Stammdaten

Register
Amtsgericht Lemgo HRB 3664
Vorher
Likora Dekor-Folien Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
26.1.1983
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Dekorfolien und Dekorpapieren sowie die Vornahme aller damit in unmittelbarem oder mittelbarem Zusammenhang stehender Geschäfte. Die Gesellschaft ist berechtigt, sich an gleichen, ähnlichen oder anderen Unternehmen zu beteiligen, solche zu erwerben, zu vertreten oder zu gründen. Die Gesellschaft darf Zweigniederlassungen errichten. Die Gesellschaft kann auf Grund einstimmigen Gesellschafterbeschlusses Geschäfte tätigen, die über den vorbezeichneten Zweck hinausgehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Heike Holste
seit 11.10.2024
Prokura
Björn Bent
seit 7.6.2019
Geschäftsführer
Carina Bungard
seit 24.5.2018
Prokura
Christian Bungard
seit 10.12.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Christian Bungard
98.150 €
75.50%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LIKORA GmbH

Horn-Bad Meinberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Geschäftstätigkeit und Grundlagen des Unternehmens

Die LIKORA GmbH ist ein mittelständisches Familienunternehmen mit Sitz in Ostwestfalen, welches im Tiefdruckverfahren Oberflächen-Lösungen für die Möbelindustrie und den Innenausbau produziert. An hochmodernen Druckmaschinen werden Spezialpapiere mit Holz- und Fantasiedekoren bedruckt und lackiert. Diese werden beim Kunden auf Trägermaterialien, wie z.B. MDF- oder Spanplatten, appliziert und stellen die Oberfläche des Möbels oder des Profils dar.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Der Krieg in der Ukraine und im Nahen Osten beeinträchtigten die Weltwirtschaft im Jahr 2023. Neben der fiskal- und geldpolitischen Lockerung während der Corona-Pandemie trugen diese Konflikte zu hohen Inflationsraten bei und bewirkten eine Zurückhaltung bei Investitionen und dem Konsum.

In Deutschland lagen die Strom- und Gaspreise deutlich über dem Niveau vor dem Krieg in der Ukraine und verhinderten eine nachpandemische Erholung der Wirtschaft. Das preisbereinigte inländische Bruttoinlandsprodukt verzeichnete gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um 0,2%. Im vierten Quartal 2023 sank das Bruttoinlandsprodukt um 0,3% gegenüber dem Vorquartal. Während im Dienstleistungsbereich eine leichter Zuwachs zu verzeichnen war, sank die Wirtschaftsleistung im verarbeitenden Gewerbe deutlich.

In der Frühjahrsprognose 2024 stellt die Europäische Kommission für das erste Quartal 2024 fest, dass die wirtschaftliche Stagnation beendet und in allen Mitgliedsstaaten eine Ausweitung der Wirtschaftstätigkeit zu verzeichnen ist. Für die Wirtschaft prognostiziert die Europäische Kommission ein Wachstum für das Jahr 2024 von 1,0% und für das Jahr 2025 von 1,6%. Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise erwartet die Europäische Kommission für das Jahr 2024 eine Inflation von 2,7% und für das Jahr 2025 von 2,2%.

2. Branchenspezifisches Umfeld

Das Konsumverhalten privater Haushalte in Deutschland war auch im Jahr 2023 stark von der hohen Inflation beeinträchtigt. Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben fielen im Vergleich zum Vorjahr um 0,6% niedriger aus.

Der Verband der Deutschen Möbelindustrie e.V. teilte auf der Pressekonferenz vom 19.02.2024 mit, dass die Umsätze der Branche im Geschäftsjahr 2023 um 4,3% geringer ausgefallen sind. Ursächlich hierfür war die Kaufzurückhaltung der Konsumenten, die auf die hohe Inflation, die eingebrochene Baukonjunktur, die politische Verunsicherung sowie die geopolitischen Krisen zurückzuführen ist.

Das Geschäftsjahr 2024 wird durch den Verband der Deutschen Möbelindustrie e.V. als herausfordernd und die Auftragslage als angespannt beschrieben. Für die Branche könnten sich positive Effekte aus dem Rückgang der Inflation und der zu erwartenden Leitzinssenkung ergeben.

3. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 stand unter wirtschaftlich schwierigen Voraussetzungen. Der Restriktion, keine Güter in das russische Staatsgebiet zu exportieren, und der Inflation begegnete die Geschäftsführung mit Flexibilität und Variabilität. Mit neuen Produkten, die auf der im Mai 2023 installierten Anlage produziert wurden, und einer Intensivierung der strategischen Partnerschaft mit der Firma Lamigraf GmbH konnten Kunden gewonnen und neue Märkte erschlossen werden. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass der zu Beginn des Jahres formulierte Umsatz- und Ergebnisanstieg in einem immer herausfordernden Geschäftsumfeld realisiert wurde.

4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag 13.508TEUR (Vorjahr: 13.437TEUR). Die Forderungen aus Lieferung und Leistungen betragen mit 2.198 TEUR 16,27% der Bilanzsumme (Vorjahr: 10,98%). Die liquiden Mittel betragen zum Bilanzstichtag am 31.Dezember 2023 26TEUR (Vorjahr: 0TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen zum Ende des Berichtsjahres 5.567TEUR (Vorjahr: 6.103TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von 1.692TEUR, eine Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre in Höhe von 3.167TEUR und eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren in Höhe von 708TEUR auf. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gehen im Wesentlichen auf die Finanzierung von neuen Druck- und Lackiermaschinen zurück.

Die Rückzahlung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgt plangemäß aus dem operativen Cashflow. Die LIKORA GmbH war und ist stets in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Die Zahlungsfähigkeit ist durch ausreichende Kontokorrentlinien gesichert, auch eine Zahlungsstockung wird hierdurch vermieden.

Die Eigenkapitalquote erhöht sich und liegt am Bilanzstichtag bei 32,50% (Vorjahr:32,12%).

Die Umsatzerlöse betragen im Geschäftsjahr 2023 18.715TEUR (Vorjahr: 14.910TEUR). Die Bestandsveränderung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse liegt bei 38TEUR (Vorjahr: 224TEUR). Sonstige betriebliche Erträge liegen in Höhe von 80TEUR (Vorjahr: 64TEUR) vor. Der Materialaufwand beträgt 11.337TEUR (Vorjahr: 8.746TEUR). Der Anstieg der Materialaufwandsquote von 57,79% im Jahr 2022 auf 60,58% im Jahr 2023 ist auf gestiegene Einkaufspreise zurückzuführen, die nur zeitversetzt an die Kunden weitergeben werden konnten. Der Personalaufwand ist im Geschäftsjahr 2023 auf 2.997TEUR (Vorjahr: 2.662TEUR) gestiegen, hierfür ist im Wesentlichen die ab September 2023 gewährte Tariferhöhung ursächlich. Die Abschreibungen sind auf 1.115TEUR (Vorjahr: 1.055TEUR) gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 3.116TEUR (Vorjahr: 2.573TEUR). Der Zinsaufwand ist auf 153TEUR (Vorjahr: 105TEUR) gestiegen. Nach Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 75TEUR (Vorjahr: 44TEUR).

5. Leistungsindikatoren

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse, das Jahresergebnis sowie die Wareneinsatzquote. Mit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine und der damit verhängten Restriktionen war die Geschäftsführung gezwungen, neue Kunden in anderen Ländern zu gewinnen. Im Geschäftsjahr 2023 trugen diese neuen Geschäftsbeziehungen zu einer Steigerung der Umsatzerlöse und des Jahresüberschusses bei. Die Umsatzerlöse haben sich von 14.910TEUR auf 18.715TEUR und der Jahresüberschuss hat sich von 44TEUR im Vorjahr auf 75TEUR erhöht.

Wesentliche nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden derzeit nicht genutzt.

III. Chancen- und Risikobericht

1. Chancen

Wie bereits in den Vorjahren liegt der Fokus auf Flexibilität und Schnelligkeit. Ziel der LIKORA GmbH ist es, dem Kunden Lösungen und Produkte dann zur Verfügung zu stellen, wenn sie benötigt werden. In einem Jahr mit herausfordernden Voraussetzungen konnte erneut auf die Situation am Markt eingegangen werden. Die Kunden honorierten diesen Service mit Umschichtung von Produkten zu der LIKORA GmbH.

