C und L Verwaltungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stephan Dr. Maier seit 17.8.2025 | Prokura |
Asiye Dogan seit 6.9.2023 | Geschäftsführer |
Marc Bartschat seit 20.11.2018 | Prokura |
Ulrich von der von der Linde seit 5.3.2003 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Caesar und Loretz GmbHHildenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023Lagebericht 2022/2023I. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die Weltkonjunktur hielt sich im Jahr 2023 angesichts des Inflationsschocks und der massiven Straffung der Geldpolitik besser als erwartet, eine konjunkturelle Belebung zeichnet sich aber noch nicht ab. Die Industrieproduktion hat im Sommer zwar leicht angezogen, vor allem in den Schwellenländern; sie war aber im September 2023 kaum höher als zu Beginn des Jahres 2022. Insgesamt legte die gesamtwirtschaftliche Produktion in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften im Verlauf dieses Jahres in moderatem Tempo zu; zuletzt erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt in den G7-Ländern mit einer Rate von 0,6 % sogar etwas stärker als das Produktionspotenzial. In den Schwellenländern sind ebenfalls große Unterschiede in der konjunkturellen Dynamik zu verzeichnen. In China hat sich die gesamtwirtschaftliche Produktion im dritten Quartal wieder spürbar belebt. Die Geldpolitik beginnt voraussichtlich bereits im ersten Halbjahr 2024 mit Zinssenkungen. Die stützenden Wirkungen der Finanzpolitik laufen aus. Die Wirkung negativer Schocks flaut ab, doch Unsicherheit bleibt. Im Verlauf des Jahres 2023 sind die Störfaktoren, die im vergangenen Jahr die Erholung von der Coronakrise - in vielen Ländern vorzeitig - beendet hatten, weitgehend geschwunden. Die Rohstoffpreise und insbesondere die für Energie sind wieder deutlich gesunken, und in der Folge hat sich die Inflation verringert. Die Weltwirtschaft expandiert in moderatem Tempo und gewinnt nur allmählich an Schwung. Für das Jahr 2023 erwarten wir einen Anstieg der Weltproduktion um 3,1 %, nach 3,3 % im Jahr 2022. Im kommenden Jahr dürfte der Zuwachs mit 2,9 % etwas schwächer ausfallen. Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer Phase der Stagnation. Die leichte Rezession in 2023, die durch den Krieg in der Ukraine, die hohe Inflation und die anhaltenden Lieferengpässe ausgelöst wurde, wird die Wirtschaft mit ihren Auswirkungen auch in den kommenden Jahren belasten. Impulse der Weltwirtschaft lassen auf sich warten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 um 0,3 % geschrumpft und im Jahr 2024 nur um 0,9 % gewachsen. Die wirtschaftliche Entwicklung wird vor allem durch die schwache Nachfrage aus dem Ausland und die Investitionszurückhaltung der Unternehmen gebremst. Für 2024 wird nur ein sehr schwaches Wachstum von unter 1 % erwartet. Die Bundesregierung muss die Staatsfinanzen konsolidieren. Dies wird die Konjunktur zusätzlich belasten. Die Rezession wird zu einem Anstieg der Arbeitslosenquote führen. Das IfW Kiel prognostiziert, dass die Arbeitslosenquote im Jahr 2024 moderat auf 5,8 % steigen wird. Die Inflation lag im Jahr 2023 durchschnittlich bei 5,9 % und dürfte im Jahr 2024 auf 2,3 % sinken. Die EZB wird die Zinsen im Jahr 2024 deutlich senken, um die Inflation zu bekämpfen. Die weitere wirtschaftliche Entwicklung ist mit erheblichen Risiken behaftet. Der Krieg in der Ukraine und die weitere Entwicklung der Inflation könnten die deutsche Wirtschaft stärker belasten als derzeit erwartet. (Quelle: ifw Kiel, Kieler Konjunkturberichte, 4. Quartal 2023 Dezember 2023) 2. Entwicklung des Pharma- und Rezepturmarktes Der Arzneimittel-Umsatz in deutschen Apotheken (inkl. Versandapotheken) stieg im Jahr 2022 um 5,4 % auf € 69 Mrd. an (im Vorjahr: € 66 Mrd.) bei 1,6 Mrd. Packungseinheiten (+ 8,1 % zum Vorjahr); im Jahr 2023 hat sich das Umsatzwachstum nach vorläufigen Berichten in ähnlicher Größenordnung weiterentwickelt. (Quelle: BAH Daten und Fakten) Die maßgeblichen inländischen Kunden der Gesellschaft - Pharmagroßhandel und öffentliche Apotheken - konnten an dem Umsatzwachstum weitgehend teilhaben. Eine ausgeprägte Infektionswelle führte in 2022 zu einem deutlichen Mehrabsatz bei rezeptfreien Arzneimitteln (+ 13,8 %), bei denen aufgrund der Nachfragesteigerung und unterbrochener Lieferketten massive Engpässe auftraten. Bei rezeptpflichtigen Arzneimitteln waren ebenfalls immer größere Verfügbarkeitslücken festzustellen, da die Hersteller seit längerer Zeit unter hohem Kostendruck stehen und die Produktion ihrer Arzneimittel weitgehend nach China und Indien verlagert haben. Die - branchenübergreifend zu beobachtenden - Lieferkettenprobleme in Folge der Pandemie führten und führen über das Berichtsjahr hinaus zu erheblichen Einschränkungen in der Versorgung mit Fertig-Arzneimitteln. Die Anzahl der öffentlichen Apotheken ist weiterhin rückläufig. Bei Umsatzsteigerungen von knapp 5 % erwirtschafteten diese in 2022 ein um 23 % niedrigeres Ergebnis als im Vorjahr. Der Versandhandel hatte bei nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln 2022 einen Marktanteil von 20,7 % (Vorjahr 20,1 %), bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln um 1 %. Bei Rezepturarzneimitteln spielt der Versandhandel praktisch keine Rolle. (Quelle: ABDA Zahlen Daten Fakten 2023) Das Hauptgeschäft der Gesellschaft besteht unverändert in Herstellung, Abpackung und Vertrieb von Ausgangsstoffen für die Patienten-individuelle Herstellung von Arzneimitteln in deutschen Apotheken, welche ganz überwiegend auf ärztliches Rezept hin, in manchen Fällen auch auf Empfehlung von Heilpraktikern erfolgt. Die ärztlich verordnete Individualrezeptur ist wirtschaftlich eine Nische im Arzneimittelmarkt, hat jedoch therapeutisch einen hohen Stellenwert insbesondere bei der Behandlung seltener Krankheiten, bei der Dosierung von Arzneistoffen für Kinder und bei der individuellen Therapie von Hauterkrankungen. Hinzu kommt seit einigen Jahren die wichtige Funktion, dass nicht verfügbare Fertig-Arzneimittel in den Apotheken nach Rücksprache mit den Ärzten teilweise durch Eigenrezepturen ersetzt wurden. In 2022 wurden in den deutschen öffentlichen Apotheken 12,1 Mio. Individualrezepturen hergestellt (Vorjahr: ebenfalls 12,1 Mio.). Die Kosten für in Apotheken angefertigten Zubereitungen werden überwiegend von den gesetzlichen Krankenkassen getragen. Neben klassischen Rezeptursubstanzen und -grundlagen vertreibt die Gesellschaft eine Vielzahl traditioneller Produkte, die von Heilpraktikern zur Vorbeugung, Behebung oder Linderung von Gesundheitsstörungen eingesetzt werden oder die von den Verbrauchern selbst als Hausmittel angewendet und bezahlt werden. Die Gesellschaft zeichnet sich im Wettbewerb mit anderen Anbietern dieser Produktgruppen durch eine sehr große Sortimentsbreite und ein besonders ausgeprägtes Qualitätsniveau aus. Die Distribution der Produkte an die Apotheken erfolgt dabei weitgehend über den pharmazeutischen Großhandel. Der Umsatz in Deutschland mit Verordnungen von medizinischen Cannabis-Blüten und -Zubereitungen ist 2022 gegenüber dem Vorjahr um knapp 10 % gewachsen und hat sich seither auf dem erhöhten Niveau stabilisiert. II. Geschäftsverlauf der Gesellschaft Das Rohergebnis blieb im Geschäftsjahr 2022/23 bei einer Umsatzsteigerung um rd. 4 % nahezu konstant und betrug € 22,1 Mio. Im Geschäftsjahr 2022/2023 