clever fit GmbH
Augsburger Straße 52, 86899 Landsberg am Lech, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Basic Fit International B.V. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
clever fit GmbHLandsberg am LechJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023Grundlegende Angaben zum Unternehmen und zur Bilanzierung Eckdaten zum Unternehmen sowie Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss der clever fit GmbH, Landsberg am Lech (Amtsgericht Augsburg, HRB 22374) wird nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB geltenden handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften sowie ergänzenden Regelungen des GmbH- Gesetzes und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Alle im Jahresabschluss ausgewiesenen Beträge lauten auf EUR. Die Gliederung des Jahresabschlusses richtet sich nach den Vorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB. Bilanzierung und Bewertung Es werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und linear pro rata temporis über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Sachanlagen sind mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen bewertet. Die Bewertung zu Herstellungskosten richtet sich nach dem handelsrechtlichen Mindestumfang. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Einzelanschaffungspreis von EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Finanzanlagen werden ebenfalls mit ihren Anschaffungskosten bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennbetrag abzüglich notwendiger Wertberichtigungen angesetzt. Forderungen in Fremdwährung bestehen nicht. Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Die Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten ab. Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung bestehen nicht. Latente Steuern werden für die Unterschiede in den Bewertungsansätzen zwischen der Handels- und Steuerbilanz entsprechend § 274 Abs. 1 HGB zum Ansatz gebracht. Soweit sich insgesamt ein passiver Ausweis ergibt, besteht Passivierungspflicht, die Ermittlung erfolgt mit den unternehmensindividuellen künftigen Steuerbe- und entlastungen zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen. Aktive latente Steuern werden gebildet. Auf das Wahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wird verzichtet. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Dort sind auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres ersichtlich (§ 284 Abs. 3 S. 3 HGB). Zinsen für Fremdkapital wurden bei keinem Posten des Anlagevermögens aktiviert. ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023clever fit GmbH Landsberg am Lech
Angabe nach § 285 Nr. 11 HGB Die Gesellschaft ist am 31. Dezember 2023 an folgenden Unternehmen beteiligt:
*) Das letzte Geschäftsjahr betrifft den
Jahresabschluss zum 31.12.2022.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Latente Steuern Das Wahlrecht der Verrechnung von aktiven und passiven latenten Steuern gemäß § 306 HGB wurde in Anspruch genommen. Nach Verrechnung ergeben sich passive latente Steuern in Höhe von TEUR 24,0 (Vj.: aktive latente Steuern TEUR 15,5). Bei der Berechnung wurde ein einheitlicher Steuersatz von 27,725% zugrunde gelegt. Aktive latente Steuern (vor Verrechnung) wurden ermittelt für Differenzen bei den sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 0,4 (Vj.: TEUR 28,9). Passive latente Steuern (vor Verrechnung) wurden ermittelt für Differenzen bei den Wertansätzen des Sachanlagevermögens in Höhe von TEUR 24,4 (Vj.: TEUR 13,4). Bilanzgewinn Im Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 15.173.555,23 ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 9.454.488,46 enthalten. Rückstellungen
Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der in § 285 Nr. 1 und 2 HGB geforderten Angaben ergibt sich aus dem nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch selbstschuldnerische Bürgschaften des mittelbaren Gesellschafters besichert. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern mit TEUR 248,1 (Vj.: TEUR 703,8) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit mit TEUR 0,0 (Vj.: TEUR 2,3) enthalten. Haftungsverhältnisse Die Haftungsverhältnisse gemäß § 251 i. V. m. § 268 Abs. 7 HGB setzen sich wie folgt zusammen:
Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit der Haftungsverpflichtungen aus Bürgschaften wird aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering angesehen. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen nicht vor. Die Gesellschaft hat für die clever fit International GmbH eine harte Patronatserklärung über TEUR 3.890 (Vj.: TEUR 1.900) abgegeben. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage der clever fit International GmbH, geht die Geschäftsführung der Gesellschaft nicht davon aus, aus dieser Patronatserklärung zum gegenwärtigen Zeitpunkt in Anspruch genommen zu werden. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen TEUR 1.221,8 (Vj.: TEUR 726,6). Sonstiges Anzahl der Mitarbeiter Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 37 Mitarbeiter beschäftigt. Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Geschäftsführung Die Geschäftsführung lag im Berichtsjahr bei Herrn Alfred Enzensberger, Landsberg am Lech, Diplom-Kaufmann. Mit Gesellschafterbeschluss vom 29. Januar 2025 wurde Herr Riccardo Christ zum weiteren Geschäftsführer berufen. Der Eintrag in das zuständige Handelsregister erfolgte am 25. Februar 2025. Die Angabe der Gesamtbezüge wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor: Der Bilanzgewinn 2023 in Höhe von EUR 15.173.555,23 wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Landsberg am Lech, den 26. März 2025 clever fit GmbH Die Geschäftsführung gez. Alfred Enzensberger gez. Riccardo Christ Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die clever fit GmbH (im Folgenden auch "clever fit" oder "Gesellschaft") wurde 2007 in Landsberg am Lech gegründet, nachdem das Pilotstudio in München erfolgreich auf dem Markt etabliert werden konnte. Mit dem Ziel, das Konzept rasch zu skalieren, eröffnete Gründer Alfred Enzensberger schnell den Zugang zum Franchise-System. Seither hat sich clever fit kontinuierlich weiterentwickelt und positioniert sich als Fitnessstudio, das hohe Qualität zu einem fairen Preis bietet. Über die Jahre hinweg ist es clever fit gelungen, ein umfassendes unternehmerisches Konzept zu entwickeln, das Franchisepartnern Raum gibt, sich innerhalb ihres Unternehmens zu entfalten und so die Marke weiter zu skalieren. Derzeit sind etwa zwei Drittel der clever fit Franchisepartner sogenannte Multistore-Partner, die mehrere Standorte betreiben. Dabei versteht sich der Franchisegeber vor allem als Dienstleister und passt sein Konzept laufend an die Bedürfnisse der Partner an. Insbesondere im Bereich der Digitalisierung setzt clever fit regelmäßig neue Impulse, um sowohl die Arbeitsprozesse in den Studios als auch das Trainingserlebnis der Mitglieder zu optimieren. Das Ziel, bis zum 31. Dezember 2027 insgesamt 1.000 Standorte am europäischen Markt zu etablieren, wurde inzwischen auf das Jahr 2030 korrigiert. Gründe hierfür sind aktuelle Herausforderungen bei der Finanzierung und dem Leasing für Existenzgründer, die eine Neuausrichtung der Vertriebsstrategie erforderlich machen. Während bisher primär mit Existenzgründern zusammengearbeitet wurde, liegt der Fokus künftig verstärkt auf Investoren und Unternehmern mit Erfahrung in skalierbaren Konzepten, die häufig über eine stabilere finanzielle Ausgangslage verfügen. Mit dieser angepassten Strategie bleibt clever fit entschlossen, das dichteste Netzwerk an Fitnessstudios im deutschsprachigen Raum aufzubauen und durch eine Expansion in benachbarte, vor allem osteuropäische Länder, auch international Fuß zu fassen. Die TOP 5 Alleinstellungsmerkmale (USPs) der Marke clever fit sind:
