FLT Automation GmbH
August-Läpple-Weg, 74855 Haßmersheim, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Harald Jörg Jung seit 17.2.2026 | Prokura |
Bastian Brunow seit 26.2.2025 | Geschäftsführer |
Bojan Lomigora seit 28.11.2023 | Prokura |
Stefan Christ seit 14.9.2021 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 25.50% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Fibro Läpple Technology GmbHHaßmersheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der FIBRO LÄPPLE Technology GmbHInhaltsverzeichnis 1. Grundlagen der Gesellschaft und der LÄPPLE Gruppe 1.1 Geschäftsmodell 1.2 Ziele und Strategien 1.3 Beteiligungsstruktur und Geschäftstätigkeit 1.4 Steuerungssystem 1.5 Technologie und Innovation 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 2.1.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen 2.2 Geschäftsentwicklung 2.2.1 Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Verlauf 2.2.2 Umsatz und Ertragslage 2.2.3 Finanzlage 2.2.4 Vermögenslage 2.2.5 Mitarbeiter 2.2.6 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 2.2.7 Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung 3. Nachhaltigkeit 4. Chancen- und Risikobericht 4.1 Internes Kontrollsystem 4.2 Risikomanagement der Gruppe 4.3 Chancen und Risiken 5. Prognosebericht 1. Grundlagen der Gesellschaft und der LÄPPLE Gruppe1.1 Geschäftsmodell Die LÄPPLE Gruppe besteht aus fünf operativen Geschäftsbereichen ("Business Units"):
Der Tätigkeitsbereich von LÄPPLE Automotive erstreckt sich auf die Entwicklung und Herstellung komplexer Teilegeometrien im Bereich Karosseriestruktur und Außenhaut unter Einsatz von Werkzeugkonstruktionen. Darüber hinaus werden die hergestellten Teile zu Modulen wie z.B. Türen, Heckklappen oder zu Baugruppen aus Strukturteilen zusammengebaut. LÄPPLE Automotive verfügt über Kompetenz in den Bereichen Leichtbau, neueste Fügetechnologien und Mischbauweisen bestehend aus unterschiedlichen Materialien. Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Stärke von LÄPPLE Automotive im Original-Ersatzteilgeschäft. Die Business Unit ist hierbei vor allem für Kunden aus dem Premiumsegment tätig. Die Business Unit Normalien (FIBRO Normalien) zeichnet sich durch ein weltweites Komplettangebot von werkzeugrelevanten Präzisionsnormteilen aus. Anwendung finden diese Präzisionsteile insbesondere in der Stanz- und Umformtechnik, im Formenbau und im Maschinenbau. Hierbei stehen wir unseren Kunden sowohl persönlich mit unseren Vertriebsmitarbeitern vor Ort als auch digital durch einen modernen Web-Shop und ein modernes E-Commerce Handelshaus zur Seite. Die Business Unit Rundtische (FIBRO Rundtische) bietet zwei Produktfamilien im Werkzeugmaschinenmarkt und in der Automation an: ROTOCutting mit Fokus auf Modularisierung und Standardisierung und ROTOMotion, die hoher Standardisierungsgrad auszeichnet und in der Automatisierungstechnik eingesetzt wird. Der Bereich Rundtische ist im Rahmen der angestoßenen Transformation der LÄPPLE Gruppe durch einen Carve-out Prozess Ende des Geschäftsjahres veräußert worden. Die Zielsetzung der Transformation ist es, sich auf die Kernkompetenzen zu fokussieren. Weitere Details werden in den nachfolgenden Abschnitten gegeben. Die FIBRO LÄPPLE Technology Gruppe entwickelt, produziert und installiert Automationslösungen für Kunden weltweit. Die Kompetenz liegt dabei in der Entwicklung von industriellen Anwendungen für Handhabungs-, Transport- und Montageabläufe in den Bereichen Automotive, Luftfahrt und General Industry. Hierbei zeichnen sich die Anlagen durch Prozessstabilität, Anlageneffizienz und hohe Lebensdauer aus. Insbesondere die virtuelle Inbetriebnahme von Automationsanlagen zählt zu den Kompetenzen der FLT. Neben diesen Business Units verfügt die LÄPPLE Gruppe mit der LÄPPLE Ausbildungs GmbH über eine zentrale Ausbildungsgesellschaft für die LÄPPLE Gruppe sowie für mehrere externe Unternehmen. Darüber hinaus erbringt die Gesellschaft, neben Qualifikationen und Umschulungen sowohl im gewerblich-technischen als auch im kaufmännischen Bereich - unter anderem für die Agentur für Arbeit - auch individuelle Weiterbildungen für Unternehmen. 1.2 Ziele und Strategien Die LÄPPLE Gruppe verfolgt das Ziel, alle Geschäftsbereiche als Technologiepartner für unsere Kunden zu positionieren. Hierbei sollen sie sich durch innovative Produkte, operative Exzellenz ("LEAN LÄPPLE"), moderne Produktionsverfahren ("LÄPPLE 4.0"), internationale Präsenz ("Global Footprint") und eine sich durch Forschung und Entwicklung stets weiterentwickelnde hohe technische Kompetenz auszeichnen. Als Vorbereitung der Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2464 des europäischen Parlaments und des Rates vom 14. Dezember 2022 hinsichtlich der Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (CSRD = Corporate Sustainability Reporting Directive) wurde im November 2023 in der LÄPPLE Gruppe ein ESG-Umsetzungsprojekt gestartet, um die Nachhaltigkeitserklärung ab 2025 im Lagebericht erstellen zu können. Das gruppenweite ESG-Projekt umfasst nachstehende Teilprojekte:
Das Projekt wird durch den Vorstand der LÄPPLE Gruppe und den Geschäftsbereichsleitern der Geschäftsbereiche "LÄPPLE Automotive", "FIBRO" und "FLT" aktiv unterstützt. Dies ermöglicht eine umfassende Umsetzung und entsprechende Ausrichtung von wesentlichen ESG-Themen in der Gruppe ab 2024. Die Verankerung der gruppenweiten Trainings für Führungskräfte und "Meet the Management"-Termine stärken das Verständnis für unsere Strategie und unsere Werte. Sie sind ein zentraler Baustein zur Weiterentwicklung unserer Unternehmenskultur. Zur Umsetzung unserer Strategie wurden auch in diesem Jahr erhebliche Investitionen in neue Anlagen, Maschinen und Infrastruktur vorgenommen. Durch die umfassende Ausbildung im eigenen Haus sowie verschiedene duale Studienmöglichkeiten stehen der Gruppe qualifizierte Mitarbeiter zur Verfügung. Preisliche Wettbewerbsfähigkeit wird durch ein weltweites Sourcing von Materialien und Zukaufteilen sichergestellt. Hierbei muss sich auch die Eigenfertigung über einen standardisierten Make-or-Buy-Prozess dem globalen Wettbewerb stellen. 