Weinkellerei am Klostergarten GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Carl Reh seit 4.12.2020 | Geschäftsführer |
Alexander Rittlinger seit 8.1.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 99.99% | |
A***** R** | 0.01% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Reh Kendermann GmbH WeinkellereiBingen am RheinKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022Billigung am 02.03.2023BILANZ ZUM 30. JUNI 2022REH KENDERMANN GMBH WEINKELLEREI, BINGENAKTIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021/22
Eigenkapitalspiegel zum 30. Juni 2022
Konzern-Kapitalflussrechnung 2021/22
Der Zahlungsmittelbestand besteht aus Kassenbestand, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten. Die jederzeit fälligen Bankverbindlichkeiten betreffen die bei Kreditinstituten in Anspruch genommenen Kontokorrentkredite. Die gesamten Investitionen beinhalten zahlungsunwirksame Investitionsvorgänge von TEUR 251 (i.V. TEUR 1.260) sowie Auszahlungen für Investitionen aus Vorjahren i.H.v. TEUR 1.260 (i.V. TEUR 0), die bei der Darstellung des Cash-Flow aus Investitionstätigkeit entsprechend eliminiert bzw. berücksichtigt wurden. ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021/22Reh Kendermann GmbH Weinkellerei, BingenKonzernanhang 2021/22Reh Kendermann GmbH Weinkellerei, BingenA. Allgemeine Angaben und Erläuterungen Die Reh Kendermann GmbH Weinkellerei hat ihren Sitz in 55411 Bingen, Am Ockenheimer Graben 35. Sie ist die Muttergesellschaft des Reh Kendermann Konzerns und eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mainz, Abteilung B unter Nr. 21488 eingetragen. I. Anwendung handelsrechtlicher Vorschriften und Änderung von Bilanzierungsmethoden Der Konzernabschluss der Gesellschaft zum 30. Juni 2022 wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften gem. §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. II. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss werden neben der Reh Kendermann GmbH Weinkellerei die nachstehenden in- und ausländischen Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen:
* Inanspruchnahme der Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB ** at-equity konsolidiert Ein (i.V. ein) ausländisches Tochterunternehmen, dessen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt unwesentlich ist, wird nicht konsolidiert. III. Veränderungen im Konsolidierungskreis Im Geschäftsjahr 2021/2022 haben sich keine Veränderungen im Konsolidierungskreis ergeben. IV. Konsolidierungsgrundsätze 1. Abschlussstichtag Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sind zum Bilanzstichtag 30. Juni des Reh Kendermann Konzerns aufgestellt. Bei abweichendem Geschäftsjahr einbezogener Unternehmen wird jeweils ein Zwischenabschluss aufgestellt. 2. Einheitliche Bilanzierung und Bewertung Im Rahmen der Aufstellung des Konzernabschlusses werden Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen grundsätzlich einheitlich nach den für das Mutterunternehmen geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum 30.6.2022 angesetzt und bewertet. 3. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung der vollkonsolidierten Konzernunternehmen erfolgte in Übereinstimmung mit DRS 23 (Deutscher Rechnungslegungsstandard Nr. 23 - Kapitalkonsolidierung (Einbeziehung von Tochterunternehmen in den Konzernabschluss)) nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB mit dem anteiligen Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Der Hinzuerwerb von Anteilen an einem Tochterunternehmen nach Erlangung des beherrschenden Einflusses wird als Erwerbsvorgang behandelt. Für die Beteiligung an Unternehmen, auf die ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann (assoziiertes Unternehmen), wurde die Equity-Methode in Übereinstimmung mit DRS 8 (Deutscher Rechnungslegungsstandard Nr. 8 - Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen im Konzernabschluss) in Form der Buchwertmethode gemäß § 312 Abs. 1 HGB angewendet 4. Behandlung der Unterschiedsbeträge Im Konzernabschluss werden die nach der Neubewertung verbleibenden aktiven Unterschiedsbeträge zwischen den Wertansätzen der Anteile an Tochterunternehmen und dem darauf entfallenden Eigenkapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und gem. § 309 Abs. 1 HGB i.V.m. § 253 Abs. 3 S. 3, 4 HGB über zehn Jahre linear abgeschrieben. Entsprechend wird mit Geschäfts- und Firmenwerten verfahren, die sich bei assoziierten Unternehmen als Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt ergeben. 5. Schuldenkonsolidierung Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden aufgerechnet. Unterschiedsbeträge aus der Schuldenkonsolidierung wurden erfolgswirksam berücksichtigt. 6. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Bei der Konsolidierung der Aufwands- und Ertragsposten wurden die Umsatzerlöse sowie die anderen Erträge der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit den ihnen entsprechenden Aufwendungen der empfangenden Unternehmen verrechnet. 7. Zwischenergebniseliminierung Soweit von Konzernunternehmen Vermögensgegenstände des Anlage- oder Vorratsvermögen bezogen wurden, wurden darin enthaltene Zwischengewinne eliminiert. 8. Minderheitenanteile Die Anteile anderer Gesellschafter an den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen werden in Höhe ihres Anteils am Eigenkapital (Gezeichnetes Kapital, Rücklagen und Bilanzgewinn) gesondert ausgewiesen. 