Bei clever fit trainieren Menschen aus allen Lebensbereichen, die sich für den Alltag fit halten und ihr Wohlbefinden steigern möchten. Egal, welche Ziele unsere Mitglieder verfolgen - sie werden von hochqualifizierten Trainern begleitet. Unser Trainings- und Betreuungskonzept setzt darauf, jedes Mitglied individuell zu betrachten und ein maßgeschneidertes Trainingsprogramm zu erstellen, kostenlos und ungezwungen. So spricht clever fit eine breite Zielgruppe an und bietet jedem die Möglichkeit, seine persönlichen Fitnessziele zu erreichen. Das Durchschnittsalter bleibt gegenüber dem Vorjahr stabil bei 34 Jahren, und auch die geschlechtliche Verteilung ist mit 38 % Frauenanteil und 62 % Männeranteil nähert sich dem Gleichgewicht an. Ein bedeutender Vorteil für die Mitglieder von clever fit ist die gute Flächendeckung in Deutschland. Ob im Urlaub oder auf Geschäftsreise - Mitglieder können in einem fit Studio innerhalb Deutschlands kostenfrei als Gast trainieren. Die clever fit GmbH selbst betreibt keine Studios. Alfred Enzensberger führt unter einer weiteren Gesellschaft ein Filialnetz mit aktuell vier Anlagen: zwei Studios in München, ein Studio in Dietenheim sowie das Musterstudio in Landsberg. Im Rahmen der Expansionsstrategie wird künftig auch die Eröffnung weiterer unternehmenseigener Studios stärker im Fokus stehen. Neben Deutschland ist das clever fit Konzept auch in Österreich und der Schweiz erfolgreich etabliert. In den letzten acht Jahren konnten in Österreich 46 clever fit Studios eröffnet werden, und in der Schweiz wurde das Konzept in nur sechs Jahren auf 20 Studios skaliert. Bei der internationalen Expansion liegt der Schwerpunkt zunehmend auf Osteuropa. Nach dem erfolgreichen Markteintritt in Tschechien, Rumänien und Slowenien stehen Pilotprojekte für Kroatien und Serbien bereits in den Startlöchern.. Um das Modell für internationale Märkte noch attraktiver zu gestalten, setzt clever fit verstärkt auf digitale Trainingsangebote und eine innovative User Journey. Darüber hinaus bietet die clever fit GmbH ihren Franchisepartnern ein umfassendes Dienstleistungsportfolio, das Folgendes umfasst:
Zur Messung der Profitabilität nutzt clever fit das Ergebnis vor Steuern, Abschreibungen und Zinsen (EBITDA). Diese Kennzahl ist für die Steuerung des Unternehmens besonders geeignet, da sie um Steuer-, Investitions- und Finanzierungseffekte bereinigt ist. 2. Forschung und Entwicklung (gemäß § 289 Abs. 2 Nr. 2 HGB) Bedingt durch das betreibende und oben dargestellte Geschäftskonzept führt die Gesellschaft keine Forschung und Entwicklung im klassischen Sinne durch. 3. Zweigniederlassungsbericht (gemäß § 289 Abs. 2 Nr. 3 HGB) Aktuell werden keine Zweigniederlassungen geführt. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 konnte der Fitnessmarkt in Deutschland erstmals seit 2019 - nach Wegfall aller behördlich angeordneten Einschränkungen - bei Mitgliederzahlen und Umsätzen nahezu wieder das Vor-Corona-Niveau von 2019 erreichen. Die Umsätze stiegen entsprechend um 11,9 % auf 5,44 Milliarden Euro, während die Mitgliederzahlen um 9,9 % auf 11,30 Millionen anwuchsen. Die Gesamtanzahl der Anlagen blieb mit 9.111 Studios jedoch unverändert. Die Tendenz zur Marktkonsolidierung und zur Bildung von Kettenbetrieben setzte sich 2023 fort, was zu teils deutlichen Unterschieden in der Entwicklung verschiedener Betreiberformen (Einzelstudios, Ketten, Mikrostudios) führte. Während die Gesamtzahl der Anlagen stabil blieb, gab es innerhalb der einzelnen Segmente deutliche Verschiebungen. So verringerte sich die Anzahl der Einzelstudios um 3,1 Prozent auf 136 Betriebe. Im Gegensatz dazu wuchsen die Kettenbetriebe um 3,7 % und erreichten insgesamt 2.385 Anlagen, wobei die meisten von ihnen organisch expandierten. Die Mikrostudios verzeichneten ebenfalls Zuwächse, mit einem Anstieg von 2.488 Anlagen, was einem Plus von 0,6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Verglichen mit dem Vorjahr erzielten die Kettenbetriebe erneut einen höheren Marktanteil am Gesamtumsatz (+2,6 Prozentpunkte), wodurch ihr Anteil erstmals über dem des Einzelstudios liegt (47,2 %). Nachdem der deutsche Fitnessmarkt 2022 teilweise durch Preiserhöhungen belastet wurde, stabilisierte sich diese Entwicklung 2023. Dies war unter anderem auf den nachlassenden Inflationsdruck und die geringeren Energiepreise zurückzuführen. Der deutsche Fitnessmarkt bewegte sich seit 2022 wieder in Richtung des Rekordniveaus und verzeichnete auch 2023 eine positive Entwicklung. 2023 war das erste Jahr seit 2019 ohne behördliche Einschränkungen. Dies ermöglichte dem Markt gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzwachstum von 11,9 % auf 5,44 Milliarden Euro, was ihn nahe an das Niveau von 2019 bringt (98,7 % des Wertes von 2019). Auch die Mitgliederzahlen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 9,9 % auf 11,30 Millionen (96,9 % des Wertes von 2019). Damit liegt der Gesamtmarkt nur noch knapp unter den Kennzahlen von vor der COVID-19-Pandemie, mit einem Unterschied von 0,07 Milliarden Euro im Umsatz und 0,36 Millionen bei den Mitgliedschaften im Vergleich zu 2019. (siehe Abb. 2)