1.3 Beteiligungsstruktur und Geschäftstätigkeit Die LÄPPLE AG ist die Führungsholding der LÄPPLE Gruppe und direkte oder indirekte Muttergesellschaft aller Unternehmen der LÄPPLE Gruppe. Die LÄPPLE AG versteht sich primär als Managementholding. Daher sind die operativen Funktionen weitgehend den einzelnen Geschäftsbereichen zugeordnet. Gruppenübergreifende Themen werden allerdings zunehmend durch die LÄPPLE AG koordiniert. Des Weiteren ist die zentrale Entwicklungsabteilung der Gruppe in der LÄPPLE AG angesiedelt. Die Hauptaktivitäten der Gruppe liegen gegenwärtig auf dem europäischen Markt. Wachsende Vertriebs- und Produktionstochtergesellschaften in Asien und Nordamerika bilden zudem Brücken in wesentliche außereuropäische Märkte. Der Ausbau der Marktstellung in diesen Märkten und der lokalen Fertigungen bilden Schwerpunkte der zukünftigen Investitionstätigkeit. Die gruppenweiten IT-Dienstleistungen sowie ausgewählte Teilbereiche des Einkaufs sind in einer Dienstleistungsgesellschaft zusammengefasst (LÄPPLE Dienstleistungsgesellschaft mbH, LDL); die wesentlichen Pensionsverpflichtungen werden in einer entsprechenden Pensions-Management-Gesellschaft (LÄPPLE Personal Management AG & Co. KG, LPM) gebündelt. Die deutschen Gesellschaften der Unternehmensgruppe sind in ihrem Finanzmanagement vorwiegend durch eine Cash-Pool-Vereinbarung unter Führung der LÄPPLE AG verbunden sowie in Ausnahmen über Intercompany Darlehen finanziert. Die LÄPPLE AG ist folglich die wesentliche Vertragspartnerin für alle Finanzierungsvereinbarungen. 1.4 Steuerungssystem Das Leitbild der LÄPPLE Gruppe unterscheidet in drei Markenwerte und drei Eigenschaftswerte. Hierbei bringen die Markenwerte zum Ausdruck, wofür wir stehen. Die Eigenschaftswerte hingegen zeigen, wie wir sind. Die Markenwerte der LÄPPLE Gruppe lauten:
Die Eigenschaftswerte der LÄPPLE Gruppe sind:
Darüber hinaus sind klassische finanzzahlgetriebene Überwachungssysteme ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Hierbei sind die zentralen Steuerungskennzahlen der LÄPPLE Gruppe wie folgt festgelegt:
Die finanzwirtschaftlichen Zielsetzungen, Vertriebskennzahlen wie zum Beispiel Auftragseingang und Umsatz sowie Kennzahlen aus dem Personalcontrolling (z.B. Mitarbeiterzahl, Krankenquote, Unfallstatistik, Altersstruktur, Fluktuationsquote) werden in monatlichen Gesprächen zwischen der LÄPPLE AG und den Leitungen der Business Units geprüft. 1.5 Technologie und Innovation Die zentrale Entwicklungsabteilung der LÄPPLE Gruppe hat im Geschäftsjahr 2023 ihre Tätigkeiten an den gruppenübergreifenden Entwicklungsprojekten fortgeführt und konnte bei zwei Projekten erfolgreiche Ergebnisse erzielen:
Im vergangenen Jahr lag der Schwerpunkt der Entwicklungsaktivitäten bei der FIBRO LÄPPLE Technology Gruppe weiter auf dem Ausbau der Kompetenzen im Bereich Elektromobilität. Für die Produktion wurden neue Prozessstationen zum Handling und Einpressen der Magnete entwickelt. Dadurch kann FLT nicht nur komplette Fertigungsanlagen für Rotoren der Asynchronmotoren den Kunden anbieten sondern auch für den Bereich der permanent erregten Synchronmotoren. Darüber hinaus hat sich FLT auch zum Ziel gesetzt die Kreislaufwirtschaft im Bereich der Traktionsbatterien zu stärken. Gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für Technologie und weiteren Industriepartnern wurde dazu das Forschungsprojekt DiRecReg gestartet. Ziel des Projektes ist den Recyclingprozess für Traktionsbatterien zu großen Teilen zu automatisieren und die Effizienz durch neue Prozessverfahren zu verbessern. Das Projekt hat eine Laufzeit bis 2026. Im Bereich der virtuellen Inbetriebnahme und Simulation arbeitet FLT weiter mit der Hochschule Darmstadt und der Simplan AG im Rahmen des Forschungsprojekts Kispo an der Entwicklung einer künstlichen Intelligenz zur Steuerung von mittels Portal verketteten Fertigungsanlagen. Im Jahr 2023 konnte mit einem "multilader" fähigen Agenten ein wichtiger Meilenstein für den Einsatz der KI an großen verketteten Anlagen erreicht werden. Das Projekt läuft noch bis Anfang 2024. Ein Folgeprojekt zur Industrialisierung ist in der Antragsstellung. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung verlief im Jahr 2023 insgesamt auf niedrigem Niveau, aber mit erheblichen regionalen Unterschieden. Während sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in den USA nach einem moderaten ersten Halbjahr im dritten Quartal deutlich beschleunigte, stagnierte das Bruttoinlandsprodukt in der Europäischen Union (EU) weitgehend. In den USA wurde die private Nachfrage durch den Abbau von Ersparnissen, die steigende Beschäftigung und wachsende Löhne gestützt. In der EU hielten sich die Verbraucher trotz der soliden Arbeitsmärkte angesichts der gestiegenen Strom- und Gaspreise und der Unsicherheit im Zuge des Kriegs in der Ukraine mit Ausgaben zurück. In Asien verlief die Konjunkturentwicklung uneinheitlich: In China folgte auf einen dynamischen Jahresauftakt im ersten Quartal ein schwaches Wachstum im Rest des Jahres. Die chinesische Inlandsnachfrage blieb aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit im Umfeld der Immobilienkrise verhalten und das Exportgeschäft litt unter der Schwäche der Weltkonjunktur. In Japan zog die Konjunktur wegen des schwächeren Wechselkurses, eines wachsenden privaten Verbrauchs und der hohen Automobilnachfrage aus dem In- und Ausland vorübergehend an. Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) zeigte mit einem Wachstum von 2,7 % gegenüber dem Vorjahr (2022: +3,2 %) eine konstante Entwicklung. Quellen: ifo Konjunkturprognose Januar 2024 / Deutsche Bank Research 13.12.2023 / VDA Berlin 18.01.2024 2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat sich in allen Wirtschaftsregionen der Welt weitestgehend erholt mit schwachem Ausblick.
