Volksbank Durlach eGLiquidiert
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Volksbank Durlach eGKarlsruhe-DurlachJahresabschluss zum 31. Dezember 2006BilanzAktivseite
Passivseite
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben
B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
C. Entwicklung des Anlagevermögens 2006 (volle EUR)
In den Veränderungen des Postens "Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften" sind TEUR 3.138 aus der gewinnrealisierenden Einbringung von KG-Anteilen der DZ Beteiligungs Aktiengesellschaft & Co. KG Karlsruhe in die Erste BadGen Beteiligungs GmbH & Co. KG Karlsruhe sowie von Aktien der FIDUCIA IT AG in die FAG Beteiligungs GmbH & Co. KG Karlsruhe, nach Tauschgrundsätzen enthalten. D. Erläuterungen zur Bilanz
In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR22.198.472 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.
Von den begebenen Schuldverschreibungen (P 3a) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Jahr EUR14.168.549 fällig.
Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR486.682 an. Mittelaufnahmen, die 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen, erfolgen zu folgenden Bedingungen:
* Variable Verzinsung, Mindestzins 3,00 % p.a. und Höchstzins 4,00 % p.a. Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung ist ausgeschlossen. Die Verbindlichkeiten sind im Falle des Insolvenzverfahrens oder der Liquidation der Bank erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückzuzahlen. Eine Umwandlung in andere Eigenkapitalformen ist nicht möglich. Für die weiteren nachrangigen Verbindlichkeiten
gelten die folgenden wesentlichen Bedingungen:
Volumen im Derivategeschäft (Angaben in TEUR)
Die beizulegenden Zeitwerte wurden wie folgt ermittelt: Für die Wertermittlung der Optionen werden Optionspreismodelle eingesetzt. Deren Einsatz erfolgt auf der Basis der allgemein anerkannten grundlegenden Annahmen. Danach bestimmt sich der Wert einer Option insbesondere nach dem Wert des zugrunde liegenden Basisobjekts und dessen Volatilität, dem vereinbarten Basispreis, Basiszinssatz oder Basisindex, dem risikolosen fristenadäquaten Zinssatz sowie der Restlaufzeit des Kontraktes. Zum Bilanzstichtag bestehen desweiteren strukturierte
Produkte mit derivaten Bestandteilen in den Posten Aktiva 5
und 6, die im Rahmen IDW RH BFA 1.003 einheitlich bilanziert
wurden.
E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
F. Sonstige Angaben
Außerdem wurden durchschnittlich 9 Auszubildende beschäftigt.
Badischer Genossenschaftsverband e. V.
Der Vorstand Knobloch Zenz Bestätigungsvermerk des PrüfungsverbandesWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Volksbank Durlach eG, Karlsruhe-Durlach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach §53 Abs.2 GenG, §§340k und 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Genossenschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Karlsruhe, 25. April 2007 Badischer Genossenschaftsverband e. V. i.V. Wilhelmy i.V. Günther-Schmidt Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
LageberichtI. Geschäftsverlauf 1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften Die deutsche Wirtschaft ist 2006 real um 2,7% gewachsen und damit so stark wie seit dem Boomjahr 2000 nicht mehr. Das Wachstum lag damit deutlich höher als das langfristige Produktionspotential von knapp 1,5%. Nach einer längeren Phase der Stagnation hat sich das für Deutschland klassische Konjunkturmuster wieder durchgesetzt. Ausgehend von den Exporten zogen - wenn auch mit Verzögerung - die Investitionen und der private Konsum an. Die Folge: Die Situation am Arbeitsmarkt begann sich zu verbessern. Getragen wurde das Wirtschaftswachstum von der Binnen- wie von der Außenwirtschaft. Anders als in den beiden zurückliegenden Jahren lieferte die inländische Verwendung mit 1,5 