Im Jahr 2023 betrug der durchschnittliche monatliche Mitgliedsbeitrag für eine Standardmitgliedschaft über zwölf Monate 45,91 Euro brutto, was einem Anstieg von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieses Niveau wurde im deutschen Fitnessmarkt zuletzt 2015 erreicht, als Anbieter mit niedrigen Preisen einen geringeren Marktanteil hatten. Nachdem im Vorjahr bereits deutliche Preiserhöhungen im Gesamtmarkt zu verzeichnen waren (+6,5 % im Vergleich zu 2021), setzte sich dieser Trend 2023 fort. Der Grund für den erneuten Anstieg der Mitgliedsbeiträge lag vor allem im anhaltenden Inflationsdruck und den weiterhin hohen Energiekosten. (siehe Abb. 3)
Im Jahr 2023 setzte sich der Rückgang von Anlagen im Einzelanbietermarkt fort. Gründe dafür sind vor allem Insolvenzen, Geschäftsaufgaben und schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Gleichzeitig konnten Kettenbetriebe ihr Standortnetz erweitern. Einige Unternehmen wechselten vom Einzel- in den Kettenbetrieb, nachdem sie die Kriterien (mindestens fünf Anlagen) erfüllt hatten. Im Bereich der Mikroanbieter blieb die Zahl der Standorte nahezu stabil, mit einem leichten Anstieg um 14 Anlagen (+0,6 %). Die Zahl der Mitglieder stieg in den Kettenbetrieben deutlich stärker als bei Einzelanbietern. Dieses Wachstum ist vor allem auf die Ausweitung der Anlagen zurückzuführen. Im Mikrosektor erholten sich die Mitgliederzahlen nach einem Rückgang und erreichten ein Plus von 7,3 %. Zugleich stieg die Zahl der Studios mit personalisierten Angeboten weiter, was auf eine erhöhte Mitgliederbindung in spezialisierten Einrichtungen hinweist. Erstmals erreichte das Kettensegment den größten Umsatzanteil im Markt. Der Marktanteil der Kettenbetriebe stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Prozentpunkte und lag bei 47,2 %, während Einzelanbieter 45,2 % verzeichneten. Diese Entwicklung spiegelt die gestiegene Anzahl an Anlagen und Mitgliedschaften in Kettenbetrieben wider. 1
1 Vgl. Studie: Der deutsche Fitnessmarkt 2024, Deloitte, Düsseldorf, Stand April 2024 https://www.deloitte.com/de/de/Industries/consumer/research/deutscher-fitnessmarkt-studie.html 2. Geschäftsverlauf Das Jahresziel von 30 Neueröffnungen konnte leider nicht erreicht werden, was vor allem an den Bedingungen am Kapitalmarkt liegt. Während es vor der Pandemie einfacher war, finanzielle Mittel zur Umsetzung neuer Standorte zu sichern, wurden die Anforderungen an Finanzierung und Leasing 2023 weiter verschärft. Dieser Trend setzt sich auch im Geschäftsjahr 2024 fort, weshalb die Strategie zur Gewinnung neuer Franchisepartner angepasst wurde, einschließlich einer Erhöhung des erforderlichen Eigenkapital-Limits. Von den Maßnahmen profitiert das Unternehmen auch im Jahr 2025. So konnten viele, finanziell starke Franchiseinteressenten gewonnen und zu Vorvertragskunden gemacht werden. Aktuell befinden sich über 90 Vorvertragskunden in Entwicklungsgesprächen. Die Marktkonsolidierung hat ebenfalls Einfluss auf das Franchisesystem genommen. Durch gezielte Zukäufe innerhalb der clever fit Gruppe konnten einige Multistore-Franchisepartner anorganisch wachsen, indem sie bestehende Studios übernommen haben. Dies ermöglichte auch die Lösung bestimmter Gebietsschutz-Fragen. Die Entwicklung vom Franchisepartner mit einem einzelnen Studio hin zu einem Multistore-Franchisepartner, der clever fit in einer ganzen Region repräsentiert, war schon immer Teil der Unternehmensstrategie und wird durch die aktuellen Marktbedingungen zusätzlich unterstützt. Insgesamt wurden 2023 erfolgreich 21 neue clever fit Studios eröffnet. In Slowenien wuchs clever fit um vier Standorte und hat mit nun 9 Studios bereits die Marktführerschaft übernommen. Unser Franchisepartner in der Schweiz konzentrierte sich 2023 vor allem auf das Mitgliederwachstum in bestehenden Studios und plant weitere Neueröffnungen erst für 2025. In Österreich kamen 2023 zwei weitere Standorte hinzu.
