HS Products Engineering GmbH

Frauenstraße 43, 82216 Maisach, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 130646
Eingetragen
6.4.2000
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Entwicklung, Fertigung und Vertrieb von technischen Produkten und elektronischen Systemen aller Art. Ferner die Formgestaltung und Formgebung von Gebrauchsgegenständen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Werner Ziegenbein
seit 17.10.2001
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
W***** Z*********
9.54%
M***** W******* C**** S*****
8.25%

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

4 von 5 angezeigt

Naxnova Global Holdings B.V.
Netherlands
3.363 €
70.35%
W***** Z*********
2.385 €
9.54%
Idee + Funktion GmbH Ideenre-alisierung Design
Germany
2.385 €
9.54%
M***** S*****
2.062 €
8.25%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HS Products Engineering GmbH

Maisach

Amtsgericht München
HRB 130646

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Die HS Products Engineering GmbH mit Sitz in Maisach ist spezialisiert auf die Entwicklung und Fertigung komplexer kinematischer Systeme für den Fahrzeuginnenraum von Premiumfahrzeugen. Als unabhängiger Partner der Automobilindustrie reicht das interne Leistungsspektrum von der innovativen Konzepterstellung über die Entwicklung mit der Erstellung der erforderlichen Prototypen/Versuchsmuster und Durchführung der relevanten Versuche und Laborprüfungen bis hin zum Werkzeugbau und Erstellung der notwendigen Serienmontagevorrichtungen. Ebenso werden Spritzgussteile und mechanisch gefertigte Teile für die Serienfertigung im Haus hergestellt. Die für unsere Kunden gefertigten Produkte sind überwiegend in den folgenden Bereichen zu finden:

• Bewegliche Info- & Entertainmentsysteme,

• Mittelkonsolen & -komponenten,

• Schub- & Schwenkfächer/-Kinematiken,

• Cupholder,

• Elektrische Komfort- & Beschattungssysteme,

• Funktionsumfänge im I-Tafelbereich.

Zur Sicherstellung der notwendigen Flexibilität im oben aufgeführten Produkt- und Kundenspektrum sowie zur Sicherstellung einer effektiven internen Wertschöpfungstiefe ist die Tech Pro System GmbH als Tochterunternehmen in die entsprechenden Prozesse stark integriert. Im Zuge der erforderlichen Internationalisierung, insbesondere vor dem Hintergrund des Absatzmarktes USA, erfolgte in 2022 eine strategische Beteiligung an einer Gesellschaft mit Sitz und Produktionsstandort in Mexiko, in der nun einzelne Teilbereiche der Fertigung verlagert werden.

Der Betriebsstandort "TPM Technologie Park Maisach" ist langfristig angemietet.

2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach Angaben des IWF war für 2022 ein Weltwirtschaftswachstum von 3,5% zu verzeichnen; die deutsche Wirtschaft wuchs dabei um 1,8 %. Die weltweite Wachstumsprognose für 2023 liegt bei 3,0%. Die Prognose für die USA liegt für 2023 bei 1,8%; begünstigt durch einen Zuwachs der Realeinkommen und einer Erholung der Autoverkäufe. Der IWF erwartet entsprechend seiner Konjunkturprognose für die deutsche Wirtschaft für 2023 ein Schrumpfen von 0,3 %; beeinflusst wird dies unter anderem durch die gestiegenen Energiekosten und eine Schwäche in der Industrieproduktion.[1]