waren durchschnittlich 251 (im Vorjahr: 238) Mitarbeiter beschäftigt. Die Personalkosten lagen mit € 13,6 Mio. 12,2 % über dem Vorjahreswert. Die Abschreibungen betrugen T€ 792 und lagen damit 6,2 % über dem Vorjahreswert (T€ 746). Die Betriebskosten haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 3,5 % auf € 4,7 Mio. € erhöht. Bei den Vertriebskosten war ein Anstieg um 13,2 %, bei den Verwaltungskosten eine Erhöhung um 23,8 % zu verzeichnen, maßgeblich durch hohe Kosten für Beratung und Interim Management sowie gestiegenen Kosten für Ausgangsfrachten und Werbekosten hervorgerufen. Insgesamt stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erheblich von € 7,7 Mio. im Vorjahr auf € 8,5 Mio. (+ 10,2 %). Das Finanzergebnis betrug T€ 162 (im Vorjahr: - T€ 497) und resultiert im Wesentlichen aus den Zinserträgen durch gewährte Darlehen (T€ 103). Insgesamt war ein Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 194 zu verzeichnen nach einem Jahresüberschuss im Vorjahr von T€ 801. Der Wert des Anlagevermögens liegt bei € 2,3 Mio. (Vorjahreswert: 2,4 Mio.). Neuanschaffungen betreffen v. a. Abfüll- und Dosieranlagen sowie Digitalisierungsprojekte. Im Verhältnis zur Bilanzsumme beträgt der Anteil des Anlagevermögens 7,6 % nach 8,6 % im vorherigen Geschäftsjahr. Beim Umlaufvermögen war ein Anstieg um € 2,1 Mio. auf € 27,6 Mio. zu verzeichnen. Einem Anstieg der Vorräte (+ T€ 2.897), der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+ T€ 238), der Wertpapiere (+ T€ 227) und der sonstigen Vermögensgegenstände (+ T€ 1.000) stand eine Minderung der liquiden Mittel (- T€ 2.304) entgegen. Das Eigenkapital hat sich um den Wert des Jahresfehlbetrags (T€ 194) auf € 23,3 Mio. verringert. Die Eigenkapitalquote ist um 6,0 Prozentpunkte auf 77,5 % gesunken, aber weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Die Rückstellungen haben sich um T€ 655 auf € 3,2 Mio. erhöht, maßgeblich bedingt durch die Erhöhung der Rückstellungen für Bonusvereinbarungen mit Kunden und der Erhöhung der Rückstellung für Verbrauchssteuern. Die Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr um € 1,5 Mio. auf € 3,5 Mio. angestiegen. Maßgeblich war ein Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um T€ 886 und der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern um T€ 561. Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist weiterhin gut. Die bestehenden Kreditlinien wurden zu keiner Zeit in Anspruch genommen. Die Geschäftsführung konnte die für 2022/2023 gesetzten Planziele nicht erreichen. Unerwartete Preissteigerungen im Einkauf und ein erheblicher Kostenanstieg konnten nur zeitversetzt an den Markt weitergegeben werden. Die positiven Effekte einer vorgenommenen Sortimentsstraffung und Fremdvergabe von Tätigkeiten werden ebenfalls erst in Folgejahren zu erkennen sein. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Beschaffungsmarkt Für pharmazeutische Ausgangsstoffe sind teilweise erhebliche Steigerungen der Beschaffungspreise zu verzeichnen. Neben der bereits seit Jahren erkennbaren Entwicklung, dass das Sourcing von pharmazeutischen Wirkstoffen und zunehmend auch bei Hilfsstoffen durch komplexe Vorschriften zur Qualitätssicherung immer anspruchsvoller und unflexibler wird, sind seit einigen Jahren Lieferkettenbedingte Beschaffungsprobleme hinzugekommen. Durch die zusätzliche Aufnahme weiterer qualifizierter Lieferanten versuchen wir die vorstehenden Risiken entsprechend zu minimieren. Produktionsbereich Die Beschaffungswege, Produktionsbedingungen sowie der Qualitätssicherungsapparat müssen ständig steigenden gesetzlichen Vorgaben (Arzneimittel-Wirkstoff-Herstellungsverordnung, EU-GMP Leitfaden