Durch Konsolidierungen in der Dekorpapierindustrie sind größere Wettbewerber entstanden, deren Nachteil ständig wechselnde Ansprechpartner und größere Prozesslastigkeit sind. Dies macht sich die LIKORA GmbH zu Nutze. Die LIKORA GmbH stellt für Ihre Kunden einen loyalen und vor allem beständigen Partner über Jahre dar.

Die Individualisierung wird nicht vor der Möbelindustrie haltmachen. Die Losgrößen sinken pro Auftrag, was dem Geschäftsmodell der LIKORA GmbH als Chance zu Gute kommt, da dem Kunden Lösungen angeboten werden können, welche für Wettbewerber nicht rentabel sind. Durch Ausbildungsmessen, interne Ausbildung und Rekrutierung neuer Mitarbeiter wird ein Grundstock für die kommenden Jahre gelegt.

Durch die an Popularität gewinnenden Vinyl- bzw. Designbodenbeläge auf Kunststoffbasis beklagt die gesamte Dekorpapierindustrie einen enormen Rückgang. Da die LIKORAGmbH keine Produkte für den Fußboden-Sektor fertigt, wird diese Entwicklung als Chance verstanden.

2. Risiken

Branchenspezifische Risiken:

Aufgrund der erhöhten Inflation geht die Geschäftsführung davon aus, dass das Konsumverhalten privater Haushalte weiterhin zurückhaltend sein wird. Eine Steigerung der Nachfrage nach unbedruckten und bedruckten sowie lackierten Papieren ist am inländischen Markt nicht zu erkennen. Die weiterhin gültigen Restriktionen in Bezug auf den Handel mit russischen Geschäftspartnern erfordern den Aufbau neuer Geschäftsbeziehungen zu Kunden aus anderen Ländern.

Ferner bildet der Fachkräftemangel die Herausforderung für die nächsten Jahre. Durch interne Ausbildung und neue externe Mitarbeiter wurde intern dem demografischen Wandel vorgebeugt.

Ertragsorientierte Risiken:

Die Wettbewerbssituation ist unverändert. Viele Marktbegleiter verlagern Standorte in osteuropäische Nachbarländer und reduzieren ihre Produktionskosten. Aufgrund des nicht lohnintensiven Produktionsprozesses der LIKORA GmbH durch einen modernen Maschinenpark wird am Standort Ostwestfalen festgehalten und das Risiko von Kostenvorteil der Wettbewerber durch Lohnabitrage als gering erachtet.

Der allgemeine Inflationsdruck nimmt langsam ab. Es besteht weiterhin das Risiko, dass steigende Bezugspreise nicht oder nur verzögert an die Kunden weitergereicht werden können.

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Die finanzwirtschaftliche Situation wird aktuell als stabil bewertet, da eine gute Eigenkapitalausstattung des Unternehmens vorliegt. Liquiditätsrisiken werden durch eine enge Zusammenarbeit der Eigentümer mit den Fremdkapitalgebern stets überwacht und gemeinsam minimiert.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft zum Teil über Kreditlinien sowie über Geldmarktkredite der Hausbanken. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen ausgeglichen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. In 2023 war die LIKORA GmbH stets in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Der Kundenstamm weist zahlreiche solvente mittelständische Betriebe auf, gepaart mit einigen wenigen Partnern mit schlechterer Zahlungsmoral, welche oft im Wechselkurs zwischen Euro und deren Währung begründet liegt. Mit diesen Kunden wird regelmäßig kommuniziert und neue Ware nur gegen Begleichung offener Rechnungen geliefert, um das Ausfallrisiko so gering wie möglich zu halten.

3. Zusammenfassende Bewertung

Die beschriebenen Risiken wurden identifiziert, bewertet und priorisiert, sodass geeignete strategische Maßnahmen getroffen und umgesetzt wurden. Die Geschäftsführung sieht sich bestens vorbereitet, den Risiken adäquat zu begegnen und sie sogar als Chance zu nutzen, das Geschäftsmodell stetig zu optimieren.