Die weltweite Wirtschaftssituation hat auch in 2022 einen großen Einfluss auf die Automobilproduktion. Entsprechend den Berechnungen des VDA (Stand 24.5.2023) konnte die weltweite Automobilproduktion im Vergleich zu 2021 mit einer Produktion von 66,8 Mio. PKW im Vorjahr auf in Summe 72,1 Mio. PKW gesteigert werden. In Europa haben sich die Produktionszahlen mit 13,3 Mio. PKW in 2022 nochmals um ca. 1% gegenüber 2021 mit 13,4 Mio. PKW reduziert (nachrichtlich: 14,2 Mio. PKW in 2020). Die Anzahl der in Deutschland produzierten PKW stieg jedoch gegenüber 2021 um 12 % auf in Summe 3,5 Mio. PKW in 2022 an und erreichte damit fast wieder das Produktionsvolumen von 2020. Dennoch liegen die Inlandsproduktionszahlen in 2022 weit hinter dem Niveau aus 2016 / 2017, wo mit 5,7 Mio. bzw. 5,6 Mio. PKW jeweils erheblich mehr Fahrzeuge in Deutschland produziert wurden. Mit 23,5 Mio. produzierten PKW ist China auch 2022 das führende Produktionsland. Die USA sind mit fast 9,7 Mio. produzierten PKW im Jahr 2022 das weltweit zweitgrößte Produktionsland für PKW und konnten dabei die Produktionszahlen gegenüber 2021 um 9% steigern. Neben China und Deutschland wuchs auch die PKW-Produktion in Mexiko in 2022 gegenüber 2021 um 12% auf in Summe 3,3 Mio. PKW.[2]

Die weltweiten Zulassungszahlen der elektrisch angetriebenen Fahrzeuge haben sich nach dem Zulassungsrekord im Jahr 2021 von ca. 7,5 Mio. PKW auf rund 12 Mio. PKW im Jahr 2022 um 60% erhöht. Der Anteil der rein elektrischen BEV-Fahrzeuge liegt mit 8,7 Mio. Einheiten dabei bei etwa 73%.[3]

3. Geschäftsverlauf und Ergebnis

Der Geschäftsverlauf im Berichtsjahr zeigt eine deutliche Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr. Durch starke Abweichung einzelner Kundenabrufe gegenüber den kommunizierten Planzahlen ergab sich dennoch eine entsprechende Abweichung nach unten zur Planung der HSPE. Die Ertragslage im Berichtsjahr ist durch die teilweisen extremen Kostensteigerungen im Bereich Transport, Energie und Rohmaterial belastet. Zusammengefasst ergibt sich dennoch für das Berichtsjahr eine deutliche Umsatzsteigerung um mehr als 50% gegenüber dem Vorjahr. Trotz der extremen Kostensteigerung durch externe Einflüsse sowohl im Zulieferbereich als auch im Bereich der Personalkosten, konnte das absolute Ergebnis (EBIT und Jahresüberschuss) in etwa auf dem Vorjahresniveau gehalten werden, was dennoch eine negative Abweichung zur Planung darstellt. Der Auftragsbestand für das Geschäftsjahr 2023 und die Folgejahre ist positiv zu bewerten und beinhaltet eine weitere Steigerung der Umsätze. Allerdings sind hier, wie bereits wie im Berichtsjahr, ebenso Abweichungen bzw. Verschiebungen der Lieferabrufe einzelner Kunden zu den Planzahlen zu erkennen, was eine entsprechende Veränderung bzw. Verschiebung der Umsatzzahlen im Vergleich zur Planung zur Folge hat.

3.1. Ertragslage

Im Berichtsjahr konnte die Gesellschaft ein Rohergebnis gemäß Gewinn- und Verlustrechnung von 10.333 T€ erwirtschaften. Der Vergleich mit dem Vorjahr zeigt eine Steigerung des Absolutbetrags (VJ 8.970 T€). Der überproportional erhöhte Materialaufwand und die hohen Vorleistungskosten für zukünftige Projekte belasten dabei das Rohergebnis.

Der Personalaufwand beläuft sich im Berichtsjahr auf 4.972 T€, was gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von 406 T€ (+8,9 %) bedeutet. Die Mitarbeiterzahl ist dabei im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die Personalstruktur bietet damit die notwendige die Basis zur Umsetzung der langfristigen Ziele entsprechend der Unternehmensplanung mit Erweiterung des Kundenportfolios, Erweiterung der Produktumfänge, Umsatz- und Ertragssteigerung.

Die Abschreibungen liegen auf Grund der getätigten Investitionen um 12% über dem Vorjahresniveau.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich deutlich um 966 T€ auf 3.284 T€, insbesondere bedingt durch erhöhte Fracht- und weitere Vertriebskosten.

Das operative Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag (EBIT) im Berichtsjahr beträgt 1.805 T€ (VJ 1.841 T€).

Beteiligungserträge waren in 2022 aufgrund einer Gewinnthesaurierung des Tochterunternehmens nicht zu verzeichnen. Das Zinsergebnis beträgt T€ 1 (VJ 0 T€).

Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und Ertrag von 514 T€ (VJ 524 T€) ergibt sich ein Jahresüberschuss von 1.292 T€ (VJ 1.317 T€).

3.2. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft von 22.561 T€ hat sich im Vergleich zum Vorjahr (18.060 T€) um 4.501 T€ erhöht. Dies ist auf der Aktivseite im Wesentlichen auf eine deutliche Erhöhung der Vorräte und der Forderungen zurückzuführen. Ein weiterer wesentlicher Punkt ist die Erhöhung der Finanzanlagen in den Beteiligungen aufgrund des Erwerbs der bereits vorstehend erwähnten Beteiligung in Mexiko.

Das Eigenkapital zum 31.12.2022 beträgt 12.701 T€ (VJ 13.409 T€), was einer Eigenkapitalquote von 56,3 % (VJ 74,2 %) entspricht.

3.3. Finanzlage

Die Unternehmenspolitik, die Gewinne zum Teil zur Weiterentwicklung des Unternehmens zu thesaurieren, hat zu einer stabilen Finanzlage geführt. Die weiterhin hohe Eigenkapitalquote von 56,3 %, die fast vollständige Unabhängigkeit von externen Finanzierungen und die gute Liquidität des Unternehmens sind die Basis für eine Weiterführung der strategischen Geschäftsentwicklung und Voraussetzung zur Bewältigung der branchenüblichen Projektvorfinanzierungen. Zum 31.12.2022 bestanden wie auch bereits im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten; die Guthaben bei Kreditinstituten beliefen sich zum 31.12.2022 auf 2.450 T€ (VJ 4.320 T€). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Finanzierung des Beteiligungserwerbs und den Aufbau der Forderungen und Vorräte zurückzuführen.

3.4. Zusammenfassung

Die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sind unter Berücksichtigung der weltweit deutlich gestiegenen Kosten im Bereich Transport, Energie, Rohmaterial innerhalb der Lieferketten, unter dem Einfluss des Ukraine Kriegs und nach wie vor den Nachwirkungen der globalen Pandemie, sowie den teilweise erheblichen Abweichungen und kurzfristigen Änderungen der Kundenbedarfe positiv zu bewerten. Auch die Steigerung der internen Kosten, insbesondere im Personalbereich unter dem Druck der hohen Inflation in Deutschland belasten die Kostenstrukturen innerhalb des Unternehmens. Die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2022 liegen durch die genannten Einflussfaktoren unter dem ursprünglichen Planungsniveau. Basierend auf dem Kundenmix, auf den Kundenplanzahlen für die Folgejahre und den getätigten Investitionen am Standort Deutschland und in die Internationalisierung mit der Unternehmensbeteiligung in Mexico ist die Geschäftsentwicklung und die Unternehmensperspektive positiv zu bewerten.

4. Personalbericht

Der Personalstand ist mit durchschnittlich 61 Mitarbeitern gegenüber dem Vorjahr (61) unverändert. Der Personalstand entspricht den Erfordernissen der Unternehmensplanung und wird mit Blick auf die Zukunft trotz der Planungsabweichung kontinuierlich weiterentwickelt und strukturell den geänderten Erfordernissen angepasst.

5. Forschung und Entwicklung

Ein wichtiger Erfolgsfaktor für die HS Products Engineering GmbH sind innovative Produkte, die sowohl die Anforderungen unserer Kunden erfüllen als auch durch einen technischen Vorsprung die Marktposition der HS Products Engineering GmbH sicherstellen. Dabei wird mit der Produktentwicklung auch die Prozessentwicklung im Haus durchgeführt. Hierzu wurde im laufenden wie auch in den abgelaufenen Geschäftsjahren entsprechend kontinuierlich in die Erweiterung des Labor-, Versuchs-, Prototypen- und Vorserienbereichs investiert. Neben der konkreten Entwicklung für beauftragte Umfänge bzw. für akquisitorische Tätigkeiten wird im Bereich der Verstell-Technik sowohl an drehmoment- als auch leistungsorientierten elektrischen Einheiten entwickelt.

