren durchschnittlich 375 Mitarbeiter (Vorjahr: 379 Mitarbeiter) beschäftigt.

Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt 163 TEUR und liegt damit über dem Niveau des Vorjahres (138 TEUR).

Die rechnerische Umsatzrentabilität liegt im Geschäftsjahr 2021 mit 1,5 % unter dem Vorjahresniveau (17,3 %).

5. Gesamtaussage

Die wirtschaftliche Lage wird insgesamt als gut bezeichnet.

Die Umsatzentwicklung ist ebenso wie die Cash-Flow-Entwicklung zufriedenstellend.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen angebotene Skontoabzüge realisieren.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die kurzfristigen Rückstellungen sind durch liquide Mittel vollständig gedeckt.

III. Prognosebericht

Für das Prognosejahr 2022 rechnet die Geschäftsführung mit einem stabilen Wettbewerbsumfeld. Konkrete Marktentwicklungen im Umfeld von Industrie und Gewerbe sind vor dem Hintergrund von temporären Lieferengpässen in einigen Teilbereichen und den deutlich ansteigenden Rohstoff- und Energiepreisen derzeit allerdings schwer einzuschätzen.

Die Geschäftsführung rechnet daher mit Mengenrückgängen insbesondere bei Kunden im Gastronomiebereich und höheren Aufwendungen im Logistikbereich.

Die Preise für Sekundärrohstoffe waren bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr erfreulich hoch; dieser Trend scheint sich in 2022 fortzusetzen.

Der bereits eingeschlagene Prozess der Digitalisierung von internen Arbeitsabläufen im Unternehmen wird weiter konsequent vorangetrieben. Dies wird zu einer höheren Transparenz und zu einer Steigerung der Produktivität führen.

Insgesamt sehen wir für das Unternehmen eine positive Zukunftsperspektive. Die Lobbe Entsorgung GmbH ist in der Branche und im regionalen Markt gut aufgestellt. Die Erweiterung des Marktgebietes durch die bereits in 2020 begonnene Integration in die LOBBE-Gruppe hat zur Stabilisierung der Geschäftsfelder geführt. Die Angleichung und Optimierung der Geschäftsprozesse wird auch im Jahr 2022 fortgesetzt werden.

Das geplante Investitionsvolumen liegt auch aufgrund von Nachholeffekten aus Lieferverzögerungen in Vorjahren deutlich über dem Niveau des Vorjahres und betrifft im Wesentlichen Ersatzinvestitionen im Bereich Logistik.

Die Planung für das Prognosejahr 2022 wurde unter Mitwirkung aller ergebnisverantwortlichen Führungskräfte erstellt. Lobbe Entsorgung GmbH rechnet mit einem Jahresumsatz auf dem Niveau des Vorjahres bei einer Verdoppelung des Jahresergebnisses und einer leichten Steigerung des Cash-Flows. Der Start in das Geschäftsjahr 2022 erfolgte zufriedenstellend. Umsatz und Ergebnis liegen im ersten Quartal 2022 über den Erwartungen.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Die Branche bewegt sich in einem sehr stark reglementierten Markt. Eine Vielzahl von Gesetzen und Verordnungen wirken auf die Geschäftsprozesse ein, wobei die geplanten Änderungen im Kreislaufwirtschaftsgesetz hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Auswirkungen schwer zu beurteilen sind. Hinzu kommt der uneinheitliche Vollzug dieser Regelungen, was zu Wettbewerbsverzerrungen und fehlender Planungssicherheit führt. Kommunen sind teilweise starke Wettbewerber als auch Auftraggeber. Die Tendenz zur Rekommunalisierung und die zunehmende Komplexität öffentlicher Ausschreibungen bei gleichzeitiger Verkürzung der Vertragslaufzeiten entziehen vielen Entsorgern die Investitionssicherheit. Eine zunehmende Belastung werden längere Lieferzeiten und Kostensteigerungen für Entsorgungsfahrzeuge. Die Kalkulation von Festpreisangeboten wird vor dem Hintergrund stark schwankender Energiepreise anspruchsvoller.

Ertragsorientierte Risiken

Das klassische Bestandsgeschäft der Dienstleistungen im Entsorgungsmarkt ist zum großen Teil durch feste Verträge abgesichert. Die Logistik wird laufend optimiert, und auf veränderte Marktbedingungen kann schnell reagiert werden.

Die Preisentwicklung am Markt für Sekundärrohstoffe und die Entwicklung der Entsorgungskosten werden für 2022 als eher geringes Risiko eingeschätzt.

