KFP Five Star Conference Service GmbHLiquidiert

Frankfurter Straße 107, 65479 Raunheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 87178
Eingetragen
14.1.2010
Branche
Messe-, Kongress- und Business-Event-VeranstalterErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer ArtIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Gegenstand
Organisation, Veranstaltung und Durchführung im Bereich der Konferenz-, Kongress-, Seminar- und Tagungstechnik sowie die zur Verfügung Stellung entsprechender Konferenztechnik und die Planung sowie der Betrieb von Konferenzzentren bei Kunden.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Randolph Vogt
seit 20.3.2024
Prokura
Frank Christof-Seeger
seit 20.3.2024
Prokura
Desmond McEwan
seit 28.9.2023
Geschäftsführer
Christian Rafflenbeul
seit 14.1.2010
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KFP Five Star Conference Service GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die KFP Five Star Conference Service GmbH (im Folgenden auch 'KFP' genannt) ist im Bereich der Veranstaltungs- und Medientechnik als Dienstleistungsunternehmen tätig. Die Geschäftstätigkeit erstreckt sich im Wesentlichen auf die Bereiche Outsourcing von Medientechnik-Dienstleistungen für die vier und fünf Sterne Hotellerie (Hotelgeschäft) und Konferenzzentren der Industrie. Darüber hinaus ist KFP als Dienstleistungspartner für Industrieunternehmen im Bereich Veranstaltungstechnik (Industriegeschäft) tätig. Zu unseren Kunden gehören die führenden Hotelgruppen als auch marktführende Unternehmen aus unterschiedlichen Industrie- und Konsumgütermarktsegmenten.

2. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft tätigt projektbezogene Applikationsentwicklung und IT Anwendungsprogrammierung für die Hotellerie und Veranstaltungen der Industriekunden. Darüber hinaus investiert KFP überproportional in innovative Lösungsentwicklung für medientechnische Anwendungen und Forschungsprojekte, u.a. in die Zusammenarbeit mit dem durch Fraunhofer-Institut IAO initiierten Innovationsverbund "Future Meeting Space" um als 'Innovation-Leader' der Branche seine Position weiter auszubauen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltbank rechnete für 2023 mit einem Wachstum von 1,7 %. Abgesehen von den Krisenjahren 2009 und 2020 wäre dies der niedrigste Wert seit fast drei Jahrzehnten. Die größte Herausforderung sieht sie dabei in der hohen Inflation.

Im Gesamtjahr 2022 wuchs die Wirtschaft der Eurozone laut Eurostat um 3,5 %, nach 5,3 % im Jahr 2021. Angesichts der Folgen des Krieges Russlands in der Ukraine hat sich die Stimmung in der Wirtschaft der EU deutlich verschlechtert. Zu diesem Ergebnis kommt die EU-Kommission in ihren Wirtschaftsprognosen zu Beginn des Wirtschaftsjahres 2023.

Die deutsche Wirtschaft hat nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamts im Jahr 2022 ein BIP-Wachstum von 1,8 % zum Vorjahr verzeichnen können. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine, extremen Energiepreiserhöhungen, verschärften Material- und Lieferengpässen, massiv steigenden Preisen für Nahrungsmittel, einem Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie.

Der Markt für Veranstaltungsdienstleistungen als auch Medientechnikdienstleistungen entwickelt sich seit mehreren Jahren mit relativ gleichbleibenden Wachstumsraten. Beeinflusst wird dieser Markt vor allem durch einen kontinuierlichen Konzentrationsprozess als auch innovative Veränderungen. Das Angebot in diesem Markt wird bestimmt durch wenige Marktbegleiter mit überregionalen Angeboten und eine Vielzahl kleinerer regional orientierter Anbieter. Wir generieren unser Wachstum in diesem entwickelten Markt über einen Ausbau unserer flächenmäßigen Präsenz, eine Erweiterung unserer Angebotspalette, den Einsatz innovativer Produkte sowie ein hohes Maß an Qualität und verstärkten Service- und Vertriebsaktivitäten.

