Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 15955
Vorher
Teppich Essers & Söhne GmbH
Eingetragen
24.1.1990
Branche
Herstellung von HandwerkzeugenHerstellung von FreiformschmiedestückenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Manuel Schudy
seit 13.1.2025
Prokura
Prokura
Christoph Wackerbauer
seit 22.11.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
900.000 €
90.00%
Germany
100.000 €
10.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hammer Handwerks GmbH (vormals: Teppich Essers & Söhne GmbH)

Porta Westfalica

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

TEPPICH ESSERS & SÖHNE GMBH, PORTA WESTFALICA

A GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

Der Tätigkeitsschwerpunkt der zur Unternehmensgruppe Brüder Schlau gehörenden Gesellschaften liegt im Verkauf von Handelswaren an Endverbraucher (Hammer Fachmärkte) sowie in dem Erbringen von Dienstleistungen wie z. B. Verlegung von Bodenbelägen, Nähen und Dekorieren von Gardinen oder Montage von Sonnenschutzeinrichtungen. Das Sortiment besteht aus Farben und Lacken, Tapeten, Bodenbelägen, Werkzeugen, Gardinen, Sonnenschutzartikeln, Badausstattungen, Bettwaren und Matratzen sowie ergänzend aus Dekorationsartikeln. Der Konzern verfügt über eigene Zentrallagerstandorte und eigene Speditionskapazitäten für die Zustellung von Waren an die Filialen.

B WIRTSCHAFTSBERICHT

B.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) fiel gemäß der Pressemitteilung vom 13. Januar 2023 das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,9 % höher aus als im Vorjahr. So war die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland im Jahr 2022 geprägt durch die Auswirkungen des Ukraine-Krieges wie auch durch die extremen Energiepreiserhöhungen. Dazu kamen trotz der im Jahresverlauf nachlassenden Corona-Pandemie verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel. Dabei entwickelten sich die einzelnen Wirtschaftsbereiche nach dem fast vollständigen Wegfall der Corona-Schutzmaßnahmen sehr unterschiedlich. Am meisten profitieren konnten die sonstigen Dienstleister, zu denen auch die Kreativ- und Unterhaltungsbranche zählt (+6,3 %). Auch die Wirtschaftsbereiche Verkehr und Gastgewerbe erholten sich positiv nach der Aufhebung der Schutzmaßnahmen. Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe ergab sich somit ein deutlicher Anstieg von +4,0 %. Der Handelsbereich musste jedoch im Jahre 2022 gegenüber dem Vorjahr einen Einbruch verzeichnen. Ganz im Trend der langjährigen Wachstumsgeschichte, die nur im Corona-Jahr 2020 durchbrochen wurde, zeichnete sich hingegen im Bereich Information und Kommunikation ein deutlicher Zuwachs (+3,6 %) ab.

Im Baugewerbe wirkten sich der Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und schlechtere Finanzierungsbedingungen als Dämpfer aus, sodass die Bruttowertschöpfung um -2,3 % abnahm. Auch im Verarbeitenden Gewerbe wirkten sich die hohen Energiepreise und die eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten dämpfend auf die Wirtschaftsleistung aus und führten lediglich zu einem geringen Anstieg im Vorjahresvergleich (+0,2 %).

Die privaten Konsumausgaben stiegen in 2022 im Vergleich zum Vorjahr preisbereinigt um 4,6 % und erreichten damit nahezu das Vorkrisenniveau von 2019. Die Aufhebung fast aller Corona-Schutzmaßnahmen im Frühjahr 2022 sind hierfür ursächlich. Der Konsum stieg vor allem bei Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen an, wie auch im Bereich Freizeit, Unterhaltung und Kultur. Die Konsumausgaben des Staates erhöhten sich moderat um 1,1 %. Ausgaben für Schutzsuchende aus der Ukraine und anderer Staaten waren erhöht, Ausgaben für die Bekämpfung der Corona-Pandemie sanken dagegen.

Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2022 preisbereinigt um 1,6 % - im Wesentlichen bedingt durch fehlende Baumaterialien und den Fachkräftemangel. Aufträge gewerblicher und privater Bauvorhaben wurden verstärkt storniert vor dem Hintergrund nachhaltig hoher Baupreise sowie steigender Bauzinsen. Investitionen in Maschinen und Geräte sowie in Fahrzeuge stiegen dagegen preisbereinigt um 2,5 % gegenüber dem Vorjahr.

Durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätige mit Arbeitsort in Deutschland waren im Jahr 2022 tätig, somit 1,3 % mehr als im Jahr 2021 und so viele wie noch nie in Deutschland. Insbesondere bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten und im Dienstleistungsbereich fand der Zuwachs statt. Trotz Fachkräftemangel gab es im Baugewerbe erneut einen leichten Beschäftigungszuwachs.

B.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gemäß einer Analyse des BHB - Handelsverbands Heimwerken, Bauen und Garten e.V. aus Dezember 2022 weisen die Bau- und Gartenfachmärkte in Deutschland in den ersten neun Monaten 2022 ein Plus von +10,5 % (auf gleicher Fläche von +9,8 %) aus. Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen, dass in den ersten beiden Quartalen des Jahres 2021 Pandemie-bedingte Lockdowns behördlicherseits angeordnet waren. Im dritten Quartal 2022, das insofern besser zum dritten Quartal 2021 vergleichbar ist, wuchs die Branche um +2,3 %, auf gleicher Fläche um +1,6 %. Gemessen an den immensen Herausforderungen, denen die Bau- und Gartenfachmärkte im Augenblick ausgesetzt sind, bewegen sich die Umsätze auf einem guten Niveau. Nach Aussage des BHB-Hauptgeschäftsführers Dr. Peter Wüst muss auch die DIY-Branche erheblich verteuerte Betriebs- und Energiekosten verkraften.