Steigende Energiekosten werden das Ergebnis in 2022 grundsätzlich belasten. Lobbe Entsorgung GmbH wird daher im Prognosejahr diese Kostensteigerungen in Form von notwendigen und transparenten Preisanpassungen möglichst flächendeckend an die Kunden weitergeben.

Die operativen Risiken werden von der Geschäftsführung derzeit als gering eingeschätzt.

Die Geschäftsführung geht auch bei etwaigen künftigen bedeutenden Umsatzrückgängen in einzelnen Geschäftsbereichen davon aus, dass diese zunächst beherrschbar bleiben, da die Gesellschaft wie in 2021 mit unterschiedlichen, teilweise negativ korrelierenden Geschäftsbereichen diversifiziert ist. Zudem ist die Liquiditätsausstattung weiterhin sehr auskömmlich, sodass bislang nicht auf entsprechende staatliche Kredithilfen zurückgegriffen werden brauchte. Auch im ersten Quartal 2022 haben sich derartige wesentliche negative Auswirkungen nicht gezeigt.

Der am 24.02.2022 von Russland begonnene Krieg gegen die Ukraine könnte mittelbare Auswirkungen auf die Gesellschaft haben. Hierbei sind vor allem ein bundesweiter Rückgang der konjunkturellen Entwicklung in Verbindung mit weiteren deutlich steigenden Energiekosten zu nennen. Dem stehen erfolgte notwendige Preiserhöhungen auf Kundenseite kompensierend gegenüber.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Durch die Bündelung von Finanzvolumina und die zentrale Steuerung und Überwachung des Finanzmanagements wird eine optimale Nutzung der finanziellen Ressourcen unterstützt und eine permanente Optimierung der Finanzstrukturen gewährleistet.

Besonderen Wert legt Lobbe Entsorgung GmbH auf das Management von latenten Liquiditätsrisiken. Für kurzfristige Liquiditätsschwankungen stehen umfangreiche Kontokorrentvereinbarungen mit mehreren Kreditinstituten zur Verfügung, die am Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen waren. Alle finanz- und liquiditätsrelevanten Faktoren werden täglich in einem Treasury-System überwacht. Die Geschäftsführung wird regelmäßig informiert.

Wesentlichen kurzfristigen Zinsschwankungen und damit -risiken ist die Gesellschaft nicht ausgesetzt, da die Finanzierung überwiegend durch die Aufnahme mittel- und langfristiger Kredite zu Festzinssätzen sichergestellt wird. Der durch saisonale Schwankungen im operativen Geschäft bedingte kurzfristige Mittelbedarf beinhaltet ein überschaubares Zinsänderungsrisiko.

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation des Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

2. Chancenbericht

Die regionale Ausdehnung im klassischen Dienstleistungsgeschäft konnte in 2021 fortgesetzt werden. Der weitere Ausbau von Aufbereitungs- und Verwertungskapazitäten im Sinne des Green-Deals der EU und ein klimafreundliches Energiemanagement sind wichtige Themen der Zukunft. Der Übergang in die digitale Arbeitsweise wird auch hier eine zentrale Rolle spielen.

Lobbe Entsorgung GmbH verfügt in ihren Kernregionen über eine hohe Marktpräsenz und wird dabei als fairer und zumeist langjährig verlässlicher Geschäftspartner außerordentlich geschätzt. Dadurch wird sich die Gesellschaft in ihren Märkten auch weiterhin gut behaupten können.

Vom Fachkräftemangel im Bereich der Berufskraftfahrer ist die Lobbe Entsorgung GmbH dank ihres erfolgreichen Ausbildungs- und Quereinsteigerkonzepts bislang kaum betroffen. Die Arbeitgeberattraktivität ist hoch; die Gesellschaft verfügt nach wie vor über einen großen Pool an Bewerbern.

Die konsequente Weiterentwicklung der Kompetenzen unserer Mitarbeiter und die Unterstützung im Bereich der Digitalisierung wird künftig ein wesentlicher Erfolgsfaktor im Wettbewerb sein.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Guthaben bei und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt grundsätzlich über einen solventen Kundenstamm, wobei mit den meisten Kunden eine langjährige Zusammenarbeit besteht. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor dem Eingehen einer neuen Geschäftsbeziehung über die Bonität unserer Kunden.