Aufgrund betriebswirtschaftlicher Gründe musste im Jahr 2023 eine clever fit Anlage in Deutschland sowie das Studio in Niederlande geschlossen werden. Insgesamt wächst die Kette gegenüber dem Vorjahr um effektiv 19 neue Fitnessanlagen. Die nachstehende Tabelle, zeigt den Bestand der Studios im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr 2022:
Quelle: clever fit Dataworld Dynamics 360 / Screenshots Gesamtübersicht Studios 2022 & 2023 Für das Expansionsziel 2024 werden 30 Neueröffnungen geplant, für das Jahr 2025 setzt clever fit an alte Zeiten an und plant 50 Neueröffnungen, 35 davon in Deutschland. Der Gesamtmarktanteil von clever fit in Deutschland bezieht sich bei einer Gesamtanzahl an Fitnessstudios von 9.149 auf 5,48 %. Der Marktanteil zum direkten Wettbewerb (Anteil der Kettenbetrieb) beträgt im Jahr 2022 21,77 %.
>> Quelle zur Berechnung:
DSSV-Eckdatenstudie 2024, Anlagenentwicklung (Abb. 4)
Aus Sicht von clever fit bleibt die Wettbewerbssituation weitgehend stabil. Wie auch im Vorjahr gehört clever fit zu den TOP 5 der Fitnessketten in Deutschland und belegt Platz 3 in Bezug auf Mitglieder- und Studioanzahl. Die Zahl der Kettenbetriebe in Deutschland nimmt weiter zu, während die Anzahl der eigenständig geführten Studios abnimmt. Dieser Rückgang ist auf Insolvenzen sowie Verkäufe und die Integration in kleinere, regional organisierte Ketten zurückzuführen, die ihrerseits durch diese Übernahmen ihr anorganisches Wachstum fördern. Quelle: DSSV-Eckdatenstudie 2024 Im Jahr 2023 hat clever fit GmbH folgendes Geschäftsergebnis erzielt:
3. VFE-Lage: Darstellung, Analyse und Beurteilung a) Darstellung, Analyse und Beurteilung der Vermögenslage Die Aktiva der clever fit haben sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 5.309 auf TEUR 21.922 erhöht. Dies entspricht einer Erhöhung von 32,0 %. Die liquiden Mittel haben sich von TEUR 1.170 auf TEUR 528 reduziert. Die Quote der flüssigen Mittel beträgt 2,4 % an der Bilanzsumme. Im Vorjahr betrug dieser Wert 7,0 % Die Liquidität der Gesellschaft wird täglich überwacht und Plan-Ist-Abweichungen werden periodisch analysiert. Als ein Dienstleistungsunternehmen, welches sich auf Franchising spezialisiert hat, zeigt der Vorratsbestand analog den Vorjahren einen Wert von TEUR 0 auf. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 299 auf TEUR 6.107 verringert. Der Forderungsausfall stieg von TEUR 37 um TEUR 158 auf TEUR 195 im Geschäftsjahr. Dies entspricht einer Quote von 3,18 % (Vorjahr 0,6 %) auf den Forderungsbestand zum Bilanzstichtag. Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtkapital ist mit 8,2 % (Vorjahr 11,5 %) gesunken und besteht im Wesentlichen aus EDV-Software (TEUR 152; Vorjahr TEUR 323), Mietereinbauten Büroräume und Filmstudio (TEUR 773; Vorjahr TEUR 801), technische Anlagen PV-Anlage (TEUR 183; Vorjahr TEUR 0) und Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 591; Vorjahr TEUR 589). Der aktivische Rechnungsabgrenzungsposten hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 347 auf TEUR 568 erhöht. Der Erhöhung bezieht sich im Wesentlichen auf Marketingleistungen und Lizenzen/Nutzungsrechte für das Folgegeschäftsjahr. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich aus Personalrückstellungen (TEUR 137; Vorjahr TEUR 135), Rückstellungen aus der Aufbewahrungspflicht (TEUR 31; Vorjahr TEUR 24) und Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 71; Vorjahr TEUR 40) zusammen. Die Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 20,5 % erhöht. Die Steuerrückstellungen (TEUR 729; Vorjahr TEUR 57) setzen sich aus Gewerbesteuerrückstellungen (TEUR 318; Vorjahr TEUR 57) und Körperschafsteuerrückstellungen (TEUR 411; Vorjahr TEUR 0) zusammen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich um TEUR 449 auf TEUR 3.553 vermindert. Es handelt sich hierbei mit TEUR 1.553 um Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr und mit TEUR 2.000 um Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten mit einer Laufzeit von einem bis fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 768 auf TEUR 881 vermindert und betragen somit 4,0 % der Bilanzsumme. b) Darstellung, Analyse und Beurteilung der Ertragslage Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 20.704 (Vorjahr TEUR 23.009) ab. Der Jahresüberschuss beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 5.719 gegenüber TEUR 5.802 des Vorjahres. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Steuern, Zinsen und Abschreibung (EBITDA) beträgt TEUR 8.080. Im Vorjahr waren dies TEUR 8.247. Für das Jahr 2024 ist aufgrund der geplanten 30 Neueröffnungen von Studios mit einer guten Ertragslage zu rechnen. c) Darstellung, Analyse und Beurteilung der Finanzlage Der Forderungsbestand der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 19.026 (Vorjahr TEUR 13.301). Diese setzen sich zusammen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 6.107; Vorjahr TEUR 6.405), Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (TEUR 12.665; Vorjahr TEUR 6.257) sowie sonstigen Vermögensgegenständen (TEUR 254; Vorjahr TEUR 639). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind durch Forderungsverluste und Zahlungseingänge leicht rückläufig. Der deutliche Anstieg bei den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultiert aus weiteren gewährten Darlehen, die im Wesentlichen dem Zweck des Auf- und Ausbaus sowie dem Betrieb von Fitnessstudios im Ausland dienen. Das Verhältnis der Forderungen zur Bilanzsumme beträgt somit 86,8%. Die Verbindlichkeiten betragen zum Bilanzstichtag insgesamt TEUR 5.728 (Vorjahr TEUR 6.770). Die Zusammensetzung besteht aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 3.553; Vorjahr TEUR 4.002), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 881; Vorjahr TEUR 1.650), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 285, Vorjahr TEUR 0) sowie sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 1.009; Vorjahr TEUR 1.118). Der deutliche Rückgang bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zeigt auf, dass clever fit seinen Zahlungsverpflichtungen immer zeitnah nachgekommen ist. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben TEUR 1.553 (Vorjahr TEUR 4.002) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und TEUR 2.000 (Vorjahr TEUR 0) eine Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre. Es sind Kontokorrentverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.553 (Vorjahr TEUR 4.002) enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Anteil in Höhe von TEUR 198 (Vorjahr TEUR 703) für Steuerzahlungen enthalten. Das Verhältnis der ausgewiesenen Verbindlichkeiten zur Bilanzsumme beträgt 26,1 %. Im Vorjahr betrug dieser Wert 40,8 %. Die Quote der flüssigen Mittel beträgt 2,4 % (Vorjahr 7,0 %). Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt gegeben. Zusammengefasste Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage Die Geschäftsführung beurteilt den aktuellen Geschäftsverlauf sowie die wirtschaftliche Lage insgesamt als stabil. clever fit konnte im Geschäftsjahr 2023 trotz gesunkener Umsätze (TEUR 20.704; Vorjahr TEUR 23.009) den Jahresüberschuss konstant halten (TEUR 5.719; Vorjahr TEUR 5.802). Dies ist im Wesentlichen auf gesunkene Aufwendungen im Bereich Raumkosten, Vertriebskosten, Beratungs- und Kongresskosten zurückzuführen. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage wird weiterhin als stabil angesehen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden in Höhe von TEUR 4.000 umgeschuldet. Damit haben lediglich TEUR 1.553 (Vorjahr TEUR 4.002) der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten eine Restlaufzeit von einem Jahr und TEUR 2.000 (Vorjahr TEUR 0) haben eine Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre. Die gewährten Darlehen für Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind gestiegen (TEUR 12.665; Vorjahr TEUR 6.257). Die gewährten Darlehen werden zum Auf- und Ausbau sowie zum Betrieb diverser Fitnessstudios im europäischen Ausland verwendet. Aktuell geht die Geschäftsführung davon aus, dass bei gleichbleibender Geschäftstätigkeit in den Folgejahren die gewährten Darlehen planmäßig zurückgezahlt werden und somit eine solide Finanzlage gegeben ist. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Innerhalb der Gesellschaft werden vielfältige Kennzahlen zur Messung der finanziellen Leistung der Gesellschaft sowie der Franchisepartner verwendet. Dabei liegt der Fokus auf den folgenden finanziellen Leistungsindikatoren: Umsatzrendite, Eigenkapital, Gesamtkapitalrendite sowie dem EBITDA. Die Umsatzrendite beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf 27,6 % gegenüber 25,2 % des Vorjahres. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 15.199 gegenüber des Vorjahreswertes in Höhe von TEUR 9.579. Die Eigenkapitalrendite beläuft sich für das Berichtsjahr auf 37,6, %. (Vorjahr 60,6 %). Die Gesamtkapitalrendite (Jahresüberschuss + Zinsaufwendungen / Bilanzsumme) beträgt für das Geschäftsjahr 2023 27,0 % (Vorjahr 35,3 %). clever fit hat im Geschäftsjahr 2023 einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 198 (Vorjahr TEUR 2.365) erwirtschaftet. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR -523 um TEUR 232 auf TEUR -291 gesunken. Es wurden weniger Investitionen in das Anlagevermögen getätigt. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 0 auf TEUR -100 gestiegen. Dieser begründet sich im Wesentlichen aus vorgenommenen Ausschüttungen an den Gesellschafter. Aus den drei oben genannten Cashflows resultiert ein Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von TEUR -3.025 (TEUR -2.832). Das EBIT (TEUR 8.193; Vorjahr TEUR 8.056) und das EBITDA (TEUR 8.584; Vorjahr TEUR 8.434) zeigen einen positiven Aufwärtstrend der operativen Geschäftstätigkeit im Jahr 2023. Die clever fit GmbH beschäftigt im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 37 Arbeitnehmer (Vorjahr 42). Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2023 durch den Geschäftsführer Herrn Alfred Enzensberger vertreten. Zum 25. Februar 2025 wurde Herr Riccardo Christ ebenfalls in die Geschäftsführung berufen. 5. Prognosebericht Die geplante Expansion von clever fit in neue internationale Märkte bietet vielversprechende Perspektiven für das Umsatzwachstum der kommenden Geschäftsjahre 2024 und 2025. Aktuell ist davon auszugehen, dass eine Umsatzsteigerung im unteren, zweistelligen Prozentbereich erzielt wird. Durch die Erschließung neuer Länder erwarten wir eine zusätzliche Steigerung der Einnahmen, da die Nachfrage nach Fitnessangeboten in den Zielmärkten laut Marktanalysen weiterhin wächst. Anders als in Deutschland, wo Existenzgründer oft die Grundlage für Franchisepartnerschaften bilden, arbeiten wir in den neuen Märkten mit erfahrenen Investoren zusammen, die bereits Erfolge bei der Umsetzung von Franchise-Konzepten vorweisen können. Dieser Ansatz ermöglicht eine schnellere und effizientere Skalierung unseres Geschäftsmodells. Trotz der positiven Marktaussichten erkennen wir die Dynamik der Fitnessbranche und die potenziellen Risiken, die sich durch wirtschaftliche oder politische Einflüsse ergeben können. Um finanzielle Stabilität zu gewährleisten, setzen wir auf Flexibilität bei der Anpassung an Marktveränderungen und streben kontinuierliche Verbesserungen in unseren operativen Prozessen an. Gleichzeitig investieren wir gezielt in Marketingmaßnahmen, um die Bekanntheit unserer Marke zu steigern und die Gewinnung neuer Mitglieder zu fördern. Grundlage für unsere Vision, clever fit als führende Fitnesskette global weiter auszubauen. Mit einem klaren Fokus auf Wachstum und Innovation möchten wir einen wichtigen Beitrag zu einem aktiven und gesunden Lebensstil weltweit leisten. 