9. Steuerabgrenzung Entsprechend den Vorschriften in §§ 274, 306 HGB und DRS 18 werden latente Steuern gebildet, sofern der Wertansatz in der Handelsbilanz von dem Wertansatz in der Steuerbilanz abweicht (temporäre Differenzen). Dabei wurde grundsätzlich eine konzerneinheitliche Steuerquote von 29,5% unterstellt. Temporäre Differenzen bei ausländischen Tochterunternehmen und latente Steuern, die infolge von notwendigen Anpassungen von ausländischen Abschlüssen an das deutsche Handelsrecht erforderlich sind, werden mit dem durchschnittlichen lokalen Ertragsteuersatz bewertet. Das Wahlrecht zur Unterlassung des Ansatzes eines sich insgesamt ergebenden aktiven latenten Steuerüberhangs nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wird für die in den Konzern einbezogenen deutschen Tochtergesellschaften ausgeübt. 10. Währungsumrechnung Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse von einbezogenen Tochterunternehmen in Konzernwährung (EURO) erfolgte für alle Vermögensgegenstände und Schulden mit den Devisenkassamittelkursen zum Bilanzstichtag. Eigenkapitalpositionen aus dem Erwerb von Tochterunternehmen werden mit den historischen Kursen umgerechnet, welche im Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss maßgeblich waren. Die während der Konzernzugehörigkeit erwirtschafteten Ergebnisvorträge werden mit gleitenden historischen Kursen umgerechnet. Gemäß § 308a S. 2 HGB werden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Durchschnittskurs des Jahres, ermittelt aus dem arithmetischen Mittel der Tagesschlusskurse, umgerechnet. Eine sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist als Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung in den sonstigen Konzernrücklagen ausgewiesen. Der at-equity-Wert für Anteile an assoziierten Unternehmen wird zum Erwerbszeitpunkt mit dem Devisenkassamittelkurs zum Erwerbszeitpunkt ermittelt, anteilige Jahresergebnisse mit dem Durchschnittskurs. Die Bewertung des anteiligen Eigenkapitals zum Stichtag erfolgt zum Stichtagskurs. Die Differenz, die sich aus der Umrechnung des at equity-Werts mit dem Stichtagskurs einerseits und den historischen Kursen andererseits ergibt, wird erfolgsneutral in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung" eingestellt. Ergebnisauswirkungen aus der Bewertung konzerninterner Schuldverhältnisse werden nach DRS 25 erfolgswirksam eliminiert und in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung" eingestellt. Folgende für den Reh Kendermann Konzernabschluss wesentliche Wechselkurse wurden für die Währungsumrechnung verwendet:
V. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der branchenüblichen Nutzungsdauer. Die Zugänge 2021/2022 im beweglichen Anlagevermögen werden linear pro rata temporis abgeschrieben. Die Abschreibungen auf die Altbestände werden planmäßig fortgeführt. Die Gegenstände des Anlagevermögens werden über folgende Nutzungsdauern abgeschrieben:
Die Finanzanlagen sind, soweit nicht at-equity bewertet, zu Anschaffungskosten angesetzt Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu den Herstellungskosten bewertet. Sie umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie die durch einen pauschalen Zuschlagssatz berücksichtigten Material- und Fertigungsgemeinkosten. Zur verlustfreien Bewertung wurden bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen notwendige Wertabschläge vorgenommen. Für Schwund, Bruch und Ausläufer wurden pauschale Wertabschläge in Höhe von 0,5 % vorgenommen. Die Waren sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbaren Risiken ist durch ausreichende Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Ausfallrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0% (i.V. 1,0 %) berücksichtigt. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen sind mit den versicherungsmathematischen Aktivwerten bilanziert und werden gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den Pensionsrückstellungen saldiert ausgewiesen. Die flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt. Flüssige Mittel in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Für erhaltene Investitionszuschüsse wird ein Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen gebildet. Die ertragswirksame Auflösung des Sonderpostens erfolgt im Gleichklang mit den Abschreibungen der bezuschussten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Barwert passiviert. Die Bewertung erfolgte nach dem Projected Unit Credit-Verfahren (PUC-Verfahren) unter Berücksichtigung einer Finanzierung ab Beginn des Dienstverhältnisses und des Rechnungszinses, der sich bei Annahme einer pauschalen Laufzeit von 15 Jahren ergibt. Für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen dienen als biometrische Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Heubeck. Ferner wurden der Bewertung folgende Annahmen zugrunde gelegt:
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen diejenigen Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die bis zum Abschlussstichtag entstanden und bis zum Tag der Bilanzaufstellung erkennbar waren. Sie sind in Höhe der Beträge angesetzt, die zur Erfüllung erforderlich sind. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Für die Bewertung der aktiven und passiven latenten Steuerabgrenzungen werden folgende länderspezifischen Steuersätze angewendet:
Für steuerliche Verlustvorträge werden aktive Steuerabgrenzungen nur insoweit angesetzt, wie dem mindestens passive latente Steuern gegenüberstehen. B. Erläuterungen zum Konzernabschluss I. Erläuterungen zur Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns ergibt sich aus dem Konzernanlagespiegel, der Bestandteil des Konzernanhangs ist. Die Zugänge beim Geschäfts- und Firmenwert i.H.v. TEUR 144 betreffen die Anteilsaufstockung an der Yapp Brothers Ltd. Die Anteile an assoziierten Unternehmen betreffen den at equity-Wert an der North South Wines Ltd, an der die Reh Kendermann GmbH Weinkellerei 19,9% (i.V. 19,9%) der Anteile am Kapital und der Stimmrechte hält. Der Wert basiert auf den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns. In dem Wert ist ein Geschäfts- und Firmenwert von TEUR 120 (i.V. TEUR 136) enthalten. 2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind i.H.v. EUR 10,6 Mio. (i.V. EUR 11,9 Mio.) durch Forderungsverkauf reduziert. Das Ausfallrisiko hat der Factor übernommen (echtes Factoring). 3. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern beruhen auf Unterschieden zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz aufgrund von Zwischengewinneliminierungen im Sachanlage- und Vorratsvermögen sowie aus erfolgswirksamer Schuldenkonsolidierung. Zur Entwicklung der Steuersalden wird auf B.I.8 verwiesen. 4. Eigenkapital Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist im Eigenkapitalspiegel dargestellt. Aus dem Konzernbilanzgewinn von TEUR 6.203 stehen am Stichtag zur Ausschüttung an die Gesellschafter der Muttergesellschaft TEUR 9.403 zur Verfügung. Der für Ausschüttungen gesperrte Teilbetrag des Eigenkapitals beträgt TEUR 105 (i.V. TEUR 175) und resultiert ausschließlich aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen. 5. Pensionsrückstellungen Der Unterschiedsbetrag der Rückstellungen für Pensionen nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt TEUR 105 (i.V. TEUR 175). Zum Bilanzstichtag werden Vermögensgegenstände mit beizulegenden Zeitwerten von TEUR 514 (i.V. TEUR 562) unter den Pensionsrückstellungen saldiert ausgewiesen. Die historischen Anschaffungskosten dieser Vermögensgegenstände liegen nicht vor und können auch nicht ohne unverhältnismäßig hohen Aufwand ermittelt werden. 6. Sonstige Rückstellungen Der Ausweis der sonstigen Rückstellungen betrifft Rückstellungen im Personalbereich (insgesamt TEUR 738; i.V. TEUR 969), operative Abwicklungsrisiken (TEUR 521; i.V. TEUR 435) und übrige Risiken (TEUR 337; i.V. TEUR 344). 7. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich zum Stichtag wie folgt dar:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden gesichert, die auf dem Betriebsgelände in Bingen und Leiwen sowie in Oprisor lasten. Darüber hinaus wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. TEUR 2.174 abgetreten und sämtliche Vorratsbestände in Deutschland und in Rumänien sowie projektbezogen technische Anlagen und Maschinen in Deutschland sicherungsübereignet. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind TEUR 4.840 (i.V. TEUR 3.465) durch Sicherungsübereignung von Vorräten besichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern i.H.v. TEUR 355 (i.V. TEUR 448) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 71 (i.V. TEUR 55). 8. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern entfallen i.W. auf den aufgedeckten Kundenstamm bei der Yapp Brothers Ltd. sowie auf Vorräte bei der Reh Kendermann GmbH Weinkellerei. Aktive latente Steuern aus Bewertungsunterschieden im Sachanlagevermögen, bei den Pensions- und sonstigen Rückstellungen sowie aus Verlustvorträgen der Reh Kendermann GmbH Weinkellerei wurden mit den passiven latenten Steuern saldiert. Die Veränderung der latenten Steuersalden ergibt sich wie folgt:
II. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 516 (i.V. TEUR 169) enthalten. Diese resultieren i.W. aus der Erstattung von Gebühren des externen Lagerdienstleisters für falsche Abrechnungen aus Vorjahren (TEUR 329), Rückvergütungen von Lieferanten (TEUR 77) sowie Erträgen aus Förderprojekten (TEUR 59). Daneben enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge außergewöhnliche Erträge i.H.v. TEUR 688 aus dem Verkauf von Anlagevermögen. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 124 (i.V. TEUR 144) enthalten. Diese beinhalten mit TEUR 29 Nachzahlungen für Werbekosten. Weiterhin waren im Vorjahr in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen einmalige Beratungsaufwendungen i.H.v. TEUR 692 enthalten. 4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen wird der Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen i. H. v. TEUR 131 (i.V. TEUR 170) ausgewiesen. Darüber hinaus beinhalteten die Zinsaufwendungen im Vorjahr periodenfremde Zinsen auf Steuernachzahlungen i.H.v. TEUR 127. 5. Steuern vom Einkommen und Ertrag Der ausgewiesene Steueraufwand setzt sich wie folgt aus tatsächlichen und latenten Steuern zusammen:
C. SONSTIGE ANGABEN I. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
II. Honorar des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers setzt sich wie folgt zusammen:
III. Ereignisse nach dem Stichtag Im Dezember 2022 wurde der Verkauf der Immobilie in Böchingen umgesetzt, wodurch Sondererträge von ca. EUR 0,3 Mio. realisiert werden. IV. Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter
V. Geschäftsführung Herr Carl Reh, Geschäftsführer kaufmännische Leitung / Produktion, Trier Herr Alexander Rittlinger, Geschäftsführer Vertrieb / Marketing, Ladenburg Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Konzerngeschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. VI. Vorschlag der Ergebnisverwendung beim MutterunternehmenDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss der Reh Kendermann GmbH Weinkellerei von EUR 1.329.996,92 auf neue Rechnung (Bilanzgewinn EUR 9.403.102,99) vorzutragen.