Verbindlichkeiten werden seitens der Gesellschaft grundsätzlich innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen unter Ausnutzung von angebotenen Skontomöglichkeiten gezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art unter Gewährleistung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Bei der Auswahl der Finanzpartner wird weiterhin auf eine breite Streuung geachtet, um Klumpenrisiken zu vermeiden. Daneben spielt auch die langfristige Verlässlichkeit der Beziehungen mit Finanzpartnern eine wesentliche Rolle.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes nennenswerte Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Durch die Bündelung von Finanzvolumina und die zentrale Steuerung und Überwachung des Finanzmanagements wird eine optimale Nutzung der finanziellen Ressourcen unterstützt und eine permanente Optimierung der Finanzstrukturen gewährleistet.

Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 21.242.412,58 18.897.127,24
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 64.535,92 194.143,00
1. Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 64.535,92 193.752,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 391,00
II. Sachanlagen 9.939.694,86 9.272.006,66
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 230.009,54 81.144,00
2. technische Anlagen und Maschinen 7.533.797,69 7.758.354,70
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.353.323,19 1.095.089,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 822.564,44 337.418,96
III. Finanzanlagen 11.238.181,80 9.430.977,58
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.654.342,44 1.847.138,22
2. Beteiligungen 7.581.499,36 7.581.499,36
3. Genossenschaftsanteile 2.340,00 2.340,00
B. Umlaufvermögen 41.407.306,99 43.023.320,38
I. Vorräte 843.490,36 966.926,00
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 302.145,84 262.303,22
2. fertige Erzeugnisse und Waren 541.344,52 704.622,78
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 17.047.435,12 39.667.410,29
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.702.799,04 4.502.547,01
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 815.420,35 14.443.089,77
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.268.565,93 5.944.277,79
4. sonstige Vermögensgegenstände 6.260.649,80 14.777.495,72
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 23.516.381,51 2.388.984,09
C. Rechnungsabgrenzungsposten 92.266,94 105.673,86
D. Abgrenzungsposten für latente Steuern 0,00 22.422,57
Bilanzsumme, Summe Aktiva 62.741.986,51 62.048.544,05

Passiva

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 45.908.407,18 44.995.376,29
I. gezeichnetes Kapital 320.000,00 320.000,00
II. Kapitalrücklage 1.750.517,07 1.750.517,07
III. Gewinnvortrag 42.924.859,22 33.880.897,37
IV. Jahresüberschuss 913.030,89 9.043.961,85
B. Rückstellungen 4.235.267,98 2.220.337,08
1. Steuerrückstellungen 254.568,05 216.220,34
2. sonstige Rückstellungen 3.980.699,93 2.004.116,74
C. Verbindlichkeiten 12.598.311,35 14.832.830,68
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.837.438,49 9.236.116,62
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.115.662,47 1.132.692,03
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 38.337,49 48.832,72
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 81.892,41 260.238,26
5. sonstige Verbindlichkeiten 1.524.980,49 4.154.951,05
Bilanzsumme, Summe Passiva 62.741.986,51 62.048.544,05

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Umsatzerlöse 61.198.478,22 52.207.456,36
2. sonstige betriebliche Erträge 582.819,02 6.958.891,07
3. Materialaufwand 26.042.360,49 20.696.377,47
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 10.671.710,59 6.388.077,61
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 15.370.649,90 14.308.299,86
4. Personalaufwand 17.615.193,56 16.593.522,25
a) Löhne und Gehälter 14.571.194,85 13.613.342,64
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.043.998,71 2.980.179,61
5. Abschreibungen 4.252.905,94 4.557.988,34
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 4.252.905,94 4.557.988,34
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 12.159.919,58 10.533.971,33
7. Erträge aus Beteiligungen 282.175,27 3.285.072,15
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 59.683,73 37.544,08
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 143.139,98 83.109,58
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 878.782,14 875.807,43
11. Ergebnis nach Steuern 1.030.854,55 9.148.187,26
12. sonstige Steuern 117.823,66 104.225,41
Jahresüberschuss 913.030,89 9.043.961,85

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

Lobbe Entsorgung GmbH, Bestwig

1. Allgemeines; Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Lobbe Entsorgung GmbH hat ihren Sitz in Bestwig und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Arnsberg in Abteilung B unter der Nr. 3105 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 - 288 HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Die Gliederungsschemata der §§ 266 und 275 HGB wurden beibehalten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie im Vorjahr das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Rückwirkend zum 1.1.2021 wurde eine Tochtergesellschaft im Wege der Aufwärtsverschmelzung auf die Gesellschaft verschmolzen. Daher sind die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar.