u. a.) sowie immer höheren Erwartungen genügen. Die Folge ist, dass einerseits kleinere Produkte nicht mehr wirtschaftlich darstellbar sind, sich andererseits Chancen zur Lohnherstellung bieten, weil andere Anbieter ebenfalls von der Problematik betroffen sind. Das Fertigungsprogramm des Unternehmens wurde im Berichtszeitraum erheblich überarbeitet und gestrafft, der Anteil von Lohnherstellungen ist deutlich angestiegen. Der allgemeine Branchentrend zu ständig steigenden Qualitätsstandards und deren ausführlicher Dokumentation können Konsolidierungstendenzen bei den Anbietern von Rezeptursubstanzen begünstigen. Der Anspruch an die formale Qualität für alle in der Apotheke verwendeten Wirk- und Hilfsstoffe wird an die Aufrechterhaltung einer für einen erfolgreichen Marktauftritt benötigten Sortimentsbreite immer höhere Anforderungen stellen, gleichzeitig aber auch den Eintritt zusätzlicher Anbieter in diesen Markt erschweren. Möglichen zukünftigen Steigerungen der Energiekosten wurde durch die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 550 kWp begegnet, welche im Geschäftsjahr weitgehend fertiggestellt und im Folgejahr aktiviert wurde. Vertriebsbereich Der Arzneimittelmarkt wird weiterhin ein Wachstumsmarkt bleiben; da sich das Wachstum allerdings vorrangig auf neu entwickelte, innovative Fertigarzneimittel konzentriert, ist die Absatzentwicklung bei traditionellen Apothekenrohstoffen rückläufig. Die Verordnung von Rezepturarzneimitteln wird jedoch auch zukünftig eine unverzichtbare Ergänzung der ärztlichen Standardtherapie bleiben. Für den Erfolg der Gesellschaft wird entscheidend sein, weiterhin die neuesten Entwicklungen in diesem Nischenmarkt aufmerksam zu verfolgen und mit ihrem Know-how zu Substanzen und Beschaffungswegen schnell in bezahlbare neue Produkte umzusetzen. Hinzu kommen die Chancen der Apothekenrezeptur bei flexibler Reaktion auf Verfügbarkeits-Engpässe bei Fertigarzneimitteln. Zur Reduzierung des Risikos im Kerngeschäft, in dem immer wieder einzelne Produkte aus der Verwendung in der Rezeptur herausfallen, nutzt die Gesellschaft neben ständigen Sortimentsergänzungen im Kerngeschäft Chancen in angrenzenden EU-Märkten, in der pharmazeutischen Industrie und deren Randmärkten. Die Gesellschaft konnte sich in den letzten Jahren als umfassender Dienstleister bei Abfüllung und Logistik von medizinischem Cannabis und seinen Inhaltsstoffen positionieren und sieht hier weitere Wachstumsmöglichkeiten. Die Legalisierung von Cannabis als Genussmittel zum 01.04.2024 dürfte zur Folge haben, dass die sehr engen Restriktionen bei der Verordnung medizinischer Cannabisblüten und -produkten in diesem Zusammenhang gelockert werden und somit mehr Patienten als bislang von dem hohen therapeutischen Potenzial von Cannabis profitieren könnten. Die Gesellschaft beabsichtigt nicht, in das Geschäft mit Cannabis zu Genusszwecken einzusteigen, auch wenn dieses zukünftig legal möglich wäre. Finanzbereich Die Liquiditätsausstattung des Unternehmens ist sehr gut. Die Gesellschaft legt daher einen Teil ihrer Cash-Position in Wertpapieren an. Nach deutlichen Einbrüchen an den Finanzmärkten im Vorjahr war im Berichtsjahr eine teilweise Erholungstendenz festzustellen. Die bekannt gute Bonität der wichtigsten Kunden, der großen Unternehmen im deutschen Pharmagroßhandel, lässt das Risiko in dem Bereich der Kundenforderungen auch in Krisenzeiten überschaubar erscheinen. Denkbaren Zahlungsausfällen ausländischer, kleiner und mittlerer Kunden wird durch ein wirksames Forderungsmanagement begegnet; bislang waren Ausfälle nur in geringem Ausmaß zu verzeichnen. Währungsbereich Währungsrisiken oder -chancen bestehen nicht, da die Gesellschaft überwiegend in EURO fakturiert und einkauft. Gesamtwürdigung Mit ihrer hohen Sortimentsbreite ist die Gesellschaft im Kerngeschäft grundsätzlich gut aufgestellt. Der Markt im Kerngeschäft ist allerdings leicht rückläufig. Die Rückgänge sollen in der Zukunft durch profitables Wachstum in neuen Geschäftsbereichen kompensiert werden. Der - regulatorisch bedingt - ständig steigenden Komplexität der Abläufe wird durch eine gezielte Reduktion des selbst produzierten Sortiments und eine Ausweitung von Kooperationen mit anderen Unternehmen entgegengewirkt. IV. Ausblick Die Geschäftsführung erwartet für das Geschäftsjahr 2023/24 ein leicht positives Jahresergebnis und in den Folgejahren die Wiederherstellung einer angemessenen Profitabilität.
Hilden, den 20. Juni 2024 Caesar und Loretz GmbH Ulrich von der Linde Asiye Dogan Bilanz zum 30. September 2023(mit Vergleichszahlen des Vorjahres)AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023(mit Vergleichszahlen des Vorjahres)
Anhang 2022/20231. Allgemeine Angaben Die Caesar und Loretz GmbH mit Sitz in Hilden ist unter der Nr. HRB 45391 im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf eingetragen. Sie ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss zum 30. September 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches sowie der ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die gesetzlichen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften bei der Offenlegung gemäß § 327 HGB werden in Anspruch genommen. Die Form des Abschlusses ist gegenüber dem Vorjahr unverändert (§ 265 Abs. 1 Satz 2 HGB). 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, bewertet. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Für Betriebs- und Geschäftsausstattung liegen die Nutzungsdauern zwischen drei und fünfzehn Jahren. Die Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Anschaffungswert von bis zu € 250,00 werden sofort aufwandswirksam erfasst. Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert zwischen € 250,01 und € 800,00, die im abgelaufenen Geschäftsjahr zugegangen sind, werden entsprechend der steuerlichen Regelung als geringwertige Wirtschaftsgüter sofort abgeschrieben. Bis zum 30. September 2020 wurden Vermögensgegenstände mit Netto-Anschaffungskosten zwischen € 250,01 und € 1.000,00 in einen Sammelposten eingestellt und über 5 Jahre linear abgeschrieben. Der Sammelposten wurde für jedes Geschäftsjahr gesondert gebildet. Die Finanzanlagen (Beteiligungen und sonstige Ausleihungen) werden zu Anschaffungskosten bzw. zu dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Vorräte werden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Stichtagswerten bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko sowie dem Skontorisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert ausgewiesen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält einige Vorauszahlungen, die Aufwand des Folgejahres darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit Hilfe des Teilwertverfahrens ermittelt und mit einem Zinssatz von 1,81 % (10-Jahres-Durchschnitt) und einer Rentendynamik von 1,0 % bilanziert. Bei den Berechnungen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Ihre Bewertung erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Währungsumrechnung für Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt mit dem amtlichen Mittelkurs am Tag des Entstehens der Forderung bzw. Verbindlichkeit. Unrealisierte Verluste aus Kursänderungen zum Bilanzstichtag werden berücksichtigt. 3. Erläuterungen zur Bilanz 3.1 Anlagevermögen Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2022/2023 ist in der Anlage zum Anhang "Entwicklung des Anlagevermögens 2022/2023" dargestellt. 3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind keine Posten enthalten, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen. 3.3 Eigenkapital Die innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesenen Rücklagen zzgl. des Bilanzgewinns unterliegen einer Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB in Höhe eines Betrages von € 20.303,00. 3.4 Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Kundenboni, Archivierungskosten, Schadensfälle, Weihnachtsgeldabgrenzungen, Zielvereinbarungsprämien, noch nicht genommenen Urlaub, Tantiemen, sonstige Personalkosten sowie Jahresabschlusskosten. 3.5 Latente Steuern Aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem handels- und steuerrechtlichen Wertansatz der Pensionsrückstellungen und der Wertpapiere des Umlaufvermögens resultieren aktive latente Steuern, die in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert werden. 3.6 Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse können sich für die Caesar und Loretz GmbH aus einem Cash-Management- Vertrag (CMS) ergeben, der mit der Deutschen Apotheker- und Ärztebank eG geschlossen wurde. In diesen Cash-Management-Vertrag sind die C und L GmbH & Co. KG und die C und L Verwaltungsgesellschaft mbH eingebunden; als Führer des Cash-Pools fungiert die Caesar und Loretz GmbH. Die Gesellschaften - mit Ausnahme der C und L GmbH & Co. KG - haften jeweils gesamtschuldnerisch für die Kontokorrentverbindlichkeiten der jeweiligen anderen CMS-Teilnehmer. Zum Stichtag wiesen die Konten der am CMS-Verfahren teilnehmenden Gesellschaften, nahezu ausgeglichene Konten bei dem genannten Kreditinstitut auf, so dass sich für die Caesar und Loretz GmbH zu diesem Zeitpunkt kein Haftungsrisiko ergibt. Diese Situation kann sich allerdings in Abhängigkeit von der Entwicklung der Salden der CMS-Teilnehmer in der Zukunft jederzeit verändern. Die Caesar und Loretz GmbH hat gegenüber ihrer alleinigen Gesellschafterin C und L GmbH & Co. KG eine Mithaft über Schuldeintritt bei einer Kreditgewährung in Höhe von € 8,0 Mio. Eine Inanspruchnahme wird aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering eingeschätzt. 3.7 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB bestehen aus Dauerschuldverhältnissen. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Laufzeit der Verträge betragen diese Verpflichtungen T€ 2.948. Darin sind Beträge gegenüber der Gesellschafterin C und L GmbH & Co. KG in Höhe von T€ 2.767 enthalten. 4. Sonstige Angaben 4.1 Mitglieder der Organe (§ 285 Nr. 10 HGB) Geschäftsführung waren im Berichtszeitraum und danach bestellt:
4.2 Gesamtbezüge der Gesellschaftsorgane (§ 285 Nr. 9 HGB) Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 4.3 Anzahl Arbeitnehmer (§ 285 Nr. 7 HGB) Im Durchschnitt des Jahres waren beschäftigt:
4.4 ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag mit dem Gewinnvortrag zu verrechnen. 5. Nachtragsbericht Nach Schluss des Geschäftsjahres 2022/2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.
Hilden, den 20. Juni 2024 Caesar und Loretz GmbH Ulrich von der Linde Asiye Dogan Entwicklung des Anlagevermögens 2022/2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Caesar und Loretz GmbH, Hilden: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Caesar und Loretz GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Caesar und Loretz GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Krefeld, den 15. Juli 2024 Treuhand-
und Revisions-
Bente, Wirtschaftsprüfer Dr. Pferdmenges, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 22. Juli 2024. |
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