DonauCapital Financial Services GmbH

Passauer Straße 5, 94161 Ruderting, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Passau HRB 9736
Vorher
CFX Broker GmbH
Eingetragen
23.7.2008
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: Das Erbringen folgender erlaubnispflichtiger Wertpapierdienstleistungen: Anlagevermittlung gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG, Anlageberatung gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG, Platzierungsgeschäft gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 8 WpIG, Abschlussvermittlung gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 5 WpIG, Finanzportfolioverwaltung gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 9 WpIG. Die Gesellschaft ist nicht befugt, sich bei der Erbringung von Wertpapierdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen. Gegenstand des Unternehmens ist ferner die Erbringung von allgemeinen Beratungsleistungen und speziellen Beratungsdienstleistungen im Bereich Kapitalmarkt.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Leckel
seit 13.11.2024
Prokura
Geschäftsführer
Kurt Helmut Ziegler
seit 9.1.2024
Geschäftsführer
Felix Christian Lang
seit 15.6.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 5 angezeigt

94161 Ruderting
12.510 €
50.00%
94161 Ruderting
8.940 €
35.80%
Germany
1.550 €
6.20%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DonauCapital Financial Services GmbH

Ruderting

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.2023

DonauCapital Financial Services GmbH, Ruderting

AKTIVA

2023 2022
EUR EUR
1. Barreserve
Kassenbestand 7.000,00 0,00
2. Forderungen an Kreditinstitute
täglich fällig 75.520,96 34.942,76
3. Forderungen an Kunden
darunter:
an Finanzdienstleistungsinstitute EUR 4.257,07 (Vj. EUR 3.474,96) 4.257,07 3.474,96
4. Sachanlagen 0,50 0,50
5. sonstige Vermögensgegenstände 4.004,82 3.963,00
90.783,35 42.381,22

PASSIVA

2023 2021
EUR EUR EUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten 3.876,21 4.420,50
2. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 5.039,00 0,00
b) andere Rückstellungen 5.700,00 10.739,00 2.400,00
3. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
b) Kapitalrücklage 27.000,00 0,00
c) Bilanzgewinn 24.168,14 76.168,14 10.560,72
90.783,35 42.381,22
1. Eventualverbindlichkeiten 0,00 0,00
2. Andere Verpflichtungen 0,00 0,00

GEWINN - UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 01.01. - 31.12.2023

1.1.-31.12.2023 1.1.-31.12.2022
EUR EUR
1. Provisionserträge 66.191,28 54.369,28
2. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalkosten
aa) Löhne und Gehälter 17.164,58 17.306,45
ab) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.816,96 3.286,27
b) andere Verwaltungsaufwendungen 26.563,32 47.544,86 33.506,41
3. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Sachanlagen 0,00 539,98
4. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 18.646,42 -269,83
5. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.039,00 0,08
6. Jahresüberschuss 13.607,42 -269,91
7. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 10.560,72 10.830,63
8. Bilanzgewinn 24.168,14 10.560,72

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Vorschriften zur Rechnungslegung

Der Jahresabschluss der DonauCapital Financial Services GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 340 HGB ff) in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) unter Beachtung der Regelungen des GmbHG aufgestellt.

Die DonauCapital Financial Services GmbH mit Sitz in Ruderting wird beim Registergericht Passau unter der Nummer HRB 9736 geführt (§ 264 Abs. 1 a HGB).

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Barreserven und Forderungen an Kreditinstitute werden zum Nennbetrag angesetzt.

Die Forderungen an Kunden werden zum Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear im Jahr des Zugangs pro rata temporis abgeschrieben.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen enthalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten, soweit diese passivierungsfähig sind.

Die Bewertungsgrundsätze wurden im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.

B. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Die Forderungen an Kreditinstitute betreffen Kontokorrentkonten (EUR 75.520,96).

Die Forderungen an Kunden betreffen ausschließlich Forderungen an Finanzdienstleistungsinstitute.

Die Sachanlagen beinhalten EDV-Hardware.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Steuerguthaben in Höhe von EUR 3.963,08.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 3.285,47

Das Eigenkapital der Gesellschaft setzt sich zum 31.12.2023 aus EUR 25.000,00 Stammkapital, aus EUR 27.000,00 Kapitalrücklage und dem Bilanzgewinn EUR 24.168,14 zusammen.

C. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Provisionserträge in Höhe von EUR 66.191,28 beinhalten Provisionen für die Vermittlung.