Im Geschäftsjahr 2023 stand die deutsche Wirtschaft vor bedeutenden Herausforderungen, die durch eine Kombination aus nachlassender globaler Nachfrage, hohen Inflationsraten und den anhaltenden Folgen der Corona- und Energiekrise geprägt waren. Laut dem ifo Institut stagnierte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nahezu auf dem Niveau des Vorjahres mit einer marginalen Schrumpfung um 0,3%. Ein Hauptgrund für diese Entwicklung war die abnehmende Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen, sowohl im Inland durch sinkende Kaufkraft infolge hoher Inflationsraten als auch im Ausland, was das deutsche Exportgeschäft belastete. Die Inflationsrate erreichte im Jahr 2023 einen Durchschnitt von 5,9%, was nur leicht unter dem Vorjahresniveau lag. Diese hohe Rate wurde durch anhaltende Angebotsschocks und gestiegene Produktionskosten, die von Unternehmen an die Verbraucher weitergegeben wurden, getrieben. Trotzdem wird erwartet, dass die Inflationsrate im Jahr 2024 auf 2,2% zurückgeht, was auf sinkende Energiepreise und staatliche Preisbremsen zurückzuführen ist. Die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Energiepreise haben insbesondere die Unternehmen entlastet, was zu einer langsameren Steigerung der Erzeugerpreise und letztlich zu einer Entspannung der Inflationsentwicklung beitragen dürfte. Die Arbeitslosenquote stieg leicht auf 5,7% im Jahr 2023, was teilweise auf die Integration ukrainischer Staatsbürger in den Arbeitsmarkt zurückzuführen ist. Es wird jedoch erwartet, dass diese Quote im Jahr 2024 auf 6,0 steigen wird, da sich die schwierigen Verhältnisse in 2024 fortsetzen. Nach dem deutlichen Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts in Deutschland im Vorjahr um - 4,6 % hat sich das BIP in Deutschland im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder um -0,3 % vermindert. Quelle: Deutsche Bank Research 13.12.2023 2.1.2 Branchenspezifische Rahmenbedingungen Die großen internationalen Automobilmärkte haben im Gesamtjahr 2023 einen deutlichen Anstieg der Neuzulassungen verzeichnet. Im Vergleich zum Jahr 2022 war die Fahrzeugverfügbarkeit deutlich verbessert, was sich positiv auf den Pkw-Absatz auswirkte. Hinzu kommen schwache Vorjahreswerte, die zu einem Basiseffekt geführt haben. Dieser hatte jedoch zuletzt immer weniger unterstützende Wirkung auf die Wachstumsraten. Dennoch bleibt das Geschäftsumfeld für die Automobilwirtschaft herausfordernd: Insbesondere in Europa, aber auch in anderen Weltregionen, kam es infolge von geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten zuletzt zu einer gedämpften gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und damit zu einem verhaltenen Wirtschaftswachstum. Auch die nach wie vor hohen Energie- und Verbraucherpreise wirken sich negativ auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage aus. Auf dem europäischen Pkw-Markt (EU, EFTA & UK) wurden im Jahr 2023 gut 12,8 Mio. Fahrzeuge neu zugelassen und damit 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Erholung verläuft jedoch weiterhin schleppend: Der europäische Pkw-Markt liegt aktuell noch immer knapp ein Fünftel (-19 Prozent) unter den Neuzulassungen des Vorkrisenniveaus von 2019. Im Monat Dezember wurden mit gut 1,0 Mio. Einheiten 4 Prozent weniger Neufahrzeuge registriert als noch im Vorjahresmonat. Maßgeblich für den Rückgang ist der schwache deutsche Markt, auf dem infolge eines Ende 2023 wirksamen Sondereffektes (Änderungen bei der Förderung von E-Autos) im Elektrosegment im Dezember 2023 insgesamt deutlich weniger Neufahrzeuge zugelassen wurden. Die fünf größten europäischen Einzelmärkte entwickelten sich im abgelaufenen Monat wie folgt: Frankreich (+15 Prozent), Spanien (+11 Prozent), Vereinigtes Königreich (+10 Prozent), Italien (+6 Prozent), Deutschland (-23 Prozent). Auf dem chinesischen Pkw-Markt wurden 2023 knapp 25,8 Mio. Pkw neu zugelassen. Nie wurden in China in einem Jahr mehr Pkw verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr 2022 stiegen die Pkw-Verkäufe im abgelaufenen Jahr um 11 Prozent und gegenüber 2017, dem bisherigen Rekordjahr, betrug das Plus knapp 7 Prozent. Der chinesische Pkw-Markt widersetzte sich damit dem Trend einer an Dynamik verlierenden chinesischen Gesamtwirtschaft und war eine wichtige Stütze der ansonsten zuletzt schwächelnden Konjunktur. Im Monat Dezember lag das Wachstum bei 24 Prozent. Ein weiterer Rekord: Die knapp 2,8 Mio. verkauften Pkw waren das höchste jemals in einem Monat erreichte Absatzniveau. Der US-Light-Vehicle-Markt (Pkw und Light Duty) entwickelte sich im Jahr 2023 dynamisch. In den Vereinigten Staaten sind die Light-Vehicle-Verkäufe im vergangenen Jahr zweistellig um 12 Prozent gestiegen. Insgesamt wurden knapp 15,5 Mio. Fahrzeuge abgesetzt. Damit liegt der Markt allerdings noch knapp 9 Prozent unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Im Monat Dezember stiegen die Verkäufe im Vergleich mit dem Vorjahresmonat kräftig um 13 Prozent auf ein Volumen von 1,4 Mio. Einheiten. Der Absatz auf dem mexikanischen Light-Vehicle-Markt (Pkw und Light Duty) ist im Jahr 2023 deutlich gestiegen. Mit knapp 1,4 Mio. neu registrierten Einheiten wurden rund ein Viertel (+25 