Stammdaten

Register
Amtsgericht Osnabrück HRB 20259
Eingetragen
4.6.1985
Branche
BeteiligungsgesellschaftenGroßhandel mit Brennstoffen und MineralölerzeugnissenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Gegenstand
Handel von Mineralölprodukten aller Art, insbesondere das Betreiben von Tankstellen. Die Gesellschaft ist berechtigt, über diesen Geschäftszweck hinaus Geschäfte jeglicher Art durchzuführen, die dem Zweck der Gesellschaft zu dienen geeignet sind und kann sich an anderen Gesellschaften beteiligen, bzw. Geschäftsführungsaufgaben in Personal-Gesellschaften übernehmen, ferner Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Holger Skorupa
seit 27.9.2019
Prokura
Carlo Ostendorf
seit 17.6.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

30.08% identifiziert69.91% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Carlo OstendorfMitanol GmbH+2
30.08%

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
Erbengemeinschaft nach Frank Schröer
33.33%
28.33%
8.25%

Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Erbengemeinschaft nach Frank Schröer
Germany
285.000 €
33.33%
Germany
285.000 €
33.33%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MITAN-MINERALÖL GmbH

Ankum

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht zum 31.12.2021

MITAN-MINERALÖL GmbH, Ankum

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die MITAN-MINERALÖL GmbH betreibt die Abfüllung und den Vertrieb von Mehrbereichsmotorenölen, Getriebeölen, Hydraulikölen, Bremsflüssigkeiten, Scheiben- und Kühlerfrostschutz sowie Ad Blue. Wir vertreiben dieses sowohl unter unserer Marke ALPINE als auch unter den Handelsmarken unserer Geschäftspartner. Schwerpunkt der Handelstätigkeit war wie bisher die Belieferung von Handelsunternehmen und Tankstellen.

1.2 Unternehmensstrategie

Durch konsequente Rationalisierung und dem Ermitteln von Einsparungspotentialen im Bereich der Logistik und des Produktvertriebs wird versucht, die Kostenbelastung zu senken und die Rentabilität weiter zu steigern. Dadurch sind wir in der Lage, die bestehende Marktstellung weiter erfolgreich zu halten und ggf. auszubauen. Durch überlegten Einkauf und die richtige Wahl der Versorgungs- und Vertriebspartner wollen wir unseren Kunden weiterhin ein nachhaltiger Geschäftspartner bleiben. Die flexible Reaktion auf Kundenwünsche und Markttrends ist eine der Stärken der MITAN-MINERALÖL GmbH. Neue Trends werden fortlaufend geprüft, wirtschaftlich analysiert und rationell eingeführt um Kunden zu binden und Neue zu gewinnen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Preisentwicklung auf den Ölmärkten ist die wichtigste Rahmenbedingung für das Handelsgeschäft der MITAN-MINERALÖL GmbH. Im Berichtsjahr zeigte die Preisentwicklung einen stetigen Aufwärtstrend.

2.2 Marktumfeld

Der Wettbewerb ist im Laufe der Jahre gestiegen. Trotz diesem für die Geschäftsentwicklung Mineralölhandel negativen Aspekt ist es der MITAN-MINERALÖL GmbH nach eigener Einschätzung dennoch wieder gelungen, eine im Vergleich zum Markt positive Entwicklung zu verzeichnen und weiter zu wachsen.

2.3 Positionierung

Die MITAN-MINERALÖL GmbH hat sich im Laufe der Jahre einen Anteil des Mineralölmarktes sichern können. Wir sind bestrebt, diesen Anteil weiterhin zu halten. Als Dienstleister sind wir bestrebt, durch verschiedene Vertriebskonzepte den Kundenstamm zu erweitern und zu festigen. Wir versuchen weiter, mit unserem Vertriebsgebiet zu wachsen und suchen daher auch neue Vertriebspartner.

2.4 Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2021 zeigte eine insgesamt positive Entwicklung. Wir konnten unsere Absatzmengen ausbauen. Die Nachfrage und Kundenakzeptanz waren auch in diesem Jahr gut.