Prozentpunkten sogar einen größeren Beitrag zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts als der Außenbeitrag mit 1,1 Prozentpunkten. Zu der inländischen Verwendung trugen mit 1,0 Prozentpunkten vor allem die Bruttoanlageinvestitionen bei. Die ungebrochene Nachfrage aus dem Ausland sorgte dafür, dass Deutschland auch 2006 erneut Exportweltmeister wurde. Die badischen Volksbanken und Raiffeisenbanken (VR-Banken) haben sich 2006 erneut gut im Markt behauptet und blicken insgesamt zufrieden auf das abgelaufene Geschäftsjahr zurück. Die seit zwei Jahren spürbare Erholung im Kreditgeschäft setzte sich dabei fort. So stieg das Kundenkreditvolumen um 2,2 Prozent auf 29,2 Milliarden Euro an; die Zuwächse wurden sowohl im Privat- wie auch im Firmenkundensegment erzielt. Nach dem verhaltenen Zuwachs im Vorjahr legten die gesamten Kundeneinlagen in 2006 mit 2,8% wieder deutlicher zu, das ist der höchste Wert seit 2001. Das Teilbetriebsergebnis im Bankgeschäft war wegen der aktuellen Zinsstrukturkurve rückläufig, jedoch legte das überdurchschnittliche Provisionsergebnis der badischen VR-Banken nochmals leicht zu. 2. Entwicklung der Volksbank Durlach eG
*) Hierunter fallen die Posten unter dem
Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere
Verpflichtungen) und
Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg die Bilanzsumme um 2,9 Mio. EUR oder 0,7%. Die Entwicklung wurde im wesentlichen getragen durch den Zufluss bei den befristeten Einlagen sowie durch die Erhöhung unseres Eigenkapitals. Die Zuflüsse wurden auch zur weiteren Rückzahlung von nicht mehr benötigten Refinanzierungen bei Kreditinstituten verwendet. Den Anteil der Kundenforderungen an der Bilanzsumme konnten wir mit 68,7% auf dem traditionell hohen Niveau unserer Bank ausweisen, sie haben sich gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Mio. EUR auf 267,5 Mio. EUR verringert. Der in den letzten Jahren festzustellende Trend zu längerfristigen Krediten hat sich fortgesetzt. In den Fristigkeiten nach Restlaufzeiten haben sich die Forderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu 5 Jahren um 8,2 Mio. EUR auf 120,4 Mio. EUR verringert und die Forderungen mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren um 7,8 Mio. EUR auf 147,1 Mio. EUR erhöht. Das Avalkreditgeschäft war im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter rückläufig, dies ist im wesentlichen auf die Rückführung von Fremdwährungskrediten und weitere Umschuldung in EURO-Kredite zurückzuführen. Die Avalkredite haben sich um 7,1 Mio. EUR auf 9,8 Mio. EUR verringert. Die Kundeneinlagen einschließlich der Inhaberschuldverschreibungen haben sich um 9,0 Mio. EUR oder 3,1% auf 297,0 Mio. EUR erhöht. Einen erfreulichen Zuwachs hatten wir bei den Sichteinlagen mit 2,0 Mio. EUR oder 2,2% auf nun nahezu 95,0 Mio. EUR und bei den Termineinlagen die um 10,7 Mio. EUR oder 18,1% auf 70,2 Mio. EUR. Bei den Spareinlagen konnten wir das Volumen nicht auf dem Niveau des Vorjahres halten und weisen hier zum Jahresende 67,5 Mio. EUR aus. Die Inhaberschuldverschreibungen verminderten sich um 0,6 Mio. EUR oder 0,9% auf 64,3 Mio. EUR. Hier konnten die hohen Fälligkeiten von 14,5 Mio. EUR nicht in vollem Umfang wieder angelegt werden. Der strukturelle Anteil der gesamten Kundeneinlagen hat sich weiter erhöht und liegt nun bei 76,3% (Vorjahr 74,6%) an der Bilanzsumme.
Im Dienstleistungsgeschäft standen der Zahlungsverkehr, die Wertpapierdienstleistungen sowie die Vermittlung von Versicherungs- und Bausparverträgen und Immobilien im Vordergrund unserer Geschäftstätigkeit. Die im letzten Jahr überdurchschnittlichen Erträge im Wertpapierdienstleistungsgeschäft konnten nicht ganz gehalten werden und verringerten sich leicht. Die Erträge aus dem Vermittlungsgeschäft und dem Zahlungsverkehr konnten im Gegenzug dazu deutlich erhöht werden.