In den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von EUR 47.544,86 setzten sich zusammen aus EUR 20.981,54 Personalkosten und EUR 26.563,32 andere Verwaltungsaufwendungen enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten Körperschaftsteuer in Höhe von EUR 2.763,00, Solidaritätszuschlag in Höhe von EUR 151,00 sowie Gewerbesteuer in Höhe von EUR 2.125,00.

D. Sonstige Angaben

1. Angeban nach § 285 Nr. 7 HGB

Die Gesellschaft beschäftigte einen Mitarbeiter.

2. Angaben nach § 285 Nr. 9 a), b) und Nr. 10 HGB

Mitglieder der Geschäftsführung:

Herr Kurt Ziegler, kfm. Geschäftsführer (ab 22.12.2023)

Herr Roland Wagner, kfm. Geschäftsführer (ab 22.12.2023)

Herr Bernhard Stumvoll (bis 22.12.2023)

Die Angaben über die Gesamtbezüge unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

3. Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar schlüsselt sich auf in

die Abschlussprüfungsleistungen EUR 2.000,00

4. Angaben nach § 285 Nr. 33 HGB

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag haben sich nicht ereignet.

5. Angaben nach § 285 Nr. 34 HGB

Die Geschäftsführung schlägt vor den Bilanzgewinn zum 31.12.2023 in Höhe von EUR 24.168,14 auf neue Rechnung vorzutragen.

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Lage, Kapitalmärkte und Börse

Die Finanzmärkte waren im Jahr 2023 von zwei großen Themen dominiert.

Geldpolitisch bewegte die Frage, wie lange der Zinserhöhungszyklus der Notenbanken anhält, beziehungsweise, wann mit den ersten Zinssenkungen gerechnet werden kann.

Geopolitisch war das erste Halbjahr weiter durch den Angriffskrieg Russlands in der Ukraine und wachsende Spannungen in der Rivalität zwischen China und den USA geprägt, bevor der Terroranschlag der islamistischen Hamas auf Israel den Fokus auf den Nahen Osten richtete.

Die Anleihemärkte wurden 2023 durch die Inflationsentwicklung und die Aussagen der Notenbanken bestimmt. Gegen Jahresende begannen die Märkte künftige Zinssenkungen aufgrund von Rezessionsbefürchtungen und der Erwartung sinkender Inflationsraten einzupreisen.

Dadurch konnten die Aktienmärkte 2023 ein Comeback feiern und der Dax um gut 20% zulegen.

II. ENTWICKLUNG DER GESELLSCHAFT

1. Struktur

Die DonauCapital Financial Services GmbH verfügt über verschiedene Zulassungen zur Erbringung von Wertpapierdienstleistungen. Im Wesentlichen ist die Gesellschaft tätig in den Geschäftsbereichen B2B-Brokerage und Anlagevermittlung und Abschlussvermittlung (Weiterleitung von Orders bzw. Bearbeitung von Sparplanaufträgen). Die Gesellschaft unterliegt der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Deutschen Bundesbank.

Ein Standbein der Gesellschaft ist der Geschäftsbereich Introducing Brokerage. Erträge aus Vermittlungsleistungen ergeben sich aus früher vermittelten Kunden und werden aufgrund alter und weiterhin bestehender Verträge mit Brokern und Banken erwirtschaftet. Regulatorisch erbringt DonauCapital Financial Services GmbH die Kontovermittlung und Anlagevermittlung.

Die Gesellschaft übernimmt zukünftig die Tätigkeit als Abschlussvermittler in der Geschäftsbeziehung zwischen B2C-Brokern und einer in Deutschland ansässigen Bank, z.B. bei Sparplanoders (hier muss eine Umrechnung von z.B. 100,-- € in Stücke Fondsanteile erfolgen).

2. Geschäftsverlauf

Die Kundenzahlen und die ausgeführten Transaktionen entsprachen 2023 den Erwartungen. Mit Aufnahme der erlaubnispflichtigen Tätigkeit zum 01.01.2024 wird eine Ausweitung des Volumens erwartet, speziell durch die Tätigkeit als Abschlussvermittler.

3. Mitarbeiter und vertraglich gebundene Vermittler

Im Berichtszeitraum war, ohne den Geschäftsleiter, zum Stichtag 31.12.2023 ein Mitarbeiter beschäftigt. Während des Geschäftsjahres waren keine vertraglich gebundenen Vermittler angebunden.

III. LAGE DER GESELLSCHAFT

1. Ertragslage

Der Gesamtbetrag der Provisionserträge der DonauCapital Financial Services GmbH im Geschäftsjahr 2023 betrug 66 TEUR. Die Gesellschaft erzielte einen Jahresüberschuss von 13 TEUR.