2.5 Darstellung, Analyse und Bewertung der Lage

2.5.1 Ertragslage

Die Ertragslage war insgesamt zufriedenstellend. Es wurden weiterhin positive Ergebnisse erwirtschaftet. Das Ergebnis nach Steuern hat sich jedoch um 12,7% gegenüber dem Vorjahr verschlechtert, da Kostensteigerungen nicht vollumfänglich an die Kunden weitergegeben werden konnten. Wir konnten unsere Umsatzziele in den Verkaufsgebieten einhalten. Die Umsätze werden dominiert von unserem Kerngeschäft, dem Handel mit Mineralölprodukten. Wie in dieser Branche üblich ist der Wareneinsatz die hauptsächliche Kostenkomponente. Das Rohergebnis ist um TEUR 264,9 auf TEUR 20.692,4 angestiegen. Die Personalkostenquote, bezogen auf das Rohergebnis, ist auf 29,4% gestiegen.

2.5.2 Finanzlage

Im Berichtsjahr bestanden keinerlei Liquiditätsprobleme. Die angefallenen finanziellen Verpflichtungen wurden stets fristgerecht erfüllt und, sofern eingeräumt, Skontoerträge erwirtschaftet. Das Eigenkapital betrug zum 31.12.2021 TEUR 32.932,7 Dies entspricht einer Eigenkapitalquote in Höhe von 74,5 %. Branchenüblich besteht das Fremdkapital hauptsächlich aus kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Durch die gute Liquidität und zur Vermeidung evtl. Negativzinsen der Banken kann die MITAN-MINERALÖL GmbH für Expansionen der Unternehmensgruppe entsprechende Mittel im Rahmen einer Innenfinanzierung bereitstellen.

2.5.3 Vermögenslage

Das Umlaufvermögen setzt sich wie im Vorjahr überwiegend aus den ausgewiesenen Vorräten und Kundenforderungen zusammen. Die Bilanzsumme betrug zum 31.12.2021 TEUR 44.195,1.

2.5.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Das Unternehmen fokussiert einen Gesichtspunkt auf die Optimierung des Jahresergebnisses. Im Geschäftsjahr wurde wiederholt ein sehr gutes Jahresergebnis, bezogen auf den Durchschnitt der letzten 3 Jahre, erzielt. Zur Beurteilung ihrer Leistungen zieht das Unternehmen die Kennziffernveränderung Personalkosten zum Rohergebnis und das Ergebnis nach Steuern heran. Die Schwankung der Personalkostenquote bezogen auf das Rohergebnis liegt im Berichtsjahr bei 2,34 Prozentpunkten und damit unterhalb der prognostizierten Bandbreite von 4 - 5%. Dies ist u. a. auf die erhöhten Arbeitnehmerzahlen bei überproportional gestiegenen Materialaufwendungen zurückzuführen. Das Ergebnis nach Steuern liegt oberhalb des prognostizierten Bereichs.

2.5.5 Gesamtaussage

Die Entwicklung der MITAN-MINERALÖL GmbH verläuft stabil und gut. Ziel ist es, weiterhin flexibel zu reagieren um Markttrends aufzugreifen und zu nutzen. Investitionen wurden getätigt, um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden. Der Geschäftsverlauf gestaltete sich insgesamt zufriedenstellend.

2.6. Mitarbeiter, Personalentwicklung

Im Jahr 2021 lag die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten bei 141 Personen. Mitarbeiter wurden im erwähnten Berichtsjahr fortlaufend geschult, sowohl extern als auch inhouse, um den sich stets ändernden Anforderungen des Schmierstoffmarktes gerecht zu werden. Dies sichert eine Abhebung vom Wettbewerb durch Beratung und Service am Kunden.