6. Chancen und Risikobericht

Die Prozesse und Abläufe, die innerhalb der HS Products Engineering GmbH festgelegt sind, dienen dazu, innerhalb der Organisation die Risiken und Chancen des Unternehmens zu bestimmen und sicher zu stellen, dass unerwünschte Einflüsse rechtzeitig erkannt und verhindert bzw. abgeschwächt werden können. Als Risiko wird hierbei eine mögliche Verschlechterung der weltweiten wirtschaftlichen Lage in Betracht gezogen und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland beobachtet. Insbesondere sind hier die weiterhin bestehenden Einflüsse des Ukraine-Krieges, der nach wie vor vorhandenen Nachwirkungen der Corona Pandemie, und die teilweise kritische wirtschaftliche Lage einiger Zulieferer zu nennen. Die resultierende Unterbrechung der Lieferketten sowie die extreme Erhöhung der Transportkosten, der Energiekosten und die Inflation sind weitere externe Einflussfaktoren. Dies hat nicht nur Einfluss auf unsere interne Planung und Abläufe, sondern führt auch zu möglichem direktem Umsatzrückgang der Hauptkunden der Gesellschaft. Auch sind in diesem Zusammenhang mögliche Einflüsse durch Einfuhrzölle, Transportzeiten und direkte vor Ort Kontakte zu Kunden und Lieferanten im Rahmen der Risikobewertung kontinuierlich zu beobachten.

Die für das geplante Wachstum notwendige Erweiterung der Personalstruktur sowie die weitere Anpassung an die Internationalität sind die größten zu bewältigende Herausforderungen im Personalbereich die sowohl in der Planung als auch operativ zu berücksichtigen sind.

Die Geschäftsführung hat zur Überwachung der operativen Risiken sowie zur Beobachtung der zukünftigen Geschäftsentwicklung ein entsprechendes Kennzahlensystem installiert, welches kontinuierlich verfeinert wird und überwiegend systemgestützt eine rechtzeitige Einführung von Korrekturmaßnahmen ermöglicht.

Auf Grund der hohen Eigenkapitalquote und der fast vollständigen Unabhängigkeit von Fremdfinanzierungen ist das Unternehmen in der Lage auf wirtschaftliche Schwankungen angemessen zu reagieren.

Die Lieferantenstruktur der HS Products Engineering GmbH basiert zum überwiegenden Teil auf langjährigen zuverlässigen Partnern, die entsprechend dem Geschäftsverlauf und den geplanten aktuellen und zukünftigen Projekten angepasst und international ergänzt werden. Hier ist im Besonderen auf die wirtschaftliche Stabilität sowohl der Bestandslieferanten als auch neuer Zulieferer zu achten. Das entsprechende EDV-System sichert dabei den notwendigen Informationsaustausch mit den Lieferanten, welcher den Vorgaben der Automobilindustrie entspricht. Dies gilt insbesondere für das SAP gestützte Lieferabrufsystem, welches die entsprechenden Bedarfsschwankungen der Kunden zeitnah auf die Lieferantenbedarfe transferiert. Hier sind allerdings die teilweise deutlich längeren Liefer- und Transportzeiten als limitierender Faktor zu berücksichtigen.

Ein Schwerpunkt des Risikomanagements wird weiterhin das Thema Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit sein. Hierzu wurde in den vergangenen Jahren ein Kennzahlensystem im Unternehmen implementiert, dessen Auswertungen klare Indikatoren beinhalteten, um die notwendigen Schritte zur Effizienzsteigerung einzuleiten und die Auswirkungen der umgesetzten Maßnahmen zu erfassen. Weitere Punkte, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten bzw. weiter zu steigern, sind kontinuierliche Weiterentwicklung der Produktions- und QS-Prozesse hinsichtlich höchstmöglicher Flexibilität bei gleichzeitig maximaler Effektivität. Insbesondere im Bereich der Produktendkontrolle wird hier verstärkt auf automatisierte Endprüfstände gesetzt. Diese umfassen sowohl produktspezifisch entwickelte EOL-Prüfungen als auch flexible Roboter-gestützte Multiproduktprüfeinrichtungen. Im Rahmen dieser optischen, akustischen und haptischen Prüfungen werden auch die logistischen Daten erfasst und überprüft. Diese Abläufe stellen eine wesentliche Voraussetzung zur Sicherstellung der zukünftigen Auftragslage dar.