Bingen, den 16. Januar 2023 Carl Reh Alexander Rittlinger Entwicklung des Anlagevermögens
KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021/22Reh Kendermann GmbH Weinkellerei, BingenGesamtwirtschaftliche Entwicklung / Branchensituation Der Konzern blickt auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2021/22 zurück, welches, trotz der anhaltenden pandemiebedingten Einschränkungen, an den positiven Abschluss des Vorjahres anknüpfen konnte. In Anbetracht großer wirtschaftlicher Herausforderungen haben wir unsere Investitionstätigkeiten aufrechterhalten und den Standort in Bingen damit gestärkt. Das neue Geschäftsjahr hatte sehr vielversprechend begonnen. Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine hat jedoch die ohnehin schon fragilen Rohstoffmärkte und Lieferketten während der Corona Pandemie weiter erschüttert. Der Weltmarktpreis für Erdöl stieg immens, auch die Inflation in Deutschland stieg stark an und lag im Juni 2022, gemessen am Vorjahresmonat, bei +7,6%. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt hat sich 2021 im Vergleich zu 2020 reduziert. Massiv in Mitleidenschaft gezogene Lieferketten und stark gestiegene Frachtpreise für Hochseecontainer verdeutlichten die großen logistischen Probleme weltweit. Zu Beginn des Jahres 2022 erklomm die Weltwirtschaft zunächst einen soliden Aufschwungspfad, dann erfolgte eine abrupte Verlangsamung durch den Ukraine Krieg. Neben der Versorgungsenglage von Nahrungsmitteln, Energie und Düngemitteln kamen neue Engpässe in der globalen Logistik auf. Laut Prognose des IWF für das Jahr 2022 wächst die Weltwirtschaft um 3,6%, die Erwartungen sind jedoch angesichts der vorgenannten Einflüsse sowie zahlreicher Lockdowns in China deutlich gesunken. Nachdem die deutsche Wirtschaft mit einem leichten Wachstum in das Jahr 2022 gestartet ist, schloss das 2. Quartal mit +0,1% Steigerung gegenüber dem 1. Quartal 2022 und hatte damit das Vorkrisenniveau erreicht. Gestützt wurde die Wirtschaft vor allem von den privaten und staatlichen Konsumausgaben. Trotz starker Preissteigerungen und der Energiekrise nutzten die Verbraucherinnen und Verbraucher die Aufhebung fast aller Corona-Beschränkungen im 2. Quartal 2022. Die privaten Konsumausgaben waren insgesamt 0,8% höher als im 1. Quartal. Laut Prognose des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung liegt das erwartete Wirtschaftswachstum in Deutschland im Jahr 2022 bei 1,8%. Aber nicht nur der Binnenkonsum ist wichtig für die Reh Kendermann Gruppe, sondern auch die Entwicklungen auf den großen Absatzmärkten wie den Volkswirtschaften in Großbritannien, den skandinavischen Ländern sowie USA/Kanada. Vor allem Großbritannien konnte im Jahr 2021 einen Großteil der Einbußen, verursacht durch die Pandemie, wieder gutmachen. Das BIP stieg auf ein neues Rekordhoch (+7,4% gegenüber Vorjahr), und die britische Wirtschaft wuchs - nicht zuletzt auch durch die von der Regierung ergriffenen Hilfsmaßnahmen - zuletzt so stark wie seit 80 Jahren nicht mehr. Das Jahr 2022 ist in Großbritannien auch belastet durch steigende Inflationsraten, teure Energierechnungen und höhere Steuern für Verbraucher und Unternehmen. Die skandinavischen Länder konnten im letzten Jahr weiter wachsen: Finnland mit 3,5%, Schweden mit 4,8% sowie Norwegen mit 3,9%. Auch Dänemark konnte sich mit 1,3% auf einen Pfad der wirtschaftlichen Erholung begeben. Der Wert der Ausfuhren deutscher Weine nach China ergab im Jahr 2021 den höchsten Durchschnittspreis pro Liter. Bei der Betrachtung des Weinmarktes spielt die jährliche Weinlese eine entscheidende Rolle. Laut der Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV) verzeichnete die EU 2021 einen Ernterückgang von 13%. Die gesamte Erntemenge Deutschlands lag hingegen mit 8,8 Millionen Hektolitern 3% über dem Ertrag des vergangenen Jahres und nur leicht unter dem zehnjährigen Mittel. Im Gegensatz zu den warmen Temperaturen der letzten Jahre war das Erntejahr 2021 geprägt von Frost im Frühjahr, Hagel und Starkregen im Sommer sowie noch aufkommendem Pilz- und Schädlingsbefall im Herbst. Nachdem das Weinsegment im deutschen Handel im Vorjahr aufgrund der weitgehend geschlossenen Gastronomie stark zulegte, haben sich die Weineinkäufe im Jahr 2021 wieder dem Niveau vor der Pandemie angenähert. Gemäß Angaben des Deutschen Weininstituts (DWI) hat sich der Durchschnittspreis für Wein im Lebensmittelhandel im Jahr 2021 positiv entwickelt. Als Weineinkaufsstätte hat der Verbraucher den Online-Handel stärker für sich entdeckt; im Durchschnitt sind 11% aller Weineinkäufe über die verschiedenen Online-Kanäle getätigt worden. Dennoch war der Lebensmitteleinzelhandel trotz eines leichten Minus gegenüber dem Vorjahr mit einem Marktanteil von 65 Prozent die weiterhin wichtigste Weinbezugsquelle für den Verbraucher. Die Anbieter deutscher Weine konnten 2021 im Vergleich zum Vorjahr ihren Marktanteil von 45% an den eingekauften Weinmengen ebenso halten wie den Anteil am gesamten Weinumsatz von 47%. Darstellung des Geschäftsverlaufes und der Lage Die Reh Kendermann GmbH Weinkellerei erwirtschaftet im Geschäftsjahr 2021/22 einen Konzernumsatz von 90,2 Mio. Euro, dies entspricht einer Reduzierung in Höhe von 5% gegenüber Vorjahr. Die Umsatzreduzierung entfällt überwiegend auf die Muttergesellschaft und betrifft das Inland als auch den Export in gleichen Teilen. Der Anteil des Absatzes in Deutschland liegt mit 64% leicht über Vorjahresniveau. Erfolgreich zeigen sich insbesondere Marken- und Exklusivkonzepte, speziell im Premiumbereich. Das Grenzgeschäft zu Skandinavien bestätigt das Umsatzniveau des Vorjahres. Der Export verzeichnet eine Absatzreduzierung gegenüber Vorjahr. Reh Kendermann exportiert seine Weine in 39 Länder. Der für Reh Kendermann wichtige UK-Absatz, dort vor allem die Black Tower Verkäufe, ist im Vorjahresvergleich - nach einem Anstieg im Jahr zuvor - gesunken. Jedoch stieg der Deckungsbeitrag pro Liter. Durch die verstärkte Zusammenarbeit mit North South Wines Ltd., die zukünftig auch Black Tower im Markt vertreten sollen, werden neue Impulse erwartet. Neuproduktentwicklungen und bisher nicht erschlossene Absatzbereiche sollen Wachstum bringen. In Skandinavien/Baltikum ist der Absatz von Reh Kendermann gegenüber Vorjahr zurückgegangen. Allerdings liegen der Absatz und der Deckungsbeitrag über den Zahlen des Geschäftsjahres 2019/2020. Die Gesamtleistung des Konzerns liegt mit 95,3 Mio. Euro nach einer Bestandserhöhung von 5,0 Mio. Euro um 1,9 Mio. Euro unter dem Vorjahr. Der Konzernrohertrag liegt mit 27,7 Mio. Euro um 1,5 Mio. Euro unter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Aufgrund der Preissteigerungen auf der Einkaufsseite verringerte sich die Rohertragsquote um 1,1%-Punkte. Aufgrund der durch die Absatzverringerung bedingten, geringeren Füllleistung entsteht jedoch auch ein reduzierter Bedarf an Aushilfen von Fremdfirmen. Proportional zur Entwicklung des Umsatzes sank der Vertriebsaufwand (-5,2% unter Vorjahr) durch Einsparungen beim Werbeaufwand und absatzbedingt verringerte Logistikkosten. Die Verwaltungsaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 3% gestiegen. Die betrieblichen Aufwendungen liegen in der Summe leicht unter Vorjahresniveau. Durch die aufgrund der Preissteigerungen auf der Einkaufsseite gegenüber Vorjahr verminderte Rohertragsquote wurde ein Betriebsergebnis vor Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 6,4 Mio. Euro erreicht. Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung aus Pensionsrückstellungen sank gegenüber Vorjahr; die allgemeinen Zinsaufwendungen stiegen in Folge der neu aufgesetzten Finanzierungsprojekte - neues Fassweinlager in Bingen, neues Casino sowie Erweiterung der Abfüllanlage BiB - gegenüber Vorjahr an. Eine planmäßige Tilgung der Darlehen erfolgte stets. Eine höhere Inanspruchnahme der kurzfristigen Kreditlinien erfolgte durch stärkere Materialbevorratung sowie Materialpreiserhöhungen. Die internationalen Tochtergesellschaften und Beteiligungen von Reh Kendermann haben sich größtenteils positiv entwickelt. Bei Yapp Brothers hat der wichtige Gastronomie-Absatz wieder deutlich zugelegt, dagegen haben die Online-Verkäufe abgenommen. Insgesamt wurde im Berichtszeitraum mehr in Vertriebspersonal und die interne Ablaufverbesserung investiert. Das Portfolio ist zukunftsgerichtet, und es wird mit weiter steigenden Absätzen gerechnet. Die Beteiligung North South Wines, eine Vertriebsgesellschaft, die hauptsächlich den Lebensmittel- und Fachhandel in England bedient, hat ein historisch erfolgreiches Geschäftsjahr verzeichnet. Niedrige Kosten haben ihren Beitrag dazu geleistet. Weiterhin sehr positiv verlief auch die Entwicklung des rumänischen Weingutes Crama Oprisor. Insgesamt erzielte Rumänien einen Umsatzzuwachs von 7,2%; das operative Ergebnis konnte um + 5,2% verbessert werden. Sehr erfolgreich ist der Vertrieb der Val Duna-Bag-in-Box in Rumänien; im ersten Quartal des Jahres 2022 konnten in einem herausfordernden Wettbewerbsumfeld aufgrund der Materialpreisverteuerungen die ersten Preissteigerungen für einen Teil der Produktpalette an den Kundenstamm weitergegeben werden. Das Weingut Napier in Südafrika hat sich umsatzseitig auf Vorjahresniveau entwickelt, allerdings durch Verschiebungen innerhalb von einzelnen Segmenten. Das besonders wichtige Exklusiv-Konzept 14 Homes wurde weiter ausgebaut. Ziel ist es, Napier weiter zu premiumisieren und zu verkleinern. Daher wurde im Berichtszeitraum eine größere Farm im Anbaugebiet Paarl verkauft. Somit hat das Weingut nur noch die Flächen in Wellington zur Verfügung. Hier wurden insbesondere alte Weißwein-Rebstöcke entfernt, um sich zukünftig auf Rotwein zu konzentrieren. Neupflanzungen sind geplant. Die Verkleinerung ermöglicht eine Fokussierung auf die zukünftige Qualität der Premiumweine. Eine vollständige Überarbeitung der Etiketten und der Firmenausstattung zeigen auch nach außen eine Anpassung der Strategie. Die Zertifizierung als Fairtrade Betrieb wurde im aktuellen Geschäftsjahr in Südafrika abgeschlossen. Auch die Reh Kendermann GmbH Weinkellerei in Deutschland hat ihr erstes Fairtrade-Audit erfolgreich bestanden. Trotz widriger Rahmenbedingungen ist es uns - auch aufgrund positiver Einflüsse aus den Tochtergesellschaften - gelungen, das Jahresergebnis des Konzerns gegenüber dem Vorjahr um rd. 0,1 Mio. Euro zu steigern. Das Konzerngeschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss von 1,74 Mio. Euro. Durch die Thesaurierung des Jahresüberschusses ist das Eigenkapital gestärkt worden. Beschaffung, Produktion, Personal Der Angriff Russlands auf die Ukraine führte zu starken Einschränkungen bei Produktionskapazitäten von Glas oder auch Aluminiumprodukten, wie z.B. Schraubverschlüssen. Folienproduzenten für BiB-Beutel und Pouches waren kurzfristig nicht mehr lieferfähig. Das Jahr 2022 war aufgrund dieser Liefereinschränkungen bislang grundlegend von Preissteigerungen im Bereich von Glas, Kartonagen sowie Verschlüssen betroffen. Die Energiekosten wie Diesel, Heizöl und Strom haben extreme Teuerungsraten erfahren. Steigende Dieselpreise führten zu höheren Frachtraten. Die starken Schwankungen im Heizöl bedurften einer guten Einschätzung der Preisvolatilität bei den Zukäufen. Die Füllleistung der Anlagen in Bingen liegt, nach einer sehr hohen Auslastung im Vorjahr, wieder auf dem Niveau des Jahres 2020. Die Reduzierung ist bedingt durch die Optimierung der Produktionsschichten sowie durch die Energieeinsparungen an Öl und Strom. Aufgrund der strategischen Ausrichtung wurde die Füllung von aromatisierten und weinhaltigen Getränken auch in diesem Geschäftsjahr zur Abfüllung an externe Dienstleister vergeben. Die Zahl der Mitarbeiter/innen an allen Standorten liegt mit 289 im Jahresschnitt auf Vorjahresniveau (Vorjahr 288). Der laufende Personalaufwand hat sich um 3,2% erhöht. Der Anstieg entfällt in etwa zur Hälfte auf die Muttergesellschaft und im Übrigen zu gleichen Teilen auf die Carl Reh Winery S.r.l. und die Yapp Brothers Ltd. Die positiven Auswirkungen von flexiblen Arbeitszeitmodellen auf Produktivität, Work-Life-Balance, psychische Gesundheit, Anwerbung und Bindung von Mitarbeitern, Betriebskosten und Umwelt möchten wir fördern. Der weiterhin hohe Fachkräftemangel wird ein Umdenken auf hybride Arbeitsmodelle sowie flexible Arbeitsformen erfordern. Wir setzen uns dafür ein, die Weiterentwicklung von Mitarbeitenden und das Recruiting inkl. Onboarding kontinuierlich zu verbessern. Trotz einer drohenden Rezession im nächsten Jahr wird der deutsche Arbeitsmarkt laut Einschätzung der Wirtschaftsweisen robust bleiben. Investitionen Die Zugänge an Sachanlagevermögen beliefen sich im Berichtsjahr auf 7,6 Mio. Euro. Hierbei handelt es sich zum großen Teil um den Abschluss der Investitionen in den Neubau des Fassweinlagers in Bingen inklusive Außenanlagen. Der Neubau war rechtzeitig zum Start der Ernte fertiggestellt und umfasst auf einer Fläche von etwa 1.800m 2 60 Gär- und Drucktanks. Durch die dadurch bedingte Schließung eines Kellers in der Pfalz konnten zusätzlich Umfuhrkosten und CO 2 gespart werden. Weitere Investitionen wurden in eine Abwasservorbehandlungsanlage getätigt. Eine moderne Weinstabilisierungsanlage nach neuesten önologischen Maßstäben sowie ein neues Filtrationssystem, durch das Energiebedarf und Wasserverbrauch reduziert werden, wurden am Standort in Bingen im zurückliegenden Geschäftsjahr aktiviert. Die Kapazität der BiB-Anlage wurde ausgebaut. In der Fertigstellung befindet sich aktuell ein neues Casino für unsere Mitarbeiter/innen. Allen Investitionen liegt eine mittel- und langfristige Finanzierung zugrunde. In Rumänien wurde ein größeres Investitionsprogramm, zum Teil durch EU-Fördermittel subventioniert, aufgesetzt. Zum einen wurde ein neues modernes Flaschenlager angebaut, zum anderen werden Anfang des neuen Geschäftsjahres 16 Rotweinfermenter aus Beton im Keller durch neue VA-Edelstahltanks ersetzt. Auch das Jahr 2023 ist geprägt durch größere Investitionsbestrebungen, die primär den Bereich Tankanlagen und Kellertechnologie betreffen - hinsichtlich der auch in Rumänien starken Verteuerung der Energiekosten und zwischenzeitlichen Lieferengpässen bei Flaschen ein starkes Signal. In Südafrika finden Investitionen in Neupflanzungen statt. Nach der Rodung von rund 10 ha Weinbergsfläche wurde im Jahr 2022 mit der Neupflanzung begonnen, die Ende 2023 abgeschlossen sein soll. Reh Kendermann steht für eine verantwortungsbewusste Unternehmenssteuerung, die die sozial und ökologisch verträgliche Ausgestaltung im unternehmerischen Einflussbereich bestmöglich gewährleistet sehen möchte. Im Rahmen von Investitionsentscheidungen der Abfüllung oder des Kellers wird auf hohe industrielle Standards und önologisch führende Systeme gebaut, die zugleich einen hohen Grad an Energieeffizienz aufweisen. Wir sehen Nachhaltigkeit jedoch auch als einen Treiber von Innovationen. Innovative Verpackungen, Materialien und Rebsorten wurden in den Markt gebracht. Die Investition in die Fairtrade Zertifizierung in unserem Weingut in Südafrika trägt nicht nur zur Nachhaltigkeit im sozialen Bereich bei, sondert fordert auch angepasste Umweltstandards sowie den reduzierten Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Die Betriebe des Reh Kendermann Konzerns sind im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit in der globalen Geschäftswelt einer Vielzahl von Risiken und Chancen ausgesetzt. Reh Kendermann geht Risiken aktiv nur dann ein, wenn diesen die Chance auf eine angemessene Wertsteigerung entgegensteht. Die wesentlichen Risiken werden sorgfältig bewertet und bestmöglich eingegrenzt. Risiken in der Beschaffung bezüglich Verfügbarkeit, Liefertreue und den stark angestiegenen Energiepreisen sowie Preisen von Rohware und Umschließungsmaterialien wird durch ein kontinuierliches Monitoring unserer Beschaffungsmärkte und Lieferanten begegnet. Zusätzlich wird diesen durch eine gezielte Steuerung der Einkaufsaktivitäten in Bezug auf Umfang, Zeitpunkt und Frequenz entgegengesteuert. Engpässen in der Produktion wird durch die Erhöhung von Sicherheitsbeständen vorausschauend vorgebeugt. Reh Kendermann setzt sich dafür ein, das Potential der Digitalisierung zu nutzen, um nicht nur interne Prozesslandschaften gänzlich digital zu erfassen, sondern auch ein modernes Customer-Relationship-Management aufzusetzen sowie eigene Applikationsformen zu programmieren, die z.B. den Vertrieb in seiner Neuproduktentwicklung zielgerichtet unterstützen werden. Alle Digitalisierungsprojekte dienen neben der effizienten Ausrichtung der internen Prozessketten der stetigen Optimierung des Produktportfolios. Zugleich wird immer größer werdenden Herausforderungen, z.B. in der Thematik der Cyber-Sicherheit Rechnung getragen. Die geplanten Absatzmengen für das Geschäftsjahr 2022/23 sind für eine optimierte Auslastung der Füllanlagen ausgelegt; auf Abweichungen können wir flexibel und kurzfristig reagieren. Durch die kontinuierliche Optimierung der Verfahren und Produktionsabläufe soll die Produktivität weiter gesteigert werden. Ziel ist es, Black Tower mit seinen Linien weiter zu stärken. Dazu wurde bereits im Geschäftsjahr 2021/22 eine neue Premium Line unter der Marke "Black Tower Club Edition" in einer Sonderflasche vorgestellt. Der Fokus liegt auch weiterhin auf dem Ausbau von Exklusiv- und Premium- Eigenmarken für den Lebensmittelhandel. Die Terroir Weinhaus Linie steht hier stellvertretend für weitere Projekte. Der Verkauf des Standortes in Böchingen wird im kommenden Geschäftsjahr zum Abschluss gebracht. Das Liquiditätsrisiko ist durch die mittelfristige Finanzierung des Konzerns abgedeckt. Im vergangenen Geschäftsjahr war der Konzern jederzeit in der Lage, seine finanziellen Verpflichtungen termingerecht zu erfüllen. Ein aktives Forderungsmanagement sowie ein detailliertes Monitoring unserer Kundenbeziehungen reduzieren, neben den Instrumenten Factoring und Warenkreditversicherung, etwaige Forderungsausfallrisiken auf ein Minimum. Währungsrisiken sichern wir bei Bedarf mit fristenadäquaten Devisentermingeschäften ab. Vor allem durch die steigende Inflation und die damit verbundenen Kaufkraftverluste dürften die Herausforderungen des neuen Geschäftsjahres groß sein. Für das Jahr 2023 erwartet die Bundesregierung einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,4%. Es sind weitere Spannungen auf den Beschaffungsmärkten zu erwarten. Die Preise für Energie werden sich mittelfristig entspannen, aber nicht auf Vorkriegsniveau fallen. Parallel und zukunftsorientiert werden adäquate Marketinginstrumente die Produkte stützen. Der Reh Kendermann Konzern erwartet im Geschäftsjahr 2022/23 aufgrund von bewusst herbeigeführten Segmentbereinigungen und Trennung von margenschwächeren Produkten reduzierte Absatzmengen gegenüber Vorjahr bei gleichzeitiger Erreichung von leicht besseren Deckungsbeiträgen. Wir sind davon überzeugt, dass wir auch in der Zukunft Herausforderungen meistern und Chancen nutzen werden, ohne dabei unvertretbar hohe Risiken einzugehen. Marktchancen werden dabei immer nachhaltig und verantwortungsbewusst bewertet. Auf Grundlage der ertragsstarken Geschäfte sowie unserer soliden Vermögens- und Finanzlage beurteilen wir die wirtschaftliche und finanzielle Situation des Konzerns insgesamt als sehr positiv.
Bingen, im Januar 2023 Die Geschäftsführung Carl Reh Alexander Rittlinger Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Reh Kendermann GmbH Weinkellerei, Bingen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Reh Kendermann GmbH Weinkellerei, Bingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. Juni 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Reh Kendermann GmbH Weinkellerei, Bingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Koblenz, den 19. Januar 2023 Dr.
Dienst & Partner GmbH & Co. KG
Prof. Dr. Schneider, Wirtschaftsprüfer Doris Reifenrath, Wirtschaftsprüfer |
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