2.7 Umweltschutz

Das Unternehmen ist im Zuge der Firmenphilosophie stets bestrebt, die natürlichen Ressourcen zu schonen und negative Umwelteinflüsse so gering wie irgend möglich zu halten. Das technische Niveau des Fuhrparks und die verantwortungsbewusste und sichere Auftragsausführung durch das erfahrene Fahrpersonal bildeten die Grundlage schadensfreier Gefahrguttransporte. Es wurden Schulungen in Gefahrgutrecht und Arbeitssicherheit durchgeführt. Durch Einhaltung und Umsetzung der umweltrechtlichen Vorgaben sind wir bemüht, das Umweltrisiko so gering wie möglich zu halten. Auch in diesem Geschäftsjahr sind dank dem umweltbewussten und besonnenen Handeln unserer Mitarbeiter keine Umweltschädigungen verursacht worden.

3. Prognosebericht

Die Planungen der MITAN-MINERALÖL GmbH für 2022 gehen von deutlich geringeren Einflüssen der Corona-Pandemie auf die Geschäftsentwicklung aus. Trotz der aktuell sehr hohen Inzidenz dürfte sich diese Erwartung mit hoher Wahrscheinlichkeit als zutreffend erweisen.

Allerdings sind seit dem 24. Februar 2022, dem Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine, alle zuvor gemachten Prognosen und Planungen weitgehend Makulatur. Mit Beginn der kriegerischen Invasion durch die russischen Streitkräfte sind die Preise auf allen Energiemärkten - von ohnehin schon hohem Niveau aus - nochmals sehr stark angestiegen.

Wie sich die Marktbedingungen mit Blick auf 2023 darstellen werden, ist angesichts der aktuellen geopolitischen Lage derzeit (noch) nicht abschätzbar. Die MITAN-MINERALÖL GmbH kann und wird sich aber auf jede Situation schnell und flexibel einstellen, um ihre gute Marktposition und die vielfältigen Handelskontakte so gut wie möglich zu nutzen, um auch weiterhin ihr Handelsgeschäft wirtschaftlich erfolgreich zu betreiben.

Die Zielsetzung des Unternehmens ist eine weitere Festigung der erreichten Marktposition als freies Mineralölunternehmen. Rationalisierungs- und auch Erweiterungsinvestitionen werden fallweise vorgenommen, um die Leistungs- und Servicefähigkeit sowie die Produktpalette der MITAN-MINERALÖL GmbH im Groß- und Einzelhandelsbereich weiter zu verbessern. Für die finanziellen Leistungsindikatoren des Unternehmens werden folgende Ziele festgelegt:

• Wir erwarten eine weiterhin stabile Personalkostenquote bezogen auf das Rohergebnis, u. U. mit einer geringfügigen Änderung, innerhalb einer Bandbreite von bis zu 5%.

• Das Ergebnis nach Steuern wird innerhalb eines Korridors von 10-15%, bezogen auf den Durchschnitt der letzten 5 Jahre, prognostiziert.

4. Chancen- und Risikobericht

4.1 Angaben zu Risiken

Das Unternehmen betreibt seit Jahren ein konsequentes Forderungs- und Liquiditätsmanagement. Die Geschäftsentwicklung wird hinsichtlich Ertragslage und Liquidität permanent ausgewertet und schlussfolgernd werden erforderliche Maßnahmen zur Sicherung der Stabilität eingeleitet. Ein internes Bewertungssystem mit permanenter Auswertung des Zahlverhaltens hat sich vorbeugend gegen Zahlungsausfälle bewährt. Im Ergebnis dieses Forderungs- und Risikomanagements sind nur wenige, geringfügige Forderungsausfälle zu verzeichnen und keine Liquiditätsprobleme entstanden. Wir haben Großkunden zum Teil über eine Warenkreditversicherung versichert. Preis- und Nachfrageveränderungen auf dem Mineralölmarkt sind durch politische Risiken nicht auszuschließen; diese werden sich gegebenenfalls in den Veränderungen der Verkaufspreise und Mengen widerspiegeln.

Für die Zukunft sehen wir keine gravierenden Umsatzprobleme durch die E-Mobilität, die nur langsam am Automobilmarkt Anteile gewinnt.

Hinsichtlich der Folgen des Corona Virus und Ukraine-Konflikts können Absatzeinbußen nicht ausgeschlossen werden.

4.2 Angaben zu Chancen

Eine nachhaltige und überlegte Erschließung neuer Vertriebsgebiete und Geschäftsbereiche mit geeigneten Partnern stellt eine weitere Geschäftschance dar und wird daher von uns für die nächsten Jahre angestrebt.

4.3 Gesamtaussage

Insgesamt besteht eine große Unsicherheit hinsichtlich der weltweiten Ausbreitung und der Folgen des Corona Virus sowie des Ukraine-Konflikts. Wir werden die Entwicklungen beobachten und je nach Bedarf angemessen reagieren.

 

Ankum, 07.12.2022

Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 21.665.784,03 23.572.911,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 584.002,00 664.917,50
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 37.673,00 63.928,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 546.329,00 600.989,00
II. Sachanlagen 13.781.738,33 14.857.951,24
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.802.994,49 7.011.214,49
2. technische Anlagen und Maschinen 5.364.892,00 5.842.984,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.567.812,00 1.747.653,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 46.039,84 256.099,75
III. Finanzanlagen 7.300.043,70 8.050.042,76
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 7.300.000,00 8.050.000,00
2. Genossenschaftsanteile 43,70 42,76
B. Umlaufvermögen 22.431.240,40 19.275.859,08
I. Vorräte 5.996.199,02 5.907.240,05
1. fertige Erzeugnisse und Waren 5.996.199,02 5.907.240,05
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.140.498,87 5.705.547,70
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.528.900,66 4.766.254,72
2. sonstige Vermögensgegenstände 611.598,21 939.292,98
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 9.294.542,51 7.663.071,33
C. Rechnungsabgrenzungsposten 98.043,25 74.240,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 44.195.067,68 42.923.010,58

Passiva

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 32.932.712,78 30.414.245,59
I. gezeichnetes Kapital 855.000,00 855.000,00
II. Bilanzgewinn 32.077.712,78 29.559.245,59
B. Rückstellungen 1.152.441,00 1.326.218,14
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0,00 0,00
2. Steuerrückstellungen 774.091,00 1.013.868,14
3. sonstige Rückstellungen 378.350,00 312.350,00
C. Verbindlichkeiten 10.109.913,90 11.182.546,85
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.789.861,71 5.788.560,08
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.962.792,40 1.967.533,72
3. sonstige Verbindlichkeiten 4.357.259,79 3.426.453,05
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 41.465,13 40.073,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 44.195.067,68 42.923.010,58

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Umsatzerlöse 74.083.868,98 68.898.538,05
2. sonstige betriebliche Erträge 185.585,54 533.070,98
3. Materialaufwand 53.391.421,92 48.471.018,41
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 53.246.577,57 48.264.910,82
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 144.844,35 206.107,59
4. Personalaufwand 6.073.438,77 5.517.569,80
a) Löhne und Gehälter 5.013.681,81 4.574.125,49
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.059.756,96 943.444,31
5. Abschreibungen 1.775.166,71 1.730.578,69
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.775.166,71 1.730.578,69
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.297.279,31 5.197.832,07
davon aus verbundenen Unternehmen 219.777,47 139.506,16
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 219.778,74 139.595,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 53.647,00 58.240,83
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 2.368.068,86 2.259.237,67
10. Ergebnis nach Steuern 5.530.210,69 6.336.726,56
11. sonstige Steuern 11.743,50 17.995,66
Jahresüberschuss 5.518.467,19 6.318.730,90

Ergebnisverwendung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Jahresüberschuss 5.518.467,19 6.318.730,90
2. Vorabausschüttung / beschlossene Ausschüttung GJ 3.000.000,00 1.200.000,00
3. Gewinnvortrag auf neue Rechnung (soweit nicht Aktiengesellschaft) -29.559.245,59 -24.440.514,69
4. Bilanzgewinn 32.077.712,78 29.559.245,59

Anhang

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021

A. Allgemeine Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

I. Allgemeine Angaben

Firma: MITAN-MINERALÖL GmbH
Sitz: Ankum
Registergericht: Osnabrück
Registernummer: HRB 20259

Die MITAN-MINERALÖL GmbH, Ankum, stellt den Jahresabschluss nach den handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften auf. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet.