B.3. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2022 war im Wesentlichen von den makroökonomischen Faktoren geprägt. Die gesunkene Binnennachfrage dämpfte die geplante Geschäftsentwicklung. Die Umsatzerlöse beliefen sich auf 14,8 Mio. EUR (Vj. 13,7 Mio. EUR), der Materialaufwand lag bei 6,6 Mio. EUR (Vj. 6,2 Mio. EUR) und der Rohertrag somit bei 8,3 Mio. EUR (Vj. 7,5 Mio. EUR).

Die Entwicklung war generell von den Nachwirkungen der Corona-Pandemie und des Krieges in der Ukraine überschattet. Damit einhergehende Inflation und Verteuerung der Energieträger hat sich negativ auf die Kaufkraft ausgewirkt und sorgte für Umsätze unter Plan.

Der Wareneinkauf für die operativ tätigen Vertriebsgesellschaften der Unternehmensgruppe Brüder Schlau und somit auch der Gesellschaft wird zentral abgewickelt. Die Teppich Essers & Söhne GmbH kauft insofern im Wesentlichen keine Waren von (Dritt-) Lieferanten auf eigene Rechnung ein. Die Warenlieferungen werden mittels zentraler Verrechnungskonten an die jeweilige Vertriebsgesellschaft weiterbelastet. Der Ausgleich des Verrechnungskontos seitens der Vertriebsgesellschaften erfolgt regelmäßig.

Generell wurden zur nachhaltigen Steigerung der Effizienz im Jahr 2022 weiterhin der Personaleinsatz in den Märkten zentralseitig und kennzahlenorientiert gesteuert, um so die Personalkostensteigerung zum Mehrumsatz ins Verhältnis zu setzen, aber auch die Verfügbarkeit von Personal für Beratungen und Dienstleistungen sicherzustellen. Im Marketing wurde der Fokus weiterhin auf eine Steigerung der Kosteneffizienz bei reduzierten Streuverlusten gelegt.

Die Finanzierungssituation ist konzernweit gesichert. Das Darlehen, das innerhalb der im Laufe des Jahres 2021 geschlossenen Konsortialfinanzierung (Volumen von insgesamt 50,0 Mio. EUR), in Anspruch genommen wurde, valutierte am 31. Dezember 2022 mit 17,0 Mio. EUR.

B.4. Ertragslage

Die Umsatzerlöse beliefen sich im Geschäftsjahr auf 14,8 Mio. EUR und lagen damit um 1,1 Mio. EUR oder 8,0 % über dem Vorjahr (13,7 Mio. EUR). Der Umsatzzuwachs lässt sich im Wesentlichen zurückführen auf die im Vorjahr behördlich verordneten Marktschließungen.

Der absolute Rohertrag erhöhte sich korrespondierend zum Umsatz von 7,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 8,3 Mio. EUR (+0,7 Mio. EUR) und somit um 9,8 % gegenüber dem Vorjahres-Rohertrag. Die Rohertragsquote in Höhe von 55,7 % (Vj. 54,9 %) ist dementsprechend um 0,8 %-Punkte gestiegen.

Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr absolut um 0,6 Mio. EUR gestiegen, was hauptsächlich auf den Wegfall der im Vorjahr durchgeführten Kurzarbeit zurückzuführen ist. Insgesamt erhöhte sich die Personalaufwandsquote somit von 28,1 % auf 29,9 %.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit 4,4 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres geblieben. Die teilweise höheren Raumkosten (+ 100 TEUR) wurden durch Einsparungen in den übrigen Bereichen nivelliert.

Die Abschreibungen liegen mit 0,4 Mio. EUR knapp unter dem Vorjahresniveau. Insgesamt wird vor Zinsaufwand und Steuern ein um 0,2 Mio. EUR niedrigeres Betriebsergebnis in Höhe von -0,7 Mio. EUR (Vj. -0,5 Mio. EUR) erzielt.

Nach einem mit dem Vorjahr vergleichbaren negativen Finanzergebnis schließt das Geschäftsjahr 2022 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von -0,8 Mio. EUR (Vj. -0,6 Mio. EUR) und bleibt unter den Renditeanforderungen zurück.

B.5. Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft bzw. auch der anderen Vertriebsgesellschaften wird innerhalb der Unternehmensgruppe Brüder Schlau mittels Cash-Pooling vorgenommen. Die Vertriebsgesellschaften überweisen ihre erhaltenen Einzahlungen taggenau an die Konzernzentrale, die Brüder Schlau GmbH & Co. KG. Investitionen innerhalb der Unternehmensgruppe Brüder Schlau werden zentral durch die Konzernzentrale entweder aus dem Cashflow des Konzerns oder durch Kreditaufnahme bei Banken oder durch Leasing finanziert.

Aufgrund der Konzernfinanzierung und des konzernweiten Cash-Poolings lassen sich aussagekräftige Ausführungen zur Finanzlage der Gesellschaft nur über die Konzernkapitalflussrechnung treffen, auf die wir verweisen.