6. Chancen und Risikobericht Der Immobilienmarkt eröffnet derzeit vielversprechende Perspektiven. Angesichts des wachsenden Leerstands bei Gewerbeimmobilien und der angespannten Lage vieler Bauträger ergeben sich neue Möglichkeiten, attraktive Mietflächen zu günstigen Konditionen zu sichern - ein Aspekt, der bisher eine zentrale Hürde bei der Expansion darstellte. Gleichzeitig bleibt der Wunsch der Gesellschaft, mehr in die eigene Gesundheit und Lebensqualität zu investieren, ein entscheidender Wachstumstreiber für die Branche. Mit 11,3 Millionen registrierten Mitgliedern war Fitness im Jahr 2023 die beliebteste Sportart, deutlich vor Fußball mit 7,2 Millionen Mitgliedern. Auch die fortschreitende Digitalisierung eröffnet vielversprechende Chancen. Kl-gestützte Lösungen könnten den Zugang zum Fitnesstraining erleichtern und es ermöglichen, breitere Zielgruppen zu erreichen. Eine Herausforderung stellt die derzeit erschwerte Finanzierung für Existenzgründer dar. Höhere Zinssätze und steigende Eigenkapitalanforderungen erfordern innovative Ansätze, um neue Franchisepartner zu gewinnen. In Zukunft wird ein verstärkter Fokus auf die Zusammenarbeit mit Investoren gelegt, die über Erfahrung in anderen Franchisesystemen, insbesondere aus dem Bereich Food & Beverage, verfügen. Ein weiteres Risiko ist die Zahlungsbereitschaft der Kunden. Höhere Betriebskosten, wie gestiegene Energiepreise und Gehälter, sowie Investitionen in moderne Technologien und digitale Trainingslösungen führen dazu, dass Mitgliedsbeiträge angepasst werden müssen. Ob Kunden künftig bereit sind, EUR 50 oder mehr monatlich für Fitness zu zahlen, bleibt abzuwarten. Aktuell wird versucht, neue Mitglieder durch Sonderaktionen und Rabatte zu gewinnen. Zudem steigt der Wunsch nach flexibleren Vertragsmodellen mit kürzeren Laufzeiten, was die langfristige Planung erschwert. Unternehmen sind daher gefordert, Strategien zu entwickeln, um den Umsatz pro Kunde zu erhöhen. Die wachsende Beliebtheit von Online-Workouts und Fitness-Apps stellt eine Herausforderung für klassische Fitnessstudios dar. Immer mehr Menschen entscheiden sich für digitale Alternativen, was zu einem Rückgang traditioneller Mitgliedschaften führen könnte. Durch den Ausbau digitaler Angebote und einer stärkeren Integration innovativer Technologien wird dieser Entwicklung aktiv entgegengewirkt. Für das Geschäftsjahr 2025 sieht die Geschäftsführung einen Schwerpunkt darin, die auch zum Ende des Geschäftsjahres 2024 nochmals angestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Derzeit und im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2025 werden gezielte Gespräche mit den betreffenden Franchise-Partnern geführt, um einvernehmliche Lösungen zu erarbeiten. Ziel ist es dabei, die solide Liquidität der Gesellschaft nachhaltig zu sichern, um so die geplanten Expansionsvorhaben erfolgreich umzusetzen zu können. Trotz der genannten Herausforderungen sind aktuell keine Risiken erkennbar, die die Existenz des Unternehmens gefährden könnten.
Landsberg am Lech, den 26. März 2025 clever fit GmbH Die Geschäftsführung gez. Alfred Enzensberger gez. Riccardo Christ Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die clever fit GmbH, Landsberg am Lech Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der clever fit GmbH, Landsberg am Lech - bestehend aus Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der clever fit GmbH, Landsberg am Lech für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Augsburg, den 11. April 2025 EVISTRA
Treuhand GmbH
gez. Joachim Sandtner, Wirtschaftsprüfer gez. Jörg Rompf, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 12. April 2025 festgestellt. |
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