Im Sinne der Klarheit und zur Verbesserung der Übersichtlichkeit werden ergänzende Angaben zu den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ausschließlich im Anhang gemacht.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bilanziert.

Der Firmenwert wird über fünfzehn Jahre abgeschrieben, da beim Erwerb dieser Amortisationszeitraum zu Grunde gelegt wurde.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten unter Beachtung des gemilderten Niederstwertprinzips.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Werte am Bilanzstichtag niedriger sind, werden diese angesetzt. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten sowie die notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen für Einzelrisiken und für das allgemeine Kreditrisiko angesetzt.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und andere ungewisse Verbindlichkeiten. Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Soweit Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen sind diese mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

B. Erläuterungen zur Bilanz

I. AKTIVA

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage (1) zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEuro 238 (Vj.: TEuro 385) enthalten. Diese haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

II. PASSIVA

Bilanzgewinn

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von TEuro 29.559 (Vj.: TEuro 24.441) enthalten. Auf der Gesellschafterversammlung vom 04.03.2022 wurde beschlossen den zum 31. Dezember 2020 ausgewiesenen Bilanzgewinn von TEuro 29.559 auf neue Rechnung vorzutragen. Mit den Beschlüssen vom 10.02.2021, 01.10.2021 und 17.12.2021 sind insgesamt Vorabgewinnausschüttungen von 3.000 TEuro vorgenommen worden.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Jahresabschlusskosten in Höhe von TEuro 51 (Vj.: TEuro 47), Personalkostenrückstellungen in Höhe von TEuro 320 (Vj.: TEuro 258) und Aufbewahrungskosten in Höhe von TEuro 7 (Vj.: TEuro 7).

Verbindlichkeiten

Ein Verbindlichkeitenspiegel ist als Anlage (2) zum Anhang beigefügt. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden auf die im Eigentum befindlichen Gebäude abgesichert.

Sonstige Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEuro 0 (Vj.: TEuro 0) enthalten.

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse lassen sich nach folgenden Regionen aufschlüsseln:

2021
TEuro
2020
TEuro
Umsätze Inland 59.623 57.828
Umsätze EU 5.182 4.137
Umsätze Drittland 9.279 6.933
  74.084 68.899

II. Sonstige betriebliche Erträge

Hierin sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEuro 1 (Vj.: TEuro 202) enthalten. Weiterhin sind Erträge aus Währungsumrechungen von TEuro 0,9 (Vj.: 0,5 TEuro) enthalten.

III. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEuro 135 (Vj.: TEuro 90).

IV. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung

Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen TEuro 10 (Vj.: TEuro 10).

V. Zinserträge und -aufwendungen

Die Zinserträge enthalten Erträge von Gesellschafter in Höhe von TEuro 220 (Vj.: TEuro 140).

D. Sonstige Angaben

I. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die jährlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf TEuro 406,6 (davon gegenüber Gesellschaftern TEuro 182,2). Den sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegt eine Dauer von bis zu drei Jahren zugrunde.

II. Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt:

2021 2020
gewerbliche Arbeitnehmer 94 92
Teilzeitbeschäftigte gewerbliche Arbeitnehmer 16 8
kaufmännische Arbeitnehmer 25 32
Teilzeitbeschäftigte kaufmännische Arbeitnehmer 6 5
Gesamt 141 137

IV. Honorar des Abschlussprüfers

Die Honorare für den Abschlussprüfer belaufen sich gemäß § 285 Nr. 17 HGB auf 9 T€ (Vj.: 9 T€).

V. Organe

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer sind bestellt:

Kaufmann Hermann Schröer, Ankum

Kaufmann Carlo Ostendorf, Ankum

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in den Bilanzgewinn vorzutragen.

Nachtragsbericht

Die Auswirkungen der Corona Pandemie sind nach wie vor spürbar, haben bislang jedoch nicht zu größeren Ausfällen oder Beeinträchtigungen geführt.

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat zu einer deutlichen Verteuerung der Rohstoff-, Energie- und Transportkosten geführt. Insbesondere eine Unterbrechung oder signifikante Einschränkung der Gasversorgung hätte erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft, deren quantitative Bemessung derzeit jedoch nicht verlässlich abschätzbar ist.