B.6. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr von 6,6 Mio. EUR auf 6,8 Mio. EUR erhöht.

Das Anlagevermögen ist aufgrund einer vorsichtigen Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr 2022 um 0,3 Mio. EUR auf 0,8 Mio. EUR zurückgegangen. Durch die Bestandsoptimierung im Umlaufvermögen sind die Vorräte trotz erhöhter Einkaufspreise bzw. Anschaffungskosten von 4,0 Mio. EUR auf 3,8 Mio. EUR gesunken.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,1 Mio. EUR sind weiterhin auf dem Niveau des Vorjahres.

Auch der Bestand an liquiden Mitteln bewegt sich mit 0,1 Mio. EUR auf dem Vorjahresstand.

Wesentlicher Posten der Passivseite sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen / Gesellschaftern in Höhe von 5,5 Mio. EUR. (Vj. 5,2 Mio. EUR). Das Verrechnungskonto mit der Brüder Schlau GmbH & Co. KG, über das im Rahmen des Cash-Poolings die Finanzierung der negativen Jahresergebnisse der letzten Jahre erfolgte, hat sich im Geschäftsjahr 2022 weiter aufgebaut.

Das bilanzielle Eigenkapital der Gesellschaft hat sich aufgrund des Jahresfehlbetrags im Berichtsjahr von -1,1 Mio. EUR auf -1,9 Mio. EUR vermindert.

B. 7. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

B. 7.1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die operative Steuerung erfolgt anhand der für Handelsunternehmen typischen Steuerungsgrößen, insbesondere der Umsatz- und Rohertragsentwicklung, Kostenquoten sowie dem Ergebnis vor Steuern. Diese Leistungsindikatoren werden durch ein leistungsfähiges internes Berichtswesen laufend überwacht. Zusätzlich werden Kennzahlen für die Überwachung der Liquidität, insbesondere das Working Capital, der Headroom sowie die in der Konsortialfinanzierung vereinbarten Covenants laufend beobachtet.

Neben rein finanziellen Steuerungsgrößen werden laufend weitere Steuerungsgrößen beobachtet, insbesondere Flächen- und Mitarbeiterproduktivitäten, Auftragsbestände, Durchlaufzeiten und die Auslastung.

B. 7.2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Unternehmensgruppe Brüder Schlau bzw. die Gesellschaft strebt eine stetige Expansion an attraktiven, das Standortnetz ergänzenden Standorten an. Zusätzlich sollen Verlagerungen bestehender Filialen an qualitativ bessere Standorte erfolgen. Sich bietende Chancen zur Übernahme von neuen Standorten oder ganzen Vertriebsgebieten werden sorgfältig vor dem wirtschaftlichen Hintergrund geprüft. Der Kundenstamm und das Umsatzpotenzial sollen somit grundsätzlich erweitert werden.

Die ständige Aktualisierung des bestehenden Sortimentes sowie die Erweiterung um neue trendige Produktsparten sorgen neben dem umfangreichen Dienstleistungs- und Beratungsangebot für einen attraktiven Marktauftritt.

Die leitenden Mitarbeiter im Verkauf, Einkauf, Logistik sowie in der Zentralverwaltung zeichnen sich durch einen langjährigen Erfahrungsschatz aus. Die Mitarbeiter werden regelmäßig im Rahmen eines Schulungskatalogs geschult bzw. nach individuellen Lösungen fortgebildet.

Die Brüder Schlau-Gruppe erhebt durch Marktforschung Informationen über den Bekanntheitsgrad sowie über die Markenpositionierung. Letztlich beobachtet die Brüder Schlau-Gruppe in einem kontinuierlichen Prozess vor allem bei Veränderungen an Marktstandorten mit Hilfe landschaftsgeografischer und mikroökonomischer Informationen den Marktanteil.

Immaterielle Werte

Die Brüder Schlau-Gruppe ist in Deutschland einer der ersten Ansprechpartner rund um das Thema Raumgestaltung. Durch ein serviceorientiertes Dienstleistungskonzept, welches dem Kunden neben der Ware umfassende handwerkliche Tätigkeiten rund um das Thema Wohnen anbietet, differenziert sich die Brüder Schlau-Gruppe von Baumärkten, Möbelhändlern und Heimtex-Discount-Märkten. Die Qualitäts- und Wachstumsstrategie wird in Zukunft weiter ausgebaut.

Wesentliche Basis für den Erfolg der Einzelhandelsfachmärkte sind motivierte, engagierte und gut ausgebildete Mitarbeiter. Ursprünglich wegen der Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen wurde der Schwerpunkt in der Personalentwicklung vor allem auf Schulung mittels E-Learning gelegt. Außerdem wurden gezielt Programme zur Nachwuchsförderung entwickelt und überarbeitet.

Eine zeitgemäße, effiziente und anpassungsfähige Organisationsstruktur mit modernen Informations- und Kommunikationssystemen bildet einen weiteren Baustein der Zukunftsplanung. Flache Hierarchien und ein teamorientierter, kooperativer Führungsstil tragen zum Unternehmenserfolg bei.