Des Weiteren wurden zur Anpassung an den einheitlichen Kontenrahmen des Konzerns die Vorjahresausweise (in Klammern) in den Posten "Umsatzerlöse" (52.192 TEUR), "Sonstige betriebliche Erträge" (6.912 TEUR), "Materialaufwand" (17.587 TEUR), "Personalaufwand" (16.619 TEUR), "Sonstige betriebliche Aufwendungen" (13.555 TEUR), "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" (84 TEUR) und "Sonstige Steuern" (104 TEUR) entsprechend angepasst.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Aufwärtsverschmelzung einer Tochtergesellschaft erfolgte rückwirkend zum 1.1.2021 zu Buchwerten (§ 24 UmwG). Die Anlagenzugänge entsprechen den Buchwerten der übertragenden Gesellschaft, welche auf die verbleibende Restnutzungsdauer verteilt wurden.

Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten abzüglich, sofern sie der Abnutzung unterliegen, planmäßiger, linearer Abschreibungen ausgewiesen. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der entgeltlich erworbenen Firmenwerte wurde mit 15 Jahren zu Grunde gelegt, da entsprechende vertragliche Vereinbarungen bestehen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um Abschreibungen, soweit abnutzbar, bewertet. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Abschreibungssätze richten sich nach den von der deutschen Finanzverwaltung veröffentlichten allgemeinen AfA-Tabellen. Bei älteren Nutzfahrzeugen kommen die Abschreibungssätze der entsprechenden Branchentabelle zur Anwendung. Abschreibungen auf Zugänge beweglicher Vermögensgegenstände bemessen sich pro rata temporis. Die Regelungen des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG wurden angewendet.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Das Vorratsvermögen wurde mittels Einzelfeststellung zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert oder mit den niedrigeren Stichtagswerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sowie allgemeine Kreditrisiken wurden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt.

Kassenbestände und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalwert angesetzt.

Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen wurden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und, soweit vorhanden, passive Steuerlatenzen wurden verrechnet.

3. Angaben zum Jahresabschluss

3.1 Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagengitter dieses Anhangs zu entnehmen.

Anteilsbesitz

Die Angaben zum Anteilsbesitz sind in einer gesonderten Aufstellung in diesem Anhang dargestellt.

Forderungen/Verbindlichkeiten

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten 567.778,05 EUR gegen Gesellschafter (Vorjahr: 10.292.174,59 EUR).

Die erforderlichen Angaben zu den Verbindlichkeiten sowie die gewährten Sicherheiten sind im Verbindlichkeitenspiegel dieses Anhangs dargestellt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen betriebsübliche Verpflichtungen aus dem Personalbereich, Behälterrückholungs- und Entsorgungsverpflichtungen sowie Verpflichtungen aus ausstehenden Eingangsrechnungen.

3.2 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Personalaufwand

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sind 40.477,42 EUR für Altersversorgung enthalten (Vorjahr: 52.398,98 EUR).

Erträge aus Beteiligungen

Der Posten enthält in Höhe von 61.765,07 EUR Erträge aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen (Vorjahr: 857.626,33 EUR).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Position enthält 30.162,48 EUR (Vorjahr: 20.404,86 EUR) Zinserträge aus verbundenen Unternehmen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Position enthält 0,00 EUR (Vorjahr: 266,01 EUR) Zinsaufwendungen aus verbundenen Unternehmen.

Außergewöhnliche Aufwendungen

Unter den 'Sonstigen betrieblichen Aufwendungen' werden Aufwendungen aus der Aufwärtsverschmelzung eines verbundenen Unternehmens in Höhe von 211 TEUR ausgewiesen.

4. Sonstige Angaben

4.1 Haftungsverhältnisse

Es bestehen Haftungsverhältnisse in Höhe von 300 TEUR aus der Sicherung eines Bankavals gegenüber Dritten.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslagen der begünstigten Unternehmen sind solide, so dass diese jeweils den zugrunde liegenden Verpflichtungen nachkommen kann.

4.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von 2.423 TEUR ergeben sich aus mehrjährigen Miet- und Pachtverträgen für die Geschäftsräume in Höhe von 2.263 TEUR mit einer Laufzeit von 1 Monat bis 12 Jahren sowie aus weiteren mehrjährigen Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 160 TEUR mit einer Laufzeit von 1 Monat bis 3 Jahren. Davon entfallen auf verbundene Unternehmen 6 TEUR.