Nach schwierigen Jahren aufgrund der COVID-19 Pandemie haben sich im Geschäftsjahr 2022 die Rahmenbedingen für die Veranstaltungsbranche wieder verbesset. Einschränkungen hinsichtlich der Bewegungsfreiheit der Bevölkerung, sowohl innerhalb der Landesgrenzen als auch grenzübergreifend, wurden aufgehoben. Dies führte zu einer Zunahme an Veranstaltungen, wovon auch die Gesellschaft profitierte.

2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2022 war aufgrund der externen Faktoren hinsichtlich des Geschäftsverlaufs weiterhin eine große Herausforderung. Der Wegfall der pandemiebedingten Schließungen im Bereich der Hotellerie und die Einschränkungen hinsichtlich der Veranstaltungsdurchführung der Industrie wirkten sich grundsätzlich positiv auf die Umsatzentwicklung aus. Das Umsatzvolumen des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von EUR 24,8 Mio. konnte das Niveau des Vorjahres (2021: EUR 12,0 Mio.) deutlich übersteigen, lag allerdings im Vergleich zum Jahr 2019 (EUR 31,3 Mio.) auch noch deutlich darunter.

Hinsichtlich der Kunden konnten wir unsere Vertragsbasis sowohl auf Seite der Hotellerie als auch auf Seite der Industrie nahezu konstant halten. Darüber hinaus haben wir es geschafft die Zahl von Verträgen mit längerer Laufzeit weiter auszubauen.

Corona-bedingte Unterstützungen des Bundes, welche im Vorjahr noch eine Höhe von EUR 3,8 Mio. erreichten, wurden in 2022 nicht mehr gezahlt.

Aufgrund des weitgehenden Fixkostencharakters der Personalkosten und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen fiel, ungeachtet der deutlich gesteigerten Umsatzerlöse, der Verlust vor Verlustübernahme mit EUR -2,4 Mio. noch einmal deutlich negativer als im Vorjahr (2021: EUR -1,1 Mio.) aus.

Die Planung der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 sah deutlich gestiegene Umsatzerlöse sowie einen deutlich geringeren Jahresfehlbetrag vor. Die erzielten Umsatzerlöse konnten in Bezug auf die Planung erreicht werden. Der Jahresfehlbetrag, hingegen ist deutlich höher ausgefallen als geplant. Die Planung für das Geschäftsjahr konnte somit nur teilweise erreicht werden.

3. Lage

Die Lage des Unternehmens ist aktuell aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin schwierig. Allerdings ist aufgrund von Finanzierungszusagen des Hauptgesellschafters der Fortbestand des Unternehmens gesichert.

a. Ertragslage

Unsere wesentlichen Ergebnisquellen stellen die langfristigen Verträge mit unseren Kunden aus der Hotellerie und Industrie dar. Diese machen mehr als 70% der gesamten Umsätze aus.

Das Umsatzniveau vor der COVID-Pandemie konnten auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht wieder erreicht werden. Insgesamt konnte sich das Umsatzvolumen des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von EUR 24,8 Mio. allerdings mit einer Steigerung von +106% gegenüber dem Vorjahr (2021: EUR 12,0 Mio.) deutlich erholen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 3,1 Mio. vermindert. Im Geschäftsjahr 2022 erhielt die Gesellschaft Mittel aus COVID-Unterstützungsmaßnahmen der Bundesregierung in Höhe von EUR 0,5 Mio. Im Geschäftsjahr 2021 wurden Hilfen in Höhe von EUR 3,8 Mio. gezahlt.