B. 8. Nachhaltigkeitsbericht

Der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen ist ein wichtiges Ziel. Dabei wird auf zertifizierte Produkte sowie deren Herkunft geachtet, um eine schonende und verantwortungsvolle Nutzung der Rohstoffe zu unterstützen. Mit Einführung eines Energiemanagementsystems kommt die Gesellschaft ebenso wie mit der Errichtung eines Compliance-Bereiches ihren gesetzlichen Verpflichtungen nach. Die Festlegung einer geplanten Senkung des Stromverbrauches fokussiert gleichzeitig alle Mitarbeiter auf notwendige Mitwirkung beim Schutz der natürlichen Ressourcen. Die Logistikprozesse werden kontinuierlich weiterentwickelt. Die Fahrzeuge des Fuhrparks entsprechen der neuesten Technik und den ökologischen Standards.

Mit Maßnahmen wie dem Einsatz von LED-Leuchten wird der Stromverbrauch in den Märkten langfristig gesenkt. Regenerative Energien weisen dabei die Zukunft. An verschiedenen Standorten wurden Solarmodule auf dem Dach installiert. Der Einsatz von Wärmerückgewinnungsanlagen in den neuen Filialen senkt außerdem den Energieverbrauch [kWh] für Heizung und Kühlung.

Mit behutsamem Wachstum und einer auf Engagement, Menschlichkeit und Teamgeist basierenden Unternehmenskultur hat die Unternehmensgruppe ihre Marktposition immer weiter gefestigt.

C Risiko- und Chancenbericht

C. 1 Risikomanagement

Das Management potenziell existierender Risiken hat einen hohen Stellenwert und erfolgt proaktiv.

Unvermeidbare Risiken werden, soweit wirtschaftlich sinnvoll, versichert. Die aus dem normalen Geschäftsgang entstehenden Risiken werden durch unterschiedliche Maßnahmen eingegrenzt. Auf Basis einer stetig verbesserten Unternehmensplanung werden monatlich Soll-Ist-Abweichungsanalysen erstellt und bei Verfehlung der Planziele Maßnahmen abgeleitet und ergriffen. Quartalsweise werden Unternehmensberichte für externe Interessenten erstellt. Des Weiteren stellt die Controlling-Abteilung der Unternehmensgruppe der Geschäftsführung und maßgeblichen Entscheidungsträgern regelmäßig diverse Statistiken mit den für die Unternehmensführung wichtigsten Kennziffern zur Verfügung und gibt Hinweise auf besondere Auffälligkeiten.

Aufgrund flacher Hierarchien kann jederzeit kurzfristig reagiert werden. Durch Einrichtung eines IT-gestützten Facility-Management-Systems werden Betreiberpflichten systematisch erfasst sowie Verantwortlichkeiten zugewiesen und überwacht.

Ein speziell während des ersten Lockdowns eingerichtetes Corona-Team koordiniert in enger Abstimmung mit den Fachabteilungen (insbesondere mit der Arbeitssicherheit) die Umsetzung der Corona-Verordnungen und ist der zentrale Ansprechpartner für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu diesem Thema.

C. 2 Risiken

Mit der Rücknahme der während der Pandemie bestehenden Corona-Schutzmaßnahmen und der Rückkehr in die Normalität ist die Einschränkung der Ladenöffnungszeiten infolge behördlicher Anordnungen scheinbar gebannt. Das Risiko der künftigen Umsatzentwicklung wird daher primär nicht mehr von der Marktöffnung bestimmt, sondern insbesondere vom allgemeinen Konsumverhalten und baulichen Investitionsmaßnahmen geprägt sein.

Das aktuell nicht absehbare Ende des Krieges in der Ukraine, Substitution und Verteuerung der fossilen Energieträger sowie die Zunahme bei den Erzeugerpreisen sorgten für Unsicherheiten im privaten und im gewerblichen Kundenbereich.

Die Effekte aus dieser gesamtwirtschaftlichen Entwicklung haben das Geschäftsjahr 2022 betroffen.

So ist im Einzelhandelssegment damit zu rechnen, dass die Inflation die verfügbaren Einkommen senken und sich somit dämpfend auf das Konsumverhalten auswirken wird. Auch die gestiegenen Finanzierungskosten werden von den Investitionen im Wohnbereich voraussichtlich vorerst abhalten. Zu beobachten ist, dass die verteuerten Kredite den Finanzierungsspielraum einengen, wodurch die Aufträge für Wohnbau-, Modernisierungs- und Renovierungsprojekte sinken und zunehmend Stornierungen zu verzeichnen sind.

Als weiteres Risiko ist die Preisentwicklung bei den Produktherstellern zu beobachten, die infolge der Verknappung und Verteuerung von Energie die Weiterverarbeitung von Rohstoffen erschwert und dadurch zur Marktverdrängung unter den Produzenten führt. Dies wirkt sich nachteilig auf den Wettbewerb aus und lässt die Einkaufspreise steigen.

Auf der Beschaffungsseite besteht das Risiko von (weiteren) Preiserhöhungen, insbesondere bei ölbasierten Produkten (Farben, Lacke etc.), da die Preise für Rohöl auf dem Weltmarkt starken Schwankungen unterliegen. Gravierende Risiken aus Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten bestehen eher nicht, da eine Vielzahl an Lieferanten entsprechend der Sortimente der Gesellschaft zur Verfügung steht. Herausforderungen könnten bei den Lieferketten entstehen. Ein Risiko besteht auf den Beschaffungsmärkten, u. a. durch die Verfügbarkeit von Logistikkapazitäten bei Waren mit Importanteil.