Darüber hinaus sind nach dem Ende des Geschäftsjahres keine Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der MITAN-MINERALÖL GmbH haben.

Anlagespiegel

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.01.2021
Euro
Zugänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2021
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 137.129,14 0,00 0,00 0,00 137.129,14
2. Geschäfts- oder Firmenwert 825.000,00 0,00 0,00 0,00 825.000,00
  962.129,14 0,00 0,00 0,00 962.129,14
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.939.006,72 5.725,75 0,00 0,00 7.944.732,47
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.076.405,44 104.929,50 507.300,00 64.878,56 14.623.756,38
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.393.020,35 251.450,46 0,00 152.800,00 3.491.670,81
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 256.099,75 297.240,09 -507.300,00 0,00 46.039,84
  25.664.532,26 659.345,80 0,00 217.678,56 26.106.199,50
III. Finanzanlagen          
1. Ausleihungen an Gesellschafter 8.050.000,00 0,00 0,00 750.000,00 7.300.000,00
2. Genossenschaftsanteile 42,76 0,94 0,00 0,00 43,70
  8.050.042,76 0,94 0,00 750.000,00 7.300.043,70
  34.676.704,16 659.346,74 0,00 967.678,56 34.368.372,34
Abschreibungen
Stand 01.01.2021
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2021
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 73.200,64 26.255,50 0,00 99.456,14
2. Geschäfts- oder Firmenwert 224.011,00 54.660,00 0,00 278.671,00
  297.211,64 80.915,50 0,00 378.127,14
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 927.792,23 213.945,75 0,00 1.141.737,98
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.233.421,44 1.066.648,00 41.205,06 9.258.864,38
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.645.367,35 413.657,46 135.166,00 1.923.858,81
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  10.806.581,02 1.694.251,21 176.371,06 12.324.461,17
III. Finanzanlagen        
1. Ausleihungen an Gesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  11.103.792,66 1.775.166,71 176.371,06 12.702.588,31
Buchwerte
31.12.2021
Euro
31.12.2020
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 37.673,00 63.928,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 546.329,00 600.989,00
  584.002,00 664.917,50
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.802.994,49 7.011.214,49
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.364.892,00 5.842.984,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.567.812,00 1.747.653,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 46.039,84 256.099,75
  13.781.738,33 14.857.951,24
III. Finanzanlagen    
1. Ausleihungen an Gesellschafter 7.300.000,00 8.050.000,00
2. Genossenschaftsanteile 43,70 42,76
  7.300.043,70 8.050.042,76
  21.665.784,03 23.572.911,50

sonstige Berichtsbestandteile

2021
davon mit einer Restlaufzeit von
Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr 1 Jahr - 5 Jahre über 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.789.861,71 1.003.841,42 1.786.020,29 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.962.792,40 2.962.792,40 0,00 0,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten 4.357.259,79 4.357.259,79 0,00 0,00
davon aus Steuern (2.215.450,49) (2.215.450,49) (0,00) (0,00)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (41.465,13) (41.465,13) (0,00) (0,00)
  10.109.913,90 8.323.893,61 1.786.020,29 0,00
2020
davon mit einer Restlaufzeit von
Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.788.560,08 2.998.698,38 2.789.861,70 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.967.533,72 1.967.533,72 0,00 0,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten 3.426.453,05 3.426.453,05 0,00 0,00
davon aus Steuern (1.708.866,13) (1.708.866,13) (0,00) (0,00)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (40.073,00) (40.073,00) (0,00) (0,00)
  11.182.546,85 8.392.685,15 2.789.861,70 0,00

 

Ankum, 05.05.2023

MITAN-MINERALÖL GmbH

Hermann Schröer

Carlo Ostendorf

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 01.06.2023 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MITAN-MINERALÖL GmbH, Ankum

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MITAN-MINERALÖL GmbH, Ankum, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MITAN-MINERALÖL GmbH, Ankum, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Quakenbrück, den 24. Mai 2023

WIBU Treuhand Zweigniederlassung der schuette Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

van Dyk, Wirtschaftsprüfer

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