Die kontinuierliche Investition in die Zukunft des Unternehmens in den Bereichen der internen Wertschöpfung, der Fertigungstiefe, der Internationalität, dem Ausbau der Personalstruktur, der Digitalisierung und nicht zuletzt in die CO 2 Reduzierung am Standort mit dem Ziel der CO 2 Neutralität für die interne Wertschöpfung, werden von unseren Kunden positiv angenommen und resultiert sowohl in neuen Aufträgen als auch in weiteren Anfragen für zukünftige Projekte und Produkte.

Aufgrund der konservativen Finanzierungsstruktur bestehen keine bedeutenden Risiken aus Finanzinstrumenten; derivative Finanzinstrumente werden dabei nicht eingesetzt. Der Bestand an liquiden Mitteln stellt eine ausreichende Finanzierung des laufenden Geschäfts und der geplanten Investitionen sicher. Es ist auch festzustellen, dass auf Grund der hohen Warenbestände, die zwar die freien Mittel belasten, die Belieferung unserer Kunden sichergestellt ist und das Risiko von kurzfristigen Versorgungsengpässen dadurch minimiert ist. Risiken, dass das Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage ist, die Finanzmittel zu beschaffen, die zur Begleichung der bestehenden Verbindlichkeiten notwendig sind, bestehen somit nicht.

Die Forderungen der Gesellschaft werden durch das Debitorenmanagement überwacht und mit einem nachhaltigen Mahnwesen Forderungsausfälle auf einem niedrigen Niveau gehalten. Hinzu kommt, dass die Kundenstruktur aus namhaften Automobilherstellern im Premiumsegment besteht, die als zuverlässig einzustufen sind und somit das teilweise hohe Außenstandsniveau und die Refinanzierung der getätigten Vorleistungen als gesichert erscheint. Unabhängig davon, ist es aber unabdingbar, eine Abhängigkeit von einzelnen Großkunden und damit auch eine Abhängigkeit von deren eigener Finanzlage zu vermeiden bzw. diese weiter zu verringern. Identifizierten Forderungsausfallrisiken wird durch entsprechende bilanzielle Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Zinserträge und Zinsaufwendungen sind hinsichtlich des Geschäftsergebnisses als nachrangig zu beurteilen; bedeutende Risiken aus Zahlungsstromschwankungen bestehen somit nicht.

Auch das Beteiligungsrisiko hinsichtlich der Tochtergesellschaft ist angesichts des Verhältnisses des Beteiligungsbuchwertes (29 T€) zum positiven Geschäftsergebnis bzw. der guten Eigenkapitalausstattung als sehr niedrig einzustufen. Die im Berichtsjahr neu hinzugekommene internationale Beteiligung birgt deutlich mehr Zukunftschancen als Risiko; die vorliegende Unternehmensplanung 2023 ff., die eine deutliche mittel- bis langfristige Ertragssteigerung beinhaltet, bestätigt derzeit sowohl die Werthaltigkeit des Beteiligungsbuchwertes als auch die Werthaltigkeit der zum 31.12.2023 ausstehenden Forderungsbestände aus Lieferungen und Leistungen, die mittelfristig zurückgeführt werden sollen. Ein Wertberichtigungsbedarf ist somit derzeit nicht ersichtlich.