Prozent) mehr Neufahrzeuge registriert als noch im Vorjahr 2022. Bemerkenswert ist, dass sich der Markt damit bereits wieder 3 Prozent oberhalb des Vorkrisenniveaus von 2019 befindet. Im Dezember wurden insgesamt gut 142.800 Light Vehicle abgesetzt, 18 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. In Japan zeigte sich der Pkw-Markt im Jahr 2023 dynamisch. Insgesamt konnte im Jahresverlauf ein Volumenwachstum in Höhe von 16 Prozent realisiert werden. Es wurden 4,0 Mio. Pkw neu zugelassen. Der japanische Markt ist damit der viertgrößte Pkw-Einzelmarkt weltweit. Die Absatzlücke zum Vorkrisenniveau von 2019 beträgt allerdings noch rund 7 Prozent. Im Dezember wurden 301.600 Pkw abgesetzt. Das sind gut 6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Auf dem indischen Pkw-Markt schwächte sich das Wachstum zuletzt etwas ab, verblieb aber weiterhin positiv. Im Gesamtjahr 2023 legten die Pkw-Verkäufe um 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. Es wurden 4,1 Mio. Neufahrzeuge registriert. Damit kann der indische Pkw-Markt den dritten Platz der weltweit größten Pkw-Einzelmärkte behaupten, den er im vergangenen Jahr erstmals von Japan übernommen hatte. Im Monat Dezember wurde ein verhaltenes Wachstum in Höhe von gut 3 Prozent auf 242.900 Pkw erreicht. Der brasilianische Light-Vehicle-Markt (Pkw und Light Duty) entwickelte sich im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls deutlich positiv. Insgesamt wurden im Jahresverlauf knapp 2,2 Mio. Einheiten abgesetzt, 11 Prozent mehr als noch im Jahr 2022. In Relation zum Vorkrisenniveau liegt der Markt allerdings noch um gut 18 Prozent im Minus. Im Monat Dezember wurde ein Verkaufsvolumen in Höhe von 236.700 Light Vehicle erreicht. Das entspricht einem Plus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Quellen: VDA Berlin 18.01.2024 2.2 Geschäftsentwicklung 2.2.1 Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Verlauf Für das Geschäftsjahr 2023 wurde mit einer Gesamtleistung über dem Vorjahresniveau geplant. Mit 45,2 Mio. Euro liegt die Gesamtleistung im Ist des Jahres 2023 um 15,4 Mio. Euro oder 51,7 % über dem Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 0,7 Mio. EUR liegt deutlich über Plan. 2.2.2 Umsatz und Ertragslage Im Berichtsjahr wurde der Vorjahresumsatz aufgrund des projektspezifischen Geschäftes nicht erreicht. Mit 29,9 Mio. Euro liegt der Umsatz unter dem Vorjahr (40,6 Mio. Euro), sowie 1,2 Mio. Euro über Plan. Hauptursache für die Planabweichung ist die Überlagerung einer konjunkturell bedingten Schwäche in allen wesentlichen Märkten der FLT (Automotive, Werkzeugmaschinenbau und allgemeiner Maschinenbau) auf Grund der allgemeinen politischen, weltwirtschaftlichen und konjunkturellen Lage. Eine Verschiebung von Vergabeaktivitäten im nationalen und internationalen Umfeld zogen sich über das gesamte Geschäftsjahr hinweg. Der Großteil der nennenswerten Auftragseingänge konnte erst Ende des vierten Quartals 2023 gebucht werden. Unabhängig von dieser Entwicklung ist die Umsatzentwicklung in den verschiedenen Produktbereichen der FLT je nach Fertigungsdauer der Projekte immer jährlichen und jahresübergreifenden Schwankungen unterworfen. Das EBIT hat sich positiv entwickelt. Wesentlicher Einflussfaktor war ein Forderungsverzicht der Läpple AG in Höhe von TEUR 8.050, der als sonstiger betrieblicher Ertrag für ein positives EBIT verantwortlich ist. Im Berichtsjahr wurden Auftragseingänge von rund 76,3 Mio. Euro generiert (im Vorjahr 54,9 Mio. Euro) was einem Rekord Auftragseingang für die FLT entspricht. Der Auftragseingang ist weiterhin geprägt von Projekten mit erheblichem Termindruck. Vergaben wurden ebenfalls weiterhin im Hinblick auf die oben beschriebenen Markt - Trends von den Kunden teils nur zögerlich und in der Regel mit Verschiebungen der Vergabeentscheidung bzw. sehr langen Vergabeentscheidungen durchgeführt. Auch bereits erhaltene Aufträge werden nach Vergabe inhaltlich geändert oder terminlich geschoben. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beträgt im Berichtsjahr -2,3 Mio. Euro (im Vorjahr: - 5,9 Mio. Euro). Hierbei handelt es sich um das operative Ergebnis ohne Jahresabschlussbuchungen etc. Durch erstellte Rückstellungen und Jahresabschlussbuchungen gab es einen außerordentlichen Mehraufwand in Höhe von 5,0 Mio. Euro. Durch den Forderungsverzicht der Konzernmutter Läpple AG in Höhe rund von 8,1 Mio. Euro, welches als außerordentliche Einnahmen verbucht wurden, ergibt sich ein bilanziell ausgewiesenes EBIT in Höhe von 0,7 Mio. Euro welches das finale Ergebnis darstellt. Im Jahr 2022 wurde eine konsequente Transformation in den meisten Funktionsbereichen (Vertrieb, Projektmanagement, etc.) umgesetzt um die Gesellschaft für zukünftige Marktanforderungen fit zu machen und die Gesellschaft zurück in die Profitabilität zu führen. Der Umbau für die neue strategische Ausrichtung wird auch noch in 2024 andauern. Zusätzlich soll die Anpassung der Gesellschaft an den Markt und der vorhandenen Gesamtleistung besser ausgerichtet werden. Diese Transformation wird sich über das Jahr 2024 erstrecken. 2.2.3 Finanzlage Der Free Cash-Flow der Gesellschaft hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt.