Personal- und Sozialbereich Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten wir das Bankgeschäft mit durchschnittlich 92 Beschäftigten (83 Vollzeit- und 9 Teilzeitkräfte) bewältigen. Für die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben wir 392 Schulungstage aufgewendet. Im Durchschnitt befanden sich 9 junge Menschen in verschiedenen Berufsbildern des Finanzdienstleistungssektors in der Ausbildung. Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr Im Zuge der Einbringung von KG-Anteilen der DZ Beteiligungs Aktiengesellschaft & Co. KG Karlsruhe in die Erste BadGen Beteiligungs GmbH & Co. KG Karlsruhe und aus der Einbringung von Aktien der FIDUCIA IT AG in die FAG Beteiligungs GmbH & Co. KG Karlsruhe wurden Erträge in Höhe von TEUR 3.138 realisiert. Weiter wurde der abgezinste Anspruch auf Auszahlung (ab 2008) des vorhandenen Körperschaftsteuerguthabens in Höhe von TEUR 2.374 aktiviert. Die Erträge wurden vollständig zur Stärkung der Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB sowie des Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB verwendet. II. Darstellung der Lage sowie der Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Volksbank Durlach eG 1. Gesamtbanksteuerung, Risikomanagement In unserer Unternehmenskonzeption haben wir uns klar auf die Bedarfssituation unserer Mitglieder ausgerichtet und daraus eine langfristige Unternehmensplanung entwickelt, die eine dauerhafte Begleitung unserer Mitglieder in allen Finanzierungs- und Vermögensanlagefragen sicherstellt. Mit Hilfe von Kennzahlen- und Limitsystemen planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Der Begrenzung der Risiken aus unserer Geschäftstätigkeit messen wir besondere Bedeutung bei. Durch Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen und die Tätigkeit unserer funktionsfähigen Internen Revision haben wir die Zuverlässigkeit der Steuerungsinformationen aus der ordnungsgemäßen Geschäftsabwicklung sichergestellt. Das Risikomanagement zur Früherkennung von Risiken ist vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft von großer Wichtigkeit. Wir verstehen dies als eine zentrale Aufgabe. Die hierfür zuständigen Organisationseinheiten berichten direkt dem Vorstand. Im Management der Risiken unterscheiden wir zwischen Kredit-, Marktpreis-, Liquiditäts- und Betriebsrisiken, wobei die Kreditrisiken einen Schwerpunkt bilden. Das Kreditrisikomanagement, d. h. die Steuerung und Kontrolle der Kreditrisiken nach den Grundsätzen und Leitlinien für die Kreditpolitik des Vorstandes, ist im Bereich Marktservice Kredit angesiedelt. Daneben nimmt eine spezielle Kundenbetreuungsgruppe die intensive Betreuung problembehafteter Engagements sowie die Sicherheitenverwertung und Engagementabwicklung von gekündigten bzw. insolventen Krediten vor. Durch die konsequente Umsetzung der Kreditpolitik hat sich die Risikostruktur unserer Kredite im Berichtsjahr weiter verbessert. Zur Steuerung der Adressausfallrisiken werden anerkannte Ratingverfahren eingesetzt. Wir konnten die Aufwendungen für erkennbare Kreditrisiken deutlich reduzieren und die Vorsorgen für latente Risiken wesentlich erhöhen. Für die Steuerung der Marktpreisrisiken ist der Bereich Rechnungswesen/Controlling verantwortlich. Mit Hilfe eines Limitsystems, dessen Kriterien strenger als die Vorschriften des KWG sind, werden die Marktpreisrisiken der Gesamtbank gesteuert. Die Genossenschaft ist als Kreditinstitut, insbesondere aufgrund von bestehenden Inkongruenzen zwischen ihren aktiven und passiven Festzinspositionen, dem allgemeinen Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Die Zinsänderungsrisiken messen wir mit Hilfe dynamischer Zinselastizitätsbilanzen. Ausgehend von unseren Zinsprognosen werden die Auswirkungen hiervon abweichender Zinsentwicklungen auf das Jahresende ermittelt. Die ermittelten Werte werden im Rahmen der Gesamtbanksteuerung laufend überwacht. Im Rahmen einer dynamischen Zinsrisikosteuerung auf Gesamtbankebene setzt die Genossenschaft verschiedene Zinssicherungsinstrumente ein. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Macro-Hedge-Geschäfte mit Zinsbegrenzungsvereinbarungen. Wir halten im Rahmen unserer Steuerung die Risikopositionen gering. Das Liquiditätsrisiko wird durch den aufsichtsrechtlichen Grundsatz II begrenzt und gesteuert. Die Bank hat sich auch auf operationelle Risiken (z.B. Betriebsrisiken im EDV-Bereich, fehlerhafte Bearbeitungsvorgänge, Rechtsrisiken, Betrugs- und Diebstahlrisiken, allgemeine Geschäftsrisiken) einzustellen. Unser internes Kontrollsystem trägt dazu bei, die operationellen Risiken zu identifizieren und soweit möglich zu begrenzen. Den Betriebs- und Rechtsrisiken begegnen wir auch durch die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern (z.B. im EDV-Bereich oder im Bereich der Rechtsberatung). Versicherbare Gefahrenpotenziale haben wir durch Versicherungsverträge in banküblichem Umfang abgeschirmt. Um den Anforderungen aus "Basel II" bezüglich operationeller Risiken erfüllen zu können, haben wir unter anderem mit dem Aufbau einer Schadensfalldatenbank begonnen. Die eingesetzten Verfahren zur Banksteuerung genügen den formalen Anforderungen und tragen dem Risikogehalt der getätigten Geschäfte angemessen Rechnung. 2. Vermögenslage Das bilanzielle Eigenkapital sowie die
Eigenmittelausstattung und Solvabilität gemäß
§10 KWG stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie
folgt dar:
*) Hierzu rechnen die Passivposten 9 (Nachrangige
Verbindlichkeiten), 10 (Genussrechtskapital),
**) Gesamtkennziffer gemäß Grundsatz I Das bilanzielle Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. Die Erhöhung setzt sich aus der Zuführung zu den Rücklagen in Höhe von 0,5 Mio. EUR sowie aus der Neuaufnahme nachrangiger Verbindlichkeiten in Höhe von 0,8 Mio. EUR und der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von 4,0 Mio. EUR zusammen. Damit hat sich der Anteil des ausgewiesenen Eigenkapitals von 11,3% auf 12,7% erhöht. Es liegt damit unverändert auf einem überdurchschnittlichen Niveau im Vergleich zum Verbandsdurchschnitt. Unser Kernkapital beträgt zum Ende des Berichtsjahres 29,5 Mio. EUR, das sind 7,6% der Bilanzsumme. Ein angemessenes haftendes Eigenkapital, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bildet neben einer stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik. Der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach den Bestimmungen des KWG aufgestellte Grundsatz über die Eigenmittelausstattung wurde von uns im Geschäftsjahr 2006 jederzeit eingehalten. Nach Genehmigung des Jahresabschlusses 2006 durch die Vertreterversammlung wird sich das haftende Eigenkapital auf nahezu 40 Mio. EUR erhöhen. Kundenforderungen Struktur und räumlicher Umfang unseres Geschäftsgebietes ermöglichten uns weiterhin eine ausgewogene branchen- und größenmäßige Streuung unserer Ausleihungen. Die durch die Vertreterversammlung festgesetzten Kredithöchstgrenzen für die einzelnen Kreditnehmer sowie die Kreditrichtlinien des KWG wurden während des gesamten Berichtszeitraumes mit einer Ausnahme eingehalten. Diese Ausnahme betrifft unsere Beteiligung an der DZ Beteiligungs AG & Co. KG Karlsruhe, für die zuvor die Zustimmung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht eingeholt wurde. Die Forderungen an unsere Kunden haben wir auch zum Jahresende 2006 wieder mit besonderer Vorsicht bewertet. Die für erkennbare bzw. latente Risiken in angemessener Höhe gebildeten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden von den entsprechenden Aktivposten abgesetzt. Die Struktur der Kredite orientiert sich an der Risikotragfähigkeit der Bank. Einen Schwerpunkt bilden Kredite an Kunden im breit gestreuten Dienstleistungsbereich. Besondere größenstrukturbedingte Risiken können nicht ganz ausgeschlossen werden; bei den Kundengroßkrediten bestehen in Einzelfällen hohe Blankoanteile. Bei der Auswahl der Kreditnehmer achten wir auf hohe Qualität. Durch unsere Liquiditätsplanung konnten wir allen vertretbaren und berechtigten Kreditwünschen unserer mittelständischen Kundschaft entsprechen. Wertpapieranlagen Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft setzen sich wie
folgt zusammen:
Die eigenen Anlagen in Wertpapieren betragen 11,7% (Vorjahr 13,0%) der Bilanzsumme. Der Anteil der festverzinslichen Wertpapiere am Gesamtbestand hat sich von 57,6% auf 52,5% verringert, während sich der Anteil der Investmentanteile, Genussrechte von 42,4% auf 47,5% gestiegen ist. Die Wertpapiere des Anlagevermögens sowie der Liquiditätsreserve wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Die Marktpreisrisiken bewegen sich innerhalb der von uns gesetzten Limite. Bestehende latente Bonitätsrisiken sind begrenzt und überschaubar. Zur Sicherung gegen latente Risiken haben wir bei den Wertpapieranlagen Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB abgesetzt. Die Durchschnittsverzinsung des Depot A wird sich im laufenden Jahr stabilisieren. Derivatgeschäfte Zum Bilanzstichtag bestehen Derivate in Höhe von 22 Mio. EUR. Es handelt sich hier um Zinsbegrenzungsvereinbarungen (Caps und Collar), die im Rahmen der Bilanzstruktursteuerung eingesetzt wurden. Derivate Geschäfte mit Kunden bestehen zur Zeit keine. Zinsänderungsrisiko Wir rechnen mit einem leicht erhöhten Zinsniveau, dies führt zu keiner wesentlichen Änderung der Ertragslage. Währungsrisiko Nicht gedeckte Währungsrisiken aus eigenen Positionen sowie aus dem Kundengeschäft bestehen nur in geringem Umfang und sind für die Ertragslage ohne Bedeutung. Offene Währungspositionen werden durch Volumens- und Risikolimite begrenzt und im Rahmen der Marktpreisrisikosteuerung beurteilt und laufend überwacht. Sonstige Risiken Sonstige Risiken, die einen bemerkenswerten oder auch wesentlichen Einfluss auf die Lage der Bank und die kurzfristige Entwicklung haben können, bestehen nicht. Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung des BVR Unsere Genossenschaft ist der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. 3. Finanz- und Liquiditätslage Die Zahlungsbereitschaft unserer Bank war in 2006 stets gegeben. Die zur Liquiditätsmessung vorgegebenen Grundsätze haben wir eingehalten. Refinanzierungsmöglichkeiten bei der Europäischen Zentralbank wurden nicht beansprucht. Den Mindestreserveverpflichtungen sind wir stets nachgekommen. Durch die gegebenen Strukturen ist eine künftige Gefährdung der Liquiditätslage derzeit nicht erkennbar. 4. Ertragslage Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft
stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
1) GuV-Posten 1abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3 2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6 3) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16 Der Zinsüberschuss einschließlich der Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen verringerte sich um 0,7 Mio. EUR oder 6,0% auf 10,9 Mio. EUR. Gründe hierfür sind die angespannten Marktverhältnisse im Kreditgeschäft sowie Fälligkeiten höherverzinslicher Positionen bei den eigenen Anlagen in Wertpapieren und den Kundenforderungen. Der Provisionsüberschuss konnte gegenüber dem Vorjahr wiederum gesteigert werden. Dieser Zuwachs beträgt 0,2 Mio. EUR oder 6,5% und entfällt im Wesentlichen auf das Vermittlungsgeschäft