Zusammengefasst stellt sich ein von Chancen geprägtes Gesamtbild für die Geschäftsentwicklung der folgenden Jahre dar. Dennoch sind die externen Risikofaktoren genau zu beobachten, um mögliche Auswirkungen rechtzeitig zu erkennen und so weit als möglich wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Insbesondere sind die Herausforderungen im Personalbereich und Anforderungen hinsichtlich eine CO 2 Neutralität für die Zukunft ernst zu nehmen. Die trotzdem positive Einschätzung basiert auch auf der Tatsache, dass die wesentlichen Geschäftstätigkeiten der Gesellschaft nicht abhängig sind von dem Wandel der Automobilindustrie in Richtung Elektrifizierung und hin zum autonomen Fahren. Da mit diesem Wandel der Mobilität auch neue Hersteller und Kunden am Markt auftreten, die auf ein hohes Maß an Flexibilität und individuell entwickelten Produkten ihrer Zulieferer setzen, ergeben sich daraus für die HS Products Engineering GmbH erhebliche neue Potentiale. Die positive Auftragslage für die folgenden Jahre und die Erweiterung des Kundenstamms sind positive Indikatoren, die diese Einschätzung untermauern. Trotzdem oder gerade deshalb bestehen in der Internationalisierung der Kunden und Lieferantenstruktur sowie der damit erforderlichen kontinuierlichen Weiterentwicklung und Anpassung der internationalen und nationalen Unternehmensstruktur eine der Hauptaufgaben für die nahe Zukunft. Diese Weiterentwicklung bringt neben der erforderlichen Erweiterung der internationalen und nationalen Produktionskapazität auch die Herausforderung mit sich, den Personalstamm der Gesellschaft weiter mit entsprechend hoch qualifiziertem Personal zu ergänzen. Die nach wie vor negativen Einflüsse im Bereich der Rohstoff- und Halbleiterverfügbarkeit erfordern enorme Flexibilität in der Fertigungssteuerung und erzeugen teilweise auch deutlichen Mehraufwand, was gegenüber der ursprünglichen Planung auch eine Verschiebung der Umsätze erkennen lässt. Aus Sicht der Geschäftsleitung sind für die HS Products Engineering GmbH keine bestandsgefährdenden Risiken ersichtlich.

7. Ausblick auf die voraussichtliche Entwicklung

Die ursprüngliche Umsatzplanung für das Geschäftsjahr 2023 erfolgte unter Berücksichtigung der vorhandenen Planzahlen der Kundenbedarfe sowie unter Zugrundelegung vorsichtig getroffener Annahmen und auf Basis des bereits existierenden Auftragseingangs. Auf Grundlage dieser Daten ergab sich für das Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 eine weitere Umsatzsteigerung. Mit den bereits im zweiten Quartal erkennbaren Abweichungen einzelner Kunden von Ihren Planzahlen und die Verschiebung der Stückzahlen in Richtung Zukunft wird der Umsatz 2023 nach den vorläufigen Zahlen um rd. 8 % unter dem Vorjahr liegen.

Die anhaltend deutlich gestiegenen Kosten im Zulieferbereich, die nach wie vor hohen Transport- und Energiekosten und die inflationsgetriebene Steigerung der Personalkosten belasten den Geschäftsverlauf. Dieser gesamthafte Anstieg der Kosten wird auch durch kreative Gegenmaßnahmen und Verhandlungen mit den Kunden nicht vollständig zu kompensieren sein. Den nach wie vor vorhandenen Produktionsverschiebungen bei den Kunden der HS Products Engineering GmbH muss und wird durch flexible zeitnahe Anpassung der internen Produktionskapazitäten und in der Beschaffung gegengesteuert. Diese Faktoren können aber nicht vollständig kompensiert werden und werden daher entsprechende Auswirkungen auf die bisherige EBIT-Planung für das aktuelle Geschäftsjahr haben. Nach derzeitigem Kenntnisstand wird ein EBIT von rd. EUR 1,4 Mio. erwartet. Unter Berücksichtigung einer Ausschüttung des Tochterunternehmens mit EUR 1,0 Mio. wird ein Jahresüberschuss von rd. EUR 2,0 Mio. prognostiziert.

Die Zukunft des aktuellen Standortes des Unternehmens ist durch die Investitionen in Fertigungstiefe, Prozesstechnologie und zukünftige Produkte sichergestellt. Das Vorantreiben der internationalen Ausrichtung des Unternehmens und die Verlagerung erster Produktionsumfänge an den Produktionsstandort des im Berichtsjahr durch einen Anteilskauf hinzugewonnen Produktionspartners in Mexiko und die kontinuierliche Anpassung der Gesellschaft an die Anforderungen des internationalen Kundenstamms sind neben der wichtigen Sicherstellung der personellen Ressourcen die zu bewältigende Herausforderungen.