Der Materialaufwand im Verhältnis zu den erzielten Umsatzerlösen ergab in 2022 eine Materialaufwandsquote in Höhe von 35% und liegt damit um fünf Prozentpunkt über der Quote des Vorjahres. Der Materialaufwand ist insbesondere durch Zumietungen von Fremdmaterial und Beistellung von Fremdpersonal für Veranstaltungsprojekte geprägt. Eine Veränderung der angebotenen Dienstleistungen und Lösungen hin zu einer stärkeren Digitalisierung des Angebotes und eine Implementierung von Studioangeboten für Liveübertragungen und Streaminglösungen ergibt grundsätzlich einen Anstieg des Materialaufwandes.

Die absoluten Personalaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen. In Bezug auf die Gesamtleistung ergibt sich allerdings eine deutlich reduzierte Quote, welche von rund 57% auf 45% gefallen ist. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der zuvor beschriebenen Substitution eigener Arbeitskräfte hin auf fremdes Personal.

Die Abschreibungen haben sich im Geschäftsjahr 2022 um EUR 0,8 Mio. auf EUR 0,6 Mio. vermindert. Diese Entwicklung ist darauf zurückzuführen, dass aufgrund der Auswirkungen der COVID Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen der Geschäftstätigkeit nahezu sämtliche Investitionsprojekte, mit Ausnahme der Implementierung der neuen ERP Software und weiteren zur Verbesserung der Qualität des Kundenservices notwendigen Projekte, auf die Zukunft verschoben worden sind. Diese Managemententscheidung war Teil des Maßnahmenpaketes zur Sicherung der Unternehmenszukunft.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in 2022 um EUR 2,3 Mio. gestiegen. Hier wirkten sich insbesondere gestiegenen Konzernumlagen aus. Auf Grund des Fixkostencharakters vieler Kostenbestandteile wie zum Beispiel Raummieten, Versicherungen, Beiträge und Fahrzeugkosten sind Einsparpotentiale nur mittelfristig realisierbar.

Das Zinsergebnis ist gegenüber dem Vorjahr weitestgehend konstant geblieben. Die Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus einem Darlehen der Muttergesellschaft.

Aufgrund des abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft, der KFP Management GmbH, wurde der gesamte Verlust des Geschäftsjahres 2022 von Höhe von EUR 2,4 Mio. von der KFP Management GmbH übernommen.

b. Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Zwecks Finanzierung unseres saisonalen Geschäfts bedienen wir uns der eingeräumten Kreditlinien der ENCORE Unternehmensgruppe, welche jeweils nur kurzfristig in Anspruch genommen werden.

Die KFP Management GmbH hat als beherrschendes Unternehmen am 10.11.2016 einen Gewinnabführungsvertrag mit den Tochtergesellschaften Change Communication GmbH, Frankfurt am Main, und KFP Five Star Conference Service GmbH, Frankfurt am Main, abgeschlossen welche am 15.11.2016 in das jeweilige Handelsregister am Sitz der Unternehmen eingetragen worden ist.

Aufgrund der abgeschlossenen Cash-Pooling-Vereinbarung mit der KFP Management GmbH werden die Bestände auf den Bankkonten der Gesellschaft zum Stichtag vollständig abgeführt.

c. Vermögenslage

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr weiter verbessert. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir stabil.

Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital mehr als gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Die Bilanzsumme hat sich im Jahr 2022 um EUR 0,4 Mio. insgesamt nur geringfügig erhöht. Hierbei wirkten sich erhöhte Vorratsbestände (EUR +0,8 Mio), welche im Wesentlichen, zum Weiterverkauf bestimmte, technische Produkte betreffen aus. Gegenläufig entwickelten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (EUR -2,2 Mio.) aus. Im Geschäftsjahr wurden offene Salden (Forderungen und Verbindlichkeiten) verstärkt zurückgeführt. Zum Jahresende wurden Bonuszahlungen an Mitarbeiter (EUR 0,6 Mio.) aktivisch abgegrenzt.

Die Eigenkapitalquote hat sich auf Grund der verminderten Bilanzsumme zum Stichtag von 50% auf 48% leicht vermindert.

Auf Grund einer verstärkten Aktivität zum Jahresende haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um EUR 1,1 Mio. auf EUR 2.1 Mio. erhöht.