und auf den Zahlungsverkehr. Die gestiegenen Personalaufwendungen sind auf die tariflichen Steigerungen sowie auf die erhöhte Zuführung zu den Pensionsrückstellungen durch den von 6,0% auf 4,0% reduzierten Rechnungszinsfuß und auf die Zuführung zu den Rückstellungen für Altersteilzeit zurückzuführen. Ohne Sonderfaktoren hat sich unser Personalaufwand weiter reduziert. Durch die weiter konsequent durchgeführte Budgetierung bei den anderen Verwaltungsaufwendungen konnten wir hier eine deutliche Reduzierung um 0,5 Mio. EUR oder 14,0% auf unter 2,9 Mio. EUR erreichen. Das Bewertungsergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht. Die Belastung aus dem Kredit- und Wertpapiergeschäft ist jedoch weiter rückläufig. Die durch die Einbringung von KG-Anteilen der DZ Beteiligungs Aktiengesellschaft & Co. KG Karlsruhe in die Erste BadGen Beteiligungs GmbH & Co. KG Karlsruhe und der Einbringung von Aktien der FIDUCIA IT AG in die FAG Beteiligungs GmbH & Co. KG Karlsruhe entstandenen Erträge in Höhe von TEUR 3.138 wurden vollständig zur Stärkung der Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB sowie des Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB verwendet. Weiter wurden aus dem organischen Ergebnis Vorsorgereserven gebildet. Die Steuern entfallen ausschließlich auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Die Steuern haben sich aufgrund der Ergebnisentwicklung erhöht. 5. Zusammenfassende Beurteilung der Lage Die Vermögens- und Finanzlage stellt sich nach wie vor bestens geordnet dar. Mit der Entwicklung der Ertragslage waren wir im Berichtsjahr sehr zufrieden. Die Bank hat alle erkennbaren Risiken für den Bankbetrieb erfasst und bewertet. Durch Kontrollen ist sichergestellt, dass sich nennenswerte Einflüsse auf den Geschäftsbetrieb nicht unbemerkt entwickeln. Vorkehrungen stellen sicher, dass negative Folgen bei Eintritt dieser Risiken begrenzt werden können. III. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor. IV. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht) Nach Jahren der Stagnation haben wir erstmals wieder die große Chance auf einen Aufschwung. Das anhaltend gute Geschäftsklima lässt die Investitionsnachfrage vorerst auch im Jahr 2007 kräftig bleiben und stützt dadurch die wirtschaftliche Erholung. Der Unsicherheitsfaktor Mehrwertsteuererhöhung, der aufgrund des intensiven Wettbewerbs weniger als erwartet auf die Preise und damit auf den privaten Konsum durchgeschlagen hat, konnte die Aufbruchstimmung in Deutschland nur kurzzeitig trüben. Die gegenwärtige konjunkturelle Lage ist recht erfreulich. Dringende strukturelle Probleme bestehen jedoch unverändert fort: eine hohe Arbeitslosigkeit, die angespannte Lage der öffentlichen Haushalte und die negative demografische Entwicklung. Folglich gibt es keinen Grund, sich angesichts des Aufschwungs zurückzulehnen und abzuwarten. Auf staatlicher Seite wie auch bei den Unternehmen dürfen wichtige Maßnahmen nicht länger hinausgezögert werden, um für die Zukunft gut gerüstet zu sein. Die Potenziale der mittelständischen Unternehmen müssen besonders genutzt und gestärkt werden, da sie die Leistungsfähigkeit Deutschlands entscheidend mitbestimmen. Als starker Partner werden wir den Mittelstand aktiv bei der Umsetzung von zukunftsgerichteten Investitionen begleiten und so die Nachbildung des konjunkturellen Aufschwungs in den Unternehmenszahlen unterstützen. Durch unsere ausgeprägte Kundennähe und kurze Entscheidungswege werden wir den regionalen Unternehmen kompetent und flexibel bei allen Herausforderungen der Zukunft verlässlich zur Seite stehen. In Anbetracht der positiven Wirtschaftsentwicklung rechnen wir mit einem leichten Anstieg der Kreditnachfrage im Unternehmensbereich. Aber auch der