Der Free Cash-Flow ist im Wesentlichen beeinflusst durch die Veränderung des Working Capital, sowie der Rückstellungen. Auf Grund der derzeit im Auftrag befindlichen Projekte, haben wir eine Erhöhung des Working Capitals durch Bestandsaufbau im Wert von 6,8 Mio. Euro. Dieser positive Effekt wird durch den Forderungsverzicht der Läpple AG verstärkt, welches einen Wert von rund 8,1 Mio. Euro beinhaltet. Durch zusätzliche Verbindlichkeitsreduzierung und Forderungserhöhungen, konnte sich der Free Cash Flow positiv entwickeln und einen Beitrag zur Finanzstabilität gewährleisten. Die Veränderung der Rückstellungen 2023 ist geprägt durch folgende wesentliche Aspekte: Die Rückstellungen für noch zu erbringende Leistung wurden reduziert und für ausstehende Rechnungen verbleiben diese auf dem Niveau des Vorjahres. Bei den Rückstellungen im Personalbereich verbleiben im Bereich Altersteilzeit die Rückstellungen auf ähnlichem Niveau, sowie ein Abbau für Gleitzeit-Stunden. Für Restrukturierungsnotwendigkeiten im Personalbereich wurden über eingestellte Rückstellungen (Abfindungen) Vorsorge für das Geschäftsjahr 2024 getroffen und eine neue Rückstellung von 3,6 Mio Euro gebildet, um das Unternehmen marktorientierter und robuster aufstellen zu können. Die Finanzierung der FLT erfolgt im Rahmen der Gesamtfinanzierung der LÄPPLE Gruppe auf Ebene der LÄPPLE AG. Die Gesamtfinanzierung der LÄPPLE Gruppe wurde bereits im Geschäftsjahr 2018 durch den Abschluss eines Konsortialkreditvertrags mit einer Laufzeit von fünf Jahren gesichert. Die deutschen Gesellschaften der Unternehmensgruppe sind in ihrem Finanzmanagement durch eine Cash-Pool-Vereinbarung unter Führung der LÄPPLE AG verbunden. Am 01.09.2023 ist die FLT aus der Cash-Pool Vereinbarung ausgetreten und wird seit dem 01.09.2023 über einen Darlehensvertrag der Läpple AG finanziert. Der Finanzierungsrahmen betrug zum Bilanzstichtag 14,8 Mio. Euro mit einem Headroom in Höhe von 12,4 Mio. Euro. Durch einen Änderungsvertrag, der im Februar 2024 unterzeichnet worden ist, wurde der Finanzierungsrahmen des Headrooms auf 11,3 Mio. Euro gesenkt und die Laufzeit zudem bis zum 30.06.2025 verlängert. 2.2.4 Vermögenslage Das Anlagevermögen ist geschäftsmodelltypisch gering und beträgt zum Bilanzstichtag 0,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 0,8 Mio. Euro). Zum Bilanzstichtag besitzt die Gesellschaft Vorräte (ohne Anzahlungen), in Höhe von 17,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 11,0 Mio. Euro). Die Vorräte teilen sich in 4,6 Mio. Euro RHB und 12,7 Mio Euro unfertige Erzeugnisse auf. Die unfertige Leistung wird durch Anzahlungen gedeckt. Die Anzahlungen werden in der Aktiva ausgewiesen und mit der unfertigen Leistung saldiert, welche im Gegenzug bilanziell eine Reduzierung der unfertigen Leistung hervorruft. Die Höhe der bislang erhaltenen Anzahlungen beläuft sich auf 8,2 Mio. Euro. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten belaufen sich zum 31.12.2023 auf 6,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 5,8 Mio. Euro) und liegen damit über dem Vorjahresniveau. Die Verbindlichkeiten gegenüber Verbundener Unternehmen betragen zum Bilanzstichtag 10,0 Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten betragen zum Bilanzstichtag 2,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 2,0 Mio. Euro) und liegen damit über dem Vorjahresniveau. Die Eigenkapitalbasis der FLT hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert. Das Eigenkapital beläuft sich zum 31.12.2023 auf 2,0 Mio. Euro. 2.2.5 Mitarbeiter Im Berichtszeitraum waren durchschnittlich 168 Mitarbeiter bei der FLT beschäftigt (im Vorjahr: 174 Mitarbeiter). Das Unternehmen hat im Berichtsjahr 3 Leiharbeitnehmer eingesetzt (im Vorjahr: 0 Leiharbeitnehmer). In den ausländischen Tochtergesellschaften waren zum 31.12.23 insgesamt 31 Mitarbeiter beschäftigt (im Vorjahr: 39 Mitarbeiter). 2.2.6 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Durch das integrierte Managementsystem der LÄPPLE AG wird gewährleistet, dass alle Tätigkeiten, die Auswirkungen auf Produktqualität, Umwelt (Ressourcen- und Energiemanagement, Nachhaltigkeit), Sicherheit (Arbeits-, Anlagen Informations- und Datenschutz) und Gesundheitsschutz haben, geplant, gesteuert und überwacht werden sowie nachhaltig sind. Das praktizierte Managementsystem basiert auf den folgenden normativen Anforderungen:
Daneben fließen Kundenforderungen und Bestimmungen anzuwendender nationaler Regelwerke und Vorschriften ein. Jeder Mitarbeiter ist aufgefordert, sich zur Verbesserung der Prozesse mit einer schlanken und effizienten Dokumentation einzubringen. Durch marktorientiertes Handeln und die Förderung von Innovationen will LÄPPLE im wachsenden internationalen Wettbewerb seine Position sichern. Die Qualifikation, Motivation und Identifikation der Mitarbeiter im gesamten Unternehmen ist hierfür ein wichtiger Erfolgsfaktor. Eine offene und ehrliche Kommunikation sowie verantwortungsbewusstes und ethisch korrektes Handeln sind für LÄPPLE Teil des Wertesystems. Das integrierte Managementsystem leistet seinen Beitrag, dass die LÄPPLE Gruppe ein unabhängiges, international ausgerichtetes und erfolgreiches Familienunternehmen bleibt. Das Managementsystem der LÄPPLE Gruppe unterstützt die LÄPPLE AG, deren operative Gesellschaften und die Zentralfunktionen sowie koordinierende Stellen in der LÄPPLE Gruppe bei
2.2.7 Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung Im Geschäftsjahr 2023 wurde in der FLT ein EBIT von 0,7 Mio. Euro erreicht. Dieses Ergebnis wurde primär durch den von der Läpple AG ausgesprochenen Forderungsverzicht erreicht. Durch diese Maßnahme, welche absolut als Vertrauensvotum der Muttergesellschaft ggü. der FLT angesehen werden kann, ist die Eigenkapitalbasis der Gesellschaft mit rund 2,1 Mio. Euro weiterhin stabil positiv. Das Jahr 2023 war geprägt von Verschiebungen der Vergabeaktivitäten und einem zu Beginn 2023 niedrigem Marktvolumen. Fehlende Auftragseingänge aus 2022 führten in eigenen Abteilungen zu einem niedrigen Auslastungsgrad, weswegen zeitweise Kurzarbeit in einigen Abteilungen notwendig waren. Durch die Auslagerung von Engineeringkapazitäten nach Indien konnte jedoch diese Kapazitäten flexibel genutzt werden. Ursache für das reduzierte Marktvolumen ist vor allem eine konjunkturell bedingte Schwäche in allen wesentlichen Märkten der FLT (Automotive, Werkzeugmaschinenbau und allgemeiner Maschinenbau) die durch Auswirkungen des Ukraine Konflikts und der allgemeinen weltwirtschaftlichen Lage erheblich verstärkt wurde. Anhaltende Unsicherheiten im globalen Handel haben zusätzlich zu verzögerten Vergabeentscheidungen beigetragen. Ebenso kann davon ausgegangen werden, dass dieser Trend auch in den kommenden Jahren anhalten wird. Die laufenden Projekte wurden weitgehend erfolgreich abgeschlossen und die Erweiterung des standardisierten Portalsystems nach dem Baukastenprinzip im Schwerlastbereich konnte vor allem im Bereich der alternativen Mobilität erfolgreich eingesetzt werden. Die Tochtergesellschaften in den China und USA sind in die Organisation der FLT Gruppe integriert und wesentlicher Bestandteil der in 2023 fortgesetzten Internationalisierungsstrategie. Die internen Abläufe wurden im Berichtsjahr weiter an die Produktentwicklung angepasst. Darüber hinaus werden weitere Performance- und Effizienz-Programm gestartet woraus erste positive Effekte im Jahr 2024 erwartet werden. Die FLT verfügt zum Bilanzstichtag über eine solide Vermögens- und Kapitalstruktur. 