Der Ukraine-Krieg hat zwar keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Unternehmensgruppe Brüder Schlau und damit auf die Gesellschaft, da weder Absatzmärkte in der Ukraine oder Russland bedient werden noch auf der Beschaffungsseite direkte Lieferbeziehungen zu diesen Ländern bestehen. Allerdings sind die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen erheblich, insbesondere als Folge der Inflation und der generellen Unsicherheit ist ein Rückgang der Nachfrage zu verzeichnen.

Finanzwirtschaftlichen Risiken wurde durch den im Juni 2021 mit einem Bankenkonsortium abgeschlossenen Konsortialkreditvertrag begegnet.

Organisatorische Risiken werden in der Unternehmensgruppe wie folgt behandelt: Der erweiterte Geschäftsführungskreis mit den Bereichsleitern der Zentrale tagt regelmäßig und berät bzw. entscheidet über aktuell anstehende Aufgaben und Probleme. Die operativen Geschäftsführer sind permanent im Austausch mit den operativen Bereichsleitern und haben in kurzen Abständen Meetings. Operative Leitungen und Zentralbereichsleitungen der Unternehmensgruppe arbeiten zusammen und führen im Rahmen der Geschäftsordnungen und Unternehmensrichtlinien Entscheidungen herbei. Der Unternehmensbeirat tritt vier bis fünf Mal pro Jahr zusammen und diskutiert bzw. entscheidet strategische Themen. Falls nötig und sinnvoll, wird externe Beratungskompetenz hinzugezogen.

Diebstahl- und Manipulationsrisiken wird durch Kontrollen des korrekten Handlings der Warenwirtschaftssysteme sowie Plausibilitäts- und Einzelfallprüfungen begegnet. Weiterhin werden die Bestände bei Bedarf in Form von Stichprobeninventuren kontrolliert. Eine Revisionsabteilung mit direkter Berichtspflicht an die Geschäftsführung ist eingerichtet.

Durch Einrichtung einer Compliance-Abteilung wird die Einhaltung der Regeltreue des Unternehmens in seinem internen und externen Handeln überwacht und antizipativ gesteuert.

Bedeutende Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder Haftungsverhältnissen bestehen über den normalen Geschäftsgang hinaus nicht.

C. 3 Gesamtbeurteilung der Risikosituation

Die Gesamtrisikosituation der Gesellschaft ist wesentlich durch die allgemeine Kaufzurückhaltung aufgrund erhöhter Energiepreise und der Inflationssteigerung geprägt. Mit Abschluss des Konsortialkreditvertrags wurde auf Unternehmensgruppenebene auch den finanzwirtschaftlichen Risiken begegnet. Weitere wesentliche als die im Risikobericht beschriebenen Risiken bestehen nach Einschätzung der Gesellschaft derzeit nicht.

Weder während noch zum Ende des Geschäftsjahres 2022 sind im Rahmen der regelmäßigen Risikoberichterstattung besondere, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Risiken bekannt geworden.

C. 4 Chancen

Eine aktuell beobachtete Erhöhung der Löhne und Gehälter verbunden mit einer Abschwächung der Inflation im Jahresverlauf könnte bei den Kunden die Kaufkraft steigern und im Einzelhandel bestenfalls zu einer Stabilisierung der Nachfrage führen. Durch staatliche Maßnahmen wie die Strom- und Gaspreisbremse sowie weitere Subventionen und Transferleistungen werden der Konsum und die Bauinvestitionen aktiv angekurbelt, sodass gemäß Prognose der Deutschen Bundesbank bereits ab der zweiten Jahreshälfte 2023 Erholungen der wirtschaftlichen Situation erwartet werden. Gestützt auf diese Prognose erwartet die Gesellschaft ebenfalls eine Erholung der Nachfrage ab der zweiten Jahreshälfte 2023. Auflebende Unternehmensinvestitionen werden den Arbeitsmarkt weiterhin stabilisieren und zu nominalem Lohnzuwachs bei den Kunden führen. Zusammen mit der sinkenden Inflation dürfte das wiederum die Konsumlaune anheben, wenngleich die Wohnungsbauinvestitionen etwas länger brauchen werden.

Für die Folgejahre wird mit tendenziell sinkenden Energiekosten gerechnet, was sich insgesamt positiv auf die Erzeugerpreise und das Konsumverhalten auswirken sollte. Auch die aus den Zeiten der Corona-Pandemie resultierende Anspannung der globalen Lieferketten sollte sich erwartungsgemäß auflösen und den inflationären Preisauftrieb auf dem Beschaffungsmarkt perspektivisch abmildern.

Grundsätzlich liegen im Einzelhandel die Chancen in der Expansion durch Verdichtung der bestehenden Vertriebsgebiete sowie der Ausweitung in weitere, bisher nicht durch Hammer erschlossene Regionen.

Chancen ergeben sich auch durch das permanente Heben und den Ausbau von Potenzialen in der Unternehmensorganisation. Dies gilt für die Organisation selbst als auch für die Mitarbeiter. Die dafür notwendige Flexibilität und die Veränderungs- und Lernbereitschaft ist in der Unternehmensgruppe gegeben.

Den genannten Chancen und Risiken liegen folgende wesentliche Annahmen zu Grunde:

Umsatzwachstum findet überwiegend durch Verdrängung statt.

Die Unternehmensgruppe Brüder Schlau ist als großer Marktteilnehmer willens und in der Lage, Expansionschancen gezielt zu nutzen, Umsatzzuwächse ohne größere Ergebnis-, Organisations- und Liquiditätsprobleme zu realisieren und Einkaufsvorteile zu generieren.