Sämtliche Verbindlichkeiten konnten stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung unter anderem die Kennzahlen Eigenkapitalrendite, Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) und Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) heran.

Eigenkapitalrendite -54% (Vorjahr -25%; 2021: -25%)
(Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung / Eigenkapital)
EBIT EUR -2,5 Mio. (Vorjahr: EUR -1,0 Mio.; 2021: EUR -1,2 Mio.)
(Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung + Finanzergebnis + Ertragsteuern)
EBITDA EUR -1,7 Mio. (Vorjahr: EUR 0,4 Mio.; 2021: EUR 0,4 Mio.)
(Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung + Finanzergebnis + Ertragsteuern + Abschreibungen)

5. Gesamtaussage

Unsere wirtschaftliche Lage ist in 2022 ist durch die Nachwirkungen der COVID-19 Pandemie sowie die gesamtwirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen geprägt.

III. Prognosebericht

Das Unternehmen ist als Konzernunternehmen der Encore Unternehmensgruppe als Marktführer im Dienstleistungssektor für Veranstaltungstechnik und als Outsourcing-Partner der globalen Hotelketten sehr gut positioniert. Zudem werden wir weiterhin zielführende Investitionen in Hardware und in individuelle Kundenlösungen tätigen und uns mit branchenrelevanten Innovationen beschäftigen. Anpassungen des Angebots haben bereits in den letzten Geschäftsjahren in Bezug auf die Digitalisierung der Veranstaltungsdurchführung und den Einsatz von Videokonferenzlösungen, virtuellen und hybriden Veranstaltungslösungen und Streaming-Dienstleistungen erfolgreich stattgefunden.

Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant.

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens ungeachtet der herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, positiv. Die audiovisuelle Medientechnik-Dienstleistungsbranche bietet ein sehr großes Wachstumspotential. Insbesondere ist dabei die festzustellende Verbindung von IT-Dienstleistungen mit den Dienstleistungen im Audio/Video-Dienstleistungsbereich hervorzuheben. Den Risiken von Lieferengpässen begegnen wir durch kapitalstarke Lieferanten, Partnerschaften und Vertriebskooperationen.

Auf Basis der Konzernstruktur der Unternehmensgruppe geht das Management aktuell davon aus, dass die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens langfristig gesichert sein sollte.

Mit Datum vom 1. November 2023 hat die AVSC Europe Ltd., Uxbridge, Vereinigtes Königreich, einen "Financial Support Letter" unter Einbeziehung der KFP Five Star Conference Service GmbH ausgestellt, der eine finanzielle Ausstattung der Gesellschaft für die darauffolgenden 18 Monate sicherstellt, um die Unternehmensfortführung zu gewährleisten.

Positiv blicken wir in das Geschäftsjahr 2023. Wir gehen für das Jahr 2023 von einer leichten Steigerung des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr aus. Auch das Ergebnis vor Ergebnisabführung sollte, nach einem Fehlbetrag im Vorjahr, wieder im positiven, sechsstelligen Bereich liegen.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Sollten sich die weltweiten Turbulenzen an den Finanzmärkten wieder verstärken, die geopolitische Lage (z.B. in der Ukraine, Türkei und den USA) eskalieren und sich dadurch die Konjunktur abschwächen, kann dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden, die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen negativ beeinflussen. Daraus können für uns Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen.

Ertragsorientierte Risiken

Da unsere Dienstleistungen und unsere Servicequalität echte Ertrags- und Wettbewerbsvorteile bieten, gehen wir davon aus, dass unsere leistungswirtschaftlichen Risiken im Vorjahresvergleich eher gesunken sind. Wir gehen davon aus, unsere Marktanteile mittelfristig weiter ausbauen zu können.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die KFP Five Star Conference Service GmbH ist weiterhin in einer schwierigen Ertrags- und Liquiditätslage. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit ist die Gesellschaft auf die vorübergehende Finanzierung bzw. Bereitstellung liquider Mittel durch Gesellschafter oder externe Dritte angewiesen.