3. NachhaltigkeitNachhaltigkeit in der LÄPPLE Gruppe ist einerseits eng verbunden mit dem eigenen Anspruch der LÄPPLE Gruppe aktiv ESG-Themen zu adressieren und andererseits verbunden mit dem Erfordernis den Anforderungen der Kunden zu entsprechen. Beide Stakeholder stellen sicher, dass die LÄPPLE Gruppe im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses die eigenen Auswirkungen hinsichtlich Umwelt und Gesellschaft reduziert bzw. geringhält und gleichzeitig die ESG-Marktposition verbessert. ESG steht für Umwelt (Environmental), Soziales/Gesellschaft (Social) und Unternehmensführung (Governance). Nachstehende Maßnahmen unterstützen unsere ESG-Ambitionen in Deutschland (Auszug): Umwelt:
Soziales/Gesellschaft:
Unternehmensführung:
Im Rahmen des ESG-Projekts werden Ziele operationalisiert und auf die gesamte Gruppe ausgeweitet. Über deren Umsetzung wird ab dem Geschäftsjahr 2025 in der Nachhaltigkeitserklärung im Lagebericht der LÄPPLE Gruppe berichtet. 4. Chancen- und Risikobericht4.1 Internes Kontrollsystem Innerhalb der LÄPPLE Gruppe ist ein internes Kontrollsystem (IKS) zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung (einschließlich Anhangserstellung und Lageberichterstattung) eingerichtet. Das rechnungslegungsbezogene IKS beinhaltet Grundsätze, Verfahren, Regelungen und Maßnahmen zur Sicherstellung einer vollständigen, richtigen und zeitnahen Erfassung von Geschäftsvorfällen unter Einhaltung der regulatorischen Vorgaben. Basis des IKS innerhalb der Aufbau- und Ablauforganisation bilden das 4-Augen-Prinzip und die konsequente Umsetzung von Funktionstrennungen sowie Richtlinien, Verfahrensanweisungen und Genehmigungsprozesse, die durch das interne Informations- und Kommunikationssystem unterstützt werden. Fehlerverhindernde und -aufdeckende Maßnahmen sind in Form von systemunterstützten und manuellen Kontrollen in den Prozessen integriert oder als Überwachungskontrollen im Verantwortungsbereich von Bereichs-/ Abteilungsleitern bzw. Geschäftsführern und Vorstand eingerichtet. 4.2 Risikomanagement der Gruppe Die LÄPPLE Gruppe verfügt über ein verbindliches Risikomanagement. Die Grundlage hierfür bildet das gruppenweit gültige Risikomanagement-Handbuch. Ziel des Risikomanagementsystems der LÄPPLE Gruppe ist unverändert, den wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmensgruppe abzusichern, indem etwaige bestandsgefährdende Risiken oder entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen frühzeitig aufgedeckt, analysiert und mit entsprechenden Gegenmaßnahmen belegt werden. Dabei erfolgt - aufbauend auf einer Risikoinventur - für identifizierte Risiken eine Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe auf Basis eines Erwartungswertes des potenziellen Aufwands. Dieser Erwartungswert steuert die Einordnung der Risiken in Risikoklassen und die für diese Klassen festgelegten Handlungsstrategien. Risiken mit einem bestimmten Erwartungswert werden nicht nur von den Leitern der jeweiligen Business Units bearbeitet, sondern müssen auch dem Vorstand der LÄPPLE AG mitgeteilt werden. Hierbei sind wir uns darüber im Klaren, dass eine vollständige Risikoabwehr nicht möglich ist, da manche Risiken entweder nicht unmittelbar transparent sind oder geeignete Gegenmaßnahmen nicht realisiert werden können. Zudem erfordert unternehmerisches Handeln vor dem Hintergrund eines gewinnorientierten Wachstums auch das bewusste Abwägen von Risiken und Chancen. Zentrales Element des allgemeinen Risikomanagements in der LÄPPLE Gruppe ist daneben das gruppenweite Berichterstattungssystem. Im Rahmen des Reporting-Systems erstellen alle Gruppenunternehmen folgende Berichte:
Die jeweiligen Berichte werden monatlich mit den Bereichsverantwortlichen im Rahmen von Business Reviews diskutiert und Handlungsalternativen bewertet. Für den Aufsichtsrat wird ein monatlicher Bericht erstellt, der wesentliche Kennzahlen sowohl für die einzelnen Unternehmensbereiche als auch für die Gruppe enthält. Die wirtschaftliche Entwicklung wird in den regelmäßigen Sitzungen des Aufsichtsrats erläutert. Schwerpunkte der allgemeinen Analysen waren im Geschäftsjahr 2023 neben der Überwachung der Ergebnisentwicklung insbesondere auch die Entwicklung der Liquidität, des Working Capital sowie der Auftragseingänge. Zudem lag ein besonderer Schwerpunkt auf der Analyse der Situation auf den Energiemärkten, der Sicherstellung der Versorgung insbesondere mit Gas sowie der Reaktion auf die rasant steigenden Energiekosten. Die Ergebnisse dieser Analysen werden in die rollierende Liquiditätsplanung mit einem Planungshorizont von 12 Monaten eingearbeitet. Im Geschäftsjahr 2023 wurde daneben eine 13-Wochen-Liquiditätsplanung als Steuerungstool eingeführt. Einmal jährlich wird eine detaillierte Finanz- und Budgetplanung für die LÄPPLE Gruppe erstellt. Diese Planung umfasst die kommenden fünf Jahre. Die Budgetplanung wird zwei Mal im Jahr durch jeweils einen Forecast getestet. 4.3 Chancen und Risiken Das Marktniveau bei der FIBRO LÄPPLE Technology Gruppe war in 2023 geprägt von vielen Projektverschiebungen. Dennoch konnte erneut ein Rekord im Auftragseingang realisiert werden. Unabhängig von den Konjunkturerwartungen gelten geschäftsmodelltypisch diverse Risiken: Bei der FIBRO LÄPPLE Technology Gruppe erholt sich das Marktniveau, nach dem Vorjahr, weiterhin. Es besteht eine Vielzahl an interessanten Projekten im Markt von denen auch schon welche gewonnen werden konnten. Bei der FIBRO LÄPPLE Technology Gruppe bestehen die wesentlichen Risiken in negativen Marktentwicklungen bedingt durch makroökonomische Entwicklungen wie beispielsweise den Ukraine-Krieg, durch begrenzte Materialverfügbarkeiten und lange Lieferzeiten sowie negative Preisentwicklungen. Die daraus resultierende derzeitige konjunkturelle Entwicklung führt teilweise zu Verschiebungen und Veränderungen in den Vergabeentscheidungen bei den Kunden. Dieses kann zu einem preisintensiveren globalen Wettbewerb führen. Zudem kann sich der allgemeine Fachkräftemangel negativ auf weiteres Wachstum auswirken. Die allgemeine konjunkturelle Entwicklung nach den deutlichen Leitzinsanhebungen durch die Zentralbanken, die massiven Steigerungen vor allem bei den Energie- und Materialpreisen sowie eine mögliche Gefährdung der Versorgungssicherheit insbesondere bei Gas stellen im Jahr 2023 die größten Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung der LÄPPLE Gruppe dar. Darüber hinaus sieht sich die LÄPPLE Gruppe auch mit nicht geschäftsmodellspezifischen Risiken