Die Verpflichtung aus in 2021 ausgelösten Bestellungen für Anlage- und Umlaufvermögen, welche zum Bilanzstichtag noch nicht geliefert waren, beträgt 5.729 TEUR.

Zudem besteht eine Verpflichtung auf gesellschaftsrechtlicher Grundlage, eine Tochtergesellschaft in 2022 mit Liquidität in Höhe von 325 TEUR auszustatten.

4.3 Angaben zum Mutterunternehmen

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und zugleich größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Lobbe Holding GmbH & Co KG in Iserlohn (Amtsgericht Iserlohn HRA 1788). Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Die Gesellschaft wird in den vorgenannten Konzernabschluss zum 31.12.2021 einbezogen und ist hierdurch von der Verpflichtung befreit, zum 31.12.2021 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen.

4.4 Organmitglieder

Das Geschäftsführungsorgan der Lobbe Entsorgung GmbH bestand im Geschäftsjahr 2021 aus folgenden Mitgliedern:

- Herr Gustav Henrik Edelhoff, Geschäftsführer

- Herr Christoph Aßmann, Geschäftsführer

- Herr Marcell Wiese, Geschäftsführer

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

4.5 Angaben zu Mitarbeitern

Im Geschäftsjahr 2021 wurden durchschnittlich beschäftigt:

Gewerbliche Mitarbeiter 263
Angestellte 89
Auszubildende 23
insgesamt 375

4.6 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Seit dem 24.02.2022 führt Russland einen offenen umfangreichen Krieg gegen die Ukraine. Die Auswirkungen dieses Krieges stellen ein wertbegründendes Ereignis dar und haben daher keine Auswirkungen auf Ansatz und Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden zum Abschlussstichtag. Hinsichtlich der möglichen Auswirkungen auf die künftige Lage der Gesellschaft verweisen wir auf die Ausführungen im Chancen- und Risikobericht im Lagebericht. Auswirkungen auf die Gesellschaft werden aufgrund der gestiegenen Energiepreise vor allem im Bereich der Logistikkosten erwartet. Eine Weiterbelastung dieser Preisanstiege an unsere Kunden erscheint jedoch realistisch. Quantifiziert werden können diese und weitere Effekte zum jetzigen Zeitpunkt nicht.

 

Bestwig, den 21. Juli 2022

Lobbe Entsorgung GmbH

gez. Gustav Henrik Edelhoff

gez. Christoph Aßmann

gez. Marcell Wiese

Anlagengitter 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Software, Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte 461.412,59 4.325,00 0,00 0,00 465.737,59
2. Geschäfts- oder Firmenwert 36.584,50 0,00 0,00 0,00 36.584,50
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 497.997,09 4.325,00 0,00 0,00 502.322,09
II. Sachanlagen          
1. Bauten auf fremden Grundstücken 120.026,01 183.163,00 0,00 0,00 303.189,01
2. Technische Anlagen und Maschinen 34.201.096,90 3.105.313,09 830.831,89 337.418,96 36.812.997,06
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.283.621,12 746.071,94 33.700,13 0,00 3.995.992,93
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 337.418,96 822.564,44 0,00 -337.418,96 822.564,44
Summe Sachanlagen 37.942.162,99 4.857.112,47 864.532,02 0,00 41.934.743,44
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.293.292,10 2.314.322,59 507.118,37 0,00 4.100.496,32
2. Beteiligungen 8.262.013,91 0,00 0,00 0,00 8.262.013,91
3. Genossenschaftsanteile 2.340,00 0,00 0,00 0,00 2.340,00
Summe Finanzanlagen 10.557.646,01 2.314.322,59 507.118,37 0,00 12.364.850,23
Summe Anlagevermögen 48.997.806,09 7.175.760,06 1.371.650,39 0,00 54.801.915,76
Abschreibungen
1.1.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Software, Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte 267.660,59 133.541,08 0,00 0,00 401.201,67
2. Geschäfts- oder Firmenwert 36.193,50 391,00 0,00 0,00 36.584,50
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 303.854,09 133.932,08 0,00 0,00 437.786,17
II. Sachanlagen          
1. Bauten auf fremden Grundstücken 38.882,01 34.297,46 0,00 0,00 73.179,47
2. Technische Anlagen und Maschinen 26.442.742,20 3.598.704,65 762.247,48 0,00 29.279.199,37
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.188.532,12 485.971,75 31.834,13 0,00 2.642.669,74
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 28.670.156,33 4.118.973,86 794.081,61 0,00 31.995.048,58
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 446.153,88 0,00 0,00 0,00 446.153,88
2. Beteiligungen 680.514,55 0,00 0,00 0,00 680.514,55
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 1.126.668,43 0,00 0,00 0,00 1.126.668,43
Summe Anlagevermögen 30.100.678,85 4.252.905,94 794.081,61 0,00 33.559.503,18
Buchwerte
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Software, Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte 64.535,92 193.752,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 391,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 64.535,92 194.143,00
II. Sachanlagen    
1. Bauten auf fremden Grundstücken 230.009,54 81.144,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.533.797,69 7.758.354,70
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.353.323,19 1.095.089,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 822.564,44 337.418,96
Summe Sachanlagen 9.939.694,86 9.272.006,66
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.654.342,44 1.847.138,22
2. Beteiligungen 7.581.499,36 7.581.499,36
3. Genossenschaftsanteile 2.340,00 2.340,00
Summe Finanzanlagen 11.238.181,80 9.430.977,58
Summe Anlagevermögen 21.242.412,58 18.897.127,24