2. Finanzlage

Die liquiden Mittel abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten betrugen zum Bilanzstichtag 76 TEUR (Vorjahr 36 TEUR).

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Unternehmens lag bei 91 TEUR (Vorjahr 42 TEUR). Die Gesellschaft hatte im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2023 wie im Vorjahr keine Bankkredite in Anspruch genommen und weist dementsprechend keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus.

Das Eigenkapital betrug 76 TEUR (Vorjahr 36 TEUR).

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert 25 TEUR und ist eingeteilt in vier Gesellschafteranteile.

IV. STRATEGIE UND AUSRICHTUNG

1. Finanzielle Ziele

Die DonauCapital Financial Services GmbH verfolgt die finanziellen Ziele, durch gesundes Wachstum, den Wert, die Erlöse und das Ergebnis des Unternehmens zu steigern. Die Geschäftsleitung ist stets bestrebt, dieses Wachstum im Einklang mit den Umfeldbedingungen und in einem angemessenen Chance-/Risiko-Verhältnis zu realisieren.

2. Strategische Ziele

Als strategisches Ziel steht die Diversifizierung der Erlös- und Wachstumsquellen über verschiedene, sich ergänzende Geschäftsbereiche im Vordergrund. Darüber hinaus soll durch die Erweiterung des Produkt- und Leistungsangebotes, speziell im Bereich Abschlussvermittlung, das aktuelle Geschäft ergänzt sowie die Unternehmensstruktur weiter optimiert werden.

3. Brokerage und Anlagevermittlung

Im Geschäftsbereich Brokerage ist die Gesellschaft als Konto- und Anlagevermittler zwischen Banken und Privatkunden tätig.

4. Klassische Anlageberatung und Vermögensverwaltung

Die Gesellschaft erbringt derzeit weder Anlageberatungstätigkeiten noch vermögensverwaltende Tätigkeiten, wobei es erste Gespräche mit einem potentiellen Mitarbeiter für vermögensverwaltende Tätigkeiten gibt.

V. RISIKOBERICHT

1. Risikopolitik

Die Geschäftsleitung der Gesellschaft verfolgt die Ziele, Erlöse, Ertrag und Unternehmenswert nachhaltig zu steigern und langfristig einen Ertrag für die Gesellschafter zu erwirtschaften.

Aufgrund der überschaubaren und klaren Organisations- und Kontrollstrukturen der Gesellschaft können die Geschäftsleiter Risiken frühzeitig erkennen und kontrollieren. Um mögliche Chancen nutzen zu können, werden nur angemessene Risiken eingegangen.

2. Umfeld- und Branchenrisiken

Die Geschäftstätigkeit von DonauCapital Financial Services GmbH unterliegt den Einflüssen der Entwicklungen der wirtschaftlichen und konjunkturellen Lage. Ebenso ist das Unternehmen von der Situation und den Entwicklungen an den inländischen und ausländischen Kapitalmärkten sowie den gesetzlichen Rahmenbedingungen abhängig.

3. Unternehmensspezifische Risiken

Die unternehmensspezifischen Risiken können sich vor allem in den Geschäftsbeziehungen zu Partnern und Dienstleistern auswirken. Hier besteht das Risiko, dass Partnerunternehmen (vor allem durch Systemabstürze) ausfallen können und es dadurch zu Umsatz- sowie Ertragseinbußen kommen kann.

4. Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Zahlungsausfallrisiken sind in den Geschäftsbereichen bei den Partnerunternehmen (Broker, Banken) und Kunden derzeit als gering zu betrachten. Wertpapiere werden derzeit keine gehalten. Das daraus resultierende Risiko wird als überschaubar bewertet.

VI. Ausblick

Alternative Marktsegmente bzw. die Anbindung neuer Banken/Broker, um Kunden zusätzliche Finanzprodukte zum Eigenhandel anbieten zu können, werden laufend geprüft.

Die Gesellschaft übernimmt in 2024 die Tätigkeit als Abschlussvermittler in der Orderkette zwischen DonauCapital Wertpapier GmbH und Baader Bank AG. Dadurch wird eine erhebliche Ausweitung des Geschäftsvolumens erwartet.

Deshalb bewerten wir die Zukunft des Unternehmens als positiv.

 

Ruderting im Mai 2024

Die Geschäftsführung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DonauCapital Financial Services GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DonauCapital Financial Services GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DonauCapital Financial Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sich in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sich einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümer, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 22.05.2024

Strohmaier & Heubl Partnerschaft
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