Handlungsbedarf bei den privaten Haushalten wird unsere Arbeit in den nächsten Jahren stark mitprägen. Gerade bei der Altersvorsorge macht der durch immer häufigere rechtliche Änderungen weiter beschnittene Anteil der gesetzlichen Rente das eigene Zutun zur Sicherung des Lebensstandards immer wichtiger. Dieses brisante Thema mit weiterhin enormer Aktualität stellt ein immenses Bedarfsfeld und somit auch ein Aufgabengebiet mit großen Chancen für uns als verantwortungsvollen Finanzdienstleister dar. Der Konjunkturaufschwung darf auch notwendige interne Veränderungen nicht in den Hintergrund treten lassen. Vielmehr gilt es, den Rückenwind des Aufschwungs zu nutzen und erforderliche Maßnahmen voranzutreiben. Im Hinblick auf die sich weiter verengende Zinsmarge bleibt Kostendisziplin eine wichtige Voraussetzung für eine weiterhin hohe Profitabilität, die auch in Form einer überdurchschnittlichen Dividende an die Mitglieder weitergegeben wird. Unser Kostenbewusstsein, die Steuerung unserer Risiken und das verantwortungsbewusste Management unserer Eigenanlagen werden auch zukünftig ein wichtiger Baustein unseres Erfolgs sein. Vor dem Hintergrund des ausgewogenen Wachstumsprofils können wir sehr zuversichtlich in die Zukunft blicken.
Der Vorstand: Knobloch Zenz Vorschlag für die Ergebnisverwendung Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR785.908,15 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 20.642,13 (Bilanzgewinn von EUR 806.550,28) - wie folgt zu verwenden:
Der Vorstand: Knobloch Zenz Bericht des AufsichtsratesDer von der Vertreterversammlung gewählte Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr 2006 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. In den turnusmäßigen Sitzungen hat der Vorstand den Aufsichtsrat über den Geschäftsverlauf und Vorgänge von besonderer Bedeutung informiert. Dabei wurden die geschäftspolitischen Grundsatzfragen, die Risikosteuerung der Bank und ihre strategische Ausrichtung eingehend erörtert. Die erforderlichen Beschlüsse wurden unter Beachtung der gesetzlichen und satzungsmäßigen Bestimmungen gefasst. Die im Laufe des Jahres vom Aufsichtsrat durchgeführten Prüfungen ergaben keine Beanstandungen. Ergänzend ließ sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats in Arbeitsgesprächen mit dem Vorstand über wichtige Vorgänge informieren. Hierdurch entstand auch zwischen den Sitzungen ein kontinuierlicher Informationsfluss und Gedankenaustausch. Die Buchführung, der Jahresabschluss sowie der Bericht über die Lage der Volksbank Durlach eG für das Jahr 2006 sind von dem gesetzlichen Abschlussprüfer, dem Badischen Genossenschaftsverband e.V. Karlsruhe, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Das Ergebnis der Prüfung wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrats in Anwesenheit der Abschlussprüfer erläutert. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet. Nach dem Ergebnis der eigenen Prüfung stimmt der Aufsichtsrat dem Jahresabschluss, dem Lagebericht des Vorstandes und dem Vorschlag für die Ergebnisverwendung zu und empfiehlt der Vertreterversammlung den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2006 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinnes zu beschließen. Dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bank sprechen wir für die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus. Mit Ablauf der diesjährigen ordentlichen Vertreterversammlung endet satzungsgemäß die Amtszeit von Frau Ute Hartmann. Nach den Bestimmungen unserer Satzung ist die Wiederwahl von Frau Ute Hartmann zulässig und wird der Vertreterversammlung vorgeschlagen. Karlsruhe, den 25. April 2007 Karl-Peter Niebel Vorsitzender des Aufsichtsrats |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen