Engel - Beteiligungs eGbR
Selbe AdresseWagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Pedro Gregorio Ortiz Temnitzer seit 21.6.2021 | Prokura |
Camille Saliou seit 14.1.2019 | Geschäftsführer |
Laura Cosma seit 6.7.2017 | Prokura |
Antonia Saliou seit 17.5.2017 | Geschäftsführer |
Roswitha Weithase seit 4.10.2001 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 12.50% | |
P**** G******* O**** T******** | 12.50% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 75.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Flavine Europe GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtGeschäftsjahr 2023 1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen: Unternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit: Die Flavine Europe GmbH wurde am 15. Januar 1976 gegründet und hat ihren Sitz in München. Der Gegenstand der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft wird wie folgt definiert: Handel mit Produkten aller Art, insbesondere mit chemischen und biologischen Produkten auf nationaler und internationaler Ebene. Die Gesellschaft vertreibt weltweit pharmazeutische Wirkstoffe, Zwischenstoffe und Fertigprodukte und ist mit ihrem gemischten Portfolio breit aufgestellt. Die diversifizierte Geschäftsaufstellung bildet eine bewährte Risikostreuung und gewährleistet die Grundstabilität der Firma. Eine umfassende Leistungspalette aus internationalem Marketing, Distribution, Projektentwicklung, Logistik sowie wissenschaftlichem- und technischem Service, zu Diensten von langjährigen Kunden und Lieferanten, grenzt die Firma von reinen Distributionsfirmen in der Branche ab und zeigt im Wettbewerbsvergleich einen klaren Mehrwert. Spezialisierte Teams aus Produktmanagern und Logistikern arbeiten Hand in Hand mit der Quality- und Regulatory-Abteilung und gewährleisten so eine Verknüpfung von Produktwissen, Compliance- und Logistikkompetenz. Dabei wird die Corporate-, Social- und Environmental Sustainability der Firma und deren Lieferanten stetig im Auge behalten. Langjährige Erfahrung und gewachsene Kontakte in den jeweiligen Märkten sorgen für Stabilität im Distributionsgeschäft. 2. Darstellung von Geschäftsverlauf und Betriebsergebnis sowie der Lage der Gesellschaft: 2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland war im Kalenderjahr 2023 nach wie vor durch die Folgen des Krieges in der Ukraine und die schwierige Weltwirtschaftliche Lage geprägt. Hohe Preise und steigende Zinsen dämpften die Nach- frage und verhinderten eine Fortführung der positiven Konjunktur des Vorjahres. Die Inflationsrate lag unter den 6.9% des Vorjahres, allerdings mit 5.9% im Jahresdurchschnitt weiterhin hoch. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war 2023 um 0,3% niedriger als im Vorjahr und damit 0,7% höher als in dem Vorpandemie Jahr 2019. Die Wirtschaftsleistung verlief in den verschiedenen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich. Sonstige Dienstleister konnten wieder Zuwächse verzeichnen, allerdings entwickelten sich diese schwächer als im Vorjahresvergleich. Angeführt wurde der Anstieg durch den Bereich "Information und Kommunikation" (+2,6%) sowie "Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit" (+1%); dagegen verlor der Bereich "Handel, Verkehr und Gastgewerbe" nach einem starken Vorjahr (-1%). Der Bereich "Produzierendes Gewerbe" (ohne Bau) verschlechterte sich um 2%; Grund dafür war eine deutlich niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung sowie ein Rückgang im "Produzierende Gewerbe" und in energieintensiven Industriezweigen wie der "Chemie und Metallindustrie". Während im Kalenderjahr 2022 die staatlichen-, aber vor allem die privaten Konsumausgaben aufgrund der verschiedenen Nachholeffekte die Wirtschaftsleistung stützen konnten, setzte sich der zum zweiten Halbjahr erkennbare Abfall der Konsumausgaben im Wirtschaftsjahr 2023 fort. So nahmen private Konsumausgaben preisbereinigt um 0,8% ab und erstmals seit 20 Jahren sank der Staatskonsum (-1,7%). Trotz des niedrigeren Handelsvolumens mit dem Ausland, mit -3,0% Importen und -1,8% Exporten, ergab sich im Saldo ein positiver Außenbeitrag, der im Ergebnis das Bruttoinlandsprodukt etwas stützen konnte. 2.2 Branchensituation: Entwicklung Pharmamarkt Deutschland: Der Pharmamarkt zeichnet einen Gesamtumsatzanstieg um 5,7% im Jahr 2023, dieser beinhaltet sowohl den Apotheken- und den Klinikmarkt. Auf der anderen Seite gab es einen Absatzrückgang von rund 2%. Für das Jahr 2023 berechnete IQVIA einen Umsatz von rund 59,8 Milliarden Euro. (IQVIA Marktbericht Classic 2024, "Entwicklung des deutschen Pharmamarktes im Jahr 2023") Der Umsatz im Klinikbereich lag deutlich höher als der Apothekenbereich. Der Anstieg ist mit einem Umsatz von 10,4% zu verzeichnen und der Absatz beträgt 2,5%. (IQVIA Marktbericht Classic 2024, "Entwicklung des deutschen Pharmamarktes im Jahr 2023") Der Apothekenmarkt wuchs hingegen im Jahr 2023 um 1,9% und somit einen 47,5 Milliarden Euro. Die Anzahl der Packungen, die Patienten erhielten, beläuft sich ca. 1,7 Milliarden Packungen. In diesem Bereich wurde im Jahr 2023 ein moderater Wachstumsanstieg verzeichnet. (IQVIA Marktbericht Classic 2024, "Entwicklung des deutschen Pharmamarktes im Jahr 2023") Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zeigte im Jahr 2023 einen Anstieg um 3,4% als im Vorjahr, somit belief sich die Summe der ausgegebenen Arzneimittel durch die gesetzliche Krankenkasse auf 52 Milliarden Euro. (IQVIA Marktbericht Classic 2024, "Entwicklung des deutschen Pharmamarktes im Jahr 2023"). 2.3 Überblick über das Geschäftsjahr 2023 und Einschätzung der Unternehmensleitung: Insgesamt sind die Umsatzerlöse i.H.v. 24.544.280 EUR um 16,2 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Und das Unternehmensergebnis hat sich um 262.571 EUR verschlechtert. Wie auch schon in den Vorjahren, konnte die Betriebsstätte in Wien die Umsatzerlöse steigern, und zwar um 59,2%. Seit der Pandemie ist eine insgesamt leicht gestiegene Nachfrage nach Standardprodukten auf dem Gesamtmarkt festzustellen. Fertigarzneimittelhersteller sind behördlich angehalten, ihre Sicherheitsbestände hochzufahren. Jedoch haben die hohen Lagerbestände und die Konkurrenz unter den Anbietern in China und Indien auch dazu geführt, dass ein langjähriger Kunde in 2023 kein Kontigent nachgefragt hat. Und ein weiterer Kunde aus diesem Produktbereich ist zu unserer Schwestergesellschaft Flavine Pharma France SAS gewechselt, da die Supply-Chain-Konstellation günstiger war. Seit 2023 unterhält die Flavine kein Fremdlager mehr in Deutschland. Zentrales Lager für die Europäische Flavine-Gruppe ist nun am Standort der Schwestergesellschaft in Frankreich. Dem deutlichen Umsatzrückgang stehen jedoch nur 2,4 % Rückgang des Rohertrages gegenüber, da die Umsatzeinbußen hauptsächlich auf den margenschwachen Produktbereich zurückzuführen sind. Hauptgründe für das im Vergleich zu 2022 niedrigere Ergebnis sind gestiegenen Personalkosten, u.a. durch Wegfall von Elternzeit, und gestiegene Kosten für Fremdleistungen. 3. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft: 3.1 Auftragsbestand: Ein starker Auftragsrückgang war im Markt der ehemals pandemiebedingten, symptommildernde Standard-Produkte zu verzeichnen. Der Markt in diesem Bereich entwickelt sich zwar auf leicht höherem Niveau als auf Vor-Corona-Niveau, jedoch gestaltete sich 2023 als schwieriges Jahr. Ursache war unter anderem die noch hohe kundenseitige Vorratshaltung aus dem Vorjahr. Weiterhin bekamen Flavines qualifizierte Lieferanten aus China zunehmend Konkurrenz aus Indien. Marktpolitische Überlegungen, sowie die Wechselkursentwicklung zwischen INR und USD im Vergleich zu CNY und USD sind die wahrscheinlichen Gründe. Der weitere Auftragseingang hat sich nebendies sehr positiv entwickelt; Diese positive Entwicklung war unter anderem der Zulassung weiterer Produkte geschuldet, sowie einer erweiterten Produktpalette bei verschiedenen Bestandskunden. 3.2 Absatz: Der Kundenstamm des Unternehmens ist hauptsächlich in Europa angesiedelt, neben Deutschland liegt der Schwerpunkt der Exporttätigkeit auf Spanien, Frankreich, Portugal, Italien und Serbien. Langfristige Allianzen mit Herstellern und Übernahme von zusätzlichen Funktionen und Serviceleistungen innerhalb der Geschäftsbeziehung sorgen für eine stabile Kundenstruktur und Auftragsstruktur. Darüber hinaus ist eine kontinuierliche Diversifizierung des Kundenstamms und der Produktpalette eines der Hauptanliegen der Geschäftsführung. 3.3 Umsatz: Die Umsätze wurden hauptsächlich durch Waren- und Serviceumsätze generiert, ein kleinerer Bereich entfiel auf Lizenzumsätze. Die Warenumsätze setzen sich aus dem Vertrieb von Aktiven Pharmazeutischen Wirkstoffen (Human und Veterinär), Pharmazeutischen Intermediaten und Pharmazeutischen Fertigprodukten zusammen. Der Umsatz im margenschwachen Standardprodukt-Segment ist deutlich, um 69% gesunken, und wurde bereits im Überblick zum Geschäftsjahr sowie zum Auftragsbestand beschrieben. Der übrige Umsatz bei den Aktiven Pharmazeutischen Wirkstoffen hat sich dagegen um 11,4% erhöht. Besonders hat sich jedoch der Umsatz im Bereich der Fertigprodukte entwickelt. Hielt sich der Anteil am Umsatz in den vergangenen Jahren noch unter 5%, verzeichnete dieser Bereich nun 14% am Gesamtumsatz im Warenbereich. Insgesamt ist eine diversifiziertere Produktpalette zu sehen. 3.4 Beschaffung: Die Versorgung mit Aktiven Pharmazeutischen Wirkstoffen, pharmazeutischen Intermediaten und Fertigprodukten war im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 in ausreichendem Maße gegeben. Lieferverzögerungen konnten durch vorausschauendes Einkaufs- und Logistikmanagement sowie Sicherheitsbestände aufgefangen werden. 3.5 Investitionen und Finanzierung: Investitionen im Geschäftsjahr 2023: Im Jahr 2023 wurden Investitionen im Gesamtwert von 56.306 EUR getätigt. Diese entfielen auf Software, Geschäftsausstattung und geringwertige Wirtschaftsgüter. Geplante Investitionen für das Geschäftsjahr 2024: Für das Jahr 2024 sind wie in den Vorjahren Ersatzanschaffungen vorgesehen. Finanzierungstätigkeiten: Der Stand der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten betrug per 31.12.2023 noch EUR 761.216. Darüber hinaus bestanden langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 624.245 EUR. 3.6 Personal und Sozialbereich: Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten um 1 Mitarbeiter auf nun 14. Dies war einem mehrmonatigem Personalengpass geschuldet, welcher Ende 2023 wieder behoben werden konnte. Der zwischenzeitliche Engpass konnte jedoch sehr gut durch externe Experten überbrückt werden. In den Bereichen - Gesundheitsschutz: trotz des Auslaufens der Corona-Schutzmaßnahmen Anfang 2023 wurden die Hygienemaßnahmen beibehalten und die Möglichkeit zum Homeoffice blieb gegeben und wurde auch zeitweise genutzt. - Arbeitsschutz (Unfallschutz, Arbeitsunfälle): Hier haben sich im Geschäftsjahr 2023 keine besonderen Vorkommnisse ergeben. 3.7 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage: 3.7.1 Vermögenslage: Die Veränderungen der Vermögens- und Kapitalstruktur im Vergleich zum Vorjahr zeigt folgende Übersicht:
Die Vermögens- und Kapitalstruktur stellt sich in Kennzahlen wie folgt dar: Durch das Jahresergebnis 2023 und die Kapitalzuführung durch einen Gesellschafter erhöhte sich das Eigenkapital um 188 T€ auf 2,8 Mio.€. Die Eigenkapitalquote beträgt damit 26,6 %. Die Rückstellungen erhöhten sich auf 10,7 % der Bilanzsumme. Die Vorräte (19,8 % der Bilanzsumme) waren durch kurzfristige Bankverbindlichkeiten (7,2 %) und Lieferantenverbindlichkeiten finanziert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die geleisteten Anzahlungen (33,5 % der Bilanzsumme) waren durch Lieferantenverbindlichkeiten, sonstige Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen finanziert. Insgesamt zeigt die Vermögenslage ein ausgewogenes Bild für ein Handelsunternehmen. 3.7.2 Finanzlage: Die Finanzlage hat sich wie folgt entwickelt:
Die Finanzlage war im Geschäftsjahr 2023 geordnet. Die Zahlungsfähigkeit war durch die Beanspruchung eingeräumter Kreditlinien von Kreditinstituten jederzeit gewährleistet. 3.7.3 Ertragslage: Das Geschäftsjahr zeigt folgende Entwicklung:
Die Ergebnisstruktur stellt sich wie folgt dar: Durch den um 16,2 % gesunkenen Jahresumsatz 2023 und die Bestandserhöhung verminderte sich die Gesamtleistung um 13,9 % auf 25 Mio€. Nach Abzug der Materialaufwendungen lag der Rohertrag um 2,4 % unter dem Vorjahreswert. Die Aufwendungen für die Betriebsleistungen wie Personalaufwendungen und sonstige betriebliche Aufwendungen erhöhten sich um 4,6 %. Das Betriebsergebnis lag mit 173 T€ deutlich unter dem Vorjahresergebnis. Nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses -dieses gestaltete sich aufgrund der höheren Zinserträge positiv - und der Ertragssteuerbelastung konnte ein Jahresergebnis von 171 T€ ausgewiesen werden. Dieses lag spürbar unter dem Vorjahresergebnis. Betriebliche Leistungsindikatoren: Die Steuerung des Ergebnisses erfolgt durch den Vergleich der Rohertragsmarge je Produkt bzw. Produktgruppe. Da sich die Margen für die einzelnen Produkte deutlich unterscheiden, kann aus der Veränderung des Umsatzes nur bedingt auf die Ergebniswirkung geschlossen werden. Margenschwache Produkte wirken sich unterdurchschnittlich auf das Ergebnis aus. 4. Nachtragsbericht: Nach Ende des Geschäftsjahres 2023 haben sich keine Ereignisse ereignet, die einen wesentlichen Einfluss auf unser Geschäft oder das Geschäftsmodell unseres Hauses haben. Die weltweite Konjunktur und globale Spannungen können Auswirkungen auf die Lieferketten bewirken und unser Handelsgeschäft beeinträchtigen. 5. Chancen- und Risikobericht: Die Fähigkeit, Risiken zu erfassen, zu kontrollieren und zu steuern, ist ein wichtiges Element solider Unternehmensführung und deshalb eng mit der Unternehmensstrategie verknüpft. Nachfolgende Elemente standen für die Unternehmensführung im Vordergrund, wobei die Reihenfolge keine Gewichtung darstellt. 5.1 Risiken und Risikomanagement: 5.1.1 Lieferengpässe, Transportkosten und Preisänderungen und auf dem Beschaffungsmarkt: Die branchenbedingte Abhängigkeit des Unternehmens von politischen Maßnahmen, wie zum Beispiel Einführung von Zolltarifen bis hin zur Blockierung von Exporten durch internationale Regierungen, führt zu einem Risiko von Lieferengpässen auf der Beschaffungsseite. Dies gilt insbesondere aufgrund der politischen Spannungen zwischen den USA und China. Die starke Abhängigkeit der Gesamtbranche von Asien kann zu schwer einschätzbaren Auswirkungen auf die Preis- und Liefersituation führen. Die im Vorjahr festzustellenden, deutlich erhöhten Transportkosten haben sich im Berichtsjahr wieder normalisiert. Die Kosten werden von den Transportunternehmen festgesetzt und im Regelfall von unseren Kunden mitgetragen. Allerdings weiß die Gesellschaft auch das Risiko dadurch zu vermindern, dass Verkaufskontrakte nur nach der vertraglichen Zusage durch Lieferanten abgeschlossen werden. 5.1.2 Preisdruck auf dem Absatzmarkt: Dem steigenden Druck der Abnehmer auf die Beschaffungsseite wirkt die Gesellschaft durch Ihre EU-Expertise und zusätzliche Übernahme von regulatorischen Aufgaben entgegen. Wechselnden regulatorischen Anforderungen wird durch eine dynamische Anpassung des Netzwerks sowie einer Erweiterung und Anpassung der Dienstleistung Rechnung getragen. Aufgrund seiner Größe ist das Unternehmen gut aufgestellt, um flexibel auf Neuerungen reagieren zu können. Darüber hinaus diversifiziert und stärkt das Unternehmen seine Position durch die Eigenentwicklung von generischen Fertigprodukten, sowie durch kontinuierliche Erweiterung des Produktportfolios mit neuen exklusiven Wirkstoffen. 5.1.3 Wechselkursschwankungen: Wechselkursschwankungen gleichen sich in der Regel auf der Beschaffungs- und Verkaufsseite aus. Durch die stark volatilen Schwankungen des USD können die Ergebnisse künftiger Geschäftsjahre spürbar beeinflusst werden. Über Sicherungsmöglichkeiten durch den Einsatz geeigneter Finanzinstrumente sind erste Überlegungen angestellt. 5.1.4 Risiken im Bereich EDV-Anlagen und IT-Bereich: Die Gesellschaft hat im Jahr 2019 ein ERP-System installiert, welches sehr stabil und zuverlässig im Einsatz ist; es besteht kontinuierlicher Anpassungsbedarf hinsichtlich laufender Geschäftsprozesse und der Weiterentwicklung von noch ungenutzten Funktionalitäten und Einsatzbereichen. Der gesamte EDV- und IT-Bereich des Unternehmens wird von einem zuverlässigen externen Dienstleister betreut und gewartet. 5.1.5 Forderungsausfälle: Das Mahnwesen wird straff und zeitnah geführt. So können erste Anzeichen eines drohenden Ausfalls frühzeitig erkannt werden. Bei Neukunden erfolgt eine interne und ggf. externe Bonitätsprüfung. Die Kundenstruktur ist ausgewogen, so können Abhängigkeiten verhindert und unternehmerische Entscheidungen basierend auf Souveränität und Eigenständigkeit getroffen werden. Die Gesellschaft verzeichnete 2023 keinen einzigen Forderungsausfall. 