Mittelfristig hat die Geschäftsführung das weitere Wachstum und den Fortbestand der Unternehmung durch Alleinstellungsmerkmale wie Flexibilität und Service sowie das enorme Potential durch die Installation neuer Druckanlagen gesichert. Durch ein ausgewogenes Verhältnis aus Produkten für den Bereich Baumarkt, wie auch die Möbelindustrie können saisonale Auftragsschwankungen ausgeglichen werden. Dies schafft eine stabile Planungsmöglichkeit über das gesamte Jahr.

IV. Prognosebericht

Die Prognose des Vorjahres mit einem erwarteten Anstieg der Umsatzerlöse, einer unveränderten Materialeinsatzquote und einem Anstieg des Jahresüberschusses ist mit Ausnahme einer leicht gestiegenen Materialeinsatzquote eingetreten.

Entgegen der Branchenentwicklung verlief der Start in das Jahr 2024 für die LIKORAGmbH positiv. Die im Jahr 2023 installierte Laboranlage erhöht die Produktvielfalt, was die Kunden mit zusätzlichen Aufträgen honorieren.

Durch die Modernisierung des Maschinenparks, durch die Begründung der strategischen Partnerschaft im Jahr 2022 mit der Firma Lamigraf GmbH und durch die fortlaufende Optimierung interner Prozesse ist die LIKORA GmbH für die Zukunft gut aufgestellt. Unter Beachtung des bisherigen Geschäftsverlaufes stuft die Geschäftsführung die Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten in einem herausfordernden Umfeld als positiv ein.

Inflation:

Die Inflation erforderte eine Straffung der Geldpolitik, welche weiterhin zu Lasten von Investitionen führt. Die Sparneigung von privaten Haushalten ist trotz Reallohnzuwächsen weiterhin ausgeprägt.

Geopolitische Spannungen:

Die anhaltenden Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten erfordern den Aufbau neuer Geschäftsbeziehungen zu Kunden in Europa und Nordamerika.

Für das Jahr 2024 geht die Geschäftsführung von einem Anstieg der Umsatzerlöse bei einer gleichbleibenden Materialeinsatzquote aus und erwartet einen Anstieg des Jahresüberschusses im Vergleich zum Jahr 2023.

 

Horn-Bad Meinberg, 25.09.2024

Christian Bungard, Geschäftsführer

Björn Bent, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 9.477.895,00 9.689.002,22
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 13.376,00 26.030,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.376,00 26.030,00
II. Sachanlagen 9.464.519,00 9.662.972,22
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.920,00 36.935,00
2. technische Anlagen und Maschinen 8.777.141,00 6.860.518,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 598.738,00 582.841,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 53.720,00 2.182.678,22
B. Umlaufvermögen 4.027.121,75 3.743.807,54
I. Vorräte 1.709.367,32 1.992.965,19
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 781.613,19 1.038.140,98
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 110.634,18 297.179,12
3. fertige Erzeugnisse und Waren 817.119,95 592.471,59
4. geleistete Anzahlungen 0,00 65.173,50
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.291.637,55 1.750.684,72
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.198.013,19 1.475.769,48
2. sonstige Vermögensgegenstände 93.624,36 274.915,24
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 26.116,88 157,63
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.842,64 4.396,89
Summe Aktiva 13.507.859,39 13.437.206,65

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.390.216,75 4.315.462,55
I. Gezeichnetes Kapital 130.000,00 130.000,00
II. Gewinnvortrag 4.185.462,55 4.141.587,81
III. Jahresüberschuss 74.754,20 43.874,74
B. Rückstellungen 536.264,37 530.179,00
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 349.495,00 360.874,00
2. Steuerrückstellungen 4.701,37 0,00
3. sonstige Rückstellungen 182.068,00 169.305,00
C. Verbindlichkeiten 8.581.378,27 8.591.565,10
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.567.272,21 6.103.126,50
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 57.088,63 9.759,75
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.297.051,86 1.812.726,66
4. sonstige Verbindlichkeiten 659.965,57 665.952,19
davon aus Steuern 28.872,02 245.342,25
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 2.363,79 2.980,36
Summe Passiva 13.507.859,39 13.437.206,65

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 18.714.601,07 14.909.612,28
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 38.103,42 223.588,18
3. sonstige betriebliche Erträge 79.658,86 64.086,36
4. Materialaufwand 11.336.830,50 8.745.589,16
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 11.230.640,24 8.742.739,16
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 106.190,26 2.850,00
5. Personalaufwand 2.996.985,10 2.662.211,49
a) Löhne und Gehälter 2.442.340,67 2.172.505,75
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 554.644,43 489.705,74
davon Aufwendungen für Altersversorgung 9.412,24 14.366,24
6. Abschreibungen 1.114.818,98 1.054.729,48
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.114.818,98 1.054.729,48
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.115.804,51 2.572.943,45
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 153.239,04 104.675,49
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 39.234,77 12.833,01
10. Ergebnis nach Steuern 75.450,45 44.304,74
11. sonstige Steuern 696,25 430,00
Jahresüberschuss 74.754,20 43.874,74

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§265 Abs. 1 Satz 2, §§ 266 ff. HGB).

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht:

Firmenname: LIKORA GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Horn-Bad Meinberg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Lemgo
Register-Nr.: HRB 3664

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden:

Der Jahresabschluss ist in Euro aufgestellt.

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit sie gegen Entgelt erworben wurden, zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt.

Die Anlagegüter werden nach Maßgabe der jeweils steuerlich für zulässig gehaltenen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis zu 800,00 Euro werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben (§ 6 Abs.2 EStG).

Die Finanzanlagen werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt.

Vorräte werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder den niedrigeren Marktpreisen bewertet. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und eingeschränkter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessen und ausreichenden Umfang vorgenommen. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt retrograd.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetz. Bei Forderungen, die mit erkennbaren Risiken behaftet sind, werden angemessene Einzelwertberichtigungen vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1,5 % gebildet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen, die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend des Zeitablaufes.

Die Pensionsverpflichtungen werden nach dem versicherungsmathematischen Barwert ermittelt. Grundlage ist die Sterbetafel von Dr. Klaus Heubeck 2018G mit einem Zinssatz von 1,82% und erwarteter Lohnsteigerung von 0,00%.

Der grundsätzlich zur Ausschüttung gesperrte Betrag im Sinne von § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich zum 31.Dezember2023 auf 2.969,00 EUR (Vorjahr: 13.888,00 EUR) und setzt sich wie folgt zusammen:

Barwert der Pensionsverpflichtung, Rechnungszins 1,74% (durchschnittlicher Marktzins der vergangenen sieben Jahre): 354.602,00 EUR

Barwert der Pensionsverpflichtung, Rechnungszins 1,82% (durchschnittlicher Marktzins der vergangenen zehn Jahre): 351.633,00 EUR

Der nach Art. 67 Abs. 2 EGHGB noch nicht der Pensionsrückstellung zugeführte Betrag beläuft sich zum 31.Dezember2023 auf 2.138,00 EUR (Vorjahr: 4.277,00 EUR).

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Sonstige Rückstellungen:

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalangelegenheiten (Urlaub, Tantieme und Berufsgenossenschaft), Archivierungskosten sowie für Kosten der Jahresabschlusserstellung und -prüfung gebildet.

Verbindlichkeiten mit ihren Restlaufzeiten und Sicherungsrechten:

Laufzeit bis zu 1 Jahr 31.12.2023
Euro
Laufzeit bis zu 1 Jahr 31.12.2022
Euro
Laufzeit 1 bis 5 Jahre 31.12.2023
Euro
Laufzeit 1 bis 5 Jahre 31.12.2022
Euro
Laufzeit mehr als 5 Jahre 31.12.2023
Euro
Laufzeit mehr als 5 Jahre 31.12.2022
Euro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.692.322,99 1.557.683,56 3.167.258,50 3.173.562,80 707.690,72 1.371.880,14
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 57.088,63 9.759,75 0,00 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.297.051,86 1.812.726,66 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten * 659.965,57 665.952,19 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 4.706.429,05 4.046.122,16 3.167.258,50 3.173.562,80 707.690,72 1.371.880,14
* davon aus Steuern 28.872,02 22.131,25
* davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 2.363,79 2.980,36

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt gesichert:

- Grundpfandrechte an unbeweglichen Sachen

- Sicherungsübereignung

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind wie folgt gesichert:

- Eigentumsvorbehalt

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen:

Aus Miet- und Leasingverpflichtungen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 267.600,00Euro.

III. Sonstige Angaben

Im Berichtsjahr wurde die Geschäftsführung durch Herrn Christian Bungard, Kaufmann, sowie durch Herrn Björn Bent, Kaufmann, ausgeübt. Beide Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Unter Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Nennung der Geschäftsführerbezüge verzichtet.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer:

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres neben den Geschäftsführern und den für die Berufsausbildung Beschäftigte im Unternehmen tätig:

Arbeitnehmergruppen 2023
Anzahl
2022
Anzahl
Kaufmännische Arbeitnehmer 9 7
Gewerbliche Arbeitnehmer 39 38
Aushilfen 0 0
Anzahl der Arbeitnehmer 48 45

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung:

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 74.754,20Euro auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Horn-Bad Meinberg, 25.09.2024

Christian Bungard, Geschäftsführer

Björn Bent, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die LIKORA GmbH

Prüfungsurteile:

Wir haben den Jahresabschluss der LIKORA GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.Dezember2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.Januar2023 bis zum 31Dezember2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LIKORA GmbH für das Geschäftsjahr vom 1.Januar2023 bis zum 31.Dezember2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.Dezember2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.Januar2023 bis zum 31.Dezember2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile:

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht:

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts:

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Detmold, 25. September 2024

HWP Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jochen Mischer, Wirtschaftsprüfer

Anlagenspiegel (brutto)

Wertentwicklung
Buchwert zum Ende der Periode
Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Ende der Periode
Handelsbilanzwert 1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Anfang der Periode
Anlagevermögen 9.477.895,00 14.355.993,15 13.541.879,44
Immaterielle Vermögensgegenstände 13.376,00 94.704,01 96.709,27
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.376,00 94.704,01 96.709,27
Sachanlagen 9.464.519,00 14.261.289,14 13.445.170,17
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.920,00 40.293,70 40.293,70
technische Anlagen und Maschinen 8.777.141,00 13.115.643,92 10.247.521,07
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 598.738,00 1.051.631,52 974.677,18
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 53.720,00 53.720,00 2.182.678,22
Wertentwicklung
Buchwert zum Ende der Periode
Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Ende der Periode
Zugänge
Handelsbilanzwert 1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
davon aktivierte Zinsen für Fremdkapital Abgänge Umbuchungen
Anlagevermögen 909.695,76 0,00 95.582,05 0,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 2.005,26 0,00
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 2.005,26 0,00
Sachanlagen 909.695,76 0,00 93.576,79 0,00
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00
technische Anlagen und Maschinen 175.374,46 0,00 32.431,42 2.725.179,81
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 138.099,71 0,00 61.145,37 0,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 596.221,59 0,00 0,00 -2.725.179,81
Wertentwicklung
Buchwert zum Ende der Periode
Kumulierte Abschreibungen
Handelsbilanzwert 1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
Kumulierte Abschreibungen zum Anfang der Periode Abschreibungen, Sonderabschreibungen und sonstige Abzüge der Periode Erfolgsneutrale Abgänge Umbuchungen
Anlagevermögen 4.878.098,15 3.852.877,22 1.114.818,98 89.598,05 0,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 81.328,01 70.679,27 12.653,00 2.004,26 0,00
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 81.328,01 70.679,27 12.653,00 2.004,26 0,00
Sachanlagen 4.796.770,14 3.782.197,95 1.102.165,98 87.593,79 0,00
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.373,70 3.358,70 2.015,00 0,00 0,00
technische Anlagen und Maschinen 4.338.502,92 3.387.003,07 983.408,27 31.908,42 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 452.893,52 391.836,18 116.742,71 55.685,37 0,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Wertentwicklung
Buchwert zum Ende der Periode
Handelsbilanzwert 1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
Zuschreibungen Buchwert zum Ende der Vorperiode
Anlagevermögen 0,00 9.689.002,22
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 26.030,00
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 26.030,00
Sachanlagen 0,00 9.662.972,22
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 36.935,00
technische Anlagen und Maschinen 0,00 6.860.518,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 582.841,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 2.182.678,22

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 9.10.2024.

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