Die Geschäftsführung beabsichtigt, auf Basis der genannten Chancen und Risiken folgende Maßnahmen zu ergreifen:

Neben einer nach wie vor engen Liquiditätssteuerung und Finanzierungsoptimierung wird der Fokus weiterhin auf der Realisierung von Effizienzsteigerungsmöglichkeiten liegen. Eine Ausweitung und profitable Steigerung der Geschäftstätigkeiten wird auf allen Vertriebskanälen angestrebt.

Es wird ferner prinzipiell der Kurs verfolgt, für den Einzelhandel selektiv Expansionsmöglichkeiten intensiv zu prüfen und gegebenenfalls zu nutzen, um weitere Marktanteile zu gewinnen.

Im Einzelhandel werden Kosten- und Infrastrukturverbesserungen der bestehenden Standorte laufend angestrebt. Das Profil der Hammer Fachmärkte als leistungsstarker, filialisierter Raumausstatter wird medial weiter herausgearbeitet. Marktveränderungen und das Einkaufsverhalten der Konsumenten in Bezug auf diverse Vertriebskanäle, unter anderem auch den Internet-und Versandhandel, werden laufend beobachtet.

Ein straffes Working-Capital-Management soll mit dafür sorgen, dass konzernweit jederzeit ein ausreichender Liquiditätsspielraum vorhanden ist. Lagerumschlag und Lagerreichweite, Forderungs- und Verbindlichkeitenlaufzeiten und der Wertberichtigungsbedarf werden laufend kontrolliert. Ein zentrales Cash-Management ermöglicht das tägliche Pooling aller Cash-Bestände des Konzerns.

Die Finanzlage soll auch zukünftig stabil gestaltet werden. Das wirtschaftliche Eigenkapital soll sich weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau bewegen. Das Ziel der Unternehmensgruppe Brüder Schlau bleibt es, die Abhängigkeit von Dritten zu minimieren und die Finanzkraft jederzeit mit adäquaten Reserven sicherzustellen. Die durch Innenfinanzierung erzielten Spielräume sollen erhalten bzw. ausgebaut und die Fremdverschuldung optimiert werden.

Die Ablaufprozesse, die Wertschöpfungsketten sowie die EDV-Systemumgebung werden laufend überprüft und ggf. optimiert. Die Steuerung und das Handling aller finanz-, personal- und warenwirtschaftlicher Prozesse laufen in einer integrierten SAP-Systemlandschaft ab.

Alle Hammer-Filialen sind mit modernen DV-Kassensystemen ausgestattet und online an die Zentralsysteme angebunden. Die Prozesse in den Zentrallagern werden mittels der leistungsstarken WAMAS-Logistik-Software gesteuert, die per Schnittstelle mit dem SAP-System kommuniziert. Als Auswertungs- und Analysetool wird SAP BW eingesetzt. Die modernen EDV-Strukturen werden auch für eine intensivere Steuerung der Sortimente genutzt sowie zum Ausbau unternehmensübergreifender IT-Kommunikation mit den Lieferanten und Kunden (z. B. elektronische Bestellungen und Rechnungen per EDI). Ein modernes Zeiterfassungssystem für Mitarbeiter ist seit Jahren implementiert.

D PROGNOSEBERICHT

D. 1 Vergleich der tatsächlichen Geschäftsentwicklung 2022 mit der Prognose

Die tatsächliche Geschäftsentwicklung 2022 lag hinsichtlich des Umsatzes und des Jahresergebnisses unter den geplanten Werten. Der Geschäftsverlauf war entgegen der Erwartungen maßgeblich durch die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen insbesondere mit dem Beginn des Ukraine-Kriegs belastet. So haben die anhaltende Energiekrise, eine hohe Inflation und eine grundsätzliche Unsicherheit zu einer deutlich gedämpften Konsumlaune und in der Folge zu einer unbefriedigenden Entwicklung der Einzelhandelsumsätze geführt.

Ein striktes Kostenmanagement hinsichtlich des Personaleinsatzes sowie der Kosteneffizienz im Marketing, wie auch bei allgemeinen Kostenpositionen, haben den Jahresfehlbetrag noch in Grenzen gehalten.

D. 2 Erwartete Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

Für Jahr 2023 erwartet die Bundesregierung gemäß der Jahresprojektion 2023 eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 0,2 %. Trotz Beeinträchtigungen der Wirschaftsleistung durch den Ukraine-Krieg und in Folge zurückhaltender Konsumnachfrage dürfte die konjunkturelle Erholung wieder einsetzen. Es wird erwartet, dass der Konsolidierungsprozess bei Lieferanten voranschreitet. Darüber hinaus ist anzunehmen, dass die Lieferengpässe sich im Jahresverlauf allmählich auflösen und die Industrie die Produktion wieder ausweitet. Auch die zunehmenden Bauinvestitionen werden sich auf die Konjunktur positiv auswirken, wenn auch die steigende Preisentwicklung bei Baumaterialien diesen Effekt eindämmen könnte.

D. 3 Gesamtaussage zur aktuellen Lage und zur voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens

Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland wird im Jahr 2023 vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges erst im dritten Quartal leicht anziehen. Für das Marktumfeld der Unternehmensgruppe Brüder Schlau wird sich das Umsatzniveau voraussichtlich leicht verbessern. Die bereits eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen und eine weiterhin restriktive Investitionspolitik werden neben der Ausrichtung des Konzerns auf einen profitablen Wachstumskurs die Handlungsma- ximen der Geschäftsführung sein.