Mit Datum vom 1. November 2023 hat sich die AVSC Europe Ltd., Uxbridge, Vereinigtes Königreich, für mindestens die folgenden 18 Monate verpflichtet, finanzielle Mittel in Höhe des erwarteten Bedarfs der KFP Five Star Conference Service GmbH sowie anderer Gesellschaften der KFP-Gruppe zur Verfügung zu stellen.

Auf Basis der Konzernstruktur der Unternehmensgruppe geht das Management aktuell davon aus, dass die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens langfristig gesichert sein sollte.

Sofern die zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit benötigten liquiden Mittel nicht durch die Gesellschafter oder externe Dritte erfolgen sollte, kann dies zu einem Risiko hinsichtlich der Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft führen.

Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, kompensieren wir durch Sicherungsgeschäfte.

2. Chancenbericht

Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Zulieferern zurückgreifen. Einerseits verfügen wir über einen umfangreichen Pool an Sublieferanten mit stabilen Lieferantenbeziehungen, andererseits befinden wir uns auf einem Markt mit fallenden Materialpreisen. Unsere hohen Qualitätsansprüche in Bezug auf unsere Dienstleistungen gewährleisten wir durch den Ausbau unseres Schulungsangebotes und individuelle Qualifikationsmaßnahmen.

Das Unternehmen ist als Konzernunternehmen der Encore Gruppe als Marktführer im Dienstleistungssektor für Veranstaltungstechnik und als Outsourcing-Partner der globalen Hotelketten sehr gut positioniert. Zudem werden wir weiterhin zielführende Investitionen in Hardware und in individuelle Kundenlösungen tätigen und uns mit branchenrelevanten Innovationen beschäftigen. Anpassungen des Angebots haben bereits in den letzten Geschäftsjahren in Bezug auf die Digitalisierung der Veranstaltungsdurchführung und den Einsatz von Videokonferenzlösungen, virtuellen und hybriden Veranstaltungslösungen und Streaming-Dienstleistungen erfolgreich stattgefunden.

Aufgrund der Einbindung unseres Unternehmens in das internationale Netzwerk an Unternehmen der Encore Gruppe haben wir Zugang sowohl zu umfangreichen Finanzierungsquellen und können unser Angebot auch globalen Unternehmen und Unternehmensgruppen anbieten. Daraus ergeben sich für unser Unternehmen weitere Chancen im Bereich der Internationalisierung des Geschäftes.

3. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in einer möglichen Abschwächung der konjunkturellen Entwicklung. Vor dem Hintergrund der Sicherstellung unserer finanziellen Leistungsfähigkeit sind wir allerdings für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. In der engen Zusammenarbeit mit unseren langjährigen Kunden in Hotellerie und Industrie, einer kundenorientierten Ausrichtung des Unternehmens, die globale Zusammenarbeit aufgrund der Einbindung in die Encore Gruppe mit einem finanzstarken Gesellschafter und einer Stärkung unserer Innovationskraft sehen wir gute Chancen für den Fortbestand unseres Unternehmens.

V. Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten und verbundenen Unternehmen.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien der Encore Unternehmensgruppe.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes nennenswerte Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft in Kaarst, Hamburg, Berlin und München unterhalten.

 

Frankfurt am Main, den 13. November 2023

KFP Five Star Conference Service GmbH

Desmond McEwan

Christian Rafflenbeul

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 2.215.338,77 1.939.824,51
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.359,00 6.026,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 3.359,00 6.026,00
II. Sachanlagen 1.099.025,77 820.844,51
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.099.025,77 820.844,51
III. Finanzanlagen 1.112.954,00 1.112.954,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.112.954,00 1.112.954,00
B. Umlaufvermögen 6.378.835,21 6.782.566,46
I. Vorräte 823.597,95 69.727,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.555.237,26 6.712.602,05
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 403.142,94 2.634.113,46
2. sonstige Vermögensgegenstände 5.152.094,32 4.078.488,59
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 0,00 237,41
C. Rechnungsabgrenzungsposten 557.327,68 34.851,77
Bilanzsumme, Summe Aktiva 9.151.501,66 8.757.242,74

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 4.410.161,01 4.410.161,01
I. gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
II. Kapitalrücklage 880.107,81 880.107,81
III. Gewinnvortrag 3.230.053,20 3.230.053,20
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 1.346.508,82 1.299.759,06
C. Verbindlichkeiten 3.394.831,83 3.047.322,67
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 621.700,03 1.631.324,74
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.773.131,80 1.415.997,93
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.250,00 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 9.151.501,66 8.757.242,74

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 17.035.389,36 12.533.394,40
2. Personalaufwand 11.067.328,38 6.825.985,37
a) Löhne und Gehälter 9.092.811,76 5.227.224,18
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.974.516,62 1.598.761,19
davon für Altersversorgung 49.617,64 47.990,03
3. Abschreibungen 625.184,12 1.390.637,41
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 625.184,12 1.390.637,41
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.652.870,82 5.300.166,09
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 4.570,67 274,57
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 476,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20.445,36 34.332,91
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 105.557,06 129.188,56
davon an verbundene Unternehmen 100.000,00 100.000,00
8. Ergebnis nach Steuern -2.395.105,66 -1.077.774,12
9. sonstige Steuern 4.916,00 7.612,00
10. Erträge aus Verlustübernahme 2.400.021,66 1.085.386,12
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die KFP Five Star Conference Service GmbH ist zum Bilanzstichtag 31.12.2022 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Sitz der Gesellschaft ist die Solmsstraße 4 in 60486 Frankfurt am Main. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter HRB 87178 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführungsprognose aufgestellt.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG)aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung werden im Anhang in der Reihenfolge der GuV-Posten dargestellt.

Angaben die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden dürfen, wurden im Anhang gemacht.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die KFP Management GmbH hat als herrschendes Unternehmen am 10.11.2016 einen Gewinnabführungsvertrag mit den Tochtergesellschaften Change Communication GmbH, Frankfurt am Main, und KFP Five Star Conference Service GmbH, Frankfurt am Main, abgeschlossen welche am 15.11.2016 in das jeweilige Handelsregister am Sitz der Unternehmen eingetragen worden ist.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

Allgemeine Angaben

Gegenstand des Unternehmens ist die Organisation, Veranstaltung und Durchführung im Bereich Konferenz-, Kongress-, Seminar- und Tagungstechnik sowie die Zurverfügungstellung entsprechender Konferenztechnik und die Planung sowie der Betrieb von Konferenzzentren bei Kunden.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die Wertentwicklung wird in der Anlagenbuchhaltung nachgewiesen.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen.

Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert, abzüglich einer angemessenen Pauschalwertberechtigung auf die Nettoforderungen, aktiviert. Einzelrisiken werden durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Bilanzstichtag mit dem jeweiligen Stichtagskurs bewertet.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Hinsichtlich des Anlagespiegels mit Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres wird auf die Anlage zu diesem Anhang verwiesen.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen (Anteilsbesitz) - d.h. die Unternehmen, von denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mindestens 20 % der Anteile besitzt - setzen sich wie folgt zusammen:

Beteiligungsquote 31.12.2022 Eigenkapital
T€
2022 Ergebnis
T€
KFP Five Star Conference Service Swiss AG, Glattbrugg, Schweiz 100 % 1.576 1.245
KFP Austria GmbH, Wien, Österreich 100 % 666 725

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen aus der Umsatzsteuer-Umlage in Höhe von T€ 234 (Vorjahr T€ 0), debitorischen Kreditoren in Höhe von T€ 141 (Vorjahr T€ 54) und Kautionen in Höhe von T€ 78 (Vorjahr T€ 78).

Sämtliche anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit T€ 403 (Vorjahr T€ 2.644) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten zum Stichtag keine Forderungen gegen den Gesellschafter.

Eigenkapital

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2022 T€ 4.410 (Vorjahr T€ 4.410).

Aufgrund des abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages mit der KFP Management GmbH sind die im Jahre 2022 angefallenen Verluste in Höhe von T€ 2.400 durch die KFP Management GmbH übernommen worden.

Steuerrückstellungen

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der KFP Management GmbH werden bei der Gesellschaft keine Steuerrückstellungen ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere

- Personalkosten (T€ 596)

- Zu zahlende Provisionen (T€ 482)

- Berufsgenossenschaft und Ausgleichskasse (T€ 131)

- Ausstehende Eingangsrechnungen (T€ 70)

- Jahresabschlusskosten (T€ 25)

- Aufbewahrungspflichten (T€ 17)

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 622 (Vorjahr T€ 1.631) resultieren vollständig aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Diese enthalten Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von T€ 236 (Vorjahr T€ 193).

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber kreditorischen Debitoren in Höhe von T€ 520 (Vorjahr T€ 142) aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von T€ 151 (Vorjahr T€ 113).

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung i.H.v. T€ 91 (Vorjahr T€ 0) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen:

- Sondererträge / Corona-Hilfen (T€ 525)

- Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 155)

- Verwendung von Gegenständen / Kfz-Nutzung (T€ 91)

Personalaufwand

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 50 (Vorjahr T€ 48) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Erträge aus der Währungsumrechnung i.H.v. T€ 0 (Vorjahr T€ 1) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen:

- Konzernumlagen (T€ 3.561)

- Miet- und Nebenkosten für Büro- und Lagerräume (T€ 919)

- Werbe- und Reisekosten (T€ 485)

- Kfz-Aufwendungen (T€ 507)

- Kosten der Warenabgabe (T€ 328)

- Kommunikationskosten (T€ 115)

- Aufwendungen für Lizenzen (T€ 181)

- Rechts-, Beratungs- und Abschlusskosten (T€ 181)

- Fortbildungskosten (T€ 40)

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen werden solche aus verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 20 (Vorjahr T€ 34) ausgewiesen.

Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen werden solche aus verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 100 (Vorjahr T€ 100) ausgewiesen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der KFP Management GmbH werden keine Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesen.

V. Sonstige Angaben

1. Zahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte in 2022 im Durchschnitt 198 (Vorjahr 177) Mitarbeiter. Hiervon waren 165 Mitarbeiter im operativen Bereich und 33 Mitarbeiter in der Verwaltung tätig.

2. Gesellschaftsorgane

Zu Geschäftsführern der Gesellschaft sind die Herren Desmond McEwan (ab. 28. September 2023), London, Vereinigtes Königreich und Christian Rafflenbeul, Frankfurt am Main bestellt. Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Herr Ingolf Zschockelt, Ober-Mörlen, war bis 28. September 2023 als Geschäftsführer bestellt.

Bezüglich der Angaben nach § 285 Nr. 9 Buchstaben a und b HGB nimmt die Gesellschaft die Vorschrift des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch.

3. Mutterunternehmen und Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen / Personen

Es liegen keine nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vor.

Der Jahresabschluss der KFP Five Star Conference Service GmbH, Frankfurt am Main, wird in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens KFP Management GmbH, Frankfurt am Main, einbezogen. Die KFP Management GmbH, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen stellt die Encore Global LP (eine Delaware Corporation mit Geschäftsadresse in Schiller Park, Illinois, USA auf. Dieser ist dort erhältlich.

4. Honorar des Abschlussprüfers

Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers entfallen unter Bezugnahme auf den § 288 Abs. 2 Nr. 2 HGB.

5. Ergebnisverwendungsvorschlag

Entsprechend des Gewinnabführungsvertrages erfolgte die Übernahme des Verlustes aus dem Geschäftsjahr 2022 in Höhe von T€ 2.400 vollumfänglich durch die KFP Management GmbH.