5.1.6 Umweltrisiken / Zertifizierungen: Qualität und Sicherheit Es bestehen bei der Gesellschaft keine außergewöhnlichen Umweltrisiken, welche die Gesellschaft in ihrem Bestand und Fortbestehen gefährden könnten. Außerdem hat die Firma eine ECOVADIS-Zertifizierung und folgt der Leitlinie einer kontinuierlichen Verbesserung der Nachhaltigkeit der eigenen Supply-Chain und eines konstanten Monitorings der Lieferanten. Der Geschäftsbereich des Unternehmens unterliegt umfassenden gesetzlichen Regelungen in den Bereichen Sicherheit, Qualität und Gesundheitsschutz, die kontinuierlich durch die Regierung von Oberbayern überprüft werden. Alle entsprechenden Zertifizierungen und Genehmigungen liegen vor und werden kontinuierlich auf den neuesten Stand angepasst. Auf gesetzliche Änderungen, neue Auflagen und behördliche Inspektionen ist das Unternehmen mit seinem geprüften Qualitätssystem, festgeschriebenen Prozeduren (Standard Operating Procedures) und qualifizierten Mitarbeitern in den Bereichen Quality Assurance und Regulatory Affairs gut vorbereitet. 5.1.7 Personalentwicklung: Die Gesellschaft ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Personalbeschaffung zu fairen Marktpreisen kann im Großraum München in einigen Fachbereichen eine Herausforderung darstellen, der die Geschäftsführung durch kontinuierliches Screening von potenziellen Kandidaten begegnet. Ein auf Vertrauen basierendes Betriebsklima, leistungsgerechte Entlohnung, die Möglichkeit zu Homeoffice, Ausrichten von Firmenveranstaltungen und das familiäre Geschäftsklima führen zu einer sehr niedrigen Fluktuation. Viele Mitarbeiter sind seit über 10 Jahren im Unternehmen, wodurch wertvolles Know-how langfristig in der Firma verbleibt und durch Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen erweitert wird. 5.1.8 Finanzierungsrisiken: Eine längere Phase schnellen Wachstums birgt für die Gesellschaft insoweit ein Finanzierungsrisiko, dass entsprechende kurzfristige Finanzierungslösungen mit höheren Kosten verbunden sind. Aufgrund der rapide gestiegenen Kreditzinsen und den überproportional hohen Auftragsvolumen wurden geeignete Maßnahmen eingeleitet, um das Finanzierungsrisiko einzudämmen. Unterstützt durch die langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Lieferanten und Kunden konnten häufig abgestimmte Zahlungsziele verhandelt werden. 5.1.9 Bestandsgefährdende Risiken: Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation sehen wir trotz dem Ansteigen der Inflationsraten, den hohen Energiepreisen und der Ukraine-Krise keine bestandsgefährdenden sowie andere erwähnenswerte Risiken. 5.2 Chancen: Als langfristig orientiertes Familienunternehmen profitiert die Gesellschaft gleichermaßen von schnellen Entscheidungswegen und langjährigen Mitarbeitern. Die verschiedenen Geschäftssegmente wurden und werden zur Realisierung der strategischen Ziele nachhaltig durch qualifizierte Fach- und Führungskräfte aufgebaut und kontinuierlich auf ihre strategische Eignung hin überprüft. So werden notwendige Anpassungen schnell erkannt und durchgeführt. Durch hohe Qualität und langjähriges Know-how profitiert die Gesellschaft von langfristigen Netzwerken und persönlichen Beziehungen zu Kunden. Dieses Vertrauensverhältnis ermöglicht es in enger Zusammenarbeit mit den Kunden Paketlösungen anzubieten, die unter anderem den wachsenden Bedarf im Bereich Regulatory Affairs abdecken. Auch kann der Bedarf an neuen Produktlinien frühzeitig identifiziert und in Kooperation mit dem Kunden, marktgerecht entwickelt werden. Die internationale Kundenstruktur des Unternehmens ermöglicht zudem eine natürliche Risikodiversifikation. Außerdem profitiert die Firma von den Investitionen und Neuentwicklungen, welche andere Firmen der Flavine Holding planen bzw. durchführen. Dies erhöht die Marktchancen des Unternehmens im internationalen Vergleich und bieten einen Zusatzservice für Kunden. 6. Forschungs- und Entwicklungsbericht / Business Development Die Gesellschaft entwickelt seit 2019 selbst ausgewählte generische Fertigprodukte für den Vertrieb durch ihre Kunden. Die Nachwirkungen der pandemiebedingten Umstände führten wie schon 2022 dazu, dass nur laufende Projekte konsolidiert und Neuentwicklungen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wurden. Daher kann 2023 als ein weiteres Konsolidierungsjahr betrachtet werden. Während im Bereich Business Development neue Verträge mit internationalen Kunden und neue Vertriebskooperationen mit indischen Herstellern abgeschlossen werden konnten. 7. Prognosebericht: EU: Im Vergleich zur Winterprognose haben sich die Wachstumserwartungen in der EU für 2024 leicht verbessert. So wird für 2024 ein BIP-Wachstum von 1,0 Prozent in der gesamten EU erwartet. Als Gründe für die verbesserten Wachstumsprognosen 2024 gelten ein gesteigertes privates Konsumverhalten, ein robuster Arbeitsmarkt und die sinkende Inflation. Für Verunsicherung sorgen jedoch ein abgeschwächtes Investitionswachstum und geopolitische Spannungen wie der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und der Konflikt im Nahen Osten. Die EU-Kommission korrigiert ihre Inflationserwartungen für 2024 im Vergleich zur Winterprognose leicht nach unten auf 2,7 Prozent in der EU (im Euro-Währungsgebiet auf 2,5 Prozent) und für das Jahr 2025 auf 2,2 Prozent in der EU (im Euro-Währungsgebiet auf 2,1 Prozent) (15.05.2024 EU-Kommission Frühjahrsprognose 2024). Deutschland: Entgegen den Erwartungen der Winterprognose (0,3 Prozent) wird das deutsche BIP-Wachstum für 2024 nun geringer eingeschätzt (0,1 Prozent). Gründe hierfür sind unter anderem eine nur langsam anziehende Binnen- und Exportnachfrage sowie ein niedriges Investitionsniveau. In Verbindung mit einer verbesserten Verbraucherstimmung dürfte der private Verbrauch im Jahr 2025 allerdings wieder das Niveau vor der Pandemie erreichen (15.05.2024 EU-Kommission Frühjahrsprognose 2024). Erfreulicherweise hat sich das Geschäftsmodell des Unternehmens sowohl hinsichtlich Pandemie-Nachwirkungen, Ukraine-Krieg, Inflation und Energiepreise als krisenresistent erwiesen und eine stabile Entwicklung zeichnet sich ab. Die Umsatzentwicklung im 1. Halbjahr 2024 lag um 21% niedriger als im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr. Grund hierfür war wieder einzig der Auftragsrückgang bei den margenschwachen Standardprodukten. Wir erwarten für Ende 2024/Anfang 2025 hier wieder eine steigende Nachfrage. Der Rohertrag verringerte sich um 5,9% im Vergleich zum Vorjahr. Die Liquiditätssituation unserer Kunden aufgrund der vorherrschenden Krisen birgt jedoch das Risiko, dass längere Finanzierungszeiträume verbunden mit höheren Finanzierungskosten entstehen. Chancen für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft sieht die Geschäftsführung in folgenden Segmenten, und diese gilt es zu nutzen und auszubauen: - Erschließung neuer Absatzmärkte - Weiterentwicklung von neuen sowie bestehenden Produkten - Ausnutzung und Verbesserung des hohen Qualitätsstandards Ziel ist es weiterhin, Aufträge ohne Reibungsverluste bewältigen zu können, qualitativ auf höchstem Niveau zu agieren und Kundenwünsche wie auch in den Vorjahren vollumfänglich zu erfüllen sowie deren neue Bedürfnisse und rechtliche Änderungen zu antizipieren.