Insofern geht die Planung 2023 für die Gesellschaft von Umsatzerlösen moderat unter Vorjahresniveau und einem leicht verbesserten Ergebnis aus.

 

Porta Westfalica, 15. März 2023

Carolin Neffe

Christoph Wackerbauer

Stefan Heithecker

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022

TEPPICH ESSERS & SÖHNE GMBH, PORTA WESTFALICA

AKTIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 788.924,00 1.121.455,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2,00 2,00
II. Sachanlagen 788.922,00 1.121.453,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 88.915,00 109.242,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 700.007,00 1.012.211,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 4.062.143,57 4.269.943,16
I. Vorräte 3.814.312,12 4.024.725,80
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 104.913,12 100.970,51
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 142.918,33 144.246,85
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 12.971,88 14.193,89
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 1.901.048,22 1.146.310,26
6.765.087,67 6.551.902,31

PASSIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. EIGENKAPITAL 0,00 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 5.750.000,00 5.750.000,00
III. Verlustvortrag -7.896.310,26 -7.305.953,36
IV. Jahresfehlbetrag -754.737,96 -590.356,90
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.901.048,22 1.146.310,26
B. RÜCKSTELLUNGEN 676.765,67 750.481,22
C. VERBINDLICHKEITEN 6.088.322,00 5.801.421,09
6.765.087,67 6.551.902,31

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

2022
EUR
2021
EUR
1. Rohergebnis 8.614.842,77 8.180.538,81
2. Personalaufwand -4.432.156,13 -3.843.166,57
a) Löhne und Gehälter -3.629.328,77 -3.003.175,12
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -802.827,36 -839.991,45
- davon für Altersversorgung: EUR 4.794,65 (Vorjahr: EUR 4.538,06)
3. Abschreibungen -396.683,75 -466.959,40
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -396.683,75 -466.959,40
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.436.095,43 -4.363.995,90
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 43,99 333,33
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 23,61 (Vorjahr: EUR 157,39)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -98.226,41 -91.235,07
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 97.771,71 (Vorjahr: EUR 90.440,63)
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 291,68 (Vorjahr: EUR 666,58)
7. Ergebnis nach Steuern -748.274,96 -584.484,80
8. Sonstige Steuern -6.463,00 -5.872,10
9. Jahresfehlbetrag -754.737,96 -590.356,90

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

TEPPICH ESSERS & SÖHNE GMBH, PORTA WESTFALICA

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die Teppich Essers & Söhne GmbH hat ihren Sitz in Porta Westfalica. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Oeynhausen unter HRB 15955 eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer "mittelgroßen" GmbH gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Es wurde das Gliederungsschema für große Kapitalgesellschaften zur Bilanz gemäß § 266 HGB und zur Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) angewendet. Der Jahresabschluss wurde in EUR aufgestellt. Die Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 erfolgte unter Beachtung der geltenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2022 einen "Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" in Höhe von 1.901 TEUR aus. Aufgrund einer positiven Fortführungsprognose erfolgt die Aufstellung des Jahresabschlusses unter der "Going-concern-Prämisse" des § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

B. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

B. 1 Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und nach ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

B. 2 Sachanlagen

Sachanlagen werden zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen. Bei der Bemessung der Nutzungsdauern wird auf betriebliche Erfahrungen abgestellt.

Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten im Einzelnen zwischen 250,00 EUR und 1.000,00 EUR liegen, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung oder Herstellung in einem Sammelposten zusammengefasst. Der Sammelposten wird über einen Zeitraum von fünf Jahren linear aufgelöst. Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu 250,00 EUR betragen, werden als sofort abzugsfähige Betriebsausgaben behandelt.

B. 3 Vorräte

Die Bestandsaufnahme des Vorratsvermögens erfolgte durch eine permanente Inventur. Dabei wurden sämtliche Warenbestände mindestens einmal im Laufe des Geschäftsjahres körperlich aufgenommen und durch das Warenwirtschaftsprogramm fortgeschrieben.

Die Bilanzierung der Handelsware erfolgt zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert. Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen wie Skonti oder Boni werden entsprechend berücksichtigt. Soweit erforderlich werden der Zustand und das Alter der Waren durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Die Abwertungen werden anhand des Reichweitenverfahrens ermittelt.

B. 4 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen erfasst.

B. 5 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bewertet.

B. 6 Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

B. 7 Rückstellungen

Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen Rechnung tragen.

Die Bewertung der langfristigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr erfolgte unter Verwendung der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Abzinsungszinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre.

Die Rückstellung für Entfernungsverpflichtungen wird auf der Grundlage einer sachgerechten Schätzung und Berücksichtigung von Kostensteigerung ratierlich bis zum Ende der Laufzeit des Mietvertrages angesammelt. Die Rückstellung wird unter Berücksichtigung eines Rechenzinssatzes zwischen 0,43 % und 0,84 % bewertet.

B. 8 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Vorsteuern auf Boni und Werbekostenzuschüsse enthalten (56 TEUR), bei der die Vorsteuer erst im Folgejahr zu mindern ist.

B. 9 Latente Steuern

Bei den längerfristigen Rückstellungen bestehen Differenzen zwischen den Handelsbilanzwerten und den Steuerbilanzwerten, die sich aus einer abweichenden handelsrechtlichen Bewertung der Rückstellungen unter Berücksichtigung von Kostensteigerungen und marktüblichen Zinssätzen ergeben. Die Differenzen führen zu aktiven latenten Steuern; gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde von dem Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht.

C. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ

C. 1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem in der Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

C. 2 Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich auf 23 TEUR (Vj.: 37 TEUR).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthielten im Vorjahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1 TEUR.

C. 3 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten überwiegend Beträge für Raumkosten, Urlaub, Überstunden, Provisionen und Entfernungsverpflichtungen.

C. 4 Verbindlichkeiten

Sämtliche in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in branchenüblichem Umfang durch Eigentumsvorbehaltsrechte gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf 5.462 TEUR (Vj.: 5.192 TEUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 5.462 TEUR (Vj. 5.190 TEUR).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 134 TEUR (Vj. 110 TEUR) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von rd. 4 TEUR (Vj. 4 TEUR) enthalten.

C. 5 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte sonstige finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage bedeutsam sind:

Verpflichtungen aus Mietverträgen
fällig 2023 882 TEUR
fällig 2024 bis 2027 1.026 TEUR
fällig ab 2028 48 TEUR
gesamt 1.956 TEUR
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 48 TEUR
Verpflichtungen aus Leasingverträgen
fällig 2023 14 TEUR
fällig 2024 bis 2027 42 TEUR
fällig 2028 3 TEUR
gesamt 59 TEUR
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 59 TEUR
gesamt 2.015 TEUR
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 107 TEUR

Der angegebene Betrag der Miet- und Leasingverpflichtungen beinhaltet die Zahlungsverpflichtungen über die Restlaufzeiten der entsprechenden Verträge. Eine Abzinsung wurde nicht vorgenommen.

Die Leasinggeschäfte dienen der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Verbesserung der Eigenkapitalquote. Risiken bestehen in der vertraglichen, längerfristigen Bindung sowie zum Teil in höheren Refinanzierungskosten.

D. SONSTIGE ANGABEN

D. 1 Anzahl der Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt wurden 124 Mitarbeiter beschäftigt, davon:

Angestellte 94
gewerbliche Mitarbeiter 26
Aushilfen 4

Darüber hinaus wurden durchschnittlich 18 Auszubildende beschäftigt.

D. 2 Gesellschaftsorgane

Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung sowie die Geschäftsführung. Im Geschäftsjahr erfolgte die Geschäftsführung durch:

Carolin Neffe (Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Brüder Schlau)

Christoph Wackerbauer (Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Brüder Schlau)

Stefan Heithecker (Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Brüder Schlau)

Thomas König (Geschäftsführer der HAMMER System Management GmbH; bis zum 24. Oktober 2022)

Jens Oehler (Geschäftsführer der HAMMER System Management GmbH; bis zum 20. Oktober 2022)

Frau Neffe, Herrn Wackerbauer und Herrn Heithecker war bzw. ist jeweils Alleinvertretungsbefugnis erteilt. Ansonsten wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Im Geschäftsjahr 2022 wurden Betreuungsaufwendungen in Höhe von 230 TEUR von anderen Konzerngesellschaften weiterbelastet. Rund 14 % dieser weiterbelasteten Aufwendungen betreffen die Bezüge der Geschäftsführer der Teppich Essers & Söhne GmbH.

D. 3 Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Brüder Schlau GmbH & Co. KG, Porta Westfalica, die den Konzernabschluss für den kleinsten Teil von Unternehmen aufstellt, und in den Konzernabschluss der Schlau-Beeth Familientreuhand GmbH & Co. KG, Porta Westfalica, die den Konzernabschluss für den größten Teil von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der Brüder Schlau GmbH & Co. KG und der Konzernabschluss der Schlau-Beeth Familientreuhand GmbH & Co. KG werden im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

D. 4 Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den in der Bilanz zum 31. Dezember 2022 ausgewiesenen Jahresfehlbetrag in Höhe von 754.737,96 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

D. 5 Nachtragsbericht

Zu den (potentiellen) Entwicklungen mit besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind oder eintreten können, verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht. Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag keine weiteren Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

 

Porta Westfalica, 15. März 2023

Carolin Neffe

Christoph Wackerbauer

Stefan Heithecker

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 13.10.2023.

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.594,47 0,00 0,00 1.594,47
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 158.716,35 0,00 4.909,33 153.807,02
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.381.354,95 103.077,75 210.459,54 4.273.973,16
4.540.071,30 103.077,75 215.368,87 4.427.780,18
FINANZANLAGEN
4.541.665,77 103.077,75 215.368,87 4.429.374,65
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.592,47 0,00 0,00 1.592,47
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 49.474,35 17.204,00 1.786,33 64.892,02
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.369.143,95 379.479,75 174.657,54 3.573.966,16
3.418.618,30 396.683,75 176.443,87 3.638.858,18
FINANZANLAGEN
3.420.210,77 396.683,75 176.443,87 3.640.450,65
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2022
EUR
31. Dez. 2021
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2,00 2,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 88.915,00 109.242,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 700.007,00 1.012.211,00
788.922,00 1.121.453,00
FINANZANLAGEN
788.924,00 1.121.455,00

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Teppich Essers & Söhne GmbH, Porta Westfalica

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Teppich Essers & Söhne GmbH, Porta Westfalica, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Teppich Essers & Söhne GmbH, Porta Westfalica, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Minden, 16. März 2023

Markus Pultke, Wirtschaftsprüfer

Carsten Meyer, Wirtschaftsprüfer

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