 

Maisach, den 22. Januar 2024

Gez. Werner Ziegenbein

[1] IWF-Prognose zur Weltwirtschaft vom 25.07.2023, https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/wirtschaft_nt/article246572088/IWF-Deutsche-Wirtschaft-schrumpft-2023-um-0-3-Prozent.html

2 VDA Automobilproduktion Weltweit letzte Aktualisierung 24.5.23, https://www.vda.de/de/aktuelles/zahlen-und-daten/jahreszahlen/automobilproduktion

3 VDA zur Elektromobilität Marktentwicklung Europa + International, https://www.vda.de/de/themen/elektromobilitaet/marktentwicklung-europa-international

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 60.743,00 69
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 607.435,50 739
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 115.768,50 144
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 363.211,05 37
1.086.415,05 920
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 29.233,76 29
2. Beteiligungen 975.196,51 41
1.004.430,27 70
2.151.588,32 1.059
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 12.018.152,61 8.974
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.879.750,04 3.667
davon gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.100.394,32 0
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.449.604,43 4.320
20.347.507,08 16.961
C. Rechnungsabgrenzungsposten 62.068,75 40
22.561.164,15 18.060

PASSIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Andere Gewinnrücklagen 5.652.281,64 7.653
III. Gewinnvortrag 5.731.361,54 4.414
IV. Jahresüberschuss 1.291.889,42 1.317
12.700.532,60 13.409
B. Rückstellungen 1.504.440,00 1.306
C. Verbindlichkeiten 8.356.191,55 3.345
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 3.362.335,40 500
davon gegeünber Gesellschaftern 2.020.081,25 0
22.561.164,15 18.060

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2021

2022 2021
EUR EUR TEUR
1. Rohergebnis 10.333.410,85 8.970
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.244.099,55 3.880
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 727.836,30 686
davon für Altersversorgung: EUR 11.015,04 (11)
4.971.935,85
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 269.072,32 241
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.283.917,26 2.318
davon aus der Währungsumrechnung: EUR 7.933,33 (3)
1.808.485,42 1.845
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.611,17 0
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (0)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.429,17 0
davon an verbundene Unternehmen: EUR 1.429,17 (0)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 514.158,19 524
8. Ergebnis nach Steuern 1.294.509,23 1.321
9. Sonstige Steuern 2.619,81 4
10. Jahresüberschuss 1.291.889,42 1.317

Anhang zum Jahresabschluss 31.12.2022

HS Products Engineering GmbH, Maisach

Tz. 1 Allgemeines

Die HS Products Engineering GmbH hat ihren Sitz in Maisach und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht München (HRB 130646).

Der Jahresabschluss 31.12.2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) erstellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt, das der Struktur des Unternehmens angemessen ist.

Die Gesellschaft gilt als mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. § 267 HGB. Von den Befreiungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde Gebrauch gemacht.

Die auf den vorangegangenen Jahresabschluss angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Tz. 2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen linearen Abschreibungen, bilanziert. Für die Abschreibungen auf Zugänge werden Nutzungsdauern von 3 bis 5 Jahren zugrunde gelegt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungswerten bis zu EUR 250,00 werden als sofort abzugsfähige Betriebsausgaben behandelt. Wirtschaftsgüter von EUR 250,00 bis einschließlich EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung vollständig abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine angemessene Pauschalwertberichtigung auf den (Netto-)Forderungsbestand gebildet.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Zahlungsabflüsse für Hardware- und Softwarewartung, Leasing-Sonderzahlung und Kfz-Steuer vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Positionen des Eigenkapitals sind zum Nennbetrag ausgewiesen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags.

Vom Wahlrecht, Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr abzuzinsen, wurde kein Gebrauch gemacht. Zinseffekte aus der Zinssatzänderung sind in den entsprechenden Sachaufwandskonten ausgewiesen. Pauschalrückstellungen wurden auf Grundlage von Erfahrungswerten und Kostenschätzungen gebildet.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert.

Gewinn- und Verlustrechnung

Auf die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach § 285 Nr. 4 HGB wird gemäß § 288 Abs. 2 HGB verzichtet.