6. Übrige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:

bis 1 Jahr > 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Mieten: T€ 732 T€ 2.928 T€ 0
Andere Leasing Verträge: T€ 108 T€ 288 T€ 0

Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie Haftungsverhältnissen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

7. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahrs / wesentliche Unsicherheit

Die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie haben weiterhin negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KFP Five Star Conference Service GmbH im Geschäftsjahr 2023. Darüber hinaus wird auf die weiteren Ausführungen im Lagebericht verwiesen.

Mit Datum vom 1. November 2023 hat sich die AVSC Europe Ltd., Uxbridge, Vereinigtes Königreich, für mindestens die folgenden 18 Monate verpflichtet, finanzielle Mittel in Höhe des erwarteten Bedarfs der KFP Five Star Conference Service GmbH sowie anderer Gesellschaften der KFP-Gruppe zur Verfügung zu stellen.

 

Frankfurt am Main, den 13. November 2023

KFP Five Star Conference Service GmbH

Desmond McEwan

Christian Rafflenbeul

Anlagespiegel

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 193.153,09 0,00 0,00 193.153,09
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 193.153,09 0,00 0,00 193.153,09
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfsaustattung 12.264.456,57 862.432,92 49.922,86 13.076.966,63
Summe Sachanlagen 12.264.456,57 862.432,92 49.922,86 13.076.966,63
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.112.954,00 0,00 0,00 1.112.954,00
Summe Finanzanlagen 1.112.954,00 0,00 0,00 1.112.954,00
Summe Anlagevermögen 13.570.563,66 862.432,92 49.922,86 14.383.073,72
Abschreibungen
Stand 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 187.127,09 2.667,00 0,00 189.794,09
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 187.127,09 2.667,00 0,00 189.794,09
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfsaustattung 11.443.612,06 622.517,12 88.188,32 11.977.940,86
Summe Sachanlagen 11.443.612,06 622.517,12 88.188,32 11.977.940,86
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 11.630.739,15 625.184,12 88.188,32 12.167.734,95
Buchwerte
Stand 31.12.2022
EUR
Stand 31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.359,00 6.026,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 3.359,00 6.026,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfsaustattung 1.099.025,77 820.844,51
Summe Sachanlagen 1.099.025,77 820.844,51
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.112.954,00 1.112.954,00
Summe Finanzanlagen 1.112.954,00 1.112.954,00
Summe Anlagevermögen 2.215.338,77 1.939.824,51

 

Frankfurt am Main, den 17. November 2023

gez. Desmond McEwan

gez. Christian Rafflenbeul

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.11.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Nach dem Ergebnis unserer Prüfung haben wir am 17. November 2023 dem als Anlagen I bis III beigefügten Jahresabschluss der KFP Five Star Conference Service GmbH, Frankfurt am Main, zum 31. Dezember 2022 und dem als Anlage IV beigefügten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt, der von uns an dieser Stelle wiedergegeben wird:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die KFP Five Star Conference Service GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KFP Five Star Conference Service GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KFP Five Star Conference Service GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Anhang zum Jahresabschluss sowie auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist ausgeführt, dass die KFP Five Star Conference Service GmbH aufgrund der Auswirkungen der COVID-19 Pandemie in eine schwierige Ertrags- und Liquiditätslage geraten ist. Sofern die zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit benötigten liquiden Mittel nicht durch die Gesellschafter oder externe Dritte erfolgen sollte, kann dies zu einem Risiko hinsichtlich der Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft führen. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährden des Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

Vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F.).

Die Verwendung des vorstehend wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts setzt unsere vorherige Zustimmung voraus.

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) erfordert unsere erneute Stellungnahme, soweit dabei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird. Wir weisen diesbezüglich auf § 328 HGB hin.

 

Frankfurt am Main, den 17. November 2023

HEIM HONERMEIER GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jany, Wirtschaftsprüfer

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