München, 30. August 2024 Flavine Europe GmbH, München Roswitha Weithase, München, Geschäftsführerin Antonia Saliou, München, Geschäftsführerin Camille Saliou, München, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 1 HGB auf. Der Jahresabschluss ist gem. §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu Anschaffungskosten von Euro 800,00 wurden im Geschäftsjahr vollständig abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: Joint Venture Anteile zu Anschaffungskosten werden unter den Beteiligungen ausgewiesen. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgte mit dem Nennbetrag. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt: - durchschnittlicher Marktzins von 1,5% für eine Laufzeit von 15 Jahren - Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2% - Sterbetafeln nach Generationentafel AVÖ 2018-P Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in EUR umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Angaben zur Bilanz Mitzugehörigkeitsvermerke Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben: Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende Posten und Sachverhalte: Die Forderungen gg. verbundenen Unternehmen enthalten Forderungen gg. Gesellschafter in Höhe von EUR 28.881,93 (Vorjahr: EUR 0,00). Die Verbindlichkeiten gg. verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gg. Gesellschafter in Höhe von EUR 300.000,00 (Vorjahr: EUR 301.426,59). Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die kumulierten Abschreibungen zum Beginn des Geschäftsjahres und am Ende des Geschäftsjahres sind aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Beteiligungen Unter der Position Beteiligungen sind die Anschaffungskosten für zwei Joint Venture Projekten ausgewiesen. Es handelt sich um Entwicklungen mit jeweils einem Projektpartner, die eine Vermarktungsreife erst nach Auslaufen der Schutzrechte von Dritten erreichen werden. Forschungs- und Entwicklungskosten Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden aktiviert. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten beträgt aus dem Geschäftsjahr 2020 105.857,50 €. Der aktivierte Betrag wird über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern Der Betrag der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf EUR 26.881,93 (Vorjahr: EUR 0,00). Er wurde unter den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen erfasst. Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung Der Gewinnvortrag aus dem Geschäftsjahr 2020 wurde durch den Eintritt neuer Gesellschafter vollständig in eine Gewinnrücklage eingestellt. Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von EUR 636.346,41 einbezogen. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten Steuerrückstellungen sind die nachfolgenden Positionen enthalten:
Die Rückstellung für latente Steuern resultieren aus der Ausübung des handelsrechtlichen Wahlrechts zur Aktivierung selbst erstellter Software. Weiterhin wurden Ergebnisunterschiede aus der Währungsumrechnung und von langfristigen Rückstellungen berücksichtigt. Diese Unterschiede ergeben einen Gesamtbetrag von TEUR 77,0. Bei einem angenommenen durchschnittlichen Steuersatz von 33% ergibt sich eine passive latente Steuer von TEUR 25,5. Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:
Die Rückstellungen sind bis auf die Rückstellung für Aufbewahrungspflichten kurzfristig. Die Rückstellung für Aufbewahrungsverpflichtungen wurde über die Laufzeit von 5,5 Jahren gebildet und mit einem Zinssatz von 0,90% abgezinst. Angabe zu Restlaufzeitvermerken Der Betrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00). Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt EUR 6.294.879,02 (Vorjahr: EUR 5.443.422,31). Angabe zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf EUR 300.000,00 (Vorjahr: EUR 301.426,59). Er wurde unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erfasst. Angaben zur Währungsumrechnung Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten in US-Dollar wurde mit dem Devissenkassamittelkurs zum Stichtag von 0,91 umgerechnet (§ 256a HGB). Fremdwährungspositionen mit einer Laufzeit von über einem Jahr waren zum Bilanzstichtag nicht gegeben. Angaben zu Haftungsverhältnissen Es besteht gegenüber der Commerzbank AG eine Garantie zu Gunsten der Schwestergesellschaft Flavine Pharma France SAS in Höhe von EUR 1.500.000,00. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von EUR 711.988,45 enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von EUR 729.692,21 enthalten. In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 0,00 enthalten (Vorjahr: EUR 0,00) In den Zinserträgen sind Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 260,00 (Vorjahr: EUR 160,00) enthalten. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Name der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Anwendung der Ausnahmeregelung nach § 286 Abs. 4 HGB Die Angabe zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführer unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB. Vorgänge von besonderer Bedeutung Bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung aufgetreten, die einen Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit haben könnten. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern, aber in Abweichung zu den gesellschaftsvertraglichen Regelungen vor: Der Bilanzgewinn beträgt EUR 807.220,39. Es wird keine Gewinnausschüttung vorgeschlagen, sondern der Vortrag des Ergebnisses auf neue Rechnung. Unterschrift der Geschäftsführung
München, 30. August 2024 gez. Roswitha Weithase, Geschäftsführerin gez. Antonia Saliou, Geschäftsführerin gez. Camille Saliou, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 10.09.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die Flavine Europe GmbH: Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Flavine Europe GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Flavine Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle."
Oberhaching, 06. September 2024 Richard Matzinger, Wirtschaftsprüfer |
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