beispielsweise in den Bereichen "Cybersicherheit", "Datenschutz" und auch "Compliance" konfrontiert. Hier versucht die LÄPPLE Gruppe, insbesondere auch durch Schulungen die Sensibilität der Mitarbeiter für diese Themen zu erhöhen und die Risiken - sofern möglich - auch durch technische oder organisatorische Maßnahmen zu reduzieren. Bei der FIBRO LÄPPLE Technology Gruppe ergeben sich Chancen durch einen konsequenten und klaren Fokus auf den weiteren Ausbau von Produkten, Softwarelösungen und Innovationen. Dieses soll für Wachstum im Bereich der E-Mobilität sowie der allgemeinen Automationslösungen genutzt werden. Zudem sollen weitere Standardisierungen von Baugruppen und Funktionseinheiten sowie die starken Aktivitäten im Bereich der globalen, strategischen Beschaffung weiter der stetigen Optimierung der Kostenstruktur und Reduzierung der lokalen Lieferzeiten dienen. Permanente Verbesserungen der internen Abläufe unter dem Gesichtspunkt der Vermeidung von Verschwendungen und der Fokus auf die Thematik Operational Excellence in der Projektabwicklung werden zur Optimierung der Unternehmung beitragen. Ein verstärkter Ausbau des indischen Zuliefermarktes soll den Lieferantenstamm sinnvoll ergänzen. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass aus heutiger Sicht keine existenzbedrohenden Umstände für die FIBRO LÄPPLE Technology Gruppe erkennbar sind. 5. PrognoseberichtInsgesamt ergeben sich weiterhin sehr hohe gesamtwirtschaftliche Unsicherheiten insbesondere in Folge der weiter anhaltenden Kriegshandlungen in der Ukraine und im Nahen Osten, der hohen Inflation und der damit eingeschränkt verlässlichen Planbarkeit halten wir einen verhalten optimistischen Blick auf das Geschäftsjahr 2024 der LÄPPLE Gruppe für angemessen. Die neue Finanzierungsstruktur ermöglicht der LÄPPLE Gruppe die Herausforderungen in den nächsten Monaten zu bewältigen und sich ergebende Chancen zu nutzen. Neben den genannten exogenen Faktoren sind in allen Bereichen anspruchsvolle Maßnahmenpakete umzusetzen, die im Kern die operative Performance verbessern und die Strukturen auf das neue Auslastungsniveau ausrichten. Beim Gruppenumsatz erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 einen moderaten Anstieg im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 (bereinigt um die fehlenden Umsätze aus dem Bereich Rundtische), der durch zusätzliche Umsatzerlöse in den Business Units Automotive und Normalien getragen wird. Auf der Ergebnisseite werden Kosten der Transformation weiter die Profitabilität belasten, allerdings wird in 2024 ein positives EBIT erwartet. Das EBIT wird definiert als Earnings before Interest and Taxes und umfasst zudem noch "nicht operative Kosten", die sich im Rahmen der Transformation ergeben. Die neue Finanzierungsstruktur dient bis Mitte 2027 als Planungssicherheit und gewährleistet die Umsetzung von profitablem Wachstum durch Kundenprojekte. Mit der Transformation wird eine geringere Nettoverschuldung verfolgt. Ein positiver Free Cashflow wird planerisch ab 2025 wieder erzielt werden. Die Entwicklung der Unternehmensgruppe ist letztlich auch von einer Vielzahl von exogenen Faktoren abhängig:
Haßmersheim, 23. April 2024 FIBRO LÄPPLE Technology GmbH Stefan Christ, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine GrundlagenDer Jahresabschluss 2023 ist gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gliederungen sind unverändert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die FIBRO LÄPPLE TECHNOLOGY GMBH mit Sitz in 74855 Haßmersheim hat die Herstellung und Vertrieb von Automations- und Verkettungsanlagen sowie von Sondermaschinen zum Gegenstand des Unternehmens. Die Gesellschaft ist im Handelsregister Mannheim B des Amtsgerichts unter HRB 702553 eingetragen. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Notwendige Bilanzvermerke sind insgesamt bei den jeweiligen Positionen im Anhang angegeben. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierung und Bewertung erfolgte nach den einheitlichen Bilanzierungsrichtlinien des LÄPPLE Konzerns. Anlagevermögen Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Die Nutzungsdauer liegt zwischen 3 und 10 Jahren. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear. In den Herstellungskosten sind keine Kosten für Forschung und Entwicklung enthalten. Die Nutzungsdauer bei den Gebäuden liegt zwischen 25 und 50 Jahren, bei den technischen Anlagen und Maschinen zwischen 8 und 15 Jahren und bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 4 und 13 Jahren. Die Wertgrenze für geringwertige Wirtschaftsgüter, welche im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben werden, lag im Jahr 2023 bei 1.000,00 Euro (Vorjahr 1.000,00 Euro). Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Vorräte Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und / oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen sind in den Herstellkosten nicht enthalten. Von den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen über insgesamt 8.188 T€ (Vorjahr 6.389 T€), die zum Nennwert bewertet und offen von dem Posten "Vorräte" abgesetzt sind, entfallen 1.929 T€ (Vorjahr 747 T€) auf verbundene Unternehmen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, die mit einem Ausfallrisiko behaftet sind, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden vollständig abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Die Flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Stichtag darstellen. Eigenkapital Das Eigenkapital ist mit dem Nennwert ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G (Vorjahr 2018 G) von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Bei der Ermittlung der Treueprämie wurden die Tariferhöhungen ab 01.06.2024 um 5,2% und ab 01.05.2025 um 3,3% für künftige jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen (Vorjahr 2,5 %) berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit einem Rechnungszinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,76 % (Vorjahr 1,79 %) abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der Unterschied zwischen dem Wertansatz der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bei einer Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz 1,76% (Vorjahr 1,45%) der vergangenen sieben Jahre und dem Wertansatz bei einer Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre beträgt 2 T€ (Vorjahr 10 T€), wofür eine Ausschüttungssperre besteht. Sonstige Rückstellungen Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,00 % (Vorjahr 0,42 %) und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Vereinbarungen mit einem Einkommenstrend von 2,5% (Vorjahr 2,5%) gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und Verpflichtungen in angemessenem Umfang. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung angemessener Preis- und Kostensteigerungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre abgezinst. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgt die Fremdwährungsbewertung unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- bzw. Imparitätsprinzips. Latente Steuern Der Steuersatz zur Berechnung der latenten Steuern beträgt 28,3 %. Bei der Berechnung werden gegebenenfalls auch steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Soweit sich insgesamt ein Überhang aktiver latenter Steuern ergibt, wird dieser in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs.1 S. 3 HGB nicht angesetzt. 3. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist als Bestandteil des Anhangs im Anlagengitter dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten wie im Vorjahr keine Beträge mit einer vereinbarten Restlaufzeit von über einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 4.630 (Vorjahr T€ 5.564) resultieren aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 994 (Vorjahr T€ 4.064) und in Höhe von T€ 3.636 (Vorjahr T€ 1.500) aus einem Darlehen an FLT INC mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Es bestehen keine Forderungen gegenüber Gesellschaftern. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert und beträgt unverändert zum Vorjahr 2.000 T€. Die Kapitalrücklage in Höhe von 5.000 T€ und die Gewinnrücklage mit 14 T€ bestehen gegenüber dem Vorjahr unverändert. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für noch zu erbringende Leistungen 2.329 T€ (Vorjahr 2.614 T€), Restrukturierung und Abfindungen 3.571 T€ (Vorjahr 95 T€) Tarifvergütung und variable Vergütung 135 T€ (Vorjahr 208 T€), Urlaubs- und Überstundenverpflichtungen 396 T€ (Vorjahr 578 T€), ausstehende Rechnungen 120 T€ (Vorjahr 111 T€), Altersteilzeit 226 T€ (Vorjahr 220 T€), Gewährleistung 249 T€ (Vorjahr 310 T€), Jubiläumszahlungen 218 T€ (Vorjahr 253 T€) sowie weitere Rückstellungen in Höhe von 61 T€ (Vorjahr 225 T€). Verbindlichkeiten Wie im Vorjahr besitzen sämtliche Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 10.016 T€ (Vorjahr 7.153 T€) beinhalten Netto-Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 447 T€ (Vorjahr 175 T€) sowie Verbindlichkeiten aus der bestehenden Cash-Pool Vereinbarung in Höhe von 0 T€ (Vorjahr 6.978 T€). 4. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographischen Märkten wie folgt:
Eine Aufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen wird entsprechend der Schutzklausel des § 286 Abs. 2 HGB unterlassen, da Marktteilnehmer wichtige Informationen ableiten könnten, die für die Gesellschaft erhebliche Nachteile bedeuten. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen im Wesentlichen Erträge aus einer Forderungsverzichtserklärung der Läpple AG. Durch den Forderungsverzicht der Konzernmutter Läpple AG in Höhe von rund 8,1 Mio. Euro, welches als außerordentliche Einnahmen verbucht wurden, ergibt sich ein bilanziell ausgewiesenes EBIT in Höhe von 0,7 Mio. Euro welches das finale Ergebnis darstellt. Durch diese Maßnahme ist die Eigenkapitalbasis der Gesellschaft mit rund 2,1 Mio. Euro weiterhin stabil positiv. Weitere Aspekte der sonstigen betrieblichen Erträge resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen, aus Erträgen geldwerter Vorteil sowie aus Schadensersatzleistungen. Die nicht realisierten Erträge aus der Währungsumrechnung 152 T€ (Vorjahr 261 T€) beinhalten die Rücknahme der nicht realisierten Erträge aus der Währungsumrechnung aus dem Jahr 2022. Die periodenfremden Erträge in Höhe von 345 T€ (Vorjahr 419 T€) resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Betriebskosten wie Mieten und Kosten für Personalleasing, Reisekosten, Rechts- und Beratungskosten und Aufwendungen für Konzernumlagen, Transport- und Logistikkosten sowie Vertriebskosten wie Vertreterprovisionen. Daneben sind Zuführungen zu Rückstellungen erfasst. Es werden keine periodenfremden Aufwendungen ausgewiesen (Vorjahr 0 T€). Zinsen und ähnliche Erträge Die ausgewiesenen Zinserträge in Höhe von 82 T€ (Vorjahr 60 T€) basieren auf dem Darlehen an FLT INC. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von 782 T€ (Vorjahr 570 T€) enthalten im Wesentlichen Zinsaufwendungen für Cashpool 297 T€ (Vorjahr 389 T€), Zinsaufwendungen für Darlehen 332 T€ (Vorjahr 0 T€), Zinsen für Avale in Höhe von 139 T€ (Vorjahr 153 T€) und Aufwendungen aus der Aufzinsung und Zinssatzänderung von Rückstellungen in Höhe von 15 T€ (Vorjahr 19 T€). 5. Sonstige AngabenArbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der innerhalb des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer im Sinne des § 267 Abs. 5 HGB betrug 174 (Vorjahr 195).
Geschäftsführung
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird entsprechend der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da sich aus den Angaben die Bezüge eines Mitglieds der Geschäftsführung feststellen lassen. Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen Es wurden folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen eingegangen:
Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Haftungsverhältnisse:
Die Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverträgen betreffen die im Rahmen der Konzernfinanzierung revolvierende Kreditlinie für Avalkredite, die durch Pfandrechte besichert ist. Weiterhin besteht eine gesamtschuldnerische Haftung gegenüber verschiedenen Banken aus dem zentralen Cash-Pooling. Zum Bilanzstichtag ergaben sich wie im Vorjahr hieraus keine Eventualverbindlichkeiten. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den abgeschlossenen Gewährleistungsverträgen, die alle zugunsten verbundener Unternehmen bestehen, wird aufgrund der soliden Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der aus Unternehmensplanungen abgeleiteten positiven Erwartungen in Bezug auf die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dieser Gesellschaften als gering eingeschätzt. Honorare des Abschlussprüfers Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars wird verzichtet, da diese Angabe insgesamt im Konzernabschluss der LÄPPLE AG enthalten ist. Anteilsbesitz
Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der LÄPPLE AG, Heilbronn, einbezogen, dies stellt zugleich den größten und den kleinsten Konsolidierungskreis der Gesellschaft dar. Der Konzernabschluss wird durch Einreichung beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers elektronisch offengelegt. Nachtragsbericht Zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses lagen keine nach Ende des Geschäftsjahres eingetretenen Vorgänge von besonderer Bedeutung vor.
Haßmersheim, den 23. April 2023 Stefan Christ Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die FIBRO LÄPPLE Technology GmbH, Haßmersheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der FIBRO LÄPPLE Technology GmbH, Haßmersheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FIBRO LÄPPLE Technology GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 30. April 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Marcus Nickel, Wirtschaftsprüfer ppa. Bernd Adamaszek, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 27. November 2024 festgestellt. |
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