Tz. 3 Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens stellt sich wie folgt dar:

Historische Anschaffungskosten
01.01.2022
EUR
Zugang 2022
EUR
* Umbuchung Abgang 2022
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 787.494,17 35.135,35 0,00 822.629,52
II. Sachanlagen
* 85.155,92
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.041.981,78 35.667,27 0,00 1.162.804,97
* -85.155,92
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.004.585,07 30.245,70 0,00 949.674,85
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 37.034,17 326.176,88 0,00 363.211,05
* 0,00
2.083.601,02 392.089,85 0,00 2.475.690,87
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 29.233,76 0,00 0,00 29.233,76
2. Beteiligungen 40.798,77 934.397,74 0,00 975.196,51
70.032,53 934.397,74 0,00 1.004.430,27
* 0,00
2.941.127,72 1.361.622,94 0,00 4.302.750,66
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2022
EUR
Zugang 2022
EUR
* Umbuchung Abgang 2022
EUR
31.12.2022
EUR
Abschreibung 2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 718.360,17 43.526,35 0,00 761.886,52 43.526,35
II. Sachanlagen
* 85.155,92
1. Technische Anlagen und Maschinen 303.064,78 167.148,77 0,00 555.369,47 167.148,77
* -85.155,92
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 860.665,07 58.397,20 0,00 833.906,35 58.397,20
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
* 0,00
1.163.729,85 225.545,97 0,00 1.389.275,82 225.545,97
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
* 0,00
1.882.090,02 269.072,32 0,00 2.151.162,34 269.072,32
Buchwerte
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 60.743,00 69.134,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 607.435,50 738.917,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 115.768,50 143.920,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 363.211,05 37.034,17
1.086.415,05 919.871,17
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 29.233,76 29.233,76
2. Beteiligungen 975.196,51 40.798,77
1.004.430,27 70.032,53
2.151.588,32 1.059.037,70

3.2 Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen mit TEUR 221 (Vj. TEUR 1) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf.

3.3 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten (Vorjahr in TEUR):

Restlaufzeit
bis zu einem Jahr
EUR
1 bis 5 Jahre
EUR
über fünf Jahre
EUR
Gesamt
EUR
Verbindlichkeiten 8.216.191,55 112.000,00 28.000,00 8.356.191,55
(3.345) (0) (0) (3.345)

Die Verbindlichkeiten weisen mit EUR 140.000,00 (Vj. TEUR 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf.

Tz.4 Sonstige Angaben

4.1 Anteile an verbundenen Unternehmen

Firma, Sitz Beteiligungsquote Eigenkapital 31.12.2022
EUR
Ergebnis 2022
EUR
Tech Pro System GmbH, Maisach 100% 4.751.388,54 809.933,12

4.2 Beteiligungen

Firma, Sitz Beteiligungsquote Eigenkapital 31.12.2022
EUR
Ergebnis 2022
EUR
DEKOSYS Mexico S. de R.L. de C.V., San Miguel de Allende, Mexico * 20 % 3.520.203,18 -565.880,38

*) 19,8 % der Anteile werden von der Gesellschaft direkt gehalten, weitere 0,2 % werden mittelbar durch ein Tochterunternehmen gehalten.

4.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mieten, Leasing und Lizenzgebühren betragen derzeit jährlich rd. TEUR 364.

4.4 Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt (ohne Geschäftsführer):

2022
Kaufmännische Arbeitnehmer 22
Gewerbeliche Arbeitnehmer 39
61

4.5 Ergebnisverwendung

Der Geschäftsführer schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.291.889,42 auf neue Rechnung vorzutragen.

4.6 Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer:

Ziegenbein, Werner, Dipl.-Ingenieur, München

Bezüglich der Geschäftsführerbezüge wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

 

Maisach, den 22. Januar 2024

gez. Werner Ziegenbein

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die HS Products Engineering GmbH, Maisach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HS Products Engineering GmbH, Maisach, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HS Products Engineering GmbH, Maisach, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den

Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 23. Januar 2024

Kesel & Partner PartGmbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München

gez. Florentin Kesel, Wirtschaftsprüfer

gez. Rainer Brunner, Wirtschaftsprüfer

Hinweis gemäß §328 Abs. 1a S. 2 HGB

Vorstehend offengelegter Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss zum 31.12.2022.

Ergebnisverwendungsbeschluss

Der Ergebnisverwendungsbeschluss entspricht dem Ergebnisverwendungsvorschlag.

Feststellung

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 19.03.2024.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

4 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.