Aufstellung des Anteilbesitzes

Stand zum 31.12.2021 Sitz Eigenkapital
in TEUR
Höhe des Anteils am Kapital in v. H. Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
in TEUR
Lobbe Kanaltechnik GmbH & Co KG Paderborn 1.856 100,00 -794  
Lobbe Kanaltechnik Geschäftsführung GmbH Paderborn 900 100,00 17  
Pader Entsorgung Beteiligungs GmbH Paderborn 66 50,00 3 1)
Pader Entsorgung GmbH & Co. KG Paderborn 789 50,00 1.237 1)
EWG Immobilien- und Beteiligungs oHG Bestwig 2.000 50,00 -216  
Holz-Energie-Zentrum GmbH Olsberg Olsberg 479 50,41 78 2)
BBL Biomasse und Brennstofflogistik GmbH Frankenberg 2.359 30,00 96 2)
GNR Gesellschaft zur energetischen Nutzung nachwachsender Rohstoffe mbH Brakel 192 33,33 -18 2)
Kompostwerk Hellefelder Höhe GmbH Sundern -415 25,10 88 2)
RELO Wertstoffaufbereitung GmbH (ehem.R.A.B.E. Abfallaufbereitung GmbH) Meschede 4.812 20,00 1.521  
Zentek GmbH & Co. KG Köln 9.143 24,00 3.356  
Zentek Services GmbH & Co. KG Köln 17.616 50,00 1.468  
Zentek Verwaltungs GmbH Köln 107 24,00 2  
Baust/Stratmann GbR Bestwig 569 81,82 79 1)
Zentek Services Verwaltungs GmbH Köln 21 50,00 0  
Bad Arolser Nahwärme GmbH (BAN) Bad Arolsen 481 47,00 51 2)

1) vorläufiger Jahresabschluss zum 31.12.2021

2) Jahresabschluss zum 31.12.2020

Anlage 3 zum Anhang: Verbindlichkeitenspiegel

Stand zum 31.12.2021 insgesamt
EUR
bis zu einem Jahr
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.837.438,49 2.239.546,98
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.115.662,47 2.115.662,47
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 38.337,49 38.337,49
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 81.892,41 81.892,41
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.524.980,49 1.524.980,49
davon a) aus Steuern a) 339.576,81
  (Vorjahr: 2.844.707,13)
b) im Rahmen der sozialen Sicherheit b) 121.797,14
  (Vorjahr: 150.041,49)
  12.598.311,35 6.000.419,84
Restlaufzeit
Stand zum 31.12.2021 zwischen ein und fünf Jahren
EUR
von mehr als fünf Jahren
EUR
davon durch Pfand- und ähnliche Rechte gesichert
EUR
Art der Sicherheit
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.818.736,93 1.779.154,58 8.066.144,51 Sicherungsübereignung
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00    
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00    
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00    
5. Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0,00    
davon a) aus Steuern        
b) im Rahmen der sozialen Sicherheit        
  4.818.736,93 1.779.154,58 8.066.144,51  

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 02.09.2022 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Wir haben dem Jahresabschluss folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"An die Lobbe Entsorgung GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Lobbe Entsorgung GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lobbe Entsorgung GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hagen, den 21. Juli 2022

wbs Wilhelm Braune GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. A. Eicken, Wirtschaftsprüfer

gez. R. Pfeil, Wirtschaftsprüfer

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